Citation
Dajacksch-deutsches Wörterbuch

Material Information

Title:
Dajacksch-deutsches Wörterbuch bearbeitet und herausgegeben im Auftrage und auf Kosten der Niederländischen Bibelgesellschaft
Creator:
Hardeland, August, 1814-1891
Nederlandsch Bijbelgenootschap
Place of Publication:
Amsterdam
Publisher:
Frederik Muller
Publication Date:
Language:
German
Dayak
Iban
Austronesian
Physical Description:
viii, 638 p. : ; 27 cm.

Subjects

Subjects / Keywords:
Dayak language -- Dictionaries -- German ( lcsh )
Iban language -- Dictionaries -- German ( lcsh )
Dayak language ( lcsh )
Iban language ( lcsh )
Borneotalen
Rumpun bahasa Dayak Darat
Dayak Sprache
Iban Sprache
Bahasa Iban
Iban Sprache -- Wörterbücher -- Deutsch
Dayak Sprache -- Wörterbücher -- Deutsch
Bahasa Iban -- Kamus -- Jerman
Bahasa Dayak -- Kamus -- Jerman
Genre:
non-fiction ( marcgt )
Spatial Coverage:
Europe -- Germany -- Lower Saxony -- Hanover -- Hanover
Asia -- Indonesia -- West Kalimantan
Asia -- Malaysia -- Sarawak
اسيا -- مليسيا -- سراوق
اسيا -- إندونيسيا -- كليمنتان بارت
Europa -- Deutschland -- Niedersachsen -- Hannover -- Hannover
Asien -- Indonesien -- West Kalimantan
Asien -- Malaysia -- Sarawak
Asia -- Indonesia -- Kalimantan Barat
Eropa -- Jerman -- Sachsen Hilir -- Hanover -- Hanover
Coordinates:
52.366667 x 9.716667 ( Hanover )
2.8 x 113.883333 ( Sarawak )
0 x 110.5 ( West Kalimantan )

Notes

General Note:
Preface by Aug. Hardeland. 31 December 1858, Hannover
General Note:
VIAF (name authority) : Hardeland, August, 1814-1891 : URI http://viaf.org/viaf/8014575

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SOAS University of London
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AUG. HARDELAND
DAJACKSCH-DEUTSCHES
WÖRTERBUCH


DAJACKSCH-DEUTSCHES
WÖRTERBUCH
BEARBEITET UND HERAUSGEGEBEN
IM AUFTRAGE UND AUF KOSTEN
DER NIEDERLÄNDISCHEN BIBELGESELLSCHAFT.
AMSTERDAM,
FREDERIK MULLER.
DRUCK VON C. A. SPIN & SOHN.
1859.




VORWORT.
Auch dieses Buch möchte ohne Apologie vor der Kritik nicht sonderlich
bestehen; das fühlt niemand mehr als der Schreiber selbst. Desshalb
verweise ich auch für dies Wörterbuch auf das im Vorworte zur dagackschen
Sprachlehre gesagte, und füge noch das Folgende hinzu. Meine Kladden
für die dajacksche Sprachlehre und für dies Wörterbuch waren erst zum
kleinern Theile geordnet, und dazu war dieser kleinere Theil in der
holländischen Sprache bearbeitet. Ich musste daher alles umarbeiten, den
grössesten Theil der Kladden aber auch erst noch ordnen und ausarbeiten, dann
alles für den Druck abschreiben. Der grossen Entfernung des Druckorts
und der fremden Sprache wegen musste letzteres möglichst deutlich, also
ziemlich langsam geschehen. Zu allen den Arbeiten aber hatte ich nur etwa
6 Monate Zeit. Erst im Mai begann ich damit, und wo möglich mussten
sie im Laufe des Jahres beendet werden, da mein künftiger Beruf mir
keine längere Frist gestattete. Einige Wochen der knapp zugemessenen
Zeit gingen noch durch ein paar nothwendige Reisen etc. verloren. Wollte
es nun jemand versuchen d,ie 1000 Pagina der beiden Bücher nur deutlich


â– und langsam abzuschreiben, und dann noch wenigstens 500 Pagina als
Kladde schnell und, flüchtig auf das Papier zu werfen, — kaum die Hälfte
meiner Kladden waren nämlich der Art, dass ich sie gleich bei und unter
dem Nehmen der Reinschrift ordnen und übersetzen konnte: ick meine er
würde 6 Monate lang Arbeit vollauf daran haben. Bedenkt man, dass ich
nun eben nicht nur abschreiben, sondern auch noch ordnen und. übersetzen
musste: dann wird, man begreifen, dass dies auch, bei täglich 12—14
stündiqer Arbeit nur dann möglich wurde, wenn ich mich möglichst beeilte.
Und man wird dann billig genug sein die Mängel des Buches mit der
nothgedrungenen Eile bei der Bearbeitung desselben zu entschuldigen.
Wie gern ich indess auch, mehr Zeit gehabt hätte, um die Bücher in
etwas tüchtigerer Gestalt erscheinen lassen zu können, so glaube ich doch,
dass die holländische Bibelgesellschaft sich den Dank derer, welche die
dajacksche Sprache zu erlernen haben, auch durch Herausgabe dieser noch
unvollkommeneren Werke reichlich verdienet habe. Eine noch ganz unbearbeitete
Sprache ohne alle Hülfsmittel lediglich von den Wilden selbst erlernen zu
müssen, ist eine sehr schwierige Aufgabe. Hätte ich vor 18 Jahren diese
Bücher gehabt, sie würden mir mehrere Jahre des mühsamsten Suchens,
Fragens und Forschens, des unsichersten Umhertappens erspart, und mich
vor tausend oft lächerlichen und oft auch ziemlich ernsten Missverständnissen
und Fehlern bewahret haben.
Es sind in dies Wörterbuch, nur d.ie Stammwörter der dajackschen
Sprache aufgenommen, bei denen dann die Ableitungen mit verzeichnet sind,.
Von den abgeleiteten Wörtern, bei denen die Ableitung regelmässig ist, ist
nur ab und an eines in die alphabetische Reihenfolge der Wörter mit


VII
aufgenommen als Fingerzeig, wo man den Stamm solcher Wörter zu suchen
habe. Die unregelmässig abgeleiteten Wörter aber haben alle, — jedoch
wo mehrere auf gleiche Weise unregelmässige unmittelbar auf einander
folgten nur das erste, •—• eine Stelle im Buche erhalten mit Hinweisung
auf ihr Stammwort. Um dies Wörterbuch also mit Nutzen gebrauchen zu
können, wird man sich vorab mit dem vertraut zu machen haben, was im
2ten Hauptstücke der dajackschen Sprachlehre über die Wortbildung gesagt
ist. — Da die Dajacken selbst in der Aussprache des ä und e, des o und u
•so gar schwankend sind, könnte es vorkommen, dass man ein Wort, welches
man unter ä oder o glaubt suchen zu müssen, unter e oder u, und
umgekehrt, finden wird. ■—■ Die zur Erklärung der einzelnen Wörter
gegebenen Beispiele habe ich meistens ziemlich wörtlich übersetzt, und wo
es nöthig war dann weiter erklärt. Man wolle sich daher nicht an dem
wohl zu Zeiten etwas seltsamen, hoffentlich aber überall verständlichen
Deutsch stossen. Es sollten ferner diese Beispiele weniger den sich mehr
von selbst verstehenden, der deutschen Sprache mehr conformen Gebrauch
der bei den Wörtern angegebenen Hauptbedeutungen erläutern, als gerade
solche Sätze geben, in denen ein Deutscher dies Wort nicht erwarten würde.
— Die wenigen Abbreviaturen bedürfen wohl keiner Erklärung. Jeder
welcher dies Wörterbuch gebraucht, wird ja wissen, dass ui. e. das ist,
i. q. dasselbe als" bedeutet. Ueber die b. Sang, oder bas. Sang., die
Sanqiangspräche, die bas. Mant. den Mantangai Dialect., etc. ist in der
Sprachlehre das Nähere gesagt.
Gott d,er Herr lasse auch durch diese Bücher den Dajacken Borneos
einigen Nutzen entstehen. Er gebe es allen, welche dieselben zum Erlernen



VIII
cler dajackschen Sprache gebrauchen, dass sie diese Sprache zu seiner Ehre
und zur Seelen Seeligkeit der armen Dajacken gebrauchen. Er segne
reichlich die theuern Freunde in Holland, deren Hülfe ich es zu danken
habe, dass ich die Arbeiten für meine lieben Dajacken zu Stande
bringen konnte, deren Vollendung seit langem ein Hauptwunsch meines
Herzens war.
HERMANNSBURG IN HANNOVER
31 December 1858.
ÄUG. HARDELAND,
Theol, u. Phil. Dr.


DAJACKSC1I WÖRTERBUCH
A.
ABA, das zum Frieden ermahnen, dazwischen tre-
ten, auseinanderbringen, (Streitende durch Worte,
Ermahnungen; durch Gewalt: milang.) — Awi djaton
aba palus äwen klahi, weil kein Dazwischenkom-
men war, (weil niemand vermittelnd zwischen sie
trat,) fingen sie an sich zu schlagen. — Anak abaaba,
ist Diminutiv von aba. Djari tahi äwen haklahi, dia
anak abaaba, schon lange streiten sie, nicht das
geringste dazwischen treten, (niemand sucht zu ver-
mittlen, sie auseinander zu bringen.) — Maba, baba
dengan, dazwischen treten. — Haabaaba, oft, lange
auseinander bringen. — Taraaba, taraba, auseinander
gehalten werden können. — Pamaba, der gern, oft
Streitende auseinander hält, es zu thun versteht.
Mamam tä pamaba olo, dein Oheim ist. jemand wel-
cher gern, oft Streitende auseinander hält, (er versteht
es gut..)
ÄBA, Vater; (wird von kleineren Kindern und zu
kleineren Kindern sprechend gebraucht,; sonst nennt
man den eigenen Vater: apang, den Vater anderer:
bapa.)
ABAM, (bas. kah.) i. q. apam.
ABAS, stark, kräftig; eifrig, fleissig. — Abas be-
renge, stark von Körper. Abas bagawi, stark, fleis-
sig arbeiten. Abas manjarenan, geduldig ertragen.
Abas manakau, mangalahi. oft, immer stehlen, zan-
ken. —-* Abdabas, ziemlich stark, etc.; (befehlend:
sehr stark, eifrig.) — Pangaabaabas, alle stark, etc.
Baraabas, alle ziemlich stark. — Pangabas, pang-
kaabas, pangkabas, stärkst, am stärksten. — Kaa-
bas, kabas, Stärke, Eifer, Fleiss. — Mampaabas, paa-
bas, mabas, maabas, stärken, erfrischen; ermuntern,
ermuthigen. — Tenga ladae sukusukup, hapa mam-
paabas iä bagawi, gieb hinreichend seine lada, (gieb
ihm lada genug, — lada, der Theil, welchen die
Sclaven von ihrem Erarbeiteten empfangen, gewöhn-
lich yi0.) um ihn zum arbeiten zu ermuthigen. —
Taraabas, tarabas, gestärkt, ermuthigt werden
können.
ABEABER, auffallend gross, ungewöhnlich, lä-
cherlich gross; (Kleidung, etc.) — Tjäh olo bawi
tä, tapihe abeaber ampie kilau rajar, pfui die
Frau, ihr Rock gross und weit seine Gestalt wie
ein Segel. — Kaber, kaaber, das zu gross sein,
(zugleich bauchig, geblähet sein, abstehen.)
ÄBIR, männlicher Name. — Abir war ein be-
rühmter Köpfeschneller der Vorzeit; sein Name wird
noch als Fluch gebraucht. Matäi kinan tumbak Abir,
stirb, gegessen (i. e. getödtet.) durch Abirs Lanze!
ABON, eine runde, kupferne Sirihdose.
ABU, männlicher Name.
nicktet, verloren sein, zu Grunde gehen. — Paham
abur gawie, sehr wiithend (auch: alles vernichtend)
sein Thun; (er spart nichts, z. B. schont selbst der
eignen Eltern nicht, etc.) — dEla marajap aku,. amon
aku sangit abur lewu tob, reize mich nicht, wenn
ich zornig werde, geht dies ganze Dorf zu Grunde. —
Mabur, habur dengan, wiithend, alles verderbend
anfallen; verderben, zu Grunde richten. — Utangku
arä, pähä aku belom kalotä, kälälj mabur arepku
manempo sasindä, meine Schulden sind viele, müh-
sam lebe ich so, wohl ich will mich selbst zu Grunde
richten, nur gleich Sclav werden. — Haabuabur, oft,
anhaltend wiithend anfallen. — Kabur, kaabur, das
Verderben, d. Vernichtung. — Taraabur, wiithend
angefallen, vernichtet können, mögen werden.
ABUS, ein Ausruf, z. B. gebraucht um Schweine
fort zu jagen.
ADAI, d. ausgebreitet sein, (z. B. nasse Kleider
zum trocknen, Reiss, etc.,) das öffentlich zur Schau
gestellt sein. •— Sala adaie, hila tä pandang andau,
verkehrt, sein ausgebreitet sein, auf jener Seite ist
der Sonnenschein. — Adaadai, ausgebreitet, öffent-
lich, sichtbar irgendwo stehn, liegen. Tjäh olo bawi
tä, adaadai hetä, djaton mahamen, pfui die Frau,
stellt sich da öffentlich zur Schau, schämt sich
nicht. — Kilen ikau djaton tau sondau pisau m,
adaadai igh inaku hetä, kannst du dein Messer nicht,
finden, ich habe es ja ganz offen (nicht verborgen)
dorthin gelegt! — Baraadai, alle ausgebreitet, alle
offenbar. — Madai, badai dengan, ausbreiten; trock-
nen; zur Schau stellen.— Haadaadai, oft, anhal-
tend ausbreiten, etc. Toto bilak rotus klambim,
tapi haadaadai bahalap wäi tinai, allerdings ist deine
Jacke fast verfault, aber häng sie nur oft und lange
zum trocknen auf, dann wird sie wieder gut wer-
den. — Taraadai, ausgebreitet, zur Schau gestellt,
können, mögen werden; irrthümlich, bei Versehen
ausbreiten, etc., (etwas anderes als man beabsichtigte.)
Pamadai, padai, der gern, alles ausbreitet, zur Schau
stellt. — Olo pamadai arepe, jemand der sich gern
zur Schau stellt, sich gern sehen lässt.
AD AK, fast, beinahe; (wird selten allein, oft als
Verstärkung hinter das dasselbe bedeutende etek
gesetzt gebraucht.) —• Männlicher Name. — Madak,
schätzen; vermutlien; argwöhnen. Aku madake buli
hirah iä toh, ich vermuthe er wird jetzt wohl zu-
rück gekehrt sein. — Ilaadaadak, stets beargwöh-
nen, Argwohn gegen jemand haben. —Padak, Ver-
mut.hung, Argwohn. — Pamadak, der immer ver-
rnuthet, beargwöhnt.
ADAS, viel, in Menge; (zugleich: eitel, nur,
nichts anderes.) Has ita manetes kanili, adas uäi
hetä, lasst uns dort Rottan schneiden, dort steht
1


ADE—ADJ.
AD J—AGA.

Rottan in Menge, (und nichts als Rottan, alles voll
Rottan.) —; Madas, viel und dicht beisammen sein.
ADEN, männlicher Name.
ADING, (bas. Mangkatip) i. q. andi, d. jüngere
Bruder oder d. jüngere Schwester.— Mad/nty, jüngere
Geschwister haben. — Hading, mit seinem jüng.
Bruder.
ADJAI, männlicher Name; (von nahadjai, strö-
men.)
AD JAK, Antrieb; Ueberredung; Verleitung; d.
angetrieben, überredet, verleitet, sein. — Awi ad-
jak ai tä aku ombamanalih, durch seinen Antrieb
(durch ihn angetrieben, veranlasst) bin ich mit-
gegangen. — Madjak,^jiadjak dengan, antreiben,
anmuthigen; verleiten. — Hadjak, einander antrei-
ben. Hahadjak, hadjahadjak, einander etwas antrei-
ben. — Haadjaadjak, oft, anhaltend antreiben. —
Paadjak, pamadjak, der gern, alle antreibt, verlei-
tet. — Padjak.) Amtsgenosse, Mitarbeiter; gemein-
schaftliche Arbeit. — Iä padjakku bihin pesangku
mantir, er war mein Amtsgenosse als ich Häupt-
ling war. — Djari bakarak padjak ikäi limä bihin,
das gemeinschaftliche Werk (die Compagnieschaft)
von uns 5. früher ist aufgelöst. — Hapadjak^ ge-
meinschaftlich.
AD JAN, männlicher Name.
ADJAR, Lehre, Unterricht; Strafe. — Adjare tä
bahalap bewäi, seine Lehre ist ganz; gut.— Madjar^
liadjar dengan, lehren, unterrichten; ermahnen, be-
strafen, schlagen. Adjar iä ombeombet, bestraf ihn
gehörig. — Madjar lauk, einen Fisch lehren, i. e.
einen an der Angel sitzenden Fisch in langsamen
Rucken aus dem Wasser ziehn, ihm wieder etwas
Spielraum geben, wenn er zu wild wird. — Hadjarf
einander unterrichten, etc. Hahadjar, hadjahadjar,
einander etwas unterrichten. — Haadjaadjar^ oft,
anhaltend unterrichten, etc. — Badjar^ (Mangkat.:
bal adj ar) i. q. mangadji, lernen; auch: gelehrt, un-
terrichtet, verständig, Aku badjar intu iä, ich lerne
bei ihm. Olo tä paham badjar, der Mensch ist sehr
unterrichtet, hat viel gelernt. — Tar adj ar, taraa-
djar, unterrichtet, bestraft werden können, mögen,
dürfen; — etwas verkehrt, lernen, verkehrten Ge-
brauch vom Unterrichte machen. — Padjar, pamadjar,
der gern, alle unterrichtet, Geschick zum lehren hat.
Padjar auch i. q. adjar, Lehre, Unterricht.
ADJIK, i. q. adjak, aber mehr im bösen Sinn
gebräuchlich, also: Verleitung; dieselben Ableitungen.
ADJIL, männlicher Name.
ADJING, männlicher Name.
ADJOK, das hineingesteckt, hinein gestochen sein;
d. Schmeicheln, Schmeichelei; Buhler, Buhle. —
Pahalau adjoke kaju, zu tief sein eingesteckt sein,
das Holz.— Madjok, liadjok dengan, stechen, ein-
hineinstechen; schmeicheln, freundlich bereden. /Eia
madjok klambingku, stich nicht in mein Kleid.
Paham kahalap aughe madjok atäiku, gross die Güte
seiner Worte sticht er ein in mein Herz, = er
schmeichelt mir (auch: beredet mich) mit sehr freund-
lichen Worten. — Hctdjok, einander schmeicheln;
unzüchtigen Verkehr mit einander haben; auch: mit
ihrem Buhler, mit seiner Buhle. Hetä anake bawi
äwen duä hadjok, da ist seine Tochter mit ihrem
Buhler. — Hahadjok, hadjohadjok, einander etwas
(auch: anhaltend, immer) schmeicheln. — Haadjo-
adjok, oft, lange stechen, hinein stechen, schmei-
cheln.— Taraadjok, können, mögen gestochen, ge-
schmeichelt. , beredet werden; fehlstechen. Aku ta-
raadjok lengängku, handak madjok papan, ich stach
fehl in meine Hand, wollte stechen das Brett. —
Padjok, unabsichtlich, zufällig gestochen. Aku pa-
djok pisau, ich bin gestochen durch das Messer, (so,
dass ich dagegen gestossen habe, oder dass es auf
mich gefallen ist.)— Paadjok, pamadjok, der gern,
oft, in alles sticht, gern schmeichelt, beredet.
ADJONG, (bas. Sang., = banama,) Schiff. Malang-
kusan adjong, das Schiff absegeln lassen. — Männli-
cher Name. (ßfad?_• bl ,
ADJU, ngadju, flussaufwärts. (Adju ist näher als^y
ngadju; adjuadju, etwas flussaufwärts, ist noch nä-
her.) Tanae adju humangku, sein Feld liegt fluss-
aufwärts von meinem Hause. — Mampangadju, je-
mand lassen flussaufwärts gehn; flussauf bringen.
Kangadju =. akan ngadju, den Fluss aufwärts^ A/rv'-
ADJUADJUR, überall verbreitet, bedeckend, (wird
nur von Schmutz etc. gebraucht.)
ADJUR, (i. q. das gebräuchlichere lenjoh,) geschmol- ~
zen; breiig, flüssig; das geschmolzen, flüssig sein.—
Pahalau adjur tepong, djaton tarapakasak, zu sehr
die Flüssigkeit des Teiches, er kann nicht gebacken
werden.— Madiur- h adj u r d en gan, schmelzen, auf-
lösen. — Haadjuadjur, oft, lange schmelzen. Ta-
raadjur, schmelzbar. Pamadjur, der gern, oft, alles
schmilzt. / '
ADO, Verläumdung, Afterreden. Awi adoe tä ita^
haklahi, durch sein Afterreden sind wir in Streit
gerathen. — J/ado^hado dengan, verläumden, af-
terreden; durch Afterreden in Zank bringen; dann
auch überhaupt: zu Stande bringen, einleiten. —
Mado olo haklahi, jemand zum Streiten anhetzen.
Mado olo masawä, es einleiten und zu Stande brin-
gen, dass jemand heirathet. — Adoado, adoaduan,
verläumderisch anhetzend. /Eia aughm adoado ma'wi
olo tä, sprich nicht verläumderisch auf hetzend wider
die Menschen. — Mado, baadoado, badoado, ver-
läumden, auf hetzen.— Haadoado, immer verläum-
den, etc. — Hado, von einander afterreden, sich
gegenseitig verläumden. — Hähado, hadohado, ein-
ander etwas (auch: immer) verläumden. — Parruado,
ein Störenfried, Aufhetzer. — Pado, processiren,
eine Streitsache vor den Richter bringen. Ita ha-
kola, lalehan ita pado, käläh mamutus sama arep
ita bewäi, wir sind Verwandte, zu arg wenn wir
vor Gericht streiten, lasst es uns doch unter ein-
ander abmachen.
ADOH, Meinung, Gedanke, Ansicht, Vermuthung;
Vornehmen. (Wird häufig pleonastisch hinter angat
gebraucht.) — Kilcn adohe koam gawin ita tob, was
ist seine Ansicht sagst du unser Werk jetzt, = was
meinst du, dass wir jetzt thun müssen? — Aku lia-
lisang adohe bewäi, djaton tulus, dass ich auf Reise
gehen wollte war nur ein Plan, es geschieht nicht. —
Madoh, denken, meinen, vornehmens sein, voraus-
setzen, vermuthen. Aku madoh hindai kea itabuli,
ich denke wir wollen noch nicht zurückkehren. —
Haadoadoh, immer denken, vermuthen , voraussetzen.
— Taraadoh, taradoh, vermuthet werden können.
— Pamadoh, der stets voraussetzt, vermuthet.
ADOL, männlicher Name.
ADUS, weiblicher Name, (von raduradus, dick von
Leib.)
AER, nähere Bezeichnung der Djambu-Frucht.
Djambu aer hat rothes Fleisch.
AER mati, der Schlamm am Ufer der See.
AGAII, das Leiten, Führen, Bringen; das gelei-
tet, gebracht werden. Dia usah agahe iä tä, tawae
djalan, nicht nöthig sein geleitet werden er, er weiss
den Weg. — Magah^ hagah dengan, bringen, gelei-
ten, (jemanden zu einem anderen; zu sich selbst,
in sein eigen Haus: mimbit.) Magali liau, die Seele


AGA—AHA.
AHA—AJA.
3
leiten, (seil, ins Geisterland; geschieht beim tiwah,
Todtenfeste.) Iä magah augh Raden akangku, er
überbringt mir Raden’s Worte. — Haagaagah, oft,
lange bringen, leiten, überbringen. — Taraagah,
taragah, gebracht etc. werden können; fälschlich, auf
einen verkehrten Platz bringen, oder etwas anders
bringen als man sollte. — Pamagah, der gern, oft
bringt. — Pagah, i. q. agah, das Bringen, Führen;
(aber nicht passivisch.) Intu pagahe talo tä rusak,
während seines Bringens ist das Ding verdorben. (Er
ist unvorsichtig beim Bringen gewesen.)
AG AM, weiblicher Name.
AGAMA, (malaiisch) Religion.
AGAP, männlicher Name, (von tagap, stark,
kräftig.)
AGAS, Gewimmel, grosse Menge. — Augh olo hetä
kilau agas bakatak, das Sprechen der Menschen dort
wie ein Gewimmel der Frösche; (i. e. laut und durch-
einander.) — Weil gewöhnlich nur gleichartige Ge-
schöpfe durcheinander wimmeln, so heisset dann:
agaagas, gleichartig, gleichsortig, übereinstimmend.
Asom äpaäpat tä agaagas, djaton aku tau kasenäe,
alle deine 4. Hunde sind gleich von Gestalt, ich
kann sie nicht kennen, (i. e. von einander unter-
scheiden.) — Magas, hagas, wimmeln, in Menge
sein, kommen. Lauk djaton maku hagas, andau
udjan djaton paham, die Fische wollen nicht in
Menge kommen, weil es kein tüchtig Regen wett er
ist. — Magamagas, hagahagas, hahagas, in ziem-
licher Menge sein, kommen.
AG AU, dagau, männlicher Name; (von djagau,
Hahn.)
f^AGOI, anhaltend aber langsam. — Männlicher
Name. — Has omba bagawi, alo ikau djaton abas,
agoi brangai, wohlan, hilf arbeiten, obwohl du nicht
stark bist, nur langsam und anhaltend. — Magoi,
nicht stark aber anhaltend arbeiten. — Ilagoi, lia-
hagoi, hagohagoi, langsam aber anhaltend gemein-
schaftlich etwas thun. Käläh ita mambesäi hagoi,
wohl lasst uns gemässigt aber anhaltend und gemein-
schaftlich rudern.
AH, ein eine Antwort, vorzüglich das “Nein” ver-
stärkender Ausruf. Maku ikau omba aku? Dia ah!
Willst du mir folgen? Nein!
AHAI, verwahrlost; durch Verwahrlosung verdor-
ben, baufällig, sehr leck, (z. B. ein Boot, welches
man lange Zeit unter freiem Himmel hat stehn las-
sen.) Mahai, verwahrlosen.
AHAL, ahar, Unzuchtssünde; die dadurch be-
wirkte Schuld, daraus folgend Unglück. jEwen idjä
kabali uras pampresen awi ahal banae, sie ein Koch-
topf (i. e. die ganze Familie) ist kränklich durch
die Hurenschuld des Mannes.
AHAP, männlicher Name; (von mangahap, einen
Baum kletternd umfassen.)
AHAR, der Reihe nach, nacheinander. Buhen
ikau manatak kadjokkadjoka, käläh ahar sindäbara
hetoh palus lepah, warum kappst du das Grass um-
herspringend, (hier ein bischen und dort ein bischen,)
kapp es der Reihe nach von hier bis es alle ist. —
Ahaaliar, schleppend (geben, die Füsse nicht auf he-
ben.) Tandjongm ahaahar, djaton manggatang paim,
dein Gang ist schleppend, du hebst die Füsse nicht
auf. — Mahar, nacheinander abthun, abarbeiten;
schleppen, (die Füsse auf dem Boden; auch mit den
Füssen andere Dinge) naehschleppen; anstossen, ge-
genstossen.— Iä mahar karä gawie, er tliut alle seine
Arbeit nacheinander äb, (ruht nicht eher, ruht nicht
dazwischen.) Buhen ikau manandjong mahar karä
ramongku, warum gehst du gegen alle meine Sachen
anstossend? (auch: sie mit den Füssen mitscldep-
pend.) dEla ikau mahar karä human olo, gehe nicht
alle Häuser an, (kehre nicht überall ein.)—Mahar
auch i. q. mamahir, (s. pahir,) jemand in eine Sache
verflechten, jemand von etwas beschuldigen. —
Haahaahar, beständig nacheinander abthun, etc. —
Ikau pamaÄar madja, du bist jemand der immer
Haus für Haus angeht,, Besuche macht. — Paliar,
gestossen, (unabsichtlich, zufällig). Sajang, kasam
pahar awiku palus pusit, jammer, deine Flasche ist
durch mich gestossen und sie ist gebrochen.
AHAR, Art, Sorte. Iä arä ahar gawie, er hat viele
Arten von Arbeit. (Der ursprüngliche Sinn wohl: viel
was er nacheinander tliun muss.)
AHAR, i. q. ahal.
AHAS, eine etwa einen Daumen dicke rohrartige
Schlingpflanze, trägt rothe Blüthen und rothe bit-
tere Beeren; wird wie der Rottan zum binden ge-
braucht, besonders zum binden im und am Wasser,
weil es besser als der Rottan Nässe vertragen kann,
nicht so leicht fault.
AHAT, Wille, Zweck, Vorhaben. —Käsen ikau?
Ahatku busik bewäi. Weshalbkommst du? Mein Zweck
ist nur zu spielen, (i. e. ich mache nur einen Be-
such.) — Männlicher Name. — Tantai ahat, ahaa-
hat, absichtlich. Tantai aliate mamukul aku, ab-
sichtlich schlug er mich, (nicht nur zufällig, unvor-
sichtig oder im Zorne.) Auch: ohne Ursach, nur weil
er es wollte.
AHAT, andau ahat, der Sonntag.
AHAU, Widerhaken, (an Fischangeln, Lanzen,
Pfeilen.) — Ahaahau, als ein Widerhaken; krumm. —
A/a/iau, einen Widerhaken an etwas machen. —
Baahau, haahau, einen Widerhaken haben.
AHEM, eine Art nur auf dem Lande lebender,
gern Bäume besteigender Leguan; wird bis 6. Fuss
lang, schmutzig weiss von Farbe; ist mit Schuppen
bedeckt, die er empor heben kann; dann setzen sich
Scharen von Fliegen dazwischen, welche er, die
Schuppen plötzlich niederdrückend, tödtet, und dann
verzehrt.
AHER, Ursach, Anlass, (zu Streit, Unglück.) Pu-
tus basarangku totototo, mangat äla bara aber hin-
dai, macht meine Klagsache (Process) gehörig aus,
auf dass kein Anlass mehr sei (zu erneuter Klage.)
/Eia ikau marajap, manampa aher talo arä, thue
nichts Böses, und gieb dadurch Anlass zu vielen
Dingen, (zu manchfacliem Unglück.)
AHOI, (bas. Sang. = lajang.) verirrt. Ahoikatie,
verirrt ist sein Weg.
AHUT, männlicher Name.
AI, ajue, sein, ihr.— Huma ai, sein Haus. — Iä
djaton tatau, tapi kuman ai, er ist nicht reich, aber
er isst das Seine, (sein eigen Brod, ist kein Sclav.) —
Manyazy hakai dengan, sich etwas zueignen, etwas
das Seine nennen. — Iä mangai ramon olo, er eig-
net sich die Güter anderer zu. Karä talo sondaum
balalu ingaim, alles was du findest nennst du gleich
das Deine. — Barangai, alle sich etwas zueignen. —
Pangai, der sich alles zueignet.
AJAH, (bas. Sang. = madja,) kommen, besuchen.
AJAK, d. Nachfolgen, Folgen, (jemandem der bereits
fortgegangen ist.) Kahandakku madja tahi, djaka clia
ajake dia aku buli, ich wollte einen langen Besuch ma-
chen , wenn nicht sein Nachfolgen (wenn er mir nicht
gefolgt wäre) würde ich nicht (schon) zurückkehren. —
Ajak kambä bewäi äwen tä, das Nachfolgen von
Gespenstern nur sie, i. c.: die gehen der eine nach
dem andern, (z. B. um jemand zu holen,) und kom-
men alle nicht wieder. — Anjaanjak, nachfolgend;
1*


u
r
4
AJA—AJO.
AJU—ARE.




s
l!
I
i'
baraanjak, alle nachfolgend. — Manjak^z lianjak,
dengan^ nachfolgen, folgen. Aku manjak amaku
«ljari tahi halisang, ich will meinem Oheim nach-
reisen, welcher schon lange auf Reisen ist. — Kilen
djandjie iä masawä, sawae manjak iä? wie sein Ver-
sprechen er heirathet, folgt seine Frau ihm? (oder
muss er, wie gewöhnlich, ins Haus der Schwiegerel-
tern ziehn.)— Käläh manjak djalan toh bewäi, folg
diesem Wege nur. — lianjak, einander nachfolgen.—
Haanjaanjak, haajaajak, oft, lange nachfolgen. —
Taraanjak, taranjak, taraajak, nachgefolgt, gefolgt
werden können; irrthümlich folgen. Djalan djetä
djaton taraajak, arä handipä, der Weg ist nicht
begehbar, es sind dort viele Schlangen. — Kanja-
kanjak, überall nachfolgen. Tjäh ikau, kanjakanjak
dengangku, pfui du, läufst mir überall nach. Kan-
jakkanjaka, viele einander folgend. Andau toh olo
madja kanjakkanjaka, heute besuchen uns viele
Menschen, der eine nach dem andern; (das Besuchen
nimmt kein Ende.) — Paanjak, pamanjak, der gern,
immer, überall nachfolgt, nachläuft.
AJAM, s. galongan ajam.
» AJANG, Amme, Kindermagd; Hausbediente. (Oft
wird pangasoh dahinter gesetzt.) Ikau djaton maku
bagawi, kwe karä ajang pangasohm, du willst nicht
arbeiten, wo sind alle deine Bedienten? (Wie kannst
du so faul sein, da du ja keine Diener hast!) —
Manjan/z^haiang dengan, bedienen, aufwarten, auf-
passen, vofälT Kinder, Kranke.) — Hajang, einan-
der bedienen. — Haajaajang, oft, anhaltend bedie-
nen. — Baajang, haajang, Bediente haben. — Pa-
manjang, der gern bedient, zu bedienen versteht.
AJAT, eine kleine weissgraue Muschel, wird
als Zierath auf Hüte, Körbe etc. gesetzt. — Hajat,
bajat, baajat, mit ajat verziert. — Manjat, majat,
etwas mit ajat verzieren.
AJAT, ein Vers, in einem Buche; (malaiisch Wort.)
AJAT, s. handipä ajat.
AJAU, ajaajau, vielleicht, möglicherweise; auf
Hoffnung, (wird nur bei Wünschen gebraucht, wäh-
rend mikäli, vielleicht, auch wenn man etwas fürchtet
etc. gebraucht wird.) Laku totototo, ajau iä manenga,
bitte tüchtig, vielleicht giebt er. Djari sajup wajahe,
iä malan ajaue bewäi, es ist schon zu spät an der
Zeit, er bestellt sein Feld auf Hoffnung nur, (dass
vielleicht noch etwas draus werden könnte, obwohl
er nicht drauf rechnen kann.)— J/an/au wird nicht
allein gebraucht, aber oft hinter mantap; mantap-
manjau z. mantap.
AJO, liajo wohl, wohlan! Ajo ita hagoet, wohlan,
lasst uns gehen.
AJOH, das bereitet sein (der Ananasblätter zu Näh-
garn; man legt die Blätter eine Zeitlang ins Wasser,
und schlägt sie dann mit einem scharfen, kantigen
Holze.) — Tapas ajohe kanastä, djaton tau ngalin-
dan, zu wenig ihr bereitet (geschlagen) sein die Ana-
nasblätter, sie können nicht zu Zwirn gemacht wer-
. blätter erwei-
den. — Manjohlianjoh dengan, A.
chen und schlagen.
AJOH, Name eines Dorfes oben
ströme.
AJOK, das ausgeholt werden, sein,
Schlagen.) Djaton maku tambelan, tapas ajoke lundj
cs will nicht durchdringen, zu wenig ihr ausgeholt
werden, die Lanze. (Du holst nicht genug uit der
Lanze aus, kannst deshalb nicht kräftig genug ste-
chen.) — Mamanjok, ausholen. Manjomanjok, maman-
jomanjok, ein bischen ausholen. — Tarajok, ausge-
holt werden können, (z. B. nicht zu schwer sein um
gut damit zu können ausholen.)
am Dusson-
(Axt etc. zum
AJUAJUN, s. manjun.
AJUE, s. ai.
AJUP, Schwager, Schwägerinn. (Nur der Mann,
nicht seine Geschwister, wird ajup der Geschwister
der Frau, et vice versa; das verwandtschaftliche
Verhältniss der Geschwister des Mannes zu denen der
Frau wird durch pahari bezeichnet.) — Manjup, zum
Schwager haben. Iä manjup aku, er hat mich zum
Schwager, = er ist mein Schwager. Hajup, verschwä-
gert sein; mit seinem Schwager. 2Ewen duä hajup
halisang, sie beiden mit Schwager = er mit seinem
Schwager ist auf Reise. — Taraajup, zum Schwager
gehabt können, mögen werden. Iä djaton taraajup,
paham parajap, er kann nicht zum Schwager gehabt
werden, ist sehr gottlos. (Niemand mag ihm seine .
Schwester zur Frau geben.) h o
AKA, d. ältere Bruder, d. ält. Schwester, (wird von—
ihren jüngeren Geschwistern aka, von andern Men-
sehen aber kaka genannt.) — Männlicher Name. —
Kwe kakam? Akaku lionghuma. Wo ist dein älterer
Bruder? Mein ält. Bruder ist im Hause.
AKAI! o, oweh, wehe! Akai! lalehan kapähäng-
ku, wehe, sehr stark meine Schmerzen! — Bara akai,
wehklagen, jammern. Buhen ikau bara akai, warum
jammerst du? , < /
AKAL, Rath, Rettung; listiger Betrug. — Kilen
akalm toh gawin ita, wie dein Rath jetzt unser
Thun, — was räthst du dass wir jetzt thun sollen?
Ilindai kea ita rusak, aton wäi akai, wir sind noch
nicht verloren, es ist noch Rettung (möglich.) —
Paham karugiku toh awi akai olo, gross mein Ver-
lust durch schlauen Betrug der Menschen. — Ba-
rak al, baraakal, verständig, listig. — Makal, hakal
dengan, betrügen, überlisten. (Manampa akai, Rath
machen, = Rath geben, berathen.) — Haakaakal,
oft, immer betrügen. — Taraakal, betrogen werden
können. — Pamakal, betrügerisch.
AKAL; — willman ein Reissfeld machen, so haut
man ein Stück Wald um, (täweng,) lässt die Bäume
trocknen, und steckt sie dann in Brand; danach haut
man die übriggebliebenen Zweige von den halbver-
brannten Baumstämmen ab, häuft sie zusammen und
verbrennt sie; diese Arbeit heisst: makal; haakaa-
kal, lange Zeit diese Arbeit verrichten; taraakal,
also gesäubert können werden; (ein Feld.;) also
gesäubert sein. — Djari lepah »täweng tanangku,
liindai akale, es ist vollendet das Umgehauen sein
meines Feldes, noch nicht sein gesäubert sein. —
Die halbverbrannten Baumstämme bleiben auf dem
Felde liegen.)
AKAN, den Dativ bezeichnende Präposition; nach,
zu, für, um; Bezeichnung des den Begriff “müssen,
gebühren” einschliessenden Futurums. — Akan indu,
um, um zu. — Aku manenga tä akan bapam, ich
gebe es deinem Vater. — Aku hagoet akan Man-
tangai, ich gehe nach Mantangai. — Tenga benang
tä akan pakaiangku, gieb das Zeug zu meinem
Kleide, = mir zum Kleide. — Iä bagawi akan
apangku, er arbeitet für meinen Vater. — Aku ba-
gawi akan manggau rear, ich arbeite um Geld zu
verdienen. — Iä akan dum ah kea, er wird schon
kommen,
geworfen
werden.
AKAR,
AKEN,
welcher (von den) Grosseltern, = Neffe im 2ten. Gliede,
(deren Väter rechte Neffen.) Die Dajacken zählen bis
aken telo tato, Neffen im 4e. Gliede. — Maken~ha-
ken dengan, zum Neffen haben. Aku maken (haken
Djetä akan indu inganan, das um weg-
zu werden, = muss, soll weggeworfen
männlicher Name. (Malaiisch: Wurzel.)
Neffe, Nichte. — Aken idjä tato, Neffe


AKI—AKU.
dengan) Bilem, ich habe Bilem zum Neffen, = bin
Bilems Neffe. Haken, mit seinem Neffen. (Die reci-
proke Bedeutung, wie bei ajup, findet nicht statt
/ bei verwandtschaftlichen Verhältnissen durch Geburt.]
AKIL, Stellvertreter; Bevollmächtigter; (vorall von
obrigkeitlichen Personen: Statthalter.)
AKIN, gewiss, sicherlich; (gewöhnlich mit djaton,
nicht, verbunden.) Aila mendäh iä, akin djaton
dumah, warte nicht auf ihn, er kommt gewiss
nicht.
AKIR, das Wegstossen; das weggestossen werden,
sein; das umgewühlt sein; (mit dem Fusse oder mit
einem Stock etc.; nicht mit der Hand; vorall ge-
braucht wo viel wegzustossen, auf Seite zu stossen
ist; s.akis.) -—Akiakir, ein wenig auf Seite gestossen.—
Bakakir, weggestossen; umgewühlt, (z. B. die Erde
durch Schweine.) — AfaHr^-hakir dengan, mangakir,
hakakir dengan, wegstossen,"aüT~SeTte stossen; um-
wühlen. — Mangangakir, mangakingakir, ein bischen
wegstossen. — Haakiakir, hak ak akir, hakakikakir,
oft, lange wegstossen. — Taraakir, tarakir, wegge-
stossen werden können, mögen. — Paakir, pamakir,
pangakir, der gern, alles wegstösst.
. /'y^^^AKIS, das Wegstossen, Zurück stossen; d. wegge-
^-^stossen sein, werden; das verworfen sein; (mit Fuss,
Stock etc. und auch mit der Hand, wenig oder auch
viel; s. akir.) — Akiakis, ein wenig weggestossen,
zurück gestossen. — Bakakis, weggestossen. Ita baka-
kis bewäi awi olo salam, wir werden immer ver-
stossen (verdrängt, vertrieben) durch die Mahome-
danen. — Makis, hakis dengan, mangakis, hakakis
• dengan, wegstossen, zurückstossen, verdrängen, ver-
treiben, verwerfen. Iä makis lengängku, er stösst
meine Hand zurück. Makis prentah, Befehle ver-
werfen. — Iä makis aughku kilau makis tai, er
stösst meine Worte zurück wie man Unrath fort-
stösst. — Makis aughe iä tombah, er antwortet mit
zurückstossenden (i. e. bösen, zornigen, beleidigenden)
Worten. — Iä belom hakis dengan kolae, er lebt
zurückstossend (i. e. in Feindschaft, Unfrieden) mit
seinen Verwandten. — Mangangakis, mangakingakis,
ein wenig zurückstossen. — Haakiakis, liakakakis,
hakakikakis, oft, immer zurückstossen. •— Taraakis,
tarakakis, zurück gestossen können, mögen werden;
irrthümlich zurück stossen. — Paalcis, pamakis, pa-
ngakis, der gern, alles wegstösst.
AKOI, i. q. akai.
AKOP, d. mit beiden Händen nehmen; d. mit
j ^^-Are'iden Händen genommen, zusammengerafft werden;
(mit einer Hand, oder auch mit beiden Händen,
aber mit jeder Hand für sich: karakop.) — Akop
sauk, die Enden, Ecken von langen Körben. — Olo
tä, amon ikau manenga talo akae, akoakop sauk iä
manduae, der Mensch, wenn du ihm etwas giebst,
mit Körben vol nimmt er cs; (i. e. er ist ein sehr
begehrlicher, unverschämter Mensch.) — Makop -ha-
kop dengan, mit beiden Händen nehmen, aufraflen,
zusammen raffen. Iä makop paräi bara amak, er
nimmt (schöpft mit zusammen gethanen Händen)
den Reiss von der Matte. Iä makop tanae, er rafft
sein Feld zusammen, i. e. er trägt das abgehauene
Gras auf seinem Felde in Haufen zusammen. —
Haakoakap, lange, oft, zusammenraffen. — Taraa-
kop, tarakop, zasammenraffbar; irrthümlich zusammen
raffen, nehmen. Paakop, pamakop, der gern, oft
mit beiden Händen nimmt, zusammen rafft; gierig,
begehrlich.
AKOT, ein röthlicher Edelstein, wird auf Ringen
i .^7^Retia.sen’Preis 2—10
AKU, jaku, ich; — akangku, mir.
ALA—ALE.
5
ALAH, kalah, verlieren; überwunden wer
sein, (im Streite, Rechtssachen; Dinge verlieren: ni-
hau.) Amon äwen duä tä haklahi, alah iä, wenn
die beiden streiten, dann verliert er. — Alaalah, in
etwa, ein bischen verlieren, überwunden werden.—
Bakalah, freiwillig verlieren, sich überwunden ge-
ben ; nachgeben, sich übergeben. Käläh aku bakalah
bewäi, dia aku radjin klahi, ich will nur nachgeben,
(verlieren,) ich habe keine Lust zu streiten. — Ka-
kalah, kaalah, Verlust. TEwen hataro, alah akengku,
sapulu kakalahe, sie wetteten, mein Vetter verlor,
10 (seil: kiping, ä2 fl.) sein Verlust. —Mampalah,
mampakalah, pakalah, malah, verlieren machen, las-
sen; unterwerfen, überwinden, besiegen. Iä mampa-
kalah aughku, er überwindet meine Worte, (macht
sie zu Schanden, so dass niemand etwas darum
giebt.) Rumput malah banua, das Gras überwindet
das Dorf, (Sprichwort, i. e.: Fremdlinge, die sich
dort festgesetzt haben, erhalten die Oberhand über
die ursprünglichen Bewohner.) — Hakakalah, liaka-
lakalah, stets, oft unterwerfen, etc. — Taraalah,
taralah, unterworfen, besiegt werden können. — Pa-
malah, paalah, der oft, immer, alle überwindet.
ALAH, wohl, siehst du wohl, nun; pfui. Alah
koangku nah, patut kalotoh gawie, nun ich hab es
so eben gesagt, also muss es gethan werden.
AL AI, ein Baum, wird sehr gross; die Rinde glatt,
hat grosse, runde, weiche Blätter, platte, lange, rötli-
liche essbare Früchte; das Holz ist sehr dauerhaft,
man gebraucht es zu Hauspfosten.
ALAM, Firmament, Himmel. Iä kwasa hapus
penda alam, er ist mächtig unter dem ganzen Him-
mel, === so weit der Himmel reicht.
ALAMAT, s. andangandang.
ALAN, das bearbeitet, bestellt sein; (Felder.) —
Malan^halan dengan, ein Feld bearbeiten, bestellen.
Iä mohon malaiij er"' geht an die Feldarbeit. Tob
aku halan dengan tanangku idjä lombah, jetzt be-
stelle ich mein breites (grosses) Feld. — Malan tä
batang gawi ita hetoli, Ackerbau ist unsre Haupt-
arbeit hier. — Unter malan begreift man alle ver-
schiedenen Arbeiten auf dem Felde, ausgenommen
das Erndten, manggetem.— Die verschiedenen, aufein-
ander folgenden Arbeiten des malan sind: mandi-
rik, das Gebüsch umkappen; manäweng, die grossen
Bäume fällen; mahera, die grössten Aiste von den
gefällten Bäumen hauen; manusul, das Feld abbren-
nen; makal, die übrig gebliebnen Asste von den
Stammen kappen, versammeln und verbrennen; ma-
nu gal, den Reiss dicht zusammen auf einen kleinen
Platz säen; nangkaranak, die Reisspflänzchen ein bi-
schen wcitcFTiuseinander pflanzen; mangakar, den
Reiss zum 2en. Male verpflanzen; manatak, "das Feld
rein kappen von Gras, und makop, das gekappte
Gras zusammen auf Haufen tragen; mimbul, den
Reiss zum 3en. Male verpflanzen; mambawau, das Gras
zwischen den Reisspflanzen weghacken, (geschieht nur
1 Mal.); dann: mampit, die Vögel von den Feldern
jagen;' manggetem, erndten. — Haalaalan, oft,
lange, immer ein Feld bestellen. — Tanam djari
gogot, ikau haalaalan tä, dein Feld ist schon ausge-
mergelt, immer bestellst du das wieder, (machst kein
neues.) — Ta.raq.lan, taralan, bestellt werden können;
irrthümlich bestellen, (das Feld eines andern.) —
Olo pamalan, ein Ackerbauer.
ALANG, männlicher Name; (vom Bandjarschen
malang, sehen.)
ALÄNGALANG, s. balang.
AL AR, i. q. arar.
ALEALEN, noch nicht recht, (nur von Früchten
t
/



ALU—AMB.
ALE—ALO.
6
und gebratnen Sachen gebraucht.) Bua tä masak
alealen, <^e Früchte sind noch nicht recht reif, =
erst nothr^if.
ALEM, Nacht. •— Alemmalem, vergangne Nacht,
"gestern Nacht; alem bihin oder helo, vorgestern
Nacht. •— TEla ikau manara arepm, kaput alem ka-
put atäim, preise dich selbst nicht, wenn dunkel die
Nacht, dunkel dein Herz, i. e.: wirst Versuchungen
bald erliegen. — Malern, andau malern, gestern. Ma-
lern iä dumah, gestern ist er gekommen. Bara ma-
lern iä hetoh, seit gestern ist er hier. — Bara ma-
lern, übernachten, über Nacht bleiben. Kwe äka ita
bara malern? wo sollen wir übernachten? — Hama-
lem, des Nachts; Nacht, finster. Hamalem iä dumah,
er kam des Nachts. Talo djari hamalem, es ist
schon finster. Handau hamalem, Tag und Nacht
(hab ich Schmerzen, = immer, fortwährend.) —
Hamamalem, im Anfang der Nacht.
ALER, eine grosse Angel, um Krokodille zu fangen.
ALIH, Veränderung, Wechsel; Ausflucht. Paham
kakindjap alih pakaiae, sehr die Häufigkeit des
Wechsels seiner Kleider, = er wechselt sehr oft
seine Kleider. Paham arä alih kotake, er ändert
seine Worte sehr oft. Angoi tä arä alih ainpie, das
Chameleon verändert oft von Farbe. Toh djaton
äka alihe hindai, nun kein Platz seines Wechsels
mehr, =: jetzt hat er keine Ausflucht mehr. — Ma-
Z/Ä^lialih dengan, wechseln, ändern, verändern. —
HaaPalih, oft, stets wechseln. — Taraalih, können,
mögen verändert werden. — Paalih, pamalih, der
oft, gern ändert, wetterwendisch, unbeständig.
ALIM, männlicher Name; (von malim, ein Führer.)
ALING, das verdorbne, vertrocknete; (nur von
Früchten gebraucht, welche nicht voll ausgewachsen
sind.) Tjili, idjä bahalap akam, alinge inengam
akangku, pfui, das gute (den guten Tlieil der Frucht
nimmst du) für dich, das verdorbene giebst du
mir. — Maling, vertrocknet, verdorben. Kaju toh
magon mamuah maling, dieser Baum trägt immer
vertrocknete Früchte. — Baramaling, alle vertrock-
net. (z. auch angking.)
ALIP, männlicher Name.
ALIS, Ähnlichkeit; ähnlich, übereinstimmend.—
Olo tä alis ampin apangku, der Mensch ist ähnlich
der Gestalt meines Vaters. Alis auglie dengan auglim,
seine Worte stimmen mit den deinigen überein.
ALIT, Narbe, (von Wunden, Schwären', etc.
Awan ist gebräuchlicher als alit.) — Baraalit, überall
voll Narben. Baraalit awan himange, überall narbig
die Narben seiner Wunden, = er ist mit Wunden-
narben bedeckt.
ALO, obwohl, wenn schon, ungeachtet; selbst,
sogar. Iä toto pintar alo iä tabela, er ist sehr ver-
ständig, obwohl er jung ist. — Alo kilekilen aughm,
aku djaton tarimae, obwohl wie auch dein Wort,
(du magst sagen was du willst) ich nehme es nicht
an. — Iä bahalap dengan karä olo, alo dengan karä
meto kalotä kea, er ist gütig gegen alle Menschen,
selbst gegen alle Thiere auch so.
ALOALON, ein offner, freier Platz; Spielplatz vor
dem Hause. — Aloalon badjang, Ebenen wo Hirsche
sich zu versammeln pflegen. — Nicht übermässig
aber anhaltend (arbeiten.)
ALOI, männlicher Name.
ALOK, das umgebogen, umgelegt sein; umgebo-
gen, (Messerschneide, Lanzenspitze, etc.) Pisaum alok
manjambil awi manetek tabalien, dein Hackmesser
ist nach links umgebogen durch das Kappen des
Eisenholzes. Auglie bahalap, tapi papa aloke, seine
Worte sind gut, aber böse seine Meinung, (er hat einen
bösen Zweck dabei.) — Aloalok, ein weinig umge-
bogen. — Malok, umbiegen; doppelsinnig sprechen,
(jemand spöttisch rühmen, etc.) — Taraalok, um-
gebogen werden können. , >
ALUS, halus, fein, (Mehl, Kleider. Worte.)
Alualus, ziemlich fein; befehlend: sehr fein. — Ma-
lus, mampalus, mampahalus, fein machen. Iä mam-
palus tepong, er stampft das Mehl fein. — Hakotak
mampalus aughe, mit feinen zierlichen Worten spre-
chen. — Taraalus, tarahalus, fein gemacht werden
können. — Kaalus, kahalus, Feinheit. — Paalus,
pamalus, der alles fein macht.
ALUT, i. q. arut, Boot.
AMA, Olieim, nennt der Neffe sezne« Oheim;
eines andern Oheim: mama. (S. aka.) Auch andere
ältere Personen, welche nicht wirklich Verwandte
sind, nennt man aus Achtung oft ama.
AMAI, (bas. Mantangai, i. q. apang) Vater. .A d
AMAK, Matte, (von Rottan, Riet etc.) Die ver-jM*^/^
schiedenen Sorten siehe: danau, halajan, lampit, pa-'
sar, pudak, puron, pusok, tahing, uäi. — Mamak,
mit Matten belegen, (ein Haus;) jemand mit Matten
(zum drauf sitzen und schlafen) versorgen, versehen..
Olo madja labih salawi, djaton kabawa mamak iä,
es besuchen (mich) mehr als 25. Menschen, ich kann
sie nicht (alle) mit Matten versehen. — Bamak, baa-
mak, eine Matte haben. — Hamak, eine Matte ge-
brauchen. Aku batiroh djaton hamak, ich schlafe
ohne Matte. — Taraamak, mit Matten belegt, mit
Matten versehen werden können. — Kilen uäim lii-
kau, olih telo kamak, wie dein Rottan dort, kann
er (ist er zureichend) für 3. Matten?
AMAN, i. q. das gebräuchlichere amon, wenn.
AMANG, i. q. das gebräuchlichere ama, Oheim.
AMAS, i. q. das gebr. bulau, Gold. — Weibli-
cher Name.
AMAT, i. q. das gebr. mangat, angenehm, lecker. —
Männlicher Name.
AM AU, Sorte feines, weisses Zeug.
AMÄH, MAMÄH, dumm, verwirrt, einfältig. —
Baramamäh, alle dumm, verwirrt. — Kaamah, ka-
mamäh, Dummheit, Verwirrtheit. — Mampaamah,
mampamamäh, jemand verwirren, verwirrt machen. —
Mampamamäh arepe, sich dumm, einfältig, verwirrt
stellen.
AMBA, Schemen, Schatten, seelenloses Geschöpf.
Tjäh ikau belom ambam bewäi, pfui du, lebst dein
Schemen nur, = lebst als ob du keine Seele hät-
test, (laß’, schlaff, ohne Energie.)
AMBAI, angenommen (Kind, Vater, etc.) Anak
ambai, ein adoptirtes Kind. (Oft wird zur Verstär-
kung noch anggo dahinter gesetzt.) Beken kea anak
toto bara anak ambai anggo, es ist doch ein Unter-
schied zwischen rechten und angenommenen Kin-
dern. — ambai dengan» adoptiren. — Es
ist dies ein sehr allgemeiner Gebrauch unter den
Dajacken; ich kannte Menschen, welche Dutzende
solcher Kinder oder Väter etc. hatten. Natürlich
wohnen solch adoptirte Verwandte nicht zusammen.
Die Adoption geschieht, nachdem man tüchtig ge-
gessen und getrunken hat, dadurch, dass von beiden
Personen etwas Blut auf ein sipa, Sirihkausel, gc-
than, und also gegessen wird; das Blut wird von
den Männern, welche adoptiren und von allen zu
adoptirenden von der linker Schulter, von adopti-
renden Frauen aus der linken Brust genommen. —
.ffam&cw, hambai hanggo, einander adoptirt haben. —
Haabaambai, oft adoptiren. — Taraambai, adoptirt
können, mögen werden. Iä olo paambai, =
paambai olo, er adoptirt oft. (S. auch bambai.)


AMB.
AMB—AMI.
AMBAL, aufeinanderfolgend; doppelt. Gawingku
duä ambal, ich habe zweierlei zu thun, (z. B. bin
Gärtner und Jäger.) Iä tä kihale haliai, toto iä buali
pampatäi duä ambal, er, seine Sündenschuld unge-
mein, gewiss er wird erleiden doppelten Tod; (wird
auch im lewu liau, der Geisterstadt, nochmals den
Tod erleiden müssen. Grosse Sünder haben das zu
erwarten; werden indess dann doch wieder lebendig,
und sind van weiterer Strafe frei.) — Basa Sangiang :
Kaju badjau telo ambal, der Ruder der Seeräuber
sind 3. Reihen übereinander. — Baambaambal, oft,
wiederholt. Djari baambaambal petähku, djaton iä
tumoe, bereits oft wiederholt sind meine Befehle,
aber er befolgt sie nicht.
c/'Iä'V' fr 'AMB AN, Gestell, um etwas drauf zu setzen; be-
' 1-sonders die Gestelle auf welche man die djawet, liei-
ligen Töpfe, stellt. — Marnban,^liamban dengan,
etwas auf ein Gestell setzen. — ' Pamamban,der
gern, alles auf Gestelle setzt.
AMBAU, männlicher Name.
AMBEM, Freund; (vorall scherzhaft, vertraulich
gebraucht.) Kangkwe ikau nah, ambem? wohin du
so eben, Freundchen?
zfAMBET, das nahe gebracht, zu sich gezogen, er-
^»v'^^riflen sein. — Ambeambet, ziemlich nahe gebracht.
__—— Mambet h ambet dengan , ziehen, herzuziehen,
(einen Gegenstand der Breite nach, z. B. ein Boot
mit der Seite; der Länge nach mit der Spitze: mo-
liot;) nehmen, zu sich nemen. Mambet arut akan
sarä, ein Boot ans Ufer bringen, dem Ufer nahe
bringen. — Iä mambet ramon olo, er nimmt die
Sachen anderer an sich, eignet sie sich zu. — Mam-
bet augh olo, sich jemands Worte anziehen; jemands
Worte auffassen (z. B. als Ursacli zum Streit, etc.)
Mambet olo indu manantu, jemand zum Schwieger-
sohn nehmen. — Haambeambet, oft, anhaltend her-
an ziehen. Taraambet, herangezogen werden können;
irrthümlich ziehen. — Pamambet, der alles zu sich
zieht, sich alles aneignet. — Pambet, eigne Wahl,
was man selbst verursacht, sich selbst zugezogen hat.
Ikau rugi tob puna pambet aim, dass du jetzt Scha-
den hast, das hast du dir selbst zugezogen.
AMBI, nennt der Enkel seine Grossmutter; die
Grossm. anderer: tambi. (S. aka.)
AMBIN, das auf dem Rücken getragen werden. —
Lontong ambin, ein Tragkorb welchen man beim
Erndten gebraucht. (Der Dajack schneidet nämlich
nur die Aehren ab, und zwar nur die vollkommen
reifen, täglich sein Feld durchgehend.) — Mambin,
hambin dengan, (gebräuchlicher ist: mumah,) etwas
in einem Korbe, mit Tragbändern über den Schul-
tern, auf dem Rücken tragen. — Ambiambin, haam-
biambin, oft, lange Zeit auf dem Rücken tragen. —
Taraambin, auf dem Rücken getragen werden kön-
nen; irrthümlich auf dem Rücken tragen. — Pa-
. . mambin, paambin, der gern auf dem Rücken trägt.
AMBO, ngambo, (ngambo ferner ab als ambo,) oben ;
' über; landwärts, (vom Flusse ab;) — das zu-
sammen gerafft, aufgenommen sein; Erhebung (der
Stimme.) — Männlicher Name. — Ambo takolokm,
über deinem Kopfe. Ngambo bong langit, oben im
Himmel. — Palakanac ambo humae, sein Garten
liegt, landwärts (vom Flusse ab weiter ins Land
hinein) von seinem Hause. — Kilen käkäi ita, djari
amboe? ombet katahie djari; wie unser Getrockne-
tes? (der Reiss, welcher um ihn dann durch Stam-
pfen enthülsen zu können; in den Sonnenschein ge-
legt war;) ist es schon aufgenommen? genug seine
Länge schon; (er ist lange genug getrocknet.) —
Paham am bon auglie, stark die Erhebung seine/
Stimme; (er erhebt seine Stimme, spricht sehr laut.)
Amboambo, ngangambo, ein weinig oben, dicht über.
— Hangambo, als in der Luft schwebend. Hangambo
angatku, taräwen awie manembak, als ob in der
Luft schwebend mein Gefühl, ich erschrack von sei
nem Schiessen. — Pangkaambo, am obersten, höch-
sten ; am meisten landwärts. — Pangambo, ein höher
Gestellter, Oberer, Chef. Tamanggong tä pangambo
karä bakas lewu, der Tamanggong ist das Haupt aller
Dorfshäuptlinge. — Kangambo, die Höhe, das weit
landwärts sein. — Kangambo — akan ngambo, nach
oben, landeinwärts (gehen.) — J/awiöo^hambo deng
an, erheben, (die Stimme;) zusammen raffen, aufneli-
men. Mambo tana, ein Feld aberndten. — Mam-
pangambo, pangambo, höher setzen, stellen; mehr
landwärts bringen, stellen. Aku liandak mampa-
ngambo humangku, pahalau tokep saran danum, ich
will mein Haus mehr landeinwärts bringen, es steht
gar zu dicht am Rande des Wassers. — Pangambo
papan tä, belä buali takolok, leg das Brett höher,
auf dass man nicht den Kopf dagegen stösst. —
Haamboambo, oft, anhaltend erheben, (d. Stimme.) -—
Taraambo, können, mögen erhoben, zusammenge-
rafft, aufgehoben werden; irrthümlich zusammenraf-
fen. — Paambo, pamambo, der immer erhebt, auf-
hebt. — In der bas. Sang, heisst ambo lang. Ba-
njamä ambo taradjur hawon, er ist lang von Äthern
(i. e. kräftig, gesund,) bis zum Himmel. —- Davon
das im gewöhnl. Dajacksch viel gebrauchte Wort:
kambo, Länge. Kilen kamboe humam ? wie gross ist
die Länge deines Hauses? Kilen kambon andau?
wie ist die Länge des Tages, = wie ist die Höhe
der Sonne, = was ist’s an der Zeit?
AMBOI, männlicher Name; (von malamboi.) . j
AMBON, Thau, Nebel. — Weiblicher Name.---------
Amboambon, etwas nebelig.— Hambon, thauen, ne- ' ‘
beln; entbrennen, heftig sein, (Zorn, Furcht, etc.)
Andau tob hambon, heute ist es neblig. Hambon
kalaite, sein Zorn entbrannte. Hambon kikähku
mitä bigal diunah, mit grosser Furcht sah ich die
Räuber kommen. — Mambon, hambunan, maham-
bunan, etwas in den Thau legen, z. B. Puron und
andres zu Flechtwerk gebraucht werdendes Mate-
rial, um es sanft, schmeidig zu machen. — Haam-
boambon, oft, lange in den Thau legen. — Taraam-
bon, in den Thau gelegt werden können, mögen. —
Pamambon, der gern, alles in den Thau legt.
AMBONG, das in die Höhe geworfen werden. —
Männlicher Name. — Pahalau ambonge, djaton tau
manjambute, zu sehr sein in die Höhe geworfen sein,
(z. B. der von Rottan geflochtne Ball, womit man
spielt,) man kann ihn nicht fassen, (fangen.) —
hambong dengan, maliambong, ngaliam-
bong, mangaliambong, in die Höhe werfen. zEla
mambong kaju, tau buah olon, wirf das Holz nicht
in die Höhe, es könnte Menschen treffen. — Haam-
boambong, oft, immer in die Höhe werfen. — T.a-
raambong, in die Höhe können, mögen geworfen wer-
den; irrthümlich in die H. werfen. — Paambong,
pamambong, pangaliambong, der alles in die Höhe
wirft. — Laliambong, anhaltend auflliegen, z. B. etwas
durch den Wind, Vögel wenn ihnen der Kopf ab-
gehackt ist, Menschen im heftigen Fieber. — Paliam-
bong, (bas. Sang, patiambong,) aufwärts fortgeworfen,
gewehet. Lawongku nihau paliambong awi riwut,
mein Kopftuch ist verloren, lörtgewehet durch den
Wind.
AMIR, männlicher Name.
AMIT, männlicher Name; (von bakamit, hin und
her gehen.)


8
AMO—AMP.
AMP—ANA.
AMOK, (zur Verstärkung oft ampur dahinter,) wü-
thender, mörderischer Anfall. — Mamok, mamok
mampur, wiithend anfallen. Mamok kota, eine Fe-
stung stürmen. — Olo bawi tä tau mamok olo ha-
tuä, die Frau versteht Männer anzufallen, (sie drin-
gend zur Unzucht zu locken.) — Hamok, einander
wüthend anfallen. — Hamohamok, als ob man ein-
ander mörderisch anfiele. Paham karidun keton,
hamoliamok, gross euer Getobe, als ob ihr einander
auf Tod und Leben anfielet. — Haamoamok, oft,
anhaltend anfallen. — Taraamok, angefallen, gestürmt
werden können; irrthümlich anfallen. — Paamok,
pamamok, der gern, alle anfällt.
AMON, wenn, sobald; (sowohl von der Zeit als
conditionel.) Aku manenga tä akam, amon ikau ma-
numon aughku, ich gebe dir das, wenn du meine
Worte befolgst. — Aku handak batolak amon iä
dumah, ich will abreisen wenn (sobald) er gekommen
ist. — Amon kea, ob auch wohl, wer weiss ob. — Tisin
tä tahi djari nihau, amon kea olih sondau, der Ring
ist schon lange verloren, wer weiss ob er zu finden
sein wird!
AMOT, mamot, i. q. amäh. Dieselben Ableitungen.
AMP AH, überall liegender Unrath, (Erde, Grass,
Spähne, etc., da wo es nicht sein muss, z. B. in
einem Hause; der Name des Unraths wird gewöhn-
lich ausgelassen.) — Paham ampah hong huma,
(auch: ampah petak, Erde, ampah rotik, Holzstück-
chen,) sehr viel Unrath liegt im Hause. — Paham
ampah hong danum, das Wasser ist mit drauf schim-
menden Unrath bedekt. — Mampah, überall voll
Unrath werfen. ?Ela ikau busik mampah humangku,
spiele nicht mein Haus voll Unrath werfend. — Iä
mampah aughe mawi aku, er schilt mich mit vielen
und bösen Worten. — Auch, ohne den Begriff Un-
rath, überall legen, bringen. Paräi haru mampah
palembute, der Reiss bringt jetzt überall sein Pro-
duct, = setzt Frucht an, und zwar noch nicht all-
gemein, aber doch überall hier und da. — Hampah,
baampah, überall voll Unrath liegen. — Haampaam-
pah, oft, immer voll Unrath machen. — Paampah,
pamampah, der alles voll Unrath wirft.
AMPANG, anak ampang, (gebräuchlicher sarau,
uneheliches Kind.
AMP AR, das ausgebreitet sein, (Matten, Teppiche,
etc.) Djaton buah ampare amak toh, nicht recht
(gut, egal, etc.) ihr ausgebreitet sein, die Matte. —
Ampar amak, das Geld, welches an einen Häuptling
bezahlt werden muss, wenn man eine Klage vor ihn
bringt; er erhält seine Sporteln also wörtlich für:
“das Ausbreiten der Matten,” auf welche er die
Partheien sich setzen lässt. — Ampar amak, ampar
amak! breidt eine Matte aus! ruft man den Was-
sergott Djata an, wenn man auf See in Notli ist. —
Mampar, hampar dengan, ausbreiten. Tanangku
mampar boang, mein Feld breitet sich aus leer, =
es ist in seiner ganzen Ausgestrecktheit nichts drauf
gewachsen. — B ampar, neben einander gelegt. —
Barampar, in Menge neben einander liegen. Karä
ganggamae barampar hetä, alle seine Waffen liegen
dort neben einander. — Mampamampar, ein weinig
ausbreiten. — Haampaampar,oit, immer ausbreiten.—
Taraampar, tarampar, ausgebreitet werden können;
irrthümlich ausbreiten. — Pamampar, paampar, pam-
par, der alles ausbreitet.
AMPI, Form, Gestalt; Farbe; Sorte, Art; Weise;
es scheint. Bahaläp ampie, schön von Gestalt. Ba-
handang ampie, ruth van Farbe. Arä ampin talo,
viele Sorten von Dingen, viele verschiedene Sachen. —
Kilen ampie olo mawi tä, auf welche Weise 'macht
man das. — Ampie äwen handak mantakan ita, es
scheint sie wollen uns angreifen. — Ampiampin, so
wie, so als, als ob, die Gestalt von etwas haben,
ähnlich sein. Kaju tä ampiampin arut, das Holz
sieht wie ein Boot aus. — Iä djaton ampiampie,
sama kilau olo beken kea, er hat nichts besonders
an sich, (nichts hervorstechendes, keine besondre
Kennzeichen, etc.) ist just als andere Menschen
auch.—Iä ampiampin olo gila, er ist (sieht aus) als
ein toller Mensch.
AMPIH, Ausfall (von Belagerten aus einer Fes-
tung;) Ueberfall, plötzlicher Anfall (von heimlich ge-
naheten Feinden.) Paham pampatäi asang awi am-
pih bara kota, sehr viele Feinde sind durch einen
Ausfall aus der Festung get.ödtet. — Mampili, ham-
pih dengan, plötzlich überfallen. — Haampiampili,
oft, immer überfallen. — Taraampih, überfallen
werden können. — Paampih, pamampih, der gern
überfällt.
AMP10N, (häufiger: pion, tengko,) Opium.
AMPIR, hampir, (malaiisch; gebräuchlicher: bi-
lak;) fast, beinahe.
AMPIT, ein kleiner Vogel, welcher den Reissfel-
dern grossen Schaden thut; es giebt 2 Arten, schwarz
mit weissem Schnabel, und roth mit aschgrauem
Halse und grünem Schnabel. — Hampit, Ampit ha-
ben, Ampit irgendwo leben, sein. Sungäi tä paham
hampit, in dem Flüsschen sind sehr viele Ampit. —
Mampit, die Ampit von den Reissfeldern jagen.
AMPONG, Trost; Vertröstung. Paham kapähän
atäiku, djaton talo indu ampong huangku, gross der
Schmerz meines Herzens, und ich habe nichts zum
Trost meines Innren. — Mampong, hampong deng-
an , trösten. — Hampong, einander trösten. — Mam-
pomampong, ein wenig trösten. — Haampoampong,
oft, lange trösten. — Taraampong, tarampong, ge-
tröstet werden können. — Paampong, pamampong,
der gern tröstet, der zu trösten versteht.
AMPUN, Vergebung. Aku blaku ampun bewäi,
ich bitte nur um Vergebung. — Mampun, hampun
dengan, vergeben, erlassen, ablassen, entheben; zu-
gestehn, erlauben. — Mampun kasala, Fehler ver-
geben. Mampun utang, Schuld erlassen. Käläh
mampun aku äla omba masauh, steh mir doch zu
nicht mit nach Bandjar zu gehn. Käläh mampun
aku mangat omba ikau, erlaube mir doch dir zu
folgen. — Hampun, einander vergeben. — Bampun,
barampun, Vergebung erbitten; vergeben sein. Buah
ikau bampun intu iä, du musst Vergebung von ihm
erbitten. Iä djari bampun, es ist ihm vergeben. —
Mampumampun, ein wenig vergeben. Haampuam-
pun, oft vergeben. — Taraampun, vergeben können
werden. — Paampun, pamampun, der gern vergiebt.
AMPUR, (bas. Sang.) i. q. amok; wird häufig hin-
ter amok gefügt.
ANAII, Bürgschaft; Forderung. Pelaianakmintuaku,
aku liakon anahe. Käläh, paribasa iä tjalaka, anahku
intu ikau. Lass dein Kind bei mir zurück bleiben,
ich bin willig seine Bürgschaft, (— für ihn einzu-
stehn.) Wohl, sollte ihm nun ein Unglück überkom-
men, meine Forderung ist an dich. — Manah, sich
verbürgen, Bürge stehn; fordern, einmahnen. — Ha-
nah, sich für einander verbürgen; einander mahnen. —
Paanah, ein Bürge; ein Mahner.
AN AK, Kind, (von Menschen und Thieren). —
Anak hatuä, Sohn; anak bawi, Tochter; anak tiri,
Stiefkind; anak laku, anak induan, ein wirklich
angenommenes Kind; anak angkat, anakambai, ein
pro forma angenommenes Kind, s. ambai; anak sa-
I rau, unehelich Kind. — Anak kann nicht, allein stehn:



ANA—AND.
AND.
9
es muss dabei stehn wessen Kind es ist, oder, soll
es absolut stehn, muss olo, Mensch, dahinter. Anak
olo, ein Kind; anak aso, ein junger Hund.— Anak
oloh, Sclav, (freundlichere Benennung für djipen,
Sclav.) — Anak liuma, ein kleines Haus. — Anak
kuntji, Schlüssel, (kuntji, Schloss;) Anak panah,
Pfeil, (panah, Bogen.) Anak rear, Zinsen, (rear,
Geld.) — Anak djaria, Kinder, Nachkömmlinge.
Aku djaton anak djariangku, bclom kalotä bewäi,
ich habe keine Nachkommen, lebe nur so für mich. —
Olo baputi tä anak djarian Silai, die weissen Men-
schen sind Nachkommen des Silai. — Baanak, ba-
raanak, Kinder haben. — Hanak , mit seinem Kinde.
/Ewen hanak, er (oder: sie) mit seinen Kindern.
Keton duä hanak, ihr beiden mit Kind,= du und
dein Kind. — Manak, manakan, (Passiv nur ina-
kan,) gebären, zeugen; Zinsen tragen. Reare manak
malipet, sein Geld trägt Zinsen verdoppelt sich,
(= 100 pCt., der gewöhnliche Zins.) — Manakma-
naka, sich stark vermehren. Burong dara paham
manakmanaka, Tauben vermehren sich sehr stark.—
Manak mandjaria, Nachkommenschaft haben. —
Mampanak, mampamanak, hanak dengan, fruchtbar
machen. Iä baramin intu Djata, mangat Djata mam-
panak iä, sie giebt dem (Götzen) Djata ein Fest,
damit Djata sie fruchtbar mache. Ikau kea djari
mampanak olo bawi tä, du hast diese Frau gebären
gemacht, = du hast mit ihr gehurt. — Paham iä
mampamanak reare intu aku, salawi djari saratus,
er lässt sein Geld hohe Zinsen bei mir tragen, 25.
sind zu 100. geworden. — Haanaanak, fortwährend
fruchtbar machen, Zinsen tragen lassen. — Pama-
nak, fruchtbar, ©ft gebärend. — Pamanak reare, der
sein Geld immer viel Zinsen tragen lässt. — Pana-
kan, i. q. anak djaria, Kinder, Nachkömmlinge. —
Panganak, ein kleineres an oder in einem grösse-
ren; z. B. amak tä bara panganak hiwange, die Matte
hat ihre kleinern Vierecke, i. e. die Matte ist in Vier-
ecken geflochten, und in ihren grossem z. B. gel-
ben Vierecken hat sie wieder kleinere weisse. — Pakor
tä, amon dia panganak, djaton dähen, der Band
(i. e. ein ganzer oder einmal durchsplissner Rottan,
womit etwas gebunden ist,,) wenn nicht sein pan-
ganak, (i. e. wenn nicht dabei noch mit feingespliss-
nem Rottan gebunden wird,) er ist nicht fest.
ANAKODA, Schiffsherr, Kapitän.
ANAL, (bas. Mangk.) i. q. andal.
AN AP, (bas. Mangk.) i. q. andap.
ANDAANDAS, handas, mandas, bis, bis zu; sich
oder etwas jemandem aufdringen; (dies letztere auch :
handas dengan.) Andaandas tob bewäi, nur bis hier.
Mandas kwe ikau, palus Sampit, bis wohin willst
du, bis nach Singapore? — Äku djaton nahuang
iä, iä andaandas dengangku, ich halte nichts von
ihm, er dringt sich mir auf. — Iä djari mandas
arute intu aku, er hat mir sein Boot aufgedrungen.
Mandamandas, fast bis. — Mandamandas aku ma-
täi, fast wäre ich gestorben. — Haandaandas, an-
haltend aufdringen. — Pamandas, aufdringlich.
ANDAANDAS, ähnlich, gleich. Iä andaandas
ampie dengan anakku, er ähnlich seine Gestalt mit
meinem Kinde, = ist meinem Kinde ähnlich.
AND AK j das gelegt sein. — Djaton buah äka
andake, nicht passend der Platz seines gelegt seins,
= es ist auf keinen guten, passenden Platz gelegt. —
Mandak, handak dengan, Jegen, bergen, weglegen.
Käläh mandak ramo hetoh bewäi, leg die Güter nur
hier hin. — Haandaandak, oft, lange Zeit legen,
bergen. — Taraandak, gelegt, geborgen werden kön-
nen; irrthümlich legen. Djaton taraandak ramo bong
liuma tä, djari nihau, man kann keine Güter in
das Haus zur Bewahrung legen, es ist ganz baufäl-
lig. — Pamandak, der immer legt, birgt. Ikau tob
pamandak ramo intu human olo, du birgst gern
Sachen in andrer Menschen Häuser. — Bandak, vor-
läufig bleiben, kurze Zeit bleiben. — Aku bandak
hong human Paremor, ich bleibe vorläufig in Pare-
mors Hause, (mit all meiner Habe, weil mein Haus
z. B. abgebrannt oder umgefallen ist.) Talo äton
ita paham babehat, patut hantelo bandak sampai
lewu, was wir tragen ist sehr schwer, wir müssen
3. mal ausruhen bis zum Dorfe. — Bamandamandak,
mandamandak, nachlassend, (Arbeit., Fleiss.) Man-
damandak gawim toh ikau, nachlassend deine Ar-
beit jetzt du, = du beginnst faul zu arbeiten. (S.
auch barandak.)
ANDAL, Bürge. Iä tä andalku, er ist mein Bürge. —
Baandal, einen Bürgen haben. — Handal, für ein-
ander Bürge sein. — Mandal, handal dengan, Bürge
sein. Aku mandal iä, utange, ich bin Bürge für ihn,
für seine Schuld — Haandaandal, oft, lange Bürge
sein. —• Taraandal, verbürgt werden können. —
Pamandal, paandal, der oft, gern Bürge steht.
ANDAL, andalan, sehr. Ändal kahalape, sehr
seine Güte. Andal karäe, sehr seine Menge, = sehr
viel. — Mampandal, etwas so machen als es sein
muss; nett, schön machen, in Ordnung bringen.
Mampandal lewu, ein Dorf in gute Ordnung brin-
gen. Mampandal pisau, ein Messer putzen und
schleifen. Mampandal njihin pisau, die Schärfe eines
Messers in Ordnung bringen, = es sehr scharf schlei-
fen. — Haandaandal, immer in Ordnung bringen. —
Kaandal, Ordnung, der Zustand so als er sein muss.
— Paandal, der gern alles in Ordnung bringt. —
Pangkaandal, am besten in Ordnung. Lewun Pabuno
pangkaandal bara karä lewu hapus Pulopetak, Pa-
bunos Dorf ist am besten in Ordnung van allen
Dörfern zu Pulopetak.
ANDANGAND/kNG, Scheibe, nach welcher man
schiesst, oder eigentlich das Gestell, auf welcher das
alamat, kleine Scheibchen, der eigentliche Zielpunct
steht.
ANDAP, ein kleines bräunliches Insect, fast als
ein Tausendfuss von Gestalt; angerührt phosphores-
cirt es stark. — Paham kataue mitor, kilau andap
baloe, gross ihr Geschick im Nähen, wie ein Andap
der Saum, (so klein, zierlich).
ANDAS, benang andas, schwarzes Zeug.
ANDAU, Tag, (sowohl der helle Theil des Tages,
als auch der 24 stündige Tag.) Zeit. — Regen Wet-
ter. — Andau toh, heute; andau malern, malern,
gestern; andau bihin, andau idjä helo, vorgestern; an-
dau djewu, andautinai, morgen; sining andau, täglich ;
nongkang oder hapus andau, den ganzen Tag. —
Andau hai, Festtag. — Djaton andauku, oder: aku
djaton bara andau madja, ich habe keine Zeit Be-
suche zu machen. — Andaum djari sampai toh, dein
Tag ist jetzt, da, = du musst jetzt sterben. Matäi
brangai, amon ombet, andau koan Hatalla, sterben
wohl, wenn hinreichend der Tag sagt Gott, = ich
will wohl sterben, wenn Gott sagt dass ich lange
genug gelebt habe. — Andau djaton tau terai, der
Regen will nicht auf hören. — Pandang andau, der
Schein des Tages, '= Sonnenschein, Hitze. Baun
andau, Gesicht des Tages, = Wolke. — Handau,
hahandau, handahandau, am Tage, über Tag; —
davon: hahandau, handahandau auch: deutlich, ge-
wiss. Dia usah ikau milim, djari tawangku hahandau
gawim, es nützt nicht dass du läugnest, ich weiss
*sehr wohl was du gethan hast. — Handau hamalem,


10
AN D.
AND.
Tag und Nacht (arbeitet er, etc.) Ndau-, kürzlich,
so eben. Ndau iä hagoet, so eben ist er fort ge-
gangen. Handjewu ndau, diesen Morgen.
ANDEN, (bas. Sang.) i. q. äwah.
ANDEP, guthabende Arbeit, (die jemand geleistet
hat, und welche ihm wieder geleistet werden muss.)
Djewu aku manahor andepm, morgen bezahle ich
(i. e. arbeite ich ab) die Arbeit welche du zu gut
hast. — Aton andepku intu iä, katelo, ich habe
Arbeit bei ihm zu gut, 3. Tage. — Mandep, handep
dengan, jemanden in der Arbeit helfen, (so, dass er
durch Arbeit wieder vergelten muss; fast alle grös-
sere Arbeiten, das Bauen der Häuser etc., geschehen
durch mandep; auch Opfer, Feste, man lässt jemand
Theil nehmen, der später wieder Theil nehmen las-
sen muss.) Aku mandep iä mamangun, ich helfe
ihm sein Haus aufrichten. — Handep, einander wie-
derkehrig im Arbeiten helfen. — Hahandep, hande-
handep, einander etwas helfen. — Haandeandep, oft,
lange helfen. Handephandepa, viele und anhaltend
einander helfen. Djaton andau olo magah ikau,
handephandepa olo malan toh, es ist keine Zeit dass
man dich geleite, alle einander helfend bestellt man
jetzt das Feld, (ist eifrig daran, heute liier morgen
dort.) — Handepan, mit einer Zahl: kahandepan,
alle die jemanden in der Arbeit helfen. Handepan
bong tana djetä djaton arä biti, die Arbeitergesell-
schaft auf jenem Felde ist nicht zahlreich. — Olo
handep hetä telo kahandepan, die Menschen helfen
dort arbeiten, 3. Haufen. — Olo tä djaton taraandep,
djaton manahor tinai, man mag dem Menschen nicht
arbeiten helfen, er bezahlt es nicht wieder. — Pa-
mandep, pandep, paandep, der gern im Arbeiten hilft.
ANDI, jüngerer Bruder, jüngere Schwester; auch
zärtliche Benennung für jüngere Personen über-
haupt. — Andiandi, als ein jüngerer Bruder. Paham
kataun auglie, andiandi koae dengangku, sehr lieb-
reich seine Worte, er sei als ob er mein jüngerer
Bruder sei, sagt er. — Mandi, baandi, baraandi,
jüngere Geschwister haben. Iä mandi äpat, er hat
4. jüngere Geschwister. — jEwen duä liandi, er mit
seinem jung. Bruder.
ANDI, augh andi, Spott, Bespottung. — Andiandi,
spöttisch; (oft wird cladangking dahinter gesetzt.) —
Mandi, handi dengan , mandi mahadangking , ver-
spotten ; (auf feine Weise, nicht recht aus; recht
aus: liababaka.) TEla mandi olo bakas, katalahan,
verspotte alle Leute nicht, , das bringt Unglück. —
Handi, einander verspotten. Haandiandi, oft,, immer
verspotten. — Taraandi, verspottet werden können.
Djaton taraandi iä, palus kasenae aughku, ich kann
ihn nicht zum besten haben, er versteht meine Worte
gleich. — Pamandi, paandi, der gern spottet, spöt-
tisch. uBaandzandz, immer spöttisch, (Worte.)
ANDIANDI, gleich, gleich wie ,• so als. Olo ma-
sawä tä andiandin mimbul talo, Menschen welche
heirathen sind gleich denen welche etwas pflanzen.
(Es sind Früchte zu erwarten.)
ANDIN, Name eines Wassergottes. — Männlicher
Name.
ANDING, mit Honig vermengter Tuak, (Art Arak,
wird aus Pteiss gemacht.) Handing , anding haben.
Manding, Tuak mit Honig vermengen.
ANDING, s. undanganding u. manding.
ANDJA, Nomen propium sowohl für Männer als
Frauen.
ANDJAK, burong andjak, ein schöner Vogel, den
ich aber nie in der Nähe zu sehen Gelegenheit hatte.
Das folgende Sprichwort gebraucht man von solchen,
welche veraimt oder doch mit Schaden von einer'
Handelsreise zurück kommen. — Burong andjak pa-
neseke, burong kotok panulie, wie der Andjak war
er bei seinem Ausgehen, wie der Kotokvogel sein Zu-
rückkehren.
ANDJAL, (bas. Sang. == hantu,) Leiche. Mananja,
andjal tambon bahantong midjen gohong hagandang,
wehe, die Leiche des Herrlichen treibt hin im Was-
ser, dem rauschenden.
ANDJANG, männlicher Name; (vonpandjang, lang.)
ANDJAT, d. Drohen, Bedrohung, (durch Geber-
den, etc. z. B. wenn man ein Messer auszieht, etc.)
Ikau djaton tau blaku basara hai, beken djalan
andjat dengan klahi toto, du kannst keine grosse
Klage eindienen, denn das Rechtsverfahren wegen
blosser Drohungen ist ein anderes als das wegen
wirklichen Streitens, (Fechtens.) Mandjat, handjat
dengan, bedrohen. Handjat., einander bedrohen.
Haandjaandjat, oft, immer bedrohen. Taraandjat,
bedroht können worden, (ein Furchtsamer, der sich
es gefallen lässt.) Pandjat, paandjat, pamandjat,
der gern, stets droht.
ANDJIR, Bake, Zeichen welche das Fahrwasser
anzeigen.
ANDJO, andjoandjo, das betrügerische Anmuntern,
zu etwas ansetzen; (so dass ich z. B. jemand auf-
fordere zu einer gemeinschaftlichen Arbeit, Reise,
und wenn er nun damit anfängt, ziehe ich mich zu-
rück.) Leere Drohung, Bedrohung, (welche man gar
nicht Willens ist auszüführen. — Andjoandjoe ba-
lang, andjoandjoe balang, er muntert immerdar an
und thut niemals mit. — Mandjo, handjo dengan,
betrüglich zu etwas ansetzen; bedrohen; dann auch
überhaupt: ansetzen, verleiten, auf hetzen. Iä mandjo
ita klahi, er hat uns zum Streiten aufgehetzt.
Handjo, einander ansetzen, bedrohen. — Haandjo-
andjo, oft, stets ansetzen, etc. Taraandjo , aufge-
hetzt, leer bedroht können werden. Pamandjo, paan-
djo, der immer auf hetzt, verleitet, droht.
ANDJOANDJOH , sehr , ungemein. Andjoandjoh
kamangat ita malan, andau därem, sehr angenehm
arbeiten wir heute auf dem Felde , es ist ein be-
wölkter Tag.
ANDJOANDJONG, der Schiffsschnabel, Schnabel
eines Schiffes.
ANDJUR, männlicher Name; (von bandjarschen
mandjur, leiten, führen.)
ANDOH BUNO, (bas. Sang. = panga,) Strafblock,
(in den man die Füsse der Missethäter festschliesst).
Bangkangm tapatasa andohbuno, du selbst wirst
geschlossen in den Block.
ANDOI, pandoi, das Baden, d. gebadet werden.
Pahalau ancloie iä toh, karä kapulu idjä andau, zu
sehr sein Baden er, 10. mal in einem Tage. — Mandoi,
mampandoi arepe, sich baden. Lundju mandoi dalia,
die Lanze badet in Blut; (tödtet viele). Mando-
mandoi, als badend. Aku inata olo hetä mando-
mandoi, ich bin durch die Menschen mit Oehl ge-
salbt, als badend.— Bapandoi, sich gehörig baden,
(4.—5. Mal täglich.) Ikau djaton bapandoi, tagal tä
ikau kindjap haban, du badest dich nicht gehörig,
desshalb bist du oft krank. — Mampandoi, jemanden
baden. — Hapandoi, sich einander baden, mit Was-
ser übergiessen. — Hapapandoi anak, ein Kind oft
oder lange Zeit baden. — Taraandoi, worin man
baden kann. Danum tä kero, djaton taraandoi, das
Wasser ist trübe, es kann nicht darin gebadet wer-
den. Tarapandoi, gebadet werden können, mögen;
irrthümlich baden, (z. B. ein anderes Kind als man
beabsichtigte.) — Pamandoi, der sich gern, oft ba-
det. — Pampandoi, der andere gern, oft badet. —


AND—ANG.
ANG.
11
Mampandoi anak, Kinder baden, ist, eine abgöttische
Ceremonie, welche nicht bei allen Dajacken, aber
doch bei vielen Familien seit undenklichen Zeiten
im Gebrauch ist j vielleicht also ein Ueberbleibsel der
Wirksamkeit katholischer Missionare, welche vor etwa
200. Jahren in Süd-Borneo gearbeitet haben. — Es
geschieht wenn das Kind 11—6 Jahre , oder auch
noch älter ist. Des Abends zuvor schöpft man 7.
Fässer voll Wasser in einen Topf, und stellt dane-
ben 3. Maass Reiss, nebst einem Rottan, welcher 1.
Klafter, 1. Elle, 1. Spanne und 3. Finger breit lang
sein muss. Die Angehörigen des Kindes bewachen diese
Sachen, während die Balian (Priesterinnen) während
der ganzen Nacht die Sangiang (Luftgötter) bitten,
dass sie danum kaharingan, Lebenswasser, vom Djata
(Wassergott) holen. Ist dann am Morgen das Wasser
und der Reiss um etwas vermehrt, und der Rottan
etwas länger geworden, so ist das ein Zeichen, dass
das Lebenswasser gebracht ist. Dann wird das Wasser
in einen Gong (kupferne Kesselpauke) gethan, und
mit Schweinsblut vermengt; das Kind wird damit
besprengt, und darauf auf dem Gong liegend nebst
demselben in den Fluss untergetaucht. Ins Haus
zurückkehrend muss das Kind auf ein getödtetes
Schwein treten, und sich dann von einem Huhne
etwas Reiss vom Kopfe picken lassen. Darauf wird
das Kind mit Blut bestrichen, und es wird ihm ein
Halsband umgebunden, welches es nicht wieder ab-
legen darf. Dann geht man ans Essen und Trinken.
Man glaubt durch diese Taufe alles Unglück vom
Kinde zu wehren, und ihm Glück zu bringen.
ANDOK, etwas was man zuvor gethan, gegeben
etc. hat, was dann wieder vergolten werden muss;
wird fast nur gebraucht beim Spiel, z. B. Aufgeben
von Räthseln etc., und von Beleidigungen. — Djari
arä andoke mawi aku, karäh aku mantakan iä tinai,
er hat mich schon oft beleidigt, gereizt, wart’ ich
werde ihn wieder angreifen! — Mandok, handok
dengan, vorab etwas thun, machen; reizen, beleidi-
gen. Käläh ikau mandok aräarä helo, karäh aku
mamalähe, wohl gieb du nur erst viele (z. B. Räth-
sel) auf, ich werde sie vergelten, (für jedes wie-
der eines aufgeben.) — Handok, einander am Spielen
halten; z. B. ich zeichne 5. Figuren, welche mein
Spielgenosse vergelten muss; nun zeichnet er aber
statt 5. deren 10., so dass ich wieder 5. schuldig
bin; ich zeichne 8., so dass er wieder 3. schuldig
wird, etc. — Haandoandok, stets reizen, beleidigen.
Paandok, der gern auf die oben angegebene Weise
spielt; — der immer im voraus reizt, beleidigt.
ANDONG, Sorte spanisch Rohr, sehr zähe, wird
zu Lanzenschäften gebraucht. — Männlicher Name.
ANDOP, das gejagt sein, Jagd gemacht sein. —
Mandop, handop dengan, jagen, Jagd machen, (auf
vierfüssige Thiere; auf Vögel, auch auf Affen: ham-
burong.) Manclop auglie, auf Jemands Worte Jagd
machen, (z. B. um einen Streit anfangen zu können.)
Mandop peres badi, auf Krankheit Jagd machen,
(jemand welcher unordentlich, unkeusch lebt.) —
Mandomandop, ein bischen jagen, auf Jagd gehn.—
Haandoandop, oft, lange Jagd auf etwas machen.—
Taraandop, können bejagt werden, (ein Platz, Wald;)
können gejagt, Jagd drauf gemacht werden, (Thiere.)
— Pamandop, pandop, paandop , jemand der gern
jagt, nachjagt, ein Jäger. Ikau pamandop tuak barin
olo, du bist ein Jäger auf den Tuak (Art Arak) und
Reiss der Menschen, = kommst immer, wo es etwas
zu essen und zu trinken giebt. — Mandopan, ma-
handopan, handopan, zur Jagd abrichten, (Hunde.)
ANGAT, eine Schlingpflanze, voll scharfer Dornen.
Man hängt sie unter die Häuser wo Kindbetterinnen
sind, um die vielen bösen Geister abzuhalten, welche
neugebornen Kindern nachstellen.
ANGANG, das Gebell, Bellen, (der Hunde.) Das
angebellt werden. Aughe kilau angang aso, seine
Stimme ist als Hundegebell. — Mangang, bellen;
mangang, hangang dengan, anbellen. — Ampit
mangang tingang! der (kleine Vogel) Ampit bellt
den (grossen) Nashornvogel an! = wie darf der arme
Bursche den grossen Herrn schelten! — Hangang,
einander anbellen. — Haangaangang, oft, lange an-
bellen. — Pamangang, paangang, gern, oft, immer
bellend, anbellend.
ANGAT, Meinung, Ansicht, Vermuthung, Schätzung;
Geschmack. — Kilen angätm perkara ita, was ist
deine Ansicht (was denkst du) von unsrer Sache?
Angatku iä dumah, meine Vermuthung ist, dass er
kommen wird. Kilen angate bua tä, wie ist der
Geschmack der Frucht? — Angaangate, etwa, un-
gefähr; vielleicht vermuthlich. Angaangate kalima
iä djari batolak, vor etwa 5. Tagen ist er abgereist.
(S. auch mangat.)
ANGGA ANGGAI, (gewöhnlich mit haban, krank
sein, verbunden,) stets kränklich. Aku haban ang-
gaanggai, ich bin immer am kränkeln.
ANGGAN, (bas. Sang. == pakaian) Kleid. — Männ-
licher Name. — Kalandjangen anggan tabuhi, be-
schützt durch ein überflochten es Kleid.
ANGGANG, Männlicher Name. (Der Bardjarsche
Name für den Vogel tingang.)
ANGGAP, panggap, Vermuthung, Argwohn. Regae
telo kiping anggapku, äwe katawan tinai; sein Preis
ist 3. kiping, (ä 2. fl.) meine Vermuthung, (jedoch)
wer weiss wieder; (vielleicht auch mehr.) — Sala
panggapm, djaton iä idjä mawie, dein Argwohn ist
falsch, er hat es nicht gethan. — Manggap, ver-
muthen, Argwohn haben, jemand beargwöhnen.
ANGGAS, Reizmittel, (um tüchtig trinken zu kön-
nen, z. B. Salz, trockner Fisch, sauere Früchte.) Hang-
gas, baanggas, solche Reizmittel haben, gebrauchen.
ANGGAT, s. inggit anggat.
ANGGAU, das Unterhalten, gezüchtet, bewahrt
werden. — Manggau, hanggau dengan, züchten, auf-
ziehn, unterhalten, haben, bewahren. — Manggau
bawoi, Schweine halten, Schweine züchten. — Aku
manggau anak olo tä, ich unterhalte das Kind,
bringe es auf. — Manggau rear, Geld haben; auch:
es bewahren, nicht ausgeben. — Haanggaanggau,
immer züchten, etc.— Taraanggau, aufgezogen, be-
wahrt werden können. — Pamanggau, paanggau,
gern, immer aufziehend, bewahrend.
ANGG-ZEANGGA5I, gemächlich,bequem; angenehm,
lecker. Iä belom anggäanggäi, djaton bagawi, kutoh
ramoe, er lebt gemächlich, arbeitet nicht, sehr viel
seine Güter. — Anggäanggäi manandjong mahoroe
djalan tä, djaton sangkawite, der Weg ist angenehm
zu begehn, es ist nichts was festhakt, aufhält, (Dor-
nen etc.) Ikau manandjong anggäanggäi bewäi, dja-
ton mimbit talo idjäidjä, du gehst, nur ganz gemäch-
lich, trägst gar nichts. — Manggäi arepe, es sich
gemächlich machen; faullenzen.
ANGGEN, männlicher Name.
ANGGIII, sein, (suus; weiniger gebräuchlich als
ai, ajue,) Anggihku, das Meine, mein.
ANGGIS, weiblicher Name.
ANGGO, s. ambai.
ANGGOK, männlicher Name.
ANGGON, (bas. Sang. = sarangan sirih,) Sirih-
dose. Anggon manggala ngatil lameang, eine Benga-
lische Sirihdöse auf einem Gestell von Agatsteinen.


