Suaheli-schriftstücke in arabischer schrift, mit lateinischer schrift umschrieben übersetzt und erklärt

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Material Information

Title:
Suaheli-schriftstücke in arabischer schrift, mit lateinischer schrift umschrieben übersetzt und erklärt
Series Title:
Lehrbucher des seminars fur Orientalishce Sprachen in Berlin
Physical Description:
xi, 206, 73 pages xi facsimile (3 folded)
Language:
German
Swahili
Creator:
Büttner, C. G. (Carl Gotthilf), 1845-1893 ( Author, Primary )
Publisher:
W. Spemann
Place of Publication:
Stuttgart
Berlin
Publication Date:
Materials:
Paper
Measurements:
23

Learning Resource Information

Intended User Roles:
Learner

Subjects

Subjects / Keywords:
Swahili language   ( lcsh )
Textbooks
Genre:
Textbooks
Spatial Coverage:
Africa
Coordinates:
-6.307 x 34.854

Notes

Numbering Peculiarities:
Swahili text at end numbered in Arabic, beginning from the back of the book.
Numbering Peculiarities:
Pages missing from the Swahili text at end.
Creation/Production Credits:
Stamped on added t.p.: 1902 Übergangen in den Verlag von Georg Reimer, Berlin.
General Note:
"Mit XI Facsimiletafeln"

Record Information

Source Institution:
SOAS, University of London
Holding Location:
SOAS, University of London
Rights Management:

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Resource Identifier:
oclc number - 3966726
System ID:
AA00000019:00001


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Full Text


Lehrbucher des Seminars

fur

Orientalische Sprachen

in Berlin

Band 10


LEHRBCHER

DES

SEMINARS

FR

ORIENTALISCHE SPRACHEN

VON DEM DIRECTOR DES SEMINARS



STUTTGART & BERLIN

W. SPEMANN

1892

1902 toergegangen in den

Verlag von Georg Reimer Berlin

ZU BERLIN

HERAUSGEGEBEN




DEM ANDENKEN

IHRER HOCHSELIGEN MAJESTT
DER

KAISERIN UND KNIGIN AUGUSTA




X

SUAHELI-SCHRIFTSTCKE

ARABISCHER SCHRIFT

MIT LATEINISCHER SCHRIFT UMSCHRIEBEN
BERSETZT UND ERKLRT

dr. c. g. bttner

LEHRER DES SUAHELI AM SEMINAR

MIT XI FACSIMILETAFELN

STUTTGART & BERLIN
W. SPEMANN
1892

1902 ergegangen in don
Yerlag von Georg Iioimer Berlin

IN

VON




VORWORT.

Der Wunsch, meinen Schlern eine Sammlung von Schrift-
stcken zu bieten, Welche direkt von der Hand der Suaheli
aufgeschrieben waren, und zugleich sie mit der Art bekannt zu
machen, wie die Suaheli von Alters her die arabische Schrift
fr ihre Sprache gebrauchen, hat die Herausgabe vorliegenden
Buches veranlasst.

Das Material, welches ich im folgenden verffentliche, ist
durchaus ohne Zuthun eines Fremden von Suaheli aufgezeichnet.
Ich verdanke die Schriftstcke theils der Gte einiger Reisenden,
welche mir die Briefe u. s. w., die ihnen in die Hnde kamen,
bergaben; ich nenne hier mit verbindlichstem Dank die Herren:
Cl. Denhardt, Dr. H. Meyer, Baron v. Nettelbladt,
Jos. Friedrich, v. Wittich, v. Hhnel, Dr. O. Baumann.
Vieles (meist aus der Feder des Jumaa bin Nasr herstammend)
habe ich durch Vermittelung der evangelischen Mission in Dar-
essalam erhalten. Einiges ist mir von den Lektoren am Seminar
fr Orientalische Sprachen Herrn Sleman BIN Said und Herrn
Amur BIN Nasur aufgeschrieben.

Bei der im Anfang recht schwierigen Entzifferung der
Schriftstcke haben mich meine Collegen Prof. Dr. Hartmann
und Dr. MORITZ, sowie die eben genannten Lektoren gtigst
untersttzt. Dieselben Herren haben mir fortgesetzt Rath und
Auskunft bei meiner Arbeit gewhrt, wofr ich ihnen auch an
dieser Stelle gerne meinen Dank abstatte.

Der arabische Text ist so wiedergegeben, wie ihn die
Originale boten. Die lateinische Umschrift zeigt, wie der Text
auszusprechen ist, sie giebt also nicht die Buchstaben


VI

des Originals, sondern den Laut wieder. Im Anhnge ist das
Verhltniss zwischen Laut und Schrift ausfhrlich erklrt. Der
Anfnger wird gut thun, mit dem Studium des Anhangs zu
beginnen. Ueber die Verwendung der arabischen Schrift fr das
Suaheli habe ich weiteres im Buche selbst pag 151 fg. ausgefhrt.

Wenn in der Umschrift nicht ein bestimmtes System
pedantisch befolgt ist, sondern die Orthographie scheinbar eine
schwankende ist, so mag der Grund hiefr darin gesucht werden,
dass bei den Suaheli auch die Aussprache vielfach schwankt,
und es wre unrecht, wenn wir uns nur an etwas ganz be-
stimmtes halten wollten.

Ebenso mchte ich bei dem, was ich zur Erklrung der
in den Briefen vorkommenden arabischen Wrter und Stze
gegeben habe, bemerken, dass ich mich darauf beschrnkt habe,
alles nur so zu geben, wie ich es in den Originalen gefunden
und wie es mir meine Ostafrikaner erklrt haben, ohne alle
Rcksicht auf das klassische Arabisch oder andere arabische
Dialekte. So sind auch die Namen der Buchstaben und die vor-
kommenden grammatischen Kunstausdrcke so wiedergegeben,
wie sie in Ostafrika ausgesprochen werden.

Weitere praktische Grnde haben mich dazu gefhrt, dem
Texte nicht bloss Anmerkungen und etwa ein Glossar, sondern
zugleich auch eine Uebersetzung ins Deutsche beizufiigen. Die
Uebersetzung soll zunchst denjenigen dienen, welche mit be-
schrnkter Zeit oder gar ohne Lehrer Suaheli lernen wollen,
damit sie nicht im Anfang zu viel Zeit mit dem Herumblttern
im Wrterbuch vergeuden. Ich habe deshalb so wrtlich,
wie es nur der Genius der deutschen Sprache zu gestatten schien,
zu bersetzen versucht.

Aber ich verfolgte mit der Zugabe der Uebersetzung auch
noch einen andern Zweck. Da in Deutschland ber die geistigen
Capacitten, sowie ber das intime Leben der Neger an nur
zu vielen Stellen die wunderlichsten Vorstellungen herrschen,
so hielt ich die Gelegenheit fr gnstig, auch diejenigen, welche
nicht Suaheli fachmnnisch zu lernen gesonnen sind, ein wenig
in die Denk- und Ausdrucksweise unserer Ostafrikaner hinein-
kucken zu lassen.




Da die hier gegebenen Stcke durchaus .riginal sind, so
kann sich jeder, der Sie lese.n will, selber ein Urtheil bilden.
Dass ich manchmal vielleicht ein wenig zu wrtlich bersetzt,
mag dazu dienen den Briefen, Erzhlungen und Gedichten
wenigstens etwas von afrikanischem Colorit zu verleihen.

Bei den Anmerkungen und Erklrungen habe ich voraus,
gesetzt, dass die Leser meines Buches sich mit den frher seitens
des Seminars fr Orientalische Sprachen fr das' Suaheli heraus-
gegebenen Lehrbchern V. St. Paul, Su'aheli Handbuch, und
Bttner Wrterbuch des Suaheli oder wenigstens mit meinem
kleinen Hlfsbchlein Suahelisprache (2. Aufl. Leipzig 1891
T. 0. Weigel Nachfolger) bekannt gemacht haben.

Gerade bei Beendigung des Drucks vorliegenden Buches
kam ein hnliches von der Universities Mission in Sansibar
soeben herausgegebenes Werk in meine Hnde, betitelt A
practical guide to the use of the arabic alphabet in w.riting
Swahili. Zanzibar, printed at the press of the Universities
Mission to Central Africa 1892 Folio. Es ist fr mich nur er-
freulich gewesen zu sehen, wie diese beiden vllig unabhngig
von einander entstandenen Arbeiten in allem Wesentlichen ber-
einstimmen, obwohl fr jede selbstverstndlich andere Originale
Vorgelegen haben.

Die im Anhange gegebene Abhandlung ber die Disposition
und die ussere Form der Suahelibriefe versucht alles das, was
sich gemeinschaftliches und daher als mehr oder minder allgemein
bliches in den Briefen dieses Buclies vorfindet, zusammenzu-
fessen und damit zugleich eine Anleitung zu geben, wie man
vorzugehen hat, wenn man auf Suaheli einen Brief an jemand
in Ostafrika schreiben will. Und es wre fr mich ein sehr
erfreuliches Resultat der Arbeit, die dieses Buch mir gekostet,
wenn durch dasselbe der freundschaftliche Verkehr zwischen
meinen Landsleuten und den Ostafrikanischen Eingeborenen
gefordert werden, mchte.

Steglitz-Berlin. Ende Juni 1892.

c. G. Bttttner.




Inhaltsverzeichniss.

Seite

I.IV. Sansibarbriefe ganz allgenieinen Inhalts.

I.. Meldung glcklicher Ankunft. Bitte um Nachricht .

II. Desgleichen. Dank' fr Brief 4

III. Bitte' um Nachricht ...........................................6

IV. Dank fiir einen Brief. Bitte den Empfang eines Geschenkes

zu besttigen ....... . . . 7

V.-XVI. Sansibarbriefe iiber Familien, und Geschftsangelegen-
heiten.

V. Ueber die Preise der Waaren bei den Manyema 9

VI. Ueber die Preise der Waaren in den Kstenhfen .II

VII. Ueber Elfenbeinsendung, Waarenbestellung, Gutskauf, Sclaven 12

VIII. Antwort auf .VII 14

IX. Ueber Elfenbein'sendung . 16

X. Ueber Ankauf von Matten.............................. .16

XI. Ueber. die Vorbereitung einer Reise zu den Manyema 17

XII.Heirathsantrag . . . . .19

XIII. An einen kranken Freund ......... .21

XIV. Entschuldigungsschreiben. Die Kinder sind krank . . 22

XV. Antwort hierauf....................................... .23

XVI. Todesanzeige. Ueber einen Besessenen .24

XVIIXLV. Diverse Briefe aus verschiedenen Gegenden.

XVII. Aus Sansibar. Betreffend einen widerrechtlich Gefangenen 29

XVIII. Aus Sansibar. Betreffend Maviti ........ .31

XIX. Aus Sansibar. An den Fundi Smail'von seiner Frau . 32

XX. Aus Sansibar. An denselben von derselben . .. . .34

XXI. Aus Sansibar. An denselfeen von derselben . . . .36

XXII. Aus Sansibar. An denselben von Hadji Farhani . . 38

XXHI. Aus Daressalaam. Den Aufstand betreffend . .... 39

XXIV. Aus Mrima. Klage eines unrechtmssig gefangen gesetzten 41

XXV.-Aus Mrima. In derselben Sache wie XXIV . .... 43




Sei

XXVI. Aus Bagamoyo. Ueber ein Gesprch mit einem Deutschen

und den Verkauf v.n Sklavinnen.....................46

XXVII. Aus Bagam.y.. Ueber die Fatme mit ihren Mttern . 48

XXVIII. Aus Sansibar. Gratulaticn zur H.chzeit . .... 50

XXIX. Aus Bagamoy.. Betrifft Sendung v.n K.k.sniissen und

Lemonen...........................................51

XXX. Aus Mrima. Betheurung der Friedfertigkeit . . .53

XXXI. Aus Pangani. Betrifft eingefangene Deserteure . 55

XXXII. Aus Pangani. Schreiber kann jetzt nichts geben 57

XXXIII. Aus Pangani. Wie stellt man sich zu den Deutschen . 59

XXXIV. Vom Kilimandscharo. Mandara an Dr. M. . . . 61

XXXV. Vom Kilimandscharo: Derselbe an denselben 63

XXXVI. Vom Kilimandscharo. Derselbe an denselben 65

XXXVII. Vom Kilimandscharo. Mareale an Dr. M. . . . 66

XXXVIII. Vom Kilimandscharo. Derselbe an denselben . . . 6

XXXIX. Aus Wito. Erkundigung nach dem Ergehen des Herrn w. 70

XL. Aus Wito. Bitte eines Unterdrckten ihm beizustellen . 71

XLI. Aus Wito. Betrifft Auslagen fr Frau und Kind des Nasib 73

XLII. Aus Wito. Absagebrief . 75

X 1.111. Aus Angazidja. Betrifft das Vorgehen der Franzosen . 76

XLIV. Aus Angazidja. Desgleichen.............................. 79

XLV. Aus Angazidja. Ueber einen Ermordeten . . . 81

XLVILII. Geschftspapiere.

XLVI. Schuldschein ber einen Sclaven 83

XLVII. Desgleichen............................................ 84

XLVIII. Ueber den Verkauf eines Grundstcks 85

XI.IX. Schuldschein ber einen Sclaven . . . 86

L. Heirathscontract........................................ 87

LI. Ueber Auszahlung eines ,Erbtheils . 88

LII. Creditbrief ...... 89

1.111. Rechnung............................................. 90

Ge.graphisches und Ethn.graphisches.

1.IV. Reise nach Usango, Ruemba, Kawimbi . 91

LV. Begrbnissgebruche in Sansibar . 103

Mrchen.

LVI. Der Sultan, welcher Gottes Allmacht leugnete . 112

LVII. Die Todesfurcht als Heilmittel........................ 121

LVIII. Die Spur des LOwen . 124

Gedichte.

LIX. Augenlid, Auge und Pupille . 130

I.X. Lob einer schnen Frau . . 134

LXI. Das Lied vom fremden Gast 141




Seit.

Lexicalisches.

LXII. Suaheli.WSrter ins Arabische bersetzt . . . 145

Anhang.

1. Die Verwendung der arabischen Schrift fr das Suaheli.

Einleitendes.................................................152

Die arabischen Ccns.nanten und ihr Werth im Suaheli . 156

Die Vocalzeichen............................. 6 . .

Andere diakritische Zeichen................................. 162

Orthographie.................................................163

2. Die Disposition und die ussere Form der Suahelibriefe.

Einleitendes ....... . . . 169

Ueberschrift................ .... 171

Adresse..................... . . . . . . .172

Segenswunsch............................ . . .175

Sonstige allgemeine Formeln . . . . . . . 176

Grsse am Schluss....................... . . 178

Datumbestimmung . . . . . . . . . . 179

Die ussere Form der Briefe . . . . . . . 184

'3. Bemerkungen zu den FacsimUetafeln

Das Schreibmaterial der Suaheli................... . . 187

Schreibung der einzelnen Buchstaljen.......................191

Anmerkungen zu den einzelnen Tafeln........................200

Umschrift und Uebersetzung der Briefe auf Tafel X und XI 202




Umschrift und Uebersetzung

der arabisch geschriebenen

Suaheli-Schriftstcke.




