Citation
Sanatkumaracaritam

Material Information

Title:
Sanatkumaracaritam ein Abschnitt aus Haribhadras Neminathacaritam : eine Jaina legend in Apabhramsa
Creator:
Jacobi, Hermann, 1850-1937
Place of Publication:
Munchen
Publisher:
Verlag de Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Publication Date:
Copyright Date:
1937
Language:
German
Physical Description:
1 volume

Subjects

Subjects / Keywords:
Jains ( LCSH )
Jainism ( LCSH )
Jainismus
Temporal Coverage:
- 1921

Notes

General Note:
VIAF (name authority) : Jacobi, Hermann, 1850-1937 : URI http://viaf.org/viaf/30336683

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Source Institution:
SOAS University of London
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SOAS University of London
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Abhandlungen
der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Philosophisch - philologische und historische Klasse
XXXI. Band, 2. Abhandlung
Sanatkumaracaritam
ein Abschnitt aus Haribhadras Neminäthacaritam
Eine Jaina Legende in Apabhramsa
herausgegeben
Hermann Jacobi
Vorgelegt am 5. Juni 1920
München 1921
Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
in Kommission des G. Franzschen Verlags (J. Roth)




Ill
Inhaltsangabe.
Einleitung. S. VII—XXXI.
I. Haribhadra vom Vatagaccha, Schüler SrTcandras, des Schülers Jinacandras, seine Zeit und Schauplatz
seiner Tätigkeit. Blüte des Jainismus und der Svet. Literatur in Guzerat im 11. bis 13. Jahrhundert.
II. H.’s Angaben über seinen Patron Prthivipäla vom Prägväta Clan und dessen Vorfahren. Stamm-
baum derselben (IX). Inschriftliche Nachrichten über dieselben. Über deren Religion, bez. die von
ihnen verehrten Gottheiten. — Ursprung des Prägväta Clan (X). Der Stammherr Ninnaya von
Vanaräja nach Anahilapattana gezogen. Dessen Sohn Lahara als General Vanaräjas; seine Taten.
Unterbrechung des Stammbaumes. Vira. Seine Söhne Nedha und Vimala. Vimala erobert Candrä-
vati und erbaut den Tempel Adinäthas auf Mount Abu (XI). Inschriftliche Nachrichten über Vimala.
Dhavala. Ananda, Gemahlin PadmävatT. Ihr Sohn Prthivipäla. Die frommen Stiftungen desselben
(XI f.). Prthivipäla veranlaßt Haribhadra zur Abfassung des Neminähacariu.
III. Über Haribhadras Neminähacariu (XIII). Frühere Bearbeitungen der Geschichte Neminäthas. Wo-
durch sich Haribhadras Darstellung von den übrigen unterscheidet. Einfügung des mit der Legende
nicht zusammenhängenden Sanatkumäracarita, das im vorhergehenden Jahre Öricandra in einem
Präkrit-Gedicht behandelt hatte. Die andern Bearbeitungen desselben Stoffes.
Inhaltsangabe des Sanatkumäracarita. S. XIV—XVIII.
IV. Neue Beiträge zur Apabhramsa-Frage. S. XVIII—XXVIII.
1. Tarangalolä, eine Bearbeitung von Pädaliptas Tarangavati. Große Zahl der Desi Wörter in letzterer,
dadurch später schwer verständlich. Ursprünglich sollten die Desis das Verständnis der Präkrit-
Gedichte erleichtern. Der Apabhramsa erreicht denselben Zweck auf anderem Wege (XVIII f.)
2. Kramadisvaras Angaben über die drei Apabhramsa-Arten in verbessertem Text. Erhaltung des r
vor Konsonanten für den Vräcata charakteristisch, nach Konsonanten nur für den älteren Apa-
bhramsa. Die ältesten datierbaren Ap.-Strophen (XIX ff.).
3. Neues Apabhramsa-Material. Die Beispielstrophen in Hemacandras Chandonusäsana Vrtti von ihm
selbst gedichtet, keine originale Sprachquelle. Devendras Strophen in seinem Mahäviracariyam.
Devasüris Stuti auf seinen guru Municandra. Die Ap.-Strophen in Laksmanaganis Supäsanäha-
cariyam. Die Ap.-sandhis in Ksemaräjas TTkä zu seiner Upadesa-saptatikä. Die sprachlichen
Eigentümlichkeiten dieses späten Apabhramsa; die der Volkssprache entlehnten grammatischen
Formen. Verhältnis zu den neuindischen Literatursprachen (XXI—XXIV).
4. Die östlichen und westlichen Präkrit-Grammatiker. Griersons Angaben darüber. Lankesvara,
Rämasarman und Märkandeya (XXIV f.)
5. Verschiedenheit der Angaben der östlichen Präkrit-Grammatiker hinsichtlich des Apabhramsa von
denen Hemacandras. KramadTsvara; die jüngeren: Räm. und Mark. Rückschluß auf die von ihnen
benutzte Apabhramsa-Literatur. Märk. zitiert Strophen aus Präkrita Pingala. Dieser gehörte der
Metrikerschule der Mägadhas an, er gehörte zu den östlichen Ap.-Schriftstellern. Seine Sprache
I*


IV
Inhaltsangabe.
ist ein herabgekommener Apabhramsa, der Avahatthä hieß und in Magadha, Mithila und wahr-
scheinlich Nepal gebraucht wurde. Av. ist aus einem östlichen Apabhramsa hervorgegangen. Quellen
desselben. Die von Haraprasäd Sästri gefundenen und herausgegebenen Texte. Alter und Über-
lieferung dieser Texte. Sprachliche Eigentümlichkeiten derselben werden von Räm. und Mark, gelehrt.
Die beiden Autoren Saraha und Känha haben auch gänas in Alt Bengali verfaßt (XXV—XXXI).
6. Die Präkrit-Literatur, ursprünglich dem Osten fremd, wurde dahin aus dem Westen eingeführt,
ebenso der Apabhramsa. Bedeutung der Gurjaras und Abhiras für die Ausbreitung der Präkrit-
und Apabhramsa-Literatur (XXVIII f.).
7. Glaubwürdigkeit der östlichen Präkrit-Grammatiker (XXIX).
V. Über die Hdd des Neminähacariu (XXX).
VI. Herstellung des Textes und Glossars. Mitarbeit Todar Malls (XXX f.).
Index. S. XXXII—XXXV.
I. Grammatik. S. 1—19.
A. Zur Lautlehre. S. 1—10.
§ 1. Lautbestand des Apabhramsa.
§ 2. a) Quantität der stammauslautenden Vokale.
b) Veränderungen der Endungsvokale durch Vokalharmonie und ähnliches.
§ 3. Sonstige Veränderungen der Quantität der Vokale.
I. a) Kürzung des Vokals, b) Vereinfachung der folgenden Doppelkonsonanz.
II. a) Verlängerung des Vokals, b) Verdopplung des folgenden Konsonanten. Über die Ver-
dopplung des letzten Konsonanten in Verbalstämmen.
§ 4. Veränderung der Qualität der Vokale.
§ 5. Veränderung von Konsonanten, a) Ausfall, b) Wandel von m zu v. c) von .$ zu h. d) Zusatz
und Ausfall von h (Hiatustilger).
§ 6. Silbenausfall.
§ 7. Sandhi im Satz.
§ 8. Sandhi im Kompositum. Über den Abfall des auslautenden Vokals vor vokalischem Anlaut.
Die sprachgeschichtliche Entwicklung dieser Erscheinung.
§ 9. Auslautserscheinungen. Behandlung des auslautenden Vokals vor einsilbigen Enklitika bez. des
anlautenden Konsonanten der letzteren. (1—3). Die zweisilbigen Enklitika.
§ 10. Die Betonung im Mittelindischen speziell im Apabhramsa und ihre Folgen.
B. Formenlehre. S. 10—19.
a) Nomina. S. 10—13.
§ 11. Stamm erweiternde Suffixe.
§ 12. Stammbildende Suffixe: ira, ima, ana.
§ 13. Über das Genus. Schwanken von Masc. und Neutr. Feminincharakter i, iya. Über den Numerus.
§ 14. Kasusbestand. Zusammenfallen des Abi. mit Gen. sing., Instr. und Lok. plur. Umschreibung
des Gen. durch tanaya und santiya.
§ 15. Allgemeines.
§ 16. Die a-Stämme. masc. und neutr., femin.
§ 17. Die i- und u-Stämme. masc. und neutr., femin.
b) Pronomina. S. 13—15.
§ 18. Das persönliche Pronomen.


Inhaltsangabe.
V
§ 19. Das geschlechtliche Pronomen. Der Demonstrativstamm ta. Der Relativstamm ja. Die Inter-
rogativstämme ka und kavana. Der Demonstrativstamm eya, ima. Pronominale Adjektiva.
c) Zahlwörter. S. 15.
§ 20. Cardinalia und Ordinalia.
d) Verbum. S. 15—19.
§ 21. Über die Verbalstämme. Das Verbalsystem.
§ 22. Das Präsens und sein Partizip. Verwendung des letzteren als Konditional.
§ 23. Der Imperativ, zusammengefallen mit dem Optativ.
§ 24. Das Futurum. s-Futurum. h-Futurum (aus dem Präkrit entlehnt).
§ 25. Das Participium Perfecti Passivi.
§ 26. Das Gerundivum oder Participium necessitatis.
§ 27. Das Absolutivum.
§ 28. Der Infinitiv.
§ 29. Der Passivstamm.
§ 30. Der Kausativstamm.
II. Metrik. S. 20—25.
Die Metrik im Neminahacariu. Dasselbe größtenteils in der Raddä (Vastu)-Strophe abgefaßt. S. 20.
1. Angaben der Metriker über diese Strophe. Navapadam. Pancapadl. Die verschiedenen Arten
derselben bei Pingala. Hemacandra über die Pancämhri. Widerspruch zwischen seinen Vor-
schriften und seinen Beispielen (nur scheinbar, siehe Verbesserungen S. 164). Die Gana-
einteilung. S. 20—22.
2. Die ungeraden Pädas der Pancapadl. S. 22 f.
3. Die geraden Pädas der Pancapadl. S. 23 f.
4. Die Dohä. Angaben Pingalas und Anderer. Bau der Dohä im Neminahacariu, in den Beispiel -
Strophen bei Hemacandra. Die Dohä aus einer Abart des Vaitäliya entstanden? S. 24 f.
III. Text. S. 26—62.
Lesarten der Handschrift. S. 63 f.
IV. Übersetzung. S. 65—102.
V. Glossar. S. 103—150.
VI. Anhang. S. 151—163.
Anfang des Neminähacariu. S. 151.
Ende des Neminähacariu. S. 152.
Ãœbersetzung des Anfangs. S. 155.
Ãœbersetzung des Endes. S. 157.
Berichtigungen. S. 164.


VI
Zusatz zu S. X.
Zu Einleitung S. X. Eine für die Entstehungsgeschichte des Prägväta Glans wichtige
Notiz enthält das Vorwort zur Dharmasamgrahani bl. 7 b (vgl. oben S. VII n 3) ;
es findet sich nämlich in cJainajnätivamsavrttapustakesu’ die Angabe: Medapätadese
Haribhadrasüribhih Prägväta (Poraväda)vamsasya sthäpanä vihitä tadvamsyäs ca
Jainadharmäbhiratä iti; cIn Mewar hat Haribhadrasüri den Prägväta Clan gegründet
(oder organisiert?) und dessen Mitglieder zu Anhängern der Jaina-Religion (gemacht).’
Dieser Tradition dürfte etwas Tatsächliches zugrunde liegen, insofern nachweislich
die Prägvätas zum Vidyädharagaccha, dem gaccha des großen Haribhadra, noch zu
Lebzeiten desselben in engerer Beziehung standen. Denn nach Strophe IV und V
(S. 152) war der Thakkura Ninnaya, ein Prägväta aus Srimäla, von Vanaräja nach
der neuen Hauptstadt A^iahilla Pätaka gezogen worden und hatte dort einen Tempel
des Rsabha für den Vidyädhara gaccha (oder auf dessen Grundstück ?) errichtet. Dies
geschah während der Regierung Vanaräjas (746—806 n. Chr.), in der auch noch
Ninnayas Sohn Lahara zu hohem Ansehn gelangte. Ninnaya wird also in der
ersten Hälfte von Vanaräjas langer Regierung gelebt haben und muß daher ein
Zeitgenosse von Haribhadra, der zwischen 700 und 778 n. Chr. lebte (vgl. S. XVIII
n. 2), gewesen sein.


VII
Einleitung.
In der Einleitung zu meiner Ausgabe der Bhavisattakaha S. 1* f. habe ich bereits
mitgeteilt, wie ein glücklicher Zufall mir die einzige bis jetzt zugängliche Handschrift von
Haribhadras Neminähacariu in die Hände gespielt hat. Indem ich darauf verweise, handle
ich hier zunächst über den Verfasser des vorliegenden Textes Haribhadra, seinen Patron
Prthivipäla, sein Werk, im besondern das hier als Specimen desselben herausgegebene
Sanatkumäracarita, über dessen Sprache und den Apabhramäa im Allgemeinen; endlich
wird über die Handschrift und die Arbeit des Herausgebers das Nötige angegeben werden.
I. Haribhadra, der Dichter des Neminähacariu in Apabhramöa und des Mallinätha-
carita in Prakrit1), gibt am Anfang und am Ende2) ersteren Werkes Nachrichten über
sich und seinen Patron. So können wir ihn von zahlreichen gleichnamigen Övetämbara-
Autoren unterscheiden3). Er gehörte dem Vatagaccha an und war ein Schüler Öricandra-
süris4), des Schülers Jinacandra-süris (str. 3 und II). Wo und wann er lebte, ergibt sich
aus seiner Angabe (str. XXIII), daß er das Neminähacariu in Apahila5) pätaka, dem
jetzigen Patan (Anhilväd Pattan), der damaligen Hauptstadt von Guzerat und Residenz
der Caulukyakönige, im Vikramajahre 1216, Kärttika (su. di.) 13, somadine, Aävininaksatre
= Montag, den 26. Oktober 1159 n. Chr. (Jul. Cal.) vollendete. Er lebte also in einer Zeit
und in einem Lande, da der Jainismus eine Blüteperiode erlangt hatte. Denn in Guzerat
waren die Jainas, insonderheit die Övetämbaras, wohl schon seit lange mehr als anderswo
(von Südindien abgesehen) zahlreich und angesehen gewesen; aber unter König Jayasimha
Siddharäja (1093—1143 n. Chr.) hatten sie durch die Erfolge Hemacandras einen maß«
1) Bh. S. 1* Anna. 3. Ich hatte angenommen (a. a. 0., S. 2* § 2), daß derselbe Haribhadra auch das
Sreyämsa-carita (in Präkrit) geschrieben habe, das nach der Jaina Granthävali S. 240 n. B. unter der
Regierung Jayasimhas abgefaßt sein soll. Wahrscheinlicher aber war ein älterer Haribhadra, der auch
den Kommentar zu Umäsvätis Prasamarati verfaßt hat, der Dichter des Sreyämsa-carita.
2) Beide Stellen sind in Text und Ãœbersetzung als Anhang dieser Abhandlung mitgeteilt; die
Strophen aus dem Anfang des Werkes werden mit arabischen, die aus dem Ende mit römischen
Ziffern zitiert.
3) Siehe Klatt, Specimen of a literary-bibliographical Jaina-Onomasticon, S. 5, 8 f. Eine kritische
Untersuchung über den großen Haribhadra (Yäkinlmahattarä-dharmaputra) und acht andere Haribhadra
findet sich in Muni Kalyänavijayas Einleitung (granthakäraparicaya) zu seiner Ausgabe von Haribhadras
Dharmasamgrahani, Bombay 1918 (Nr. 23 Devacandra Lälabhäi Jainapustakoddhära).
4) Der Name ist Sricandra, nicht Candrasüri, wie ich Bhavisattakaha S. 1* irrtümlich angab.
5) Die Schreibweise mit einem l scheint im Sanskrit die ältere zu sein. Unser Dichter schreibt
es mit zwei l; Hemacandra im Kumärapälacarita 1, 2. schreibt Anahilla-nayara (Präkrit); Someävara
und Merutunga: Anahilla-pura. Der Personenname Anahilla hat auch inschriftlich zwei l.


VIII
Einleitung.
gebenden Einfluß gewonnen, und die Svetämbaras hatten durch den Sieg Devasüris über
den Digambara Kumudacandra in einem Religionsgespräch1) vor Jayasimha (samvat 1181)
den Einfluß ihrer Rivalen lahmgelegt. Unter Jayasimhas Neffen und Nachfolger Kumära-
päla (1143—1172 n. Chr.) wurde, nachdem dieser durch Hemacandra zur Jaina-Religion
bekehrt worden war (angeblich 1159 n. Chr.)2), das Gurjara-Reich zu einem jainistischen
Staate, für den Hemacandra seine Arhanniti (herausgegeben Ahmedabad 1906) schrieb.
Ihrer Machtstellung entsprechend nahm auch das geistige Leben1 der Övetämbaras einen
bedeutenden Aufschwung. In das 11. bis 13. Jahrhundert fällt nämlich sowohl die Ausbrei-
tung der wichtigsten Mönchsorden (gaccha) der Svetämbaras, als auch die Abfassung vieler
bedeutender Werke ihrer religiösen und allgemeinen Literatur. Die literarische Bewegung
wurde besonders gefördert durch die Wirksamkeit Hemacandras, der zum Nutzen seiner
Glaubensgenossen vorzügliche Lehrbücher für eine Reihe von Disziplinen schuf. In diese
Periode hoher literarischer Blüte fällt nun Haribhadras schriftstellerische Tätigkeit; er
schrieb das Neminähacariu im Jahre von Kumärapälas Bekehrung und war ein Zeitgenosse
Hemacandras sowie vieler teils älterer, teils jüngerer bekannter Schriftsteller. Auch zu
staatlichen Kreisen hatte und pflegte er Beziehungen. Denn sein Patron Prfchivipäla ge-
hörte einer Familie an, die an der Regierung des Reiches von Gurjara seit Generationen
Anteil hatte. Auf diesen Gegenstand müssen wir jetzt näher eingehen.
II. Die Angaben Haribhadras über Prthivipäla, auf dessen Wunsch er das Neminäha-
cariu dichtete, und über dessen Vorfahren finden sich im Anfänge (Strophe 9. 10) und am
Ende (Strophe III—XXI) des Werkes. Prthivipäla (Puhaiväla 9 f. Puhaippäla XVII. XXI)
war Minister (sacivähivai 9. XVII, sacivähiräya 10, mahämai XXI), über welches Amt noch
nachher zu reden sein wird. Er gehörte zum Clan (vamäa) Prägväta (Pöruyäda, gewöhn-
lich Pöraväda, jetzt Poreval genannt). Haribhadra gibt eine regelrechte prasasti seines
Patrons, die mit einem frühen Vorfahren desselben anhebt. Dieses Geschlecht hat in der
Geschichte Guzerats, d. h. des Reiches der Cäpotkata und Caulukya Könige von Anhilväd
Pattan, eine Rolle gespielt; wir können daher Haribhadras Angaben auf Grund anderer
Quellen zum teil verifizieren und ergänzen. Der leichteren Übersicht halber gebe ich hier
in Form einer Tabelle die Genealogie dieses Geschlechtes, wie sie sich aus den Mitteilungen
Haribhadras und aus sonstigen Angaben (in eckigen Klammern) ergibt, unter Hinzufügung
der Namen der gleichzeitigen Könige von Guzerat.
1) Dieser Religionsstreit bildet den Stoff eines Drama Mudrita-Kumudacandra von Yasascandra,
Yasovijayagranthamälä Nr. 8, Benares, VTra 2432 = 1906 n. Chr. Yasascandra gehörte dem Dharkata
Clan an. Sein Großvater Dhanadeva war Minister des Königs von ÖäkambharT, der Hauptstadt von
Sapädalaksa (etwa dem jetzigen Staate von Jaipur entsprechend). Diese Tatsache ist von Interesse, weil
sie uns die Dharkatas, zu deren Clan Dhanapäla, der Dichter der Bhavisattakaha, gehörte, im nördlichen
Räjputäna ansässig und einflußreich zeigt, wodurch meine Bhavisattakaha S. 6*, 2 ausgesprochene Ver-
mutung über die Heimat Dhanapälas und seines Apabhramsa eine willkommene Unterstützung findet.
2) Kumärapälas Bekehrung zum Jainismus bildet den Vorwurf zu Yasahpälas allegorischem Drama
Moharäjaparäjaya, herausgegeben in Gaekwads Oriental Series Nr. IX, Baroda 1918. — Aber das Datum
der Bekehrung (samvat 1216 Märga. su. di. 2) findet sich nicht in diesem Drama, wie Bühler, über das
Leben des Jaina-Mönches Hemacandra 32, vermutet hatte, sondern zuerst in Jinamapdanas Kumära
pälaprabandha (samvat 1491).


Haribhadras Patron und dessen Geschlecht.
IX
Ninnäya1
I [
Lahara I
Vanaraja (776—806 n. Chr.)
X X X X
Vira (f 1029 n. Chr.). Durlabharäja (1009—1022 n. Chr.)
I
Nedha und Vimala. Bhimadeva (1022—1063 n. Chr.)
I ‘
Dhavala. Kama (1063—1093 n. Chr.) und [Laliga]
I
Ananda, Gemahlin Padmavati. Siddharaja (1093—1143 n. Chr.).— [Mahidu]
Prthivipäla. Siddharaja und Kumärapäla (1143—1172 n. Chr.) [Hema und Dasaratha, 1144 n. Chr.]
Dieselbe Genealogie bis Nedha und dann weiter über Läliga abwärts scheint eine
samvat 1201 datierte Inschrift in Vimalas weiter unten zu nennendem Tempel des Adinätha
in Dilwara, Mount Abu, zu enthalten, worüber Kielhorn, Epigraphia Indica IX S. 151
folgendes berichtet: cIn the ink-impression the first two lines of it cannot be read with
any confidence, but so far as I can see, a man [unser Ninnaya] is spoken of in them who
belonged to the Örlmäla kula and was an ornament of the Prägväta vain6a. His son was
Lahadha [unser Lahara], who was somehow connected with the king Müla (i. e. the
Caulukya Mülaräja I) and was also known by the name Vlra-mahattama. Lahadha had
two sons. The first of them was the minister Neclha, and the second Vimala.’ Daß Kiel-
horn aus dem verdorbenen Text der Inschrift nicht ganz den richtigen Zusammenhang
erraten hat, kann ihm nicht zum Vorwurf gemacht werden; aber es ist zum Teil aus
Haribhadras Bericht ersichtlich, was ihn zu irrtümlichen Annahmen veranlaßt hat. Nach
Lahara, der unter Vanaraja lebte, wird die Linie unterbrochen und erst mit Vira unter
Durlabharäja fortgesetzt; dazwischen wird zweimal Mülaräja (IX) genannt, in nicht ver-
ständlichem Zusammenhang (auch Kielhorn sagt: somehow connected); aber die Worte
cdasähä egaha in X beziehen sich doch wahrscheinlich auf die 11 Könige von Vanaräja
bis Durlabharäja, oder vielleicht auf ebensoviele Glieder dieser Familie, welche unter den
gleichzeitigen Königen die Stellung eines saciva1) inne hatten. Die Unverständlichkeiten,
die Haribhadras ausführlicher Bericht enthält, mußten in dem kürzeren Bericht der In-
schrift, dessen Text überdies verdorben ist, zu Mißverständnissen führen.
Die Familie von Haribhadras Patron hat während vier Jahrhunderten unter zwei
Dynastien von Guzerat eine politische Rolle gespielt und einige bedeutende Staatsmänner
hervorgebracht. Was deren Religion angeht, so war der erste Ahn, Ninnaya, ein Jaina (V),
aber dessen Sohn Lahara war ein Verehrer der DevI Vindhyaväsini (genannt Dha^uhävi),
Laksmi und Sarasvati. Uber die nächsten Nachkommen schweigt Haribhadras Bericht und
D Saciva ‘Rat‘ ist wohl dasselbe, wie bei Manu VII 54 f: maulän chästravidah süräml labdhalaksän
kulödgatän sacivän sapta cästau vä prakurvita . . . taih särdham cintayen nityam usw. Es waren also
durch Besitz, Familieneinfluß, Tapferkeit und sonstige Tüchtigkeit ausgezeichnete Persönlichkeiten, die
der Fürst zur Beratung von Staatsangelegenheiten heranzog und gelegentlich mit besonderen Geschäften
beauftragte. Aus diesen saciva wählte der Fürst wohl den Minister (ib. 58) sacivädhipati XVII., saci-
vädhiräja 10, mahämati XV., XXI., vielleicht auch sacivapungava X. — Ein militärisches Amt war
das des da^dapati VI., dandädhipati XI., nach Kielhorn, Ep. Ind. IX. 151, commander of the forces
or governor.
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh.
II


X
Einleitung.
springt von jenem zu Vira über, der wie seine Nachkommen Anhänger des Jainismus war.
Dabei hatten aber Alle ihre besondere Schutzgottheit (istadevatä), die bei jedem angegeben
wird. Offenbar legte man auf diese Besonderheit Gewicht, wie mir denn Jainas in Kä$hiawäd
sagten, daß Familien, die sich für verwandt halten, es aber nicht dokumentarisch nach-
weisen können, die Frage bejahend entscheiden, wenn beide Familien dasselbe Heiligtum
traditionell verehren.
Ich gehe nun näher auf Haribhadras Mitteilungen über die Ahnen seines Patrons im
Einzelnen ein. Von Interesse ist die Angabe (III), daß der Clan (vamäa) der Prägväta
seinenUrsprung in Srimäla hatte, der ehemaligen Hauptstadt des Gürjara ^-Reiches bevor
Vanaräja, der erste Cäpotkata-König, Anahila Pätaka gründete und zur neuen Hauptstadt
machte. Von Srimäla war der Thakkura* 2) Ninnaya, dank seiner Schutzgöttin Laksmi,
ein sehr reicher und dabei streitkräftiger Herr nach der Stadt Gambhüya(?) ausgewandert;
Vanaräja aber, der ihn cwie seinen Vater betrachtete", zog ihn mit sich nach Anhilväd
Pattan, doch wohl als Stütze seines neuen Thrones. Sein Sohn Lahara wurde von Vana-
räja zum daijdapati ernannt; im Vindhya3) fing er Elefanten und besiegte die Häuptlinge,
die sie ihm abnehmen wollten (VI). Im Dorfe Sa^idathala errichtete er der Göttin Vindhya-
väsini, die ihm zu diesem Siege verholfen, eine Bildsäule, die noch unter seinem Namen
als Dhaijuhävi bekannt war und verehrt wurde (VII). Vanaräja, der selbst herbeikam, um
die Elefanten zu sehen, schenkte ihm das Dorf Saijdathala (VIII). — Hier scheint das
Familienheiligtum gewesen zu sein; denn ein später Nachkomme, Dhavala, hatte einen Gott
Saijda, (von dem jenes dem Ahn geschenkte Dorf seinen Namen gehabt zu haben scheint,)
und dessen Sohn Ananda die dort verehrte Dhaxiuhävi als Schutzgottheit. Da nun in allen
Quellen die Glieder zwischen Lahara und Vira übergangen werden, so drängt sich mir die
Vermutung auf, ob nicht etwa die jüngeren Familienglieder wegen des Familienheiligtums
in Saijdathala dessen Begründer auch als ihren Ahn anerkannt haben. — Leider ist Strophe IX
nicht recht verständlich; es bleibt unklar, wer das Bild der Laksmi in der Münze aufge-
stellt und es auf dem königlichen Siegel eingeführt hat. Ich möchte annehmen, daß unsere
Strophe IX aus der ersten Hälfte einer und der letzten Hälfte der folgenden Strophe be-
steht, während die beiden andern Hälften torn Abschreiber aus Versehen übersprungen
worden sind. — In X beginnt dann die zusammenhängende Genealogie von Haribhadras
Patron Prthivipäla mit dessen Urgroßvater Vira, der Minister (saciva-pungava) unter
Durlabharäja war und als frommer Jaina samvat 1085 = 1029 n. Chr. gestorben ist. Dieser
hatte zwei Söhne: Nedha, der als Rat (amätya) bei König Bhima in Gunst stand, und
Vimala. Letzterer ist unter dem irrtümlichen Namen Vimalashäh (vgl. Kielhorn, Ep.
Ind. IX 81 n. 6. 148 n 4) in der indischen Kunstgeschichte berühmt geworden als der
Erbauer eines der schönsten Jainatempels, des in weißem Marmor4) ausgeführten Tempel
0 Gürjara mit langem ü scheint die alte einheimische Schreibweise zu sein. Außerhalb Guzerats
findet sich in der Literatur und auf Inschriften die Schreibweise mit kurzem u vorzugsweise.
2) Thakkura ist ein Titel, den auch andere vornehme Prägvätas trugen, Ep. Ind. VIII 207. Er
wechselt in einigen Fällen mit mahamta, von welchem er, wenn auch wenig, verschieden gewesen zu
sein scheint, Lüders a. a. 0.
3) Wahrscheinlich sind die Bergzüge zwischen Abu und dem eigentlichen Vindhya gemeint, welche
auch Päriyätra heißen, oder die in der Sanskrit-Literatur unbekannte sog. Arävali-Kette.
4) nimmala-phäliha-vannu XIII. Wenn Poeten von sphatika-bhitti, -harmya usw. fabeln, muß
man wohl an Marmor denken! Dieser Marmor ist nicht grobkörnig und matt, sondern hart und
geschliffen von glänzender Oberfläche.


Haribhadras Patron und dessen Geschlecht.
XI
Ädinäthas in Dilwara (Deulaväda) auf Mount Abu (Arbuda). Über Vimala und seine Er-
richtung von Ädinäthas Tempel haben wir Nachrichten nicht nur in späteren Jainaschriften
(vgl. Kielhorn, a. a. 0. S. 148), sondern auch in einer Inschrift in diesem Tempel selbst
aus dem Vikramajahre 1378 (= 1322 n. Chr.), die nach der Restauration desselben durch
Läliga (Lalla) gesetzt wurde. Verbindet man die Angaben der Inschrift mit denen Hari-
bhadras, so ergibt sich folgendes Bild des historischen Vorganges.
Nach der Stammsage der Paramära Ksatriyas war ihr heros eponymus aus dem agni-
kuuda des Vasistha auf dem Berge Arbuda entstanden (Navasähasänka XI 64 ff.). Diesem
Geschlechte gehörten die Herren des Berges und des angrenzenden Gebietes etwa vom
10.—14. Jahrh. an. Sie besaßen auf dem Berge die Feste, jetzt Acalgadh genannt, und
am Südfuße desselben die Hauptstadt Candrävati, can ancient city, said to have once been
eighteen miles in circuit; the remains are to be seen about four miles south-west of Abu
Road and close to the left bank of the western Banas’ (Räjputana Gazetteers, vol. Ill A
(1909) S. 298. Mit Candrävati ist Caddävalli unseres Textes (XII und XIX), eine
merkwürdige auch sonst belegbare1 Corruptel(?) für Camdävatti, identisch. Diese Para-
märas waren Vasallen der Caulukya-Könige von Anhilväd Pattan. Als einer von jenen,
Dhandhu, sich diesem AbhängigkeitsVerhältnis zu entziehen suchte, schickte Bhimadeva
seinen dandapati Vimala gegen ihn. Vimala rückte mit seinem Heere in das Gebiet von
Candrävati ein, besiegte die Feinde und erbeutete ihre Schätze. Dhandhu entfloh zu Bhoja
von Dhärä, dem berühmten Paramärakönige von Mälwä (Ep. Ind. IX 151). Über Dhandhu
haben wir weiter keine Nachrichten; aber sein Sohn Püri^apäla und spätere Nachkommen
desselben (Ep. Ind. IX 11 ff. VIII 201) waren wieder die Herren von Arbuda als Vasallen
der Caulukya-Könige. Vimala nahm nach jenem Siege seinen Sitz auf dem Berge Arbuda,
wohl in Acalgadh, und erbaute auf Anweisung oder Eingebung der Göttin Ambä2) oder
Ambikä den Tempel Ädinäthas mit Zustimmung König Bhimas und seines eigenen Bruders
Nedha, samvat 1088 = 1032 n. Chr. (wohl mit den erbeuteten Schätzen der Feinde).
Die Genealogie wird durch Nedhas Sohn Dhavala fortgesetzt, der Minister (mahä-
mati) unter König Kar^ia war und, wie schon gesagt, einen Gott Sa$da zur Schutzgottheit
hatte. Aus der oben erwähnten Inschrift (Ep. Ind. IX 152) erfahren wir, daß Dhavala
einen Bruder Läliga hatte, dessen Sohn Mahiduka, und dessen Enkel Hema und Daäaratha
hießen. Dhavalas Sohn Ananda war Rat (saciva) König Jayasimha Siddharäjas und
erfreute sich der Gunst der Göttin Dhaxiuhävi und der Revanta, d. h. der Revä oder
Narmadä (?). Seine Gemahlin war PadmävatL Von diesem Paare stammt Haribhadras
Patron Prthivipäla. Er war Minister unter Jayasimha und Kumärapäla. Sarasvati war
seine Schutzgöttin.
Ausführlich werden die frommen Stiftungen Prthivipälas aufgezählt, und wenn auch
im Einzelnen einiges dunkel bleibt, so sind die Angaben doch in der Hauptsache klar
und nicht ohne allgemeineres Interesse. Er errichtete in Vimalas Tempel einen Mapclapa,
eine mit Säulen sich öffnende Halle, in welcher die Statuen von sieben seiner Vorfahren
auf Elefanten reitend dargestellt waren. Halle und Elefanten sind noch jetzt in dem
0 Surasundaricarita XVI 249 von Dhanesvara-muni (1038 n. Chr.).
2) Ambä ist vermutlich die lokale Berggöttin, die aber schon mit Öivas Gattin identifiziert wurde.
(Ep. Ind. IX 156 v. 9 und n. 5). Primitiver aber ist die Ambä-mätä, deren Tempel sich auf dem höchsten
Gipfel von Girnar erhebt, wo sie in Form eines schwarzen Steines verehrt wird. (Siehe nächste Anmerkung).
II*


XII
Einleitung.
Tempel zu sehen. Jedoch sind es neun oder gar zehn Figuren,1) die jetzt für Vimala und
seine Familie ausgegeben werden.
Ferner errichtete PrthivTpäla drei Ma^idapas für das Seelenheil seines Vaters, seiner
Mutter und seiner Großmutter (?)2) in verschiedenen Gebäuden von Auhiiväd Pattan. Die
beiden ersten Gebäude sind uns auch sonst bekannt und hängen mit der Gründungs-
geschichte der Stadt zusammen. In Merutungas Prabandhacintäma$i (Übersetzung von
C. EL Tawney, 1901, S. 18) wird erzählt, daß Vanaräja einen Mann namens Avahilla
nach einem passenden Ort für die zu gründende neue Hauptstadt ausforschte. Dieser
führte ihn zu einem Jäli-Baum und zeigte ihm den geeigneten Grund und Boden. Dort
gründete Vanaräja die Stadt, die nach jenem Manne genannt wurde, und erbaute unter
dem Jäli-Baume einen Palast, der offenbar mit dem Jälihara des Textes gemeint ist.
Der Pancasära-Tempel des Pärävanätha, den Vanaräja in Achilla Pattana erbaute, wird
nach Bühler (das Sukrtakirtana des Arisimha, Sitzungsber. d. K. Akad. d. W. zu Wien,
Bd. 119, S. 9) von Arisimha (um 1229 n. Chr.) und den meisten Verfassern späterer Jaina-
Prabandhas (vgl. Prabandhacintäma$i, a. a. 0., S. 16 ff.) erwähnt. — In XIX 6. ist
Röhäiya-bäraha (wohl Rohädika-dvädaäa) eine Gruppe von 12 Ortschaften; solche Be-
zeichnungen kommen auch sonst vor z. B. Tünaküpakadvädasaka Ep. Ind. II 118. 124.
Roho ist eine Station der Rajputana-Malva Railway westlich von Candrävati. — Außer
diesen Stiftungen betätigte Prthivipäla seine religiöse Gesinnung noch dadurch, daß er
Abschriften aller kanonischen Schriften anfertigen ließ und die Mönche mit allen Gegen-
ständen, deren sie bedürfen, versah.
Die frommen Stiftungen Prthivipälas legen Zeugnis ab von seinem Reichtum und
seinem religiösen Eifer. Beachtenswert ist, daß er je einen Ma^dapa in zwei von Vanaräja
errichteten Gebäuden ausführen konnte; das deutet doch darauf hin, daß der Anspruch
seiner Familie, zu den ältesten des Landes zu gehören, anerkannt war. Zweifellos war er
ein mächtiger Herr, dessen Gunst umworben war. Kein Wunder also, daß Haribhadra
dem Wunsche eines so einflußreichen Patrons willfahrte und ein neues Neminäthacarita —
es gab nämlich schon ein von Maladhäri Hemacandra etwa 50 Jahre früher in Präkrit
verfaßtes — wohl nach dessen Anweisung, obschon er darüber nichts sagt, in der volks-
tümlichen Dichtersprache und in einem mehr unterhaltenden Tone, als er sonst diesen
caritras eigen zu sein pflegt, abfaßte.
x) cAt the entrance (of the temple) is a häthi khäna or elephant room...round the room
are ten marble elephants which formerly bore riders, but the figures have nearly all been removed3.
Rajputana Gazetteers vol. Ill A S. 292. Dagegen sagt der Descriptive Guide to Mount Abu by Bhurabhay
Kashalchand Mehta, Ahmedabad 1908, S. 54 f.: 'Facing the entrance is a square building supported by
pillars and containing nine statues of elephants of white marble about four feet high. On each of
them is (or rather was) a male figure seated on a rich howdah beside the Mahawat (driver). They
represented the Seth or Merchant Vimal Shah and his family going in procession to the temple’. Auf
derselben Seite in beiden Quellen wird über die cella der Ambikä mätä bezw. Ambä Dev! berichtet;
diese ist älter als der Tempel und steht in einer Ecke desselben, aber quer zu dessen Grundlinien;
'and is held by the pilgrims as second in importance only to it (i. e. the central cell)’ Desc. Guide.
Diese Tatsache ist von Interesse und erklärt sich daraus, daß, wie wir wissen, die Ambikä Vimalas
istadevatä war.
2) Im Text fehlen vor mäyaha drei Moren, mahä würde gegen das Metrum verstoßen; vielleicht
ist mäu zu ergänzen.


Ãœber Haribhadras Neminahacariu.
XIII
III. Ãœber Haribhadras Neminahacariu. Die Geschichte Aristanemis, des 22. Tirtha-
kara, war ein beliebter Stoff für die erzählende Dichtung der Jainäs. Denn Neminätha
ist einer von den fünf vorzugsweise verehrten Tirthakaras, (nämlich dem ersten, den drei
letzten und Öäntinätha, dem 16 ten), und zudem ist seine Geschichte mit der Kr§xias und
der Mahäbhäratasage (in jainistischer Aufmachung) verflochten, so daß sie einen reichen
Inhalt von sozusagen nationalem Interesse bot. Neun solcher ‘Leben Neminäthas’ zählt
die Jaina Granthävali auf, wozu noch zwei in den gleich zu nennenden Universalgeschichten
der Jinas kommen. Älter als Haribhadras Neminäthacarita ist das des Süräcärya in
Sanskrit aus dem 11. Jahrh. und das schon genannte von Maladhäri Hgjnacandra
(J. Granth. S. 331 und 243); das des berühmteren Hemacandra in seinem Trisastiäalä-
kapurusacarita (8 parvan) ist wahrscheinlich etwas jünger, aber Hemacandra hat natürlich
ältere Quellen für seine Universalheiligengeschichte benutzt, wie denn ein Mahäpurusa-
carita des Öiläcärya (869 n. Chr.) bekannt ist (a. a. 0. S. 229). Haribhadra fand also
seinen Stoff gründlich durchgearbeitet vor; eigentümlich wird ihm sein, wie er ihn für
seine Hörer möglichst unterhaltend zu gestalten suchte durch Ausmalung romantischer
oder spannender Situationen, durch Beschreibungen von Naturszenerie, der Jahreszeiten
usw. und all das poetische Beiwerk, dessen der Inder nimmer überdrüßig zu werden
scheint. Durch reichliche Verwendung solcher Zutaten bringt Haribhadra es fertig, die
Vorgeburten Nemis und der Räjimati, einen an sich mageren Stoff, der bei Hemacandra
(8. parvan des Trisastiäal. pur. car.) nur den ersten der 12 sargas beansprucht, soweit
auszuspinnen, daß er über die Hälfte des ganzen Gedichtes füllt und die Geschichte Nemis
daneben kaum zu ihrem vollen Recht zu kommen scheint. Das hat vielleicht Haribhadra
im Auge mit seiner Bemerkung, daß er sie nur ‘auszugsweise’ gebe (lesijja 10. XXI). Aber
er macht sich auch sonst zu nutze, was er bei andern Schriftstellern Interessantes fand.
So entlehnt er der Upamitibhavaprapancä kathä die Grundidee und die vornehmsten alle-
gorischen Figuren, um daraus in v. 192—205 die Entwicklungsgeschichte eines in der
Geschichte auftretenden Heiligen zurecht zu machen. Dieses Bestreben, seinen Zuhörern
etwas Interessantes zu bieten, hat ihn wohl auch veranlaßt, im 2. bhava (d. h. früheren
Geburt Nemis als Citragati) das Sanatkumäracarita einzulegen, obgleich es keinerlei
Beziehung zu der eigentlichen Erzählung hat. Dort trägt ein Mann namens Sumati diese
wunderbare Legende (dharmakathä), die er von einem cära^ia sramaija gehört habe, dem
Citragati auf dessen Bitte vor. Nun war gerade, als Haribhadra sein Werk schrieb
(1159 n. Chr.), ein Sanatkumära-carita in Prakrit, 8127 granthas umfassend, erschienen,
das Sricandra samvat 1214 (= 1158 n. Chr.) vollendet hatte.1) Dieser Sricandra könnte
Haribhadras guru gewesen sein. Aber es gibt mehrere Autoren desselben Namens: ein
älterer Sricandra, Schüler Maladhäri Hemacandras, schrieb eine Pi;idavi6uddhi-Vrtti, sam-
vat 1180, und ein Munisuvrata-carita, samvat 1193,2) ein anderer, vielleicht der Obige,
oder ein etwas jüngerer Schüler Silabhadras, schrieb eine Srävakapratikramana-Vrtti
samvat 1222 und ein Jita-Kalpa Tippanaka samvat 1227.3) Wer aber auch jener
Sricandra war, jedenfalls war durch sein Werk die Geschichte von Sanatkumära dem
1) Jaina Granthävali S. 235, woselbst zwei Hdd dieses Werkes in Patan verzeichnet sind.
2) A. a. 0. S. 64, 242. Peterson 5 th Report S. 7 ff.
3) A. a. 0. S. 30, 54. Andere gleichnamige Autoren, ebenda S. 42, 66, 74, 120, 126, 127, 318,
können mangels genauerer Angaben nicht auseinandergehalten werden. Vgl. Peterson 5 th Report. LXXIV.


XIV
Einleitung.
jainistischen Publikum nahe gebracht worden, und das veranlaßte wohl Haribhadra, auch
in der volkstümlichen Dichtersprache dieselbe Legende zu behandeln. Übrigens stand
diese damals schon längst in allen Einzelheiten fest, wie der in der folgenden Inhalts-
angabe durchgeführte Vergleich unseres Textes mit der Erzählung von Sagamkumära1) in
Devendras Tikä des Uttarädhyayana Sütra (samvat 1129 = 1073 n. Chr.) zeigt. Da
Devendras Erzählung, wie aus ihrer knappen Form klar hervorgeht, nur ein Auszug
aus einer ausführlicheren Darstellung ist, so dürfte die erste Quelle des Sanatkumära-
carita in eine viel ältere Zeit zurückgehen. Dieselbe genaue stoffliche Übereinstimmung
mit unserem Text zeigt auch Hemacandras Bearbeitung derselben Legende im 4. parvan
des Trisasti sal. pur. car. 7. sarga, v 1—404, nur daß dort die Vorgeburten voranstehen,
nicht wie bei Devendra und in unserm Text am Ende der Erzählung von Sanatkumära.
Es sei noch hinzugefügt, daß dieser der 4. Cakravartin ist und in der Zwischenzeit zwischen
den beiden Tirthakaras Dharma und Öäntinätha gelebt haben soll.
Ich gebe im Folgenden den Inhalt des Sanatkumäracarita kurz wieder, wobei die
Strophen unseres Textes mit einfachen Zahlen, die entsprechenden Stellen in Devendras
Erzählung nach Seite und Linie, also durch zwei Zahlen, und die Verse in Hemacandras
Version mit v. vor der Zahl angegeben sind. Wenn eine der beiden letzten Versionen von
unserm Texte etwas abweicht, so wird dies durch ein der Stelle des parallelen Textes
vorgesetztes cvgl.’ angedeutet.
Inhaltsangabe.
Beschreibung von Jambüdvlpa (443 f.), von Gajapura (445—447). König Aövasena
(448—450), dessen Gemahlin SahadevI (450 f.). Diese hat einst die bekannten 14 Träume
und berichtet darüber ihrem Gatten, der ihr einen Jina oder einen Cakravartin als Sohn
in Aussicht stellt. Darob große Freude (452—56). Gesang der vandin am Morgen
(457—59). Der König läßt die Traumdeuter kommen, die dasselbe Voraussagen (460—63).
Freude des Königs und der Königin; deren Schwangerschaft (464—66). Geburt eines
Sohnes, der den Namen Sanatkumära erhält (467 — 70. vgl. 20, 14—16. v. 68—84). Er
wird in allen Künsten unterrichtet. Sein Mitschüler und Spielgenosse ist Mahendrasimha,
Sohn des Königs Süra und der Kälindl (471—75. 20,16—18. v. 85). An einem Frühlings-
tage gehen die Prinzen mit großem Gefolge in den Park (476—80, vgl. 20,18 f. v. 8—86).
[Das Folgende bis 523 findet sich nicht in den andern Versionen, es ist offenbar eine
ausschmückende Erfindung Haribhadras.] Da erblickt S. am Tore des Madanatempels ein
schönes Mädchen, zu dem er Liebe faßt; auch sie sieht ihn verliebt an (481—84). Eine
ihrer Freundinnen macht ihr weis, Jener sei Gott Madana, sie solle ihm ihre Verehrui^
darbringen. Sie tut es (485—90). Empfindungen S.’s bei diesem Vorgang. Erstaunt
merkt die Schöne seine Erregung bei ihrer Berührung, kehrt aber, als der Mittag ver-
kündet wird, heim, ebenso S. (491—96). S. gesteht seinem Freunde seine Liebe zu der
Unbekannten und kehrt mit ihm zu jenem Tempel zurück (497—501). M. verspricht
ihm seine Geliebte zu bringen. Während S. im Hofe des Tempels wartet, trifft M. eine
Dienerin der Schönen in Männerkleidern (502—5). Sie erzählt ihm, daß ihre Herrin
1) Herausgegeben in meinen 'Ausgewählten Erzählungen in Maharastri’ S. 20—28, übersetzt in
J. J. Meyer, Hindu Tales, S. 65 ff.