12
ANG.
ANG.
ANGGOR, (malaiisch,) Wein.
ANGI, das kleinste, jüngste, schwächste, (von in
einem Wurfe gebornen Thieren oder ausgebrüteten
Vögeln, also: Nestküchlein.)
ANGIN, (malaiisch; daj. riwut,) Wind; nur ge-
braucht in den folgenden Redensarten: boto angin,
starker Sturm. — Iä hakotak ambon angin, er spricht
Nebel und Wind, i. e. unverständlich, unverstän-
dig. — Kaju sambalik angin, (den Wind kehrend
Holz,) Name eines im Innren der Insel wachsenden
Baumes; man bestreicht damit die Nase der Hunde,
um sie zu guten Jagdhunden zu machen.
ANGKA, Zahl; Vorwand; windige Pläne aus de-
nen nichts wird, Luftschlösser. — Angka udju pan-
djang ampie , die Gestalt der Zahl 7. ist lang. —
Iä djaton maku omba halisang, koae arä gawie;
angkae bewäi, awie mikäh tasik, er will nicht mit
auf Reise gehn, er sagt dass er viel Arbeit habe; das
ist nur ein Vorwand, es ist weil er das Meer fürch-
tet. — Mangka, Zahlen schreiben; — Luftschlösser
bauen, luftige Pläne fassen. Iä mangka nahuang
hagoet bong hapus kalunen, tapi djaton iä tulus, er
macht Pläne wünscht die ganze Welt zu durchrei-
sen, aber es wird nichts daraus.
ANGKAANGKAL, i. q. alealen. — Ferner: nicht
recht, völlig beendet, (eine Arbeit., Streitsache, etc.)
Patäi handipä tä totototo, äla angkaangkal, tödte die
Schlange recht, (gänzlich,) nicht nur so halb und
halb. Basarangku angkaangkal bewäi, meine Klag-
sache ist nicht völlig abgemacht, man lässt sie nur
so laufen, in der Schwebe.
ANGKAT, das erhöhet sein, (im Range,) zu einem
hohen Posten ernannt sein; — das adoptirt sein; anak
angkat, ein adoptirt.es Kind; — Schiebladen in gros-
sem Kisten, Schränken; — männlicher Name. —
Mangkat, hangkat dengan, ernennen, erhöhen, (im
Amte); adoptiren, i. q. mambai, s. ambai; aufziehen,
aufnehmen, (nur beim fischen, die pisi, Angel, bowo,
bantai, siap, pasat, Fischkörbe und Netze.) Mangkat
olo indu mantir, jemanden zum Häuptling ernennen.
Mangkat prentah, Befehle aufnehmen, = befolgen. —
Hangkat, einander adoptiren. TEwen duä tä hangkat
hanak, die beiden adoptiren einander als Kind, ==
der eine den 2n. als Kind, der 2e. den ln. als Va-
ter. —■ Haangkaangkat, häufig, immer aufziehn, (An-
geln.) — Taraangkat, können erhöht etc. werden. —
Pangkat, Amt, Würde. Hai pangkate, er bekleidet
ein hohes Amt. Pangkat radja, die königliche Wür-
de. — Pamangkat, paangkat, der gern adoptirt. —
Bar angkat, wieder in guten Umständen, wohlha-
bend, kräftig. Bihin iä pähä, toh iä barangkat tinai,
früher war er arm, jetzt geht es ihm wieder gut.
Pisang toh solake kringä, toh barangkat tinai, die-
ser Pisangbaum war anfänglich krüppelhaft, jetzt ist
er wieder kräftig.
ANGKING, tundjuk angking, der kleine Finger.
ANGKING, i. q. aling; wird selten gebraucht,
häufiger: kabangking, das vertrocknet, eingetrocknet
sein der Früchte, ehe sie zur Reife gekommen, sowohl
ganze Früchte als eine Frucht theilweise. — Bang-
king, vertrocknet; aufgehalten, verhindert werden,
stecken bleiben, (ein Werk, eine Arbeit.) Gawie
bangking bewäi, djaton iä tau mandjariae, sein Werk
bleibt stecken, er kann es nicht zu Ende bringen.
Bangking maling, ganz vertrocknet. Paräi ita uras
bangking maling bewäi, unser Reiss ist alle ganz
vertrocknet, (nur Schellen, keine Frucht darin.) —
Babangking, bangkibangking, ein wenig vertrock-
net.. — Mamangking, vertrocknen machen (z. B. heis-
ser Wind die Früchte.) — Balak bangking, s. balak.
ANGKIS, (bas. Mantangai) Geruf, (seltner gebraucht
vom Rufen, Zurufen in deutlichen Worten, gewöhn-
lich von einem Schrei, Ruf um Hülfe, z. B. verirrt
oder in Gefahr seiend.) Angkis äwe tä? lalehan
aughe; wessen Schrei ist das? ungemein (sehr laut)
seine Stimme. — Mangkis, schreien, rufen.
ANGKOH, Weise, Tact, (beim Singen.) Iä djaton
buah angkoh aughe manjanji, seine Stimme hält nicht
die rechte Weise beim Singen. — Mangkoh aughe,
seine Stimme moduliren, höher und tiefer, leiser und
lauter, schneller und langsamer sprechen, (nur bei
dem recitativen Hersingen von Zauberliedern, etc.) —
Mangkoh arepe, sich fein und vornehm betragen,
schön kleiden, etc.
ANGKOL, Kopfbedeckung, bestehend in einem
mehrfach übereinander so um den Kopf gewundnen
Tuche, dass der Scheitel nicht bedeckt wird; (wird
nur von Priestern und Zauberern, die mit den Sang-
iang in Verbindung stehn, getragen.) Angkoangkol,
als ein Angkol. Buhen lawongm angkoangkol, warum
trägst du dein Kopftuch, (welches über den Kopf
hin gewunden wird) als ein Angkol ? — Hangkol,
ein Angkol tragen. — Mangkal olo, jemandem ein
Angkol aufsetzen. — Bangkol, Dicke, das oft über-
einander gewunden sein; bangkol, bangkobangkol,
angkoangkol, dick, oft über einander gewunden,
(z. B. ein Gürtel, etc.)
ANGKON, das Nehmen, Entfremden, sich zueig-
nen von etwas was einem andern zukommt. Awi
angkon olo karä bawoiku nihau, durch das sich zu-
eignen anderer sind alle meine Schweine fort. —
Ikau angkoangkon bagawi, djaton gawim tä, du hast
dich in eines andern Werk gedrängt, das ist nicht
deine Arbeit. — Afan^Azon, liangkon dengan, sich
etwas zueignen, das seine nennen. — Haangkoang-
kon, oft, immer sich zueignen. — Taraangkon, sich
zugeeignet, entfremdet können werden. Bawoim ta-
raangkon bewäi, djaton tarang katae, deine Schweine
können leicht von einem andern sich zugeeignet
werden, sie haben keine deutliche Kennzeichen. —
Pamangkon, paangkon, der sich alles zueignet, alles
entfremdet.
ANGKOP, eine kleine Zange, womit man die Bart-
hare ausreisst. — Bangkop , hangkop , ein angkop
haben, gebrauchen. — Mangkop, den Bart aus-
pflücken. — Pamangkop, der immer den Bart aus-
pflückt.
ANGKUT, s. ungkangangkut.
ANGOI, Chameleon, (die bekannte Eidechse.) —
Angoangoi, faul; trotzig , aufgeblasen. Ikau melai
angoangoi, djaton talo gawim, du sitzt immer (als
ein angoi, i. e.) faul da, thust nichts. — Angoangoi
ampie, er hat ein trotziges Vorkommen.
ÄNGOP, pangop, Deckel, Bedeckung, (über Töpfe
etc., und zwar Zeug etc., was zugleich festgebunden
wird; ein Brett als Deckel: tutup.) — Narai akan
pangop blanai, womit sollen wir den Topf zubin-
den?— Mangop, hangop dengan, bedecken, zubin-
den, überbinden, zuhalten. — Mangop bau, njamä,
pinding, das Gesicht bedecken, den Mund, die Ohren
zuhalten, zustopfen. — Haangoangop , oft, immer
bedecken, etc. — Taraangop, bedeckt, zugethan kön-
nen werden; irrthümlich zuthun. — Pamangop,
paangop, der gern, alles zuthut. — Pangop, zuge-
bunden, bedeckt sein. — Papangop, pangapangop, ein
bischen zugebunden, stets, beständig zugebunden.
ANGOR, kangor, kamangor, das Unreife, (Früchte,
Bambu, Holz.) Bua inengam angore bewäi akangku,
baka iä tau kinan, Früchte giebst du ihr Unreifes
nur mir, (giebst mir nur unreife F.) wer kann die


ANI—ANT.
ANT.
13
essen! — Mangor, unreif, unreif sein. Kaju mangor,
unreifes Holz , == noch jung, nicht sehr hart. —
Ikau magon mangor uhat tolangm, deine Sehnen
und Knochen sind noch immer unreif, = du bist
noch jung. — Mamangor, mangomangor, ziemlich
unreif. — Baramangor, alle unreif. — Pangkama-
ngor, am unreifsten.
ANIANIH, s. kanih.
ANIH, anianih, seines Gleichen; gleichkommend.
Mangkahai tä bua idjä mangat haliai, djaton anihe
hindai bara tä koangku, die Mangkahai ist die
leckerste Frucht, ihres Gleichen ist nicht mehr äus-
ser ihr, sage ich.
ANIS, kamanis, Süsse, Süssigkeit. Paham anis
tewu bahandang, gross die Süssigkeit des rothen
Zuckerrohrs. Manis, süss; freundlich, höflich; licht,
hell, (von Farben.) Manis aughe, seine Worte sind
freundlich. Manis ampie, er sieht freundlich aus.
Iä manis dengangku, er ist freundlich mit mir.
Bahandang manis, hell roth. Manimanis, ziemlich
süss etc. Baramanis, alle süsslich, etc. Pangama-
nimanis, alle süss, etc. Pangkaanis, pangkamanis,
am süssesten. — Ba- oder kamanimanis, immer
süss, etc. — Mampanis, mampamanis, süss, freund-
lich machen.
ANIT, (bas. Kahaian,) i. q. ades.
ANJAK, i. q. ajak.
ANJAM, (bas. Kali.) i. q. angat.
ANJIANJI, s. hanji.
ANJIANJIT, s. manjit.
ANTAARA, antahlantaha, verwahrlost. Lalehan ka-
liumongm, karä ramom antaara,o deine Dummheit,
alle deine Güter stehn verwahrlost, (du lässt sie nur
so liegen in Hitze, Regen, Dieben zugangbar, etc.)
Mantamara, verwahrlosen.
ANTAH, ob, (zweifelhaft.) Antah iä aton, aku
djaton katawan, ob er da ist, ich weiss, es nicht. —
Antah.., antah.., ob.., oder... Antah aton an-
tah dia, äwe katawan, ob er da ist oder nicht, wer
weiss es.
ANTAHLANTAHA, s. antaara.
ANTAI, pangantai, jemand der denselben Na-
men mit uns hat. Da man den eigenen Namen
nicht nennen mag, ruft man einen solchen: o an-
tai! — Pangantaiku madja, mein Namensbroeder
besucht mich. — Antaantai, gleichend, überein-
stimmend: dunkel, gleichnissartig, (Worte.) Aughe
antaantai dengan aughku biliin, seine Aussagen
sind übereinstimmend mit meinen früheren Worten.
Aughe antaantai, djaton iä masuman toto, seine
Worte sind räthselhaft, er spricht nicht recht aus.—
Mantai, mantai aughe, dunkel, räthselhaft sprechen;
nur andeuten, nur etwas sagen. Haantaantai, im-
mer dunkel sprechen. Hapangantai, gemeinschaft-
lich denselben Namen haben.
ANTAM, Drohung; das bedroht sein. Djari pa-
ham antame, tepa kea tulus, es ist schon viel sei-
nes Drohens gewesen, endlich doch ist es erfüllt. —
Antaantam, drohend. Antaantam ampie, mikäli aku,
er hat. ein drohend Vorkommen, ich fürchte mich. —
Mantam drohen; mantam, hantam dengan, be-
drohen. Haantaantam, oft, immer bedrohen. Han-
tam, einander bedrohen. Hahantam, hantahantam,
einander etwas (auch oft) bedrohen. — Pamantam,
paantam', der immer droht.
ANTANG, Raubvogel, zum Falckengeschlechte
gehörig. Es giebt viele Arten: antang salia, der
wahre Antang, (gewöhnlich schlechthin antang ge-
nannt.,) so gross als ein Hahn, gelblich mit schwar-
zen Streifen, uni er den Flügeln weiss; — antang
bahandang, der rothe Antang, etwas kleiner als der
vorige, roth mit weissem Halse; —■ antang badjang,
Hirsch-Antang, so gross als eine kleine Gans, schwarz,
unter den Flügeln weiss; — antang tandjaung, grös-
ser als eine Gans, schwarz, Beine und Schwanz
weisslich j — antang tabunau, so gross als der a. ba-
djang, die Farbe wie die des a. tandjaung; — antang
salampipit, so gross als eine Taube, gelblich mit
schwarzen Streifen. —■ Die Dajackeii suchen von den
Antang, (vorall von den a. salia und tabunau,) bei
allen wichtigen Gelegenheiten dahiang, Vorzeichen,
auguria, zu erhalten, z. B. wenn man auf Reise gehn
will, bei Krankheiten, bei Kriegsgerüchten, etc. Man
glaubt, dass die Antang mit den Sangiang, Luft-
göttern, im Verkehr stehn. Man meint, dass jeder
Antang seinen besondren Bezirk habe; jenachdem
dann die Vorzeichen häufiger erfüllt werden, wird der
eine Antang berühmter als der andere; so hatten
wir zu Pulopetak zu meiner Zeit als sehr angesehene
Antang den antang baguntan, mitten im Trussan-
Kanale; antang katapang, etwas unterhalb des Trus-
sans, etc. Den Antang fragen wollend pflanzt man
100—1000 Fuss von einander 2. Pfähle, (rahasan,)
und bestimmt, dass der eine, (gewöhnlich der rechts,)
Glück, der andere Unglück, — oder der eine ja,
der andre nein, etc. etc. bedeuten soll. Dann ruft
man den Antang, wartet auf sein Kommen, und
giebt acht, welchem jener Pfähle gegenüber er er-
scheint. Fliegt der Antang über beide Pfähle hin,
bedeutet es Unglück; kommt er von hinten, oder
den Pfählen gar nicht gegenüber, so bedeutet das
nichts; kommt er überhaupt gar nicht, (pungut,) so
ist das ein Unglück verkündend Zeichen. Man war-
tet bis 3. Tage lang auf sein Kommen. Man ver-
spricht ihm, wenn er Glück verkünden, und die
Verkündigung eingetroffen sein wird, Opfer zu brin-
gen, Hühner, Schweine, etc. — Hantang, den Antang
gebrauchend, fragend. — Aku halisang djaton han-
tang, ich gehe auf Reise ohne den Antang zu fragen,
(welches bei kurzen Reisen, oder wo keine Gefahr
zu fürchten ist, wohl geschieht.)
ANTEANTER, (bas. Sang. = haradjur,) fortwäh-
rend. Bahing lahape anteanter, die Stimme ihres
Gejauchzes erschallt fortwährend.
ANTI, weiblicher Name.
ANTIANTING, Ohrringe, (nach europäischer Form;
die dajackschen: sowang.)
ANTING, (bas. Sang.) Ohrringe. — Männlicher
Name.
ANTING, s. untang anting.
ANTJAK, flacher, offner Korb von Bambu ge-
flochten, worin man Opfer an Bäumen aufhängt. —
Mantjak olo haban, tana, Opfer bringen für Kranke,
für das Feld. — Pamantjak, der oft Opfei- in einem
antjak bringt.
ANTJAM, Vornehmen, Plan, (gewöhnlich mit dem
Nebenbegriflc: vergeblich.) Paham antjame liagoet,
dia tau tulus, stark sein Vornehmen zu gehn, aber
es kann nie ausgeführt werden. —- Mantjam arepe,
sich vornehmen. Haantjaantjam arepe, sich oft, im-
mer vornehmen. •—• Pamantjam, der immer Pläne
macht.
ANTJAP, stark, kräftig, schnell, fliessend, (ar-
beiten, lesen, zählen, etc.) —■ Antjaantjap, ziemlich
stark etc. (befehlend ■ sehr stark). — Mantjap, ban-
tjap, baantjap, bahantjap, hantjap dengan, stark,
kräftig , eifrig etwas thun. Mantjap manandjong,
schnell gehn. Iä mantjap bari lepah idjä rindjing,
er macht sich über den Reiss her isst auf eine ganze
Pfanne voll. Aku djaton hantjap dengan tana tä.


ANT—API.
q?/’bong anum;
ANUN. d:
ich mache keine Eile mit der Bestellung jenes Fel-
des, = bearbeite es auf mein Gemach, nach dem
ich Zeit habe. — Haantjaantjap, immer energisch
etwas thun. — Sama liahantjap, sama hantjahantjap,
alle (arbeiten, etc.) gleich kräftig, eifrig. — Taraan-
tjap, können schnell, kräftig beschafft werden. Dja-
ton taraantjap arut ita, paham riwut bara haluan,
unser Boot kann nicht (trotz des eifrigsten Ruderns)
in schnellen Gang gebracht werden, heftig der Wind
von vorn. — Paantjap, pamantjap, der alles ener-
gisch thut.
, /ANTJING, s. untjang antjing.
ANTJUR, vernichtet. Nur von lewu, Dörfern, ge-
' . ""braucht, welche durch Feinde, Ueberschwemmungen
etc. ganz vernichtet sind. — Mantjur, hantjur de-
ngan, vernichten. — Hantjur, i. q. hasor.
ANTO, s. tiong.
ANTOANTUT, langsam , faul, (gehen) s. bantut.
ANU, ein gewisser.... Olo anu masuman akangku,
es hat mir ein gewisser Mensch (jemand) gesagt.
t- ANUM, Anhängsel an Titel, Ehrennamen. Dam-
; — Mantir anum.
ANUN, das bearbeitete, fertig gemachte; das bear-
beitet sein; Rath, Vorstell. — Anun apangku kaju
tä, hindai induae, das ist durch meinen Vater bear-
beitet, das Holz, er hat es noch nicht geholt. Anun
ai, sein Vorstell, Rath. — Manun, hanun dengan,
bearbeiten, fertig machen, in Ordnung bringen, ab-
machen , aufpassen, bewachen. Manun arut, ein Boot
in Ordnung bringen, zurecht machen; auch: ein Boot
bewaren, in Ordnung, in gutem Stande halten.
Manun anak, Kinder aufpassen, hüthen. Manun per-
kara, eine Sache, Angelegenheit ordnen, zu Ende
bringen. — Baanuanum, oft, lange bearbeiten, etc. —
Taraanun, in Ordnung gebracht etc. werden können.
AP AK, Leiste (an Tischen, Thüren etc.)— dünn
und breit, (gesplissner Rottan, Holz, etc.) — Ma-
pak, bapak dengan, dünn und breit spleissen. —
Haapaapak, immer, lange also spleissen. — Taraapak,
dünn und breit gesplissen werden können; irrthüm-
lich d. u. br. spleissen. — Paapak, der alles dünn
und breit spleisst.
AP AL, (bas. Mantangai,) i. q. gabal.
AP AM, abam, kleine Kugel-Kuchen, von Mehl,
Zucker und Sauerteig, mit geriebnen Kokosnüssen
bestreut.
AP ANG, Vater, nennt man den eignen Vater; den
Vater anderer: bapa. Apangku tat au bara bapam,
mein Vater ist reicher als dein Vater. — Pisau
/
apang, (bas. Kahaian) i. q. mandau.
AP AR, grosser kupferner Teller, mit Füssen; man
setzt die Speisen darauf. — Haapar, einen apar
haben, gebrauchen.
APAS, weiblicher Name; (von mapas, fegen.)
APAT, weiblicher Name; (von papat, Brocken,
Krümel.)
APjEI, weiblicher Name: (von mantapäi, aufhe-
ben, (Vorhänge, Kleider.)
- API, s. batu api.
_ P APIK, apiapik, ackurat, genau, sorgfältig; künst-
-L^-lich, geschickt. Ungkap olo tä uras apiapik gawie,
A ; die Menschen jenes Stammes sind alle genau (ge-
schickt, künstlich) in ihren Arbeiten. Karä aughe
uras apik, alle seine Worte sind sehr passend, =
er spricht gut, gepasst, beredt. — Bapik, baapik,
i. q. apik, mit dem Unterschiede, dass apik mehr
auf die natürliche Anlage, Fähigkeit, bapik mehr auf
das Erlernte, sich Angeeignete geht. — Pangaapia-
pik, = uras apik, alle geschickt, etc. — Pangkaapik,
am geschicktesten. — Kapik, kaapik, Kunst, Ge-
API—ARA.
schicklichkeit, Sorgfalt. — Mapik, hapik dengan,
etwas genau, sorgfältig, künstlich bearbeiten. Iä mapik
arute, — iä manampa arute mapike, — iä mapik
arepe manampa arute, er bearbeitet sein Boot sehr
sorgfältig, (oder auch künstlich.) Iä mapik aughe, er
spricht mit Ueberlegung, schön und passend. —
Haapiapik, immer, lange sorgfältig bearbeiten. —
Taraapik, künstlich etc. gemacht werden können.—
Mampaapik, machen dass jemand sorgfältig, geschickt
im Arbeiten wird. — Paapik, pamapik, der alles
sorgf. künstlich macht.
ÄPIL, Sattel, Satteldecke, (zum Reiten.) Auch i. q.
pilan, Schanzpfahl. — Hapil, bapil, baapil, gesat-
telt sein. — Mapil, satteln, zäumen. — Mapil ha-
dangan hapan ita manduan paräi, zäume den Büffel
auf, damit wir mit ihm Reiss holen. Aku bagawi
mapil keton bewäi, ich helfe euch nur mit in eurer
Arbeit, (thue nur mit, bin nicht der Hauptarbeiter,
wie der, welcher den Büffel nur mapil, aufzäumt,
nicht viel thut; der Büffel thut die eigentliche Ar-
beit, so ihr.)
APIS, hampa, hohle, leere Körner, (Reiss;) leer,
hohl. — Apis krawang, ganz leer, nur Hülsen. — Ma-
pis, viel leere Körner haben; mit leeren, tauben Hülsen
vermengen; vergeblich, eitel. Paräim tä mapis, mi-
käh ikau handak mandjuale, tantai iapism, unter
deinem Reiss da sind viele leere Hülsen; willst du
ihn vielleicht verkaufen, und hast ihn absichtlich
mit Hülsen vermengt? — Mapis gawin ita, djaton
kadjariae, unsere Arbeit ist eitel, es wird nichts
draus. — Bapis, baapis, mit Hülsen vermengt — Apia-
pis, noch al ziemlich mit Hülsen vermengt. — Ka-
mapis, Leerheit, Hohlheit der Körner. — Mampa-
mapis, leer, hohl werden lassen, (grosse Dürre etc.
den Reiss.) — Paapis, pamapis, der oft Hülsen zwi-
schen den Reiss mengt.
APO, s. tiawo und tuwä.
APOAPO, eine Wasserpflanze mit dicken, stark
behaarten Blättern.
APOAPOK, s. mapok. k/
APUI, Feuer. — Männlicher Name. — Ara apui, _ /
s. mara. — Mantokan apui, Feuer anzünden. Pa-^^-
halau kadiam, tolangm kilau kinan apui, zu arg
deine Faulheit, deine Knochen sind als vom Feuer
verzehrt. — Apuapui, als Feuer, heiss, brennend.
Apuapui angat berengku, als Feuer das Gefühl mei-
nes Körpers, — ich fühle mich sehr warm. Apua-
pui kasingingku dengae, ich habe brennenden Hass
gegen ihn. Apuapui aughe mawi aku, er spricht
zürnende, beissende Worte zu mir. — Hapui, baa-
pui, Feuer haben. Aton keton hapui, habt ihr dort
Feuer? — Mamapui, hapapui dengan, etwas (Fische
etc.) im Feuer braten. Mamapui petak, Erde bren-
nen, (geschieht in Gärten, um sie fruchtbar zu ma-
chen.) Mamapui hantun olo, Leichen verbrennen.
Einige Familien und Stämme der Dajacken haben
die Gewohnheit beim tiwah, Todtenfest.e, die Lei-
chen mit den raung, Sarge, zu verbrennen. Es wird
dann ein Erdhaufen gemacht, 4. Fuss hoch, 2. Klaf-
ter lang und 1. Klafter breit, worauf ein Scheiter-
haufen von circa 3. Fuss Höhe errichtet wird; die
übrigbleibenden Knochen werden in einen Topf ge-
than, ein kakandi (Stück Zeug) drüber gebunden,
und sie also in den sandong, (grossen Sarg,) ge-
setzt. — Tarapapui, im Feuer gebraten werden kön-
nen. — Papui, das im Feuer gebraten werden, sein.
Djari ombet papuie, es ist genug sein gebraten sein.
— Paniapui, der gern etwas im Feuer brät.
ARA, der Name. Jiwe aram, wie heisst du? Hai
arae, er hat einen grossen Namen, = ist berühmt.


ARA—ARO.
ARO—ASA.
15
Manampa oder manjewut arae, einen Namen geben,
benennen. Talo inengaku toll isut bewäi, dia arae,
was ich dir jetzt gebe ist nur wenig, hat keinen
Namen, = ist nicht der Rede werth. — Aranen,
ranen, (ara en en, Name was was, wie es weiter
heisse,) und so weiter. Djari tatap karä pakarange,
pisau, langgäi aranen, es liegen bereit alle seine Werk“
zeuge, Hackmesser, Schnitzmesser, und so weiter. —
(Manggarä, nennen.)
ARAARAH, s. marah.
/ ARAB, olo arab, ein Araber.
AR AK, Arak. Marak, zu Arak machen. Aku
marak tuak, ich mache Arak von Tuak. (Tuak ist
ein Arak ähnliches, aber sehr schwaches Getränk.)
Man kocht zu dem Zwecke den Tuak, setzt einen
Trichter auf den Topf, bedeckt ihn rundum dicht
mit Blättern, und befestigt an der Spitze des Trich-
ters einen dünnen Bambu, aus welchem dann der
Arak tröpfelt. 6. Flaschen Tuak geben 1. Flasche
Arak.
AR AR, alar, i. q. ampong, Trost. Dieselben Ab-
leitungen.
ARAS, männlicher Name; (von karas, strenge.)
ARAU, das was man gebraucht um sauer geword-
nen Tuak (ein Arak ähnliches Getränck) wieder
wohlschmeckend zu machen, z. B. Schösslinge des
Namarottan, Singka badjungan, tantowo, unreife
Pinang, Zucker. — Marau, Tuak wieder wohlschme-
ckend machen.— Taraarau, wieder wohlschmeckend
„gemacht werden können.
1ARA5, viel. Arä gawi, viele Arbeit. Arä olo, viele
Menschen. Olo arä, das Volk, die Menge.—Karä,
die Menge; alle. Pirä karäe rearm? wie viel seine
Menge dein Geld, = wie viel Geld hast du? —
Karäe kilau bitik sansaman, ihre Menge wie die
bitik und sansaman, (2. Sorten Ameisen, = sehr viel.)
Karä olo hong kalunen, alle Menschen in der Welt.
— Kakarä, sakarä, allesammt, alle zusammen. Ka-
karä ita olo Pulopetak labih duä kojan kabali, wir
Pulopetacker allesammt sind mehr als 2000 Fami-
lien. — Karäan, sehr viel. Karäan karä, sehr grosse
Menge. —- Mamparä, vermehren, hinzufügen. Käläh
duan äwen omba ita, mangat mamparä bitin ita,
nimm sie dass sie uns folgen, um unsre Anzahl zu
vermehren. — Pangkaarä, die meisten; am meis-
ten. Ai tä idjä pangkaarä rear, er hat das meiste
Geld.
•; " AREP, selbst, persönlich. Iä mamparugi arepe, er
* thut sich selbst Schaden.
ARIH, männlicher Name.
ARING, Freundinn, (nennen sich Frauen unter-
einander; Männer untereinander: ulä.) Aku bara
aring dengae, ich bin gut befreundet mit ihr. —
Haring, mit einander befreundet sein.
ARING pahä, ein Baum, wird sehr gross; die
Borke schwärzlich; die Früchte fast als Pinang; von
der Borke macht man JEhang, einen schwarzbraunen
Färbestoff.
ARING, die übrigbleibenden Kohlen verbrannter
Leichen. S. apui.
ARIS, männlicher Name.
ARIT, - Gestalt. Huma tä bahalap arite, das Haus
hat eine schöne Gestalt.
AROH, karoh, Verhinderung, Störniss, viel Ar-
beit; zweifelhaft. Paham aroh aku, djaton tau omba,
ich hab viele Verhinderungen, (sehr viel zu thun,)
ich kann nicht mitgehn. Benang duäduä tä baha-
lap, aroh aku manduae, beide Stücke Zeug sind
schön, ich bin zweifelhaft, welches ich nehme. —
Aroaroh, einige Verhinderung, etwas ungewiss. —
Afaro/t, mangaroh, hakaroh dengan, stören, verhin-
dern, beunruhigen. 7Ela maroh iä, arä gawie, stör
ihn nicht, er hat viel zu thun. — Maromaroh, mang-
an garoh, ein wenig stören. — Haaroaröh, haka-
karoh, immer stören. — Pangaroh, der immer stört;
und i. q. aroh, Verhinderung, Hinderniss.
AROAß.OI, s. maroi.
AROI, männlicher Name; (gross, geräumig.)
AROK, das eingesteckt, fest eingestopft sein. Pa-
ham aroke, batisa isut, sehr sein eingesteckt sein
(z. B. ein Stock in die Erde,) es bleibt nur etwas
über, (nur etwas steht noch hervor.) — Has besäi
aroarok kudjang, wohlan, rudert als einsteckend ku-
djang, (eine Pflanze, welche beim Pflanzen sehr tief
eingesteckt wird; also: steckt die Ruder tief ein,
rudert tüchtig.) — Marok, harok dengan, einste-
cken , einstopfen. Marok lengä hong lowang, die Hand
in ein Loch stecken. — XaaroaroÄ;, lange Zeit ein-
steckend. Haaroarok, oft einstecken. — Taraarok,
können eingesteckt werden, (kann sich sowohl auf
das Loch als die Hand beziehn.) — Parok, hinein-
gerathen, unabsichtlich in etwas gesteckt werden.
Paingku parok lowang, mein Fuss gerieth (trat, fiel)
in ein Loch. — Paarok, pamarok, der gern einsteckt.
ARUT, ein aus verschiedenen Planken gemachtes
Boot; (aus einem Baumstamme: djukong.) Die ver-
schiedenen Arten siehe unter: bagiwas, basäian, kalu-
lus, pangku, talamba. — Harut, ein Boot haben;
in einem Boote fahren. — Bakarut, in eignem Boote
reisen, (nicht mit anderen zusammen.) Aku halisang
liaiak Timbong, tapi aku bakarut, ich gehe mit
Timbong zusammen auf Reise, aber ich gehe in
meinem eignen Boote.
ASA, das Schleifen, Schärfen; das geschliffen sein;
Schärfe. Toh paham kanjihi pisau, ombet asae, jetzt
sehr die Schärfe des Messers, genug sein geschliffen
sein. — Tepa kea menteng aso tä, paham asae,
endlich doch ist der Hund tapfer, sehr sein geschlif-
fen sein, = er ist oft mit auf Jagd genommen, an-
gemuntert, angehetzt. Tepa kea iä masawä awi pa-
ham asae, endlich heirathet er doch, durch sein be-
ständig Schleifen, = hat überall angefragt, sich auf-
gedrungen. — Masa, hasa dengan, schleifen. Masa
arepe dengan olo, sich jemanden aufdringen. — Haa-
saasa, oft, lange schleifen. — Taraasa, geschliffen
werden können. — Paasa, pamasa, der alles schleift;
p. arepe, der sich immer aufdringt. — Kasa, das
gegeneinander reiben (von 2, gleichartigen Gegen-
ständen, Eisen an Eisen, Holz an Holz, Stein an
Stein, z. B. 2. rauhe Steine, welche man dadurch
zu glatten Schleifsteinen macht;) das sich aufdrin-
gen. — Hakasa, sich aneinander reiben (z. B. 2. durch
den Wind geschüttelte Bäume.) — Mangasa, hakasa
dengan, an einander reiben, schleifen, (z. B. 2. Mes-
ser.) — Asaasa, aufdringlich, dringend, anhaltend.
Asaasa iä blaku pakanan intu aku, anhaltend und
dringlich bittet er mich ihm zu essen zu geben.
AS AI, der Name eines sehr tapfern Sangiang; sein
Haar ist feurig; seine Schienbeine sind scharf als ein
Messer, wenn er die Wälder durchschreitet, werden
alle Bäume dadurch niedergefällt; auf seinem Hute
stehn als Schmuck 7. Handiwongbäume. Er ist der
djurubatu des Tempon telon (i. e. welcher auf dem
Schiffsschnabel von dessen Schiffe steht,) und des-
sen pangkalima, Vorfechter.
ASAL, wofern, wenn. Alo aku häka, brangaitä,
asal aku ontong, obschon ich ermüdet werde, das
macht nichts, wenn ich nur Vortheil habe.
ASAL, Geschlecht,; Gewerbe; Eigenschaft. Puna
asale bara tatoe pintar, er stammt aus einem Ge-
p
—I—


ASI—ATA.
ASA—ASL
16
schlechte, welches von den Vorfahren her weise ist.
— Puna asal ita malan, unser eigentlich Gewerbe
ist der Ackerbau.
AS AN, Freude, Hoffnung. Asangku iä matäi, es
wird mich erfreuen, wenn (oder auch: ich hoffe, dass)
er stirbt. — Masan, sich über etwas freuen; etwas
hoffen. TEla masan olo pähä, freue dich nicht über
das Unglück anderer. — Asan, männlicher Name.
ASANG, Feinde, welche in Masse, zu offnem Kriege
kommen; (kleinere Streifcorps: kajau.) — Männli-
cher Name. — Asang tunggo bakalepah bahata, der
Feind belagert, es geht zu Ende der Proviant, (sagt
man, wenn Gäste zu lange Besuche machen.) — Ma-
sang, bekriegen. — Hasang, mit einander im Kriege
sein. — Hahasang, hasahasang, einander beständig
bekriegen. — Haasaasang, fortwährend bekriegen. —
Taraasang, bekriegt werden können. — Paasang,
pamasang, der immer bekriegt, kriegssüchtig. —
ASEK, eine Art Lineal, gebraucht beim Flechten
der Netze.
[falt ASEM, kamasem, Säure. — Tamarinde, (doch mehr
kamal genannt.) — Eine der Mangga gleichende
essbare Frucht. — Masern, sauer; unfreundlich.
Masern baue, er macht ein sauer Gesicht. — Ma-
masem, masemasem, säuerlich. — Ba?'amasem, alle
sauer. — Pangkamasem, am sauersten.
ASENG, ei freilich, wie könnte es; (nur antwor-
tendgebraucht.) Ampim bahalap bewäi, djaton ka-
pähä. Asenge dia, kutoh kapähängku. Es scheint
mit dir gut zu gehn, du hast keine Noth. Wie sollte
es nicht, viel meine Nöthe.
ASENG, (bas. Sang= tahaseng,) Äthern. Palakuan
, aseng pandjang, um langen Äthern (Leben) bitten.
, y ASEP, Rauch. — Aseasep, als Rauch; ein bischen
/f/^raucken. Narai talo idjä aseasep, was raucht da? —
Hasep, rauchen. Kaju toh djaton hasep, dies Holz
raucht nicht, = giebt keinen Rauch. Hasep kalaite,
kikähe, sein Zorn, seine Frucht ist gross, heftig.
Hasep aughe mawi aku, er schilt mich heftig. —
Masep, hasep dengan, beräuchern. Masep njamok,
Mosquitos durch Rauch vertreiben. — Haaseasep,
oft, lange beräuchern, wegräuchern. — Paasep, pa-
masep, der oft, alles beräuchert.
ASI, Gunst, Gnade, Erbarmen; Wohlwollen,
Mildthätigkeit, Güte. Toto kasalangku, aku blaku
asi bewäi intu ikau, gewiss ich habe Schuld, ich
bitte dich nur um Gnade. — Paham asie deng-
angku, gross seine Güte (Mildthätigkeit, etc.) gegen
mich. — Masi, hasi dengan, (im Imperat. neben asi
auch pasi,) sich erbarmen, günstig sein, helfen. Pasi
aku, erbarme dich meiner. — Hasi, einander ge-
wogen sein, helfen. — Hahasi, hasihasi, einander
stets helfen, etc. — Haasiasi, sich oft, immer er-
barmen, etc. — Taraasi, begnadigt, begünstigt etc.
können, mögen werden. — Kasi, kaasi, Elend, jäm-
merlicher Zustand. — Paham kasi olo tä, der Mensch
ist in grossem Elend. — Pasi, Jammer, o Jammer.
— Pasi olo tä, paham kapähäe, Jammer der Mensch,
gross sein Schmutz. — Paasi, pamasi, gnädig, gern
sich erbarmend, helfend. — Pangasi, asiasi, ngasi-
ngasi, elend; bedauernswerth. Ikäi toh belom pa-
ngasi, wir haben ein elendes Leben.
ASIL, Ertrag; Einkommen; Steuer. Terai itama-
lan, djaton asile liindai, lasst uns auf hören mit dem
Ackerbau, es giebt keinen Ertrag mehr. — Asil ita
akan Rasdin limä suku genep kabali, unsre Steuer
an den Residenten 5. halbe Gulden jede Familie.
ASIN, männlicher Name; (im Bandjarschen: Sal-
zigkeit.)
ASTP, das geschöpfte, (Wasser.); das geschöpft,
voll geschöpft sein. Djetoh asipku nah, djetä danum
helo, dies ist mein Geschöpftes so eben, (Wasser
welches ich so eben gesell, habe,) jenes ist früheres
(i. e. schon lange gesch.) Wasser. — Masip, Wasser
schöpfen; liasip dengan, masip, etwas vol Wasser
schöpfen. — Taraasip, können voll geschöpft wer-
den; irrthümlich vollschöpfen. — Paasip, pamasip,
der gern, oft Wasser schöpft. (S. auch sipan.) Q 1
ASO, Hund. (Auch als Scheltwort gebraucht.) Aso-/*^'/
aso, als ein Hund; hündisch. Meto tä asoaso ampie, ■"'
das Thier als ein Hund seine Gestalt. Asoaso pra-
ngae, er hat ein hündisch Gemüth. Kaaso, Hündisch-
keit. — Haso, Hunde haben. — Maso, ansetzen,
anhetzen; als einen Hund gebrauchen. — Iä maso
aku bewäi, djaton bitie omba, er. setzt mich nur
immer an, er selbst thut nicht mit.
ASOH, sohan, das Ablaufen, (des Wassers,) das
einen Fluss herab kommen. — Bahali asoli sungäi
ita awi arä batang hong tumbange, mühsam das
Ablaufen unsres Flüschens, weil viele Baumstämme
in seiner Mündung liegen. Käläh ita mendäh asohe,
lasst uns warten bis er den Fluss herabkommt. —
Masoh, ablaufen, (Wasser;) herabrudern, herabkom-
men, (einen Fluss; bas. Sang.: mangasoh.) — Man-
sohan, masohan, (Passiv nur: insohan; bas. Sang..-
mangasohan,) etwas flussabwärts bringen, flössen.
Djewu aku mansohan ramongku, morgen will ich
mein Bauholz abflössen. — Mansohan burek, den
Schnupfen abflössen, = die Nase schnäuzen. — Ta-
raasoh, herabreisbar sein. Batangdanum Kapuas
djaton taraasoh katontoh awi bigal, man kann den
Kapuasstrom jetzt nicht hinabreisen der Räuber we-
gen. — Tarasokan, abgeflösst werden können. —
Pamasoh, jemand der den Fluss abkommt, oft ab-
kommt. Iä djaton pamaso, magon melai hulu su-
ngäi, er ist jemand der nie abkommt (aus dem
kleinen Flüsschen ins Dorf am grossen Flusse,) er
bleibt immer oben im Flüsschen, (in seinem Feld-
hüttchen.) — Pasokan, pansohan, der oft abflösst,
oft abkommen lässt. Rasdin djetoh pansohan ita,
dieser Resident lässt uns oft abkommen, (nach Ban-
djarmasin, um zu arbeiten, etc.)
ASOK, Rottan, welcher in die Enden der Matten
eingeflochteu wird, um denselben Halt, Festigkeit
zu geben. — Masok, Rottan einflechten.
ASUL, Mehrbetrag, Guthaben. Wenn ich z. B. 8.
Gulden schuldig bin, und bezahle mit Gütern die
10 G. werth sind: tä sakiping asule, dann ist es
1 kiping (2. fl.) Mehrbetrag, Guthaben. — AfaswZ,
den Mehrbetrag, das Guthaben bezahlen. ■— Taraa-
sul, der Mehrbetrag bezahlt werden können. Aila
manenga talo tä, lalau hai regae, djaton taraasul,
gieb das nicht, zu hoch sein Preiss, der Mehrbetrag
ist nicht auszuzahlen.
ATAK, ruft man alle Knaben, so lange ihnen
noch kein Bestimmter Name gegeben ist.
ATAP, ein grosser Rottan Korb, die Gestalt fast
als eine Zigarrendose.
ATAS, auf, (malaiisch, zu Zeiten für das daj.
hong in den folgenden Redensarten gebraucht:) Atas
aku tanggonge, auf mir ruht die Verantwortlichkeit.
Aku butang intu iä atas djandji palus rant.ep, ich
bin ihm schuldig auf die Bedingung gleich dicht, =
dass ich gleich Sclave bei ihm werde.
ATAU, weiblicher Name; (von tatau, reich.)
ATAWA, oder. Bapam atawa indum, dein Vater
oder deine Mutter. — Atawa . . ., atawa . . . ob, . ..,
oder . . . Atawa aku belom atawa aku matäi, aku
djaton parabalie, ob ich lebe oder sterbe, ich gebe
nichts darum.


AT7E—ATO.
ATO—AWA.
AT/EI, Herz, Gemiith; (im sittlichen Sinne; d.
Herz im Leibe: bantowong; jedoch: baun atäi, Herz-
grube.) Kapähä atäi, Herzeleid, Betrübniss. Angat
atäi, Meinung, Ansicht. — Iä dia atäi, er schämt
sich nicht. — 2Ela manduan atäi tagal aughe, nimm
nicht Herz wegen seiner Worte, — oder: äla man-
duan aughe akan isin atäim, nimm seine Worte
nicht ins Fleisch deines Herzens, = nimm sie nicht
zu Herzen, werde nicht betrübt darüber, beleidigt da-
durch. — Tjäh ikau, djaton atäi buam, pfui du,
nicht dein Herz und Nieren, = du schämst dich
nicht. — Iä hakotak tumon atäiku, er spricht nach
meinem Herzen, = spricht freundlich mit mir. —
Ikau bara atäi botong, bara daha danum, hapinding
lilin, du hast ein Herz als Botong, (schlechte, schmack-
lose Sorte Melone,) Blut als Wasser, Ohren von
Wachs, (sagt man zu trägen und widerspenstigen
Menschen.) — Baatäi, Herz, Muth haben.
ATEP, was man zum Schliessen gebraucht, Rie-
gel, Schloss; Thür; geschlossen sein etc. — Narai
indu atep human keton, kadjang atawa papan, wo-
von sind die Tliüren eures Hauses, von Blättermat-
ten oder Brettern? — Baatep, Tliüren haben. —
Ateatep, etwas, fast, beinahe geschlossen. — Matep,
hatep dengan, schliessen, zuthun. Matep matä, baun-
tonggang, die Augen, die Thür zuthun. Matep lowang,
ein Loch ausfüllen. — Matep sungäi, ein Flüsschen
schliessen, mit Pfählen zustecken, (um Fische zu fan-
gen; auch z. B. weil eine gefährliche Krankheit dort
herrscht.) — Matep perkara, eine Streitsache abma-
chen. — Matep augh olo, zu dem was jemand ge-
sagt hat das Fehlende hinzufügen, ergänzen. — Ha-
tep, eingeschlossen. ./Ewen belom hatep humae, sie
leben eingeschlossen in ihrem Hause, (lassen sich
nicht sehen.) Haateatep, oft, immer schliessen. —
Taraatep, geschlossen können werden; irrthümlich
schliessen. — Patep, von selbst, unabsichtlich ge-
schlossen. Bauntonggang patep awi riwut, die Thür
ist durch den Wind zugeschlagen. — Paatep, pa-
matep, der gern, alles schliesst.
ATI, (bas. Kahaian,) i. q. aton.
ATIK, männlicher Name.
ATJAK, ein Sangiang, Luftgott, von dem ich
nichts als den Namen erfahren konnte.
ATJI, künstlich, schön, fein. Tampan katil tä
atji haliai, die Bank ist sehr schön gemacht. — Matji,
hatji dengan, schön, fein, künstlich machen. —
Matji mandau, ein Mandau (Schwert) putzen, schlei-
fen, schärfen, es in guten Stand bringen. — Matji
arepe, sich schmücken, gut kleiden etc. (z. B. wenn
man Besuch erwartet.) — Haatjiatji, oft, lange schön
machen. — Taraatji, schön gemacht etc. werden
können. — Kaatji, das gut in Ordnung sein. —
Paatji, pamatji, der alles schön macht, in gute
Ordnung bringt. — Pangatjiatji, pangaatjiatji, alle
schön, in guter Ordnung, etc.
ATOH, Ueberlegung; Rath. — Dia buali atoli
awim, djetä mimbit ita päliä, es ist nicht wohl über-
legt (auch angerathen) durch dich, das macht uns
unglücklich. — Atoh amak, das eine Matte zu machen
beginnen, (wobei man überlegen, den Plan fürs
Ganze machen muss.) — Matoh, überlegen; Rath
geben; in Ordnung bringen, beschicken. — Karäh
aku matoh helo kilen patut gawin ita, warte, ich
will erst überlegen was wir thun müssen. — Iä tä
batokäi matoh perkaran humae, er ist geschickt zu
beschicken die Sachen seines Hauses = versteht
Haus zu halten, sein Haus zu regieren. — Matoh ma-
ngalagai augh, Rath geben. — Matoh ngagalan anake
masawä, eine Frau für seinen Sohn suchen. — Ma-'
tob amak, eine Matte zu flechten beginnen. — Ha-
toh, mit einander überlegen. — Haatoatoh, oft, im-
mer überlegen, etc. — Pamatoli, paatoli, der gern
überlegt, etc.
ATOI, männlicher Name.
ATOK, männlicher Name.
ATON, sein, (esse), da ist, es ist; haben; leben,
Aton iä liong huma, ist er im Hause? Aton, er ist.
(Ja.) — Iä aton arä rear, er hat viel Geld. — Pesae
aton bihin, bahalap lewun ita, während er lebte
früher war unser Dorf schön. (Aton wird sehr selten
im Dajakschen gebraucht.) — Kaaton, das Sein; d.
Besitzen. — Aton ramom? Narai talo kaat.oe! Hast
du Güter? Was Dinge seines Seins! (Nein! Was
sollte ich haben!) z -z' t
ATOR, pator, Anklage; Beschuldigung; Verrath.
./Eia kanaha atorm, amon hindai batantu, nicht,
leichtfertig deine Anklage, wenn es noch nicht ge-
wiss ist, (dass etwas gethan ist, oder wer es getlian
hat.) Awi atore tä aku buah hukum, durch seinen
Verrath (seine Intriguen) wurde ich gestraft. — Ma-
tor, anklagen; verrätherisch handeln, intriguiren.—
Hator einander anklagen; hahator, hatohator, ein--
ander immer anklagen. — Taraator, angekl. werden
können. — Paator, pamator, der gern anklagt.
ATORAN, i. q. atoh.
AU AU, s. karau.
AUGH, Wort, Bericht; Gespräch; Stimme, Geläut.
Lalehan kamangat augh burong lietä, gross die An-
muth der Stimme (= des Gesanges) des Vogels
dort. Narai augh hetä? kilau blawau, was ist dort
für ein Geräusch? als ob Mäuse dort sind. — Ki-
len aughe dengam, wie seine Worte zu dir, == was
hat er dir gesagt? — Narai aughm imbitm, was für
Bericht bringst du? — TEla ikau humong gawim,
indu augh olo igh ikau, mach keine dumme Streiche,
du wirst nur zum Gespräch (Gespött) der Men-
schen. — Baaugh, bara augh, ein Wort haben, et-
was zu sagen haben. (S. auch liamauh.)
AUR, daur, viele und dringende Geschäfte haben,
pressirt sein; in Bewegung, Gährung sein; rathlos
sein. Aku djaton tau omba ikau, aur aku, ich kann
nicht mit dir gehen, ich habe viele und dringende
Geschäfte. — Äur (noch stärker: aur biro) lewu awi
brita asang, das Dorf ist in unruhvoller Bewegung
durch die Nachricht dass Feinde kommen. — Aur
(daur) aku awi talo tä, djaton tawangku idjä kwe
indu intih, ich bin ratlilos der Dinge wegen, ich
weiss nicht welches ich wählen soll. — Auaur, da-
daur, daudaur, ziemlich pressirt sein, etc. — Ba-
raaur, alle pressirt sein. — Maur, stöhren, lästig
fallen, in Unruhe bringen. jEla maur aku, djaton
miar gawingku, stöhre mich nicht, sonst geht meine
Arbeit nicht voran. — Haur, einander stöhren,
beunruhigen. — Haauaur, oft immer stöhren, etc. —
Taraaur, gestöhrt werden können, mögen. — Kaur,
kaaur, Stöhrniss, Unruhe. — Paaur, pamaur, der
oft, alle stöhrt, etc.
AWA, ngawa, (weiter als awa,) flussabwärts; (das
Gegentheil von adju.) — Aioaawa, ein wenig fluss-
abwärts. — Alle Ableitungen wie bei adju.
AW AI, eine Pflanze, fast als ein Pisang, aber die
Frucht ist bitter, nicht essbar. Die Kerne der Frucht
trägt, man als Perlen um den Hals.
AWAN, Narbe; Fussstapfen. — Männlicher Na-
me. — Awan himang, Narben von Wunden. Awan
bawoi, Fussstapfen von Schweinen. / / j
AWANG, welche, die, (relatives Fürwort, wird : ggj
gebraucht, wenn das Subject im Plural steht, und
nicht genau bestimmt ist; sonst: idjä.) Olo handiai
3


18
Aw A—AW l
AW I—A WO.
awang bong kalunen, alle Menschen, welche in der
Welt.
AWANG, Schale, Schelle, (von Früchten, etc.) —
Häuschen der Schnecken, Muscheln. — Baawang,
solch ein Häuschen haben.
AWAR, (bas. Sang. = ampong,) Trost, Tröstung.
Awar karendem, Trost für das Innere.
AWAT, Hülfe, Rettung. — Männlicher Name.
Djaka dia awate, rusak aku, wenn nicht sein Ret-
ten, verloren ich, = ich wäre umgekommen, wenn
er mich nicht gerettet hätte. — Mawat, hawat de-
ngan, helfen, retten. — Mawat olo buseng, Ertrin-
kende retten. — Hawat, einander helfen; liahawat,
hawahawat, immer einand. helfen. — Haawaazvat,
immer, oft helfen. — Taraawat, geholfen können,
mögen werden. — Paazvat, pamawat, hülfreich. —
Pangaivat, nennt man die Jagdhunde, welche dem
besten, tapfersten (kapala) zur Hülfe mitgegeben
werden.
AW AU, anak awau, Säugling. Als zärtliche Be-
nennung, oder auch bestrafend auch zu Erwachsne-
ren gesagt. Gawim kilau anak awau, du beträgst
AW/E, i. q. äwe: (awä wird selten gebraucht.)
AW/E, schwarze Blättern; (eine tödliche Krank-
heit.)
AWjEAWjEI, mawäi, baraawäi, sehr lang, unge-
wöhnlich lang. Mawäi pai lengäe, seine Hände und
Füsse sind ungewöhnlich lang. — Kamawäi, unge-
wöhnliche Länge.
AWiEI, vorläufige Wand, (nur lose Blätter, etc.)
Humangku hindai hadinding toto, baja aton awäie,
mein Haus hat noch keine rechte Wände, erst vor-
läufige.
AWEN, (selten gebraucht,) i. q. äwen.
AWI, durch, weil, um, wegen. Basara tob djaton
tau putus djaka dia awi Rasdin, diese Sache kann
nich geschlichtet werden äusser durch den Resi-
dent. — lä imukul awie marajap, er wird geschla-
gen, weil er Böses gethan hat. — Kapähä toll buali
aku awi keton^ dies Unglück trifft mich euren twegen.
AWI, eigentlich der Imperativ von mawi, thun,
wird gebraucht um den Imperativ der Verben zu
bilden. Awi mamukul iä, schlag ihn. — Mawi, hawi
dengan, thun, machen, verfertigen, verursachen, stra-
fen, schlagen, angreifen. — /Ewe djari mawi tä, wer
hat das gethan? .Ewen mawi arut, sie verfertigen
Boote. Mawi basara, einen Process anfangen. — Iä
mawi dusa akan ita, er macht uns Busse, == ist
Ursach dass uns Geldbusse auferlegt ,wird. — Iä
mawi aku, er schlägt mich, auch: greift mich an.—
Mawi rear, Geld verdienen. — Koangku mawi iä,
ich sagte machte ihn, = zu ihm. — Mawi ikau,
arä panatau, du bist glücklich, hast grossen Reich-
thum. — Mawie, mawi iä, (mach es), wohl, gut.
Aku handak halisang. Mawie. Ich will auf Reise
gehn. Wohl. (Es ist gut.) — Hawi, auf der That;
einander anfallcn. schlagen. /Ewen kadapatan hawi,
sie sind auf der That ertappt; (gewöhnlich von Un-
zuchtssünden.) — Haawiawi, olt, lange machen,
etc. — Taraawi, können gethan etc. werden; irr-
thümlich thun. — Kamaioi, das Gemachte, Erwor-
bene, Vortheil, Gewinn. Paham kamawie njelo toh,
labih äpat kojan impatäie, gross sein Vortheil dieses
Jahr, mehr als 4000 (seil. Gantang Reiss) hat er ge-
tödtet, i. e. geerndtet. — Pamawi, der gern, oft
macht, anfälli, straft. — Gawi, das Thun, Machen,
That, Arbeit; Fest. Narai gawim? was thust (machst,
arbeitest) du? auch: was für ein Fest giebst du?
Papa gawie; t.ikas gawie manakau; böse sein Thun,
die Glänze seines Thuns (er tliut nichts als) steh-
len. — Dia gawigawi, gar nicht, zu nichts. Dia ga-
wigawi liapan tä, man kann das (oder ihn) zu
nichts gebrauchen. — Djaton gawingku dengae, ich
habe nichts damit zu thun, (es geht mich nichts
an.) — Bagaivi, arbeiten; ein Fest geben. — Mang-
gawi, abarbeiten, verfertigen; ein Fest für jemand
geben, (z. B. Opferfest für Todte, Kranke.) Hu-
mangku djaton djari, aku haban, djaton olo mang-
gawie akangku, mein Haus ist noch nicht fertig,
ich bin krank, und ich habe niemand der es für
mich abarbeitet. — Hagawi = hawi, einander schla-
gen. — Hagagawi, hagawigawi, anhaltend an etwas
arbeiten. — Taragawi, gemacht werden können. —
Panggawi, Arbeit, Werk; der gern arbeitet, arbeitsam.
AWIS, ein Tragband welcher um die Stirn ge-
than wird, äusser den Riemen die um die Schul-
tern her gehen; gebraucht bei schweren Lasten,
welche man auf dem Rücken trägt. — Hawis, awis
haben, gebrauchen. — Mawis, awis an etwas machen.
AWIT, kaawit, das gekrümmte, gebogene; Krüm-^
mung; d. gekrümmt, gebogen sein. — Kawit, ein
Haken. — Mawit, krumm sein, hakig. Antang ma-
wit totoke, der Vogel Antang hat einen hakigen
Schnabel. — Awwzum?, kakawit, kawikawit, ein bis-
chen krumm, gebogen. — Bakawit, einen Haken ha-
ben. — Pangkaawit, am krummsten; baraawit, alle
krumm. — Mangawit, bakawit dengan, etwas ha-
ken, mit einem Haken ziehn. Baliali mandai, kä-
läh mangawit bua bewäi, mühsam hinauf zu stei-
gen, hak die Früchte nur ab. — Mangangawit, ma-
ngawingawit, ein bischen, etwas haken. — Hakaka-
ivit, hakawikawit, oft, immer haken. — Hakawit,
2. oder mehrere Menschen ihre Kinder sich gegen-
seitig heirathen lassen. Ewen tä djari hakawit, sie
haben ihre Kinder sich lassen unter einander verhei-
rathen. — Hakawit augli, etwas im voraus abma-
chen. Kwäka aku tau manang, iä djari hakawit
augli dengan mantir, wie kann ich gewinnen, er hat
die Sache bereits mit dem Häuptlinge abgesprochen.
Kawitkawita, verschwägert, (ganze Stämme.) Itakawit-
kawita dengan olo Kapuas, wir sind verschwägert
mit den Kapuasern; (pflegen einander zu heirathen.)
— Mangawitan, hakawitan dengan, mangabitan, et-
was an einem Haken aufhängen. — Tarakawit, kön-
nen gehakt werden; irrthümlich haken. —Pangawit,
der gern etwas hakt. -— Sangkawit, festgehakt. Djala
sangkawit kaju, das -Fischnetz ist an einem Baum-
stamme festgehakt. — Sangkawit liuange, das Ge-
mütli festgehakt, (gefesselt, z. B. an einem Platze
wo es angenehm ist.) — Manjangkawit, jemand oder
etwas festhaken, zurückhalten. Duhi manjangkawit
klambingku, Dornen haken mein Kleid fest.
AWO, (bas. Sang. = liau) abgeschiedene Seele.
AWOH, kleine hölzerne Puppen, die unter Zau-
bersprüchen gemacht werden. Hasst man jemand,
dann bestreut man diese awoh mit Reis, und be-
schwört sie; drauf gehen die gana, Seelen, dieser
Puppen hin, und machen den, welchen man hasst,
krank.
AWOK, i. q. awau.
AWONG, das abgekratzt werden der Bienennester
von den Zweigen an welchen sie hängen. Sala
awonge, arä tapise balihi, verkehrt sein abgekratzt
sein, viel vom Neste ist sitzen geblieben. — Ma-
wong, liawong dengan, Bienennester abkratzen. —
Taraawong, abgekratzt können werden. — Pama-
wong, der d. Abkratzen verstellt.


.33.
/E, EH, hör auf! — yE, äla ikau niawi aku,
hör auf, schlag mich nicht.
yEBAEBAR, i. q. abeaber.
EBEK, Blättcrwände an der Kammer eines Boo-
tes. — Mäbek, solch eine Kammer in einem Boote
machen. — Häbek, bara äbek, solche Wände ha-
ben. (Bretterwände: dinding.)
EBES, Schweiss. Naha sah äbesku, paham lason
andau, es strömt ab mein Schweiss, gross die Hitze.
Rear patäi äbesku, Geld durch meinen Schweiss
(= sauer, ehrlich) erworben. — Bäbes, schwitzen. —
Babes mandoi, schwitzen baden = sehr stark schwit-
zen. — Mambabes, schwitzen machen. — Pambäbes,
der leicht, oft, stark schwitzt. — Babäbes, bäbebä-
bes, ein bischen schwitzen.
yEDAyEDAR, sehr breit, (nur von getrocknetem
Fisch und den weiblichen Schamthcilen gebraucht.)
— Baraädar, alle sehr breit. — Kaädar, Breite.
EH ANG, eine dunkelbraune Farbe, wird aus der
Borke vieler Bäume gemacht; die Borke wird ge-
stampft, und dann 10. Tage in Wasser gelegt; man
bestreicht. Boote, Pfosten der Häuser etc. damit; die
Farbe verschiesst schnell. — Mäliang, mit äliang be-
streichen. Haähaähang, oft mit ähang bestreichen. —
Taraahang, mit. äh. bestrichen werden. Gitangku
djaton taraäliang arut amon dia aku, olo beken dja-
ton nahuang; ich sehe, das Boot wird nicht bestri-
chen mit äliang, wenn ich es nicht thue, andere ha-
ben keine Lust (es zu thun.) — Pamahang, paä-
harig, der oft mit ä. bestreicht.
EHAT, Gewicht; (nur von Gold gebraucht.)
Pirä ähat bulau tä, wie viel ist das Gewicht des
Goldes? (s. behat.)
EHEI, (Bas. Sang. = ant.jap) kräftig, tüchtig.
Ehäi bara äliäi ngangkaju adjong, rudert kräftig das
Schiff.
EHET, Leibband. — Ilaähet, ein Leibband ha-
ben, tragen. — Mähet, ein Leibband umbinden.
./EKA, uka, Platz; Wohnplatz. Bahalap äka toh,
dies ist ein schöner Platz. Hong kwe äkam, wo
wohnst du? Olo toh äka pampaitku bihin, dieser
Mensch der Platz meines Sendens früher, = durch
ihn habe ich es gesandt. — Iä äka buangku, er der
Platz meines Innern, = ich habe ihn lieb. — Kwe
äka, kwäka, (wo der Platz,) wie kann, wie sollte;
nein. Kwe äka iä mandohop aku, wie sollte er mir
helfen! Omba ikau? Kwäka! Gehst du mit? Nein.
— Djaton äka inan pikirku hindai, nicht Platz ge-
legt werden meine Gedanken noch, = jetzt weiss
ich keinen Rath mehr. (S. auch kaleka.)
yEKyEI, das getrocknet sein, (im Sonnenscheine.)
Duan paräi bewäi, ombet äk'äie, hol den Reiss nur,
genug sein getrocknet sein. (Man legt den Reiss zu-
vor in den Sonnenschein, wenn man ihn durch
Stampfen enthülsen will.) — Bäkäi, bakäkäi, ge-
trocknet. Pundang lauk tä djaton toto bäkäi, ma-
ram, der trockne Fisch ist nicht gehörig getrocknet,
er fault. — Mäkäi, häkäi dengan, hakäkäi dengan,
trocknen. — Taraäkäi, getrocknet, werden können;
irrthümlich trocknen. — Paäkäi, pamäkäi, der gern,
oft trocknet. — Käkäi, das getrocknet werdende,
(vorall von dem im Sonnenscheine ausgebreiteten
Reiss gebraucht, welchen man stampfen will.) Hau,
manok maroboh käkäi ita, och, die Hühner fallen
überunsern zum trocknen ausliegenden Reissher. —
Olo bawi tä kilau paräi käkäi totok batang, die
Frau ist als Reiss getrocknet werdend auf dem Ende
der Flösse; (vor jedem daj. Hause liegt eine Flösse
auf dem Flusse;) = sie ist leicht zugänglich, leicht-
fertig. — Mangäkäi, ausgebreitet sein, bedecken.
Bahalap tanah tä, baras mangäkäi hapus djalan,
schön das Land, Sand bedeckt alle Wege == cs ist
kein Morast wie zu Pulopetak. — Mangakäan, ha-
kakäan, ausbreiten, (um zu trocknen.) Iä mangakäan
klambie liong dinding, basa bisa, er breitet sein
Kleid an der Wand aus, (hängt es ausgebreitet an
die Wand,) weil es nass ist. — Hakakäakäan, oft,
lange Zeit ausbreiten. — Kakäan, das ausgebreitet
sein; ein Gestell etc. worauf man etwas zum trock-
nen ausbreitet.
EKOT, Rundung, Krümmung; krumm. Pisi dja-
ton bahalap äkote, die Fischangel nicht schön ihre
Rundung. — Ekoäkot, mäkomäkot, etwras krumm,
gebogen. Karä tundjoke äkoäkot awi sansara, alle
seine Finger sind gekrümmt durch die Krankheit San-
sara.— Kamäkomäkot bamäkomäkat, immer krumm
gekrümmt.— Mäkot, rund, gebogen; mäkot, häkot. de-
ngan, rund biegen; klein beigeben, demüthig. Bihin
ikau paham kadjohom, toh limbah intakan olo mä-
kot ikau tinai, früher du gross dein Trotz, jetzt,
nachdem angefallen (gestraft) durch Menschen demü-
thig du wieder. Haäkoäkat, oft, lange rund biegen.—
Taraäkot, taräkot, rund gebogen werden können; irr-
thümlich rund biegen. — Paäkot, pamäkot, der
gern, alles rundbiegt.
ELA, nicht,, (verbiethend; sonst: dia, djaton.)
yEla ikau bahanji madja humangku, wag nicht mein
Haus zu besuchen. •— yEla diadia, nicht nicht =
es muss durchaus.
• .zELANG, geschlagen, (mit Holz, stumpfen Eisen,
etc.) Aso matäi älang olo, der Hund ist gestorben,
geschlagen durch Menschen. — Ikau bagawi kilau
aso älang, du arbeitest wie ein geschlagener Hund,
(läufst, gleich wieder von der Arbeit.) — Malang,
hälang dengan, heftig, unbarmherzig schlagen. Mä-
lang njamu, njamu klopfen. (Njamu eine Sorte sehr
weiches, faseriges Holz, woraus man durch Klopfen
eine Sorte Zeug bereitet.)— Hälang, einander schla-
gen, klopfen. — Haälaälang, oft, anhaltend klopfen.
— Taraälang, geklopft werden können. — Paälang,
pamalang, der gern schlägt, klopft.
ELE, bereits, bereits geschehen; hinreichend.
Paham aku manonggo anakku, kwäka, älä djari iä
marajap, ich habe mein Kind aufs beste bewacht,
was hilft es, bereits hat es gehurt. Lalchan petok
klambin, älä penang, gross das Loch in deiner Jacke,
hinreichend (um hindurch zu stecken) den Arm!
EOEUT, gemächlich, faul. Manandjong äoäut,
mimbit bitie bewäi, er geht gemächlich, bringt seine
Person nur, (i. e. er trägt nichts.) — Baraäut, alle
gemächlich.
.zEPAT, vier. Epat pulu, 40; äpat rekor, 24;
äpatwalas, 14. — Epat kabawak huma, 4. Stück
Häuser. — Käpat, käpat andau, 4. Tage; andau
äpat,, der vierte Tag. Hangkäpat minggo, 4. Wochen ;
äpat bulan, 4. Monate.— Mäpät, ein jeder 4; hei
vieren. — Häpät, hahäpat, häpahäpat, auf jeder
Seite 4. Arut. papan häpat, ein Boot, welches auf
jeder Seite aus 4. Planken besteht. — Hangkäpat
kuman idjä andau, 4. mal täglich essen.
.EPAU, ein Säckchen, welches man an einem ums
Leib gewundnen Gürtel trägt; man bewahrt Kost-
barkeiten darin. — Häpau, baäpau, ein äpau haben,
tragen.


/EWA—BAB.
20 ASPO—2ETO.
st A: /EPOK, klein länglich Rottankörbchen, mit einem
— ...— i Deckel. -— Häpok, baäpok, ein äpok haben, ge-
brauchen.
/ERA, i. q. aba; dieselben Ableitungen. (Aba wird
mehr gebraucht.) — Weiblicher Name.
/ERA/ERAT, hart, dröhnend, (Geläut.) Djaton tau
ikäi mahining augh olo beken, awi auglim äraärat,
wir können die Wolle der andern nicht hören durch
dein lautes Sprechen.
/ERANG, kaju ärang, ein Baum im Sangiang-
lande; sein Holz ist ein Zaubermittel um reich zu
werden.
/ER AU, ein sehr fauler Kerl, welcher vor längerer
Zeit zu Pulopetak lebte; er wusste durch List eine
reiche Frau zu erhalten, deren Vermögen er aber
auch bald durchbrachte; von ihm ist noch das
Sprichwort: ikau belom barut puron kilau /Erau,
du lebst gebrauchst als Boot eine Schlafmatte, wie
/Erau, = liegst und schläfst statt deinen Geschäften
nach zugehn.
/ER/E, das Plagen, (mit Worten.) Awi ärän olo
iä manangis, er weint weil man ihn plagt, (vexirt.)
— Märä, liärä dengan, plagen, bange machen. —
Härä, einander plagen. — Haäräärä, beständig
plagen. — Taraärä, geplagt, bange gemacht werden
können. — Paärä, pamärä, der gern plagt, bange
macht.
/EREP, ganz bedeckt. Paham baunandau, ärep
langit, dicke Wolken, ganz bedeckt der Himmel.—
Märep, ganz bedecken. Ikau mambirang benang
märep karong, du breitest das Zeug aus, bedeckst
die ganze Kammer. —- Taraärep, ganz bedeckt wer-
den können. — Tanangku djaton taraärep, pahalau
lombah, mein Feld kann nicht ganz bedeckt =
nicht ganz bepflanzt werden, es ist zu gross.
-ESAjESAK, trotzig, hochmüthig sprechen. — Ta-
kan, murah bewäi aku mawi tä. jEla ikau äsa-
äsak, karäh ikau mangkemä bahali gawi tä. Ei was!
es wird mir ganz leicht sein das zu thun. Sprich
nicht so trotzig, du wirst erfahren die Arbeit ist
schwer. •— Mäsak arepe, sich trotzig zeigen, betragen.
/ESAN, männlicher Name.
/ESO , Enkel, Kleinkind. Auch überhaupt ver-
trauliche Benennung für jüngere Personen. — Mäso,
Enkel haben. Kwäka iä tabela, djari manak mäso,
wie sollte er jung sein, er hat schon Kinder und
Enkel! Iä djari handuä mäso, er hat schon Klein-
kleinkinder, = seine Enkel haben schon Kinder. Häso,
mit seinem Enkel. Koä häso, wir beiden mit Enkel,
= ich und mein Enkel.
/ESOI, das Niesen; Ausruf gebraucht beim Niesen.
/ETA, Rcisskörner welche mühsam zu enthülsen
sind. — Lalehan kadiam tempä, kutoh ätae imbitm
buli huma , sehr faul hast du gestampft, viel Reiss
in Hülsen bringst du zurück ins Haus. — Uebrigens
ist just solcher Reiss sehr gut; daher: balialap pa-
l'äim, uras ätaäta ampie, gut dein Reiss, alle als äta
seine Gestalt. — Aku mahamen marak olo lietä,
olo uras ätaäta, aku naniha bewäi, ich schäme mich
unter den Menschen, sie alle ansehnlich, ich allein
gering.
/ETENG, männlicher Name.
, was man trägt, Last. Lalehan karä ätom,
-wäs trägst du viel! — Mäton, liäton dengan, tragen,
wegtragen, stehlen, bringen. /Ewe mäton kaju tä?
wer trägt das Holz ? Ikau mäton utang sili akangku,
du bringst mich in Schulden. — Aku mäton arepku
buli human amaku, ich trage mich selbst zurück
ins Haus meines Oheims, (= mich und das Meine:
ich ziehe zu ihm.) Narai guna ikau blaku dohop
ct
r'"
p /Lu X JuXl'J
Z-/ j’fi' ’
» —■ -tvSs trägst
intu iä, mäton aughe igh ikau karäh, was nutzt es,
dass du ihn um Hülfe bittest, tragen seine Worte
nur du wirst, = du wirst nur gescholten werden.
Mäton aughe bewäi paham, tapi djaton toto bahanji,
er spricht nur sehr trotzig und drohend, aber er ist
nicht wirklich muthig. — Wie das letzte Beispiel
schon zeigt, heisst mäton oft auch : sehr, ungemein, —
jedoch ist dann immer ein Aber dabei. Mäton ka-
halap batang bewäi enjoh tä, tapi djaton mamua,
sehr die Schönheit des Baums, die Kokospalme, aber
sie trägt keine Früchte. — Haätoäton, anhaltend
tragen. — Taraäton, getragen werden können; irr-
thümlich tragen, wegtragen. — Paäton, pamäton,
der gern trägt, gut tragen kann; der oft (Zank,
Schulden etc.) auf andre bringt.
?EWAII, ein langes, schmales Stück Zeug, welches^?
die Männer ums Mittel des Leibes winden; das ‘/Z74*
einzige Kleidungsstück der meisten Männer. — Mä- -A—1
wah, jemandem eine äwah umthun; schmal aber
lang. Tanangku mäwah, mein Feld ist schmal aber
lang. — Häzoah, baäwah eine äwah tragen. Benang
akan telo lcäwah (kaäwah,) Zeug für 3. Stück äwah.
AEWANG, i. q. awang.
.ZEWE, wer? welcher? JEwe olo tä, wer ist der
Mensch ? TEweäwe , wer auch , wer immer , jeder.
Aiweäwe idjä malawan prentahku, tawan, mamangae,
wer meinen Befehlen widersteht, fang ihn, schliess
ihn in den Block.
jEWEN, sie, (Plural des pers. Pronom, der 3en.
Person.) Koangku dengan äwen, ich sagte zu ihnen.
iEWOI, d. vermengt sein; vermengt. Gula äwoi^y ZwZtfr;
tepong, Mehl mit Zucker vermengt. — Häwoi, ver-z
mengt; durcheinander. Ramongku häwoi aim, meine
Güter sind mit den deinen vermengt, = liegen
durcheinander. Anakm uras häwoi, deine Kinder
sind alle vermengt, (haben alle andre Väter, = du
bist eine Hure.) — Hahäwoi, häwohäwoi, etwas ver-
mengt, durcheinander. — Häwoi hatamboi, häwoi
liaburäh, ganz durcheinander gemengt. —Mäwoi, men-
gen, vermengen. — Häwoi dengan, mäwoi arepe de-
ngan, sich mit jemand einlassen, abgeben, mit ihm
zu thun haben, leben. Aku djaton maku häwoi
dengam, ikau basat, ich will nichts mit dir zu thun
haben, du bist ein Schurke. — Haäwoäwoi, oft,
lange mengen. — Paäwoi, pamäwoi, der gern mengt.
Iä paäwoi arepe dengan karä gawin olo, er ist je-
mand der sich gern einmengt in alles Thun anderer.
H
BABAGOP, bagobagop, habagop, fett, dick, ge-
schwollen, (der untre Theil des Gesichts, von Natur
oder durch Zahnweh, etc.; der obere Theil: sarabit.)
Buhen bäum babagop, pähä atawa puna baseput?
warum ist der untere Theil deines Gesichtes so
dick, schmerzlich oder von Natur fett ? — Kabagop,
Fettigkeit, Geschwulst. Barabagop, alle dick.
BABAH, nennt man, und redet, man die Chine-
sen an; (Europäer: tuan, Herr.) Babah Ing tä tatau,
der Chinees Ing ist reich.
BABAHAK, bahabahak, zum Vorschein kommen,
zu sehen sein; (nur von den männlichen Scham-
theilen gebraucht.) Tjäh ikau menter halowai, ba-
baliak utim, pfui du liegst nackt da, deine Scham
ist zu sehen.
BABAI, verwüstet, verfallen. Babai huma awi
barat, das Haus ist durch den Sturm verwüstet. —


BAB.
BAB.
21
Babai lewu limbah bakase matäi, das Dorf ist in
Verfall gerathen, nachdem der Häuptling gestorben
ist. — Mambabai, verwüsten. —Kababai, Verwüstung,
Verfall.
BABAIH, baibaih, liabaih, schräg, krumm stehn,
oder in schräger, kreisförmiger Richtung gehn. Tun-
djuke babaih, alle seine Finger stehn schräg, (alle
etwas nach rechts oder links gebogen.) Olo tä ba-
baih mangaliling humangku, die Menschen gehn alle
in einer Reihe rundum mein Haus. — Barabaih
alle (z. B. Finger) eines Menschen, oder die Finger
aller der Menschen, (z. B. dei’ ganzen Familie, wenn
auch nur ein Finger jedes Einzelnen) schräg stehn. —
Mambaili arepe, sich schräg stellen, schräge Haltung
geben. Narai awi olo tä mambaih arepe manandjong,
warum geht der Mensch in solch schräger Haltung?
BABAJAR, (malaiisch, = manahor,) bezahlen.
Aku djari babajar utangku, ich habe meine Schul-
den bezahlt.
BABAKAH , bakabakah , habakah, zu dick und
breit; hervorstehn. Uäi tob djaton bahalap kaire,
habakah ampie bara kolae, dieser gesplissne Rottan
ist nicht gut glatt geschnitten, dicker und breiter
als seine Genossen, (also, wenn er schon in einem
Geflecht ist, auch hervorstehend vor dem andern
Rottan.) — Bakabakaha, alle zu dick und breit;
überall hervorstehn. — Kabakah, zu grosse Dicke,
Breite.
BABAKIP, bakibakip, habakip, lose, unfest, un-
dicht, (geflochten oder gebunden.) — Kabakip, Los-
heit, Unfestigkeit. — Bukapbakip, überall lose, un-
fest. — Hapus lasäh bukapbakip, die ganze Flur,
(welche in daj. Häusern aus mit Rottan aneinander
geflochtnen Latten besteht.,) ist los.
BABALA, i. q. das gebräuchlichere mamala.
BABALAPAN , barabalapan, fein , schmal und
gleich, (z. B. gesplissner Rottan; das Gegentheil von
habakah.)
BABALOK, (bas. Sang. = mangahau) rufen.
BABALOR, z. habalor.
BABANA, (bas. Mangkatip) i. q. babandah, s.
bandah.
BABANDI, eine kleine Gong, (Musiekinstrument.)
BABANDO, bandobando, unfreundlich, fremd,
steif, kalt, (im Betragen, in Worten.) Babandoiäde-
ngangku awi klahin ikäi bihin, er beträgt sich un-
freundlich gegen mich wegen unsres früheren Strei-
tes. — Barabando, alle sich unfreundlich etc. be-
tragen. — Habando, sich gegen einander fremd hal-
ten. — Mamando arepe, sich unfreundlich halten.
BABANG, wird nicht allein, nur als Verstärkung
hinter ridu, Lärm, gebraucht. Ridu babang, starker
Lärm. Maridjr mambabang, stark lärmen.
BABANGAP, bangabangap, weit, gross, (nur von
der Mündung grosser Töpfe und Kanonen gebräuch-
lich.) Barabangap, alle weit. •— Kabangap, grosse
Mündung. — Manambangap, richten, (eine Kanone
auf etwas.) Tä olo manambangap hadil manintu hu-
mae, jetzt, richtet man die Kanone auf sein Haus,
(will es beschiessen.) •— Bingipbangap, aufstehn, in
die Höhe stehn, z. B. der Rock, wenn man auf der
Erde sitzt, so dass die Beine bis oben sichtbar sind.
BABANGIS, bangibangis, finster, böse, zornig aus-
sehn. Ampie bewäi babangis, tapi balemo kea iä,
sein Vorkommen ist nur zornig, aber er ist doch
sanftmüthig.— Barabangis, alle zornig aussehn. —■
Kabangis, das finstere, zornige Aussehn.
BABANGKANG, (bas. Sang. = bahalap,) gut,
schön. Babangkang toto timpong kangkanam, sehr
schön das Zeug deines Kleides.
BABANGUS, i. q. babangis.
BABANGUT, bangubangut, habangut, rarangut,
rangurangut, betrübt, niedergeschlagen aussehn; ver-
driesslich. Buhen ikau babangut sining andau, päliä
atäim ? warum siehst du immer so betrübt aus, hast
du Kummer? — Barabangut, alle betrübt aussehn. —
Mambangut bau, marangut bau, ein traurig Gesicht
machen. — Kabangut, karangut bau, d. trübe, ver-
driessliche Aussehn.
BABARA, ein Bauer, Stall für Schweine, — nur
für je ein Schwein, von Holz gemacht, worin man
das Schwein transportirt.
BABARING, von etwas herabfallen. Pasi iä, ba-
baring bara katil, Jammer er, er ist von der Bank
gefallen. (Babaring immer von etwas fallen, ausge-
nommen in dem folgenden Sinne: Perkara bahali,
gitangku keton djaton tau mamutuse, babaring ita
tinai akan Tamanggong, die Sache ist schwierig, ich
sehe ihr könnt sie nicht schlichten, darum wenden wir
uns wieder (oder: bringen sie wieder zurück) an den
Tamanggong, (das höchste Oberhaupt.)) — Bari-
baring, rollend, rollen, (z. B. eine Kugel.) Tä babaring
bara sapau liuma, er rollt vom Dache des Hauses. —
Baunandau baribaring awi riwut, die (dicken, dun-
keln) Wolken rollen fort durch den Wind. — Ba-
rabaring, alle rollend, rollen. — Baringbaianga, bu-
rangbaring, oft hin und wieder rollen, nach allen
Richtungen aus, durch einander rollen. Auch: blanga
tä baringbaringa, äwe idjä toto mamilie? die Blanga
(ein heiliger Topf) geht von einem zum andern,
(viele kommen, besehen sie, bieten darauf,) wer
wird sie wirklich kaufen? — Mambaring, babaring
dengan, abwerfen, auf Seite werfen oder stossen;
etwas rollen , fortrollen. Iä mambaring pusa bara
darahe, er stösst die Katze von sich. Iä mambaring
utange akangku, er wirft seine Schulden auf mich,
(lässt sie mich tragen, bezahlen.) — Habaring, ein-
ander wegstossen; habaring kasalae, die Schuld auf
einander werfen. — Hababaring, immer wegstossen.
Habaribaring, etwas oft, anhaltend rollen.— Tara-
baring, abgestürzt, auf Seite gestossen, gerollt werden
können, dürfen; irrthümlich abstürzen, etc. — Pam-
baring, der gern etwas abstürzt, etc.
BABARONG, ein klein eisern Gerätli, wie ein
Boot gestaltet; wird gebraucht um das Harz des
Katunä-Holzes darin zu sammelen.
BABAS, abgehauene Reisspflanzen. Man haut,
schneidet sie ab, wenn sie zu schnell wachsen, auch
wohl wenn sic durch Ungeziefer stark angefressen
sind. — Mambabas, hababas dengan, junge Reiss-
pflanzen abschneiden. — Hababababas, oft abschnei-
den. — Pambabas, der noch all leicht dazu über-
geht seinen Reiss abzuschneiden.
BABASA, basabasa, scheu, verlegen. TEIa bahasa
dengan kolam, sei nicht verlegen vor deinen Ver-
wandten.
BABASAL, ein Zauberbrief, mit arabischen Buch-
staben und Zeichen beschrieben; wird im Kriege
getragen um tago, unverwundbar, zu werden.
BÄBASONG, i. q. gagasong.
BABAT, (mit einer Zahl: kababat,) Gürtel; Bund,
Bündel. Babat kaju, oder idjä kababat kaju, ein
Bündel Holz. — Bababat, babababat, als ein Gür-
tel; bababat, babababat, hababat, einen Gürtel tra-
gen , umgürtet sein. Käsen ikau babababat, äwe
ingadjam, wohin du umgürtet, wen willst du be-
suchen? -— Barababat, alle umgürtet sein. — Mam-
babat, jemanden umgürten, einen Gürtel umbinden;
in Büschel, Bündel zusammenbinden. — Mambabat.
paräi, Reiss in Büschel binden. — Hababababat, oft,


lange Zeit umgürten, zusammenbinden. — Tarababat,
umgürtet, zusammengebunden werden können. —
Pambabat, der gern, alles umgürtet, zusammen-
bindet.
BABATUN, Fussstück der Wände; ein dickes Stück
Holz, in dem die Raradjak stehn, d. h. die Latten,
an dem die Blätter-Wände festgebunden werden. —
Babatun bauntonggang, Thürschwelle.
BABAWET , (bas. Sang. = kedjau,) fern, weit.
Babedjau panamuäim krohong, babawet pangadjam
aring, weit deine Reise, Freund!
BABEAU, beabeau, habeau, ein bischen salzig,
nicht genug gesalzen. Danum hindai bakahing baja
babeau bewäi, das Wasser (im Flusse, durch das Ein-
strömen des Meerwassers) ist noch nicht salzig, nur
etwas salzig. — Djoho babeau, tapas ujah, die Suppe
ist zu wenig gesalzen, es fehlt Salz.
BABEDJAU, (bas. Sang.) i. q. babawet.
BABEDONG, bedobedong, frisch, schön, kräftig
aufwachsen. (Kinder, Thiere, Pisang, etc.)— Ka-
bedong, das schöne, kräftige Aufwachsen.
BABEHENG, behebeheng, stark auflaufen. (Die
Fluth des Meeres.)
BABEHET, (bas. Sang. = babelang,) schwarz mit
weissen Flecken.
BABEKUT, bekobekut, niedergebückt, gebogen sit-
zen. Hapus andau babekut iä mandjawet, den gan-
zen Tag sitzt sie niedergebogen am flechten, (von
Matten, etc.)
BABELENG, belebeleng, habeleng, drehend, sich
drehen, (Rauch durch den Wind, — eine Schaar
Vögel, durcheinander hin und wieder fliegend, etc.)
Paham pähä takolokku, babeleng talo gitangku, hef-
tig mein Kopfweh, es dreht sich alles (scheint sich
alles zu drehen,) was ich sehe. — Bulangbeleng,
putar beleng, heftig, stark drehend. — Manambeleng,
hin und her stossen, zausen, durcheinander zausen.
' Riwut manambeleng lawin kaju, der Wind durch-
zaust die Wipfel der Bäume. — Hatambeleng , zer-
zaust, gedreht werden; sich drehen, wirbeln. Rotik
liatambeleng awi riwut, der Staub wirbelt durch den
Wind. — Ulek hatambeleng, ein starker Wasser-
strudel.
BABENDAR, i. q. ädaädar; dieselben Ableitungen.
B ABEND JO, bendjobendjo, i. q. äoäut; dieselben
Ableitungen.
BABENGAP, bengabengap, liabengap, als gespalten
(nur: der Kopf von schwerem Kopfweh.) Angat ta-
kolokku babengap, das Gefühl meines Kopfes als
gespalten. — Kabengabengap, fortwährend als ge-
spalten.
BABENGES, bengebenges, liabenges, voll, unge-
mächlich fühlen, (zu viel gegessen habend.)
BABENGKtE, bengkäbengkä, habengkä, fest ge-
schnürt, fest gegürtet; schlank. Babengkä ampie
awi babat, schlank seine Gestalt durch den Gürtel
(welchen er trägt.) — Barabengkä, alle geschnürt,
schlank. — Kabengkä, das geschnürt sein; Schlank-
heit.
BABENGKONG, bengkobengkong, krumm sein,
(der Ellenbogen oder im Handgelenk, durch Gicht, etc.;
krumme Finger: katok.)
BABENGOK, bengobengok, mit vollen Zügen
(trinken.) Babengok iä mihop awi kateah belaie,
mit vollen Zügen trinkt er, weil er sehr durstig ist. —
Barabengok, alle mit vollen Zügen. — Paham ka-
bengoke mihop, mit grossen Zügen trinkt er. (Das
Getön und die Bewegung der Kehle beim hastigen
Trinken ist mit in babengok begriffen).
BABERAT, beraberat, rauch, spröde fühlen. Ba-
berat baungku injaupku bong danum kero, rauh
mein Gesicht, ich habe es in schmutzigem Wasser
gewaschen. — Baberat angatku awiku malern paham
mamenda andau, spröde mein Gefühl, weil ich ge-
stern viel in der Sonnenhitze gestanden habe. —
Baraberat, überall, am ganzen Körper rauh fühlen. —
Äaöerctf, d. rauhe, spröde Gefühl. Paham kaberat
angatku, mikäh manjalumo dapit, heftig mein sprö-
des Gefühl, vielleicht wird sich die Haut später ab-
lösen.
BABEREP, bereberep, platschen (im Wasser.) Na-
rai bereberep hetä, tungap lauk? was platscht dort,
schnappt ein Fisch? — Baraberep, überall platschen.
BABETER, s. eter.
BABEUS , beobeus , schwach , geschwächt, (durch
Krankheit;) träumerisch, faul. — Kabeus, Schwäche;
Faulheit.
BABEWAU, s. ewau.
BABIAL, biabial, habial, viele dicht bei einander;
in einem Klumpen. — Lalehan karä handalai, ba-
bial ngahai penang, ei welch viele Würmer, in einem
Klumpen so dick als ein Arm. — Bingkai bial, sehr
viele dicht bei einander. — Barabial, in vielen Klum-
pen , überall in Klumpen. — Mambial, in einen
Klumpen etc. zusammen thun, (z. B. das Haar zu-
sammen drehen.) — Mambial arepe, sich zusammen
rollen, (eine Schlange,) in einen Klumpen zusammen
kriechen, (Würmer.)
BABIANG, biabiang, auf der flachen Hand tragen,
(Papier, Zeug, etc.) auf den Armen liegend tragen,
(ein Kind, etc.) — Barabiang, alle etwas auf der
flachen Hand oder auf den Armen liegend tragen. —
Narai imbit äwen barabiang, was bringen sie, es tra-
gend auf der flachen Hand?
BABIEP, biebiep, habiep, wimmeln. Paliaiii karä
uret pundang, babiep ampie, sehr viel Maden im
getrockneten Fleische, wimmelnd sein Vorkommen.
BABIHAIjbihabibai, abhangen, schloddern, (Kleider,
Tragkorb auf dem Rücken, etc., die nicht gehörig fest
sitzen.) Babiliai idjangkumangotakikau, djaton ikau
maku tumoe, mein Kinn hängt ab vom ermahnen
dich (= ich habe es so oft, anhaltend gethan, dass
mein Kinn vor Müdigkeit gleichsam herab hängt,)
doch willst du nicht folgsam sein. — Barabihai, alle
abhängen. — Mambihai, abhängen lassen. Buhen
ikau mambihai tapihm sampai param mamala, war-
um lässt du deinen Rock abhängen bis dein Hin-
terer gesehn wird? — Kabihai, d. schloddrige Ab-
hängen.
BABILAI, bilabilai, nambilai, dick; umgebogen,
(d. Unterlippe, der Rand von Töpfen, Tassen.) —
Barabilai, alle umgebogen. Kabilai, die Dicke, das
dick umgebogen sein.
BABILAR, i. q. babirar.
BABILOI, bilobiloi, sich fremd, auf einen Abstand
halten, (nicht vertraulich sein.) Limbah klahingku
dengae magon babiloi iä, nach meinem Streite mit
ihm hält er sich fortwährend fremd. — Habiloi, sich
gegen einander auf einen Abstand halten. — Ba-
rabiloi, alle sich gegen jemand fremd halten.
BABINGAT, s. ingat.
BABINTAR, bintabintar, müde, ermüdet, (die
Augen, von langem Wachen.) Pesam tabela babintar
matangku mahaga ikau, toh ikau tulas dengangku,
als du jung warst, wurden meine Augen müde um
dich zu unterhalten, jetzt bist du fühllos (hart) ge-
gen mich; (sagt eine Mutter strafend zum undank-
baren Kinde.) — Mamintar matae, seine Augen er-
müden. Aku wäi mamintar matangku manonggo
huma hapus alem, nur ich ermüde meine Augen.