Brief 1-IV sind ganz allgemeinen Inhalts und s.llen Muster fiir
die Anfengs- und Schlussphrasen bieten. Sie .stammen v.n der
Insel Sansibar selbst, und ihre arabische Niederschrift kann auch
was Orth.graphie und Vccalisation anbetrifft als mustergltig fiir
den Durchschnitt ange.sehen werden.

Meldung glcklicher Ankunft am Bestimmungs.rte. Klage, dass
ncch kein Brief des Adressaten anekmmen ist. Bitte um Nachricht.

Bistn 1 irraJiatt irraJiimi.

jenah iskskefeh. iZmukehh iZajiZ irradiii ibaji /wZan hin
/aZan iZftdani. SaZaraahu AZZak taala, inskaZZak.

SaZaam aieife 1 rekmet UZZaki wa harafeataka. Mnhehhafe
iZtiktehhi ZiZZaki hifekeiy wa smtr.1 Ama haadu ya saZaaw.
Kkahari feheir. Wa zayidi ya kkahari? Tofeea sifeu tttZioondofea
kttku kafta leo katttjai>ata saZaawayako waZa waraka wako, naw^
si wajihn wa mtu na ndugwye. waZa mttt na sakihn yafee waZakin
ndio kaZi ya tiZimw^igu. ndi. kaZi ya waana adamu. Naw
ta^atkaZi nsifeate Zaarifu. Na sahahn: taar#a nwswya kn.nana.
Wa kaza.s WasaZaaw. NisaZitnie jafnaa we na watoto wote.
Na kuktt aknsaZiww jatnaa wote na waZofo wote. WasaZaatn.

NB. Ueber die Grussf.rmel in diesem und den felgenden
Briefen siehe weiter unten die Abhandlung ber Abfassung und
Dispesitien der Suahelibriefe, weselbst die arabischen Wrter
in der Adresse und in der Grussf.rmel erklrt sind.


4

1 Dein Geliebter (;nuhebb-ak) der v.n Gott {lilldhi) geliebte
{tnuhtebbi) ist in Glck (bi-kheir) und {u>d) Freude (serur). 2 Wa
(und) zayidi (mehr) khabari (von Nachrichten): Und was nocli
weiter mitzutheilen ist. 3 7va haza. Hier wren sonstige
Meldungen einzufiigen.

UEBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des gndigen, des barmherzige'n.

An Seine Wohlgeboren den Schech, den-geliebten, den
sehr geehrten, den angenehmen, den gefreuen N. N. Sohn des
N. N., den N. N. Es behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn
Gott will.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen: Dein Geliebter, der von Gott geliebte, befindet sich in
Glck und Freude. Aber nach dem Gruss: Die Nachrichten
sind gute. Und was mehr ist von Nachrichten:' Seit dem Tage,
da wir von dort aufbrachen bis heute, haben wir weder Gruss
noch Brief von dir erhalten. Und was d-ich. anbetrifft, es ist
doch nicht so das Verhalten eines Menschen seinem Bruder gegen-
ber, noch eines Menschen seinem Freunde gegenber. Aber
so ist die Weise der Welt, so ist die Weise der Menschen-
kinder. Und du, bitte, schneide doch nicht die Benachrichtigung
ab. Denn die Benachrichtigung ist die Hlfte ds Wiedersehens.
Und dieses. Und Gruss. Grsse mir alle Verwandten und
alle Kinder. Und hier grssen dich alle Verwandten und alle
Kinder. Und Gruss.

II.

Meldung .glcklicher Ankunft und Dank fiir einen Brief.

Ha jenah iskskekk ilmukehb ilakram ilmfedd ilaziz /nltin
hin /ttlau i/ilani. Salaraahu Allah taala, iwshallalt.

Salaam alefe Ti rehwet Ullahi Tjya harafeatahu na mar-
dhatahu. Muhei Tiko, ndiigu 3afeo hatujam&o se, nan^i


5

inskaliaJi Jtamujam6o. Na 2a)idi 3?a kkabari: Tutmasili
Bender es salaamb nasi katabjikilin tta fehatari2 00
il^iawdu lillak rabb ilalamina.^ Nai tafatkli asiate* kitldea
taari/w na ba blla fekabari Na iaari/tt ;yafeo nioea
mikononi ma /nlani, imiasili. AJisant) wajazafe Allak elfti
kkir. Wa ba.6 Wa saiaam. Nisalimie jamaa Ite na
tx0f0ie,na tatktt featlialifea Uf ahsalimu jamaa na ndltgw.
Wa saiaam mttkbbak /wlan bin /nlan bijediM ji sene 1303.

1 Bender essalaam ist der richtige Name v.n Dar essalaant.
2 khatari etwas bengstigendes, Unfall. ilhamdu (Leb) 7
(dem G.tt) rabb (Herr) ilalamina (der Welten). Gelobt-sei Gott
der Herr der Welten. (Anfang der ersten Sure des Koran.)
usia==isiac7ie \ mch ab. ba feulla febabari 0 \v\et
ist neben noch pleonastisch kulla gebraucht,, es kom'mt eben
oft vor, dass der Suaheli-Ausdruck noch einmal arabisch wieder-
gegeben ist. 1 haza) siehe vorigen Brief.

UEBERSETZIWG.

An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den
geehrten, den geliebten,, den theuren N. N. Sohn des N. N.
den N. N. Es behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen und sein Wohlgefallen. Was deinen Geliebten, deinen
Bruder anbetrifft, so geht es uns allen gut, und euch, wenn Gott
will, geht es auch gut. Und was mehr .ist von Nachrichten:
Wir sind in Bender essalaam angekommen und von gar keiner
Gefahr betroffen, Lob sei Gott dem Herrn der' Welten. Und
du, bitte, hre nicht auf uns Benachrichtigung zu bersenden
Uber jegliche Neuigkeit. Und deine Benachrichtigung, die du
durch die Hand des N. N. geschickt hast, ist angekommen.
Danke schn, es vergelte dir ,Gott mit tausendfachem Glck.
Und dieses: Und Gruss. Grsse mir alle Verwandten und

alle Kinder und hier grssen dich gleicherweise die Veiwandten
und die Brder. Und Gruss von deinem Geliebten N. N., mit
eigener Hand im Jahre 1303.


6

ffl.

Bitte um Nachricht.

IZa jeifr isZisZiefeZi iZnZi iZaferam iZmwfearram iZakZt
iZa2!2 /aZan &in /aZan tl/ttZani. SaZamak AZZaJi ZaaZa, insZtaZZaZt.

. SaZaam aZeife .1 reZiei UZZaZri u>a ZiafeaZaZia. IZZrita6
&ender iZ/uZaniiZa 6encZer ziji&ar. Araa aacZaZta saZaama:
KZiakri zdani ngetna, iua zZiama nai feawa* kaZZiaZikaya ajia
2ena iZZiamcZa ZiZZaZi ra66 iZaZamiwa. Na 2ayidi ;ya ZeZiahari;
Token tai£sa kaZZa 0 ZiaZaja^aZa kZta>a ;yenu waZa
fekaZi ;yena waZa saZaama 3/ena. Nai si waji&a wafeo Ziaskn
ZiZZaZiiv, waZakm ZiaiZZiara. NaZmaracZi ana£o, mZa ana^e-
feasadia btZi 2a ZieZa, usiZufeaiie Zaar^a. Naii featkaZikn ua
2amaa tiuaZiZeta taaHa feafeZa ya Ziii. AZZaZia aaZam^ imejifea ao
Ziaikafea. WasaZaam min maZie6Z?ak iZZiafeir ZiZZaZii iaaZa ^nZan
z?in ^aZaa 6ijecZiZii, ZarifeZt feaZZiaafeaZZia

1 Angabe des Ortes, von wo der Brief herkommt und wohin
er geht. Der Brief ist hier ilkitab d. h. Sclirift genannt. 2 kuwa.
Es wird meistens an dieser Stelle der Briefe der Infinitiv statt
des Conjunctivs gebraucht. 3 hasha lillahi) bei Gott, es ist nicht
so. intMncZii. AZZaZia aa/am Gott \ featZiaifeaZZia
rtl. wie dies und wie dies d. h. hier: der und der (Tag).

UEBERSETZUNG.

An Seine Wohlgeboren den Schech den geliebten, den.
sehr geehrten, den Bruder, den theuren N. N. Sohn des N. N.,
den N. N. Es behte dich Gott der Allerhchste, wenn Gott will.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und
sein Segen. Die Schrift von dem Hafen N. N. nach dem Hafen
Sansibar. Aber nach dem Gruss Unsere Neuigkeiten sind gut,
und gleicher Weise mgest du ebenso mit eurer Gesundheit sein,
Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Und was mehr ist von
Nachrichten Seit wir abgereist sind, bis heute haben wir weder
Nachricht von euch erhalten, noch einen .Brief von euch, noch
einen Gruss von euch. Und was dich anbetrifft, so ist es doch




nicht deine Pflicht, bei Gott es ist .nicht so. Aber es schadet
nichts. Und unser Wille, welcher da ist, (ist dieser): (Ist da)

ein Mensch, welcher die Absicht hat nach unserm Lande (zu
reisen), so schneide doch nicht die Benachrichtigung von uns
ab. Und wir haben gleicher Weise und lngst Benachrichtigung
vor diesem geschickt. Gott weiss es, ist sie angekommen, oder
ist sie nicht angekommen. Und Gruss von deinem Geliebten,
dem vor Gott dem Allerhchsten geringen N. N. Sohn des
N. N. mit eigener Hand. Datum so und so.

IV.

Dank fiir einen Brief, Anzeige der Uebersendung eines Geschenkes.
Bitte den Empfang desselben zu bescheinigen.

Ila jenab iskskkk ibiJiebb ilakraw innasik /ttlan bin
/tiian. SaZamak Allak taala, inskllak.

Salaam aleik wa rehmet UlZaki wa barahtak. Ama
baadu saZaamn.. Kkati mwatkmui mwskra/wi ttZiolrta
bettt imetiasilia, ui tuiisoma Zttfea/aknm )aZiomo 0
Aksanta, 11 jazak AZZak el/tt kkeir. Nat ndi. .ijibu luafeo
feama kya, naswi inskaZZak kilikzi taariftt, nat takbatki
zaTuadi na amana mikononi tua /liZani naf tuari/tt kjik
bafee. Wasalaam min mwkebbafe iZkakir Dt.eZedafe* /ttZan bin
/ulan. Tayifek feaZkwjaktk. Wasalaam.

1 muathamu erhaben, musharafu verehrt, sind bliche Be-
zeiclinungen flir das von Adressaten empfangene Schreiben.
2 weledak dein Kind; w Kind, ak das Suffix der zweiten
Person Sing, im Arabischen.

raBERSETZWG.

An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den
sehr geehrten, den aufrichtigen N. N. Sohn des N. N. Es
behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will.


8

Friede sei ber dir und die Gnade Gottes und sein Segen.
Aber nach dem Gruss: Dein erhabenes, verehrtes Schreiben,

das du an uns gesandt, ist bei uns angekommen, und wir,
wir haben es gelesen und alles verstanden, was darin ist.
Danke schn, und Gott vergelte es dir mit tausendfachem
Glck. Und was dich'anbetrifft, solches wie dieses ist deine
Pflicht. Und wir, wenn Gott will, schneiden nicht die Benach-
richtigung ab. Und du empfange das Geschenk und das
Unterpfand aus der Hand des N. N. Und du melde uns seine
Ankunft*. Und Gruss von deinem Geliebten, dem sehr geringen,
deinem Kinde N. N. Sohn des N. N. Datum so und so.
Und Gruss.


Brief VXVI behandeln theils kaufmnnische Geschfte, theils
Familienangelegenheiten. Die Eingangs- und Schlussphrasen sind
ganz kurz gehalten. Dieselben mssten als., wenn man hnliche
Briefe schreiben will, nach dem Muster der Briefe 1-IV ergnzt
werden. Auch diese Briefe sind in einem guten Sansibardialect
geschrieben, und ihre arabische Niederschrift kann fiir Orthographie
und Vocalisation als mustergltig angesehen, werden.

V.

Kaufmannsbrief. Nachricht Uber die augenblicklich bei den Manyema
gezahlten Preise fiir importirte Waaren.

Bemaniki taala.

Iia jenab isJiskefek iltmtkebk iiaferam iimuidd iiakskam
iiafek /uian bin /uian.

Saiaam sana. Na baaduya saiaam nafeuarifu: NimeiMsiii
bender Unyanyembe sifeua mtuesi tatu m/unguo mbiii' Saiaam
saimin.2 Na ufeatafea fekabari ya ndani niiifeotofea, kafeuna iiia
fekeir. Na feuiifeo bei mwafea kl Manyema beuskara nyingi
sana. Frasiia ya ^embe nguo tano, na sitaba /rasiia fei/rasiia
tano. Hiyo bei mawjwdi ka/ana feuta/uta. Na fettiifeo bei ya
'Itutrai, mtumi mima nafeawa kesabn yafee nguo mbiii
na bundufei moja, ba /rasiia ya nskanga feimarabamba/rasiia
ba /rasiia tatu, na uskanga merifeani /rasiia ba /rasiia
mbiii, na uskanga umbottmb^ /rasiia fei /rdsiia u nusu, na
baruti /i/a6 ba/rasiia, na feisua babu Maskat feitambi debmi




kilja man ne, na mkoi &a&u Maskat kimoja man% m&ili. na
safenni nyefeidn sandttkw man tatii, na mifeefea mnrnli ba man
sita. Hiyo ndiyo kka6an ya fearra, taalam zatik.

1 am dritten Tage des zweiten Monats nach dem Fasten
(nach dem Ramadan). 2 wrtl. Sicherheit der Sicherheiten.
i\ \> IX ukitaka. maujwdi.kai>ana kutajttta,
der arabische Ausdruck wird auf Suaheli erklrt. 5 kimarabamba)
merikani, umboumbo Perlensorten. statt ist im Arabischen
pimba geschrieben. 7 babu ^.j^a=Masketischer Art. 8 i,
Gewicht von c. 3 der zwlfte Theil der frasila (=35 (ft)

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den
geehrten, den geliebten, den geehrten, den Bruder N. N. Sohn
des N. N.

Vielen Gruss. Und nach dem Gruss theile ich dir mit,
ich bin im Hafen Unyanyembe angekommen, am dritten Tage
des zweiten Mfunguo, im allerbesten Zustande. Und wenn du
Neuigkeiten aus dem Binnenlande verlangst, von wo ich herkomme,
so sind keine da als gute. Und was den Handel in diesem
Jahr bei den Manyema anbetrifft, so giebt es sehr viele Geschfte.
Die Frasila Elfenbein fr drei Stck Zeug, und Messing eine
Frasila ftir fnf Frasila. Und der Handel ist lebhaft, man hat
nicht danach zu suchen. Und was den Ankauf von Sklaven
anbetrifft, der Werth eines guten, tadellosen Sklaven ist zwei
Stck Zeug und ein Gewehr. Fr die Frasila Kimarabamba-
Perlen, die Frasila fr fnf Frasila (Elfenbein) und Merikani-
Perlen, die Frasila ftir zwei Frasila, und Umboumbo-Perlen,
die Frasila fr ein und eine halbe Frasila, und ein Fass
Pulver ftir eine Frasila, und ein Anzug nach Maskatischer Art
von Debwani-Zeug fr vier Man, und Tcher Maskatischer
Art, eine Fr zwei Man, und eine Kiste rothe.jSeife fiir drei
Man, und zwei Matten fr sechs .Man. Das sind die Nach-
richten vom Festlande. Wisse dieses.