Inhalt des Sanatkumaracarita.
XV
nach dem Zusammentreffen mit dem Prinzen am vorigen Tage in die höchste Liebesglut
versetzt worden sei (506 — 12). Sie seien zum Tempel zurückgekehrt und sie hätte auf
Wunsch ihrer Herrin sich in einen Mann verkleidet, um ihr die Illusion zu verschaffen,
es sei ihr Geliebter (513—15). S. kommt hinzu, tauscht mit ihr die Kleidung und trifft nun
seine Schöne, die ihn für ihre Freundin hält und sich von ihm liebkosen läßt (516—23).
Da verkündet ein Bote seines Vaters dem S., daß der Sohn König Bhojas angelangt sei.
Dieser kommt selbst und übergibt S. als Geschenk ein ausgezeichnetes Roß namens
Jaladhikallola (524—29). S. besteigt dasselbe um mit seinen Begleitern ein Wettrennen
zu veranstalten, und verschwindet von dem windschnellen Rosse davongetragen bald aus
aller Augen (530 f. vgl. 20,21 f. v. 89—95). Aävasena verzweifelte, als er die Entführung
seines Sohnes erfuhr, beauftragt aber Freund M. auf dessen Bitte mit der Aufsuchung
von S. (531—35. 20, 23—26. v. 96—111). Vergeblich sucht M. ein ganzes Jahr lang
Wälder, Gebirge usw. ab. Schilderung der Jahreszeiten (536—552. v. 111—146). Einst
gelangte er an den Mänasasee, und während er darin seinen Durst stillte, hörte er lieb-
lichen Gesang. Demselben nachgehend, erblickte er in einer Kadali-Laube neben dem
Tore eines Madanatempels zwischen göttlichen Weibern stehend herrlich geschmückt S.,
den die Barden als Kaiser der Vidyädharas preisen (553—60. 20, 22—21, 3. v. 147—157).
Freudig war das Wiedersehn der beiden Freunde. M. mußte alles, was seit ihrer Tren-
nung vorgefallen, dem Prinzen erzählen (561—64. 21,3—11. v. 159—63). Dann nach
seinen Erlebnissen befragt, beauftragt er eine seiner Frauen Vimalamati (D. Vakulamati
H. °tikä) mit dem Bericht (565 f. 21,16—19. v. 168—76). Diese erzählt, das Roß sei
mit dem Prinzen immer weiter gerannt, bis er ihm die Zügel schießen ließ. Da blieb es
stehen; es war also von ‘umgekehrter Dressur. Dann stürzte es tot zusammen. S. aufs
äußerste erschöpft brach ohnmächtig unter einem Saptacchadabaume zusammen. Aber
der in dem Baume wohnende Yak§a brachte ihn durch kühles Wasser aus dem Mänasasee
wieder zur Besinnung (568—73. 21, 20—31. v. 177—86). Von diesem Yaksa, namens
Kamaläk§a, wird S. auf seine Bitte zum Mänasasee gebracht und badet in demselben
(574—77. 21,31—37. v. 187—92). Als der Prinz aus dem See gestiegen war, erhob
sich ein gewaltiger Orkan, Schlangenscharen stürmen auf ihn ein, und zuletzt zeigte sich
ein Räksasa, der den Eindringling in seinen See vernichten wollte. Es folgte ’ein furcht-
barer Kampf zwischen S. und dem Riesen, in dem der Prinz gegen alle Waffen und
Zauberkünste seines Gegners stand hielt und ihn zuletzt in die Flucht schlägt (578—93.
22, 1—15. v. 193—213). Während ein himmlischer Blumenregen auf den Prinzen fällt,
kommt ihm eine schöne Vidyädhara-Jungfrau mit 7 ähnlichen entgegen und fordert ihn
auf, ihr nach der Stadt Priyasamgamäbhiläsa zu folgen (593—99. 22, 16—25. v. 214—22).
Dort empfängt ihn jener Jungfrauen Vater, der Vidyädhara-König Bhänuvega, der ihm
dieselben vermählte, weil ihm der muni Arcimäli geweissagt habe, daß der Besieger
Asitäksas der Gemahl seiner 8 Töchter werden würde (600 f. 22, 26—30. v. 223—27).
Die Hochzeit wird sofort vollzogen. Mit dem Armband geschmückt betritt S. mit seinen
jungen Frauen das Brautgemach und schläft ermüdet bald ein. Als er erwachte, findet
er sich allein im Walde, keine Spur von seinen Frauen (602 f. 22, 31—34. v. 228—30).
Da hört er aus der Höhe eine Frau um Hilfe nach den Ihrigen und ihrem künftigen
Gemahl Sanatkumära rufen. Weiter wandernd, sieht er einen Palast und in dessen
oberstem Gemache eine schöne Jungfrau, die zur Gaur! betet. Die Göttin antwortet, ihr


XVI
Einleitung.
Geliebter sei gekommen. S. tritt zu dem Mädchen heran und fragt, wer sie sei (604—15.
22, 35—23, 5). Sie gibt sich als Sunandä, Tochter des Königs Samarasimha von Säketa
und der Candrayaäas zu erkennen. Ihre Eltern hätten sie, von dem Ruhme Sanatkumäras
hörend, diesem vermählen wollen und nach Gajapura geleiten lassen. Dort sei ihr das
Anfangs erzählte Abenteuer mit Madana begegnet. Darauf sei S. von dem Rosse ent-
führt worden. Als sie den Vorgang erfuhr, sei sie ohnmächtig von den Freundinnen
heimgebracht worden. Da habe sie ein Vidyädhara geraubt und in diesen Palast gebracht
(616—24. vgl. 23, 6—10. v. 235—44). S. gibt sich als jenen vermeintlichen Madana zu
erkennen (625—20). Da erscheint plötzlich ein Vidyädhara und entführt S. durch die
Lüfte nach einer auf einem Berge liegenden Stadt zu. Aber S. tötet den Vidyädhara,
irrt im Walde umher, kommt zu jenem Palast, findet Sunandä und heiratet sie (629—37.
23, 11—17. v. 245—52). Nun kommt die Schwester des getöteten Vidyädhara, namens
Sandhyävali, um Rache an S. zu nehmen, verliebt sich aber in ihn und wird von ihm
geheiratet. Sie gibt ihm den Zauber Prajnapti (634—41. 23, 17—20. v. 252—56). Als-
dann langten zwei Vidyädharas, Candrasena und Haricandra, Söhne der Könige Caridavega
und Bhänuvega an, und brachten S. im Namen ihrer Väter einen Streitwagen. Denn
der Vidyädharakönig Aäanivega ziehe mit seinem Heere heran, um seinen von S. getöteten
Sohn (Vajravega) zu rächen. Nun treffen auch Caridavega und Bhänuvega selbst mit
ihrem Heere ein (642—45. 23,21—27. v. 257—67). — Asanivegas Minister raten diesem
zur Vorsicht, er aber bricht sofort durch die Luft auf. Caridavega und Bhänuvega mit
ihrem Heere werden geschlagen. Aber S. besiegt allein auf seinem Wagen die Feinde
und tötete Asanivega (646—655. vgl. 23, 28—37. v. 268—82). S. holt in seinem Wagen
Sunandä und Sandhyävali aus dem Palaste ab und fährt dann mit seinen Verbündeten
nach der Stadt der Vidyädhara, wo er deren Kaiser wird (656—58. 24, 1—7. v. 283—-85).
Caridavega vermählt ihm seine 100 Töchter, weil ihm Arcimäla denjenigen als deren
zukünftigen Gemahl bezeichnet, welcher von dem Yaksa Kamaläksa nach dem Mänasa
gebracht den ihm feindlichen Yaksa Asitäksa töten werde (659—62. 24, 7—13. v. 286 ff.).
Arcimäli erzählte nun, warum Asitäksa S.s Feind war (663). — Vikramayaöas, König von
Kanakapura, erblickte einst VisriusrI, die schöne Gemahlin des Großkaufmanns Nägadatta,
ließ sie in deinen Harem bringen und machte sie zu der Seinigen. Nägadatta in seiner
Verzweiflung kommt von Sinnen (664—72. 24, 14—22. v. 1—20). Die eifersüchtigen
Weiber des Königs aber bringen Visrmsri durch Gift um. Der verzweifiende König will
sich nicht von der Leiche seiner Geliebten trennen, die Minister aber bringen sie heimlich
in den Wald, worauf der König keine Nahrung zu sich nimmt (673—76. 24, 22—27.
v. 21—25). Erst nach drei Tagen zeigen die Minister die in Verwesung übergegangene
Leiche dem Könige; ihr Anblick heilt ihn von seiner Leidenschaft. Er nimmt die
Weihe, büßt seine Sünden und wird als ein Gott im Sanatkumärakalpa wiedergeboren.
Nägadatta aber gelangt wegen seiner Sinnlichkeit in niedrige Existenzen (676—684.
24, 27—36. v. 26—43). Jener Gott wird als Kaufmannssohn Jinadharma in Ratnapura,
Nägadatta nach vielen Existenzen als der Brahmane Agnisarman in Simhapura wieder-
geboren (685—88. 24, 36—25, 3. v. 44—49). Er wurde ein Täpasa und kam als solcher
nach Ratnapura zum Könige Naravähana, welcher ihn einlud, bei ihm das Essen beim
Fastenschluß zu holen. Er sagt zu, und als er den Jinadharma erblickt, den er noch
seit der früheren Existenz haßte, gelobt er, nur dann zu essen, wenn der König das


Inhalt des Sanatkumaracarita.
XVII
glühend heiße Gefäß mit Milchspeise auf den Rücken Agnisarmans setzen ließe. Jina-
dharma erträgt standhaft und demütig die fürchterlichen Qualen, während Agniäarman
langsam das Essen verzehrte. Er wurde Mönch und verharrte auf einem Berge in
Käyotsarga-stellung fastend je 15 Tage nach Osten und den übrigen Himmelsrichtungen
gewandt. Er stirbt und wird als Indra in Saudharma wiedergeboren. Agniäarman aber
wird nach seinem Tode als Indras Elefant Airävata wiedergeboren (689—700. 25, 3 — 23.
v. 50—67). Als letzterer seinen einstigen Feind erblickte, läßt er seinen Leib sich ver-
größern, Indra tut dasselbe bis er 8 mal so groß ist und besteigt dann das gedemütigte
Tier (701 f.). Der Indra wird als Sanatkumära, Airävata als Asitäksa wiedergeboren
(703—5. 25,20 — 22. v. 67). — Ca^davega erzählt weiter, daß er auf dem Vaitädhya-
Gebirge die Stadt Priyasamgama erbaut und dorthin Bhänuvega mit seinen acht Töchtern
gezogen habe. Nachdem letzterer sie dem S. vermählt habe, habe er ihn verlassen (707).
S. heiratet die 100 Töchter Candavegas und übernimmt dessen Reich. Er schickte einst
alle seine Frauen zum Mänasasee. Bei dieser Gelegenheit traf Mahendrasimha ein. Schluß
des Berichtes der Vimalamati (708—10. 25, 24—33. v. 283—95). — S. und M. kehren nach
der Stadt zurück und S. wird zum Kaiser der Vidyädharas gesalbt. Durch M. veranlaßt,
sucht S. seine Eltern auf (709—15. 25, 34—26, 4. v. 298—307). Er erhält von seinem
Vater, der die Weihe nimmt, die Herrschaft (716—18. 26, 5—7). Sanatkumära als
4. Cakravartin (719 f.). Der Indra von Saudharma schickt Vaisramana zu Sanatkumära
mit Geschenken, um ihn zum Cakravartin zu weihen. Herrichturig des Platzes, der Thron,
der Abhiseka (721—31. 26, 6—27. v. 308—35). — Als Indra einst in der Saudharma
Sabhä dem Schauspiel Saudämani beiwohnte, kam in Geschäften ein Gott aus Isänakalpa,
vor dessen Schönheit der Glanz der Götter erblich. Indra erklärte nach dessen Weggang,
daß derselbe durch die äcämla-vardhamäna Buße diesen Vorzug erlangt habe. Auf Be-
fragen der Götter erklärte er weiter, daß S. jenen noch weit an Schönheit übertreffe
(732—36. 26, 28—27,1. vgl. v. 336—343). Zwei Götter bezweifeln es und gehen darum
in Gestalt zweier junger Brahmanen nach Gajapura, wo sie in den Palast eingelassen
werden, während S. hinter einem Vorhang gebadet wird, so daß sie nur seine große Zehe
sehen können. S. bestellt sie auf den Nachmittag, damit sie ihn in vollem Schmuck bei
der Audienz sähen (737—40. 27, 1—9. v. 343—62). Beendigung des Badens. Mittag.
Vorbereitung der Audienz. Mahlzeit des Königs; Salbung (741—49). Als S. im öffent-
lichen Audienzsaal Platz genommen, werden die beiden Brahmanen vorgelassen und sehen
entsetzt, daß S.s Leib welk und glanzlos ist. Als S. sich selbst davon überzeugt, erfaßt
ihn Überdruß am Weltleben. Die beiden Götter geben sich ihm zu erkennen. Er fährt
fort über die Eitelkeit der Welt zu reflektieren, entsagt seiner Stellung und nimmt die
Weihe unter Rsabhadatta. Die beiden Götter kehren zu Indra zurück (750—62. 27,10—28.
v. 363—70). Sechs Monate folgten die Seinigen und das Volk dem Mönche unbeachtet
klagend. Infolge ungeeigneter Nahrung, die ihm nach langem Fasten zuteil wurde, brach
bei ihm eine ganze Reihe von Krankheiten aus, die er standhaft lange ertrug (763—69.
27, 33—28, 2. v. 380 — 87). Indra macht die Götter darauf aufmerksam, daß S. litt ohne
die Heilmittel zu benutzen. Dieselben zwei Götter wie früher glaubten es nicht und
gingen in Gestalt von Ärzten zu ihm. Sie versprachen ihm, ihn zu heilen (770—73.
28, 2—5. v. 389—93). S. frug sie, ob sie nur die äußerlichen, oder auch die seelischen
Krankheiten behandelten; als sie die ersteren heilen zu können angaben, benetzte S. einen
Abh. d. philos.-philol. u. d. bist. Kl. XXXI, 2. Abh. III


XVIII
Einleitung.
Finger und trocknete ihn mit der anderen Hand ab, worauf derselbe wunderbar glänzte;
obscbon er sich heilen könne, wolle er auch weiter seine Leiden tragen. Da offenbarten
sich ihm die beiden Götter, verehrten ihn und kehrten zu Indra zurück, ihn preisend
(774—81. 28, 5—12. v. 394—401). Dauer von Sanatkümäras Leben und der einzelnen
Lebensabschnitte. Wiedergeburt im Sanatkumärahimmel. S. wird als König von Videha
die Erlösung erreichen (782—4. 28, 12—16. v. 402—4). Schlußstrophe.
IV. Nachdem in der Einleitung zu meiner Ausgabe der Bhavisattakaha im 7. Abschnitt
'Über den Apabhramsa’ das ganze Problem eingehend behandelt worden war, glaubte ich
mich hier auf eine kurze Mitteilung dessen, was ich nachträglich gefunden, beschränken
zu können. Aber seitdem die Verbindung mit dem Ausland wieder angeknüpft ist, habe
ich eine solche Fülle von neuem Material erhalten, welches das Problem vom Apabhramäa
in mancher Hinsicht in neuem Licht erscheinen läßt, daß jetzt eine eingehendere Er-
örterung hier nicht zu umgehen ist. Hierbei wird das, was über den Gurjara-Apabhramsa
zu bemerken ist, an seiner Stelle besprochen werden.
1. Eine Nachricht, die auf die Entstehung des Apabhramsa wenigstens mittelbar
ein Streiflicht wirft, entnehme ich der Einleitung zu dem Jaina-Roman Tarangalolä.
Dieser war mir von Munimahäräja Sri Vallabhavijaya als das Beste seiner Art gepriesen
worden. Doch suchte ich nach diesem in Katalogen nicht aufgeführten Werke ver-
gebens, bis ich erst in letztem Jahre ihm auf die Spur kam. Durch die Güte des Herrn
K. P. Mody B.A. erhielt ich eine genaue Abschrift einer sehr verderbten Hd. und später
auch 15 Blätter der letzteren.1) In der Einleitung der Tarangalolä heißt es, daß sie ein
Auszug aus der TarangavatI des Pädalipta aus Kosalä sei. Das Original war ein sehr
altes Werk, spätestens aus dem 5. Jahrh. n. Chr.; denn der Tarangavaikäre wird bereits
im Anuyogadvära, also im Kanon der Jainas erwähnt.2) Der anonyme Bearbeiter sagt,
daß die ausführliche Erzählung umfangreich und kunstvoll sei, aber nur Gelehrte ver-
ständen sie noch, keiner kümmere sich sonst um sie; er gebe einen Auszug mit Weg-
lassung der Deäi-Wörter, um das Werk vor dem Untergang zu bewahren. Ich setze die
betreffenden Verse nach meiner Lesung hierher:
Pälittae^a raiyä vittharao taha ya desi-vaya^iehim |
nämeija Tarangavai kahä vicittä ya viulä ya || 5 ||
katthai kulayäT maijoramäT amiattha guvila-juval[ay]äim |
awattha (ca)kkaläim dupparialläT iyarä^am || 6 ||
na ya sä koi suijei no pu$a pucchei neva ya kahei |
viusä^ia navara joggä iyara-jaijo tiö kim ku$au jj 7 j|
tä uvvejaxia-gähä- (kahä)u Pälittaeija raiyäu |
desi-payäT mottum samkhittayari kayä esä || 8 ||
iyaräna hiy’atthäe mä hohl savvahä vi voccheu |
T) Professor Leumann hat sich eingehend mit dieser Hd beschäftigt, und ist es ihm gelungen, den
Text soweit herzustellen, daß er davon eine abgekürzte Übersetzung anfertigen konnte. Dieselbe wird
hoffentlich bald veröffentlicht werden können; denn die Erzählung Pädaliptas ist nicht blos für die
Fachgenossen von Interesse.
2) Weber, Verzeichnis der Sanskrit- und Präkrit-Handschriften, S. 706. Vergl. Peterson 4th Re-
port LXXVII. — In Haribhadras Upadesapada v. 115 (I bl. 379 Palitana 1909) wird Pälitta mit Murunda,


Über die Desis in den ältesten Prakrit-kavyas.
XIX
Ich glaubte zuerst wegen des desi-vayaijehim in v. 5, daß das Original in Apabhramsa
abgefaßt gewesen sei. Aber Leumann macht mit Recht dagegen geltend, daß desi-payäi
mottum (desipadäni muktvä) in v. 8 doch nur bei einem Präkrittext gesagt werden könne.
Dafür spricht auch die Erwähnung in v. 6 von yugalaka, cakralaka und kulaka, Verbände
von 2, 4 und mehreren Strophen; denn diese sind in der Sanskrit- und Präkrit-Poesie
üblich, scheinen aber in der ganz anders gearteten ApabhramSa-Poesie, soweit man
wenigstens jetzt sehen kann, keine Stelle gehabt zu haben. Ich betrachte es daher als
ausgemacht, daß Pädalipta in Präkrit dichtete, wobei er Provinzialismen in großer Anzahl
gebrauchte. Wir dürfen annehmen, daß in letzterer Beziehung Pädalipta nicht allein
stand, sondern nur einem allgemeineren Gebrauch folgte. Denn daß eine derartige durch
Verwendung sehr zahlreicher Provinzialismen von der uns vorliegenden sich unterscheidende
Präkritliteratur einst bestanden haben muß, können wir aus der großen Anzahl der in
den einheimischen Wörterbüchern verzeichneten Des!Wörter schließen; Hemacandras Desi-
nämamälä enthält ihrer gegen 4000, von denen noch nicht ein Zehntel in der so um-
fangreichen Präkritliteratur nachweisbar ist.* 1) Der Grund für die Verwendung so
zahlreicher Wörter aus der Volkssprache in jener frühen Präkritliteratur, die durch Päda-
lipta vertreten ist, kann nicht zweifelhaft sein. Schon in alter Zeit waren klassische
Präkrit-Gedichte, wie die des Häla, nicht jedem ohne weiteres verständlich, sondern dazu
bedurfte es einer gewissen literarischen Bildung. Erzählende Dichter wandten sich an
ein größeres Publikum, das sie eher verstand, wenn sie sich so viel wie möglich seines
Wortschatzes bedienten. Aber dieses Mittel konnte keinen dauernden Erfolg haben.
Denn zahlreiche volkstümliche Ausdrücke veraltern in wenigen Generationen und werden
dann unverständlich. Man bedurfte später Desikosas, mit deren Hülfe Gelehrte die Ge-
dichte studieren konnten, die einst dem Verständnis gerade der Ungelehrten angemessen
waren. Die Dichter aber beschränkten sich auf diejenigen Desis, die allgemeinen Kurs-
wert hatten.
Die in der vorhergehenden Erörterung erschlossenen Zustände der frühen Präkrit-
literatur machen es begreiflich, daß neben dem Präkrit eine volkstümlichere Dichter-
sprache, der Apabhramsa, bereitwillige Aufnahme fand. Mehr als die lexikalische wirkte
die grammatische Angleichung an die Sprache des Volkes, um auch den literarisch Un-
gebildeten die neue Poesie zugänglich zu machen. Indem man aber das Präkrit auch
als Grundlage des Apabhramsa beibehielt, erreichte man, daß der Geltungskreis dieser
volkstümlichen Poesie kein lokal beschränkter war, wenn auch die in ihr gebrauchte
Sprache lokale Färbung annahm, wie Rudrata zuerst hervorgehoben hat (Bh. 67* 13).
2. Die Dreiteilung des Apabhramsa in Vräjatädi, Nägara und Upanägara nach
Kramadisvara oder in Abhira, Upanägara und Grämya nach Namisädhu gehört der ältesten
Periode an.2) Die wichtigste Angabe findet sich bei KramadiSvara, die ich Bh. 71* nach
Lassen mitgeteilt und besprochen habe. Nun erhielt ich durch die Güte Sir A. George
Grierson’s, mit dem ich eine briefliche Aussprache über viele den ApabhramSa betreffende
nach dem Kom. einem Könige von Pätaliputra, in Verbindung gebracht. Der Verfasser ist der alte Hari-
bhadra, der nach Jinavijayas Ausführungen auf der First Oriental Conference, Poona 1919, etwa
700—770 n. Chr. gelebt hat.
1) Vergl. hierfür und für das folgende Bh. 87* 11. 12. und 65* 11.
2) Vergl. zu diesem Abschnitt Bh. 71* 16 ff.
III*


XX
Einleitung.
Fragen hatte, einen Rotograph des Apabhrainsa-Abschnittes in einer Ausgabe von Krama-
diävaras Präkrit Grammatik von Räjendra Läla Mitra, die für die Bibliotheca Indica unter-
nommen war, aber nicht veröffentlicht worden ist, vielleicht weil sich der Herausgeber
ihrer Unzulänglichkeit bewußt war. Aber mit ihrer Hülfe lassen sich doch manche
Fehler in Lassens Text verbessern oder durch Kombination beider ein richtigerer Text
herstellen. Die in Frage kommende Stelle lautet in jenem Druck folgendermaßen:
yug rädir Vräcatädau | 68 | Vräcatädir Apabhramsabhedah | tatra Vräcatädau
yuktarephasamuccäranam | sarppir eva sarpih | jrum-drum-prabhrti prayok-
tavyam | ktvah eppi eppiiju ||
seso Nägare vä sa kädau | 69 | sa präkrtamisra Upanägare gäthädau.
Um das Letzte vorwegzunehmen, sei bemerkt, daß auch Mitras Text das sinnlose
väsakädau bietet. Ich halte meine Konjektur räsakädau aufrecht, die graphisch durch die
stete Verwechslung der in bengalischer Schrift nur durch einen Punkt unterschiedenen
Zeichen für va und ra leicht zu rechtfertigen ist. Zur Sache kann ich jetzt, nachdem ich in
den Besitz der guten Ausgabe von Hemacandras Chandonusäsana mit svopajnä Vrtti (Bom-
bay 1912, Nirijaya Sägara Press) gelangt bin, feststellen, daß der Name räsaka nicht nur
der von Hemacandra so benannten Gruppe1) von Apabhramsametren zukommt, sondern
auch, wie einige sagen, können alle jäti auch räsaka heißen.2) jäti ist der gemeinsame
Name für mäträ- und ga$a-cchandas.3) — Wichtig ist die Lesart yug rädir Vräcatädau
cDoppelkonsonanz mit anlautendem r steht im Vräcata usw.5 An Vräcatädi ist wohl nicht
zu zweifeln; es bedeutet also wohl die Gruppe von Dialekten, deren Hauptvertreter Vräcata
ist, und entspricht genau dem Abhirädi bei Da$din I 36. Daß das Sütra so zu verstehen
ist, wie ich es oben übersetzt habe, geht aus dem Beispiel sarppi hervor. Also nur die
Erhaltung des r als ersten Konsonanten einer Gruppe ist charakteristisch für den Vrä-
cata, nicht wie ich früher glaubte (S. 71* f.) auch die des r nach einem Konsonanten.
Letztere scheint nach Kramadisvara (adho ro lug vä. 2) für den Apabhramsa überhaupt
zu gelten. Märkaijcleya (in der Granthapradarsini 1912) schreibt die Erhaltung von r und r
sowohl dem Nägara (17,4 prakrtyä ra-rtau kvacit), als auch dem Vräcada (18,4 a-bhrtyädeh
prakrtyä ra-rtäv ubhau) zu, dem erstem als fakultativ, den zweiten wie es scheint als
obligatorisch. Auch nach Namisädhu zu Rudrata II 12 ist die Erhaltung des r nach Kon-
sonanten eine Eigenschaft des Apabhramsa überhaupt. — Im Gegensatz zu diesen über-
einstimmenden Angaben der Grammatiker, die also wohl eine feste Tradition repräsentieren,
ist in der Bhavisattakaha und dem Neminähacariu die Assimilation des r an vorhergehen-
den (und erst recht an folgenden) Konsonanten fast ausnahmslose Regel.4) Diese Werke,
zu denen auch noch einige im nächsten Paragraphen zu besprechende Quellen gehören,
repräsentieren also eine jüngere Stufe des Apabhramsa, der durch die strengere Befolgung
der präkritischen Lautgesetze charakterisiert ist. In eben diesem jüngeren Ap. sind auch
etwa neun Zehntel der Strophen abgefaßt, die Hemacandra in seiner Grammatik als Bei-
1) Er selbst führt deren 13 auf, sagt aber, daß die Alten noch viele andere gelehrt hatten, und
gibt eine Reihe von dutzend Namen, die mit ädi schließen. Vrtti zu V 14.
2) Vrtti zu V 2: sarvä api jätayo räsaka bhavantiti kecit. yad äha: sayaläo jäio patthäravasena
ettha bajjhanti | räsäbandho nünam rasäyanam vedagotthisu ||
3) Indische Studien VIII S. 289.
4) In unserm Text findet sich 549, 6 loddhra = lodhra, vielleicht ein Sanskriticismus.


Über die Dreiteilung des Apabhramsas und die ältesten Dohas.
XXI
spiele anführt. Nur in 21 Strophen ist r oder r nach Konsonant erhalten (Bh. S. 72*17);
diese Strophen gehören also der älteren Stufe des Apabhramöa an. — Rudrata (IV 15. 21)
gibt als Beispiele des bhäsäälesa zwei Apabhramsastrophen, die mit der gleich zu er-
wähnenden Strophe Anandavardhanas die frühesten datierbaren Reste der alten Ap.-Literatur
bilden. Die zweite Strophe kann ohne weiteres auch als Sanskrit gelesen werden, bei der
ersten bedarf es dazu aber anderer Wortabtrennung, die man im Kommentar nachsehen
möge. Ich führe beide Dohas hier an:
dhira gacchadu mehatanu
abhramada-prasarä haraiju
duddhara-värisa-dassu |
ravi-kira$a tejassu || 15
kridanti prasaranti madhu
bhramarä mittra suvibhramä
kamala-pra^iayi lihanti |
mattä bhüri rasanti II 21
Hier haben wir in der ersten Strophe zwei, in der zweiten sechs Fälle von nicht assimi-
liertem r nach Konsonant; mochte dies auch dem Dichter sein Kunststück erleichtern, so
ist es doch bezeichnend für den Apabhramsa, den er kannte. Die Strophe Anandavardhanas
(Dhvanyäloka S. 243) hat Pischel (Mat. S. 45) folgendermassen hergestellt:
mahu mahu tti bhauantaaho vajjai käluja^assu |
tö vi ua deu Jaijaddaxiau göarihöi manassu ||
Im ersten päda fehlt eine More; man muß itti lesen, worauf die Hdd C und e weisen, so
gewaltsam es auch erscheinen mag. In Abhinavaguptas Kommentar zu dieser Stelle, den
ich der freundlichen Mitteilung Herrn Suäila Kumära De’s verdanke (in der Ausgabe fehlt
er zum ganzen 4. Uddyota), ist nur die Chäyä gegeben, die Pischel aus einer Randglosse
kannte. Der Wortlaut der Strophe steht also wohl fest1), die Schreibweise jedoch nicht.
Statt vajjai, das in keiner Hd steht, ist vielleicht vunai oder vrajjai (vujjai in C) zu lesen.
Sicheres läßt sich also über die Eigenart dieses Ap. nicht sagen. Aber beachtenswert ist,
daß Abhinavagupta ihn Saindhava-bhäsä nennt, sei es daß es sich wirklich um Abhira,
d. h. Vräcata handelt, oder daß Abh. diesen Namen für Apabhramäa überhaupt gebrauchte.
Jedenfalls haben wir hier das älteste datierbare Zeugnis dafür, daß der Sindhudesa als
Heimat des Apabhramäa galt.
3. Ich gehe dazu über mitzuteilen, was mir von neuem Apabhramsa-Material aus
der Jaina-Literatur bekannt geworden ist. — Oben schon wurde die Ausgabe von Hema-
candras Chandonusäsana mit svopajnä Vrtti erwähnt. Leider hat sich meine im Vorwort
zur Ausgabe der Bhavisattakaha geäußerte Erwartung, daß dieses Werk 1 wahrscheinlich
reichliches Material für unsere Kenntnis des Apabhramsa enthalten werde’, nicht bestätigt.
Denn die von Hemacandra für seine Regeln gegebenen Beispiele sind keine Originalverse,
wie in seiner Grammatik, sondern von ihm selbst gedichtete, wie im Apabhramsa-Abschnitt
des Kumärapälacarita (Präkrta-Dvyäärayakävya) und darum ebenso wie diese zu bewerten.
Hemacandra verwendet alle Formen, auch präkritische, um den metrischen Anforderungen
zu genügen. Daß er sich diese Sprache selbst frei geschaffen habe, will ich nicht be-
haupten ; er wird wohl einen 'klassischen’ Apabhramsa zu seinem Zwecke umgestaltet haben.
x) Für den Sinn der Strophe ergibt sich aus dem Komm., daß mahu mahu doppelsinnig ist, näm-
lich eigentlich mama mama; man kann es aber auch als Madhumathäna verstehn, und dann ergibt sich
ein virodhäbhäsa, der die Feinheit der Strophe ausmacht.


XXII
Einleitung.
Aber ehe uns ein Originalwerk in demselben vorliegt, sind Hemacandras Apabhramsa-
Dichtungen für die Sprachgeschichte nur mit Vorsicht zu verwenden*
Ich hatte schon früher (Eh. S. 3* 3) angeben können, daß die Apabhramsa-Strophen,
die Devendragaiji (alias Nemicandra) in, seinem Kommentar zum TJttarädhyayava Sütra
zitiert, mehrere Eigentümlichkeiten des Gurjara-Apabhramäa aufweisen. In seinem Mahä-
vTra-cariyam, einem in A^iahillaväda-Pattana sam. 1141 = 1085 n. Chr. verfaßten, 3000
granthas umfassenden Präkritgedichte, das in Bhavnagar als Nr. 59 der Sri Jaina Atmänanda
Granthamälä von Caturvijaya herausgegeben ist, finden sich 52 Ap.-Strophen (hauptsäch-
lich in Rolä, Raddä und Pajjhatikä Metrum), meist allerdings Stuti’s und daher weniger
ausgiebig in grammatischen Formen. Regelmäßig ist der gen. (abl.) Sing. masc. auf a-ha,
zweimal auf i-hi, einmal auf u-hu; dagegen zweimal vom fern, auf a-hi, und zweimal der
instr. masc. auf im, welche Formen unser Gurjara-Apabhramsa nicht kennt. Die Sprache
Nemicandras steht jenem also nahe, hat aber doch auch noch ältere Formen bewahrt.
In der Novembernummer des Sri Jaina Svetämbara Herald 1917 ist die Stuti Deva-
süris (geb. 1087, süri 1118, gest. 1170 n. Chr.) auf seinen guru Municandra in 25 Apa-
bhramsa-Dohäs mitgeteilt. Nur der gen. Plur. sürihT gehört zweifellos dem Gurjara-
Apabhramsa an, sonst kommt keine ihm ausschließlich angehörende darin vor. Aber
beachtenswert ist der instr. jiiji (= yena), eine ausgesprochene Guzeratiform, die viermal
vorkommt, und jetaija (= yävantah), das zu Hindi, Panjäbi j it an a gehört. (Die Guzerati-
form lautet jetlo und ist zu Ap. jettula, Hem. IV 435, zu stellen.)
Als Nr. 12 der Jaina Vividha Sähitya Sästra Granthamälä ist Benares 1919 von
Haragovindadäsa herausgegeben das Supäsanäha-cariyam (Geschichte des 7. Tirthakara),
ein 10138 granthas umfassendes Präkritgedicht des Laksmaxiagaiji, das dieser in Ma^idali-
puri (jetzt Magdala in Guzerat) Freitag den 28. Januar 1143 n. Chr. vollendete. Dieses
Werk enthält 68 Apabhramsa-Strophen in verschiedenen Metren. Darin finden sich die
für den Gurjara-Apabhramsa charakteristischen Genitive auf a-ha a-hä häufig beim
Masc. und je einmal beim Fern., ferner i-hi fern., und u-hü masc.; daneben aber auch
i-ha je einmal für masc. sing, und fern. plur. Auch der GuzeratI instr. jipi ist ein-
mal belegt.
Die drei zuletzt genannten Quellen sind alle älter als das Neminäha-cariu. Wir
erkennen aus ihnen, daß schon lange vor Haribhadra der Gurjara-Apabhramsa bestand,
wenn er auch nicht genau in der Form, in der ihn dieser Dichter schrieb, festgelegt war.
Man scheint einerseits altertümlichere Formen, anderseits Entlehnungen aus der Volks-
sprache nicht gemieden zu haben, während Haribhadra bemüht ist, eine einheitliche Sprache
zu schreiben, allerdings mit reichlichen Entlehnungen aus dem Präkrit, die ja im Apa-
bhramäa von je gestattet gewesen zu sein scheinen.
Aus den nächsten drei Jahrhunderten nach Haribhadra sind bis jetzt nur spärliche
Reste des Apabhramsa der Svetämbara bekannt geworden; erst aus dem Ende des 15. Jahr-
hunderts, also ein Jahrhundert nach dem ersten Zeugnis über das Alt-Guzeratix), liegt
eine ausgiebigere Quelle vor in Ksemaräjas Tikä zu seiner Upadeäa-saptatikä* 2). Der Ver-
fasser gibt das Datum der Abfassung, sam. 1547 = 1491 n. Chr., jedoch nicht den Ort
x) Linguistic Survey of India, vol. IX, part. II S. 353 ff., vgl. Bh. S. 55* 4.
2) Herausgegeben von der Sri Jaina Dharma Prasäraka Sabhä, Bhavnagar 1917.


Neue Apabhramsaquellen.
XXIII
derselben an; da aber sein Patron Doda1), auf dessen Drängen er die navyä Saptatikä
verfaßte, in Himsärakotta (wohl dem jetzigen Hissär im Punjab), wohnte, so dürfte es sich
um einen von dem Nördlichen beeinflußten Gurjara-Apabhramsa handeln; denn da die
Övetämbaras in der Fremde ihr GuzeratI nicht aufgeben, so werden sie auch an ihrem
Apabhramsa festgehalten haben, wofür auch die für diesen charakteristischen Genitive
sprechen. — Der Kommentar Ksemaräjas enthält zur Erläuterung der einzelnen upadeäas
101 Erzählungen, meist in Sanskrit- oder Prakrit-Versen; aber fünf Stücke2), welche die
in der Apabhramäa-Literatur übliche Bezeichnung 'sandhi5 (bzw. sandhibandha) führen
(vgl. Bh. S. 43* 1), zusammen 353 Strophen, fast durchweg Pajjhatikä oder Adilä3 *), sind
einem ziemlich verwilderten Apabhramsa abgefaßt. Die hauptsächlichen Abweichungen
von der älteren Sprache sind folgende.
a) Der nom. acc. Sing, der masc. und neutr. a-Stämme, kann wie früher auf u
ausgehen, meistens aber endet er in a. Infolgedessen vertritt die Stammform den nom. acc.
aller a-Stämme im Sing, und Plur. (Man beachte, daß auch die Endung des Abs. auf
eviiju ihr u durch a ersetzt hat). Aber der einfache Stamm aller, auch der i und w-
Stämme, ist nicht auf den nom. acc. Sing, und Plur. beschränkt, sondern gelegentlich kommt
auch der unflektierte Stamm für andere Kasus, namentlich für den Genitiv vor. Hema-
candra IV 344 f. lehrt dies zwar, aber in der Bhavisattakaha und dem Neminäha-cariu
finden sich dafür nur ganz vereinzelte Beispiele.
b) Es wird eine nicht unbeträchtliche Anzahl von neuen Formen gebraucht, von
denen die meisten mit den entsprechenden des Alt-Guzerati teils übereinstimmen, teils
ihnen analog sind. Wir fanden schon im älteren Apabhramsa (oben S. XXII) den GuzeratI
instr. des pron. ji^i statt je$a; hier sind ji$i, jeni, iipi, ki$i ganz üblich. Bei den masc.
neutr. a-Stämmen geht der instr. (loc.) Sing, häufig auf ihi aus, z. B. cittihT ent-
sprechend Alt-Guzerati cittiT. Danach sind die Ortsadverbien tihT, jihT, kihT gebildet,
die mit Jaipur! ti jl instr. des pron. zu vergleichen sind, te ‘er wie im GuzeratI;
e ‘diese’ ist eine Form, die nicht nur im GuzeratI vorkommt. Die 3. plur. lautet auf aT
wie im Alt-Guzerati, z. B. pucchaT. Von den 'unregelmäßigen5 part. p. p. des GuzeratI
kidhau, pldhau, lidhau (Bh. S. 56*) finden sich hier die älteren Formen kiddha, kaddha,
diddha, piddha, liddha. Es finden sich Infinitive auf evä z. B. saheva, kareva, die eher
zu den Alt-Guzerati Infinitiven karivä, levä, als zu dem alten ApabhramSa-Infinitiv
(H. IV 441) auf evam zu stellen sind. — Auf Einfluß des Nördlichen ApabhramSa scheinen
die Abs. auf i wie kiri, pikkhi, jödi hinzuweisen, die dem Gurjara-Apabhramöa fremd sind,
siehe unten S. 18 § 27. Auch Abs. auf iya kommen vor. Ich erwähne noch einige
Einzelheiten, tau cdu’ ist nach hau für tuhü eingetreten, hiva = evam geht auf uraltes
lievam zurück, jau-tau entspricht GuzeratI jo-to. Der instr. ku$a = kena steht Marwärl
kun näher als GuzeratI köije. Es würde zu weit führen, alle Einzelheiten zu besprechen;
das Gesagte genügt, den Einfluß der Volkssprache, speziell des GuzeratI, zu beweisen.
Er gehörte dem aus Srimäla stammenden Clan der Patu Parpata an; seine Familie stammte
also aus Guzerat.
2) Zu den Gäthäs 3, 30, 40, 68, 69 der Originals.
3) Hin und wieder ist eine Ghattästrophe eingelegt, angekündigt durch ein vorgesetztes eghäta’;
in den beiden letzten sandhis steht dann das Wort cbhäsa’ vor der nächsten Strophe in gewöhn-
lichem Metrum.


XXIV
Einleitung.
Trotzdem aber hat die Sprache zweifellos den Charakter des Apabhramäa bewahrt, und
es würde gänzlich verfehlt sein zu glauben, sie bilde einen Übergang zum Guzerati oder
einer ihm nahestehenden Volkssprache. Die Erhebung der Volks- zu einer Literatursprache
ist ein Vorgang anderer Art, eine selbständige Schöpfung. Die . Dichter, die sich ihrer
bedienten, haben der Apabhramsa-Poesie zum großen Teil ihre dichterische Technik,
namentlich die Verskunst, aber auch manche Apabhramsa-Wörter entlehnt, wie uns jede
Seite von Tulsi Däs Werken lehren kann; aber es kann kein Zweifel bestehn, daß damit
eine neue Sprach- und Literaturperiode begann, durch welche die Apabhramsa-Poesie erst
nach einiger Zeit zum Absterben gebracht wurde.
4. In meiner ersten Abhandlung (Bh. 54* 1) hatte ich für die Bewertung der in-
dischen Zeugnisse über den Apabhramsa den Grundsatz befolgt, „daß die älteren den
Vorzug vor den jüngeren und jüngsten Zeugnissen verdienen, nicht nur weil das überall
gilt, sondern auch, weil die jüngeren Schriftsteller keine Kenntnis mehr von den indischen
Sprachverhältnissen hatten, wie sie zur Zeit des Aufkommens und der Blüte der Apa-
bhramäa-Literatur lagen“. Unter den Grammatikern gab ich Hemacandra den Vorzug,
weil seine Lehren mehr in Einklang zu der Sprache der erhaltenen Quellen als diejenigen
Kramadisvaras, Rämatarkavagöas und Märkaijideyas sind. Die Untersuchung hat durch
diese Beschränkung zwar an Sicherheit gewonnen, ist aber einseitig geworden. Namentlich
mein Argwohn, daß die jüngeren Schriftsteller sich willkürliche Kombinationen erlaubt
hätten (Bh. 70* 15), kann ich gegenüber den mir seitdem bekannt gewordenen Tatsachen
und Materialien nicht mehr aufrecht erhalten. Welche diese sind und was sie uns über
die Geschichte des ApabhramSa lehren, soll uns im folgenden beschäftigen.
Oben ist schon von dem zur Kontrolle von Lassens Text des Kramadiävara heran-
zuziehenden Druck der Bibi. Indica die Rede gewesen. Von Märkai^deyas Präkrtasarvasva
konnte ich die im ganzen recht gute Ausgabe in der Granthapradarsini benutzen, und
Sir A. George Grierson verdanke ich eine Abschrift seiner Ausgabe der Apabhramäa
Stabakas aus Rämasarmans (Tarkavägisa) Präkrtakalpatarü. Die genannten drei Autoren
gehören nach Griersons Untersuchungen der östlichen Schule der Präkrit-Grammatiker
an. Zur Orientierung über diese bisher unbekannte Verhältnisse setze ich seine Worte
aus der Einleitung zu seiner zuletzt genannten Publikation hierhin. cIt is, I think, certain
that there were two distinct schools of Prakrit philology in India. The first, or Eastern
School, was derived from Vararuci (himself an Easterner), and descended from him through
Lankeövara and Kramadisvara, to Rämasarman and Märkaudeya. The second, or Western
School, is based on the so-called Välmiki sütras, now extant only in a much expanded
form. From this teaching are descended the grammar of Hemacandra, who used a tech-
nical terminology of his own, and the works of Trivikrama, Laksmidhara, Simharäja, and
others, who followed the whole system of terminology found in the expanded Välmiki
sütras..... The Präkrta-kalpataru, or cWishingtree of Prakrit3, is, according to its
author, based on the Präkrta-Kämadhenu of Lankesvara, a work described by Räjendra-
Läla Mitra in Nos 3157 and 3158 of Vol IX of his Notices of Sanskrit Mss., but which
has since, to my great regret disappeared3. — Lankesvara, alias Rävaija, schrieb auch eine
Vrtti zu Sesanägas PräkrtavyäkaraflLasütra, genannt Präkrta-Lankeövaral) (Räj. L. Mitra
x) Der Name erinnert an Präkrta-Pingala, die bekannte Apabhramsa-Metrik. Man beachte, daß
in dieser der Autor auch Sesanäga und Öesakavi genannt wird.