BAB.
BAB.
23
bewache das Haus die ganze Nacht. (Niemand
hilft mir.)
BABINTIH, bintibintih, habintih, barabintih, dicht
aneinander stehn, (nur von den Beinen vieler Men-
schen.) Babintih pain olo hetä, djaton taraselat,
dicht zusammen stehn die Beine der Menschen dort,
(i. e. viele Menschen dicht beieinander) man kann
nicht zwischen durchkommen. — Manwntili arepe,
sich in Menge dicht zusammen stellen.
BABIOH, biobioh, liabioh, i. q. babafli.
BABIONG, (bas. Sang. = mandjala) mit einem
djala (Sort Fischnetz) fischen.
BABIRAR, birabirar, habirar, roth, triefend, (die
Augen.) Limbah iä haban magon babirar matae,
seit er krank gewesen ist, sind seine Augen noch
immer entzündet. — Barabirar, alle roth, entzündet
sein. — Mambirar matä, die Augen entzünden, sie
roth triefend machen; (z. B. eine Krankheit.) —
Kabirar, Entzündung, Röthe der Augen.
BABISAK, i. q. bapisak; s. pisak.
BABITONG, s. itong.
BABO, (malaiisch, = ajang,) Kindermagd.
BABODEK, bodebodek, fett und glatt, (besonders
von Kindern gebraucht.) Bahalap awaum, babodek,
schön dein Säugling, fett und glatt. — Barabodek,
alle dick und glatt. — Kabodek , Fettheit und
Glattheit.
BABODENG, i. q. babodek; dieselben Ableitungen.
BABADO, bodobodo, (malaiisch, = hahumong,)
ziemlich dumm.
BABOHAK, bohabohak, stark sprudeln, auf- aus-
sprudeln; (Wasser aus der Quelle, Blut, — auch
sich stark erbrechend.) — Barabohak, alle stark
sprudeln. Karä lowangdanum barabohak awiudjan,
alle Quellen sprudeln stark durch den Regen. —
Mangambohak, ngambohak, i. q. babohak, — auch
causativ , sprudeln , aufsprudeln , aufwellen machen.
Badjai mangambohak hetä, das Krokodill macht das
Wasser dort aufsprudeln. — Kamboliak, das Aus-,
Aufsprudeln.
BABOHAN, ein unter einem Häuptling stehender
Stamm, Clan. Bakapal babohae, sein Stamm, (des-
sen Häuptling er ist,) ist zahlreich.
BABOHANG, bohabohang, gelichtet, rein gekappt,
offen; (ein Weg, Flüsschen, das Buschwak etc. weg-
gehauen. — Kabohang, das rein, ungehindert, of-
fen sein.
BABOHAU, wcglaufen, entlaufen. Djari tclo toh
djipengku babohau, dies ist schon mein 3r. Sclave
welcher fortgelaufen ist. — A/ömöoÄatt, machen dass
jemand fortläuft, ihn dazu anspornen, ihm helfen. —
Hababohau, oft, immer zum Fortlaufen veranlassen. —
Pambohau, der immer wegläuft; der immer weglau-
fen macht; d. Weglaufen, Flucht. ?Ela manewus olo
tä, iä pambohau, kauf den Sclaven nicht, er ist ein
Wegläufer. — Ikau pambohau olo, du bist jemand
der andere immer weglaufen macht. — Kangkwe
pambohac, wohin sein Weglaufen, = wohin ist er
geflohen ?
BABOHEK, bohebohek, fett, dick; (nur von Men-
schen.) Barabohek, alle dick, fett.
BABOIIO, bohoboho, barabaho, in grosser Menge
und einer Richtung zusammen (gehn, fliegen, schwim-
men; stehn: hakarereng.) Baboho lauk tamä sungäi,
in einer grossen Schaar kommen die Fische in das
Flüsschen. — Bohobahuen, ununterbrochen in grossen
Scharen hinter einander. — Mambolio arepe, sich
in eine grosse Schaar versammeln und fort bewegen.
BABOHOI, bohobohoi, lang und dick , (der Bauch,
Unterleib.)
BABOHOT, bohobohot, abgleiten, (z. B. ein Kleid
von einem Stricke, über welchem es hängt;) ab-,
ausfallen, (z. B. der Boden eines Topfes;) eingesun-
ken (sitzen, z. B. auf einem Stuhle in welchem ein
grosses Loch ist.)
BABON, auf langsame Weise, im langsamen Tempo
den Gamalan (s. d. Wort) bespielen; beim babon
wird nur ein gandang (grosse Trommel,) gebraucht.
Andre Spielweisen sind: kambing batampo, kaden-
tjong, djunggut batang, sarama (s. d. Wörter.)
BABU AP, s. uap.
BABUJAH, bujabujah, babujah, dick und weich,
schlaff, (das Fleisch, der Körper der Menschen.) Olo
tä babujah berenge, der Mensch ist dick und schlaff
von Körper. — Barabujah, alle dick und schlaff.—
Kabujah, die Dicke und Schlaffheit.
BABUJOK, bujobujok, habujok, unansehnlich,
nicht schön; langsam, faul, unbeholfen; (dies letz-
tere nicht habujok.) Olo tä habujok, djaton ba-
kena, der Mensch ist unansehnlich, nicht hübsch.—
Olo tä bujobujok bagawi, der Mensch arbeitet faul;
(zugleich: unbeholfen.) — Barabujok, alle unan-
sehnlich, faul. — Kabujok, Unansehnlichkeit, etc.
BABUKAT, bukabukat, liabukat, breit und voll,
rund, ausgewachsen (Brust und Rücken.) — Bara-
bukat, alle breite, volle, gewölbte Brüste, Rücken
haben. — Kabukat, das gewölbt sein.
BABULANG, s. ulang.
BABULENG, bulebuleng, i. q. babodek, doch mehr
von erwachsenen Menschen und Thieren gebraucht;
dieselben Ableitungen.
BABULEP, bulebulep, schnell und stark; (der
Schall der Katambong, Trommeln, wenn viele und
in schnellem Tempo geschlagen werden.) Paham
augh katambong olo lietä, bulebulep, stark das Ge-
tön der Trommeln der Menschen dort, laut schal-
lend und wirbelnd. — Barabulep, überall, in vie-
len Häusern, laut und wirbelnd ertönen.
BABULUP, bulubulup, leer, sonder etwas. Tahi
ikau halisang, toh buli babulup, bitim bewäi, lange
Zeit bist du auf Reise gewesen, und nun kehrst du
ledig zurück, deine Person nur; (bringst sonst nichts
mit,.) — Barabulup, alle leer, ohne etwas verdient,
erworben zu haben (zurück kehren.)
BABUMUR, s. umur.
BABUNAU, bunabunau, hoch und überall stehn,
(Wasser auf dem Felde, es überschwemmend, gebräuch-
licher ist: tinatinau.)— Barabunau, hoch stehn auf
vielen Feldern.
BABUN.ZE, bunäbunä, ungesprächig, ernst; dumm,
einfältig. — Olo tä babunä, djaton pahakotak pa-
liurä, der Mensch ist still und ernst, er hält nichts
von vielem Sprechen und Scherzen. — Bara-
bunä, alle ungespr. — Mambunä arepe, sich ernst
oder dumm stellen, (ohne es zu sein.) — Kabunä,
Ernst, etc.
B ABUNDONG, bundobundong, üppig, kräftig,
(Pflanzen.) — Barabundong, alle üppig, kräftig.
BABUNGAN, d. First (oben die Kante des Daches
der Häuser; auf dem Verdecke der Boote.) —
Kambom haiak babungan huma, tapi kapintarm
djaton, deine Länge zusammen mit (du bist so gross
bis zur) First, aber dein Verstand nicht, = bist
dumm. — Tulang babungan, der Firstbalken.
BABUNGKAT, verziehen, (in ein anderes Zimmer,
Haus, Dorf oder Land.) Hadat ita genep hapus äpat.
limä njelo ita babungkat, unser Brauch ist je nach
4. bis 5. Jahren verziehen wir. — Barabungkat, alle
verziehen. — Bungkabungkat, als verziehend. Iä mim-
bit karä ramoe, bungkabungkat ampie, er nimmt


24
BAB—BAD.
BAD.
f A
Y'
alle seine Sachen mit (auf Reise,) als ob er ver-
ziehen will. — Bungkatbangkaten, oft, beständig
verziehen.—Pungkatpangkeläli, alle zusammen ver-
ziehen. — Mamungkat, habungkat dengan, verziehen
machen, versetzen. Mamungkat huma, ein Haus
versetzen. — Iä djari mamungkat karä djipengku
lepah akae, er hat alle meine Sclaven zu sich ziehen
lassen, (hat sie gekauft; auch: hat sie dazu ange-
setzt, überredet; die Sclaven haben das Recht zu
verziehen, wenn sie jemand finden der sie kaufen
will.) — Hababungkat, habungkabungkat, bestän-
dig verziehen machen,'zum Verziehen anreizen. —
Tarabungkat, können versetzt, zum Verziehen bewo-
gen werden. — Pamungkat, der oft verzieht; der
oft versetzt, zum Verziehen anreizt; das Verziehen.
Pamungkat ikau bara Lopak anakku matai; als du
von Lopak verzogst, starb mein Kind.
BABUNGKO, ein Gebäck, Mehl und Zucker in
Pisangblättern gekocht, (s. auch bungko.)
BABURAH, buraburah, haburah, beschämt, ver-
legen; erröthen, (das Gesicht.) Baburah baue awie
impahawen olo, roth sein Gesicht, weil er beschimpft
durch Menschen. — Baraburah, alle beschämt. —
Kaburah, Scham, Verlegenheit.
BABURAI, s. urai.
BABURAK, ein Vogel,etwas kleiner als eine Taube,
schwarz mit weissem Halse, Hals und Beine lang,
Schwanz kurz; lebt von Wasserinsecten. (s. auch
burak.)
BABURAR., buraburar, haburar, breiig, zu lange
gekocht, (Reiss;) auslaufen, (ein Auge etc., Eiter aus
Schwären.) Badjakan knain aso baburar imuno olo, die
Eingeweide des Hundes kommen heraus, man hat
ihn gestochen. — Baraburar, alle auslaufen, aus-
kommen. -— Mamburar, auslaufen, auskommen ma-
chen; breiig kochen. Kaju mamburar matae, Holz
(wogegen er stiess) hat sein Auge auslaufen gemacht.
BABURI, buriburi, ein- oder ausfliessen, (sanft,
wenig; stark: babohak.) Amt ita djalanen, baburi,
unser Boot ist leck, (Wasser) läuft hinein. Dalian
himangku buriburi magon, das Blut fliesst noch im-
mer etwas aus meiner Wunde.— Baraburi djalanen
arut, das Boot ist überall leck, überall läuft Wasser
hinein.
BABURIH, runde, gelbliche Kugeln, von ver-
schiednen Arten Blumen gemacht; man zerreibt sie
und parfümirt, reibt das Gesicht damit ein. — Ha-
baburih, baburih haben, gebrauchen.
BABURONG, im Ganzen, ungezählt. Aku djari
mamili enjoh baburong sakiping, tawangku piräkah
satali, ich habe diese Kokosnüsse im Ganzen ge-
kauft, für 2. fl., ich weiss also nicht wie viele für
£ fl. (Vielleicht von burong, Vögel, die man im
Fluge nicht gut zählen kann.)
BABUTAT, butabutat, dämmernd, (anfangen Tag
zu werden, des Morgens.) Iä batolak haiak babu-
lat ndau, er verzog als es dämmerte heute Morgen.
BADA, s. badibada.
BAD AH AS, i. q. badasak; dieselben Ableitungen.
BADäI, i. q. das gebräuchlichere wadai.
BADAK, d. Nashorn. — Weiblicher Name. —
Tanah Sambas habadak, das Land Sambas hat
(== es leben dort) Nashörner. — Badabadak, plump,
kurz und dick. — Barabadak, alle plump. — Ka-
badak, Plumpheit.
BADAMAR, das Fest der Mahomedanen nach
dem Ablauf des Fastenmonats; man zündet dann
viele damar (mal.; daj. njating) Harzlichter an.
BADAN, ein Kleid ohne Aermel.
BADANGAE, mässig, (im Essen und Trinken.) —
Badangädangä, dadangä, dangädangä, ziemlich mäs-
sig. — Baradangä, alle mässig. — Mandangä, mäs-
sig machen. Puna babungu iä, äwe tau mandangäe,
er ist einmal gefrässig, wer kan ihn mässig machen!
Kadang ä, Mässigkeit.
BADäP, s. dap.
B ADAR AH, (bas. Sang. = badaha,) bluten.
BADASAK, eilen, eilig. Aku badasak buli, ich
kehre eilig zurück; auch: beschleunige meine Rück-
kehr. Prentah badasak, Eile erheischende Befehle,
die gleich ausgeführt sein wollen. — Mandasak,ha-
dasak dengan, antreiben, beeilen. — Manandasak,
mandasandasak, etwas antreiben. — Hadadasak, ha-
dasadasak, oft, beständig antreiben. — Kadasak,
die Eile; das Antreiben. — Pandasak, der gern,
alle antreibt.
BADEK, ein 6—9. Zoll langer Dolch, nur auf
einer Seite scharf; der Griff steht nach der scharfen
Seite hin. — Habadek, ein badek haben, ge-
brauchen.
BADERA, wird zur Verstärkung hinter bäbes,
schwitzen (s. äbes,) gefügt. Bäbes badera, stark
schwitzen.
BADEREP, einstürzen, einfallen; (ganz oder t.hcil—
weise.) Ilumangku baderep awi kutoh paräi, mein
Haus ist eingefallen, (auch: hat sich gesenkt) durch
die Menge des Reisses, (welcher darin lag.) — Pa-
ham kahabae, djari baderep knaie, heftig seine
Krankheit, es ist ganz eingefallen sein Bauch. —
Daderep, derederep, als eingefallen; ein wenig ein-
gefallen; stark, laut, hart (sprechen.) Kaderederep,
fortwährend etwas eingefallen; fortwährend laut schal-
len. — Baraderep, überall, auf vielen Plätzen, oder:
alle eingefallen; überall laut ertönen. Genep huma
augli balian baraderep, in allen Häusern erschallt,
der Gesang der Balian, (Zauberweiber.) — Derep-
darepa, ganz und gar und überall eingefallen; sehr
laut überall schallen. — Afanderep, einfallen machen,
die Stimme erschallen lassen. — Taraderep, einge-
stürzt werden können.
BADI, Grand, Ursach. Badin tä, desshalb. Ba-
din aku, um meinetwillen. — Badibada, badiba-
dian, wegen, Ursach sein. Badibadian awie aku
balang kuman, er ist die Ursach dass ich nicht esse.
BADI, wird nicht allein gebraucht, aber zu grös-
serm Nachdruck hinter peres, Krankheit, gesetzt. —
Mambadi, krank machen, wird nur von den Binjai
und Rangasbäumen gebraucht, welche, gefällt wer-
dend , durch ihre Ausdünstung Schwellungen etc. ver-
ursachen. — Binjai puna pambadi, der Binjaibaum
hat die Eigenschaft krank zu machen.
BADIDI, s. mandidi.
BA DIKIR, singen, beten etc. auf mahomed. Weise.
Ita olo ngadju, kalah manjangen, äla badikir tu-
mon olo masi, wir sind Dajacken, lasst uns man-
jangen, (auf daj. Art singen, erzählen), nicht badi-
kir wie die Malaien.
BADIL, Feuerwaffen, (Kanonen etc.) Habadil, ein
Feuerwaffe haben, gebrauchen.
BADIRI, erhöht werden (in Rang;) ernannt wer-
den. Iä hara badiri djadi bakas, er ist vor kurzem
zum Häuptling ernannt. Mandiri, ernennen, er-
höhen.
BADJADJA, i. q. das gebräuchlichere badjual,.
mandjual, verkaufen; wird oft zur Verstärkung hin-
ter badjual gefügt. Hong Salat olo badjual badja-
dja, in Singapore treibt man starken Handel.
BADJADJAK, (bas. Sang.) gehen, betreten.
BADJAT, Krokodill. — Die badjai sind Sclaven
der Djata, (Wassergötter;) sie haben menschliche


BAI).
BAD.
Gestalt, und erscheinen als Krökodill verkleidet nur
auf der Oberwelt; man bringt ihnen Opfer, und
wagt sie durch Zauberer (pangareran,) nur dann
tödten zu lassen, wenn die Blutrache es fordert,
wenn ein naher Verwandter durch sie getödtet ist.
BADJAK, männlicher Name; (mal. Seeräuber.)
BADJAKAH, alle Arten Ranckengcwächse, Schling-
pflanzen. — Badjakah knai (doch auch oft ohne h
in dieser Bedeutung;) Eingeweide, Gedärm. — Pa-
räi badjakah, Reiss welchen man ausleiht. Paräi
toh djaton kinan, ingkesku akan paräi badjakah,
dieser Reiss ist nicht, zum essen, ich berge ihn um
ihn auszuleihen. (Ein bezeichnender Name; er ist
gewöhnlich von der schlechtesten Sorte, und da er
100—150 pCt. trägt, verwickelt er und saugt die
armen Schuldner aus, grade wie die riesigen Schling-
pflanzen Borneos die Bäume verderben.) — Man-
djakah, habadjakah, sich an etwas aufschlingen,
(Bohnen und andre Gewächse.) — Habadjakah, voll
badjakah sitzen.
BADJAKAN, i. q. das gebräuchlichere panjengok,
Fenster.
BADJALEANG, (bas. Sang. = baputi) weiss.
BAD JANDA, (bas. Sang., doch auch im gew. Daj.
gebräuchlich,) umhcrliegen; faullenzen. Ikau bclom
badjanda äka olo, djaton tawan human ita, du lebst,
liegst (lungerst) in den Häusern anderer Leute um-
her, kennst unser Haus nicht, = bist nie zu Haus.
BADJANDJAM, geschickt, behende, (im Arbeiten.)
BADJANG, Hirsch. — Ampim lingalingai kilau
badjang, du gehst den Kopf und die Schultern be-
wegend wie ein Hirsch. — Kambom ombet insurok
badjang helang pakam, djaton kapintarm, deine
Grösse hinreichend dass ein Hirsch zwischen deinen
Beinen durchlaufe, aber du bist nicht verständig. —
Laleh an tuki olo hetä kilau badjang belep, heftig
das Rufen der Menschen dort, wie ein (im Wasser)
versinkender Hirsch. Ikäi djaton maku irentah olo
baputi, käläh djadi bawoi badjan sasindä, wir wol-
len nicht von den weissen Leuten beherrscht werden,
lasst uns lieber nur Schweine und Hirsche werden,
(i. e. im Walde zerstreut leben.) — Kahaian paham
habadjang, Kahaian hat viel Hirsche, es leben dort
viel. — Babadjang, badjabadjang, als ein Hirsch,
(von Gestalt, Art:) stark, kräftig, gross; — nur
Hirschfleisch. Djari tahi badjabadjang bewäi kinan
ita, seit langer Zeit essen wir nur Hirschfleisch. —
Kabadjang, Grösse, Stärke.
BADJANGEAH, i. q. das gebräuchlichere lentah,
weiss blinken, schimmern.
BADJANGKANG, viel Raum einnehmend, ausein-
ander stehend; viel fordernd. Idjä kabehate kat.il
tä djaton memen aku iriutfte, tapi paham badjang-
kang, hinsichtlich der Schwere der Bank, das ist
nichts, ich könnte sie laden (in mein Boot.,) aber
sic erfordert viel Platz. — Aku liandak masawä anake,
tapi paham badjangkang aughe, ich wollte seine
Tochter heirathen, aber zu vielfordernd seine Worte,
(er machte den Mund im Fordern zu weit auf.) —
Mandjangkang, auseinander stehn, etc.—Kadjang-
kang, das auseinander stehn, viel Raum einnehmen.
BAD JANGKAU, überschlagen, (beim Flechten;
wo man einzelne Stränge nehmen müsste, 2. oder 3.
nehmen.) — Baradjangkau, überall übergeschlagen,
(eine Matte, die nachlässig geflochten ist.) — Bja-
djangkau, djangkadjangau, ein wenig, hier und da
übergeschlagen. — Kadjangkau, das Uebergeschla-
gen sein.
BAD JANJI, d. Biene. Bakapal olo hetä kilau ba-
djanji, zahlreich die Menschen dort wie Bienen. —
Paham badjanji mindjam edan, stark leihen die Bie-
nen Zweige, i. e. keine Nahrung findend fliegen sie
beständig von einem Zweige zum andern, (wird spöt-
tisch gesagt von solchen, welche in geliehenen schö-
nen Kleidern prunken, selbst arm sind; auch von
solchen, welche stets von einem Hause ins andre
laufen.) Bienenschwärme sich dicht bei oder in
einem Dorfe niederlassend bedeuten Zank und Streit.
BADJAR, s. adjar.
BADJARAH (bas. Sang. = manjarongan) vorsetzen
(Essen.) Badjarah manjang, setz ihm Pinang vor.
BADJARENGKAI, schön gebaut, lieblich von
Gestalt.
BADJARI, (bas. Sang. = hatundjok,) Finger ha-
ben. Basilo rohong, badjari pulange, seine Nägel
sind Schwerter, seine Finger als Schwertgriffe, (sagt
man von tapfern Leuten.)
BADJARUAK, s. ruak.
BADJARUNGKONG, mit dem Rücken aus-
stehen, (ein Fisch aus dem Wasser, Schwein aus
dem Grase, etc.)
BADJAU, i. q. das gebräuchlichere djohor, See-
räuber. Dieselben Ableitungen; ausserdem noch :
habadjau, schwimmend im Wasser spielen, einander
fangen, untertauchen, etc.
BADJAWA, i. q. balu djawa.
BADJAWAK, Leguan, kleine Art Krokodill, wird
bis* 7. Fuss lang. — Männlicher Name.
BADJAWAN, (bas. Sang. = supa) finden, be-
gegnen.
BADJAWO, i. q. badjangkang; auch: dick: Iä
badjawo berenge, sein Leib nimmt viel Platz ein,
= er ist sehr dick. — Die Ableitungen dieselben.
BADJ/EI, eine lange, grossartige Wasserpflanze;
wird gegessen.
BADJEA, durch den Blitz getödtet. Iä matäi ba-
djea, er starb durch den Blitz getödtet. — Badjea
djari batu = basaloh, versteinert sein. — In Ka-
haian zeigt man ein banama badjea, ein versteiner-
tes Schift’, (es ist ein einigermassen danach aus-
sehender Felsblock;) der djaragan, Kapitain hatte
seine eigene Mutter geheirathet; daher die Strafe. —
Talo badjea, Unwetter, Ungewitter, Gewitter. —
Djeadjea, djadjea, djadjena, djenadjena, unziemlich
(Worte, Thaten, wodurch man badjea werden kann.)
(Unziemlich in diesem Sinne ist’s z. B. wenn man
einem Menschen oder Thiere einen andern, unpassen-
den Namen giebt, oder etwas von ihm sagt, was gegen
seine Natur ist, z. B. von der Laus dass sie tanze, von
der Ratte dass sie singe, von der Fliege dass sie Krieg
führe, von einem Menschen dass er eine Katze etc. zur
Frau oder Mutter habe; — wenn man lebende Thiere
begräbt undsa^t: ich begrabe einen Menschen, (nicht
das Begraben ist Sünde, sondern das Sagen,) —wenn
man einen Frosch lebendig schindet, und dann sagt:
nun hat er seinen Rock ausgezogen, — und derlei Pec-
cadillos mehr; peccata dagegen sind schon erlaubt; doch
es gehört auch alle Blutschande hierher.) Djeadjea
auglim, haus matäi ikau? deine Worte sind unziem-
lich, verlangst du zu sterben? — Mandjea, durch
den Blitz tödten, (der Njaro, der Herr des Blitzes
jemanden.) — Mandjea arepe, sich durch unziem-
liche Worte oder Thaten dem badjea aussetzen.
Mandjea mandjadi batu, versteinern machen.
Bulau kadjea, mit. Messing vermischtes, verfälschtes
Gold. — Hadjadjea i. q. halalea, verspotten. —
Djapadjea, schaffen, s. d. Wort.
BADJELENG, djadjeleng, djeledjeleng, geschwind,
schnell, schleunig; bald. Badjeleng matäi, schnell
sterben. Manandjong badjeleng, geschwind gehn.



I

Baradjeleng, alle schnell. — Mandjeleng y hadjeleng
dengan, beschleunigen; zur Eile ansetzen. — Hadje-
leng sama arepe, einander zur Eile ermuntern.— Man-
djandjeleng, mandjelendjeleng, ein bischen beschleuni-
gen, etc. — Hadjadjeleng, hadjeledjeleng, oft, immer
beschleunigen. — Taradjeleng, beschleunigt werden
können.—Kadjeleng, Eile, Geschwindigkeit. Paham
kadjelengm buli, du bist sehr bald zurückgekehrt. —
Pandjeleng, der gern, immer beschleunigt, etc.
BÄDJENTA, freundlich; liebreich; offenherzig.
Badjenta iä manjarungan ita, freundlich bewirthet
er uns. — Badjentadjenta, djadjenta, djentadjenta,
ziemlich freundlich. — Baradjenta, alle freundlich. —
Pangkadjenta, am freundlichsten. — Mampadjenta,
freundlich machen, (z. B. durch Geschenke.)—Ka-
djenta, Freundlichkeit.
BADJER/EH, djadjeräh, djerädjeräh, logisch, deut-
lich, überzeugend, (Worte.) — Mandjeräh, logisch,
deutlich sprechen, erzählen. Iä tau mandjeräh sa-
rita, er weiss eine Geschichte in der Ordnung (Punct
für Punct) zu erzählen. — Kadjeräh, logische Ord-
nung, Deutlichkeit.
BADJEWONG, üppig, kräftig, gesund, schnell
und kräftig wachsend; fruchtbar; (lebende Geschöpfe
und Pflanzen, Acker;) Badjewong paräim, dein Reiss
steht gut. — Djadjewong, djewodjewong, badjadje-
wong, badjewodjewong, ziemlich üppig etc. — Ba-
radjewong, alle üppig, kräftig. — Pangkadjewong,
am kräftigsten, gesundesten. — Mandjewong, mam-
padjewong, fruchtbar, kräftig machen, (z. B. den
Grund dadurch dass man ihn brennt, Pflanzen durch
Mist.) — Mandjandjewong , mandjewondjewong, et-
was, ein wenig misten, etc. — Hadjadjewong, ha-
djewodjewong, oft, immer fruchtbar etc. machen.—
Kadjewong, das üppige, kräftige Wachsen, Kraft.—
Hadjandjewong, (bas. Sang.) i. q. badjewong.
BADJI, ein Keil. — Männlicher Name. — Baue
batadjim kilau badji, sein Gesicht ist so scharf als
ein Keil, (sagt man spottend von mageren Menschen.)
Amon djaton tungkang dengan badji, kwäka iä ba-
gawi, wenn kein Stock und Keil da ist, (= wenn
er nicht tüchtig angetrieben wird,) wie wird er ar-
beiten! — Habadji, einen Keil haben; zusammen-
gekeilt sein. — Mambadji, habadji dengan, anein-
ander keilen; (z. B. Baumstämme zu einer Flösse.) —
Mambadji manjilah, durch Keile spalten, spleis-
sen. — Hababadji, habadjibadji, oft, lange Zeit
mambadji. — Tarabadji, zusammengekeilt werden
können. — Kaju akan telo kabadji, Holz für 3. Stück
Keile. — Pambadji, der alles zusammenkeilt.
BADJIHAU, i. q. das gebräuchlichere badjewong;
dieselben Ableitungen.
BADJIK, i. q. das gebräuchlichere wacljik.
BADJILEK, Ekel, Abneigung haben. — Aku ba-
djilek kuman bawoi, ich habe einen Ekel Schwei-
nefleisch zu essen. — Djadjilek, djiledjilek, badja-
djilek, badjiledjilek, etwas Ekel haben. — Mandjilek,
badjilek dengan, Ekel haben, verabscheuen, (tran-
sit.) Amon ikau badjilek kuman bawoi, äla ikau man-
djilek olo idjä kumae, wenn du Ekel hast Schwei-
nefleisch zu essen, verabscheue die nicht welche es es-
sen. — Hadjilek sama arepe, Ekel, Abneigung vor
einander haben. — Mandjandjilek, mandjilendjilek,
etwas Ekel haben. — Iladjadjilek, badjiledjilek,
oft, immer verabscheuen. — Mampadjilek', padjilek,
Abkehr, Ekel erwecken. jEla ikau mampadjilek iä
dengan sawae, flösse ihm keine Abneigung gegen
seine Frau ein. — Kadjilek, Abneigung, Ekel, Ab-
scheu. — Panjilek, den alles anekelt, der leicht,
alles verabscheut; — ein Zaubermitte], ein Holz,
BAD.
welche man fein gerieben unter jemands Essen thut ,
um bei ihm Ekel gegen andre zu erwecken.
BADJING, männlicher Name. (Bandjarsch: Eich-
horn.)
BADJOHA, freigebig, milde. — Badjoha mapak,
zu freigebig. Badjoha mapak baka djadi djipen, zu
freigebig sein ist der Weg um Sclav zu werden. —
Djadjoha, djohadjoha, ziemlich milde. — Mandjoha,
mampadjoha, milde, freigebig machen. Alo äweäwe
djaton olih mampadjoho iä, tangkalau kabisite, nie-
mand kann ihn freigebig machen, zu gross ist sein
Geiz. — Kadjolia, Freigebigkeit, Mildthätigkeit. —
Baradjoha, alle mild; pangkadjoha, am freigebigsten.
BAD JOHAN, s. barabadjohan und budjobadjohan.
BADJOHAU, (bas. Mantang.) i. q. badjuwi, gern
tadeln, s. djuwi.
BADJOKO, eine Seeschildkröte, 1—1| Fuss lang,
schwärzlich mit gelber Brust; wird gegessen. —
Lengängku kembang ngaliai badjoko, meine Hand
ist geschwollen, so dick als ein badjoko. — Eine
badjoko auf einem Reissfelde ist ein Unglückszeichen.
BADJU, Jacke, Oberkleid, (vorn nicht offen, ge-^
wohnlich durch Frauen getragen; das vorn offne
Oberkleid, von Männern getragen, heisst klambi.
Die von Frauen getragnen badju reichen etwas un-
ter, die von Männern nicht ganz bis an die Hüf-
ten.) — Badju rakong, ein sehr enges, unten keine
Schlitze habendes badju. Badju silak, weiter, mit
langen Schlitzen. Badju salam, sehr weites badju.
Badju korong, durch Männer getragenes badju. —
Babadju, badjabadju, habadju, ein badju anhaben.
Iä babadju, handak madja liirah, sie hat ein badju
an, will wahrscheinlich einen Besuch machen; (denn
im Hause sitzt man mit nacktem Oberleibe.) — Ha-
badju auch: sich ein badju anziehn. — Mambadju,
jemandem ein badju anziehn; für jemand ein badju
kaufen, es ihm verschaffen. Päliä haliai aku, mam-
badju arepku mahin dia olihku, sehr arm ich, kann
mir nicht einmal ein badju anschaffen. — Tara-
badju, mit einem badju bekleidet werden können;
jemandem eines anscliaffen können. — Telo kaba-
dju, (Zeug für) 3. Stück badju.
BADJUGIT, tanzen und spielen lassen, und zwar
7 schön geschmückte Mädchen von verschiedner
Grösse. Es müssen 7. sein, weil die Santan (s. d.
Wort.,) die Patronessen aller Tanzweiber, ihrer 7.
sind. Uebrigens hat das budjugit keinen Bezug auf
den Götzendienst, geschieht nur bei fröhlichen Festen.
BADJUMAS, seidner mit Gold durchwirkter Stoff,
gebraucht für sindjang, Shawls.
BADJUMBANG, (bas. Sang. = balongkang,) um-
fallen, sterben.
BADJUNGAN, Sort Rottan, wird daumendick;
werthlos; kann nicht gesplissen und zu Flecht-
werk gebraucht werden; man bindet Büffel damit
fest, etc. — Paham kipengku dengan bua tä, iwähku
ngahai badjungan, gross meine Begierde nach der
Frucht, mein Speichel so dick als ein badjungan,
(ist von heftiger Begier so dick zusammengelaufen.)
BADJUNGGAT, padjunggat, badjunggit, abglei-
ten, (z. B. ein Brett von einer Bank auf der es
nicht recht mitten auf lag;) überschlagen, auf kip-
pen, (z. B. eine Bank, wenn man sich auf das eine
Ende setzt.) ?Ela mingkes lading saran medja, ba-
djunggat karäh, leg das Messer nicht auf die Kante
des Tisches, es wird abgleiten. — Djadjunggat,
djunggadjunggat, hadjunggat, djadjungit, auf und
nieder kippen, wippeln, (z. B. ein Stück Holz, wel-
ches mit dem Mittelpuncte auf einem Steine etc.
liegt,) stampfen, schwanken, (ein Boot durch die


BAD.
BAS—BAG.
Wellen.) Hadjadjunggat, hadjunggadjunggat, ein we-
nig auf und nieder kippen. — Kadjunggadjunggat ,
immer, anhaltend djadjunggat. — Baradjunggat,
alle djadjunggat. — Mandjunggat, mandjunggit, ha-
djunggat dengan, abgleiten, wippen, überschlagen
machen. Mandjunggat mandjawut djihi, Pfosten aus
der Erde ziehn durch Mittel eines Hebebaumes. —
Hadjunggadjunggat, hadjadjunggat, oft, immer man-
djunggat. — Kadjunggat, (seltener: djunggat,) dasauf
und nieder Stampen (eines Bootes, Schiffes.) — Pa-
djunggat, der gern alles abgleiten, überschlagen macht.
BAD JUNGK ANG, padjungkang, kadjungkang, in
die Höhe stehn, (der untere Theil von etwas was
gefallen ist.) Iä lawo badjungkang, er fällt so, dass
seine Beine in die Höhe schlagen. — Kaju badjung-
kang bara saran tiwing, der Baum ist vom Rande
des Ufers das unterste nach oben gefallen. — Dja-
djungkang, djungkadjungkang, schräg stehn; stolpern.
Huma djadjungkang, handak balongkang, das Haus
steht schräg, will umfallen. TEla mina pisau dja-
djungkang, padjok olo, leg das Messer nicht schräg
(und zwar die Spitze nach oben,) es könnten Men-
schen sich daran stossen. Djadjungkang aku bilak
lawo, ich strauchelte, fiel beinahe. — Baradjung-
kang, alle schräg. — Djungkang djangking manan-
djong, stolpernd gehn, (steife Beine odereinen Dorn
im Fusse habend.) — Mandjungkang arepe sewu
danum, mit dem Kopfe voran ins Wasser springen, i
— Mandjungkang, wälzen, (nicht runde Dinge, son-
dern z. B. eine Kiste über Kant.) — Taradjungkang,
gewälzt werden können.— 1-Äpangadjungkang talo, er
wälzt alles, (was andre Menschen zu tragen pflegen.)
BADJUNTO, sehr viel, bei Haufen. Paräim ba-
djunto, dia ikau nahuang hatangae, du hast Reiss in
Menge, und willst ihn doch nicht ausleihen. — Dja-
djunto, djuntodjunto, in ziemlicher Menge. — Ba-
radjunto, überall in Menge, (z. B. Reiss in allen
Scheunen.)
BADJUPIT, oft gebraucht werden, (weil es be- I
quem, geschickt ist.) Djukong puna badjupit bara
arut, djukong (kleine Böte aus 1. Baumstamme) wer-
den öfter gebraucht (weil sie gemächlicher sind) als
grössere Böte. Olo tä badjupit imbit basara, basa iä
patjäh kamanangan, der Mensch wird oft gebraucht
bei Streitsachen, weil er geschickt im advociren ist. —
Kadjupit, das oft gebraucht werden.
BADJURAH, freundlich; offenherzig; unerschro-
cken, (im Sprechen.) Iä badjurah panjarungan olo,
er bewirthet freundlich alle Menschen, — ist sehr
gastfrei. — Iä badjurah alo dengan olo hai, er
spricht recht aus (offen, kühn) selbst mit grossen
Herren. — Djadjurali, djuradjura.h, badjadjurah,
badjuradjurah, ziemlich freundlich, etc. — Bctra-
djurali, alle freundlich, etc. — Mandjurahj mampa-
djurah, freundlich etc. machen. ?Ewe tau mampa-
djurah olo idjä puna pahawen, wer kann'jemand
unerschrocken, (offenherzig etc.) machen, der von
Natur blöde, schüchtern ist.
BADJURAN, s. budjur.
BADJURO, sich nicht lassen abschrecken, durch-
setzen; furchtlos, kühn; unverschämt. — Alo arä
bigal, badjuro kea iä hagoet halisang, obwohl viel
Räuber sind, er setzt es durch, geht kühn auf Reise. —
Djadjuro, djurodjuro, badjadjuro, badjurodjuro, ziem-
lich furchtlos, etc. — Baradjuro, alle kühn. —
Kadjuro, das Feststehn auf seinem Willen, Furcht-
losigkeit, Kühnheit, Unverschämtheit. Paham ka-
djuroe madja humangku, djari ingahanaku iä, gross
seine Unverschämtheit, er besucht mein Haus, ich
habe cs ihm verboten.
akan
BADJUT, ein grosser aber flacher Korb von Rot-
tan, mit enger Oeffnung und weitem Bauche. —
Habadjut, ein b. haben, gebrauchen. — Uäi
telo kabadjut, Rottan für 3. Stück badjut.
BADOA, basinta badoa, s. doa.
BADOADO, s. ado.
BADÜDUS, einen König, Sultan einsetzen,
run olo badudus hong Bandjar, kürzlich hat
in Bandjarmasin einen neuen Sultan installirt. —
Mandudus, zum König erheben; (trans, mit folgendem
Object.) Padadusan, Thron.
BADUKANG, ein essbarer Seefisch, der Rücken
dunkelblau, Bauch gelblich; lange Fülilfäden; wild
1—1| Fuss lang.
BADUKAR, nennt man einen lahmen, hinkenden
Büffel, hadangan. — Kwe badukar ita? wo ist unser
lahmer Büffel. — Spottend auch von Menschen gesagt.
BADUL, zu weich, stumpf, unbrauchbar; (Messer
etc., weil das Eisen nichts taugt.) Pisau tä badul,
djaton tau hapan, das Messer ist unbrauchbar, (zu
weiches Eisen,) man kann es nicht gebrauchen. —
Kabadul, Weichheit, Stumpfheit.
BADURAH, i. q. badjaruak, s. ruak.
BADURI, Sorte dicker Bambu, grün und gelb
gestreift. S. auch pantik baduri.
BADURO, eine Schlingpflanze, mit langer bohnen-
artiger aber nicht essbarer Frucht.
BADUROK, s. hantuen.
BADURON, (bas. Sang. = manalih,) zu jemand
gehn.
BADURONG, i. q. das gebräuchlichere banturong.
BADUS, wassersüchtig; geschwollen. Peres badus,
kabadus, die Wassersucht. Iä badus awi puli, er
ist geschwollen durch Gift. Käläh kuman ujah belä
badus, es ist gut Salz zu essen, aufdass man nicht
wassersüchtig werde. — Badus nasi, geschwollen
(vorübergehend, durch Erkältung, etc.) -— Babadus,
badubadus, etwas geschwollen, wassersüchtig. — Marn-
badus, aqfscliwellen, Wassersucht verursachen. (Gift
etc.)
BAGA, Name einer in der Vorzeit lebenden sehr
unzüchtigen Frau, die das balak, Instrument zur
Selbstschändung, erfunden hat. — Weiblicher Na-
me. — Babaga, bagabaga, als Baga = unsittlich,
unziemlich, (nur von Frauen gebraucht.) — Mam-
baga arepe, sich unsittlich, zu frei betragen. — Ka-
baga, Unsittlichkeit, Unziemlichkeit.
BAGAI, Sorte, wird nicht allein gebraucht, nur
mit sambarana; sambarana bagai, allerhand Sorten.
Bagabagai (mal. = sambarana) allerhand, alle Sorten.
Bagabagai ampin talo, alle Sorten Güter.
BAGALABA, verzweifelnd. Bagalaba atäie, djaton
paraba belom matäi, verzweiflend sein Herz, er giebt
nichts drum, ob er lebt oder stirbt.
BAGAMAT, s. gagamat.
BAGANAS, gaganas, ganaganas, unvorsichtig,
nachlässig. Ikau paham baganas maliaga talo, djaton
tegä, pusit bapelek samandiai, du gehst sehr unvor-
sichtig mit Sachen um, können nicht bleiben, es
bricht und knackt alles. — Baraganas, alle unvor-
sichtig. — Kaganas, Unvorsichtigkeit, Nachlässigkeit.
BAGAPIT, tadji bagapit, der kleine Sporn, der
sich am grossen Sporn mancher Hähne noch zeigt.
BAGARAK, (malaiisch, nur in Verbindung mit
djaton, nicht, gebraucht.) Djaton bagarak, sich nicht
bewegen, nicht voraus kommen.
BÄGAfeE, (wohl stammend vonara, Name,) ge-
nannt werden. Iä bagarä basat, er hat den Namen
(= man sagt) dass er ein Schurke sei. — Mang-
garä, nennen, einen Namen geben; meinen, den-
4*


28
BAG.
BAG—BAH.
ken. j£la manggarä aku maling, nenne mich nicht
einen Dieb. — lnggaräku iä djari durnah, ich meinte
er sei schon gekommen. — Tanggarä, zugesagt, ge-
weiht, (an Götzen, etc.). Bawoi toh djaton tau in-
djual, djari tanggarä akan parapah, dies Schwein
kann nicht verkauft werden, cs ist als Opfer ge-
lobt. ;— Hatanggarä sich einander einen Beinamen
geben um dadurch eines 3n. zu spotten. Hat z. B.
ein Freier einen Korb erhalten, nennt man sich,
so dass er es hört: sabelä, (d. Verschmäliete.); ist
jemand etwas vor der Nase weg geholt, was er selbst
zu nehmen dachte: sadjaun, (d. Betrübte). — Tang-
garä , d. sich Nicknamen geben. Narai tanggarän
äwen tä, was bedeutet es, dass die 2. sich Nickna-
men geben, = auf wen zielt es?
BAGARIT, (bandjar. = mandop) auf Jagd gehn.
BAGAWI, s. awi.
BAGEMET, i. q. bagamat.
BAGENTOI, (bas. Sang. = harut) ein Boot ha-
ben, gebrauchen.
BAGET/EI, gagetäi, getägetäi, i. q. badjeräh; die-
selben Ableitungen.
BAGI, Theil, Antheil. Toh puna bagim, dies ist
das dir zukommende Theil. Bagi haruä, sabagi, die
Hälfte,-halb; sabagi auch: ein Theil. Djari sabagi
ita akan Bandjar? Dia, haru sabagi djari, bagi duä
hindai. Sind wir schon halb (Wegs) nach Bandjar-
masin? Nein, erst 1. Theil ist, 2. Theile noch
nicht. (Also £.) — Zu grösserm Nachdruck wird bi-
lah oder bia dahinter gesetzt. Bagibia, bagibilah,
Theil; Antheil. Aku djaton bagibiaku dengan ra-
mom, ich habe durchaus keinen Theil an deinen
Gütern. — Babagi, bagibagi, vertheilt. — Bagi-
bagia, überall hin vertheilt. Karä ramoelepah bagi-
bagia akan olo, alle seine Güter sind an viele Men-
schen vertheilt. — Afawi&agtf,- liabagi dengan, theilen,
austheilen, vertheilen, mittheilen, geben. Djaton aku
mambagi ikau alo ikau blaku, ich gebe dir nichts,
wenn du auch bittest. — Mit Nachdruck: mambagi
mambilah. — Habagi, habagi habiah (oder babilah)
unter einander theilen. — Hababagi, habagibagi,
oft, lange theilen, mittlieilen. — Tarabagi, getheilt,
mitgetheilt werden können, mögen; irrthümlich thei-
len, etc. — Telo kabag i, 3. Theile. (Kabagi nur in
Verbindung mit Zahlen.) •— Pambagi, der gern
thcilt, mittheilt; die Theilung. Brangai aku tarimae,
djari pambagi mantir, gut, ich will' es annehmen,
es ist die Theilung des Häuptlings, (durch ihn so
getheilt.)
BAGIMAR, ein Spiel: man macht einen Duit
(Pfenning) mit Kalk auf einer Seite weiss, lässt ihn
auf einem Brette drehen, und bedeckt ihn während
des Drehens mit einer Tasse. Dann muss gerathen
werden ob die weisse oder die andere Seite oben liegt.
BAGISAH, unruhig; veränderlich. Bagisah ampie
olo tä, mikäh aton kasalae, unruhig das Vorkommen
des Menschen, vielleicht hat er Böses gethan. Ba-
gisah manempo, beständig von Herrn verändern,
von einem Herrn zumandern laufen, (wozu die daj.
Sclaven, wenn jemand ihre Schuldsumme bezahlt,
das Recht haben.) — Gagisah, gisagisah, ziemlich
unruhig. — Baragisah, alle unruhig. — Manggis ah.,
mampagisah, pagisah, unruhig machen. Narai talo
manggisah ikau, ikau djaton tau manetep, was ist
es das dich so unruhig macht, so dass du nirgends
bleiben kannst? (immer hin und her gehst, oder:
oft verziehst.) — Kagisali, Unruhe, Unbeständigkeit.
BAGIUGIUR, s. gagiur.
BAGO, männlicher Name.
BAGOJOR, manggojor, mühsam, langsam, (gehn.
arbeiten, wegen hohen Alters oder Krankheit.) —
Gagojor, gojogojor, ziemlich mühsam, langsam. —
Baragojor, alle mühsam.
BAGUNDA, i. q. badjaruak, Spur, Geleise haben,
(ein Weg.) s. ruak. Bagunda wird oft dann gebraucht,
wenn die Spur nicht durch Menschen, sondern durch
Thiere oder geschleppte Baumstämme entstanden
war. — Gagunda, gundagunda, etwas ausgetieft, aus-
getreten. — Baragunda, alle bagunda. Karä djalan
baragunda toh awi olo paham baramo, alle Wege
haben jetzt Spurgeleise, weil man viel Bauholz holt.
BAGUNDJÄ, unruhig, (nur von Büffeln gesagt,
welche in ein Boot geladen sind.)
BAGUNTAN, Name eines Flüsschens in Pulope-
tak, im Trusan.
BAH, ’he, ei, och! (Ausruf der Verwunderung.)
Mamam djari matäi. Bah, djaton iä haban! Dein
Oheim ist gestorben. Ei, er war ja nicht krank! —
Bah, bäh, buh, (gewöhnlich als Präfix vor das Wort
gesetzt,) plötzlich. Banduae lundjungku, plötzlich
nam er meine Lanze.
BAHA, Schulter. Bahan taradju, der Wagebalken,
Balken an einer Wage.
BAHA, Blutschwäre, grosse Schwäre, Geschwür.
— Baba handipä, (Schlangenschwäre,) eine lange, oft
sich über ein ganzes Glied hinziehende Schwäre. —
Baha karing tiefliegende innre Schwären. — Baha
pandalam, sehr grosse Geschwüre, wodurch der Lei-
der gewöhnlich zum Krüppel wird. — Baha punti,
ein Geschwelt welches nicht zum eitern kommt; hält
oft Monate lang an. — Baha sambatang, grosse,
längliche, tiefliegende Schwäre. — Djaton tau aku
mamapak baha hong lingkauku, manguit duhi bong
likutku, ich kann nicht eine Schwäre an der eignen
Stirn aufstechen, ausziehn einen Dorn aus meinen
Rücken, = ich kann nicht Richter in meiner eignen
Sache sein, (sagt man, wenn der Häuptling eine Klage
nicht annehmen will, und sie unter einander abzu-
machen anräth.) — Babalia, Schwären haben. —
Bahabdha, als eine Schwäre. — Pambaha, oft an
Schwären leidend.
BAHAJA, Gefahr. Bahaja awi asang, Gefahr von
Feinden. Bahaja kahem, Gefahr um unter zu sin-
ken; (ein Boot.)
BAHAJAN, s. barabahajan.
BAHAJUT, (nur in Verbindung mit djaton, nicht,
gebraucht.) Djaton bahajut, djaton barahajut, schnell
und ohne Mühe. — Käläh aku mangahau akaku,
djaton bahajut iä mawie, wohl, ich will meinen äl-
tern Bruder rufen, er wird es schnell und sonder
Mühe machen.
BAHAKEN, Stiche, Krämpfe, die von den Scham-
theilen ausgehend bis in die Brust aufsteigen.
BAHALAI, offen, nicht aneinander genäht. — Ta-
pih bahalai, ein Stück Zeug, welches man nicht
zu einem tapih, Unterrock, zusammen näht, son-
dern als Decke gebraucht.
BAHALAP, gut, brav, reich, schön; günstig,
freundlich. — Olo bahalap, wohlhabende Leute.
Andau idjä bahalap, ein glücklicher, günstiger Tag.
— Bahdhalap, bahalahalap, hahalap, halahalap, ziem-
lich gut, etc.; (befehlend: sehr gut.) — Pangahala-
halap^ alle gut, reich, etc. — Pangkabalap, am bes-
ten, reichsten, etc. — Mampahalap, etwas schön ma-
chen, in Ordnung bringen, schmücken; versöhnen.
Iä djari mampahalap aku tinai dengan Nihin, er
hat mich wieder mit Nihin versöhnt. Iä mampaha-
lap aughe hong baun olo, beken amon hong likut
olo, er macht seine Worte schön (= gebraucht schöne
Worte) im Gesicht der Menschen, anders wenn er


BAH.
BAH.
29
hinter ihrem Rücken ist. — Tarapahalap, schön ge-
macht, etc. werden können. — Kahalap, Schönheit,
Güte, Reichthum etc.
BAH AMP AK, (bas. Sang. = batadjim,) scharf, spitz.
Buno bahampak, eine spitze Lanze.
BAHAN, männlicher Name; (von baha, Schulter.)
BAHANDJONG, (bas. Sang. = blua) heraus gehn.
Bahandjong siro, geh aus dem Hause.
BAHANDO, zögern, furchtsam, verlegen stehn
bleiben, (beschämt, furchtsam, wenn man zu jemand
gehn will und es nicht recht wagt.) ?Ela baliando
bong ruar, palus bewäi, bleib nicht verlegen draussen
stehn, komm nur herein. — Haliando^ handohando,
ein bischen zögern. — Barahando, alle zögern. —
Afampahando, machen, dass man zögernd stehn bleibt,
(z. B. Gezänk, welches man im Hause hört, etc.) —
Kaliando, das verlegene Zögern, Stehn bleiben.
BAHANDONG, (bas. Mantangai) i. q. habandong,
s. bandong.
BAH ANGGUT, i. q. palianggut; s. hanggut.
BAHANGKA, schräg ablaufen, (die Schultern, so
dass der Hals recht frei aussteht.) — Bahahangka,
bahangkahangka, etwas schräg, (die Schultern.) —
Kaliangkay d. Schrägstehn der Schultern.
BAHANGKANG, (bas. Sang. = bahalap;) schön;
geziert.
BAHANJAM, (bas. Sang. = imbungas;) geschmückt,
geziert. Bahanjam djalatien, bahangkang pulu, er
ist geziert neunfach, geschmückt zehnfach, (= sehr,
ungemein.)
BAHANJONG, i. q. bahajong, s. hajong.
BAHANTAL, (bas. Mantangai) i. q. habantal, s.
bantal.
BAHANTANG, i. q. habantang.
BAHANTAP, (bas Sang. = pähes) stark, heftig.
Salatan baliantap, heftiger Wind.
BAHANTJAP, i. q. mantjap, s. antjap.
BAHAR, männlicher Name; (von mahar, gegen-
stossen.)
BAHÄSA, i. q. basa, Sprache.
BAHASENG, (bas. Sang. = bara tahaseng,) Äthern
haben. Bahaseng pandjang, banjamä ambo, langen
Äthern haben und hoch von Mund sein, = lange
leben. — Gewöhnl. Daj. r kräftig, mit starkem Äthern;
(tahaseng, Äthern.) Iä tä paham bahaseng simpel,
sampai meto tembus awi dameke, er schiesst sehr
kräftig mit dem Blasrohre, sodass die Tliiere durch-
bohrt werden von seinen Pfeilen.
BAHASUT, ausfahren, (Geister aus jemandem.)
Dewa mangumpang iä, bahasut handjulo, haluli
tinai, Geister besitzen ihn, (er ist besessen,) sie fah-
ren aus eine kleine Weile, kommen wiederum zurück.
BAHAT, die untersten dicken, in die Hauspfosten
gekeilten Queerbalken; auf dieselben kommen die
näher aneinander liegenden, dünnem Gahagan, auf
welche dann die Lasäh, Flur, gelegt wird. — Bahat
lewu, das Haupt des Dorfes. Rasdin tä bahat hapus
Bandjar, der Resident ist das Haupt von ganz Ban-
djarmasin. — Mambahat., die bahat legen; horizontal
ausstrecken. Andau toh ita mambahat huma, heute
legen wir die bahat unsres Hauses. — Tawä mam-
bahat edae, der Tawäbaum streckt seine Aeste hori-
zontal aus. — Habahatbahat haben. Humangku
habahat kahoi, mein Haus hat bahat von Kahoi-
holz. — Ramo akan äpat kabaliat, Bauholz für 4.
Stück bahat.
BAHATA, Wegzehrung, Proviant, Lebensmittel,
die man auf eine Reise oder aufs Feld mitnimmt.
Iä hagoet, manetes, bahatae limä gantang, er geht
Rottan schneiden, seine Wegzehrung 5. gantang
(Reiss; da man täglich k G. nöthig hat, will dies
sagen: er wird circa 20 Tage ausbleiben.) — Haba-
hata, als Wegzehrung haben, mitnehmen. Iä liaba-
hatah rear bewäi, djaton mimbit behas, er nimmt
nur Geld zur Wegzehrung mit, nimmt keinen Reiss
mit sich. — Afotaa, mambahata, mit Wegzehrung
versehn; beköstigen. Keton bagawiakan Rasdin, äwe
mahata keton? Mahata arep ikäi. Wenn ihr für
den Resident arbeitet, wer beköstigt euch ? Wir be-
köstigen uns selbst.
BAHATA, das Fleisch zwischen dem Daumen und
Zeigefinger. — Amon kimpis bahata, djarang belom
olo, wenn das Fleisch zwischen Daumen und Zei-
gefinger ganz eingeschrumpft ist, bleibt ein Mensch
selten am Leben.
BAHATAK, i. q. habatak.
BAHATAL, i. q. habatal.
BAHtE, (bas. Kali.) i. q. barah, glühende Koh-
len. Dieselben Ableitungen.
BAHEDJER, i. q. baliidjir.
BAHEKANG, ein 2. Fuss langer Süsswasser-Fisch;
schwarzbrauner Rücken, gelblicher Bauch; der Kopf
spitz.
BAHEKEN, den Leib auf die Ellenbogen oder
Hände stützend. Iä mondok baheken lengäe, er
sitzt gestützt auf seine Hände.
BAHEKEN, (bas. Sang. = mahoroe) längs. Ma-
namuäi baheken liawon, reisen längs den ganzen
Himmel, (weit, überall.)
BÄHEN, männlicher Name; (von bahä, glühende
Kohle.)
BAHENA, i. q. bahenda, s. henda.
BAHENDJONG, (bas. Sang. = bakas,) alt. Djari
bahendjong toto bitim, du bist schon sehr alt.
BAHENGKA, (bas. Sang, = hagoet,) weggehn.
BAHENTENG, i. q. habenteng, s. benteng.
BAHERANG, (bas. Sang. = haru,) kürzlich, vor
kurzem; jetzt erst. Matanandau baherang pandang,
die Sonne fängt jetzt erst an warm zu scheinen.
BAHESJEI, röchelnd. Bahesäi tahasengku awiku
ujuh, röchelnd mein Äthern, weil ich sehr ermüdet
bin.
BAUE WANG, lang und schlank, (Menschen, Bauch
und Taille klein.) — Haliewang, hewahewang, ziem-
lich schlank. — Kahewang, Schlankheit.
BAHIMBING, s. imbing.
BAHINAK, djaton hinahinak, noch lange nicht.
jEla mendäh iä, bahinak (oder: djaton hinahinak) iä
dumah, warte nicht auf ihn, er kommt noch lange nicht.
BAHINDJAK, (bas. Sang. = bahundjeng) irgend-
wo auf stehn.
BAHING, (bas. Sang. = augh) Wort, Getön. Ba-
hing bandil, das Krachen der Kanonen.
BAHIRI, neidisch, abgünstig; beneiden. Iäbahiri
aku tatau, er ist neidisch, dass ich reich bin. —
Hahiri, hirihiri, etwas neidisch, etwas beneiden. —
Kaliiri, Neid, Missgunst. Malampangan kahiri, je-
mands Neid erwecken, neidisch machen. — Ilaka-
hiri, einander beneiden.
BAHIRING, (bas. Sang. = impanjihi) geschärft,
geschliffen. Dohong baliiring sarae, ein Schwert ge-
schliffen seine Seite.
BAHIT, männlicher Name.
BAHO, nennt man ein Reissfeld vom 2—6. Jahre;
(länger wird es nicht gebraucht; oft nur 2—3. Jahre;
im ln. Jahre heisst es himba.) — Hindai aton bahoe
dapit, amon dia ikau mahimbae helo, es wird spä-
ter kein balio sein, wenn du nicht erst ein himba
machst , (“mühsamer Anfang, gutes Ende”, sagt man,
jemanden zu einer mühsamen Arbeit ermunternd;


30
BAH—BAT.
BAI—BAK.
liimba von einer Strecke Waldes machen ist natür-
lich schwer.) — 'Habalio, ein baho haben; schon
baho sein. Tanangku habalio, djari duä njelo toh
aku malae, mein Feld ist schon baho, dies ist das
2e Jahr dass ich es bearbeite. — Mambaho, zu baho
machen. Aku djari malan njelo toh mambaho be-
wäi, puna djaton bahalap paräie, ich habe dies Jahr
das Feld bestellt nur um baho zu machen, ich
weiss wohl das der Reiss (auf himba) nicht gut wird.
BAHOI, ein Götze, der Sohn von Mahatara, der
Bruder der Putir santang. — Männlicher Name.
BAHONDOK, s. mondok.
BAHONG, s. tingang bahong.
BAHOROE, bahoroi, s. horoi.
BAHOWOK, geräuchert, (Fische, mit den Schup-
pen und Eingeweide.) — Lasolaso bahowok, djaton
toto mandang andau toh, es ist nur räucherwarm,
(dumpf und nicht sehr warm,) nicht sehr warm
heute. — Mambaliowok lauk, Fische mit Schuppen
und Eingeweide räuchern.
BAHOWONG, (bas. Sang. = pasah,) Hütte. Nang-
kaulah bahowong, eine Hütte errichten.
BAHUA, i. q. taheta, neu. Arut bahua, ein neues
Boot.
BAHUANG, Bär. — Dengedengen bahuang, et-
was taub, (so taub als ein Bär) sein.
BAHUANG^ (bas. Sang. == huang,) Wunsch, Be-
gierde. Bahuang pandjang, lange (i. e. starke) Be-
gierde.
BAHUJA, eine Art kleiner Frosch.
BAHÃœKAM, ein Fluss und Landstrich der Pari,
nordöstlich vom Dusonstrome.
BAHULA, s. boholbahula.
BAHULAI, s. pakihu bahulai.
BAHULAN, ein Stück Holz, in welches man das
Eisen steckt, welches man glühend machen und
schmieden will; vertritt beim Schmieden also die
Stelle unsrer Zange.
BAHUM, gemeinschaftlich (etwas thun;) wird sei-
len allein gebraucht, häufig als Verstärkung hinter
das diesselbe Bedeutung habende Wort pakat gesetzt.
Dieselben Ableitungen als bei pakat. — Männlicher
Name.
BAHUNANG, barahunang, (bas. Sang. = melai,)
bleiben, verweilen. Bahunang kadjan Djalajan na-
landjat, es verweilt der Besuch der Sangiang nur
kurze Zeit.
BAHUNjEI , ein nicht sehr gross werdender Baum,
höchstens 2. Fuss im Unfang; Holz und Bast röth-
lich.
BAHUNGAP, barahungap, (nur in Verbindung
mit djaton, nicht, gebraucht;) sich nicht widerset-
zen , keinen Widerstand bieten können. Djaton
bahungap iä tä, amon aku manawan iä, er kann
sich nicht widersetzen, wenn ich ihn gefangen nehme.
BAHUT, früher, (vor einigen Monathen; ist es
länger: bihin; von vielen Jahren: horan.) Kindjap iä
madja bahut, früher besuchte er uns oft.
BAHUTtEI, ein fabelhafter schwarzer Hund; er
greift, (natürlich ohne gesehn zu werden,) Menschen
an, welche dann krank werden, an heftigen Stichen
und Krämpfen schnell sterben; auf der Leiche er-
scheinen dann schwarze Flecken. Die Krankheit be-
ginnt mit Fieber, der Körper wird steif und lahm,
der Kranke phantasirt stark, die Brust röchelt. —
Olo tä inangkarap bahutäi, der Mensch ist vom
bahutäi angefallen.
BALELE, s. iä.
BAING, dick auf einer Seite, (auf der andern nicht,
das Gesicht und andere runde Dinge.) Bua enjoh
toh baing, djaton bahalap, diese Kokosnuss ist nur
auf der einen Seite ausgewachsen, sie ist nicht gut.
— Babaing, baibaing, etwas baing.
BAIR, männlicher Name.
BAJA, nur; ausgenommen, äusser, aber, sondern.
Baja ombet bewäi, nur zureichend, (bleibt nichts
über.) Baja idjä bewäi sondauku, ich fand nur eine.
Djaton olo beken madja baja iä, niemand besucht
uns äusser ihm. — jEla ikau omba, baja melai hong
huma, geh nicht mit, sondern bleib im Hause. —
Babaja (bajabaja) ombet, nur eben (kaum) hinrei-
chend.
BAJAN, kleiner grüner Papagai. — Männlicher
Name.
BAJANG, Kreisel, Pindop, (Spielzeug für Kin-
der.) — Habajang, mit einem Kreisel spielen. —
Babajang, bajabajang, als ein Kreisel. Bahalap bun-
tise, babajang ampie, sie hat schöne Waden, als ein
Kreisel ihre Gestalt. — Mambajang, zum Pfände set-
zen, (etwas gleichsam zum Kreisel machen, mach es
laufen wie und wohin es will.) Gebraucht, wenn
man pado, einen Process, eine Klagsache beginnen
will, und man kein ampar amak (Sporteln für den
Häuptling, welche vorausbezahlt werden müssen,)
auch kein gadai (Pfand, dass man etwaige Bussen
tragen will) hat. Aku pado, tapi djaton ramongku,
mambajang takolokku wäi, ich will processiren, aber
ich habe keine Güter, wohl, ich mache meinen
Kopf zum Kreisel, (verpfände ihn, will Sclav werden
wenn ich verliere.) Kaju akan telo kabajang, Holz
für 3. Stück Kreisel.
BAJAR, malaiisch) i. q. tahor, Bezahlung. —
Mambajar, babajar, habajar dengan, bezahlen. —
Hababajar, habajabajar, immer, oft bezahlen; in
kleinen Posten abtragen, bezahlen. — Tarabajar, be-
zahlt werden können.
BAJAT, kabajat, Geschwätz, Gezänk; (von Frauen;
Männer: bitak.) — Weiblicher Name. -— Lalehan
bajate, es ist zu arg mit ihrem Gezänk. — Babajat,
geschwätzig, zänkisch. — Bajabajat, ziemlich ge-
schwätzig. — Habajat, schwatzen, zanken. — Mam-
bajat arepe, sich ans Schwatzen, Zanken übergeben.
BAJAU, ein gerade aus stehendes, 1| Fusslanges
zweischneidiges Messer; wird als Waffe gebraucht. —
Männlicher Name. — Habajau, ein bajau haben,
gebrauchen.
BAJO, kabajo, das verdorbefi sein; das verdor-
bene; (nur von gekochten und dann zu lange be-
wahrten Speisen; gebräuchlicher basi, wohinter bajo
oft gefügt wird.) Paham kabajoe djaton tarakinan,
zu sehr sein verdorben sein, es ist nicht zu essen. —
Ikau manenga bajo bewäi, du giebst nur Verdorbe-
nes, (immer nur alte Speisen vom vorigen Tage.) —
Babajo, verdorben. Bajobajo, etwas verdorben.
BAJOR, ein im Innren Borneos wachsender dicker
Baum; das Holz sehr weich.
BAK, chinesischer Tusch.
BAK, platsch! — Bak iä lawo danum, platsch
fällt er ins Wasser. — Mebak, platschend, zischend
(wenn man etwas durchhaut, etc.) Ikau bahanji
malawan aku, mebak igh ikau inedjepku, du wagst
mir zu widerstehen, zischend (blitzschnell und ge-
waltig) wirst du von mir mit dem Schwerte ge-
hauen. — Mebamebak, bamebamebak, anhaltend
platschen. Andau udjan mebamebak haliai, der Re-
gen platscht stark herab. — Kamebak, das Platschen,
Zischen. — Barakamebak, sarakamebak, stark und
überall platschen.
BAKÄ, babaka, wie doch, was doch, für was;
i um zu, so dass; fortwährend, immer. Baka talo tä,


BAK.
BAK.
31
was doch für Sachen das, = für was doch das! (ist
nicht genug, man kann nichts damit machen.) Baka
iolih, wie sollte das doch können! (es kann nicht.)
Peres baka matäi, eine Krankheit um zu sterben, =
eine tödtliche. — TEwe baka gawi, wer um es zu
thun, = wer will, soll es thun. Baka ikäikäh,
furchtbar, fürchterlich.— Nihau baka nihau talo awim,
verloren, immer verloren Dinge durch dich, = du
verlierst immer, alles. Bari baka bari djaton balute,
Reiss immer nur Reiss, keine Zukost.
BAKAH, (bas. Mantangai) i. q. badjakah.
BAKAKA, ein von Fischen lebender Raubvogel,
etwas kleiner als eine Taube; grüner Rücken, gelbe
Brust; Füsse und Schnabel roth; der Schwanz kurz.
BAKAKAHEM, s. kahem.
B AK AKAI, weit geborsten, auseinander stehn; (z.
B. zu reife Früchte.)
BAKAKIR, s. akir.
BAKAKIS, s. akis.
BAKAKUJO, s. kakujo.
BAKAL, Stoff, Material. — Narai indu bakal
arut? Tabalien. Was ist das Material des Boots?
(wovon ist es gemacht?) Eisenholz. — Bakal banä,
Material eines Ehemannes, = Bräutigam. Bakal sa-
wangku, meine Braut. — Ikau indu bakal inggan-
t.ong olo, du wirst noch gehangen werden. — Ha-
bakal, barabakal, Material für etwas haben; zum
Stoff haben, (z. B. ein Boot habakal Eisenholz.) —
Babakai, bakabakal, habakal, barabakal, im rohen,
nicht gehörig ausgearbeitet. Karä gawim uras baba-
kal, djaton mahin djari, alle deine Arbeiten sind
nur so ins rohe hin, nicht eine ist gehörig vollendet.
— Mambakai, habakal dengan, ins rohe arbeiten.
Mambakai besäi, Ruder ins rohe arbeiten, (ihnen
nur die ungefähre Gestalt geben, um sie später vol-
lends auszuarbeiten.) Aku malan mambakal bewäi,
liindai t.oto wajahe, ich fange nur vorläufig an auf
dem Felde zu arbeiten, (kappe Gras und Busch-
werk weg,) es ist noch nicht die rechte Zeit (um es
wirklich zu bestellen.) — Hababakal, habakabakal,
immer, alles nur ins rohe bearbeiten. — Kabakal,
Rohheit, unvollendeter Zustand. — Pambakal, Name
eines niederen Häuptlings, welcher Sachen nur vor-
läufig abmachen kann.
BAKALAH, s. alah.
BAKAL ANG AN, i. q. bakaliangan, s. kaliangan.
BAKALAR, i. q. bakarar, s. karar.
BAKAL ATI, (bas. Sang.) i. q. mangalati, s. ka-
lati.
BAK.ALIKIR, i. q. bakarikir, s. karikir.
BAKALTL1NG, i. q. das mehr gebräuchliche haka-
liling, rund umher.
BAKALINDA, s. linda.
BAKALINGOLINGO, (bas. Sang.; doch auch im
gewöhn 1. Daj. gebraucht,) verlangen, (nach Menschen,
Orten, Dingen, die man schon kennt, also eine Art
Heimweh.) Bakalingolingo huangku buli akan Ban-
djar, ich habe grosses Verlangen wieder nach Ban-
djarmasin zu gehn.
BAKAM, ein kleines Töpfchen, (z. B. ein Tin-
tenfass.) — Bakam bakatak, (Froschbakam) länglich
oval, schmal, grün; b. bangau, weiss, rund; b. ba-
rajar, (segelndes b.) achteckig, gelb oder grün; b.
batu, (Stein bakam,) grün, rund; b. kasa, ein glä-
sernes bakam. — Habakam, ein bakam haben, ge-
brauchen; — grosse Blasen haben, (Oehl von Ko-
kosnüssen, kochend.) Djari habakam tarae, tokep
undus, es giebt schon grosse Blasen beim Aufko-
chen, dicht das Oehl, == das Oehl ist fast fertig,
geklärt. — Babakam, bakabakam, als ein bakam,
Narai talo hetä babakam ampie? was ist das dort,
welches wie ein bakam seine Gestalt?
BAKAMBAN, (bas. Sang.) i. q. baliau. s. liau.
BAKAMBAT, ein Flüsschen unten in Pulopetak,
nach der Pflanze kakambat so genannt.
BAKAPAL, dick, (platte Dinge; runde: hai;) dicht,
zahlreich. Papan bakapal, eine dicke Planke. — Ba-
halap tanan olo hetä, bakapal paräie, gut die Felder
der Menschen dort, dicht steht ihr Reiss. Bakapal
olo hetä, es sind dort viel Menschen. Bakapal dja-
wape, er widerspricht immer. — Bakakapal, baka-
pakapal, ziemlich dick, etc. — Pangakapakapal, alle
dick, überall viel. — Mangapal, mampakapal, pakapal,
dicker machen; vermehren. Pahalau manipis papan katil
tä, laku beken hapa mangapale, zu dünn das Brett
jener Bank, hol ein anderes, um es dicker zu machen,
(es noch aufs andere zu legen.) Bahali ita äpat ma-
mangun huma, käläh ita mangapal bitin ita, müh-
sam wir 4. richten das Haus auf, lasst uns unsre
Zahl vermehren, (noch Helfer suchen.) — Kakapal,
Dicke; grosse Anzahl.
BAKAR, männlicher Name; (im Malaiischen: bren-
nen).
BAKARA, eine Art Affe, wird bis 4. Fuss lang,
hat eine lange, weiche abhängende Nase, sehr rauch,
Arme und Beine braunroth, Nacken und Brust
weisslich, Schwanz lang, die Stimme ein dumpfes
röchelndes Getön.
BAKARAMANG, i. q. bakarambang, s. krambang.
BAKARIK, genau durchsucht, (wird seltner allein
gebraucht, oft als Verstärkung hinter bakikir ge-
setzt.) — Mangarik, hakarik dengan, genau durch-
suchen. — Hakakarik, hakarikarik, oft, lange mang-
arik. — Kurakkarik, alles genau durchsucht, durch-
wühlt. — Pangarik, der gern, alles durchsucht.
BAKARUT, s. arut.
BAKAS, alt, ein Aeltester, Häuptling; als ein Al- -
ter. Iä djari bakas, er ist schon alt. Kaju bakas,
alte Bäume. Bakas lewu, Häuptling des Dorfes. —
Iä bakas aughe, er spricht wie ein Alter. Iä bakas
bua rangas, aku djaton paraba iä, er ist alt als die
Rangasfrucht, ich scheue mich nicht vor ihm. (Die
Frucht des Rangasbaums ist bitter, wird nicht ge-
braucht, also: obwohl er alt ist, er ist doch ein ar-
mer, nichtsbedeutender Mensch.) — Babakas, baka-
bakas, ältlich. — Pangabakabakas, alle alt; alle (sind)
Häuptlinge. — Pangkabakas, der älteste. — Tam-
bakas, der älteste unter Geschwistern. Ikäi hampa-
hari hanja biti, Saloh tarn bakas ikäi, wir sind unsrer
8. Brüder, Saloh ist der älteste von uns. — Manam-
bakas, jemanden zum Häuptling machen. — Kabakaä,
Alter. Paham kabakasc, djari howan, hoch sein Al-
ter , er ist schon greiss.
BAKAS AL AN, s. sala.
BAKAS AN, i. q. bangkasan.
BAKASI, (vielleicht von asi,) herzlich, dringend
bitten; wird nur gebraucht in Verbindung mit ba-
tawar, dingen, abdingen. Aku bakasi batawar intu
ikau, djaton hapaku manahor sukup, ich bitte dich
herzlich etwas zu erlassen an meiner Schuld, ich
habe nicht um voll zu bezahlen.
BAKASINGEN, s. basingen.
BAKATAK, Frosch. Frösche werden von den Daj.
gern gegessen. — TEla manggurak anak awau, iä
kilau tulang bakatak bewäi, schüttle den Säugling
nicht, er hat nur Knochen als Froschknochen; (so
weich.) Lalehan augli olo hetä, kilau bakatak ma-
gas, stark das Geräusch der Menschen dort, als wenn
Frösche in Menge kommen.
BAKATAN, s. kata.


32
BAK.
BAK.
BAKATOKEP , (bas. Sang. == tokcp ,) dicht,
nahe.
BAKAU, ein Baum, wächst dicht bei der See,
die Gestalt fast als Trauerweiden; von der Wurzel
macht man Pfeile. — Habakau, bakau irgends wach-
sen. Hetä habakau, dort sind Bakaubäume.
BAKAüM, liakaüm, noch im gemeinschaftlichen
Besitze, noch nicht getheilt. Ontong ita halisang
hindai imbagi, ikäi mahagae hakaüm, der Gewinn den
wir auf unserer Reise hatten ist noch nicht getheilt,
wir bewahren ihn noch gemeinschaftlich. — Kau-
kaum, als in Gemeinschaft besitzend (z. B. ein Boot
gebrauchen.) — Pangaüm, der sich oder seine Güter
gern mit andern associirt.
BAKAWIT, s. awit.
BAK7EHEK2EHES, s. mangkähes.
BAK/EI, Art kleiner Affe, wird bis 1| Fuss gross,
greis, die Brust heller, hat langen Schwanz, seine
Stimme: kirräh. — Kwäka iä djera, hindai toto imu-
kul, djera bakäi inetek ikolie, was sollte er abge-
schreckt sein, er ist noch nicht gehörig geschlagen,
ist scheu als ein Bakäi dem der Schwanz abgehauen
ist, = nur für kurze Zeit. — Bakäbakäi, als ein
Affe.— Manarunan bakäi, einen Affen herab holen,
herabbringen, nennt man das folgende Spiel: man
windet jemand ein grosses Tuch um den Kopf, über
das Gesicht her, worauf 2. Menschen ihn an dem
Tuche schütteln und hin und her ziehn und drehn,
etwa 10. Minuten lang; es wird dabei ein langer
Zauberspruch in malaiischer Sprache hergesagt. Der
also Geschüttelte ist dann etwa |. Stunde lang als
toll, läuft andern nach, sucht sie zu beissen, etc.
SAKEKAH, s. äkäi.
BAKEBEKEBER, s. kakeber.
BAKEDJUKEDJUT, s. kakedjut.
BAKEP, werden die guti, Läuse, an Leichen ge-
nannt, sobald ein Mensch gestorben ist. — Habakep,
Läuse haben. Hantue paham habakep, seine Leiche
sitzt voll Läuse.
BAKEREKEREK, s. kakerek.
BAKEROKERUS, s. kakerus.
BAKESEK, kesekesek, schnell wieder weggehn, es
eilig haben, (bei Besuchen, nicht lange bleiben.) Eia
pahalau bakesek, busik helo, geh nicht so gleich wie-
der fort, spiele erst, (i. e. bleib etwas sitzen, lass
uns zusammen sprechen, etc.) — Barakesek, alle
bald wieder fort gehn. — Mangesek, hakesek dengan,
mampakesek, pakesek, jemand anmuntern, andrin-
gen um bald fortzugehn. — Kakesek, das Eile ha-
ben, schnell wieder fortgehn. — Pangesek, der im-
mer zum schnellen Weggehn anreizt, forttreibt.
BAKETEP, geduldig; getreu; anhaltend; stand-
fest. Iä baketep bagawi, djaton maku malajan, er
arbeitet anhaltend, will nicht aufhören, (ausruhen.)
Alo sawae magon marajap, iä baketep dengae, ob-
wohl seine Frau sich fortwährend schlecht beträgt,
hält er sich getreulich zu ihr. — Kateketep, ziem-
lich anhaltend. — Baraketep, alle ziemlich anhal-
tend. — Pangaketeketep, alle anhaltend, etc. — Ma-
ngetep arepe, mampaketep (oder paketep) arepe,
sich an etwas weihen, hingeben, geduldig und stand-
fest bei etwas bleiben. Iä mangetep arepe malan
bewäi, er hält sich nur an die Feldarbeit, (thut
nichts anderes.) Iä mangetep arepe dengan tempoe,
olo indjara olo djaton kea maku mindali, er bleibt
standfest bei seinem Herrn, obwohl er geschlagen
wird, will er doch nicht fortgehn. — Kaketep, Ge-
duld, Standfestigkeit, Anhalten.
BAKI, eine im Innrcn Borneos wachsende Pflanze,
die Blätter werden als Sirihblätter gebraucht.
BAKI, Rolle. Bakin tali, eine Rolle Strick. (10
depä, Klafter, gehn gewöhnlich auf ein baki.)
BAKIBAKIP, s. babakip.
BAKIEKIEP, s. kakiep.
BAKILAH , (bas. Kahaian) i. q. lawo, fallen. —
Mangilali, hakilah dengan, niederwerfen; auswerfen.
Ingilahku iä bara huma, ich habe ihn aus dem
Hause geworfen. Djari mangilah andau, der Tag ist
gefallen, (es ist gegen Abend.)— Hakilah, einander
stossen, niederwerfen.
BAKINJIKINJI, s. kakinji.
BAKIPAI, (bas. Sang. = hakitik) Flossen haben.
Lauk lanting bakiting buno, bakipai timpong, der
Lantingfisch hat Lanzen als Schuppen, Timpongzeug
als Flossen.
BAKITING, (bas. Sang.) s. bakipai.
BAKNAI, (bas. Sang. = haknai,) einen Bauch
haben. Baknai bulau, einen goldenen Bauch haben.
BAKO, gestollt, geronnen; d. Geronnene; — dumm,
unbehülflich; Dummheit. — Bakon undus bawoi tau,
bakon olo djaton tarahapan, das Gestellte des Fet-
tes des Schweines kann (gebraucht werden,) die
Dummheit eines Menschen ist nicht zu gebrauchen,
(sagt man einen unbehiilflichen Menschen schel-
tend.) — Babako, bakobako, als geronnen, ein we-
nig geronnen, etwas dumm, ungeschikt. — Pang-
kabako, am dümmsten, unbehendesten. — Barabako,
alle etwas geronnen, etc. — Pangabakobako, alle
geronnen, dumm. — Mambako, mampabako, pabako,
gerinnen machen; verwirren. Narai talo mambako
ikau, was macht dich so verwirrt?— ÄadaÄo, d. ge-
ronnen sein; Dummheit, Unbehülflichkeit, Verle-
genheit..
BAKOBOKOBUT, s. kakobut.
BAKOHAS, (bas. Sang. = malangkah) übertreten.
Bakarak petäh apangku, bakohas djandjin amaku,
verbrochen der Befehl meines Vaters, übertreten ist.
die Verheissung meines Oheims.
BAKOHIT, i. q. bakuit, s. kuit.
BAKONG, eine Wasserpflanze; sie wächst an den
Ufern der Flüsse, oft weit in den Fluss hinein,
und es werden dann bei starker Fluth oft. ganze
Inseln davon weggespühlt,. Der Stengel wird geges-
sen; die langen breiten Blätter gebraucht, man als
talusong, als die äussere Umhüllung der Harzlich-
ter. — Habakong, bakong irgendwo sein, wachsen.
BAKRAIN, s. karain.
BAKUAKUAU, s. kakuau.
BAKUHIT ATET, i. q. babuhit atäi, s. buliit.
BAKüM, der Ruf der Tabuan, (eine grosse grüne
Taube.) Bakum augh tabuan hetä, da lässt die Ta-
buan ihren Ruf hören.
BAKUMIS, i. q. bakamis, s. kamis.
BAKUMPAI, mit Kumpai, einer grossen Wasser-
pflanze , bewachsen. — Name der Stadt und des
Landstrichs Marabahan. Olo Bakumpai, Menschen
von Marabahan.
BAKUNTENG, ein kleiner essbarer Pilz, oben
weisslich, unten braun; wächst auf faulem Holze.
BAKURA, s. bakurbakura.
BAKUT, eine Krankheit; sie fängt mit Anschwel-
len der Fussgelenke an, und steigt nach und nach
auf bis zu den Knieen; die Beine werdensehr dick
dadurch; die Schwellungen sind schorfig; zu Zeilen
brechen die Anschwellungen auf, dann beginnt das
Fleisch zu faulen, doch dies nur selten; oft aber
entzünden sich die Anschwellungen, und verur-
sachen dann heftige gichtische Schmerzen und Fie-
ber; die Krankheit ist ungcneslich, doch kann man
alt dabei werden, auch hindert sie gewöhnlich am


BAK—BAL.
BAL.
33
Arbeiten nicht.. — Babakut, die Krankheit Bakut
haben. — Bakubakut, als Bakut; ein wenig am Ba-
kut leiden. •— Barabakut, alle am Bakut. leiden.
BAKUTy ein runder, sehr dicker aber kurzer,
etwa 1 Fuss langer Fisch.
BAKUTIK, anhaltend, unablässig (an etwas erin-
nern, etwas vorrücken, verweisen.) Pahalau bakutik
ikau manahiu perkara idjä tä magomagon, allzu un-
ablässig erwähnst du der einen Sache immer und im-
mer. — Kutikutik, ziemlich anhaltend, unablässig. —
Barakutik, pangakutikutik, alle anhaltend. — Ka-
kutik, das anhaltende, unablässige Dringen, Erin-
nern, etc.
BALA, s. lawang bala.
BALABAT, (bas. Mantangai,) i. q. habantang.
B/YLADAU, ein kleiner zweischneidiger Dolch;
der Griff steht recht aus in einer Linie mit dem
Messer. — Habaladau, ein Baladau haben, gebrau-
chen.
BALADJAR, (bas. Mangk.) i. q. badjar, s. adjar.
BALADJUR, (bas Mangk.) i. q. haradjur, s. radjur.
BALADOK, als blind sein, (etwas nicht finden
können was gemächlich zu finden ist.) Baladok
ikau, djaton tau olihm manjondau pisau tä, tuntang
tarang äkae hetä, was bist du blind, kannst das Mes-
ser nicht finden, und es liegt da deutlich. — Ka-
ladok, das als blind sein.
BALAI, ein grosses, offenes Haus, entweder ganz
ohne, oder nur mit 2—3 Fuss hohen Wänden. In
Pulopetak baut man sie nur, wenn man ein Tod-
tenfest etc. halten will. Mehr im Innren hat jedes
Dorf seine Balai, wo man spielt, wo die Versamm-
lungen, Gerichtssachen etc. abgehalten werden; dort
nehmen auch die fremden Reisenden ihre Wohnung.—
Auch kleine Häuschen, von schwängern Frauen dem
Wassergott Djata dargebracht, ferner Hütten in die
man Opfer stellt, heissen Balai. — Balai tinggi, ein
Kämmerchen über dem Ruder eines Bootes. — Ba-
labalai, als eine Balai (von Gestalt.) — Habalai, eine
Balai haben, in einer Balai wohnen. Ikäi murik
ngadju habalai bewäi, wenn wir ins Innre reisen,
wohnen wir nur in den Balai. — Ramo akan telo
kabalai, Bauholz für 3 Stück Balai. — Babalai,
herum faullenzen. Ikau babalai human olo nong-
kang andau, du liegst den ganzen Tag faullenzend
in den Häusern anderer. — Lalehan ikau babalai
tarok kaju, dia ikau mikäh lawo, ei du sitzt im-
mer in den Gipfeln der Bäume, fürchtest du nicht
zu fallen?
BALäl, s. lai.
BALAIT, i. q. blait.
BALAJAN, eine Schlingpflanze, wird einen Fin-
ger dick, rother Stengel, die ovalen Blätter 2 Hand
breit.
BALAJU, i. q. blaju.
BALAK, ein Geräth von Holz mit Wachs über-
zogen, in Gestalt des membri virilis, durch Frauen
gebraucht zur Selbstschändung. — Tä balak malalak
baunandau , da ist ein Balak, um zu verjagen die
Wolken, (sagt man, 2 zusammengehaltne Finger
zugleich nach oben streckend, um dadurch schwere
Wetterwolken zu vertreiben; oder auch:) Tä balak
bangking, mamangking baunandau, da ist ein ver-
dorrter Balak um verdorren zu machen die Wol-
ken. — Tä balak indu kinam, omba olo klahi dia
ikau bahanji, da hast du ein Balak zu essen, wagst
nicht mitzugehen in den Krieg! (sagen Frauen spottend
zu Feiglingen, 2. Finger gegen sie ausstreckend.) —
Habalak, ein Balak haben, gebrauchen. — Mamba-
lak arepe, sich selbst schänden, (Frauen.)
BALAKEN, (bas Mantangai,) i. q. mahutup, Bla-
sen in den Händen haben, (vom Arbeiten.)
BALAKU, i. q. blaku.
BALALAM, (bas. Sang. = harinting) nächstein-
ander. Koworunton balalam pulu , Zimmer anein -
ander 10.
BALALANG, zu weit offen, (z. B. das Halsloch
in einem Kleide, so dass die Schultern und ein Theil
der Brust zu sehen sind.) Balalang tatawä, aus vol-
lem Halse lachen, (sodass man die Backenzähne
sehn kann.)
BALALAR, i. q. bararar, s. rarar.
BALALASAI, s. blasai.
BALALASO, s. laso.
BALALAü, s. lau.
BAL AL AWA, s. blawa und lalawa.
BALALAWI, s. salawi.
BALALENAK, s. lenak.
BALALENTO, s. lalento.
BALALIH, s. bulat.
BALALIHI, s. balihi.
BALALISA, s. balisa.
BALALOMPENG, s. balompeng.
BAL ALU, sogleich; und, ferner, danach. Sana iä
dumah, balalu hagoet tinai, sobald er gekommen
war, ging er sogleich wieder weg. — Tä iä mendeng,
balalu hamauh, da stand er auf, und sagte. . .
BALALUA, s. blua.
BALAM AN, batu balaman, Steinkohlen; (gewöhn-
licher : kasintu.)
BALAMBAK, schwach; langsam, faul; immer zu-
rück sein, (im Arbeiten, Gehn etc.) — Lalambak,
lambalambak, habalambak, ziemlich schwach etc.;
immer unten bleiben (Schlingpflanzen.) Badjaka lam-
balambak bong kaju, die Schlingpflanze windet sich
unten um die Bäume her, (klimmt nicht auf.) —
Baralambak, pangalambalambak, alle schwach, lang-
sam , etc. — Pangkalambak, am schwächsten, etc. —
Lambaklambalca, viel Schlingpflanzen, die alle unten
an der Erde bleiben. Uäi lambaklambaka hetä, dort
ist Rottan in Menge dicht am Grunde hinschlän-
gelnd. —• Malambak , mampalambak, schwächen,
langsam etc. werden lassen. Narai mampalambak
ikau, bahut abas ikau, was macht dich so schwach,
früher warst du stark ? — Kalambak, Schwäche,
Faulheit, etc.
BALAMBANG, Kante, (z. B. an Kopf- und Ta
schentüchern.) Lawong tä bahalap balambange, das
Kopftuch hat eine schöne Kante. — Ilabalambang,
eine Kante haben.
BALAMBIT, scharf (die Augen, scharf sehn.) Iä
tä balambit matae, pura mitä kasalan olo, er hat
scharfe Augen, sieht bald die Fehler anderer.
BALAMIT, i. q. balambit.
BALANAI, i. q. blanai.
BALANAK, ein Seefisch, fast als ein Stint.
BALANAN, Name eines Flüsschens in Mantangai;
(“wo Lananbäume wachsen.”)
BALANDA, holländisch. Olo balanda, ein Hol-
länder.
BALANDJA, Verzehrung, Unterhalt; Einkommen,
Verdienst; Unkosten. Balandjae idjä bulan labih
sapulu, er verzehrt in einem Monate mehr als 10
(seil, kiping, ä 2 fl.) — Habalandja, Einkommen
haben; Unterhalt geben, bezahlen. Iä habalandja
paham, er hat ein grosses Einkommen. Djaton usah
habalandja, ikäi omba kalotä bewäi, es ist nicht
nöthig uns zu unterhalten, (zu bezahlen,) wir wol-
len so nur mitgelien, (ohne Vergütung.) — Malandja,
unterhalten , die Unkosten von etwas tragen. Ma-


34
BAL.
BAL.
landja liunia, die Unkosten des Baus eines Hauses
tragen. — Malandja olo masawä, die Unkosten einer
I lochzeit. tragen; jemanden die Hochzeit ausrichten. —
(S. auch halandja.)
BALANDJING, i. q. palandjing, s. malandjing.
BALANDONG, (bas. Sang. = tahi,) lange Zeit.
B ALANG, aufgeben (eine Hoffnung, etwas was man
zu thun beabsichtigte, etc.), zurückgehen, vereitelt wer-
den, zu nichte werden. Aku balang madja iä, ich gebe
es auf ihn zu besuchen, (was ich früher wollte.) Ga-
wingku bihin balang toh tinai, meine frühere Arbeit
habe ich jetzt wieder aufgegeben, (oder: ist jetzt wie-
der zurückgegangen.) — Matäi balang belom! stirb,
es werde zu nicht dein Leben, = stirb vor derZeit!
(Ein Fluch.) — Balang bangking, gänzlich vereitelt,
zu nicht werden. — Babalang, balabalang, alang-
alang, etwas vereitelt werden, nicht recht voraus-
gehn, nichts recht werden, (ein Arbeit etc.) unge-
wiss, zweifelhaft, (Worte, halb ja, halb nein.) Karä
gawingku alangalang awiku kindjap haban, mit allen
meinen Arbeiten geht es nicht recht v.oraus, weil
ich oft krank bin. — Mambalang, habalang dengan,
vereiteln, verbiethen, verhindern, den Weg ver-
sperren, rückgängig machen. — Habalang, einander
verhindern etc. — Hababalang, habalabalang, oft,
immer vereiteln, etc. — Habambalang, disputiren,
wider einander sprechen. — Habambalang, wider-
sprechend, (Worte.) jEwen habambalang aughe, idjä
mangaku, idjä dia, sie widersprechen ihre Worte,
der eine bekennt, der andere nicht. Iä manandjong
habambalang ajun penange, er geht, widersprechend
die Bewegung seiner Arme, (der rechte Arm schlen-
kert vor, während der linke zurück.) — Pambalang,
der gern hindert, vereitelt.
BALANGA, i. q. blanga.
BALANGAN, ein Zauberzettel, bemalt mit 7 Reihen
Zeichen, 5 in jeder Reihe. Wird gebraucht um
glückliche und unglückliche Tage zu finden; nur
wenige verstehen diese Kunst, und sie sind sehr ge-
heim damit. Das halangan soll von den olo djohor,
(bei Singapore,) herkommen. •— Habalangan, ein b.
haben, gebrauchen, (s. auch blangkangan.)
BALANGKAS, grosser Seekrebs. Die Männchen
sind viel kleiner als die Weibchen, und werden
nicht, gebraucht. — Hatüän balangkas, ein männ-
licher Balangkas, nennt man einen kleinen Mann,
der eine grosse Frau hat. ,Ela ikau misä isäisäm
balangkas, zähl nicht als ob du Balangkas zähltest,
(so dass du 2 für 1 zählst; die männlichen Bal.
zählt man nämlich nicht mit.) ■— Malangkas, Bal.
fangen. — Habalangkas, Bal. irgendwo sein.
BALANTAI, (bas. Sang. = haläsäh,) beflurt sein.
Balantai lameang, mit Agaatsteinen beflurt sein.
BALANTAN, grobes, weisses Zeug, zu Schlafgardi-
nen gebraucht.
BALANTAU, ein dünner, aber vom Rücken bis zum
Bauche sehr breiter Fisch, wird bis 2 Fuss lang,
weisslich, das Fleisch weiss, riecht stark, viele und
sehr scharfe Gräten, mag bei Götzenfesten nicht
gegessen werden. — Mandau tä kilau balantau, das
Mandau (Schwert) ist wie ein Balantau, = sehr
blank.
BALANTI, ein Baum, wird ziemlich dick, weiss-
liche Borke, hart und däuersam Holz.
BALAS, (malaiisch) i. q. baläh, Vergeltung. —
Mambalas, habalas dengan, vergelten, rächen. — Ha-
balas pukul, einander Schläge vergelten, = einander
schlagen.
BALASAI, i. g. blaaii.
BALASAU, lang, lange Glieder haben, (nur von
etwas, was zwischen 2 Gelenken, etc. sitzt, also
z. B. die einzelnen Theile der Arme und Finger,
des Rohrs, Rottans, Bambus.) Tewu tä paham ba-
lasan , das Zuckerrohr hat sehr lauge Glieder. —
Balalasau , balasalasau , lalasau , lasalasau , ziemlich
lang. — Baralasau, alle lang. — Äulasau, Länge der
einzelnen Glieder.
BALASING, i. q. palasing.
BALASO, i. q. blaso.
BALAT, ein Geflecht von Bambu, um Fische am
Seeufer zu fangen; man schliesst kleine Buchten so
damit ab, dass zur Zeit der Ebbe die Fische auf
dem Trocknen Zurückbleiben. — Babalat, mit einem
Balat Fische fangen. — Tabalat, zurückgehalten.
Awi induku matäi tabalat balang aku halisang, da-
durch dass meine Mutter gestorben ist, werde ich zu-
rückgehalten, gebe es auf auf Reise zu gehn. — Ma-
nabalat, zurückhalten, verzögern.
BALATOK, d. Specht, (Vogel.) — Grobes baum-
wollenes Zeug, auf Borneo fabricirt, weiss mit schwar-
zen Streifen.
BALAU, das Kopfhaar. (Auf dem Leibe: bulu.) —
Weiblicher Name. — Balau amak, der fein gesplis-
sene Rottan, von dem man eine Matte flechten
will. — Kaju balau, Art Tannenbaum. — Babalau,
balabalau, als Haar; faserig; sehr fein. — Habalau,
Haar haben; einen feinen Sprung haben, oder auch
nur so aussehen, als ob ein feiner Sprung, ein Haar
darin sässe, (z. B. in einem Glase.)
BALäU, i. q. blau.
BALäUN, balabaläun, laläun, langsam; langsam
und lange Zeit ruhig fort, (gehn, spielen.)
BALA WA, i. q. blawa.
BALAWAN, ein mehr im Innern Borneos wachsen-
der Baum; man macht gern Stampfhölzer, um den
Reiss zu stampfen, davon; das Holz ist sehr hart.
BALAWAR, i. q. brawar.
BALA WAU, i. q. blawau.
BALAWI, s. salawi.
BALA WIT?, Schmuck, Verzierung. (Z. B. Stick-
werk, ausgeschnitten Werk, etc.) — Balawit bale-
kut, viel Verzierung. — Habalawit, verziert sein.
BALAWO, (bas. Sang. = lawo) fallen.
BALiEH, Vergeltung; Rache. Aku mampatäi iä
indu baläh liau paharingku, ich tödte ihn in Wie-
dervergeltung für meinen verstorbenen Bruder, (wel-
cher von jemand vom Stamme des nun zu tödten-
den getödtet war.) — Baläbalälia, gehörige Vergel-
tung. Djaton aku manenga akae, djaton baläbalä-
hae, ich gebe ihm nichts, nicht seine gehörige
Wiedervergeltung. — Mamaläh, habaläh dengan,
mambaläh, vergelten, rächen, zurückbezahlen. Aku
mamaläh utangku dengam, ich will meine Schuld
bei dir bezahlen. — Habaläh, gegenseitig vergel-
ten. — Hababaläh, oft gegenseitig vergelten. jEwen
hababaläh pukul, sie schlagen einander tüchtig.
jEwen duä tä hababaläh kadjae, die beiden besuchen
einander oft. — Hababaläh, hapaläpälah, oft ver-
gelten, (z. B. einen Mord mehrfach, an verschiede-
nen Individuen.) —• Bamaläh, der gern vergilt, rächt;
—■ Vergeltung, Bezahlung. Pamalähku toh djari
garantong idjä, djipen duä, arut idjä, meine Bezah-
lung jetzt (ich habe bis jetzt als Bezahlung gege-
ben) 1 Gong, 2 Sclaven, 1 Boot.
BALEGtELEGiE, s. lalegä.
BALEIIA, (nur in Verbindung mit matäi, ster-
ben) im kräftigen Alter und ohne Kinder sterben.
BALEKUT, i. q. balawit; (selten allein gebraucht,
oft zur Verstärkung hinter balawit gefügt.)
BALEMBALEMBAK, s. lalembak.