VI.

Kaufmannsbrief. Nachricht ber die Preise in den Kstenhfen.

Bianifei taala.

Ila isfesfeefefe ilmiifeebb ilaferatn ittkarmm innasife /ulan
bin /ulan.

Salaara. Wa baadw ?a salaaw.. Kkli ?afeo nrnatkm
iweiyasili mfeononi WI kmali barua,! nifeaisoma nifea/aktnn
?ote. Kkbari ?a barra feulifeo benskra ?afeo !ili.fan3.i2a,
nil/wrafei sana ba feiiarifw bei ?afeo. Na nfeilafea fekbari

3.abani njia na bei3>a bilka £wani seari^?afee njeraa. ora*
3>a ramfeanis ba reale rabili u nusw, na jora ?a feamti reale
mbili feass robo, na /rasila 3.a usknga samesame. reale sabaa,
na nwbowwbo reale siia, na ttshnga mmfeani raiube /rasila
reale ano, naskba n3.efennn /rasila reale nane, na. slaban3.ee
/rasila reale sita, na feanifei feorjal reale arbafashara mfeiji
mnane, namfennj.! sita reale etJmashara, na S!ibai3.a babn Kacfei
feorja reale sabataskra, na debani babn KacJw feorja reale
sitaskra, na mfarabi feifi% 2a mjiiga feorja reale fektnslaskra,
na .uilatnbi rikni? feorja reale feeleiasfeara, na barufi i>i/a la
roltel fewmi reale ne n ISS. Hi?. ndi?0 seari ?a wji wa
Ungnja. Wassalaatnu.

1 hamalibarua, der Trger des Briefes. 2 kuliko, was anbetrifft.
m, Handel, Preis, C.njunctur. 4 ;?/ oder ein Stck

Zen von ca. 0 merifeani, feamtij feanifei, stibava, debwanij
Bezeichnung verschiedener Stoffe. samesame) Bernsteinartige
Perlen. 7 korjd) Pack von 20 Stck (hier Doti). 8 kumvi za
mpunga, wrtl. Reisspreu, eine Art Gewebe. 9 rihani, Art
schwarzes Zeug.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An den Schech, den geliebten, den geehrten, den auf-
richtigen N. N. Sohn des N. N.




Gruss. Und nach dem Gruss: Dein erhabenes Schreiben

ist bei mir angekommen durch die Hand des Briefiiberbringers,
und ich habe es gelesen, und ich habe es alles verstanden.
Ueber die Nachrichten vom Festlande, was dein Geschft an-
betrifft, das du gemacht .hast, habe ich mich sehr gefreut von
deinem Handel etwas zu erfahren. Und wenn du die Nach-
richten von der Kste wnschest, so sind sie gut und deine
Handelsconjunctur fr die Waaren an der Kste ist gut. Die
Gora Merikani fr zwei und einen halben. Thaler, die Gora
Kamti fiir zwei Thaler weniger ein Viertel. Und die Frasila
Samesameperlen sieben Thaler und die Umboumbo-Perlen sechs
Thaler und weisse Merikani-Perlen die Frasila fnf Thaler und
die'Frasila' rothes Kupfer acht Thaler, und die Frasila Messing
sechs Thaler, und die Kordja Kani.ki vierzehn Thaler acht Lagen,
und sechs Lagen elf Thaler, und Subayas nach Art von Cutch
d'ie Kordja siebzehn Thaler, und Debwani nach Art von Cutch
die Kordja sechszehn Thaler, und Kumvi-za-mpunga-TUcher die
Kordja fnfzehn Thaler, und Rihani-TUcher die Korja dreizehn
Thaler, und ein Fass mit zehn Pfund Pulver vier und einen
halben 'Thaler. Dies sind die Preise der Stadt Unguja (Sansibar).
Und Gruss.

VII.

Kaufmannsbrief. Warenbestellung aus dem Innern (Manyema)
fiir Elfenbein. Es soll ferner ein Grundstck gekauft und die ber-
sandten Sclaven auf demselben beschftigt werden.

Bianiki taala.

Ha iskskefek ilwukebb ilafeyatn iZakk AbdaUak bin Nasur
bin jfumaa ii Nebekani.

SaZaam. Wa baadu ya saiaam: Anafeuuuasilia mtinua
luafeo Mabrufei. /aZmeradi,' tafeabatk felfee /rasila arbain sa
£embe nafeaiua. Ta/adkdkaZ natafea limtmdie bizkaa iizjadkai
ya Manyema. Natafea tminunulie raerifeani asiiiya jora mia na


3

feamti jora -mia 1 feZtamsin. Natafea; na feanifei feorja ar&ain
nane, na' rotfeZ tissa natafea feorja tfeeZatfein, na feanifei
'uiduringo rottel sita natafea feofja asfemn, na sefeari^ 6a6u
Kacfei natafea feorja fenmi, na su&aiya Kacfei natafea feorja
feilt, na Uifai6i fefiui 2a w^nnga' itafea feorja tissa, na
mafeungwrn. winsi natafea feorja tano. Natafea fearuti rotteZ
arfea mia, na ZmncZiifei sandttfeit asfegrin, na ^afafea sandufen
nia;yatea Na feiZicfeo&afei featifea /otfea natafea iiuo sfeamba
ZiZio jia, na ,watwmwa kl .mafefasilia, niraeiZeta
feasids fenja fen/anyi2a feazi featifea ZiiZo sZiamba. AZZafe AZZafe.
featifea jitekdt feuniMkia sfengfenZi ;yangtt. Na ijara'
yafeo twaa featifea kmo mal ^^tZia. WassaZaam.

1 falmeradi, arabisch=und (/) mein Wunsch (Imeradi).
2 Iwadhci) Tauschartikel. sehari, makunguru, Arten Zeug.
4 fataka, Zndhtchen. 5 £ absichtlich. 6 Iwa fr wue.
7 jitahadi) sich beeifern. 8 Lohn.Provision.

/ *?, wrtl. d.rt w. es ist.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An den Schech, den geliebten, den geehrten, den Bruder
Abdallah Sohn des Nasur Sohn des Jumaa- den Nebehani.

Gruss. Und nach dem Gruss: Es kommt zu dir dein

Knecht Mabruki. Und mein Wunsch ist, nimm von ihm in
Empfeng vierzig Frasila tadelloses Elfenbein. Bitte, ich wnsche,
dass du fr mich Manyema-Tauschartikel einkaufst. Ich wnsche,
dass du fiir mich hundert Gora chten Merikani und hundert-
undfiinfzig Gora Kamti kaufst. Ich wnsche auch vierzig Kordja
achtpfiindigenKaniki, und von neunpfiindigem wnsche ich dreissig
Kordja, von braunem, sechspfiindigem Kaniki wnsche ich
zwanzig Kordja, und von Sehari nach Art von. Cutch wnsche
ich zehn Kordja, und von Cutch-Subaya wnsche ich zehn
Kordja, und von Kumvi-za-mpunga-Tchern wnsche ich neun
Kordja, und von schwarzem Makunguru wnsche ich fnf Kordja.
Pulver wnsche ich vierhundert Pfund und'zwanzig Kisten Ge-
wehre und zweihundert Kisten Zndhtchen. Und von dem


4

Gelde das brig bleibt kaufe mir ein recht schnes Landgut,
und die Sklaven, welche bei dir ank.mmen, habe ich absichtlich
geschieh, dass sie kommen und die Arbeit auf diesem Landgut
verrichten. Um Gottes willen, sei doch recht eifrig um mir
mein Geschft auszurichten. Und deine Provision nimm von
dem Gelde, das da ist. Und Gruss.

VIII.

Antwort auf den vorhergehenden Brief (VII.). Die Waaren und
das Grundstck sind gekauft, die Sclaven aber haben wegen der
Blokade nicht nach Sansibar transportirt werden knnen. Die
Rheder wollen das Risiko nicht bernehmen. Bitte beim Verkauf
von Waaren fiir Rechnung des Schreibers zu helfen, da die Indier
bezahlt sein wollen.

Bemaniki taala.

IZa mukebbina ilakram Mwkmwed bin Sleman
bin AbdaUak iirkwni.

SaZaam. Wa baadu ya salaam; Ban yafeo imexuasili na
mtumi lyako kamil barua. Na uiickoniletea Tjyasil;! /rasila
arbain za i>embe na watun mfeononi ma amini2 yafeo mme-
*isili. Aksawt, jezak AUahu elfw fekeir. Nanti nimenwnua
fcadiri wlickoniagizia featifea barwa yafeo, na feilicltobafei nitne-
fewnwnwlia sltaba ba reale fekamse niia. Na uuatwfua sifew-
aa kwwska benda Ungwja, aanawen^i^imb^ya kaiya-
fewbali few^afeia watliwa .ajinga^ ba mzwwgw bakrini. Wa
na kofw, afebaona bakrini, atawafeamata na ckombo afali.
Hilo ndilo neno nnalolifekofw kwni^ata maiata, sifew.eza few^an^iza
jwsurti Wahn Ite nitneiika B'igamoyo, sijwi kila
3?a few^an^iza kafta bwa^elefea Ungwja. luie ratki sana, wsinene
ya kama nimekataa skwgkwli3afeo. Baadw anafeuTuasilia rntwma
.ife. nimemjja bitkaa feidogo, ta/atktkali. msayidie katifea
bewskara, kadiriatafeacko£aiawnileee baw£esi,maanaWakindi^
wawaniwtki fewfafea waii yao. Wassalaam.


5

1 wasil) arab. es ist angekommen. 2 ainini, Vertrauensmann.
wajinga, rohe Sklaven aus Innerafrika, im Gegensatz zu den
Haussklaven in Sansibar selbst. 4 tiuaci) hier: confisciren. 5 jusuri,
arab. etwas tollkhnes, gefhrliches. 6 Die Indier, bei denen
er die bersandten Waaren auf Credit entnommen hat.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An unsern geliebten, den geehrten, den geliebten Muham.
med Sohn des Sleman Sohn des Abdallah den Marhuni.

Gruss. Und nach dem Gruss: Dein Brief ist angekommen
und dein Knecht, der Briefberbringer. Und was du mir ge-
schickt hast, ist angekommen: vierzig Frasila Elfenbein und
die Sklaven sind in der Hand deines Vertrauensmanns ange-
kommen. Danke schn, Gott vergelte es dir mit tausendfachem
Glck. Und ich habe eingekauft, wie du es mir in deinem
Briefe aufgetragen hast, und was brig geblieben ist, ich habe
dir ein Landgut fr fnfhundert Thaler gekauft. Und die
Sklaven habe ich noch nicht nach Sansibar hinberbringen lassen
knnen. Nmlich die Besitzer der Fahrzeuge nehmen nicht rohe
Sklaven in Ladung, denn der Europer ist auf der See. Sie
wenn er sie auf der See findet, wird er sie ergreifen und das
Fahrzeug mitnehmen. Das ist es, was ich frchte, mir Un-
gelegenheiten zu besorgen. Ich habe nichts gefhrliches thun
knnen. Alle Sklaven habe ich in Bagamoyo untergebracht,
ich weiss keine List um es auszurichten, sie nach Sansibar zu
bringen. Entschuldige mich sehr, sage nicht, dass ich dein
Geschft (auszufiihren) mich geweigert habe. Und (bald) nach
diesem wird dein Knecht zu dir kommen, ich habe ihm ein
wenig Waare mitgegebenj bitte, hilf ihm beim Handel, wie er
es trifft, und schicke (es) mir geschwinde denn die Indier
plagen mich, damit sie ihr Geld (wieder) erlangen. Und Gruss.


Kaufmannsbrief. Anmeldung feiner Sendung Elfenbein.

BemaniZli taaZa.

IZa jenab iZrauZieb iZaferatn iZmufearram iZak Mttkmwed
bin sZeman bin Majid iZKkrnsi.

SaZaamw sana. Wa baadtt saZaam: AnakzuasiZia
'mZuiM'nb Mabrufei ) afokbami.abtnambiajabiaTiZikja
wattt iyajii, Tjyameckka i>embe iZaka kbadiZi biZZiaa,
luanatafea kenda Ujiji. FaZmeradi' w/ansie iid/i.1 feadri
inayofaa kwa aina2 yao.

I Vgl. Brief 7 Anmerk.. 2 aina Hlfe.

BERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten!

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den geehrten, den
Bruder Muhammed, Sohn des Sleman, Sohn des Madjid den
Kharusi.

Vielen Gruss. Und nach dem Gruss: Es kommt zu

dir dein Knecht Mabruki. Er kommt von dem Festlande und
hat mir gesagt, dass zwei Leute gekommen sind sie haben
Elfenbein gebracht und wnschen Waaren einzutauschen, sie
wollen nach Udjidji gehen. Und mein Wunsch ist, lass fiir
ihn Tauschartikel bereit stellen, so wie es passt zu ihrer Hlle.

X.

Kaufmannsbrief. Bestellung von Matten.

BemaniZli taaZa.

IZa jenab iZmnZteb iZakram iZnidd iZakZi Hamid bin
MnZtammed bin jfwmaa iZMarkni.




ScOaaw. Wa baadtt;ya salaam. Takabaiki /eka lUilie
majani na mikefea niili, feadri ;ya kamani iliokiM kaiifea
mji maana bk kamani ;yake gkali sana. Allak Allak.
iiakidi asio kriiki mriki asio mroja karabtt 3?a men}?! mrojo.

BERSETZUNG.

Durch die Gnade .des Allerhchsten..

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den geehrten, den
geliebten, den Bruder Hamid, Sohn des Muhammed, Sohn des
Jumaa den Marhani.

Gruss. Und nach dem Gruss. Empfange das Geld und
kaufe mir grobe Matten und zwei, feine Matten nach dem
Preise, der in der Stadt ist. Nmlich hier ist der Preis sehr
hoch (eig. theuer). Um Gotteswillen, gieb dir rechte Muhe .....

Der Rest ist mir unverstndlich.

XI.

Kaufmannsbrief.

unternehmen.

Schreiber will eine Reise nach den Manjema
Nachricht ber die Unkosten dieser Reise.

Bemaniki taala.

Ila iskskekk iitnukebb ilaferam ilmnfearram innasik iiafek
Abdallak bin Sleman ilKkawsi.

Salaam sana. Wa baadu 31a salaam; Ndugu ?afeo Nasnr
bin Sleman emewasili.) nifeamtafea kkabari alikoiok. Afeasema,
kzuri na amaa eie. Min^i ckafee kafeosi cka muizif.1
Bass, m)0 unga nmeingia amaa, nimeazima ksajiri kenda
kmwomba Mingu. Bassi. nimekleea fekabari feasid, ie
kali ya kjna. Nami nifeijaaliwa mwezi kl nandk, maana
.Ipagazi nimeTM^ata feadri niliaifafea ilafetn a£agazi


8

)taka kl gkali. Mpagazi ramoja ba ttgtt. tJtelatkini na
kttdttfei jtttt yake, ttgwo 2a fryarn^ara mfrald Wa
kaadtt nitnei>aa kkakari, feama Ugogo tiaka ki njaa.
Piski* m&ifi 2a wtawa ba #awde. Misa/ara wingi inania
njiatii Wafafein mimi ^awafea Mingu. Hi}/0 ndijo fehkari
yigu. Na Manila kkassaS uuanatafea ska6a n^efeundit, ndio
feitu uiackotaka featifea kai/ai bitkaa uuala feitu ckin-
gine. Wasalaam.