Der Apabhramsa bei den östlichen Prakrit-Grammatikern.
XXV
a. a. 0. no. 3158); letzteres wird also eine seiner Hauptquellen gewesen sein. — Mär-
kapdeya stimmt meistens aufs Genaueste mit Rämasarman überein, weshalb es wahrschein-
lich ist, daß dieser oder dessen Quelle seine Hauptautorität war.
5. Ich will den augenfälligsten Unterschied der östlichen Präkrit-Grammatiker von
Hemacandra hinsichtlich dessen, was sie über den Apabhramsa lehren, hervorheben. Er-
stens: die Östlichen lehren die Dreiteilung des Ap. in Vräcata, Nägara und Upanägara,
und behandeln den Nägara als den Normal-Apabhramsa, die Jüngeren, Räm. und Mark.,
ausdrücklich, Kramadisvara tatsächlich, wie aus der oben S. XX angeführten Stelle her-
vorgeht. Dagegen nimmt Hemacandra in seiner Grammatik keine Notiz von den drei
Arten des Ap., vielmehr behandelt er ihn, als wäre er eine einheitliche Sprache. Aber,
wie ich früher (Bh. 72* 17) gezeigt habe, setzen seine Regeln tatsächlich mehrere ver-
schiedene Idiome voraus, unter denen auch eins, auf das sich die beiden sütra 396 u. 446
beziehen, dem Normal-Ap. KramadiSvaras (siehe dessen erstes sütra) zu entsprechen scheint.
Auch die Ansichten über die präkritische Grundlage des Ap. sind bei den Östlichen nicht
dieselben wie bei Hem.
Zweitens: die grammatischen Formen des Apabhramsa bei den Östlichen weichen
vielfach von denen ab, die Hem. lehrt und unsere Texte aufweisen. Nur zum Teil stimmen
die Östlichen untereinander gegenüber Hem. überein, z. B. wenn Alle hamu tuham =
aham tvam gegenüber hau tuhü bei Hem. und in unsern Texten lehren, oder wenn sie
als Endung der a-Stämme im loc. Sing, him (i. e. hi, z. B. vavahT) zulassen neben den
von Hem. und unsern Texten gebotenen Endungen e und i (vane, vani). Aber in andern
Fällen weichen die Jüngeren von Kramadisvara ab; so lehrt z. B. Räm. für die a-Stämme
im nom. acc. Sing, eine Endung ho, Märk. hu, die weder Kramadisvara noch Hem.
kennen. Gerade für die Deklination weisen Räm. und Märk. einen großen Formenreich-
tum auf sowohl Kramadisvara als auch Hemacandra gegenüber. Grierson hat die Dekli-
nationsformen nach Rämaäarman in der oben genannten Abhandlung zusammengestellt
(zu v. 25) und bemerkt dazu: cit will be observed that the above schemes of declension
differ widely from those given by Hemacandra, and reproduced by Pischel in his grammar.
But it must not be therefore assumed that the differences are due to blunders of the
copiest. They are borne out in a remarkable manner by Märka^deya, and, as a whole,
may be taken as indicating the doctrine of the eastern school in regard to Apabhram6a\
Aus der Verschiedenheit der grammatischen Lehren der Östlichen verglichen mit
Hem. ergibt sich die Notwendigkeit der Annahme, daß jenen nicht dieselbe Ap.-Literatur
vorlag wie den Westlichen, auf welche sie ihre Regeln gründeten, und daß auch die von
den jüngeren östlichen Grammatikern benutzte Ap.-Literatur sich nicht unbedeutend von
jener älteren unterschied. Diese dem Osten angehörende Ap.-Literatur lag bisher voll-
ständig im Dunkel, das sich jetzt erst durch die Entdeckungen der neuesten Zeit zu lüften
beginnt, wie wir im folgenden sehen werden.
Von der Hem. vorliegenden Ap.-Literatur geben uns die von ihm zu seinen gram-
matischen Regeln zitierten Strophen eine wenn auch nicht zu reichliche Probe. Leider
bieten Kramadisvara und Rämasarman nichts dergleichen; nur Märka^deya zitiert eine
beschränkte Anzahl von Originalstrophen, und unter diesen sind fünf von Präkrta Pin-
gala, den er zu 17, 56 mit Namen nennt. Er betrachtete also Pingala als einen maß-
gebenden Ap.-Schriftsteller, und da er ein Grammatiker des östlichen Ap. war, muß Pin-
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh. IV


XXVI
Einleitung.
gala zu den östlichen Apabhramsa-Schriftstellern gerechnet werden. Zu demselben Schlüsse
gelangen wir auf Grund anderer Tatsachen, die ich wegen der Wichtigkeit des Gegen-
standes darlegen muß, wenn auch dabei Erörterung technischer Details der Apabhramäa-
Metrik nicht zu vermeiden ist. Hemacandra bemerkt in seinem Kommentar zu Chando-
nusäsana VII, daß die von ihm gelehrten Dvipadi-Metren Karpüra und Kunkuma bei den
Mägadhas, d. h. den Metrikern von Magadha, Ullälaka heißen. Nun lehrt Pingala (Bibi.
Ind.) S. 205 ff. das Metrum Ulläla, und sein Schema desselben stimmt mit dem von Hema-
candra für Karpüra gegebenen tatsächlich überein, obgleich Beide es verschieden aus-
drücken, nämlich Hemacandra 2 x 2 + 4 + 2 x 2 + u + 2 ; 2+4+2x2 + 3, Pingala
3x4 + 3|6 + 4 + 3. Ferner, Hem. V 24 lehrt eine Strophe von der Form 6 + 3 x 4 + 6,
in der der zweite vierzeitige Gapa Amphibrachys oder Proceleusmaticus ist, und nennt sie
Vastuvadanaka; er fügt hinzu, daß Andere sie Vastuka nennten und Einige nach der
Anzahl der langen und kurzen Silben viele Arten des Vastuka unterschieden, von denen
41 in vier zitierten Gäthäs genannt werden. Pingala seinerseits nennt dasselbe Metrum,
dessen Schema nach ihm 6 + 4 + “ | ~ + 4 + 6 ist, Kävya (Kabba S. 187) und Vastuka
(Vatthua S. 195). Auch er unterscheidet viele Arten des Kävya (S. 192 ff.) und zählt deren
44 auf, aber mit andern Namen als den von Hemacandra gegebenen. Durch die Ver-
bindung von vier Pädas des Kävya und zwei des Ulläla entsteht nach Pingala (S. 187)
die Strophe Satpada (Chappaa). Nach Hem. IV (im Abschnitt über das Sirsakam) führen
dergleichen Verbände zweier Metren den allgemeinen Namen Dvibhangikä; die Dvibhan-
gikäs bestehend aus Vastuvadanaka und Karpüra (die Pingala Kävya oder Vastuka und
Ulläla nennt) und ähnliche führten bei den Mägadhas die generellen Namen Satpada und
Särdhacchandas, wofür er folgende Gäthä zitiert: jai Vatthuäija hetthe Ulläla chandayammi
kijjanti | Divaddhacchandaya-cchappaya (sic) kavväim täT vuccanti ||. Also auch hier er-
kennt man, daß Pingala zu der Metrikerschule der Mägadhas gehörte. Sie bestand schon
lange vor ihm; denn Hemacandra ist wenigstens drei Jahrhunderte älter als Pingala1).
Hemacandra erwähnt die Mägadhas nur an den beiden behandelten Stellen, also nur mit
Bezug auf die Apabhramsa-Metrik, in der die Mägadhas daher von den westlichen Apa-
bhramsa-Metrikern, deren Lehre Hemacandra wiedergibt, sich unterschieden. Diese Tat-
sache scheint auch darauf hinzuweisen, daß sich die Apabhramsa-Literatur des Ostens von
der des Westens gesondert entwickelt hatte. Magadha ist das Kernland des Gauda-reiches
(vgl. Bh. 82* 3), der Vormacht des östlichen Indiens. Es dürfte also nach dem Voraus-
gehenden feststehen, daß Pingala zu den östlichen Apabhramäa-Schriftstellern gehörte.
Allerdings schreibt er nicht in richtigem Apabhramöa, sondern in dem herabgekommtfnen
Idiom, das Avahatta-2) oder Avahatthä-3)-Bhäsä genannt wird. Desselben Idioms bedient
sich auch, nach einer brieflichen Mitteilung des Professor Suniti Kumära Chatterji, im
*) Die oben zitierte Gäthä hat wohl eine ältere Form der Lehre bewahrt, als sich bei Pingala
findet. Denn dieser kennt nicht den Namen Divaddhachandaya (särdhachandas), noch kennt er Kävya
und Ulläla als selbständige Vierzeiler.
2) Vgl. Bh. 80* 23.
3) Diese Namensform ist jetzt durch folgenden Zweizeiler Vidyäpatis festgestellt: desila vaanä
saba-jana mitthä | te taisana jampao avahatthä ||, der, wie mir Prof. S. K. Chatterji mitteilt, von Nä-
gendra Näth Gupta auf dem Titelblatt seiner Ausgabe von Vidyäpatis Padas in der Bangiya Sähitya
Parisad zitiert wird.


Die östliche Apabhramsa-Literatur.
XXVII
15. Jahrhundert Vidyäpati1) von Mithila neben seiner Muttersprache Maithili, worin er
die meisten seiner Gedichte abfaßte. Die Avahatthä ist der letzte Abkömmling des Apa-
bhramsa, worin die volleren Sprachformen zwar noch gelegentlich gebraucht werden können,
meistens aber beim Nomen durch den nackten Stamm und sonst durch sehr reduzierte
Wortformen ersetzt zu werden pflegen. Ihr Geltungskreis war Magadha und Mithila, wie
wir eben sahen, dazu noch wahrscheinlich Nepal2). Sie setzt einen regulären ApabhramSa
voraus, aus dem sie beim Erlöschen des reineren Sprachgefühls hervorgegängen ist. Jener
Apabhramsa ist aber nicht der westliche; denn dessen Endprodukt, das wir aus den sandhis
des gleichzeitigen oder etwas späteren Ksemaräja kennen (siehe oben S. XXII f.), ist zweifel-
los eine andere Sprache als die Avahatthä, mit der sie nur gewisse Alterserscheinungen
gemein hat. Der als Vorgänger der Avahatthä anzunehmende Apabhramsa muß in eben
denselben Gegenden wie jene, etwa in Behar, heimisch gewesen sein; er war also ein öst-
licher Apabhramsa. Dieser ist uns durch einige Texte bekannt geworden, die leider nicht
von großem Umfang sind und dem Verständnis sprachlich und sachlich viele Schwierig-
keiten bereiten. Es sind nämlich erstens eine Anzahl (28) von Apabhramsa-Strophen in
verschiedenen Metren in dem von Cecil Bendall herausgegebenen Subhäsita Sangraha3).
Diese Strophen rühren von Saraha-päda (1. 2. 4—17) und Känhapäda (18—28) und einem
Anonymus (3) her. Zweitens: Ein Dohäkosa des Sarojavajra (Saraha) und ein anderer
des Krsijäcärya-päda (Känha-päda); beide mit altem Sanskritkommentar sind herausgegeben
von Mahämahopadhyäya Haraprasäd Sästri in dem in der Fußnote4) genannten Werke.
In dem ersten Text sind, namentlich im Anfang, nur Bruchstücke der Verse, die der
Kommentar mit iti anführt, erhalten, gegen Ende sind ganze Zeilen und ganze Verse häu-
figer. Die Hd ist alt und gehört dem 12. Jahrhundert an; trotzdem ist der Apabhramsa-
Text fehlerhaft, wie sich zuweilen mit Hülfe des Kommentars oder des Metrums nach-
weisen läßt. Der zweite Dohäkosa enthält 31 Strophen in verschiedenen Metren. Die
Hd ist ganz modern (1906?), geht aber indirekt auf eine alte Palmblatt-Hd, die jetzt in
Japan ist, zurück. Die beiden genannten Verfasser lebten nach der Meinung Haraprasäd
1) Ãœber Vidyapati handelt Grierson: Introduction to the Maithili Dialect S. XIII f. (J.A.S.B. vol.V
Extra-No. 2. 1909).
2) Grierson, Linguistic Survey of India, vol. IX, part IV, S. 17: “even about the year 1650 (/. e., a
century before the Gorkhäs conquered Nepal) the court language of Pätan, near Khäthmändu, was not
Khasa, but was closely allied to the Maithili dialect of Bihäri spoken immediately to its south.” Prof.
S. K. Chatterji schreibt mir: In the courts of the Newäri kings, Maithili and Bengali were the culture
languages, and dramas in these have been found. The Vangiya Sähitya Parisad has published a num-
ber of these dramas from Nepal, mostly in Maithili, and one in Bengali. Conrady’s Hariscandra-nrtyam
is typical of these Nepalese dramas, and it does not present one language but three, Bengali, Maithili,
and a mixture of Bhojpuri and Avadhi.
3) Le Museon, nouvelle serie, voll. IV. V. Die Apabhramsa-Strophen sind ausführlich behandelt
daselbst V, S. 245 ff.
4) Häjär Basharer Puräna Bängälä bhäsäy Bauddha gän o dohä. Sähitya Parisad Granthävali
Nr. 55. Calcutta, san 1323 (= 1916), d. h. Buddhistische Gänas und Dohas in 1000 Jahre altem Ben-
gali. — Das Werk enthält vier Texte, außer den beiden Dohäkosas, die an zweiter und dritter Stelle
stehen: Nr. 1. Caryäcaryaviniscaya, 50 Lieder, gäna, die ebenfalls wie die Dohäkosas über die Sahajiya-
Form des Mahäyäna handeln, und zwar in Alt-Bengalisch. Nr. 4. Däkärnava-mahäyoginitantraräjya
in 23 patala; der Text besteht aus Sanskrit-Öloken und meist längeren Stellen in einer (oder mehreren?)
noch unerforschten Sprache.
IV*


XXVIII
Einleitung.
Sästris im 11. und 12. Jahrhundert. Es sind dieselben Autoren, von denen die Apa-
bhramsa-Strophen im Subhäsita Samgraha herrühren, und zwar, wie darin angegeben ist,
stammen 4—17 aus Sarahapädas Dohäkosa, 19—28 aus dem des Känhapada. Tatsäch-
lich lassen sich von ihnen 5 im ersten, 10 im zweiten Dohäkosa nachweisen1).
Wir haben hier eine leider wenig umfangreiche Probe eines alten östlichen Apa-
bhramsa, deren Wert noch durch die schwere Verständlichkeit des Inhalts, die Unbekannt-
heit mancher Metren und die unzuverläßige Schreibweise selbst in der alten Hd beein-
trächtigt wird. Was letzteren Punkt betrifft, so ist unrichtige Quantität der Vokale, Fehlen
des Anunäsika u. dgl. an der Tagesordnung; selbst die sanskritische Form der Wörter statt
der präkritischen wird von den Schreibern oft in den Text gesetzt. Aber obschon unsere
Kenntnis der östlichen Apabhramäa noch auf schmaler und dazu nicht ganz zuverlässiger
Grundlage beruht, läßt sich doch schon einiges feststellen, wodurch er sich deutlich vom
westlichen Apabhramsa unterscheidet. Während letzterer im nom. acc. Sing, der a-Stämme
fast durchgehends u (bezw. o) hat, steht dafür im östlichen Apabhramsa gewöhnlich der
nackte Stamm (wie noch häufiger in der Avahatthä). Ferner haben unsere Texte eine
seltenere besondere Form des nom. acc. Sing, der a-Stämme, nom. loaha S. 108, jivantaha
S. 123, acc. bhattäraha S. 112. Da, wie oben (S. XXV) schon angegeben, ßämasarman hu
(10) und Märkaijdeya ho (17, 11) als Endung in dem genannten Falle lehren, so ist wahr-
scheinlich ha eine ungenaue Schreibweise für hu oder ho. Und in der Tat findet sich zwei-
mal der nom. Sing, pavavaho S. 97. 130 (v. 23), wo der Herausgeber ho abtrennt und als
selbständiges Wort fassen will, was aber keinen rechten Sinn gibt. Diese Endung findet
sich nicht im westlichen Apabhramsa, der dafür au oder ao aufweist (wahrscheinlich ist
ahu oder aho aus au bezw. ao durch Einschub eines hiatustilgenden h entstanden, vgl.
unten S. 5 § 5d). Endlich haben auch die a-Stämme im loc. Sing, oft die Endung hi,
wofür sicher hi zu lesen sein wird, da auch für jahT tahT fast immer jahi tahi geschrieben
wird. Wie schon oben (S. XXV) hervorgehoben, lehren nur die östlichen Präkrit-Gramma-
tiker diese Endung bei den a-Stämmen, nicht aber Hemacandra, wie sie denn auch aus
den westlichen Apabhramsa-Texten nicht belegt , ist. Aber die oben angeführten Formen
hamu tuham finden sich nicht in diesen Texten, sondern hau tuhu, wofür hau tuhü zu
lesen ist.
Hier haben wir also zweifellos einen östlichen Apabhramsa; es ist aber nicht mög-
lich, denselben genauer zu lokalisieren. Wahrscheinlich war er die Dichtersprache von
Pätaliputra, vielleicht lag aber das literarische Zentrum weiter östlich, im eigentlichen
Bengalen. Denn von Saraha und Känha ist auch eine Anzahl von Gänas im Caryäcarya-
viniScaya erhalten, und deren Sprache ist zweifellos Bengali, wie die Prät. bhai’lä, äilä und
das Fut. kariba in Gäna 7 beweisen2).
6. Der östliche Apabhramsa, dessen sich die Buddhisten Bengalens vor etwa einem
Jahrtausend und später als eines allgemeiner verständlichen, nicht provinziell beschränkten
Ausdruckmittels bedienten, war eine aus dem Westen importierte, eigentlich landfremde
Literatursprache. Denn von diesem, wie von allen uns bekannten Arten des AprabhramSa
!) Nämlich 1. S. 102, 10. S. 117, 12. S. 105, 13. S. 106, 17. S. 118. — 19 = 3, 20 = 11, 21. 22
= 13, 23 = 16, 24 = 18, 25 = 19, 26. 27 = 20, 28 = 21.
2) In Bihäri würde, wie mich Prof. S. K. Chatterji belehrt, der ‘Bindevokal’ dieser Formen nicht i,
sondern a sein.


Die östliche Apabhramsa-Literatur.
XXIX
ist die Grundlage, gewissermaßen der natürliche Boden, in dem er wurzelt, das Prakrit.
Dies ist zwar auch eine Literatursprache und als solche mehr Kunst- als Naturprodukt;
aber der Geltungsbereich desjenigen Prakrits, welches dem Apabhramäa zugrunde liegt,
war der Westen Indiens; im Reiche der Gaudas war ein anderes Prakrit, die Mägadhi,
heimisch. Nun ist es eine bedeutsame Tatsache, daß nicht die Mägadhi, sondern das ge-
meine Präkrit die Grundlage auch des östlichen Apabhramsa bildet. Daraus folgt, daß
dieser nicht eine bodenständige Literatursprache im Reiche der Gaudas war. Zwar war
auch dort die Präkrit-Literatur eingeführt, aber die Leistungen der Gaudas in derselben
scheinen doch als minderwertig gegolten zu haben. Denn ein Sararvatikanthäbhara^a II 14
angeführter Vers Rajaäekharas lautet: Brahman, vijnäpayämi tväm svädhikärajihäsayä :|
Gaudas tyajatu vä gäthäm, anyä vä’stu sarasvati. ||, wozu Ratneßvara (Kävyamälä-Ausgabe)
bemerkt: Brahmann ityädinä nindärthänuvädena Gaudesu Präkrtänaucityam Räjasekhareija
vyanjitam. Daß der Kommentar den Tadel auf das (schlechte) Präkrit der Gaudas bezieht,
geht aus dem Namen Gäthä der Äryä hervor; denn Bhattotpala (Weber, Ind. Stud. VIII
S. 295) sagt: Samskrte yä ^ryä, sä Präkrte gäthä, und ähnlich Hemacandra, Chandonu-
öäsana IV 1 com.: äryaiva Sanskrtetarabhäsäsu gäthäsamjnä. In vollständigem Gegensatz
zu den Gaudas stehen in dieser Beziehung die Lätas, von denen der dem eben angeführten
vorausgehende Vers sagt: srnvanti latabham Lätäh Präkrtam Samskrtadvisah; | Apabhram-
sena tusyanti svena nänyena Gurjaräh || 13 j|. Die Lätas und ihre Nachbarn, die Gurjaras,
sind Völker des Westens; bei diesen blühte also die Präkrit-Literatur und der diese voraus-
setzende Apabhramsa, letzterer auch bei den ebenfalls im Westen heimischen Abhiras, von
denen er ausgegangen war. Somit dürfen wir als das eigentliche Heimatsland sowohl der
Präkrit- (d. h. Mäharäs^ri) als auch der Apabhramsa-Literatur den Westen Indiens be-
trachten. Beides ist erst von dort im Reiche der Gaudas eingeführt worden.
Hier möge noch eine Vermutung über die Ausbreitung der Präkrit- und Apabhramsa-
Literatur ausgesprochen werden. Ich glaube, daß sie mit der politischen Bedeutung zu-
sammenhängt, welche die Abhiras1) und in noch höherem Grade die Gurjaras2) in den
frühen Jahrhunderten unserer Zeitrechnung erlangt hatten. Die Herrscher aus dem Gur-
jarastamme dürften sich die Pflege der in diesem blühenden Literatur auch in ihren neuen
Sitzen haben angelegen sein lassen und so zu deren weiteren Verbreitung Veranlassung
gewesen sein.
7. Wir waren ausgegangen von der Frage nach der Glaubwürdigkeit der östlichen
Präkrit-Grammatiker hinsichtlich ihrer Angaben über den ApabhramSa und hatten ge-
funden, daß einige derselben durch den östlichen Apabhramsa bestätigt werden. Was noch
ohne Beglaubigung ist, dürfte sich auf ältere ApabhramSa-Stufen beziehen, von denen uns
keine Quellen bisher zugänglich geworden sind. Außerdem aber machen jene Grammatiker
1) Vgl. Bhavisatta Kaha S. 74*. Die früheste datierbare Erwähnung der Abhiras scheint zu sein:
Mahäbhäsya I 2, 72 v. 6.
2) A. V. Smith, Early History of India, 2. Aufl. S. 377: The prominent position occupied by Gur-
jara kingdoms in early medieval times is a recent discovery. The existence of a small Gurjara princi-
pality at Bharöch (Broach) and of a larger state in Räjputäna has been known to archaeologists for
many years, but the recognition of the fact that Bhoja, and the other kings of the powerful Kanauj
dynasty in the ninth, tenth and eleventh century were Gurjaras, is of very recent date and is not yet
general.


XXX
Einleitung.
noch zum Teil einander widersprechende Angaben über den Unterschied zwischen Vibhäsäs
und Apabhramsa. Diese Frage bedarf einer weiter ausholenden Erörterung; wenn es ge-
lingen sollte, einen Einblick in die mittelalterliche und jüngere Literatur der Gaudas zu
erhalten, werde ich meine Ansicht über diesen Gegenstand bei sich bietender Gelegenheit
darlegen.
V. Nach diesen unvorhergesehen weitführenden Erörterungen des Apabhramsa-Pro-
blems kehren wir zu dem verlassenen Gegenstände, dem Werke Haribhadras und meiner
Ausgabe des Sanatkumäracarita zurück.
Die Handschrift des Neminähacariu besteht aus 113 Blättern, von 30 zu 20 cm,
mit 21 Linien zu ca. 58 aksaras auf der Seite; undatiert, aber etwa 300—400 Jahre, schön
geschrieben, aber ohne Verständnis des Abschreibers, worüber näheres im nächsten Para-
graph. — Es sind aber sicher noch mehrere Hdd vorhanden. Nach der Jaina Granthä-
vali S. 243 wird das Werk in den beiden Jesulmer Katalogen Hamsavijayas und Hira-
lälas genannt. Aber die dortigen Hdd waren auch noch vor dem Kriege unzugänglich.
Eine andere Hd scheint dem Herausgeber der Dharmasamgrahani, Kalyänavijaya, zu Gebote
gestanden zu haben. Denn in dem Vorwort Bl. 4 b sagt er von unserm Haribhadra, dem
Schüler des Sricandra, Jinacandras Schülers, daß er das Neminäthacaritam in Apabhramsa
verfaßt habe, wie aus der Unterschrift des Werkes hervorgehe: tadiyaprasastilekhena
ca spastam avabudhyate. Da die Dharmasamgrahani 1918 herausgegeben ist und ich
meine Hd erst 1920 nach Indien zurückgesandt habe, so muß es sich um eine zweite
Hd handeln. Es steht daher zu erwarten, daß dereinst das ganze Neminähacariu in Indien
herausgegeben werden wird. Denn nachdem dort durch meine Funde die Aufmerksamkeit
auf die Apabhramäa-Literatur, die vordem kaum dem Namen nach bekannt war, einmal
gelenkt ist, scheint man sich mit Eifer auf diesen neuen Zweig der Forschung zu werfen.
Schon liest man in den Ankündigungen der Gaekwad Oriental Series unter ‘works in the
press’ als Nr. 3: Pancamikahä of Dhanapäla (Apabhramsa), d. i. Bhavisattakaha. Jeden-
falls werden mit der Zeit noch mehrere Apabhramsa-Werke zum Vorschein kommen.
Denn wenn mir ein glücklicher Zufall innerhalb 14 Tage zwei große Apabhramsa-Gedichte
in die Hände spielte, dann müßte es der wunderlichste Zufall sein, wenn nicht deren noch
mehrere vorhanden wären.
VI. Was nun die Herstellung des Textes angeht, so habe ich schon in meiner ersten
Abhandlung S. 2* auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die sich aus der Natur der mir
vorliegenden Hd ergeben. Der Abschreiber hat, ohne den Text zu verstehn, seine Vor-
lage mit handwerksmäßiger Treue sozusagen aksara für aksara nachgezeichnet, wobei er
dann ähnliche Zeichen, deren ja die Jainaschrift eine große Anzahl aufweist, fortwährend
miteinander verwechselt z. B. c und v, gh und th, t th und d, t und n, p und y, m und s;
kkha und raka, cch und tth, tt und tth dd, tth und ddh usw.; auch noch weitergehende
Verwechslungen läßt der Schreiber sich zuschulden kommen, indem er einen' charakteri-
stischen Zug wegläßt, Unterschiede verwischt u. dergl. mehr. Dazu kommt, daß er auch
im Innern der Wörter einen Anusvära ausläßt, irrtümlich setzt oder auch durch den Haken
des e wiedergibt. Manchmal war es keineswegs leicht, das richtige Wort in der graphi-
schen Verkleidung wiederzuerkennen; aber wenn man es einmal erraten und xlann aus den
geschriebenen aksaras leicht herauslesen konnte, habe ich davon in den ‘Lesarten’ keine


Ausgabe des Textes.
XXXI
Notiz genommen, es sei denn, daß die Sache nicht zweifellos war. Desgleichen habe ich
durchweg über Fehlen oder Zusatz eines Anusvära im Innern eines Wortes nichts bemerkt,
wo das Metrum das Richtige an die Hand gab; dagegen habe ich in Endsilben keinen
Anusvära (d. h. Anunäsika) gesetzt oder weggelassen, ohne es in den Lesarten zu erwähnen.
Nachdem ich Text und Ãœbersetzung ausgearbeitet hatte, ging ich beides im Orien-
talischen Seminar mit Herrn Todar Mall durch, wobei wir Fehlgriffe des ersten Entwurfes
in vielen Fällen berichtigen konnten. Manche Verbesserungen verdanke ich seinem Scharf-
sinn. Er unterzog sich auch willig der Mühe, ein Wörterverzeichnis mit vollständiger
Stellenangabe auf Zetteln anzulegen, und hat damit die Hauptarbeit für das Glossar getan.
Von mir rührt nur die Verarbeitung des von ihm gelieferten Materials zu dem Glossar
her: die Anordnung des Stoffes in den einzelnen Artikeln, die Nachweise aus Hemacandras
Werken und gelegentliche Verbesserungen. Die Stellen sind nur bei selteneren Wörtern,
oder wo irgend ein Interesse vorlag, vollständig angegeben; bei häufigeren Wörtern habe
ich mich meist auf die ersten Belege beschränkt. Es sei noch hervorgehoben, daß auch
für den Abriß der Grammatik Todar Malis Wörterverzeichnis von großem Nutzen war, da
darin alle Deklinations- und Konjugationsformen aufgenommen sind.
Mit wehmütigen Gefühlen gedenke ich hier alles dessen, was mein treuer Schüler
und Mitarbeiter zu vorliegendem Werke beigetragen hat, ohne daß ich meinen Dank ihm
selbst aussprechen kann: er ist hier in Bonn dem Einflüsse unseres Klimas und den Leiden
des Krieges Ende 1917 erlegen. Todar Mall war ein sympathischer Charakter und eine
echte Gelehrtennatur. Er hatte sich in den letzten Jahren eingehend mit Prakrit und
besonders Apabhramsa beschäftigt. Frucht dieser Studien war eine Abhandlung über
den Präkrta-Pingala, auf Grund deren er nach Friedensschluß promovieren wollte. Sie
gibt eine kritische Textkonstitution der Beispielstrophen des Präkrta-Pingala mit deutscher
Übersetzung und erschöpfender Analyse seiner Sprache, der Avatthä Bhäsä. Die druck-
fertige, deutsch geschriebene Abhandlung befindet sich in seinem literarischen Nachlaß
und wird hoffentlich dereinst veröffentlicht werden.
Zum Schlüsse ist es mir eine angenehme Pflicht, dem Munimahäräj Chaturvijayji für
die Bereitwilligkeit, mit der er mir seine Hd zur Benutzung überlassen hatte, der Ver-
waltung der E. Hardy-Stiftung für die Bewilligung von Mitteln für meine Apabhramäa-
Studien sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften für die mir gewährte Mög-
lichkeit, auch unter den jetzigen schwierigen Verhältnissen diese meine Apabhramäa-
Studien zum Abschluß bringende Arbeit zu veröffentlichen, an dieser Stelle meinen auf-
richtigen Dank auszusprechen.


XXXII
Index zur Einleitung.
(Ein Punkt vor n zeigt an, daß der betr. Name usw. im Text und in der Anmerkung vorkommt.)
Abhinavagupta XXI.
Abhira XXIX. n 1.
Abhirädi XX.
Abhiri XIX.
Abu, Mount — XI. XII n 1. vgl. Arbuda.
Abu Road XI.
Acalgadh XI.
axjilä XXIII.
Adinätha, Tempel des — IX. XI.
Agnikunda XI.
Ambä XI. n 2. — Devi XII n 2. — mätä XI n 2.
Ambikä — mätä XII n 1.
Anahila Pätaka VII. X.
Anahilla VII n 5. XII.
„ nayara VII n 5.
„ pura VII n 5.
_ „ väda-pattana XXII.
Ananda IX. XIT
Anandavardhana XXI.
Anhilväd Patten VII. VIII. X. XL XII.
Anuyogadvära XVIII.
Apabhramsa XVIII ff.
-Metrik XXIV n 1. XXVI.
Gurjara — XVIII. XXII. XXIII.
Nördlicher XXIII.
Westlicher XXVIII.
östlicher XXV. XXVII f.
Literatur des östl. Ap. XXV f.
Normal-Ap. XXV.
Klassischer — XXI.
Arbuda XI.
Arhanniti VIII.
Arisimha XII.
Aristanemi XIII. vgl. Neminätha.
äryä XXIX.
Avadhi XXVII n 2.
Avahatta bhasa XXVI.
Avahatthä bhäsä XXVI ff. XXXI.
Behar XXVII.
Bendall, Cecil XXVII.
Bengalen XXVIII.
Bengali XXVII n 2. 4. XXVIII.
Berggöttin, siehe Ambä.
Bharoch XXIX n 2.
bhäsa XXIII n 3.
bhäsäslesa XXI.
Bhattotpala XXIX.
Bhavisattakaha VII. VIII n 1. XX. XXI. XXIII ff.
Bhima X. XI.
Bhimadeva IX.
Bhoja XI. XXIX n 2.
Bhojpuri XXVII n 2.
Bihäri XXVII n 2. XXVIII n 2.
Bühler VIII n 2. XII.
Caddävalli XI.
cakralaka XIX.
cakravartin XIV.
Candrävati XL XII.
Cäpotkata VIII. X.
Caryäcaryaviniscaya XXVII n 4. XXVIII.
Caturvijaya XXII.
Caulukya (Könige) VII. VIII. IX. XI.
Chandonusasana und vrtti XX. n 1. 2. XXL XXVI.
XXIX.
chappaya XXVI.
Chatterji, Prof. S. K. XXVI n 3. XXVII n 2.
XXVIII n 2.
Chaturvijayji XXXI.
Citragati XIII.
Conrady XXVII n 2.


Index zur Einleitung.
XXXIII
Däkärnava XXVII n 4.
dandädhipati IX n. 1.
dandapati IX n 1. X.
Dandin XX.
Dasaratha IX.
De, Susila Kumära XXI.
des! (-Wörter) XVIII f.
Desikosa XIX.
Deulaväda XI.
Devasüri VIII. XXII.
Devendra(gani) XXII.
Dhanadeva VIII n 1.
Dhanapäla VIII n. 1.
Dbandhu XI.
Dhanuhävi IX. X. XI.
Dhärä XL
Dharkata (elan) VIII n. 1.
Dharma (Tirthakara) XIV.
dharmakathä XIII.
Dharmasamgrahani VII n 3. XXX.
Dhavala IX. X. XI.
Dhvanyäloka XXI.
Digambara VIII.
Dilwara IX. XI.
divaddhacchandaya XXVI n. 1.
Doda XXIII.
dobä XXL XXVII n 4.
Dobäkosa XXVII. n 4. XXVIII.
Durlabbaräja IX. X.
dvibbangikä XXVI.
dvipadi XXVI.
Dvyäsrayakävya XXI.
Gambhüya X.
gäna XXVII n 4. XXVIII.
gäthä XXIX.
Gauda XXVI. XXIX f.
gbäta XXIII n 3.
gbattä XXIII n 3.
Gorkha XXVII n 2.
Grantbävali, Jaina — VII n 1. XIII n 1. 2. 3. XXX.
Grämya (Ap.) XIX.
Grierson, Sir A. George XIX. XXIV. XXVII n 1. 2.
Gurjara VIII. XXIX. n 2.
Gürjara X. n 1.
Guzerat VII ff. X n 1. XXII. XXIII n 1.
Guzerati XXII. XXIII.
Häla XIX.
Hamsavijaya XXX.
Haragovindadäsa XXII
Haraprasäd Sästri XXVII.
Haribbadra, Verfasser des Neminähacariu VII. VIII.
IX. XII. XIII. XXII.
Abb. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abb.
Haribhadra, der Große, VII n 3. XVIII n 2. — andere
VII n 3.
bätbi-kbäna XII n 1.
Hema IX. XL
Hemacandra VII n 5. VIII n 2. XIII. XIX. XX. XXI.
XXIV ff. XXVIII.
Hemacandra Maladhäri XII. XIII.
Himsärakotta XXIII.
Hindi XXIL
Hiraläl XXX.
Hissär XXIII.
istadevatä X. XII n 1.
JainagranthävalT siehe Grantbävali.
Jaipur VIII n 1.
Jäli (Baum) XII.
Jälibara XII.
Jayasimha Siddbaräja VII n 1. VIII. IX. XI.
Jinacandra-süri VII.
Jinamandana VIII n 2.
Jinavijaya XVIII n 2.
Jitakalpatippanaka XIII.
kabba XXVI.
Kalyänavijaya VII n 3. XXX.
Känba(päda) XXVII f.
Karna IX. XI.
karpüra XXVI.
Käthiawäd X.
kävya, siehe kabba XXVI.
Khasa XXVII n 2.
Khäthmändü XXVII n 2.
Kielborn IX. X. XI.
Klatt VII n 3.
Kosalä XVIII.
Kramadisvara XIX f. XXIV f.
Krsija XIII.
Krsnäcärya-päda XXVII.
Ksemaräja XXII f. XXVII.
kulaka XIX.
Kumärapäla VIII. n 2. IX.
Kumärapälacarita XXI.
Kumärapälaprabandba VIII n 2.
Kumudacandra VIII n 1.
kunkuma XXVI.
Lahadha IX.
Lahara IX f.
Laksmanaga^ii XXII.
Laksmi IX f.
Laksmidhara XXIV.
Läliga IX. XI.
Lalla XI.
V


XXXIV
Index zur Einleitung.
Lankesvara XXIV.
Lata XXIX.
Leumann XVIII n 1. XIX.
Lüders X n 2.
Magadha XXVI f.
Mägadha (Metriker) XXVI.
Mägadhi XXIX.
Mahäbhäsya XXIX n 1.
inahämati IX n 1.
Mahäpurusacarita XIII.
Mähärästri XXIX.
Mahäyäna XXVII n 4.
Mahidu IX. °ka XI.
Maithili XXVII n 2.
Mallinäthacarita VII.
Mälvä XI.
Mandala XXII.
Mandalipuri XXII.
mandapa XL XII.
Manu IX n 1.
Märkandeya XX. XXIV f. XXVIII.
Merutunga VII n 5. XII.
Metrikerschule, östliche und westliche XXVI.
Meyer, J. J. XIV n 1.
Mithila XXVII.
Mody, K. P. XVIII.
Moharäjaparäjaya VIII n 2.
Mudrita-Kumudacandra VIII n 1.
Müla(räja) IX.
Munisuvratacarita XIII.
Murunda XVIII n 2.
Nägara XIX f. XXV.
Namisädhu XIX f.
Narmadä XI.
Navasähasänka XI.
Ninnaya IX f.
Nedha IX f.
Nemi XIII.
Nemicandra XXII.
Neminähacariu VII f. XIII. XX. XXII f.
Neminätha XIII.
Neminäthacarita XII. XIII.
Nepal XXVII. n 2.
Pädalipta(süri) XVIII f.
Padmävati XI.
pajjhatikä XXII f.
Pälitta XVIII n 1.
Pancasäia XII.
Panjäbi XXII.
Paramära (clan) XI.
Päriyätra X n 3.
! Parsvanatha-Tempel XII.
I Pätaliputra XVIII n 2. XXVIII.
i Patan VII.
! Pätan XXVII n 2.
! Patu Parpata (clan) XXIII n 1.
: Pindavisuddhivrtti XIII.
| Pischel XXI.
i Pöraväda, Poreval, Pöruyäda (clan) VIII.
• Prabandhacintämani XII.
Prägväta (clan) VI. VIII f. X n 2.
Prakrit XVIII f. XXIX.
Präkrit-Grammatiker, östliche und westliche XXIV f.
XXVIII f.
Präkrta-Kalpataru XXIV.
Präkrta-Kämadhenu XXIV.
Präkrta-Lankesvara XXIV.
Präkrit-Literatur XVIII. XXIX.
Präkrta-Pingala XXIV n 1. XXV f. XXXI.
Präkrtavyäkaranasütra XXIV.
Präkrtasarvasva XXIV.
Provinzialismen XIX, vgl. des!.
Prthivipäla VII—XII.
Puhaippäla VIII.
Puhaiväla VIII.
Pürnapäla XI.
r vor und nach Konsonanten XX f.
raddä XXII.
Räjasekhara XXIX.
Räjimati XIII.
Rajputana Gazetteers XI. XII n 1.
Rämasarman XXIV f. XXVIII.
RämatarkavägTsa XXIV.
räsaka XX. n 2.
Ratnesvara XXIX.
Revä XI.
Revanta XI.
Röhäiya-bäraha XII.
Roho XII.
rolä XXII.
Rudrata XX f.
saciva IX. n 1. X. °pungava IX n 1. X.
sacivädhipati, sacivädhiräja VIII. IX n 1.
Sahajiya (Mahayäna) XXVII n 4.
Saindhava-bhäsä XXI.
SäkambharT VIII n 1.
Sanamkumära XIV.
Sanatkumära XIII f.
Sanatkumäracarita VII. XIII f.
Sanda X f.
Sandathala X.
sandhi (bandha) XXIII.
Säntinätha XIII f.


Index zur Einleitung.
Sapädalaksa VIII n 1.
Saraha(päda) XXVII f.
SarasvatT IX. XI.
Saras vatikanthabharana XXIX.
särdhacchandas XXVI.
Saroja vaj ra XXV11.
satpada XXVI.
Schutzgottheit X f.
Sesakavi XXIV n 1.
Öesanäga XXIV n 1.
Siddharäja siehe Jayasimha.
ÖTlabhadra XIII.
STlacärya XIII.
Simharäja XXIV.
Sindhudesa XXI.
Smith, A. V. XXIX n 2.
Somesvara VII n 5.
Örävakapratikramanavrtti XIII.
Öreyämsacarita VII n 1.
ÖrTcandra VII. XIII. n 3.
ÖrTmäla VI. IX. X.
Subhäsita Samgraha XXVII f.
Sukrtakirtana XII.
Sumati XIII.
Supäsanähacariyam XXII.
Süräcärya XIII.
Tarangalolä XVIII.
Tarangavaikära XVIII.
Tarangavati XVIII f.
Thakkura X. n 2.
Todar Mall XXXI.
Trisastisaläkäpurusacarita XIII f.
Trivikrama XXIV.
Tünaküpadvädasaka XII.
ulläla °ka XXVI.
Upadesapada XVIII n 2.
Upadesasaptatikä XXII.
Upainitibhavaprapancä kathä XIII.
Upanägara XIX f. XXV.
Uttarädhyayanasütra XIV. XXII.
Vallabhavijaya XVIII.
Välmiki XXIV.
Vanaräja IX f. XII.
i Vararuci XXIV.
j vastuka XXVI.
j vastuvadanaka XXVI.
Vatagaccha VII.
vatthua XXVI.
vibhäsä XXX.
Vidyäpati XXVI n 3. XXVII n 1.
Vimala IX ff.
Vimalashäh X.
Vimal Shah XII n 1.
Vindhya X.
VindhyaväsinT IX.
Vira IX f. -mahattama IX.
Volkssprache XIX. XXIII f.
Vräcata XX. XXV.
Vräjatädi XIX f.
Weber XVIII n 2.
Yasahpäla VIII n 2.
Yasascandra VIII n 1.
yugalaka XIX.




1
â–  I. Grammatik.
A. Zur Lautlehre.
§ 1. Der Lautbestand unseres Apabhramsa ist derselbe wie in der Jaina Mähärästri,
vermehrt um das nasalierte v. Im Vergleich mit dem Sanskrit ist folgendes zu bemerken.
Es fehlen r r l und die echten Diphthonge ai und au; in unserer Umschrift sind daher ai
und au zweisilbig und stehen für ai und aü. Einmal 755,5 scheint der Dichter den
sanskritischen Dual hastau in dö vi hatthaü nachgebildet zu haben; aber auch da ist
au zweisilbig, weil dem Metrum zufolge hatthau ein Daktylus ist. — e und o sind anceps:
teils e und ö, teils e und o. Im Stammteil präkritischer Wörter sind sie in offener Silbe
in der Regel lang, in geschlossener kurz. Außerdem sind sie gewöhnlich kurz in Endungen.
Für das kurze e wird nach Konsonanten meist i geschrieben, nach Vokalen besonders
nach i i wird e gern beibehalten. Unsere Hd schreibt u auch für silbeanlautendes o,
z. B. usahi für ösahi = osadhi, wo es nach Ausweis des Metrum lang ist; dann um-
schreibe ich es mit o, ö. Nach Konsonanten wird für e und o in offener Silbe meist i und u
geschrieben kiija, ti$a, ji$a, ti (18 mal), te (3 mal); ku, su, ju usw. — Anusvära
und Anunäsika, in der Schrift nicht unterschieden, können nur durch die Prosodie getrennt
werden; ersterer (m) macht die Silbe stets schwer, letzterer (~) steht nur in leichter Silbe.
Der Anusvära steht im Innern der Wörter vor Konsonanten, auslautend in den Einsilbern
tarn, jam, mam, nam, kirn (neben kT), in den präkritischen Wörtern aham, ahayam,
mamam, tarn, tumam, sakkham. Sonst steht im Auslaut der Anunäsika, auch vor vi;
doch tritt für ihn der Anusvära ein vor den mit der tenuis anlautenden Encliticis pi und ci
z. B. doxiham pi, kahim ci.
Dem Apabhramsa ist der Laut v eigentümlich. In der Schrift wird er durch mv
wiedergegeben, das aber nicht als Doppelkonsonanz anzusehen ist, weil es nicht Position
macht und auch nach langem Vokal geschrieben wird. (Dieses mv ist nicht mit mv zu
verwechseln, welches für mb steht.) Oft aber wird nur m oder v dafür geschrieben, wo
dann die wahre Natur des Lautes aus andern Anzeichen erschlossen werden muß.
§ 2. Die dem Apabhramsa eigentümlichen vokalischen Lautgesetze machen
sich besonders im Ausgang flektierter Wörter geltend.
a) Hinsichtlich der Quantität der Vokale gilt im Apabhramsa als Grundgesetz, daß
der auslautende Stammvokal der Nomina kurz oder lang sein kann (Hem. IV 330). Wenn
es sich um das Wortende handelt, so steht in unserm Text allgemein der kurze Vokal,
auch bei den Feminina; die Länge ist durchaus Ausnahme, nur nicht vor enklitischen
Wörtern, worüber unten § 9 gehandelt werden soll. Vor den Flexionsendungen steht auch
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. KL XXXT, 2. Abh. 1


2
San atkum aracarita
beim Mask, langer oder kurzer Vokal narähä narahä, narehT narihT, nare#a nariija,
siehe die Deklination. Analog beim Verbum im Absolutivum: karevi karivi; auch die
3. sing, karei und karai kann hierhin gezogen werden, obschon es sich dabei nicht um
eine einfache Verlängerung des Stammvokals handelt. Über den Gebrauch dieser Doppel-
formen, von denen die mit kurzem Vokal bevorzugt sind, siehe unten § 10.
b) Veränderung der Qualität der Vokale in Endungen wird bewirkt durch pro-
gressive Assimilation, die in unserm Apabhramsa in weiterem Umfange wirkt als anderswo.
Es handelt sich dabei um folgende Erscheinungen. Die alte Endung des Gen. sing,
war bei den mask. a-Stämmen hu (ursprünglich ho), bei den fern, hi (ursprünglich he);
erstere ist dreimal, letztere einmal belegt, siehe § 16.
Sonst assimilieren beiderlei a-Stämme den Gen. sing, zu aha; die i-Stämme hatten
wohl schon früher ihi, die ursprüngliche Feminin-Endung; und bei den ^-Stämmen ist
uhu eingeführt; wie auch immer der genetische Hergang war, tatsächlich endete er mit
völliger Durchführung der Vokalharmonie. Dasselbe trifft zu beim Gen. plur., der bei
beiden Geschlechtern übereinstimmend a-hä, i-hT, u-hü lautet. Die ursprünglichen En-
dungen waren nach Hemacandra im Maskulinum a-hä, i-hä und i-hü, u-hä und u-hü,
beim Femininum a-hu, i-hu, u-hu. Die Wirkung der Assimilation in Verbindung
mit der Analogie (ausgehend von a-hä und u-hü) endete auch hier mit vollständiger
Vokalharmonie.
Verwickelter ist die Entwicklung beim Loc. sing, der Feminina. Die ursprüngliche
Endung hi ist noch einige Male bei a- und i-Stämmen zu belegen. Statt ihrer ist die
plurale Endung hi bei den ^-Stämmen für Loc. und Instr. die übliche geworden. Bei
a-Stämmen finde ich sie nur einmal, den Instr. vertretend, girahT 455,2; sonst ist sie zu
ahä assimiliert geworden Loc.: chäyahä 559,1. vasuhahä samaggahä 689,3.
khandharahä 768, 6. sahahä 740,9. 770,3. Instr.: piyahä niyahä 198,1.2.201,7.
Die gleichlautende Endung des Instr. plur. a-hT kann ebenfalls zu ahä assimiliert werden:
tadilayahä 511,4. dhüyähä 260,9.
Beim Verbum ist das Streben nach Vokalharmonie erkennbar. Die 1. plur. lautete
auf ahü aus, aber in der Bh. K. findet sich nur ahä, das ich allerdings in unserm Text
nicht nachweisen kann. Die 2. plur. hat in der Bh. K. nur hu; in unserm Text findet
sich hu nur zweimal im Imper., sonst ist sie überall durch ha verdrängt, das nicht durch
Assimilation entstanden zu sein braucht, sondern auch die präkritische Endung sein kann.
Es ist aber zu beachten, daß in allen angeführten Fällen zwischen dem assimilieren-
den und dem assimilierten Vokal h steht. H ist der schwächste aller Konsonanten, der
wie unten gezeigt werden soll, in einzelnen Fällen ausgefallen oder auch eingeschoben
worden ist. Die Assimilation wirkt also nur über das schwächste Hindernis hinweg auf
den folgenden Vokal.
§ 3. Sieht man von den im vorhergehenden Paragraphen behandelten Erscheinungen
ab, so kommen nur die Veränderungen der Lautform in Betracht, welche in unserm Texte
die Wörter verglichen mit dem gewöhnlichen Präkrit aufweisen. Wir behandeln zu-
nächst die Veränderungen in der Prosodie der Wörter. Oft wird der Dichter dem
Metrum zuliebe die Quantität einer Silbe geändert haben, eine Freiheit, die er sich nur
in einem Apabhramsa-Gedicht nehmen durfte; denn im Präkrit steht die Messung der