BAL.
BAL.
35
BALENDJENG, i. q. das gebräuchlicher^ badje-
Icng, schnell. Dieselben Ableitungen.
BALENGKONG, Kehle. Ujat hila baue baleng-
kong arae, hila likut tekok, der Hals heisst vorn
balengkong, hinten tekok. Karä ramongku bihin
lepah tamä balengkongku, alle meine frühem Güter
sind sämmtlich meine Kehle eingegangen, (durch-
gebracht mit essen und trinken.) S. auch laleng-
kong.
BALENTULENTUS. s. lalentus.
BALEPANG, aus dem Kalepang, dem oben am
Stiehle sitzenden Hülschen, worauf die Frucht sitzt,
gethan, gefallen. (Früchte.) Auch: paham lutae,
balepang sulau utute, ungemein seine Schwären, es
ist (dadurch) ausgefallen seine Kniescheibe. Kabali
balepang parae, der Boden ist aus dem Topfe ge-
fallen. — Kalepang, Hülschen oben am Stiehl,
worin die Frucht sitzt, (z. B. bei Nüssen.) — Ba-
kalepang, hakalepang, ein K. haben. Mangalepang,
aus dem K. thun.
BALES7E, anak balesä, ein Scheltwort: Tauge-
nichts, Schelm.
BALETALETAP, s. laletap.
B ALEW AH, auf hören. Andau udjan toh haru
balewah, der Regen hat eben erst aufgehört. Dja-
ton balewah madja, unaufhörlich besuchen.
BALEWAK, liumbang balewak, durch das Was-
ser weggespülter, halb verfaulter Bambu. — Ilaba-
l&wak, viel Balewak irgendwo sein.
BALEWUT, i. q. badjea; mampalewut arepe =
mandjea arepe. S. auch saloh balewut.
BALI, Blutpreis, Geldbusse für einen Mord. — Ba-
lin liau paharingku äpat ratus, der Blutpreis meines
gestorbnen Bruders ist 400 (seil, kiping, = 800 11.) —
Bali belom, Geldbusse für die Drohung jemanden
•ermorden zu wollen. — Mambali, habali dengan,
den Blutpreis für jemanden bezahlen. — Ha-
waii, der Blutpreis bezahlt sein. — Paham kapä-
hän atäiku liau amaku matäi bewäi, djaton imaläh
djaton habali, gross mein Kummer, dass mein ver-
storbner Oheim so nur gestorben ist, (ermordet ist,)
er ist nicht gerächt, sein Blut ist auch nicht be-
zahlt. — Tarabali, mit Geld bezahlt, gebiisst wer-
den können, (ein Mord.)
BALI AN, blian, der Name aller der Feste, bei
denen Balian, Zaubererinnen und Huren, gebraucht
werden; diese Feste haben noch ihre besondere Na-
men, z. B.: tiwah, hirek, manganan sial, mampan-
doi, etc.; nur eins dieser Feste hat keinen beson-
deren Namen, das balian hai, grosse Balian. Es
dauert 1—3 Monat lang; 7, 9 oder 11 Zauber-
weiber werden dabei gebraucht; 160. verschiedne
Sangiang (Luftgötter) werden nach einander dabei
gerufen, und erhalten Opfer. Dies balian hai wird
nur in Folge eines ausdrücklichen Gelübdes gehal-
ten, welches man z. B. in langwieriger Krankheit,
bei Kinderlosigkeit, etc. gethan hat.—Balian, blian
ist. ferner der Name der Weiber, welche bei solchen
Festen zu Beschwörungen, zum Singen der Zauber-
gesänge etc. gebraucht werden; sie sind zugleich Tän-
zerinnen und öffentliche llurcn, entsprechen also
etwa der hindostanischen Baijaderen und javanischen
Runggings. Sic verrichten ihr Werk mit Hülfe der
Sangiang, welche sie herabkommen und in sich fah-
ren lassen. Junge, schöne Sclavenmädclien werden
zu Blian bestimmt; sie müssen sich dann unter
Aufsicht einer altern Blian üben im Schlagen der
Katambong, Trommel, im manandak, dem Hersin-
gen der Zaubergesänge, und im babigal, tanzen. So
bald sie etwas geübt sind, gehen sie mit auf die Feste,
als panombah, antwortende, welche die Worte der
upo, (Stamm,) der Häuptblian, wiederholen; denn
die Zaubergesänge werden also gesungen, dass die
upo je einen Satz vorsingt, welchen die panombah
dann repetiren. — Das hirek, s. d. Wort, kann durch
1. Baliangeschehen, bei den andern Festen gebraucht
man 3, 5, 7, 9, 11 Balian, immer ungleiche An-
zahl. — Der laloli, Lohn, der Balian ist für eine
upo 1| fl., für eine panombah §. 11. per Tag. —
Obgleich die Balian hoch geachtet sind, — ihnen
zugefügte Beleidigungen z. B. werden doppelt gc-
büsst, — achtet man es doch für eine Schande,
wenn eine Verwandte Balian wird. Es kommt vor,
dass Brüder deshalb ihre Schwestern ermorden.
BALTANG, ein Vogel von der Grösse einös Huhns,
hat auf dem Schnabel einen grossen Auswuchs, also
eine Art tingang, Nashornvogel; Farbe schwarz, Kopf
weiss, Schwanz weissund schwarz gestreift, die Füsse
als die eines Raben. Lebt von Früchten.
BALIAR, i. q. bariar, s. riar.
BALIBALIBAK, s. lalibak.
BALIDA, ein platter, kaum 1 j Zoll dicker, aber
bis lj. Fuss vom Rücken bis zum Bauche breiter
und eben so langer Fisch; hat kleine, feine Schuppen.
BALIK, das gewechselt, verändert werden, (Klei-
der, Worte;) das umgedreht, umgekehrt werden.
Iä kindjap balik pakaiae, er oft das gewechselt wer-
den seiner Kleider, = wechselt oft die Kleider. La-
lelian balik kaju tä, das Holz wird zu oft umge-
kehrt. — Babalik, balibalik, ein wenig umgekehrt,
etwas verkehrt, unziemlich, (Worte, Betragen.) Ikau
mangubur bakatak, babalik gawim, badjea, du be-
gräbst einen Frosch, unziemlich dein Thun, du wirst
durch den Blitz getödtet werden. — Barabalik,
umgedreht, umgekehrt ,s verkehrt, verändert. Lan-
ting barabalik awi dähes, die Flösse ist umgekehrt
(steht der Breite nach im Flusse) durch den Strom.
Bihin iä tarimae, tob barabalik aughe tinai, früher
stimmte er zu, jetzt spricht er wieder anders. —
Tambalik, hatambalik, verkehrt, verdreht. Klam-
bim tambalik kepae, dein Kleid verkehrt sein an-
gezogen sein, (das Innre nach aussen, den Hinter-
theil vorn.) Sapau hatambalik awi barat, das Dach
ist umgekehrt durch den Sturm, = die Blätter wo-
mit es gedeckt ist stehen in die Höhe. — Balikba-
lika, balik bangkira, oft gewechselt, verändert, um-
gekehrt. — Balik ungkang, balik badju, überpur-
zeln, einen Purzelbaum schlagen.— Mambalik, habalik
dengan, manambalik, wechseln, vertauschen, ver-
ändern, verdrehen, umdrehen.— Gau karohäi intu
tabit hapa mambalik atäie, mangat iä mangilak ikau
tinai, such ein Zaubermittel bei einem Zauberdok-
tor, um sein Herz zu verändern, auf dass er dich
wieder liebe. — Mambambalik, mambalimbalik, etwas
verändern, etc. — Hababalik, habalibalik, oft än-
dern, etc. — Tarabalik, verändert etc. werden kön-
nen, mögen. Aughe djaton tarabalik, djari inuros,
sein Wort kann nicht verändert werden, es ist durch
Zeugen bekräftigt.— Pambalik, der gern, alles um-
dreht, etc.
BALIKAT, die Seite (eines Dinges;) auf Seile,
nächst. Iä mondok balikatku er sitzt an meiner
Seite. — Mambalikat, etwas auf Seite, nächst sich
haben. — Balikalikat, balalikat, fast auf Seite.
BALIMBOKi habalimbok, i. q. batimbok, s. tiinbok.
BALIMBOR, i. q. barimbor.
BALIMOT, (bas. Sang. = ingasai,) bestrichen. Ba-
tang garing belom mandawen timpong balimot pasi-
I hai, der Garingbaum lebt., trägt als Blätter feines
I Zeug, bestrichen mit Pasihai, (ein Zaubermittel.)
5 *


36
BAL.
BAL.
BALING, eine Bündel (von langen Dingen, von
Bambu oder Rigäi Nach Zahlen: kabaling.) Telo ka-
baling, 3 Bündel. Lima pulu bewäi bong baling pu-
ring tä, 50 Stück nur sind in dem Bündel Puring-
bambu. — Mambaling, habaling dengan, in Bündel
binden. — Hababaling, habalibaling, oft, lange in
Bündel binden. — Tarabaling, in Bündel gebunden
werden können.
BALINGB ALIN GAU, s. lalingau.
BALINGKAR, i. q. baringkar.
BALINGRAT, (bas. Sang. = harenteng,) gestreift,
Streifen haben. Tingang barenteng bulau, ranjing
balingkat rawia, der Tingang (Nashornvogel) hat
Streifen von Gold, der Ranjing (= Tingang) hat
goldene Streifen.
BALIONG, i. q. bliong.
BALISA, i. q. bagisa, unruhig, (balisa wird vor-
züglich von Kranken gesagt.) Dieselben Ablei-
tungen.
BALISANG, (bas. Sang. = halisang,) auf Reise
gehen.
BALISELISEN, s. malisen.
BALITA, (bas. Sang. = biti,) selbst, in eigner
Person. Balitangku mangantingan, ich selbst gehe
auf die Vögeljagd.
BALITALITAK, s. lalitak.
BALIWIT, i. q. das gebräuchlichere habantang.
BALO, Wittwe. — Wittwen müssen ihr Haar bis
auf die Schulter abschneiden, oder sich von dieser
Pflicht mit 2 fl. loskaufen; sie müssen weisse, nach-
dem der erste weisse Anzug aufgebraucht ist, schwarze
Kleider tragen, und mögen sich nicht wieder ver-
lieirathen, bis das tiwah, Todtenfest, für ihren ver-
storbenen Mann gehalten ist. — Ketok halo, Kalk
(zum Kauen) welcher nicht recht gar ist. — Aku
balon kalialang mukong baun lalang, ich bin die
Wittwe einer Schwalbe, sitze auf einem Lalang,
(heiligem Topfe von grossem Werthe, — also rüh-
men reiche Frauen sich.) — Babalo, balobalo, als
eine Wittwe, (gekleidet, etc.) Barabalo, alle als
Wittwen. Njonja barabalo ampie, die europäischen
Frauen sehen alle als Wittwenaus, (sind nämlich alle
weiss gekleidet.) — Mambalo, zur Wittwe machen,
d. h. einer Wittwe das Haar ahschneiden und ihr
weisse Kleider kaufen. Ikau kea mambalo iä, basa
iä sawan liau paharim, du musst sie zur Wittwe
machen, weil sie die Frau deines verstorbenen Bru-
ders ist. Mambalo arepe, sich selbst als Wittwe
kleiden, (geschieht auch zu Zeiten, wenn der Mann
noch lebt, um ihn zu ärgern, zugleich in der Hoff-
nung, dass er dann bald sterben werde.
BALO, Saum, Rand, (an einem Kleide, einer
Matte.)
BALOH, Pampun, Kürbis. — Baloh djawa, grosse,
gelbe Sorte.; — b. tahuman, lang, weiss; — b. asip,
rund, wird nicht gegessen, ausgehöhlt und zum
Wasser schöpfen gebraucht. — Babaloh., balobaloh,
als ein Kürbis (von Gestalt, Geschmack.)
BALOIIAK, sich lösen, (Erkältung auf der Brust
oder in der Nase.) Isakku paham, hindai balohak,
meine Erkältung ist stark, will sich noch nicht lö-
sen. — Malohak, mampalohak, lösen, (Arzneien etc.
eine Erkältung.)
BALOHELOHEK, s. lalohek.
BALO1IO, Querhölzer in Böten, auf welche man
die Flur legt. — Habalolio, baloho haben, damit
versehen sein.
BALOK, (gebräuchlicher panga,) ein Straf block,
worin man Uebclthäter mit den Füssen festschliesst.—
Balokan, Gefangener, Züchtling. — Mambalok, in
den Block schliessen. — Iä cljaton tarabalok, bawi,
sie mag nicht in den Block geschlossen werden,
es ist eine Frau.
BALOK, olo balok, Oberländer, Menschen im
Innren des Landes. — Olo balok kuman badjai,
die Oberländer essen Krokodille. — Iä balok Ka-
haian, er ist aus dem obern Kahaian.
BALOKAN, s. balok und lokan.
BALON, eine Rolle, das aufgerollte, das aufgerollt
sein; Saum, Nath (an einem Kleide, einer Matte.) —
Balon amak pahalau hai, das aufgerollt sein der
Matte ist all zu dick; (nicht eng, dicht zusammen.)
Babalon, balobalon, zusammen gerollt; in Reihen
aufgehäuft. Babalon sahep hetä awi olo misong ba-
tang, die lockre Erde ist dort in Reihen aufgehäuft
dadurch, dass man dort Baumstämme geschleppt
hat. — Riak balobalon, die Wellen rollen in langen
Reihen. — Barabalon, alle aufgerollt. — Mambalon,
habalon dengan, aufrollen, (Kleider, Matten.) Iä
mambalon tihie, sie rollt ihre Schwangerschaft auf,
— dieselbe fängt an sichtbar zu werden. Riakmawi
arut, sindä lianduä mambalon, palus kahem, die
Wellen ergriffen das Boot, ein bis zweimal dagegen
rollend, sogleich versank es. — Aku mambalon ka-
hawengku, manduan iä indu manantungku, toh tinai
iä papa gawie dengangku, ich rollte meine Schande
auf, (= nam sie auf mich,) nam ihn (den armen
Schlucker) zu meinem Schwiegersöhne, und nun be-
trägt er sich schlecht gegen mich! — Meto mam-
balon, ein Thier, von Gestalt ähnelnd einer Katze,
aber 3. Mal so gross; die Lippen sind etwas aufge-
rollt, (aufgeworfen J so dass die Zähne sichtbar sind;
es frisst kleine Thiere. — Mambambalon, mamba-
lombalon, ein wenig aufrollen. — Hababalon, ha-
balobalon, oft, lange aufrollen. — Habambalon, auf-
gerollt, (Matte, von selbst etwas,) umgebogen, (ein
Messer, etc.) — Tarabalon, aufgerollt werden können;
irrthümlich aufrollen. — Pambalon, der gern, alles
aufrollt.
BALUA, i. q. blua.
BALUDO, Sammt. Klambi baludo, ein sammtenes
Kleid.
BALUDOK, ein Wasserthier, weisslich, wird bis
8. Zoll lang; der Leib als ein Fisch, aber der Kopf
und besonders die Augen als Froschaugen; kann
auch nicht lange unter dem Wasser bleiben.
BALüI, malüi, halui, oft dasselbe erzählen, wie-
derholen; geschwätzig. jEla balui, djari ikau ma-
sumac nah, erzähle es nicht wieder, du hast es so
eben schon erzählt. — Baralui, alle wiederholen,
geschwätzig. — Lalui, luilui, ziemlich geschwätzig,
wiederholend. — AazZue, die Geschwätzigkeit.
BALUJALUJAK, s. halujak.
BALUJONG, i. q. blujong.
BALUKON, eine kleine in der Fluss lügende
Landspitze, welche aber für keinen ' vollen Tan-
djong, Biegung des Flusses, gerechnet wird. — S.
auch lukon.
BALULANG, dickes Fell, (z. B. das Fell der Büf-
fel,) Schwielen, (in den Händen, etc.) Atäim kilau
balulang, dein Herz ist wie dickes Fell, (sagt man
zu Undankbaren.) — Habalulang, bara balulang,
dickes Fell, Schwielen haben. Ikäi mambesäi djan-
dadjandau, habalulang lokapku, wir haben gerudert,
einen ganzen Tag, meine Hände sind schwielicht. —
Mampalulang lengäe, sich Schwielen in die Hände
arbeiten; — mampalulang atäie, sein Herz ver-
härten.
BALUMPIT, (bas. Sang. = basikap) händig, behen-
de, künstlich. Balumpit, djarie, geschickt seine Finger.


BAL—BAM.
BAM.
37
BALUSOH, der unterste Ring des Hauses einer
grossen Seeschnecke, sehr hart, wird durch Poliren
glanzend weiss. Man trägt sie dicht über der Hand
unter den lasong, Armringen. — Habalusoh, ein Ba-
lu soh tragen. — Malusoh, weiss sein.
BALUSONG, getrokneter Fisch. — Mambalusong,
habalusong dengan, Fische trocknen, sodass man
das Eingeweide heraus thut, von innen und aussen
feuchte Asche auf den Fisch legt, und ihn dann in
der Sonne trocknet.
BALUSUR, i. q. barusur.
BALUT, Mengsel; etwas womit man etwas ver-
mengt; vermengt sein; Zukost, (Fleisch, Fisch etc.
zum Reiss.) Bulau balut kaningan, Gold mit Mes-
sing vermengt. Peda belaiku kuman bari djaton
balut, ich habe es satt, immer Reiss zu essen ohne
Zukost. —• Barabalut, Zukost haben; alle durch
einander, vermengt. Kara ramoe uras barabalut, alle
seine Sachen liegen durch einander. — Habalut, Zu-
kost haben, vermengt sein. — Babalut, balubalut,
ziemlich durch einander, vermengt. — Balutbaluten,
ganz und gar durch einander. — Mambalut, habalut
dengan, vermengen. Iä radjin mambalut arepe de-
ngan olo bai, er mengt sich gern unter vornehme
Leute. — Hababalut, habalubalut, oft vermengen. —
Mambambalut, mambalumbalut, etwas vermengen. —
Tar abalut, vermengt werden können, mögen. —
Pambalut, der gern, alles mengt.
BAM, die breite Seite einer gandang mara, (Trom-
mel die auf beiden Seiten bespielt wird; die schma-
lere Seite: sampiang.)
BAMAK, s. amak.
BAMANDAMANDAK, s. andak.
BAMAUMAUL, s. maul.
BAMBAHINGAN, (bas. Sang. — augh,) Stimme,
Getön. Bambahingan mariam hai, der Donner einer
grossen Kanone.
BAMBAI, was neben einander ist; das neben ein-
ander sein; neben einander. Pirä bambaie, batang
tä? wieviel ihr nebeneinander sein, die Flösse, =
wie viel Baumstämme liegen in der Flösse neben
einander? — Olo mendeng bambai äpat, die Men-
schen stehen 4 neben einander. — Babambai, bam-
babambai, liabambai, neben einander. Manandjong
habambai, neben einander gehn. Kotake babambai,
ihre Worte sind neben einander, = sie sprechen
zugleich, durch einander.—- Barabambai, überall, an
vielen Plätzen, in vielen Reihen nebeneinander. •—
Mamambai, habambai dengan, neben einanderthun,
fügen, durch einander, zugleich sprechen. — Tara-
bambai, neben einander gefügt werden können. —
Pamambai, der gern, alles zusammenfügt, gern an-
dern in die Rede fällt.
BAMBAL/EHAN, (bas. Sang. == baläh,) Vergel-
tung, Rache.
BAMBALIA, (bas. Sang. = bili,) das Kaufen;
Werth, Preis.
BAMBAN, eine Art Rohr; der Bast wird zum
Binden und Flechten gebraucht. — Ladjun arut tä
balias hara bamban belas, die Schnelligkeit jenes
Boots ist schneller, als ein geschleuderter Bamban.
BAMBAN, ein bis 5 Fuss langer, aber sehr schmaler
Süsswasserfisch.
BAMBANG, etwas was ausgehauen ist, (Holz aus
einem Baume; sowohl das ausgehauenc Stück Holz
als die ausgehauene Stelle im Baume nennt man
bambang.) — Ein Feld von Buschwerk und Gras
reinkappen wollend, theilt man es in viele Abthei-
hingen, die man nach einander rein kappt; diese Ab-
theilungen nennt man bambang. Kaju toh babam-
bang, koam, kwe bambange, upoe lawie, dieser
Baum ist eingehackt, (es ist etwas daraus gehackt),
sagst du, wo ist der ausgehauene Platz, unten oder
oben? Pirä bambang tanam djari hapus, wie viele
Abteilungen deines Feldes sind schon vollendet? —
Habambang, bambabambang, babambang, ausgehauen
sein; unvollendet, sein, (ein Feld, nicht ganz gerei-
nigt..) Tanam babambang, dia ikau mandjarie, dein
Feld ist noch unvollendet, (es hat noch bambang,
ungekapte Stellen,) du hast es nicht fertig gemacht.
— Barabambang, alle, oder 1 überall ausgehauen.
— Mamambang, aushauen; eine neue Reihe begin-
nen, (Gras kappend;) Gras stehen lassen, unvollendet
lassen. Aku mamambang tinai, telo djetoh bam-
bangku, ich fange eine neue Abtheilung (Reihe) an
(beim Graskappen,) dies ist meine dritte Reihe. —
Hababambang, habambabambang, oft, lange Zeit
aushacken. —■ Habambang, das Ausgehauene; Une-
benheit, das Hervorstehen.— Batang tä paham ka-
bambang ampie, djaton sama kamboe, die Flösse
gross die Unebenheit ihrer Gestalt, nicht gleich ihre
Länge, (die einzelnen Baumstämme, aus denen sie be-
steht, sind nicht gleich lang.) — Pamambang, der
gern, oft, alles auskapt.
BAMBOAKAN, eine Lucke, (in der Flur oder
Decke, nicht in dei' Wand; z. B. auf einem Schifte.)
BAMEBAMEBAK, s. bak.
BAMEBAMEBANG, s. bang.
BAMEDAMEDAP, s. dap.
BAMEGAMEGAP, s. gap.
BAMEHAMEHAM, s. meham.
BAMEHAMEHAS, s. mehas.
BAMEKAMEKAP, s. kap.
BAMEMBAMEMBAK, s. membak.
BAMENDAMENDA, s. penda.
BAMENDAMENDAM, s. dam.
BAMENDEMENDENG, s. endeng.
BAMENEMENET. s. enet.
BAMENGfEMENGfEH, s. ngäh.
BAMENGKAMENGKA s. mengka.
BAMENJ AMEN JAK, s. enjak.
BAMENTAMENTA, s. enta.
BAMENTOMENTONG, s. tong.
BAMEPEMEPET, s. pepet.
BAMEPOMEPOK, s. pok.
BAMERAMERAK, s. rak.
BAMER^MERTEIl, s. meräb.
BAMESAMESAR, s. sar.
BAMETAMETAR, s. tar.
BAMETAMETAS, s. petas.
BAMIAMIAR, s. miar.
BAMIAT, s. miat.
BAMIDJ/EMID.T/E, s. idjä.
BAMIHOMIHOP. s. ihop.
BAMIKIMIKIS, s. ikis.
BAMINDAIMINDAI, s. bindai.
BAMINDIM1NDI, s. mamindi.
BAMINDIMINDING, s. pinding.
BAMINGAMINGAT, s. ingat.
BAMINGKAMINGKAL, s. bingkai.
BAMINGKEMINGKES, s. ingkes.
BAMINIMINIT, s. pinit.
BAMINJIMINJI, s. binji.
BAMINJOMINJUP, s. injup.
BAMINTIMINTIK, s. bintik.
BAMINTIMINTING, s. ting.
BAMIOMIOK, s. piok.
BAMIPIMIPl, s. mamipi.
BAMIRAMIRAN, s. iran.
BAMIRIMIRING, s. ring.


38
BAM—BAN.
BAN.

BAMISIMISI, s. pisi.
BAMISIMISIR, s. sir.
BAMISOMISOK, s. pisok.
BAMISUMISUT, s. isut.
BAMITAMITAI, s. mamitai.
BAMITIMITIP, s. tip.
BAMITJIMITJIK, s. pitjik.
BAMOHOMOHOT, s. ohot.
B AMP AR, s. ampar.
BAMÃœEMÃœEK, s. puek.
BAMUEMUEN, s. mamuen.
BAMUGOMUGO, s. ugo.
BAMUKAMUK.A, s. mamuka.
BAMUMPOMUMPONG, s. pumpong.
BAMUNDANGMANDING, s. undanganding.
BAMUNGKOMUNGKOS, s. bungkos.
BAMUNJIMUNJIT?, s. mamunjit.
B AMUR AMUR A, s. pura.
BAMUSOMUSUL, s. mamusul.
BANA, barabana, (bas. Mantangai,) sehr, stark.
Bana karäe, sehr viel.
BANAHAT, das am Eingeweide sitzende Fett.
(Das auf oder zwischen dem Fleische sitzende Fett,
Speck: enjak.) — Habanahat, solch Fett haben.
BANAIM, männlicher Name.
BAN AMA, Schiff, und zwar der Gattungsname
für alle Arten von Schiffen; die einzelnen Arten s.
z. B.: kapal, top, tjampulon, taruis, sakunjer, wang-
kang. — Mamapan banama, ein Schiff bauen. —
Anak banama, Schiffsvolk, Matrosen. — Habanama,
ein Schift’ haben, gebrauchen.
BAN AMON, (bas. Sang. = maliti,) Name eines
Baumes und einer Frucht, die auf malaiisch ram-
butan heisst.
BANAMPANAMPAR, s. tampar.
BANAN, männlicher Name; (von banä, Ehe-
mann.)
BANANAI, im singenden Tone recitircn, erzählen.
BANANG, i. q. benang. — Weiblicher Name.
BAN ANG bula, grobe Sorte Nähegarn; wird in
Nagara verfertigt.
BAN AP ANG, i. q. das gebräuchlichere manapang.
BAN AR, banabanar, bana, (malaiisch, = toto,)
sehr, tüchtig. Banar kahalape, gross seine Schön-
heit. Banar aughe, laut (oder auch: kräftig, gebie-
thend) sind seine Worte. — Mambanar, bekräftigen,
(Worte, Versprechen, etc.) — Kabanar, Bekräfti-
gung. Amon ikau toto handak mamili arutku, laku
kabanar akangku, wenn du wirklich mein Boot kau-
fen willst, dann frage ich Bekräftigung für mich,
(z. B. ein klein Angeld, ein Pfand, etc.)
BANASA, (malaiisch,) unglücklich; ruinirt sein.
Banasa haliai aku, ich bin sehr unglücklich. — Mam-
banasa, jemanden unglücklich machen, zu Grunde
richten.
BANAüNG, (Bandjarsch, .= melai,) bleiben, ver-
weilen. Banaung hong liuma wäi, paham udjan,
bleib nur im Hause, es regnet stark.
BANtE, Ehemann. (Durch Suffixe wird das ä in
a verändert.) — Tä tä banangku, er ist mein Mann.
Bakalbanä, (wörtl: Material für einen Ehemann,)
Bräutigam. — Babanä, einen Mann haben, verhei-
rathet sein. — Habana, mit ihrem Manne. iE wen
duä habanä, sie beiden mit ihrem Manne = sie
mit ihrem Manne. — Mampabanä, verheirathen,
(Töchter, etc.) — Pabanä, das Heirathen, verheira-
thet sein. Olo bawi tä djaton bahoroe pabanäe, die
Frau beträgt sich nicht gemäss ihres verheirathet
seins, (z. B. sie zankt, läuft fort, etc.) — Pambanä,
die sich oft verheirathet. Paham pambanä olo tä,
sampai hangkudju djari, belahe matäi, belalie inganae,
die Frau verheirathet sich sehr oft, schon bis 7 Mal;
ein Theil (ihrer Männer) starb, einen Tlieil hat sie
weggeworfen, (i. e. sich von ihnen geschieden.) —
Tarabanä, geheirathet werden können, mögen, (z. B.
nicht zu hässlich, arm etc. sein.)
BANDA, matabanda, Beweis (von Schuld; z. B.
wenn man gestohlene Dinge bei jemand findet, oder
jemands Kopftuch etc. in einem Hause findet, wo ge-
stohlen ist.) Aku sala koam, kwe bandae? ich bin
schuldig sagst du, wo sind die Beweise?
BANDA, Art, Sorte. Pirä banda ramom, wieviel
Sorten Güter hast du?
BANDAU, ruhig, unbesorgt; unvorsichtig. Ita he-
toh bandah bewäi, djaton tawan bahaja, wir leben
hier ganz ruhig, wissen nichts von Gefahren, (Krieg,
Räubern etc.) — Keton pahalau bandah dengan
anak keton, ihr seid allzu unvorsichtig mit euern
Kindern. — Kabandah, Ruhe, Sorglosigkeit, Unvor-
sichtigkeit.
BAND AK, s. andak.
BANDALAN, batu bandalan, (bas. Sang. == batu
asa,) Schleifstein.
BAND AM, d. brausen, knettern, trampeln, (Ge-
tön von starkem Feuer, Wind, vom Gehen.) Paham
augh bandam riwut, stark das Getön des Brausens
des Windes. — Babandam, bandabandam, brausen,
etc. — Barabandam, überall brausen, viele tram-
peln , etc. TEwen liadari barabandam, trampelnd
laufen sie fort.
BANDAN, ein Gestell, Bort, worauf man etwas
setzt. — Babandan, bandabandan, als ein Bort. —
Habandah, ein Bort haben, auf einem Borte stehn.
Kara mangkok piringku uras habandan, alle meine
Tassen und Teller stehen auf Borten.
BANDAR, (mal. sabendar,) Hafenmeister, Zoll-
Einnehmer; auch überhaupt: Häuptling.
BANDAT, Geflecht von Bambu rundum den Lu-
sok, den Bergplatz für den Reiss, um den Reiss ge-
gen Ratten zu schützen, welche den harten Bambu
nicht leicht durchnagen können. — Mamandat,
einen Lusok mit Bambu umflechten. — Habandat,
also umflochten sein. — Tarabandat, umflochten
können, mögen werden. Djaton tarabandat hetoh,
alo aton mahin imetok blawau kea, das mit Bambu
umflechten hilft hier nichts, obwohl es ist, dennoch
wird cs durch die Ratten durchlöchert.
BANDERA, Fahne. — A/andera, eine Fahne auf-
stecken. Patut mandera arut ita, ita lius basara,
wir müssen eine Fahne auf unser Boot stecken, denn
wir gehen um eine Klagsache zu führen. — Haban-
der a, eine Fahne führen, gebrauchen.
BANDIH, i. q. baliwit u. habantang.
B ANDIL, (bas. Sang. == badil,) Feuerwaffen.
BANDJAI; der Sago wird bei Bandjai verkauft;
ein Bandjai ist ein vom Baste der Sagopalme ge-
machtes Kistchen, welches etwa 3 Gantang, =.
18 ® hält. — Regan hambiä toh sasuku idjä ban-
djai, der Preis des Sago ist jetzt £ fl. das Bandjai.
BAND JANG, Pfähle womit man ein Flüsschen
zusetzt, absperrt. — Mamandjang, habandjang deng-
an, ein Flüsschen absperren. — Habdbandjang, ha-
bandjabandjang, oft, lange ein Flüschen absperren.
Tarabandjang, können, mögen abgesperrt werden. —
Babandjang, bandjabandjang, als bandjang, i. e.:
dicht zusammen und in einer Reihe. Babandjang
olo intu baun human mantir, in langer dichter Reihe
stehen die Menschen vor dem Hause des Häuptlings.
— Barabandjang, in vielen Reihen.
BANDJtEI, verlegen, beschämt. Angate solake


BAN.
BAN.
39
sondau, tapi djaton, bandjäi baue, er meinte anfangs
er habe es gefunden, aber es war nicht so, nun
lang (beschämt) sein Gesicht. — Bandjäi bäum,
magon mutang intu olo, schäm dich, dass du immer
von Menschen leihest.
BANDJUR, pandjur, das in die Erde gesteckt sein
(einer Fisclnuthe.) Pisi toh sala bandjure, diese
Fischruthe, verkehrt ihr in die Erde gesteckt sein.
— Pisi bandjur, eine Fischruthe, welche dafür ge-
macht ist, um in die Erde gesteckt zu werden; der
Stock dick, lang und unten spitz, die Schnur stark
und lang. — Babandjur, fischen, so dass man die
Fischruthe in die Erde steckt, und nur bisweilen
kommt nachsehen, ob etwas daran sitzt. — Ma-
mandjur, in die Erde stecken, (eine Angelruthe.)
BANDO, unfreundlich im Betragen, in Worten, und
zwar nachdem ein Zank vorhergegapgeir war, also
zugleich: nachtragend. Magon bando iä limbah pado
bihin, er ist noch immer unfreundlich, seitdem wir
früher einander verklagt haben. — Babando, bando-
bando, ziemlich unfreundlich. — Barabando, alle
unfreundlich. — Mamando,' machen dass jemand
unfreundlich gegen einen andern wird; auch: un-
freundlich behandeln; — mamando arepe, sich un-
freundlich halten, betragen. — Sabando, unfreundlich
gegen einander sein.
BANDON, weibliche Schweine, welche man fett
machen und verkaufen will, und die man desshalb
von den männlichen fern hält. Scherzweise auch
von Menschen gebraucht, welche nicht heirathen
wollen. — Mamandon, zum Bandon machen, i. e.
einsperren, von den männlichen Schweinen ab-
schliessen.
BAN DONG, jemand mit dem oder der man Un-
zucht betrieben hat. Kutoh bandongku, viele sind
es mit denen ich Unzucht getrieben habe. — Ban-
dong matä, den oder die man begehrlich an sieht.—
Bandobandong, unzüchtig von Gestalt, im Betragen, in
Worten. — Habandong, huren, ehebrechen. — Ma-
mandong, habandong dengan, schänden, mit jemand
Unzucht treiben. — Pahabandong, hurerisch.
BANEHENEHEM, s. manehem.
BANEHO, s. baraneho.
BANENGKENENGKEK, s. nanengkek.
BANER, der lange, breite aber dünne Auswuchs,
gleichsam die Fortsetzung der Wurzel, welcher sich
unten am Stamme vieler Bäume findet, z. B. an den
palasit, rangas, handjalotong, etc.; man macht
Tische, Planken, Ruder von solcher Bauer. — Ba-
baner, banebaner, als ein Baner, i. e. dünn und
breit. Babancr tumite, seine Enkel sind als Baner.
— Habaner, ein Baner haben, (ein Baum.)
BANETEP, i. q. manetep, s. tetep.
BANG, mebang, ploff! •—• Bang augh kasa iuapku,
plofF! sagAe die Flasche als ich sie öffnete. ■— Me-
bamebang, bamebamebang, oft ploffen. —• Bangang
anak tä, manekap kasa bamebamebang, pusit karäh,
ungezogen ist das Kind, schlägt den Topf dass es
plofft., er wird brechen.
BANGAH, das offen stehn, (der Thür, des Mun-
des, etc.) Pahalau bangah blawang, zu sehr das of-
fen stehn der Thür, = die Thür steht zu weit of-
fen. — Hcngan bangah, sich sehr verwundern, (wört-
lieh: dass offensteht, seil, der Mund.) — Habangali,
offen stehen. — Babangah, bangabangah, ein wenig
offenstehen, als offenstehend. —• Barabangali, alle of-
fenstehen. — Bangabangaha, überall offen stehen;
('z. B. alle Fenster und Thüren eines Hauses.) —
Mambangah, habangali dengan, öffnen, offen setzen.
Tä iä mambangah njamae, da that er seinen Mund
auf. A wim manjapa iä tä ikau mambangah perkara
idjä bihin tä tinai, dadurch dass du ihn geschimpft
hast, hast du die alte Streitsache wieder aufgerührt,
(welche schon halb beigelegt oder vergessen war.)_
Hababangali, habangabangali, oft öffnen, aufthun._
Tarabangah, geöffnet können, mögen werden; irr-
thümlich öffnen. — Pambangali, der gern, alles
öffnet. — Habangali, das Erstaunen. Paham kabang-
ahe mitä olo tä, mit grossem Erstaunen sah er
den Menschen an.
BANGAI, betäubt. Nach starken, das ganze Land
überströmenden Wasserfluthen werden die Fische als
betäubt, viele sterben dann auch; dann gebraucht
man von den Fischen das Wort bangai; auch wohl
statt babusau, von trunckenen Menschen, wenn der
Rausch sehr stark ist. — Babangai, bangabangai,
etwas betäubt. — Mambangai, betäuben; jemand
sehr betrunken machen. — Kabangai, Betäubung.
BANGAK, die unter dem Namen “javasche
Pocken” bekannte Krankheit; sie ist schmerzlich und
langwierig, hält oft Jahre lang an, ist aber nicht
tödtlich; fast jeder Eingeborne hat sie durchzuma-
chen, aber nur ein Mal. Die Krankheit besteht in
fressenden Schäden, welche überall am Leibe ent-
stehen, und etwa die Grösse eines Thalers erreichen;
heftig stechender, in den Knochen fressender Schmerz
ist damit verbunden. — Babangah, die Bangak ha-
ben, daran leiden. — Bangabangah, als Bangak.
BANGALAI, eine Art Henda, (Kurkuma, Gelb-
wurzel,) wird nicht gegessen, aber zum Gelbfärben
gebraucht.
BANGAMAT, der fliegende Hund, ober wie die
Engländer ihn nennen: flying flox. Er wird geges-
sen. — Rajar kapal tä kilau bangamat, die Segel
des Schiffes sind als fliegende Hunde, (i. e. hängen
in Menge am Schiffe; die Bangamat hängen gewöhn-
lich in grossen Scharen zusammen an einem Baume.)
BANGANG, ungezogen, trotzig, ungehorsam, muth-
willig, (wird meistens von Kindern und jungen Leuten
gebraucht.) Bangang duro, sehr ungezogen, trotzig.
— Babangang, bangabangang, ziemlich ungezogen,
etc. — Barabangang, alle ziemlich ungezogen. _____
Pangabangabangang, alle ungezogen. — Mambangang,
ungezogen, trotzig machen. Ikau djari mambangang
sawangku, karäh ikau indusa ombeombet, du hast
meine Frau ungezogen gemacht, (i e. = mit ihr ge-
hurt,) du sollst tüchtig um Geld gestraft werden._
Habangang, Ungezogenheit, etc. Kabangangm bakä-
bakäi, deine Ungezogenheit ist als (die eines) Affen.
— Pambangang, der ungezogeit macht, der Frauen
entehrt. — Panghabangang, am ungezogensten,
trotzigsten.
BANGANG, ein Baum, wird nur so dick als das
Bein eines Mannes; die Früchte stinken.
BANGIMANGIMAT, s. kangkimat.
BANGANTONGANTONG, s. gantong.
BANGAP, kabangap, Weite, Oeffnung, (eines
Topfs, einer Kanone;) weit sein. — Paham bangap
baun blanai, gross die Weite der Mündung des
Topfes. — Habangap, eine.grosse, weite Oeffnung
haben. Uronge habangap, seine Nase hat grosse Lö-
cher. — Babangap, bangabangap, ziemlich weit,
gross. — Barabangap, alle weit, gross; auch: bara-
bangap badil manintu lewu, alle Kanonen sind mit
ihren Mündungen auf das Dorf gerichtet. (Eine Ka-
none: baun badil manintu lewu, die Mündung der
Kanone ist aufs Dorf gerichtet.) -— Bingip bangap,
überall offenstehen, (z. B. Kleider, so dass man den
■ Leib sieht.) — Manambangap, richten, (eine Kanone
etc. auf etwas;) aufthun, losmachen, (Kleider.)


40
BAN.
BAN.
BANGAR, erregt, verstört, erzürnt sein. (Vorall
gebraucht von Bienen, welche aus ihrem Neste auf-
gestört hin und. her fliegen, und sich zu rächen
suchen; doch auch von Menschen.) Badjanji djari
bangar bara tapise, die Bienen sind aufgestört aus
ihrem Neste. — Buah batawat, belä kalaite bangar,
sei vorsichtig, auf dass sein Zorn nicht erregt werde.
— Babangar, bangabangar, etwas eiregt, etc. —
Mambangar, habangar dengan, aufstören, erregen,
erzürnen. — Kabangar, d. erregt- erzürnt sein. —
Pambangar, der oft aufstört, erregt, erzürnt. Awi
kadjuwih totokm ikau pambangar kalait olo, durch
die Geschwätzigkeit deines Mundes erregst du oft
den Zorn der Menschen.
BANGARANG, Name eines Flüsschens und eines
Meerbusens, in der Nähe der Mündung des Duson-
stromes.
BANGARIS, ein Baum, hat schwärzlichen Bast,
rothes, sehr festes, hartes Holz, von dem man Ru-
der, Kämme etc. macht.
BANGAS, männlicher Name.
BANGAT, (bas. Bandjar, = paham,) stark, heftig.
Riwut bangat, starker Wind.
BANGAÜ, ein Sumpfvogel, Hals und Beine sehi-
lang, Schwanz kurz; der ganze Leib weiss, aber die
Beine schwarz; der Leib etwas grösser als der eines
Hahns. — Pakaiam kilau bangau, deine Kleider
als ein Bangau, — du trägst weisse Kleider. — Ba-
bangau, bangabangau, weiss. — Bardbangau, alle
weiss. — Mambangau arepe, sich weiss kleiden,
weisse Kleider tragen.
BANGAWANG, (bas. Sang.) i. q. rampan.
BANGENONGENOK, s. ngangenok.
BANGET-ENGETjE, s. mangetä.
BANGILANGILAT, s. kilat.
BANGIMANGIMAT, s. kakimat.
BANGKA, die Insel Bangka. — Bliong bangka,
ein Beil von der Insel Bangka, dort gemacht.
BANGKAI, (Bandjersch,) i. q. hantu, Leiche,
Aas; wird seltener allein, oft als Verstärkung hinter
hantu gebraucht. (Bas. Sang.: sarawangkai, Lei-
che.)
BANGKAK, geschwollen, (Theile des Körpers;
wird seltener allein, oft hinter kembang, geschwol-
len, gebraucht. — Babangkak, bangkahangkak, et-
was geschwollen, als geschwollen. — Mamangkak,
aufschwellen machen. — Kabangkak, d. Geschwulst,
d. geschwollen sein.
BANGKALAN, (bas. Sang. = masa,) schleifen.
Batu bangkalan, Schleifstein.
BANGKANG, die Rundung, (vorall von Ringen,
etc.) Bangkang tisin tä djaton toto bunter, die
Rundung des Ringes ist nicht vollkommen rund,
(kreisförmig.) — Bangkangan, ein rundes Eisen, auf
welchem man die zu Ringen bestimmten Metallstäb-
chen rund biegt und klopft. — Habangkangan, ein
Bangkangan haben, gebrauchen. — Mamangkang,
habangkang dengan, rund biegen. — ffababangkang,
habangkabangkang, oft, lange Zeit rund biegen. —
Tarabangkang, rundgebogen werden können; irrthüm-
lich rundbiegen. — Sapulu kabangkang lasong, 10
Stück Armringe. — Belom bangkang, fast todt sein,
nur noch etwas Leben haben, (z. B. gefallen seiend
noch athmen, aber bewusstlos sein; so auch Er-
trunkne; von Kranken aber sagt man djadjanguak;
wörtlich wohl: rundes, i. e. wegrollen wollendes Le-
ben haben.)
BANGKANG, (bas. Sang. = biti,) selbst, eigene
Person. Bangkang karohongku, mein Freund in
eigener Person.— Kabangkang, (== kahalap,) Schön-
heit. Lalehan kabangkangm, ruäi, gross deine Schön-
heit, o Freundinn.
BANGKANGA, s. bingkang bangkanga.
BANGKANGAN, s. bangkang.
BANGKAR, (bas. Sang. = lanting,) Flösse. —
Dies Wort wird im gewöhnlichen Dajacksch statt
lanting auch durch die gebraucht, für welche das
Wort, lanting, welches zugleich weiblicher Name ist,
pali, d. i. unerlaubt zu sagen ist. —- Habangkar,
auf einer Flösse wohnen.
BANGKARIK, s. bungkar bangkarik.
BANGKASA, s. bingkas bangkasa.
BANGKASAN, s. empo bangkasan.
BANGKAT, (mit einer Zahl verbunden: kabang-
kat,) ein von gesplissnem Bambu gemachter länglich
runder Korb, dient zur Aufbewahrung des Njating,
(mal. Damar,) eines Harzes wovon man Harzlichter
macht. — Knaim kilau bangkat, dein Bauch ist
als ein Bangkat, i. e. dick, aufgesetzt. — Babang-
kat, habangkat, bei Bangkat (verkaufen, den Nja-
ting.) — Bangkabangkat, als ein Bangkat, dick, auf-
gesetzt, (der Bauch.) — Mamangkat, in Bangkat
thun, (den Njating.)
BANGKAU, liabangkau, streitig, uneinig, zwie-
spältig ; Zwist haben. /Ewen tä bangkau aughe,
sie sind zwiespältig (widersprechend) in ihren Wor-
ten, (oder auch: Forderungen, Erzählungen, etc.) —
Babangkau, bangkabangkau, hababangkau, habang-
kabangkau, etwas streitig, uneinig, zwiespältig. —-
Barabangkau alle streitig etc. — Mamangkau, zum
Zwist, Zwiespalt Anleitung geben, ansetzen. Narai
talo idjä mamangkau keton, was hat euch ans Streiten
gebracht ? — Kabangkau, Zwiespalt, Uneinigkeit, Ver-
schiedenheit, Gegenstreitigkeit. Paham kabangkau
augh äwen, mikäh iä dia hakabuah, gross der Ge-
genstreit ihrer Worte, (Forderungen, etc.) vielleicht
werden sie nicht zur Uebereinstimmung kommen.
BANGKAüK, ein Volksstamm am obern Nagara-
strom; zum Islam gezwungen, bewahren sie noch
viele ihrer frühem heidnischen Gebräuche, essen
auch mit Heiden zusammen, etc; man nennt nun
einen jeden Mahomedan, der es nicht strenge mit
dem Islam nimmt, salam bangkarik. — Aku injalam
tagal utangku, tapi aku salam bangkarik bewäi,
man hat mich mahomedansch gemacht wegen meiner
Schulden, (ich war Sclav, und mein Herr befahl es,)
aber ich halte es nicht strenge mit dem Islam.
BANGKAWAN, die Stöcke im hatap, den über
solche Stöckchen zusammen gerciheten Palmitblät-
tern, womit man die Dächer deckt. — Man zählt
die hatap danach. Djaton arä tisan hatapku, mikäh
sampai äpat pulu bangkawan, cs ist nicht viel von
meinem hatap übrig geblieben, veilleicht an 40 Stück.
BANGKAWIS, i. q. bangkawan.
BANGK/E, männlicher Name.
BANGK/EIIEN, Basreliefs, Blumen, Thiergestalten
etc. an Töpfen und Holzwerk.
BANGKIL, abgeschlagen, verworfen, (Bitten, Ge-
suche.) Lakue djari bangkil awi olo, man hat seine
Bitten zurückgewiesen. — Mamangkil, mambangkil,
habangkil dengan, abschlagen, abweisen, verwerfen.
— Hababangkil, habangkibangkil, oft, immer ab-
schlagen.— Tarabangkil, können, mögen abgeschla-
gen, zurück gewiesen werden, (Bitten, Rechtssachen ,
Klagen.) — Pamangkil, der alles abschlägt, verwirft.
BANGKING, s. angking.
BANGKIR biak, bangkirbangkira, viele zusammen,
(viele Früchte an einem Baume oder einem Stengel,
viele Körbe in einer Hand tragend, etc.) Bangkirbiak
buae batang enjoh tä, viel zusammen ihre Früchte,


BAN.
BAN.
41
die Kokospalme, = sie sitzt voll Flüchte. — S. auch:
bungkar bangkir.
BANGKIR AI, ein Baum, das IIolz ähnelt, dem
Mahagoniholze.
BANGKIT, das Wasser ablassen und das Gold
zusammen suchen. — Um Gold zu suchen machen
die Chinesen lange, starken Fall habende Gräben,
schütten goldhaltigen Sand hinein, lassen die Grä-
ben voll Wasser laufen, und das Wasser längere Zeit
darin stehen, während welcher Zeit der Sand im
Graben oft umgerührt wird,- dann lässt, man das
Wasser schnell ablaufen, so dass der grösste Tlieil
des Sandes und Schlammes mit fortgeführt wird,
und man die zurück bleibenden Goldkörnchen besser
linden kann. (Die (junze Arbeit dieser Art des Gold-
suchens heisst: bapanggong; die daj. Weise: man-
dulang.) Aku omba bapanggong sampai handuä bang-
kit, ich habe mit Goldsuchen helfen, bis 2 Mal das
Wasser abgelassen war.
BANGKO, (holländisch, i. q. katil,) Bank.
BANGKO, ein Schöpflöffel, (die ausgehöhlte Schale
einer Kokosnuss, ohne Stiel; mit Stiel: gajong.)
BANGKO, ein Knorren, Auswuchs an Bäumen,
wo dann der Stamm dicker als darunter und darüber
ist. — Habangko, babangko, einen Knorren, Aus-
wuchs haben. — Bangkobangko, als ein Knorren,
Auswuchs, dick. sein. Pain medja tä korik liapa-
montong, bangkobangko bentenge, die Füsse des
Tisches sind dünn an beiden Enden, dick in der
Mitte.— Barabangko, alle, oder einer überall Knor-
ren haben, dick. sein.
BANGKO, (bas. Kah. =bako,) gestollt, (Fettete.)
BANGKOB ANGKOL, s. angkol.
BANGKOHONG, das in der Mitte dicker als an
den Enden sein, (Planken, gesplissner Rottan, etc.) —
llabangkohong, babangkohong, in der Mitte dicker
als an den Enden sein. — Barabangkoliong, alle in
der Mitte dicker als an den Enden sein.
BANGKOL, s. angkol.
BANGKONG, i. q. bango, Schädel.— Bei Fischen
-wird das Wort vom ganzem Kopfe gebraucht.
BANGKOP, s. angkop.
BANGKU ANG, ein im Morast wachsend Palmit-
gewächs; wird bis 25 Fuss lang, sitzt voll Dornen;
von den Blättern flicht man Matten.
BANGKULAU, eine rübenartige Frucht.
BANGKUSAN, i. q. kalubut.
BANGKUSAN, (bas. Sang. = bungkus;) einge-
wickelt; etwas was man zum Einwickeln gebraucht;
ein Bündel. — Bangkusan timpong, in Zeug einge-
wickelt.
BANGO, Schale; wird nur gebraucht von bangon
enjoh, Schale der Kokosnüsse, und: baugon takolok,
Schädel. — Habango, eine harte Schale, Schelle ha-
ben, (auch von andern Dingen gebraucht.) Kudjarig
habango djaton mangat, Kundjang (eine rübenartige
Frucht, malaiisch: kladi,) mit harter Schelle ist
nicht lecker.
BANGOENGOET, s. koet.
BANGOHAN, den ersten Stoss geben, (jemand
tödtend.) Has, toh mamuno hadangan, äwe idjä
bangohan, wohlan, nun lasst uns den Büffel-tödten,
wer giebt, ihm den ersten Stoss?
BANGON, männlicher Name; (von bango.)
BANGOT, s. barabärigot.
BANGSA, (mal.) abkommend, stammend. Be-
nang toh bangsa Batawi, dies Zeug stammt von Ba-
tavia, (wird dort, gemacht, oder getragen.)
BANGSAT, i. q. basal.
BANGUINGUIT, s. kuit.
BANGUNAN, (Bandjarsch,) das aüfgericlilet sein,
d. Bau, Geslait., (eines llauses.) Huma tä djaton
bahalap bangunae, das Ilans ist. nicht schön gebaut.
BANGUS, s. barabangus.
BANGUT, männlicher Name, (von babangut, böse
aussehn.)
BANIA, i. q. barnia.
BANTANG, männlicher Name.
BANIHANIHA, s. naniha.
BANING, eine mittelgrosse Schildkröte, ist. sehr
langsam. — Habaning, Baning irgendwo sein, leben.
— Babaning. banibaning, faul, langsam, (gehen, ru-
dern.) — Rind jing babaning, eine eiserne Kochpfanne
worin es sich schwer kochen lässt, langsam zum Ko-
chen kommt.
BANINTUNINTU, s. tinlu.
BANIPIS, (bas. Sang. = manipis,) dünn.
BANIUS, i. q. manius.
BANJALANJALANG, s. manjalang.
BANJAMzE, (bas. Sang. = bara tahaseng,) Äthern
haben. — Banjamä ambo manggawang liawon, mö-
gest du langen Äthern haben hinreichend bis an den
Himmel, = mögest du lange leben.
BAN JAMBAN JAMBAN G, s. sambang.
BAN JANGKON JANG KOL, s. njanjangkol.
BANJANJANJANJAT, s. sajat und njanjat.
BANJARAN, s. barabanjaran.
BANJATAN, s. barabanjatan.
BANJEN, niesen. — Will man ausgehen und es
niest jemand im Hause, so ist das ein böses, Unglück
verkündendes Zeichen; man muss dann das Weg-
gehn aufschieben. — Mambanjen, niesen machen,
zum Niesen reizen.
BANJENTENJENTEK, s. njanjentek.
BANJERONJEROK, s. serok.
BANJIIII, i. q. manjihi, s. njihi.
BANJINDzENJINDJE, s. sindä.
BANJINGKINJINGKI, s. sasingki.
BANOHAN, i. q. bangohan.
BANOT, verwildert, aus der Art geschlagen; al-
lein von kudjang, einer rübenartigen Frucht , ge
braucht, wenn dieselbe Jahre lang, ohne gepflegt zu
sein, fort gewachsen ist.
BANTA, ein kleiner, 4—5 Zoll langer Fisch,
der Körper rundlich, der Kopf sehr klein. —- Tain
banta, Unrath im Wasser. — Oru banta, i. q. garigil.
BANTAH, kabantah, Zwist., Zank. Narai bantähm
dengae, worüber hast, du Zwist mit ihm? — Ha-
bantali, mit. einander zwisten, zanken.— Babantali,
bant.abant.ali, etwas Zwist, Zank haben, etwas zankend,
zänkisch. — Barabantah, alle zwisten. Ungkup
Lengkong uras barabantah dengan ungkup Magal,
der ganze Stamm des Lengkong lebt im Zank mit
Magats Stamme. — Mamantah, mambantah, mit.
jemand zwisten, zanken, ihm entgegen sein. —
Hababantah, habantabantah, oft, immer mit. jemand
zwisten. — Pamantah, zwist-, zanksüchtig.
BANTAI; wenn man in jungen, unreifen Bambu
etwas über Kohlen kochen will, (— dies geschieht,
bei grossen Festen, wenn man nicht genug Töple
hat; auch soll es den Speisen mehr Wohlgeschmack
geben; —) dann legt man neben dem Kohlenfeuer
her ein Stück hartes Holz oder Eisen, auf welches
man in langer Reihe die Bambu schräg über die
Kohlen hin lehnt: das Stück Holz oder Eisen heisst
bantai.— O Djata, aku blaku singgoh inlu ikau ki-
lau bantai sanaman, o Djata! (Name der Wasser-
götter,) ich bitte mich auf dich stützen zu dürfen
als auf ein eisernes bantai. — Habantai, babantai,
bantabantai, in einer Reihe neben einander. Tanan


42
BAN.
BAN—BAP.
äwen babantai, djaton bahelat, ihre Felder liegen
in einer Reihe neben einander, ohne Zwischen-
raum. — Kabantai, eine zusammenhängende Reihe.
BANTAL, Kopf küssen; (sind lang und rund; man
gebraucht sie auch um sie unter die Arme oder Beine
zu legen, dann nennt man sie gaguling.) — Ha-
bantal, ein Kopf küssen haben, gebrauchen; als Kopf-
küssen gebrauchen. Iä batiroh djaton habantal, er
schläft ohne Kopfküssen. — Iä batiroh habantal pa-
kuan indue, er schläft, mit dem Kopfe im Schoosse
seiner Mutter liegend. — Amon aku anak induku
habantal tundjang, hapuron sahep, djaton aku tau
tatau hindai, wenn ich bin ein Kind meiner Mut-
ter, welche als Kopf küssen hatte Baum wurzeln, und
als Schlafmatte trocknes Laub, möge ich dann nicht
reich werden! (Eine Art Eid, wenn man von je-
mandem gescholten ist ein Hurenkind, oder Kind
einer armen Sclavinn zu sein.) — Mamantal, jeman-
den mit einem Kopfküssen versehen, es ihm ge-
ben, leihen. — Kapok akan telo habantal, Baum-
wolle für 3 Kopfküssen.
BANTANAN, ein klein Häuschen, Dach und
Wände von Zeug; man stellt bei Festen das Essen
für die Götter und Geister da hinein; bei einigen
Festen muss das Bantahan im, bei andern äusser
dem Hause stehen. — Habantanan, solch ein Häus-
chen haben, gebrauchen.
BANT ANG, das singende Lesen und Beten der
Mahomedanen. — Tä augh bantang mambasa ka-
rohäie, da ist das Getön des singenden Lesens, er
liest seinen Zauberspruch. — Mambantang, singend
lesen oder sprechen.
BANTAS, s. hantu bantas.
BANTAT, geschwollen, (Menschen durch Krank-
heit, Schlangenbiss, etc.; Leichen.) — Babantat,
bantabantat, ein wenig geschwollen. — Mamantat,
aufschwellen machen. — Kabantat, das geschwollen
sein.
BANTER, breit, dick, (das Gesicht.) Paham ka-
scpute, banter baue, gross seine Fettheit, breit und
dick sein Gesicht. — Babanter, bantebanter, ziemlich
breit und dick. — Barabanter baue, sie alle haben ein
breites, dickes Gesicht.— Banterbantera, sehr breit
und dick. — Kabanter, Breite und Dicke des Gesichts.
BANTIAN, ein kleiner grauer Vogel, lebt im Innern
der Insel, thut viel Schaden an den Reissfeldern.
BANTIAS, die auf Lameang, Agaatsteinen, ge-
schliffenen Streifen. — Lameang tä sirang bantiase,
djaton balialap, der Agaatstein, schräg seine Strei-
fen, nicht schön. — Habantias, Streifen haben. —
Mäntias, Streifen auf Agaatsteine schleifen.
BANTIKAN, (bas. Sang. = bintik,) das Gedruckte,
die auf Zeug gedruckten oder darein gewebten Fi-
guren.
BANTILAN, (bas. Sang. = kudi,) 20 Stück, eine
Stiege.
BANTILONG, s. kulat bantilong.
BANTING, einö Art sehr wildes auf Borneo leben-
des Rindvieh. — Anak olo busik djadi banting, die
Kinder spielen wilde Kuh. (Einer stellt dabei die
wilde Kuh vor, welcher die andern tretend und stos-
send verfolgt, während die andern ihn mit den aus-
gestreckten Fingern zu stechen suchen.)
BANTINI, nennt man ein Kind, welches tatini,
einen dicken Bauch, hat.
BANTJAI, (Bandjarsch,) verschlissen, abgetragen
und zerrissen, (Kleider;) verwüstet, verfallen, (Haus,
Dorf;) erschöpft, nahe dem Tode. Bantjai kea ha-
dangan tä, arä himange, der Büffel muss doch ster-
ben, er hat viele Wunden.
BANTJANA, i. q. bahaja, Gefahr.
BANTJAP, s. antjap.
BANTOK, s. t.adji bantok.
BANTONG, ein böser Geist, hat menschliche Ge-
stalt, aber 7 Köpfe, 1 grossen und 6 kleine; er
macht viel Lärm, stets aus all seinen 7 Mäulern
schreiend und tobend. Die Dajacken verehren ihn
nicht, wohl aber die Chinesen, welche auch Kopf-
tücher und Kleiderstoffe verkaufen, auf denen er
mit seinen 7 Köpfen abgebildet steht, den Bogen
spannend. — Männlicher Name.
BANTORONG, der Magen von Vögeln; (von 4 füs-
sigen Thieren: gamboli.)
BANTOWONG, das Herz (im Leibe; im sittlichen
Sinne: atäi.)
BANTÃœL, dick geschwollen, (durch Insecten ge-
stochen, auch durch Krankheit, besonders durch den
Aussatz.) — Babantul, bantubantul, ziemlich dick
geschwollen. — Kabantul, d. Dicke, das geschwol-
len sein.
BANTUS, abgeneigt, unwillig. Bantus huangku
hagoet, abgeneigt ist mein Innres um fortzugehen,
= ich gehe ungern, mit Widerwillen. — Aku ta-
rinia aughe, bantus dia, ich nehme sein Wort an,
aber sehr ungern. — Babantus, bantubantus, ziem-
lich abgeneigt, unwillig. — Barabantus, alle ziem-
lich abgeneigt. — Pangabantubantus, alle abgeneigt. —
Mamantus, unwillig, abgeneigt machen. Iä bantus
omba awi sawae mamantus iä, er geht ungern mit,
weil seine Frau ihn abgeneigt zum Mitgehen ge-
macht hat. — Kabantus, Unwilligkeit, Äbgeneigt-
lieit (zu etwas was man doch thut.) — Pamantus,
immer unwillig, abgeneigt. Iä puna pamantus ba-
gawi, er arbeitet immer mit Widerwillen.
BANTUT, gross, ausgewachsen, alt, (nur von
männlichen Schweinen gebraucht.) Anak bawoiku
bihin djari bantut toh, mein früheres Ferkel ist
jetzt ein ausgewachsener Eber.—Davon, erwachsene
Schweine sind ja .fauler als Ferlqel, — antoantut,
faul, langsam. Antoantut ampim bagawi, du arbei-
test faul. — Baraantut, alle faul, langsam. — Ma-
mantut arepe, langsam etwas thun. Aku mangahau
ikau, lalekan ikau mamantut arepm manalih, ich
rufe dich, was bist du doch langsam um zu kom-
men! — Kaantut, Faulheit, Langsamkeit,.
BANUANG, ein im Inneren der Insel wachsender
Baum, wird gern zu Flössen gebraucht, da das Holz
sehr leicht ist, und hoch auf dem Wasser treibt. —
Bawoi banuang, eine Art Schweine, mit langem,
dickem Leibe.
BANUN, weiblicher Name; (von manun, ordnen,
in Ordnung bringen.)
BAONTONG, i. q, bontong, s. ontong.
BAP, mebap, klappend, klappen, (zugleich: plötz-
lich.) — Bap baungku inekape, klap! schlug er mich
ins Gesicht. — Bap sumbo belep awi riwut, bap!
wurde die Lampe durch den Wind ausgelöscht. —
Mebamebap, bamebamebap, oft solch Getön. — Bara
kamebap, überall solch Getön.
BAPA, d. Vater (anderer; den eigenen Vater nennt
man apang.)— Apangku liaban, kilen bapam, mein
Vater ist krank, wie ist es mit deinem Vater? —
Bapa tiri, Stiefvater. — Bapa angkat oder ambai,
Adoptiv-Vater. — Aku bara bapa intu iä, ich habe
einen Vater an ihm, = er ist mein Vater.—AS wen
düä habapa, sie beiden mit Vater, = er und sein Vater.
BAP AD JANG, (bas. Sang. = lombah,) breit. —
Tingang bapadjang dandange, der Vogel Tingang
hat einen breiten Schwanz.
B AP AD J AP AD J AL, s. papadjal.


BAP.
BAP.
43
BAPAHAN, die Balken, welche auf den Djihi,
Hauspfosten, quer übers Haus hin liegen; über ihnen,
nach der Länge des Hauses, liegen die llandaran,
worauf das Dach ruht.
B AP AH AR, stechend, trocken, heiser, (die Kehle,
durch Erkältung, oder durchs Essen und Trinken
scharfer, beissender Dinge.) — Papdhar, pahapa-
har, etwas heiser, stechend. — Barapaliar, alle hei-
ser. — Mamahar, Heiserkeit etc. verursachen. —
Kapahar, Heiserkeit.
BAPAIT, s. pait.
BAPAJAR, vor und nach, bei Bischen, (bezah-
len etc.;) nothdürftig (leben.) — Aku manahor utangku
bapajar, ich bezahle meine Schulden in kleinen Ra-
ten. — Alo gawi tä habali, bapajar aku nguae, ob-
wohl die Arbeit mühsam ist, nach und nach werde
ich sie zu Ende bringen. — Toto aku päliä belom,
bapajar wäi aku malandja arepku, wirklich ich bin
arm, nur nothdürftig unterhalte ich mich selbst. —
Bapajapajar, immer nur §ehr wenig, etc.
BAPAK AU, eine Art Kartenspiel, ähnlich wie das
bekannte vingt.-un; man muss aber nur 19 Augen
haben um zu gewinnen.
BAPAL, laviren, gegen den Wind auf segeln. —
Käpat ikäi barajar bapal bewäi, 4 Tage lang segel-
ten wir nur lavirend.
BAPALAPAK, i. q. halapak, s. lapak.
BAPALAS, Name eines Flusses in Kahaian; es
wachsen dort viel Palasbäume.
BAPANAL, i. q. bapandal, s. pandal.
B AP ANDAM, fertig und bereit stehen, (viele Men-
schen.) — Has gulong, olo arä bapandam hetä men-
däh ikau, wohlan, schnell, die Menschen stehen
dort bereit, sie warten auf dich.
BAPANDOI, s. andoi.
BAPANGGONG, ein Boot, Schiff, aufs Trockne
oder doch in flaches Wasser bringen, (z. B. bei
starken Wellen.) — Pahalau riak toh, käläh ita
bapanggong sarä, zu hohe Wellen sind jetzt, lasst
uns das Boot am Ufer aufs Trockne legen, (am
Ufer still liegen.) — Mamanggong, manapanggong,
ein Boot oder Schiff aufs Trockne legen, aufs Trockne
laufen, stranden lassen. — Tapang gong, festliegend,
gestrandet. Katelo banama tapanggong hong tum-
bang Bandjar, 3 Tage lang sass das Schift' fest in
der Mündung des Bandjarflusses.
BAPANGKO, (bas. Sang. = mamangko,) in den
Arm nemen, im Arme haben. — Harum sawang
bapangko anak, jetzt erst hast du ein Kind im
Arme, = hast jetzt erst geboren.
BAPANING, (bas. Mangk.) i. q. bapanding, s. pan-
ding.
BAPANTAN, (bas. Sang. = harut,) ein Boot ha-
ben, gebrauchen. — Malambong bulau, bapantan
hintan, er hat einen goldncn Kahn, ein Boot von
Diamanten.
BAPANTING bahing, (bas. Sang.) die Stimme
auswerfen, = laut rufen.
B AP AP AS, (bas. Sang. = mamapas,) abfegen, rei-
nigen, (besonders von sittlicher Schuld, Unglücks-
ursachen.)
BAPARONG, (bas. Sang. = bara huma,) ein Haus
haben. — Baparong tunggal, dia batatop duä, er
hat ein allein stehend Haus, es steht kein 2tes da-
neben.
BAPARUT, s. mamarut.
BAPASAI, Name eines Flüsschens in Mantangai;
cs wachsen dort viel Tapasaibäume.
BAPASIL, im kleinen, en detail (kaufen und ver-
kaufen.) — Benang djaton indjuale bapasil, baja
bakudi, er verkauft das Zeug nicht bei einzelnen
Stücken, nur bei kudi, (ä 20 Stück.) — Mamasil,
bei einzelnen Stücken, im Kleinen kaufen, verkau-
fen. — Djaton rearku hapa manabas, aku mamasil
bewäi, ich habe kein Geld um im Grossen aufzu-
kaufen, ich kaufe nur im Kleinen.
BAPATAH, pampatah, tatakon, ein Platz vorder
Hausthür, oft noch mit einem Dache bedeckt, wo
man des Abends zu sitzen pflegt.
BAPATAK, lange Zeit irgendwo bleiben, sich
aufhalten. — Ikau bapatak hong human olo, dia
buli äka ita; du liegst immer in anderer Leute Häu-
sern, kehrst nicht in unser Haus zurück. — Ikau
bapatak hong parak kaju, handak djadi meto, du
hältst dich immer im Walde auf, willst wohl ein
Thier werden.
BAPATIK, (bas. Sang*. = hatutang,) getatuirt,
Figuren in die Haut geritzt.
BAPEKA, (bas. Sang. = badjawut,) ausgezogen. —
Aku djari tingang bapeka langkaie, ich bin ein Nas-
hornvogel, welchem die langen Schwanzfedern aus-
gezogen sind, (i. e. bin ein Wittwer oder eine Wittwe.)
BAPELAPELAT, s. papelat.
BAPEMPENG, i. q. tapempeng.
BAPERAI, (bas. Sang. = baduroh,) abfallen. —
Samben baperai bara tali tasuka, die Agaatsteine
fallen ab vom Bande worauf sie gereiht sind.
BAPERAT, s. rat.
BAPESA, i. q. pesa.
BAPETAPETAI, s. papetai.
BAPET/EH, (bas. Sang. = mametäh,) befehlen. —
Ingaingat aku bapetäh mandjirat, merke wohl auf,
ich befehle ernstlich.
BAPIHAR, lahm, (in der Hüfte, gefallen oder
geschlagen seiend, auch durch Krankheit.) — Pa-
pihar, pihapihar, ein wenig lahm. — Barapihar, alle
lahm. — Mamihar, hapihar dengan, lahm machen,
lähmen. Buhen ikau mamukul mamihar asongku,
warum schlägst, du meinen Hund lahm?
BAPIK, s. apik.
BAPIL, s. apil.
B APILIK, in steifer Haltung sitzend sich schräg
rücklings biegen, und den Körper dann hin und
her bewegen. (Die Balian nehmen diese Haltung
an, wenn sie die Sangiang zu sich herabkommen
lassen.) — Pulangpilik, sich hin und her bewegen. —
Djihi djaton dähen, awi riwut mahin pulangpilik,
der Pfosten steht nicht fest, selbst durch den Wind
bewegt er sich hin und her. — Iä tatawä sampai
pulangpilik, er lacht dass er schüttelt.
BAPIMBIT, s. imbit.
BAPIMPING, (bas. sang. = bapelek ,) gebrochen.
BAPINDAH, (bas. Sang. = mindah,) versetzen ,
verstellen. — Bapindah kapandokangku mondok,
versetze meinen Sitzplatz auf dem ich sitze.
BAPINDIPINDI, s. papindi.
BAPINGAT, s. ingat.
BAPINTAN, s. intan.
BAPINTAR, i. q. babintar, ermüdet, (die Au-
gen.) — Mamintar matae, seine Augen ermüden.
BAPINTAS, ausbrechen, ausreissen, (z. B. ein
Knopfloch, oder ein Loch, welches dicht an der
Kante eines Holzes gebohrt ist, etc.) — Kantjing
pahalau sarääkae, bapintas klambi, der Knopf, allzu
sehr an der Seite sein Platz, das Kleid wird aus-
reissen. — Barapintas, bapintapintas, alle ausreis-
sen. — Mamintas, bapintas dengan, ausbrechen,
ausreissen, (transitiv.) — Tarapintas, ausgebrochen,
ausgerissen werden können.
BAPINTIPINTIH, s. papintih.


44
BAP—BAR.
BAPIRIPIRING, s. piring und papiring.
BAPTS, s. apis.
BAPu, s. po.
BAP-OEK, i. q. bapulek, s. pulek.
BAPÃœAT, (bas. Sang. = mamuat,) laden, beladen.
BAPUJAN, (bas. Sang. == kramat,) ein schön ge-
schmücktes Grab.
BAPUJU, ein kleiner, nur 5 Zoll langer aber
ziemlich dicker Fisch; sehr voll Gräten. Es giebt
2 Arten, den bapuju galam, mit dunkelgrünem
Rücken und hellgrünem Bauche, und den bapuju
paräi, mit schwarzgelbem Rücken und hellgelbem
Bauche. — Ikau paham pangarohi bapuju, du bist
eifrig am fangen von Bapuju, (sagt man spottend
zu einer Frau, welche mit einem buju, Wittwer,
in Unzucht lebt; das Gleichniss liegt, nur im ähn-
lichen Klange der Wörter: buju, bapuju.)
BAPUK.AÜ, (bas. Sang. == liatandipah,) gegen ein-
ander über. — Mondok bapukau tandok busik ba-
kambang malam, sitzend einander gegenüber die
Augen lustig spielen die ganze Nacht.
BAPUPUL, abfallen. Kutoh bua bapupul, djari
masak, eine Menge Früchte sind abgefallen, sie sind
reif. — Bapupupupul^ fortwährend abfallen, in Menge
abfallen. Bua bapupupupul awi barat, die Früchte
fallen in Menge ab durch den Sturm. — Mamupul,
bapupul dengan, abfallen machen; abpflücken. —
Hapapupul^ bapupupupul, oft, lange Zeit abfallen
machen, abpflücken. — Tarapupul, abgepflückt wer-
den können, mögen; irrthümlich abpflücken. —
Pamupul, der gern, alles abpflückt.
BAPUSOH, (bas. Sang. = mamusob) Knospen ha-
ben; (Bäume.)
BAPUTAN, d. Blasbalg. — Die daj. Blasbalge
bestehen aus 2 ausgehöhlten Holzstücken , in welchen
man mit mit Federn umwundenen Stöcken (kewus,)
auf und nieder fährt; unten ist ein Loch mit einem
Bambu (pasiong,) darin, welcher am Ende ein thö-
nern Pfeifchen (butoh,) hat, aus welchem die Luft
‘strömt. •— Ein daj. leläi, Räthsel: TEwc nahaseng
hapan likut paie, wer athmet durch den Hinter-
theil seines Fusses? Antwort: baputan, der Blas-
balg. — Habaputan, einen Blasbalg haben, ge-
brauchen.
BAR, mebar, sausend, sausen, (es liegt zugleich
der Begriff “plötzlich, kräftig” darin.) — Bar riwut
manapi kaju, sausend stösst der Wind gegen die
Bäume. — Mebar kaju inisinge, sausend spaltet er
das Holz, (kräftig, zugleich: das Holz spaltet gut,
fliegt aus einander.) — Mebamebar, bamebamebar,
oft, wiederholt solch ein Getön.
BARA, von; von aus, in; als; ausgenommen,
äusser; haben. — Bara Bandjar, von Bandjarmasin. —
Prentah bara Rasdin, Befehle vom Residenten. —
Duan tä bara hundjun medja, nimm das vom Tische
— Bara bihin, von früher. — Iä mahining aughku
äkae batiroh, er hört meine Stimme von sei-
Bette aus, (worin er liegt.) — Iä tat au bara
er ist reicher als ich. — Djaton beken sala
iä, kein anderer falsch von ihm, i. c. kein an-
Lalehan karä olo hetä,
ei welch eine Menge Menschen dort, als
— Iä bara
ab.
J >ara
nem
aku,
bara
derer äusser ihm, als er.
bara uret
Würmer. — Iä bara ramo, er hat Güter, = ist.
reich. — Aton ikau bara arut, hast du ein Boot? —
Aku bara bapa dengae, ich habe einen Vater an
ihm, = er ist mein Vater.0'— ?Ela mingkes ramom
bong huma bara bentok, leg deine Sachen nicht
mitten ins Haus. — Ferner bezeichnet bara als Prä-
fix “alle,” oder wo das Wort die Bedeutung alle
nicht zulässt, “überall” aus, — Babat, ein Gürtel;
(’1

hababat, umgürtet sein , einen Gürtel tragen; baraba-
bat, alle umgürtet, alle Gürtel tragend.— Badjun-
to, viel, in Menge; baradjunto, überall in Menge.
BARAAJUN, s. manjun.
BARAANTUT, s. bantut.
BARABADJOHAN, budjobadjohan, alle ganz, (Reiss,
etc.; nicht in Stücken, Krümeln.) — Bahalap paräi
äwen, barabadjohan behase, ihr Paräi (Reiss in Hül-
sen) ist gut, der Behas (durch Stampfen enthülsete
Reiss) ist alle ganz, ganze Körner.
BARABAGOP, s. babagop.
BARABAHAJAN, in Menge. — Barabahajan dja-
toe bua hetä awi riwut, in Menge ihr abgefallen
sein, die Früchte dort durch den Wind.
BARABALAPAN, s. babalapan.
BARABANGIS, s. babangis.
BARABANGUT, s. babangut.
BARAB ANJAR AN, in Menge ausspringen, (Fun-
ken.) — Bahalap batun sandapange, barabanjaran
apui, gut der Stein an seiner Flinte, die Funken
sprühen in Menge.
BARABANJATAN, glänzen, leuchten, (z. B. ein
Diamant, ein Feuerwürmchen.)
BARABEDONG, s. babedong.
BARABENJEP, ganz, gänzlich, spurlos, plötz-
lich. — Apangku nihau barabenjep, djari duä njelo,
mein Vater ist gänzlich (spurlos) verschwunden, es
sind schon 2 Jahre; (wir haben nichts wieder von
ihm gehört und gesehen.) — Gitangku iä manan-
djong nah, palus lilap barabenjep, ich sah ihn so
eben gehen, plötzlich ist er spurlos verschwunden. —
Ilaru äwen hakotak, tinai barabenjep iä batiroh, so
eben sprachen sie noch, nun sind sie plötzlich ein-
geschlafen.
BARABIAL, s. babial.
BARABILANG, ansagen, in Kenntniss setzen. —
Iä bahalap dengan ita, amon aton gawie enen,maka
iä barabilang, er beträgt sich gut gegen uns, wenn
er irgend ein Fest hat, so sagt er es uns an. —
Mambilang, respectiren, Rücksicht nehmen. — Ei-
len ikau sangit, dia ikau mambilang aton mantir
kapala hetoh, wie darfst du so zornig sein, nimmst
du keine Rücksicht darauf dass Häuptlinge hier sind!
BARABILAI, s. babilai.
BARABOKBOK, kollernd. — Barabokbok kasa
leteng bong danum, kollernd (durch das einlaufendc
Wasser) versinkt die Flasche im Wasser.
BARABUAK, s. babuak.
BARABULANG, s. ulang.
BARABULENG, s. babuleng.
BARADAILEI, s. dadahäi.
BARADEREP, s. baderep.
BARADIKAL, s. dadikal.
BARADJANGKAU, s. badjangkau.
BARADJULON, s. nandjulon.
BARADJUNGGAT, s. badjunggat.
BARADJUNGKANG, s. badjungkang.
BARADJUNO, s. djadjuno.
BARADJUNTO, s. badjunto.
BARADJURAll, s. badjurah.
BARADJURAU, s. djadjurau.
BARADJURO, s. badjuro.
BARADJUTING, s. djadjuting.
BARAEDAK, s. edaedak.
BAR AGA HAK, s. gagahak.
BARAGAHANGAN, in Menge durch cinahder.—
Tä bua djambu baragahangan bong petak, da liegen
Djambufrüchle in Menge durch einander auf der
Erde.
BARAGAHAPAN, mehrere Male gegen stossend,


BAR.
BAR.
45
so dass es ein Geläut, einen Schall giebt. — Bara-
gahapan aku lawo, ich falle z. B. erst mit dem
Kopfe, dann noch mit den Beinen irgendwo gegen-
stossend.
BARAGALAI, s. gagalai.
BARAGAMBIRIK, baragamirik, an vielen Orten,
Plätzen. — Baragamirik olo malan bong tana hetä, an
vielen Plätzen arbeiten die Leute auf dem Felde
dort.
BARAG ANDAMAN, i. q. baragahapan. — Bara-
gandaman äwen tempä, sie sind sehr eifrig am Reiss-
stampfen.
BARAG ANG AS, s. gagangas.
BARAGAUS, s. gagaus.
BARAGETjEI, s. bagetäi.
BARAGIHIK, s. gagihik.
B ARA GIS A, s. bagisa.
BARAGIUR, s. gagiur.
BARAGUNDA, s. bagunda.
BARAH, glühende Kohlen, Kohlen feuer. — Pa-
halau arä barah, bakähu bari, kanan belahe, allzu
viel Kohlen, der Reiss wird verbrennen, wirf einen
Theil fort. — Lason berengku kilau barah apui, die
Hitze meines Körpers ist wie glühende Kohlen. —
Bdbarali) barabarah, glühen. Koam apui djari
belep, kwäka, magon barabarah, du sagst das Feuer
sei ausgelöscht, ei was! es glüht noch immer. —
Habarah, Kohlen welche lange Zeit glühen. Kaju
tob djaton maku habarah, dieses Holz hält nicht
lange Feuer, (die Kohlen löschen bald aus.) — Mam-
barah, habarah dengan, in Glut bringen.
BARAHADJANG, s. hahadjang.
BARAHAJUT, s. bahajut.
BARAHALAI, s. hahalai.
BARAHANDO, s. bahando.
BARAHAWO, s. hahawo.
BARAHINI, kleiner Seekrebs, dem Balangkas ähn-
lich, aber kleiner.
BARAIIIRI, s. balüri.
BARAHONDOK, i. q. bahondok, s. ondok.
BARAHOWOI, s. hahowoi.
BARAHUNGAP, i. q. bahungap.
BARAHULAI, s. hahulai.
BARAHUNGAP, i. q. bahungap.
BARAHUNTAI, s. hahuntai.
BARAIHAK, s. ihaihak.
BARAKABISA, i. q. bihisbahisa.
BARAKADAI, s. kakadai.
BARAKAHUPA, in grosser Menge sein, in Menge
hervorstehen, (wird nur von kleinen, rundlichen
Gegenständen gebraucht, z. B. von Tassen, kleinen
Schildkröten, etc.) — Badjoko barakahüpa bong
pantai, die Badjoko (Art kleiner Schildkröte,) liegen
in grosser Menge am Strande.
BARAKAKUPON, barakupokupon, s. upon.
BARAKAL, s. akal.
BARAKALUT, s. hakalut.
BARAKANDJAR, s. kakandjar.
BARAKARAS, s. karas und kakaras.
BARAKAT, (malaiisch berkat,) Segen, Glück.—
la paham barakate, er hat grosses Glück. — Mam-
barakat, beglücken, segnen, wohlthun.
BARAKAT, weil. — Barakat. aku budjur olo dja-
ton mampalah aku, weil ich Recht habe wird man
mich nicht verlieren lassen.
BARAKATAK, (bas. Kahaian,) i. q. bakatak,
Frosch.
BARAKAUR, s. kakaur.
BARAKtEHUS, s. ngähus.
B A B AKE I »ER, s. k akebei.
BARAKESEK, s. bakesek.
BARAKET2E, s. kaketä.
BARAKETEP, s. baketep.
BARAK1DJAL, s. kakidjal.
BARAKO, brako, eine Art Kröte, wird 2 Hand-
breit gross, sehr rauhes Fell, der Rücken schwarz,
der Bauch gelblich. — Kilau brako ikaü, paham
kotorm, du bist wie eine Brako, gross die Rauheit
(Unebenheit) deiner Haut; (durch Stippen, Schwärchen,
von Mücken gestochen.) — Habarako, Barako ha-
ben, Barako irgendwo leben, sein.
BARAKOAU, s. kakoau.
BARAKUPOKUPON, s. upon.
BARAKUTIK, s. bakutik.
BARAKUTIM, s. kakutim.
BARALAJOK, s. lalajok.
BARALAMBAK, s. balambak.
BARALASAU, s. balasau.
BARALATAP, s. lalatap.
BARALIAU, s. haliau.
BARALIBAK, s. lalibak.
B ARALIK AH, s. malikah.
BARALISEN, s. malisen.
BARALITAK, s. lalitak.
B ARALOW AI, s. halowai.
BARALUI, s. balui.
BARALULUS, s. halulus.
BARAMAH, wird nur mit djaton odcräla, nicht,
verbunden gebraucht. — Djaton baramah, nicht
sprechen, etc.; ganz still sein. — Aku hasupa de-
ngan olo tä, djaton baramah iä, ich begegnete dem
Menschen, aber er sprach kein Wort. — Mangat
awau tä, lihi indue malan djaton baramah, das ist
ein liebes Kindchen, wenn seine Mutter fort ist,
auf dem Felde arbeitend, hält es sich ganz still.—
Djaton baramaramah, djaton ramaramah, fast gar
nicht sprechen, ziemlich still sein.
BARAMAK, im Pansch und Bogen, klein und
gross durch einander, (etwas kaufen.) •— Brangai
aku mamili baramak manokm tä, djaton mintih,
pirä koam saratus, wohl, ich will deine Hühner im
Ganzen kaufen, (klein und gross durch einander,)
will nicht wählen, wie viel forderst du für 100?
BARAMALEM, s. alem.
BARAMANGKIT, s. pangkit.
BARAMANJA, s. hirek.
BARAMANTONG, s. mamantong.
B AR AMAS A, barasa, (Bandjarsch, immer mit dja-
ton , nicht, verbunden.)— Djaton baramasa, durchaus
nicht. — Ikau mandawa aku manakau, aku djaton
baramasa gawi tä, du beschuldigst mich dass ich
gestohlen habe, ich habe durchaus keinen Theil an
der That gehabt. — Aku djaton baramasa dengae,
ich habe gar nichts mit ihm zu thun, weiss gar
nichts von ihm.
BARAMASEK, s. mamasek.
BARAMAUNG, ein grosser, irdener Wassertopf.
BARAMENDA, s. penda.
BARAMER/EH, s. mameräh.
BARAMETAK, s. tak.
BARAMINDING, s. pinding.
BARAMIPI, s. mamipi.
BARAMISI, s. pisi.
BAR AM IT AI, s. mamitai.
BARAMOH2E, nie allein, immer hinter kolok ge-
braucht. — Kotok baramohä, brummend, still und
heimlich scheltend. — Paham bakulas iä, .amon
injoho kolok baramohä iä hagoct, er ist sehr unge-
neigt etwas zu thun, wenn man ihn etwas thun
heisst, gehet er brummend daran.


46
BAR.
BAR.
BARAMPAR, s. ampar.
BARAMPING, (bas. Sang. = basamping,) abge-
stossen, abgebrochen. — Baramping taberau lawin
tandjong awi ladjun banama, es ist abgestossen das
Taberau (eine Zuckerrohr ähnelnde Wasserpflanze)
an der Biegung des Flusses durch die schnelle Fahrt
des Schiffes.
BARAMPONG, abgerissen, ausgerissen, (Kleider,
Haare, GraS, etc.) — Barampong balauku sangkawit
unak, mein Haar ist ausgerissen, festgehakt in Unak,
(ein Dorngewächs.) — Barampong atäi buaku na-
huang liau anakku, Imein Herz und Nieren sind
abgerissen (mein Herz ist gebrochen,) durch das
Verlangen nach meinem verstorbenen Kinde. — Ba-
rampong djudjun tanangku awi ai, die Ausdehnung
(Länge) meines Feldes ist abgerissen durch das seine,
(er hat sein Feld krumm, schräg vor dem meinen her
gemacht, so dass ich das meine nicht länger machen
kann.) — Bar ar ompong, baramporampong fast, ein we-
nig, überall ein wenig abgerissen. — Marampong, ha-
rampong dengan, abreissen, ausreissen. —Patäi bawoi
palus rampong ramon knaie, tödte das Schwein,
und reisse die Eingeweide heraus. — yEwen haram-
pong balaue, sie ziehen einander bei den Haaren.—
Mararampong, maramporampong, etwas ab- ausreis-
sen. — Hararampong, haramporampong, oft, lange
ab- ausreissen. — Tararampong, ab- ausgerissen kön-
nen, mögen werden; irrthümlich ab- ausreissen. —
Oru tä djaton tararampong, dähen uhate, das Gras
kann nicht ausgerissen werden, seine Wurzeln sind
fest. — Par ompong, der gern, alles abreisst, ausziehet.
BARAMPUN, s. ampun.
BARAMUKING, s. mamuking.
BAR ANA, Art, Sorte. — Burong arä baranae,
äwe katawan karä arae, die Vögel, viel ihre Sorten,
wer weiss alle ihre Namen! — Ikau arä baranan
gawim, du hast viele (verschiedene) Arten Arbeit. —
Ikau arä barana aughm, du viel die Arten deiner
Worte, = widersprichst dir, sagst bald ja und bald
nein. — Sambarana, sambarana bagai, vielerlei Ar-
ten, verschiedene Sorten. •— Sambarana talo inggaum
in tu aku, kwäka aton, du suchst (fragst) vielerlei
Dinge bei mir, (z. B. Essen, Kleidung, Geld, etc.)
wie sollte es sein, = wie sollte ich das alles haben!
BARANAK, hantu baranak, s. hantu.
BARANAKAU, s. takau.
BARANAL, (bas. Mangkatip,) i. q. barandar.
BARANANAK, s. tanak.
BAR AN ANJA, s. mananja.
BARANAR, i. q. barandar.
BARANARtE, nur gebräuchlich in der folgenden
Sprechweise: ikäi murik tikas lewun olo baranarä,
wir sind den Fluss hinaufgereist bis an die Dörfer
der Leute welche narä sagen, (i. e. wo man statt
djaton, nicht, narä sagt, i. e. einige Wochen Rei-
sens den Kahaianstrom hinauf.)
BARAN ARI, s. nanari.
BARANATUM, s. tatum.
BARAN^EHA, i. q. baramoliä. ■— Kotok baranäha,
murren, brummen.
BARANDAK, durch einander hin liegen. — Karä
ramoe barandak hetä, dia ingkese buabuah, alle
seine Sachen liegen da durch einander, er legt sie
nicht gehörig weg. — Marandak, barandak dengan,
durch einander werfen, stellen, in Unordnung brin-
gen. — tEwc marandak karä mangkok piring ita
hetoh, harungku limbah mangabuahe, wer setzt her
alle unsre Tassen und Teller durch einander, nach-
dem ich sie eben erst in Ordnung gestellt hatte? —
Karandak, das in Unordnung durch einander lie-
gen. — Parandak, der immer, alles in Unordnung
bringt.
BARANDAN, (bas. Sang. = hong,) in. — Bitim
melai barandan balai, du bleibst in der Balai.
BARANDANG, (bas. Sang. = rangkah,) ruhig; weit.
BARANDAR, baranar, baranal, überall platt auf
dem Bodem liegen, vertreten sein, (Gras, etc.) —
Barandar oru äka anak olo busik, niedergetreten ist
das Gras auf dem Platze wo die Kinder gespielt ha-
ben. -— Barandar tanangku intakan bawoi, platt liegt
mein Feld, (der darauf stehende Reiss,) verwüstet
durch die Schweine. — Karandar, das vertreten
sein, das platt liegen.
BARANEHEM, s. manehem.
BARANEHO, versinken. — Baraneho banamae
hong tasik, sein Schiff ist versunken im Meere. —
Baraneho wird selten allein gebraucht, gewöhnlich
als Verstärkung gefügt hinter leteng, versinken,
(Steine, Holz, etc.) und kahem, sinken, untergehen,
(Boot, Schiff.) — Pisauku lawo danum leteng bara-
neho, mein Messer ist ins Wasser gefallen und so-
gleich versunken. — Aku manjoho iä liandjulo, pa-
lus iä leteng baraneho, ich sandte ihn weg für kurze
Zeit, und er ist ganz versunken, (bleibt so lange
fort, kommt gar nicht wieder.)
BARANEKANG, s. tekang.
BARANENGKEK, s. nanengkek.
BARANG, Sachen, Güter; nur. — Lampäi arä
barange, der Lampäi viel seine Güter, = er ist reich.—
Aku blaku endäh barang katelo, ich bitte um Frist
nur 3 Tage. — Sambarang, sabarang, was auch, was
nur. — Sambarang talo inengae inarimaku, was er
auch geben wird, ich nehme es an. — Sabarang pren-
tah aku djaton malawae, was es auch für Befehle
seien, ich setze mich nicht dagegen. — Habarang,
verunachtsamen, (werthvolle Dinge.) Kilen ikau
habarang jtalo barega tä, wie achtest du doch die
kostbaren Sachen so gering! (so dass du sie zu aller-
hand Arbeit gebrauchst, sie für einen Spottpreis ver-
kaufst, etc. Wörtlich wohl; wie hast (gebrauchst)
du die kostbaren Sachen als ob es gewöhnliche ba-
rang, Sachen, wären?)
BARANGAI, brangai, bararangai, barangarangai,
ja, wohl, es ist gut, es ist einerlei; wie auch. —
Handak ikau omba aku halisang? Barangai. Willst
du mit mir auf Reise gehen? Wohl. (Ja.) — Asal
iä manenga isut, brungai kea, wenn er nur etwas
giebt, auch gut. — Alo bararangai talo inengae
mahin inarimaku, was für Sachen immer er geben
wird, ich nehme sie doch an. — Aku toh belom
atawa matäi, brangai, ob ich lebe oder sterbe, es ist
einerlei. — Rarangai, rangarangai, gering, sehlechte
Qualität. Aku kuman rarangai panginangku, ich
esse nur geringe Kost, (zugleich: allerlei, wie ich
es eben finde.) ^Ela rangarangai gawin dengae, du
musst ihn nicht schlecht behandeln, (ihn nicht schel-
ten, schlagen, = nicht meinen du könnest ihn be-
handeln wie du willst. — Karangai, das Geringe,
Unbedeutende, kleine Habe. Djewu aku omba ikau,
hindai aku manatap karangaiku, morgen werde ich
folgen, ich habe meine geringe Habe noch nicht in
Ordnung gebracht.
‘BARANGAI, s. ai.
BARANGAMPA, s. kampa.
BARANGAN, i. q. warangan.
BARANGANDA, s. kanda.
BARANGGONG, branggong, tief, (ein Teller,
Boot;) prahlerisch, (Worte.) Djuluk piring brang-
gong tä, äka djoho, reich den tiefen Teller her, den
Platz der Brühe, = worauf die Brühe gethan wird.