1 D. h. Keiner leidet Mangel. 2 begheir ausserdem. wrtl.
weit entfernt. pishi = 6 rottel c. 6 5 khassa genau,

eigentlich.' tawakal sich jemand anvertrauen.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten!

An den Schech den geliebten,, den geehrten, den auf.
richtigen, den Bruder Abdallah, Sohn des Sleman den Charusi.

Vielen Gruss. Und nach dem Gruss: Dein Bmder Nasur
bin Sleman ist angekommen, und ich habe von ihm die Neuig-
keiten des Ortes, von dem er herkommt, erfragt. Er sagt: es
ist alles schn und allen Wnschen (entsprechend). Sein Eigen-
thmer ermangelt nicht dessen, was sein Gefhrte besitzt. Da
ist auch mein Herz in die Sehnsucht hineingekommen, und ich
entschloss mich, auf die Reise zu gehen und Gott zu bitten.
Und ich habe dir diese Nachricht absichtlich zugesandt, damit
du in der Lage seiest, es zu wissen. Und wenn mir Gnade
gegeben wird, so werde ich in diesem Monate aufbrechen,
nmlich ich habe soviel Trger bekommen, wie. ich sie wollte
aber die Trger sind in diesem Jahre theuer. Ein Trger fr
dreissig Stck Zeug und ein Gewehr obendrein. Ausserdem
sind die Zeuge fr die Hauptleute (der Trger) noch viel mehr.
Und danach habe ich die Nachricht erhalten, dass in Ugogo
in diesem Jahre Hungersnoth herrscht. Zwei Pischi Korn fr
ein Stck (Zeug). Viele Karawanen sind auf dem Wege
umgekehrt. Aber ich werde mich auf Gott verlassen. Dies
sind meine Nachrichten. Und die Manyema wollen durchaus


9

r.thes Kupfer, das ist das Ding, welches sie bei ihrem Handel
haben wollen, eine andre Waare oder ein andres Ding taugt
nicht. Und Gruss.

XII.

Uebermittelung eines Heiratsanlrages.

Bmani/ii taala.

Ha mwkna ilakram innasik /ulan kin /uian.

Wa kaadtt: iwefeuja Raskidbangtt afeaniamkia, ;ya feamma
anatafea moo luafeo fettposa na feama nmefeukaki, /a kiaua fekei^
ba manu )afee. Maana katafei neno ka;ya anatafea
jamko a tkanku^; na mtofo afeitaba na miu aiofew/n. yafee
kttnosa. Kawa maana mfoto miuanamfee afeaiua feakgk featifea
ckwmka, i>afeih mtu feumtafea, kifuoza. Ndio )/,
si .ijiku feumzuia. Na mimi nitneonelea neno ia tkatuaku.
Wa k/iassa TJuatoto 0 kama sakuri nia siaka* ba
wazce wao. Wakiona waume wamkuja kumposa na babaye
kajabkak, ktt^awyiza mamko ya /etkiki feasid fewm/etkeki
na kaka^o na mamaye. A/atkak ni fenoza. Na kJtassa moo
kinti ni keiti kitkaa mkom*, maana moo minamfee metkik
^afee feama mfti v tango na feitigi. Fitn kim si mtw
^a feiefea afeika.10 Na mwenyi kuosa mtoto mimamfee/etkekiu
i mkele -yafee. Akak Akak. Fan;yizeni skauri, mfentane ua2a2i,
TJuafee na iMume. mmjikn ba majikw ma2i. WassaZaam. 1

1 Im Text steht (wohl verschrieben) wemekubali. 2 fa huwa
kheir arabisch wrtlich und dies (ist) Glck. thawabu ein
gutes gottgeflliges Werk. 4 kufu gleichen Standes und Alters.
5 baligh mannbar, arabisch. 6 khassa siehe Brief Ii. 7 staha
Furcht, Ehrfurcht. 8 beiti arabisch, Haus. akiba Vorrath fr
spatere Zeit. IO fethihi Schande machen, Anstoss geben, auch
als Substantiv Schande, Anstoss. Das Praefix in humwoza
gilt fr alle Personen und Zeiten und bedeutet: ich pflege, du
pflegst, man pflegt u. s. w.





UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten;

An unsern geliebten, den geehrten, den aufrichtigen N. N.
Sohn des N. N.

Und danach:! es ist Raschid zu mir gekommen und er
hat mir gesa^, dass er um dein Kind freien will, und wenn
du es annimmst, so ist das ein Gluck nach seinen Worten.
Nmlich er will ja nichts schlechtes, er will ein gutes Werk.
Und wenn ein Mdchen von einem Manne gleichen Standes
verlangt wi.rd, so pflegt man sie zu verheirathen. Nmlich
wenn ein Mdchen im Hause mannbar geworden ist, wenn
dann ein Mann erscheint nach ihr zu verlangen, so pflegt man
sie zu verheirathen. Das ist ein gutes Werk, da ist keine
Verpflichtung sie zuriickzuhalten. Und so habe auch ich es
auf ein gutes Werk abgesehen. Und wirklich die Mdchen von
heute haben keine Geduld auch keine Furcht vor ihren Eltern.
Wenn sie Mnner sehen, welche um sie freien kommen, und
der Vater willigt noch nicht ein, dann machen sie absichtlich
rgerliche Geschichten um sowohl ihren Vater als ihre Mutter
zu rgern. Da ist es besser, sie zu verheirathen. Und wirklich
so ein Frulein ist ein Haus mit leicht verderblicher Waare,
nmlich ein Mdchen ist zweien Dingen hnlich, der Gurke und
der Zwiebel. Diese Dinge sind nicht Dinge, die man auf Vorrath
weglegt. Und wer ein Mdchen zu verheirathen hat, der hat
immer Aergerniss vor sich. Um Gotteswillen, haltet Rath, kommt
ihr Eltern zusammen, Frauen und Mnner, antwortet ihm mit
schner Antwort. Und Gruss.

! Nmlich, nach dem Gruss.




XIII.

An einen kranken Freund. Bitte um Nachricht und Einladung zur
Erholung nach dem Festlande zu kommen.

Bmaniki taala.

Iia ibikehh ilaferam Hamid hin Amir iiBanni.

Salaatn. Wa haadu salaaw; Nim^ata fehahari 3>a
fearmna kwezi sifett n^ingi. na .tuet hkiiletea fehatti nifeajna.;
Na tntu si *ijihw, eba ntgonj'ma, na ndugu 0 ttsimlrtee
hariia., na hani adamw hajjana feitn, marra kfa wziraa na
tnarra afea/a. Na kii fekatti nwssti ya kuonana. Usikae featifea
ghafula.. na Mingit atafenondola wagonj'iua. Naiue wfeaona
magouj'iwa yamebskifea^ ni fenja Mrtwa wfeatezaix halt ^afeo.j
tnaana haridi ?a bfeu ttjema, si feaniwa ya kttfeu. Aak Aliah.
Yatezama inan^uo ^angw feamtna ;yamefeunthi, /ahia kheirS;
feumraa ha^akihi niarifu. Walafein mimi nimeona ntafehias^
kama hayo. Wasalaam.

1 Die Form mit bezeichnet hier den Nachsatz. 2 ghafula
hier: Unbesonnenheit, Nachlssigkeit. 3 Die Form mit zeigt
hier an, dass die Krankheit vllig zum Ausbruch gekommen ist.
4 vielleicht ist kheir ausgelassen. 5 s. Brief XII. 6 makhlas
Rettung, Heil.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An den geliebten, den geehrten Muhammed Sohn des
Amir ilBarwani.

Gruss. Und nach dem Gruss: Ich habe erfahren, dass du
viele Tage krank bist, und du hast m'ir keinen Brief geschickt,
so hatte ich es gewusst. Und so ist es doch nicht mit einem
Manne recht gethan, wenn er krank ist, und es ist ein Bruder
vorhanden, dass er ihm keinen Brief schickt. Und so ein Menschen-
kind ist eigentlich nichts, so eben ist er gesund und mit einem
Male ist er todt. Und ein solcher Brief ist die Hlfte des




Wiedersehens. Bleibe nicht in der Nachlssigkeit, und Gott
wird die Krankheit von dir wegnehmen. Und wenn du fhlst,
dass dich die Krankheit (fest) ergriffen hat, so mchte es gut
sein nach Mrima zu kommen, da kannst du deinen Zustand ordent-
lieh ansehen, denn die Kalte hier ist gut, es ist nicht wie dort. Um
Gottes willen, siehe meine Worte an; wenn sie dir gefellen, so
ist dies ein Glck. Wenn sie dir nicht gefallen, so theile es mir
mit. Aber ich sehe solches als eine Errettung an. Und Gruss.

XIV.

Entschuldigungsschreiben. Der geplante Besuch konnte nicht aus-
gefhrt werden, weil die Kinder erkrankt sind.

Bmanihi taaia.

Ila iHufieb&ina ilasiz dakratn Hamed 6in Said.

Salaat Wa haadw ;ya salaam; Nafeuan/u. naiitafea
kitja bafeo feasid fewja kukttbama, ulakm sibpata. Maana
luatoto wangu feidogo /2 ya£aa' b sib tattt. Wafea^ata
/mjainfro inskadak ntabja. Wasalaam.

1 Als Subject ist zu ergnzen tnarathi, die Krankheit, also
wrtlich: sie hat heute den dritten Tag erreicht.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An unsern geliebten, den theuren, den sehr geehrten Hamid
Sohn des Safd.

Gruss. Und nach dem Gruss: Ich theile dir mit, ich wollte
zu dir kommen in der Absicht um zu kommen nach dir zu sehen.
Aber ich habe es nicht gekonnt. Nmlich unsere Kinder sind
ein wenig krank, es ist heute der dritte Tag. Geht es ihnen
besser, so werde ich kommen, so Gott will. Und Gruss.


23

XV.

Antwort auf den vorhergehenden Brief. Bitte sich nicht zu be-
mhen. Der Schreiber wird selbst kommen.

Bemanihi taala.

Ila tlmuhebh iZaferam jfitaa hin SaZit

SaZaam. Wa baacZtt ya saZaara; Ban )?afeo imeuuasili,
nime/ahamu ttZioniarifu, ya feamma wnawglai na Titof.
luafeo n^nnthani. Ins ha ah Mingtt aat£a ajiya. Na fearama
hwhu^ata feuja feuua niajaa 7 Moo wafeo luangaZi hatiizi,
mimi niafenja. na haja fettjiathi biZashi,. na fehassa
ntafelija feurafezawa wgonjwa, niing ha yafee. WasaZaam.

1 krank sein, ugulia bei jemand krank sein, uguliwa

von einem Krankheitsfall betroffen werden. 2 wrtl. sei nicht
von der Nothwendigkeit. 3 bilashi wrtl. um nichts.forrc.

UEBERSETZWG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An den geliebten, den sehr geehrten Jumaa Sohn des Salim.

Gruss. Und nach dem Gruss. Dein Brief ist angekommen,
und ich habe alles verstanden, was du mir mitge'theilt hast
und dass dir deine Kinder im Hause krank sind. So. Gott
will, wird Gott ihnen Gesundheit schenken. Und wenn du nicht
geschwinde kommen kannst, so werde ich es wissen falls deine
Kinder krank sind, werde ich kommen. Mache dir keine Muhe,
dich unntz zu beunruhigen, und ich werde eigens kommen um
den Kranken zu besuchen, damit ich seinen Zustand kennen
lerne. Und Gruss.


24

XVI.

Todesanzeige. Angeschl.ssen ist die Geschichte eines Menschen,
der am Kilimandscharo von einem Masai Geist besessen wurde.

Bemaniki taala.

Ila iskskefek ilmukekh ilaferam ilmuidd Mwhamm^d hin
Sei/ ilMauli.

Salamusana. Wa haaduya salaam: Nafeuarifuya feamma
dugu yafeo Salm hin Ahdallalt amefeufa sifeu ya mizi tano
w/ungU0 mosi. Inna illaki uua inna alaiki rageuna.i Tufeazifea
na waianga yalifeuwa sifeu sabaa, .alafein sasa fumeondoa na
fearamu* tumesoma, imefemska ifea/asa feufeuarifu harua. Sahahu
ya maratki yafee fumho. Na feulla ndwgu na kali mari/u.
Wasalaam.

Asili yafee kuyu £e/o wafeilima. Walifofea ttu .afeasajiri
.afeaenda Masai. Wali/ofea makali jina lafee Kilinanjay.
.afealala fearihu na feilima. Hatta usifeu afeaja skeitani afeam-
ckufewa mtummoja afeam/oteza horini.^ Hatta assuhniwafeaawfea
feumta/uta mienzi .10, kayu^o. Na yule alioc/iufeuliTua na
skeitani afeafeaa wifzi mifafu horini, kajui ckafeula .ala maji.
Kkatima ,ule 0 afeamleta mjini nyangiwani naye yule mtu
.amemuifea feifeufeu cka skaha afeatofeeagka/ula yule hinadamu
mjini. Na nduguze ka.amjui feama dugu yao. Issura^ ime.
hatilifea naye feama metkilii ya huhu,% kasemi, na ujalu ka.a-
mjui. Pei>0 mmojd .1/0 naye mina mume. .ilafein anatofea
ketki feama miuanamfee. Kkatima yafee: afeaenda yule mu
feuta/uta ngoma, ali/0/ata ngoma, afea.aamhia .atu: /igeni
ngoma. Watu kaujajui. Kkalafu afea.a/undiska ma/ig.,9 katfa
.atu .afeajua. Afeiimha nyimho, .atu .afeaitifeia,10 afeackeza
m.enyet. Na mtu kuyu jina lafee jfongoro.n Na /e/0kuyu
afeim/ata mtu, kumtoa damu ya feimjuani na ckini, na ckafeula
ckafee majongorou na feohf na mazi.a mahicki. Na asili yafee
0 kuyu. Maneno jafee feamma feimasai, kuckeza na mfeufei
na rungu na simi mfeononi na macko bmnu kuaa feick.ani
na aji.a£0 kujjindana, afeafeaufea feamma ufeuni, kunguruma


25

feama simba na dawa ;yak banza wiorya na mizt2e ;yak na
wi mfei na mbuyu, na wifea udo na mamtsfo.'* ;yak
majaui ;ya bani. k^anda kicbani. Wa baadu
binadawn afeangna, dugwze kfenana,afeawnn2a^ katta
afea/a. Hu/iiba ngtto wasknb2, afeaja milira afeawtia
maji ;ya skkda, iMkaamrw feiiio, Duafealia. Kkatima kosba
ba maji afeatba ittokara. KkalaA nkasJiont saanda TJI
feamtia feiiandani 'iwafeamda mafeaburini wafeamzifea. Na 3?ak
maskmbi20 kinndibajnn kfiawafeaondoskmaiangakck-
ka bani. Wafeienda wafeoga waauawak. Na /)aie aij>0-
feoskei ana£ n/uo'> kfeaa maaiym£asa .luanarak, na
sik ;ya kokosk matanga be sknojd kAfeiza ba wbani,
na saanda ktiTi tibu imecJiangan^TJua na maraski na ndi
kuAk2n,a. Ndipo iwtia featifea saanda ndani;yak na mkfca
m£yaia;yockkli'ima;yiiki>efcbameskiiiki;amoja'Ziama



1 arabischer Spruch, illahi flschlich fiir lillahi. d. h.
die blichen K.ranabschnitte nebst den blichen Gebeten. 3 borini
in der Wildniss. 4 khatima endlich. 5 kikuku Armring. issura
das (') Ansehen (sura). 7 methili Gleichniss, gleichwie. 8 bubu
Stummer. 9 mapigo die Art die Trommel zu schlagen. &/// ,
wrtl. darauf antworten, hier den Refrain singen. Iijongooyjongoro
schwarzer Wurm mit vielen Fssen, nach dem Regen in grossen
Mengen erscheinend. ** macho bwiriri kann ich nicht erklren.
1 mavusho Rucherwerk. 4 einen Kranken pflegen.