I. Grammatik § 2. 3
3
Wörter in viel höherem Grade fest1)» und Haribhadra wird sie in seinen Präkrit-Gedichten
wohl sorgfältig beobachtet haben. Seine dichterische Freiheit ist daher doch wohl in
letzter Linie auf eine Spracheigentümlichkeit des Apabhramsa, schwankende Messung der
Wörter, begründet.
I. Eine schwere Silbe wird leicht
a) durch Kürzung des langen Vokals.
1. In zweisilbigen Wörtern wird die erste Silbe verkürzt, meist huya neben liüya
= bhüta, paya neben päya = päda, gelegentlich niya neben niya = nita, piya
neben piya = pita, puya = püjä, dhuya für dhüya = duhitr, dadha = damsträ?
2. In dreisilbigen Wörtern hat sich mehrfach statt des Creticus (bzw. Bacchius) der
Tribrachys (bzw. Anapäst) festgesetzt: kumara neben kumära, gahira = gabhira,
pahara = pahära, uluga oder uluya (415, 5) = ulüka, gahiya neben gahiya
— grhita, pasiya = prasida. — In dem viersilbigen näliyari = nälikeri ist auch
die Qualität des Vokals geändert.
3. Vor oder nach einer schweren Silbe wird der Vokal manchmal verkürzt; nachher:
päubbhüya = prädurbhüta, samubbhüya = samudbhüta, viddäviya = vidrävita,
nimmänuya = nirmänuja, anteuriya = antahpurika; vorher: asava^pa = asä-
mänya, uräliya = audärika.
4. Vereinzelte Erscheinungen: vivariya = vivarita nach Analogie der Part. p. p.
auf iya. Das Verbum pasiyai für pasiyai ist wohl durch den häufigen Imper. pasiya
(siehe unter 2) veranlaßt. — Über die Kürzung des ü in der Endung iü$a des Absolu-
tivum siehe unten § 10.
b) Durch Vereinfachung der folgenden Doppelkonsonanz: sah as a neben seltenerem
sahassa = sahasra (vergl. a, 2); dulaha und dusaha neben dullaha und dussaha.
Nur durch das Metrum veranlaßt ist die Vereinfachung des Doppelkonsonanten in aju
für ajju = adya, uvajhäya für uvajjhäya = upädhyäya, camakiya neben cama-
kkiya = camatkrta, nimäviya für nimmäviya = nirmäpita, Samudaväla = Samu-
drapäla (176, 9)2), thakisahu (84, 6) für thakk0, savaijukavthiya (439, 5) für sava-
$ukk°, nayanaula für °ulla.
II. Eine leichte Silbe wird schwer
a) . durch Verlängerung des Vokals: päyada neben häufigerem payada = prakata,
türanta neben turanta. Rein metrisch ist die Verlängerung in bhaijiu nisuijiu (49,7.9.)
kösaliu = kausalika neben kösalliu, wahrscheinlich auch in täla = tala, sämanta
= samanta, niväclira neben nivadira, uddhüniya neben uddhuijiya, vimhäriya
für vimhariya, cancäla neben cancala, huyaväha 422, 1 neben huyavaha.
b) Durch Verdoppelung des folgenden Konsonanten.
1. Hierhin gehört die gelegentliche Verdoppelung des anlautenden Konsonanten im
zweiten Gliede des Kompositum als Ersatz für die Verlängerung des Vokals in der Fuge
1) Jedoch erlauben sich die Verfasser in rein didaktischen Werken gewaltsame Veränderungen
von Präkritwörtern, so z. B. der alte Haribhadra in der Dharmasangrahani, nicht aber im Kävya wie
in der Samaräiccakahä.
2) Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf den dem Specimen vorhergehenden Teil des
Werkes. Derselbe ist aber nicht systematisch ausgezogen.
1


4
Sanatkumaracarita
des Kompositum, die schon im Sanskrit und Prakrit zulässig war: Nägaddattu, räga-
ddösa, Hatthi^agappura, mayava-bbhavava, tibbhäga, Mahindassiha, sussi-
vi$a (217,3.) und in sajja^a. wo dieses Wort, wie öfters, für sayapa steht. In
ossäda = *avasät a ist die Verdoppelung nach der Präposition eingetreten.
2. Im Apabhramäa scheint die Neigung zu bestehen, den letzten Konsonanten des
Verbalstammes zu verdoppeln. Ich ziehe hier die Dhätvädesas (Hem. IV 1—259) heran,
d. h. diejenigen in dem literarischen Präkrit zulässigen Verba, welche man nicht nach den
allgemeinen Lautgesetzen des Präkrit oder überhaupt auf ein Sanskrit-Prototyp zurück-
zuführen vermochte. Da sie aus der Volkssprache stammen, nach der sich die laut-
lichen Eigentümlichkeiten des literarischen Apabhramsa gerichtet zu haben scheinen, so
glaube ich sie bei dieser Untersuchung berücksichtigen zu dürfen, um das beschränkte
Material unserer Texte, das sich ganz in den Dhätvädesas wiederfindet, zu ergänzen.
Unter den etwa 500 Dhätvädesas finden sich gegen 100 Verba, in denen der letzte Kon-
sonant des Stammes verdoppelt ist1), während ihre Zahl bei den lautgesetzlich aus dem
Sanskrit abgeleiteten Verben nur recht klein ist, (z. B. takkei, naccai, padivajjai,
pavattai, pavattai, mannai, uvasappai, kilissai). Bei manchen jener Verba mag
die Verdoppelung etymologisch begründet sein, was sich aber nur in wenigen Fällen,
feststellen läßt, weil ja bei den meisten die Etymologie überhaupt unklar ist; bei der Mehr-
heit wird man auf eine mechanische Ursache der Verdoppelung raten. Es kommen aber
auch Doppelformen vor, nämlich solche mit einfachem und mit doppeltem Konsonant:
khudai khuttai, tudai tuttai, phidai phittai, phudai phuttai, pariaclai pa-
ria|tai, nadai2) nattai, calai callai, samcalai samcallai; bei einigen von diesen
ist ein unregelmäßiges Part. p. p. nachgewiesen: khutta, phitta, phutta, samcalla.
Dasselbe unregelmäßige Part. p. p. bei cukkai cukka, dhukkai (dhaukate) clhukka,
thakkai thakka, visattai visatta, vuddai vudcla, äyaddai äyadcla. Man könnte
versucht sein, den Verbalstamm von diesem Part, herzuleiten3) und sich dabei auf laggai
von lagna und sakkai von sakta berufen. Dem steht aber im Wege, daß jene Verba
nicht passivische Bedeutung haben; die zweifellos von einem Part. p. p., nämlich dem
auf iya, stammenden Verbalstämme (ghösiyai von ghosita) sind ja Passiva (siehe § 29);
lagna ist der Form nach zwar Part. p. p., hat aber keine passivische Bedeutung, eben-
sowenig wie sakta (wenn sakkai davon und nicht vielmehr von sakya herzuleiten ist),
kaddhai (Pali kaddhati) und äyadclhai hat man von kattha = krsta abgeleitet, ohne
die Erweichung von tth zu ddha zu erklären; kaddha und äyaddha kommen aber als
Part. p. p. nicht vor, sondern äyaddhiya, das oft belegt ist. Man wird also alle diese
unregelmäßigen Partizipia als sekundäre Bildungen ansehen müssen, zu denen zahlreiche
alte Part, mit Doppelkonsonanz wie mukka, pavatta, bhinna das Muster abgegeben
haben mögen. Pischel, der den vedischen Akzent noch bis in das absterbende Mittel-
indisch (Pingala) Wirkungen ausüben läßt, erklärt (P. GL § 194) die Verdoppelung in
nollai = nudäti, phuttai = sputäti, phittai = sphitäti, sollai = südäyati durch
Ausgeschlossen sind alle Fälle, in denen der zweite Konsonant aspiriert ist wie palhatthai,
addakkhai, äyajjhai usw.
2) n ad au 400, 6.
3) Hemacandra (Des! Kosa I 69) macht auf diese Erscheinung aufmerksam. Von einigen DesTs leitet
er Denominativa ab; andere aber führt er unter den Dhätvädesas auf, wie äaddei äuddai (statt äüdai).


I. Grammatik §3—5
5
die Annahme, daß intervokalischer Konsonant vor ‘ursprünglich betontem Vocal’ ver-
doppelt wurde. Aber auch pariattai, nattai, callai, samcallei verdoppeln den aus-
lautenden Wurzelkonsonanten, hatten aber den vedischen Akzent als Verba der I. Klasse
auf der Wurzelsilbe und nicht auf dem Suffix, wie es nach Pischels Regel sein müßte.
Man könnte nun die Verdoppelung des wurzelauslautenden Konsonanten, wie bei tut{ai,
wenn es = trutyati ist (Hem. IV 230) und nicht von der sautra-Wurzel tud (Hem. IV 116)
kommt, durch Assimilation von y des Präsenscharakters der 4. Klasse erklären wollen und
zu dem Zwecke annehmen, daß alle jene Verba in die 4. Klasse übergetreten seien. Aber
dann müßten wir Reste oder wenigstens Spuren der angenommenen Konjugation in älteren
Sprachstufen finden. Doch sieht man sich vergeblich danach um; auch ist im Pali von
der beschriebenen Konsonantenverdoppelung kaum etwas zu bemerken: sie ist erst im
Prakrit eingetreten und zwar in der volkstümlichen Sprache, von wo sie in die Literatur-
sprache, sowohl die präkritische wie den Apabhramsa, Eingang gefunden hat. Eine Er-
klärung, die der Massenhaftigkeit jener Erscheinung gerecht werden soll, wird nicht von
vereinzelten etymologisch deutbaren Fällen ausgehen dürfen, sondern eine mechanisch
wirkende Ursache suchen müssen. Da wüßte ich keine andere, dafür aber durchaus hin-
längliche Ursache anzugeben als die Wirkung des expiratorischen Akzentes, worüber
weiter unten in § 10 gehandelt werden soll.
§ 4. Qualitative Veränderungen von Vokalen, abgesehen von der § 2 b) behandelten
Assimilation und soweit sie nicht schon für das Präkrit gelten, sind selten: parikkama
für parakkama = paräkrama, indiyäla für indayäla = indrajäla, sähina für
sähava = sädhana, näliyari für nälieri = nälikeri.
§ 5. Veränderungen von Konsonanten.
a) Ausfall von ursprünglichem oder sekundärem v in adai neben adavi = atavi,
caivi neben cavivi, ukköya für *ukköva = utkopa, vigöiyau = vigöpita. Vor w
bleibt es, nur in äläu = äläpah ist es ausgefallen; riu = ripu und tihuyana — tri-
bhu van a sind schon präkritisch.
b) Intervokalisches m ist sporadisch zu v geworden: asavanna = asämänya,
kuvara für kumara, bhavai für bhamai = bhramati, jivai für jimai; ferner in
eigentlichen Apabhramsa-Wörtern wie eva für ema, jiva für jima, kevai für kemai usw.
Unorganische Nasalierung von v liegt vor in Rävana.
c) Wandel von s in A, außer den vom Präkrit überkommenen Fällen (Pischel P. G.
§ 262 ff.), findet sich in Apabhramäa-Endungen Gen. sing, und plur. und 2. Pers. sing.
Vereinzelt ist diha für disa = disä.
d) Das h war im Apabhramsa ein sehr schwacher Laut und wahrscheinlich oft
Hiatustilger. Zugesetzt erscheint es in der 1. Pers. sing, in ujjamahü 503,8. jäyahü
465,8. jivesahü 646,8. damsahü 513,4. lalahü 515,3. vasahü 574,5. für ujjamaü
usw. Kontamination mit 1. plur., die regelrecht hü nimmt, mag den Einschub des h
begünstigt haben. Ausgefallen ist das h von hi, der Endung der 3. plur., in bhapaT
461, 5. (durch den Reim mit sivinaT geschützt) aivähaT 645, 8. und in der 1. plur.
na-yänaü (30,3.) (Reim mit pahänaü). — Für das von Hem. IV 419 gelehrte sahü
= saha steht einmal sau, das lautgesetzlich aus samam entstanden sein kann. Ist sau
das Primäre, so ist sahü daraus durch Einschub von h entstanden.


6
Sanatkumaracarita
§ 6. Silbenausfall. Gewöhnlich tritt er durch Haplologie ein: garuyara für
garuyayaru = gurutarah, ebenso turiyara = tvaritatara; icchiyari für icchiya-
yari = ipsitakari; pahiyaua für pahiyayava = pathikajana, paijaiyana für
panaiyayaija = pra^ayijana; samappinu (89,5) für *samappeppipu, viyappiiju
(99.5) für *viyappeppivu; karevi^u für karävevinu, neyäviiju für *neyävevinu,
ukkhevipu für *ukkhiveviiju; pasiü^a für *pasiiü$a und pasiuija für *pasiiuua;
phetkärava (415, 6) für phetkärärava. — Kontraktion liegt vor in satthäha = sär-
thaväha, nattära = nätyakära, kamsälaya = kamsyatälaka. Hier ist der kurze
Vokal zwischen zwei schweren, wohl betonten, Silben geschwunden; ebenso in soyavvu
(400,3) für *söiyavvu. — Vereinzelt sind nihanta für nihai^anta = nighnan, dhäi
für dhävai (Hem. IV 228).
§ 7. Sandhi im Satz. Wie im Präkrit tritt der Sandhi zwischen vokalischem Aus-
laut eines Wortes mit dem Anlaut des folgenden im Apabhramsa durchaus sporadisch ein.
Ich verzeichne die Fälle in unserem Textstück (nebst wenigen anderen), um Art und
Häufigkeit zu zeigen. Der auslautende Vokal fällt ab vor schwerem Anlaut, häufig in
etth’antari, ferner: katth’atthi 678, 1. cev’ujjäi^i 501, 2. ahikank hir ’ utta-
rantu 554,7. — tatth’eva 602,2. tass’e va ya (349, 4). tuh’eva (139,7). kah’erisa
556,1. 559,1. ih’äruhaha 645,2; vor leichtem Anlaut: majjh’uvari 489, 5. kumä-
rass’uvari (390,9). — mah’uvari 522,5. mah’anumai 606,5. guruya^’ahiijandai
(325.5) . Verschmelzung tritt ein: te^iänumanniu (109,3). mävahilaha 648,3. Ein
Sanskritismus ist sihari ppaitthiu (422,3).
§ 8. Sandhi im Kompositum. Derselbe kann wie im gemeinen Präkrit unter-
bleiben, oder aber der auslautende Vokal eines vorderen Gliedes wird 1. mit kurzem
leichten Anlaut des folgenden Gliedes verschmolzen, cakkähiva, mahöyahi; 2. vor
kurzem Vokal einer schweren Anlautsilbe abgeworfen, savv’anga, cakk’inda; 3. vor
langem Vokal nach 1. oder 2. behandelt: suresara, galian’üsuyau. Es handelt sich
bei 1. nur um auslautendes a oder ä, bei 2. und 3. auch um i: muij’inda, Cedisa. Im
Päli und älteren Präkrit kann ferner, wie ich in Indog. Forsch. XXXI S. 211 ff. nach-
gewiesen habe, kurzer Auslaut nach schwerer Pänultima vor kurzem leichten Anlaut so-
wohl im Satze wie im Kompositum abfallen. Ebenso im Apabhramsa; im Satze siehe
oben § 7 majjh’uvari, kumärass’uvari; im Kompositum: kott’alamkaru 447, 1.
kumär’abhiliänu 468,9. 704,9. rajj’ahiseya 724, 91); duddh’uyahi 778,2. täv’-
uvasama 495,6. bhäv’uciya 770,9. Im Apabhramsa aber tritt vor leichtem Anlaut
die Elision des auslautenden kurzen a ohne Einschränkung, also auch nach kurzer
Pänultima ein, sowohl im Satze, wie die drei letzten Belege in § 7 zeigen, als auch be-
sonders im Kompositum: tiyas’asura 490,6. kar’ahi^iaeija 478,7. parimal’ahiräma
487,5. — bhav’uyahi 755,2. aruxi’udaya 457,4. par’uvayära 573,5. vius’uvai-
ttlia 464,8. äsa^’uvaittha 562,1. saharis’uvavitthaha 732,3. nar’uvama 513,5.
iyar’uvari 649, 8. kam’uvanämiya 641, 3. vas’uvaladdha 666, 5. anjan’uvasähapi
610,3. sivin’uvasüiau 704,6. ta^iuihu’uräliu 684,3. Die Elision vor u tritt auf-
fallend häufiger als vor a ein (12 : 3). Dasselbe gilt auch vom Päli (natürlich nur nach
schwerer Pänultima), wie die Belege auf S. 217 meines oben genannten Aufsatzes zeigen,
2) Neben raj ja-abiseya 731,2 und rajjähiseya 722,9.


I. Grammatik § 6-9
7
während im älteren Präkrit das Verhältnis zugunsten von anlautendem a verschoben ist,
siehe die Belege ebenda S. 212 f.
Hier scheint mir nun eine natürliche Entwicklung vorzuliegen. Ursprünglich waren
Auslauts- und Anlautsvokal gleichwertig. Daraus ergaben sich die Sandhiregeln des
Sanskrit. Dann trat eine Schwächung des Auslautes ein, am deutlichsten gegenüber
positionslangem, wahrscheinlich stärker betontem Anlaut, was zur Elision des Auslautes
führte: nar’inda. Vor nicht durch Position verschärften Anlautsvokal verlor im Päli der
auslautende Vokal gar seine Qualität, indem er mit dem anlautenden Vokal zu dessen
Länge verschmolz: seyathldam, nüpalabbhati. Auch hierin spricht sich das geringere
Gewicht des kurzen Auslauts gegenüber kurzem Anlaut aus. Bei langer Pänultima wurde
dann der auslautende kurze Vokal im Päli und Präkrit als im Nachlaut betonter Silbe
stehend soweit geschwächt, daß er auch vor leichtem Anlaut abfallen konnte. Wahr-
scheinlich wurde das geschwächte a im Auslaut auch dumpfer, d. h. tf-ähnlich gesprochen
(wie ja im Apabhramsa auslautendes a. vielfach zu u geworden ist), und dadurch sein Aus-
fall vor anlautendem u im Päli begünstigt. Die Schwächung und Verdumpfung jedes
auslautenden a nahmen ihren Fortgang, so daß es im Apabhramsa ausfallen konnte, ohne
einer besonderen Schwächung durch die stärkere Betonung der vorhergehenden Silbe
(pänultima) zu bedürfen, namentlich wieder bei anlautendem w. Schließlich ist dann in
der neuindischen Aussprache auslautendes a meist verstummt, namentlich bei langer
Pänultima: Räm, Öib aber auch Siva.
§9. Auslautserscheinungen. Im Wortauslaut steht in der Regel kurzer Vokal.
Nur bei Einsilbern ist der lange Vokal nicht selten; z. B. bei den Pronomina sö sä te
jö jä kö kä neben den häufigeren Formen auf kurzen Vokal; bei mehrsilbigen Wörtern
ist langer Ausgang, ausgenommen vor enklitischem vi, sehr selten: cutanti 483, 4.
Suijandä 617,1. vahantä 750,6. sahevi metri causa für sahevi 775,8.
Unsere besondere Aufmerksamkeit verdient die Behandlung des Auslautes vor en-
klitischen Wörtern, sowohl einsilbigen wie zweisilbigen.
1. Vor vi kann der Auslaut unverändert bleiben oder verlängert werden (d. h. die
ursprüngliche im Präkrit gesetzmäßige Länge erhalten bleiben). Strophe 448 zeigt deutlich
den Tatbestand; dort finden wir einerseits süruvi, däi^uvi, kharida^uvi, anderseits
gayapie vi, bahumänö vi, sangö vi, dhammamai vi, ajalanihi vi. Ich gebe noch
einige Beispiele für andere Vokale: kä vi neben ka vi, kiranä vi 521, 7. härä vi 521, 9.
antarä vi 774,5. heü vi 758,2. te vi 750,5 neben ti vi 645,6. iyare vi 461, 4. ettie
vi 751,3 dö vi neben du vi, kö vi neben ku vi. — Da, wie eben gesagt, im Wort-
auslaut der kurze Vokal sonst fast ausnahmslos steht, so erscheint vom Standpunkt unseres
Apabhramsa aus seine Verlängerung durch das folgende vi bedingt. Dieselbe Wirkung
hat ya = ca daiyä ya (21, 9) bhuttä ya 746, 9.
2. Statt Verlängerung des auslautenden Vokals des vorhergehenden Wortes findet
sich Verdoppelung des anlautenden Konsonanten bei den enklitischen Wörtern va = iva
und vä, ji = eva. a) va = iva. In der Strophe 451 haben wir Uvvasi vva, Rai vva
neben Göri va, Siri va und Tärä iva, Siyä iva. Es findet sich va 47 mal, immer nach
kurzem Vokal, und vva 16 mal, letzteres z. B. sahayäru vva 454, 6. vudda vva 456, 1-
gattalaiya vva 465,3. kisöru vva 470,1. siri vva, sihari vva 496, 7. 9. — b) va
= vä nach kurzem Vokal und langem bzw. schwerem Vokal in kö va (1), kä va (1),


8
Sanatkumaracarita
kim va (5) neben ku va, ka va, ki va. — vva steht: jinähivai vva, jakkhähivai
vva 455, 7. 8. jalaijihi vva 651, 3. — c) ji = eva steht immer nach kurzem Vokal
(auch nach Anunäsika); jji findet sich nach den einsilbigen Wörtern: so 513, 5. 687, 3.
su 514,3. sa 498, 1. 3. 5. 608, 5. 640, 5. nach te oder ti 763, 1. 2. 3. 4. 6. Doch steht
ji auch nach su 502, 3. 526, 3. 660, 8. 694, 7. und nach ti 772, 6. 763, 1.—6.
3. Der Verlängerung des kurzen Endvokals vor vi entspricht die Erhärtung des
Anunäsika zum Anusvära, wobei pi für vi eintritt. Vor vi bleibt die Silbe kurz, ohne
den Anunäsika zu verlieren1), z. B. tehT vi 581,1. vahuhTvi 521,1. atthahä vi 601,8;
dagegen bei metrisch langer Endsilbe pi, wovor Anusvära (statt m?) zu schreiben ist:
tarn pi 638, 3. 710, 5. jiviyam pi 681, 5. tahim pi 725, 4. vivuhehim pi 759, 9. do$-
ham pi 516,5. 703,5. dösum pi 712,2. savvesimpi 733,9. Tsim pi 675,9. puvvim
pi 764, 6. Siehe auch das Pron. indefin. — Wie pi tritt ci beim Indefinitum auf: kam
ci, kim ci, kahim ci, aber i nach Vokal: köi.
4. Zweisilbige Enklitica. Einigermaßen häufiger ist nur ciya2) = eva, dessen
Anlaut nach Vokalen verdoppelt wird, nach kira^a 534,7. di$e 260,8. tie 505,6.
etto 598,2. imo 663,9. Nach Anusvära steht ciya; nach tumam 484,1. sakkham
486,8. tahim 656,8. — Zweifelhaft ist, ob das dem Jaina-Präkrit entlehnte ceva
enklitisch war. In unserem Text findet es sich nach sö 561, 1. sä 502, 2. appu 663, 5.
taha 515,4. tahi 501,2.
Die übrigen zweisilbigen Enklitica kommen nur selten vor: avi in erstarrten Aus-
drücken (siehe Glossar unter avi); una = punar, außer in na upa (3 mal) in rasanä
uxia 554,4; iva findet sich fünfmal, nach kurzem Vokal 451,4. 634,5. 681,3, nach
langem 451, 2. 6. Einmal 752,9. steht piva nach Anusvära. Endlich sei noch vi hu
(aus api und khalu als uneigentlich zweisilbig) erwähnt, vor dem der Vokal verlängert
werden kann risi vi hu 766, 6, aber risi vi hu 778, 1.
§ 10. Die mit den enklitischen Wörtern im Mittelindischen vorgehenden Veränder-
ungen beruhen darauf, daß das Encliticum seinen Akzent auf die letzte Silbe des voran-
gehenden Wortes warf und diese dadurch stark betont wurde. Die stärkere Betonung
zeigt sich in unserem Apabhramsa einerseits darin, daß ursprünglich langer Endvokal vor
vi und ya bewahrt wird, und anderseits darin, daß leichter Endvokal durch Verdoppelung
des anlautenden Konsonanten des Encliticum zu einem schweren gemacht wird, so bei
vva = iva und vä, und jji = eva nach Einsilbern.
Die Kürzungen, welche Enklitica im Mittelindischen erlitten, sind auf Schwächung
des Vokals im Nachlaut der betonten Silbe zurückzuführen. Nach der eigentlichen Ton-
silbe des Wortes kommen Ausfall oder Schwächung des folgenden Vokals nur sporadisch
1) Da dasselbe Zeichen, der bindu, sowohl den Anusvära als auch den Anunäsika bezeichnet, so
entscheidet in letzter Linie das Metrum über dessen Bedeutung. Im Apabhramsa soll der Anunäsika
wohl stets geschrieben werden und sein gelegentliches Fehlen ist wahrscheinlich durch Fahrlässigkeit der
Schreiber verursacht. Im Präkrit dagegen scheint er in der Regel nicht geschrieben worden zu sein; daher
wird in den Endungen him und nam des Instr. und Gen. plur. vor ya und vä der bindu ausgelassen.
2) Cia gehörte der Mähärästri an (Hem. IV 184); ji geht auf yeva zurück, das schon im Päli
üblich, mit doppeltem y nach Hem. IV 280 in der Sauraseni yyeva lautete, so auch in Mägadhi und
Paisäci nach Pischel P. G. § 95, während die Öauraseni unserer Dramen jeva jjeva je vva jjevva
auf weist.


I. Grammatik § 9. 10
9
vor, wogegen sie bei den Encliticis zur Regel geworden sind, offenbar weil letztere eine
sehr beschränkte Klasse von Wörtern häufigster Anwendung und untergeordneter Bedeutung
bildeten, welche als angehängte Silben behandelt wurden und wie Ableitungssilben und viel
gebrauchte Wörter (z. B. Zahlwörter) schnellerem Verfall ausgesetzt waren.
Während im Präkrit die Stelle des Wortakzentes von der Prosodie des Wortes,
einem mechanischen Prinzip, bestimmt gewesen zu sein scheint wie im Lateinischen, glaube
ich beim Apabhramsa außerdem noch ein anderes und zwar organisches Prinzip annehmen
zu sollen, das auch im Guzerati wirksam ist. Dort trägt nämlich die Stammsilbe einen
Akzent, der mit dem durch die Quantität bestimmten in Konkurrenz treten kann. Im
Apabhramsa würde sich die Sache folgendermaßen darstellen. Das Verbum pa^ävai wäre
auf der Stammsilbe betont, aber das Part, praes. panävanta hätte nach dem mechanischen
Prinzip noch einen Nebenton auf der vorletzten Silbe haben müssen. Man darf annehmen,
daß die Sprache bestrebt sein wird, solche doppelte Betonung nach Möglichkeit zu verein-
fachen oder auszugleichen. Im Apabhramäa läßt sich dieses Streben deutlich erkennen
bei zweisilbigen Endungen, indem nämlich diejenigen mit kurzer Pänultima entschieden
denen mit langer und darum nebentoniger vorgezogen werden.
Ich bespreche die einschlägigen Erscheinungen etwas eingehender. Unter den Ab-
solutiven gehören die auf evi und 8vi oder ivi als Doppelformen zusammen. In der
Bhavisatta Kalia finden sich 199 Verba, bei denen nur das Absolutivum auf ivi,
12, bei denen nur das auf evi, und 37, bei denen beide belegt sind. Es ist auch bedeut-
sam, daß von diesen 49 Verben, die evi nehmen, 41 kurzen und nur 8 langen Stammvokal
haben. In unserem Text findet sich das Absolutivum auf ivi 125 mal, das auf evi nur
28 mal. Beim Nomen finden sich ähnliche Erscheinungen. In den ersten 100 Strophen
unseres Textes endet der Instr. sing, der a-Stämme 85 mal auf ina und nur 24 mal auf
ena, der Instr. plur. 33 mal auf ihT und 15 mal auf ehi; der Gen. sing. 49 mal auf ahä,
3 mal auf äija, keinmal auf ähä, aber im übrigen Text notierte ich ähä 17 mal, darunter
14 mal parweise im Reime der Doha, die trochäisch enden muß, was wohl für die Wahl
der Form bestimmend war. Im Plural der Feminina sind die Zahlen folgende: Instr.
ahi 17, ähT 12; Gen. ahä 14, ähä 4. Im Nom. Acc. plur. des Neutrum steht aT 17 mal,
äT 11 mal, wovon 6 Fälle auf den Reim der Dohä kommen1). Ähnlich liegen die Ver-
hältnisse bei den i-Stämmen. Im Mask, geht der Gen. sing. 17 mal auf ihi, 4 mal auf
issu oder issa aus. Im Fern, gilt die trochäische Endung ie für Instr. Gen. Loc. sing.,
die 4 -J- 2 + 2 mal vorkommt. Dagegen endet der Instr. 14 mal auf ihT, 5 mal auf ina,
der Gen. 30 mal auf ihi.
Die zuletzt besprochenen Fälle sind nicht alle gleichwertig, insofern einige Paare
von Endungen nicht blos prosodisch verschieden sind, sondern heterogen, die eine dem
Präkrit entlehnt, die andere dem Apabhramsa angehörig. Auch das ist in Rechnung zu
ziehen, daß man von einer Stammsilbe der Nomina nur bei zweisilbigen Stämmen, ein-
1) Die Bhavisatta Kaha bietet ähnliche Erscheinungen, jedoch muß man vom Versende absehen.
So findet sich im Versinnern nur aT, dagegen äi nur am Ende trochäisch schließender Verse. Der
Instr. sing, der mask. a-Stämme endet im Innern des Verses gewöhnlich auf em, das aus ena entstanden
sein wird, selten auf ena; ähnlich verhält es sich mit den Endungen ehi ahi gegenüber ehi. Die
trochäischen Endungen haben ihren eigentlichen Sitz am Versende, wo metrischer Zwang archaistische
Formen erträglicher erscheinen ließ, eine Tatsache, die man auch in der antiken Poesie beobachtet hat.
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh. 2


10
Sanatku m aracarita
schließlich solcher durch ein Präfix vermehrter, sprechen kann. Bei den übrigen Nomina
kann es sich nur um den Stammteil handeln, in dem die Prosodie über die Stelle des
Akzentes entschieden haben mag. Beim Verbum aber fällt diese Mehrsilbigkeit fort, in-
sofern es dort, von wenigen Fällen abgesehen, nur eine Stammsilbe gibt. Daß dieselbe
aber einen stärkeren Akzent als andere prosodisch gleichwertige Silben trug, zeigt sich bei
dem aus der Mähärästri entlehnten Absolutivum auf iüna. Dasselbe findet sich in dieser
Form mit langem ü 6 mal nach kurzer Wurzelsilbe, aber mit kurzem u (iuija) 15 mal
nach langer1). Denselben Grund hatte die Verkürzung des Futurcharakters issa oder es a
zu isa, siehe §24. — Die Betonung der Stammsilbe erklärt auch die in §3 II bl be-
sprochene Verdoppelung des auslautenden Wurzelkonsonanten in vielen Verben, bei denen ein
etymologischer Grund nicht geltend gemacht werden kann. Der Akzent beeinflußte die
Artikulation ähnlich wie die Länge des Wurzelvokals: wie dhaukati über dhokai zu
dhukkai wurde, so calati über cälai zu callai usw. — Endlich dürfte hierhin auch
der schon vom Präkrit ausgehende Übertritt der Verba auf ei wie kahei karei (§ 2a)
in die Klasse der Verba auf ai gehören, indem hinter der betonten Wurzelsilbe der lange
Vokal einer Schwächung unterlag, was zum Ersatz von ei durch ai geführt hat.
B. Formenlehre.
a) Nomina.
§ 11. Die Veränderungen, welche die aus dem Präkrit entlehnten Stämme im Apa-
bhramsa erleiden, sind in §§ 1—5 behandelt. An diese Stämme können ohne Veränderung
der Bedeutung folgende stammerweiternde Suffixe antreten.
1. a bzw. ya,. Es erscheint in der Stammform in der Komposition, sonst meist als
u im Nom. Acc. sing, und als i im Loc. sing, der Masc. und Neutra; sehr selten in
anderen Kasus. Dasselbe Affix tritt an weibliche Stämme z. B. kannaya; besonders an
i-Stämme: kantiya, gacchantiya, sampattiya, sodaß iya geradezu als Femininsuffix
auftritt, z. B. gaiya = gatä, °pallaviya von pallava. Ebenso fest verwachsen ist dies
stamm erweitern de a mit den Nomina agentis auf m, welches Suffix daher in der Form
iya erscheint: aisaiya, ahiyäriya, kankhiya, ahikankhiya (119,3.), gämiya,
camakiya, pa^iaiya, viyäsiya, samsäriyau (197,2), suhäsiya.
2. Andere Stammerweiterungen sind selten: dl in göradi, vattadi; illa in puvvilla,
viyailla; elluya in padhamelluya; ulla in hiyadulla, naya^ula.
§ 12. Das Präkrit Suffix ira (Pischel § 596, Hem. II 145) ist in unserem Text sehr
häufig (etwa 50 verschiedene Bildungen). Es bildet Adjektiva im Sinne eines Part, präs.,
die oft geradezu als Part. präs. gebraucht werden, ira, im Masc. und Fern, gleichlautend,
tritt hinter die Stammsilbe des Verbum, z. B. gamira, ägamira, lavira, vilavira,
naccira, näsira, utthira, auch an Passivstämme: khajjira, vajjira. — Das Nomina
abstracta bildende ima ist durchaus lebendig: gambhirima, tungima, teyaddhima,
thirima, viulima, sisirima.
0 In visamiuna = visramya und vihiuna — vidhaya geht zwar ein kurzer Vokal voraus,
beide Formen weichen aber von dem gemeinen Typus ab, weshalb sie besser aus dem Spiel bleiben.


I. Grammatik § 10—14
11
Mit apa werden Nomina agentis gebildet: ä^anda^a, ujjivapa, jänapa (85,3),
naccana, payacchaija, rayapa, vihaxidaxia, samuddharana, suhävana, und mit
i statt a, sähiija. Dies Suffix ist offenbar mit dem Hem. IV 443 für den Apabhramsa
gelehrten an a a = tr zusammenzustellen und geht wie dieses auf das sanskritische an a zurück.
§ 13. Das Genus ist im Apabhramsa vielfach schwankend (Hem. IV 445: Ungarn
at an tram). Der Unterschied zwischen Masc. und Neutr. zeigt sich bei den a-Stämmen
und zwar im Nom. Acc. plur. und sing. Die Plural-Endung lautet bei masc. Stämmen a,
bei neutralen ai oder äT und zweimal äni (dinäni 698, 7. payäiji 707, 9). Die Endungen
aT äT finden sich fast nur bei alten Neutris (19 Fälle, im Glossar mit n bezeichnet, außer-
dem bei sivina = svapna) bzw. von ihnen regierten Adjektiven und Partizipien. Daneben
kommt aber auch die Endung a vor: sivinaT 461, 3. 6. 462, 7. sivina 462, 1; payaT
561,4. paya 610,6; phalaT 780,4. phala 555,4; rayapaT 723,5. rayana 720,8.
763, 6; oder es ist auch nur a belegt naya^ia 579, 5. Nach Hem. IV 354 lautet im
Nom. Acc. sing, das durch a erweiterte Neutrum auf aü aus; unser Text befolgt diese
Regel durchweg. Beispiele finden sich 500, 9. (?) 539, 8. 622, 9. 634, 8. 690, 2. 6.
708, 3. 5. 727, 5. 740, 6. siehe ferner das Gerundivum § 26.
Das Femininum ist durch besondere Endungen gekennzeichnet; da aber für diese
auch maskuline Endungen eintreten können, so ist eine strenge Scheidung beider Geschlechter
manchmal unmöglich. Unser Autor scheint sich hinsichtlich des Geschlechts nach dem
Sanskrit zu richten. — Als Femininendung gilt i, erweitert iya (kontrahiert l), siehe das
Part. präs. und perf. pass. §§ 22, 25, beachte °loyani, °nayani. — vihi ist Fern, ge-
worden (81, 9. 247, 2.), so auch in der Bhavisatta Kaha.
Der Apabhramsa besitzt, wie das Mittelindische überhaupt, nur zwei Numeri nach
Verlust des Duals. Ein Sanskritismus ist dö vi hatthaü = dväv api hastau, siehe
oben § 1. Nicht als Ersatz des Duals ist die plurale Endung des Neutrum aT (544,3 dö
vi cakkaT Cakraväkapärchen) aufzufassen, sondern er bezeichnet wie in der Jaina Mähä-
rästri, im Guzeräti und Maräthi die Zusammenfassung beider natürlichen Geschlechter,
ein Gebrauch, der sich selbst im Sanskrit der Upamitibhavaprapancä Kathä findet (siehe
Preface S. XXII).
§ 14. Der Kasusbestand hat verschiedene Einbußen erlitten. Im Sing, ist der Dativ
und Ablativ mit dem Genitiv zusammengefallen, aber die Funktion jener Kasus ist deutlich
zu erkennen, offenbar, weil sie dem Dichter vom Sanskrit her geläufig war. So erklärt
sich sein Gebrauch der präkritischen Ablativendung äu: väläu 521, 8. päsäu 524, 1.
bhavanäu (85, 1), daväu vi, abbhayäu vi (149, 3. 5). — Im Plural sind Instr. und Loc.
wegen der gleichen Endung hi zusammengefallen nicht nur lautlich, sondern auch be-
grifflich, wie schon in dem ältesten Präkritkävya Paumacariya; denn die Verwechslung
beider Kasus überträgt sich auch auf den Singular; so bei weiblichen ^-Stämmen, deren
Loc. auf ihT auch für den Instr. gebraucht wird 485, 8. 507, 6. 627, 6. 725, 6. 780, 2,
zuweilen auch bei masc. a-Stämmen kavalani 477, 5. damsa^i 558, 5. ussehi 527, 1.
Zur Umschreibung des Genitivs dient tauaya = sambandhin (H iv 422, 21), das
wie ein Adjektivum sich in Genus und Casus nach dem regierenden Worte richtet.
Ursprünglich stand es nach dem Genitiv 775, 6 (39, 8. 199, 1. 239, 8. 304, 6); es tritt aber
auch an den Stamm an 590, 4 (168, 8. 224, 2), wie im Alt-Guzeräti. Wie tajiaya wird
auch santiya gebraucht, aber, wie es scheint, nur nach dem Genitiv.
o*


12
San atkum aracarita
§ 15. Für die Deklination ist zu beachten, daß in unserem Texte Präkrit-Endungen
in größerem Maße als in der Bhavisatta Kaha Verwendung finden. Ich stelle sie mit der
Zahl der belegten Fälle in den Paradigmen in der zweiten Kolumne zusammen. In der
ersten Kolumne stehen die gebräuchlichsten Formen. Sporadische Vorkommnisse und
sonstige Unregelmäßigkeiten .werden in den Bemerkungen verzeichnet. Für alle Stämme
die fakultative Verlängerung des auslautenden Vokals vor Kasussuffixen § 2a und
vi § 9, 1.
§ 16. Die maskulinen und neutralen a-Stämme.
Sing. Nom. Acc. naru, phalu, phalaü.
Instr. nari^a, nareria.
Gen. naraha. narassu (25).
Loc. nari. narammi.
Voc. nara.
Plur. Nom. Acc. nara, phalaT, °äi, °äpi.
Instr. narihT, narahT.
Gen. naraha, narähä. narä$a (3).
Loc. narihT. naresu (2).
Voc. narahu, nara.
Bemerkungen.. Die Stammform statt des Nom. sing. Asasena 718, 8 ist vielleicht
nur ein Fehler des Schreibers. Wenn das u des Nom. Acc. sing, verlängert wird,
wird es ö. Der nicht assimilierte Ausgang des Gen. sing, a-ho (statt a-ha) erscheint
als hu in tihuyariahu 477, 2. javahu 769, 5. nahayalahu (264, 8) äbl. Als Voc. plur.
dient die Stammform; die Apabhramsa-Endung findet sich in ganahu 770, 4. bhaviya-
jiahu (306, 8) suyaijahu XXII.
Die Feminina auf a.
Sing. Nom. Acc. Instr. Gen. Loc. kanna. kannae. kannaha. kannahä. kannäe (4). kannäe (6). kannäe (0).
Plur. Nom. Acc. Instr. kanna. kannahT, kannähT. kannau (3).
Gen. kannahä, kannahä. kannä^a (1).
Loc. kannahT, kannahä. kannäsu.
Der Instr. sing, auf ae ist nur zweimal belegt lilae 603,4. vayaijiyae 669,2; er
wird durch den Loc. vertreten in girahT 597, 6. muddhahi — vayamsiyahi 508, 6.
piyahi (147,7). Adverbiell ist lilaT 504,3. 585,4. 680,3. 762,3, eine Form des Instr.,
die in der Bhavisatta Kaha nicht selten ist. Für den Instr. ist der Loc. sing, eingetreten
in piyahä niyahä (198, 1. 2. 201, 7). Die nicht assimilierte Endung ahi des Gen. sing,
(statt aha) findet sich in °amvarahi 444, 2. Umgekehrt ist der Vokal des Instr. plur.
von ahi zu ahä assimiliert in tadilayahä 511,4. dhüyähä (260,9). Der Voc. scheint
auf i auszugehen: muddhi 62,3, vielleicht auch koili, wenn nämlich das Fern, koila
und nicht koili lautete.


I. Grammatik § 15—18
13
§17. Die männlichen i- und u-Stämme.
Sing. Nom. Acc. muiji. —
Instr. muui$a. —
Gen. mu$ihi. mugdssu (3), muijissa (1).
Loc. munihT. mupimmi (3).
Plur. Nom. Acc. muiii. —
Instr. munihT, munihT. —
Gen. munihT. mupipa (2).
Loc. — —
Präkritisch sind die Ablative sing, samni hiu 630, 3. asinö vi, jalanihipo vi
(149, 1. 4.).
Von u-Stämmen sind belegt der Nom. Acc. auf d-er Gen. sing, auf uhu und plur.
auf uhü und gurüna (436, 5.), der Instr. plur. ta^uhi 584,2. vahuhT 769, 3. piyan-
guhT (295, 6.) vahühT, sähühT (127, 7. 9.) gurüliT (413, 3.).
Die weiblichen i- und ^-Stämme.
Sing.
Plur.
Nom. Acc. sahi. —
Instr. sahipa (5) sahihT (5). sahie (4).
Gen. sahihi. sahie.
Loc. sahihT. sahie (2).
Voc. sahi.
Nom. Acc. sahi. sahiu (7) sahiu (5).
Instr. sahihT. —
Gen. sahihT. sahina (2).
Loc. sahihT. sahisu, sahisu (2).
Der Instr. sing, auf ina namentlich bei Abstrakten wie kanti buddhi. Kurzes i
steht im Instr. sing, araie 669,5 und im Loc. manjüsie, apavajjantie (261,2.6). In
tahi sasimuhihi 637, 2 steht Gen. für Instr., wenn nicht der Schreiber den bindu zu
setzen unterlassen hat.
Von weiblichen w-Stämmen sind als flektierte
tanuhu 3 mal, der Gen. plur. vahuhü 556,8 einmal
Formen der Gen. sing,
belegt.
v a h u h u,
b) Pronomina.
§18. Das persönliche Pronomen.
Singular.
1. Person 2. Person
Nom. hau (aham, ahayam) tuhü (tarn)
Acc. maT (mamam) taT, paT
Instr. maT taT, paT
Gen. maha, majjha tuha, tujjha
Loc. maT —


14
Sanatkumaracarita <
Plural.
1. Person
Nom. amhi
Acc. (nicht belegt)
Instr. amhehT (302, 7)
Gen. amhaha, amhahä
2. Person
tumhi, tubbhi, tubbhe
(nicht belegt)
tumbehi
tumha, tumhaha,
tumhahä, tumhä^a (50, 6)
Aus dem nicht mitgeteilten Abschnitt des Textes habe ich noch folgende Formen
notiert: Instr. mae (145, 5.) tae (350, 4.) tae (198, 4.), Gen. mahu (80, 2.).
§19. Die geschlechtlichen Pronomina.
Der Demonstrativstamm ta.
Masc. Fein.
Sing. Nom. su, sö 1 , a - 4 tarP- Acc. su, so, tarn J j sa, sä
Instr. tina, teua tahT
Gen. tasu, tassu tie, tasu, tahi
Loc. tahT, tammi tahT
Nom. Acc. ti, te, te tau
Instr. tehT —
Gen. tahä, tesi tahä, tähä, täsi
Loc. tihT —
Für tahT Instr. sing. fern, ist 637, 2 tahi geschrieben, und für die nur je einmal
vorkommenden Formen täsi und tihT des Gen. plur. fern. bzw. Loc. plur. masc. täsT
bzw. tihi. Aus dem anderen Teil des Gedichtes führe ich noch die Formen tau a (253, 1)
und tisi (413,3) an. — Der Loc. tahT (und jahT) ist identisch mit dem Adverbium
= tatra, yatra.
Der Relativstamm ja flektiert wie ta soweit die betreffenden Formen zu belegen
sind. Aus dem anderen Teil des Gedichtes kann ich noch folgende Formen nachtragen:
jam = yad (304, 7). Instr. plur. jehi (111, 1.) jihi (399, 9). Gen. plur. masc. jähä (111, 6).
Der Interrogativstamm ka ergibt folgendes Paradigma, in dem die aus dem
Indefinitum entnommenen Formen ein geklammert sind.
Sing. Nom.
Acc.
Instr.
Gen.
Plur. Nom.
j ku, ko j kirn
ki^ia, keija
kasu (kassu)
ke käT
ka, ka
ka, kä (kam)
kau.
Das Indefinitum hängt vi an die vokalisch endenden Formen von ka; einmal findet
sich köi. Nach Anusvära steht ci oder pi: kamci, kimci, kimpi. Außerhalb des
Specimen findet sich noch kesu vi (373, 1.).
Von dem Interrogativstamm kavapa ist diese Form als fern, und kavavexia belegt.


I. Grammatik § 18—21
15
Der Demonstrativstamm eya (599, 5.).
Masc. Neutr.
Sing. Nom. |
Acc. J
Instr.
Gen.
Plur. Nom. Acc.
ehu, ehu, ihu
eu; esa m., eyam n.
ei$a
eyassu m., eyaha
ei
eyaha
Fern.
eha, iha, esa, eya
eha
eie
eie, eyaha (82, 6)
eyäu
eyaha.
Der Acc. eha ist nur einmal belegt, die Quantität der ersten Silbe mag ebenfalls
wie im Nom. schwankend gewesen sein; dasselbe gilt von dem i in eie.
Von dem Stamme ima lassen sich folgende Formen belegen: Nom. Acc. sing. masc.
imö; neutr. imam (30,7); Instr. imina (139,4); Gen. imasu, imassu; Loc. imammi.
Nom. plur. fern, im au.
Andere dem Apabhramäa eigentümliche Pronomina wie äya; eha, jeha, keha;
aisa, jaisa, kaisa scheinen in unserem Text nicht vorzukommen.
Pronominale Adjektiva sind ega, egayara; anna, annayara; iyara; savva; erisa,
imerisa, eyärisa, tärisa, järisa (132, 5), amhärisa (131, 9); ettiya, kettiya, kiyanta.
Sie flektieren nominal bis auf wenige pronominale Reste: iyare vi neben iyara (430, 5),
iyaresi neben iyarahä vi (207,4); annesi, savvesi (207,7.9), savvesT (394,9),
savvesim pi 733, 9.
c) Zahlwörter.
§ 20. Im Glossar finden sich folgende Zahlwörter belegt:
Cardinälia. 1 ega; 2 dö, dö vi, du vi, dopi^i; duhi vi; donham pi, dun-
ham pi; dösum pi. 3 ti-; tinni; tisu. 4 cau-, caur-; cattäri. 5 panca. 6 cha-.
7 satta. 8 attha. 9 nava. 10 dasa, daha. 14 caudaha, cauddaha. 20 visai.
30 tlsa. 32 vattisa. 50 pancäsa. 64 causatthi. 80 asii. 84 cauräsT. 90 navai.
100 saya. 1000 sahasa, sahassa. 100000 lakkha.
Ordinalia: 1 padhama, paclhame 11 uya. 2 viijja. 3 taiya. 4 cauttha.
6 chattha. 10 dasama. 12 duvälasama.
d) Verbum.
§ 21. Im Apabhramsa endigen die Verbalstämme regelmäßig auf a, sehr selten
auf d, letzteres besonders in 1. und 3. sing.: °emi 5 mal, ei 13 mal. Als unregelmäßig
können die Wurzelverba gelten: jäi, thäi, mäi; ei; höi; dei, nei pariijei, lei, insofern
hier der thematische Vokal fehlt, wofür der Wurzelvokal Dienste tun muß. In vihei
= vidadhäti und utthai = uttisthati, citthai — tisthati gelten als Stammsilben
ut|h, vih und citth. Vom verbum substantivum sind aus dem Präkrit folgende Formen
entlehnt: mhi, si, atthi; äsi für alle drei Personen des Singular, und ahesi 3 sing.
Das Verbalsystem setzt sich folgendermaßen zusammen: 1. Präsens mit dem Part,
präs.; 2. Imperativ, mit dem der Optativ verschmolzen ist; 3. Futurum; 4. Part. perf.
pass.; 5. Gerundivum; 6. Absolutivum; 7. Infinitiv. Dazu kommen 8. das Passivum und
9. das Causativum.