BAR.
BAR.
47
— zEla ikau pahalau branggong aughm, sprich nicht
zu prahlerisch! — Bararanggong, baranggoranggong,
raranggong, ranggoranggong, ziemlich tief, prahle-
risch. — Maranggong, haranggong dengan, mam-
paranggong, paranggong, tiefer machen, austiefen;
mar. aughe, gross ‘ prahlen. — Karanggong, Tiefe.
Paham karanggong arute, ngira bann atiii, gross die
Tiefe seines Bootes, bis an die Herzgrube (reicht
der Rand, wenn man darin stellt.) — Pangaranggo-
ranggong, alle tief. — Pangkaranggong, das tiefste,
am tiefsten.
BARANGIWIR, s. kakiwir.
BARANGKAP, zahlreich, viele (zEste, Zweige etc.
haben, Bäume.) Kaju tä barangkap edae, der Baum
zahlreich seine /Este, (zugleich: dicht bei einander,
also: es ist ein dichter Baum.) Humbang barangkap
manak, der Bambu pflegt viel Sprösslinge zu trei-
ben, dick, dicht zujstehen. — Bararangkap, barang-
karangkap, ziemlich dicht, dick. — Pangarangka-
rangkap, alle (Bäume etc.) dick, dicht voll Zweige.
Karangkap, das zahlreich und dicht Zusammenstehen,
d. dick bewachsen sein.
BARANGKAT, s. angkat.
BARANGUWIL, s. kuwil.
BARANGUMI, s. ngumi.
BARANI, brani, (immer mit batu, Stein;) batu
brani, Magneet, Magneetnadel.
BARANIA, Name eines Baumes und der pflau-
menartigen Frucht desselben, (malaiisch: genderia.)
BARANIHA, s. nanilia.
BARANIKF, s. batiki.
BARAN.IAHAP, s. manjaliap.
BARANJAHAR, s. njanjahar.
BARANTIT, platzen, geplatzt; (etwas was zu
enge ist, wenn zu viel hineingestopft wird.) Karä
klambie barantit. awie baseput, alle seine Kleider
platzen, weil er so dick ist. — Bararantit, baran-
tirantit, beinahe platzen, ein wenig geplatzt. ZEla
manjuang bantal tä bararantit, stopfe das Küssen
nicht bis zum platzen voll. — Marantit, barantit
dengan, mamparantit, platzen machen. — Parantit,
der alles platzen macht.
BARAOHAI, s. ohaohai.
BARAP, das Getön, verursacht durch die Vögel,
wenn sie die Flügel schlagen; das mit den Flügeln
schlagen. — Narai augh hetä? Dia, barap manok
wäi. Was ist das für ein Geräusch dort ? Es ist
nichts, die Hühner schlagen nur mit den Flügeln. -—
Babarap, barabarap, mit den Flügeln schlagen. —
Burupbarap, biripbarap, stark und anhaltend mit
den Flügeln schlagen; durch einander schwatzen.
Buhen manok biripbarap hetä, inotok talo, warum
schlägt das Huhn dort, so mit den Flügeln, ist est
durch ein Thier (Schlange etc.) gebissen? — Ko-
takm burupbarap, djaton tawan horoe, dein Spre-
chen geht durch einander, es hat keine Folgordnung,
= du schwatzest unverständlich, verwirrt.
BAR APA, brapa, was doch. Amon aku liandak
mamukul iä, barapa kaabase, wenn ich ihn schlagen
will, was doch seine Kraft! (er kann sich nicht wi-
dersetzen.) Amon aku handak mamangun, brapa
iä! wenn ich ein Haus bauen will, was ist das doch!
(däs fällt mir gar nicht schwer.)
BARAPAGA, s. papaga.
BARAPARANG, s. hamparang.
BARAPATAP, s. tampatap.
BARAPATUS, s. papatus.
BARAPERAT, s. baperat.
BARAPI, marapi, (vom malaiischen api, Feuer;
daj. apui;) Reiss kochen. — Kalah harapi, aku blau,
koch doch, ich habe Hunger. — Aku djari harapi,
tapi hindai mandjoho, ich habe schon Reiss gekocht,
aber noch keine Brühe gekocht. — Bararapi, anak
bararapi, ein wenig kochen. Pahalau ikau melai be-
wäi, dia anak bararapi, es ist zu arg mit dir, du
bleibst nur, (i. e. thust nichts,) kochst nicht ein-
mal ein wenig. — Bararapi, harapirapi, immer ko-
chen, lange Zeit etwas kochen. — Lepah karä be-
bas, harapirapi olo, all unser Reiss ist auf, man hat
immer davon gekocht. — Tararapi, gekocht werden
können, mögen; irrthümlich kochen. — Parapi,
der immer, oft Reiss kocht. — Kasakrapi, so lange
Zeit als man nöthig hat um einmal Reiss zu kochen.
zF.kae tä duä telo kasakrapi kakedjauc, sein Haus
ist 2 bis 3 Reisskochscl weit.
BARAPIDJAU, s. papidjau.
BARAPIHAR, s. bapihar.
BARAPURAI, s. mamurai.
BARAPUREK, s. papurek.
BAR AR AD ANG, s. raradang.
BARARAHING, s. trahing.
BARARAKAP, s. sarakap.
BARARAKAT, s. rarakat.
BARARAKIS, s. marakis.
BARARAMBIT, s. harambit...
BARARAMIN, (von rarni,) demDjata, Wassergott,
ein Fest halten; unfruchtbare Männer oder Frauen
geben es, welche dadurch fruchtbar zu werden hof-
fen. Es dauert 3, 5 oder 7 Tage, man gebraucht.
3, 5 oder 7 Balian dabei. Die erste Nacht wird es
im Hause des Festgebers gehalten, man streut Reiss
aus, citirt. durch Zaubergesänge hülfreiche Geister,
(Sangiang,) denen man sein Begehren mittheilt. Am
anderen Morgen fährt man in einem schön ge-
schmückten Boote nach einem Orte, welcher als einer
der Wohnplätze der Djatas bekannt ist, unter Ge-
sang und Musik; man nimmt Ziegen, weisse Enten,
Hühner oder Tauben, deren Hörner oder Schnäbel
mit. Goldblech belegt sind, als Opfer mit. Dort an-
gekommen baut man ein Hüttchen, in dem man 3,
5 oder 7 Tage Zaubergesänge singend bleibt. In der
Mitte des Festes, also am 2, 3 oder 4 Tage werden
die Opfer gebracht, entweder nur der Kopf des ge-
tödteten Thieres, welches dann verzehrt wird, oder
cs wird das Thier lebendig ins Wasser geworfen,
nachdem man das Boot, worin es ist, zuvor 7 Mal
herum gedreht hat. Nach Hause zurück gekehrt
wird dann noch eine Nacht durch getrunken und
gesungen.
BARARANANG, s. maranang.
BARARANDANG, s. raraudang.
BARARANGAI, i. q. barangai.
BARARANGGAS, s. maranggas.
BARARANGGUR, s. raranggur.
BARARAPI, s. harapi.
BAR AR ASING, s. marasing.
BARARATAP, s. baratap.
BARARATjE, s. maratä und ratä.
BARARATI, s. harati.
BARARAWAT, s. rarawat.
BARAREKUT, s. marckut.
BARAREMB/E, s. rarembä.
BARARENDENG, s. barendeng.
BARARENGAR, s. marengar.
BARARENGGOR, s. rarenggor.
BARARIGAS, s. brigas.
BARARIKER, s. ngariker.
BARARIMBAT, s. marimbat.
BARARINGKES, s. baringkes.
BARARTPIH, s. paripih.


Sturm, (mag er
Einer sagt arabische
Jo illah
Bei den 3 ersten
BARARTPO, s. maripo.
BARARIWING, s. ngariwing.
BARARODAK, s. rarodak.
BARARUAT, s. baruat.
BARARUDJAK, s. marudjak.
BARARUNGKIR, s. barungkir.
BARARUNTOK, s. pruntok.
BAR AS, der Sand. Pasisir tasik uras baras, am
Meeresstrande ist nur Sand. — Babaras, bara-
baras, sandig, als Sand; gut, voll, (der Reiss, keine
leere Körner.) Petak hulu Kahaian barabaras, das
Land im obern Kahaianstrome ist sandig. — Ba-
halap paräiku, barabaras, mein Reiss ist gut, alles
volle Körner. —Habaras, sandig, Sand haben, Sand
irgendwo sein.
BARASA, i. q. baramasa; auch: zu fühlen. Iä
manuhir aku, djaton barasa angate, er schröpft
mich, (lässt mir Blut ab,) es ist nicht zu fühlen,
(thut nicht wehe.)
BARASABI, i. q. basabi.
BARASAHAI, s. sasahai.
BARASAK, brasak, Name eines Flüsschens und
Dorfes in Pulopetak; (wörtlich: der Brasakbaum dort
sein, wachsen.
BARASALAK, s. mansalak.
BARAS AN AN, s. mansanan.
BARASANTIK, s. njanjantik.
BAR AS AR ANG, s. sasaran g.
BAR AS AW AK, s. basawak.
BARASENTEK, s. njanjentek.
BARASEPUT, s. baseput.
BARASIH, i. q. brasih.
BARASIDEN, s. sasiden.
BARASIKAP, s. basikap.
BARASILIK, s. sasilik.
BARASILIM, s. basilim.
BARASINGI, s. basingi.
BARASIRIT, s. sasirit.
BARASUMBAU, s. pasumbau.
BARAT, Westen; Westwind;
herkommen wo er will.) /Eia pahalau rangkah mam-
besäi, mikäh buah riwut barat, lasst uns nicht zu
langsam rudern, wir möchten Wind und Sturm krie-
gen. — Barabarat, babarat, als ein Sturm, stür-
misch; tüchtig aber nicht lange anhaltend (arbei-
ten, etc.)
BARATAGAS, s. tatagas.
BAPtATANDAI, s. hatandai.
BARAT AP, gerissen, zerrissen, (der Band womit
etwas gebunden, umbunden ist.) — Bararatap, ba-
rataratap, etwas, beinahe zerrissen. — Maratap, lia-
ratap dengan, zerreissen. — Tararatap, können,
mögen zerrissen werden; irrthümlich zerreissen. —
Paratap, der oft, gern, alle Bänder zerreisst.
BARATAPjEI, s. tatapäi.
BARATINDIII, s. manindih.
BARATIP, ein Todtenfest halten; (die Mahome-
danen, die Dajacken: tiwah;) geschieht des Nachts
nach dem Begräbnisstage, (manuron tana,) ferner die
3e Nacht darauf, (maniga hari,) dann in der 40sten
Nacht, (mamatang pulu,) und endlich die 100ste Nacht,
(njaratus;) jedes dieser 4 Feste heisst:
obwohl
Namen
Theil,
alle in
hecken
Gebete
mit dem bekannten mahom. Symbolum:
illalah, Mahomcd rasullah.
baratip,
jedes auch den angegebenen eigent.hümlichen
hat. — Nur Männer nehmen an den Festen
10—100, oft auch noch mehr. Sie sitzen
einem Kreise, in dessen Mitte ein Kohlen-
mit Räuchwerk steht.
her, und die anderen antworten dazwischen
Festen, deren jedes nur eine Nacht dauert, tractirt.
man die Gäste mit. Hühnern und Enten; am 4“ 3
tägigem Feste wird ein Büffel gescl dachtet. — Olo
baratip hetä. Marat.ip äwe? Maratip tuan hadji Djai.
Man hält dort ein Todtenfest. Für wen hält man
das Todtenfest? Für den Herrn Iladji l)jai.
BARAT1RIT, s. tatirit.
BARATJAKOP, s. sakop.
BARAT JALAK, s. mansalak.
BARATUAP, s. bat.uap.
BARATUDJ1K, s. tantudjik.
BARAU, nur hinter kihis, Schorf, und tewu,
Zuckerrohr gebraucht. — Kihis barau, sehr starker
Schorf. — Tcwu barau, gelblich Zuckerrohr, die
einzelnen Glieder sehr lang; (aber glatt, nicht rauh,
wie das barau erwarten lassen sollte.)
BARAUDAR, s. udaudar.
BARAWAR, i. q. brawar.
BARAW/E, unklug; (wird selten allein gebraucht,
gewöhnlich als Verstärkung hinter gila, unklug, gefügt.)
BARAWUT, i. q. badjawut, ausgezogen, s. djawut.
Dieselben Ableitungen als bei djawut, nur dass hier
der reine Stamm, rawut, ungebräuchlich ist.
BAREDJEREDJEK, s. raredjek.
BAREGAREGAR, s. gar.
BAREHOREHO, s. rareho.
BAREKOREKUT, s. marekut.
BARENDEM, (bas. Sang. = taliaru,) verlangen,
sich sehnen. Balingo buangku, barendem nitingku,
es sehnt sich mein Inneres, es verlangt mein Herz.
BARENDENG, aufmerksam (zuhören;) offenbar,
deutlich; tapfer, ohne Furcht; entschieden; ent-
schlossen; nüchtern. — Barendeng iämanjenäh aughe,
aufmerksam horcht er auf seine Worte. — Baren-
deng aku mitä iä, ich sehe ihn ganz deutlich. —
Barendeng iä djari manjapa aku, arä olo mahininge,
ganz deutlich und offenbar hat er mich geschimpft,
viele Menschen haben es gehört. — Djaton tau
sondau pisaum? barendeng iä hetä, kannst du dein
Hackmesser nicht linden? da liegt cs ja ganz olfen-
bar. — Barendeng haliai iä klahi, alo inembak ine-
djep djaton iä taräwen, er licht sehr tapfer, obwohl
er geschossen und gehauen wird, erschrickt er nicht.
— Kilen toh, barendeng atäim liandak omba aku,
wie steht es jetzt, dst dein Herz entschlossen, willst,
du mir folgen ? — Malern ikäi mihop, uras babusau,
tapi aku barendeng, gestern haben wir getrunken,
alle waren betrunken, aber ich blieb nüchtern. —
Bararendeng, barenderendeng, rarendeng, renderen-
deng, ziemlich aufmerksam, etc. — Barare.nde.ng,
pangarenderendeng, alle aufmerksam, etc. — Pang-
karendeng, am aufmerksamsten, etc. — Karendeng,
Aufmerksamkeit., etc. — Mangarendeng, erklären;
nachfragen, untersuchen. Kaput aughm kilau leläi,
käläh mangarendeng akangku, dunkel deine Worte
als Räthsel, erkläre sie mir doch. — Hindai batant u
iä idjä manakau, käläh keton mangarendeng helo,
es ist noch nicht gewiss ob er cs sei welcher ge-
stohlen hat, untersucht es doch erst, (bringt es erst
zur deutlichen Gewissheit.) — Käläh ikau mangaren-
deng matam manampajah aku, thu deine Augen
ordentlich auf und sieh mich an. — Mangarendeng
arepe babusau, sich entnüchtern, auf hören trunken
zu sein. — Mangarendeng arepe batiroh, sich vom
Schlafe entnüchtern, sich gut. wach machen, (die
Augen ausreiben, etc.) — Hakarendeng, mit ein-
ander über eine Sache sprechen, sie unter einan-
der abzumachen suchen. Käläh keton hakarendeng
helo, äla palus hadawa, besprecht, doch die Sache
erst mit einander, verklagt euch nicht gleich.


BAR.
BAR.
49
BARENERENEP, s. harenep.
B AREN GEREN GEK, s. marengck.
BARENGGORENGGOR, s. rarenggor.
BARI, gekochter Reiss. (Reiss in Hülsen, paräi;
enthülseter: behas.) Da gekochter Reiss in Borneo
die Hauptnahrung ist, so heisst bari auch überhaupt:
Nahrung, Essen. (Wie Brod im Deutschen, äproQ im
Griechischen.) — Olo Nagara liambiä indu barie,
die Nagaresen gebrauchen Sago als Nahrung. — Koä
kindjap haklahi, tapi djaton akan isin atäi, baja
akan bari djoho bewäi, wir beiden streiten oft, aber
nicht bis ins Fleisch des Herzens, als Reiss und
Brühe nur, (gerathen nicht in Feindschaft, sondern
bleiben gute Freunde dabei.) — Baribari, oft Reiss
zu essen geben. Paham pahagae dengan anake, ba-
ribari wäi awie nongkang andau, sie passt gut auf
ihr Kind, beständig wird es mit Reiss gefüttert durch
sie den ganzen Tag. — Baribarian, zu viel Reiss.
Kilen ket.on barapi baribarian, kwäka olih lepah ki-
nan, was kocht ihr doch so ungemein viel Reiss,
wie sollte der alle gegessen werden können.
BARIA, (bas. Sang.) i. q. baruron.
BARIARIA, s. raria.
BARIBARING, s. babaring.
BAR1BIR, bribir, stumpfe Kante, (z. B. wenn
über die Kante einer Bank, eines Tisches einmal
hin gehobelt ist.)
BÄRIDJORIDJOK, s. raridjok.
BARIGAS, i. q. brigas.
BARIHIRIHING, s. rarihing.
BARIK, s. burak.
B ARIKAN, i. q. birik, das Schütteln, Aus-abge-
schüttelt sein.
BARIKERIKER, s. ngariker.
BARIKIRIKIS, s. rarikis.
BARIKOR, (bas. Sang. = halikut,) auf dem Rü-
cken; als Rücken. Kamban pangandicn barikor ta-
lawang, der Kamban pangandien, (i. e. König der
hantuen, wörtlich: Seele des Tigers,) hat als Rücken
ein Schild.
BARIKORIKOI, s. rarikoi.
BARIMAR, Art weiss und schwarz gestreiftes Klei-
derzeug, wird viel zu saloi, Unterröcken, gebraucht.
BARIMBARIMB AT, s. marimbat.
BARIMBOR, habarimbor, im Wasser spielen, plat-
schen ; (Menschen beim Baden.) Barimbor äwen man-
doi hetä, spielend baden sie dort.
BARIMPORIMPONG, s. rarimpong.
BARINGBARINGA, s. babaring.
BARING EN, eine Schmarotzerpflanze; wird oft
sehr gross, so dass die Bäume dadurch absterben.
BARINGGIRINGGIS, s. raringgis.
BAR1NGKAR, wird nur in Emphase hinter tali-
wanang, Gürtel, gefügt. Djohodjoho ampim ikau,
hapan taliwanang baringkar, hochmüthig dein Vor-
kommen, du trägst einen Gürtel!
BARINGKES, (wohl von ingkes, mingkes,) in
Ordnung gelegt, gestellt; dünn aussehen, (aber es
doch nicht sein;) zusammen druckbar, elastisch; wenig
Platz einnehmen und doch grossen Werth haben,
also: gut mitzunehmen. — Karong ita djaton ba-
ringkes, kusakkasik karä talo huange, unsere Stube
ist nicht in Ordnung, (nicht aufgeräumt), durch
einander liegen alle Dinge welche darin sind. — Iä
tä baringkes ampie makaian, er kleidet sich gut, —
die Kleider stehen (sitzen) ihm gut. — Toto iä ba-
ringkes, kakae badjawo, tapi kemä ukur, sama ka-
haie, allerdings sieht er dünn aus und sein älterer
Bruder dick, aber versuch es, miss sie, gleich ihre
Dicke. — Kapas tä puna baringkes, alo arä tamä
kea pat.i korik, die Baumwolle ist zusammendrück-
bar, obwohl viel davon ist, geht es doch in eine
kleine Kiste. — Amon halisang kedjau, käläh
mimbit bulau, djetä ramo baringkes; bahali mim-
bit duit, pahalau babehat, wenn man auf weite
Reisen gehet ist es gut Gold mitzunehmen, das
ist ein leicht mitnehmbar Ding; mühsam ist es
Kupfergeld mitzunehmen, das ist zu schwer. —
B ar ar ingkes, ziemlich in Ordnung, etc.; — alles
einpacken. /Ewen bararingkes karä ramoe, han-
dak babungkat, sie packen alle ihre Sachen zu-
sammen, wollen verziehen.’— Pangaringkeringkes,
alle in guter Ordnung, etc. — Pangkaringkes, am
meisten zusammengedrückt werden können, den
kleinsten Raum bei grösstem Werthe einnehmen.
Hintan pangkaringkes bara karä talo beken, der
Diamant hat mehr' als alle andere Dinge bei der
kleinsten Ausdehnung den grössten Werth. — Ma-
ringkes, baringkes dengan, zusammen packen, ein-
packen; aufräumen. — Maringkes arepe, sich in
Ordnung bringen, (seine Kleider, Haare, etc., Toi-
lette machen.) — Bararingkes, liaringkeringkes, oft,
lange Zeit in Ordnung bringen, etc.— Tararingkes,
aufgeräumt, eingepackt etc. werden können. — Ka-
ringkes, das dicht zusammen gepackt sein. — Pa-
ringkes, pringk.es, der oft, gern aufräumt etc.; pa-
ringkes arepe, der sich, sein Haar, seine Kleidung
immer gut in Ordnung hält.
BARINGORINGUT, s. raringut.
BARIPORIPO, s. maripo. *
BARIRAI, Name eines Flusses oben im Sangiang-
lande, Wohnplatz der Tempon tiawon, der Frau des
Tempon telon; der Tempon telon wohnt am batang-
danum djalajan, Djalajanflusse.
BARIRANG, brarirang, marirang, Schwefel; wird
auswendig als Medicin gegen Schorf und fressende
Schäden gebraucht.
BARIS, Theil, Abtheilung; (nach Zahlen: kaba-
ri s;) Folgordnung, Reihe; von, aus.—Djetoli puna
baris ajum, dies ist dein Theil. — Karä huma hetä
baris duä hasansila djalan, alle die Häuser dort stehen
in 2 Reihen an beiden Seiten des Weges. — Aughe
djaton barise, liäwoi saritae, seine Worte haben keine
Folgordnung, er mengt die Geschichte durch ein-
ander. — Sardado main baris, die Soldaten spielen
Reihe, (i. e. sie exerciren). — Idjä biti baris olo
salam djari manakau human ita, einer von den
Mahomedanen hat unser Haus bestohlen. — (Oft
wird patasa zur Verstärkung hinter baris gefügt.) —
Babaris, baribaris, habaris, abgesondert, vertheilt.
./Ewen liampahari tä belom habaris, djaton maku
hiiidjä, die Brüder leben geseparirt, sie wollen nicht
zusammen wohnen. — Mambaris, habaris dengan,
absondern, aus einander sondern, th eilen. Mam-
baris ramo, Sachen aus einander theilen. — Mam-
baris arepe dengan sawae, sich von seiner Frau
scheiden.—Bababaris, habaribaris, oft, immer ab-
sondern, etc. —’ Tarabaris, abgesondert werden
können, mögen. Ita dengan olo salam djaton tara-
baris, iä paham badjudju tamä lewun ita, wir kön-
nen gar nicht abgesondert bleiben von den Maho-
medanen, mit grossem Ungestüm drängen sie sich
ein in unsere Dörfer. — Pambaris, der gern, oft
absondert, aus einander thut.
BARISIRISIP, s. rarisip.
BARITA, i. q. brita.
BARITONG, s. itong.
BARITU, britu, das Schiksal, Vorherbestimmung.
Amon puna britue buah tjalaka, puna djaton tara-
tonggo, wenn es sein vorherbestimmte§ Schicksal ist


50
BAR.
BAR—BAS.
dass ihn Unglück treffen soll, dann kann man ihn
doch nicht bewahren. — Samben baritu, s. samben.
BARITU, der dajacksche Name für den Duson-
strom, von oben ab bis da wo er sich theilt. in den
südwestlich laufenden Arm, batangdanum Pulope-
tak , und den südlich laufenden batangdanum Murong.
BARIWARIWAS, s. rariwas.
BARIWIRIWING, s. ngariwing.
BARIWIS, briwis, wilde Ente; (die zahme: itik.)
BARIWIS, das Kleiderbündel eines verunglück-
ten, (ermordeten, durch Krokodill gefressenen, etc.)
Menschen, dessen Leiche nicht aufzufinden ist; alle
Kleider eines solchen werden begraben. — Mamba-
riwis, solch ein Kleiderbündel begraben. — /Ewen
mambariwis pakaian olo awi badjai, sie begraben die
Kleider eines durch ein Krokodill gefressenen Men-
schen.
BARNEHO, i. q. baraneho.
BARO, ein mitteldick werdender Baum, hat sehr
breite Blätter; vom Baste der jungen Bäume macht
man Nähgarn. —Habaro, Baro irgendwo sein, wachsen.
BARO, burong baro, i. q. das gebräuchlichere sabaro.
BAROH, tiefliegendes Land, welches in der nassen
Jahreszeit unter Wasser steht. — Habaroli, solche
Baroh irgendwo sein.
BAROHAN, i. q. olo buru, Miethling.
BAROHOR, ein kleiner, runder, schwarzer Fisch,
etwa 6 Zoll lang.
BAROHOR besäi, die dicke Stelle mitten im Blatte
eines Ruders. — Habarohor, solch eine dickere Stelle
haben.
BAROHOROHONG, s. rarohong.
BAROK, ein kleiner, irdener Topf, worin man
das Trinkwasser thut, nachdem es in der blanai,
dem grossen Topfe, sich abgeklärt hat. — Barok
saramin, eine gläserne Flasche. — Knaie kilau ba-
rok, lalehan kabungue, sein Bauch ist als ein Ba-
rok, (so dick,) was ist er gefrässig.— Babar ok, ba-
robarok, habarok, als ein Barok, dick, aufgesetzt,
(der Leib.)
BARON, (bas. Sang. = klambi,) Oberkleid. —
Männlicher Name.
BARONG, der Platz, worin man kranke Men-
schen badet, (hölzerner Trog oder auch eine Matte;)
das gebadet werden. — Tapas baronge, awi tä da-
reme djaton maku terai, nicht genug sein gebadet
werden, desshalb will sein Fieber nicht auf hören.—
Mambarong, habarong dengan, baden, (kranke Men-
schen: geschieht besonders in bösartigen Fiebern;
man lässt die Leider dann etwa 1 Stunde lang im
Wasser liegen.) — Hababarong, habarobarong, oft
baden.
BAROTUROTUT, s. rarotut.
BAROWA, den Schein haben, das Aussehen, An-
sehen haben. Iä barowa ampie marajap, buah bata-
wat dengae, er hat das Ansehen eines Schelms, man
muss vorsichtig vor ihm sein. — Iä bagawi barowa
paham, tapi djaton talo awie, er scheint tüchtig zu
arbeiten, aber er thut nichts.
BAR0W0R0W0I, s. rarowoi.
BAROWUT, abgerissen, (Zweige, etc.) Buabuah
dengan awau, mikäh barowut pai Jengäe awim, sei
vorsichtig mit dem Säuglinge, du möchtest seine
Arme und Beine abreissen. — Marowut, barowut
dengan, abreissen. — Tararoivut, abgerissen können
werden; irrthümlich abreissen.
BARUAT, entwurzelt, umgefallen, ausgezogen,
(Pflanzen mit allen Wurzeln und der Erde daran.)
Kaju baruat awi barat, — awi bawoi, der Baum ist
umgefallen (umgestürzt) durch den Sturm, — durch
ein Schwein. — Maruat, baruat dengan, umwerfen,
ausziehen. — Bararuat, raruat, ruaruat, ein wenig
entwurzelt, ausgezogen; als ausziehend. Raruat aku
manandjong bong petak rumpur, als ausziehend
(meine Beine ausziehen müssend, als ob ich Pflanzen
auszöge) gehe ich im Schlamme. — Rungkangruat,
mit grosser Mühe durch einen Morast gehen. — Ta-
raruat, ausgezogen werden können; irrthümlich aus-
ziehen.
BARUDJARUDJAK. s. marudjak.
BARUIRUIS, s. raruis.
BARUJOK, ein Thier einer Ratte ähnlich, schwarz
von Farbe, lebt auf Bäumen. — Kahaim kilau ba-
rujok, kadjohom paham, du bist nur so gross als
ein Barujok, und doch ist dein Hochmuth gross- —
Ampim kujokujo kilan barujok, du gehst langsam
schleichend wie ein Barujok.
BARUMBON, manok barumbon, ein gelbes Huhn,
mit rothen, schwarzen und weissen Flecken.
BARUNAP, ausgezogen, (nur etwas oder auch
nichts von der Wurzel mit; mit der Wurzel; baruat.)
Kajah, karä talo imbulku lepah irunap inakau olo,
o jammer, alles was ich gepflanzt, hat man ausge-
zogen und gestohlen. — Bararunap, barunarunap,
fast, ein wenig ausgezogen. — Bararunap, alle aus-
gezogen. — Marunap, harunap dengan, ausziehen. —
Hararunap, harunarunap, oft, lange Zeit ausziehen.
— Tararunap, ausgezogen werden können; irrthüm-
lich ausziehen. — Parunap, der gern, oft, alles auszieht.
BARUNDJARUNDJANG, s. marundjang.
BARUNDJURUNDJUR, s. rarundjur.
BARUNGANG barangis, überall rund sehen, eins
nach dem andern besehen. Buhen ikau barungang
barangis olotä, warum besiehst du die Menschen so?
BARUNGGORUNGGUS, s. marunggus.
BARUNGKARUNGKANG, s. rarungkang.
BARUNGKIR, umgewühlt (die Erde, z. B. durch
Schweine, Büffel.) — Bararungkir, barungkirungkir,
ein wenig umgewühlt. — Marungkir, harungkir den-
gan, umwühlen. — Karungkir, das umgewühlt sein.
Paham karungkir palakanangku awi bawoi, sehr das
umgewühlt sein meines Gartens durch die Schweine.
— Parungkir, der gern, oft umwühlt. Bawoi himba
tä idjä parungkir talo, die wilden Schweine sind es,
welche alles umwühlen.
BARUNGORUNGOK, s. rarungok.
BARUNO, s. hantu baruno.
BARUNTAP, gerissen, (das Band womit etwas ge-
bunden ist; das Genähete,) i. q. baratap; dieselben
Ableitungen.
BARUNTONG, i. q. bageto (s. geto,) abgebrochen,
(Strick, Rottan, etc.). Dieselben Ableitungen als bei
geto, nur das hier die Stammform, runtong, nicht
gebräuchlich ist.
BARUPA, i. q. barowa.
BARUPARUPAU, s. rarupau.
BARURON, (bas. Sang. = manalih,) kommen.
Djewu baruron panggil, baria tandang, komm mor-
gen du, den ich gerufen habe.
BARUS, kapur barus, Kreide.
BAS, s. bisbas.
BASÄ, weil; dass. Iä djaton tau buli, basa iä
inangkeng olo, er kann nicht zurückkehren, weil
man ihn festhält. — Toh aku handjak, basa aku dja-
ton djari omba, jetzt freue ich mich, dass ich nicht
mitgegangen bin, — (Basa ist Conjunction, wird
selten unmittelbar vor einem Subst.antivo gebraucht,
sondern dort gebraucht man sabab, tagal, awi. Iä
djaton tau kuman awi kaujuhe, = iä djaton tau
kumon basa iä ujuh, oder auch basa paham kau-


BAS.
BAS.
51
juhe, er kann nicht essen wegen seiner Ermattung,
— (weil er ermattet ist, weil seine Ermattung gross.)
BASA, Sprache, (eines Volkes.) Basa Bandjar, die
bandjarscbe Sprache. — Basa Sangiang, die Sangiang
Sprache. — Babasa, basabasa, habasa, eine fremde
Sprache sprechen; fremd, nicht vertraulich sprechen.
Iä hakotak babasa, alo iä puna olo hetoh, er
spricht eine fremde Sprache, obwohl er ein hiesiges
Landeskind ist. — Iä tau habasa, sampai äpat limä
basan olo tawae, er kann fremde Sprachen sprechen,
bis 4, 5 Sprachen kennt er. — Dialo idjä biti ita
hetoh tau habasa dengan olo baputi, nicht ein ein-
ziger von uns hier kann mit den weissen Leuten in
ihrer Sprache sprechen. — TEla ikau basabasa de-
ngangku, dia aku paharim, sprich nicht so fremd
(unvertraulich) mit mir, bin ich nicht dein Bruder?
— Barabasa, alle fremde Sprachen sprechen.
BASA, das Lesen. — Sala basae surat tä, beken
bawake hiningku bihin, falsch sein Lesen den Brief,
anders seine Worte hörte ich früher. — Mambasa,
lesen. — Hababasa, liabasabasa, oft, immer lesen. —
Tarabasa, gelesen werden können. — Pambasa, der
gern liest.
BAS ABI, barasabi, grüssen; ansagen, melden. Aku
basabi dengam, aku handak halisang, ich komme
dich grüssen, (auch: ich komme es dir melden,) ich
will auf Reise gehen. — Manjabi, i. q. basabi, aber
auf manjabi folgt der Accusativ, auf basabi der Da-
tiv; manjabi ikau = basabi dengam.
BASABOSABOR, s. bor.
BASAH, (Bandjarsch, = alah, rusak,) besiegt;
verwüstet. Basah djagau ai awi ajungku, sein Hahn
ist durch den meinen überwunden, (zugleich: übel
zugerichtet.) — Basah lewun äwen awi asang, ihr Dorf
ist durch Feinde verwüstet.
BASAIIA, basatiar, ein Gewerbe treiben, Nah-
rung suchen. Alo aku basaha hetähetä, djaton be-
wäi ontong, obwohl ich überall meiner Nahrung
nachgehe, habe ich doch kein Glück.
BASAHO, viel verbrauchen. Ikau basaho kuman,
basa kindjap tamuäi madja hetoh, du verbrauchst
viel Essen, weil Fremdlinge hier oft besuchen. —
Paham basaho ita, duä telo ratus gantang paräi
handjulo ita mampalepahe, wir verbrauchen sehr
viel, 2 bis 300 Gantang Reiss, in kurzer Zeit machen
wir sie auf.
BASAHUNGKER, (bas. Sang. = basuka,) sich
stützen. Mingkat basahungker renteng, schreiten ge-
stützt auf eine gestreifte Lanze.
BASAING, mit einander, zusammen, (nur von
Booten gebraucht.) fl&wen halisang basaing telo arute,
sie gehen auf Reise 3 Boote zusammen. — Basaing
arut duä tä, djaton hakalihi, die beiden (um die
Wette rudernden) Boote bleiben zusammen, keines
bleibt hinter dem anderen zurück.
BASAKOP, basukap, batjakop, gierig, gefrässig,
schnell fressen, (Thiere; Menschen: babungu.) —
Sasakop, sakosakop, sasukap, ziemlich gierig, etc. —
Barasakop, alle ziemlich gierig. — Pangasakosakop,
alle gierig. — Mansakop, mansukap, happen, schnap-
pen, mit vollem Munde das Essen fassen. — Asom
djari mansakop paingku, dein Hund hat mein Bein
geschnappt, (so dass er es ganz ins Maul gefasst
hat.) — Bakäi tau manjuap kilau olon, beken bara
karä meto idjä mansakop, der Affe kann aus der
Hand in den Mund essen wie der Mensch, anders
als alle andern Thiere, welche die Nahrung mit dem
Maule fassen. — Tarasakop, zufällig beissen. Aku
rnilang asongku hatangkarap, tarasakop lengängku,
ich beschirmte meinen Hund, der sich nflt einem an-
i dein Hunde biss, da hat er zufällig meine Hand
gebissen. — Pansakop, der oft schnappt, beisst;
bissig.
BÄSALASALAK, s. mansalak.
BAS ALI, (bas. Sang. = babalai,) bleiben, leben,
sich aufhalten.
BASAMAT, ein Boot, Schiff, eine Flösse gegen den
Strom flussaufwärts ziehen; geschieht vermittelst eines
langen Rottan Strickes, welchen man in einem kleinen
Boote eine Strecke weit vorausbringt und an einen
Baum festknüpft; solch ein Strick heisst: talin sa-
mat. — Käläh ita basamat, badajong djaton olih
miar hindai, dälies danum pahalau; lasst uns ziehen,
mit Rudern kommen wir nicht mehr voraus, der
Strom des Wassers ist zu stark. — Manjamat i. q.
basamat, aber transitiv, das Object muss folgen. —
Tarasamat, gegen den Strom gezogen werden können.
BASAMPAT, sich festhalten, anklammern. Toto
tamput aku awie, djaka dia aku basampat intu kaju,
ich würde gewiss durch ihn fortgerissen sein, wenn
ich mich nicht an einem Baume festgehalten hätte.
— Basampat barapaut, sampat.sampata, sich überall
festhalten, anklammern. Bahali aku manunda iä,
iä basampat barapaut hapus djalan, mit Mühe habe
ich ihn hergezogen, er klammerte sich überall fest
auf dem ganzen Wege. — Sajang iä nolä, sampat-
sampata omba olo, sie ist eine unglückliche Waise,
muss sich zu allen fremden Menschen halten und
ihnen folgen. — Manjampat nur in der folgenden
Redeweise gebräuchlich: Aku toh handak tiwah liau
apangku, palus manjampat liau andiku kca, ich
will jetzt das Todtenfest für meinen verstorbenen
Vater halten, und will sich da anklammern lassen
meinen verstorbenen jungern Bruder, = es für ihn ,
zugleich mit halten.
BASAMPING, ab, abgebrochen, abgehauen, ab-
gerissen, (etwas von der Seite eines Gegenstandes,
z. B. Zweige von einem Baume, ein Arm, etc.)
Le'ngäe basamping inedjep olo, sein Arm ist abge-
hauen durch Menschen. — Djuking basamping awi
danum soho, die in den Fluss ragende Spitze des
Landes ist fortgerissen durch die Wasserfl uth. —
Basasamping, basampisamping, fast ab, etwas ab.—
Sampingsampinga, alle, überall ab. Lalehan barat,
sampingsampinga kaju awie, furchtbar der Sturm,
die Zweige sind überall von den Bäumen gebrochen
durch ihn. — Manjamping, hasamping dengan, ab-
brechen, abhauen; glatthauen, (Holz, die Uneben-
heiten, Knorren weg.) — Manjanjamping, manjam-
pinjamping, ein weni£ abhauen. — Ilasasamping,
basampisamping, oft, lange Zeit abhauen. — Tara-
samping, abgebauen, glattgehauen werden können.
Panjamping, der immer abhaut, etc.
BASANDANG, in der Hand haben. Tä rnisik
batiroh magon basandang mandaue, wachend und
schlafend hält er stets sein Mandau (Schwert) in
der Hand.
BASANGAL, Name eines Flüsschens in Pulopetak,
(= wo Sangalbäume wachsen.)
BASANGKAL, zu gross, (ein Pfropf etc., was man
in ein Loch stecken will;) enge, fest.; abgeneigt ,
unwillig. — Sumbel tä pahalau basangkal, bahali
tamä, der Pfropf ist all zu gross, er geht schwer
hinein. — /Eia hapan paku tä, pahalau hai, mikäh
basangkal djaton taradjawut tinai, gebrauch den
Nagel nicht, er ist zu dick, er würde vielleicht zu
fest sitzen und nicht wieder auszuziehen sein. — Ba-
sangkal buangku omba iä, mein Inneres ist abge-
neigt ihm zu folgen. — Basasangkal, basangkasang-
kal, etwas zu gross, ctc. — Manjangkal, basangkal


52
BAS.
BAS.
dengan, dicker machen, festsitzen machen; unge-
neigt, abgeneigt machen. Käläh malilit sumbel hapa
manjangkale, pahalau korik, umwind den Pfropf,
um ihn dicker (oder festsitzen) zu machen, er ist
zu klein.
BASAR, seine Nothdurft verrichten da wo es
nicht geschehen mag, (Hunde und Katzen, die das
Haus etc. beschmutzen; von Menschen gebraucht:
schamlos huren.) Pusa tä djari basar awi anakku
magon musik iä, die Katze ist dahin gekommen
das Haus zu verunreinigen, weil mein Kind immer
mit ihr spielt. — Olo tä djari basar, djaton tau
mahamen liindai, der Mensch hat sich ans Huren
hingegeben, kennt, keine Scham mehr.
BASAR, (malaiisch, = hai,) gross. Olo basar,
Beamte, Obrigkeit.
BASARA, batjara, bitjara, eine Streitsache welche
vor den Richter gebracht ist, Process. — Aton per-
karangku dengae, angatku indu basara kea, ich habe
eine Sache mit ihm, ich denke es wird wohl zur
Klage kommen, = ein Process daraus werden. —
O tuan, aku blaku basara intu ikau, o mein Herr,
ich bitte dich dass du meine Sache untersuchest
und entscheidest. — Habasara, baba- oder bitjara,
einen Process mit einander haben. — J/ansara, ma-
sara, mantjara, mitjara, mintjara, untersuchen und
entscheiden, (Klagen.) — Tarabasara, tarabitjara,
untersucht, beprocessirt werden können. Olo pa-
muno djaton tarabasara hetoh, patut insohan akan
Bandjar, Mörder können hier nicht untersucht und
gerichtet werden, sie müssen nach Bandjarmasin
hinab gebracht werden, (zur holländischen Obrigkeit.)
BASARA, (immer mit tau, können, lieben, oder
bahalap, gut, verbunden;) tau basara, bahalap ba-
sara, freigebig, gastfrei. — Tulas basara, grausam,
hart,; (z. B. seinen Sclaven nicht genug zu essen
geben, sie fluchen, schlagen.)
BASARAH, s. sarah.
BASARANG, Name eines Flüsschens in Pulo-
petak.
BAS AR AS AR ANG, s. sasaran g.
BASARIANG, (bas. Sar1£. == ringkesrangkesa,)
einpacken, in Ordnung bringen. Käsen salam ikau
rimpin basariang, wohin willst du, dass du alle deine
Sachen einpackst?
BASASARAN, s. sasaran.
BASASAUI, s. sasaui.
BASASIAK, s. siak.
BASASUMBAR, basumbasumbar, barasumbasum-
bar, viele Götzen anrufen, (als Zeugen, oder Hülfe
von ihnen begehrend.) Iä basasumbar, buhen iä,
narai kapähän atäie, er ruft alle Götter an, was hat
er, was ist sein Kummer?
BASASUNGKA, s. hirek, irek.
BASASUNTUL, s. basuntul.
BASASUROK, eine Sache unter einander in der
Stille abmachen. Toto aku sala, tapi äla mawi ba-
sara, käläh ita basasurok wäi, brangai lakun keton,
ja ich bin bin schuldig, aber macht keinen Process
daraus, lasst es uns doch in der Stille unter ein-
ander abmachen, fordert nur was ihr wollt.
BASASUSUR, s. basusur.
BASAT, Schurke, Dieb, Räuber. Ikau basat, kin-
djap djari manakau, du bist ein Schurke, hast schon
oft gestohlen. — Babasat, basabasat, diebisch, schur-
kisch. — Barabasat, pangabasabasat, alle diebisch,
schurkisch. — Pangkabasat, am meisten schurkisch.
—■ Mambasat, babasat dengan, bestehlen, (jemanden,
oder ein Haus.) Mambasat arepe, sich an das Stehlen
übergeben, sich schurkisch bei ragen. — Hababasat,
habasabasat, oft bestehlen. — Kabasat, Diebhaftig-
keit, Schurkerei. — Pambasat, sehr diebisch, schur-
kisch.
BASATOR, i. q. batjator, s. tjator.
BASAüH, s. sauh.
BAS AW AK, nachlässig, unaufmerksam, unordent-
lich, schlodderig. Iä basawak haliai dengan ramon
ita, djaton mahagae buabuah, er ist sehr nachlässig
mit unsern Sachen, nimmt sie nicht gehörig in
Acht. — Ikau paham basawak makaian, handjulo
palus rotus, du bist sehr unordentlich mit deiner
Kleidung, nach kurzer Zeit ist sie schon abgetragen,
(zerrissen.) — Basasawak, basawasawak, sasawak, sa-
wasawak, ziemlich nachlässig. — Pangasawasawak,
alle nachlässig. — Kasan asaiv ak, immer nachlässig.
— Pangkasawak, am nachlässigsten. — Kasanak,
Nachlässigkeit, Unordentlichkeit.
BAS AW ANG, s. manas.
BAS/VWESAWENG, s. sasaweng.
BAS/EAN, s. besäi.
BASEKOSEKOH, s. sasekoh.
BASENG/ESENG/E, s. sasengä.
BASENTESENTEK, t. njanjentek.
BASEPUT, fett, dick; (Menschen, 4 füssige Thiere,
Vögel; —• Fische, Krokodille, das Essen: menjak.)
Bawoi tä baseput, arä enjake, das Schwein ist fett,
hat viel Speck. — Baseput bawoi himba awim,
priDgkong bawoi lewu, die wilden Schweine werden
durch dich fett, die Schweine des Dorfs (i. e. zahmen
Schweine) werden mager, (i. e. du giebst viel an
andere, aber deine Hausgenossen versorgst du nicht.)
Ein Räthsel: amon pakanan pringkong, amon dia
pakanan baseput, wird es gefüttert dann ist es ma-
ger, wird es nicht gefüttert, wird es fett, (dick^ —
das Haar; wird es gekämmt und gesalbt bleibt es
fein, zierlich.) — Seput tupai, (Fettigkeit des Eich-
horns,) nicht besonders fett. Iä limbah liaban haru
seput tupai toh, nachdem er krank gewesen ist, ist
er eben erst wieder ein bischen beigekommen, (voll
geworden.) — Basaseput, basepuseput, ziemlich fett.
— Baraseput, alle ziemlich fett. — Pangasepuseput,
alle fett. — Pangkaseput, am fettesten. — Kasepu-
seput, immer fett. — Kaseput, das Fett sein, Fett-
heit. — Manjeput, haseput dengan, mampaseput,
fett machen, mästen, — Taraseput, gemästet werden
können. — Panjeput, fettmachend; — oru panjeput
bawoi, Schweine fett machend Grass, Name einer
grossartigen Pflanze mit fingerdickem Stengel und
ziemlich breiten Blättern, womit man magere Schweine
jedesmal wenn man ihnen zu fressen giebt 3 Mal
über den Rücken schlägt, meinend dass sie dadurch
fett werden sollen.
BASETOK, baletok, abgebrochen, (Knochen,
Zweige.) Tundjukku bilak basetok awiku manampar
ja, mein Finger ist fast gebrochen dadurch dass ich
ihm einen Stoss (Puff) gegeben habe. — Basasetok,
basetosetok, fast gebrochen, überall etwas abge-
brochen. — Manjetok, hasetok dengan, abbrechen. —
Manjanjctok, manjetonjetok, etwas abbrechen. —
Ilasasetok, basetosetok, immer, oft abbrechen. — Ta-
rasetok, abgebrochen werden können, mögen; irrthüm-
1 ich abbrechen. —Panjetolc, der gern, alles abbricht.
BASI, kabasi, (zu mehrerem Nachdruck wird bajo
dahinter gesetzt.) das Verdorbene, (Essen, Früchte,
die zu lange aufbewahrt sind.) Iä manenga bari
basie bewäi akangku, er giebt Reiss sein Verdorbenes
nur mir, = giebt mir nur verdorbenen Reiss. —
Basi bajo mahin kinangku awiku blau, selbst Ver-
dorbenes esse ich, weil ich Hunger habe. — Basi
cwaue, verdorben, faulicht riechen. — Babasi,


BAS.
BAS.
53
verdorben sein, (zu lange bewahrte Speisen.) — Ba-
sibasi, etwas verdorben. — Barabasi, alle verdor-
ben. — Manibasi, habasi dengan, verderben lassen,
lange Zeit stehen lassen, (Speisen.)
BASI, Aufgeld. — Duit salake paham basie (oder
paham babasi,) äpat wang sadjampal, Silbergeld
stehet hoch, (man erhält viel Aufgeld darauf,)
40 Duit auf den Gulden. — Babasi, im hohen
Course stehen. — Mambasi, Aufgeld geben; unab-
gemacht lassen (Streitsachen.) — Putus perkarangku
lepalepah, äla mambasie liindai, macht meine Klag-
sache ganz ab, lasst nicht wieder etwas davon un-
ausgemacht.
BASIAM, Name eines Flüsschens in Kaliaian.
(Siam, ein grosser, irdener Topf).
BASIAN, pasian, eine kleine von Puron (Art
Schilf) geflochtene Matte; — die Säcke, Taschen in
den Backen, welche einige Tliiere haben, z. B. die
Affen, Hamster.
BASIASIA, s. sasia.
BASIDESIDEN, s. sasiden.
BASIDI, s. hantuen.
BASIHONG, bawang basihong, Knoblauch.
BASIKA, s. bisik basika.
BASIKAP, geschickt, behende, schnell; geneigt
sein. — Iä basikap bagawi, djaton tahi djari, er
arbeitet geschickt und behende, es dauert nicht
lange so ist es fertig. — Iä basikap supa akal mang-
gau balandjae, er ist geschickt Mittel und Wege
zu finden um seinen Unterhalt zu suchen. — Iä
basikap mamukul anake, alo kasalae isut, er ist
geneigt (gehet leicht dazu über) sein Kind zu schla-
gen, wenn es auch nur etwas versehen hat. — Ba-
sasikap, basikasikap, sasikap, sikasikap, ziemlich
geschickt, etc.; (befehlend: sehr geschickt, schnell.) —
Barasikap, alle ziemlich geschickt, schnell. — Pa-
ng asikasikap, alle geschickt. — Manjikap, beschleu-
nigen, behende machen, zur Eile ansetzen. — Ka-
sikap, die Behendigkeit, etc.
BASIKISIKING, s. sasiking.
BASIKO, seidenes Zeug, roth mit gelber Kante,
an beiden Enden mit Gold gestickt; (als Shawl ge-
braucht.) S. auch siko.
BASIKOSIKOK, s. sasikok.
BASILAP, s. tanggoi,
BASILISILIK, s. sasilik.
BASILIM, verborgen; heimlich; dunkel.— Lalehan
katahim manggau talo tä, tä iä, djaton basilim, unge-
mein deine Länge suchst (du suchst sehr lange) das
Ding, da ist es, es ist nicht verborgen! — Basilim
haliai iä manakau , er stiehlt sehr heimlich. — Ba-
silim aughe, bahali haratie, seine Worte sind dun-
kel, schwer ist es sie zu verstehen. — Basasilim,
basilisilim, ziemlich verborgen, etc. — Barasilim,
alle ziemlich verborgen. — Pangasilisilim, alle verbor-
gen, etc. — Manjilim, verbergen; dunkel sprechen. —
Tarasilim, können, mögen verborgen werden.— Kasi-
lim, Verborgenheit, Heimlichkeit. (S.auch, ilim, milim.)
BASIMAK, (bas. Sang. = bahampis,) eckelhaftcn
Geruch haben. — Basimak kilau darong handjali-
wan, eckelhaft riechen wie die Darongnatter,
BASIMBOSIMBO, s. sasimbo.
BASING, männlicher Name.
BASINGEN, bakasingen, mangasingen, jemandem
heimlich Böses tliun, Schaden zufügen; boshaft. —
Paham iä basingen dengan kolae (oder: mangasin-
gen kolae) awi kahirie, er fügt seinen Verwandten
beständig Schaden zu, weil er sie beneidet, (ver-
dirbt ihre Sache, sucht sie zu vergiften, etc.) —
Basasingen, basingesingen, ziemlich boshaft, heim-
lich Schaden tliuend. — Barasingen, alle ziemlich
boshaft. — Pangasingesingen, alle bQshaft. — Ka-
singen, Bosheit, das heimlich Schaden zufügen. Awi
kasingen olo aku toh haban, durch Bosheit der Men-
schen bin ich krank, (= man hat mich vergiftet.) —
Hakasingen, einander heimlich Schaden zufügen. —
Hakasingesingen, einander beständig heimlich Schaden
zufügen. — heimlich beschädigt wer-
den können. Djaton tarakasingen olo tä, iä pa-
ham batawat, man kann dem Menschen nicht heim-
lich Schaden zufügen, er ist sehr vorsichtig. — Pan-
gasingen, der gern, oft heimlich Schaden zufügt.
BASINGI, hassen; zornig; mit Widerwillen. —
Aku basingi iä (oder dengae, aber nur: manjingi
iä,) ich hasse ihn. — Aku basingi mitä iä, paham
kadjohoe, ich hasse es ihn zu sehen, gross sein Hoch-
muth. — Basingi aku tarima aughe tä, mit Wider-
willen nehme ich seine Worte an. — Iä basingi aughe
dengangku, er zornig seine Worte zu mir, —spricht
zornig, gehässig zu mir. — Basasingi, basingisingi,
sasingi, singisingi, etwas hassen, etwas zornig, gehäs-
sig, widerwillig. — Kasingisingi, immer zornig, etc.—
Singisangia, singisingia, sehr zornig, gehässig. —
Barasingi, alle etwas hassen, etc. — Pangasingi-
singi, alle hassen, etc. — Manjingi, hassen; hassen
machen; zum Hass erregen, zwingen. — zEla aughm
kalotä, manjingi atäiku dengam, sprich nicht also,
du machst dass mein Herz dich hasst. — Hasingi,
einander hassen. — Hasingisingi, einander beständig
hassen.— Kasingi, Hass, Zorn, Widerwille.— Pa-
njingi, der leicht hasst, leicht gehässig, zornig wird.
— Iä panjingi haliai, alo tagal idjä kabawak augh,
er wird leicht zornig, selbst über ein Wörtchen.
BASINGKISINGKI, s. sasingki.
BASINGKIR, früh geschickt, früh können arbei-
ten , (noch junge Kinder.) — Anak olo tä basingkir,
liindai arä njeloe, tau kea iä begawi, das Kind ist
früh geschickt, (arbeitsfähig,) es ist noch nicht viel
Jahre alt, und kann Schonarbeiten. — Basasingkir,
basingkisingkir, sasingkir, singkisingkir, ziemlich früh
geschickt, arbeitsfähig sein. — Barasingkir, alle ziem-
lich früh geschickt. — Pangasingkisingkir, alle früh
geschickt sein. — Pangkasingkir, am jüngsten schon
arbeitsfähig sein. — Kasingkir, das früh geschickt,
arbeitsfähig sein.
BASINGKIR, (intransit.) manjingkir, hasingkir
dengan, (transit.) ausweichen, entgehen, entziehen. —
Arä bit.i mamanting aku, kwäka aku tau basingkir,
viele Menschen werfen mich, wie kann ich den
Würfen ausweichen! — Tä kaputusan olo arä, ikau
djaton tau basingkir, das ist der Beschluss des Volks,
du kannst dich dem nicht entziehen. — Manjingkir
lundju, einer Lanze (einem Lanzenstiche) aus-
weichen. — Hasasingkir, hasingkisingkir, immer aus-
weichen, etc. — Tarasingkir, ausgewichen, entgan-
gen werden können. — Utang ita puna sarekat,
kwäka tarasingkir, unsere Geldschuld ist eine ge-
meinschaftliche, wir können uns ihr nicht ent-
ziehen. — Panjingkir, der sich gern, allem entziehet.
BASINISIN1K, s. sasinik.
BAS1NTA, s. badoa.
BASIONG, pasiong, ein Stück Bambu, wodurch
man das Feuer anbläst.
BASIR, nennt man in Kahaian sowohl die Män-
ner (basir hatuä) als die Frauen, (basir bawiba-
lian,) welche von Zauberei und zugleich von Un-
zucht ein Gewerbe machen. — In Pulopetak nennt
man nur solche Männer Basir, die Weiber Balian.
Die Basir sind als Weiber gekleidet; sie werden bei
G öl zenfesten und zu sodomitischen Greueln ge-


54
BAS.
BAS.
braucht; manche sind förmlich an andere Männer
verheirathet. Diejenigen welche nur als Zauberer,
nicht als Sodomiten fungiren nennt man basir to-
tok, Mund-basir. Die Basir werden noch mehr
gesucht und theuerer bezahlt als die Balian, da man
meint, dass ihre Zaubersprüche etc. noch kräftiger
seien. — Aufs Köpfeschnellen ausgehend nimmt
man gern einen Basir mit. — Mambesäi kilau basir,
rudern als ein Basir, i. e. faul, träge. — Kilau ba-
sir keton, djaton hanjin keton malawan, ihr seid
als Basir, (feige,) habt keinen Muth zu widerstehen. —
Basir, unfruchtbar. — Paräi basir njelo toh, der
Reiss trägt dieses Jahr keine Frucht; (die Pflanzen
werden roth, bleiben klein, verkrüppeln.) — Ba-
basir, basibasir, als ein Basir, als ein Weib, (in
Kleidung, Betragen;) schwach, faul, feige.—Bara-
basir, alle als Basir, schwach, etc. — Mambasir arepe,
«in Basir werden. — Lalelian iä mambasir arepe,
kutoh panataue, amon dia tulange malan tau ba-
dagang bewäi, es ist zu arg dass er Basir wird, erbat
viel Güter, wenn er keine Knochen (keine Lust)
zum Ackerbau hat, könnte er ja Handel treiben.—
Habasir, hawasir, mit Balian Unzucht treiben.
BASIRIH, Name eines Flüsschens in Pulopetak;
(wörtlich: Sirih haben, dort wachsen.)
BASIRING, (bas. Sang. = pantipanting,) laut, laut
die Stimme erhebend. — Bahingku bapanting, bamba-
hingangku basiring nambawa ikau, mit lauter Stimme,
mit starkem Geruf rufe ich dich. — (S. auch siring.)
BASIROSIRUT, s. sasirut.
BASIRU, (bas. Sang. = bara huma,) ein Haus ha-
ben; wohnen. — Bitim basiru datoh, du hast ein
grosses Haus.
BASISIH, auf Seite gehen, ausweichen. — Basisi
olo arä awi olo hai manandjong, es weicht auf Seite
das Volk, weil die grossen Herren dort gehen. —
Aku kabuatku igh mamok äwen, basisih iä awiku,
ich allein habe sie angefallen, und sie sind vor mir
gewichen. — Manjisih, wegjagen, auf Seite treiben. —
Panjisih, der alles wegjagt, auf Seite treibt.
BASIWOH, fruchtbar, (Erde;) üppig, kräftig,
(Pflanzen, auch Menschen, etc.)—Petak lietoh ba-
siwoh , die Erde ist hier fruchtbar. — Petak ringket,
kwäka talo imbulm tau basiwoh, die Erde ist ma-
ger, wie kann dein Gepflanztes üppig stehen! —
Olo basiwoh, ein Mensch dem es wohl gehet, welcher
Glück hat. — Basasiwoh, basiwosiwoh, sasiwoh, si-
wosiwoh, ziemlich fruchtbar, etc. — Barasiwoli,
überall ziemlich fruchtbar, alle ziemlich üppig. —
Pangasiwosiwoli, überall fruchtbar, etc.— Pangkasi-
woh, am fruchtbarsten j etc. — Manjiwoh, hasiwoh de-
ngan , fruchtbar, kräftig machen. —Käläh manimbok
enjoh tä hapa manjiwohe, höhe die Erde rund um
die Kokospalmen her auf, um sie kräftiger wachsen zu
machen. — Hasasiwoh, hasiwosiwoh, oft, lange Zeit
fruchtbar machen.— Kasiwoh, Fruchtbarkeit, Uep-
pigkeit. — Panjiwoh, fruchtbar machend Mittel. —
Petak bakähu indu panjiwoh talo imbul, gebrannte
Erde dient zum fruchtbar machen der Pflanzen. —
O Djata, ikäi blaku intu ikau sambelom paräi, pa-
njiwoh pulut, o Djata, (der Wassergott,) wir erbit-
ten von dir Segen der den Reiss wachsen macht,
und den Pulut (Art Reiss) fruchtbar werden lässt..
BASONG, Bündel, Bund, Busch, (z. B. geernd-
teter Reiss.) — Der dicke Auswuchs d. Wurzeln,
unten am Stamme der Kokospalmen. — Lalehan
kahai basong paräi, djaton olihm mätoe, ungemein
die Dicke des Reisbündels, du kannst es nicht tra-
gen. — Babasong, habasong, zusammengebunden,
in Bunden; dicken Auswuchs unten am Stamme ha-
ben. — Enjoh haru habasong, kamaängku telo njelo
hirah djari, die Kokospalme beginnt just einen Aus-
wuchs am Stamme zu bilden, ich denke sie ist
3 Jahre alt. — Mambasong, habasong dengan, zu-
sammen binden. — Hababasong, habasobasong, oft,
lange zusammen binden. —Kab asong, Bund, Busch,
(wenn eine Zahl dabei steht.) — Pambasong, der
alles in Bunde bindet.
BASONG, d. unangenehme, stinkende Geruch,
(von etwas das lange Zeit im Wasser gelegen hat.) —
Babosong, stinkend.— Basobasong, etwas stinkend;
geschwollen, (die Füsse.) — Paim basobasong, ba-
bakut ikau, deine Füsse sind geschwollen, hast du
die Krankheit Bakut?— Barabasong, alle stinkend;
alle geschwollen. — Kabasong, der Stank.
BASUDOSUDO, s. sudo und sasudo.
BASUEK, pasuek, verstaucht; Schmerz im Gliedc
wenn man sich gestossen hat, es mag geschwollen
sein oder nicht; — eingedrückt, geknickt. Aku
lawo basuek lengangku, tapi kembang djaton, balu-
lap mahin dia, ich bin gefallen, es schmerzt mein
Arm, aber er ist nicht geschwollen, auch nicht ge-
schunden. — Manjuek, hasuek dengan, eindrücken,
abknicken. Sana ikau dinon lauk, palus ma-
njueke, sobald du einen Fisch gefangen hast, musst du
ihm gleich den Kopf eindrücken. — ^Ela manjuek
pisang, käläh manedjepe, kneif die Pisang nicht ab,
haue sie ab. — Ilasuesuek, hasasuek, oft cindrücken,
abkneifen. — ThrasweÄ;, eingedrückt etc. können
werden; irrthümlich eindrücken, etc. — Panjuek,
der gern, alles eindrückt, abkneift.
BASUJAK, gespalten, (Messergriff, Lanzenschaft,
da wo das Eisen darin steckt.) Pisauku basujak
awiku mamangkih tabalien, mein Hackmesser (näm-
lich der Stiel desselben) ist gespalten, weil ich Ei-
senholz gehackt habe. — Alo basujak kasingam blaku
talo intu aku, aku djaton manenga akam, ob du
mich auch um Sachen bittest bis deine Zähne ge-
spalten sind, (i. e. noch so dringend,) ich gebe dir
nichts. — Basasujak, basujasujak, ein bischen ge-
spalten. — Barasujak, alle gespalten. — Manjunjak,
basujak dengan, spalten machen; hin- und her beu-
gend ausziehen, (einen Nagel, Pfahl.) — Hasasu-
jak, hasujasujak, oft, lange spalten machen, aus-
ziehen. — Tarasujak, gesplissen, ausgezogen werden
können. — Panjunjak, der alles spaltet, ausziehet.
BASUJOSUJOK, s. sasujok.
BASUKAP, i. q. basakop; dieselben Ableitungen.
BASUKASUKANG, s. sasukang.
BASUKtEH, hasukäh, sasukäh, sukäsukälij ge-
stützt (auf die Hände, Arme.) — Iä mondok basu-
käh lengäe, er sitzt auf die Arme gestützt. — Ba~
sukäsukah, kasukäsukäh, fortwährend auf die Hände
gestützt (sitzen.) S. auch sukali.
BASUKÃœSUKUT, s. sasukut.
BASUL/E, rachgierig sein, verdriesslich sein, Groll
haben, grollen. — Ikau solake djari mawi aku, toh
aku djari mamaläh, toh äla basulä atäim, du hast
mir zuerst Leid gethan, jetzt habe ich es vergolten,
nun grolle nicht. — Basasulä, bäsuläsulä, etwas grol-
len. — Kasulä, Groll, Verdruss.
BASUMAN, barasuman, basasuman, ansagen, in
Kenntniss setzen. — Iä hagoet djaton basuman, er
geht fort ohne es anzusagen. — J/üsuman, mansu-
man, basuman dengan, ansagen, sagen, erzählen;
angeben, anklagen. —Iä djari masuman akangku lepa-
lepah horoe perkara tä, er hat mir den ganzen Vorgang
der Sache erzählt. — Buabuah, äla masuman aku,
nimm dich in acht, gieb mich nicht an. — Hasu-
uian, einander angeben, anklagen. — Hasasuman,


BAS—BAT.
BAT.
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hasumasuman, oft, immer erzählen, angeben. —
Tarasuman, gesagt, erzähltwefrden mögen. — Pasu-
man, pansuman, der gern, alles erzählt, angiebt.
BASUMBASUMBAR, i. q. basasumbar.
BASUMBAU, i. q. pasumbau.
BASUNDANG, batjundang, manjundang, aus dem
Boote springen und es ziehen, (am Meeresufer, wo
es flach ist.) — Pahalau riak, käläh ita basundang,
(oder: manjundang arut,) die Wellen sind zu stark,
lasst uns aus dem Boote springen und es ziehen. —
Djaton tarasundang hetoh, pahalau handalem, man
kann dies hier nicht thun, es ist zu tief.
BASUNGIL, i. q. badungil, s. dungil.
BASUNOSUNOK, s. sasunok.
BASUNTUL, geduldig, verträglich, langmüthig;
anhalten, standfest. — Iä basuntul haliai, alo injapa
olo magon suni iä, er ist sehr geduldig, auch wenn
man ihn schimpft schweigt er immer. — Iä basun-
tul, kindjap djari indjara, mahin djaton iä maku
balang omba mandop, er ist standfest, oft ist er
schon geschlagen, doch will er es nicht aufgeben
mit auf Jagd zu gehen. — Basasuntul, basuntusun-
tul, sasuntul, suntusuntul, ziemlich geduldig, etc.—
Barasuntul, alle ziemlich geduldig. — Pangasuntu-
suntul, alle geduldig. — Manjuntul, manjuntul arepe,
sich still halten, ertragen; anhalten. — Hasasuntul,
hasuntusuntul, sich immer, lange still halten, er-
dulden. — Tarasuntul, ertragen, erduldet werden
können. — Kasuntul, Geduld, das Ertragen, An-
halten. — Panjuntul, der immer, alles geduldig er-
trägt, immer standfest bleibt.
BASUPIT, (bas. Sang. = badjawut,) ausgerissen,
ausgezogen. — Basupit lamiang salumpok sambengku,
es ist ausgerissen der Agaatstein aus der Mitte mei-
nes Halsbandes.
B/1SURA, happend, schnell, gefrässig (fressen,
wird nur von Schweinen gebraucht.) — Basasura,
basurasura, ziemlich gefrässig. — Barasura, pangasu-
rasura, alle gefrässig. — Mansura, happen, beissen,
(nicht nur das Essen, sondern auch Menschen, etc.) —
Tjäh bawoi tä mansura paingku, pfui! das Schwein
beisst mich ins Bein. — Kasura, Gefrässigkeit. —
Pansura, bissig.
BASURAI, lose, (nicht in Bangkat, Körbe gethan;
allein vom Njating, (mal.: damar) Art Harz, ge-
braucht.
BASURAN, pasuran, ein runder Korb, zum Fisch-
fänge gebraucht; unseren Aalkörben ähnlich.
BASUSUR, in kleinen Summen, in Terminen;
nach und nach. — Amon ikau djaton tau mamuna
sasindä, käläh basusur, genep bulan sadjampai, wenn
du es nicht auf einmal voll bezahlen kannst, wohl,
bezahle es in Terminen, jeden Monat einen Gul-
den. — Aku djaton abas malan, basusur wäi aku
mandjari tanangku, ich bin nicht eifrig an der Feld-
arbeit, nach und nach nur arbeite ich mein Feld
ab.— Basasusur, basusususur, in sehr kleinen Sum-
men , in langen Terminen. — Hasasusur, hasususu-
sur, immer bei Bischen, in Terminen. — Tarasusur,
in Terminen, bei kleinen Summen hezahlt, nach
und nach gethan werden können.
BATA, ein Stück, eine Rolle, (Kleiderzeug.) —
Babata, in ganzen Stücken, Rollen (kaufen.) Aku
mamili babata, djaton batetek, ich kaufe (Zeug) in
ganzen Rollen, nicht einzelne, abgeschnittene Stücke.
— Babata, batabata, dicht an einander, dick. —
Bua paräi hetä batabata hapus tana, die Frucht des
Pieisses stehet dort dicht an einander über das ganze
Feld. — Petak bata, Lehmgrund; batubata, Lehm-
steine, Ziegelsteine.
BATABAS, s. manäbas.
BATABtE, i. q. batabi, s. tabi.
BATABUR, lawong batabur, ein Kopftuch von
Seidenzeug, mit Gold gestickt.
BATAGATAGAS, s. tatagas.
BATAGO, Name eines Flüsschens unten in Pu-
lopetak.
BAT AH, gleichgültig, unvorsichtig, nachlässig. —
Kilen ikau batah, nalua anakm busik lakau danum,
wie bist du unvorsichtig, lässt dein Kind spielen
dicht am Wasser. — Olo paham djari malan, ikau
magon batah, man hat schon tüchtig auf dem Felde
gearbeitet, du bist noch immer nachlässig, (fängst
nicht ernstlich an.) — Babatah, batabatah, ziemlich
gleichgültig, etc..— Barabatah, alle ziemlich gleich-
gültig, etc. — Pangabatabata, alle gleichgültig. —
Mambatali arepe, zögern, zurück bleiben. — Kilen
ikau mambatali arepm batolak, kolam djari kaduä
toh, was zögerst du deine Abreise so hin, deine Ge-
nossen sind bereits vor 2 Tagen (abgereist.) — Ka-
batah, Gleichgültigkeit, etc.
BAT AHA, s. manalia.
BAT AH AR, zurückhalten, (ein Schiff, Boot, da-
durch dass man, wenn der Wind stark entgegen
ist, ein kleines Anker auswirft, und das im Wasser
oder auf dem Grunde hin schleppen lässt, damit
das Schiff nicht zu schnell und weit zurück getrie-
ben werde.)
BATäl , s. tai.
BATAJAH, überall verschüttet sein, liegen. — La-
lehan behas batajah hong lasäh toh, was ist der
Reiss hier überall verschüttet auf der Flur! — Ha-
pus pambulangku batajah bua hong petak, in mei-
nem ganzen Garten liegen überall Früchte auf der
Erde. — Katajali das verschüttet sein, d. umher liegen.
BATAK, d. zurück gezogen sein, d. weggenom-
men, verschleppt sein,— Lalau batake batang idjä
tä, awi tä idjä tinai handjudju, kamboe puna sama,
zu weit das zurück gezogen sein des einen Baum-
stammes, (in einer Flösse etc. wo mehrere Baum-
stämme neben einander liegen,) dadurch steht der
andere wieder vor; denn ihre Länge ist dieselbe.—
Lalau kakindjap batake ramon olo iä toh, all zu oft ihr
weggeschleppt sein anderer Leute Sachen durch ihn,
= er nimmt weg (verschleppt) all zu häufig die Sachen
anderer.— Batakbataka, überall hin verschleppt. —
Habatak, einziehen, zusammenziehen; zusammen-
gezogen, eingekrimpt. Handalai habatak, paham
pandak tinai, der Wurm ziehet sich zusammen, ist
wieder sehr kurz. — Tundjuke habatak awi kudong,
seine Finger werden immer kürzer durch die Krank-
heit Kudong, (Art Aussatz.) — Mambatak, habatak
dengan, zurückziehen; wegnelimen, (ohne zu fragen,)
verschleppen. — Iä imangkit aso, djaka dia mam-
batak lengäe, tambclan, er ist vom Hunde gebis-
sen, hätte er seine Hand nicht zurück gezogen, so
wäre sie durchbissen. — Mambambatak, mamba-
tambatak, ein wenig zurück ziehen. — Hababatak.,
habatabatak, immer zurück ziehen. — Tarabatak,
können, mögen zurück gezogen etc. werden. — Ka-
batak, das zusammen gezogen etc. sein. — Pamba-
tak, der immer zurück ziehet, alles wegschleppt.
BATAKAN, ein Rottan auf welchen man Fische
gereiht hat. — Pirä batakan lauk djari dinom, wie
viel Rottan voll Fische hast du gefangen? — Ha-
batakan, auf einen Rottan gereihet, (Fische.)
BATAKEP, (bas. Sang. = manduan,) holen, brin-
gen.— Batambang hambaruan, baiakep pananterus,
hole die Seele!
BATAKOL, s. hantakol. .


56
KAT.
BAT.
BATAKOTAKOI, s. tatakoi.
BATAL, kabatal, Geschwulst, Beule. — Paham
batalm, awi en, awi piket? gross deine Beule, wo-
durch, durch eine Wespe? — Habatal, babatal,
Beulen haben. — Batabatal, hababatal, habatabatal,
ein wenig geschwollen; überall kleine Beulen ha-
ben. — Barabatal, alle Beulen haben, oder 1 Per-
son überall Beulen haben. — Batalbatalla, überall
voll grosser Beulen. — Iä paham imukul olo, ba-
talbatalla berenge, er ist schrecklich geschlagen, sein
Leib ist mit Beulen bedeckt. — AfamfcataZ, auf-
scliwellen, dick aufgeschwollen sein; aufschwellen
machen. — Awan pukul mambatal intu iä, die
Striemen der Schläge stehen dick geschwollen auf
seinem Leibe.
BAT AL ANG, (bas. Sang. = tarang,) hell, klar. —
Batalang tandokku, hell sind meine Augen.
BAT ALING, (bas. Sang. == pandjang,) lang. —
Mangat ikau bataling asengm njapenda bulan, auf
dass du langen Äthern habest unter dem Monde,
(= lange lebest in dieser Welt.)
BAT ALINGAN, (bas. Sang. = manalingan,) hin-
kehren, (die Ohren, also:) horchen, aufmerksam
zuhören. — Batalingan bengkel manahingan rawäi
Sangiang, kehr her deine Ohren, höre auf die Stimme
des Sangiang.
BATALIONG, (bas. Sang. = hakalingkang,) rund
umher. —Bataliong gohong ingadjaku, rund umher
alle Gewässer besuche ich.
BATALITALING, s. tataling.
BAT AMBANG, (bas. Sang.) i. q. batakep.
BAT AMBON, bei Haufen, haufenweise. — Paham
panataue, batambon ramoe, gross sein Reichthum,
haufenweise seine Güter. — Batambotambon, bata-
tambon, viele Haufen.
BATAMPONG, (bas. Sang. = hatampong,) in einem
Trosse. — Mangat bitim belom hatampong kilau bua
sangalang, auf dass du leben mögest in einem Trosse,
(i. e. nicht allein, einsam, mit deinen Verwandten
vereinigt,) so als die Sangalangfrucht.
BATANDANG, (bas. Sang. = salawah,) erleich-
tert, gemildert.
BATANDIK, manandik, (Bandjarsch,) tanzen, —
wird gewöhnlich zur Verstärkung hinter babigal,
mambigal, tanzen, gebraucht. — Baratandik, alle
tanzend.
BATANDJAK, (bas. Sang. = hasukah,) gestützt. —
Tarahedjek batandjak tenong, er sitzt auf die Hände
gestützt.
BATANDJAK, (Bandjarsch, = maneken,) mit einem
Stocke fortstossen, (ein Boot, auf solchen Plätzen
wo man keine Ruder gebrauchen kann.)
BATANDJONG, (bas. Sang. = manandjong; pa-
ham) gehen, sehr. — Batandjong daran puron ki-
lau batandjong baras bulau, er wandelt auf dem
Geflecht der Matte als ob er wandelt auf Goldsand.
— Batandjong riar tingangm, krohong, sehr schön
dein Kopfschmuck, o Freund.— Name eines Flüss-
chens unten in Pulopetak.
BATANG, Stamm, Baum, Flösse; Ursprung; das
vornehmste, hauptsächlichste. — Kaju tä hai ba-
tange, der Baum hat einen dicken Stamm. — Ba-
tang en tä? Batang enjoh. Was für ein Baum ist
das? Eine Kokospalme.— Batang bua, ein Frucht-
baum. — Batang ita djari tamput awi danum, unsre
Flösse ist durch das Wasser fortgerissen. — Batang
huma, das vornehmste Haus, das eigentliche Wohn-
haus. — Batangdanum, Strom, grosser Fluss, (wört-
lich: Stamm des Wassers; kleine Flüsse: sungäi.) —
Batang ara, der ursprüngliche, der am meisten ge-
brauchte Name. — Bari batang ganginan, Reiss ist
das Haupt-Nahrungsmittel. — Malan tä batang gawi,
Ackerbau ist die Haupt-Beschäftigung. — Iä idjä
batang karajap tä, aku tamput bewäi, er ist der
Anstifter des Schelmstücks, ich bin nur verführt.-—
Baba batang, ein tiefliegendes, sich oft über ein
ganzes Glied des Körpers ausstreckendes Geschwür. —
Prea andaum ikau mawi batang pandjang, tatäan
lumbah, liunia hai, wann ist der Tag, dass du
machst eine lange Flösse, einen breiten Brücken-
weg, ein grosses Haus? (i. e. wann willst du heira-
tlien?) — Babatang, batabatang, als ein Baum-
stamm; so ziemlich die Hauptsache. — Mambatang,
pangkabatang, vornämlich, vorall; das erste, vor-
nehmste. Karä panatauku blanga tob kea idjä
mambatang, von allen meinen Reichtliümern ist
doch dieser heilige Topf das vornehmste, (kostbar-
ste.) — Aku idjä mambatang tjalaka, ich bin cs
der am unglücklichsten ist. — Habatang, einen
Stamm haben, (ein Gewächs;) eine Flösse haben.—
Kabatang, Stück, (Bäume zählend.) Enjoh äpat
kabatang, Kokospalmen 4 Stück.
BAT ANTANG rusik, (bas. Sang. = busik,) spielen.
BATAPU, Name eines Flüsschens in Unter-Ka-
haian; (von tatapu, überströmt.)
BAT ARAP, Name eines Flüsschens in Kahaian,
(von hantarap, auf den Bäumen umherspringen,
Affen etc.)
BATAROI, (bas. Sang. == tataroi,) lang. — Sanga-
lang bataroi pating, der Sangalangbaum hat lange
TEste.
BATARUS, (bas. Sang. = tarang,) hell. — Bata-
rus kiningku njalulok pahawang, hell sind meine
Augen unter dem Monde.
BATASANG, (bas. Sang. = mamantjar,) springen,
sprühen, (Funken, Feuer.)
BATASAT, (bas. Sang. = hagoet,) sich bewegen,
fortgehen. — Harum ikau rangkang batasat, nun
erst gehst du, o Alter, fort.
BATATAMBON, s. batambon.
BATATAWIS, geschmückt, geziert. — Ikau ba-
tatawis, käsen, du hast dich geschmückt, was ist
die Ursache?
BATATENGKONG, s. batengkong.
BATATIKI, s. batiki.
BATäU, glücklich. — Batau igh aku dia hagoet
bihin, djaka aku hagoet matäi aku buah bigal,
glücklich dass ich damals nicht fortgegangen bin,
wäre ich gegangen so wäre ich durch Räuber getödtet.
BATAWAR, s. bakasi.
BATA WENG, lang, (die einzelnen ruang, Abthei-
lungen eines Hauses, von einem Pfosten zum andern.)
— Humangku djaton bataweng ruange, tapi paham
kabukae, mein Haus hat keine lange Abtheilungen,
aber es ist sehr breit. — Kataw eng, Länge.
BATAWI, Batavia; — männlicher Name. — Ba-
tik batawi, ein von Batavia kommender Kleider-
stoff. — Mädchen pflegen zu sagen: aku batik ba-
tawi, djaton maku bukäi amon dia rear baputi re-
gae, ich bin Batik von Batavia, der nicht ausgepackt
werden will, wenn nicht weisses Geld (Silbergeld,
selten und theuer in Indien, wo man fast nur Kup-
fergeld hat) sein Preis; (i. e. ich will nicht heira-
then, wenn mich nicht ein reicher Mann fragt.)
BATEGATEGAI, s. tategai.
BATEGOTEGOK, s. manegok.
BATEHAK, geschüttelt, erschüttert, (dasHerz.) — Iä
lawo djaton bahimang, tapi batehak atäie palus matäi,
er fiel, wurde nicht verwundet, aber sein Herz wurde
erschüttert und er starb sogleich. — Manehalc, das


BAT.
BAT.
57
llerz erschüttern. Amon anakm bangang takan pa-
rae, tapi äla manampare manipidjake, suro manehak
atäie inampatäi iä, wenn dein Kind unartig ist
schlag seinen Hintern, aber stoss und tritt, es nicht,
auf dass du nicht sein Herz erschütterst und es tödtest.
BATEHANG, (bas. Sang. = badandang,) ver-
schwunden. Enon haru batehang, erst jetzt ist der
Nebel verschwunden.
BÄTE HAR, licht, hell; frei. Batehar tob hakali-
ling huma, karä kaju oru lepah indirikku, jetzt ist
es licht (frei) um das Haus, alles Gebüsch und
Gras habe ich weggehauen. — Manehar, hatehar
dengan, lichten, (einen Wald, die Bäume umbauen.)
— Taratehar, gelichtet werden können. — Katehar,
das frei, licht, geklärt sein.
BATEK, babatek, fest, fest abgemacht, (Ver-
sprechen, etc.) Djari batek haliai djandjingku dengae
malern, kilen iä djaton tanggoh toh, ich hatte es
gestern ganz fest mit ihm abgesprochen, wie kommt
es dass er nun nicht kömmt? (S. auch katek.)
BATEKATEKAI, s. tatekai.
BATEKETEKENG, s. manekeng.
BATEKOTEKOP, s. hatekop.
BATELATELAI, s. tatelai.
BATEN D JÄTEND JANG, s. manendjang.
BATENDJ/ETENDJJßH, s. tatendjäh.
BATENGGAU, batinggau, lang, (Stamm eines
Baumes, etc.) Kaju tä paham batenggau buluse,
djaton taradai, der Baum, sehr lang sein astloser
Stamm, er kann nicht bestiegen werden. — Kam-
bang batenggau kindjap djaton mandjari, aus langen
Blüthen wird oft nichts, (es kommt keine Frucht
daraus.) — Batateng gau, batenggatenggau, ziemlich
lang. — Pangatenggatenggau, alle lang. — Katenggau^
die Länge.
BATENGKAN, abgeneigt, mit Widerwillen. Ba-
tengkan aku malan andau toh, paham udjan, mit
Widerwillen arbeite ich heute auf dem Fehle, es
regnet stark. — Katengkau, Widerwille, Gegen-
sinn.
BATENGKONG, stark, laut, (Getön;) weit zu
hören. Njaho batengkong bara augh badil hai, der
Donner schallt stärker als das Getön einer grossen
Kanone. — Batatengkong, batengkotengkong, ziem-
lich laut. — Pangatengkotengkong, alle laut, stark.
— Katengkong, Stärke, (der Stimme, des Tones.)
BATENGOTENGOK, s. tatengok.
BATENTANG, deutlich; deutlich zu sehen; leb-
haft von Farbe. — Apui batentang hamalem, asep
dia, das Feuer ist deutlich zu sehen des Nachts, der
Rauch nicht. — Benang tä batentang bintike, das
Kleiderzeug hat deutliche (scharf ausgedruckte) Fi-
guren. — Batatentang, batentatentang, ziemlich
deutlich. — Pangatentatentang^ alle deutlich, etc.—
Katentang, Deutlichkeit. — Manentang, (bas. Sang.
= mamala,) erscheinen, zu sehen sein. Djari ma-
nent.ang rundong dato, es ist erschienen die grosse
Stadt.
BATEPOTEPOH, s. tatepoh.
BATERAN, (Kahaian, = blanai,) ein grosser ir-
dener Wassertopf.
BATERAP, (bas. Sang. — terap,) weit sehend,
weitsichtig.
B ATER ATER AU, s. taterau.
BATERENG, fest, (Versprechen;) deutlich, genau,
(etwas hören.) Batereng djandjie malern, er gab ge-
stern ein festes Versprechen. — Batereng aku ma-
hining aughe, djaton salaja pindingku, deutlich habe
ich seine Worte gehört, meine Ohren haben sich
nicht getäuscht. — Batatereng, bateretereng, ziem-
lich fest, deutlich. — Kater eng, Festigkeit, Deut-
lichkeit.
BATERETERENG, s. tatereng.
BATERUS, (bas. Sang.) z. baterap.
BATES/El, (bas. Sang. = marenang,) offen stehen,
(die Augen.) Tandok Sangiang batesäi nureng darän
puron, die Augen des Sangiang stehen offen, schauen
auf das Purongeflecht. — (S. auch tesäi.)
BATEUTEUS, s. tateus.
BAT1AH, weit und breit alles fort, niederge-
hauen, niedergetreten. Paham bawoi himba, batiah
pambulangku awie, schrecklich die wilden Schweine,
weit und breit ist mein Garten durch sie verwüstet .
— Paham kaabase malan, batiah äkae idjä pontong
andau, er arbeitet sehr eifrig auf dem Felde, weit
und gross sein Platz, (wo er Buschwerk, Gras etc.
niedergeschlagen hat,) in einem halben Tage. —
Katiah, das weit und breit niedergeschlagen, nieder-
gedrückt sein, (Gras etc.)
BATIAR, (bas. Sang. = bahelat,) mit Zwischen-
pausen, unterbrochen. Dia batiar pandang manahuto
lunok, ohne Unterbrechung lauert er den ganzen
Tag unter dem Lunokbaume.
B ATI ATI AK, s. tatiak.
BATIETIEM, s. tatiem.
BATIK, ziemlich dickes geblümtes Zeug. — Batik
batawi, batavisches Batik ist die feinste, ziemlich
theuere Sorte, schwarz mit weissen Blumen; ■— ba-
tik bang, roth mit weissen Blumen. — Habatik,
Batik haben, gebrauchen. — Batibatik ampie, als
Batik aussehen.
BATIKI, maniki, kräftig, nachdrücklich; etwas
durchsetzen; wohlgesessen, vermögend. — Iä maniki
aughe, er spricht mit Nachdruck. — Iä batiki per-
karae djaton maku alah, er setzt seine Sache durch,
will nicht verlieren. — Iä pähä belom bihin, toh iä
batiki kea tinai, er war früher arm, jetzt ist er
wieder wohlhabend. — Batatiki, batikitiki, ziemlich
kräftig, etc. — Baraniki, alle ziemlich kräftig. —
Pangatikitiki, alle kräftig. — Katiki, Kraft, Nach-
druck; Wohlstand.
BATIKITIKING, s. tatiking.
BATIMPEN, (bas. Sang. = melai,) bleiben. Ba-
timpen siro, im Hause bleiben.
BATINATINAU, s. tatinau.
BATINDITINDIH, s. manindih.
BATING, fester, harter Boden, (im Meere.) TEla
pahalau sarä, bating hetoh, pusit arut, nicht zu
nahe an das Ufer, die See hat hier harten Grund,
das Boot würde zerbrechen.
BATINGGAU, i. q. batenggau.
BATINGKAP, Fische oder Seekrebse bei flachem
Wasser mit den Händen fangen. Has, koä bating-
kap, danum toh pandit, wohlan, lass uns Fische
mit den Händen fangen, das Wasser ist jetzt flach.
S. auch tingkap, und singkap.
BATINTING, (bas. Sang. = batarong,) berühmt.
Batinting njau rondong hapamantai tambon, berühmt
sein in allen Städten an den Ufern aller Gewässer.
BATIRITIRIT, s. tatirit.
BATITI, reissen, auseinander gehen, (Zeug, überall
kleine Risse, durchgescheuert.) Lalehan kamurahe
benang toh batiti, was geht dies Zeug schnell aus
einander! (scheuert sich durch, etc.) — Batatiti.,
batitititi, etwas auseinander gehen. — Batitibatiti,
überall aus einander gehen.
BATITIR, öffentlich ausrufen, abkündigen. —
Olo batitir, aton prentah taheta bara Bandjar, man
ruft etwas aus, es sind neue Befehle von Bandjar-
masin gekommen.
8


38
BAT.
BAT.
BATJAKOP, i. q. basakop.
BAT JARA, i. q. basara.
BATOHOTOHOS, s. tatohos.
BATOK., männlicher Name. — Parutan batok,
chinesische Pfeife, (zum Rauchen.)
BATOK/EI, bereit, willig; sparsam. Iä batokäi
mandohop olo, er ist willig um Menschen zu helfen.
— Iä batokäi mahaga prentah, er befolgt bereit-
willig (auch: genau, pünktlich,) die Befehle. — Iä
batokäi mahaga ramoe, er bewahrt seine Güter gut,
(auch: ist sparsam damit.) — Batatok'di, batokä-
tokäi, tatokäi, tokätokäi, ziemlich willig, etc. —
Baratokäi, alle ziemlich willig. — Pangatokätokäi,
alle bereitwillig. — Katokäi, Bereitwilligkeit, Spar-
samkeit.
BATOKEP, (bas. Sang. = tokep,) nahe.
BATOKOTOKOL, s. tatokol.
BATOLANG, (bas. Sang. = hatolang,) Knochen
haben.
BATOTONG, (bas. Sang. = manotong,) anzün-
den, (Feuer;) abschiessen, (Kanone.)
BATU, Stein. Batu barega, Edelstein. Batu api,
Feuerstein. Batu asah, Schleifstein. Batu kasintu,
batu balaman, Steinkohle. Batu dasing, das Ge-
wicht, welches man an einer Waage gebraucht.
Batu djala, die bleierne Kette, welche unten am
Djala, Fischnetze, sitzt. Batu pisi, das Blei an einer
Fischangel. — Batu galiga, Steine welche man im
Leibe der Thiere findet, besonders oft im Bubis,
einer Affenart. Sie werden als Arznei gebraucht,
und sehr theuer verkauft.— Batun baha, die Ver-
härtung eines Geschwulstes. Mandjari kea baham,
djaton balang, djari hai batue, es wird etwas aus
deiner Schwäre, sie zertheilt sich nicht, ihre Ver-
härtung (der verhärtete Theil des Geschwulstes,)
ist schon gross. — Babatu^ batubatu, als ein Stein;
schwer, verhärtet; just Frucht angesetzt haben. Ba-
behat talo tä, batubatu angate, das Ding ist schwer,
als ein Stein. Paräi haru babatu, (oder auch ha-
batu,) hindai djari hasien toto, der Reiss hat eben
erst Frucht angesetzt, sie ist noch nicht ganz aus-
gewachsen. — Barabatu., alle schwer, etc. — Nam-
batu, manambätu, sehr schwer sein; ein Gewicht
an etwas hängen, beschweren. Manambatu angat
kabeliate, djaton taragatang, als ein Stein das Ge-
fühl seiner Schwere, es ist nicht aufzuheben. Ma-
nambatu pisi, ein bischen Blei etc. an eine Fisch-
ruthe binden. — Tambatun pisi, i. q. batu pisi.
BATUAP, panantuap, empor gehoben, halb aus-
gerisssen, umgeworfen, (Bäume, Pflanzen.) Batuap
enjoh tä awi barat, (awi bawoi,) die Kokospalme ist
halb umgeworfen (die Wurzeln an der einen Seite
sieben in die Höhe) durch den Sturm, (durch Schweine.)
— Panantuap sapau awi barat, die Deckblätter des
Daches sind in die Höhe gekehrt durch den Sturm.
— Batatuap, batuatuap, tatuap, tuatuap, etwas in
die Höhe gehoben, etc. — Baratuap^ alle batuap.
BATUAR, aus einander gehen, sich zerstreuen. yEla
manggoet sarangan palinget tä, karäh iä batuar, be-
weg das Wespennest nicht, sie würden in Menge
herauskommen (und uns anfallen.) — Putus basara
kamäangku, djari batuar olo bara hetä, die Unter-
suchung ist beendet, denke ich, die Menschen sind
von dort aus einander gegangen. — Jfamuar, batuar
dengan, zerstreuen, aneinander jagen. — Taratuar9
aus einander gejagt, zerstreut werden können.
BATU/E, beinahe reif; reif; hart; alt; wohlerwo-
gen; tapfer. — Paräi djari batuä, tapi hindai toto
masak, der Reiss reift schon, ist aber noch nicht
recht reif. — Enjoh batuä, eine reife Kokosnuss. —
Rigäi batuä, hartes Rigäiholz, (von alten Bäumen.) —
Batuä aughe, seine Worte sind wohlerwogen, (an-
nehmenswerth.) — Iä batuä atäie, er hat ein tapferes
Herz. — Iä tatau awi batuä atäie, er ist reich ge-
worden durch sein tapferes Herz, i. e. durch anhal-
tendes, tüchtiges Arbeiten. —- Batatuä, batuätuä,
ziemlich reif, etc. — Pangatuätuä, alle reif, etc. —
Äafwä, das reif sein, etc. — Mampatuä, gut reif
werden lassen, (Früchte an den Bäumen.) — Djaton
tarapatuä bua hetä, inakau olo, man kann die
Früchte dort nicht gut reif werden lassen, sie wer-
den gestohlen.
BATUHIS, bat.uis, (bas Sang. = babusau,) be-
trunken, betäubt. Batuis manjang, trunken von
Pinang.
BATULATULAT, s. tatulai.
BATULIS, (bas. Sang.) i. q. batuhis.
BATUMBANG apam, ein Fest der mahomcdanisch
gewordenen Dajacken, um langes Leben von Golt
zu erbitten. Man zündet Weihrauch an, betet; es
werden dann so viele apam, dünne Kuchen, ge-
backen, bis sie auf einander gelegt genau die Grösse
dessen erreichen, der das Fest giebt. Dann zählt
man die Kuchen. Geht die Anzahl ohne Rest in
10 auf bedeutet das Unglück, baldigen Tod; blei-
ben, durch 10 getheilt, 3 oder 7 übrig, bedeutet
das Glück, langes Leben. Die Reste 2, 4, 5, 6, 8, 9
bedeuten nichts.
BATUMPAH, batumpatumpah, tatumpah, tumpa-
tumpah, in Menge geben, ausstürzen, vergiessen.
Aku batumpah dahangku manak ikau, toll ikau
djaton tumon prentahku, ich habe mein Blut ver-
gossen als ich dich gebar, und nun befolgst du
meine Befehle nicht. — Aku batumpatumpah ra-
mongku manewus keton, toh keton kadian djaton
bagawi, ich habe eine Menge meiner Güter daran
gewendet um euch (Sclaven) zu kaufen, und nun
seid ihr faul und arbeitet nicht. — Baratumpali, alle
in Menge geben, etc. — Katumpah, das in Menge
gegeben sein; Verlust. Paham katumpah ramongku
awiku mandal iä, gross der Verlust meiner Güter
dadurch dass ich Bürge für ihn bin.
BATUNDAN, (bas. Sang. = hasampan,) ein Boot
haben. Adjong dato batundan djalatien, das grosse
Schiff hat 9 Boote.
BATUNDLETUNDJ./EI, s. tatundjäi.
BATUNDJONG, (bas. Sang. = hai,) gross, dick.
Djari batundjong bitim, karohai, du bist schon
gross, Freund.
BATUP, kabatup, Schwere, (allein von kleinen
Kindern gebraucht.) Paham batup angate, awau toll,
dies Kindchen ist sehr schwer, — Habatup, babatup,
schwer sein. — Batubatup, ziemlich schwer. — Ba-
rabatup, alle schwer.
BATUROTUROR, s. taturor.
BATUTAH, (seltner: tutah,) viel Fleisch oder
Fett, (auf dem Bauche.) — Habatutali, barabatutali,
viel Fleisch oder Fett auf dem Bauche haben. —
Bahali murut knaie, iä bara batutah, es ist mühsam
ihren Bauch zu reiben und zu drücken, (den Bauch
der gebärenden Frauen,) sie hat sehr viel Fleisch
auf dem Bauche, (so dass man nicht recht fühlen
kann wo und wie das Kind liegt.)
BATUTOR, (bas. Sang. == hasarita,) sich einan-
der etwas erzählen, mit einander sprechen.
BAU, Gesicht; Oberfläche; Oeffnung; über, vor.
Iä bahalap baue, er hat ein schönes Gesicht. — Ba-
burah baue, sein Gesicht (i. e. er) ist beschämt. —
Blanai kontep paras baue, der Topf ist voll bis oben
an die Mündung, — Pisau intu baun lontong,, das