*5 */>? Sand am Strande.

Ueber die Begrbnissceremonie vergleiche auch noch das
Schriftstck LV. pag. ...

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten.

An den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den ge.
liebten Muhammed Sohn des Seif den Ma.uli.

Vielen Gruss. Und nach dem Gruss: Ich theile dir mit,
dass dein Bruder Salim Sohn des Abdallah am dritten Tage
des ersten Mfunguo gestorben ist. ,,Wahrlich wir gehren Gott,
und zu ihm kehren .wir zurck... Und wir haben ihn begraben
und das Leichenbegngniss dauerte sieben Tage. Aber jetzt


26

haben wir aufgehrt und haben die Ehrenlecti.n gelesen. Es bleibt
nur brig dir den Brief mitzutheilen. Die Ursache seiner Krank-
heit war der Unterleib. Und jeder Bruder ist im Zustande der
Kenntniss. Und Gruss.

Der Ursprung dav.n war der Geist des Berges. Es zcgen
Leute aus und gingen zu den Masai. Als sie an den Ort ge-
nannt Kilimandscharo kamen, lagerten sie nahe am Berge. Da
in der Nacht kam ein Satan und nahm einen Mann mt und
liess ihn in der Wildniss sich verlaufen. Am Morgen erwachten
seine Gefehrten und suchten ihn, aber er war nicht da. Und
jener, der von dem Satan mitgenommen war, war drei Monate
in der Wildniss, er wusste weder etwas von Speise noch von
Trank. Scliliesslich brachte ihn der Geist in ein Dorf in der
Wste, und er hatte jenem Menschen einen kupfernen Armring
angelegt und jener Menschensohn kam pltzlich in dem Dorfe
zum Vorschein. Und seine Brder wussten es nicht, dass es
ihr Bruder wre. Das Ansehen war ver.ndert, und er war gleich
wie ein Stummer, er spricht nicht, und die Leute kennen ihn
nicht. Ein Geist war da,* und er war mnnlich, aber menstruirte
wie eine Frau. Und sein Ende war: Jener Mann ging eine
Trommel zu suchen und als er eine Trommel bekommen hatte,
sa^e er zu den Leuten: schlagt die Trommel. Die Leute ver-
standen es nicht. Und dann lehrte er sie den (richtigen) Schlag,
bis die Leute es verstanden. Er sang ein Lied, und die Leute
sangen den Refrain, und er selbst tanzte. Und dieser Mensch
hiess Djongoro (Regenwurm). Und wenn der Geist den Menschen
fasste, so -brachte er ihm das Blut heraus, aus dem Munde und
unten. Und seine Speise waren schwarze Regenwrmer und
Kobwe und rohe Milch. Und die Ursache davon war dieser
Geist. Und seine Sprache war wie Masai, er pflegte mit Speer
und Keule und Schwert in der Hand zu tanzen und . trug
er in dem Kopfe, und wenn man zu ihm herankam, dann krmmte
er sich und wurde steif wie ein Stck Holz, er brllte wie ein
Lwe. Und seine Medizin war zuerst Mtoria und dessen Wurzeln
und der Mkuubaum und der Boabab und Mnuka Uvundo, und
seine Berucherung Strandbltter, und wenn er beruchert wurde,
so stieg er ihm in den Kopf.2' Und darnach wurde der Menschen-


27

sohn krank, und alle seine Brder kamen zusammen und pflegen
ihn, bis er starb. Und er wurde mit einem Leichentuch bedeckt,
und ein Mualim besprengte ihn mit dem Zeugnisswasser und ordnete
die Trauer an, und sie weinten. Schliesslich wusch man ihn
mit Wasser und er wurde (rituell) gereinigt. Dann nhten sie
ihm das Leichentuch und legten ihn auf eine Bettstelle und gingen
nach 'dem Grabe und begruben ihn. Und die Maschambiso
wurden Uber ihm aufgehngt, bis sie die Trauerzeit beendet
hatten, dann bringen sie sie an den Strand. Und die Frauen
kommen und waschen sie. Und dort wo er gewaschen war,
dort auf dem Sande, da bleibt jemand, der eine Frau sein muss,
und an dem Tage, da die Trauerzeit beendet wird, pflegen sie
an der Grube mit Weihrauch zu ruchern, und in das Leichen-
tuch wird Wohlriechendes gelegt, es wird mit PartUm besprengt
und mit Aloe beruchert. Das ist es, was sie in das Leichen-
tuch hineinlegen und eine neue Matte, auf welcher der Todte
getragen ist, wird in die Moschee gebracht, sei es eine oder
auch zwei.

1 nmlich in dem Kranken. 2 d. h. der Dmon.

Die Geschichte ist fiir uns fernerstehende nicht ganz deutlich.
Jedenfalls handelt es sich um einen Besessenen, die Beschreibung
der Anflle, die Heilungsversuche durch Beschwrung (mit Gesang
und Trommelklang) und das feierliche Begrbniss.




XVIXXXV. Briefe aus verschiedenen Teilen Ostafrikas:
Zanzibar, Mrima (Daressalaam, Bagamojo,) Pangani, Kilimandscharo,
Witu, Comoren. Diese Briefe sollen zum Studium der verschiedenen
Schreib.' und Ausdrucksweise der ei'nzelnen Gegenden dienen.

XVII.

Adressat hat widerrechtlich einige Leute gefangen gesetzt. Schreiber
macht ihn darauf aufmerksam, dass dies Ubele Folgen nach sich
ziehen knnte und ermahnt ihn, dass er den Beleidigten bald durch
irgend etwas vershnen mchte. In etwas altertmlich gehaltenem
Sansibar Dialect.

Bemaniki iaaZa.

IZa jenafe iskskefek iZaferam innasik iZafek mm;yi

FuZan fein minyi fei luenyi FuZan Fttlani. Skifeamoo.1 Wa
feaada ;ya skifeamoo . Nafettarifu kali ;yangw njia Twa tkama nat
mfeuangu feua featka ;ya a/ya zafeo aminas ilkawdti ZiZZaki rafefe
iZaZamina. Wazaidi ;ya feafeari: Nabayifit ya buawk kayo
uZiyo/awya JO. Hiaje* nfea/iga TJatu, amfeao uuasio safeafeu.
Ata^ofeusifeia kafeim kuta^ata adafeu? Bassi sasa ta^afkaliwiaieS
feitu feiTua ckockote, nme iZaa. awe ratki, if saZamu ;yafeo,
iZa nsi^an^e mengine. Na rijjo .Itafea saZama aZal TMtafea
nafeama^ fekiti^ari yafeo. Wa saZaam. NisaZimie jawaa ndogo
na uafewZ,,a . Skifeamoo. Nahfeuwadogowotewaskifeamoo
na .ifeuZmja wote luafewsaZimn. Wa saZaam. Wa featafeaku mimi
mdogo FnZan fein FnZan iZ FwZani. Tarifek 6 featka loa featka
sene 1306.


30

shikamoo Gruss des Untergebenen, der sich nicht berechtigt
glaubt zum Hem salaani zu sagen, was nur die gr.ssen Leute
thun drfen, verstiimmelt aus na schika tniguii ich erfasse die
Fiisse. 2 huwaje wie pflegt das zu sein. ambao alte Relativ-
f.rm. 4 ad wrtl. gute Sitten, hier ist eine Strafe gemeint,
die zur Annahme guter Sitten in spteren Fallen veranlasst.
5 Das Pr.nomen bezieht sich wchl auf den geschdigten Mann,
nicht auf den Frsten. walau gewhnlich: obgleich, hier wohl:
damit. 7 aia=aula oder nicht. 8 nakama Strafe; man beachte

saZamanafeama. yafeo wTt\. dmlnsc\\=

wie du willst.

UKBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten.

An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den
sehr geehrten, den aufrichtigen, den Bruder Herrn N. N. Sohn
des grossen Herrn, Herrn N. N. den N. N.

Ich erfasse die Fiisse. Und nach dem Erfassen der Fiisse:
theile ich dir mit, unser Zustand ist gut, und ferner auch du,
mein Vorgesetzter, mgest von gleicher guter Gesundheit sein.
Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Und was weiter an Nach-
rieht vorhanden ist: Ich theile dir mit, dass Dasjenige, was du
gethan hast, nichts ist. Wie pflegt das zu sein? Du hast
Leute gebunden, welche ohne Ursache sind.1 Wenn der Herr-
scher das von dir hren wird, wirst du nicht Strafe erhalten? Und
jetzt, bitte suche fr ihn irgend ein Ding und gieb ihm, damit er
zufriedengestellt wird. Das mge deinHeil sein, thue nichts anderes.
Und wie es ist, so willst du Heil, oder nicht, so willst du Strafe,
wie es dein Wunsch ist. Und Gruss. GrUsse mir die Freund-
Schaft, alle, klein und gross. Ich erfesse die FUsse.. Und hier
erfassen alle Kleinen die FUsse, und alle Grossen griissen dich.
Und Gruss. Und geschrieben hat es, ich der kle'ine N. N. Sohn
des N. N. der N. N. Datum, am 6. den und den, Jahr 13.6. 1

1 welche keine Ursache gegeben haben.




Adressat soll mit den Maviti rasch kommen niemand mge ihn
hindern. Musterbrief aus Sansibar, aus der Kanzlei des Sultans.

Bism IllaJi irraJtman irrahiw.

Min Bargasch,
bin Said.

Ilajub ittliebbina Abdallah bin Chnza£enrbe. Salawahu
Allah taaia. WarafeaiJuafeo wnewasili, nasi lite/aharau;yaliotno.
Nanyi njooni a Mauili iwanaolafea fewja feltu. Nasi
tiangoja. Nai imefeujifeilia fehali na jamii ataoona asifeuta-
aradil ratii uueiwe na kl njiani. Wa salaam. Wa featabalm
biamri/ii inanilufeufeu Muhammad bin Salrin bijedihi.

17. Scliaiml Si 13.3.

1 taaradi hindern.

UEBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des Gndigen des Barmherzigen!

Von Bargasch
dem Sohn des Said.

An Seine Wohlgeboren unsern geliebten Abdallah Sohn
des Chuzapembe.

Es behte ihn Gott, der Allerhchste. Dein Brief ist an-
gekommen und wir haben verstanden, was darin ist. Und ihr,
kommet her, du und die Maviti, welche zu uns kommen wollen.
Und wir erwarten (sie). Und was dich anbetrifft, es ist an dich
das Schreiben gelang, und niemand, der es sehen wird, mge
dich und jene auf dem Wege aufhalten. Und Gruss. 'Und ge-
schrieben hat es auf seinen Befehl sein Diener Muhammed, Sohn
des Salim mit seiner Hand.

Den 17. Schauwal im Jahre 13.3.


32

XIX.

Briefe einer Frau aus Sansibar an iJiren Mann, der augenblicklich
auf dem Festlande ist. Bericht iiber auSgefiihrte Auftrge. Bitte
um Nachricht, Geld und Kleider.

BianiJti Allah, aala.

Ila jmab ilaziz ilaferam iththifee endna /undi Smail bin
Farahani. Salamahn. Allah laala, inshllah.

Salaam aleife mhmet Ullahi U)a bayafeafahn. Ama
baadnhn: Nafeuayifw, hali zettt njma wa thama nai fen-1
feazalifea ;ya a/;ya. Wa zaidi ?a fehabari: Wayafea iko iie-
.isili jezafe Allahn al/tt fehin. Nyayafea zote tatn. Na fealifea
ltn nlioagiza ba Wadi jfaha haifett^atifeana, amefeataa.
Na featifea maagizo wlioagiza 37a Kiwngani, mimi si^ajni. Na
sasa featifea httfen Mrima nlifeo nafeutazamia fei miezi
miii feama sifenona ada' 3igu lasurw/n^ lafenya. Ndio
fehabayi zangtt. Na featifea n;ywmbani nife. ^angu, sina mu
Allah, Allah, thawa Allah Allah. Andifea waraka nlefee ba
mzee ifeo, ani mttt I fenlalia n^wwba. Mimi ni 37 angw.
Allah Allah. Agiza ba mzee .ifeo Allah Allalt. Na hi;yo
shwfea niliofettagiza, ia feama wmeijjata mfeabithi hw^n ana^eleta
lyafea na mamaye Rainathani. Nisalimie 0 na afeina
mina. Nynmbani ite salaawn. Maalim Bafeari na mfeei
1 anasalimn. Na feazalifea mtnmwa .ifeo mbazya na^e
am^fensalimn. Hizo ndiz. fehabari Z£n za htifen Ungnja. Nai
Allah Allah nsitusahau Allah Allah. WasalaaW. Betayifeh
21 min eshshanwal senn 0. Wa featabahn eliyafea zanjs
binti Uldi. Wa salaam. Aida na binti Mwhanw^d mfeei
bana mfenba am^fensalimn j^zil na bina mfewba amfewsalimn
jezil salaam. Aida na mfzi wa mfigno tattt ttsisahan, ba
sababn feia ada 3?a feufehitimiaA Wa salaam. 1

1 ada Sitte, das herkmmliche, bliche. 2 . im Text ist
aus verschrieben. eig. eine aus dera' Paar=Gattin.
4 khitimia eigentl. fr jemand v.llenden, bezieht sich hier auf
das Lesen lassen von Koranstellen fr jemand, wahrscheinlich
fr einen Verstorbenen.


33 -

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten!

An Seine Wohlgeboren, den theuren, den geehrten, den
bei uns geachteten Meister Smail Sohn des Farahani.

Es behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will. Friede
sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen.
Aber danach: Ich theile dir mit unser Zustand ist gut, und
ebenso mgest auch du von gleicher Gesundheit sein. Und was
mehr ist an Nachrichten Dein Brief ist angekommen. Gott
vergelte es dir mit tausendfechem Glck. Im Ganzen drei Briefe.
Und was die Leute anbetrifft, Uber die du bei Wadi Djaha
Auftrag gegeben hast, so sind sie nicht zu erhalten gewesen.
Er hat es abgeschlagen. Und was die Auftrge anbetriftt, die du
fr Kiungani aufgetragen hast, so weiss ich nichts davon. Und
jetzt, was dich dort in Mrima anbetrifft, wo du bist, so habe
ich nacli dir seit zwei Monaten ausgeschaut, denn ich habe nicht
gefunden, dass mein bliches Geld kommen wird. Das sind
meine Nachrichten. Und was das Haus anbetrifft, so bin ich
dort ganz allein, ich habe keinen Menschen. Um Gottes willen,
noch einmal um Gottes willen. Schreibe doch einen Brief und
schicke ihn an deinen Alten, dass er mir jemand giebt, der bei
mir im Hause schlafen kann. Ich bin ganz allein. Um Gottes
willen gieb Auftrag an deinen Alten. Und was das Stck Zeug
anbetrifft, Uber das ich dir Auftrag gegeben, wenn du es be-
kommen hast, so ubergieb es dem Ueberbringer dieses Briefes
und der Mutter des Ramathan. Griisse mir alle und den jungen
Herrn. Im Hause lassen alle grssen. Und der Mualim Bakari
und seine Frau alle lassen euch grssen. Und gleic'her Weise
lsst dein schlechter Knecht dich grssen. Das sind unsere
Nachrichten hier in Sansibar. Und du um Gottes willen vergiss
uns nicht: Um Got'tes willen. UndGruss. Datum den 21. Schauwal
des Jahres 1305. Und geschrieben hat den Brief die Gattin, die
Tochter des Uledi. Und Gruss. Ferner auch die Tocliter
Muhammeds, die Frau des grossen Herrn grsst dich viele mal,
und der grosse Herr griisst dich mit vielem Gruss. Ferner ver-
giss auch nicht den dritten Mfunguo, denn da ist unsere Sitte
(im Koran) lesen zu lassen. Und Gruss.