16
Sanatkumaracarita
§ 22. Das Präsens und sein Partizipium.
Die gebräuchlicheren Formen sind in folgendem Paradigma zusammengestellt.
Singular Plural
1. karaü, karemi (5). karahü.
2. karasi. karaha.
3. karai, karei (13). karahi, karanti.
Partizipium: 1. karanta m. Das Fern, lautet auf anta, antiya, anti und anti aus.
2. karamäua m. f.
Bemerkungen. 1. sing. Uber die Endung liu statt ü siehe § 5 d. Endung mi:
muyami 630, 5. pucchimi (409, 3). — 2. sing, niyahi 752, 2. viyaresi 610, 9. hosi
(139, 3). — 3. sing, dhäi 537, 9 (und in anderen Teilen des Gedichtes) kontrahiert aus
dhävai. — 1. plur. Endung u für hü siehe § 5 d. — 3. plur. Endung i für hi siehe § 5 d.
Die Endung hi findet sich 30 mal, die auf nti 10 mal. Von den Wurzelverben finden
sich folgende Formen: janti, thanti (291,3. 375,2), enti, denti, linti, hunti.
Partizipium auf anta (114 mal). Erweiterung durch a 15 mal. Statt anta findet sich
einigemale inta, cintintu 459, 3, vicintintu 579, 9 (durch den Reim geschützt), caintina
762, 3. pürintu (327, 7). Von Wurzelverben: hontu, anahunta (260, 5), a-dentu (144, 9),
entu (333, 1); penta! = piyamäna 778, 6. Für das Fern, auf anta bietet unser Text nur
einen, der vorhergehende Teil des Werkes 7 Belege, für antiya 5 + 3, für anti 1 + 4,
für anti 3 + 1. Wahrscheinlich ist antiya die ursprüngliche, anti die daraus kontra-
hierte, und anti die aus letzterer durch Verkürzung des Auslauts entstandenen Form.
Der Gebrauch des Part. präs. auf anta für den Konditionalis (vgl. Bhavisatta Kaha
§ 35 S. 41*) findet sich (285, 1. 5. 6): jai na huntau etthu tuhü pattu, . . . hau hontu . . .
vivannu “wenn du nicht hierhin gekommen wärest, würde ich umgekommen sein“.
§ 23. Der Imperativ. Von den Funktionen des Optativs ist nur die imperativische
im Apabhramsa lebendig geblieben, weshalb wir die Reste dieses Modus mit dem echten
Imperativ zusammenstellen können. Die echten Endungen des Imperativ sind 2. sing,
su, hi; 2. plur. ha; 3. sing, u; 3. plur. ntu (nur pldantu 400,6.), alle meist nach a,
zuweilen nach e. Statt hi findet sich hu in payadahu 638, 5. pecchahu (42, 5.), dehu
(353,9.), nivesahu (354,2.) und einmal für ha in pekkhahu 770,4. — Präkritisch ist
die 2.. sing, pasiya = praslda und jaya; die entsprechende Form des Apabhramsa
endet in u (Hem. IV 387), zu belegen durch padivajju 773, 9. acchu (152, 9.). Die
Imperative auf i\ pekkhi, lavi, jöi, kahi, kari (289,4.) gehen wohl auf Optativformen
zurück: lavi = lap es. Präkritisch ist die als 2. Imp. sing, gebrauchte Optativform auf
ejja: jänijja 662, 8. viyarejja karejja 722, 7. 9. marisijja 707, 8. havejja (423, 9.); die-
selbe Form für die 1. sing, in havejjas — ampajjejja (428, 8. 9.). Eine 2. sing, ist pesejjahu
(376, 2.), 2. plur. vandijjaha (173, 7.), samejjaha (178, 2.). Als 1. plur. findet sich
bhanjimu (337,9.), ge$himu (400,8.). Wir können folgendes zusammengesetzte
Paradigma aufstellen:
1 karejja. Plur. 1 karimu.
2 karahi, karasu, karu. 2 karaha.
kari, karejja, karejjahu. karejjaha.
3 karau. 3 karantu.


I. Grammatik § 22—26
17
§ 24. In unserem Apabhramsa hat das s-Futurum den Futur-Charakter esa, issa,
isa, und nach Wurzelverben sa (vgl. Hem. IV 388). Ich führe die in unserem Text
vorkommenden und sonst von mir notierten Formen der einzelnen Personen der Reihe
nach auf. 1. sing, karisu, dalisu, vaddhävisu, acchisu (142,8), jäisu (153,7) —
pekkhesu, desu. — 3. sing, jäisai, puvvisai, höisai, sähisai (178,5), karisi —
karissai (267, 1), gahissai (267, 5), ge^hissai (265, 8), havissai (29, 6. 60, 1) —
padesai, hösai (50,3. 262,4). — 1. plur. karisahü (84,8. 318,7), thakisahü (84,6)
— sevissahü, pürissahü (318,6.8) — jivesahü. — 3. plur. jaijisahi (25,9), pa-
dissahT (264,8). — Die Verkürzung von issa oder esa zu isa ist auf Rechnung des
Akzentes der Stammsilbe zu setzen, vgl. § 10.
Außerdem ist ein dem Präkrit entlehntes A-Futurum gebräuchlich, aber fast nur in
der 3. sing. Dieselbe lautet auf hai, hii und kontrahiert auf hi aus: avaharihai,
karihai, marihai, sijjhihai, havihai, havihai. — pädijjihii, höhii — hohl (37, 6),
jähi tti 569, 1. — 2. sing, ci|thihisi.
§ 25. Das Participium perfecti passivi. Dasselbe wird regelmäßig von den
meisten Verbalstämmen auf iya m. f. gebildet, z. B. bhaijiya von bha^ai, karäviya
zu karävai usw. Der Stamm wird im Masc. oft durch a erweitert, meist im Nom. Acc.
sing, -txu, und Loc. sing. -ai. Ungemein groß ist die Anzahl der aus dem Prakrit über-
nommenen Participia, die ihrerseits aus den betr. Sanskritstämmen hervorgegangen sind.
Es mag genügen, einige Typen anzuführen: gaya, jäya, giya, parimukka, bhagga,
dittha, daddha, arüdha, bhutta, visattha, baddha, visanta, uppanna. Das Fern,
der auf Doppelkonsonanz auslautenden Part, scheint meist durch Stammerweiterung gebildet
zu werden. Belegt sind pattiya, sampattiya, tutthiya (406,4), pahuttiya (363,8),
mukkiya (402, 8), laggi, sitti (431, 7), aber dii^pa 641, 5, dittha thakka (114, 1. 4).
Ganz unregelmäßig sind folgende Participia: dhukka zu dhukkai, thakka zu thakkai,
cukka zu cukkai, äyadda zu äyaddai, vudda zu vuddai.
Uber die Verkürzung des Wurzelvokals in niya, piya, huya, siehe §3 I a 1., in
päubbhuya, samubbhuya ebenda 3., in vivariya = viparita, gahiya neben gahiya
= grhita, äniya = änita, pari^iiya neben pari^iiya = pari^ita hat wohl die
Analogie der regelmäßigen Participia auf iya den kurzen Vokal veranlaßt; ebenda 4.
§ 26. Das Suffix des Gerundivum oder Participium necessitatis nimmt im Apabhramsa
nach Hem. IV 438 die Suffixe ievva, evva oder eva; in unserem Text findet sich aber
nur iyavva, bzw. yavva gleichlautend mit dem Prakrit z. B. bhaniyavvu (88,3),
käyavväT 459, 9. Formen ohne i sind däyavvaü (37, 8), käyavvau, näyavvau (266, 4),
höyavvaü (285,7), huyavvu (352,5); in söyavvu (400,3) für söiyavvu, (vgl. kim
söiyavvipa (352) = socitavya) ist das i zwischen zwei schweren Silben elidiert, vgl. § 6.
Meist gebräuchlich ist das Gerundivum im Nom. sing., wo es im Masc. auf au, im Neutr.
auf aü ausgeht. Als erstes Glied eines Kompositum kann es die Bedeutung eines Gerun-
dium haben: bhaijiyavva-viyakkha^iya, °jäi^aya = loquendi perita.
Dem präkritischen Wortschatz entlehnt sind die adjektivisch gebrauchten Formen
auf aiiijja: garahaijijja, salaha^ijja (46, 5), mahaijijja (92, 7), ramanijja (92, 9),
hilaijijja (142, 5).
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXf, 2. Abli.
3


18
San atk u m aracari ta
§ 27. Absolutivum.
Von den acht Absolutiv-Bildungen, die Hem. IV 439 f. lehrt, nämlich: i, iu, ivi,
avi, eppi, eppinu, evi, eviiju, kommen in unserem Texte alle außer i und eppi vor.
Dazu kommen aber noch einige dem Prakrit entlehnte Formen.
Am häufigsten ist das Abs. auf ivi, z. B. karivi, womit das seltenere auf evi
wechselt, vgl. § 10. Bei Wurzelverben: devi, pari$evi. Der Auslaut ist metrisch
verlängert in sahevi 775, 8. Das Abs. auf evinu kommt in unserem Text 15 mal vor.
Unregelmäßig ist neyävi^u für *neyävevi^u und kareviiju für *karävevi$u, ukkhe-
vi$u für *ukkhivevi£u, vgl. § 6, ferner metri causa daviiju für *devi$u. Seltener
ist das Abs. auf eppinu: kareppinu, suxieppijiu (51, 1), gheppii?u. Ähnlich ver-
kürzt wie das vorhergehende: samappinu (89, 5) für *samappeppi£u, viyappi^u
(99, 5) für *viyappeppii?u, vgl. § 6. — Auf avi findet sich nur niyavi, und auf iu:
caiu und vihasiu.
Die übrigen Abs. sind dem Präkrit, d. h. der Jaina Mähärästri entlehnt. Es sind
folgende Bildungen: 1. auf ittu in bhavittu, vuddittu, gahittu (154, 7), sunettu
329, 1. (vgl. Pischel, P. 6. § 577). 2. auf tü$a und iü$a, bzw. iu$a, entsprechend
präkritischen tü$am und iüpam (vgl. Pischel P. G. § 586). tüna in gantüpa, ägan-
tü$a, datthü$a, womit höüna pariijeüxia zusammenzustellen sind; iü$a nach kurzer
Wurzelsilbe hariü^a, und iuna nach langer z. B. nirikkhiuna, vgl. § 10. Unregel-
mäßige Bildungen sind pasiüija und pasiu^ia, wo i der Wurzelvokal ist; dasselbe ist
der Fall in vihiuija von vihei = vidadhäti, und niuija von nei. 3. auf tu und z«.
In der Jaina Mähärästri tritt oft für üijam die ursprüngliche Infinitivendung um ein;
dem entspricht diese Bildung im Apabhramsa. Folgende Fälle sind belegt: gantu,
ägantu, datthu, mottu, bhottu (96, 5), ghettu (100, 4), ghittu (60, 4), pari-
ghettu (109, 2), ferner gaheu, vandheu, neu, höu, däu (243, 1).
§ 28. Infinitiv. Mit den zuletzt genannten Absolutiven lauten folgende In-
finitive gleich: gantu, ghettu (396, 8), viheu. Die übliche Infinitivendung ist iu,
entstanden aus ium, das sich in kahium asamattha (287, 1) erhalten hat. Folgende
Fälle habe ich notiert: kahiu,chiviu, tasiu, nlhariu, lihiu (65, 5), viyappiu (147, 3),
gahiu in gahiukäma. — Ein dem Apabhramsa eigentümlicher Infinitiv ist vikkhaijahä
(131, 8) = vyäkhyätum, vgl. Hem. IV 441.
§ 29. Der Passivstamm wird regelmäßig mit ijja gebildet und wie jeder andere
Verbalstamm flektiert. Belegt sind folgende Formen: 3. sing. präs. z. B. värijjai, 8 mal,
das part, praes. z. B. sevijjanta, 5 mal; f. parisöhijjantiya, und pidijjamäija 2 mal;
3. sing. fut. pädijjihii. — Eine andere Bildungsweise auf -iyai scheint auf das Part,
p. p. auf iya zurückzugehen. Beispiele dieser Bildungsweise finden sich schon in den von
Hemacandra zitierten Strophen: uvamiai, jä$iai, pathäviai, päviyai, mä^iai,
vamiiai; ja schon im alten Präkrit (Prosa) der Samaräicchakahä Haribhadras.x) In der
Bhavisatta Kaha findet sich nur avamä$iyantu; in unserem Text: ghösiyai, chuttiyai
(neben chut|ijjai), paricintiyai, vimhiyai (zweifelloses Denominativ von vimhiya)
und im vorhergehenden Teile: dhariyai, lakkhiyai, samiyamäna. In den angeführten
0 Rivista degli Studi Orientali, Bd. II, S. 242.


I. Grammatik § 27 — 30
19
Beispielen geht 11 mal eine schwere und nur 3 mal eine leichte Silbe dem iyai voraus,
wogegen vor ijjai in unserem Text 9 mal schwere und 7 mal leichte Silbe steht.
Eine Anzahl von Passivstämmen sind aus dem Präkrit übernommen, wo ihre Formen
teils lautgesetzlich aus den Sanskrit-Prototypen, teils durch irgend welche Analogien
entstanden sind: muccai (82, 9), kijjai, najjahi (340, 1. 2. 5.), pujjau (püryatäm
400, 7), bhajjanta, bhujjai, vajjanta; dajjhai, sujjhai; lippemi (80, 9); labbhai;
gammai; tirai, disai; jippai; summai; parithuvvai (54,4), puvvisai. Vielleicht
liegt eine Umschreibung des Passivs mit dem Verbum ‘gehen4 wie im Hindi vor in der
Verbindung panat^hau jäi (342, 9.).
§ 30. Der Kausativstamm tritt nicht nur als Präsensstamm auf, sondern auch
im Futurum, Part. p. p., Absolutivum und Passivum. Die regelmäßige Bildung geht
auf ävai (bzw. ävei) aus: karävai, kärävai, gamävai, aijujänävai, jivävai,
vaddhävisu (fut.) viyarävei; aus dem vorhergehenden Teile des Werkes: dayävivi,
bandhävau, muyävivi, moyävai, vajjäviya, vaddhävemi, vaddhävijjasi, anu-
saijdhävemi; durch Haplologie sind ävevai pariijevai für °£eyävai entstanden. —
Neben dieser Form des Kausativs gibt es eine auf ävai nach langem Stammvokal, was
in § 10 S. 10 nachzutragen ist: paritaddaviya, ranjaviya, visesavai; jaggavahi
(337, 6), dühaviu (145, 4), payäsavai (213, 6), pesavasu (imp. 412, 2), vujjhaviu
(144, 4).
Endlich haben sich eine Reihe von Kausativstämmen aus dem Sanskrit erhalten,
die in das Präkrit übergegangen waren: gamai, jai^ai, thavai, äijavai (247, 4),
vinnavei (307, 3), apu£pavivi (412, 2); kärai, sakkärai, viyärai, tösentau (44, 4),
bhävai, sambhäväi, vimöyai, välai, visesai, visesei (130, 7), visöhai.
3<


20
II. Metrik.
Das Neminähacariu ist zum weitaus größten Teile in neunzeiligen Strophen abgefaßt.
Diese Strophe wird von den Metrikern, Hemacandra und (Präkrta) Pingala, Raddä und
Vastu genannt. Neben der Raddä kommen gelegentlich auch andere Strophen zur Ver-
wendung, aber immer nur für kleinere Stücke. Das erste dieser Stücke beginnt mit
Strophe 1262 und geht bald in Prakrit-Prosa über, was die Veranlassung dazu gewesen
zu sein scheint, daß von da an bis zum Schluß des Werkes die Strophen nicht mehr
numeriert sind und der Text ohne Kenntlichmachung der Strophen oder gar Pädas un-
unterbrochen, als wäre es Prosa, fortläuft. Dadurch wird es ungemein schwer, die Strophen-
art zu erkennen, weil die Apabhramsa-Metrik nicht ‘ins Gehör fällt4, wenigstens nicht in
unseres. Meistens bedarf es zeitraubender Versuche, um über die Strophenart? eines Stückes
ins Reine zu kommen. Unsere Episode gehört aber dem Anfänge des Werkes an, in dem
die Strophen noch durch die Nummern von einander abgesetzt sind; es ist ganz in
Raddä abgefaßt.
I. Angaben der Metriker.
Die Raddä ist, wie schon gesagt, eine neunzeilige Strophe, weshalb Dämödara Misra
im Väijibhüsana (Kävyamälä Nr. 53, S. 10) sie Navapadam1) nennt. Sie besteht aus zwei
Teilen. Der erste enthält fünf Päda und wird darum von den Metrikern2) Pancapadi
oder ähnlich genannt. Der zweite Teil ist die bekannte Dohä, die für die Apabhramsa-
Literatur eine ähnliche Bedeutung zu haben scheint wie die Äryä für die Präkrit-Literatur.
In der gewöhnlichen Art der Raddä — denn es kommen von ihr mehrere Spielarten nach
den Metrikern vor — bestehen in der Pancapadi die ungeraden Pädas aus je 15 Moren;
der zweite soll 12, der vierte 11 Moren haben. Diese Norm der Raddä heißt nach Pingala
auch Räjasenä. Eine Abart, in der auch der zweite Päda 11 Moren hat, nennt er Cäruseni.
Diese beiden Formen der Raddä kommen in Neminaha cariu vor, die übrigen von Pingala
genannten3) habe ich bisher darin nicht gefunden, wenigstens nicht als Metrum längerer
Stücke. Was Hemacandra über die Raddä lehrt, weicht wesentlich von den Angaben
Pingalas ab und findet auf Haribhadras Strophe keine Anwendung. Letztere Tatsache ist
1) So auch Kom. C im Präkrta Pingala (Bibi. Ind.) S. 228.
2) Hemacandra Chandonusäsana 5, 16 pancämhri. In dem Kommentar zu dieser Stelle heißt sie
pancapadi. Präkrta Pingala: pancapäa; die Komm, haben pancapada und pancapäda S. 230 ff.
3) Es sind folgende: Karabhi 13. 11. 13. 11. 13. Nandä 14. 11. 14. 11. 14. Mohini 19. 11. 19. 11.19.
Bhadrä 15. 12. 15. 12. 15. Tädankini 16. 12. 16. 11. 16. Über die Gana-Einteilung in diesen Strophen
gibt Pingala keine Vorschriften.


II. Metrik. 1. Angaben der Metriker.
21
um so auffälliger, als beide Schriftsteller Jainamönche und Zeitgenossen waren, die über-
dies noch in derselben Stadt, Aijahilla pätaka, wirkten. Nach denselben Gesetzen wie
Haribhadra baut auch der ca. 70 Jahre ältere Nemicandra (alias Devendragapi) seine
Raddästrophen, deren sein Mahäviracariya (Bhävanagara 1917) dreizehn enthält. Bei Ab-
fassung dieser Abhandlung konnte ich für Hemacandras Chandonusäsana nur die Berliner
Hd benutzen, die bloß die sütra (und Randglossen) enthält. Erst nach Beendigung des
Krieges wurde mir auch der Kommentar, H’s svopajnavrtti, in der Bombayer Ausgabe
von 1912 zugänglich. Sie brachte etwas Unerwartetes, daß nämlich den in der An-
merkung J) mitgeteilten Vorschriften die Beispiele, die H wahrscheinlich selbst gemacht
hat, nicht entsprechen: die ungeraden Pädas enthalten nicht, wie es nach dem sütra und
Kommentar sein sollte, 16 Moren (5 + 5 + 4 + 2), sondern wie bei Haribhadra nur 15
mit derselben Ganaeinteilung wie bei diesem! Das bestätigt meine Überzeugung, daß
Hemacandra sein von Pingala in hohem Grade abweichendes metrisches System einer
alten Quelle entlehnt und darum der zeitgenössischen Metrik nicht gerecht wird, ebenso
wie er in seiner Grammatik den alten, oder soll man sagen: den klassischen Apabhramsa
dargestellt hat, ohne auf den zeitgenössischen, dessen sich Haribhadra bediente, Rücksicht
zu nehmen. Für die vorliegende Untersuchung kommt Hemacandras Lehre nicht in Be-
tracht.
Der Bau der Pädas der Pancapadi, d. h. ihre Einteilung in Ganas, ist nach H’s
Vorschriften ganz anders als bei Pingala. Mit letzterem stimmt Haribhadras Strophe am
meisten überein, weicht aber im einzelnen nicht unbedeutend ab. Ich teile zunächst
Pingalas Angaben (S. 230) für die normale Strophe mit. Im Anfang der ungeraden Pädas
steht ein dreizeitiger Gapa; darauf folgen drei vierzeitige. Jedoch ist der letzte Gana im
ersten Päda anders gestaltet als im dritten und fünften; im ersten Päda ist er ein
Amphibrachys oder Procelensmaticus, während der dritte und fünfte Päda auf zwei
Kürzen endet; nach den Kommentatoren soll ihr letzter Gapa ein Daktylus sein. Die
geraden Pädas bestehen aus drei vierzeitigen Gapas, von denen der letzte aus vier kurzen
0 Ich teile sie hier nach Chand. V 16—21 mit. pä-ca-däs cis trtTye pancame co jo ITr vä Pan-
cämhrih. „(In den ungeraden Pädas) 2 x 5 + 4-j-2 (d. h. zwei fünfzeitige Ganas, ein vierzeitiger
und. zwei Moren), (in den geraden Pädas) drei vierzeitige Ganas; der vierzeitige Gana im 3. und 5. Gana
ist ein Amphibrachys oder Proceleusmaticus (mit Zäsur nach der ersten Kürze; dies wird zwar nirgends
gesagt, aber gilt tatsächlich überall, wo die Metren belegt sind, wenn neben dem Amphibrachys der
Proceleusmaticus, li, gestattet wird), diese Strophe heißt Pancämhri“; tripät pürvärdhä Mäträ. 16.
„Mäträ, wenn die vordere Hälfte aus drei Pädas besteht“. [Das ist so zu verstehen: wenn in der Pan-
cämhri die drei ersten und die zwei letzten Pädas je einen Halbvers bilden heißt sie Mäträ.]
dvitiye turye tayor vädyasya cah sthäne pö Mattabälikä; 17. Mattabälikä, wenn in der Mäträ im zweiten
oder vierten Päda oder in beiden zugleich statt des ersten vierzeitigen Ganas ein fünfzeitiger eintritt“;
trtiyasya to MattamadhukarT; 18. MattamadhukarT, wenn der dritte (vierzeitige Gana in den geraden
Pädas) durch einen dreizeitigen ersetzt wird; trtTye pancame tayor vä pos cau Mattaviläsini; 19. „Matta-
viläsinT, wenn im dritten oder fünften Päda oder in beiden zugleich für die beiden fünfzeitigen Ganas
zwei vierzeitige eintreten“; casya po MattakarinT; 20. MattakarinT, wenn für den vierzeitigen Gana
ein fünfzeitiger eintritt (und' zwar nach dem Kommentar im dritten oder fünften Päda oder in beiden
zugleich), äbhir bahurüpä. 21. „Durch Kombination dieser (Formen Mäträ bis MattakarinT) wird die
Strophe vielförmig“, äsäm trtiyasya pancamenä ’nupräse ’nte dohakädis ced Vastu Raddä vä. 22. „Wenn
in diesen Strophen der dritte Päda mit dem fünften reimt und am Schluß ein Dohaka usw. (nach dem
Kommentar Dohaka, Upadohaka oder Avadohaka) steht, so heißt die Strophe Vastu oder Raddä“.


22
Sanatkumäracarita
Silben besteht. Da der vierte Päda (in der Räjasenä, und auch der zweite in der Cärusenl)
nur elf Moren enthält, so ist darin der dritte Ga$a auf drei Kürzen reduziert.
Ich bespreche nunmehr den Befund in unserem Texte. Die Zahlenangaben sind
durch Analyse der ersten hundert Strophen der mitgeteilten Episode gewonnen. Die so
gefundenen metrischen Regeln finden sich nicht nur in der ganzen Episode bestätigt,
sondern auch in dem übrigen Text, soweit ich ihn darauf geprüft habe.
2. Die ungeraden Pädas der Pancapadi.
Zwischen dem ersten Päda einerseits und anderseits dem dritten und fünften Päda
besteht ein gewisser Gegensatz; aber es waltet auch eine Ähnlichkeit über die gleiche
Morenanzahl hinaus ob. Im Anfang aller ungeraden Pädas steht nämlich ein dreizeitiger
Gava, und am Schlüsse lassen sich fünf Moren zu einem Gana zusammenfassen. Unter
Ga$a versteht man bekanntlich eine gesetzmäßige Anzahl von Moren, von welchen weder
die erste mit der vorangehenden noch die letzte mit der folgenden (soweit solche vor-
handen sind) zu einer Länge zusammengelegt werden darf; d. h. Zusammenziehung zweier
Moren ist nur innerhalb eines Ganas zulässig.
Der die Zeile eröffnende dreizeitige Ga;ia ist in allen drei ungeraden Pädas entweder
ein Tribrachys oder ein Trochäus und zwar ist das numerische Verhältnis dieser beiden
Metren etwa wie drei zu zwei.
Der am Schluß der Zeile stehende fünfzeitige Gava schließt im 1. Päda stets mit
einer Kürze, im 3. und 5. Päda mit zwei Kürzen. Er hat im 3. und 5. Päda nur zwei
Formen: 71% und ~ 29% (Zäsur stets nach der ersten der fünf Kürzen!),
während im ersten Päda ausschließlich die übrigen fünfzeitigen Metren Vorkommen:---------v
43%, v _ v 32%, v v v 14 % (nie Zäsur nach der ersten Kürze, aber in sieben Achtel
aller Fälle Zäsur nach der zweiten Kürze) und — v v 11%.
Die zwischen den besprochenen beiden Ganas stehenden sieben Moren werden durch
Ende eines Wortes bzw. Kompositionsgliedes in einen vierzeitigen und einen dreizeitigen
Gapa geteilt; im ersten Päda ist die Reihenfolge 4 + 3, im dritten und fünften 3 + 4.
Im ersten Päda ist der vierzeitige Gana entweder ein Daktylus 55% oder ein Proce-
leusmaticus 4£q/q, der darauffolgende dreizeitige Gana ist entweder ein Tribrachys 74%
oder ein Trochäus 26% (also ein ähnliches Verhältnis wie bei dem dreizeitigen Ga$a im
Anfang der Zeile).
Im dritten und fünften Päda geht der dreizeitige Ga^a dem vierzeitigen voraus.
Auch hier hat er dieselben zwei Formen wie sonst, nur in anderem Verhältnis, nämlich
Tribrachys 45 %, Trochäus 55 %. Der darauffolgende vierzeitige Gana kann alle Formen
außer Amphibrachys haben, nämlich Proceleusmaticus 30%, Anapäst 34%, Daktylus 20%,
Spondeus 17%.
Aus dem angeführten Tatbestand ergibt sich, daß für unsere Strophe Pingalas
Einteilung des auf den dreizeitigen Ga$a folgenden Abschnittes der drei ungeraden Pädas
in drei vierzeitige Gaijas unmöglich ist. Denn dieselbe setzt voraus, daß in diesem Ab-
schnitt die vierte und fünfte More sowie die achte und neunte nicht zu einer Länge
zusammengelegt werden dürfen, weil dadurch die Grenzen der Ga^ias verwischt würden.
Die 4. und 5. More jenes Abschnittes werden aber, wie wir sahen, oft im 3. und 5. Päda,


II. Metrik. 2. Die ungeraden und 3. Die geraden Padas der Pancapadi.
23
die 8. und 9. More im 1. Päda zusammengezogen. Haribhadras Strophe setzt also eine
andere Gapa-Einteilung der ungeraden Padas voraus. Wir haben für den 1. Päda das
Schema 3 + 4 | 3 + 5 gefunden und für den 3. und 5. Päda 3 + 3 | 4+5 angenommen.
Statt des letzten Schemas ist aber auch ein anderes möglich, nämlich 3 + 3 | 5 + 4.
Denn die fünftletzte More ist immer eine kurze Silbe und wird nie mit der folgenden
zusammengezogen. Sie kann daher zum letzten oder dem vorletzten Gapa gezogen werden.
Für die letztere Möglichkeit spricht der Umstand, daß wenn die fünf letzten Moren aus
lauter kurzen Silben bestehen, jedesmal eine Zäsur nach der fünftletzten More steht,
wodurch sie als nicht zu den folgenden vier Kürzen gehörig, und diese als einen vier-
zeitigen Ga$a bildend erscheinen. Dazu würde denn auch Pingalas Angabe stimmen, daß
der letzte vierzeitige Garia im 3. und 5. Päda ein Daktylus oder Proceleusmaticus ist.
Anderseits kann man für die Fünfzeitigkeit des letzten Ga$as geltend machen, daß seine
beiden Formen und | v v v denen des ähnlichen vierzeitigen nur um eine More verkürzten sind. Denn wo der Amphi-
brachys in Präkrit-Metren erlaubt oder geboten ist, nur da ist der Proceleusmaticus mit
Zäsur nach der ersten Kürze zulässig. Durch die Verschiedenheit des Rhythmus im
fünfzeitigen Garia würde der Gegensatz des ersten zu dem dritten und fünften Päda hin-
reichend markiert sein. Indem ich mich für diese Annahme entscheide, stelle ich folgendes
Schema für die ungeraden Padas fest, dessen Begründung sich aus der vorausgehenden
Untersuchung ergeben hat.
1. Pada v/ L» u | u u : u u u \j kj Zäsur nach der 7. jVTore.
3. und 5. Päda v v u | v j Zäsur nach der 6. More.
3. Die geraden Pädas der Pancapadi.
In Haribhadras Strophe enthält gewöhnlich sowohl der zweite als auch der vierte
Päda elf Moren, jedoch kommen auch solche von zwölf Moren vor. In den rund
350 Strophen unserer Episode also auf rund 700 Fälle finden sich 76 zweite Pädas und
25 vierte Pädas von zwölf Moren. Sie bilden also nur ein Siebentel der ganzen Summe.
Sowohl der 11 zeitige wie der 12 zeitige Päda enden immer auf einen Tribrachys.
Davor stehen im 11 zeitigen Päda zwei vierzeitige Ganas, im 12 zeitigen Päda ein fünf-
zeitiger und ein vierzeitiger Gapa. Der Amphibrachys ist überall ausgeschlossen, siehe 704
siri HatthinägappurihT, nur 549 kappäsiy’annayarihi!
1. Die zwei vierzeitigen Ganas der 11 zeitigen Pädas. Uber das zahlenmäßige
Vorkommen der vier zulässigen Füße in 100 Fällen unterrichtet folgende Tabelle:
V V V V W_ __ kz V - —
1. Gaija 14 43 6 37
2. Gava 48 46 2 4.
Bemerkenswert ist der Unterschied der beiden Gaijas bezüglich des Proceleusmaticus und
Spondeus. Ferner ergaben die Zahlen, daß die Verbindung von Anapäst oder Spondeus im ersten
Gava mit Anapäst oder Proceleusmaticus im zweiten am häufigsten sind, zusammen 68%.
Das Schema des Pada ist:


24
Sanatkum aracari ta.
2. Im 12 zeitigen Päda steht hinter dem fünfzeitigen Ga^a1) Zäsur (nie vor den
enklitischen "Wörtern vi und ya, aber einmal vor u 617). Der fünfzeitige Gapa hat in
57 Fällen die Form: in 42 Fällen: — ■ — *, und nur in 2 Fällen (450. 526) aber
häufiger im vorausgehenden Teile des Textes besteht er aus 5 Kürzen. Der vierzeitige
Ga$a weist folgende Zahlen für die zulässigen Füße auf: v „ v 16, v _ 24, — v „ 37,
----24. Auffällig ist die Häufigkeit des Dactylus, der im 11 zeitigen Päda an dieser
Stelle fast ganz vermieden wird.
Das Schema ist : \j \j | \j v, v .
4. Die Doha.
Die Dohä besteht aus zwei gleichen Halbversen von je 24 Moren verbunden durch
Endreim. Binnenreime kommen auch vor, nicht aber in unserem Text. Jeder Halbvers
zerfällt in zwei ungleiche Pädas, durch Zäsur getrennt2). Die Pädas sind ungleich. Die
ungeraden haben 13 Moren und bestehen aus einem sechszeitigen Gai^a, einem vierzeitigen
und drei Moren. Die geraden Pädas sind ebenso gebaut, nur daß statt der drei schließenden
Moren eine Kürze steht; dadurch haben sie nur 11 Moren im Ganzen. Pingala (S. 145)
verbietet in dem vierzeitigen Garia der ungeraden Pädas den Amphibrachys; dies Verbot
dehnt ein Kommentar (C) auch auf die geraden Pädas aus, womit der Befund in unseren
Texten übereinstimmt. Je zwei Moren können zu einer langen Silbe kontrahiert werden.
Wenn dies überall nach Möglichkeit geschieht, entsteht eine Strophe von 22 Längen und
4 Kürzen, da die Kürze am Ende der geraden Päda und eine von den drei Kürzen am
Ende der ungeraden Pädas bei der Kontraktion übrig bleiben muß. So entstehen nach
Pingala 23 Arten der Dohä, von denen jede folgende eine Länge weniger und zwei
Kürzen mehr als die je vorausgehende hat bis zu einer Strophe von 48 Kürzen. Er gibt
auch die Namen dieser 23 Dohä-Arten an. Nach dem Ganaprastära Prakäsa3) muß jeder
Halbvers mit einem Trochäus schließen, was tatsächlich auch in unseren Texten der Fall ist.
Dadurch wird die Anzahl der möglichen Arten der Dohä um zwei verringert. Die Namen
dieser 21 Arten werden a. a. 0. angegeben, sind aber von denen Pingalas durchweg ver-
schieden. Diese Unterscheidung und Benennung der Arten der Dohä nach der Anzahl der
Längen ist wohl eine theoretische Spielerei ebenso wie dasselbe Verfahren bei der Gäthä,
Pingala S. 114 f.; es stimmt aber dazu, daß Dohä und Gäthä die am meisten ge-
brauchten Metren in der Apabhramsa-, bzw Präkrit-Literatur waren.
Was nun die Dohä in unserem Text betrifft, so gelten die über den Bau derselben
eben angegebenen Regeln. Das Schema des Halbverses ist also 6 + 4 -J- 3 | 6 + 4 + 1 '•
Der Amphibrachys ist im vierzeitigen Ga^a ausgeschlossen. Die geraden Pädas enden
immer auf einen Trochäus (nur 119, 7. 9. 280, 7. 9. 289, 7. 9 bestehen beide zweite Ganas
aus 4 Kürzen) und sind durch Endreim miteinander verbunden.
1) Daß der erste Gana 5 zeitig ist hat Herr Todar Mall gefunden. Ich hatte zuerst drei vierzeitige
Ganas und regelmäßige Zusammenlegungen der beiden letzten Ganas, wie sie sonst wohl Vorkommen,
angenommen.
2) Die Zäsur fehlt (246, 8. 9.) viya | rei, 406, 8. 9: khaya | resari, (413, 8. 9. pa | divajjai?),
415, 8. 9. paya | diya, 423, 8. 9: niu | rumba, 434, 8. 9. khayar | indu.
3) Siehe Grierson, Satsaiya of Bihari, Calcutta 1896, S. 16 f.


II. Metrik. 4. Die Doha.
25
Ich halte es für nützlich, mit der Besprechung der Dohä in unserem Texte (N)
die der ältesten Dohas (H) zu verbinden, nämlich der 139 Dohäs, die Hemacandra in
dem Abschnitt über den Apabhramsa mitteilt1) Die Zahlen sind Prozente.
1. Die drei Moren am Ende der ungeraden Pädas sind in H: Tribrachys 80%,
Jambus 16°/o, Trochäus 4%. In N steht immer der Tribrachys bis auf zwei Fälle,
506. 517, wo das Wort göradi am Ende des Päda steht.
2. Der sechszeitige Gaija in beiden Pädas (H 532, N 393 Fälle). Ich stelle das
Ergebnis der Statistik in zwei Reihen auf; die erste enthält die Metren, in denen die
3. und 4. Moren je eine Kürze sind; die zweite, wo sie zu einer Länge zusammen-
gelegt sind.
a. v v v v H 6%, N 23%. w v._ H 16%, N 21%.
V V V v H 10%, N 12%. _ H 30%, N 11%.
zusammen H 62%, N 67%.
H 13%, N 13%. v. H 8°/o, N 5%.
-w H 8%, N 8%. - __ H 8%, N 2%.
zusammen H 37%, N 28%.
Andere Metren bilden die Ausnahme. In H machen sie noch kein Prozent aus: es kommen
_ zweimal, dreimal, einmal vor. In N — v _ 3%, 2%.
3. Einfacher liegen die Verhältnisse in dem vierzeitigen Gana. Die bevorzugten
Metren sind Anapäst und Spondeus, die sich etwa wie 3 zu 1 verhalten. In den geraden
Pädas kommen nur diese zwei Metren vor, in den ungeraden Pädas dagegen außerdem
noch Proceleusmaticus H 27 °/o, N 39°/o und Daktylus H 5°/o, N 10%; zusammen
H 32°/o, N 49%. In der späteren Zeit nimmt also die Manigfaltigkeit in der Gestaltung
namentlich der ungeraden Pädas etwas zu.
4. Zwischen den verschiedenen Gapas soll Kontraktion nicht stattfinden, und so
verhält es sich auch in unserem Text. In H dagegen findet sich Zusammenlegung der
letzten More des sechszeitigen mit der ersten des vierzeitigen Garias zu einer Länge in neun
Fällen, in allen aber steht vor und hinter der so entstandenen Länge eine kurze Silbe.
5. Als Schema der Dohä ergibt sich folgendes v 77 77 v 77 | v v <^77 vj v 37 - ;
die übergeschriebenen Quantitäten sind die selteneren. Man hört oft einen daktylischen
Rhythmus heraus. Ich vermute, daß eine Abart des Vaitällya zu Grunde liegt von der
Form: — v _ v v _ v---------v _ v _ v. Indem die Zäsur um zwei Moren verschoben
wurde, entstand das obige Schema der Dohä. Allerdings ist die zugrunde gelegte Vaitäliya-
form rein hypothetisch.
0 Die von Hemacandra im Präkrta Dvyäsraya Kävya gegebenen, selbst verfertigten Dohäs lasse
ich beiseite. Sie sind durchaus regelmäßig.
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh.
4


26
III. Text.
Sanatkumäracarita
(aus Haribhadras Neminähacariu 443—785).
Malayagiri-va^a-kesa-päsäe | uttunga-Suragiri-sihara- | uttimanga-sampatta’-kittihi
sasi-di^ayara2-löyavihi | tära-seni-siya-danta-pantihi jl
Himagiri-Vinjha-girinda3-thira- | thöra-tthana-juyaläe :
Kälindi-sari-salila-bhara- | römävali-kaliyäe 443 ,
Suratarangipi-puli^a-jaha^iäe | rayapäyara-amvarahi | puhai-vahuhu samjaniya-mavdani
niya-Mandaragiri-phuriya- | sesa-diva-mähappa-khai^daxii
naga-nagarägara-gäma-sari- | visaya-sahassa-samiddhi j
Jambuddivi mahanti, tahT1 | Bharahakhitti pasiddhi, j 444
jattha raya^ihT raya^iiraman’udai | sasikanta-raya^’ullasiya-1 salila-püra-sampunpa-löyapa
pariviyaliya-citta-bhara- | suni^iiyattha-jaya-piya-viröyaua j
ijam nibbhara-duha-pasara-pari' | püriya-gala-saraviu j!
röyahT ravi-virahammi ghara- | citta-bhitti-tarupiu; 445
jattha giriva(ra)-tunga-kari-räya- | gandatthala-parigalira- | dänaväri-parisitta-dharai;ihT
avasäriya-kharakira^i | nivai-nivaha-siya-chatta-rayanihT1
hiya’icchiya-viyaraxia-caura- | niva-kaya-tösa-visesu
na sarai gimhi vi päusaha | kaham-avi lögu asesu; 1 446
sagu^u uvaciya-kott’alamkäru | sunivesänandayaru | asama-vamsa-rayapäyar’ubbhavu
supavittu su-väijiyau | suyapa-hiyaya1-gau gaya-uvaddavu
muttä-raya$u va pariphuriya- | Amarävai-sunderu
iba ahesi Gayapuru nayaru | arihT akha^idiya-meru. 447
tattha süru vi samiya-samtävu, | vahu-dä^iu vi maya-rahiu, | gaya-piö vi sa-kalatta-mapaharu,
dösäyara-khaxLdanu vi | niccu kumuya^vana-tösa-sundaru, ||
dhamma2-mai vi parattha-rui, | ajalanihi vi samuddu, /
bahu-mäi^ö vi a-mä^iu, piya- | siva-sangö vi a-ruddu; !| 448 ,i
tunga-paijamiru viusu sukuli^u | susamatthau khanti-paru | silavantu1 söhagga-mandiru ;
ahigammau duddharisu j dhana-samiddhu däi/amvu-sandiru
jaya-jaija-nayaija-suhävanau | garuya-teya-pabbhäru j
Asase$a2-abhihä;iu nivu | äsi vasumdhara-säru. ; 449 '
tassu niruvama-rüva-läyapna | guija-rayapa-Röhava-vasuha | kunda-kaliya-sama1-danta-
pantiya |i
kuvalaya-dala-naya$a-juya | vaya$a-vijiya-tämarasa2-kantiya jj
kalahamsiya3-särasa-taruiji- | parahuya-mahuräläva jj
säraya-raya^iyara-sarisa- | pasariya-kitti-kaläva 450 j


Text. v. 443—460.
27
Haraha Göri va Siri va Murariuhu | Tärä iva Sasaharaha | Uvvasi vva Tiyasähiräyaha :i
Dövai iva Pa^davahä | taha Rai vva Siri-daiya-jäyaha ?
Siyä iva Dasaraha-suyaha | guru-gupa-rayapa-samiddha «
äsi hiyaya-piya(yama) pavara | Sahadevi tti pasiddha. | 451 i
tesi dhammiya-vihi-avähäe | bhunjantahä visaya-suhu | asama-räya-anuratta-cittahä
uvagacchai kälu ku-vi | puvvabhaviya-sukaya-ppavittahä1. j|
annammi u avasari nisihT | suha-saya^ammi pasutta j
sivii/antari Sahaevi1 jaya- | jantu-suhaya-guna-jutta i 452
kumbhi ^kesari-vasaha-ahiseya- | sasi-dinayara-jhaya2-kalasa- | däma-paumasara-jalahi-
suraghara
rayaxiuccaya-jalalia muhi | pavisamäna pecchei maijahara;
tayanantaru sambhanta-muha | utthevinu sahasatti
sahai sivipaT vi^iaya-kaya- | kara-sampuda nivaha tti. 453
tayaflu puijpima-saraya-rayaxiiyara1- | udayammi rayapäyaru va | jalaya-mälä-damsani
sihandi va '
kamaläyaru dinayari va | rayahamsa2-kulu kamala-sandi va
sahayäru vva vasanta-mahi | pattai duguniya-söhu i;
kaha-vi na mäi na thäi nivu | sivinihT kaya-siri-vöhu. || 454
tö payampai puhai-harinanku | ananda-gaggira1-girabT | purau niyaya-Sahadevi2-daiyaha:
jaha3 chöhii, devi! tuba | ta^iaya-rayanu4 suha-ja(na)flu tijayaha ■
tiyasäsura-nara-(na)miya-paya- | paumu jipähivai vva :>
nava5-nihi-caudaha-vara6-rayaija- | sämiu7 cakkavai8 vva’. i. 455
aha suhä1-rasa-kunda-vudda vva,|uvaladdha-cintämaiji va,| patta-cakkavai-rajja-riddbi va2,;
giha-uggaya-surataru va, | aira-jäya-vara-manta-siddhi va, '■
harisa-viyäsiya-muha-kamala | sira-viraiyä3-kara4-kösa i
ehavau ehu’ iya puiju vi punu (vi) | devi vi bhaniya satösa. i 456
iya paropparu1 do vi sagandu | saddhamma-dhammiya-kahahT | rayapi2-sesu sayalu vi
gamavahi. i
aba jäyai aru^i’udai | vandi-vinda niva-bhavani ävahi; ;
mangalaMüra-rav’antariija | uddhlkaya-kara-täla
jampanti ya galiira-jjhuvina4 | erisu harisa-visäla: 457
cudayagiri-vara-saviha-pattö vi • nayanänam=agöyaru vi | 1akaya-tivva-sa-payäva-pasaru vi j
gabbhägaya-supurisu va | anavaippa-gu^ia-rayapa-niyaru vi
jagi padivakkhiya-paha barai, | payadai kamalänandu,
nosavvakka (!) javai | suya^ia-harisa-nisandu’. ■ 458
tayavu cdevihi sivi^ia-axiuruvu | naiju vandiija bhapiuP’iya i garuya-harisu cintintu naravai :
sa-niuttaya-narihT vahu | tutthi-dänu vandihT1 davävai. ;i
aha sayanijjaba uttbiuna [ nimmävai savväT
harisa-viyäsiya-muhu nivai | gösiya-käyavväT. 459 i
tayauu sundaru karivi singäru | änanda-samullasiya- | römaräi-rehanta-viggahu
Kuruvamsa-mandapa-rayavu | sahala-vihiya-niya-dära-samgahu !|
sivijia-viyävaya nara niyaya- | purisihT saddävei,
aha labu savihägayahä tahä | äsanu viyarävei. || 460 |!
4*