BAU—BAW.
BAW.
59
Messer liegt auf dem Korbe. — Iä intu baun liuma,
er steht vor dem Hause. — Bauntonggang, baunla-
wäng, Thürloch, Thür. Baunsengok, Fenster. Baun-
atäi, Herzgrube. — Baunandau, bau, Wolke. — Ita
madja hitä bau bewäi, wir besuchen einander nur
um uns zu sehen, (ist weiter keine Ursache vorhan-
den.) VEwen tä haklahi djaton hatampajah bau, sie
streiten, sehen einander nicht ins Gesicht, (i. e.
wüthend, ohne Rücksicht, fluchen, schlagen, etc.
nur darauf los.) — Bei der Feldarbeit, beim Gras-
kappen, Reispflanzen etc. theilt man das Feld in
lange, etwa 2 Klafter breite Streifen ab; ein sol-
cher Streifen heisst ein bau, mit einer Zahl: kabau.
Djari duä kabau aku mimbulc, ich habe schon 2
Bau bepflanzt. — Habäu, baubau, bewölkt. — Dia bau-
bau, nicht schön (Gestalt,) nicht angenehm (Geruch,)
nicht gut (Worte.) -— Hasambau, sambau, mit dem
Gesichte, der Fronte, einander gegen über stehen. —
Njambau, manjambau, mit dem Gesichte, der Fronte
gegen etwas gekehrt sein, es gegen etwas kehren.
Humangku njambau sungäi, mein Haus steht mit
der Fronte gegen den Fluss. — Panjambau, der im-
mer mit. dem Gesichte sich zu etwas kehrt.
BAUNANDAU, Wolke; s. bau.
BAUNDAUNDANG, s. undangundang.
BAUNLAWANG, s. bau u. blawang.
BAUNG, ein etwa 3 Spannen langer Süsswasser-
fisch, fast so dick als das Bein eines Mannes, mit
einem grossen Stachel auf dem Rücken und an beiden
Seiten des Halses, hat lange Fühlfaden. — Männlicher
Name. — Djanggutm kilau djanggut baung, dein
Bart ist so lang als die Fühlfaden des Baung, (sehr
lang.)
BAUNSENGOK, s. bau und sengok.
BAUNTONGGANG, s. bau.
BAUR, der Querstock in einem Papierdrachen,
(Spielzeug der Kinder; der lange Stock: tulang
likut.)
BAUR, s. sampur.
BAUSAHA, i. q. basaha.
BAWA; ein Loch voll, was man auf ein Mal
stampfen, in das Loch des Stampfblockes thun kann,
(Reiss.) Pirä bawa karä käkäim. Kamäangku olili
sapulu bawa. Wieviel Stampfsel alle dein getrock-
neter (Reiss? welcher um ihn durch Stampfen zu
enthülsen erst eine Zeitlang in die Sonnenhitze
gelegt wird.) Tch denke es können wohl 10 Löcher
voll sein.
BAWA, das Rufen; das gerufen sein. Bawam
djaton baguna, djaton sampai aughm, dein Rufen
nützt nichts, deine Stimme reicht nicht bis hin. —
Mambawa, habawa dengan, rufen. — Habawa, ein
ander rufen. Djandji ita buli habawa, unsre Ab-
sprache ist wir kehren einander rufend zurück;
(z. B. beim Rottanschneiden und ähnlichen Arbeiten,
bei denen man sich zerstreuen muss.) — Hababawa,
habawabawa, oft, immer rufen. — Tarabawa, ge-
rufen werden können; irrthümlich jemand rufen. —
Pambawa, der immer, alle ruft.
BAWAH, (Bandjarsch, = penda,) unterworfen
sein, unter jemands Befehlen stehen. Ita handiai
bawah Rasdin, wir stehen alle unter der Herrschaft
des Residenten.
BAWAI, Geschrei, Geheul. — Mambawai, schreien,
laut weinen, heulen. Iä mambawai mahining bapae
matäi, er schrie als er hörte dass sein Vater gestor-
ben sei. — Barabawai, alle schreien, schreiend. —
Babawai, bawabawai, mehrere Male schreien, anhal-
tend schreien, heulen.
BAWAK, (nach Zahlen: kabawak,) Korn; Stück,
(wenn man rundliche Dinge zählt.) — Bawak bebas,
Reisskorn. Bawak matä, Augapfel. Bawak augli oder
kotak, ein Wort. — Kasingae hai bawake, seine
Zähne gross ihre Substanz, = seine Zähne sind
gross. — Idjä kabawak wäi, nur eins. — Tanteloh
äpat kabawak, 4 Stück Eier. — Habawak, baba-
wak . bawabawak, barabawak, unrein, (das Wasser,
wenn Sand und dergleichen Schmutz darin ist.) —
Hababawak, habawabawak, etwas unrein. — Bawak
tuak, Sauerteig. — Mambawak tuak, Sauerteig in
den gekochten Reiss thun, aus welchem man Tuak,
(eine Art Arak,) machen will. — Nambawak, ma-
nambawak, zierlich, wohlgeordnet, (sprechen;) bei
einzelnen. Iä toto harati nambawak aughe, er ver-
steht wirklich seine Worte wohl zu setzen, zierlich,
schön zu sprechen. —• Iä blaku bua nambawake,
dia tamput tundoe, er pflückt die Früchte einzeln,
reisst den ganzen Tross nicht mit ab. — Hdbaivak,
Kerne haben, (Früchte.) — Bara kabawabawak,
überall nur einzelne. Bua njelo toh djaton man-
djari, baja mamua bara kabawabawak genep batang,
die Früchte sind dieses Jahr nicht gerathen, es sitzen
an jedem Baume nur einzelne.
BAWAL, gequetscht, (z. B. Früchte welche vom
Baume gefallen sind.) Bawal isingku awie mamukul
aku, mein Fleisch ist wie gequetscht von seinem
Schlagen. — Babawal, bawabawai, ein wenig ge-
quetscht. — Barabaioal, alle, oder I überall ge-
quetscht. — Mambawal, habawal dengan, quetschen.
— Kabawal, das Gequetschte. Pisang handak ma-
ram intu kabawale, der Pisang beginnt zu faulen
auf der Stelle wo er gequetscht war.
BAWAN, wie doch! sicher nicht! erschrecken.
Bawan iä maku manenga, wie sollte er mir etwas
geben wollen! — JEla busik marak rowut, bawan
bäum awi handipä, spiel nicht im Dickicht, dein
Gesicht würde erschrecken vor einer Schlange. —
Bawan wird auch zur Verstärkung hinter djawoli
gefügt.
BAWANG, Zwiebel. — Bawang basihong, Knop-
lauch. — Habawang, Zwiebeln haben, Zwiebeln
irgendwo wachsen. — Mambawang, Zwiebeln ins
Essen thun. •— Hababawang, habawäbäwang, oft,
immer Zwiebeln in das Essen thun.
BAWAR, weiblicher Name.
BAWAU, das Jäten, Gras aushauen, (in Gärten,
auf den Reissfeldern.) Toh musim bawau, jetzt ist
es Jätezeit. — A/imiawaw, habawau dengan, jäten,
von Unkraut säubern. — Tarabawau, gejätet, ge-
säubert werden können. — Pambawau, der gern,
oft jätet.
BAWAWET, (bas. Sang. = kedjau,) fern, weit.
Bawawet ihing pangadjaid, weit, o Freund, deine Reise.
BAWI, weiblich; Weib. TEwe hetä? Olo bawi.
Bawin olo Sihong. Wer ist da? Eine Frau. Eine
Sihongsche Frau. — Anakm tä hatuä bawi, ist dein
Kind ein Junge oder ein Mädchen? Asobawi, Hiin-
dinn. — Kilau bawi ikau djaton hanjim, du bist
als ein Weib, hast keinen Muth. — Babawi, als
ein Weib, (Gestalt, Stimme, Betragen.) — Mam-
bawi arepe, sich als eine Frau betragen, kleiden. —
Ildbawi, huren, (von Männern gesagt.) — Paliabawi,
stark huren, hurerisch. — Kabawi, Weiblichkeit.
Tjäh ikau, kalapeam kabawim, pfui du, vergisst
deine Weiblichkeit, vergisst dass clu eine Frau bist.
— Kabawibawie omba mandop, obwohl sie eine Frau
ist, geht sie doch mit auf Jagd. — Tambawi. Wenn
man einen grossen Pfosten in einem dazu gemachten
Loche aufstellen will, gebraucht man ein Brett oder
ein Stück Holz um das Ende des Pfostens gegen zu
8*


halten, auf dass der Pfosten recht ins Loch gleite; I
das Brett nennt man tambawi. — Manambawi, einen
Pfosten, welchen man aufrichten will, auf die Weise
gegen halten.
BAWOI, Schwein. — Bawoi lewu, bawoi pam-
belom, zahme Schweine. — Bawoi himba, wilde
Schweine. — Mangga u bawoi, Schweine halten, auf-
ziehen. — Lakang, eine Zuchtsau. — Bandon, eine
Sau welche man mästen, verkaufen will, die man
nicht zum Eber kommen lässt. — Urak, ein junges,
1—2 Monate altes Ferkel. — Es giebt auf Borneo
verschiedene Arten Schweine: bawoi duhi, kleine Art,
mit langem, rundlichem Kopfe; — b. buntal, dick
aber kurz; — b. banuang, gross und lang; — b.
buluh, weisses zahmes, b. bulan, weisses wildes
Schwein; — b. kasint.u, schwarzes wildes Schwein.
— Ampim kilau bawoi, deine Gestalt ist als ein
Schwein, (schmutzig.) — Habawoi, Schweine haben,
Schweine irgendwo leben. — Babawoi, bawobawoi,
als ein Schwein; schmutzig; immer Schweinefleisch
(essen.) Djari labih idjä bulan magon bawobawoi
kinan ikäi, schon länger als einen Monat essen wir
immer Schweinefleisch. — Mambaiooi arepe, sich als
ein Schwein betragen. — Olo Pari magon babawoi
habadjang ita, die Paris behandeln uns immer als
Schweine und Hirsche (auf welche man Jagd macht;
sie überfallen uns beständig.)
B?EBES, s. äbes.
B/EH, i. q. bah.
B?EH, bih, habäh, ei, och, wohl. — Bäh, alah
koangku, djari nihau, wohl, wie ich gesagt habe,
cs ist verloren. — Bäbäh, bibih, i. q. bäh; auch:
sehr, ungemein. Bäbäh kaliain badjai, ungemein
die Grösse des Krokodills!
BEA, Zoll, Abgabe; Unkosten, Miethe. — Hai
bean uäi katontoh, gross ist jetzt der Zoll auf den
Rottan. — Amon olo tiwah, liai beae, wenn man
ein Todtenfest hält, gross die Unkosten. — Pirä bean
arut idjä bulan, wie viel beträgt dir Miethe des
Bootes in einem Monate? — Babea, babea, Zoll be-
zahlen müssen. — Hababea, habeabea, stets Zoll
auflegen, bezahlen lassen. — Mambea, Abgaben,
Zoll auf etwas legen; Zoll empfangen. Olo hai toh
djari mambea bawoi kea, die grossen Leute (Re-
gierung) haben jetzt auch auf die Schweine Abgaben
gelegt. — Mambea, marabca, unterhalten, die Un-
kosten tragen. Rakan puna Rasdin idjä marabeae,
die welche Herrendienste thun muss der Resident
unterhalten. — Paham karugingku marabea anakku
masawä, gross mein Schaden, (meine Ausgaben,) da-
durch dass ich meinem Sohne die Hochzeit ausge-
richtet habe. — Tarabea, die Unkosten getragen
werden können. — Parabel, die Unkosten, (allein
von Festen, Todtenfest, Heirath, etc.) — Pambea,
olo pambea, ein Steuerempfänger, Zolleinnehmer.
BEABEAU, s. babeau.
BEBAS, bezahlt, abgethan; losgelassen, frei. Utange
djari bebas, seine Schuld ist bezahlt. — Basarangku
djari bebas, meine Klagsache ist beendet. — Iä be-
bas bara prentah tä, er ist frei (eximirt) von dem
Befehle. — Mambebas, habebas dengan, abthun,
freilassen. Tempoe djari mambebas iä, sein Herr
hat ihn freigegeben. — Tarabebas, abgethan können
werden. — Pambebas, der gern, oft ablässt, erlässt,
(Schulden.) — Kabebas wird nur antwortend ge-
braucht. Djari bebas utangm? Narai kabebase! Ist
deine Schuld abbezahlt? Was ihr abbezahlt sein!
(O nein, bewahre!)
BEHAS. durch Stampfen enthülseter Reiss; auch
andere cnthülsete Hülsenfrüchte, z. B. djagong, djawä,
djeläi, können behas genannt werden; will man es
deutlich sagen, dann ist behas toto, (wirklicher be-
has,) behas salia, enthülseter Reiss.) — Habehas,
behas haben. — Babehas, behabehas, alles volle
Körner, (der Reiss in Hülsen, paräi, es ist kein apis,
leere Körner, darunter.) — Nambelias, manambehas,
viel Reiss durch Stampfen enthülsen. Iä nambehas
hapae tiwah, er stampft Reiss im Menge für das
Todtenfest.
BEHAT, kabehat, Schwere, Gewicht; Mühsam-
keit. — Paham bebat pati tä, gross das Gewicht
der Kiste. — Paham kabehat aughe, olo handiai
manarimae, gross der Nachdruck seiner Worte, alle
Menschen nehmen sie an. — Paham kabehat gawi
manetes, das Rottankappen ist ein sehr mühsam
Werk. — Babehat, schwer, gewichtig, nachdrücklich,
ernst, würdig, mühsam, unwillig. — Iä babehat am-
pie, djaton olo bahanji murähe, er sieht würdig aus,
man wagt ihn nicht zu necken. — Babehat angatku
omba masauh, arä gawingku, schwer mein Gefühl
(ich bin ungeneigt) mit nach Bandjarmasin zu gehen,
ich habe viel Arbeit. — Behabehat, ziemlich schwer,
etc. — Barabehat, pangabehabehat, alle schwer, etc.
— Mambeliat, habehat dengan, mampabehat, beschwe-
ren, mühsam machen; Kraft, Nachdruck geben.
Ikau omba aku mambeliat aku bclom, du folgst
mir, erschwerst mir das Leben; (habe viele Unkosten
etc. deinetwegen.) — Pangkabehat, am schwersten, etc.
BEHAU, ein dem Aal ähnlicher Fisch; (mal. ga-
bus,) wird bis 1| Fuss lang. — Hamehamen behau
iä, nungkape mekop karäh, er ist beschämt als ein
Behau, gleich wird er zuschnappen dass es klappt,
(sagt man von Menschen, welche Bescheidenheit
erheucheln ohne bescheiden zu sein; der Behau nämlich
schwimmt lange Zeit an der Angel her, als ob er sie
nicht sieht, schnappt dann aber plötzlich zu.) —
Babehau, behabehau, als ein Behau; babehau kinan
ita, wir essen immer Behau. — Habehau, Behau ha-
ben, Behau irgendwo leben.
BEHEBEHENG, i. q. babeheng.
BEKEN, anders, verschieden sein, ein anderer;
nein, ja. — Iä beken bara paharie, djaton tulas, er
ist anders als sein Bruder, nicht grausam. — Beken
ampie, anders seine Gestalt. — Äim arut toh? Be-
ken. Ist dies dein Boot? Nein. — Kilen iä sama
katataue dengam? Bekäe! (oder: kabekäe!) Ist er
eben so reich als du? Ja. — Beken. . ., beken. . .,
sowohl.. , als auch. — Arä karugingku awie, beken
panginae, beken pakaiae, beken duite, uras aku
tanggonge, ich habe grossen Schaden durch ihn, so-
wohl sein Essen als seine Kleidung und sein Ta-
schengeld, für alles muss ich einstehen. — Beken
tinai, ferner, auch. — Babeken, bekebeken, etwas
anders. — Mangabeken, ngabeken, anders machen,
einen Unterschied machen. Iä tantai ihate manga-
beken aughe bara augh olo, absichtlich spricht er
anders als andere Menschen, (widerspricht.) -— Manga-
beken pakaiae, gawie bara olo, sich in seiner Klei-
dung, seinem Thun von andern Menschen unter-
scheiden. — Hakabeken, gegenstreitig, (die Worte
mehrerer Menschen;) verschiedene (Arten Dinge.) —
Ilakabeken hakamias, hakabeken hakalain, viele und
verschiedene. Hakabeken hakamias pakaiae, er hat
viele und verschiedene Sorten von Kleidern. — Ha-
kabeken hakabeken, jeder, jedes für sich. jEwen
hampahari hakabeken hakabeken humae, die Brüder
haben jeder für sich ihr eignes Haus, (sic wohnen
nicht zusammen.) — Kabeken, Unterschied, Ver-
schiedenheit.
BEKOBEKUT, s. babekul.


BEL.
BEL.
61
BELAH, einige, ein Theil.— Bagi ramom belahe
akangku, gieb einen Theil deiner Güter mir. — Ni-
hau karä kolangku, bclalie malan, belahe halisang,
alle meine Verwandte sind fort, einige sind auf
dem Felde, andere auf Reise. — Babelalt, belabe-
lah, theilweise, zum Theile. Babelah wäi utangku
djari inahor, meine Schulden sind erst zum Theile
bezahlt.
BELAI, Lust, Appetit, Begierde; Geschmack;
Schärfe (Messer.) — Paham kamangat belaim toll
tinai, du hast jetzt wieder sehr guten Appetit. —
Dia belaiku, ich habe keine Lust (zu essen, oder
auch sonst etwas zu thun, arbeiten.) — Ihop arak
isut hapa malowang belaim, trink etwas Arak um
ein Loch zu machen in deinen Appetit, (i. e. um ihn
zu erwecken, erregen.) — Paham belaie nahuang
mawi aku, gross seine Begierde um mir Schaden zu
thun. — Kilen angate belaim, bapait, wie ist das
Gefühl deines Geschmackes, bitter? — Djari puas
(oder pedah, bapelek, babusau) belaie kuman bawoi,
sein Geschmack ist gesättigt Schweinefleisch zu es-
sen , i. e. er hat es sich zuwider gegessen. — Mangat
belai pisau toh, gut die Schärfe dieses Hackmessers,
= es hat guten Appetit, es haut sich gut damit.—
Teak belai, haus belai, durstig sein. — Kateah belai,
der Durst. —Babelai, belabelai, Begierde, Lust, Appetit
haben. Iä babelai mangaruit arepm dengan per-
karan olo, er hat viel Lust sich in anderer Leute
Sachen zu mischen. — Kabelai, wird nur folgender-
massen gebraucht: Arä lauk dinom? Dia, baja
idjä kabelai. Hast du viel Fische gefangen? Nein,
nur um einmal den Appetit zu stillen, sich einmal
daran satt zu essen.
BELANG, Flecken, (auf dem Felle der Thiere.) —
Arä belange asom, dein Hund hat viele Flecken. —
Kilen iä tob, budjur tinai? Kwäka kambing tau
mobah belange! Ist er jetzt wieder ehrlich? Wie
sollte eine Ziege ihre Flecken ändern können! (so
wenig kann der Schurke ehrlich werden.) — Habe-
lang, babelang, belabelang, gefleckt.— Barabelang,
alle gefleckt.
BELAS, das geworfen, geschleudert sein, (eine
Lanze, ein langes Holz.) — Sala belase lundjum,
maranggar likut badjang, verkehrt ihr geworfen sein
deine Lanze, sie geht über den Rücken des Hirsches
hin, — Sala belase aughm, awi tä ikau inipas man-
tir, du sprachst verkehrt, deshalb hat der Häupt-
ling dir Unrecht gegeben. — Mambelas, habelas de-
ngan, schleudern, werfen. — Umur ita kilau im-
belas bewäi, unser Leben eilt dahin als ob es ge-
schleudert würde. — Babelas, als geworfen, sehr
schnell, (z. B. ein Boot.) — Habelas, einander mit
Lanzen etc. werfen. — Hababelas, habelabelas, oft
werfen. — Tarabelas, geworfen werden können. —
Pambelas, der immer, gern wirft. Iä tä mandop
pambelas, djaton iä bahanji mamuno tokep, er schleu-
dert den Spiess immer auf der Jagd, er wagt nicht
von nahe zu stechen.
BELTE, Abkehr, Widerwillen haben; nicht wol-
len; damit nicht. — Aku paham belä dengae, ich
habe grossen Widerwillen gegen ihn. — Aku belä
kuman talo dia mangat, ich will nicht essen Dinge
welche nicht lecker sind. — Iä belä babanä mikäh
matäi manak, sie will nicht heirathen, fürchtet im
Kindbette zu sterben.— Buabuah aughm, belä ikau
inekap, habe wohl Acht auf deine Worte, damit
du nicht geschlagen werdest. — Babelä, beläbelä,
etwas Abneigung haben. —• Barabelä, pangabcläbelä,
alle Widerwillen haben, nicht wollen, verachten.—
Mangabelä, ngabclä, Abneigung haben, verschmähen,
verachten. — /Eia ikau mangabelä aughku, veracht
meine Worte nicht.—Kabelä, Abkehr, Widerwille,
etwas wovor einem eckelt. — Bawoi kabelän olo sa-
lam, vor Schweinen haben die Mahomedancn Eckel.—
Hakabelä, Abkehr vor einander haben, einander ver-
achten. — Hakabeläbelä, immer, alles verachten, etc.
— Pangabelä, der immer Abneigung hat, etc. — Iä
pangabelä kolae madja iä, er hat immer Widerwil-
len daran, wenn seine Verwandte ihn besuchen.
BELEP, ausgelöscht, erloschen; aus, abgethan, zu
Ende. — Apui djari belep, das Feuer ist erloschen. —
Matanandau belep, lius belep, die Sonne gehet un-
ter, will untergehen. — Tob karä aughe djari be-
lep, nun ist alle sein Sprechen zu Ende. — Matäi
belep tahasengm kilau matanandau, stirb, es er-
lösche dein Äthern als die Sonne. (Ein Fluch.) —
Babelep, belebelep, fast ausgelöscht, erloschen. —•
Belepbalepa, belep kandjuen oder kalandjuen, ganz
ausgelöscht; überall erloschen, (z. B. das Feuer im
ganzen Dorfe.) — Mambelep, habelep dengan, aus-
löschen; abmachen (eine Sache, in der Stille; oder
auch: gut abmachen, gänzlich abmachen.) — Haba-
belep, habelebelep, oft auslöschen. — Tarabelep,
gelöscht werden können. — Pambelep, der gern,
immer auslöscht, still abmacht.
BELOM, leben; grün, frisch; zum Vorschein kom-
men; anhaltend. — Iä belom tatau, er lebt (ist)
reich. — Päliä belom, schmerzlich leben, i. e. arm
sein. — Iä belom budjur, er lebt rechtschaffen,
ehrlich.— Apui magon belom, das Feuer lebt noch
immer, i. e. ist noch nicht verlöscht. — Talo im-
bulku haru belom, was ich gepflanzt habe kommt
eben erst aus der Erde, zum Vorschein. —- Talo
belom, ein lebendig Ding; karä talo belom, alles
was lebt. — Kaju belom, grünes (noch nicht trock-
nes) Holz. — Bulan belom karäh ita handak buli,
den nächsten Monat wollen wir zurück kehren. —
Paräi belom oder liaduring, Reiss der von selbst
wieder aufwächst. — Aku madja iä belom laite wäi,
als ich ihn besuchte, hat er ohne Aufhören geschol-
ten. — Paham utangku, belom manak bewäi, ach
meine Schulden, sie tragen fortwährend Zinsen. —
Iä tä belom lengäe, er hat eine lebendige Hand (die
nicht ruhen, stille sein kann, er betastet alles, etc.)
— Belom totok idjang olo tä, lebendig die Ober-
lippe und das Kinn des Menschen, (i. e. er schwatzt
immer.) — Basarae bihin belom tinai, sein früherer
Process wird wieder lebendig, (wird wieder aufge-
nommen.) — Alo belom matäi aku djaton balang,
mag ich leben oder sterben, (es gehe auf Tod und
Leben,) ich gebe es nicht auf. — Sana mitä olo bu-
sik belom pupus isie (oder: isi dahae,) tapi sana
imbit bagawi palus ngarekot, sobald er Menschen
spielen siebet, ist seine Haut und sein Fleisch le-
bendig (oder: sein Fleisch und Blut,) aber sobald
man ihn zur Arbeit bringt, kriecht er in einander,
(bückt sich, sieht vor sich hin.) — Belom bang-
kang, nur eben noch leben, ohne Bewusstsein. —
Babelom, belobelom, lebendig, lebend; als lebend
(ein Bild;) schön; üppig, kräftig, (Pflanzen.) Ingu-
bur babelom, -lebendig begraben werden. — Kutoh
lauk hong sungäi, babelom danum, eine Menge Fische
sind, in dem Flüsschen, es ist als ob das Wasser
lebt. — Babelom njamam, äla ikau dia masi aku,
cs lebe dein Mund, (i. e. mögest du gesegnet sein!)
du musst dich doch meiner erbarmen. — Mambelom,
babelom dengan, aufziehen, unterhalten, anstecken
(Feuer;) wieder hervor bringen, (einen alten Zwist,
Process.) — Mambelom aso, Hunde halten. — Kä-
läh kuman kalakai hapan mambelom tusum, iss


ß*2
BEL-BEN.
BEN.
doch Kalakai, (eine Schlingpflanze) um deine Brüste
zu beleben, (um viel Milch zu haben, säugende
Frauen.)— Mambelom pungau manotok matä, Pun-
gauvögel aufziehen welche die Augen aushacken,
(i. e. eigne oder fremde Kinder aufziehen, welche
später Kummer bereiten.) — Hababelom, habelobe-
lom , beständig, unterhalten, anzünden, etc. — Mam-
bambelom, mambclombelom, ein wenig mambelom. —
Aku dengan sawangku hakabelom hakamatäi djaton
hatolang, ich und meine Frau, mögen wir mit ein-
ander leben oder sterben, wir scheiden nicht. —
Tarabelom, unterhalten etc. werden können. — Ka-
belom, das lebendig sein. Paham kabelom belaie,
sein Appetit ist sehr lebendig. — Paham kabelom
totok idjange, sehr das lebendig sein seiner Ober-
lippe und seines Kinnes, (er schwatzt viel.)—Pam-
belom, das Leben. Kilen ampie pambelom olo tä,
dia iä butang, wie ist die Gestalt des Lebens jenes
Menschen, hat er keine Schulden? — Hapus pam-
belome, sein ganzes Leben lang. — Olo tä kakal
haliai mahaga pambelome, (oder: pambelom kaba-
lomae, mahaga kabalomae belom,) der Mensch ist
sehr eifrig um sein Leben zu bewahren, (i. e. seinen
Unterhalt zu verdienen.) — Pambelom andau, (das
Leben der Sonne, i. e.) Osten. — Meto pambelom,
Thiere die man aufziehet, Hausthiere.
BELONG, männlicher Name.
BEMBANG, zweifeln, ungewiss, unentschlossen
sein. — Arut duäduä tä bahalap, bembang aku idjä
kwe induangku, die Boote sind beide schön, ich
bin unentschlossen welches ich nehmen soll. — Ma-
membang, in Zweifel bringen, unentschliissig machen.
— Kabembang, Zweifel, Unentschlüssigkeit.
BENAI (Kahaian, i. q. tandak) das Singen. —
Habenai, singen.
BENANG, Zeug, Kleiderzeug, (baumwollen, sei-
den, etc.) — Benang satara, Seidenzeug. Die unter
den Dajacken am meisten gebrauchten Kleiderstoffe
sind: amau, andas, batik, djarati, isit, kadandang,
kalikat, kambajat, karongbilis, lunok, njamu, pla-
ngi, rupah, susup, tjita; s. diese Wörter. — Din-
ding benang, Gardine. —Benang, weiblicher Name. —
Habenang, Zeug haben.
BENJEH, kabenäh, das Geschnurre, Gesumme.—
Paham benäh badjanji hetä, stark das Gesumme
der Bienen dort. — Lalehan augh kabenäh lewu
hetä, gewaltig das* Getön des Gebrumms des Dorfes
dort, (von fern das Getöse der Menschen darin
hörend.) — Ilabenäh, babenäh, benäbenäh, sum-
men, schnurren. (Auch der Wind, Sturm von fern.')
— Barabenäli, überall summen. — Benäh, weib-
licher Name.
BENDANG, eine Art Palmbaum, fast wie die Ko-
kospalme, aber mit Dornen besetzt; von dem untern
Theile der Blätterstiehle macht man Kämme und Pfeile.
BEND ABEND AR, s. babendär.
BENENG, still, ruhig. — Hapus njelo magon brita
asang, toh beneng tinai, das ganze Jahr über war
immer das Gerücht, dass Feinde kämen, jetzt ist es
wieder still. —Babeneng, benebeneng, ziemlich still,
ruhig. — Barabeneng, alle still, ruhig. — Mambe-
neng, zur Stille, Ruhe bringen. — Haradjur äwen
haklahi, tapi toh aku djari mambeneng iä, sie wa-
ren beständig am Streiten, aber jetzt habe ich sic
zur Ruhe gebracht . — Tarabeneng, zur Ruhe ge-
bracht. werden können.— Kabencng, Stille, Ruhe.
BENGAH, i. q. belah; dieselben Ableitungen.
BENGABENGAP, s. babengap.
BENGGUL, männlicher Name.
BENGKAK, s. engkak.
BENGKEL, ein mittelgross werdender Baum, der
Bast weisslich, das Holz gelblich; die grossen, run-
den, etwas bitteren Blätter werden gekocht geges-
sen. — Solake ikau manis kilau pisang tewu akangku,
tinai toh ikau kilau bengkel pria, anfangs warst du
mir süss als Pisang und Zuckerrohr, jetzt aber bist
du mir als Bengkel und Pria, (Pria Art Schling-
pflanze von bitterm Geschmack.) — Babengkel, beng-
kebengkel, als Bengkel, bitter.
BENGKEL, (bas. Sang. = sowang,) Ohrringe. —
Nahawian tampak bengkel, er macht Ohrringe.
BENGKET, (bas. Sang. = sarau,) unehelich Kind.
BENGKOK, i. q. bingkok.
BENGKOBENGKONG, s. babengkong.
BENJAI, das weiche, etwas weiches, glattes, schlei-
miges. — Aton angat benjai talo hetä, mikäh han-
dipä, es ist das Gefühl der Weichheit eines Dinges
dort, vielleicht eine Schlange, (sagt man, wenn man
z. B. im hohen Grase auf etwas Weiches getreten
hat.) — Babenjai, benjabenjai, weich, sanft, schwam-
mig, glatt, (das Fleisch von Thieren, Würmer,
Schlangen.) — Babenjai isin bawoi toh, djaton ma-
ngat, das Fleisch dieses Schweines ist zu weich,
(schwammig,) es ist nicht lecker. — Barabenjai, alle
weich. — Habenjai, weich geworden sein. — Tjih
pundang tä, habenjäi urete, pfui der trockne Fisch,
er ist überall weich durch seine Würmer, == wim-
melt von Würmern. — Kabenjai, Weichheit.
BENJAT, das Schlagen, (des Pulses, der Adern.)
— Paham benjat takolokku, badarem aku, stark
das Klopfen (der Adern) meines Kopfes, ich habe
Fieber. — Hdbenjat, schlagen. Kilen telolilise, ma-
gon habenjat, schlägt sein Puls noch? — Babe-
njat, benjabenjat, stark schlagen. — Barabenjat,
allen, oder 1 überall stark schlagen, (die Adern.)
BENJEM, einsam, verlassen, still. — Lewu toh
benjem, djaton oloe, dies Dorf steht verlassen, es
sind keine Menschen darin. — Aku melai benjem
kabuatku, ich bleibe einsam für mich allein. — Iä
madja olo benjem f djaton liakotak, wenn er jemand
besucht ist er still, spricht nicht, — Kaju benjem,
feuchtes Holz, (entweder noch grün, oder durch
Wasser wieder nass geworden.)— Babenjem, benje-
benjem, ziemlich einsam, still.— Barabenjem, alle,
überall einsam, still. — Mambenjem, liabenjem de-
ngan, einsam, verlassen machen, entvölkern; zum
Schweigen bringen. Asang djari mambenjem Ka-
puas, die Feinde haben das Land Kapuas entvöl-
kert. — Hagoet mambenjem huma, gehen und das
Haus einsam lassen.— Mambenjem arepe, sich still
hallen, schweigen. — Tarabenjem, verlassen werden,
zur Stille, Ruhe gebracht werden können. — Ka-
benjem, das verlassen sein, Einsamkeit. — Parnbe-
njem arepe, der sich gern absondert , gern schweigt.
BENTANG, i. q. belang; dieselben Ableitungen.
BENTENG, das Mitten, mitten; (nach der Länge
gemessen; nach der Breite: bentok.) Es wird auch
oft statt benteng das gleichbedeutende Wort aus
der bas. Sang., kabantengan, gebraucht. — Tetek
benang tä intu bentenge, schneide das Zeug in
der Mitte durch. — Iä mendeng benteng arut, er
steht, in der Milte des Bootes. — Bentengku ku
man dumali olo mangahau aku, als ich mitten am
Essen war kamen Menschen welche mich riefen. —
Kabantengan belom iä matäi, er starb in der Mitte
des Lebens, (in seinen besten Jahren.) — Benteng
handjewu, das Mitten des Morgens, = 9 Uhr Mor-
gens; benteng halemäi, 3 Uhr Nachmittags. — Ba-
\ benteng, bentebenteng, hababenteng, habenteben-
I teng, beinahe mitten; (befehlend; genau mitten.) —


BEN—BER.
BES—BET.
63
Habenteng, bis mitten, halb. Paräiku habenteng
gantang, ich habe ■* Gantang Reiss. — Aku ma-
muno badjang habenteng lundjungku, ich stiess den
Hirsch so dass meine Lanze bis an ihr Mittel hinein
drang. — Ambo habenteng, über die Mitte, mehr
als halb, mehr als mitten5 iwa habenteng, weniger
als halb. — Mahabenteng, alle bis mitten, halb.
./Ewen buli mangarohi, mahabenteng lontonge dinoe,
sie kommen zurück vom Fischfängen, jeder hat einen
halben Korb voll gekriegt.
BENTOK, das Mitten, (nach der Breite gemes-
sen ■ s. benteng.) — Bentok arut, mitten im Boote,
(gleich weit von den beiden Seiten ab, mag es auch
etwas mehr nach vorn oder hinten sein.) — Bentok
andau, Mittag; bentok alem, Mitternacht. — Ben-
tok danum, mitten im Flusse. — Mondok bentok
olo arä, mitten unter der Menge sitzen, (welche
rund umher sitzt.) — Melai bentok petak, mitten im
Lande bleiben, (i. e. oben an denkleinen Flüsschen,
nicht am grossen Flusse.)— Babentok, bentobentok,
fast mitten. — Barabentok^ alle mitten in. — Ma-
mentok, in die Mitte legen; die Mitte treffen, sach-
gemäss, treffend, überzeugend sprechen. — Aughe
tä toto mamentok, seine Worte sind trefflich, (treffen
das Centrum der Sache.) — Aughe toto mamentok
hong atäiku, seine Worte treffen mich mitten ins
Herz. -— Käläh mamentok sarangan ujah, amon sa-
ran arut bisa, leg doch den Salzsack in die Mitte,
wenn er am Rande des Bootes liegt wird er nass.—
Pangamentomentok, alle zur Sache, treffend sprechen.
— Kabentok, die Mitte.— Kamentok, das treffende,
gepaste, (einer Rede.) — Pamentok, der immer, alles
in die Mitte legt. — Ikau pamentok arepm mon-
dok, du setzest dich immer in die Mitte der Men-
schen. — Kabantokan, (bas. Sang.) i. q. bentok. —
Kabantokan andau, Mittag.
BENTUS, aufgeblasen, aufgetrieben, (der Leib;)
schwach. — Bentus knaingku awiku kuman bua,
mein Bauch ist aufgetrieben dadurch dass ich Früchte
gegessen habe. — Buhen ikau bentus, dia karigasm,
warum bist du schwach, hast keine Kraft? — Ba-
bentus, bentubentus, ein wenig aufgetrieben, schwäch-
lich. — Barabentus, alle ein wenig aufgetrieben.—
Pangabentubentus, alle aufgetrieben. — Mamentus,
habentus dengan, auftreiben, schwach, faul machen.
— Tä batiroh nongkang andau mamentus arepe, er
schläft den ganzen Tag, schwächt sich selbst, (auch:
faullenzt.) — Kabentus, das aufgetrieben sein. —
Pamentus, was auftreibt, schwächt.
BER, bir, Getön wenn man einen Stock schwingt,
eine Lanze wirft, zischend, kräftig. — Ber lundju
imbelase manintu badjang, kräftig warf er die Lanze
nach dem Hirsche, (dass es zischte.)
BERAR. die Milz. — Lauk djaton haberar, die
Fische haben keine Milz.
BERTE, eine bis 3 Fuss lang werdende ziemlich
platte Schildkröte; das Schild ist an den Seiten nicht
sehr hart; der Rücken braun-greis, Brust und Bauch
weisslich; sehr spitzes Maul. — Wird in Pulopetak
nicht gegessen, da man meint dass sie Aussatz ver-
ursacht. — Zeigt sich eine Berä auf einem Reissfelde,
sojst das ein böses Zeichen; die Frucht des Feldes
oder ein Glied der Familie des Besitzers wird ster^"
ben. Will man das Unglück abwenden, muss man
ein Schwein schlachten, und mit dessen Blute das
Feld und die Menschen manjaki, bestreichen, und
ferner eine kupferne Gong kaufen so gross, dass
man die Berä damit bedecken kann. Die Berä wird
getödtet.
BERENG, Leib, Körper, (von Menschen, 4 Ris-
sigen Tliieren, Booten, — von Vögeln, Fischen,
Insecten: biti;) der eigentliche Leib, Rumpf, ohne
die Glieder. — Olo tä pandjang belenge, der Mensch
lang sein Leib; (Beine etc. inclusive.) — Iä pandjang
berenge, tapi pandak paie, er hat einen langen
Rumpf, aber kurze Beine. — Babereng, berebereng,
sehr lang, (Boot, Flösse, Baumstamm.) — Barabe-
reng, alle lang sein. — Hab er eng, einen Leib ha-
ben. Meto babereng beken bara bereng olo, die
Tliicre haben einen andern Leib als die Menschen.
BERKAT, i. q. harakat.
BEROK, ein bis 4 Fuss lang werdender Affe,
greiss mit weissen Fleckchen; lebt gewöhnlich in
grossen Ilecrden zusammen ; ist bösartig, greift selbst
Menschen an. — Berok kambong, eine Art Faul-
thier, gelblich und weiss, so gross als eine Katze.
BES, i. q. ber; gewöhnlich vom Schlagen ge-
braucht. — Bes liäwesku iä, ich schlug ihn das es
klapte.
BES/EI, ein kurzes Ruder; (lange: dajong;) das
Rudern, Ausrudern. — Narai bakal besäim, von was
für Holz ist dein Ruder gemacht? — Pahalau kin-
djap besäie, genep andau iä mahalau humangku,
allzu häufig sein Ausrudern, jeden Tag kommt er
vor meinem Hause vorbei. — Besean, besäan, mit
arut, Boot verbunden; arut besäan, ein Boot welches
nur zum Ausrudern, bei Besuchen etc. gebraucht
wird, welches nicht lädt. — Babesäi^ besäbesäi,
(oder noch kräftiger:) besäbasea, immer umher ru-
dern. — Jl/amfiesäi, habesäi dengan, jemand, etwas
rudern; zuthun, (zu jemands Worten.) Bahaii
mambesäi arut toh, dieses Boot ist schwer zu ru-
dern. — Mambesäi djipen, mit einem Sclaven um-
her fahren um ihn zu verkaufen. — Kwäka aku
djari mambesäi aughe, tapas liaream djari insanangku,
ich habe durchaus nichts zu seinen Worten hinzu
gefügt, ich habe vielmehr noch davon gethan. —
Habesäi biti, sich selbst rudern, (i. e. leer, nichts
geladen haben.) — Hababesäi, habesäbesäi, immer
etwas rudern. — Tarabasäi, gerudert werden kön-
nen. — Tabalien toh akan äpat kabesäi, dies Eisen-
holz reicht zu für 4 Stück Ruder. — Pambesäi, der
gern, immer rudert; — das Rudern, Ausrudern,
lntu pambesäi ita malern ita bilabilak tjalaka, bei
unserni Rudern gestern hätten wir beinahe Unglück
gehabt.
BESOH, satt, gesättigt. — Musim besoh, billige
Zeit, (worin man satt essen kann.)— TEla ikauku-
man besoh batiroh mangalis, liindai bewäi perka-
rangku dengam, iss dich nur nicht satt und schlaf
ruhig, meine Sache mit dir ist noch nicht aus! (ich
werde mich noch rächen.) — Babesoh, besobesoh,
ziemlich satt. — Besobesoha, besobasoha, sehr satt,
übersatt. Awi kamangat balute aku kuman beso-
besoha , weil so leckere Zukost (zum Reisse) da
war, habe ich mich übersatt gegessen. — Mambe-
soh, babesoh dengan, sättigen.— Keton basara dja-
ton kalampangae, baja mambesoh mantir wäi, aus
eurem Process kommt nichts heraus, er sättigt die
Häuptlinge nur, (welche ihre Sporteln einziehen.) —
Tarabesoh, gesättigt werden können. — Kabesoli,
das gesättigt sein. Iä kuman ombet kabesoe, er
isst bis er hinreichend gesättigt ist. — Pangabesobesoh ,
alle satt, gesättigt.
BETANG, ein langes, aber nicht breites und
ziemlich niedrieges Haus. — (Mehr im Inneren Bor-
neos hat man solche Häuser.) — Babetang, betabe-
tang, lang, schmal und niedrig; (Häuser.)
BETAU, nennt der Bruder seine Schwester, oder
auch andre weibliche Verwandte; (Schwestern nen-


64
BET—BEW.
BEW—BID.
neu sich: pahari.) Will man Nachdruck aufs Wort
Schwester legen: betau idjä kalambutan, regte Schwes-
ter, oder auch Stiefschwester von demselben Vater • —
Stiefschwester von derselben Mutter, aber von einem
andern Vater: betau sapak piak; — betau idjä tato,
(auch aken,) Nichte. — Aku djaton betau aringku,
(oder: betau tundahku,) pähä angatku belom, ich
habe keine Schwestern und andere weibliche Ver-
wandte, (welche mir Haus halten,) ich habe ein
mühsam Leben. — Habetau, eine Schwester haben;
mit seiner Schwester. TEwen habetau, sie mit Schwes-
ter, = er und seine Schwester.
BETER, s. eter.
BETET, kleiner grüner Papagai, so gross als eine
Wachtel; die Männchen haben rothen Schnabel, Hals
und Brust, und 2 lange Schwanzfedern; die Weib-
chen schwarzen Schnabel und gelbliche Brust. —
Habetet, Betet haben, Betet irgendwo leben.
BETO, das durchspalten sein, (Kokosnüsse, auch
andre grosse runde Früchte; der Kopf.) Beton en-
joh djaton tanggar, die Kokosnuss ist nicht recht in
der Mitte durchspaltet. — Mambeto, liabeto dengan,
durchspalten. — Hababeto, habetobeto, oft, lange
durchspalten. — Tarabeto, durchspaltet werden
können; irrthümlich durchspalten.
BETONG, Sorte sehr dicker Bambu, so dick als
der Schenkel eines Mannes. — Tewu betong, Art
sehr dickes Zuckerrohr. — Bisak betong, s. bisak.
— Betobetong, dick, kräftig, üppig, (Pflanzen.) —
Barabetong, alle kräftig.
BETOP, i. q. beto; dieselben Ableitungen.
BEÃœBEUS, s. babeus.
BEUT, kambareut, runzelig, (nicht glatt.) Bakas
kea iä, djari beut baue, er ist schon alt, sein Ge-
sicht ist schon gerunzelt. — Humbang mangor beut
amon keang, junger Bambu runzelt sich wenn er
trocknet. — Kambareut tundjukku awiku tahi ma-
ngarohi, runzelig sind meine Finger weil ich lange
mit einem Korbe gefischt habe, (die Finger also
lange im Wasser waren.) — Babeut, beobeut, etwas
runzelig. — Mambeut, ngambareut, runzelen, (Was-
ser die Haut, etc.) Buhen iä ngambareut lingkaue,
blait iä, warum runzelt er seine Stirne, zürnt er?
— Kabeut, das gerunzelt, runzelig sein.
BEWAN, stinken, stinkend. Ewau karam narai
hetä bewan, der Geruch von was für faulenden
Dingen ist es, der dort stinkt? — Kotakm bewan,
deine Worte stinken, = sind unzüchtig. — Sirih
bewan oder tawah, eine Art wildwachsender Sirih. —
Babewan, bewabewan, stinkend. Arae babewan, er
hat einen stinkenden (bösen) Namen. — Barabewan,
alle stinken; überall stinken. — Mambewau, habe-
wan dengan, stinkend machen; (z. B. ein Haus da-
durch dass man ein Aas hineinbringt.) — Kabewan,
das Stinken, Stank, (z. B. auch von Geschwüren etc.)
BEWAU, der Geruch, das Riechen. Aso tä ba-
halap bewaue, sasining iä manggau palus sondau, der
Hund hat einen guten (scharfen) Geruch, so oft er
sucht findet er. — Blaku kambang akan indu be-
wauku, hol Blumen für mein Riechen, = mir zum
Riechen. — Karä panginan uras buah bewau awie,
alles Essen wird durch ihn berochen. — Babewau,
in bösem Gerüche, bösem Rufe stehen, einen schlechten
Namen haben. — Mambewau, riechen, beriechen;
schnüffeln, (Hunde;) gewöhnt sein. Awim mimbit
iä sindä handuä, toh iä mambewau, handak omba
haradjur, weil du ihn ein bis 2 Mal mitgenommen
hast, nun (schnüffelt er, i. e:) ist er es gewohnt,
will immer mitgehen. — Hdbewau, einander berie-
chen. — Hababewau, habewabewau, oft, immer be-
riechen. — Mambambewau, mambewambewau, ein
wenig beriechen. — Pambewau, der alles berieclit.
BEWäEl, wäi, nur; ja, gewiss; aber, doch. Idjä
bewäi, nur einer. Handjulo bewäi, nur kurze Zeit.
Buah wäi aughe, narai kasalae, seine Worte sind ja
gut, was ist Verkehrtes daran? — Hining bewäi
aughku toh, hör doch nur dieses mein Wort. — Iä
bahalap totoke wäi, tapi beken atäie, seine Worte
sind nur gut, aber anders ist sein Herz. — Arut toh
inengaku wäi akam, dies Boot gebe ich dir nur, =
ohne Bezahlung, schenke es dir. — Babewäi, bewä-
bewäi, stärker als bewäi. Aku babewäi injohom, bi-
tim melai, du schickst immer nur mich, und du
bleibst.
BIABIAL, s. babial.
BIAH, Theil; Abtheilung. Ramo toh aingku, djetä
beken biahe, ain olo, diese Sachen sind die meinen,
jene sind eine andere Abtheilung, (gehören nicht
dazu,) gehören anderen Menschen. — (Biah und seine
Ableitungen wild häufig zur Verstärkung hinter bagi,
Theil, und dessen Ableitungen gesetzt.) — Babiah,
geordnet, ein nach dem anderen. Patut babiah
aughm, du musst in der Ordnung (nicht durchein-
ander) sprechen. — Gawim djaton babiah, lietähetä
isut djaton mandjari, deine Arbeit ist nicht nach
der Ordnung, machst hier und dort ein bischen,
vollendest es nicht.— Mambiah, mittheilen, Antheil
geben.
Bl AK, s. bangkir biak.
BIAR, Würmer; (im Eingeweide der Thiere; aber
in dem der Menschen und Hunde: umä.) — Habiar,
Würmer haben.
BIAR, (i. q. alo,) all ist, obwohl. Biar aughe pa-
tut, aku djaton manumoe, all sind seine Worte
ziemlich, ich befolge sie doch nicht.
BIAT, Schmerzensgeld. Paham himangku awie, pa-
tut hai kea biate, gross meine Wunde durch ihn,
das Schmerzensgeld (welches er mir bezahlen muss,)
muss auch hoch sein. — Habiat, babiat, bezahlt,
vergütet werden, (zugefügte Schmerzen.) — Mambiat,
biat, für etwas (Wunde etc.) bezahlen.
BIH, i. q. bäh.
BIBIR, minjak bibir, Wachs mit Oehl zusammen
geschmolzen; man bestreicht den Knebelbart damit,
auch wohl die Lippen, wenn man Sirih kauet, da-
mit sie durch den scharfen Sirih nicht leiden. —
Habibir, Bibir haben, gebrauchen.
BIBIT, Geschlecht, Abkunft. Hau iä manempo,
tuntang puna bibite mantir, och, ist er Sclave, und
stammt aus einem Häuptlingsgeschlechte! — Babibit,
von den Voreltern her. Iä babibit tatau, er ist von
seinen Vorfahren her reich, (es waren alle reiche
Leute.) — Mambibit, von Geschlecht zu Geschlecht,
immerdar. Olo bugis mambibit djohor, die Bugine-
sen waren immer Seeräuber.
BIDAI, (bas. Mantangai,) i. q. atep urai, s. urai.
BIDAK, grobes Zeug; wird zu Segeln etc. ge-
braucht.
BIDAN, Hebamme. Hebammen giebt es viele
unter den Dajacken; sie erhalten für ihren Dienst
1 Gulden, 3 oder 7 Stück Rottan, 1 Damarlicht,
1 Gantang Reiss und 1 Messer; — den Rottan, da-
mit das Kind lange lebe; das Licht auf dass es ver-
ständig und angesehen werde; den Reiss damit es
viele Nachkommen erhalte, und das Messer auf das
es tapfer werde. — Mambidan, Geburtshülfe leisten.
BIDANG, die Breite, (allein von Kadjang, Blätter-
matten, gebraucht.) — Kabidang, Stück, (Kadjang,
Bretter, zählend.) Telo kabidang papan, 3 Stück
Bretter. — Kudjang bidang, s. kudjang.


BID—BIH.
BIH—BIL.
65
BIDIH, männlicher Name.
BIDIK, das Zielen; sicher (schiessen, werfen;) tref-
fend (sprechen.) — Sala bidike, kwäka bua, falsch
sein Zielen, wie kann es treffen! — Iä bidik ma-
nembak, er schiesst sicher, (misst selten.) Iä bidik
hakotak, djaton nihau aughe, er spricht treffend,
seine Wort e sind nicht vergeblich. — Babidik, bidi-
bidik, ziemlich sicher, etc. — Mambidik, habidik
dengan, auf etwas zielen. — Mambambidik, mambidim-
bidik, ein wenig zielen. — Hababidik, habidibidik,
oft, lange zielen. —• Tarabidik, aufs Korn genommen
werden können. Djaton tarabidik olo tä, tau silat,
man kann den Menschen nicht recht aufs Korn
nehmen, er versteht auszuweichen. — Kabidik, das
Zielen; die Gepastheit, das Treffende. — Pangabi-
dibidik, alle treffend (schiessen, sprechen.) — Pang-
kabidik, am treffendsten.
BIDIPBAD AP, s. badap.
BIDO, manok bido, nennt man schwarze weiss-
getüpfelte Hühner.
BIEN, wie doch, wiesollte doch; nur nicht; i. q.
kwäka, s. äka.
BIGAL, Räuber; (Dieb: maling.)—Bigabigal, als
ein Räuber, räuberhaft (aussehen, etc.) -—• Mambigal,
rauben, berauben. •—• Üababigal, habigabigal, oft be-
rauben. — Barabigal, alle Räuber sein. — Pambigal,
der oft raubt, räuberisch.
BIGAL, das Tanzen, i. e. Hände, Füsse, Beine,
Arme, Kopf und den ganzen Leib biegen und
drehen, und dabei langsam mit den Füssen stam-
pfend vor und zurück gehen; man tanzt bei den
Götzenfesten, wenn ein frisch erbeuteter Menschen-
kopf gebracht wird, etc; es wird immer auch dabei
bagandan, inländische Musiek gemacht. — Babigal,
bigabigal, babigal batandik, tanzen. (Batandik, Ban-
djarsch, = babigal.) — Mambigal, zur Ehre von je-
mandem, für jemanden tanzen. ZEwen mambigal ta-
kolok olo, sie tanzen wegen eines (frisch gebrachten)
Menschenkopfes. — Hababigal, habigabigal, oft, lange
Zeit tanzen. — Barabigal, alle tanzen.
BIH, i. q. bäh.
BIHA, eine Pflanze, ähnlich dem Kudjang, (ma-
laiisch Kladi, rübenartige Frucht,) doch ist die
Wurzel nicht knollig sondern lang; ihr Saft erregt
starkes Jücken; nicht essbar; die gekochte Wurzel
legt man als Arzenei auf faule Geschwüre. -— Ha-
biha, Biha irgendwo sein, wachsen. •—- Babiha, biha-
biha, (gewöhnlich hinter das dasselbe bedeutende
bagatel, s. gatel, gefügt,) jückhaft, unzüchtig. —■
Mambiha arepe, unzüchtig leben. — KJabiha, Un-
züchtigkeit.
BIHABIHAI, s. babihai.
BIHIN, früher, (länger her als bahut, kürzer als
horan.) Bihin hadat ita kalotä, früher war unser
Gebrauch so. —■ Mantir idjä bihin, der frühere
Häuptling. — Andau bihin, andau malem, gestern.
— Bulan bihin, der vorige Monat. —- Babihin, bihi—
hihin, etwas früher, schon früher. Käläh djaka ikau
djari madja babihin, tä arä bua, es wäre gut ge-
wesen, wenn du etwas früher einen Besuch gemacht
hättest, da gab es viele Früchte. — Babihin aku
djari masumae akae, schon früher habe ich es ihm
gesagt.
BIHING, (bas. Sang. = bohos bintik,) gestreift.
Bihing timpong, karut pahangan, gestreiftes Zeug.—
Gewöhnlich Dajackscb: habihing, babihing, bihibi-
hing, roth, grün und gelb gestreift. Liu babihing
ampie, der Regenbogen sieht babihing aus.
BIHISBAH1SA, barakabisa, karakkabisa, aus ein-
ander, zerstreut. Aku madja äwen, tapi lepah djari
hagoet bihisbahisa, ich besuchte sie, aber sie waren
alle ausgegangen, der eine hierhin, der andere dorthin.
BIHOBIHOI, s. babihoi.
BIKBAK, ploffen, (viele Dinge, Früchte etc., auf
weichen Boden fallend; auf harten: dupdap; ins Was-
ser: piupau.)
BIKJEH, männlicher Name; (von pikäh, furcht-
sam.)
BILA, gesplissner Bambu.
BILAH, und doch, es ist ja doch, da ja doch.
Kilen ikau manjewut arut tä aim, bilah ai tä, wie
nennst du das Boot das deinige, es ist ja doch
seines.
BILAH, (bas. Kahaian,) i. q. bagi, Theil; hat
dieselben Ableitungen als bagi, wird in Pulopetak
aber selten allein gebraucht, dagegen oft zur Ver-
stärkung hinter bagi gefügt.
BILÄBILAI, s. babilai.
BILAK, fast, beinahe. Bilak haradjur, fast fort-
während. — Bilak lawo aku, fast wäre ich gefallen.
Bilak lepah, beinahe alle auf (gegessen, etc.) —Aku
bilak dia nahuang, ich habe fast keine Lust, = ich
werde es wohl nicht thun. — Babilak, bilabilak,
minder als bilak; z. B. babilak lepah, es beginnt
alle zu werden.
BILANG, es scheint. Bilang dia iä kantoh, er
scheint nicht zu kommen. —- Kamäangku bilang
nahuang iä omba, ich denke er scheint Lust zu ha-
ben mitzugehen.
BILANG, Theil, Antheil, Abtheilung. — Karä
ramoe pirä bilange, all seine Güter, wie viel Theile ?
(wie viele haben Antheil daran, theilen sich darin?)
Üngkup liau Singa lepah bakarak tob, bilang äpat
limä, das Volk des verstorbenen Singa ist jetzt ganz
aus einander gebrochen, in 4 bis 5 Abtheilungen. —
Bilangbalangan, bilangbilangan, ganz verstreut, zer-
streut, aus einander sein, (Reichthum, Menschen, etc.)
— Mambilang, (causativ,) von einander scheiden,
(z. B. Sclaven, die Eltern von den Kindern verkau-
fen.) — Hababilang, habilabilang, oft immer Men-
schen von einander scheiden. ■— Hambilang, schei-
den, geschieden. Aku djaton maku hambilang de-
ngan induku, ich will nicht von meiner Mutter
scheiden. — /Ewen hanak tä hambilang bagawi, er
und seine Kinder arbeiten geschieden, (jeder für sich,
unterhält sich selbst.) — Habambilang, von einan-
der, in verschiedener Richtung. /Ewen habambilang,
sie gehen von einander fort. —- Tarabilang, ge-
schieden werden können, mögen. — Pambilang, der
gern andere von einander scheidet; pambilang arepe,
der sich immer von andern scheidet.
BILAP, noch junger Bambu, welcher gesplissen,
von Mark und Bast gereinigt, roth oder gelb ge-
färbt, und dann gut getrocknet ist; wird zu Flecht-
werk gebraucht. •— Bakal bilap, junger Bambu, wo-
von man bilap machen will.
BILABILAR, s. babilar.
BILAS, (bas. Sang. = butä,) das blind sein. —
Wird im gew. Dajacksch oft hinter butä gefügt.
BILEM, kabilem, das schwarz sein; die Schwärze.
— Weiblicher Name. — Paham bilem manok tä,
sehr die Schwärze des Huhns. — Babilem, schwarz,
schwarz sein, (auch: dunkelblau, dunkelbraun.) La-
lehan baunandau, babilem silan langit, furchtbar die
Wolken, der halbe Himmel ist schwarz. — Paham
kikähku babilem baungku, gross war meine Furcht,
so dass mein Gesicht schwarz wurde. — Bilebilem,
schwärzlich. — Barabilem, alle schwärzlich. Pa-
ng abilebilem, alle schwarz. — Mambilem, habilem
dengan, schwarz färben, etwas schwarz machen. —


6ß
Bl L.
BIL—BIN.
Mambambilem, mambilembilem, ein bischen schwarz
machen. — Hababilem, habilebilem, oft, lange schwarz
machen. •— Pambilem, der alles schwarz macht,
schwarz färbt.
BILI, das Kaufen, der Preis. — Pirä manok bilin
aim, wie viel Hühner dein Kauf? = hast du ge-
kauft. — Pirä bilie arut djetoh, was ist der Preis
dieses Bootes? — Babili, gangbar sein, viel gekauft
werden. Wajah toh uäi paham babili, in dieser
Zeit wird tüchtig Rottan verkauft. — Mamili, (Im-
perativ: pili,) habili dengan, hapili dengan, kaufen.
— Habili, von einander kaufen. — ZZadaMZi, lia-
bilibili, hapapili, hapilipili, immer, oft kaufen. Dja-
ton kabawa habilibili pakaiam, lepah inganam, es
geht nicht dir immer Kleider zu kaufen, da du sie
bald alle fortwirfst, (verdirbst.) — Tarabili, tarapili,
gekauft werden können. —■ Pamili, kauflustig.
BILIKBALINGAU, umher sehen, in die Runde
sehen. Iä bilikbalingau manggau kolae, er sieht rund
umher,, sucht seine Genossen.
BILING, das Wackeln, (des Kopfes, vor Alter.)
— Babiling, wackeln; schüttelnd (den Kopf.) —•
Bilibiling, ein wenig wackeln, schüttelnd. — Mam-
biling takolok, den Kopf schütteln; fechten, beissen,
(dies nur von Schweinen gesagt.) Iä mambiling ta-
koloke mahining aughku, er schüttelte den Kopf,
als er meine Worte hörte. — Habiling, sich beissen,
mit einander fechten, (Schweine.) — Hababiling,
habilibiling, oft, lange schütteln. — Pambiling, der
oft schüttelt, (den Kopf;) bissig, (Schwein.)
BILIS manjang, ein kleiner röthlicher Fisch. —
Anak bilis, junge Fische, Fischbrut, (einerlei von
welcher Sorte Fische.) — Bilis, der Teufel; (das
corrumpirte malaiische: iblis.)
BIL1T, (hinter einer Zahl: kabilit,) das Umwin-
den , das rund um etwas hin gehen. — Pirä bilite
babatm tä, wie viele Umwindungen dein Gürtel ? =
wie oft geht er um deinen Leib? — Iä mangkepan
babate telo kabilite, er bindet seinen Gürtel um 3
Umwindungen, (windet ihn 3 Mal um den Leib.)
— Habilit, babilit, bilibilit, sich umwindend, um-
wunden, krumm. Badjakah bilibilit hong kaju, die
Schlingpflanze windet sich um den Baum. — Djalantä
habilit, der Weg windet sich, ist krumm. — Ba-
bilit matae iä manampajah olo mahalau, die Augen
windend (= mit dem Blicke folgend,) sieht er die
vorbeigehenden Menschen an. — Hababilit, habili-
bilit, ein wenig krumm, gewunden. •—• Bilitbalita, oft
umwunden, sehr krumm. Bilitbalita aughe, djaton
aku haratie, seine Worte sind sehr krumm, (er spricht
durch einander,) ich verstehe ihn nicht.—Mamblilit,
habilit dengan, umwinden. Panganen mambilit meto
idjä akan kinae, die Riesenschlange umwindet die Thie-
le, welche sie fressen will. — Benteng iä mambilit la-
wonge iä imepet kala, als er daran war sich das
Kopftuch umzuwinden, wurde er von einem Scorpion
gestochen. •— Habilit, ein, habambilit, zwei oder
mehr (Schlingpflanzen, Stricke, etc.) in einander
gewunden, durch ein ander sein. —- Habilit augh,
durch einander sprechen. — Barabiht, alle krumm,
gewunden, alle umwunden, alle durch einander ge-
wunden. Barabilit matä, alle mit den Augen folgen.
— Pambilit, gern, alles umwindend, (z. B. die Rie-
senschlange.)
BILO, das Obere, die Oberfläche. Lauk tä ha-
nangoi hong bilon danum, der Fisch schwimmt auf
der Oberfläche des Wassers. — Bilon uäi, bilon
humbang, der äussere, harte Theil des Rottans,
Bambu. (Das Innere: kalowak.) Da das gesplissne
bilo sehr scharf und schneidend ist, so heisst: babilo
bilobilo, scharf, schneidend. Pisau tob babilo lialiai,
dies Hackmesser ist sehr scharf. — Barabilo, alle
scharf
BILOBILOI, s. babiloi.
BILOK, gegen den Wind auf (segeln.) Arutku
ladju amon riwut bahalap, tapi amon barajar b'ilok
djaton kea, mein Boot segelt schnell, wenn der Wind
gut ist, aber nicht wenn es gegen den Wind auf
segelt. — Mambilok, schräg brassen, schräg ziehen,
(die Segel.) Riwut bara balikat toh, has ita mam-
bilok rajar, der Wind kommt jetzt von der Seite,
lasst uns die Segel schräg brassen.
BILUT, umgebogen, (z. B. ein Messer an der
Schneide;) verzogen, (das Gesicht.) Bilut baue, han-
dak manangis, sein Gesicht ist verzogen, ei’ will
weinen. — Bilut kamamam baue, paham kapähäe,
er verzieht sein ganzes Gesicht, gross sein Schmerz.
— Babilut, bilobilut, etwas umgebogen, verzogen. —
Mambilut, habilut dengan, umbiegen, verbiegen,
verziehen.
BIMBING, s. imbing.
BIND AH, s. indah.
BIND AI ein Riss, (und zwar ein grosser, aber
doch nicht ganz bis ans Ende durchgehend; durch-
gehend: rabit.) Hai bindai klambim awi aso, gross
der Riss deines Kleides durch den Hund. — Bindai
arut, Riss, (Sprung) in einem Boote. — Babindai,
gerissen sein, einen Riss haben. — Babindabindai,
immer zerrissen. —- Barabindai, alle zerrissen sein,
überall zerrissen sein. ■— Mamindai, einen Riss ma-
chen, einreissen, durchbrechen. Asang djari ma-
mindai kota, die Feinde haben die Verschanzung
durchbrochen (und sind in die Festung gedrungen.)
— Bamindamindai, alle durchbrechen, 1 überall
durchbrechen. Maling bamindamindai humangku,
die Diebe haben mein Haus an vielen Stellen durch-
brochen. — Hababindai, babindabindai, oft, immer
einreissen, durchbrecheu. —• Tarabindai, eingerissen,
durchbrochen werden können. — Pamindai, der oft
zerreisst, durchbricht.
BINDAI, s. hempeng. — Bindabindai, breit. —
Barabindai, alle breit.
BIND AK, das ausgerissene, mit weg gerissene, (al-
lein von Holz, Holzwerk gebraucht.) Iä marapak
edan, hai bindake tamput, er riss einen Zweig ah,
und ein gross Stück von dem Stamme wurde mit
gerissen. — Babindak, an der Seite ausgerissen, aus-
gebrochen. Papan babindak awie lawo, das Brett
ist an der Seite ausgebrochen dadurch dass es ge-
fallen ist. — Bindabindak, ein wenig ausgebrochen.
— Barabindak, alle, 1 überall ausgebrochen. —
Mamindak, an der Seite ausbrechen, ausreissen, aus-
kappen. — Hababindak, habindabindak, oft mamin-
dak.— Pamindak, der oft mamindak. Bawoi pamin-
dak batang pisang, die Schweine fressen beständig
die Pisangbäume an.
BINDANG, ein Mörser, (in Borneo von Holz,
worin man mit einem pipis, 4 eckigen breiten Holze,
die Zwiebeln, den Pfeffer, etc. klein quetscht.) —
Babindang, bindabindang, als ein Mörser. — Habin-
dang, solch einen Mörser haben, gebrauchen.
BIND AN G, (nach Zahlen käbindang,) Stück, Scheit,
(und zwar grosse Stücke, Holz, etc.) Pirä bindang
kaju imbitm? Lima kabindang. Wie viel Scheite
Holz bringst du ? 5 Stück. — Bindangbandanga,
ganz aus ein ander gebrochen. Kaju lawo bindang-
bandanga, der Baum ist gefallen und ganz in Stücke
gebrochen. — Matäi bindangbandanga ikau, sam-
pingsampinga, stirb du aus einander’ brechend, in
viele Stücke gehauen. (Ein Fluch.) — Mammdang,


BIN.
BIN.
67
(Imperat.: pindang,) habindang dengan, in grosse
Stücke hauen, (Holz, Fleisch, etc.) schlagen, (mit
einem Ruder, breitem Holze, und zwar mit der
breiten Seite; mit der scharfen Kante: manedjep.) —
Hapindang, einander mit der breiten Seite von et-
was schlagen. TEwen hapindang takoloke hapan
besäi, sie schlagen einander um die Köpfe mit den
Rudern. — Pamindang, der gern, oft, alles in grosse
Stücke kapt, gern schlägt.
BINDJAI, ein Baum, kann sehr gross und dick
werden; der Stamm sehr lang ehe die ./Este beginnen;
die grossen, armdicken, länglichrunden, säuerlichen
Früchte werden gegessen. Der Saft des Baumes ist
sehr scharf und macht den Leib aufschwellen. —
Bakam bindjai, ein irdener Topf, einigermassen der
Bindjaifrucht in Gestalt ähnlich.
BINDJAM, s. indjam.
BINDJONG, nicht recht rund; verbogen (was rund
sein müsste.) Mangkok tä bindjong, papa ampie, die
Tasse ist nicht recht rund, hässlich ihre Gestalt. —■
Babindjong, bindjobindjong, etwas schief, verbogen.
— Mamindjong, schief ziehen, verbiegen, (was rund
sein müsste.) — Kabindjong, das krumm, verbogen
sein.
BING AI, das Klaffen, aus einander stehen, (von
Wunden.) — klaffen, weit aus einander
stehen. — Bingabingai, ziemlich weit aus einander
stehen.
BINGAK, das aus einander gezogen sein, das
offen stehen. Tapas bingake blasai, bahali manjuange,
zu wenig sein aus einander, offen gezogen sein, der
Sack, es ist mühsam ihn zu füllen. — Babingak,
bingabingak, aus einander gezogen, offen stehen. Itor
klambim babingak, awe mambingake, das Genähete
(die Nath) deiner Jacke steht aus einander, (ist
nicht dicht,) wer hat sie aus einander gezogen? —
Mambingak, habingak dengan, aus einander ziehen,
offen stellen, (Sack) regt ziehen, (z. B. eine Matte
ziehen um ihr die regte 4 eckige Gestalt zu geben.)
— Hababingak, habingabingak, oft, lange aus ein-
ander ziehen, etc.; ein wenig aus einander gezogen.
— Habingak, aus einander gehen, sich öffnen. Hi-
mangku bilak halit, awiku pohos talo habingak
tinai, meine Wunde war fast genesen, dadurch daßs
ich gegen Holz gestossen habe, ist sie wieder offen
gegangen.
BINGAT, s. ingat.
BINGER, i. q. bisau; dieselben Ableitungen. Wird
selten allein gebraucht, häufig zur Verstärkung hinter
bisau gesetzt.
BINGIPB ANGAP, s. bangap.
BINGIS, weiblicher Name.
BINGKAl, der Reif eines Ringes, (im Gegensatz
gegen die Steine etc. welche daran sind.) Tisin tä
narai bingkaie, bulau, wovon ist der Reif des Ringes,
von Gold? Tisin kabingkai bulau, der Ring hat
einen goldenen Reif. — Lima kabingkai tisin, 5 Stück
Ringe.
BINGKAI, eine etwa fingerdicke Schlingpflanze,
an den Ufern der Flüsse wachsend; man stopft die
feingestampften Stengel den Jagdhunden in die Nase,
um ihren Geruch zu schärfen.
BINGKAL, (nach einer Zahl: kabingkai,) das
zusammengedreht sein, das Zusammengedrehete;
(Stricke, Tücher, Schlingpflanzen.) Pahalau hai bing-
kai tali tä, alo korik ombet, all zu dick das zusam-
mengedreht sein des Strickes, wenn es nur ein
dünner ist, genügt es. — Sapulu tali akan idjä ka-
bingkai, 10 Stricke zu einem zusammengedreht. —
Habingkai) babingkal, bingkabingkal, zusammen ge-
dreht; über einander gewunden, (Tücher.) Balaue
babingkal, seine Haare stehen durch einander, kle-
ben an einander. — Bingkai bial, viele dicht an
einander, in einem Klumpen; (Haare etc.) Karä
handalai hetä bingkai bial ngaliai penang, alle die
Würmer dort sind in einem Klumpen so dick als
ein Arm. — Barabingkal, alle zusammen gedreht,
überall in Klumpen. — Mamingkal, zusammen
drehen. — Bamingkamingkal, immer zasammen ge-
dreht. — Hababingkal, habingkabingkal, immer,
lange zusammen drehen. — Pamingkal, der gern,
alles zusammen dreht.
BINGKANGBANGKANGA, s. ingkang.
BINGKAS, (hinter paham etc. auch kabingkas,)
ein Riss, ein Loch, (kleiner als bindai, grösser als
petok.) — Babingkas, zerrissen, durchbrochen (Wän-
de.) — Kabingkabingkas, immer zerrissen, zerlöchert.
— Babingkas, bingkabingkas auch: von hinten he-
rabhängen, (Hose, Rock, so dass gleichsam ein Loch
zwischen Jacke und Hose entsteht; von vorn ab-
hängen: lalohai.) — Bingkasbangkasa, voll Risse,
Löcher; tief von hinten abhängen. — Barabingkas,
alle zerrissen, durchlöchert, 1 (Haus, Kleid) voll
Löcher; alle abhängen. — Mamingkas, habingkas
dengan, zerreissen, Löcher einbrechen; von hinten
abhängen lassen. — Mamingkamingkas, ein wenig
zerreissen, etc. — Hababingkas, habingkabingkas,
oft zerreissen, etc. — Tarabingkas, zerrissen, durch-
brochen werden können. — Pamingkas, der alles
durchbricht, zerreisst.
BINGKAEH, Reif, Fassband, (um Tonnen, etc.;)
die Bauchadern. Iä mäton pahalau bara tanggonge,
bageto bingkähe balalu matäi, er trug über sein Ver-
mögen, da sprangen seine Bauchadern und er starb
sogleich. — Babingkäh, bingkäbingkäh, als ein Reif
Babatm babingkäh, dein Gürtel ist als ein Reif, =
nur schmal. — Habingkäh, Reifen haben, (ein Fass,
etc.) — Mamin gkäh, Reifen um etwas thun. — Ha-
babingkäli, habingkäbingkäh, oft Reifen umthun. —
Sanaman akan telo kabingkäh, Eisen für 3 Stück
Reifen.
BINGKING, (Bandjersch, = bahalap,) schön.
BINGKOK, s. ingkok.
BINGUNG, (Bandj. = njanjau,) verwirrt, etwas
unklug. — Babingung, bingobingung, etwas ver-
wirrt. — Mambingung, verwirren, verwirrt machen.
— Kdbingung, Verwirrtheit.
BINIH, s. inih.
BINJI, Saatreiss, Reiss zum Pflanzen; (nur vom
Reiss; von anderen Früchten: tumboli.) Intih paräi
awang bahalap indu binji, such guten Reiss aus zum
Saatkorn. — Buabuah ikau, äla marajap, ikau indu
batang binjin ita, nimm dich in Acht, lebe nicht
unzüchtig, du bist unser Haupt-Saatkorn, (du bist
es von dem wir auf Nachkommen hoffen.) — Ma-
minji, für Saatreiss aufbewahren. — Maminji, minji-
minji, baminjiminji, nur wenig geben. Iä manenga
aku maminjie bewäi, ergiebt mir nur wenig, (als ob
er Saatreiss gäbe.)
BINTAL, i. q. das gebräuchlichere bingkai; die-
selben Ableitungen.
BINTAN, ein Baum, hat rothen Bast, festes Holz;
die kleinen Stämme gebraucht man gern als halo,
Stampfstöcke um den Reiss zu stampfen. — Weib-
licher Name.
BINTANG, Stern; weiblicher Name. — Bulan hai
bulan puräpurä pandange, bintang korik bintang
pandjaga langit, der grosse Mond ist der Mond mit
oft dunkelm Scheine, der kleine Stern der Stern
der den Himmel bewacht, (ist ein Sprichwort, zie-


68
BIN—BIO.
BIR,
lend auf reiche aber hässliche, und geringe aber
schöne Menschen.) — Die Dajacken haben keinen
Sterndienst, keine Sternseherei. Nur für wenige Sterne
haben sie einen Namen: bintang timor, der Mars; bin-
tang sawah, Venus als Morgenstern; bintang maling,
(Diebstern,j Venus als Abendstern; bintang kajun
tanggoi, (Stern das runde Holz im Hute,) die corona
septentrionalis; bintang idjang bawoi, (der Stern des
Schweinekinnes,) ursa major; salampatäi, oder bin-
tang patendo, der Orion. — Der Orion, (die 3 grossen
Sterne im Gürtel,) bestimmt die Zeit des Reisspflan-
zens, wenn er nämlich Abends mit dem dunkel-
werden im Zenith steht.
BINTAP, (nach Zahlen auch kabintap,) eine dünne
Platte, platte, dünne Dinge. Bintap bulau, eine
Goldplatte. — Kasingae idjä tä hai bintape, der eine
seiner Zähne ist gross. — Babintap, bintabintap,
dünn und breit. — Habintap, in dünnen Platten
sein, (Gold etc.) — Barabintap, alle in dünnen
Platten; alle dünn und breit. — Mambintap, in
dünne breite Platten schmelzen, schlagen. Bulau
urai murah nihau, käläh mambintape, Goldstaub
geht leicht verloren; mach ihn zu Platten.
BINTI, grosser Sumpfvogel, Rücken schwarz, Brust
weisslich; wird nicht gegessen. Man sagt dass er der
Sclave des Vogels Antang ist. Erscheint ein Binti
wenn man den Antang ruft, meint man der Antang
habe ihn gesandt, damit man von seinem Vorhaben
abstehe.
BINTIBINTIH, s. babintih.
BINTIH, s. intih.
BINTIK, die Schrift, das Schreiben; Zeichnung,
Bild; das Gedruckte auf Zeug, (Striche, Blumen,
etc.) — Bintik benang tä haburong, es sind Vogel-
bilder auf das Zeug gedruckt. — Habintik, bedruckt
sein. — Mamintik, schreiben, zeichnen. — Pamintik,
der oft, gern schreibt, zeichnet, der es gut versteht.
BINTIK, ein Schlag mit dem obern Theile des
Fusses gegen die Wade eines anderen. Paham pähä
bintike, sehr schmerzhaft sein Schlagen mit dem
Fusse. — Habintik, bintik mit einander spielen, i. e.:
umschicht stellt sich der eine, (dies sich stellen:
manidjik, tidjik, tatidjik,) und der andere schlägt
ihn mit dem Obertheile des Fusses gegen die Wade;
(dies Schlagen: mamintik,) bis einer es nicht mehr
ertragen kann, also verloren hat.
BINTIP, sparsam (im Essen, immer nur wenig
essen;) nur ein wenig sagen, (nicht alles, einen Theil
leugnen, verschweigen.) Iä bintip kuman balut, er
isst sparsam Zukost, (Fleisch, Fisch etc. zum Reiss,
— isst immer nur wenig davon.) — Iä tä bintip,
isut paräie, ombet kea idjä njelo, er isst sparsam, er
hat nur wenig Reiss, doch reicht, er zu für ein
Jahr. — Iä bintip aughe, djaton maku masuman
lepah, er sagt nur wenig, will nicht alles erzählen.
— Mintip, hintip dengan, sparsam sein, wenig ge-
brauchen; wenig sagen. — Mamintip, mintimintip,
ziemlich sparsam. — Hahintip, haintiintip, immer
sparsam sein. — Kintip, kabintip, Sparsamkeit. —
Paham kintip äwen tä barapi, gross ihre Sparsamkeit
im Kochen, (kochen immer nur wenig.)
BINT1R, Krach, Bruch, Sprang, Riss, (in Holz.)
Kwe äka bintir tihang, wo ist der Bruch in dem
Mastbaume? — Babintir, einen Krach etc. haben. -—-
Mamintir, krachen, springen, reissen machen. Paham
barat, mamintar batangkaju, stark der Sturm, er
zerkracht die Bäume.
BINTJAI, (Bandj.) verwüstet, zerstört..
BIOBIOH, s. babioh.
BIOLA, europäische Violine; (das einer Violine
am ähnlichsten inländische Musikinstrument: gara-
dap.)
BIR, i. q. ber.
BIRA, ein Ehrenname, welcher Häuptlingen gege-
ben wird.
BIRABIRAR, s. babirar.
BIRANG, das aus einander gerollt, ausgebreitet
sein. Sala birange amak, pahalau sarä, verkehrt das
ausgebreitet sein der Matte, zu sehr an der Seite
(des Zimmers, muss in die Mitte.) — Babirang, bi-
rabirang, ausgebreitet sein. — Kabirabirang, beständig
ausgebreitet sein. Karä amake kabirabirang hong
humae, alle seine Matten liegen beständig ausge-
breitet in seinem Hause; (man legt sie sonst nur
wenn Besuch kommt.) — Barabirang, alle ausge-
breitet. — Mambirang, habirang dengan, ausbreiten,
(Matten, Kleider, um sie zu trocknen, die Flügel.)
— Mambambirang, mambirambirang, ein wenig oder
kurze Zeit ausbreiten. — Hababirang, habirabirang,
oft, immer, lange ausbreiten. — Hanibirang , ausge-
breitet, sich ausbreiten. Amak bahali hambirang,
die Matte breitet sich mühsam aus, (rollt immer
wieder zusammen.) — Kapähängku hong knai be-
wäi, tapi amon manjudu hambirang (oder habambi-
rang) hapus bereng, mein Schmerz sitzt nur im
Bauche, aber wenn die Stiche kommen, breitet er
sich aus über den ganzen Körper. — Habambirang 7
sich nach allen Seiten hin ausbreiten. — Pcimbirang,
der gern, alles ausbreitet.
BIRAT, das aus einander gezogen sein (der Augen-
lieder, mit den Händen.) Pahalau birate matangku
awim, du ziehest meine Augenlieder zu weit aus ein-
ander. — Mambirat, habirat dengan, die Augen
lieder aus einander ziehen, (z? B. wenn etwas ins
Auge gekommen ist, was man hinaus thun will.)
— Mambirambirat, ein wenig aus einander ziehen. —
Ilababirat, habirabirat, oft aus einander ziehen. —
Babirat, birabirat, habirat, aus einander stehen,
(schimpfend von den Schamtheilen der Frauen ge-
sagt.)
BIRAU, Schemen, Schatten. — Aton akaku ma-
lialau hetoh? Tawangku; aton aku mitä birau olo
nah, tawa iä tawa beken. Ist mein älterer Bruder
hier vorbeigegangen? Ich weiss nicht; ich habe so
eben den Schatten (die undeutliche Gestalt) eines
Menschen vorbei gehen sehen, ich weiss nicht, ob er
es war oder ein anderer. (Er ging schnell vorbei,
ich sah auch nicht genau hin, weiss daher nur dass
es eine menschliche Gestalt war.) — Babirau, bira-
birau, schnell vorüber eilen und verschwinden. Kä-
sen bapam, babirau kanih, was hat dein Vater, er
lief dort vorbei und verschwand?
BIRllAR, sausend, (das Getön zusammenschla-
gender Zweige, etc.) Narai talo birbar hetä marak
kaju, meto atawa olo mandirik, was saust dort zwi-
schen den Bäumen, sind es Thiere oder sind Men-
schen am Kappen?
BIR7EH, i. q. kitek; dieselben Ableitungen; wird
selten allein, oft hinter kitek gefügt gebraucht.
BIREP, (nach paham etc. auch kabirep,) das Plin-
ken, Blinzeln, (mit den Augen;) das Schimmern,
Glänzen, (des Blitzes, der Sterne.) Birep matae ha-
radjur, er plinkt beständig mit den Augen. — Ha-
birep, plinken, erglänzen, (em oder einige Male;)
auch: äwen habirep matä, sie winken sich mit den
Augen zu, geben sich Zeichen.) — Babirep7 bire-
birep, oft plinken; flackeren. Bintang tarang alem
tob, birebirep, die Sterne sind hell diese Nacht, sie
schimmern. — Sumbo babirep (dies auch: bitepbirep)
handak belep, die Lampe flackert, sie will verlö-


BIR—BIS.
BIS.
69
sehen; (das knet ternde Flackern kurz vor dem Ver-
löschen.) — Barabirep, alle plinken, schimmern,
flackern — Mambirep mata, mit den Augen win-
ken. Iä mambirep matae nampajah aku, tawang-
ku narai rimae, er sieht mich mit den Augen
winkend an, ich weiss nicht was es bedeutet. —
Idjä kabir ep matä, (ein Augenwink) ein Augenblick,
ganz kurze Zeit. •—- Pambirep matae, der immer
mit den Augen blinzelt, Zeichen giebt.
BIRIK, das geschüttelt werden; das ausgebreitet
ausgeworfen werden, (Netze.) — Pahalau birikeklam-
bim, karäh barabit, zu sehr sein geschüttelt werden,
dein Kleid, es wird zerreissen; (es abschüttelnd wenn
Staub etc. daran sitzt.) — Tapas birike djalam, dja-
ton hambirang, du wirfst dein Fischnetz nicht kräf-
tig aus, es breitet sich nicht aus.— Babirik, biribi-
rik, schüttelnd; schlenkernd (die Arme.) — Bara-
birik, alle schütteln, schlenkern, auswerfen. — Bi-
rikbarika, sich wälzen, sich umherwerfen und mit
Händen und Füssen schlagen. Paham kahabae,
birikbarika ampin pentere, heftig sein Kranksein,
sehr unruhig die Gestalt seines Liegens. -—- Ikäi
handak manawan iä, birikbarika iä lepah ikäi tam-
balang, wir wollten ihn greifen, aber er stiess,
schlug und trat so dass wir alle zurück fielen. —
Mambirik, habarikan, habirik dengan, schütteln,
ab- ausschütteln, auswerfen, schlenkeren. Iä mam-
birik klambie, arä bitik huange, er schüttelt
seine Jacke aus, es sind viele Ameisen darin. —
Mamambirik, mambirimbirik, ein bischen schütteln.
— Hababirik, habiribirik, oft, lange schütteln. —■
Tarabirik, ausgebreitet, ausgeworfen werden können,
(ein Netz, nicht zu gross etc. sein.)
BIRING, etwas (Feld, Wald, etc.) was lang aber
schmal is. —■ Hetä djaton himba, baja biring kaju
mahoroe sungäi wäi, es ist dort kein Wald, sondern
nur ein langer schmaler Streif Bäume längs des
Flusses.—• Babiring, babiring, biribiring, lang aber
schmal längs etwas sein. •—- Barabiring, alle (Felder)
lang aber schmal.
BIRING, nennt man ein schwarzes Huhn mit ro-
them Halse und Rücken.
BIRIP, i. q. birau; babirip, biribirip, habirip ,
mambirip, i. q. babirau. — Paham ladjun arut ita,
mambirip ampin sarä, ungemein schnell segelt unser
Boot, die Gestalt des Ufers als ob es vorbeifliegt
und verschwindet. — Biripbarap, s. barap.
BIRO, blau. — Biro lengängku buah kaju, meine
Hand ist blau, hat gegen den Baum gestossen. —
Biro, eine Sorte blaues Zeug; — eine Art Palmiet;
man flicht Matten von den Blättern. — Mambiro,
habiro dengan, blau färben. •— Aur biro, s. aur.
BIS, Getön vom Schlagen, Werfen; {oft das Ge-
tön: bisbas;) sehr schnell, plötzlich. — Bis aughe
iä mahäwes aku, er schlug mich dass es pfiff. —
Bis iä mahalau baungku, pfeilschnell ging er an
mir vorbei.
BISA, nass; (feucht: gemes.) ■—• Bisa bongkak,
bisa buntau, bisa lundum, bisa lundus, durchnass,
sehr nass. — Babisa, bisabisa, etwas nass. — Ba-
rabisa, alle nass. ■—■ Mambisa, habisa dengan, nass
machen; begiessen, (Pflanzen.) — Mambambisa, mam-
bisambisa, ein wenig nass machen. — Hababisa,
habisabisa, oft nass machen.
BISAK, (nach einer Zahl: kabisak,) das Gesplis-
sene. — Bisak humbang, Gesplissenes des Bambu,
= gesplissner Bambu. — Laku humbang limä ka-
bisak, hol 5 Stück gesplissenen Bambu.
BISAK betong, ein Musikinstrument, einer Har-
monika ähnlich; man bespielt es mit dünnen Stöcken
von hartem Holze; es besteht aus 7 kupfernen Stäb-
chen von verschiedener Länge und Dicke, welche
auf einem länglichen Kistchen befestigt sind.
BISAU, (oft binger zur Verstärkung dahinter;) er-
müdet; verdriesslich, langweilig; verwirrt, etwas
unklug. — Bisau aku mahining augh keton kalotoh,
es eckelt mich euch also sprechen zu hören. — Bi-
sau aku dengan gawingku, djaton tau djari, ich bin
meiner Arbeit müde, sie will nicht zu Ende kommen.
— Babisau, bisabisau, etwas ermüdet, etc. ■—-Mambi-
sau, habisau dengan, ermüden, verdriesslich machen,
lästig fallen. — Hababisau, habisabisau, oft lästig fal-
len, etc. — Kabisau, Ermüdung, Verdriesslich-
keit; Verlegenheit. Paham kabisaue awi tagih olo,
gross seine Verlegenheit, (Bedrängniss,) dadurch dass
man ihn mahnt (seine Schulden zu bezahlen.) =
Pambisau, welcher immer lästig fällt, bedrängt, etc.
BIS/E, s. isä.
BISBAS, i. q. bis.
BISEK, s. isek.
BISI, unversöhnlich, lange Zeit nachtragen. —
Iä bisi atäie, kasalangku korik tinai kindjap aku
blaku ampun, magon wäi iä blait, er hat ein un-
versöhnliches Herz, mein Vergeben war nur gering,
dazu habe ich oft um Vergebung gebeten, doch
zürnt er noch immer. — Babisi, bisibisi, ziemlich
unversöhnlich. — Misi, hisi dengan, unversöhnlich
sein, Hass nachtragen, (transit, mit folgendem Ob-
ject.) — Hisi, haisi, einander hassen, unfreundlich
mit einander sein. — Pangabisibisi, alle unversöhn-
lich. — Paham kabisi atäie, gross die Unversöhn-
lichkeit seines Herzens.
BISI, (Bandjarsch, = tatau) reich. — Bisi duit,
Geld haben. — Iä bisi, ahate mamapa arepe wäi,
er ist reich, nennt sich nur absichtlich arm. —
.BaMs!, bisibisi, ziemlich reich.
BISIK, das Flüstern, d. leise Sprechen. — zEwe
hetä? hiningku bisike, wer ist da? ich höre ein
Flüstern. — Babisik, bisibisik, flüsternd, leise. —
Bisikbasika, überall flüsternd.-— Habisik, mit ein-
ander flüstern. — Barabisik, alle flüstern, flüsternd.
— Mambisik, jemanden etwas zuflüstern, flüsternd
zusprechen. Iä mambisik aku handak mimbit
aku omba iä, er sprach mich flüsternd an, wollte
mich mit sich nehmen. — Mambisimbisik, kurze
Zeit zuflüstern.— Hababisik, habisibisik, oft, lange
zuflüstern.
BISIT, geizig, (nicht gern geben, mittheilen; alles
haben wollen: bakoho.) — Bisit iä, kutohpanataue,
tapi djaton maku manenga enen, er is geizig, gross
sein Reichthum, aber er will nichts geben. ■—• Ba-
bisit, bisibisit, ziemlich geizig. — Barabisit, alle
ziemlich geizig. — Pangabisibisit, alle geizig. — Mam-
bisit arepe, sich geizig zeigen, betragen; geizig wer-
den. — Bisit, kabisit, Geiz. — Pangkabisit, am
geizigsten.
BISO, Stumm, (nicht können sprechen;) nicht
sprechen wollen, (dies auch: bisobon.) — Biso iä
bara inakan indue, er ist stumm von geboren durch
seine Mutter, — von seiner Geburt. — Buhen ikau
bisobon, diatombah aughku, warum bist du stumm,
beantwortest meine Worte nicht?— Kuman takolok
biso, den Kopf eines stummen Menschen essen, —
geschieht um die Schuld oder Unschuld von Men-
schen, welche man in Verdacht hat, ans Licht zu
bringen. — Man bewahrt zu dem Ende die Schädel
stummer Menschen auf, stampft etwas davon fein,
mengt es unter ungekochten Reiss, lässt das einige
Tage auf einem Grabe stehen, und giebt es darauf
unter dem Aussprechen von Flüchen der verdachten


Person zu essen; kann sie es schnell einschlucken,
dann ist sie unschuldig; sonst schuldig. — Babiso,
bisobiso, als stumm sein, verstummen. — Mambiso
arepe, sich still halten, schweigen.
BITAK, (hinter paham auch: kabitak,) Geschwätz.
— Djaton terai bitake, bisau aku, sein Geschwätz
hört nicht auf, es langweilt mich. — Habitak^ ba-
bitak, bitabitak, geschwätzig; schwatzen. — Olo tä
babitak, nongkang andau tiring uhat balengkonge,
der Mensch ist geschwätzig, den ganzen Tag sind
die Adern seiner Kehle angespannt. — Hababitak,
habitabitak, ziemlich geschwätzig.— Barabitak^ alle
ziemlich geschwätzig. — Pangabitabitak, alle ge-
schwätzig. — Mambitak, jemanden lange Zeit etwas
vorschwatzen; jemand auszanken; mambitak arepe,
langweilig, zu umständlich sprechen; immer für sich
sprechen. — /Eia mambitak aku, arä gawingku,
schwatz mir nicht viel vor, ich habe viel zu thun.
— /Eia mambitak arepm, pandapandak wäi suman
akangku, sprich nicht zu weitläufig, erzähle es mir
nur ganz kurz. — Tä iä mambitak arepe, olo dja-
ton dengae, da spricht er mit sich selbst, es ist
niemand bei ihm. — Pambitak, pahabitak, der im-
mer schwatzt.
BITEP, i. q. birep in der Bedeutung “blinzeln,
plinken,” aber nicht “schimmern, glänzen.”— Zu-
gleich liegt in bitep der Begriff: “häufig.” — Alle
Ableitungen dieselben als bei birep.
BITI, der Leib (zwischen Hals und Beinen;) der
ganze Körper; selbst, in eigner Person; Stück, Per-
son, (Menschen zählend;) sehr, stark, heftig. —
Pandjang pai lengäe, korik bitie, lang seine Beine
und Arme, klein sein Leib. — Iä bakihis hapus bitie,
er hat Schorf über den ganzen Leib. — Kilen, bi-
tim omba, gehst du selbst mit? — Sampai sapulu
biti tamä kabalin ai, bis 10 Personen gehen ein in
seinen Kochtopf, = gehören zu seiner Familie, sei-
nem Haushalt. — Bitin paham kalaitku dengae,
sehr stark mein Zorn gegen ihn, (wörtlich: mein
Zorn selbst, die Person meines Zornes.) — Aku
djaton biti arangku, kwäka aku mamangun hai, ich
habe keine Person meines Namens, (habe weder Ver-
wandte noch Sclaven,) was sollte ich ein grosses
Haus bauen. — Tandjarom hai bara bitim, deine
Lügen sind grösser als du selbst. — Njambiti, ma-
njambiti, jeden einzelnen rufen. — Käläh kahau
äwen, njambiti arae, rufe sie, jeden einzelnen na-
mentlich.
BITIK, Ameise. Der Collectivname für alle Ar-
ten. Einzelne Arten sind z. B.: bitik kowak, die
grösseste Art, über einen Zoll lang, roth, lebt im
Walde; der Biss ist sehr schmerzlich; ^—b. kasikang,
etwas kleiner, greis, hat mitten auf dem Rücken
eine Art Stachel; — b. takurus, etwas kleiner als
die vorige, schwarz, hat sehr lange Füsse; — b.
njuan, kleiner als die vorige, greis, hat rundlichen
Leib; — sansaman, schwarzroth, kurze Füsse; —
sesu, gelblich roth, lange Füsse; — sarigatä, die
gewöhnlichen kleinern Ameisen; — bohäi, weisse
Ameise, Termite. — /Eia manjindä mäton talo tä,
käläh ätoäton bitik, belä ujuh, trag die Sachen
nicht auf einmal, trag sie als das Tragen der Amei-
sen, (i. e. immer ein wenig,) aufdass du nicht er-
schöpft wirst. ■— Djaton tau matäi bitik amon dia
gula, die Ameisen werden nicht sterben, wenn kein
Zucker da ist, i. e. du wirst ihn nicht bereden,
fangen, etc., wenn du nicht freundliche Worte ge-
brauchst. — Babitik, bitibitik, als Ameisen: sehr
viele, wimmeln.
BITJARA, i. q. basara.
BITONG, s. itong.
BIUS, ein gewisses Harz,, dessen Dampf einschlä-
fert, oder den Schlaf tief, anhaltend macht. Diebe
pflegen unter den Häusern welche sie bestehlen
wollen, solch Bius anzuzünden. — Mambius, habius
dengan, mit Biusdampf betäuben. — Hamalem ma-
lern maling mambius ikäi, tapi ikäi bingat palus
mamuno, gestern Nacht entzündeten die Diebe Bius
um uns zu betäuben, aber wir waren auf unserer
Hut und stachen mit Lanzen. — Hababius, habiu-
bius, oft mambius. — Pambius, der oft mambius.
BIUT, babiut, ngabiut, mangabiut, i. q. bilut
bau, das Gesicht verziehen, weinen wollen, s. bilut.
BIWHI, Unterlippe; (Oberlippe: totok;) der gebo-
gene Rand einer Tasse, etc. — Iä djaton tau terai
totok biwihe, er kann nicht auf hören lassen seine
Lippen, = schwatzt immer.
BIWIR, das afgehoben sein, werden, (z. B. Klei-
der, um schneller gehen zu können, oder durch
Schmutz gehend.) — Biwir saloi halau ututm, äla,
das aufgehoben sein deines Unterrocks geht bis über
die Kniee, nicht so! — Habiwir, babiwir, biwibi-
wir, aufgenommen. — Iä manandjong babiwir, er
geht aufgenommen, = mit aufgenommenem Kleide.
— Barabizoir, alle aufgenommen. — Mambiwir,
habiwir dengan, aufnehmen, aufziehen, (Kleider,
Gardinen, das oberste Augenlied.) — Mambiwimbi-
zvir, ein wenig auf heben. — Hababiwir, habiwibi-
wir, oft aufnehmen. — Tarabiwir, aufgenommen
werden können. — Pambiwir, der immer, alles
auf hebt.
BIWIS, flach, (nichttief, ein Boot;) unvorsichtig,
unüberlegt, anstössig (sprechen.) — Amte biwis,
sein Boot ist flach. — Iä puna biwis, djaton paraba
olo, er ist von Natur unvorsichtig im Sprechen, giebt
nichts auf Menschen. — Babizois, biwibiwis, ziem-
lich flach; ziemlich unüberlegt. Ikau babiwis ko-
takm mangotok iä, paharie aton, unvorsichtig wa-
ren deine Worte Böses von ihm zu sagen, sein Bruder
war da. — Mambizois, habiwis dengan, flach ma-
chen. Arutku pahalau branggong, aku mambiwise,
manganan idjä katimbau, mein Boot ist zu tief,
ich mache es flacher, thue ein Brett ab. — Kabi-
wis, Flachheit, Unvorsichtigkeit. — Pambizois, der
alles flach macht, der immer unvorsichtig spricht. —
alle flach, unvorsichtig.
BIWIS, das geschlagen, gehauen sein, (von der
Seite, nicht von oben.) — Djaton rata biwise oru
hetä, arä balihi, nicht alle sein niedergeschlagen sein
das Gras dort, viel ist stehen gelassen. — Mambizois,
habiwis dengan, von der Seite schlagen, hauen.
Tanangku blawa, dia usah manataktoto, baja mam-
biwis kanikanih wäi, mein Feld ist licht (ziemlich
rein von Unkraut,) es ist nicht nöthig ordentlich
es rein zu kappen, nur seitlings zu hauen hier und
dort. — Pambiwis, der immer seitlings schlägt, kappt.
BLABAT, i. q. balabat.
BLAIT, balait, zornig, böse sein, schelten.— Iä
blait haliai, er ist sehr zornig. — Iä blait dengangku,
er zürnt mir, er schilt mich. — Balalait, balailait,
lalait, lailait, ziemlich zornig sein; zürnend, schel-
tend. — Malait, lialait dengan, jemandem zürnen,
jemanden schelten. — Baralait, alle zürnen, zür-
nend. — Halait, hakalait, auf einander zürnen,
einander schelten.— Malalait, malailait, jemandem
ein wenig zürnen. — Halalait, halailait, oft, lange
zürnen, schelten. — Taralait, den man schel-
ten, mit Worten bestrafen mag, kann. — Djaton
taralait olo tä, paham badjawap, dem Menschen
darf man nichts verweisen, er widerspricht gewal-