34

Anm. Dieser und die nchstfolgenden Briefe einer Frau
niederen Stand.es in Sansibar an ihren Mann lassen einen Blick
in das dortige Familienleben und auf das Verhaitniss von Mann
Und Frau zu, der mehr zeigt als lange Beschreibungen. Es geht
eben auc.h dort zu wie anderSwo. Der Gegensatz zwischen den
hochtnenden Phrasen des Briefschreibeknstlers am Anfange
und der spter sich enthllenden Wirklichkeit ist charakteristisch.
Uebrigens zeigen diese Briefe, dass die Frauen in Sansibar eben-
solche Neigung zu Postscripten haben, als es dem weiblichen
Geschleclit auch in andern Lndern nachgesagt wird.

XX.

Von derselben Frau wie der vorige Brief. Dank fiir das zugesandte
Geld u. s. w. -Sie braucht aber noch mehr, bittet um weitere
Nacliricht Uber die Felle, meld'et die Uebersendung von Orangen.
Das nchste Mal mge Adressat seine Briefe -von einem andern
schreiben lassen, der letzte war nur .sehr schwer zu lesen.

BemaniZii AZZaZzzt ZaaZa.

IZa jenab zZaziz zZaferain iZajiZ iZZztZlifee cndna /undi SmaiZ
bin FarZzanz, saiawzaZzu AZZaZt ZaaZa, insZiaZZaZi.

SaZaarn aZeife wa reZzmeZ UZZafei lua barafeaZaZzzt. Awia
baadwhu: Nafeztari/tt, ZzaZi zeZu njeina u>a ZZtanza nan;yi feia
feazaZifea ;ya a/)i Aida na feaZifea warafea wafeo ttZioniZefea
zimasiZi jezafe AZZaZzti aZftt feizezri. Na featifea nzzszz reaZe na
sZziifea itnrtuasiZijezafe AZZaZm aZ/w feZzezri. Naini nimefeopa nzapesa
3a zuatzz. nifeaZziia. IZi^ozoasiZi rujria,' nifeaZi^a Zena s'ina nj>esa,
ndi. feZzabarz. Aida na featifea ngozi, nZioniari^zz, afeZzdari na
abiadi, bassi zriftujjotea. TnZafeabaZZzi sisz? UnaZeta uuezue
zwaazna ZnZeZe* Zuari/w AZZaZz AZZaZz jazuabn aZa feiZZa haZi. Aida
ZafeabaZZti raacZzztng'zi arbaZasZzara tnfeononz inzua Tafeadyi. Na
Zmia nzfeubzua Zza^nfeo, ;yzzfeo sZzamba. Ndi. feZzabari zangzz.
Na Zznfezz amefeusaZimw znzuaZiznn Bafeari na /ztndi Konzb. na infee
lua buuana KfeaZ^ani saZawa. Nanzi ninzefewsaZinzw iniini feaZib
ziifeZzaZi:. KZzaZ/ani ninzefensaZinzn jeziZ saZaam. BeZarifefe neZzar
tial inin sZzeZzer ziZ feaada senne 1305. Wa feaZabaZzn zanje


35

&ini Ufedi XI salaaw. Na tnbei '. Ufedi *

2 salaam. Aida na xoeiwe umetwan/a saiama ena tifeawn,
maneno ;yafeo tumeyasifcia, twaneno gani. Aida na feaiifea Xarafea.
htm ttftwatki&tt Sana, na sasa nkika xuaraka, ta/uta mu ajua^e
fenandifea tnema, sa/ari kii xoarafca xyako umeitki6u sana.
Wasalai

1 Die Rupie ist der vorhin, genannte halbe Thaler. 2 Die
Stelle ist nicht ganz klar. Chalfan ist also derjenige, welcher
diesen Brief und den vorhergehenden und den nachfolgenden
fiir die Frau des Smail geschrieben hat.

EBERSETZUNG.

Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten!

An Seine Wohlgeboren den theuren, den sehr geehrten,
den hochansehnlichen, den bei uns geachteten Meister Smail
Sohn des Farahani.

Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will.
Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen.
Aber danach: Ich theile dir mit, unser Zustand ist gut und
ebenso mget auch ihr von gleicher Gesundheit sein. Ferner
was den halben Thaler und das Stck Zeug anbetrifft, so ist es
angekommen, es vergelte es dir Gott mit tausendfachem Glck.
Und ich hatte Geld von den Leuten geliehen und ich habe es
ausgegeben. Als die Rupie ankam, habe ich es abgezahlt, so
habe ich wieder kein Geld. Das ist die Nachricht. Und was
ferner die Felle anbetrifft, das griine und das weisse, so sind
sie uns abhanden gekommen. Sollen wir sie in Empfang nehmen?
Bringst du (sie)? Oder sollen wir (sie) bringen? Theile uns die
Sache um Gottes willen unter allen Umstnden mit. Ferner
nimm vierzehn Apfelsinen in Empfang aus der Hand des Ta-
kadri. Und der grosse Herr ist nicht hier, er ist auf dem Lande.
Das sind unsere Nachrichten. Und hier lsst dich der Mualim
Bakari grssen und der Meister Kombo und die Frau des Herrn
Chalfan lsst grssen. Und ich grsse dich, der Schreiber des
tiefes, Chalfan, ich grsse dich 'mit vielem Gruss. Und ge-
schrieben hat es die Gattin, die Tochter des Uledi.und Gruss.


3

Und dein Schwiegeivater, der alte Uledi griisst dich viele Mal.
Ferner hast du uns einen Gruss mitgetheilt und hast gesagt
Deine Werte habe ich gehrt. Was sind das fr Worte? Ferner
mit diesem deinem Briefe hast du uns viel Muhe gemacht, und
wenn du uns jetzt einen Brief schickst, so suche nach. Jemand,
der gut schreiben kann, dieses Mal hat uns dein Brief sehr viel
Muhe gemacht. Und Gruss.

XXI.

Von derselben Frau wie die beiden vorigen. Erneutes Bitten und
Klagen Uber allerlei .husliche Noth.

Bemtihi AZZabtt ZaaZa.

IZa jenab isbsbefeb iZaziz iZakraw iZ absbara endna /uudi
SwaiZ fein FaWiani. SaZawabu AZZab ZaaZa, insbaZZab.

SaZaaw aZeife wa rebweZ UZZabi wa barabzabu. Awa
baadubtt: Nabarifii baZi zetu jewa wa ZZiawa nailyt bwa
kaZbaZib )aajia. Wa zaidi)a febabari: NiweZeZa )ryaraka wbiZi,
sifeu^ata wajibu. Gissi gani Wa feaZbaZifea na bwana wbbwa
na)e aweniawbia, na;ye babj>aa wajibu. Wa feazaZffea na sib
ziwezesonga1 za wjungo2/atiba^ za wazee. Bassi na bwa nia-
ui^atia feiZu, niZeZee a£esi AZZaZ AZZab. Aida na feaZifea nyuwba
ni j>eb 3igu sina wZu. Bwana wbbwa batafei bnij>a wZu
wa fenniZaza. Nawi si wezi feidoZe. Ndio febabari zangu. Na
feaZifea wajjesa uZiowfeabitbi wtuwwa Wadi Ngwbe )awewasiZi.
Na feaZifeawapesauiowfeabiZfeiiddaiaZiBoraa/;yana:yo)awewasii.
Hi), ndio febabari zangn, ziZizo bufeu. Nawi nisaZimia n)winbani
woZe feadri auiuzaye. Na bufeu saZaaw waaZiw Bafeari na wawa)e
Kenda. Wa saZaaw. Nawi KZta^ani niwefeusaZiwu na binZi
Owari saZaaw. Wa saZaaw. Betarifefe nabar 22 win ziZfeaade
sene 1305. Wa featababu iZwarafea zauje binZi UZedi. Wa saZaaw.
Nawi baZi zbai/u. Mbogo nbiao, sina wafeuZwangia, siwezi
feidoZf. Nawi liZaZofea, bwana wfeubwa bab)i^a wZu, niZabawia
fewenu. nafei^oZea feueZu. Wasije. Nina wattetto, nabarijn na
mapema, Wasalaam.


37

songa eigentl. pressen, drcken, -hier nahe bev.rstehen.
Die F.rm zimezesonga zeigt die alterthiimliche F.rm des Perfects;
mezC) wrtlich: sind beendigt, wird jetzt zu me zusammengez.gen.
2 vijungo das Lesen der Koransuren, vgl. die Anm. zum
Brief XIX. 3 fatiJia wrtl. Erffnung, Name der ersten Sure
des Korans. Die Fatiha der Eltern ist wohl hier zum Gedacht-
niss der Verstorbenen zu lesen.

BERSETZUNG.

Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten!

An Seine Wohlgeboren den Schech, den theuren, den sehr
geehrten, den bei uns geehrten Meister Smail Sohn des Farahani.

Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will.
Und danach: Ich theile dir mit: unser Zustand ist gut und
ebenso mOget auch ihr von gleicher Gesundheit sein. Und was
es weiter an Nachrichten giebt: Ich habe dir zwei Briefe ge-
schickt. Antwort habe ich nicht erhalten. Wie geht das zu?
Und gleicherweise auch der grosse Herr, auch er hat mir gesagt,
auch er hat keine Antwort erhalten. Und gleicher Weise sind
die Tage nahe herangekommen die Fatiha fr die Eltern lesen
zu lassen. Und wenn du fiir mich eine Sache erlangst, so schicke
sie mir schnell um Gottes willen. Ferner bin ich auch im Hause
ganz allein, ich habe niemand (bei mir). Der grosse Herr will
mir niemand geben bei mir zu schlafen. Und ich habe einen
schlimmen Finger. Das sind meine Nachrichten. Und was das
Geld anbetrifft, welches du dem Knecht des Wadi Ngombe
bergeben hast, auch dieses ist angekommen. Und was du dem
Krmer Bora Afya bergeben hast, auch dieses ist angekommen.
Dieses sind unsere Nachrichten, die es hier giebt. Und grUsse
mir im Hause alle, so wie man nach mir fragt. Und hier lsst
dich der Mualim Bakari grtissen und die Mutter des Kenda.
Und Gruss. Und ich Chalfan grUsse dich und die Tochter des
Omari lsst grtissen. Und Gruss. Datum am 22. Tage des
Silkaade im Jahre 1305. Und geschrieben hat den Brief die
Gattin, die Tochter des Uledi. Und Gruss. Und mir gehts
scWecht. Cassawa habe ich, aber ich habe niemand zum Stampfen,
ich habe einen schlimmen Finger. Und ich werde fortgehen.


38

Der grosse Herr hat mir niemand gegeben, ich werde zu euch
verziehen, indem ich hier bei uns verloren gehe. Komme nicht.
Ich habe etwas zu sagen, ich werde es dir rechtzeitig mittheilen.
Und Gruss.

XXII.

Nachricht ber die Verwendung des bersandten Geldes, Bestellung
von 4 Hhnern zum Todtenfest. Wahrscheinlich aus Zanzibar.

Ha jenafr iZaziz iZaferam iZauled SmaiZ sarife Haj Farltani.
Salamafeu AZZaJi taala.

SaZaatn aleife wa reJtmet Ullalii wa fearafeatafeu wa mar-
dataliu wa neemafafeu amina. Wa haaduliu: NafeuariU fefeafeaW
3a Ziufeu felieiri amina, feafeufeuzidi 1uitu iZa iZfefeeir. Aida na-
feirifw feulifeo reale sita ulizoniletea, nimennnwa ^ande inne za
ngozi. Na uande wa tan. mdogo wangu miini. Na nusu
reale featifea reale sita wa nusu ametia watofo wafeo maafeuZi
il a/a.1 Na nusu reale iZiofeuja amja na dofi, nimetwaa
minti. Nawe twaa ilio Jrufeu. Na gunia la utfeogo ZimewasiZi.
Nime^atafefeafeari^afearwaume^ata feitu, ta/at/a usi/an3?e feltafari
ufeani^afeia featifea jafeazi wa feuZeta Z'iufeu. Aida nafafea utafeie
feufeu wane uniZetee, mfeele zetumjungoi ,a wazee. Wa saZaam
TusaZimie watot. wafeo, salaam, jazil wa salaam. Wa feaza
mimma ara/nafe^ Wa salaam min muZtelfe ilZtafeir ZiZZalii ila-
feufe Haji Farfeani, feijedifei. NaZiar 25 min sZiefeer Tfeil feaade
senne 13.5.

I / fr Gesundheit. 2 vijungo sielie den vorigen Brief.
3 Arabisch: i (und) (dieses) mimma=min (von) (was)
r. (wir theilen mit) £ (dir).


- 39

UEBERSETZUNG.

An Seine Wohlgeboren, den geliebten, den theuren, den
sehr geehrten, den Sohn Smail, den Freigelassenen des Hadji
Farahani.

Es behte ilin Gott der Allerhchste.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen und sein Wohlgefallen und seine Gute sind wahrhaftig.
Und danach: Ich tlieile dir mit, die Nachrichten von hier sind
eitel Glck, es vermehrt sich nichts hier als das Glck. Ferner
tlieile ich dir mit: betreffend die sechs Thaler, welche du mir
geschickt hast, so habe ich vier Stck Leder gekauft. Und das
fnfte kleine Stck ist mein eigenes. Und den halben Thaler
von den sechs und einem halben Thaler hat sie fiir deine Kinder
zur (Bescliaffung) gesunder Speise genommen. Und den lialben
Thaler, welcher zusammen mit dem Doti gekommen ist, liabe
ich selbst genommen. Und du nimm, was dort ist. Und der
Sack mit Cassawa ist angekommen. Ich habe erfahren, dass
du etwas bekommen hast, bitte thue nur nichts gewagtes, wenn
du es fr mich in ein Fahrzeug verladest, es hierher zu senden.
Ferner wnsche ich dass du fr mich vier Hhner verlangst und mir
schickst, vor uns ist das Todtenfest fr die Eltern. Und
Gruss. Grsse mir deine Kinder, vielen Gruss, und Gruss.
Und dies ist es, was wir dir mitzutheilen haben. Und Gruss
von deinem Geliebten, dem vor Gott geringen, deinem Vater
Hadji F.arhani, mit seiner Hand. Am 25. Tage des Monats
Silkaade im Jahr 1305.