28
Sanatkumäracarita.
aha karevipu viviha padivatti | nivu sivipa-visärayahä | ka(ha)i devi-ditthäT sivinaT. ■
(i)yare vi vipicchiuna | niyaya-sivinal-satth’atthu2 pabhapaT: ||
cbähattari kahiyäT iha | sivinaT sämannepa; ;
tattha ya tisa mahäsimipa | pavaraT bhaniya japepa\ || 461
ctaha-vi caudaha sivina supa(sa)ttha | jipa-näyaga-cakkavai-! jamma-heu jäyanti dhannahä ij
nara-näyaga-bhäriyahä1 | bhävi-sugai2-sukkhahä sauppahä;
tesi vi maijhaha satta cau | sivinaT3 Hari-Musalipa ;|
jammu kahahT4 niva-bhäriyahä | muha-kamalammi5 nilipa’. i 462 ||
sesa naravai-saciva-sämanta | satthaha-setthi-ppamuha- | purisa-rayapa-japapiu viujjha(hT) j
X X X X X X X X X X X
X X X X X X X X X X X
X X X X X X X X X X X
(a)ha narähivu ‘samrnu eyam’ti | tarn sivina-visärayahä ] sayalu vayapu abbhuvagamevinu1, j|
padivutti apegaviha | (niya)-niutta-purisihT karevipu, 1
(niya)-niya-thäpi anuppavai | sivina-viusa (sam)rmsa: j
vius’uvaittha piyaha kahai | sivipaha kaha savisesa. 464 |
aha narähiva-vayapu nisupevi | samtösämaya-varisa- | sitta2-gatta-laiya vva asarisu !
uvadamsira pulaya-bharu3 | bhapai säpupau devi saharisu: 'I
chavau havau maha deva-guru- | calapa-pasäipa ehu, ||
jaha4 jäyahü5 iha pari bhavi vi | hau vi6 sayala-suha-gehu’. j 465 !
tayanu nandapa-vayana-rayapinda- | uvadamsana-suha-tisiya11 devi dei devayahä vivihahä
uvayäiya-saya-sahasa, | kupai püya jipa-päya-paumahä,
ärähai guruyapa-calapa, | ösaha-sayaT piei,
niya-gabbhaha nivviggha-kae | vahu rakkhäu karei. || 466 j:
tayapu saharisu dharani-harinanka- | sampüriya-döhalaya | gamai kamipa paclipunna-
väsara; ||
aha sayala-gup’abbhahii1 | diyahi2 patta-gaya-dösa-avasara
pasavai devi samagga-(gu)pa- | lakkhana-rayana-nihäpu i
bhuvapäpandapu suya-rayanu | payadiya-vihi-vipnäpu. ji 467
aha padhantihT bhattavattehT, | gäyantihT gäyanihT, | dijjamäpi dänammi, vandihT
kijjantihT mangalihT, | vajjirehT1 bahu-türa-vindihT, ||
sadharädhara-dharapiyala-jana- | parama-suhäpa nihäpu |
dippu narindina nandapaha | Sapatukumär’abhihänu || 468 jj
tayapu pamuiu1 nivai hiyayammi, | 2äpandi(ya) devi mapi, | garuya-harisa huya mahihT
sajjaija, j|
paritösiya vandiyapa, | tuttha vivuha, niru dariya dujjapa;
ahava samaggu vi dharapiyalu | säviya-guru-udaepa ||
asarisu3 harisu samuvvahai | kumara-näma-savapepa. || 469
sihari-kandari hari-kisöru vva | appadihaya-paya-pasaru | patta-kitti apukamina ku-
maru vi ||
äpandiya-suhi-sayanu | hapiya-pisuna-japu1 attha-varisu vi II
pariösai vTra2-hiyaya vi, | hasai suha(da)hä3 kahäsu, ||
nisupai puris’uttima-cariya, | nivasai viusa-sahäsu. I| 470 l|


Text. v. 461—479.
29
aha narindipa garuya-riddhie | säpandu su kumara-varu | suppasattba-väsara-ruuhuttipa ;
uvajhäyaha savihi pari- | mukku1. tayapu supasanna-cittipa 1
päviu thövehT vi dipihT | asarisa-gupa-nilaena j!
pari samagga-kaloyahihi | kumaru kalayariepa. 471 â– 
tayanu punpima-rayapiramapu vva | niya-jupkä-bhara-bhariya- } bhuvapa-vivaru nimmala-
kalälau •
gambhirima1-rayapanibi | thirima-dharapi tungima-visälau ||
sevijjantau sajjapihT | salahijjantu vuhehT |
buyau jayassa samaggaha2 vi | payadau3 niya(ya)-gupehT. > 472 ||
tassu pupa saha-käla-samjäu | saha-pamsu-kkiliyau | sahagahiya-gupa-rayapa-mapdapu ||
saha-samciya-kitti-bharu | samaga-vihiya-padivakkha^khapdapu ||
sama-suha-duhu sama-ruva-siri | sama-jovvanu sama-silu ;l
sama-suhi-sajjapa-vihiya2-suhu | sama-parisili(ya-li)lu i, 473 ;•
Süra-naravai-paya-samuddbarapu | Kälindi-devihi tapau | japiya-suyapa-äpanda-
sundaru i|
sisu-bhävi vi1 vudclha-samu | puvva-purisa-ayarapa-mapaharu
bäla-(va)yamsu ahesi para- | kämipi-ramapa-nirihu
avitaba-rüvina nämipa vi | payadu Mahindassihu. || 474 !
tayanu vilasira vahu1-layapna- | sampunpa-jovvapa-bharina | phuriya-garuya-padivakkha-
khapdana2
samtösiya-suhi-sayapa | dadha-paippa3 dujjapa-vihandapa
pödha-niyamvipi-mäna-guru- | bhühara4-dalapa-kudhära !
vilasahT mahihT mahämahina | du vi ti narinda-kumära. -475 |
tahä1 lasantahä2 käla-jögepa | sampattu vasanta-mahu, | jabT satösu sahayära-sähihT ;|
niru vihuriya-virahiebT | manjariu avayamsi kijjahT, j
Malayanila3-samgami bhamara | pasariya-guru4-jhamkära
des’anta(ra>-gamap’ummapahä | pahiyahä kupahT nivära. || 476 P
Mayapa-naravai-rajja-ahiseu | sähanti va tihuyapahu | mahura-ravihT taru-sihara-
samthiya
(pärahuya-vahu) cuya-taruhü | manjaripa kavalapi pahattbiya; 1
csisiru bayäsu suuhu(!) gayau | kavaliu mahu-diyahehT’ ij
iya kumuipi-tarupiu hasahi | viyasiya-ku(muya)-muhehT. i, 477
vaula-taru-vara-niyara ghummanti | vahu-piya-siyasava va, | amva (vi) nava-paha punu
viräyahT, ||
*majjhammi amäiya uvabi pura nu nam täu davahT,
miu-pavanaha(ya)-ullasiya | kisalaya-kar’ahipaepa !j
läsu payäsahT taru-laiya | bhamarärava-giena. H 478
japahT bhuvapaha hiyaya-samtösu | susipiddha pattala sarasa | bhuyaga-sanga-sampatta-
kittiya j
gösisa-sirikhapda-taru- | laiya väravilaya va1 vicittiya. j
iya erisai vasanta-mahi | pasariya-vanaräimmi
harisu japantai mahiyalaha j Asasepa-nivaimmi â–  479 ;:j


30
S$n atk u m aracarita
raiya-asarisa-anga-singära | niya-sära-pariyana-sahiya | vihiya-sayala-suhi-sayaua-
ma^a-suha
du vi saharisa kumara-vara | caliya naCyaJra-ujjäna-sammuha1 I
khapa-mittena ya mava-pavana- | raibT (pavara-turaehT)
patta sa-nayar’ujjäfla-vavi | padhirihT vandiyanehT. 480
taya^iu campaya-cäru-sahayära- | näliyari-asöya-sirr | khauda-pamuha-vidavihi vicittahä ||
pekkha(nti vasa)nta-siri | vittharanta-phala-kusuma-pattahä. !i
etthantari viyasiya-vayanu | pahu-äesa-samihu ||
Sa$atukumäri$a saharisi$a | bhaniu Mahindassihu: • 481
‘Malaya-märuya-pasara-gharasanipa1 | niPuppala-pattu jiha | phurai majjha jam nayaiju
dähi$u, j;
tarn niann.au mana-piyaha | jai^aha kasu-vi damsapaha sähi^iu’.
tä anumanniu niya-suhiiia | Mayapäyayava-duväri
Savatukumäru2 paliuttu kaya- | vahu-mangala-äyäri. 482
ettha antari vihiya-singära | vahu-sahiyana-pariyari(ya) | (rüva)-kanti-savv’anga-sundara ;|
cuntanti mälaihi | kusuma laliya-khohiya-Purandara
damsava-mitt’uttäviyahä | taru^aha hariya-vivega •.
Asasena-naravai-suii^a | dit^ha niyamvixii ega. i 483
caha tumam ciya jäi! jäyäsi | samjutta-kusuma-ssirihT | majjhi layahä eyahä1 pahäpahä,
samjäyau jie ehu | päni-pharisu phalu taruni-rayanahä2’ i
iya cin(tan)taha avahiyaha | aijimiya-nayaria-juyassu |
iyarie vi räy’abbhahiya | khiviya ditthi kumarassu. ;• 484
ta(ya)nu pabhaniu purau sa-sahina: | cnanu esa navallu1 ku-vi?’ | aba bhaijei ka-vi isi
vihasiu:
cdhuvu na havai vallu ebu, | mabihi tilau maT tuha payäsiu’.
iyara2 payampai: rhali sahiu! | maba vayanu vi nisupeba:
esa asögu, ju piya-sahihT | saccaviu tti muneha.’ 485 jj
avara pu$u parimu£iya-sahi-(hiya)ya | bhaniyavva-vivakkhaniya | bhanai: ctubbhi kimci-
vi na-yävaha1,
jam amhaha piya-sahibi | bhatti-bharixia payadijjamänaha '
püyä-vihibi padiccha-kae | pulay’anciya-savv’angu
sakkham ciya payadihuyau | citthai ehu Ariangu’. 486 j,
eiya khaxi’addbiiia (sara)sa-gha^asara- | katthüriya-aguru-siri- | khaxida-panka-phala-
kusuma-dämihT1 ||
niya-hatthihT püya-vihi | Visamasaraha parimal’ahirämihT2
piya-rsabi! kijjau bhatti-bharu, | jena Mayaiju bhayavantu |
hiya’icchiya-vara-viyaraijixia | turiu havau phalavantu’. || 487 r
csayalu avitahu ebu’ iya muijira | viyasantal-vayav’amvuruha2 | Mayava-püya-sämaggi
gbeppi^u :
sä väliya gantu tahT, | kamala-mäla niya-kari (kare)ppinu,
gala-kandali äröviu^a | vimhiya-maija-pasarassu,
haricandapina vilimpiuija | vacchatthalu kumarassu3.’ | 488 ||


Text. v. 480—407.
31
(tayapu) namivi bhattipa, tämarasa- | kara-sampudu1 siri dharivi | bhanai: ‘Mayapaya
papaiya-vacchala! jj
jaha payadiu appu paT | karivi majjh’ uvari karuna nimmala, |
taha pasiyasu hiya’icchiyaha | varaha payäpipa ajju2, J
jam-iha mahantihT samgahiu | havai asajjhu vi kajju!’ j| 489
ettha antari epuvvi ki na äsi, | aha hontu (ki) na saccaviu, | saccaviu vi ki na citti
cadiyau, •
mapa-cadiu vi valiyaraha | kasu-vi vasina ki mapaba nivadiyau;
tiyas’asura-nara-nahayarahä | harisa-vihäniya-gabbhu •;
annu na vihipa erisau | vihiu cäru samdabbhu’. j: 490 n
avi ya | fjepa Siri-vai raiu Gövindu, | Pancäuhu Raihi piu, | Uvvasie sämiu Suresaru,
Siyaha pai Räma-pahu1, | päpanähu Tärayaha Sasaharu, •!
so thi-rayapaha2 erisaha | karap’ujjaya-hiyayassu j
nisesu vi abbhäsa-kae | manne vihi Daivassu3’. i| 491
iya vicintiru harisa-viyasanta- | römanca-anciu kuma(ru) | bhapiu isi vihasivi Mahindipa:
cnanu sämiya Visamasara | vijiya-tijaya niya^kitti-candina! i;
hiya’icchiya-vara2-abhimuhau | kim na (ha)vasi eie
sindhura3-gamapihi sasi-muhihi | parahuya-sama-vayanie?’ 'i 492 ,
aha kumäraha vädha-samjamiya- | mapa-väyä-käyaha vi | tarupi-rayana1 -kaya-päpi-
pharisipa
niya-mittaha vayapipa vi | vaha(la)-pulaya-samjapiya-(ha)risipa ||
phuriya-aharu viyasiya-vayapu | payadiya-nayana-viyäsu
dasapa-kirana-dhavaliya-bhuvapu | ladahu payattau häsu. 493
tayapu kumari vi cnapu kim-eyam’ ti | cintan(ti) guru-sajjhasina | kampamäpa-kara-
ahara-caraniya
ja citthai kam-ci khanu | duguna-soha-vilasanta-va(ya)niya,
tä uddhikaya-karayalina | vandipa avasara-pattu '
padhiu kumäraha purau: epahu ! | nisupau avicala-cittu !’ 494
ckola sampai sarahT palla(la)hT, | samtävu nirasahT karihT | jüha niyaya-kara-siyaro(hi)hT, ■'
römantha-manthara-muhihT | älaväli thiu haripi-juhihT,
täv’uvasama-kai piya-pavapa | candapu sarasu bhuyanga *.
du vi sevahT1, taha pahiya taru- | chäya linti taviv’anga. ;i 495
aha mupevinu matthayärüdhu1 | dipa-indu sahiyapipa | sahiya kumari niya-deha-
miettipa !•
(kaha)kaham-avi niya-gharaha | samuhu caliya sunnepa cittipa;
kumaru vi kara-uttipna-cira- | päviya-rajja-siri vva I!
thiu niccala-mana-tapu-vayapu | tattha thi . . sihari vva. |j 496
aha Mahindassiha-vayapepa | tapu-mettipa käpapaha | kumaru kaha-vi niya-bhavapi
pattau, ;
nisesu vi bhuvapayala- | vatthu-satthu tipa-samu mupantau,
kaham-avi (vi)hiya-sarira-thii | väriya-iyara-pavesu jj
citthai niru sumarantu1 tasu | tarupihi laliu asesu. || 497 i;


32
Sanatkumäracarita
aviya | sa jji cancala-kamala-data-nay atii, | sä sindhura-sama-gamaui, j sa jji mahura-
kalahamsa-bhäsiui,
sä puuna-sasahara-vayani, | sa jji asama-vibbhama-payäsi$i J|.
sumarivi sumarivi Visamasara- | äuru khagu (e)gegu |‘
tasu manu mujjhai, vimhiyai, | tüsai vi gaya-vivegu. ' 498
tayanu nisu;iiya-kumara-vuttantu | catteyara-kajja-vihi | pattu tattba tam-mittu takkhaiji ||
jampei ya: cpabu! pasiya, | kabasu heu sa-sarira-rakkhavi1!’
aba dih’uijh’üssäsa-vasa- | sösiya-ahara-dalillu \
kumaru bha^ai: "naiiu payadu tuha | maha vaiyaru puvvillu?’ ij 499 •
ciya mabatthibi tie kaha-savana- | ukkaijthiu majjba maiju | mahai saviha-vihi savana-
juyalaba, ;
mittattaiju löyanahä | da|thu-kamu siri tie rüvaba, -
aggagga(i) dbävai turiu | tas-samgama-jaijiyasu L
värijjantu vi navari maT1 | ibu lahu-(ca)lau hayasu\ j| 500 1
aha su mittii^a bhaxiiu: cnanu, näha! | tahT cev’ujjäni1 calaba, | vihi-vasina jai pu^iu
(vi su bhava^iu) !
sä pattiya havai niya- | ruva-vijiya-jaya-taruiji vara-ta^u\ ||
tä paccüsi2 samutthiuija | mitta-metta3-pariväru
taru;nyana-damsana-tisiu | gau jjäp.i kumäru. || 501 J
tayauu Mayanaha bhavaiju ehu tarn ji, | sä ceva Rai1 rayai^a-dhara, | su ji asöu ebu,
mahu-sahöyaru |
‘Malayänilu ehu su ji: | äsi savihi sasimuhihi sundaru;
sampai punu na, su väliyaba | dusahai huyai viöi ,
palaya$ilu vi visesavai | ghamghavajöi na jöi’. ' 502 (
iya visappira-diba1-nisasu | parivilasira-viraha-duhu | kumaru kha^iu2 (vi) vilavantu
mittina :|
niya-anga-paripphurana- | kahiya-kajja-siddhina pasanti^a ||
bhauiu: cvisürasi, näha! kiha | tuhü pägaya-purisu vva, ||
jasu kajjina hau ujjamabu | saya rayaxii divasu vva\ ; 503 i
tä payacchasu majjha äesu! | päyälaha mahiyalaha | nahayalaha va lilaT gahevipu1 n
niya-näyaya-gädha-guva- | gahiya-hiyaya aggai karevi^u i
sä lahu niya-pahu-maija-rayaxia- | takkari uvadamsemi; |j
annaha majjhi vasumdharaha | niya-nämu2 vi na vahemi. 504
iya thavevivu kumaru Kandappa- | bhava^ajiri ka(ha)kahavi | ku mara-dinya-äesu
tas-suhi ;
annesa^i taruijiyaba | caliu jäva, tä niyai sasimuhi ;
sahi tie cciya göriyaha | vihiya-purisa-nevattha
gacchantiya laiy’antaraha1 | samuhu viyäsiya-attha. 505 I
aha Mahindassiha-kumarei^a | volläviya sä suya^iu: | ckahasu majjha jö ehu vaiyaru, jj
jam disai1 paT vibiu | purisa-vesu vayavahä agöyaru\ i.
taya$u haseviflLU goradi | bhaijai savihi ägantu:
‘nisuijasu, supurisa! avabiyau | houua maha vuttantu!’ 506 ,


Text. v. 498—515.
33
tahahi | cdiyahi pacchimi iha vi ujjap.i | sampattiya majjha1 sahi | äsi Mayava2-puya$aha
kajjina. j|
tä ahariya-Visamasara- | Tiyasainda-Gövinda-rüvi^ia •’
ditthau3 kö-vi hu maha sahihi | Maya^ia-bbhava^a-duväri
bhuvaria-siröma(ui) nara-rayapu | vihiya-atihi4-singari5. || 507 |j
ctayavu avagaya-hiyaya-bhäväua | sa-sahiija vayaniija Mayai^a- | vibbhameva tasu püya
viraiya;
taha sa-karihT candai^a | ang’uvanga sayala1 vi vileviya ij
muddhahi majjha vayamsiyahi. | aha tat-taiju-phariseva
aikomalixLa sudullahiija | nadiu angu aireija5. || 508 •;
"suyavu! sampai huyau aikälu, | tä gammau1’ iya sahihT | bhaijiya muddha sä deha-
mettiva
kahakaham-avi2 käuaijaha | niyaya-bhavani gaya sunna-cittina.
tö sampäviya-avasariija | Visamasariija sä väla ||
älingiya taha kaha-vi, jaha | huya tasu dasa vigaräla3’. |! 509 |
raha tarantihT saviha-gaya-sahihT | virahanala-pajjalira | padhama-nisihT udiyammi sasahari !|
väyantai1 Malayagiri- | pava^ii kayai tämara(sa)-satthari |!
manimaya-kuttima-tala-uvari | neu nivesi(ya) muddha; ||
aha dadhayaru virahina taviya | nam palayänali chuddha2. ii 510 ji
ckim nu viraiu eu ravi-karihi? | kT1 va utthiu vädavaha? | kirn va janiu kapp’anta-
jalanina? !
kT va nimmiu2 tadilayahä? | kim va vihiu vajj’aggi-padavina? |;
sahayära-dduma3-manjarihT | sangiüLa khaliyävegu i
Malayaijilu tauu-dähayaru | huu hu(u> manda-vivegu’. jj 511 |j
"huyau rnummuramau va tämarasa- | dala-samciu sattharu vi, | canda-kira$a puija sara
visesahT, ||
gösisa-candana-rasa vi | angi1 lagga huyavaha va sösahT2> j|
iya vilavantiya pu$u punu vi | viyaliya-sayala3-viveya ||
ut^hira (ni)visira cankamira | bhauiya gösi4 maT eya’: |j 512 j
“kiha £U, piya-sahi! caivi dhira tuhü | eva vi(taha) citthihisi? | kim na kuijasi kettiu
vi ujjamu, I
jaha1 damsahü kari dharivi | Visamaväuu tuha so jji nar’uvamu2?’ i:
aha kimci-vi tak-kaha-savana- | paccägaya-ceyanna |j
sampattiya ujjäna-vapi | sä iha maT sau kanna\ |i 513 |i
ctä nirikkhivi Mayaija-ayayaiju, | avalöivi sayalu vavu | su jji Mayauu aniyanti1 väliya j|
savisesa-(sa)mullasiya- | viraha-jaliya-huyavaha-karäliya H
gantu majjhi kayaliya-haraha | nivadiya nisähära2 i-
bhajiai ya kaham-avi maha purau | khalir’akkhara-pabbhära:’ || 514 ||
csahi! kareviiju vesu Mayaijassu | ägacchasu maha purau, | je$a lalahu te$a vi vivöiua!’ ||
taha ceva ya kayai maT | miliu tuhü vi iha vihi-niöiua
*iya jai kaham-avi mu vi muhau ettha patthävi, ||*
tä appau sakayatthu hau | mannahu akayatthä vi\ |l 515
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh.
5


34
Sanatkumaracarita
ettha antari Mayapa-äyayapi | alahantau rai kumaru | paribhamantu tattha vi pahuttau. I|
aha vimhiya-mapa-pasaru | supivi tähä donham pi vattau:
cnapu maha nevatthipa vi tuliü1 | iha vi atthu, pasay’acchi! ||
tuha chammipa jipa gantu tahT | pecchaü hau ji may’acchf. 516 ii
iya bhapevinu täla-rava-puvvu | pahasantihi tihi duhi vi | väru väru iya jampamäpihi1 !
viyasanta-vayan’amvuruhu | pattu savihi tasu haripa-nayanihi. I|
iha uttammivi göradi | thiya ahömuha2 jäva, p
älingivi siri cumviupa | bhapiya kumärina täva: 517 ;|
‘suyanu1! pacchima-diyahi kusumöha- | hariyandana-rasipa taT | mahiu angu taha suddha-
buddhina, ||
mahur’akkhara-ravina maha2 | purau padliiu thui bhäva-suddhina, |
tipa hau piya-suhä-rasu va | patta-parama-udau vva äl
huyau harisa-pulay’ankuriu | kappadduma-pöu vva\ ; 518 I
'ajju tuhü pupu vihapu-sasi-vayani | pasiüpa sambhäsipa vi | kupasi na1 maha sammänu,
mäpipi!
jam citthasi vasumaihT | nimiya2-nayapa, kalahamsa-gämipi3!’ II
tä dähipa-bhuya-laya suhaya | khandhi nivesivi muddha ||
jampai: 'hü hü! mai muniu tuha | nehu, suhäsiya, suddha!’ 519
'tuha viöepa, su(haya)! hau thakka | virahäpala-taviya-tapu | jiviy’anta-patta duha-
bhara. .i
tuha göyari anpayara | ramahT ramapi saya-sahasa sundara!’ |
aha bhidivi vacchatthalipa | vandhivi bhuya-päsehT ||
bhapai sasajjhasu1 kumaru sasi- | muhi vayanihT sarasehT: 520 ||
'suyapu! vahuhT vi väma-nayapähT | niyaya-savihi1 sarpthiyahT2 | äsi virasu maha amaya-
päpu vi, i|
aiuphu candapa-rasu vi, | tanuhu däha-karu Malayapavapu vi, |
mummura-aggi-visesayara | (ra)yapiyara-kiranä vi, |!
karaväläu3 vi tikkhayara | muttähala-härä vi’. || 521 p
'ephi pupu tuha tijaya-tilayäe | tanu-samgama-amaya-rasa- | pasara-sittu puvv’uttu
sayalu vi i
hau mannaü parama-suha- | heu sesa-taruniyapa-viyalu vi. •:
tä pasay’acchi! siniddha-niya- | ditthipa sambhävesu, ||
mä tila-tusa-tibbhägina vi | mah’ uvari kövu karesu!’ p 522 jj
tayapu1 'maha sahi suhaya-nevattba | esa’ tti paricintiriya | akaya-sanka niya-anki
thävivi ||
jahapatthala-thapa-vayana- | päpi-pharisa-suhu paramu pävivi ||
savv’angälingapu2 karivi | säyaru löyapi vämi ||
kumaripa cumbiya bäla niru | Mayan’ujjivapa-dhämi. i; 523 ||
ettha antari janaya-päsäu | türantau pavara-naru | näidü(ra)1-desammi pattau ||
jampei ya guru-harisa- | röma-räi-rehanta-gattau ||
Süra2-narahiva-nandapaha | savihi gahira-saddepa: ||
'haü pesiu citthaü purau | kumaraha dharap’indepa.’ || 524 ||


Text. v. 516—533.
35
eCöla-Simhala-nivai-naya-calapu | Cedisa-cintä-rayapu | jiya-Kalinga-Vang’Anga-näyagu !|
siri-Läda1-narähivai- | vihiya-sevu naya-ittha-däyagu I!
Bhöya-narähiva-angaruhu | kumaraha2 seva pavannu !
*atthi pahuttau3 dhavala-häsa-sa-nivai-muha-vannu’. :■ 525 |i
iya sunevipu kumaru nlharai | kahakaha-vi kayali-haraha | jäva, täva su ji Bhöya-
nandapu1 !’
sampattau samnihitn. | aha namevi tasu bhuvapa-mandapu I
nijjiya-ravi-raha-turaya-rau | bhuvap’akkamani sulölu ||
niruvama-lakkhanu payada-abhr | hanu Jalahikallölu, j. 526 i,
jö ya angula1 asii ussehi, j paripähipa nava-navai, | äyaie sau attha-uttaru, ||
caur-angula pupu savapa- | jannu2-kliuri ya uvaladdha-vittharu, |j
vattis’üsiya-sira-pavaru, | visai vähuya-dandu, j,
sölasa angula jangha-juu, | gudhaya-patthi-varapdu, |; 527 |i
madaha-talinaya-savanu, cauramsu | vitthinna-niddalayalu, | kudila-kadhina-nimmam(sa)-
vayanau, ;
thira-pattala-nayapu, niru | (pari)phuranta-vilasanta-ghönau, [
sughadiya^sama-mapivandhu, tapu- | uyaru, sudihara-janghu, i;
sulaliya-camakiya-puliya-vara- | vaggiya-gai-nivviggliu, i| 528
vaira-maragaya-pulaya-veruliya- | sasi-surakant’anka-mapi- | indanila-pamuhehT rayanihT Ij
parivilasira-äharapa- j vihiya-söha-savv’angu dharanihT '
pasariya-kitti turaya-rayanu | viyariu kuvara-varassu:
‘aha napu bhuvapu vi akkamai j ehu niya-gupihT avassu’. n 529
iya vicintiri Jalahikallöla- | abhihäpipa päyaclai | turaya-rayapi tahT äruhevinu
savihagayal-niva-sayaha | bahuhu purau saharisu bhanevipu: |l
‘nanu dhävirahä turangamahä | kö jippai kavanepa5 il
saha2 vahu3-kumara-turangamihT | muyai tura(ya)u khapepa4. | 530 ||
tä khap’addhipa Jalahikallölu | paridhäviru vijiya-mapa- | pavapa-vegu vahuyara-
vasumdhara j
akkamiupa gayau.aha | sesa-kumara pasaranta-duha-bhara h
‘uhu ägacchai, jäi uhu, | (uhu) gau düra-paesi’, ’!
‘uhu su na disai’ iya suiru | vilavahT kumaraha resi. h 531
aha samubbhuya-niyaya-angaruha-1 | padhamelluya-viraha-duhu | suniya-puvva-uvaittha-
vaiyaru
caurangipa niya-valipa | caliu sayala-padivakkha-duhayaru
Asasepa-vasuhähivai | vihaliya-mäna-marattu j|
gayau vasumdhara aivahuya | mauliya-muha2-kandu(ttu). |] 532 |i
tayapu mödiya-chatta-dapdepa | musumüriya-taru-varipa | daliya-sayala-giri-niyara-
siharipa ||
uppädiya-mandiripa | khaniya-khöpi-tala-repu-pasaripa ||
andhikaya-jaya-loyapipa | palayäpila1-sarisepa j,
nivai sasennu visam|huliu2 | (vala)vantipa pavanepa. || 533 ii
5*


36
Sanatkumaracarita
ettba antari namivi siri-Süra- | naranäha-angubbhavipa | bhapiu: ‘bhävi-asamäpa-riddhipa ;|
vaddhävisu bau1 ji dhuvu, | sämisäla! paT kajja-siddhina. i|
pasiya, niyattasu, jam-iha ravi- | kirapa cciya jiya-löi h
tama-bharu pasarantu vi harabT, | jai nau2 nabayalu jöi\ j 534 ;
iya vicittahT vayapa*-rayapahT | kabakabam-avi vippavivi, | Asasepu naranäbu välivi, j|
siri-Süra-niv’angaruhu | caliu kumara-disi-muhu nihälivi; 'i
kamipa asesi vi sesa2-japi | niya-niya-thäpi pahutti jj
bbamai sa-vähu-viijju mabi | Süra-narinda-suu tti ij 535 jj
visai saravara-küva-vivaresu, | giri-sibarihi1 ärubai, | nayari (nayari) pavisei, pupu pupu !•
avadhävai käpanabä | mapi dharantu niya-subihi gupa-gapu, j|
kunai sarira-tthii vi phala- | patta-kanda-kusumehT, ||
na ramai maha2-nivaihT kaihT j gauravibi vi paramehT. , 536 i'
kamina pupu apudipu vi parigamiru | sarnpattu mahädavihT | kaha-vi küra-sävaya-
rauddihT. ;j
aba nisunivi gadayadiu | vihiu viviha-sindhurihT bhaddihT jj
cnapu kim Sapatukumära-nara- | rayapa-gahi(ra)-jhupi eu2\ ■:
iya cintiru tasu sammuhau | dbäi muttbi vandbeu. || 537 ;l
camari-kesari-vaggba-saddüla1- | vapavärana-saraba-hari- | haripa-naula-kalahamsa-
samkuli j|
guru-taru-vara2-giri-gahapa- | viula-tadini3-saravara-samäuli j|
hindantaba tasu tabT4 mahibT | pattu vasantu durantu, ||
jabT virabiu piya5-mäpusaba | guna sumarai jbürantu. j| 538 ||
kasu na1 vara-taru-kusuma2-mayaranda- | ämöya-vahaliya-sayala- | vasuha-valaya-giri-
vivara-amvaru |;
sahayära-taru-manjarihT | renu-pasara-pinjarana-mapaharu
kimpäga-dduma-kusuma3-raya- | bhariya-diyantaru eu ||
viyalai biyadullaü japaha | Malayäpilu4 mahu-keu? ‘I 539
tavabT pahiyapu bhamara-jhamkära, | parabuya-rava niddababT, | japabT1 kheu kesuya
asöya vi,
viyailla-mälai-vaula- | kanniyära duha denti2 garuya vi, j
nam citthai ruttbipa vibina3 | pabiyabä mapdiu päsu; äl
iya kasu suhipa aikkamai | ebu vasantu bayäsu? || 540 ij
garuya-giri-vara-gahapaya-jalanta- | däväpala-samgamina j japiya-bhuvapa-samtävu
nittburu ||
parisösiya-mahivalaya- | vävi-küva1-sari-saru sududdbaru
väyantau jbanjbä-pavapu | kaya-taru-patt’ossädu2 |j
kasu kasu na havai dähayaru | gimbayäli jiva bhädu? |j 541 ||
vigaya-pattabT daliya - kamalähT | parivigali(ya)-päpiyahT | düra-tasiya-siri-nalipi-
tarupibT1 ||
*ravikugivipakbakkbarihT | nihaya-(niyaya)-kanti-saya-vayapihT ||
taha khara-pavap’uddhaya-raipa | uddhundhaliya-disepa ||
ku na samtäviu mahi-valai | gimbipa käurisepa? Ij 542 ||


Text. v. 534—551.
37
sa(jala)-jalahara-dhära-sara-sepi | ghapa-gajji-humkära-ravu | vijju-punja-kanniya-
bhayamkaru '|
mahu-luddha-dhävira-bhamara- | kula-kayamva-kesara-visappiru •.
niya-piya-sahiya-sihapdi-kula- | paritaddaviya-kalävu J
päusa-pämaru virahiyaha1 | kasu na kupai samtävu? || 543 j|
niyavi Suravai-dhapuhu gayapayali, | kalahamsa Mäpasi gamira, | sari ya do vi cakkai1
nivädira,
sinjanta cäyaga mahuru, | jala-paväha2 mahiyalu vihädira, i|
keyai-sihari-silindha-duma- | kudaya-vidavi-kusumäT n
kasu päusi nahi virahiyaha | phuttai hiyadulläT? || 544 i|
virala-jalahara-varisu pasaranta-| rayaniyara-kirapa-bharu | pikka-säli-parimala-mapöharu if
ujjäviya-sariya-sara- | pauma1-kamala-kalhära-sundaru ||
kusumiya-chattacchaya-vihiya2- | vandhujiva-siri-säru
duha vi payäsiya-udaya-piya- | räyahamsaya-viyäru, |! 545 ||
hariya-kavalapa-muiya-go-vagga- | sing’agga-däriya-dharapi | japiya-tarapi-kirapoli-vittharu1 if
parisösiya-sayala-mahi- | valaya-panku kaya-pahiya-samcaru :i
niya-niya-sämi-viöiyahä | kaya-asu(ha)hä satthähä '!
kiha aigacchai saraya-riu | mahiyali jivantähä? || 546 ||
saliya-mälai-vaula-viyailla- | mandära-taru-vara-vihavu | vihiya-vairi1-bharu kusuma-
phala-siri ;
paviyambhira-tuhina-kapa- | pasara-garima-parituliya-Himagiri /
tapuikaya-väsara-samau | dugupiya-rayapi-vibhägu2 [|
payadiya-pahiya-dariddiyapa- | viggaha-visama-vivägu |j 547 j|
parama^kunkuma-nivida-dhavalahara- | vahu-sagadiya-vara-tarupi- | surahi-tella-suhi-
vihiya-äyaru |
piya-(piyaya)ma-sanga-suhu j gahiya-nivida-kambalaya-amvaru ||
dhapa-rahiyahä2 pahu-ujjhiyahä | huhu . . . payadantu ||
KälihT khaddhau jäisai | kaiyahä ihu hemantu? j| 548 ||
duhaya-sasaharu daiya-dipaindu | phala-bhära-bhajjira-vairi | hariya-valla-vintägi-phala-
bharu ;|
kappasiy’annayarihi1 | kusuma-pasara-samhära-duhayaru •
loddhra-piyangu-pasüpa-bhara- | raya-ranjaviya-dasäsu ||
kunda-kaliya-mälai-kusuma- | harisu viyäsiya-käsu ! 549 ||
sayaya-nivadira-tuhina-kampanta- | vajjanta-dantävalihT | vihiya- vähu-sambandha-
hiyayahä ||
suhi-sajjapa^virahiyahä2 | dhapa-samiddhi-kankhiyahä pahiyahä ||
sisiru hayäsu dahävapau | kiha kusalävahu höi, ||
thäyahä thäp’antari suhiu | jahT samcarai na köi? || 550 ||
iya vicintiru phuriya-samtävu | siri-Süra-niv’angaruhu1 | vasuha-vidhi ä-varisu hipdiu, j|
na ya sa-vayapa-parivihiya- | niya-paippa-lövipa vihapdiu; ||
aha puvv’ajjiya-sukaya-(kaya)- | dähipa-nayana-pphandu ||
kumaru Mahindassihu lahu | pasariya-garuyapandu. || 551 |[


38
Sanatkum aracaritä
kamipa pupar-avi patti jaya-jantu- | tösayari vasanta-(mahi) | mahiya-vihavi sahayära
taru-vari
vipphuriihT1 parahuihT2 | Malaya-apili uvaladdha-avasari ||:
aliula-jhamkäräravihT | vöhijjanti3 Apangi ||
dugupiya-paha-ucchäha-gupu | huyau Süra-suu angi. ij 552 -i
tayapu aggima-maggi gacchantu | äyapnai1 mahura-jhupi | räyahamsa-särasahä santiya
peccliei ya kusuma-phala- | patta-riddhi vapa-laya vicittiya ||
ambhöruha-raya-pinjariya- | Mälayapila-sangepa !.
pipiu näsä-sampudipa | taha angövangena. j| 553 ||
chanta niya-niya-visaya-uvalambha- | väväripa iha vi maha | tuttha ei cattäri indiyä, ||
rasapä una thakka eha, | evam-eva taphä-chuh’addiya3 |j
iya cintantau salila-pbala- | ahikankhir’ uttarantu •
tira-paitthiva-viviha-vapi [ Mänasa-sari sampattu. |! 554 [’
tayanu saliarisu vana-gaindu vva | älödivi sayalu saru | (ru)i-pamänu päpiu pievipu ||
jä bhunjai kusuma-phala | tira-sahiraam . . . gahevipu, |j
ahariya-(nahaya)ra-sura-asura- | kinnara-geya-ninäu ||
tä jiya-särasa-kamsa-sihi | nisupai mahuräläu. || 555 ||
caha kah’ erisu1 giya-uggäru | nimmapuya-mahädaihT2’ | iya mapammi cintantu säyaru ||
jä gacchai kaya-harisu | äggimammi3 maggammi turiyaru, ||
tä tiyasäsura-khayara-nara- | tarunahä4 mapa-harapipa ||
nayapa-nimesipa sura-vahuhü | Vehammaha tarupipa || 556 ||
majjhi samthiu garuya-samtösu | vijjähara-vandiyapa- | padhiya-kitti savv’anga-sundaru ||
gösisa-candapa-rasina | japiya-dugupa-tapu-kanti-vittharu ||
kundala-(sa)hiya-kavöla-thalu | vara-maudälankäru ||
hära-viräiya-vacchayalu | kaya-niruvama-singäru || 557 ||
Mayapa-(geha)ha dära-desammi | kayalihara-antariu | kapaya-rayapa-äsan’uvavitthau ||
kaya-gi’uggära-vara- | pecchaniya-damsani pahitthau ||
aira-payäsiya-puvva-bkava- | samciya-suha-pabbhäru ||
papaya-löya-äpandayaru | pecchai Sanatukumäru. || 558 ||
ftasu kah’ erisa riddhi airena | jäya?’ tti cintiru sapiu | (sapiu) gahivi pacchima
vasumdhara ||
citthantu chäyahä taruhu | supai padhira maggapa phud’akkhara ||
^pisupa-maratta^gharattu niru | namira-garuya2-siri-heu ||
Kaurava-vams’ujjöyagaru | Asasepa-kula-keu || 559 „
csamara-nijjiya-sayala-khayarindu | vijjähara-cakkavai | niya(ya)-teya-ahariya-diväyaru ||
asi-dhärahä visamiru1 | sattu-sepi gupa-rayana-säyaru ||
nahayara-kämipi-thapa-sihara- | samgama-japiyäpandu ||
jayau jayau bhuvap’abbhahiu | Sapatukumäru narindu!’ || 560 ||
aha vipicchivi cnüpa so ceva | ihu amha kula-kappataru | Asasepa-naranäha-nandapu’ ||
ägantu vi tasu payaT | namai Süra-niva-bhavapa-mapdapu. |1
aha lahu utthivi sammuhipa | älingiu savv’angu |,
Sapatukumäripa Süra-suu2 | harisa-viräiya-angu. || 561 ||


Text. v. 552-570.
39
tayapu mahariha-äsap’uvait|ha | annonna-viyasiya-vayapa | japiya-papaya-äpanda-kandala |
vimhäriya-puvva-duha | niyaya-sayala-suhi-sayapa-vacchala ||
padhamaya-melävaga-uciya- | kaya-padivatti-vihäpa ||
citthahT egattha vi ti du vi j khapu sugahiya-abhihäpa. || 562 ||
ettha an tar i vihiya-sakkaru | sa-vayamsu nabayara-dliuyahT | niya(ya)-piyahi kärevi
bhöyanu ||
cira-dam(sa)pa-ullasiya- | väha^salila-sampunpa-löyanu ||
Sapatukumäru bhanai: ckahasu, | kaha tuhü akhaliya-sattu ||
vähu-viijju mahädavihT | iha, vayamsa! sampattu’/ || 563 ||
ckaha va citthahT1 maha viöyammi | dadha-neha janapi-japaya, | taha ti manti-sämanta-
sajjapa? ||
maha nisupivi avaharanu | kaha va piuhu vattanti dujjapa?’ ||
aha kara-sampudu siri dharivi | Süra-narähiva-puttu ||
sähivi nisesu vi khapina | niya-vaiyaru puvv’uttu || 564 ||
bhapai: cpasiyaha majjha tubbhe vi | niya-vaiyara-payadapipa | turaya-rayapa-avahära-
pamuhina!’ ||
tä kumaru asattu tasu | kahiu niyaya-vuttantu sa-muhipa ||
sa-daiya vijjä-vala-mupiya- | tatta-visesa-samiddha ||
apujänai patthuya-visai | Vimalamai tti pasiddha. || 565 ||
‘guru-parissama-vasipa1 niddäe | ghummanti maha löyapaT, I vTsamemi2 tä iha vi ku-vi
khapu’ ||
iya jampivi utthiuna, | mottu tattha sayalö vi pariyapu, ||
majjhi gantu kayallha(raha) | puvva-vihiya-sayapammi ||
nisiyai kumaru sa-vaiyaraha | savani nivitti3 manammi4, || 566 ||
tayanu1 nimmala-dasapa-kirapöli- | paridhavaliya-sayala-disi | canda-vayana Vimalamai2
jampai: ||
jaha ‘nisunasu, kumara! tuhü | niyaya-mitta-vuttantu sampai! ||
kila taiyahä tumhaha3 purau | tipa turanga-rayapena ||
ajjauttu ihu avaharivi | parikheviyau khapepa. || 567 ||
tasiya-maya-kuli bhiya-sadduli1 | parituttira-giri-sihari | bhamira-turai näsanta-kunjari ||
vilavanta-pulindayapi | galiya-vidava-(niva)danta2-taru-vari ||
phuttira-vamsa-sahassi haya- | käyara-jana-ceyanni ||
jalira-daväpali3 Jama-bhavana- | sarisai garuya-arappi || 568 ||
tä "ki-mittu vi turau jähi’ tti | cintevi(nu) mukku siri- | Asasena-kula-gayapa-candipa; ||
aha dihara-sasa-bhara- | bhariu tahT ji so thiu khanaddhina. ||
cnapu dhisi si mat ehu turau | vivariya-sikkhu na näu’ ||
iya cintantu kumara-varu | (thiyau) payadiya-visäu. || 569 ||
jä sa-hatthipa sidhila-pattädhu1 | haya-rayapu karei lahu, | tä bhamevi ma(hi)yali
turangamu ||
lahu-säsa-ssama-hayau | padivi huyau Jama-bhavapa-samgamu. ||
aha bahuyara-duha-taviya-tapu | Asasepa-niva-jäu ||
tapha-chuhähT2 kilantu kaha- | kaham-avi phuriya-visäu || 570 ||


40
Sana tkum aracarita.
pattu pattala-säha-sahasassu | sattacchaya-päyavaba | tala-paesi ja, tä khap’addbipa ||
anirikkbiya-puvva-ravi- | täva-dukkbu devvaha niöipa „
taiyahä muccha-vilanghaliu | nivadiu nissähäru. ||
taha takkhapipa vi pekkhiupa | tärisu Sapatukumäru || 571 |,
bbuvapa-samahiya-rüva- vihavepa1 | pasaranta-jovvapa-bharipa | vihiya-cäru-singära-
angipa ||
uciyanpu2-cüdämapipa | amaya-mabura-miu-vayana-cangipa ||
ajjau(tta>-puppovacaya- | äyaddhiipa narena ||
kepa-vi Mäpasa-saravaraha | jalu3 äpivi sa-karepa |I 572 ||
kumaru säyaru sittu savv’angu. | tä päviya-ceyanipa | piya-jalipa jampiu kumäripa1: ||
cjaha, bhadda! kuö si tuhu2, | kö va kaba va kaya-par’uvayäripa ||
taT ebu sasahara-kara-dhavalu | amaya-maburu äpTu ||
jiväviu bau, sappurisa! | päevipu päpiu?’ |] 573 ||
aha payampai iyaru: ‘nisupesu | maha vaiyaru, nara-rayapa! | . . . rammi pahiya ava-
bariya vi |l
Kamalakkha-nämipa payadu | jakkhu vasahu bau ettha päyavi; ||
tä pekkhivi1 bhuvap’uttimaha2 | tuba eba visama avattha ,|
äpivi maT Mäpasa-salilu | tubbhi vihiya visattha’. || 574 ||
tayäpu punar-avi bhapiu kumarepa: | cpalayäpala-däha-samu | maha sariri samtävu pasariu ||
taha, jaba ihu uvasamai | tä1 na jä(va) savv’angu viyariu ||
salil’anjali2 säririyaha | samtävaha eyassu ||
Mäpasa-saravara-salilu lahu | avagäbevi avassu’. || 575 ||
tayapu jakkhipa akaya-vikkhevu | parikilira-khayara-bahu- | cakkaväga-kalahamsa-kunjari ||
kara-sampudi1 kumara-varu | karivi niu2 Mänasa-sarövari3. ||
aba sampipiya-nayapa-mapu | Sapatukumäru sarammi ||
pavisai tiyasäsura-tiriya- | tanu4-samtäva-harammi. || 576 ||
samaya-majjira-khayara-taruniyapa-1 thana-angarägäruniu | kamala-repu-parivihiya-söhalu ||
vapa-kunjara-gandayala- | däna^väri-parimalipa mamsalu ||
tira-tthiya-pattala-vahala2- I säha-sihari-sacchäu ||
avagähai Mäpasa-salilu | avihiya-(vihaya)-vibhäu. || 577 ||
tayapu vavagaya-anga-samtävu | ja laggau nihariu | saraha gädha-kaya-carapa-sandapu ||
niya-pupna-samciya-kavau | Asasepa-naranäha-nandapu, ||
tä mödiya-tira-ddumipa | tödiya-giri-siharepa ||
dhandhöliya-vapa’-värapipa | ukkhiviya2-raya-pasarena || 578 „
nihaya-vihaina daliya-maya-kulipa | velaviya-pulindaipa | japiya-daripa aiugga-pavapipa ||
samchäiya disi bhariya | kumara-nayapa pupa repu-pasaripa, ||
taba vi kumäru su tiyasa-giri- | cülä-avicala-cittu ||
paricitthai akkbuhiya1-mapu | ckT ehu’ iya vicintintu2. || 579 ||
tayapu1 pasariya-ghöra-phukkära | rösärupa-nayapa-juya- | di-käya ali-gavala-sämala ||
Jama-düyahä samnihaya | jamala-jiha-visa2-vega-picchala ||
kuviya asesassa vi jayaba | kavalapa-vihihT acukka3 ||
kepa4-vi vabaliya-gayapayala | visahara-nivaha vimukka. || 580 ||