BLA.
BLA.
71
tig. — Kalait, Zorn, d. Schellen. — Palait, der
immer zornig ist, schilt; der leicht zornig wird.
BLAJU, balaju, welk, verwelkt; s. laju.
BLAKU, balaku, bitten; s. laku.
BL AM AN, s. balaman.
BLANAI, balanai, Name aller Sorten irdener Töpfe,
welche einen weiten Bauch und enge Oeffnung ha-
ben; (ausgenommen die blanai gandang, Trommel-
blanai, deren Mündung eben so gross als ihr Bauch
ist.) — Blanai pantu, ein unten breiter, pyramidal
nach oben zulaufender Topf. — Arten der blanai
sind z. B.: bukong, gahuri, makau, pasek, siam,
siton; s. diese Wörter. — Knaim ngahai blanai,
dein Bauch ist so dick als eine Blanai.
BLAND JA, s. balandja.
BLANGxA, balanga, die kostbarste Sorte der dja-
wet, heiligen Töpfe der Dajacken. Diese Töpfe
stammen, nach der Meinung der Dajacken, her vom
radja Madjapait, dem Könige von Madjapait, vor
alten Zeiten ein berühmtes Reich auf Ost-Java. Der
radja Madjapait war ein Sohn Mahataras, des höch-
sten Gottes. Es durfte ihm niemand zusehen, wenn
er diese Töpfe, ferner Dolche etc. machte. (Auch
solcher Dolche giebt es noch; sie sind sehr theuer,
ä 2—300 fl.) Es überraschte ihn einst aber seine
Frau dabei; da machte er solche Dinge nicht mehr,
daher es denn nicht sehr viele davon giebt. — Die
Gana, Seelen, dieser Töpfe werden für glückbrin-
gend gehalten; sie kehren Krankheiten ab, ver-
schaffen gute Erndten, Glück im Handel, etc. —
Das Kaufen eines solchen Topfes ist ein wichtiges
Etwas, woran alle Glieder der Familie Tlieil neh-
men; es dauert oft Wochen bis der Handel abge-
schlossen ist. Man verkauft gewöhnlich so, dass
äusser Gold, Sclaven etc. auch solch ein heiliger
Topf von mindern! Werthe in Bezahlung gegeben
wird. Gleich nach dem Kaufe wird der Topf mit
Hühnerblut injaki, bestrichen, und dann 7 Tage
lang singend und tanzend bewacht. Einige Monate
später macht man ihm zu Ehren ein Fest, miethet
Balian, schlachtet Schweine. Jedes Jahr wird der
Topf später ein Mal injaki, mit Blut bestrichen. —
Bricht ein solcher Topf, sei es auch in kleine Stücken,
versteht man ihn gut wieder zusammen zu leimen,
und er behält dann fast den früheren Werth. Auch
die Scherben eines ganz zerbrochnen Topfes haben
den halben Werth des Topfes; einzelne Scherben,
kaum so gross als eine Hand, sah ich für 15 fl. ver-
kaufen. —• Es giebt von diesen Töpfen Männchen
und Weibchen. — Chinesen etc. haben oft versucht
solche Töpfe, nachzumachen, es ist ihnen aber
nicht gelungen die Dajacken damit zu betrügen; sie
kennen die echten Töpfe zu genau; mir aber ist es
schwer gefallen, nur die verschiedenen Arten dersel-
ben zu unterscheiden; man unterscheidet sie nach
den Gestalten, Figuren, welche en basrelief darauf
stehen, auch an der Form der Hängsel. Auf einer
blanga z. B. sind dicht unter der Mündung 3 naga
(Schlangen oder Drachen) aneinander, in einer Rich-
tung um den Topf her;—am bralian dagegen 3 naga,
von denen 2 mit offenen Rachen einander gegenüber
stehen; der halamaung hat, wie die blanga, 3 naga
hinter einander, aber die naga der blanga haben
5 Klauen an den Pfoten, die der halamaung nur 4.
— Die mir bekannten Arten dieser djawet, heiligen
Töpfe, sind: blanga, Werth von 1400—3000 fl.; —
brahan, 1000—1200 fl.; — halamaung, 7—1200 fl.;
— rantian, 500 fl.; — sahajak, 2—400 fl.; —run-
ting danum, 300 fl.; — basir, 150—3Ö0 fl.; — la-
ngaman, 200 fl.;— bohok, 120 fl.;— lampandak,
100 fl.;— kalata, 50—80 fl.; — sambas,'20—30 fl.
BLANGAN, s. balangan.
BLANGKANGAN, balangkangan, die unglückliche
Zeit. — Jeder Tag hat 5 Zeiten, welche nur für
den andau ahat, ersten Tag, Sonntag, fest stehen,
für die anderen Tage aber durch das balangan (s.
das Wort) gesucht werden müssen. Die Zeiten des
andau ahat sind: katika rami, mit Aufgang der
Sonne, gute Zeit um ein basara, Process, zu be-
ginnen; die in dieser Zeit geborenen Kinder haben
Glück; auf Jagd, Fischfang oder auf eine Handels-
reise darf man in der Zeit aber nicht gehen, man
würde kein Glück haben;— gegen 9 Uhr ist die ba-
langkangan, Unglückszeit; nichts geräth was man
dann beginnt; jedoch hat man, wenn man dann
eine Reise beginnt, nichts von Räubern zu fürch-
ten; — Mittag, radjaki hai, die sehr glückliche
Zeit; dann muss man abstossen, wenn man auf
Reise gehen will, muss die Feldarbeit beginnen, etc.; -—
3 Uhr Nachmittags, sindjata, die Fechtzeit, glück-
lich für Feinde, Räuber, Jäger, Fischer, aber un-
glücklich für Reisende;— gegen den Untergang der
Sonne, radjaki korik, die kleine Glückszeit.
BLANGKAS, s. balangkas.
BLASAI, balasai, ein von Schilf oder Kalowak,
(den innern, weichen Theilen des Rottans) gefloch-
tener Sack. — Paräiku tikas tisae idjä blasai, mein
Reiss, sein Ueberbleibsel nur noch 1 Blasai, = ich
habe nur noch einen Sack Reiss. — Uäi toh olih
akan telo kablasai, dieser Rottan ist hinreichend um
3 Stück Blasai davon zu machen.
BLASAN, balasan, getrocknete und dann zusam-
mengestampfte Garnale, (kleine Seekrebse,) ist die
gewöhnlichste Zukost der Dajacken zum Reiss. —
Hablasan, Blasan haben. — Mamblasan, malasan,
Blasan ans Essen thun.
BLASAU, s. balasau.
BLASO, balaso, s. laso.
BLASUT, s. lasut.
BLAU, balau, s. lau.
BLAWA, balawa, hell, licht; reingekappt, luftig,
freistehend; ruhig. — Djari blawa andau, es ist
schon heller Tag. — Djalan toh badjikut bihin,
toh iä blawa, inatak olo, dieser Weg war früher
sehr verwachsen, jetzt ist er rein (gut begehbar,)
man hat ihn rein gekappt. —■ Tanangku blawa,
djaton arä tatake, mein Land ist rein, nicht viel
(Unkraut darauf) wegzukappen. — Blawa pindingku
äwen djari hagoet, paham karidue, meine Ohren
haben Ruhe, nachdem sie fortgegangen sind, gewaltig
ihr Lärm.— Blawa pindingku mahining aughe, uras
bahalap, ruhig sind meine Ohren nachdem ich seine
Worte gehört, sie waren alle gut. (Fluchen etc. da-
gegen macht: badjikut pinding, dicht bewachsene
Ohren.) — Blawa tahasengku limbah mamenda la-
son andau, erquickt (ruhig) mein Äthern nachdem
(ich aufgehört habe) in der Hitze zu stehen. —■ Blawa
urongku tinai, djari käläh isak, luftig meine Nase
wieder, die Erkältung ist vorüber. — Haru blawa
takolok balauku, just hell mein Kopf und Haar;
oder: harungku mitä langit blawa djari kahanja,
just erst seh ich den Himmel hell, es sind 8 Tage,
= ich habe mich freigekauft, bin kein Sclave mehr.
— Balalawa, balawalawa, lalawa, lawalawa, ziem-
lich hell, etc. — Mamplawa, plawa, haplawa de-
ngan, erleuchten, hell machen, rein kappen.— To-
tong sumbo mamplawahuma, steck eine Lampe an,
erleuchte das Haus. — Hapalaivalaiva, oft, lange
erleuchten, etc. — Taraplawa, erleuchtet etc. wer-
den können. — Kalawa, das Licht, d. Helle. —


72
BLA—BOA.
BOA—BOH.
Paham kalawa bulan alem toli, gross die Helle des
Mondes diese Nacht, = er scheint sehr hell. —
Pangalawalawa, alle nicht dicht bewachsen, (Felder.)
BL AWANG, s. lawang.
BLAWAU, balawau, Ratte; (die grössere Art; es
giebt noch eine kleinere: parabasa, blawau para-
basa.) — Limbah getem paham agas blawau, nach
der Erndte kommen die Ratten in Scharen. — Am-
pim kilau blawau bara penda djogo, deine Gestalt
ist als eine Ratte unter dem Kaff, (sagt man von
schwachen, gebückt gehenden Menschen.)
BLEMO, i. q. balemo, s. lemo.
BLIAN, s. balian.
BLIONG, baliong, dajacksches Beil, (das Eisen
allein, oder auch mit dem pahera, Stiehl.) — Sa-
bliong, ein bliong haben. — Bliong njaro, (Don-
nerkeil ,) die sogenannten Donnerkeile, (belemnites,)
von denen auch die Dajacken sagen, dass sie mit
dem Blitze herab fallen.
BLIWIT, s. baliwit.
BLUA, balua, ausgehen, herausgehen; ausgeben,
leihen.— Iä djari blua huma, er ist aus dem Hause
gegangen. — Iwähe blua bara njamae, sein Speichel
läuft aus seinem Munde. — Iä djari blua bara tem-
poe, er ist heraus gegangen von seinem Herrn, (ist
frei geworden.) — Amon aughe djari blua iä djaton
balang, wenn sein Wort heraus gegangen ist, (wenn
er einmal etwas gesagt hat,) giebt er es nicht auf. —
Aku djari blua (oder: mamplua) rear akae, sapulu,
ich habe ihm Geld geliehen, 10 (seil, kiping, ä 2 H.)
— Balalua, balualua, ein wenig heraus kommen, etc.
— Mamplua, plua, heraus gehen-, heraus kommen
machen, auswerfen, auspressen, vergiessen; ausge-
ben, leihen.— Iä djari mamplua dahangku, djaton
tau dia aku mamaläh, er hat mein Blut vergossen,
ich muss es rächen. — Hapalualua, oft ausgeben,
leihen. -— Taraplua, tarapalua, heraus geworfen, etc.,
werden können. — Pamplua, der immer etwas aus-
kommen macht, immer ausgiebt, leiht; das Aus-
gehen, Auskommen, Ausgeben, Ausgabe. — Metoh
pampluae bara humae iä palus lawo danum, bei
seinem Hinausgehen aus seinem Hause fiel er so-
gleich ins Wasser. — Pirä pampluam idjä bulan
akan balandjam, wieviel deine Ausgaben in einem
Monate für deinen Unterhalt?
BLUDANG, s. baludang.
BLUJONG, balujong, baha blujong, eine Schwäre,
wird etwa so dick als eine Haselnuss, s. baha.
BOANG, leer, unbewohnt, unbebaut; vergeblich;
hohl, (die Stimme.) — Blanai tä boang, der Topf
ist. leer. — Petak boang, unbewohntes Land. — Iä
buli boang, djaton pangulihe, er kam leer zurück,
hatte nichts erhalten. — Aku blaku talo intu iä,
boang aughku, ich erbat von ihm etwas, vergeblich
waren meine Worte. — Muta boang, brechen ohne
dass etwas heraus kommt, würgen. — Boang ga-
rangging, boang nalungkang, ganz leer. -— Ärute
boang garangging, sein Boot ist ganz leer, (er hat
gar nichts geladen.) — Baboang, boaboang, ziemlich
leer, fast leer, etc. Awietahi haban baboang aughe,
dadurch dass er lange krank war ist seine Stimme
ziemlich hohl geworden. — Baraboang, alle ziem-
lichleer; alle vergeblich, (Worte.) —Pangaboaboang,
alle leer. — Pangkaboang, am leersten. — Mam-
boang, baboang dengan, ledigen; verlassen, einsam
werden lassen. — Mambamboang, mamboamboang,
etwas ledigen. — Hababoang, haboaboang, oft ledi-
gen.— Kaboang, das ledig, einsam, verlassen sein.
— Paham kaboang batangdanum toh awi asang,
gross die Einsamkeit dieses Flusses durch die Feinde,
(welche alle Bewohner getödtet oder verjagt haben.)
— Taraboang, geledigt etc. werden können, irr-
thümlich ledigen. — Pamboang, der gern, alles le-
digt, etc.
BOAS, ein mehr im Innern Borneos lebender Vo-
gel. Kurz nach seinem Geruf mag man keine Ar-
beit anfangen. Lässt er oft seine Stimme hören,
so ist das ein Vorzeichen von Krankheit.
BOAS, alles was man gebraucht um den Geruch
der Jagdhunde zu schärfen, z. B. baduro, kambä-
sira, uäi namä. — Mamboas, die Nase der Hunde
mit Boaswasser waschen. ■—■ Hababoas, haboaboas,
oft die Nase der Hunde mit Boaswasser waschen.
BOAU, weiblicher Name, (vom Baume kaboau.)
BOBOR, Mehlklümpchen mit einer Sauce von
Kokosnussmilch und Zucker.
BOBOT, ein Vogel, so gross als eine Taube, schwarz
mit rothen Flügeln und Schwänze; der Schwanz ist
lang. Die Knochen eines gestorbenen Bobot, welche
man im Walde findet, sind ein Zaubermittel um
reich zu werden.
BODEBODEK, s. babodek.
BODOP, trappelnd, klappend, Getön wenn Thiere
laufen, Hühner mit den Flügeln schlagen. Narai
augh bodop hetä, aton manok hamparap, was ist
das dort für ein klappend Getön, sind die Hühner
am Fechten? — Babodop, bodobodop, ein trappelnd,
klappend Getön machen. — Bodopbadap, stark und
durch viele solch ein Getön. — Barabodop, alle,
überall solch ein Getön.
BOGOS, männlicher Name.
BOHA, s. oha.
BOHABOHAK, s. babohak.
BOH/EI, weisse Ameise, Termite. — Habohäi,
Bohäi haben. — Humangku habohäi, mein Haus
hat weisse Ameisen, = sie sind darin.
BOHOBAHUEN, s. baboho.
BOHOBOHOI, s. babohoi.
BOHOK, s. blanga.
BOHOL, (nach Zahlen: kabohol,) Knoten. (Bun-
dal wird oft zur Verstärkung dahinter gesetzt.) —
Arä boholc tali tä, in dem Stricke sind viele Kno-
ten. TEpat kabohol, 4 Knoten. — Pirä bohol aim
djari, wie viel Knoten hast du schon? (Etwas zäh-
lend, z. B. beim Messen des Reisses, macht man
für je 10 einen Knoten in einen Strick oder einen
Rottan.) —- Djari bageto bohol tahasenge, der Knopf
seines Athems ist zerrissen, = er ist gestorben. —
Habohol, babohoi, bobobohol, Knoten haben, Kno-
ten in etwas sein. — Boholbahula, babohoi babun-
dal, voll Knoten sein. — Barabohol, alle Knoten
haben, 1 voll Knoten sein. — Mambohol, habohol
dengan, in einen Knoten thun, zuknoten. — Kala-
peangku mambohol lawak arut, ich habe vergessen
den Band des Bootes, (womit es fest gebunden ist,)
fest zu knoten. — Olo balian mambohol hetä, die
Balian knoten dort, (i. e. sie halten Beschwörun-
gen etc. für einen Kranken, um dessen Seele fest
zu knüpfen, damit er nicht sterbe.) — Amon
olo mampudji ikau patut ikau mambohol aughe
hong atäim, wenn man dich ermahnt, musst du
die Worte im Herzen festknoten. — Mambam-
bohol, mambohombohol, ein wenig fest knoten. —
Hababohol, habohobohol, oft, lange fest knoten. —
Tarabohol, fest geknotet werden können, irrthüm-
lich fest knoten. — Pambohol, der alles fest kno-
tet, alles gut behält. — Iä pambohol pamundal
augh olo, er behält gut die Worte der Menschen.
BOHOS, was lang und schmal ist, begehbar,
(Weg, etc. zugleich: sichtbar , plat getreten.) — Djalan


ROH—BOW.
BOW—BRA.
paham badjikut, aton isut bewäi böhose, der
Weg ist dick bewachsen, er hat nur einen schma-
len begehbaren Streifen. — Aton bohos kateahe loau
tä, murah dimpah, der Sumpf hat einen langen
schmalen Streifen seiner Trockenheit, (einen schma-
len, trocknen Streifen,) es ist gemächlich hinüber
zu kommen. — Tä bohos djalan badjang mahoroe
tanan ita, da ist der schmale Streif, der Weg auf
dem die Hirsche durch unser Feld gelaufen sind. —
Paham bohos pukul intu aku, stark die schmalen
Streife (Narben) der Schläge an mir, (an meinem
Leibe.) — Babohos, bohobohos, habohos, mambo-
hos, lang und schmal, etc. — Arä olo manandjong
hetä, bohobohos djalae, viele Menschen gehen dort,
deutlich sichtbar ist der Weg; (Gras platt getre-
ten, etc.)-— Barabohos, bohosbahusa, überall deut-
liche lange Spuren sein, (vom Geben, Schlagen, etc.,
voll Narben;) — Awi ikau mambohos djalan akan
ita, mangat ita mäton ramon ita karäh, kapp du uns
(bereite uns) einen schmalen aber gut begehbaren
Weg, aufdass wir unser Bauholz wegtragen können.
BOHOT, der Reif welcher en bas relief mitten
um die Blanga (heiliger Topf) läuft. — Blangae
habohot, seine Blanga hat ein Bohot. (Nicht alle
haben es.)
BOK, mebok, rummelnd, ploffend, platschend,
(z. B. eine Flasche im Wasser versinkend, Gerum-
mel im Leibe, das Schnauben des Krokodills im
Wasser.) — Mebomebok, bamebomebok, bokbok,
wiederholt und anhaltend solch ein Getön. — Ba-
rakamebok, sarakamebok, durch viele und an vielen
Plätzen solch ein Getön. — Sarakamebok augh udjan
bong danum, überall platschend Getön des Regens
auf dem Wasser; (grosse Tropfen; kleine Tropfen
ins Wasser: barakamerau, s. rau; grosse Tropfen
aufs Land: barakatapak, s. pak.)
BON, s. biso.
BONG, mebong, i. q. bok, aber in stärkerm Masse,
z. B. wenn jemand ins Wasser springt. Dieselben
Ableitungen.
BONTONG, s. ontong.
BOR, mebor, noch stärker als bong, z. B. wenn
ein Baum ins Wasser fällt, — das Schlagen der
Wellen gegen das Ufer. Ableitungen wie bei bok.
BOT, mebot, das Getön wenn jemand einen
Wind lässt; Ableitungen wie bei bok.
BOTO, eine Krankheit der Hühner; es entstehen
Schwären rund um die Augen, und die Hühner wer-
den blind.
BOTO, das verschnitten werden. — Buabuah
dengan bawoi, amon sala botoe tau matäi, pas wohl
auf mit dem Schweine, wenn verkehrt sein ver-
schnitten werden, kann es sterben. —Olo boto, ein
verschnittener Mensch. — Mamboto, haboto dengan,
verschneiden. — Pamboto, der das verschneiden
versteht.
BOTO, die kleinen, harten Stückchen, welche
an der Wurzel der Hülse unter den Reisskörnern
sitzen. — Amon ikau mangiap bebas, baris boto
akan manok, wenn du den gestampften Reiss sie-
best, sondere die Boto ab für die Hühner.
BO WO, ein länglich runder Korb, unsern Aal-
körben ähnelnd, zum Fischfang gebraucht. — Ba-
bowo, bowobowo, habowo, als ein bowo, i. e. auf-
stehen, in die Höhe stehen, (Kleider.) — Sala pon-
dokm, babowo tapihm, du sitzest verkehrt, dein Un-
terrock steht in die Höhe.— Barabozoo, alle in die
Höhe stehen. — Nambozoo, Fische mit einem bowo
fangen. — Ikau nambowo anakku wäi, amon ikau
djaton palus masawä toh, terai sasindä, du ge-
brauchst meine Tochter nur als Bowo, (willst mit
ihr fischen,) wenn du nicht gleich jetzt heirathest,
dann hört es ganz auf; (sagt der Vater zu jemand,
welcher fange mit seiner Tochter verlobt ist ohne
zu heirathen, — welcher nur wartet ob sich viel-
leicht jemand anders mit ihr einlässt, um dann
Geldbusse zu fordern.) — Humbang akan telo ka-
bowo, Bambu für 3 Stück Bowo.
BOWOH, i. q. bowor; dieselben Ableitungen.
BOWOK, das bebohrt sein; Loch. — Bowok pa-
pan tä pahalau sarä, das bebohrt sein der Planke
all zu sehr an der Kante. —Bowok kantj ing, Knopf-
löcher (in der Kleidung.) — Bowok lisong, das
Stampfloch im Stampf blocke. — Bowok kuil, tiefe,
faule Wunden. Käläh matäi kinan bowok kuil,
stirb gefressen von tiefen, faulenden Wunden. (Ein
Fluch.) — Habowok, babowok, bowobowok, bebohrt
sein, Löcher haben. — Papan humae uras habowok
(barabowok = uras habowok) awi busok, die Bretter
seines Hauses sind alle voll Löcher durch die Bu-
sok, (kleine Käfer.) — Barabowok, alle, 1 überall
bebohrt, voll Löcher. — Mambowok, habowok de-
ngan , bohren, bebohren. — Mambambozook, mam-
bowombowok, etwas, ein wenig bebohren. — Haba-
bowok, habowobowok, immer bohren, bebohren. —
Tarabowok, bebohrt werden können. — Pambowok,
der gern bohrt.
BO WONG, männlicher Name, (von tambowong,
Grube.)
BOWOR, bowoh, das ausgestreut, ausgeworfen,
bestreut sein. — Sala bowore paräi akan manok,
buah petak kisak, verkehrt sein ausgestreut sein, der
Reiss für die Hühner, ist in den Morast gefallen. —- Be-
llas ita dialo indu bowor usok, unser Reiss, nicht ein-
mal zum bestreut werden der Brust (seil, einer Leiche;
man wirft auf die Brust einer Leiche ein Paar Hände
voll Reiss; = wir haben gar keinen.) — Mambowor,
habowor dengan, ausstreuen; mit Händen voll aus-
oder einthun. —• Buhen mambowor behas bara
blasai, käläh manusuh sasindä, warum nimmst du
den Reiss mit Händen voll aus dem Sacke? schütte
ihn doch auf einmal aus. — Olo magah behas mam-
bowor usok hantu, die Menschen bringen Reiss um
die Brust der Leiche zu bestreuen. Es bringt näm-
lich bei einem Todesfälle jeder der Verwandten
etwa | Gantang Reiss; 3 Hände voll davon streut
man auf die Leiche; die erste Hand voll mit den
Worten: Djetoh akam, das ist für dich. — Die
2e Hand voll: Djetoh impaitku, das sende ich (durch
dich an meine Vorfahren.) Die 3e Hand voll: Dje-
toh akan N. N., das ist für (Vater, Mutter, Oheim,
für den, welcher am kürzesten zuvor von der Fa-
milie gestorben war.) — Hababozoor, habowobowor,
oft streuen.
BOWOS, ein Loch; ein Loch haben, (Boote,
Körbe, durchstossen, von Mäusen etc. durchfressen
seiend.) — Arut bowos tantarang kaju, das Boot ist
durchbohrt, ist gegen Holz angerannt. — Kilenbaham,
djari bowos, ist deine Schwäre schon aufgegangen?
— Mambozoos, habowos dengan, durchfressen, durch-
stossen, durchstechen. — Lundjungku djarimambowos
knain bawoi, meine Lanze hat den Bauch des Schwei-
nes durchstochen. — Hababozoos, liabowobowos, oft,
immer durchfressen, etc. — Kabowos, ein Loch. —
Pambozoos, der immer durchbohrt, etc. — Blawau
pambowos talo, Ratten durchfressen alles.
BRAU AN, s. blanga.
BRAKO, s. barako.
BRANGAI, s. barangai.
BRAS1H, barasih, s. rasih.


BR AW AR, barawar, balawar, eine Ribbe. —Bra-
war muda, die kurzen Ribben. — Iä lawo bapelek
braware duä liila gantaue, er fiel, brach 2 seiner
Piibben an der rechten Seite.
BRjEA, baräa, s. burä.
BREPANG, barepang, s. repang.
BRIGAS, barigas, stark, kräftig, gesund. — Iä
brigas bagawi, er arbeitet tüchtig.— Iä brigas dja-
ton tawan peres, er ist gesund, weiss nichts von
Krankheit.— Bararigas, barigarigas, rarigas, ziem-
lich stark, etc. — Bararigas, pangarigarigas, alle
kräftig, etc. — Mamparigas, stärken. — Kuman
helo, mamparigas arep keton, esset erst, stärkt euch.
— Kangas, Stärke, Kraft, Gesundheit.—Pangka-
rigas, am kräftigsten, etc.
BRINGIS, s. barungang baringis.
BRITA, barita, Bothschaft, Bericht, Erzählung;
Gerücht. — Narai brita imbitm, was für Nachricht
bringst du? — Njelo toh paham brita asang, dies
Jahr waren viele Gerüchte von Feinden, (nämlich
dass sie kommen wollten.) — Babrita, babarita,
berühmt, berüchtigt; bekannt, erzählt; erzählen. —
Iä babrita tagal karajape, er ist berüchtigt wegen
seiner Schelmerei. — Amon ikau halisang, äla ba-,
brita helo, suro olo mimpa ikau, wenn du auf Reise
gehest, sag es nicht vorher, aufdass man dir nicht
auflauere. — Gawim djari babrita sampai mantir,
deine That ist schon bekannt bei dem Häuptlinge. —
Baritarita, etwas Nachricht, Bericht. — Banangku
halisang djari telo njelo, baritaritae mahin djaton
sampai, mein Mann ist auf Reise schon 3 Jahre,
es ist nicht die geringste Nachricht von ihm gekom-
men. — Mambrita, berichten, erzählen.
BRITU, s. baritu.
BRUNAI, das Land und die Stadt Brunai, im
Nord-Westen Borneos. — Wem es pali, unerlaubt,
ist zu sagen bahuang, Bär, und zugleich männlicher
Name, der nennt den Bär brunai.
BRUNGANGBRINGIS, s. barungangbaringis.
BUA, Frucht. — Bua upo, die Stammfrüchte,
i. e. die ersten, frühesten; bua lawie, die Gipfel-
früchte, i. e. die spätesten. — Aku botong tanti-
mon bua lawie, aku harap basaran keton bewäi, ich
bin nur der Spätling.eines Kürbisses, einer Gurke,
ich hoffe nur auf eure Milde, (sagt z. B. ein Kind
der 2ten Frau zu seinen Stiefbrüdern beim Theilen
der Erbschaft; — die 2te Frau ist gewöhnlich arm, eine
Sclavinn, da ein reiches Mädchen keinen Wittwer
heirathen will.) — Babua, buabua, immer Früchte
(essen.) — Habua, Früchte haben. — Mamua, Frucht
tragen.— Paräi paham mamua njelo toh, der Reiss
trägt dieses Jahr viel Frucht. — Paham karä burong
lietä, mamua lawin kaju, sehr viele Vögel sind dort,
als Früchte auf den Gipfeln der Bäume. — Hambua,
Früchte suchen. Iä manalih kabon, hambua, er
geht in den Garten, sucht Früchte. —• Pamua,
fruchtbar, immer viel Früchte tragend, (Bäume.)
BUABUAK, s. babuak.
BUAH, gut, wohl, recht; es gebührt sich; getrof-
fen. — Buah aughm, du hast recht gesagt. — Buah
wäi gawim, so machst du es recht. — Aku ma-
manting iä, buah, ich warf ihn, er ist getroffen. —
Iä buah peres badarem, — dusa, pukul, er ist be-
troffen vom (hat erhalten das)Fieber, — Geldstrafe, —
von Schlägen. — Utang ita salawi, buah pirä genep
biti, unsre gemeinschaftliche Schuld ist 25, (kiping,
ä 2 fl.,) wie viel macht das auf jeden ? — Handak
ikau omba aku? Buah, oder: buah iä. Willst du
mit mir gehen? Ja wohl. — Buah ikau mandohop
iä, du wirst wohlthun ihm zu helfen, = es gebührt
sich dass du ihm helfest. — Buabuali, gut, gehörig,
tüchtig, aufmerksam, pas gut auf, nimm dich in
Acht. (Buah ist Adjectiv, buabuali Adverb.) —
Buabuali ikau belä imukulku, sei vorsichtig, auf-
dass ich dich nicht schlage. — Mambuali, Schulden,
Geldstrafen etc. auf jemand legen. — Olo mam-
buah aku utang akaku idjä babuhau, man legt auf
mich die Schulden meines altern Bruders, welcher
fortgelaufen ist. — Tarabuah, auf jemand gelegt
werden können, mögen. — Mangabuah, ngambuah,
mangambuah, hakabuah oder hakambuah dengan,
in Ordnung bringen, aufräumen, aufputzen; ver-
söhnen. — Iä mangabuah liumae, er bringt sein Haus
in Ordnung, (flickt, putzt es, etc.) — Iä djari manga-
buah aku dengae, er hat mich mit ihm versöhnt.—
Kabuah, Ordnung, Gehörigkeit, Geziemlichkeit,,
Zweckmässigkeit, freundlich Verhalten. — Hakabuah,
mit einander in Friede leben, versöhnt sein; über-
eingekommen sein. — Djari hakabuah aughm de-
ngae, seid ihr es eins geworden? — Tarakabuah,
in Ordnung gebracht werden können, etc.— Pam-
buah, was auf jemand gelegt wird, yras er zu tra-
gen, zu bezahlen hat; Geschicklichkeit, was man
versteht. — Iä arä pambuahe, malan, mandjawet,
badagang, uras tau, er hat viel Geschicklichkeit,
Feldarbeit, Flechtwerk, den Handel, alles versteht
er. — Pangabuah, der gern in Ordnung bringt,
versöhnt. — Pangabuabuali, alle gut, wohl, recht
(in Thaten, Worten, etc.)
BUAK, eine kleine Eule, so genannt nach ihrem
Geruf; grosse Augen; bunt. Ein neues Reissfeld
machend verlässt man es wieder, wenn während der
3 ersten Tage die Buak sich dort hören lässt. Ein
Buak auf oder in ein Haus kommend verkündet,
dass jemand dort sterben wird; also verlässt man
das Haus dann sogleich. — Habuak, babuak, bua-
buak, gross und rund, (die Augen; Figuren auf
Zeug, Schüsseln, etc.) — Barabuak, alle gross und
rund. — Paham kabuak matae, er hat sehr grosse
runde Augen.
BUAP, s. uap.
BUAT, puat, die Ladung; das beladen sein. —
Pirä buate arutm, wie viel seine Ladung, dein Boot ?
— Babuat, viel laden können.— Amte babuat, alo
korik ampie, sein Boot kann viel laden, obwohl es
klein aussieht. — Buabuat, etwas geladen haben,
beladen sein. — Muat, laden können, fassen kön-
nen. — Arutku muat sakojan, mein Boot lädt (fasst)
1000 (seil, gantang Reiss.) — Mamuat, habuat de-
ngan, beladen. — Iä mamuat karä gawie akangku,
er lädt alle seine Arbeit auf meine Schultern. —
Hababuat, habuabuat, hapapuat, hapuapuat, oft,
lange beladen. — Barabuat, alle beladen sein. —
Tarawa?, tarapuat, beladen werden können.—Pa-
muat, der immer belädt.
• BUAT, Verkürzung von kabuat, selbst.
BUAU, weiblicher Name, (vom Baume kabuau.)
BUZE, Grossvater. (Der Vater der eignen oder
Stiefeltern, der Vater der eignen oder Stiefeltern
der Frau, und alle Brüder dieser Grossväter wer-
den buä genannt. Auch ist es Respectsbenen-
nung für alte Leute überhaupt.) — Aku bara buä
intu iä, ich habe einen Grossvater an ihm, = er
ist mein Grossvater. — JBwen duä habuä, die bei-
den mit Grossvater, = er und sein Grossvater.
BU?EI, ein Sprung, Riss, (in Eisen, Messern.) —
Tjäh ikau, maninih malampangan buäim, pfui, du
schmiedest so dass deine Risse zum Vorschein kom-
men, (sagt man z. B. zu jemand, welcher eine Klage
beginnt um sich reparation d’honneur zu verschaf-


BU/E—BUD.
BUD—BUH.
75
fen, aber es kommen dabei dann just viel Schelm-
stücke von ihm an den Tag.) — Habuäi, babuäi,
buäbuäi, einen Sprung, Riss haben. — Barabuäi,
alle Sprünge, 1 überall Sprünge haben. — JEwen
barabuäi magon huange, basa aku mawi iä bihin,
ihr Inneres hat noch immer einen Sprung (i. e. Groll,)
weil ich sie früher geschlagen habe. — Mambuäi,
atäi, Groll erwecken. — Kabuäi, Groll.
BÜ7ENG, (bas. Mantangai,) i. q. hatuä, Mann,
männlich.
BUBUT, s. handipä bubut.
BUDEK., männlicher Name.
BUDENG, weiblicher Name.
BUDI, i. q. basara, (wird oft hinter basara ge-
fügt;) Mildthätigkeit, Freundlichkeit; auch: Betra-
gen, Behandlung. — Aku mitä budie dengangku;
amon bahalap budie dengangku, tahi aku omba iä,
amon iä tulas terai aku dengae, ich will erst sein
Betragen gegen mich sehen; beträgt er sich gut
(freundlich und milde) gegen mich werde ich lan-
ge Zeit bei ihm bleiben, ist er hart dan höre ich
mit ihm auf.
BUDJANG, mannbar; Jüngling, Jungfrau.—Ei-
len kabakase, djari iä budjang, wie alt ist er, ist
er schon mannbar? — Haru totoke budjang, er wird
just mannbar.— Iä budjang samandak, er ist mit-
ten in der Kraft der Jünglingschaft. — Budjang
bakas, ein alter Junggesell, alte Jungfer. — Bu-
djang lehoi, mannbar aber noch ledig. — Budjang
rumpas, los und ledig. — Keton budjang rumpas
djaton bahali omba halisang, ihr die ihr noch los
und ledig seit, habt es nicht schwer mit auf Reise
zu gehen. — Budjang liatuä, Jüngling; budjang
bawi, Jungfrau. — Budjang salia, ein reiner Jüng-
ling, reine Magd. — Babudjang, budjabudjang, als ein
Jüngling. — Djari howan iä, dasare magon babu-
djang, er hat schon graue Haare, aber sein Betragen
ist noch immer jugendlich. — Barabudjang, alle
mannbar. — Mambudjang arepe, sich als Jünglinge
betragen, (in Kleidung, Worten etc., alte Leute.) —
Kabudjang, Jugend, Jünglingsschaft. — Matäi me-
toh kabudjange, in der Jugend sterben. — Pambu-
djang, junge mannbare Leute.— Lewu tä arä pam-
budjange, das Dorf hat viel junge Leute. — Äsang
djari tamä lewu, karä bakase tuntang pambudjange
hatuä impatäie, pambudjange bawi inampute, die
Feinde sind in das Dorf gedrungen, alle seine alten
Leute und Jünglinge haben sie getödtet, die Jung-
frauen haben sie weggeschleppt.
BUDJOH, recht, grade, gut, (nur von Rottan ge-
braucht.) — Uäi budjoh, guter, schöner Rottan. —
Mambudjoh uäi, guten Rottan machen, i. e. aus
dem gekappten Rottan die besten auslesen und sorg-
fältig reinigen.
BUDJOBADJOHAN, s. barabadjohan.
BUD JOE, kabudjok, Trotz, Hochmuth, (von
Frauen gesagt; von Männern: djoho, kadjoho.) —
Awi budjoke iä djaton ingilak olo, ihres hochmii-
tbigen Betragens wegen ist sie nicht beliebt. — Ha-
budjolc, trotzig, hochmüthig.— Babudjok, budjobu-
djok, hababudjok, ziemlich hochmüthig. — Bara-
budjok, alle ziemlich hochmüthig. — Pcingabucljobu-
djo/c, alle hochmüthig. ■— Mambudjok arepe, sich
hochmüthig betragen. — Iä mambudjok arepe sana
hasupa dengan olo, sie nimmt eine trotzige Haltung
an sobald sie Menschen begegnet. — Mambudjok,
schmeicheln, rühmen; (also gleichsam andre hoch-
müthig machen.) — Toh iä paham mambudjok ikau
omba iä, karäli dapit ikau mitä gawie tinai, jetzt
schmeichelt er dir sehr, (bittet dich freundlich,) dass
du mit ihm gehen mögest, aber du wirst sehen wie
er sich später beträgt. — Hababudjok, habudjobu-
djok, oft, lange schmeicheln. — Tarabudjok, durch
Schmeicheln bewogen, betrogen werden können. —
Pambudjok ar&pö, die sich immer hochmüthig be-
trägt; pambudjok olo, der allen schmeichelt.
BUDJOK, eine Palmietpflanze, lange Dornen, trägt
eine pflaumenartige, gelbe, säuerliche, essbare Frucht.
BUDJUR, recht, gerade, (nicht krumm;) recht,
wahr, ehrlich, nicht fälsch; (aufrichtig; gehörig.) —
Djalan budjur, ein gerader Weg. — Papan tä dja-
ton toto budjur, das Brett ist nicht recht gerade.—
Budjur aughe, wahr seine Worte. — Budjur ga-
wie, er thut recht. — Iä olo budjur, er ist ein
guter, aufrichtiger Mensch. — Haru budjur taha-
sengku tinai, djari paham kaujuhku, jetzt erst ist
mein Äthern wieder recht, (habe mich erst wieder
erholt,) ich war sehr müde. — Babudjur, budju-
budjur, ziemlich recht, etc.; (befehlend: ganz recht.)
— Badjuran, Richtung, Cours. — Intu badjuran
Sampit, hetä kea Kotaringan, auf dem Course nach
Sampit, da liegt auch Kotaringan. — Amon handak
mandulang patut manggau badjuran bulau helo,
wenn man Gold graben will muss man erst den
Lauf der Goldader suchen. — Mambudjur, mamu-
djur, habudjur dengan, recht machen, in Ordnung
bringen, legen, stellen. — Mambudjur kaju, Holz
recht, grade biegen, kappen. — Mambudjur per-
kara, eine Sache schlichten, in Ordnung bringen.—
Mambudjur tahaseng, den Äthern in Ordnung brin-
gen, i. e. sich ausruhen. — Mambambudjur, mam-
budjumbudjur, ein wenig mambudjur. — Hababu-
djur, habudjubudjur, oft, lange mambudjur. —
Hambudjur, hamudjur, längs, in einer Richtung mit
etwas. — Hadat human ita patut hambudjur ba-
tangdanum, die Art unsrer Häuser ist es dass sie
längs dem Flusse liegen müssen. — Habadjuran,
längs etwas, in dieselbe Richtung mit etwas brin-
gen, legen, stellen. — Tä augh garantong, olo ha-
badjuran hantu, da erschallt die Garantong, (ku-
pfern Musikinstrument,) die Leute legen die Leiche
zurecht, (mitten ins Haus und genau nach der
Richtung desselben; geschieht gleich nach erfolgtem
Tode.)— Tarabudjur, recht, gerade gemacht, etc.,
werden können. — Kabudjur, (bas. Sang, kabadju-
ran,) Geradheit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit. — Pam-
budjur, pamudjur, der alles recht macht, in Ord-
nung bringt, etc.— Pangabudjubudjur, alle gerade,
recht, aufrichtig, etc. — Pangkabudjur, am gera-
desten, aufrichtigsten, etc.
BUGAH, versetzt, verzogen. — Lewun äwen djari
bugah, ihr Dorf ist versetzt, (sie sind mit ihren
Häusern verzogen.) — Babugah, bugabugah, ver-
ziehen, (intransit.) — Mugali, hugah dengan, ver-
setzen, verziehen machen. — Iä djari mugali djipäe,
er hat seinen Sclav verziehen (zu einem andern Herrn
ziehen) lassen.
BUGAI, i. q. ugai.
BUGIS, olo bugis, Buginees. — Männlicher Name.
— Babugis, bugibugis, als ein Buginees, wüst, roh,
gewaltthätig.
BUGO, s. ugo.
BUHEN, warum ? aus welchem Grunde ? wodurch ?
(wozu, zu welchem Zwecke: käsen.) — Buhen ikau
manangis, warum weinst du ? Amon ikau blau, bu-
hen djaton blaku bari, wenn du Hunger hast,
warum fragst du nicht um Reiss? —• Buhen papan
toh basila, wodurch ist das Brett gespalten? (ist es
vielleicht gefallen ?)
BUHT, weiblicher Name; (von tabuhi.)
10*


76
BUH—BUK.
BUK.
BUHIS, ein bis 2 Fuss gross werdender schwarz-
greiser Affe, mit langem Schwänze; seine Stimme!
kauk! Wird gegessen. — Ikau kilau buhis am-
pim, du wie ein Buhis deine Farbe, = dunkel,
schwarz.
BUHIT, kleine Schwären, (als eine Erbse gross;
grössere: blujong; ganz grosse: baha;) ein offener,
eiternder Schaden, (z. B. wenn man sich verbrannt
hat. Buäi wird oft zur Verstärkung hinter buhit
gefügt.) — Babuhit, kleine Schwären, offene Schäden
haben. — Babuhit atäi, pinding, beschädigte Herzen,
Ohren haben, = grollen. Iä djari mamukul aku
bihin, aku magon babuhit atäiku dengae, er hat
mich früher geschlagen, ich grolle ihm noch immer.
— Barabuhit, alle Schwären, offene Schäden haben,
grollen. — Buliibuhit, als eine Schwäre, als ein
offner Schaden, eiterig. Narai idjä buhibuhit intu
lengäm, was ist da so eiterig an deiner Hand? —
Mambuhit atäi, pinding, jemanden erbittern, grollen
machen. — Kabuhit atäi, Groll, Erbitterung. —
Pambuhit, der oft mit Schwären, Schäden behaftet
ist; der gern, oft erbittert.
BUJABUJAH, s. babujah.
BAJAN, träge, schwerfällig, schwach, (z. B. wenn
man nicht recht ausgeschlafen, oder sich noch nicht
gebadet hat; auch nach einer Krankheit.) — Ba-
bujan, bujabujan, ziemlich träge, etc. — Barabujan,
alle träge. — Mambujan arepe, sich träge, schwer-
fällig machen, (z. B. durch zu langes schlafen, im-
mer liegend, etc.) — Kabujan, Trägheit, etc.
BUJANG, gojang, auch krato, die europäischen
Spielkarten. — Bujang sina, chinesische Karten. —
Babujang, Karten spielen.
BUJO, Wittwer. Bujo tabela murah masawä tinai,
ein junger Wittwer will bald wieder heirathen. —
Bujon äwe iä, der Wittwer von wer ist er? — Ba-
bujo, bujobujo, als ein Wittwer (z. B. gekleidet sein,
i. e. in weiss.) — Barabujo, alle als Wittwer. —
Mambujo, Trauerkleider tragen (für die verstorbene
Frau.) Matäi sawae, iä djaton maku mambujoe, seine
Frau ist gestorben, und er will keine Wittwer-
kleider ihrerhalben tragen. — Kabujobujom handak
masawä olo tabela, obwohl du ein Wittwer bist,
willst du doch ein junges Mädchen heirathen?
BUJOBUJOK, s. babujok.
BUJONG, männlicher Name. (Bandjarsch: eine
Schale.)
BUJUN, männlicher Name.
BUJUT, eine Schlingpflanze, fingerdick, voll Dor-
nen; an der Wurzel sitzen 2—3 armdicke, gelbliche,
essbare Knollen.
BUKA, (nach paham etc. kabuka,) die Tiefe,
Breite, (eines Hauses, Bootes, Feldes, etc.) Pirä bu-
kan humam? Paham kabukae, djalatien. Wiegross
die Tiefe deines Hauses? Gross seine Tiefe, 9, (seil,
depä, Klafter.) — Babulca, tief, breit sein.
BUKABUKAT, s. babukat.
BUK ANG, der Körper, wenn der Kopf abgeschnit-
ten ist. Toto matäi awi kajau iä, sondau bukange
wäi, gewiss, er ist durch die Köpfeschneller getödtet,
seine kopflose Leiche ist nur gefunden. — Pisang
bukang, ein Pisang welcher nur 1—2 Früchte trägt,
welche aber fast so dick als das Bein eines Mannes
sind.
BUKAPBAKTP, lose, nicht eben, (Matten, die
Flur des Hauses, etc.)
BUKZEI, s. ukäi.
BUKIH, sparsam, genau; sorgfältig. Iä bukih de-
ngan kolae, er ist genau mit seinen Verwandten,
(giebt ihnen nicht viel.)— Iä bukih hapan reare, er
ist sparsam im Gebrauchen seines Geldes. — Iä bukih
maliaga arute, er bewahrt sein Boot sorgfältig, (stellt
es auf einen guten, geschützten Platz, etc.) — Ba-
bukili, bukibukih, ziemlich sparsam, etc. — Bara-
bukih, alle ziemlich sparsam. — Pangabukibukih,
alle sparsam. — Pangkabukih, am sparsamsten. —
Kabukili, Sparsamkeit, Sorgfalt. — Mambuki arepe,
sich sparsam betragen, sparsam sein. — Nambukih,
mangabukih, mangambukih, hakambukih dengan,
sorgfältig etwas bewahren, unterhalten,im Stande halten.
BUKIR, s. ukir.
BUKIT, (nach einer Zahl auch kabukit, (ein Berg.
Habukit, Berge haben, gebirgig. — Babukit, buki-
bukit, als ein Berg. Ramoe babukit karäe, seine
Güter als ein Berg ihre Menge. — Bukit galeget,
hulu galeget, tief im Lande, weit vom Flusse ab.
JEkam hong bukit galeget, baliali madja ikau, dein
Wohnplatz ist weit im Lande, es ist mühsam dich
zu besuchen. (Denn der Dajack geht nicht gern,
rudert lieber.)
BUKO, buku, Grund, Ursache. Narai buku iä ha-
dari? Aton wäi bara buku. Was ist die Ursache
dass er weggelaufen ist? Er hatte seine Gründe.—
Babuko, bukobuko, die Ursache dass, die Schuld dass.
Babuko anakku matäi awi badjai, basa ikau mim-
bite mambesäi, die Ursache dass mein Sohn durchs
Krokodill gestorben ist, weil du ihn mit ausrudern
genommen hast. — Mambuko, verursachen; als Vor-
wand gebrauchen. Sapam bihin mambuko klaliin
äwen, dein früheres Schimpfen hat ihren Streit ver-
anlasst. Kwäka, idjä aku manjapa bihin mambukoe
wäi, tantai iä haklahi, ei was! dass ich früher
schimpfte nehmen sie nur als Vorwand, sie hatten
die Absicht zu streiten. — Aughm kalotä djaton
mambuko intu mantir, wenn du so sprichst wird es
keine Ursache geben bei dem Häuptlinge, (wird kein
Grund für ihn sein, ihn nicht bewegen dass er deine
Klage annimmt.
BUKO, Knöchel, Knorren, (an den Fingern, an
Bambu, Zuckerrohr, etc.) Bahalap humbang toh, dja-
rang bukoe, balasau lawange, gut dieser Bambu,
seine Knorren sind weit von einander, seine ein-
zelnen Glieder lang. — Buko laling, der Enkel am
Fusse. — Bukolaling lengä, der Knochen gleich über
der Hand.
BUKONG, grosser gelber Topf, der Rand stark
umgebogen.
BUKOP, Geschwulst, Beule, Knoten. Aton bukope
hong lengäe, er hat eine Beule (oder einen Knoten)
an der Hand. — Habukop, Beulen, Knoten haben.
— Babukop, bukobukop, liababukop, habukobukop,
etwas dick, als ein Knoten. — Barabulcop, alle,
oder 1 viel Knoten am Leibe haben. — Bukopba-
kopa, voll Knoten, Beulen, sitzen. Asongku bukop-
bakopa, kamäangku imukul olo, mein Hund sitzt
voll Knoten, ich denke er ist geschlagen.
BUKUR, s. ukur.
BUKUR, Rauheit. Papan toh paham bukure, dja-
ton lamos, dies Brett gross seine Rauheit, es ist
nicht glatt. — Hapus berenge bukure bewäbewäi,
kamäangku handak babuhit, auf seinem ganzen
Körper ist nichts als Rauhigkeit, ich denke er wird
offene Schäden kriegen. — Habulcur, babukur, buku -
bukur, mambukur, rauh, uneben sein; (z. B. auch
durch Mücken etc. gestochen.) — Barabukur, alle,
oder l überall rauh. — Bukurbakura, sehr rauh,
uneben.
BUKUT, i. q. kadjang, eine von Blättern geflochtene
Matte. — Babukut, bukubukut, mit Bukut über-
deckt, überdacht. — Barabukut, alle mit Bukut be-


BUK—BUL.
BUL.
77
deckt. — Andau udjan, käläh ita liabukut, es regnet,
lasst uns ein bukut als Schirm über den Kopf hal-
ten. — Mambukut, mit einem bukut überdecken.
BUKUT pisang, eine auf der Pisangpflanze lebende
Raupe. — Pisang liabukut, der Pisang hat Raupen.
BUKUT, die Gebährmutter.
BULAN, der Mond; ein Monat. — Bulantaheta,
Neumond;— totok bulan, Stück,vom Monde, nennt
man den Mond die ersten Tage nach dem Neu-
monde; — bulan paras kadjang penesek, (Mond
glatt wie ein Kadjang gehend) das erste Viertel; vom
ersten Viertel bis zum Vollmond erhält der Mond
die folgenden Namen.- bulan tihin plandok, der
Mond schwanger als ein Zwerghirsch, — bulan ma-
njurong, der hervorragende Mond, — bulan habua
botong, der Mond hat eine Kürbisfrucht, — bulan
manis, der süsse Mond. Dann kommt der bulan
bunter oder bulan turong, der runde, volle Mond.
Nach dem Vollmonde: bulan kalindong tihang,
Mond beschützt vom Mast,— bulan kalam kambä, der
Mond abnehmend als ein Gespenst, — bulan kalam
tikus, der Mond abnehmend als eine Ratte, dann:
paras kadjang pundur, das letzte Viertel. — Kurong
nennt man den Mond wenn er nicht zu sehen ist,
etwas vor und nach dem Neumonde. — Bulan ist
auch ein weiblicher Name; für wen dadurch das
Wort bulan pali, unerlaubt, geworden, der nennt
den Mond und Monat panala. — Ikau bulan ma-
tanandau ajungku, du bist mein Mond und meine
Sonne, (du bist es auf den ich vertraue, oder, von
dem ich abhängig bin.) — Babulan, etwa einen
Monat. Babulan toh djari katahie iä hagoet, es ist
jetzt etwa ein Monat seit er fortging. — Babulabu-
lan , viele Monate. — Lawongku habulan bintike,
mein Kopftuch ist mit halbmond-förmigen Figuren
bedruckt.
BULANG, das Wiederholen; das hin und bei-
gehen. — Käsen iä, kindjap bulange, was will er,
oft sein hin und her gehen? (z. B. aus einem Hause
ins andere.) s. ulang.
BULANGBELENG; s. babeleng.
BULANGBULIT, s. bulit.
BULAT, rund, (eine Kugel;) ganz; bei einander,
vereinigt; entschlossen. Pusa bulat takoloke, die
Katze hat einen runden Kopf. — Iä manganju bu-
lat, er hat rundes (ganzes) Holz geholt, (hat es nicht
gespalten.) — Mamili benang bulat därähe, ein ganzes
Stück Zeug kaufen. — jEwen tä bulat toh tinai,
sie leben jetzt wieder bei einander. — Kilen augh
äwen, bulat toh, wie ihre Worte, vereinigt jetzt?
(sind sie es mit einander eins geworden, einer Mei-
nung.) — Iä djari bulat atäie manganan sawae, er
ist entschlossen seine Frau wegzuwerfen, (sich zu
scheiden.) •— Bulat itong duit sakiping, zähl einen
vollen kiping, (2 11.) — Babulat, bulabulat. rundlich;
ganz, etc. — Ita toh babulat tain kambing wäi, wir
leben jetzt zusammen nur als Ziegendreck, (nur
kurze Zeit, werden bald wieder aus einander gehen.)
— Bulatbalalili, ganz an, in einander. iE wen tä
hatangkarap bulat balalih, sie ringen sich dicht mit
den Armen und Beinen umfasst habend. — Mam-
bulat, habulat dengan, kugelförmig machen; zusam-
menbringen, vereinigen. — Mambulat utang, seine
Schulden zusammenbringen, (Schuldner eines Men-
schen werden, welcher die einzelnen Schuldpöste be-
zahlt.) — Mambambulat, mambulambulat, ein bischen
mambulat. — Hababulat, habulabulat, oft, lange
mambulat. — Tarabulat, kugelförmig gemacht etc.
werden können. — Kabulat, Rundung, das vereinigt
sein, etc.
BULAU, Gold. — Bulau kadjea, falsches oder
doch verfälschtes Gold. — Bulau urai, Goldstaub.
Bulau masak, gahres, i. e. zusammen geschmolznes
Gold. — Bulau batuä, altes Gold, (i. e. dunkel-
gelbes, das beste.) Bulau mangor, unreif Gold,
(weisslich, wohlfeiler.) —• Bulau ndurut, Goldfranjen,
Tressen. — Mananggalong hapan bulau, vergolden.
— Bulau, weiblicher Name. — Babulau, bulabulau,
als Gold; mit Gold verziert, besetzt. Pakaiaebula-
bulau, seine Kleidung ist mit Gold besetzt. — Ha-
bulau, Gold haben, Gold irgendwo sein. — Bulau
tanteloh, der Dotter im Ei.
BULEBULENG, s. babuleng.
BULI, manuli, zurückkehren, zurückgekehrt. Djari
iä manuli liumae, ist er wieder zu Haus? Käläh aku
buli tempongku bihin, ich werde wieder zu meinem
frühem Herrn zurückkehren. — Iä djari buli pu-
pohe, er ist zu seiner Braut zurück gekehrt, i. e.
hat sie geheirathet. — Iä djari buli sawae, er ist
wieder zu seiner Frau zurück gekehrt, (von der er
geschieden war.) — Rearku intu iä buli upoe be-
wäi, mein Geld bei ihm (welches ich ihm geliehen
habe,) kehrt zurück sein Stamm nur, (ohne Zinsen.)
Djaton babuli (oder bulibuli,) gar nicht, selbst nicht
für kurze Zeit zurückkehren. — Bulibalia, immer
nur das Capital ohne Zinsen zurückerhalten. Iä ba-
halap mandohop ikäi, reare maku bulibalia, er ist
sehr gut uns zu helfen, er nimmt sein Geld immer
ohne Zinsen zurück. — Mambuli, mampabuli, zu-
rück erhalten, zurück kommen lassen; die Heirath
vollziehen lassen. — Panuli, das Zurückkehren,
Rückkunft, Rückreise. Panesekku mangat bewäi,
panulingku paham bahaja, meine Hinreise war an-
genehm, aber auf meiner Rückkehr gab es viele Ge-
fahren. — Hakabuli, einander zurück geben, (z. B.
was man geraubt hatte.) — Tampuli, Lösegeld für
etwas was man verpfändet, oder Fundgeld für etwas
was man verloren hat. — Tampuli, hatampuli, in
einem Tage hingehen und zurück kehren können;
wieder erwerben. Ilumangku djaton kedjau, olih
tampuli, mein Haus ist nicht weit, man kann in
einem Tage hin und zurück kommen. — Iä limbah
bakähu djari tampuli panataue, er hat nach seinem
Brande seinen Reichthum wieder erworben. — Nam-
puli, manampuli, hatampuli dengan, auslösen (was
verpfändet war;) wieder erwerben; wieder einholen.
Aku bini malern, paham aku manampuli alemtoh,
ich wachte gestern, (schlief nicht,) heute will ich es
tüchtig wieder einholen. — Tantuli, das zurückge-
bracht sein, das angebracht, abgeliefert sein. Arut
idjä indjam ita, djari tantulie, das Boot, welches
wir geliehen haben, ist schon sein zurück gebracht
sein? — Nantuli, mantuli, manantuli, hatantuli de-
ngan, zurück bringen, abliefern. Aton pampait olo
bara Bandjar, karäh aku mantulie hong mantir, es
sind. Sachen welche man von Bandjarmasin ge-
schickt hat, ich werde sie beim Häuptlinge abliefern.
BULIT, das gesprenkelt sein, und zwar schwarz,
roth oder braun mit weiss. (Katzen, etc.) — Habulit,
also gesprenkelt sein. — Babulit, bulibulit, ein we-
nig also gesprenkelt sein. — Barabulit, alle -also
gesprenkelt sein. — Balangbulit über den ganzen
(schwarzen, rothen oder braunen) Leib stark weiss
gesprenkelt sein.
BULOI, das Haar an den Schamtheilen.
BULU, das Haar der Thiere, und das der Men-
schen am Leibe; (Kopfhaar: balau;) die Federn; die
Härchen, Fasern an Pflanzen, Früchten; die Hülsen
des Reisses, wenn die Körner ausgestampft sind. —
Badarcm bulu, (Fieber in den Haaren haben, i. e.)


78
B UL—BUN.
BUN.
zittern, (vor Kälte.) — Mangarotek bulungku aku
handak hadarem, meine Haare steigen zu Berge,
ich werde Fieber kriegen. — Mangalambi (oder gi-
ring) bulungku, awi kikähku, das Haar stieg mir
vor Furcht zu Berge. — Uret bulu, Name einer
stark behaarten Raupe. —< Habulu, Haar haben.
Badjang habulu bahandang, der Hirsch hat rothes
Haar. — Hababulu, habulubulu, wenig Haar haben,
eben erst Haar haben. Haru hababulu usoke, es
fängt ihm just erst das Haar auf der Brust zu
wachsen an. — Babulu, bulubulu, rauch, [nicht von
Thieren, aber von Menschen, Pflanzen, wollenen
Decken etc. gesagt.) — Barabulu, alle rauch. —
Bulubulu, als Haar, sehr viele,
BULUBULUP, s. babulup.
BULUS, der zweiglose Theil eines Baumstammes,
von der Wurzel bis zum ersten Zweige; besonders
also der Stamm der Palmen; — der Reif eines
Ringes, (ohne die gewöhnlich darauf sitzenden Steine;)
— Name einer Sorte langstämmigen zweiglosen Bam-
bu. — Pandjang bulus enjoh, lang ist der Stamm
der Kokospalme. — Tisingku buluse wäi, djaton matae,
mein Ring ist nur ein Reif, ohne Steine. — Ha-
bulus, babulus, bulubulus, langen Stamm ohne Zweige
haben. — Kaju hetä bulusbalusan, bahali mamuar
hetä, die Bäume dort haben alle langen Stamm son-
der Zweige, es ist mühsam dort Wachs zu suchen.
— Barabulus, alle babulus.
BULUT, Faser; Rauchheit; Rauheit, Schorf. —
Paham bulut kihise, gross die Rauheit seines Schor-
fes; (er steht hoch auf.) — Habulut, babulut, bulu-
bulut, rauh, faserig sein; (Holz, es nicht glatt ho-
beln können.) — Hababulut, habulubulut, etwas
rauh, faserig sein. — Barabulut, alle rauh, faserig.
BUMBON, etwas (Holz, Zweig etc.) was man unten
im Wasser versteckt, und es dann durch andere
tauchend suchen lässt. — Habumbon, beim baden
spielen, tauchend etwas suchen.
BUMBON, eine Art Baumwollenbaum; (der die
echte Baumwolle tragende: kapas.) yEwah bumbon,
eine jEwah, Tuch ums Mittel des Leibes, von sol-
chem Stoffe; sehr dauerhaft.
BUMBONG, junge, zarte Blätter, Herzblätter. —
Laku bumbong nangka akan djohon ita, hol junge
Nangkablätter für unsere Brühe. —• Handipä bum-
bong enjoh, s. handipä. —- Habumbong, junge Blätter
haben. — Mamumbong, ausschlagen, junge Blätter
treiben, (Bäume, etc.)
BUMPAK, s. umpak.
BUMUR, s. umur.
BUNABUNAU, s. babunau.
BUN AI, männlicher Name.
BUNAU, männlicher Name.
BUN/EBUN/E, s. babunä.
BUNDAL, i. q. bohol, wird selten allein, gewöhn-
lich hinter bohol gefügt gebraucht. — Ausserdem:
bundal, ein Strick, Rottan etc. beim Zählen ge-
braucht; für jede zehn macht man einen Knoten
hinein; auch diese Knoten nennt man bundal. —
Pirä bundalm djari, wie viel Knoten hast du schon?
— Buabuah ikau, arä bundal kasalam djari hong
atäiku, nimm dich in acht, viele Knoten deiner
Vergehen sind schon in meinem Herzen, (ich be-
halte sie wohl, und du hast schon viel auf deiner
Rechnung.) — Habundal, einen Zählstrick gebrau-
chen. — Mamundal, mit Bundal zählen.
BUNDANG, Name eines hohen Berges zwischen
den obern Kahaian und Dusson. — Männlicher
Name.
BUNDOBUNDONG, s. babundong.
BUNDOI, männlicher Name, (von nramundoi,
kränklich, schwach.)
BUNGAH, (Bandjarsch) i. q. anak rear, Zinsen.
— Babungah, Zinsen tragen. — Mambungali, Zinsen
tragen lassen.
BUNGAI, (bas. Sang. = tingang,) Nashornvogel.
— Männlicher Name.
BUNGAN, männlicher Name; (von babungan.)
BUNGAS, schön; geschmückt. Bungas olo, aso,
arut, benang tä, schön der Mensch, Hund, das Boot,
Zeug. — Babungas, bungabungas, ziemlich schön,
geschmückt, verschönt, verziert. Huma tä babungas
toto, das Haus ist wirklich schön geschmückt. —
Barabungas, pangabungabungas, alle schön, ge-
schmückt. — Mambungas, babungas dengan, schmü-
cken, verzieren. —■ Mambambungas, mambungam-
bungas, ein wenig schmücken, verschönen. — Ha-
babungas, habungabungas, oft, lange schmücken. —
Kabung as, Schönheit, Zier, Schmuck.—Pambungas,
der gern, oft schmückt, verschönt.
BUNG/E, (bas. Sang. — sawang,) ein Gewächs
welches bei Götzenfesten gebraucht wird. — Weib-
licher Name,
BUNG/EH, Blüthe des Relsses. — Wird auch für
kambang, Blume, Blüthe und zugleich weibl. Name
von denen gebraucht, für welche kambang pali,
unerlaubt zu sagen ist. — Hubungäh, blühen; (der
Reiss.)
BUNGEN, bungen bulau, Name einer weiblichen
Sangiang, von der ich nichts weiteres erfahren konnte.
In den sangen werden schöne Frauen mit ihr ver-
glichen. — Weiblicher Name.
BUNGEN tandang, ein niedriger, 2—2| Fuss ho-
her Strauch; Stiehl und Blätter roth; die kleinen
runden Blüthen sind grün und weiss; wird als Arznei
gegen Sidok, eine Krankheit des Ohres, gebraucht.
BUNGGUT, dauerhaft; lange Zeit anhaltend. Kahoi
bunggut indu djihin huma, olih hanja njelo; Kahoi
Bäume sind dauerhaft als Hauspfosten, sie können
8 Jahre halten. — Iä bunggut tahasenge, er dauer-
haft sein Äthern, = er wird alt, -—■ Iä bunggut ma-
tae, er dauerhaft seine Augen, i. e. kann lange Zeit
hinter einander arbeiten, — auch; schläft mühsam
ein. — Iä bunggut maneser, er kann lange Zeit tau-
chen. — Bunggut kapähän atäie, sein Kummer dauert
lange Zeit. — s. unggut.
BUNGIN, weiblicher Name.
BÃœNGKABUNGKAT, s. babungkat.
BUNGKAK, durchnässt, sehr nass, (wird oft hinter
bisa, nass, gefügt.) — Mamungkak, durchnässen. —
Kabungkah, das durchnässt sein.
BüNGKÄL, i. q. bingkai; dieselben Ableitungen.
BUNGKAL, Gewicht um Gold zu wägen. Bung-
kal toh behat sakiping, dies Gewicht ist 1 kiping
(2 fl.) schwer, (i. e. Gold so schwer als dies Gewicht
hat den Werth von 2 fl.)
BUNGKAM, ein durch einen tabit, Zauberer,
gemachtes Zaubermittel, — entweder ein mit Zeichen
(Schlüssel etc.) bemaltes Papier, oder ein Strick mit
3, 7 oder 14 Knoten, oder ein mit Steinen besetzter
Ring, worin Zeichen gravirt sind. Soll gegen Kro-
kodille, Schlangen, etc. beschützen. Nur Mahome-
danen machen sie; ein solcher Strick kostet 1—2 fl.
—■ Mamungkam, bezaubern, (Krokodille.) Tabit tä
harati mamungkam badjai, der Zauberer versteht es
das Krokodill zu bezaubern, (so dass es das Maul
nicht aufsperren, also nicht beissen kann.)
BUNGKANG, minjak bungkang, eine Art Oehl,
(Hauptbestandtheil das Fett einer schwarzen Katze,)
wird gebraucht um sich unverwundbar zu machen,


BUN.
BUN.
79
wenn man in den Krieg oder auf Raubzüge aus-
gehet. — Hat man sich aber damit gesalbt, und es
kommt, dann doch nicht zum Streite, dann verur-
sacht der minjak bungkang Schorf, — so sagt man.
BUNGKAR, s. ungkar.
BUNGKING, Knorren, Ast, (anBäumen, im Holze;)
Knoten, Auswuchs, (am Leibe.) — Auch der bakäi,
Art Affe, wird wenn der Reiss, welchem er viel
Schaden thut, reif wird, bungking genannt. Man
hofft sie dadurch als Knorren auf die Bäume zu
bannen, sodass sie keinen Schaden thun. — Ha-
bungking, einen Knorren, Knoten, Auswuchs haben.
— Barabungking, alle, oder 1 viele bungking haben.
— Babungking, bungkibungking, knorrig, ästig, kno-
tig, ausstehen. — Bungkingbangkinga, viele Knorren,
Knoten etc. haben; überall ausstehen. Baha bung-
kingbangkinga hapus berenge, die Schwären stehen
in Menge aus an seinem ganzem Leibe.
BUNGKIR, s. ungkir.
BUNGKO, mungko, Beule, Geschwulst. Bungkon
en hong lingkaum, baha atawa buah kaju, was für
eine Beule au deiner Stirn, eine Schwäre oder gegen
Holz gestossen ? — Habungko, eine Beule haben. —
Babungko, bungkobungko, mamungko, geschwollen,
hoch ausstehen, (Schwären, etc.) — Barabungko, alle,
oder 1 überall Beulen haben. Baue barabungko ime-
pet palinget, sein Gesicht sitzt voll Beulen, gestochen
durch Wespen.
BUNGKOK, Kropf, (der Vögel und Menschen;
bei Menschen nicht allein der rechte Kropf, sondern
jede Geschwulst, jeder Auswuchs am Halse, im
Nacken, auch überhaupt am Kopfe.) — Bungkok
tingang, Kehlkopf, der sogenannte Adamsapfel. —
Käläh wäi ikäi njelo toh, blaso kea bungkok ikäi,
es geht, uns noch all gut dies Jahr, unser Kropf
wird doch warm, i. e. wir haben so ziemlich zu
essen. — Habungkok, Kropf, Geschwülste haben. —-
Babungkok, bungkobungkok, am Halse etwas ge-
schwollen sein.
BUNGKOL, (nach Zahlen: kabungkol,) Knaul,
Knäuel (Garn, etc.) — Babungkol, bungkobungkol,
als Knäuel; in Knäuel aufgewickelt. — Barabungkol,
viele Knäuel, in vielen Knäueln. —- Mamungkol,
aufwickcln, zu Knäueln machen.
BUNGKONG, an Pisang, Kudjang etc. i. q. ba-
song an den Palmbäumen, eine grössere Dicke unten
am Stamme. — Von Palmbäumen gebraucht heisst
bungkong die Spitze des Stammes, so weit er mit
Blättern besetzt ist. —• Bungkong mariam, das dicke,
hintere Ende einer Kanone, hinter dem Zündloch.
—■ Dann bungkong auch: Dicke, Geschwulst, (in
den Gelenken.) — Habungkong, babungkong, bung-
kobungkong, dick, geschwollen sein, (die Gelenke,
durch Gicht etc.) — Barabungkong, alle, oder 1 überall
in den Gelenken geschwollen sein. — Babungkong,
(bas. Sang. = badusa,) um Geld gestraft; wird im
gewöld. Dajacksch Oft hinter badusa gefügt.
BUNGKOR, Decke; das bedeckt, eingehüllt sein,
(auch Kopf und Arme.) — Habungkor, babungkor,
bungkobungkor, ganz bedeckt, eingehüllt. — jlfa-
mungkor, jemanden ganz bedecken, einhüllen. — Ba-
rabungkor, alle ganz eingehüllt.
BUNGKUP, s. ungkup.
BUNGKUS, (nach Zahlen auch: kabungkus,) Bün-
del, (Zeug, etc;) Emballage, Couvert; Verband (von
Wunden.) d. umwickelt, eingepackt sein. — Gula
telo kabungkus, 3 Päckchen Zucker, (in Blätter ge-
wickelt.) — Laku benang isut indu bungkus su-
ratku, ich bitte um etwas Zeug zum Umschläge mei-
nes Buches. — ITabungkus, babungkus, bungkobung-
kus, eingewickelt, cingepackt, verbunden. — Bara-
bungkus, alle eingewickelt, etc. — Mamungkus, in
Päckchen, Packe thun, umwickeln, zudecken, ver-
binden. — Mamungkumungkus, ein bischen ma-
mungkus. — Hababungkus, liabungkobungkus, oft,
lange mamungkus. — Pamungkus, der gern, alles
umwickelt, etc.
BUNGO, bungon tanggoi, das kleine runde Käpp-
chen, welches in die Mitte des Tanggoi, grossen
Sonnenhutes, geflochten ist, womit der Tanggoi auf
dem Kopfe fest sitzt.
BUNGOH, die durch jemand im Streite getödte-
ten; (gewöhnlich gebraucht man dies Wort erst,
wenn er, der sie tödtete, auch im Streite gefallen
ist.) Naughe iä matäi, djari arä kea bungohe, mag
er gestorben sein, er hat doch viele erlegt. — Dja-
gauku toh dähen bulue, djari arä bungohe, dieser
mein Hahn ist fest von Federn, (stirbt nicht, wird
nicht besiegt,) schon viele hat er getödtet (in Hahnen-
gefechten.) — Mambungoh, auf Jagd etwas erlegen.
Iä buli mandop, aton kea mambungoh, er kehrt von
der Jagd zurück, er hat etwas erlegt.
BUNGU, kabungu, Gier; Gefrässigkeit, Fressgier.
Paham bungue olo tä kuman, mit grosser Gefrässig-
keit isst der Mensch. — Babungu, gierig, gefrässig. —
Bungubungu, ziemlich gierig. — Barabungu, alle
ziemlich gierig. — Pangabungubungu, alle gierig. —
Pangkabungu, am gierigsten.
BUNGUN, babungun, bungubungun, unvorsichtig,
vorwitzig, dummdreist; ohne Ursache, aufs Gerathe-
wohl. — jEla ikau babungun tokep danum, arä ba-
djai, geh nicht unvorsichtig dicht ans Wasser,
es sind viele Krokodille da. — Kwäka iä manenga
bungun bewäi, aton bukue, wie sollte er das ohne
Ursache geben! er hat seine Gründe. — Wajah djari
halau, brangai malan bungun wäi, die rechte Zeit
ist schon vorüber, aber lasst uns nur auf gut Glück
das Feld bestellen. — Mambungun, jemanden auflauern.
Arä bigal mambungun olo hong tumbang ita, viele
Räuber lauern den Menschen auf an der Mündung
unsres Flusses. — Kabungun, das aufs ungewisse
auf gut Glück thun. — Pambungun, der alles auf
gut Glück thut, der immer auflauert.
BUNJAT, junge Fische, Fischbrut, wird nur ge-
braucht von den Fischen: behau, miau, tahuman;
(doch für die Brut dieser Fische kann man auch
anak bilis, den gewöhnlichen Namen für Fischbrut,
gebrauchen.) — Habunjat, babunjat, bunjabunjat,
in Menge, sehr viele (zugleich: kleine;) klein. Ba-
bunjat oru lembut, das junge Gras sprosst in Menge
auf. — Anakm telotelo habunjat wäi, alle deine 3
Kinder sind nur klein. — Mamunjat, Bunjat fangen.
Pamunjat, der immer Bunjat fängt.
BUNJAU, i. q. bunot.
BUNJER, Gries, kleine Stückchen, (von Reiss,
Djagong, etc. durchs Stampfen beim Enthülsen.) —
Habunjer, mit Gries vermengt. — Babunjer, bunje-
bunjer, griesig, als Gries; davon dann: habunjer,
babunjer, bunjebunjer, viele (zugleich: klein.) Ba-
bundjer buhite, er sitzt voll kleiner Schwären. —
Barabundjer buhite, sie alle sitzen voll kleiner
Schwären. — Mamunjer, den Reiss von Gries säu-
bern.
BUNO, eine Lanze, oben mit 2 runden Wider-
haken; wird jetzt nicht mehr gemacht; die noch
vorhanden sind stammen aus alten Zeiten, und wer-
den nur bei Götzenfesten gebraucht. — Männli-
cher Name.
BUNO, Blutfehde, (in der man gegenseitig früher
ermordete rächt.) Bunon äwen bindai djari bageto,


80
BUN.
BUN.
ihre Blutfehde ist noch nicht abgerissen, (beendet.)
Solche Buno gehen oft bis auf die Kindskinder über,
bis sie endlich durch eine grosse basara, Untersu-
chung, beendet werden. Ersucht eine der Parteien
um solche basara, dann wird untersucht, wer oder
wessen Vorfahren die Hauptschuld am Buno gehabt
haben; der schuldige Theil muss dann eine Blanga
und andere Güter, oft zum Werthe von vielen tau-
send Gulden bezahlen. Ferner übergiebt jede Partei
der andern einen Sclaven, indu sapan buno, oder
indu sapan pahamban, zur Versöhnung, Reinigung
des Buno; der Sclav wird geopfert; darauf sind die
früheren Feinde dann wieder hurai, Freunde. —
Habuno, in Blutfehde mit einander leben.
BUNOT, bunjau, ein Baum, wird sehr dick; die
faustdicken, eckigen, grünlichen, säuerlichen Früchte
werden gegessen.—Habunot, habuabunot, mit lang-
gezognen Rauten, Vierecken bedruckt, (Zeug.)
BUNTAL, ein Knorpelfisch, (ohne Gräten;) kann
sich kugelförmig aufblasen; essbar, aber die Galle
soll tödtlich sein. Der buntal kalapa hat schwarzen
Rücken, gelbweissen Bauch, ist aufgeblasen so gross
als eine Kokosnuss; daher sein Name; — der buntal
pisang hat braungelben Rücken, weissen Bauch, ist
aufgeblasen so gross als ein Ei; — der buntal pion
oder buntal bahidjau hat dunkelgrünen Rücken,
weissen Bauch, so gross als der b. pisang. — Bun-
tal, weiblicher Name. — Bawoi buntal, s. bawoi.—
Matäi ingaruit buntal matam, stirb dass deine Au-
gen durch den Buntal ausgebohrt werden. (Ein Fluch,
i. e. stirb durch Ertrinken! — Die Buntal äsen auf
Leichen.) — Habuntal, Buntal irgendwo sein, leben.
— Babuntal, buntabuntal, kurz aber dick; dick (der
Bauch.) —• Barabuntal, alle kurz aber dick.
BUNTANG, Knopf, (auf einem Stabe, Flaggen-
stocke, etc.) — Habuntang, mit einem Knopfe ver-
sehen ßein. — Babuntang, buntabuntang, babuntang,
dick am Ende; dick. Paham bagawi iä, babuntang
tundjuke, er hat viel gearbeitet, seine Finger sind
dick. — Hababuntang, habuntabuntang, ziemlich
dick. — Barabuntang, alle dick. —Kabuntang, die
Dicke.
BUNTAT, einen grossen Knorren haben, (z. B. ein
Baum, welcher halb gebrochen war und wieder zu-
sammen gewachsen ist.)
BUNTAT, versagen, nicht losgehen, das Pulver
von der Pfanne brennen, (Feuergewehre;) dumm,
einfältig, (Menschen.) Tarakorku buntat, bisa san-
dawae, meine Büchse versagt, das Pulver ist nass. —
Buntat ikau, djaton harati augh olo, wie dumm du
bist, verstehst nicht was man sagt. — Babuntat,
buntabuntat, ziemlich dumm. — Barabuntat, alle
ziemlich dumm. — Pangabuntabuntat, alle dumm.
— Mamuntat, machen dass ein Gewehr versagt; dumm,
einfältig machen, (Krankheit einen Menschen.) Ma-
muntat palinget, Wespen beschwören, dass sie nicht
stechen, (dass ihr Stich versagt.) — Kabuntat, das
Versagen; die Dummheit. — Pamuntat, der Wespen
etc. beschwören kann, dass sie nicht stechen. — Ein
Sprichwort: buntat kaju tau hapan barapi, buntat
olo djaton, knorrig Holz (s. das obige buntat) kann
man zum Kochen gebrauchen, die Dummheit der
Menschen zu nichts.
BUNT AU, faulig, faulend, (Leichen, Aas, und
zwar in dem Maasse dass sie auf dem Wasser trei-
ben;) faul. Terai wäi manggau hantue, entai iä
buntau, kaduä liindai tä iä lampang, hört nur auf
seine Leiche zu suchen, wartet bis sie fault, noch
2 Tage, dann treibt sie oben. — Lalehan ikau buntau
nongkang andau, men ter batiroh bewäi, was bist du
faul den ganzen Tag, liegst und schläfst nur. —
Babuntau, buntabuntau, etwas verfault, faul. —
Barabuntau, alle etwas buntau. — Pangabuntabuntau,
alle buntau. — Mamuntau, verfaulen lassen. Kilen
keton mamuntau lauk toh, djaton keton munjahe,
wie lasst ihr doch diesen Fisch so verfaulen, ihr
salzt ihn nicht.. — Mamuntau arepe, sich an Faul-
heit übergeben. — Kabuntau, das verfault sein; die
Faulheit.
BUNTER, rund, (als ein Cirkel; als eine Kugel:
bulat.) — Bulan bunter, Vollmond. — Paham ka-
pähängku, bunter pikirku, kantäkantä djaton tau,
gross meine Sorge, rund meine Gedanken, dort und
dort es geht nicht, (i. e. wie ich auch nachsinne ich
finde keine Auskunft, Rettung). — Babunter, bun-
tebunter, ziemlich rund, (befehlend: ganz rund!) —
Barabunter, alle ziemlich rund. — Pangabuntebun-
ter, alle rund. — Mamunter, habunter dengan, etwas
ründen. — Mamuntemunter, ein bischen ründen. —
Hababunter, habuntebunter, oft, lange ründen. —
Tarabunter, rund gemacht, gebogen werden kön-
nen. — Pamunter, das rund, voll sein, (des Mon-
des.) Intu pamunter idjä rahian aku batolak, am
nächstfolgenden Vollmonde werde ich abreisen.
BUNTIL, ein Sack von grobem dickem Zeuge,
auf Reisen gebraucht. — Habuntil, einen Reisesack
haben, gebrauchen.
BUNTIS, das Bein zwischen Knie und Fuss. —
Bua buntis, die Wade. (Schienbein: rurur.)
BUNT1T, der Riss, Platz, das geplatzt sein. Hai
buntit klambingku, pahalau sekä, gross der durchs
Platzen entstandne Riss meiner Jacke, sie ist all zu
enge. — Babuntit, platzen, bersten. — Mamuntit,
platzen, bersten machen.
BUNTJO, (Bandjarsch,) die Ecken, Zipfel, (z. B.
eines Kopftuchs.)
BUNTOK, für einen Augenblick, vorübergehend,
(wird nur in Verbindung mit rarendeng, tapfer, ge-
braucht.) Rarendeng buntok, handjulo liadari tinai,
für einen Augenblick tapfer sein und gleich darauf
wieder laufen.
BUNTUS, dick, aufgeblasen, aufgebläht, (der Leib,
z. B. zu viel Wasser getrunken haben.) — Babuntus,
buntubuntus, etwas dick. — Mamuntus, aufblasen,
auf blähen. — Kabuntus, d. aufgebläht sein.
BUNTUS, i. q. bungkak. Bisa buntus, ganz durch-
nässt.
BUNTUT, Stachel, (der Bienen, Scorpione, etc.)
— Habuntut, einen Stachel haben. — Babuntut,
buntubuntut, als ein Stachel. Tjäh ikau manatak
babuntut ilihi olo, pfui, du hackst Gras als ein
Stachel, bleibst hinter den andern zurück, (i. e. viele
in einer Reihe Gras wegkappend, steht die unge-
kappte Reihe dessen der zurück bleibt als ein Sta-
chel aus.) —Tokep luas iä, djari babuntut knaie, sie
ist nahe ihrer Niederkunft, ihr Leib ist schon spitz
(hoch aufstehend.)— Barabuntut, alle babuntut. —
Mamuntut, habuntut dengan, stechen, (Bienen, etc.)
— Pamuntut, oft, gern stechend.
BUNTUT, ein Stück Zeug, welches man überein
Kind ausspannt um es gegen Mücken etc. zu schü-
tzen. — Mamuntut awau, Zeug über ein Kindchen
ausspannen.
BUNTUT kandang, der enge, lange Eingang in
einen umzäunten Platz, in welchem man wilde Thiere
fangen will.
BUNTUT kakumbang, ein Strauch mit kleinen,
weissen, viereckigen Blumen; die gestampften Blätter
werden als Arznei gegen Schwären gebraucht.
BUNUM, summend, schnurrend Getön; dumpf


BUP—BUR.
BUR.
S1
unverständlich Getön (vom Sprechen, durch zu gros-
sen Abstand, oder wenn jemand aus dem Hause
heraus zu einem draussen stehenden spricht; auch
wenn jemand für sich, in sich hinein spricht.) Ba-
balali bunume wäi, kedjau iä, sein dumpfer Ton ist
nur hörbar, er ist zu weit entfernt. — Bunum bu-
sat, oder butum bunum, ganz unverständlich. —
Babunum, bunubunum, summend, dumpf, unver-
ständlich. Angatku iä hong huma, babunum auglie,
ich denke er ist zu Hause, ich höre seinen Ton,
(seine Stimme) — Barabunum, überall summend, etc.
BUP, mebup, Getön z. B. wenn man einen Kür-
bis durchhaut, das Schnappen der Fische. — Me-
bomebup, wiederholt ein solches Getön.
BUPAH, s. upah.
BURABÃœRAH, s. baburah.
BUR AI, s. urai.
BURAK, das Klopfen (des Herzens, der Brust.)
Paham burak usokku awiku taräwen, stark das Klo-
pfen meiner Brust, weil ich erschrak. (Zielt übrigens
mehr auf das eigne. Gefühl, wenn die Brust auch
nicht wirklich klopft; schlägt sie wirklich, sichtbar:
rugap usok.) — Baburak, buraburak, klopfen. —
Hababurak, haburaburak, ein wenig klopfen.—Ba-
raburak usoke, es klopft ihnen allen das Herz.
BURAK, s. urak.
BURAKBARIK, um und um, von allen Seiten.—
Bahalap arut tä, burakbarik djari iriksaku, das Boot
ist gut, ich habe es von allen Seiten untersucht. —
Burakbarik iä imukul tempoe, er wurde von seinem
Herrn furchtbar durchgeprügelt. — Haburakbarik, von
allen Seiten besehen, schlagen, etc.
BUPiAN, weiblicher Name.
BUR ANG, weiblicher Name.
BURANGBARING, s. babaring.
BURAS, s. uras.
BURAU, s. burokburau.
BURiE, Schaum (der Wellen, beim Kochen, etc.) —
Weiblicher Name. — Karä kulangku uras olilie be-
lom, aku toh m anjak buräe mahin dia, alle meine
Verwandte können leben, ich aber ihrem Schaume
kann ich nicht einmal nachgehen, (stehe ihnen
weit nach; die Vergleichung bezieht sich auf den
Schaum, welcher beim Rudern entsteht; “kann so
wenig mit ihnen in einer Reihe rudern, dass ich
selbst dem Schaume ihres Ruderns nicht folgen kann.”)
— Kotak burä, das anhaltende Ermahnen, Tadeln. Iä
djaton malajan kotak buräe dengan anake, er hört
nicht auf sein Kind zu tadeln, (und es ist zugleich
doch kraftlos, hilft nichts.) — Buräbaräa, burä-
bräan, anhaltend tadeln, ermahnen.— Haburä, ba-
burä, buräburä, schuimen. Paham kalaite, ba-
burä njamae, stark sein Zorn, es schäumt sein Mund.
— Mambesäi sampai baburä sapan tulang, rudern
bis die Gelenke schäumen. — Hababurä, haburä-
burä, ein wenig schäumen. — Baraburä, alle, oder
einer stark, überall schäumen. — Mangotak mam-
burä, i. q. buräbaräa.
BUREK, Schnupfen, Piotz, (in der Nase.) — Habu-
rek, Schnupfen haben (z. B. awi isak, durch Erkäl-
tung.) — Baburek, bureburek, etwas Schnupfen ha-
ben; als Schnupfen, Rotz, (aussehen;) mit Schnu-
pfen beschmiert sein. — Burekbarekan, überall mit
Rotz beschmiert. — Baraburek, alle Schnupfen ha-
ben. — Pahaburek, der oft am Schnupfen leidet,
immer verstopfte Nase hat. Pahaburek aku, se-
basebal aughku, ich leide immer am Schnupfen,
dumpf ist meine Stimme.
BURENG, nicht voll, nicht viel tragen, leer, (der
Reiss, nur wenig Körner in einer Aehre;) dumm,
einfältig. Bureng ikau, suni wäi, du bist ein Dumm-
kopf, schweig nur still. — Babureng, burebureng,
ziemlich bureng. — Barabureng, alle, überall nicht,
voll tragen, alle etwas dumm. — Pangaburebureng
nur: alle dumm. — Mambureng, bureng werden las-
sen, (Würmer, die Hitze den Reiss.) — Tantai iä
mambureng arepe, iä harati gawi tä, absichtlich
stellt er sich dumm, er versteht die Arbeit wohl. —
Kabureng, das ohne Früchte sein; die Dummheit.
— Panqkabureng, am leersten, am dümmsten.
BURIBURI, s. baburi.
BURING, Hplzkohlen; (Kohlen von andern Din-
gen: karäwo;) Russ. Kalapapa tä bunggut buringe,
bahalap bapa manasal, das Kalapapaholz dauerhaft
seine Kohlen (i. e. sie halten lange Feuer,) es ist
gut zum Schmieden zu gebrauchen. — Paham kaha-
bae, helat henda dengan buring, heftig seine Krank-
heit, zwischen Gelbwurz und Russ (ist seine Farbe,
er sieht gelbschwarz aus.) — Haburing, Kohlen,
Russ haben; berusst; einander schwarz machen, be-
schmutzen. — Baburing, buriburing, als Kohlen,
Russ, schwarz, schmutzig. — Baraburing, alle schwarz,
schmutzig. — Mamburing, schwarz, schmutzig ma-
chen. — Mamburimburing, ein wenig schwarz ma-
chen, beschmutzen. — Hababuring, haburiburing,
imfner, oft beschmutzen. — Pamburing, der oft, al-
les schwärzt, beschmutzt.
BUROK, wiederum; anhaltend, immer. (Kann nur
mit äla, djaton, nicht, verbunden gebraucht wer-
den, äusser wenn das Subject nochmals wiederholt
wird.) Bari, burok bari kinan ita, Reiss, immer
Reiss essen wir. — TEla ikau burok manakau, stiehl
nicht immer, (oder: nicht wieder.) — JEla ikau bu-
roburok (baburok) manakau, stiehl nicht wieder,
(selbst geringe Dinge nicht.) — Burolcbaroka, für
dasselbe wiederum. Arutku imiliku äpat pulu, in-
djualku tinai burokbaroka tä kea, mein Boot hatte
ich gekauft für 40 (seil, kiping, ä 2 fl.,) ich
habe es für dasselbe wieder verkauft. — Burokbu-
rau, immer, beständig, (kommen und gehen.)
BURONG, Vögel. — Männlicher Name. — Olo
tä olo burong, cler Mensch ist ein Vogel-Mensch,
(i. e. ein beständig umhervagabondirender Mensch.)
— Haburong, Vögel irgendwo sein; mit Vögelge-
stalten bedruckt, (Zeug.) — Baburong, ungezählt,
im Ganzen, (etwas kaufen.) — Hamburong, Jagd auf
Vögel machen. — Pahamburong, ein Vogelsteller.
BURUH, vermiethet sein; Miethe. — Aku djaton
djipäe, buruh bewäi, ich bin sein Sclav nicht, habe
mich nur ihm vermiethet. — Pirä buruhm idjä bu-
lan, wie viel Miethe erhältest du in einem Monate?
— Barohan, Miethling. — Mamburuli, Menschen
miethen, in Dienst nehmen. — Pamburuh, der oft
Menschen miethet.
BURUP, Getön vom Gehen, vom Schlagen der Vö-
gel mit den Flügeln, von kochendem Reiss, von
einer Trommel. — Narai burup hetä, bawoi hadari,
was ist dort für ein Getön, laufen Schweine dort?
— Baburup, buruburup, solch ein Getön machen. —-
Baraburup, überall solch Getön. — Burup auch :
das Stehenlassen, nachkochen lassen des Reisses auf
schwachem Kohlenfeuer, nachdem er barapi, gekocht
ist. Bari batekang, djaton ombet burupe, der Reiss
ist hart, er hat nicht genug nachgekocht. — Habu-
rup, (intrans.) auf schwachem Kohlenfeuer kochen. —
Mamburup bari, den Reiss auf schwachem Kohlen-
feuer nachkochen lassen.
BURUP, burup äbes, Stippchen, Schweissstipp-
chen, Schweissausschlag; (der in Indien sogenannte
“rothe. Hund.”) — Baburup, buroburup, baburup,
11