XXIII.

Bericht aus Daressalaam. In Folge der Unruhen waren die Leute
weit geflohen, jetzt ist es wieder ruhiger geworden, die Leute
kehren zurck. Ein Kriegsschiff ist gekommen, um den Wali zu
holen.

Dieser Brief kann auch als Musterbrief gelten.


- 40 -

BiawiZii ZaaZa.

JZa jeuab isZisZiefeZt iZmuZiebb iZaferara iZmukarram iZmw.
Izi iZaZtsZiam ilafefc SaZim bin Hamid bin Salim. iijfabri, saZa-
maZitt AZZaZt Zaala, hisZmZZaZi.

SaZaam aZeife ja reZimeZ UZZaZii Ja barakaZaZiw. Wa
baadn: HaZi 3?angu nj?na ja ZZiama naj feja feaZZiaZifea3?a
ajijya. IZZtamdw ZiZZaZi rabb iZaZamina. Wa gaidi ;ya feZtabaH:
7angu ?lilijjoondofea Ujigttja ZiaZZa sasa sijaona feZai yafeo, jaZa
si .nj^ibn mimi naje fenfeaa min gZieir' 3>a febaZfi. Na
feZtabaH^a BndfysaZaam: janja MeHmajaZ#awyisa kZiarbo*
kidogo., J^mdrama^ mjini -.0 Ziajjana aZiobafei iZZa jaja-
cZtacZte. ^aZafeii sasa jatu jewgbie mjini. Na
bjawa mfenbja emrti^a aman jattt ja mjini, fmeja,nbia^
mfearudi Jia^aria zZtara.s Na feadri ZiZafeaZojiyi^ feaiifea
mji ja Ungwja ^aZmuradi,! niayiW kZiabarf jamii. Na man."
jay ya said yaZikuja BejtdersaZaam amja na feonsnZ fenja
fenmc/mfena iZjaZi Said bin AbdaZZaZt, emetarafeZias feaiifea
sZittghZiyasrkar. jakaZiyakjwa. Wa saZaam. Min afeZdfe
iZZiakir AZZaZii ZaaZa jfumaa bin Nasur bin jFumaa iZ NebeZiani.

TayifeZi ZZtaZiZZi min sZieZier MnZiarram ji 1306.

1 min gheir arab.: ohne, ausgenommen. 2 kharbot arab.
Aufruhr, Unruhe. 3 Die Vorsilben 7 und 7va werden im Kim.
rima oft gleich und 7 vor dem Tempuszeichen wr aus-
gesprochen. 4 mbwana mkubwa, der Stationschef. 5 thara
> anstatt Schaden, Verlust 6 jiri arab. kommen, geschehen,
sich ereignen. 7 siehe Brief 7. 8 taralihas arab. sich leicht, wohl,
feil machen=leichtfertig sein. 9 serkarmserkali Regierung.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten

An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den
sehr geehrten, den geliebten, den geehrten, den Bruder Salim
Sohn des Hamid, Sohn des Salim den Jabri.

Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will.
Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen. Und danach: Mein Zustand ist gut und ebenso mgest


4

auch du v.n guter Gesundheit sein. Lob sei Gott, dem Herrn
der Welten. Und was mehr ist von Nachrichten: Seitdem ich
von Sansibar aufgebrochen bin bis jetzt, habe ich no'ch keinen
Brief von dir erhalten, und so ist doch nicht unser Verhaltniss
zwischen mir und dir, ohne Brief zu bleiben. Und die Nach-
richten von Dar es Salaam: Die Leute von Mrima haben ein
wenig Unruhe gemacht, sie sind alle aus der Stadt verzogen,
es ist niemand, der brig geblieben ist, als wenige Leute. Aber
jetzt sind andere nach der Stadt zurckgekehrt. Und der grosse
Herr hat den Leuten der Stadt Frieden zugesichert, er hat
ihnen gesagt: wenn ihr zurckkehrt, so ist nichts zu fiirchten.
Und du, wie es in der Stadt Sansibar kommt, und mein Wunsch
ist, theile mir alle Naclirichten mit. Und ein Kriegsschiff des
Said ist nach Dar es Salaam gekommen mit dem Konsul zu-
sammen, um zu kommen und den Gouve'rneur Said, Sohn des
Abdallah, mitzunehmen; er ist leichtfertig gewesen in, den
Regierungsgeschften. Sei im Zustande es zu wissen. Und Gruss.
Von deinem Bruder, dem vor Gott, dem Allerhchsten geringen
Jumaa Sohn des Nasur, Sohn des Jumaa den Nebehani.

Datum der dritte des Monats Muliarram, im Jahre 1306.

XXIV.

Schreiber ist, wie er glaubt, unrechtmssig gefangengesetzt und
gemisshandelt. Die Zeugen wollen aber kein Zeugniss ohne Erlaub-
niss des Said ablegen. Er bittet diese Erlaubniss recht schnell zu
bersenden. Von Mrima.

Bism lk imthmaw. irrakim.

Ha jeuafc iskskefek ilasiz ilakram ilmnfearram ilahskam
skcfck Akmed hin Snai (Jstnaiiy

Salamaku Allalt taala. Sakam alak jua rahmet Uilaki
1 tarafcalaJiw. Wa &aadw: Aarrijakai min ara/u ya da'ia2
yetii luliolrta na sa^idi Ali fein Sdidi, mimi na mnin^i Kai
n feali^ kttfenmn afeahidi* mimi kulela maskakidi. Hanena.
maskakidiyangn jafeo Mrima ;yafeuskwkwdia. Nifearnfek^fkiwa^


42

tiinyi Sumaif ajua., naye Jiakimu alioika sayid KhaK/a
bin SaicL Wa/>0 na masfiafmiijamii mjini, .iJmJmdia feiua feuu.a
niinerufeJiut/iiu.a, hafoleii fcaiifea uyumba yaugn, Jmkok.twa
na miHF.ro sifeu uc, nc^ajia thafiiri. Watu nlio mjini wajna.
Lafeini funy Sumail anena : tnimi sitoe usftafiidi luangu ila
uje irafea .i sayidi fewtafea usftafiidi feu.angw. ndij. wisftu-
fmdie. Na juatu feafifea mji Uanena. na sisi fiatuendi Ungnja
kusftuftudia, iia uje irafea Ua sayidi feulafea usJtufiidi sisi
ndi/>0 tutoe usJiaflidi itu feadri tulioona. assi Allaft Allaft
sftefefti emefeuisilia dugu ;yangu, m^e irafea 1 sayidi.
AllaJi AdaJt sftefeJii la/alftali. Wa salaam. Wafeatabafiu ii/takir
Ada ft iaala mi.t mufiebbafei Dole bin Ki/>iida fein Mifang.mfo
^,aifcft if j.m 21 Sa/ar ji 1306.

X cCarrifa ha arab.: ich mache dir bekannt. 2 (n) taraf

(Seite)=was anbetrifft. dtf/ Forderung. Klage, arab. katim
featifea bidi, bidii, 0 lt\\e \ ftanna==
nikanena-, die Silbe ha wird auf dem Festlande oft fr nika
gebraucht. 6 rukuthu arab. berfallen, misshandeln, wird be-
sonders von dem gesagt, der dabei unrechtmssiger Weise in
ein fremdes Haus eindringt. 7 Der Schreiber ist, wie man sieht,
der Bedeutung der arabischen Phrasen des Briefes sich nicht
ganz bewusst, denn wrtlich schreibt er: es liat ihm der vor
Gott geringe geschrieben von deinem geliebten u. s. w.

UBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des Gndigen und Barmherzigen.

An Seine Wohlgeboren den Schecli, den theuren, den
sehr geehrten u. s. w. Schecli Achmed Sohn des Sumail.

Es behte ihn Gott der Allerhchste. Friede sei Uber dir
und die Gnade Gottes und sein Segen. Und danacli: Ich theile
dir mit in Sachen unserer Klage, die wir vor Said Ali bin Said
gebracht haben, ich und Herr Kayi, es ist vor Gericht. Er liat
gefordert, ich soll Zeugen bringen. Ich habe gesagt: meine
Zeugen sind dort in Mrima um zu bezeugen: Ich wurde Uber-
fallen. Der Herr Ismail weiss'es, und er ist der Richter, welchen
Khalifa bin Said eingesetzt hat. Es sind Zeugen die ganze
Gemeinde in der Stadt sie bezeugen, dass ich uberfallen worden


43

bin, ich bin aus meinem Hause fortgerissen, ich bin vier Tage
in Ketten herumgeschleppt, am hellen Tage. Die Leute, die
in der Stadt sind, wissen es. Aber Herr Ismail sagt: ich S.11
nicht mein Zeugniss Vorbringen, es sei denn, dass ein Brief des
Said komme, Zeugniss von mir zu verlangen. Dann soll ich zeugen.
Und die Leute in der Stadt sagen: auch wir gehen nicht nach
Sansibar um zu zeugen, es sei denn, dass ein Brief des Said
komme um unser Zeugniss Zu verlangen, dann wollen wir unser
Zeugniss abgeben, wie wir es gesehen haben. Und nun Schech,
um Gotteswillen, es ist zu dir mein Bruder gekommen, gieb
ihm den Brief des Said. Um Gotteswillen, Schech, sei so gut.
Und Gruss. Und geschrieben hat. es der vor Gott geringe, (es
ist) von deinem Geliebten Dole Sohn des Kipinda Sohn des
Milangombe.

Datum den 2 Tag. des Safar im Jahre 1306.

XXV.

Betrifft dieselbe Angelegenheit wie der vorige Brief. Von Mrima.

B^tnaniJii Allah aala.

Ila jenab ilmuliebb ilasis ilaferam ilahsltam mwinyi sherifu
Ali bin idduuani M/amau Merifeani ilBehawi.

Salatnahu Allah aala. Wa baada: Aarijafe: iwanai
pamoja na hadimw ^afe. Mgeni 1 Hija. Mwende ba shefehi
Ahmed bin Swmai, ufearawarifhi feama min arajit ya da'wa ya
;yule rn na mwensiwe walioletwa na said Ali fewa hofeamn
efeabidi ynle rn feulefa mashaliidi yafee. Afeanena, mashaliidi
yafeo Mrima. Bassi mwambie.. amebenda Mrhna fetttafea ma-
sltahidi. Miambie : Snmail ancna: Sishnhttdie, ila nje warafea
wa sa^idi wa feufafea wsltaliidi bangn, ndipo flishhudie.
Maana mimi hafeimn, nimeweba na sajddi, sie wshuhnda
ila nje warafea wa sayidi. Maana neno la hahiri, feulla mu
ajna, hajmna asi.jwa, feama mamaye Shiti ame^angwa, na
mwen^i Knja feum/igulia, mimi nilijjomdi Ufeani - lafeini lee


44

zuaraka ZI sayidi, kamambie sZiekZzi; minyi Siiai afeanambia:
Kaizuae zuaraZea zua Sayidi ZI kiitaka ttsZiaZtidi bangw. Na
mas^iaHidi mengin^ mjini, zuangna feama 0 : Ujaj). zoaraka
zua Mtabenda Utiguja aoZa, tatasZmZidia biZa yako

mzuenyi Sliail Na zuezue wmari/it sayidi aoZa, feama Ziaifcw^aa
ttttabenda nafsi yettt Unglija. Waama sZiarti hl farafea
zua sayidi. Maana hui Zttnenapo. ZuZaambizua Zzuam^cHdeZea
mamayg SZtiti. Lakitt ttjaj). uuarafea zua sayidi ZiaZuna bttddi
bnena Ziaki ya Muuuga. N^wo ii ZtaZiiri, kuZZa mtu ajwa,
mdogo tnbbzua ajaa. Bassi Za^aZkaZ, tnyi, Zafea zuaraka
li^esi zua sayidi, ta/aZbaZi na banta ya sZiekki^ tafeabatZiini
mj>eZek^ Nanyi mzuambi kama hizjy. AZZaZi AZZaZi. SZiauri
yetu mimi 11 zuAZZaZii zu AZZaki zuAZZaki woja. Wa saZaam.
Nazue izua ^amoja na Mgeni zua Hija. Wa feaZabaZm afeZiife
iZzueZedi DoZe bin mzuinyi Ki/>inda. AZZaZi AZZaZt jazuabu njjesi.
Na mimi ningaZifenja, zua ama nynjnbani huangn kiuazuezi.
Ndijx) ttisi^ate fenja. Wa saZaam.

Adresse auf der Rckseite

IZa jenab iZmuZiebb iZafeyam iZntMZsarram iZaZisZiam mzuenyi
shertfa AZi bin iddizuatti M/amau Merikani iZBehani. SaZamaZtn
AZZaZi faaZa.

Bender Zenjibar.

1 aarifak) iwana, siehe den vorhergehenden Brief. 2 arithi)
arabisch, eine Vorstellung ber etwas machen. Mglicher Weise
ist hier der vorhergehende Brief gemeint.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten.

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den theuren, den
sehr geehrten, den ehrwrdigen Herrn Ali Sohn des Rathsherren
Mfamau Merikani den Behani.

Es behte ihn Gott der Allerhchste. Und danach: i'ch
theile dir mit, hilf zusammen mit deinem Knechte Mgeni des
Hidja (Sohn). Gehet doch zu Schech Ahmed bin Smail und


45

mache ihm Vorstellungen in Betreff des Processes von jenem
Kindel und seinem Genossen, welcher von Said Ali vor das Ge-
rieht gebracht ist. Er hat jenem Kinde aufgegeben seine Zeugen
zu bringen. Die Zeugen sind dort in Mrima. Gut, sage ihm:
er ging nach Mrima die Zeugen z.u fordern. Sage ihm: Smail
sagt: icli soll nicht Zeugniss ablegen, es sei denn, dass ein Brief
des Said komme, um Zeugniss von mir zu verlangen, dann soll
ich zeugen. Nmlich ich bin von dem Said als Richter ein-
gesetzt, ich soll kein. Zeugniss erfragen, ausser wenn ein Brief
des Said kommt. Nmlich die Sache ist offenbar, jeder Mensch
weiss es, es ist niemand, der es nicht weiss, dass die Mutter des
Schiti gebunden wurde, und der Herr Kuja hat sie gebunden
als ich von Ukami zurckkam. Aber schicke mir den Brief des
Said, (in welchem) er Zeugniss von mir verlangt. Und viele
andere Zeugen sind in der Stadt, sie sagen ebenso: Wenn der
Brief des Said kommt, werden wir nach Sansibar gehen; werden
wir zuerst ohne dich den Herrn Sumai Zeugniss abl^en? Und
du theile es zuerst dem Said mit, dass es nichts nutzt, wenn
wir von selbst nach Sansibar gehen. Vielmehr muss es noth.
wendiger Weise durch einen Brief des Said geschehen. Nmlich
wenn wir es so (ohne den Brief des Said) sagen, wird man von
uns behaupten, wir wollen (nur) der Mutter des Schiti gefellen.
Aber wenn der Brief des Said kommt, so mssen wir durchaus
sagen, was vor Gott recht ist. Die Sache ist offenbar, jeder
Mensch weiss es, klein und gross weiss es. Nun sei so gut und
fordere rasch den Brief des Said, und bitte, nehmt auch den
Brief an den Schech in Empfang und bringt ihn zu ihm. Und
ihr redet in solcher Weise um Gotteswillen zu ihm. Unser Rath,
meiner und deiner, bei Gott, sei einmUthig. Und du bleibe zu-
sammen mit Mgeni des Hidja (Sohn). Und Gruss. Und ge.
schrieben hat es dein Bruder, der Sohn Dole Sohn des Herrn
Kipinda. Um Gotteswillen antworte schnell. Und ich wrde
(selbst) gekommen sein, aber sie sind in meinem Hause krank.
Das ist es, dass ich selbst nicht kommen kann.