Text. v. 571—589.
41
baddhu tehi vi naga-päsehT | savv’angu kumära-varu; | tayanu jalahi-akkhuhiya-hiyaipa ||
uddhupiya-sa-bhuya-laipa | ahi asandhi tödiya kumärina. ||
aha gala-kandala-luliya-nara- | runda-mäla-cancälu ||
vayapa-nivesiya'-purisa-savu | karayala-kaliya-kavälu || 581 ||
ghöra-visahara-baddha-jada-mauda | dadha-(dädha)-gharisapa-phuriya- | rava-rauddu
tadi 1-sarisa-löyapu
anugacchira-kadakadira- | dasapa-sepi-veyala-bhlsapu:
carari ari sari i(|hu ku-vi’ | iya sädövu bhapantu
ditthu Kayanta-karäla-tapu | rakkhasu igu ävantu. 582
ta vi tuttira-tunga-sing’aggu [ ubbhanta-sattäuliu | vihiya-gahira-vukkära-väparu '
daddha-siläyala^daliyä- | padiya2-khuhiya3-virasanta-kunjaru j
guru-giri-varu karayali4 dharivi | khiviu kumara-uvarimmi
sura-nahayara-kämini-nayana- | jala-parisitta-sirimmi5. |; 583 h
tayanu visarisa-danta-pantihi ' nimmamsa-soniya-tanuhT | vi(ya)da-nahihT nirusäri-
kucchihi
dumuha1-timuhal-caumuhihT | panamuhehT siya-gahira-acchihT :
veyälehT pamuiya-mapihT | jaya-jaya-ravu ugghutthu.
aha uddhuniya-tanu khanipa | päsa-khiviya-giri-vatthu ' 584
cahaha pecchaha sa(hasa)-pahara(ni)pa | rösärupa-löyapina | rakkhasena jö mukku1 giri-
varu,
sö lilaT kandugu va | khivivi düri vipphuriya-maccharu
dhävai kö-vi jay’abbhahiu | suhadu kim-pi jampantu’
iya tiyasäsura-nahayarahä | vayapaT kumaru supantu |! 585
cpipa-maha-bhuya-janta-nippitthu saras’icchu-latthi va galiya- | sayala-dhäu-rasa-pasara-
däpipa ■
ari rakkhasa päva1! tuhü | kupasu tösu diya-gapahä airipa! |j
mat jivanti sa-teya-bhara- | vijiyäsesa-tiyassi !•
nillajjipa kipa ghösiyai | jaya-jaya-ravu2 iyaresi?’ || 586 ||
iya payampiru turiu pasaranta- | duppeccha-macchara-vasina [ aruna-nayapu dhävivi
khap’addhina 1
ävidai rakkhasaha | dehu nivida-bhuya-dapcla-jantina
taha, jaha pariviyalira-nayapu | garuya-mu(kka-pu)kkaru j-
rakkhasa-ahamu mahl-valai | padiyau nisähäru. || 587 i
aha kahimci vi laddha-ceyannu | lahu pupar-avi utthiupa | phuriya-kövu sö rakkhasahamu||
ejipa nihaniya mahiharahä | siraT palau pävanti niruvamu, i;
tasiya^suräsura-nahayarihi | pekkhijjantu su eu ||
muggaru vacchatthali padau, | päva! tuha kkhaya-heu!’ 588 [
iya bhapevipu guru-nihäepa | sambhanta-sura-kämipihT | nihaya-vaccha-tu|tanta-härahä ||
muttävali-samvaliya- | galira-nayapa-dala-nira-dhärahä
msäsihi1 saha parimuyai | muggaru bhiru karälu j!
uvari kumära-sirömapihi | niru appaha khaya-kälu. 589
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh.
6


42
Saiiatkuniaracarita
tayai^u muggara-ghäya-vihur’angu | dharapiyali nipadiyau | kumaru khayara-sura-taruni-
duhayaru; H
tä rakkhasa-taijaü valu | kim-ci phuriya-samtösa-sundaru
dhävai vaggai uppayai | ghösai jaya-jaya-saddu1. j;
aha ägaya-ceyanna-bharu | kumaru2 vibhäviya-bhaddu i; 590 ||
guru-madappharu phuriya-bhuya-mülu | ummülivi vada-vidavi | garuya-köva-kampanta-
kliandharu ;l
bhu-bhangiva bhima-muhu | calapa-bharipa cäliya-vasumdharu
cariri pisäya ahamnia! tuba | vada-vidavipa daliy’angu ;ä
ku^iau harisu väyasa-kulahä | galiya-jlu savv’angu!’ i| 591
iya payampiru samara-samrambha- | avalöyana-väuliya- | khayara-tarui^i-damsana-
kayäyaru E
mül’aggai1 vada-taruhu | dalivi karipa guija-rayana-säyaru Ij
Asasei^a-niva-angaruhu | kara-kaya-vada-dandepa
ega-pahäriija riu hanai | taha, jaha uddandepa || 592 |
gahiu takkhaiji khuhiya-khöpinda- | khayarahiva-dussahi^ia | jiviy’anta-pidä-visesiva
aha vevira-dehu bhaya- | bhiu cattaMahu-purisayäripa2 j
mellivi guru pukkära-ravu | veyaxia-vihuriya-päuu i
vajjiya-lajju vimukka-mau | rakkhasa-ahamu palänu. r 593 |
aha kumäraha uvari sura-asura- | khayarähiva-kämipihi | harisa-pulaya-vilasanta-angihT1;;
vara-parimala2 mukka3 siya- | kusuma-vutthi gayanayala-sangihT1, ||
jaya-jaya-ravu ugghösiyau, | dunduhi pahaya satösu. ,
Saxiatukumäru vi tad-daliya4- | jakkha-payäsiya-rösu i 594
saraya-sasahara-sarisa-jasa-pasara- | paridhavaliya-bhuvaxiayalu | ma$i dharantu puvv’utta
kämiiji 11
ja gacchai kittiu vi | maggu, täva sura-vahu1-sadhammipi
päviya tiyasasura-taru^i- | majjhi mahima-airega2
niyai sa-sammuha3 ägamira | pavara-niyamvivi ega. | 595 'j
tayanu vimhiya-mariiija kumarena | gacchantiga tas-samuhu | dittha satta tas-sarisa1
väliya
Nandana-va^ia-majjha-gaya | pavara2-rüva-guru-vinaya-kusaliya3. J
puvva-dittha-tarupihi purau | tayapu bhapiu: cna$u, muddhi! ||
käu imäu niyamvnjiu? | iya maha sähasu, suddhi!’ i| 596
isi vihasira kim-ci namir’anga | calan’anguli-lihiya-mahi | päni1-pauma2-samvariya-
amvara ;•
caliyahara3-pallaviya | phuriya-nayaua äijanda-jala-bhara ,
khalir’akkhara-gaggara-girahT | kim-ci viyäsiya-attha ||
muddha payampai sira-uvari | parisajjiya-nevattha: *' 597 ||
‘suhaya! sampai pasiya maha uvari! | etto cciya cuya-vavaha | näidüra-desövasamthiu
sura-kinnara-nara-mahiya- | Malayanilaya-deula-garit|hiu ||
Piyasamgamaahiläsa iya | nämiva patta-pasiddhi ||
citthai vijjähara-nayaru | pasäriya-garuya-samiddhi? || 598 |j


Text. v. 590—607.
43
ftahT kiyantu-vi kälu ägantu | visatniupa niya-tapuhu | avahareha garuyaru1 parissamu! ||
tä sayam-avi2 höisai | tumha eya-vuttanta-avagamu? i’
aha täsT niyaya3-kämipihT | kancugi-damsiya-maggu :
niva-dhavalahari kumaru (ga)yau | aivimhiya-savv’angu. |i 599 |i
tayanu tap-pura-sami-naravaripa | siri-Bhäpuvegäbhihipa | utthiüpa abhimuha kayäyaru. ||
sihasapi niya-karipa | thaviu kumaru gupa-rayapa-säyaru.
aha siri kaya-karay’anjalipa | guru-padivatti karevi i
bhapiu: ckupasu samtösu maha | dhüya attha parinevi! ’ i! 600 j
cjam-iha amhahä niyaya-duhiyähä | visayanimi cintäurahä | vihiyal-vipaya-papamira-
Surindipa ji
parisähiu äsi siri- | Accimäli-nämipa mupindipa: |j
ccjö avaharihai dappa-bharu | jakkhaha Asiyakkhassu2, ||
sö tuha dhüyahä atthahä vi | havihai daiu avassu”. || 601 ||
tä kumäripa garuya-vihavepa | tatth’eva ya takkhani vi | attha täu tarupiyana-
säriya ||
pasaranta-anuräya-rasa- | söhamäpa paripiya kumäriya, ||
aha kaya-nava-pariniya-vihi | viraiya-kankana-vandhu ||
pavisai rai-mandiri kumaru | huya-nava-vahu-sambandhu. || 602 ||
guru-parissama-vasipa punu tassu | airena vi raibhavapi | dharaninäha-lilae1 pasuttaha [j
samuvägaya nidda vahu; | tayapu sayapa2-suhiyapa-viuttaha ;l
gösi vihangama-kula-ravipa | payadiya-padivöhassu I-
tä puru su pariyapu täu nava | piyayama aniyantassu || 603 ||
esivipu kim ehu? kim va mai-möhu? | kT va jäyaü saccavaü? | indiyälu kT va kipa-vi
darisiu? jj
jam puvva^sa-pura-sayapa- | daiya-viraha-duhiö vi harisiu j|
äsi kim-ci hau atthahT vi | daiyahT saha sambandhi2; !’
pari mahasiri-kusumiya-taruhu | däli va bhagga asandhi.’ |l 604 |j
iya kumäralia vigaya-msesa- | ghara-pariyapa-piyayamaha | suddha-dharapi-tala-sanni*
sannaha '
aviyakkiya-jhupi savani | padiya eha gayapayala1-maggaha:
‘hä sahi! hä piya! hä japapi! | hä bhäviya-bhattära! i;
Asasepa2-naravai-tapaya! | rakkhahi, Sanatukumära! ’ ‘! 605 jj
taha csulöyapi! kim-iha täepa, | kim japapihT, kim sahihT, | kim va niyaya - devaya-
visesina, |j
kT1 va ti^ia mahigöyaripa | Asasepa-nivai-suya2-(lesipa) ? |i
säsura-nara gaya3 mah" apumaT | sura (su)marasu, pasay’acchi!
kämäura-mapa jepa4 tuha | tatti karävai Lacchi.3 || 606 !!
tayapu epävina kepa parikuviya- | Jama-düyälöiepa | dasana-gapapa-ucchahiya-cittipa ||
parikhittau1 niyaya-karu | vayapi slha-pöyaha kumantipa, ||
avaharamänipa kim-pi ehu | maha apurattu kalattu?’ "|
kumaru palöyai nahayalaha | sammuhu iya cintantu. |i 607 ||
6


44
Sanatkumaracarita,.
kim tu na niyai kim-pi gayapayali1; | tä ehu vi puvvu jiva | indiyälu kim-ci vi
mupantau j;
dhandhullai jäva vapi ) sa jji tarupi hiyaina vahantau,
tä sura-bhavapaha nivadiu va | mahariha-siri-avatäru i
igu dhavalaharu2 mahädaihT | niyai tilöyaha säru. i' 608 .•
aha su vimhiu rjattha sau, tattha | pancäsa vi’ iya mupiru | sapiu sapiu dhavalahari
pavisai.
tä nisupai miu-mahura- | ravipa lavira tiya iga mahäsai: |
jaha cjaya papaya-map’icchiyari! | kamala-gabbha-gör’angi! r
namirämara-nara-näyagahä | riu-näsapa savv’angi!’ || 609 j
chrum kbu duriyahä harapi! öm hrirp hi | sampäiya-ittha-phali! | khagga-guliya-anjap’
uvasähani! n
phat-kärina hapiya-riu- | sepi! papaya-äpanda-käripi!
je tuba bhattihT paya namahT, | Jögesari! tuhü tesi1
vihi(hi) agöyaru sivipahä vi | phalu asarisu viyaresf. 610 |!
eiya pasiyasi kin-na, papaiyapa- | cintämani Devi! maha [ ga(ru)ya- vipaya-papamanta-
angaha
tasu daiyaha muha-kamala- | damsapepa dullambha-sangaha? ||
niyaya-avaccahä sama-gunahä | niccu vi vinaya-parähä :•
kim jujjai antarakarapu | niya-japapi-janayähä1?’ 611
aha visesipa kumaru sumarantu | biyay’antara-ullasiya | puvva-dittha-harip’acchi sucariya: |
ehü hü1 esa vi ka-vi tarupi | duriya2 garuya-apuräya-vihuriya '•
maggai Görihi paya-purau | patta-dasama-dasa-käla .
aidullambhau kö-vi piu | ephi3 mat va sä väla\ ■ 612
iya vicintiru jäva aggammi | cau panca vi paya khivai | kumaru, täva suha-sila-suddhaha j
jaya-päyada-gupa-ganaha | purau suguru-bhattie suddhaha
Görihi1 devihT bhapiu ehu | payadevipu appäpu: '
cehu, sasimuhi! piu äiyau | sö tuha gupaliä nihäpu\ 613 ,
sävamäpa va tayapu tapuy’angi | jampei Görihi purau: | caju vi, devi1! kettiu payärasi ’|
kara-samtliiu2 sähiupa | majjha daiu, jam neya payadasi3? '
jai pupu Kuru-kula-gayapa-sasi | pekkhau Sapatukumäru,
tä jaijahi, bhagavai! karaü | ku-vi ku-vi tasu uvayäru3. ; 614 >|
iya supantu vi harisa-viyasanta1- | savv’anga-pulay’ankuriya- | vayana-kamalu Kuru-
vanisa-mapdanu ||
cebu, sasimuhi! niya-(da)iu | pekkhi (pekkhi) padivakkha-khanclanu;
kupasu su, mapina ju kappiyau | citthai, tasu uvayäru2,
jam ehu hau ji su äiyau | payadiya-(Maya)na-viyäru!’ || 615 j
cahava sähasu, pasiya, tuhü kavapa, | Kuru-vamsaha paT daiu maggiu!’
tä kannaya bhapai apu- | sarivi lajja-ajjavu2 nisaggiu: >|
jaha cSäkeya-purähivaha | Samarasiha-nivayassu ||
avitaha-rüvaha Candajasa- | abhihäpaha daiyassu’ |l 616 ;


Text. v. 608—625.
45
dhuya Suijandä näma hau; anna- | diyahammi u maha jaijaya1- | payahä purau sam-
patta-mettiua -|
egayariya duyagiga | namira-siriua vinpattu jattipa: J
ja ha cGayaura-(nayara)-ppahuhu | Asase^ia-nivaissu 'j
n’jjiya"bhuvaua-niyainvi]jihi | Sahadevihi daiyassu’ 617 ,
atthi nandanu bhuvapa-abbhahiya- | cakkähiva-siri-taruiji- [ ramanu ataxtu-gupa-rayaiia-
säyaru
söhaggiya-siri-tilau 1 ri punijima-sasi va samaggahä vi | vimala2-kalähä nihävu !l
rüviija jasina jay’abbhahiu | Saijatukumär’ abhihäpu:’ ii 618 !j
ciya Su^iandaha jai na sambandhu | nara-rayavi$a tepa saha | havai, vihipa tä nupa häriu.’ ]!
maha japaepa1 tayapu cnapu | juttu ehu’ iya sampadhariu ||
Asasepa-naravai-purau I sa-valipa gacchantena
niya hau Gayaura-(vara)-nayari | harisu payäsantena2’. j 619
*anna-väsari1 sahihi pariyariya | Kandappa-püyana-vihipa ! gaiya äsi hau nayara-
käpapi2. I|
tä Mayapaha payadaha ji | vihiya-püi maT hasiri3 sahiyapi j
tayapantaru niya-ghari gaiya | kepa-vi vihi(hi) vasepa
aiva-durantipa upparipa | hau gahiya dösena’. || 620 j
ctayapu avihiya-tanu-parittäpa | vahu-manta-tantanpuihT 's kahakahim-ci aigamiya jämipi. ,
gösammi u tahT ji gaya | Mayapa-bhavapi hiyayähirämini;
na upa su tärisu saccaviu | payaclihuyau Anangu, ;
tö sa-visesiya-du(hi)hT hau | vihurihuya savv’angu’. jl 621
ckim tu payadihu(ya)ya-Kandappa- | nevatthina sahihi tahT | taha kahim-ci1 taiyaha
vinöiya, ■
jaha airipa puvva-dina2- | sambhavähä dösahä vimöiya.
tayapantaru pupu avahariu | Asasepa3-niva-puttu ||
duttha-turangina, tä khapipa | bhuvanu vi huyaü duh’attu’. Ij 622
chau visesipa mupiya-vuttanta | pasaranta-duha-vihura-tanu | patta-muccha sahiyapipa
kaham-avi h
niya niya-ghari; aha paru ju | kim-pi, tarn tu na1 mupemi sayam-avi.
kim pupa kena-vi nahayaripa | vilavira harivi (vi)mukka !|
ilia iya citthaü makkadi va | niyaha palamvaha cukka’. 623 .i
csö u sampai kaha-vi annattha | khayarähamu gayau, iya | Göri-devi-paya-pauma-
papamira l|
iha citthaü hau japaya- | japani-dippu niya-daiu maggira’. |j
aha vihasevi sa-täla-ravu | bhapai kumaru: Cpasay’acchi! ij
ihu su Mayapu hau, kT na niyasi, | Samarasiha-niva-vacchi?’ 624 i|
caha sayä vi hu visama-pagaie | Kandappaha, taha tasu vi | sasimuhie lajjäulattipa
vimhäriya tas-samaya- | uciya-vihihi räyäurattipa ||
niaha mapa-harapi ya laggi1 eha’ | iya paricintantepa ||
sä kumaripa kämini bhaniya | vimhiya-mapa-pasarepa: ' 625 •


46
Sanatku m ar acarita
Ccaivi sainbhamu, muivi avamäi^u, | vihiuija pasäu, ai;u- | sarivi räu so puvva-damsiu, |j
jö taiyaha payadiya(u) | uddisevi tai niya-vayamsiu, |
pasariya-auuräyävaliflLa | uvatäviya-angassu h
ki na viyarasi, pasay’acchi! tuhu | maha nehaha savvassu?’ J 626 Sl
ckim na sumarasi, suyauu! jam nayara- | ujjäiji kila^a-gayaha | majjlia kaijthi1 tai
Mayaxia-buddhiva â– 
nikkheviya kamala-vara- | mäla, püya kaya bhäva-suddhipa? i
maha nevatthi^a sahihT sahü | ärambhiya-kiläe ■,
taha taha parirambhaiju vihiu | maha2 ji suvTsambhäe?’ || 627 ||
iya1 bhapantina kumara-raya^iena j tasu lajja-ahömuhihi | vayaua-kamalu dähi^ixia2
hatthiva
ukkhevinu bha$iu tayai^u: | csuyavu! laddha tuhü maT kayatthina3 '
cintämaui va ahanna-ghari | dulaha imammi variammi;
tä pasiyasu avalöyaxiiria | dharivi su nehu mavammi4!’ ,* 628 ||
aha viyäsiya-vayaija ja kim-ci | sä muddha samullavai, | täva1 dittha haya-vihi-visesiria2 j|
rösäruva-löyavii^a | gaya^a-thiiija ti$a khayara-purisi$a. I'
eahaha jiyantaha pha^iivaihi | cüdäma$i ku chivei?
ku va kesara pancäijanaha | jaggantaha vi gahei?’ j| 629 !;
iya bhanantiija virasu rasirassu j parikampira-taxiu-layaha i samnihiu tasu tarupi-
rayavaha l|
avahariu kumäru lahu: | caha(ha) muyami sura-sihari-siharaha |!
taha, jaha para-piya-mai^a-jaijiya- | pävaha phalu pekkhevi ’!
nihaxtu uvei hayäsu ihu | saya-sakkarau havevi’. i| 630
iya vicintiru turiu ali-gavala- | dala-nilipa nahayali^ia1 | (la)ggu gantu sö päva-
nahayaru
ja, täva nirikkhiuna | kumara-varina giri2-sihari pura-varu
guru lahu lahuyaru lahuyatamu | uddhu3 (uddhu) gamirena
ckaha maT ditthau jäisai | ehu’ iya cintantena j 631 H
haniu mutthiija kulisa-kadhineva11 nissanku kaväla-tali. | tayavu galira-ruhira-cchadävilu |!
akkandiya-pacliraviva | bhariya-gayaxia-giri-dharaxii-maxidalu ||
muha-kandaraha vi^iissariya- | dihara-rasaija-sappu2 |!
kasu söhaggu3 na huyau lahu | sö nahayaru gaya-dappu. 632 j|
aha vi(i)jjaha kumara-ghayassu | vihantu va takkhaxiiija | khayara-ahama-jiu natthu
vegena. -j
tä nahayara-savaha tasu | vayai^u aniyamä^iina va tara^iija j;
attha-sihari-siharaha parai1 | gantu vihiu äväsu; |j
haya-riu kumaru vi tasu piyaha | sumarantau sambhäsu ji 633 '[
nisiya-sasahara-kiraija-sara -bharii^a | kara-kaliya-karäla-tanu- | kumuya-kanta-ködanda-
latthi^a1 j,
nahayara-vaha-vaiyariija2 | taviya-mapiija iva Maya$a-dhatthi$a ||
(rayani)-samägami taha kaha-vi | parisalliu savv’angu, ||
asuhiija (duhi^ia) vavatthiyau3 | jaha na muijai niya-angu. >j 634 |j


Text. v. 628—643.
47
cnanu hayäsu su sattu niddaliu | lilae vi; ehu pupu | kiha pu bhuvapa-dujjau jiyavvau? |
hu hü atthi uväu maT | jipani riuhu eyaha vi laddhau:
jai jivantu sa-nayapulihi | haripa-nayapi pekkhesu1, 'â– 
tä eyaha Mayapaha riuhu | turiu jal’anjali desu’. 635 ;
iya vicintiru kumard adaie | dhandhollivi kö-vi khapu | gayau kaha-vi dhavalahari
tammi vi. „
tä sasimuhi sambhamipa | uttariu samvarivi vihasivi ||
utthivi sammuha harisa-bhara- | khalir’akkhara-vayapehi ||
pucchai pacchima kaha muira1 | väha2-salilu nayapehT. || 636 ||
aha samäsipa nivida-nehäe | tahi säraya-sasi-muhihi | puvvaJ-utta kaha sayala sähiya. [|
tä pasariya-harisa-bhara | sä may’acchi kumaripa vivähiya. ||
tä päviya-cakki-ssiri va | phuriya-harisa-väväru ||
tie Supandaha käxnipihi | savihi vaitthu kumäru. || 637 ||
cari ri1 (sa)sahara, tavahi tuhü ajju! | Malayäpila2, tuhü phurahi3! | lehi pasaru, sahayära,
tam pi hu! |
hali köili, lavi tuhü vi! | bhumivi, bhamara, jhamkäru* payadahu!
ari ari dhatthaya Kusumasara, | purisu höhi tuhü ajju ’ |
eha pädesai sayalahä vi | tumhahä matthai vajju. i 638
taha ‘sulöyapi ehi, jaha tujjha | ka-vi akkhaü vattadf | iya bhapantu pavisei angaha [|
ja, (tä)va samullasiya- | rösa-pasara gayanayala-maggaha
tasu khayaraha kumaripa hayaha | äyappiya-vuttanta
Sanjhävali-nämiya lahuya- | bhaipi tattha sampatta. i 639
kim tu kuma(ra)ha vayapa-haripanka- | avalöyana-amaya-rasa- | sitta jhipa-tapu-köha-
huyavaha, 'j
Mayapäpala-taviya-tapu | hüya sa jji savv’anga-dussaha,
tä gandhavva-viväha-vihi | apusarevi pariniya |j
kumaripa Sanjhävali vi niya- | sukaya-vasipa uvapiya. jl 640 |j
aha kumäraha sukaya-saya-labbha | hiya’icchiya-attha-kara | padhiya-siddha guru-
kam’uvapämiya ij
Sanjhävali-kämipihT | dipna vijja pappatti-nämiya,
tepa vi sähiya airina vi | uvaesiya-vihi-puvvu >
vijja sa payadantina niyaya- | mapi ucchahu auvvu. ;j 641 .!
ettha antari pahipa gayapassu | säsäula khuhiya-mapa | khayara-ku(ma)ra do tattha
ägaya ’
papamanti ya äyaripa | kumara-varaha tasu päya-pankaya. *
tayapu kumäripa bhapiu ckim | ehu’ iya cintantepa: ||
cnapu ke kannumi........| iha ägaya vegepa’. || 642 i
aha payampahi khayara: cnara-rayapa! | Veyaddhaha giri-varaha | vihiya-sirihi1 gandhavva-
nayarihi ||
nä(hi)hT khayarähivihT2 | Capdavega-siri-BhäpuvegehT i|
pesiya amhi niy’angaruha | ehu raha-rayapu gaheu |i
Candasepa3-Haricanda iya | nämaya tumhahä heu/ !l 643 ||


48
Sanatkumaraearita
csuxiiya-nihaxiiya-tapaya-vuttantu | rösäruna-nayaija1 - dalu | khayara-valina samchanna8-
nahayalu
näfläviha-samara-dhara- | patta-kitti jiya-pisu9a3-ma£clalu
Asaijivega-abhihäiju kha(ya)' | rähivu garuya-maraftu ||
ägacchantu sunevi kaya- | nahayara-mava-samghattu/ 644 j:
ctä pasiuna tumhi, nara-rayaija! ' | ralia - rayaiji ih’äruhaha!5 | turiu ettha antari
pahuttaya |-
khayar’inda ni(yaya)-valixia | Ca;idavega-siri-Bhä$uvegaya; ||
jäva ya ti1 vi kumare$a saha | suha-duha-ka(ha) akkhanta3 ||
aivähaT tahT kälu ku-vi | raija-rasa-pulaijjanta3, || 645 ||
täva1 nisunivi taijaya-vuttantu2 | säclövu samullasiya3- | rösu Jamu va tihuyana-
hhayamkaru ||
saddävivi maijdaliya4- | saciva-niyaru niya-rajja-sundaru ||
Asa^ivegu pabhapei: flahu | vallaha samvahiüpa ||
ajja jivesahü5 suya-valiaya- | kumaraha valu maliüva*. || 646 ||
tä payampiu pavara-mantihT: | cnauu, näha! na sattu clahu’ | iya mu$evi avagaijijiyavvau; ||
vadclhantixia huyavaha-ka^ipa | dajjhai sayalu vi löu, ||
kijjai sihiija egipa (vi) | (kari)-ghada-havaxii vinöuV || 647 ||
edharani-göyaru ehu, abayam tu | vijjähara-cakkapabu | iya muijevi riu mä’vabilaha! ||
kT1 na Rämiija Rävavu2 su | Harina Kamsu su na niu palayaha? ||
iya valavantihT thira3-maiiihT | dittha-sattu4-sattehT ||
su viyärevi vihi(ya)u5 khamu [ raria-samrambhu nivehi? || 648 ||
iya vicittahT vaya^ia-rayanähT | jampanta vi manti 1-vara || avaganevi sö khayara-sämiu ||
caurangiija vala-bharina | caliu kuviya-vihi-rajju-dämiu ||
samaga2-samähaya-vipphuriya- | samara-türa-nigghösu |
puvva-payatta-anega-raria- | sattu-vijaya-samtösu. || 649 ||
phuriya-garuyara-viviha-avasauna- | padisiddhu vi suya-maraua- | asuha-timira-ävariya-
löyanu1 ||
lahu pattu mahäclaihT2 | tie uvari tö thaviya3-sanda$u. ||
aha jä kbayarähiva-sahiu | kumaru uddhu jöei, ||
hhuvapa-bhayamkaru tä gayani | kölähalu nisunei. || 650 ||
tayanu ckim ebu phuttu vambh’aijdu, | veyälu va ku-vi kuviu, | jalanihi vva khuhiyau
aya^di vi, ||
jam summai palaya-ghana- | gahi(ra)-saddu thiu bliuvanu bha^divi?1 ||
iya cintira^khayarähivibT | sabiu su Saijatukumäru ||
jä citthai, tä khani^ia tahT | pattu su nahayara-säru. || 651 ||
a(ba) khai/addhiija viliiya-samnäha vijjähara-pahu ti du vi | Cavdavega-siri-
Bhävuvegaya ||
khayar’indiija te$a saha | dhukka1 niyaya-sennepa samgaya, |j
kim tu kha$e$a vi dö vi ti$a | Asauivega-(kha)yareua j|
haya-vippahaya vihiya ghaija va | jhanjhä$ila2-pasare;ia. j, 652 n


Text. v. 644—662.
49
tayapu näsira-senna bhajjanta | te do vi nirikkhiupa | kumara-varipa akhalanta-pasaripa |
eniä bhäyaha! niyaha khapu! | dalisu dappu imasu1’ tti bhapiripa
papnattihi vijjaha vasina | kaya-cauranga2-valepa ;
khagga-khapakkhana3-rava-khuhiya- | padivakkhiya-khayarepa4 || 653 ?
nisiya-karayala-kaliya-karaväla- | (la)ya-niddaya-niddaliya- | sattu-kumbhi-kumbhayada-
lakkhipa ||
dhanu-janta-vimukka-sara- | nihaya-bhadipa rapa-magga-dakkhina
churiya-gliäya-pasariya-ruhira- | chada-aruniya-gayapepa |j
niuggara-pahara-vipiddaliya- | uttimanga-suhadepa | 654 ji
satti-bhallaya-sella-vavalla- | näräya-bhusupdhP-gaya- | vajja-cakka-kattariya-kuntihT2 |,
nihapantina kariMuraya- | suhacla-sattha bahuviha-vibhattihi
uvasähiu khapa-mettipa vi | Asanivega-khayarindu. ;;
tayanu su parivipphuriya-Kuru- | vamsa-gayapa-rayap’indu , 655 j.
khayara-viyariya-rahavarärüdhu | sura-nahayara-tarupiyapa- | mukka-pancaviha-kusuma-
vutthiu ||
sa-parikkama-sura-asura- | khayara-suhada-mapa-janiya-tutthiu ||
bhuvap’abbhantaral-vittliariya- | niruvama-kitti-kalävu ||
pattu taliim ciya dhavalahari | pasariya-mahurälävu3. || 656 ||
tayapu takkhapi vinaya-papayähä | guru-harisipa pulaiyahä | dhamma-kamma-nimmala-
vivegahä ||
dupham pi khayara-ppahuhü | Capdavega-siri-Bhäpuvegahä ||
vayapipa niya-daiyau duvi vi | gheppinu Sanatukumäru ||
siri-gandhavvapurammi gau | (riu-niva)-kula-samhäru. || 657 ||
aha anukkama-gahiya-nisesa- | vijjähara-rajja-siri | phuriya-garuya-khayarähivattanu ||
uvasähiya-vijja-saya- | sahasu panaya-icchiya-payacchanu ||
Capdavega-khayarahivina | bhapiu iyara-diyahammi: ||
cehu bhuvapassu vi icchiyaT | pürasi tuhü hiyayammf. || 658 ||
ctä pasiuna maha vi1 eyäu | saya-saipkhau kannayau | samagam-eva paripeu sämiu, ||
taha gepliau rajju2 ehu, | hau3 havemi jaha mokkha-gämiu; ||
jamhä ettiu kälu iha | thiu tuha maggu niyantu ||
rajja-dhuramdharu kö-vi niya- | nandanu anirikkhantu.3 || 659 ||
cjam-iha pattau äsi aisaiya- | niya-napipa mupiya-jagu | Accimäli-abhihäpu mupi-varu; ||
tina akkhiu: Ccakkavai | Asasepa-kula-gayapa-sasaharu ||
tuha kannahä saya-samkhahä vi | höhii piu jaga-säru ||
Bhänuvega-dhüyahä vi su ji | piyayamu Sapatukumäru.” [| 660 ||
ctasu pasäipa tuhü vi niccintu | sa-kudumva-rajjahä visai | höu hösi saddhamma-sa(ha>pu.’ ||
tä jampiu maT: eka(ha)su, | sähu-vasaha! tasu mupapa-kärapu! ’ ||
tä äitthaü mupi-varipa: | cjö turaina hariüpa ||
pädijjihii1 mahädaihi, | tattu vi äpeüpa || 661 ||
eecira-samajjiya-sukaya-mähappa- | äyadda-uttima-cariya- | vijiya-jagipa uciyatta-dakkhipa ||
Mäpasa-sari puvvisai | karayalena Kamalakkha-jakkhipa, ||
Asiyakkhaha jakkhaha niyaya- | riuhu ju hapihai dappu, ||
sö jäpijja niya-duhiya(hä- | hi)yaya-ppiu aviyappu.” || 662 ||
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh.
7


50
San a tku m aracari ta.
rbhapiu maT: eaba (kirn) nu, muni-näha! | nara-rayanaha tasu vi Asi- | yakkha-jakkhu
sö huyau vairiu?’ ,
tä sürina bhaviu: cna$u | appu ceva suha-asuhaya-(ca)riu J
jäyai1 (sa)yalassu vi jayaha | subi sattu va jiya-löi. :
ettha vi, khayarähivai! tubü | heu imo cciya jöi.” 663 J
tahähi: | divi ettha vi Ka$ayapura-nayari j niya-teya-nijjiya-taravij phuriya-kitti padivakkha-
kha^ida^u I'
pa$aya-ppiu däna-rui | dhlra-cariu dunnaya-vihandaiju >j
säraya-rayapiyara-sarisa- | bahu-gu^ia-rayaija-nihänu ||
äsi narähivu jaya-payadu | Vikkamajasa-abhihänu. 1 664 ij
tasu visappira-kula-pasüyähä | sara’indu-ujjala-jasahä | kunda-kaliya-sama-danta-
pantibT -i
viyasanta-muha-pankayahä | uttasanta-sisu-hariua-nettihT1
anteuriyahä Rai-samahä | viddhuhT ya saha bliujantu p
nivu citthai visaya-suhäT ; x x x x x x x x x 665
tahT vi dhaija-kana-rayana-kalahöya- | samuvahasiya-Vesamava- | vihavu nayara-nara-
pavara-buddbiu
sasi-nimmala-niya(ya)-guxia- | vas’uvaladdha^jasa-kitti-riddhiu ,
niruvama-rüvu thira-ppagai | igu sattäbaba puttu
äsi pasiddhau dharaniyali | nämipa Nägaddattu. | 666 H
tasu vasumdha(ra)-pavara-singära- | asavaijnaMäyaxiiia-nihi | mahiya-deva-guru-päya-
pankaya
nava-jovva^a taruna-mana- | rayapa-harai?a-vihi-vigaya-sankaya
miu-bhäsira2 tbira3-cankamira | guru-guxia-rayaija-samiddha -j
hiyaya-ppiya piya äsi jagi | Vinhusiri4 tti pasiddha. | 667 •[
iyara-väsari räyavädiyaha1 | gaccbantau dharanivai | vihiya-cäru-singäru maggina
avalöyai Vinbusiri2 | vijiya-tiyasa-sundari nisaggina. j
aba tad-damsani takkhanipa | pasariya3-guru-Kandappu
vihuriya-angövangu pari- | cintai viviha-viyappu: 668
cjai na bbujjai visaya-suhu ajju | saha sasahara-vayaniyae | jiya-Raie tarunie eie, |j
tä mannaü appu maya- | nivvisesu samgahiu araie.
düri vasantai vallahai | na havai maiji samtösu, ;j
cakku duhijjai ravi-virahi: | tabT ku-vi1 annu kT2 dösu?’ 669 |
aba niuttihT naribT sä väla | neyävi$u niya-bhavani, | nivipa viviha-padivatti kärivi, „
anteuri parikhiviya | cjaya-pahäva eha5 iya viyärivi, ||
pattävasari pavattiupa | Vi^hussiri uvabhutta |
taha, jaha Maya^a-huyäsavaha | samiya kaha-(vi) samvutta. i 670 j
aha nisämiya - nivai-vuttantu | alahantu maggantau vi | Nägadattu niya-piyaha1
virahiria j;
suhi-sayaijihT püriu vi | sa-gharu muviru uvvasiu bhüina, :j
söijjantau sayaravabT(I), | khalihT khalikijjantu2 jj
niru paricitthai kaha kaha na | nayari asesi bhamantu3. || 671 ij


Text. v. 663—680.
51
galiya-pariyaiju1 caiya-suhi-sayaiju | sampiniya-pisuKia-ma^u | daliya-ma$u paritaviya-
sajjaxiu I'
sampivdiya-climbhayariu | catta-päpa-bhöyapa-vilevauu
‘Viphussiri! tuhu kahi gaiya | caiu mamam?’ ti bhavantu j‘
dit^hau Vinhussiri-juiga | nivaiua kaha-vi bhamantu. 1^ 672 ;•
na u$a kaham-avi nivida-nehegia | parimukkiya Vi^husiri. | aha kayävi haya-vihi-
nioiva j
niva-daiyahi s6(ri>yahT [ amarise$a ösaha-paöina
sajjana-garahi(yai)va pari- | ujjhiya-bhög’uvabhöya i
sä pattiya pancattu lahu | vihaliya-ihaparalöya. !i 673
aha narahivu tie virahe^a | parisunnau tihuyai^u vi | mannama^u takkha^i1 vi mucchiu ||
taya(va)ttha-Viuhussirihi | uvari padiu parimauliy’acchiu. ij
aha ähäviru2 mantiyauu | vilaviru nayara-pahaiju ii
kuvai cigiccha narähivaha | pasariya-söya-nihänu. • 674 r
nivu vi kim-ci vi patta-ceyannu | uvaladdha-bahuyara-asuhu | phuriya-garuya-viyalatta-
vaiyaru
kha^iu utthai, khanu suyai, | khaiju hasei, kha$u ruyai1 duhayaru; |-
daiyae punu akunantiyae | na kunai bhöyaiju kim-pi, i'
navi ya vimuncai piyayamaha2 | tasu samnihi Tsim-pi, ; 675
navi ya chiviu vi dei iyarassu. | tä sacivihi1 mantiupa, | kaha-vi ditthi vancivi
narindaha,
uppädivi Vii^husiri | khiviya niu($a) majjhammi viviijaha. ji
tä aniyantau niya-daiya | bhöyaiju2 jalu vi na lei, |!
amsu-jalavila-nayavu nivu | Vikkamajasu vilavei. =i 676
aha cnarähivu sa-piya aniyantu | mä mariha? iya samagu | saciva-jaijii^a sayaleija
mantivi <;
ckäyavvau jaha kaha-vi1 | satthu hiyau pahuhu’ tti cintivi ||
bhaniu namevii^u naravaraha | purau: cdeva! pasiüija j;
bhoyaiju2 kunasu pasanna-maiju | niya-piyayama datthuva!" || 677 |
tayaiju ckahi kahi, kattha katth’atthi | sä sasimuhi ViflLhusiri1 ?* | iya bhaijantu utthevi
naravaru
vayave^a sacivahä cadivi | turai gahiya-niya-sara2-pariyavu3 ’
pattu taijjaha4 langhaijaha | anti, cauttha-dinammi }!
jattha khiviya5 sä5 Viijhusiri | citthai, tattha va$ammi. |i 678 H
tä nirantaru püi-pabbhära j kimi-samkula-sayala-ta^u | käya-saha(sa>-parivihiya-bhöyapa ||
XXXXXXXXXX I XXXXXXXXXXXXXXll
vigaliya-dasana-karäla1-muha | püi-gandha-vibhaccha
dittha narindii^a Vivhusiri | vihaya2-sahasa-padihaccha. 679 !
aha narahivu phuriya-veraggu: | cdhisi jie nimittu1 maT | sila-rayanu lilaT kalankiu, ||
paricattu kulakkamu vi, | suyaija-vaggu sayalu vi dhavakkiu,
abbhuvagaya2 pägaya-kiriya, | vitthäriya avakitti, ji
bhuvaiji vi appu vigöiyau, | tasu erisa (huya) mutti’ , 680 |;
7*


52
Sartatkum aracar it a
iya (vi)cintiru rajju panjaru va, | suhi-sayana1 vi bandhana va, | visaya-suhu vi visa-
vidavi-phalu iva, i
täruppu vi jalaMavu va, | jiviyam pi kari-kalaba-savapu va |
tarupiu duggai-saraniu va, | biyau vi suradhapuhu vva, jj
viggahu sayalävai-gihu va, | piya-sangu vi asuhu vva, j| 681
dharivi hiyaipa muniya-paramatthu, | nisesu vi paribarivi | bhapiya-vatthu-vittharu
khapaddhina,
sa-kudumvaha sayalaha vi | karivi suggu1 sab a rajja-riddbipa, , !
gantu tahaviha-mupivaraha2 | purau phuriya-römancu ;i
gepbai3 carapu narähivai | avagaya-päva-pavancu. j 682 j|
tayapu nindai päva-kammäT, | padivajjai guru-bhaniu | päyachittu, tavacarapu sevai, !j
apusilai muni-kiriya, | mupai sayala-satth’atthu kevai1 ij
taha, jaha jäyau airina vi | duviha-samahigaya-sikkhu j1
apucariy’antima-sayala2-vihi | sahalikaya-niya-dikkhu. ’ 683
khavi(vi) garuyaru pavaJ-pabbharu j uvasamcivi sukaya-bharu | pariharevi tapuihu’uräliu jj
taiyammi sura-gbari gayau. | Nägadattu punu duha-karäliu !;
samuvajjiya-guru-päva-bharu | pasariya-duha-pabbhäri
(cavi)vi cauggai-bhava-gahapi | nivadiu2 bhava-kantä(ri). 684 !|
aha thii-kkhai sukaya-kaya-rakkhu | so tassu surälayaha | cavivi pavara-väsara-
muhuttina |
siri-Vikkamajasa-tiyasu j nayari Rayanapuri suppavittina !
sivipa-saipa uvasüiyau I kasu-vi mah’ibbhaha puttu
jäyau kaya-suhi-sayapa-suhu | vahu-lakkhana-samjuttu. 685
tayapu japaipa sivipa-apurüvu | Jipadhammu iya nandapaha | dipnu nämu garuyaripa
riddhina. ;
kama-jögina välagu vi | sahiu saraya-sasi-suddha-buddhipa ,
gurubu pasäipa1 pattu lahu | sayala-kalöyahi-päri, i
taba sampäviya-jasa-pasaru | jina-säsapaha viyäri. 686 |j
« käla-jögipa kitti-sesatti | sampannai tap-piyari | milivi1 sayala-sajjapina so jji ya
tam-mandiri pahu vibiu. | tayanu tena uvaladdha jacciya |
guru-gupa-dbamma-samajjipiya2 | mahiyala-payada-payäsa |.
niruvama-kitti-purandhi niya- | paha-papduriya-dasäsa. !| 687 |j
ettha antari bbamivi samsäri | (siri)-Sihaurammi puri | Nägadatta-jivu vi sa-kammipa ||
uvavannu1 tahävihaha | kasu-vi diyaha gibi putta-bhavipa :|
köhapa-pagai sa-macchariu | avihiya-sa-kuläyäru jj
Aggisamma-nämipa payadu | amupiya-bhaviya-viyäru. 688 i|
aba tahäviha - guruhu paya-müli | pariväyaga-vau gahivi | pariyadantu vasuhahä
samaggahä j|
niya-dhammipa patta-jasu | majjhi väla-tavasihT udaggaha ||
vihihi niöipa Rayapaura- | niva-bhavapammi pahuttu. ||
aha Naravähapa-naravaipa | nisupivi tav-vuttan(tu) || 689 ||


Text. v. 681—698.
53
bhaijiu: ‘maharisi! kuuasu tuhu ajju1 | maha mandiri päranau!’ j taya^iu te$a välaya-
tavassipa ||
bha^iiu: ‘narähiva! päranau | tuha ghari karisu avassu, ||
mahiyala-gayaha ahömuha(ha) | variiyaha jai eyassu’ || 690 ||
'thavivi1 patthihT2 kamsa-pattie | (u)vh’ui;iha3-päyasa-asapu | desi, jam-iha maT ajju erisu ||
gösammi vi ayari$a | gahiu niyamu citthei asarisu\ ||
aha naranähina vihi-vasiua | nivvandheua4 Ji^iadhammu j:
bhaflivi ai?icchantu vi kaha-vi | käräviu tam kammu. |i 691
taya^iu agahiya-nämu su hayasu | u^h’uxiha1-päyasa-asa?LU2 | saijiiu saniu3 bhunjai
pahatthau4;
Jipadhammu vi tab-bhaijiya- | vihiija suddha-mahiyali nisa|thau |:
patthi-nivitth’unh’u£hayara- | kamsa-patti-däh’attu /
jäyai5 bhava-uvvigga-(mai) | (vi)mala-vivega-pavittu6: i| 692 i[
cahaha ari jiya! karisi ma1 rösu1 | iyarassu kassu vi uvari! | vihi-vasena ku va ku va
na pävai j!
bhava-vivipi duhävaijai | mana-agöyara viviha2 (vi) ävai?
niya-suha-asuhaT puvva-bhava- | samuvajjiyaT caevi r
kö geijhai jasu avajasu va | bhaddu abhaddu va devi?’ ;; 693 j
cjalira-mandira-sarisu samsäru1, | niruvaddavu mokkha-puru, | duhaya visaya, suha(ya)-hiu
siva-pahu, i
tanu cancalu, dhammu thiru, | suha(ya)u guru, khalayai^u duhävahu,
appu vi aniyantiu pisuiju, | suniyanti(u) su ji mittu. |j
tä, jiya! vattasu iyar’uvari | räya-ddösa caittu!' j 694 j
jalahi-suragiri-gahira-thira-maijaha1 | iya tassu vicintiraha | so hayasu välaya-tavassiu !|
aimantharu bhunjiu^ia | unha-unhu param’annu harisiu !|
setthihi pitthihi kahakaha-vi | ja uppädai patti, J|
tä ukkhicliya sa ruhira-vasa- | mamsa-nhäru-juya tti. || 695 j
‘ahaha dhisi dhisi päva-tavasiijia | kiha enam dhamma-nihi | purisa-rayajiu erisu
vidambiu ||
nikkärani, nivaipa vi | kiha akajju ehu vi karäviu? J
nahi paralöi vi niya-kayahä | suha-asuhahä samsäri j|
chuttijjai1 (guna)-guruehT2 vi | visama-vivägi asäri.’ 696
iya nisämiru deva-guru-vayana- | paramämaya-sitta-tavu | räya-dösa-parihariya-mäijasu |
ägantuna niya-bhavavi | bahu-duh’attu niya-kajja-analasu,
melivi sanghu1 cauvvihu vi | taha suhi-sajjana-löu, ;
vihiuna puya-sakkäru tasu | sö niya-kula-ujjöu, || 697
karivi1 niya-ghara-suggu2, suhi-sayana- | dha$a-dhannu pariccaivi, | dharivi hiyai ji^ia-
näha-säsariu3, j|
padivajjivi vira-cara^iu, | gantu girihT, ge$hevi4 a(va)sariu, j
puvvu-disihT ussaggi thiu | gamai pa^arasa di^äiji, j|
iya sesäsu vi tisu disisu | pihu pihu pannarasä^i i| 698 ij