82
BUR—BUS.
BUS—BUT.
solche Stippchen haben. — Bataburup, alle solche
Süppchen haben, einer voll solcher Stippchen.
BURUP barap, s. barap.
BUTOP burup, s. butop.
BURUS kaburus, die Dicke, das Ausstehen (des
Bauches.) — Haburus, baburus, baruburus, dick,
ausstehend. — Baraburus knain äwen, sie haben
alle dicke Bäuche.
BURUT, ein Bruch (an den Schamtheilen, oder
doch in der Nähe derselben.) — Baburut, einen
Bruch haben.
BURUT, der faserige Stoff, in welchen die Milch
der Kokosnuss verändert, wenn die Nuss anfängt
auszuwachsen. — Haburut, solch Burut enthalten,
(Kokosnüsse.)
BUS, busup, habus, Ausruf um Schweine zu ver-
jagen. — Mebus, habus, pfeifend, rauschend; durch-
dringend. — Mebus iä mamuno bawoi, pfeifend
(dass es pfeift, kräftig, durchdringend) sticht er das
Schwein. — Mamebus, mebumebus, anhaltend solch
Getön. Paham riwut, mebumebus, stark der Wind,
er brauset. — Baramebus iä mahimon apui, anhal-
tend und stark blässt er das Feuer an.
BUS AH, s. usah.
BUSAT, s. bunum.
BUSAU, kabusau, das trunken, betrunken, be-
täubt sein, Trunkenheit, (von Arak, Gift, Tabak,
Seekrankheit, etc.) — Djari salawah busaum malern,
ist deine gestrige Trunkenheit über? — Babusau,
betrunken, betäubt sein. — Babusau riak, Wellen
trunken = seekrank sein. — Aku sampai babusau
mahining kotake, ich bin wie betäubt davon ihn
schwatzen zu hören. — Busabusau, ein wenig be-
trunken, betäubt. — Barabusau, alle betrunken,
betäubt sein. — Mambusau, trunken machen, be-
täuben. — Mambambusau, mambusambusau, ein we-
nig trunken machen. — Ilababusau, habusabusau,
oft trunken machen. — Pamöusau, der gern andere
trunken macht; der leicht trunken wird. — Terai
mihop toh, tawam ikau puna pambusau, höre jetzt
auf mit trinken, du weisst dass du leicht trunken
wirst.
BUSENG, ertrinken.—Matäi buseng, ertrinkend
sterben. — TEla nalua anakm tokep danum, belä
iä buseng, lass dein Kind nicht nahe ans Wasser
gehen, dass cs nicht ertrinke. — Buseng urongku
awi karam talo hetä, ertrunken ist meine Nase (es
cckclt ihr gewaltig) vom Gestank des Aases dort.—
Buseng pindingku mahining aughe haradjur, es betäubt
meine Ohren, (es thut ihnen wehe) sein unaufhörlich
Geschwätz zu hören. — Buseng atäiku, djaton katawan
pikir hindai, rathlos ist mein Herz, ich weiss kei-
nen Ausweg mehr. — Babuseng, busebuseng, ziem-
lich Eckel haben, rathlos sein. — Barabuseng, alle
Eckel haben, etc. — Kabuseng, Eckel, Rathlosig-
keit. — Mambuseng, habuseng dengan, ertränken,
Eckel erwecken, etc. — Mamambuseng, mambusem-
huseng, etwas Eckel erregen, etc.
BUSI, s. usi.
BUSIK, s. usik.
BUSOK, kleine schwarze Käfer, so gross als kleine
Ameisen; thun viel Schaden an Holzwerk, Reis, etc.
— Paham paräiku awi busok, mein Reiss wird stark
durch die Busok gefressen. — Halangae iä tatau,
karäh busoke dumah lepah ramoe, er mag für eine
Zeitlang reich sein, seine Busok (== Unglück) wer-
den über ihn kommen, und seine Güter werden
auf sein.— Iä tä puna busok Pulopetak, er ist der
Busok Pulopetaks, (durch ihn kommt alles Unglück,
er stiehlt immer, richtet Schaden an.) — Habusok,
durch Busok zerfressen. — Barabusok, alle, oder
überall durch Busok angefressen. — Babusok, buso-
busok, hababusok, habusobusok, ein wenig durch Bu-
sok angefressen; etwas dumpfig, schimmelich riechen.
(Reiss, etc.) — Mamfittsoß, verderben, zu Grunde
richten. — Ikau mambusok ramongku, du verdirbst
meine Sachen.
BUSONG, Sandbank, (auch wenn sie nicht aus
dem Wasser steht, also:) Untiefe. — Habusong,
Sandbänke oder Untiefen irgendwo sein. — Babu-
song , busobusong, als eine Sandbank, in einer lan-
gen Reihe, einem länglichen Haufen, (z. B. Früchte
irgendwo liegen.) — Mambusong, in lange Reihen,
längliche Haufen legen.
BUSONG, stark, lebhaft, (Wunsch, Verlangen.) —
Iä djaton tarabalang, busong huange omba, er lässt
sich nicht zurück halten, stark ist sein Wunsch
um mitzugehen. — Kabusong, die Stärke (des Ver-
langens.)
BUSONG, die monatliche Reinigung, die Mond-
stunden nicht haben, (Frauen.)
BUSOR, i. q. butjor.
BUSUP, s. bus und tambusup.
BUSUT, die Erhöhung mitten auf der Garantong,
(malaiisch Gong, kupferne Kesselpauke,) worauf man
sie bespielend schlägt. — Männlicher Name.
BUTA, benang buta, grobes, weisses Zeug, zu
Segeln, Säcken etc. gebraucht. S. auch butä.
BUTABUTAT, s. babutat.
BUTAH, ein von Rottan geflochtner Kiepenkorb,
welcher an Tragbändern auf dem Rücken getragen
wird. — Habutah, eine Butah haben, gebrauchen.
— Butabutah, als ein Butah (von Gestalt.) — Ba-
butali, etwa ein Butah voll (Sachen.) — Babutabu-
tah, viele Butah voll. — Aku malauk, babutabutah
ulihku, ich bin am Fischen gewesen, viele Körbe
voll habe ich gefangen.
BUTANG, s. utang.
BUTATULI, s. butä.
BUTtE, männlicher Name. — Butä, kabutä, das
blind sein, Blindheit. (Bilas wird oft zur Verstär-
kung hinter butä gefügt.) — Buabuali ikau manan-
djong hamalem, mikäh ikau manampa butäm, (butä
bilasm,) sei vorsichtig, wenn du des Abends gehst,
du möchtest sonst deine Blindheit machen, (i. c.
irgendwo gegenstossen, dass du blind würdest.) —
Lalehan butäm tantarang kaju bakarinah hong dja-
lan, erstaunlich deine Blindheit, stösst gegen Holz,
welches deutlich im Wege liegt. — Babutä, blind,
blind sein. — Butäbutä, die Augen zufallen lassen
(vor Müdigkeit;) auch: faul. — Ikau butäbutä, kä-
läh lius batiroh, die Augen fallen dir zu, geh nur
schlafen. — Iä butäbutä melai huma wäi, djaton
talo gawigawie, er sitzt nur faul zu Hause und thut
gar nichts. — Barabutä, allen die Augen dicht fal-
len.— Butä badengen, oder das Bandjarschc, buta,
butatuli, blind und taub, i. e. unvorsichtig, un-
aufmerksam, nachlässig. — Manandjong butä ba-
dengen, djaton mitä sambil gantau, unvorsichtig
gehen, weder rechts noch links sehen, (nur zupat-
schen.) — Gawim butatuli, djaton mingat ampin
kabuahe, deine Arbeit ist sehr nachlässig, du ach-
test nicht darauf es recht zu machen. — Pangabu-
täbutä, alle als blind, unaufmerksam. — Afamtaä,
mampabutä, pabutä, blind machen, (z. B. Krank-
heit etc. jemanden.) — Hambutä, immer mit ge-
schlossenen Augen liegen, (Kranke.) Paham kea
kahabae, hambutä iä, heftig doch sein Kranksein,
er liegt immer mit geschlossenen Augen.
BUTENG, lange Zeit können tauchen. — Ba-


BUT.
BUT—DAD.
83
buteng, butebuteng, ziemlich lange tauchen können.
— Pangabutebuteng, alle ziemlich lange tauchen
können. — Pangkabuteng, am längsten tauchen kön-
nen. — Kabuteng, das lange aushalten können (zu
tauchen.) — Has, koä habuteng urong, wohlan, lass
uns beiden die Nasen tauchen, (nur die Nase und
den Al und ins Wasser stecken und sehen wer es
am längsten aushält.)
BUTIH, Warze. Papa ampie iä, butih hai hong
totok uronge, hässlich sein Aussehen, hat eine
grosse Warze auf der Spitze der Nase. — Bu-
tih papat, butih lindong, kleine Warzen, welche
gewöhnlich in grosser Zahl auf einmal erscheinen,
aber nach 4—6 Monaten wieder verschwinden. —
Butih lanan, eine krebsartige Schwäre, dunkelroth,
wird etwa so gross als eine Pinangfrucht, bricht
dann auf und beginnt zu faulen, blutet bei der
geringsten Berührung, und frisst immer weiter, bis
der Mensch stirbt. — Habutili, Warzen haben. —
Barabutili, alle, oder einer überall Warzen haben.—
Babutih, butibutih, als eine Warze.
BUTJOR, busor, (Bandjarsch, = paham djala-
nen,) sehr leck. (Boot, Schiff.) — Iä kuman paham
enjak bawoi, butjor iä karäh, er isst viel Schweine-
fett , er wird sehr leck werden, = Durchfall erhalten.
BUTOH, s. baputan.
BUTOL, abgeneigt, ungern; faul, langsam. — Iä
butol sohoe, er thut alles, was ihm geheissen wird,
ungerne. — Babutol, butobutol, ziemlich abgeneigt,
etc. — Barabutol, alle ziemlich butol. — Panga-
butobutol, alle butol. — Mambutol, abgeneigt, ab-
wendig machen; langsam, zögernd werden lassen.—
Hiningku wäi kahau olo ndau, tapi ihatku aku
mambutol arepku, ich habe wohl das Rufen der Leute
vor kurzem gehört, aber absichtlich habe ich mit
meinem Kommen gezögert. — Mambutombutol, etwas
abgeneigt machen, etc. — Hababutol, liabutobutol,
oft, lange abgeneigt machen. — Kabutol, Abkehr,
-Abgeneigtheit, Faulheit, das Zögern.
BUTON, ein Baum, der Stamm mit Dornen be-
setzt; Bast röthlich; hart, dauersam’Holz.
BUTONG, eine Art Melone; die Früchte wachsen
sehr schnell, wenn sie fast reif sind erscheint eine
mehlartige Substanz darauf, kasai genannt. — Batuä
butong ita djari hakasai, unser Butong wird reif,
es sitzt schon Kasai darauf, (mit diesen Worten be-
spottet man schorfige Menschen.)— Habutong, unzu-
verlässig, prahlerisch. — JEla harap aughe, iä puna
habutong, hoffe auf seine Worte nicht, denn er ist
ja unzuverlässig. (Das Fleisch der butong ist faserig,
nicht fest.) — Babutong, butobutong, fett und glatt,
schnell wach send, (von Kindern und jungen Thie-
ren gebraucht.) — Barabutong, alle fett und glatt.
— Kabutong, das fett und glatt sein.
BUTOP, (nach einer Zahl: kabutop,) ein Klum-
pen (Erde, Zucker, Gold, etc.;) der Rädelsführer,
Anstifter, (von bösen Dingen.) — Iä butop kasala,
ikäi toh pahir bewäi, er ist der Anstifter dieser bö-
sen That, wir sind nur verleitet. — Gula äpat ka-
butop, 4 Klumpen Zucker. — Babutop, butobutop,
habutop, als ein Klumpen; in Klumpen, bei Klum-
pen (etwas verkaufen.) — Barabutop, butopbatopa,
in vielen Klumpen, überall Klumpen.
BUTOP burup, still, ruhig, nicht sprechen, nicht
zwisten. — Iä bagawi haradjur butopburup, er arbeitet
beständig still für sich fort. — Iä melai butopburup,dja-
ton haklahi dengan olo, er lebt ruhig für sich, zwistet
mit niemand. — Mambutop, mambutop mamburup,
sich still halten, schweigen. Isekku iä mambutop
wäi, wenn ich ihn frage schweigt er nur.
BUTOR, Gries, Reissstückchen unter dem Mehle;
kleine Stippen, i. q. burup. — Awi kadiam tempä
arä butore, weil du faul gestampft hast, ist viel Gries
(unter dem Mehle.) — Babutor, butobutor, habu-
tor, grob, griesig; Stippen haben. — Bafabutor,
sehr griesig; alle, oder 1 überall Stippen haben.
Afam&tttor, Stippen haben. Hapus berengku mam-
butor awi bitik, mein ganzer Körper sitzt voll Stip -
pen durch die Ameisen, (welche mich gebissen
haben.)
BUTUN bunum, s. bunum.
DADAH, das gebraten werden, sein, (an ein Holz
gesteckt oder auf einem Rost über dem Feuer.) —
Pahalau dadahe, bakähu, zu viel sein gebraten sein,
es verbrennt. — Besäi äwen kindjap dadahe, awi
tä ita djaton ladju, ihre Ruder oft ihr gebraten
sein, (i. e. sie halten sie über dem Wasser, so als
man etwas was gebraten wird über’m Feuer hält,)
dcsshalb gehen wir nicht schnell voraus. — Lalehan
kabangangm, pundang dadah, gross ist deine Unge-
zogenheit, du gebratner getrockneter Fisch! (Ist ein
Scheltword.) — Dadadah, dadadadah, lange Zeit
braten, (neutrum.) — Mandadah, hadadah dengan,
braten, (activ.) Hadat ikäi amon dumah manga-
njau mandadah takolok awang iulih ikäi, unsere
Weise ist es, wenn wir kommen vom Köpfeschnel-
len, zu braten die Menschenköpfe, welche wir er-
halten haben. — Manandadah, mandadandadah,
ein bischen, kurze Zeit braten. — Hadadadadah,
oft, anhaltend braten. — Pandadali, der oft, alles
brädt; — der das Ruder oft über dem Wasser
ruhen lässt.
DADAHA, s. daha.
DADAILEI, dahädahäi, hadahäi, verlegen, be-
schämt sein. — Aku dadaliäi hamauh dengan oio
hai, ich bin verlegen, wenn ich mit grossen Leuten
sprechen muss. — Dahädahäi ampie tagal kasalae,
er sieht beschämt aus über sein Unrecht. — Bara-
dahäi, alle verlegen, beschämt.
DADAHOP, eine Schlingpflanze; vom Baste der-
selben macht man Stricke.
DADAHUKONG, i. q. dadukong.
DADAJAK, dajadajak, hadajak, wackelnd gehen,
(kleine Kinder; auch kleine, kurze erwachsene Men-
schen ; lange Menschen : kohakkahik.) — Kadajada-
jak, immer, noch immer wackelnd gehen. — Ba-
ra dajalc, alle wackelnd gehen.
DADAJOK, dajodajok, hadajok, breit aber kurz,
(Messer, Schwert.) — Pisaum dadajok, mangat ma-
netek kaju, bahali manatak, dein Hackmesser ist
breit und kurz, es ist gut um Holz damit zu
hacken, aber mühsam Gras zu kappen. — Barada-
jok, alle breit und kurz.
DADAJONG, dajodajong, i. q. dadajok.
DADAKAP, dakadakap, hadakap, die Beine von
einander, und die Arme weit vom Leibe abstehend
(gehen.) — Hadadakap, hadakadakap, ein wenig
dadakap (gehen). — Baradakap, alle so gehen.
DADAMAK, damadamak, dick aber kurz, (der
Körper.) — Baradamak, alle dick und kurz.
DADANGA, dangadanga, nach vorn übergebo-
gen (sitzen.) — Iä mondok dadanga basokah sikoe,
11*


84
DAD.
DAD.
er sitzt nach vorn übergebogen, sich auf seine Ellen-
bogen stützend. — Kadangadanga, lange, anhal-
tend, noch immer nach vorn übergebogen. — Ba-
radanga, alle nach vorn übergebogen. — Mandanga
arepe, sich nach vorn überbeiigen.
DADANG^E, s. badangä.
DADANGING, dangidanging, faul, nichts thuend.
— Iä melai dadanging, busik bewäi, er lebt nichts
thuend, spielt nur. — Dungangdangingi durchaus
nichts thuend, ganz faul. — Baradanging, alle
faul. — Mandanging arepe, faullenzen, sich an Faul-
heit übergeben.
DAD AN GK AN G, dangkadangkang, ausstrecken,
(die Arme, z. B. beim Straucheln;) mit Hülfe der
Arme, sich auf die Arme stützend (aufstehen.) —
Baradangkang, alle die Arme ausstrecken.
DADANGKING, dangkidangking, wird zur Ver-
stärkung hinter andiandi, spöttisch, gefügt. Hat
dieselben Ableitungen als andiandi, welche hinter
die entsprechenden Ableitungen von andiandi ge-
fügt werden.
DADANGOK, dangodangok, hadangok, aufgerich-
tet, aufgehoben, krumm in die Höhe stehen, (z. B.
der Kopf von Schlangen, von liegenden Menschen,
der Stiehl eines Löffels.) s. dangok.
DADAP, ein Baum, wird mittelgross, hat schöne
rothe Blüthen; die in die Erde gesteckten abgehaue-
nen Zweige wachsen leicht und schnell an; wird
viel am Rande von Brunnen etc. gepflanzt, um das
Abfallen der Ufer zu verhindern. — Biwihe kilau
kambang dadap, seine Lippen sind als Dadaps-
blüthcn, (i. e. schön roth.)
DADAPAK, dapadapak, mit zusammengezogenen
Beinen sitzen, (wie ein Frosch, etc.) — Ka oder
badapadapalc, lange, noch immer so sitzen. — Ba-
radapak, alle so sitzen.
DADAPOHAN, i. q. lalambohan.
DADAPUR, dapudapur, hoch, gross ausstehend
da liegen, (grosse Thicre.) — Hadangan dadapur
penda kaju hetä, der Büffel liegt dort unter dem
Baume, (hoch ausstehend, gut sichtbar, da er ja
ein grosses Thier ist.) — Baradapur, alle liegen. —
Mandapur, sich legen, (grosse Thiere.)
DADAR AK, s. darak.
DADÄSEN, dasedasen, wund, versehrt, (durch
Nässe, z. B. kleinen Kindern der Mund durch oft
auslaufenden Speichel, die Beine, wenn man in nas-
ser Kleidung geht.) — Dadasen tusu, zu früh ent-
wöhnt. — Awau haban dadasen tusu, das Kindchen
ist krank, weil es zu früh entwöhnt ist. — Kcida-
sedasen, noch immer wund. — Baradasen, alle
wund.
DADATING, datidating, auf den Händen (tra-
gen.) — iEla mäton talo tä dadating, imbing toto-
toto, trag das Ding nicht auf den Händen, fass es
fest. — Mandating, hadating dengan, auf den Hän-
den tragen. ■— Manandating, nianclatindating, kurze
Zeit etwas auf den Händen tragen. — Hadadating,
hadatidating, oft, lange etwas auf den Händen tra-
gen. — Baradating, alle etwas auf den Händen
tragen.
DADAU, daudau, hadau, i. q. das gebräuchlichere
rarau, betrübt, verlassen, getäuscht. Dieselben Ab-
leitungen als bei rarau.
DADAUR, s. daur.
DADAUS, daudaus, breit und lang; (Boot; breit
und kurz.- gagowang.) — Baradaus, alle breit und
lang.
DADEKAP, dadepak, gross, (nur gebraucht von
den weiblichen Schamtheilen.)
DADEKtEH, dekädekäh, breit und gross empor
stehend, (dicke Menschen sitzend; stehend: tate-
reng.) — Baseput haliai olo tä dadekäll iä mondok,
der Mensch ist sehr fett, breit und gross sichtbar
sitzt er da. — Kadekädekäh, lange, immer noch
dadekäh. — Baradekäh, alle dadekäh.
DADELAI, deladelai, i. q. das gebräuchlichere
tatelai, abhängen. Dieselben Ableitungen als bei
tatclai.
DADEMAM, demademam, hademam, dick und
fett, (das Gesicht der Menschen, Köpfe der Fische.)
— Mahamen koae, hadari, tä dademam baue tinai,
sie schämt sich, sagte sie, und ist fort gegangen,
aber da sieht ihr Gesicht wieder dick her (z. B.
durch die halbgeöffnete Thür, durch ein Loch.) —
Kademademam, lange, immer noch dick und fett
(sich zeigen.) — Behau kademademam saran sungäi,
der Behau (ein Fisch) zeigt immer noch seinen dicken
Kopf am Ufer des Wassers. — Barademam, alle
dick, überall sich dick zeigen.
DADENGEK, dengedengek, i. q. das gebräuch-
lichere rarengek, kurz, (der Hals.) Ableitungen wie
bei rarengek.
DADENGKOR, dengkodengkor, i. q. dadeko.
DADEPAK, i. q. dadekap.
DADEREP, s. baderep.
DADETENG, detedeteng, schallen, (das Getön
der Katambong, Trommel, einer Balian; viele Ba-
lian bei einander: babulep.) — Dadeteng augh ka-
tambong olo blian hong lmma tä hapus alem, es
schallt das Getön der Trommel der (einen) Balian
in dem Hause die ganze Nacht. — Baradeteng,
überall (in allen Häusern) erschallen (das Trommeln
der Balian, so dass in jedem Hause nur eine ist.)
DADIKAL, dikadikal, Radikal, i. q. das gebräuch-
lichere dadipal.
DADIKI, dikidiki, hadiki,auf den Zehen stehen oder
gehen.— Awi dadiki ikau, tä sampai bua, stell dich
auf die Zehen, dann wirst du die Frucht erreichen
können.—Baradiki, alle auf den Zehen stehen oder
gehen. — Buhen ikau manandjong wiandfA;? paim
(oder: manandjong dadiki,) pähä t.atapm, weshalb
gehst du auf die Zehen stellend deinen Fuss, tliun
deine Fusssohlen wehe? — Manandiki, mandikin-
diki pai, ein wenig auf den Zehen gehen. — Ka-
dikidiki, lange, immer noch auf den Zehen stehen,
gehen.
DADINGI, dfngidingi, hadingi, verlegen sein,
sich fremd, einsam, verlassen fühlen, (z. B. in der
Fremde, unter fremden Menschen.) — Baradingi,
alle sich fremd fühlen. — Kadingidingi, sich immer
noch fremd fühlen.
DADIPAL, dipadipal, hadipal, hinkend, lahm
(gehen, z. B. wenn man eine Wunde an der Fuss-
sohle hat.) — Ka, oder badipadipal, noch immer
hinkend. — Baradipal, alle hinkend.
DADOHOP, s. dohop.
DADUGOL, dugodugol, ausstehend, — sagt man
vom Kopfe des Krokodills, weil dessen Augen aus
dem Kopfe hervor stehen; auch von einem liegenden
Baumstamme, wenn 2 einander gegenüberstehende
Knorren daran sind. — Batang tä dadugal kilau
takolok badjai, der Baumstamm hat 2 einander ge-
genüberstehende Knorren, als der Kopf des Kro-
kodills.
DADUIT, duiduit, haduit, lahm, und zugleich
gekrümmt und wankend (gehen, z. B. wenn man
eine grosse Schwäre am Hintern hat.) — Dukang-
duit, in starkem Maasse also gehen. — Kadukang-
duil, immer noch sehr lahm gehen. — Kaduiduit,


immer noch lahm gehen. — Manduit para, den Hin-
tern (i. e. den Rücken) krumm ziehen, (beim Gehen.)
DADUKANG, dukadukang, hadukang, mandu-
kang, ganz schräg, zur Erde niedergebogen. — Da-
dukang humae bilak rantep petak, sein Ilaus hängt
sehr stark über, fast bis zur Erde. — Iä dadukang
mamjembah radja, zur Erde niedergebogen betet er
den König an. — Hadadukang, hadukadukang,
mandandukang, mandukandukang, etwas dadu-
kang. — Kadukadukang, lange, immer noch dadu-
kang. — Baradukang, alle dadukang. — Mandu-
kang arepe, sich niederbeugen.
DADUKrE, dukädukä, hadukä, mandukä, i. q.
djadjukä; dieselben Ableitungen.
DADUKER, dukeduker, etc. i. q. djadjukä; die-
selben Ableitungen.
DADUKONG, dukodukong, dadahukong, hurkend,
hurken, kauern, in der Hurke sitzen. — Kaduko-
dukong, lange und noch immer kauern. — Bara-
dukong, alle kauern.
DADUKOP, dukodukop, hadukop, rund aus-
stehen, (z. B. der Rücken von Schildkröten, Knor-
ren an Bäumen, Geschwelle an Händen und Füs-
sen; — an andern Theilen des Körpers: mamungko.)
— Baradukop, alle, an allen, oder an einem
überall rund ausstehen. -— Ka- oder badukodukop,
fortwährend rund ausstehen. — Dukopdakopa, in
grosser Menge rund ausstehen. — Badjoko hong tum-
bang ita dukopdakopa intu baras, die Badjoko (Art
Schildkröte) stehen in grosser Menge rund aus (i. e.
sind, liegen in grosser Menge) im Sande an der
Mündung unseres Flusses.
DADULAI, duladulai, hadulai, mandulai, an etwas
herabhängen, an etwas hängen, (nicht runde,sondern
lange Gegenstände, vorzüglich gebraucht von den
Waffen womit man umgürtet ist.) — Tampong pa-
räi dadulai lietä hong toros akan Djata, ein Büschel
Reiss hängt dort am Pfeiler herab für den Djata,
(Wassergott, ihm zum Opfer.)—• Kaduladulai, fort-
während herabhängen. —■ Baradulai, alle, überall
herabhängen. — jEwen tatap baklahi, baradulai
mandau inangkinge, sie sind fertig zum Streite, es
hängen herab (an allen) ihre umgürteten Schwerter.
DADULUM, duludulum, rundlich und stumpf,
(nicht spitz.) — Baradulum, alle rund und stumpf.
DADUMAM, dumadumam, hadumam, stumpf,
(nicht spitz; nicht scharf: tumpul, tampak.) ■—- Ba-
radumam, alle stumpf.
DADUMPAK, dumpadumpak, i. q. dadumpek.
DADUMPEK, dumpadumpek, kurz und hässlich,
unförmlich; (kurz und schön, zierlich: rarindik,
nanatak.) — Iä bahalap, banne dadumpek, sie ist
schön, ihr Mann ist ein kurzer hässlicher Kerl. —
Baradumpek, alle kurz und hässlich.
DADUNGA, dungadunga, hadunga, mandunga,
ausstehen, (der Kopf beim Schwimmen; Knie, El-
lenbogen etc. bei sehr mageren Menschen.) — Ha-
dadunga, hadungadunga, manandunga, mandan-
dunga, mandungandunga, etwas ausstehen. — Ka-
oder hadungadunga, fortwährend ausstehen. — Ba-
radunga, alle, viele, überall ausstehen.— Tä bawoi
dimpah, baradunga takoloke, da schwimmen Schwei-
ne über den Fluss, übcral stehen ihre Köpfe aus.
DADUNGAR, dungadungar, rarungar, rungarun-
gar, kahl, glatt, (der Kopf, entweder geschoren
oder mit Oehl gesalbt seiend.) — Kadungadungar,
fortwährend glatt. —■ Baradungar takoloke, sie ha-
ben alle glatte Köpfe.
DADUNGKANG, dungkadungkang, i. q. djadjung-
kang; dieselben Ableitungen.
DADUNGO, dungodungo, mandungo arepe, sich
stumm und steif halten, (bei Besuchen, nicht ge-
sprächig sein.) —• Kadungodungo, sich fortwährend
stumm und steif halten. — Barandungo, alle stumm
und steif.
DADUNGOR, dungodungor, mandungor, dick und
glatt, ohne viele Wurzeln, (in der Erde wachsende
Früchte.) — Baradungor, mandungormandungor,
alle, viele, überall dick und glatt. — Uwi bara-
dungor hong tanangku toh, die Uwi (eine Erd-
frucht) stehen in grosser Menge dick und glatt auf
diesem meinem Felde.
DADUPA, ein kleiner irdener Topf; wird ge-
braucht um zu räuchern.
DADURAH, s. badurah.
DADURUT, durudurut, s. hadurut.
DAGANG, Händler; Handelswaren. —Kwe dagang
idjälietä nah, wo ist der Händler, welcher eben dort
war ? — Narai dagange (oder: dagangae,) was hat er für
Handelswaren? — Dagangan, Handelswaren.—■ Ba-
dagang, handeln, Handel treiben,kaufen, verkaufen,
um etwas handeln.— Iä djaton malan, badagang be-
wäi, er treibt keinen Ackerbau, er treibt nur Handel.—
Olo badagang, Handelsmann. — Olo badagang arut
hetä, man handelt dort um ein Boot. — Badada-
gang, badagadagang, immer Handel treiben; ein
bischen Handel treiben. — Mandagang, badagang
dengan, zum Verkauf anbieten, zum Verkauf
umher bringen. ■— Labih telo bulan djari aku man-
dagang arutku, djaton pajo, länger als 3 Monate
schon bringe ich mein Boot zum Verkauf umher,
aber ich habe es nicht abgesetzt. — Hadagang,
an einander verkaufen, mit einander um etwas
handeln. —■ Hadadagang, badagadagang, oft, lange
zum Verkauf anbielen. —■ Taradagang, gehandelt
werden können. — Hong Kapuas djaton tarada-
gang, arä bigal, in Kapuas kann man nicht Handel
treiben, es sind viele Räuber dort. •— Djaton tara-
dagang olo tä, pahalau rarang talo indjuale, mit
dem Menschen kann man keinen Handel treiben,
es ist all zu theuer was er verkauft. — Pandagang,
der gern handelt, der das Handeln versteht; —
pandagang enjoh, der immer Kokosnüsse verkauft;
— pandagang Kahaian, der oft nach Kahaian Han-
del treibt. (Djudi und dessen Ableitungen wird oft
zur Verstärkung hinter dagang und dessen Ablei-
tungen gefügt.)
DAGÄU, zärtliche Benennung, welche Eltern ihren
Söhnen geben. Man nennt auch jeden Jungen so,
dessen Namen man nicht kennt. (Wohl von djagau,
Ilahn.)
DAHA, Blut.—Utang daha, Blutschuld.— Papa da-
hangku, mikäli handak liaban, mein Blut ist schlecht
(= ich fühle nicht recht wohl,) vielleicht werde ich
krank werden.-—Iä puna isi dahangku, er ist mein
Fleisch und Blut, (mein naher Verwandter.) — Koä
hatundi daha, wir beiden sind Blutfreunde, (i. e.
haben einer des andern Blut getrunken zum Siegel
unserer Freundschaft.)—Badalia, bluten.Liauapangku
matäi badalia, mein verstorbener Vater ist blutend
gestorben, = er ist ermordet. — Alo badalia ma-
tam, djaton ikau sondau, obwohl deine Augen blu-
ten, (obwohl du es noch so eifrig suchst,) wirst du
cs nicht linden. — Alo olo manjapa ikau, ikau
djaton mahamen, badalia danum, baatiii botong,
obwohl man dich schilt, schämst, du dich nicht, du
hast Wasser statt Blut, einen Botongkürbis anstatt
eines Herzens! ■— Hadalia, badalia, Blut haben,
(Thiere; Insecten z. B. nicht.) •— Dadaha, daha-
daha, ein wenig bluten; noch roth, roh, (Fleisch.)


86
DAIL
D AH—DAL
als Blut, roth. Djoho bindai toto masak, dadaba
isin meto, die Brühe ist noch nicht recht gar, das
Fleisch darin ist noch roh. — Aku sampai matan-
andau dadalia handjewu, ich kam an als die Sonne
blutroth war am Morgen, = bald nach SonnenauG
gang. — Kadahadaha, fortwährend etwas bluten,
blutroth, roh. — Baradaha, alle, oder 1 an vielen
Stellen bluten. — Mandaha, i. q. manjaki, (s. saki,)
mit Blut bestreichen. — Manandaha, mandahandaha,
ein bischen mit Blut bestreichen. — Hadadalia, ha-
dahadaha, oft mit Blut bestreichen. — Pisau pan-
daha, ein Messer, auf dessen Hieb viel Blut kommt.
(Die Dajacken sagen, dass nicht alle Arten von
Eisen, auch wenn der Hieb gleich tief ist, eine gleiche
Quantität Blut hervor kommen lassen.)
DAHANG, das Hinzugefügte, das hinzugefügt sein.
Djari ombet tengangku, pahalau dahange awim tinai,
es war. schon genug mein Gegebnes, (= ich hatte
schon genug gegeben,) allzuviel sein hinzugefügt sein
durch dich noch. — Käläh ita hatakiri arut, tapi
aku blaku dahang, nun wohl lass uns unsre Böte
vertauschen, aber ich fordere Hinzugefügtes, (fordere
dass du noch etwas zu der deinigen giebst, Zugabe.)
— Aughe arä dahange, äla barap iä, seine Worte
viel ihr hinzugefügt sein (i. e. er lügt,) vertraue ihm
nicht. — Dadahang, dahadahang, ein wenig hinzu-
gethan. — Hadahang, Zugabe erhalten. — Dahang-
dahanga, dahangmandahang, sich stark vermehren.
Isut baunandau ndau, tinai dahangdahanga, so eben
waren nur wenig Wolken, nun haben sie sich sehr
vermehrt. — Panakan liau bapae djari dahangmanda-
hang, die Nachkommen seines verstorbenen Vaters
sind zahlreich geworden. — Mandahang, hadahang
dengan, zufügen, hinzuthun, vermehren. — Käläh
ikau mandahang aughku tinai, mangat äwen tarimae,
vermehr du meine Worte doch noch (i. e. sprich du
auch mit ihnen,) damit sie dieselben an nehmen. —
Manandahang, mandahandahang, ein wenig hinzu-
thun. — Hadadahang, hadahadahang, oft hinzuthun.
— Taradahang, etwas liinzugcthan werden können,
mögen; irrthümlich hinzuthun. — Pandahang, wel-
cher gern, oft hinzufügt.
DAHANGAN, (bas. Mantangai,) i. q. hadangan,
Büffel.
DAHASAN, Name eines Flüsschens im Trusan.
DAH7EDAH/EI, s. dadahäi.
DAHEPÄN, Unterleib, (und zwar vom Nabel ab
nach unten.)
DAHIAN, Name eines Baums und der Frucht
desselben; (der malaiische durian.)
DAHI ANG, Vorzeichen; werden durch Vögel,
4füssige Thieren, Schlangen, Krokodille, Fische,
Schildkröten, Bienen, etc. gegeben. — Von den Vö-
geln geben vor nämlich Vorzeichen der an lang, boas,
buak, kalialang, pantis, papau, salehäi, tabunau; —
von den Thieren: badjang, (Hirsch;) bakara, bakäi,
(2. Arten Affen;) bawoi, (Schwein;) kowong; plan-
dok,- pusa, (Katze;) — von Schlangen: depong, han-
djaliwan, panjahäi, panganen; — von Schildkröten :
badjoko, berä, kelep. S. alle diese Wörter. — Tritt
man eine Reise an, und findet ein todtes badjai
(Krokodill,) oder badjawak (Leguan,) oder einen t.odten
Fisch, dann muss man die Reise 5 Tage bis 1 Mo-
nat einstellen; so auch wenn ein Fisch ins Boot
springt. — Trifft man auf der Reise solch ein Aas,
muss man sich und alles was man bei sich hat ma-
njaki, mit Blut bestreichen. — Es bedeutet Un-
glück, wenn man einen durch den Blitz zerschmet-
terten Baum sieht, oder wenn ein Baum in der Nähe
umfällt. Will man irgendwohin gehen, und es.niest
jemand, bedeutet es Unglück; man muss dann eine
Zeit lang warten. — So giebt cs eine sehr grosse
Zahl von Dahiang; doch sind es nicht alle allge-
meine; oft ist für den einen ein Dahiang, was für
den anderen keines ist; es hat gewöhnlich jede Fa-
milie neben den allgemein erkannten noch ihre be-
sondern Dahiang. — Man glaubt dass die Sangiang
(Himmelsgötter) und Djata (Wassergötter) solche Da-
hiang zur Warnung senden. Will man ein wichtig
Werk beginnen, z. B. eine Reise antreten, ein neues
Haus bauen, etc. sieht man sich daher erst nach
Dahiang um. — Die meisten Dahiang verkünden Un-
glück, nur wenige, z. B. der antang, depong, pantis,
salehäi, können auch Glück verkünden. Das ver-
kündete Unglück kann aber abgekehrt werden, wenn
man sich, sein Haus etc. manjaki, mit Blut be-
streicht, und zugleich Opfer bringt; oder man bindet
das Zaubermittel palis (s. d. Wort,,) in seine Klei-
dung. Auch das verkündete Glück muss durch
manjaki und Opfer bekräftigt und zutreffend ge-
macht werden. — Zwei zu derselben Zeit von ver-
schiedenen Seiten sich zeigende Dahiang bedeuten
Unglück, auch wenn die beiden Dahiang, jedes für
sich, Glück verkündend sein sollte. — Dahiang
sahapit (oder hasahapit,) aku balang halisang, die
Vorzeichen klemmen sich, (es sind ihrer 2 von ver-
schiedenen Seiten,) ich gebe meine Reise auf. —
Haddhiang, Vorzeichen da sein, sie haben, gebrau-
chen. — Mandahiang, vorbedeuten, voraus verkün-
digen. — S. auch häwa und pukos.
DAHIRANG, ein Palmbaum, Gestalt ziemlich als
die der Kokospalme, aber die einzelnen Blättchen
nicht länglich, sondern mehr dreieckig, nach dem
Ende breit; die etwas bittern, faustdicken Früchte
haben einen harten Kern. Die Blätter werden zum
Bedecken der Dächer gebraucht. — Hadahirang, Da-
hirangpalmen irgendwo sein, wachsen.
DAHO, das Blinken (von etwas was polirt oder
mit Oehl bestrichen ist.) Bahalap dahon balaue,
harn munduse, schön das Blinken seines Haares, er
hat es so eben mit Oehl gesalbt. — Hadaho, da-
dalio, dahodaho, mandaho, blinken. — Kadaliodaho,
fortwährend blinken. — Baradaho, alle blinken. —
Manandaho, mandahondaho, etwas blinken.
DAHUIAN, i. q. dahian.
DAI, das Bestiegen werden, sein. Kaju tä mangat
daie, arä edae, der Baum, angenehm sein bestiegen
werden, er hat viele Aeste.— Bua tä kindjap daie,
djaton tegä kasake, man besteigt die Früchte zu oft,
sie können nicht recht reif werden, (werden zu früh
abgepflückt.) — Mandat, liadaf dengan, ersteigen,
beklimmen; zunehmen, vermehren. Mandai huma,
ins Haus gehen; (“das Haus besteigen;” die Häuser
in Borneo stehn auf Pfählen über der Erde.) —
Mandai bua, Früchte besteigen, i. e. auf einen Baum
steigen um Früchte zu pflücken. — Iä djari mandai
anakku, er hat mein Kind beklommen; iä masawä
mandai, er heirathet besteigend, = nur sans facon
in ein Haus gehen und erklären, dass man die oder
den heirathen will, nicht wieder fortgehen wird;
gewöhnlich erreicht man durch solche Procedur sei-
nen Zweck, erhält noch wohl Geld dazu, kommt
und bleibt dann freilich in Verachtung. Man geht
zu diesem Schritte über, wenn man entweder schon
einen Korb erhalten hat, oder voraussieht, dass man
ihn bei ordentlicher Anfrage erhalten werde. —
Frauen mandai oft Männer, wenn diese schon vorher
mit ihnen zu thun gehabt hatten. — Manandai,
mandaindai, ein bischen aufsteigen. — Hadadai,
hadaidai, oft besteigen. — Taradai, bestiegen wer-


den können; irrthümlich besteigen. — Kadal, die
Zunahme, Vermehrung. — Pandai, der oft, gern,
alles besteigt; eine Reihe Hatap, (zusammengeflochtene
Blätter, womit, man die Dächer deckt.) Sapau liu-
mangku sapulu pandai silae, die Deckblätter meines
Hauses 10 Reihen auf einer Seite, (es liegen also 10
neben einander auf dem Dache; 1 Hatap ist etwa
6 Fuss lang.
DAJA, männlicher Name; (von tipu daja, Betrug.)
DAJADAJAK, s. dadajak.
DAJAK, paräi dajak, eine Art Reiss; die Pflanze
und die Körner sind, kürzer als die des gewöhnlichen
Reisses; die Körner sind aber weisser.
DA JAM, weiblicher Name.
DAJAN, männlicher Name, (von manandajan,
neben einander legen.)
DAJODAJOK, s. dadajok.
DAJONG, ein langes Ruder; (kurze: besäi;) das
gerudert werden, sein. — Tulang dajong, das Schul-
terbein, (von Thieren; von Menschen: tulang liup.)
Kotake pahalau dajonge, seine Worte, zu sehr ihr
gerudert sein, =s er rudert mit seinen Worten viel
umher, lügt tüchtig. — Hadajong, ein Dajong ha-
ben. — Badajong, (neutrum,) mit langen Rudern
rudern; mit den Armen und Beinen sparteln,
(schwimmend, oder liegend, z. B. in Krankheit.) —
Mandajong, hadajong dengan, mit Dajong etwas ru-
dern, (Boot, etc.) — Iä mandajong ujah batawah
belaie, er rudert Salz, salzlos sein Geschmack, (i.
e. er besitzt viel, hat aber wenig Genuss davon.) —
J/awandcyonzj, mandajondajong, ein bischen rudern.
— Iladadajong, hadajodajong, oft, lange rudern. —
Tabalien akan telo kadajong, Eisenholz für 3 Stück
Ruder.
DAKA, (nach paham auch kadaka,) das aus ein-
ander stehen, (die Beine von Menschen, Stühlen,
etc.) — Hadaka, dadaka, dakadaka, mit den Beinen
aus einander (stehen, liegen, gehen.) — Baradaka,
alle aus einander stehen —Kadaka.daka, fortwährend
aus einander stehend. — Dakadakia, immer und
weit mit den Beinen aus einander stehen. TEla ikau
dakadakia hong djalan, olo mahalau, steh nicht im-
mer mit so weit gespreitzten Beinen im Wege, es
gehen Menschen dort vorbei. — Mandaka arepe oder
paie, die Beine ausspreitzen. Mandaka kaju, sich
rittlings auf einen Baumstamm setzen. Paham ka-
pähängku lawo mandaka batang, gross mein Schmerz,
ich bin gefallen rittlings auf einen Baumstamm, (so
dass er zwischen meine Beine kam.) — Mandaka
badjai, ein todtes Krokodill messen dadurch dass
man sich darüber hin stellt. — Manandaka, manda-
kandaka, ein wenig spreitzen. — Hadadaka, hada-
kadaka, oft spreitzen. — Pandalca, der gern die
Beine aus einander spreitzt, (gehend, sitzend;) der
gern rittlings auf etwas sitzt.
DAKADAKAP, s. dadakap.
DAKI, das bestiegen werden, sein; (Berge; andere
Dinge: dai.) — Mandaki, hadaki dengan, besteigen.
— Iladadaki, hadakidaki, oft, lange besteigen.
DALAI, männlicher Name, (von handalai, Wurm.)
DALAM, (Malaiisch,) in, auf, während, nach. Aku
buli dalam telo andau, ich werde am 3 Tage zu-
rück kehren. — Rearku manak sawang dalam sa-
djampal, mein Geld, trägt Interesse 1 Wang (10 duit)
auf den Gulden. — Mandalam, am Innern sitzen,
nach innen dringen, (Krankheit, Schmerz.)
DALAM, königliche oder fürstliche Wohnung.—
Olo dalam, Hofbediente, Hofleute. — Dadalam, da-
Jadalam, als ein Pallast. — Baradalam, alle Pallast
ähnlich, (Häuser.)
D ALASAN, i. q. talasan.
DAL?E, männlicher Name.
DALEM, kadalem, i. q. bugnu, kabungu, gierig,
gefrässig; dieselben Ableitungen.
ÖALIM, männlicher Name.
DALIMA, Granatapfelbaum. Bua dalima, Gra-
natapfel.
DAM,mendam, halendam, krachend, (z. B. ein Ka-
nonenschuss, umfallender Baum.)—Damdam, dum-
dam, mamendam, mendamendam, bamendamendam,
oft ein krachend Getön. Mendamendam tembake
lietä, er kracht ihr Schiessen dort. — Barakamen-
dam, stark und überall solch Getön, (z. B. wenn
viele Bäume umstürzen.)
DAMADAMAK, s. dadamak.
DAMANG, Ehrenname für Häuptlinge, und auch
gewöhnlicher männlicher Name.
DAMAR, i. q. njating; dieselben Ableitungen.
S. auch badamar.
DAMBON, männlicher Name.
DAMBONG, Ehrenname für Häuptlinge.
DAMBÜS, männlicher Name.
DAMEK, Pfeil, welcher durch ein sipet, Blasrohr,
geschossen wird; er ist sehr dünn, etwas über eine
Spanne lang, wird von Tabalien, (Eisenholz,) Ba-
kau, Bambong, Bendang oder Bambu gemacht; oben
daran sitzt der pimping, ein Trichterchen aus sehr
leichtem Holze gemacht, welches den Wind auf-
fängt; die Spitze wird mit ipu, Gift, bestrichen.
Nach den verschiedenen Spitzen giebt es verschie-
dene Arten von Damek. Der tepus ist ein Pfeil,
der selbst nur zugespitzt ist; der ladjau ein Pfeil
mit messingener Spitze; der tanggiri ein Pfeil mit
einer Spitze von Bambu. — Hadamek, Pfeile haben,
gebrauchen. — Manamek, Pfeile machen. — Pana-
mek, der oft Pfeile macht, sie zu machen versteht.
— Langgäi panamek, ein Schnitzmesser welches zum
Pfeil schnitzen gebraucht wird. — Telo kadamek,
3 Stück Pfeile.
DAMIS, weiblicher Name.
D AMP AH, flach, (Dächer.) Ilumae dampah, mu-
rah rusak, sein Haus hat ein flaches (plattes) Dach,
es wird leicht verderben. — Dadampah, dampa-
dampah, ziemlich flach. — Baradampah, alle ziem-
lich flach. —• Pangadampadampah, alle flach. —Ka-
dampali, Flachheit.
DAMPAHAN, s. dimpah.
DAMP7E, männlicher Name.
DAMPAiN, eine Art Fussgicht, die Füsse schwellen
etwas und röthen sich; verursacht heftigen Schmerz
und Fieber; entsteht gewöhnlich plötzlich und dauert
etwa 3 Tage; wer einmal daran leidet hat ge-
wöhnlich oft Anfälle davon; die Krankheit bakut.
ist gewöhnlich mit dampain verbunden. — Dampain
tulang, Schmerz in den Knochen, (vom überarbeiten,
besonders wenn man zu schwer getragen hat.)
DAMPO, nennen sich diejenigen, von denen der
eine das Kind des andern angenommen hat; dies
geschieht sehr oft. — Hadampo, mit einander in sol-
cher Verwandtschaft stehen.
DAMPÃœL, Art Pech, wird von geschmolzenen Nja-
ting (Harz) und Oehl gemacht; wird gebraucht zum
Verpichen der Boote, etc. — Badampul, verpicht,
(Boot, Flasche.) — Dadampul, dampudampul, ein
wenig verpicht. — Baradampul, alle verpicht. —
Mandampul, manampul, hadampul dengan, Verpichen.
Nanampul, nampunampul, mananampul, manampu-
nampul, ein wenig verpichen. — Ba oder kanam-
punampul, fortwährend verpicht. — Hadadainpul,
liadampudampul, oft verpichen. — Djaton taradampul


88
DAN.
DAN.
arutku, hai petoke, mein Boot ist nicht zu Verpi-
chen, gross ist sein Loch. — Panampul, der oft,
alles verpicht.
DAN, (Malaiisch,) und, ferner, sehr selten statt
der daj. Wörter tinai, tuntang gebraucht.
DAN, Zusammenziehung von edan, Ast.
DANA, männlicher Name; (von danan.)
DANAN, das an-, gegengelehnt werden, sein. —
Iä mina lundjue brangai danae, es stellt seine Lanze
gleichgültig ihr gegengelehnt sein, (es ist ihm einerlei
wo er sie gegen lehnt.) — Hadan trutji tä äka da-
nan lengäe, die Seitlchnen der Stühle sind der Platz
worauf man die Arme lehnt. — Danan aughe wäi
mentai bapae, es ist nur wogegen er sein Wort
lehnt, (i. e. nur eine Ausflucht wenn er sagt,) dass
er auf seinen Vater warten wolle.— Dadanan, da-
nadanan, gegengelehnt, lehnen (neutrum.) — Ba-
radanan, alle gegengelehnt. — Mandanan, hadanan
dengan, etwas gegen etwas lehnen; auflegen (die
Hände auf etwas.) — Mandanan augh, Ausflüchte
machen. — Paham gawie tipas mandanan, (oder:
alali mandanan, hapus mandanan,) er arbeitet tüch-
tig, eine Arbeit nach der andern, (sobald die eine
abgethan ist legt er die Hände an eine andere.)
Gawingku hapus mandanan, ich habe Arbeit auf
Arbeit, (viel zu thun.) — Mandandanan, manda-
nandanan, etwas ein bischen gegen etwas lehnen.
— B^adadanan, hadanadanan, oft., lange gegen
lehnen. — Pandanan, der immer, alles gegen lehnt.
DANAU, ein See, Teich; (muss wenigstens circa
500 Fuss lang sein; kleinere: talaga.) — Männlicher
Name. — Amak danau, eine Matte welche von einem
im Wasser wachsenden Schilfe gemacht wird. —
Hadanau, eine See irgendwo sein. Kapuas paham
hadanau, das Land Kapuas hat viele Seeen. — Da-
danau, danadanau, als ein See, ganz mit Wasser
bedeckt, (ein Feld, etc.) — Baradanau, alle ganz
mit Wasser bedeckt.
DANDA, i. q. dusa, Geldbusse; dieselben Ablei-
tungen. — Danda alih, Geld etc., welches ehe man
eine basara, Rechtssache, beginnt, von jeder Partei
bezahlt werden muss, und welches als Busse verfällt,
wenn jemand die Klage wieder einziehen will.
DANDAJU, i. q. bandera, Fahne; dieselben Ablei-
tungen.
DANDAN, das gemacht, gebaut sein, der Bau
(eines Schiffes.) Dandan banama tä djaton bahalap,
der Bau des Schiffes ist nicht schön. — Badandan,
manandan, mandandan, zimmern, bauen, (ein Schiff;
ein Boot: mamapan.)
DANDAN, Rath, Auskunft, Rettung ; Betrug;
Kunstgriff. — Ikau djaton harati dandan, tagal tä
dagangm djaton pajo, du verstehst keine Kunst-
griffe, deshalb finden deine Waaren keine Abnahme.
— Djaton dandan hindai, rusak wäi ita, es ist
keine Rettung mehr, wir sind verloren. — Aku toh
buah dandan olo, man hat mich betrogen. — Ma-
nandan, mandandan,,Rath geben; betriegen. — Ha-
dadandan, hadandadandan, oft rathen, betriegen. —
Hadandan, einander betriegen. — Taradandan, be-
trogen werden können.
DANDAN, der Stiehl eines besäi, Ruders; (das
Blatt: dawen.)
DANDANG, (nach paham auch: kadandang,) das
gekappt sein, (Gras, Buschwerk,) das licht, hell,
offen sein; ein rein gekappter Platz. — Akan en
dandang hetä, akan äka human olo, wozu das ge-
kappt sein dort, für den Platz der Häuser der Men-
schen? (will man dort bauen?) — Toh aku ma-
nenga akan dandang djalan, uka keton manandang
djalan akangku budjubudjur, dies gebe ich fürs
Reinkappen des Weges, dass ihr den Weg für mich
ganz rein kappt, (sagt man, Geld gebend, zu den
Häuptlingen beim Beginn einer Rechtssache.) — Ba-
dandang, gekappt, gelichtet (ein Wald,) aufgeklärt,
hell. Toh badandang hakaliling humangku, harungku
mandirike, nun ist es hell rund um mein Haus her,
ich habe vor kurzem umher gekappt. — Ambon
badandang, der Nebel hellt sich auf, (verschwindet.)
Badandang tahasengku limbah mandoi, mein Äthern
ist hell (i. e. ich fühle mich erfrischt,) nachdem
ich gebadet habe. — Dadandang, dandadandang,
etwas gekappt, etc. — Manandang, badandang de-
ngan, wegkappen, lichten, etc. — Mananandang,
manandanandang, nanandang, ein bischen kappen.
— Hadadandang, hadandadandang, oft, lange kap-
pen, lichten, etc. — Taradandang, gelichtet werden
können. — Panandang, der gern, oft lichtet.
DANDANG, die langen Schwanzfedern des tingang,
Nashornvogels.
DANDANGAN, ein grosser irdener Topf, wird
gebraucht um den Reiss darin über Wasserdampf
zu kochen. — Hadandangan, einen solchen Topf
haben, gebrauchen. — (Dangan ist ein männlicher
Name; für wen es aus dem Grunde pali, unerlaubt
ist das ähnlich klingende Wort dandangan zu ge-
brauchen, der nennt diesen Topf edang.
DANDAWALIH, i. q. danda alih, s. danda.
DANDAWEN rajar, (bas. Sang. = rajar,) Segel.
DANGADANGA, s. dadanga.
DANGAN, männlicher Name.
DANG.EDANGJE, s. badangä.
DANGIDANGING, s. dadanging.
DANGO, eine Schlingpflanze, wird so dick als
das Bein eines Mannes; schneidet man hinein, so
fliesst ein sich als Gummi verdickender Saft heraus;
trägt faustdicke, süsssauere, essbare Früchte. — Ha-
dango, Dango haben, D. irgendwo wachsen.
DANGOK, (nach paham etc. auch kadangok,) das
aufgerichtet sein, empor stehen, (Kopf der Schlangen,
Vögel, liegender Menschen, Holz, etc.) — Sendok
tapas dangoke, der Löffel zu wenig sein empor
stehen, (i. e. der Stiehl läuft nicht gekrümmt in die
Höhe, sondern ist platt, in einer Linie mit dem
Löffel.) — Dadangok, dangodangok, aufgerichtet;
emporstehen. — Baradangolc\, alle aufgerichtet. —
Awau kadangodangok hetä, das Kindchen liegt da
mit fortwährend emporgerecktem Kopfe. — Man-
dangok, hadangok dengan, aufrichten, ausrecken;
gekrümmt aufwärts stehend machen. — Mananda-
ngok, mandangandangok, ein bischen aufrichten, etc.
DANGONG, (nach paham auch kadangong,) das
lügnerische Grossprahlen, Aufschneiderei. — Männ-
licher Name. —- Dangonge wäi kolae tatau, uras
djipen olo, es ist nur Prahlerei von ihm, dass seine
Verwandte reich seien; sie sind alle Sclaven. —
Hadangong, prahlen. — Dadangong, dangodangong,
hadadangong, hadangodangong, ziemlich prahlen. —
Baradangong, alle ziemlich prahlen. — Pangadango-
dangong, alle prahlen. — Mandangong arepe, gross
von sich prahlen. — Kadangodangong, fortwährend
prahlen.
DANTOK, männlicher Name.
DANUM, Wasser; Saft (von Früchten, Zucker-
rohr, etc.) Danum matä, (oder djohon matäi,) Thrä-
nen. — Danum cnjoli, die Milch in der Kokosnuss.
— Danum lahang. der Saft der Hanaupalme, wovon
man jothen Zucker kocht. — Danum steht auch
oft als Verkürzung von batangdanum, Strom, Fluss.
./Eia harap aughe tä, danume wäi, vertrau nicht auf


DAP—DAR.
DAR.
89
seine Worte, sie sind nur Wasser, (unwahr.) — Ha-
danum, voll Wasser sein, (Feld, Boot5) viel Saft
haben, saftig, (Früchte;) lügnerisch. —r Badanum,
danudanum, ziemlich voll Wasser, ziemlich saftig,
lügnerisch; als Wasser, kalt. Sadingen handjewu
nah, dadanum angate, es war kalt heute morgen,
es fühlte sich als Wasser. — Baradanum, alle voll
Wasser, saftig, lügnerisch. — Kadanudanum, fort-
während voll Wasser, lügnerisch. — Mananum, mit
Wasser füllen; Wasser beigiessen, (z. B. zu kochen-
dem Reiss, wenn das Wasser verkocht ist; hiervon
heisst der Imperativ: t.anum.) — Tanum, danum,
das Wasser beigegossen sein. Djari tanume bari,
teah, ist bereits Wasser zu dem Reiss gegossen, oder
ist er trocken? — Manananum, mananunanum, et-
was mananum. — Hadadanum, hadanudanum, oft
mananum. — Kadanum, das Lügen; Unzuverlässig-
keit. Paham kadanume olo tä, der Mensch ist sehr
unzuverlässig. — Pananum, der gern, oft mananum.
DAP, medap, badap, plumpend, plumpend Ge-
tön, (abfallende Früchte, hart gehend, jemanden
mit der Faust schlagend.) — Medamedap, bameda-
medap, badabadap, anhaltend plumpen, trampeln.
— Barakamedap, dipdap, dupdap, barabadap, bidip-
badap, laut, durch viele und überall solch ein Ge-
tön. Narai awi olo hong huma tä bidipbadap, ha-
klahi, was plumpen die Leute im Hause dort so ge-
waltig, schlagen sie sich?
DAPADAPAK., s. dadapak.
DAPAT, mandapat, (Malaiisch,) kriegen, erhalten;
begegnen, zu jemandem gehen. Basa iä parajap dapat
hukum iä, weil er ein Schelm ist, erhält er Strafe.
Aku handak mandapat bapam, ich wünsche deinem
Vater zu begegnen, (i. e. wünsche mit ihm zu spre-
chen.) — Hadapat, einander begegnen, Zusammen-
treffen. — Hadadapat, hadapadapat, oft jemandem
begegnen, zu jemandem gehen. — Kadapatan, er-
tappt, auf der That ergriffen. Iä kadapatan mana-
kau, (oder: kadapatan metoh iä manakau,) er ist
beim Stehlen ergriffen.
DAPIT, später, über einige Zeit; noch nicht, (hat
nur auf die Zukunft Bezug; bezieht sich das später
auf die Vergangenheit, oder sieht es in Comparation :
rahian, harian.) Dapit aku mamangun, später will
ich ein Haus bauen. — Andau dapit, der folgende
Tag; bulan dapit, der folgende Monat. — Badapit,
dapidapit, etwas später, bald. Dadapit aku handak
madja ikau, bald will ich dich besuchen. — Man-
dapit, ausstellen, hinaus schieben. TEla ikau man-
dapite mandjaman akangku, stell es nicht aus mir
zu leihen. — Manandapit, mandapindapit., etwas
ausstellen.
DAPOHAN, Heerd, Kochheerd.
DAPUDAPUR, s. dadapur.
DAPUR, ein irdenes Geräth auf welchem man kocht.
DARA, buron g dara, Taube, (die gewöhnliche
Haustaube.) — Badara, daradara, als eine Taube,
schön. Bahalap olo bawi tä, dadara, schön ist die
Frau, als eine Taube. — Baradara, alle schön.
DARAH, hadarah dengan, nahe, dicht, nächst,
llumae darah (hadarah dengan) humangku, sein Haus
steht nächst meinem Hause. — Badar all, daradarah,
hadadarah dengan, hadaradarah dengan, ziemlich
nahe. — Kadaradarah, fortwährend nahe. — Ha-
darah, nahe bei einander, (zwei;) baradarah, alle
nahe bei einander. — Mandarali, jemand, etwas
nähern, nahe hinzuthun. JEla mondok mandarali
olo bakas, setze dich nicht, nahe bei die alten Leute.
— Manandarali, m an daran darah, ziemlich nähern.
Hadadarah, hadaradarah, oft, immer nähern. — Ta-
radarali, nahbar. Kaju tä djaton taradarah, kutoh
palinget, der Baum ist unnahbar, es sind viel Wes-
pen dort. — Kadarah, Nähe, das dicht zusammen
sein. — Pandarah arepe, der sich immer jemanden
nähert.
DARAH, (bas. Kabaian, = blasut,) heiss, (im
Körper.) Darah usokku awiku mihop arak, meine
Brust ist heiss, weil ich Arak getrunken habe. —
Badarali, daradarah, ziemlich heiss. — Kadarah,
die Hitze (im Körper.)
DARAH, (bas. Sang. = daha,) Blut. — Badarali,
Blut haben, bluten.
DARAI, aus einander; zerstreut; zerschmettert,
(in viele kleine Stücke; in wenigen grossen Stücken :
pusit; ganz zerschmettert: ramok.) Darai peteng
kaju, das Bündel Holz ist aus einander, (der Band
gebrochen, die einzelnen Stücke los.) Olo Kabaian
darai lewue, die Dörfer der Kahaianer liegen zer-
streut. — Darai blanai lawo bara lengängku, der
Wassertopf ist zerschmettert, gefallen aus meiner
Hand. — Badarai, daradarai, ein wenig darai. —
Kadaradarai, fortwährend darai. — Baradarai, alle
darai. — Baraidaraia, ganz zerstreut, zerschmettert.
Asang daraidaraia intakan ita, die Feinde sind ganz
zerstreut, angegriffen durch uns. — Mandarai, ha-
darai dengan, zerstreuen, aus einander brechen, zer-
schmettern. — Mandarai kaju, Holz klein spalten.
— Mandandarai, mandarandarai, ein bischen zer-
streuen, etc. — Hadadarai, hadaradarai, oft zer-
streuen, etc. — Taradarai, zerstreut etc. werden
können, mögen; irrthümlich aus einander brechen.
— Kadarai, das zerstreut, aus einander gebrochen,
zerschmettert sein. — Pandarai, der gern, oft zer-
streut, etc; das Zerstreuete. Intu äwe karä pandarai
ramon tamanang bihin, wer hat jetzt das zer-
streuete, die Güter des früher kinderlos Verstor-
benen ? Kwe karä pandarai äwen Gohong bihin, wo
wohnen jetzt alle die früheren Bewohner des Dorfes
Gohong, welche sich zerstreut haben?
DAR AK, (nach paham etc. auch kadarak,) ein
Riss, Sprung, eine Spalte (in Holz, Töpfen, in der
Erde, in Früchten, an der Fusssohle.) Paham ka-
darak petak awi pandang, gross die Spalten in der
Erde durch die Dürre. — Badarak, gesprungen, ge-
borsten. — Badarak, daradarak, ein wenig gesprun-
gen. — Baradarak, alle, oder 1 überall geborsten.
— Barakdaraka, überall und stark gesprungen. —
Mandarak, badarak dengan, springen, bersten ma-
chen, aus einander brechen. zEla mandarak nangka,
naughe akan djewu, brich die Nangkafrucht nicht
aus einander, bewahre sie bis morgen. — Hadadarak,
hadaradarak, oft aus einander brechen. — Pandarai^
der gern aus einander bricht.
DARAK, Name einer Schlingpflanze.
DARAP, das Holen von Ipahblättern, (eines Pal-
mitgewächses, dessen Blätter zum Decken der Häu-
ser und zum Flechten von kadjang, Blätlermatten,
gebraucht werden.) Humangku hai, djaton ombet
darap sindä, mein Haus ist gross, es genügt nicht,
einmal Blätter zu holen. — Mandar ap, solche Blät-
ter holen, (neutrum.) Mandarap oder hadarap de-
ngan huma, für ein Haus solche Blätter holen. —
Manandarap, mandarandarap, ein wenig solche
Blätter holen. — Iladadarap, hadaradarap, oft solche
Blätter holen. — Pandarap, der oft solche Blätter
holt.
DARAP, ein Fisch, wird eine Spanne lang, der
Leib fast 3 kantig, hat keine Schuppen. — Männ-
licher Name.
1 DARAS, laut schallend, (Kanone, etc.;) heftig,
12


90
DAR.
DAR—DAT.
(Schmerz.) Daras badile, arii suange, laut schallend
seine Kanone, sie hatte starke Ladung. — Sandawa
daras, gutes, starken Knall gebendes Schiesspulver.
— Daras aughe hakotak, er spricht mit starker
Stimme. — Daras angat pukule mawi aku, er hat
mich geschlagen, dass es mich heftig schmerzt. —
Dadaras, daradaras, ziemlich laut, heftig. — Panga-
daradaras, alle laut, heftig, — Kadaras, das laut
tönen, die Heftigkeit. — Pandaras, zu Kohlen ver-
branntes und feingestampftes Holz, womit man einen
Stock oder Rottan bestreicht, damit die Schläge mit
demselben desto mehr schmerzen.
DAIlzE, das Geflecht; das geflochten sein. Ba-
halap daran amak tä, das Geflecht der Matte ist.
schön. — Darä nennt man auch alles bunte und
feine Flechtwerk, z. B. Cigarrendosen, etc. —• Iä
mandjual darä, er verkauft feines Flechtwerk. —
Mandarä, liadarä dengan, flechten; feines Flechtwerk
machen. — Hadadarä, hadarädarä, oft, lange flech-
ten. — Taradarä, geflochten werden können, (z. B.
der Rottan, nicht zu dick, steif sein.) — Pandarä,
der oft flicht, der cs gut versteht.
DAREM, (nach paham etc. auch kadarem,) Fie-
ber. — Darcm bulu, der Schauder, das Zittern,
(von Kälte.) — Badarem, Fieber haben. — Badarem
bulu, zittern. — Padarem, daredarem, badadarem,
badaredarem, fieberhaft, etwas Fieber haben. —
Baradarem, alle Fieber haben. — Kadaredarem, fort-
während fieberhaft. ■— Mandanern, Fieber verursa-
chen; (der Regen etc. jemandem.) Ihatm mandarem
arepm wäi awi kadiam, absichtlich stellst du dich
nur als ob du Fieber hättest, deiner Faulheit we-
gen. •—■ Mandar endar em, ein wenig Fieber verursa-
chen. — Pandarem, der oft am Fieber leidet, leicht
das Fieber kriegt.
DARHAKA, (Malaiisch,) sehr böse, gottlos, grau-
sam, betrügerisch. Iä darhaka dengan ramongku,
er handelt sehr unrecht mit meinen Sachen, (ver-
wahrlost sie schändlich, oder betrügt mich darum,
etc.) — Kadarhaka, Bosheit.
DARI, das Laufen; d. Ergebniss, Ende. Badjeleng
darin badjang, schnell das Laufen des Hirsches. —
Kwe darin pisauku, wo ist mein Messer geblieben?
Aton iä hong huma? Kwe darie! Ist er zu Hause?
Wo sollte er laufen! (i. e.: ja!) Kilen darin saritam
tinai, wie ist der Lauf' deiner Geschichte weiter? —
Papa kca darin perkara tä, die Sache nimmt ein
böses Ende. — Iladari, laufen, flüchten. — Bara-
dari, alle laufen, flüchten. — Padari, daridari, als
laufend, sehr schnell, (gehen.) — Paridaria, hin
und her laufen, nach allen Seiten laufen, flüchten.
Mandari, mandarian, laufen machen, in die Flucht
jagen; entfliehen lassen. Ikau idjä djari mandari
djipengku, du bist cs, der meinen Slav hat weg-
laufen gemacht, (hast ihn dazu angesetzt, ihm dabei
geholfen.) ■—• Hadarian, hararian, fliehen, entfliehen,
entlaufen. — Pandari, Flucht.
DARIN, männlicher Name.
DARIS, weiblicher Name; (die Schöne.) Ka-
daris, kadadaris, Schönheit, das geschmückt sein.—
Badaris, schön, geschmückt. Huma badaris tampae,
das Haus ist hübsch gebaut. — Iä badaris makaian,
er kleidet sich schön, schmückt sich. — Padaris,
daridaris, badadaris, badaridaris, ziemlich schön, ge-
schmückt. —• Pangadaridaris, alle schön, geschmückt.
—■ Mandaris, hadaris dengan, schmücken. — Pan-
daris, pandaris panentang, Schminke, Schönheits-
mittel.
DARIT, Linie; ein Strich wodurch man etwas
vorgezeichnet hat; Cirkel. —■ Tasap papan toh ma-
horoe darite, behau dies Brett nach dem Striche,
(längs des Striches,) welcher darauf vorgezeichnet ist.
— Mandarit, hadarit dengan, vorzeichnen, abcirkeln.
Tutup blanai djaton bunter, äwe mandarite, der
Deckel des Topfes ist nicht rund, wer hat ihn ab-
gecirkelt? — Manandarit, mandarindarit, ein bischen
vorzeichnen. — Hadadarit, hadaridarit, oft, lange
vorzeichnen, abcirkeln. —■ Pandarit, der gern vor-
zeichnet, abcirkelt; ein Cirkel, Instrument um etwas
vorzuzeichnen.
DARONG, (bas. Sang. = handipä.) Schlange. ■—•
Männlicher Name. —■ Darong bawan, Name eines
Sangiang, Luftgottes. — Handjaliwan darong, die
Brillenschlange, (coluber naja;) s. handjaliwan.
DARUN, männlicher Name.
DARUS, früher, in früherer Zeit, (vor einigen
Monaten; ist es länger her: bihin.) Darus kindjap
iä madja, tob djaton tinai, früher besuchte er uns
oft, jetzt nicht mehr.
DASAH, männlicher Name.
DASAK, männlicher Name, (von badasak, hastig.)
DASAN, puli dasan, ein Gift; wenn man jemand
nur etwas damit bestreicht, wird er krank und stirbt.
— Padasan, dasadasan, (wörtlich : sich anstreichend,
anreibend,) aufdringlich, sich jemand aufdringen,
(besonders mit unzüchtigen Absichten.) — Barada-
san, alle aufdringlich. JEwen baradasan nahuang
mindjäm intu aku, sie dringen sich auf, wollen
leihen von mir. —Mandasan, hadasan dengan etwasauf
Jemanden bringen, schieben. Iä handak mandasan
utang akangku, er will Schuld auf mich bringen. —
Mandasan arepe dengan olo, sich jemandem auf-
dringen. — Manandasan, mandasanclasan, etwas, ein
wenig auf jemanden schieben. — Hadadasan, hadasa-
dasan, oft. etwas auf jemanden bringen. — Pandasan,
der oft, gern etwas auf andre bringt; pandasan arepe,
der sich immer aufdringt.
DASAR, Art, natürliche Weise, Gemüthsbeschaf-
fenheit. — Puna dasarc panakau, er ist von Art
diebisch. —• Burong trawang puna dasare, dass die
Vögel fliegen ist ihre Weise, (liegt in ihrer Natur.)
Puna dasar ai mamangun gantong, es ist einmal
seine Weise grosse Häuser zu bauen.
DASED ÄSEN, s. dadasen.
DASING, Waage, (und zwar woran man das zu
wiegende hängt, ohne Waagschalen; Waage mit.
Waagschalen timbangan wenn sie gross, taradju wenn
sie klein ist.) Batun dasing, das beim Wiegen ge-
brauchte Gewicht. —■ Hadasing, ein Waage haben.
— Mandasing, hadasing dengan, wiegen. •— Hada-
dasing, hadasidasing, oft wiegen. —- Taradasing, ge-
wogen werden können. •—■ Pandasing, der alles wiegt.
DASO, männlicher Name.
DATA, männlicher Name.
DATAH, (nach Zahlen: kadatah,) Stufe, Sprosse.
Pirä datali lampat keton, wie viel Sprossen hat eure
Leiter? Djahawen kadatah, 6 Sprossen. — Humae
dafah telo, sein Haus hat 3 Stufen, (das Vorhaus
ist niedriger als das Mittel-, und dieses wieder nie-
driger als das Hinterhaus.) •—■ Hadatah, badatah,
Stufen, Sprossen haben; stufenweise aufsteigen,
(Berg, Ufer.) — Baradatah, alle, überall stufenweise.
— Mandatah, Stufen oder Sprossen machen, (an einer
Treppe, Leiter;) etwas stufenweise machen. — Pan-
datali, der alles stufenweise macht.
DATAR, gleich, ebenmässig. Datar kabaie, kariie,
regae, karajape, ihre Grösse, Menge, ihr Preis, ihre
Schurkerei ist gleich, (eben gross.) — Ikäi lima
mambagi ramoe, bagi datar, wir 5 theilen seine Güter
unter uns, gleiche Thcile. — Padatar, datadatar,


DAT— D/EH.
D.EI1—DED.
91
fast gleich. — Mandatar, gleich, ehenmässig machen;
auf dieselbe Weise behandeln. Tetek papan man-
datar kamboe, haue die Bretter ab, mache gleich
ihre Länge. — Sala kea iä mandatar ita, belahe
tahi belahe handjulo wäi omba bagawi, es ist doch
verkehrt dass er uns alle gleich behandelt, (gleich
viel giebt,) einige haben lange, andere nur kurze
Zeit arbeiten helfen. — Manandatar, mandatandatar,
ziemlich gleich machen. ■—■ Kadatar, das gleich, eben-
mässig sein. — Pandatar, der alles gleich macht,
alle gleich behandelt.
DATIDATING, s. dadating.
DATOH, (bas. Sang. = hai,) dick, gross. Datoh
bilie, für hohen Preis gekauft.
DATU,' männlicher und weiblicher Name; (vom
Bandjarschen datu — tato, Voreltern.)
DAüD, männlicher Name.
DAUDAU, s. dadau.
DAUH, männlicher Name; (vom Bandjarschen
dauh, eine Art Trommel, womit man zu dem Ge-
bete ruft.)
DAUR, i. q. das gebräuchlichere aur; dieselben
Ableitungen.
DAWA, Klage, Beschuldigung; Vermutlning,. Ver-
dacht, Argwohn. — Kilen augh dawam intu mantir
mawi iä, was ist deine Klage beim Häuptling wider
ihn? jEwe dawam manakau ramom, wen hast du
im Verdacht deine Güter gestohlen zu haben'’ —
Badmvali, beschuldigen, in Verdacht haben; beschul-
digt, im Verdacht sein. Aku badawa iä tä mawic,
ich vermuthe dass er es getlian habe. —■ Aku ba-
dawa panakau, ich stehe im Verdacht diebisch zu
sein. — Badawa, dawadawa, badadawa, badawa-
dawa, etwas verdenken, etwas in Verdacht stehen.
— Iladawa, einander beschuldigen, verklagen. —
Mandawa, badawa dengan, beschuldigen, verklagen.
— Manandawa, mandawandawa, ein bischen, in etwa
beschuldigen, verklagen. —• Hadadawa, liadawadawa,
oft, immer beschuldigen. — Taradawa, beschuldigt,
verklagt werden können, mögen; irrthümlich be-
schuldigen. — Pandawa, der leicht, gern beschul-
digt, verklagt.
DAWAT, Tinte. — Sarangan dawat, Tintenfass.
DAWAU, weiblicher Name; (von awau, Säugling.)
DAWEN, Blatt, (von Pflanzen.) Dawen medja,
besäi, das Blatt des Tisches, Ruders. — Dawen kaju,
(Baumblätler, i. e.:) Gemüse. Laku kudjang akan
dawen kaju ita, hol Kudjang (ein rübenartig Ge-
wächs) zu unserm Gemüse. — Iä blaku dawen, er
holt Blätter, (i. e. Ipahblätter zum Decken des Da-
ches.) — Iä hakotak tä arä pating dawäe, was er
sagt hat viel Zweiglein und Blätter, (== es ist viel
davon gelogen.) — Hadatven, Blätter haben. — Man-
dawen, Blätter aussprossen lassen, (Bäume, etc.;) in
grosser Menge hervorbringen; aufschmücken, etwas
hinzu lügen; Ipahblätter holen. Paham djambu
tä mandawen bua, ungemein der Djambubaum, hat
Früchte als Blätter, (i. e. in grosser Menge.) •—• flEla
mandawen auglim, schmücke deine Worte nicht aus.
— Manandawen, mandawendawen, etwas ausspros-
sen, etc.
DAWT, weiblicher Name; (von bawi, Weib.)
DAWOK, männlicher Name; (von awok Säugling.)
DflEHEN, fest, dauerhaft, steif, stark, sicher.
Dähen pakor arut, fest das angebunden sein des
Bootes. — Dähen paku tä intu dinding, der Nagel
steckt fest in der Wand. —• Kaju tä dähen uhate,
djaton taradjawut, der Baum, fest, seine Wurzeln,
er kann nicht ausgezogen werden. — Humangku
dähen, naughe barat, mein Haus ist fest, ich gebe
nichts um den Sturm. — Iä dähen äkae, er fest
sein Platz, (verzieht nicht.) — Dähen djandjie, sein
Versprechen ist fest, (sicher, gewiss.) — Dähen
lengäe, oder: dähen gawie, fest seine Hände, fest
sein Werk, — was er macht ist gut, dauerhaft. —
Dähen dapur kabalie toh, sein Kochheerd und Koch-
topf sind jetzt fest, — er hat sich verheirathet. —
Bad'dlien, dähedähen, ziemlich fest, etc. — Mandii-
hen, padähen, mampadähen, hadäben dengan, fest,
dauerhaft machen; bekräftigen, (Versprechen, etc.)
Käläh ikau mandähen iä masawä, ampie kilau han-
dak hatulang, befestige ihn doch in seiner Heirath,
(sprich ihm zu bei seiner Frau zu bleiben,) es
scheint als ob er scheiden wolle. —. Manandähen,
mandähendähen, ein bischen fest machen, etc. —
Iiadadähen, hadähedähen, oft, lange Zeit fest ma-
chen. — Hakadähcn aughe, mit einander feste, be-
stimmte Absprache treffen. — Taradähen, befestigt
etc. werden können. — Kadähen, Festigkeit, Stärke.
— Pandälien, der alles fest etc. macht. — Panga-
dähedähen, alle fest, dauerhaft, etc. •— Pangkadälien,
am festesten, etc. —■ Parapah sandähen bereng, ein
Opfer um den Leib fest zu machen, (damit man
lange lebe, nicht krank werde; bestellt gewöhnlich
in einem fetten Schweine, welches man dem Sangiang
opfert.)
DzEIIES, (nach paham etc. auch kadälies,) starker
Strom; Heftigkeit. Bakarak batang ita awi dähes,
unsre Flösse ist aus einander gebrochen durch den
starken Strom. — Paham kadälies aughe mawi aku,
mit grosser Heftigkeit sprach er zu mir. — Badähes,
stark strömen; heftig sein. Badähes huangku, ich
habe grosses Verlangen. — Dadälies, dähedähes, ba-
dadähes, badähedähes, ziemlich heftig (strömen, spre-
chen, etc.) — Pangadähedähes, alle heftig. ■— Pang-
kadähes, am heftigsten.
DiERzEII, (nach einer Zahl: kadäräh,) Stamm,
Stück; ganz; {dünne Bäume, Bambu, Rottan, Zucker-
rohr, auch Zeug.) Laku lmmbang idjä kadäräh, dä-
räh idjä hai hikau, hol Bambu, ein Stück, (einen
Stamm,) den dicken Stamm dort bei dir. — Kilen
ikau mamili benang tä, därähe teteke, wie hast du
tlas Zeug gekauft, ein ganzes Stück, oder ein ab-
gesclmittenes Stück? •— Ita däräh danum toh aur
awi asang, wir an diesem ganzen Flusse sind in Be-
driingniss durch Feinde. — Däräli danum malan
toh, der ganze Fluss (alle Bewohner) sind jetzt an
der Feldarbeit. — Aku djaton arä augliku, idjäka-
tetek idjä kadäräh bewäi, ich habe nicht viel zu
sagen, nur ein Wörtchen. — Badäräli, in ganzen
Stämmchen (Bambu etc.) oder Stücken, (Zeug.) —
Badärädäräh, viele Stämme, Stücke. Kutoh ai be-
nang baputi, badärädäräh, er hat viel weisses Zeug,
viele ganze Stücke. — Padäräh, därädäräli, als ein
Stamm, hart, (z. B. die Anne und Beine.) — Bara-
däräh, alle hart, als Holz. — Sungäi ita djaton ha-
däräli, in unseren Flüsschen stehen keine junge
Bäumchen. — Mandäräli, nur von Armringen ge-
braucht. Bahalap lasonge, mandäräli, schön ihre
Armringe, als ein Stück; (obwohl cs viele über ein-
ander sind, schliessen sie doch so dicht an einander,
dass es scheint ein Stück zu sein.)
DEANG, männlicher Name.
DEDET, dicht (gewebt, geflochten.) Benang dedet
liunggut, dichtes Zeug ist dauerhaft. — Lewu Ban-
djar sintel dedet, die Stadt Bandjarmasin ist voll-
gestopft und dicht, (die Häuser stehen dort in Menge
und dicht zusammen.) — Badedet, dedededet, ziem-
lich dicht. — Pangadedededet, alle dicht. — Pang-
kadedet, am dichtesten. — Kadedet, kadadedet, die



i
92
. DEG—DEN.
DEN—DER.
Dichtigkeit, (Zeug, Matten,) das nahe zusammen
stehen, (Häuser.) — Afandedet, viel und dicht zu-
sammen stehen; (Häuser; Bäume etc. padet.)
DEGOI, männlicher Name.
DEKADEKAP, s. dadekap.
DEKO, (nach paham etc. auch kadeko,) die Krüm-
mung, das gekrümmt sein, (Baum, Weg, etc.) Entai
aku intu cleko djalan, warte auf mich an der Krüm-
mung des Weges. — Hadeko, eine Krümmung ha-
ben, krumm, gekrümmt sein; (z. B. auch die Kniee.)
— Dadeko, dekodeko, hadadeko, hadekodeko, ein
wenig krumm, gekrümmt. Iä mendeng dadeko, er
steht mit etwas gebogenen Knieen. — Baradeko,
alle krumm. —• Dukangdeko, kadukangdeko, an
vielen Stellen krumm, gekrümmt. — Mandeko,
krümmen, biegen, beugen, (Rottan, die Kniee, etc.)
Iä mandeko utute manjembah radja, er beugt seine
Kniee y bezeugt seine Ehrfurcht dem Könige. —
Afanandeko, mandekondeko, ein wenig beugen. —
Hadadeko, hadekodeko, oft, lange beugen. — Tara-
deko, gekrümmt, gebogen werden können.
DEKOR, i. q. deko; dieselben Ableitungen.
DELAI, weiblicher Name; (von dadelai, abhän-
gen.)
DELOI, männlicher Name.
DEMAM, männlicher Name; (von clademam,
dickes Gesicht haben.)
DENGAN, und, mit, nebst; für; Bezeichnung
des Dativs. — Kangkwe indum dengan bapam,
wohin geht deine Mutter und dein Vater? Malern
aku hasupa dengan kakam, gestern begegnete ich
deinem ältern Bruder. — Narai (oder kilen) ga-
wingku dengae, was soll ich damit thun? — auch:
was habe ich damit zu thun? es geht mich nichts
an. — Kilen gawi dengae, was soll man dazu thun,
dabei machen? — auch: es ist nichts daran zu
thun. — Iä paham dengan akengku, er sehr mit
meiner Nichte, (seil, hurt.) — Aku mamili dengan
rear, dengan uäi rugi, ich kaufe für Geld, für Rot-
tan kaufen (eintauschen) ist unvortheilhaft. — Man-
dengan, vergesellschaften, begleiten. — Aku man-
dengan iä, ich begleite ihn. — Iä bagawi kabuat,
djaton olo mandengae, er arbeitet allein, niemand
mit ihm zusammen.
DENGEDENGEK, s. dadengek.
DENGEN, kadengen, Taubheit. — Paham de-
ngäe, gross seine Taubheit. — Awi kadengäe iä
djaton harat.i aughm, seiner Taubheit wegen ver-
steht er deine Worte nicht. — Badengen, taub
sein; dumpf. — Badengen ikau, buhen djaton tom-
bah aughku, bist du taub, warum antwortest du
mir nicht? — Badengen pindingku awi paham aughe,
meine Ohren sind taub von seinem vielen Ge-
schwätz. — Garantong badengen awie tahi hong
danum, die Garantong (kupfernes Musikinstrument)
klingt dumpf, weil sie lange im Wasser gelegen
hat. — Dadengen, dengedengen, etwas taub, dumpf.
— Iä dadengen bahuang, er ist etwas taub als ein
Bär; (welcher in Borneo etwas taub sein soll.) —
Baradengen, alle etwas taub; pangadengedengen, alle
taub. — Afandentyen, taub machen, (Krankheit etc.
jemanden;) betäuben, (Kanonendonner die Ohren.)
— Mandengen arepe, sich taub stellen, nicht hören
wollen.— Alandandengen, mandengendengen, etwas
taub machen, etc. — Hadadengen, hadengedengen,
oft betäuben, etc. — Pandengen, der sich immer
taub stellt, nie hört. — Iä pandengen augh olo,
er hört nie darauf was man ihm sagt. — Kadenge-
dengen, fortwährend etwas taub; sich immer taub
halten. — Pangkadengen, am taubsten,

DENGEN, eine Fischotter, so gross als eine Katze;
(die andere Art, tohon, so gross als ein Schwein.)
DENGKODENGKOR, s. dadengkor,
DENGOK, i. q. dangok, (kann aber nicht von
Menschen gesagt werden;) dieselben xA.bleitungen als
bei dangok.
DEPADEPAK, s. dadepak.
DEP?E, Klafter, (ist kein fest bestimmtes Maass;
jeder hat sein eigenes depä, so weit er mit ausge-
streckten Armen reichen kann.) — Aton badjai idjä
sampai djahawen depä kamboe, es giebt Krokodille,
welche bis 6 Klafter lang werden. — Badepä, etwa
ein Klafter lang; bei Klaftern (verkaufen.) — Bade-
pädepä, bei vielen Klaftern. — Dadepä, depädepä,
ausgebreitet, (die Arme.) Iä mendeng dadepä, er
steht mit ausgestreckten Armen. — Kadepädepä,
fortwährend ausgebreitet. — Depädapäa, mit den
Armen balancirend. Depädapäa mahoroe dampahan
toh, korik haliai kajue, balancirend musst du über
diese Brücke gehen, sehr dünn ist ihr Baum-
stamm, (woraus sie besteht.) — Afandep'd, hadepä
dengan, abklaftern, messen; ausbreiten, (die Arme.)
Iä mandepä lengäe mangahana aku buli, er breitet
seine Arme aus, verhindert mich zurück zu kehren.
— Afanandepä, mandepändepä, nandepä, etwas,
kurze Zeit ausbreiten. — Hadadep'd, hadepädepä,
oft, lange ausbreiten. — Pandepä, der alles abklaftert,
immer die Arme ausbreitet.
DEPONG, eine kurze aber sehr dicke Schlange,
höchstens 5 Fuss lang, dicker als ein Menschen-
kopf; weiss mit gelben und schwärzlichen Streifen;
der Kopf gleicht in etwa einem Entenkopfe nebst
Schnabel. — Die Dajacken sagen, die Depong falle
aus dem Himmel. Sie sind sehr selten; findet man
sie auf seinem Felde, so ist das ein Zeichen von
Glück und grosser Fruchtbarkeit. — Dadepong, de-
podepong, kurz und dick, (Menschen.) — Barade-
pong, alle kurz und dick.
DER, ein schriller Ton, (z. B. der Ton der tarai,
eines Musikinstrumentes, des malaiischen breng-
breng.) Der augh garantongm, mikäh badjahat,
der Ton deiner Garantong (kupfern Musikinstru-
ment) ist schrill, sie ist vielleicht gesprungen. —
Derder, anhaltend schrill tönend.
DER AU, daß Gebrochene, der Stumpf, d. gebrochen
sein; gesplittert, gebrochen, (z. B. Bambu, aber
nicht ganz durch- abgebrochen , bloss geklemmt etc.;)
heiser, rauh, (die Stimme.) Buabuah tandjongm, arä
derau humbang hetä, geh vorsichtig, es stehen viel
gesplitterte Bambustümpfe dort. — Iä lawo derau
takoloke, er ist gefallen, zersplittert sein Kopf. —
Derau aughe awie pamihop, rauh ist seine Stimme,
weil er ein Säufer ist. — Daderau, deraderau, etwas
gebrochen, ziemlich rauh. — Baraderau, alle ge-
brochen, rauh. — Afanderau, brechen, splittern.—
Alananderau, manderanderau, nanderau, etwas bre-
chen. — Taraderau, gebrochen werden können.—
Kader au, das gebrochen, gesplittert sein; die Rauheit.
DER7EM, bezogen, dunkel, (Luft, Wetter.) De-
räm andau toh, es ist heute dunkel Wetter. —
Daderäm, deräderäm, etwas bezogen, trübe. — Ka-
deräderäm, fortwährend trübe. — Kaderäm, die
Trübe, das bezogen sein.
DERDER, s. der.
DEREDEREP, s. baderep.
DEROII, haderoh, verwirrt (sprechen;) unsicher,
schwach, (Gedächtniss, durch Alter, etc.) Deroh
pangingatku tawa pirä aku manahor bihin, ich ent-
sinne mich nicht mehr genau wie viel ich früher
bezahlt habe. — Dadefah, deroderoh, hadaderoh,


DES—DIA.
DIA—DIN.
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haderoderoh, ziemlich verwirrt, schwach. — Bara-
deroh, alle verwirrt, schwach. — Manderoh, ver-
wirren, in Verwirrung bringen. Karä tirok keton
manderoh aku wäi, himbal aku toh idjä kwe ha-
pangku, alle eure Rathschläge verwirren mich nur,
ich bin jetzt zweifelhaft was ich gebrauchen soll. —
Mananderoh, manderonderoh, etwas verwirren. —
Iladaderoh, haderoderoh, oft, immer verwirren. —
Kaderoderoh, fortwährend etwas verwirrt, ungewiss.
DESA, Unterhörigkeit, das unter jemands Be-
fehle stehende Land. Ita Pulopetak uras desan Ras-
din, tapi Nagara desan Panambahan, wir zu Pulo-
petak stehen alle unter dem Residenten, aber Nagara
ist Sultansland. — Mandesa, unterwerfen. Rasdin
liindai tau ftnandesa balok, ita uras indesae, der
Resident kann die Oberländer noch nicht unterwer-
fen, wir stehen alle unter ihm.
DET, Getön z. B. eines Hauses im Sturm, krachend,
knetternd. — Detdet, wiederholt solch Getön. —
Dutdet, stark und oft also tönen. Humangku dut-
det awi barat, mein Haus kracht durch den Sturm.
DETEDETENG, s. dadeteng.
DEUK, männlicher Name.
DEWA, Name einer Art Geister, Götter. Ihr
König, der Pambala batong, wohnt auf dem gunong
pamaton, einem Berge in der Nähe Matapuras, der
Residenz des Sultans von Bandjarmasin. Der Pam-
bala batong war ein irdischer König, welcher ohne
zu sterben zum Dewa wurde. — Die Dewa bereiten
kein Unglück, äusser wenn man ihnen gemachte
Versprechen nicht erfüllt; dann erwecken sie Krank-
heiten, lassen die Erndte missglücken, etc. — Wenn
man ihnen Opfer verspricht sind sie hülfreich, be-
sonders in Krankheiten. — Badeiva, die Dewa an-
rufen, sie um Rath und Hülfe bitten, geschieht in
der malaiischen Sprache; die ihnen gebrachten Op-
fer, Kuchen, etc., müssen auf Weise der Malaier
zubereitet, und es darf durchaus kein Schweinefett
daran sein. Diese Opfer werden in antjak, flachen
Körben, an die Bäume für sie gehangen.
DEWtE, weiblicher Name.
DIA, djaton, nicht, nein. — In den meisten
Fällen können diese beiden Wörter ganz ad libitum
gebraucht werden. — Dia oder djaton arä, nicht
viele. — Dia (djaton) usah, es ist nicht nöthig. Iä
dia (djaton) maku, er will nicht. — Nur wo das
Wort sein oder haben mehr bestimmt mit im nicht,
nein, enthalten sein soll, wird nur djaton, (wohl
Zusammenziehung von dia aton, nicht sein,) und
wo jene Wörter durchaus nicht mit darin sind, nur
dia gebraucht. Aton ikau bara rear? Djaton. Hast
du Geld? Nein. Maku ikau omba? Dia. Willst
du mit gehen? Nein. — Djaton olo hong huma, cs
sind keine Menschen -im Hause. Ihatku dia bewäi
omba iä, ich will nun mal absichtlich nicht mit
ihm gehen. — Djaton (dia) haliai iä bagawi, er ar-
beitet gar nicht. Iä bagawi dia haliai, er arbeitet
gar nicht wie es muss, nicht gut. — Ampie dia
haliai, seine Gestalt ist gar nicht, = er ist häss-
lich. — Dadia, diadia, djadjaton, fast nicht, es
scheint nicht. Dadia ampie hagoet, es scheint fast
dass er nicht fortgehen will. — Djadjaton ampin pa-
nat.aue, mit seinem Reichthum ist es fast nichts, er
besitzt nicht viel. — JEla diadia, durchaus, es
muss durchaus. Kahau iä manalih aku, äla diadia,
ruf ihn zu mir zu kommen, durchaus I — Mandia
arepe, mahadia, nahadia, sich aussondern, entziehen,
nicht mitthun, nicht wollen. Buhen ikau nahadia
arepm mangadji, däräh danum uras toh mawie,
warum entziehst du dich seihst vom Lernen, da
am ganzen Flusse es alle jetzt thun ? — Nahadja-
ton, mahadjaton, verläugnen. TEla nahadjaton ra-
mom, puna kutoh aim, sag nicht dass du keine Gü-
ter habest, denn du hast ja viel. — Kadia, das
sich entziehen. Kadian ampi, Hässlichkeit. — Ka-
djaton, das nicht da, nicht vorhanden sein. — Pa-
liadia, sich stets entziehend. — Pangkadian ampi,
am hässlichsten. — Pangkadjaton, der das wenigste
hat, wovon am wenigsten da ist. Aku idjä pang-
kadjaton ulihku malan, ich bin es der am allerwe-
nigsten geerndtet hat.
DIALO, djalo, (Contraction von dia olo, nicht
Mensch,) gar nicht, gar nichts, gar niemand. Dialo
idjä biti, nicht ein einziger.—Dialo aton olo hong
kalunen, idjä tumon karajapm, es ist kein Mensch
in der Welt, welcher als deine Schurkerei, = welcher
ein solcher Schurke ist, als du bist. — Dialo idjä
nialiin dia lauk ulihku, ich habe selbst nicht einen
einzigen Fisch gefangen.
DIDIK, das gesiebt sein, (Mehl; geschieht auf
einem flachen Korbe, welchen man also schüttelt
und rückt, dass die gröberen Körner nach oben oder
auf die Seite kommen.) — Mandikik, hadidik de-
ngan, sieben, säubern. — Manandidik, mandidin-
didik, nandidik, etwas sieben. — Hadadidik, ha-
didididik, oft, lange sieben. — Pandidik, der alles
siebt.
DIDIS , die Ziebethkatze, (viverra zibetha,) wird
aufgezogen des kirang, Ziebeths wegen, welchen man
als Heilmittel gegen fressende Geschwüre und auch
zum räuchern gebraucht. — Hadidis, ein Didis ha
ben. — Mandidis, faul, nichts thun. Iä melai man-
Didis nongkang andau, er lebt (als eine eingesperrte
didis, i. e.) faul den ganzen Tag.
DIEN, männlicher Name; (von pangandien, (bas.
Sang.) Tiger.)
DIKADIKAL, s. dadikal.
DIKANG, Art Kuchen, stark mit Kokosnuss und
Zucker vermengt.
DIKIDIKI, s. dadiki.
DILAM, weiblicher Name.
DIMA, männlicher Name; (es giebt auch ein Thier
des Namens in Borneos Innern.)
DIMPAH, s. dipah.
DINDANG, Gedicht. Man kennt nur kleine 4 zei-
tige Verse, die malaiischen Pantun; diese Dindang
werden auch nur in mal. Sprache gemacht. —
Badindang, dichten. — Dadindang, dindadindang,
leise singen, trällern, (es brauchen keine Worte,
nur Töne zu sein.) Iä bagawi tuntang dadindang,
er singt arbeitend (so für sich hin.) — Baradindang,
alle leise für sich hin singen.
DINDING, Wand, Schirm, Vorhang, Gardine,
Bedeckung; Beschirmung. Dinding huma, Wand
eines Hauses. — Batiroh hong dinding benang, hin-
ter einem Schirm von Zeug schlafen. — Basa iä ma-
rajap betauku iä manenga salawi akan dinding ka-
hawengku, weil er mit meiner Schwester gehurt hat,
giebt er mir 25 (seil, kiping, ä 2 fl.) zur Bedeckung
meiner Schande. — Naughe iä, mantir indu din-
dingku, lass ihn nur machen, ich habe den Häupt-
ling zum Schirm. — Hadinding, Wände haben. —
Badinding, hadinding, bedeckt; Schutz suchen. Iä
mondok badinding lokape, er sitzt (das Gesicht) be-
deckt mit seiner Hand. — Aku badinding intu ikau.
ich suche Schutz bei dir. — Dadinding, dindidin-
ding, als eine Wand, gross und breit. Hai ba-
woi gitangku, dadinding balikate, gross war das
Schwein, welches ich sah, sein Rücken als eine
Wand. — Baradinding, alle gross und breit. —