54
Sanatkum aracarita
iya du-mäsiu uggu tava-kammu ! aidukkarataru karivi | dhanka-kanka-vaga-uluga-kägihT ||
sincäfla-sigäla-viga- | vaijabiräla-bhallunki-supagihT
khajjira-patthi-paesu sura- | sihari-sihara-thira-cittu ;
marivi su huyau surähivai | Söhammammi pavittu. H 699
su vi tahäviha-niyaya-duccariya- | parikheiya-suhi-saya$u | väla-kiriya-parisilav’ujjau ||
vuha-vaggiija avaganiu | marivi niyaya-dukkaya-viijjau !'
Aggisammu Söhamma-sura- | mandiri Tiyasindassu i
Eräva(i^u väha)nu huyau | (va>si^a sa-kaya-kammassu. || 700 i1
patta-avasaru vihiya-singäru | abhiögiya-sura-gani$a | niau purau Tiyasähiräyaha. ||
tad-damsavi kari-varu vi ] anusarantu garuyara-visäyaha ||
cikkärä(ra)va-bhariya-disi | tasiu payattau jäva,
vajj’ankusa-karu tiyasa-pahu | tahT1 ärüdhau täva. 701 H
tayanu dugunihuyau kari-räu ! Tiyasindu vi duguna-taiju, | cau-sariru aha hatthi-nähu vi ||
sura-sämi vi cauguniu, | tayayu atthaguija hüya te du vi;
kim bahuina, taha suiru (pari)' | kheivi garuya-visäi j
ärüdhau Tiyasähivai | taiyahä tahT kari-räi. 702
iya nirantaru tesi doriham pij Tiyasesara-gayavarahä | phuriya-garuya-suha-duha-visesahä||
suir’ajjiya-niya-niyaya- | kamma-vasipa gacchanta-divasahä 0
puvvayaru vi kari-varu caivi | padiyau bhavi caurangi >
dhammiya-jana-ukkampa(yari) | pasariya-duha-savv’angi. 703
Tiyasasämi vi cavivi thii-khaina | siri-HatthiijagappurihT | Asasefla-meipi-mayankaha
Sahadevihi piyayamaha | kucchi-kamali auahuya-kalankaha p
caudaha-sivin’uvasüiyau | huu guija-rayaua-nihäuu
nandaxiu bhuvauä^iandayaru | Savatukumär’abhihäuu. 704
bhamivi caugai-bhava-ara^uammi | vahu-bheya-paripphuriya- | jamma-maraua-sahasihT
kayatthiu ||
vilavantau parivasiu | däsa-pesa^adhaijatta-dutthiu ||
tärisaya(ha) kammaha vasina | abhihäuina2 Asiyakkhu ||
huu Veyaddha-mahägirihT | Erävana-jiu jakkhu. || 705 ||
iya samäsi$a kahivi1 vuttantu | tuha2 santiu muui-vasahu | (Accimäli) annattha vihariu.'}
tuha antaraväsa-kai | Bhäpuvegu pu$u gahivi kumariu ||
maha vaya^ii^a Mä^asa-saraha | saviha-desi gantüna ||
thiu Piyasangama-nämu puru | sura-pura-samu raiüi?a. || 706 ||
tayanu taiyahä taha tumam teija | parineviu attha niya- | duhiya, kim tu ctuha päya-
juyalaha ||
patthävi^a1 seva hau | karisu’ dharivi ihu majjhi hiyayaha ||
taT millevi^iu2 ekkalau | Bhä^iuvegu niya-thäui ||
gau; tä, pahu! marisijja tuhü | ihi avaräha3-payäiji!’ || 707 „
Caijdavegiua bhanivi iya kumaru | parineviu vitthariija | kannayähä taha sau a^üpaü.
tä bhunjai visaya-suhu | garuya-(pava)ra-rajjina sava^iaü. I!
Caxidavega-khayarindu pu$u | saku(dum)ba vi niya-riddhi ||
Sapatukumäraha dei lahu | säraya-sasi-sama-suddhi. }' 708 |j


Text. v. 699—718.
55
aha tahäviha-guruhu1 paya-müli | vijjähara-cakkavai | ehu garu(ya)-cärittu sevai.
iya gacchai kälu ku-vi. | kumara-varnja pui^u ajju.kevai
amhahä purau samaggahä vi | samlattau2 eganti: i;
jaha ‘kilaija-kai eha lahu | Mä^asa-sara-sämanti! ’ 709 ||
tä Suriandä-pamuha-daiyähi | särepa ya pariyarina | vihiya-sevu iha ajjauttau ||
jäv’ ägau, täva nara- | raya$a! paccha tarn pi hu pahuttau.’ — ||
etth’antari kayaliharaha | viyasiya-muha-aravindu ||
utthevinu niharai1 Kuru- | vamsa-gayapa-rayan’indu. || 710 ||
tayaiju dö vi hu vihiya-takkäla- | päugga-vihäija lahu | jaijiya-saya^a-apanda-vitthara ||
puvv’ajjiya-tisayagiri- | tunga-pupna-pabbhara-sundara ||
bhuvan’abbhantara-vitthariya- | nimmala-kitti-kaläva ||
siri^Veyacldha-mahägirihT | gaya ti (vi) sarala-sahäva. || 711 ||
tä visesiva khayara-senisu | dösum pi savväyari$a | niyaya äria airiija payärivi ||
panamantahä nahayarahä, | uciu rajja-ahiseu kärivi, |j
paririevinu nänävihau | vijjähara-kumariu, ||
aha (da)ppina viyasiya-muhiu1 | gheppiriu anteuriu2, || 712 ||
Sura-naravai-ta$aya-va(ya)neiia | nisunevinu, cjaha ja^ani- | (jaijaya)-saya^a citthanti1
dukkhipa2, ||
äüriya-gayanayalu | viviha-khayara-khöninda-lakkhina ||
niya-mähappu samaggaha vi | jayaha2 majjhi payadantu ||
Sapatukumä(ru kumä)ra-varu | Hatthi^agapuri pattu. || 713 ||
tayaiju saharisu jaijani-jä£ayähä| ahiijandai paya-kamala, ] kui;ai garuya-padivatti saya$ahä,|:
sambhüsai papaiyana, | jauai tösu jaya-jantu-suyanahä1, ||
saviha-nivesiya-Süra-suya- | vayauina niya-vuttantu ||
janani-jaxiayäiya-janahä | kahai sai-pajjantu. || 714 ||
aha nihittu va amaya-kumbhammi11 päviya surataru-varu2 va | giha-pasüya-vara-kämadheflu va'
uvaladdha-cintämani va | cakkavatti-rajjähisittu va ||
Asasepa-vasuhahivai3 [ niya-suhi-sayana-sameu ||
cintai pasariya4-harisa-bharu | vilasira-garuya-viveu5: || 715 ||
cahaha dlnrihT sukula-uppatti ] accabbhuya-rüva-siri I jiviyavvu uvasagga-vajjiu j|
papdiccu jay’abbhahiu | viula-bhöga-dhanu sa-bhuya-ajjiu ||
rajju jayassa camakkayaru I kitti parakkama-sära ||
labbhai1 dhamma-vasiija bhuvani | vilasira-guru-vitthära/ j| 716 ||
iya vicintiru garuya-cadayaripa | kärevi vaddhäva^iaü | niya-purammi sayalammi
nivaiva, ||
niya-rajji nivesiu^a | kumara-rayanu pasaranta-riddhipa, ||
anujänävivi suhi-sayava, | guruya$a-bhatti karevi, ||
cäraya-vandha vimöiuna, | jiria-vara sakkärevi, || 717 ||
kasu-vi tärisa-guruhu paya-müli | bahu-naravai-suya-sahiu | sadai(ya)u vi vissambharähivu1
nisuxievinu dhammakaha, | hiyai dharivi jina-vayanu kaya-sivu, ||
samsäriya-suha-viraya-manu | padivajjivi cärittu, ||
Asase^a so räya-risi | sugaihT2 gayau pavittu. || 718 ||


56
Sanatkumaracarita
käla-jögi$a puija sa-upijehT | Bharahesara-cakkavai- | vihina suhina chakkhanda-
vasumai ||
uvasähiya ai^ukamina | varisa-sahasa-kälammi aigai ||
bahuviha-samara-vasumdharaliä | pa(sa)ri(ya)-kitti-jaexia ||
Sapatukumäriija sa-bhuya-bala- | päviya-abbhudaena || 719 ||
aha Suijandä-näma-tln-rayana1- | pamuhäna jay’abbhahiya- | piyayamäna2 causatthi
sahasahä j’
accabbhuya3-bhuya3-valahä | naravanja vattisa sa(hasa)hä
sindhura-turaya-rahähä pihu | pihu cauräsi lakkha
nava nibi caudaha (vara)-rayaija | icchiya-viyarava-dakkha. || 720 |[
suira-samciya-sukaya-jögepa | iyarö vi Bharahähivai- | uciu vihavu airiija samajjivi ,
sampattau niya-(naya)ri | kitti-daiya daha-dihi visajjivi.
etth’antari söhammii^ia | Suraräina sänandu
ditthu tahäviha-siri-suhau | Sanatukumäru narindu. ' 721
tayanu säyaru bhaviu Vesamanu: | cmaha vayanii^a1, bbadda! laliu | purau gantu
Sahadevi-tauayaha2 '
cakkissu3 cautthayaha | söla-sahasa-vara-jakkha-panayaha j
Sanatukumäraha ehu maha | kösalliu viyarejja4,
taha tuhü5 tasu cakkähivai- | rajj’ahiseu karejja!’ ii 722 ’•
tä kayatthau (a)ppu mannantu | äesiva niya-pabuhu | turiu turiu saharisu gamippi£U, ||
sihäsaxia-vara-mauda- | häral-(düsa)-rayanäT gheppi^iu ||
kupdala-cämara-päuyahä | jugalaT taha vanamäla
päyavidba-rayanixia sahiya | vilasira-sirihi vaväla2, 723
gantu Gayaura1-nayari Kuru-vamsa- | jasa-kalasaha paya-purau | vinaya-namiru Vesamanu
jampai: 1
‘söhammiya-Suravarixia j pesiu mhi tuha purau2 sampai; |
taba kösalliu divvu ebu j pesiu tumhabä joggu3; ;]
käräviu pui^u cakkavai- | rajj’ahiseu udaggu? i. 724 ,
cjena pacchima-jammi kila jattha | sura-mandiri äsi tuhü | garuya1-riddhi-vittharu
Purandaru
Söhanimi, tahim pi ihu | huyau eijhi sura-niyara-sundaru. i;
iya tuha guru-vandhava-maihi | kärävai padivatti, ||
taha (maha) muhiva mahäyari^ia | tumha payäsai bhatti.’ || 725 ||
. iya suijLeviiju cakki pariösa- | viyasanta-vayan’amvuruhu | kösaliu sayalu vi paclicchai, ,|
Vesamai^aha1 pu$u pavaru | sa-savihammi2 äsanu payacchai. ||
ettb’antari suru Vesamanu | abhiögiya-tiyasehT ||
jöyava-mahihT samuddhariya- | raya-kayavara-taxiaehT3 || 726 ||
vaira-maragaya-pulaya1-veruliya- | sasi-surakanta-ppamuha- | pancavanna-rayanihT2
nimäviu2
niya-kiravihi3 avahariya- | timiru4 raya$a-5pidhaü karäviu, ||
tad-uvari niruvama-niya-mahima- | nijjiya-tiyasa-vimapu ||
ahiseyaha6 mapdavu vihiu | tihuyapa-sirihi nihä^u. || 727 ||


Text. v. 719-736.
57
tassu antari puvva-disa-(sa)muhu | sihäsanu1 samthavivi, | payavidhu tahT2 purau
tkävivi, ||
suniukutti^a nara-rayanu | pavaya3-puvvu asa^ii nivesivi, ||
aka khiroya-mahoyahihi | mavi-kancapa-kalasehT ||
änevivi nimmalu salilu | abhiögiya-tiyasehi || 728 ||
tayavu Mägaha-Ganga-Varadäma- | pamuk’uttima-tittka-jala- | kusuma-gandka-ösaki
gahevinu ||
cjaya jaya ciru nara-raya^a1 I makiyali!5 tti pufliu puiju bka$e(vivu) ||
vijjhähara-nara-sura-ganihT | mangaliya padhijjanti2, ||
maggaija-sayafla-kimicckayaka | icckiya viyarijjanti. || 729 ||
padaha-maddala-tilimä-dhakkähT | kamsälaya-tälavara- | vamsa-vepi-kähaliya-vukkahi ||
vajjantihT padu-ravi$a | karadi-bkambka-seriya-kudukkaki ||
nattärambhi pa^acciyahi1 | tahT1 ägantu kha^e^a2 ||
Rambha-Tilottima-UvvasihT | Surasämihi vayaijena |, 730 ||
aimahanti^a vihava-jöe;ia | cakkahiva-rajja-ahi- | seya-mahima Vesama^u viraivi ||
uvasähai Suravaiki | purau puvva-vuttantu sayalu1 vi. ||
Sariatukumäru vi nara-raya^u | päviya-cakkavaittu2 ||
uvabkunjai ckakkkanda mahi | asama-suhämaya-sittu. || 731 ||
avara-väsari saparivärassu | Söyämi$i-nädayaha | ranga-majjhi saharis’uvavitthaha ||
kaya-bhüsana-sayalal-ta$u | tiyasu egu Isä^akappaha ||
niyaya-pakä-pasar’uvakasiya- | sesa-tiyasa-tai^u-kanti ||
kajja-vasi;ia sampattu Sura- | sämiki savihammi tti. || 732 ||
aka Surindiria vikiya-sakkäru | parisähiya-kajja-vihi | niyaya-thä^i so tiyasu pattau. ||
saviyakku sökammiiki1 | surikT2 tayanu Tiyasindu vuttau: ||
jaha ‘paku! ei$a sura-variija | pasariya-teya-bharähä ||
niya-tavu-kantiija paka3 kariya | savvesim pi surähä. || 733 ||
tayaiju1 pabka^iu Tiyasanäheua: | cnanu eiija puvva-bhavi | viula-bhava-suddhiija
pavittiria
samciwu ayamvilaya- | vaddhamaiju tavu ega-citti$a, ||
iya ta(va)-teina2 ihu | asarisa-kanti-kalävu ||
huyau tiyasu Isäija-sura- | pahu-sama-siri-sabbhävu. |, 734 ||
puna vi pa^iamivi bhaijiu tiyasekT: | cpaku ! pasiya, kahesu napu | bhuvapa-majjhi kim
kasu-vi annaha ||
eyärisa-teya-siri | atthi ettha cira-cinna-punnaha’? „
isi hasevinu Suravaijia | tayavu bka^iu: cna^u hanta ||
eyaha pui^naT käT ka va | teya-ssiri vilasanta?’ || 735 ||
cka va avaraka tijaya-rangammi | vilasantaha khayara-sura- | asura-pakuhu sayalahä1 vi
miliyakä1 ||
puvv’ajjiya-tava-siri va | deka-paka va ja maxuiya-mittaha ,|
Asaseua-kula-kamala2-sara- | sandaha kalahamsassu ||
Sanatukumära-naräkivaha | sasahara-vimala-jasassu ? ’ 736
Abh. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. XXXI, 2. Abh.
8


58
Sanatkumaracarita
ettha antari Tiyasapahu-sahaha | majjhammi vi sura-kumara | donpi kim-ci samjäya
macchara ||
cnapu mäpava-mettayaha | ehu1 ghadai2 kaha?’ iya vicintira ||
Tiyasaräya-vayana-ssavapa- | samapantaru pasaranta ||
kupahi sanka patthuya-visai. | tayapantaru türanta || 737 ||
tiyasa-sattipa1 vaduya-rüvepa | siri-Gayaura-nayari2 lahu | patta. tayapu dövärapälipa ,j
sambhäliya3 dö vi tasu | cakkavaihi te (a)ira-kälipa, ||
tayapu pavesäviya4 lahu vi. | javapiya-antari(e)pa ||
takkhapu Sapatukumäripa vi | käriya-majjapaepa ' 738
bhapiu: csähaha, kepa kajjepa | iha ägaya tubbtH?’ aha | bhapahT harisa-viyasanta-
löyapa ji
lahu javapiya-antaripa1 | dittha-calapa-angu^tha vambhapa:
jaha: ‘pahu! tuha rüva-ssirihi | avalöyapa-kajjepa
düraha ägaya amhf. aha2 | jampiu2 cakkaharena: || 739 i
‘ehu jai, tä tumhi avaraphi | ägacchaha ruaha purau | dö vi, bhadda! atthäpa-mapdavi, ||
jiha pecchaha mal vihiya- | savva-anga-singäru pupar-avi?
iya cakkähiva-bhäsiyau | supivi tiyasa te täva |
gamahT kahim-ci vi, cakkavai | sahahä valsai jäva. sj 740 ji
aha padhantipa vandi-vindepa, | gäyantihT (gäyanihT), | naccirehT nada-natta-jallihT, ||
kijjantihT mangalihT | akaya-sukaya-japa-hiyaya-sallihT,
maggana-sayahä map’icchiyai | viyarijjantai däpi ;|
cakkapahu-niyattiyai (a)i- | saya1-majjapaya-vihäpi |j 741
sankha-saddipa mupiya-majjhanni11 bhamkäri-bheri-ravina j väratarupi-kahiyammi avasari,
visantai tura-ravi, | sevagammi gacchanti niya-ghari, i
naccana2-nada-nattäraihT | niya-niya-thäna-gaehT, !!
sayalehT ya ahigäriihT | kheya-vipöya-raehT 742
lahu milantihT dhävamänehT | padisavaniya-mäpavihT, | vajjirehT avasariya-sankhihT,
parisöhijjantiyahT | atih^-sattasälahT, asamkhihT
aggäsapi gaya2-vambhapihT | sajjikijjantehT,
kivipänäha-vapnnagahä | bhattehT dijjantehT3, j 743
väratarupihT säravijjanti | niva-bhöyapi, vejja-(vara)- | mantatantaväihT1 pahuttihT,
bhunjaya-japi ägayai, | bhüya2-deva-ähuihT huntihi, !
turiu3 caköraya-panjarihT | samcärijjantehT, •!
väyasa-pipdihT taru-sihara- | phalangi khijjantehT, ' 744
säli-siharipi-süva-pakk’annaj mahu-sappi-timapa-dahiya-j duddha-pannarappayal-suvanjapa i
mahur’a(mla)2-kasäya-kadu- | titta-lavapa-rasa bhuvapa-ranjapa |
nivai-niuttaya-mänavihT | rasavai suha-saya-labbha j|
nipphäiya airipa japi(ya)- | vuddhi-dhäu-samdabbha3 745
tayapu sakkara dakkha khajjüra1 | akkhöda dädima kalama | sali däli vanjapa-susakkiya
thayuuppalavappassiriya | suddhisevamöyagamurukkiya ij
vara sukumäriya sakkuliya | mapdiya bhudahadiyä ya j[
vejja-vihipa bhuujaya-juipa | cakkavaipa bhuttä ya. 746


Text. v. 737—766.
59
aha lavangaya-ela-pa^iasära- | janiviriya-jäiphala- | taya-tamäla- . . -jäivattiya ‘
kakkölaya-pügiphala- | nägavalli-kappüra^vattiya
jah’arihu viyariya sevayahä J namir’uttimaangähä. ||
tayapantaru ti^ia gahiya sa(T) | iya sayalahä bhögähä. ; 747
tayaiju migamaya-parimaruggäru | hariyam(da)va-ghusina-siri- | khapda-aguru-kappüra-
pankiva r
sayavatti-campaya-karuiji- | jai-kusuma-dava-parimal’ankiva ,
sukaya-viväga-sahassa-bhavu | karivi vilevapu angi,
ölaggävivi1 äharaija | sura-viiijxia savv’angi, !: 748
aha sahäviya-kanti-pabbhära- | avahatthiya-sura-asura- | tärayäli-sasahara-diväyaru
nimmä^aya-kamma-kaya- j sandhP-bandha-savv’anga-sundaru i
kaya-asarisa-singära-vihi | parihiya-deva-dugullu ||
vandi-vinda-ugghuttha-jasu | niya-pariyapa-sohillu 749
savva-avasari viula-atthä^a- | vara-ma^davi uvavisivi | niya-niutta-purisehi saharisu1 ||
saddävai cakkavai | vaduya2. te vi tahT enti asarisu
harisu vahantä niya-mavina; | kim puna cakkavaimmi
saccaviyammi visesayara3- | viraiya-singärammi: 750
rahaha dhisi dhisi virasu samsäru; | jam-imassu vi naravaraha | ettie vi antari imerisa i
samjäyai visama dasa | ja^iiya-suyaija-suhi-täva-pagarisa!’
iya paricintiya (tiya)sa du vi | lahu viyaliya-muha-chäya ■,
bhaijiya narindipa: ctumhi kiha | disaha haya-muha-räya ?’ !| 751
aha payampahT tiyasa: ‘cakk’inda! j kim na niyahi niyayatapu, | jam-iha äsi jö kanti-vittharu j
tuha majjapa^kali, su na | e$hi?’ tayapu sahasatti naravaru:
cna$u kim ei bha^ianti?’ iya | cintiru niya-ta$u jäva |j
niyai, nirikkhai masi-rasipa | öhaliyam piva täva. !| 752 u
taya^iu takkhaiju maiju samukkhivivi | chakkha^da-khö^iyalaha | navahä nihihT caudahahä
raya^ahä ||
vattisa-sahasahä garuya- | mauda-vaddha-naravaihT ai^ahahä
jakkhahä sölasa-sahasa-pari- | samkhahä äpakarähä [
causatthi ya sahasahä sukula- | vilayahä bhatti-parähä H 753 ;
catthiru jovvanu, dhai^u asähnju, | suhi-sayanu sa-attha-rui, | salila-bindu-cam(ca)lu sariru vi;
iya duha-paribhava-gahavi | ramai kiha nu iha purisu dhiru vi?’
iya cintiru uvvigga-maiju | gahiu-kämu cärittu ||
Sanatukumäru samullavai: | cbhava1-kantära bhavittu2 |j 754
cahaha aham-iha, bhadda! tumhehT | nitthäriu bhav’uyahihi | vitaha-rüva-ahimäga-dhatthau11
vuddittu mah’annavaha | majjhi devi niya dö vi hatthau.’ |!
tayaiju tiyasa vajjarahT3 ma^u | cakkappahu(hu) muijevi: ;
cdhannu3, mahäyasa! tuhü ji para, | jö ettiya-mette vi’ 755 |;
cviliya-kara$i caivi cakkittu | cäritta-gahai/üsuyau | huyau, jam-iha tuha ajja ya ||
samkanta pasa(ma)nti taiju- | majjhi röga ösaha-say’anjaya.’ H1
cnavu kaha jäijaha2 tubbhi’ iya | cakkavaiija putthammi
payadiya-rüvihT3 (surihi). Sura- | pahu-vaiyari sitthammi 756 1
8


60
San atk um aracarita
fahaha dhisi dhisi kamma-parinärau | ku-vi därupu bhuvapaha vi, ] aiva tuccha sampaya1
samagga vi, j
calu pariyauu, maiju athiru, | saraya-abbha-sama daiya-sanga vi,
tapu pupu ehu anattha-phalu | sayaläsuihT2 nihäpu,
avu(ha)-jauiya-parikamma-vihi | vitaha-rüva-abhimä(flu).’ 757
ejam-iha eyaha padhama-uppatti- | heu vi vivei-jana- | garahapijjau1, uvveya-kärapu,
pagaie vi niggupaü2, | navahT asui-vivarihT duhävapu |'
kappürägaru-migamayahä | vahu-bhög’uvabhögähä ’
ehu sariru vipäsayaru | duhayaru nissangähä/ ' 758 ,
csukka-söpiya-ruhira-vasa-mamsa- | majjäsui-püi-rasa- | mutta-anta-pitta-ppaläviu ||
nava-chidda1-malävi(la)ü | Vihipa asui-daliehi2 ghadäviu. >1
iya jaha paricintiyai (niya)- | taijuhu su(i)ttapu kim-pi, ä
taha tä disai asuimau | sayalu vi vivuhehim pi.’ 759
cjäva ajja vi sayapa sähipa, | jä Lacchi na pariharai, | jäva bhiyaga vattanti vasaga,
jä piya(ya)ma piyakariya, | jäva äpa khapdahT na angaya, ||
jäva na jäyai vihurayaru | tapu parinäma-asäru, |!
tä ku-vi kijjau dhamma-vihi | para-bhava-kaya-sähäru! ’ i 760
iya vicintiru Meru-thira-cittu | Kuru-vamsaha jasa-kalasu | Asasepa-naranähal-nandapu
ujjhevipu dhana-rayapa- | sayapa-suhada-kari-turaya-sandapu,
bahu-vitthariija pahäviu^a | jiijavara-titthu-pavittu,
Usahadatta-sürihi purau | padivajjai cärittu2. ' 761 H-
caha(ha) naravara! cariu apusariu | taT Bharaha-narähivaha | vasuha sayala lilai caintipa,
‘ärähiu jipavarahä | guruhu vayanu’ iya ujjamantipa’
iya uvavühira paya-namira | Sa^atukumära-mupissu
tiyasa gantu vaiyaru sayalu1 | sähaT Tiyasindassu. H 762
kim tu sajjapa te jji, ti ji daiya, | ti ji naravara, ti ji suhi, | te jji tapaya, ti ji niya-sahöyara,
ti ji sandaua, ti jji bhada, | ti ji turanga, ti ji gandha-sindhura,
te jji cauddaha rayana, ti ji | jakkhahä söla sahassa
putthi na chaddahT niya-pahuhu | Sapatukumära-mupissa. li 763 ji
cahaha sämiya papaya-kärupiya! | vilavantau bhiccaya^iu | sayalu ehu kiha uci(u u)jjhasi?
parivälasu kittiya-vi | diyaha! valivi emeva sujjhasi. ||
puvvim pi hu Bharahähivaha | Usaha-jiijinda-suyassu '
jäyaü kevala-näpa-dhanu | niya-(pa)ya pälantassu.’ 764
ckaha va bhuya-vala-daliya-riu-kulaha | tuha, näha! virahipa bhuvapu | viviha-khudda-
viddaviu havihai? ||
ku va asara$u vilaviraha | ephi1 tassu uvayäru karihai?’
(i)ya vilavanta paribbhamiya | sayala vi jä chammäsa
vigaya-ttäga a^äha pari- | millira guru-nisäsa, 765 ■
räya-risipa vi tiyasagiri-sihara- | thira-cittipa siha-ava- | löiepa vi hu ti na nirikkhiya. ||
tayaijantaru (ti) niya-niya- | thäpi patta accanta-dukkhiya.
räya-risl vi hu puvva-kaya- | bhögahaliya-kamm’anti
egägi ujjaya-hiyau | karani japiya-jamm’anti. '| 766 |


Text. v. 757—776.
61
vihiya-chatthaha tavaha pajjanti | gurul-vayaiiiija annayari | thani gantu2 viharantu
maharisi3
puvv’ajjiya-asuha-niya- | kamma-sesa-udayammi asarisi
göyara-cariyaha paribhamiru4 | kattha-vi bhavaiji lahei
chäliya5-takkina olliyau | cinäuru bhunjei. 767
tayaiju veyanu dähu ukköu | pu(uu veya)uu löyavahä, | kucchi-sülu, päummi arisaya, „
vacchatthali jöclu, kari | kampu, päya-mülisu1 rapphaya,
putti jalöyaru, kandharahä | ga\ida2-mäla khayakäla,
päubbhuya savv’angi puiju | kuttha-vvähi karäla. || 768
iya durantihT jiya-pajjanta- | samayävaha-duhayarihT | huyahT vahuhT annihi vi vähihT ||
sayalassu vi bhuvauayala- | javahu jai.iiya-guru-hiya(ya>-dahihT ||
Suragiri-cüla va avicalira- | mä^asu Saxia(tu)kumäru ;j
citthai ahiyäsantu niru | sumarantau navakäru1. 769 ij
aha nirikkhiya-sumuvi-carieija | aivimhiya-mäuasiua | bhaniu sahaha Söhammaindina: ||
jaha 'pekkhahu, sura-ga^iahu! | cariu cakkapahu-muvihi, bhäviija
jö chatth’attha-duvälasama- | pamuha-tavipa vivihe^a
sösai dhamma-sariru bhavu | bhäv’uciy’agga-maijeija. | 770 ||
cna u$a vähihT vihura-jaya-jantu- | vavarövana-kärihT1 vi | vahuvihähT pidijjamäiju2 vi ||
sikkäru vi muyai, na ya | uvayarei ta$u bhauuamanu vi
bhuvavassu vi säririihT | vähi-visesa-liarähT
uppannähT vi ösahibT3 | ämösahi-pamuhähT/ 771
iya bhaijantaha Tiyasanähassu | maiji vimhiya sayala saha | gu$a muijei tasu niva-
mu^iindaha
bhuva^i’uttara-sucariyaha | Asasena-kula-gayaija-candaha. ||
kim puija ti ji puvv’utta1 sura | dö vi asaddahamä^a ||
ägaya räyarisihi purau | vejja-rüvu dharamäua. 772
khasuhu khäsaha jaraha aruTe | kara-kampaha rapphayaha | gauda-mäla-vähie1 sösa(ha)
xxxxxxxxxxx | xxxxxxxxxxxxx ||
xxxxxxxxxxxxx | xxxxxxxxxxxx||
xxxxxxxxxxxxx | (a)mha vayai^u padivajju! 773
iya payampira tiyasa puriaruttu| pakkh’antari paribhamira| bhaniya sähu-vasahina ti /sähaha!
kim vähira röga aha | antarä vi tubbhe visöhaha?’
tö saviyakkiya bhavahT sura: | cnariu, mu;ii! vähira röga
phedivi amhi karahu khauipa | sayala vi sajjä löga/ !! 774
tayaiju dähiija-kari^a1 parisusivi | niya-vämaha karaha nava-1 taraui-kirana-dippanta-anguli
uvadamsivi tahä surahä2 | purau bhapiu maharisi^a: ‘ta^u-mali3
maha antara-rögahä taijai4 | erisu5 kettiya6-mettu ? ’ ’
kim tu sahevi7 pacchaha vi | ajju ti sahau niruttu/ ! 775 •
caha mahäniuni! bhana(su), jai tuhü ji | iha antara-röga-haru | iya bhavanta1 calanesu nivadivi;
sähahT tiyasa Surapahu- | (sahaha) pasa(ru) appä^u payadivi, f
Savatukumära-mahärisihi | äsivväu gahevi, ;
sura parigantu Surappahuhu | tav-vuttantu kahevi. ' 776


62
Sanatkumaracarita.
'vapuri dhirima katari saralattu | ari uvasama huhu vayapa- | mayapa-niröhu niüchanau
khantihT ||
valikijjahu1 samjamaha | tavaha taha ya tasu deha-kantihT.
iya pupu (pupa)r-avi sura-sahahä | du vi ti tiyasa jampanta *
Sanatukumära-mahärisihi2 | citthahT3 gu$a gäyanta. 777
räyarisi vi hu niya-gahiratta- | avahatthiya-duddh’uyahi | sayala-röga niru samma-karanina
ahiyäsai jipavariga | bhaviya-vihiija bhävai ya hiyaina: j
rpentu khalijjai jalanihi vi | lahari-bhinna-kula-selu,
nau puvv’ajjiya-asuha-niya- | kamma-viväya(ha) melu’ 778
ejiya ayäuuya! vihiu sayam-eva | taT pacchima-jammi ihu | pävu-kamma-pabbhäru ga(ru)yau, |
tipa1 dhukkai eu tuha | dusaha-dukkha-dandöli vahuyau, !|
näsantihT2 vi na chuttiyai | niya-dukkaya-kammähä,
tä valikijjahu hau riuhü | samai samuhu pattähä.’ 779
ciya pamäiga räga-dösehT | micchattipa aviraihi | thiu jam-iha mahämöha’-hatthina2, ||
tasu päva-mahäphalaT | lesü . . . jiya! tuhü sa-hatthiija; |'
nahi labbhantai sa-kaya-phali | purisa pararnmuha liunti;
saha-dhävira niya-thäCyi)3 nahi | ke-vi hu chaddivi4 janti? 780 |i
iya vicintiru cara^u agucarivi, | ahiyäsivi puvva1-niya- | kamma-javiya-guru-vähi-veyaija, ||
parisilivi sayala-jiva- | kahiya-kiriya cira-päva-bheyapa,
Usaha-Bharaha-pamuh’uttimahä | purisahä cariya saran tu,
jipavara-vayaua-mahösahaT | niccu vi hiyai dharantu. 781
suhiva kumaraha bhävi ma^idaliya-1 niva-rajji vi aigamivi | varisa-sahasa pannäsa pihü pihu,
cakkitti samapattavi vi | lakkhu lakkhu iya savv’au(u) vi hu
parivälevi ahakkamipa | tipni varisa-lakkhäi, ;
äuya-anti khavivi asuha- | kamma-röga-dukkhäT 782
samaya-niiga gantu Sammeya1- | giri-räyaha sihara-tali, | mäsiepa tava-kamma-jögiva ||
niya-pävaT vihadiuna | vihiya-suddhi-nimmala-vivegixia
Sävatukumara2-surälayai I gayau su Saijatukumäru
maharisi3 guru-gupa-ratta-maiju | päviya-jiviya-säru. 783 ,
tattha mahariha-visaya-sukkhäi | Suranäha-Sämäviyahä | surahä uciya ciru kälu sevi(vi),
kama-jögiva pu$u tau vi | niya-thiie pajjantu pävivi, l|
höu Videhi niva(i) guruhu1 | seviya-caraijöyäru j
sugahiya-nämu su sijjhihai | khaviya-päva-pabbhäru. || 784
iya nirantäru manipa Jipacanda- | muvinäha-sis’uttimaha | suyapa-suhaya-guna-rayapa-
bhürihi h
sumarantipa a$udi$u vi | näma-mantu siri-Candasürihi1 ||
(siri-Ha)ribhadda-muvisarixia | vi(ra)iu lesiga ehu ||
Sauatukumära-narähivaha | cariu sukaya-kula-gehu. 785 ||
iti srisri-Candrasüri-krama-kamala-bhasala-äri-Haribhadrasüri-viracita-srimad-
Aristanemi-carite äri-Sanatkumära-cakrädhiräja-caritam samäptam iti. ||


Text.
63
Lesarten der Handschrift.
(e bedeutet das alte vorgesetzte Zeichen des e, o das entsprechende des o.)
443 9 sapatta. 2) dinäyara. 3) vimjjhagaridam. 444 9 tahi. 446 9 °nimhi. 447 l) °yä.
448 9 ku8umuya. 2) dhumma. 449 9 silambamtu. 2) Asamsena. 450 9 samam. 2) °rasam. 3) kalam0
452 pavi°. 2) sasahaevi. 453 kumbha. 2) ruya. 454 l) rayanim0. 2) °hemsa. 455 9 gaggera.
2) °divi. 3) juha. 4) rayappu. 5) nivi. 6) dara. 7) snä° 8) bhakkavaha. 456 9 suha. 2) gha. 3) vira-
haya. 4) kä. 457 9 payaropparu. 2) rayamni. 3) migala. 4) gahighuramnina. 458 9 davor aruvi.
459 9 °hi. 461 sivinna. 2) satthutthu. 462 9 bhära0. 2) suragai. 3) °nai. 4) kahamham. 5) kamam0.
464 i) °mivinu. 465 9 °num. 2) sitta. 3) saru. 4) jaya. 5) jayamhum. 6) haum vi haum vi.
466 9 tisaya. 467 9 °himi. 2) hiin. 468 *) °hi. 469 9 pamiuyau. 2) anamdi. 3) aggarisu
470 9 naiju. 2) viraham. 3) °ha. 471 9 mukka. 472 9 gamti0. 2) samajaggaha. 3) pasadau.
473 9 pari0. 2) vihihiya. 474 9 vivi. 475 9 vaha. 2) °nna. 3) pä°. 4) ttayara. 476 l) tamham.
2) lahamtaham. 3) °nila. 9 gurum. 479 9 vi- 480 9 °muhu. 482 9 °sunina. 2) °ra. 484 9 eyamha.
2) °ha. 485 9 navalu. 2) dahinter para. 486 9 °ham. 487 9 dT°. 2) °hi. 488 9 ve°. 2) °rahaya.
:n ooon 409 i) niarn°. 2) ajja< 491 l) evu. 2) °nuha, 3) vayassu. 492 9 giya. 2) dahinter ara.
493 9 dahinter kayana. 495 9 seghahi. 496 9 °du. 497 9 sam°. 499 9 sasirära-
501 9 °ni. 2) pavvasi. 3) dahinter metta. 502 9 raha. 503 9 dihada.
2) kanu. 504 9 gahi°. 2) nänu. 505 9 laiyat0. 506 9 dasai. 507 9 mabbha. 2) mayäna. 3) dihau.
9 avihi. 5) sigäsari, 508 9 sayali. 509 9 gammuu. 2) °hanavi. 3) vigarola. 510 9 va°. 2) bu°.
511 9 ki. 2) kivinammiu. 3) ddama. 512 9 ämgi. 2) sä°. 3) liyala. 4) gosiya. 513 9 jaham.
514 9 amiyamta. 2) °häbha. 516 9 tahum. 517 9 jampayamänihi. 2) °muhä. 518 9 suyana. 2) saha.
519 9 nia. 2) nisiya. 3) mämini. 520 9 sasabbhasu. 521 9 niyamavihim. 2) hier die letzte Strophe
von sundara an wiederholt. 3) kakhiläu. 523 9 tapu. 2) savvangal0.
3) °ssa. 489 9 mam°. 2) ajja.
3) sighura.
kärani. 500 9 mai.
524 9 naidu. 2) mura.
525 9 lhla. 2) °rai. 3) °ttamu. 4) hinter 525 steht gramthägram 1500. 526 9 mamdanu. 527 9 °laa.
2) jamnu. 528 9 sughu0. 530 9 samvi0. 2) seha. 3) vamhu. 4) venana. 531 9 der 7. Päda zweimal.
532 9 amgu°. 2) maha. 533 9 thala0. 2) visamvuliu. 534 9 hau. 2) nata. 535 9 °?-e* 2) sesä.
536 9 °hi. 2) paha. 538 9 sattala. 2) yera. 3) tahini. 4) tähim. 5) piu. 539 9 va. 2) °ga. 3) kusuma
zweimal. 4) °nulu. 540 9 °hi. 9 °te. 3) vihiyana. 541 9 küya. 2) pattä0. 542 9 °hi. 543 9 °hiyaya.
544 9 valaim. 2) °hu. 545 9 yama. 2) °yam. 546 9 bi°. 547 9 vayari. 2) °nu. 548 9 °mam.
9 sajjäna. 2) °yamham. 551 9 °rühu. 552 9 vipphariihi. 2) °hi. 3) ho°.
9 vä°.
nividdhi.
2) °yamha. 550
553 9 äinnai. 556 9 °mu. 2) °dayahim. 3) °mimi. 4) °ha. 559 9 na°. 2) gu°. 560
561 9 bharana. 2) süu. 563 l) vähu. 564 9 °hi. 566 9 parissasapasina. 2) visemami.
4) manamnammi. 567 9 tTyanu. 2) °maim. 3) hinter tu eingeklammert: tapulimdayanigaliya viva-
damtataru. 568 9 saddali. 2) vihavadanta. 3) °nali. 570 9 °du. 2) buhahim. 572 9 °vina.
2) uviyanu. 3) jalalu. 573 9 °rarina. 2) duhum. 574 9 po°. 2) bhuvann0. 575 9 ti. 2) dahinter jali.
576 9 sammudi. 2) niuna. 3) siro°. 4) tayanu. 577 9 dina. 2) valahala. 578 9 nrana. 2) ukkhavaya.
579 9 akh° 2) ivimyacimtimtu. 580 1) tavanu. 2) visä. 3) annukku. 4) kona. 581 9 niva°. 582 9 thadi?
3) kkhu°. 9 gara°. 5) sirimi. 584 9 °hihT. 585 9 muku. 586 9 parava.
589 9 °hi. 590 9 sadda. 2) kutaru. 592 9 niülu0,
2) °lu. 3) mukkä. 4) di°. 595 9 sunävasurabahu. 2) äi°.
3) kusu°. 597 9 pälini. 2) pausa. 3) °ya°. 599 9 garii0.
2) °su. 603 9 lilame. 2) °nu. 604 9 muvva. 2) °dhe.
2) asa°. 606 9 ki. 2) nivasuiya. 3) maya. 4) jona. 607 9 parikkh0. 608 l)gayani°.
610 9 teri. 611 9 janaruyäham. 612 9 hu. 2) kuriyä. 3) ernlia. 613 9 °hi.
2) dahinter iva. 3) udasi. 615 9 ghiya0. 2) °yäkaru. 616 9 jasu. 2) ajjavvu.
583 9 nilayala. 9 uva. -j Kkiiu . gy
9 dahinter iyarevu. 588 9 tardasaya.
593 9 cannu. 2) puriyasa0. 594 9 °hi.
3) samvumuha. 596 9 sass°. 2) pathara.
2) sayanavi. 3) viyaya. 601 9 zweimal.
605 9 gayä°.
2) dhavana0.
614 9 deva.
617 9 jannayamey0. 618 9 marimtta. 2) vijala. 619 9 jann°. 2) von ta nuna an wiederholt, aber
richtig janaena. 620 9 vasari. 2) kanani. 3) dasiri. 622 9 tahim kahim ci dreimal. 2) dinam.


64
Sanatkumaracarita
■’) asa .
4) mä°.
623 9 nana. 625 9 saggi. 627 9 kamci. 2) mahi. 628 '*) ina. 2) °nana. 3) kayakatthina.
629 9 davor tavai. 2) visisina. 631 9
'yamna.
21
2) sari. 3) uddu. 632 9 °nona. 2) sanu.
635 i) °isu.
3) °vu. 633 9 payarai. 634 9 kamtikedimdaladina. 2) ivayarina. 3) vaghatthiyaum.
636 ') suira. 2) vähu. 637 9 pugha. 638 :) si. 2) nalay änala. 3) purehi. 4) kamkära.
2) °hi. 3) vida°. 644 1) nayana. 2) °nna. 3) pe°. 645 :) tim. 2) akkhitta. 3) pulaiamta.
2) °mu. 3) °yam.
hira (vgl. 649, 5).
4) mida°.
4) satu.
5) jimmvesahum. 647 9 vinn°. 648
i vimheu. 649 9 mamta. 2) samäga.
2)
"ramma.
652 9 dukka. 2) °nila. 653 9 °ru.
3) käri. 656 2) jjh. 2) °livu. 659 1) viu. 2) rajja.
663 9 jayai. 665 9 nettehim. 666 1) vasunaval0.
4) vinha0. 668 1) f,ham. 2) vinha0. 3) pä°. 669 9 ti.
672 1) °hanu. 674 4) tararuni. 2) ahahähäv0. 675
643 9 °him.
646 9 täda.
x) ki. 2) rämanu. 3) thikuviyavi-
650 9 nnu. 2) °him. 3) ra°.
3) khanakhana. 4) kkha°. 655 9 mu°. 2) °hi.
3) hau. 661 9 padijjihihi. 662 9 °ddha.
667 9 asavanna. 2) miliubhamsira. 3) vira.
2) ki. 671 1) °hi. 2) °jjammu. 3) bhamamnnu.
9 ruimyam. 2) °hi. * 676 *) °hi. 2) söü.
677 9 kahakha. 2) °na. 678 9 vinha0. 2) saru. 3) °yaru. 4) °ham. 5) khiva. 679 9 karalala. 2) da-
hinter sahaya. 680 1) °ttum. 2) °yä. 681 1) sayäna.
683 9 kevaim. 2) aamayala. 684 9 pätha. 2) nive°.
688 x) uvavunvu tahavaha. 690
2) asaasanu. 3) dreimal saniu.
2) jayala. 682 9 succhu?
686 9 °iina. 687 9 °ti.
2) °ham. 3) genhu.
2) sammasajjiniya.
l) ajju. 691 x) °yi. 2) pahihi. 3) nhanha. 4) °nam. 692 2) unha°.
4) eha°. 5) jävai. 6) pabittu. 693 menosu. 2) vivihiha.
694 9 samaaru. 695 l) mannaha. 696 *) bu®. 2) gurum®. 697 saindhu. 698 ') ki®. succhu? ®) saaanu.
4) go®. 700 9 dahinter gramthagram 200(0). 702 9 takim. 705 1) pisa. 2) dahinter bhihanina.
706 !) °ti. 2) tuhva. 707 9 pacchivina. 2) °venu. 3) °riha. 708 9 buddhi. 709 1) °hum. 2) °um. 710 I) nira-
712 9 °hiu. 2) °räu. 713 1) °te. 2) jayayaha. 714 1) sughayanamha.
harai. 711 T) sire.
715 9 kummammi.
717 9 sakkäraraivi.
3) anubbhuyabhaya.
2) surutasa. 3) davor vasuhähiva.
718 1) °bhärä°. 2) dahinter gaihim.
722 tha°. 2) tanahayaha. 3) °r
4) pasiya. 5) vivamu.
719 i) la°. 720 9 rayäna.
nnu. 4) °rajja. 5) puhum.
2) °him vamvala. 724 9 °mura. 2) mu°. 3) josruru. 725 9 gasaya. 726 9 °numha.
716 i) dha°.
) piyemamäna.
723 9 hara.
2) savihimmi.
3) °hi. 727 l) du0. 2) pamcavaurayanimimau. 3) kiri°. 4) timaru.
2) tahi. 3) payanaya. 729 9 °nu. 2) padi°. 730 9 (?) shayai.
732 9 °lu. 733 9 °hi. 2) suritamha. 3) päha. 734 9 tayänu.
3) samdasä. 737 9 ihu. 2) ghadii. 738 9 si°. 2) yayari.
739 9 amtirina.
2) yamga. 3) re°.
2) ajahampiu. 741 9 imaya.
744 9 mamtäväihim. 2) casa?
■■ ®gglv®.
742 i) °nna.
3) ku°. 745 9
749 9 samdhe.
5) pe°. 6) °yamham. 728 1) °ranu.
2) khananä. 731 9 °la. 2) °inum.
2) teina. 736 9 °ha. 2) kamarala.
3) sambhäbhiliya. 4) pavessaviya.
2) °ni. 743 9 davor atihim.
paurannaya. 2) lahura. 3) °jjha.
750 9 °ssu. 2) tha°. 3) Ve°.
752 9 majjina. 754 9 nava. 2) bhavittu. 755 9 gha°. 2) 3) dhanu. 756 Padä 3—5
lauten in der Hd: semkamtayasamni tanumajjhirogausahasamasaya. Meine Konjektur wird wohl den
den Sinn treffen. 2) jayanaha. 3) °hi. 757 9 sem°. 2) °hi. 758 9 °nighu. 2) Opamu. 759 9 chidu.
2) °hi. 761 9 °niha. 2) vävittu. 762 9 °ru. ’ 765 9 enhim. 767 9 gurü. 2)’ mamtu. 3) °rasi.
769 9 °rä. 771 9 ki°. 2) pad0. 3) °hi. 7*72 9 puvva0.
4) tani. 5) ehipu. 6) ka°. 7) °vä. 776 9 bhann0.
4) °ruru.
773 9 vr
) cha°. 768 9 mulusu. 2) mamda.
v° 775 9 ki°. 2) oha< 3)‘8ali.
777 9 vila°. 2) °rirasihim. 3) °hi. 779 9 tinam. 2) °hi. 780 9 hamyamoha.
4) cadivi. 781 9 puva. 783 9 samseya. 2) °mära. 3) °rinasi. 784 9 ga°.
2) ghatthina. 3) cha.
785 9 °him.