Adresse auf der Rckseite des Briefes.

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten
u. s. w. ehrwUrdigen Herrn Ali Solin des Rathsherrn Mfamau


6

Merikani den Behani. Es behte ihn Gott der Allerhchste.
Hafen Sansibar.

1 Kind=junger Mann, Vasall.

XXVI.

Nachricht ber ein Gesprch mit einem Deutschen und ber den
Verkauf von Sclavinnen. Aus Bagamoyo.

Bisw Tllah irrahman irrachim.

Ha jenah ilmuhebb ilaferam tlmukarram ilaziz Shirdule bin
Hasara Khan ieh({isc/ii.

Salamahu Allah taala, ins ha Allah. Salaant aleife wa
rehmet UMahi wabarafealahn. Wa aina baaduhu: Nafeuarifu
min laraf ilafchba. za Jiwfeii jema, tliama nawe feathalifea
nawtna ya ajia zafeo insha Allah laala. Nami sijambo min
/adhl Allalii taala. Wa aida tofeea feutofea Unguja niine^aia
ng.nj-a.a wa tttinbo. Sasa si jamb. min /adhl Allahi laala.
Ameniita Mdashi nimeonana naye. Manen, yafee inema, si
mabaya. Amesema: Mimi sina xnla benu nyinyi sijni feliatii'na.
ya Mingu. Na fchabariya wattnuwa, wanafexoenda Bagamoyo.
wala hawauli2wi. Mambie mulla Abdallah Marifei: hawo
wajafeazi. tiasibu chombo cha Mswngn feifeaja, nao. watafewja,
hali 2ao halafei, lafeiui mambo /ore/ores. Na fehabari ya
Ungnja uari/w Allah. Allah thama Allall nsifeose feuliri/n.
Mambie mwenyi Iri: mxuenyi6 Clmma amefeuza mjafeasi wafee.
Nimemnyanganya ru/ia fehamsi wa asherin. Yafe. bangn.
Bassi. Nisalimie jamaa fea/a jarari salaarn. Na linfen feiani^
jamaa fea/a jarari salaam. Wa featabaliu mnl'iebbafe Abdallali
bin Sebakli ilBelwdsclii. Belayifeli min leie 7 Shaaban.
Sene 130G. 1

1 siehe .den vorhergehenden Brief. 2 ilakhbar) arabischer
Plural von khr, die Nachrichten. Mia (von) fadl (Wohl-
that) Allahi (Gottes). 4 Es ist nicht sicher, ob Halizaomihr
Zustand ein Name ist oder ob der Satz bedeutet: er will nicht


47

ihren (gegenwrtigen) Zustand. 5 porepore=polepoley sanft, Jeise.
Seine Worte sind leise d. h. der Widerspruch nimmt schon ab
und er wird wohl bald einwilligen. 6 im arabischen ist hier
wohl ein Schreibfehler. 7 statt jarar ist wolil jezil zu lesen.
8 Vielleicht ist hier kweiiu zu lesen, vielleicht ist es ein Orts-
Kiam.

UEBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des Gndigen des Barmherzigen.

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten,
den theuern Schirdule, Sohn des Hasara Chan, den Beludschen.

Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will.
Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen.
Aber danach: Ich theile dir mit in Betreff der Nachrichten von
liier, sie sind gut, und ebenso mgest du gleiclierweise in der
Annehmliclikeit deiner Gesundheit sein, wenn Gott der Aller-
hOcliste will. Und mir geht es durch Gottes Gte'gut. Und
ferner: seitdem ich aus Sansibar fortging, hatte ich eine Unter-
leibskranklieit. Aber jetzt ist es wieder gut durch Gottes Gte.
Es hat mich ein Deutscher gerufen, und icli bin mit ilim zusammen-
gekommen. Seine Worte sind gut, nicht schlecht. Er hat gesagt:
Ich liabe keinen Krieg mit euch, (allerdings) weiss ich nicht den
(endgltigen) Beschluss Gottes. Und die Nachrichten von den
Sklaven (sind diese): Sie kommen nach Bagamoyo, aber sie
werden nicht verkauft. Sage dem Mulla Abdallah Mariki: Wenn
das Sciliff des Europers zufllig kommt, so werden, auch jene
Sklavinnen'kommen Halisao will niclit, aber seine Worte sind
(sclion) leise (geworden). Und theile uns die Neuigkeiten aus
Sansibar mit. Um Gotteswillen, nochmals um Gotteswillen,
verfehle niclit es uns mitzutheilen. Sage dem Herrn Nuri: Der
Herr Djuma hat seine Sklavin verkauft, icli habe ihm fiinfund-
zwanzig Rupieen abgenommen. Sie sind bei mir. Grsse mir
die gesammte Verwandtschaft, vielen Gruss. Und hier in Kiani
lsst die gesammte Verwandtschaft vielmal grssen. Und ge-
schrieben hat es dein geliebtej- Abdallah, Sohn des Sebach, der
Beludsche. Datum von der 7 Naclit des Scliaaban. Im Jahre 1306.


--

Eine freigelassene Sclavin hat die Freilassung ihrer Mutter (Tanten)
und ihrer Grossmutter beansprucht.- Der Schreiber weist nac.h, dass
sie Unrecht hat und erzhlt die Geschichte dieser Sclavinnen.
Wahrscheinlich aus der Gegend von Bagamoyo.

Ila ishshefeh tlmultthh ilasjis ilaferam tlahsham ilafeh
Muhamm.d hin Slnuan ilHadrami. Salanialiu Allah faala,
inshallah.

Salaam aleife wa rahmat Ullahiwa harakatahtt. Khahari
ya Ituyu hadimu yafeo Fatf tuinesifeia ya feaimna atnefettja shitaki.
Ajidai knwa niunngwana ^amoja ha mamazab, hasha Allall.1
Hawo juwla watn wantie hihiy. na mainase. wawili na
Ndio wann. Huyu Falme afeiandiHwa uhuri iofeea hayi ya
hihi yake Mwanganza wa Mafeumhi, wakahaki liaiuo mamaze
wattdli na hihiyena feijakazi mmaja. Alininnnna nutiyi Khamisi
wa Kiternh^, aalam hithalik. Mamaze wakalhamaniwa akanunna
Ajmaiua ba reale 70. Na waritlii hawo wlioiJahidi. Awali
tlialifea yeye Ajniaina, wa £ili diwatti Sigamha, wa laln nraiyi
mfeuu Tahisintili, na wane rnwenyi Kondoofeizo. Ndio waliorithi
hawo mamaze asahi^ wainlnfei, na mwenyi hafei yafee Ajinairca,
lafein twasifeia ya fearaa huyu mmoja zantani ali,nia feafifea
ujaria alimiJandifeia. Wa Allahn waalam kuwa tliahithi a. la
maneno ha.. Ndio tujuayo, hnyn fehadiwa mamazafee tnamlufei.
Uina ya aitu wanaojua. Na Ajawaina hayn^., emeofidofea
zamani, t.fe.a alijjo^ata fehahari, ya fcama Fainic anabenda
shitafeij aliondofea na jumla ya watu wafee. Aalam hithalife.
Wafeusalimu fea/a ilashahu. Allah Allah. Taa^n ilfehati
nnsn ilmnlafei wa nnsn ilnjajlld. Min ilhafeir Allahi taala
ilafehik mwenyi 00 hin mwenyi mfeuhwa. Bijedihi. Nahay 14
Safar sene 1307.

Adresse auf der Rckseite.

Muhammed hin Slewmn ilHadrami. Salamahu Allah taala,

Allah. Salam aleife wa rehmet UllaJd wa harafealahu
wazeka.


49

1 JiasJia Allah) arabisch: es ist nicht, bei G.tt. 2 Die Kinder
pflegen auch die Schwester der Mutter mama zu nennen. 3 asahi=
sallihi) richtig.

UEBERSETZUNG.

An Seine Wohlgeboren den Schech den geliebten, den
theuren, den geehrten, den Bruder Muhammed Sohn des Sleman,
den Hadrami.

Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will.
Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen. Wir haben die Nachricht von deiner Magd Fatme
gehrt, dass sie (uns) anzuklagen gekommen ist. Sie nimmt
ftir sich nebst ihren Muttern die Freiheit in Anspruch, das ist,
bei Gott, nicht so. Es sind alles zusammen vier Leute, ihre
Grossmutter und ihre zwei Mutter und sie. Das sind die viere.
Als dieser Fatme die Freilassung ausgeschrieben wurde, noch
bei Lebzeiten ihrer Herrin der Mwanganza (der Tpchter) des
Makumbi, da blieben diese genannten zwei Mutter und ihre
Grossmutter und eine Sklavin brig. Es kaufte sie der Herr
Chamis des Kitembe (Sohn), wisse dieses. Und ihre Mutter
wurden abgeschtzt, es kaufte Adjmain um 70 Thaler. Und
dies sind die Erben, welche Anspruch erhoben: Also erstens

er, der Adjmain, zweitens der Rathsherr Sagamba, drittens der
grosse Herr Tabisimili, viertens der Herr Kondookiso. Diese
sind es, welche diese ihre Mutter als richtiges Eigenthum erbten,
und Adjmain ist der Besitzer seines rechtmssigen Eigenthums,
aber wir liaben gehrt, dass er, als er die eine zum Kebsweib
machte, ihr (die Freiheit) zugeschrieben hat. Und Gott weiss

es, ob diese Rede wahr ist oder nicht. Das ist es, was wir
wissen, was diese Magd anbetrifft, ihre Mutter sind Eigenthum.
Ein ganzer Haufen Leute ist es, der es weiss. Und Adjmain
ist niclit da er ist lngst aufgebrochen, sobald er die Nachricht
hrte, dass Fatme verklagen gegangen ist er ist aufgebrochen
mit der Gesammtheit seiner Leute. Wisse dieses. Es grUsst
dich die Gesammtheit der Freunde. Um Gotteswillen. Die
Benachrichtigung eines Schreibens ist die Hlfte der Hflichkeit
und die Hlfte des persnlichen Besuches. Von dem vor Gott


5

dem Allerhchsten geringen deinem Bruder dem Herrn Djodjo
Sohn des grossen Herrn. Und Gruss. Am 14. Tage des
Safer 130;.

Adresse auf der Rcksee.

Muhammed Sohn des Sleman der Hadrami. Es behte ihn
Gott der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei Uber dir und
die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen.

XXVIII.

Gratulation zur Hochzeit, aus Sansibar.

Bianibi taala.

Ila jenab eshskiina dmubebb Zena issaji ilrauJdaram
etbtbifee essaddife F. bin F. ilF. SaZatnafe rabb ilfeadir wa
awwan aleife feui atnraa asiri insbadab.i Essalaatn aZeife xya
rabmat UZZabi wa barakaZaZitt. Wa baada. Nafeirifu; nime-
ata kbabari ya febeiti Nifea/uraZti sana, 0 liigu tiaoraba
ba Mingu afeujaaZiane barafea na Kzinia na a/)a na kbeiri
insbadall, dna* ;ya kbeir na neema amina 3?a rabbi iZaZawina
wa bldabi ittaujife^ WassaZaani min ubebbafe 2afci^/adbZafc
wa absanafe^ idiafeir Udabi taaia F. bin F. F.

Tayifeb feaza wa feaza.

1 arabischer Wunsch, rabb der Herr, ilkadir der allmchtige,
wa und, awwan er hilft, aleik ber dir, jedes, Geschft,
> schwierig. 2 dua arab. Geschick. 3 taufik Vertrauender.
4 zaizr der sich erinnernde, filak deine Wohlthat, g und,
ahsanak deine Gte.


5 -

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten

An Seine Wohlgeboren unsern Schech, den v.n uns ge-
liebten, den reinen, den verehrten, den geachteten, den auf-
richtigen N. N. Sohn des N. N. den N. N.

Es behte dich der allmchtige Herr und er helfe dir bei
jedem schwierigen Werk, wenn Gott will. Friede sei Uber dir
und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Und danach
Ich theile dir mit: ich habe eine freudige Nachricht erlialten.
Und ich freute mich sehr, in meinem Herzen bitten wir Gott
er mge dich gndig Zusammentreffen lassen mit Segen und
Gesundheit und Wohlsein und Glck, wenn Gott will, glck,
liches Geschick und wahrhafte Gute des Herrn der Welten und
auf Gott ist das Vertrauen. Und Gruss von deinem Geliebten,
dem sich an deine Wohlthaten und deine Gute erinnernden,
den vor Gott dem Allerhchsten geringen N. N. Sohn des N. N.,
den N. N.

Datum das und das.

XXIX.

Begleitbrief zu einer Sendung von IOOO Kokosnssen und 620
Lemonen; Angabe wo dieselben aufoewahrt und wie sie eventuell
verkauft werden sollen. Wahrscheinlich aus der Gegend von
Bagamoyo.

Iia jenab ilraasfial1 iimuhebb iifeerara iiafeh Ahmed bin
Aii u.ahifekt Beshare binti Shefek bin Nasib i Mwa/iye. Saia-
mafeum Aiiak inshaiiah.

Saiaam aieife loa rahmet Udaki Ti barafeatahn. Ama
baado Naiari/u, TjuaTuasiiiy a fehadimuzenu KheirinaMamiacha
na nazi ei/ii na maiimau 6 mia uua asherin. Waifee featifea
nyitba ya /undi jfttmaa na mttt .uyafee, hatta nije minyef.


52

Na nazi ifeijfjafa tnia rcafe m&ii Jbrdni, W2a lasasfe nazi
kadri ya Walke jumkni, 3 rdreza, 6aa isi-

i>o/>aa mia reale mdili, 1 .11fee dufea katla nije minime.
'Na mfeba 1 mlwjum&ani mi/idi jfuraaa, 1 aofee maai
jttrn&a ya /idi jfumaa ni;yelw .ila kai amri -,2 1 mkri 1
mtu. na /akamw bam&a alatoa fewwdi mkele ya liwali. Na
kawa uuatin IHU Kkeiri na Mamiacka, skauri fewba na
mdogo bei nymyi. Wassalaara min ilkafeir iniaki aaa
afeklfeum Akmed kill Ali tin Olkman &ij'dii. Salaam aZeikli
ufeklekum 6ina Akdallali wa 6ina Skefek Ia kadimtafe Seir
11 fea/a iadiwa. Tarifek 23 min skeker ilkaj Sf 1302.

1 mashaikh ist der arabische Plural von Shekh, hier fr den
Singular der Ehre halber gebraucht. 2 statt ) ist vielleicht
zu lesen. ) selbst knnte vielleicht: Gebude bedeuten.

EBERSETZUNG.

An Seine Wohlgeboren den Schech den geliebten, den
geehrten, den Bruder Ahmed Sohn des Ali und die Schwester
Bischara die Tochter des Shekh Sohn des Nasib ilMuafiye.

Es behte euch Gott, wenn Gott will. Friede sei Uber
euch und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Aber
danach: Ich theile euch mit, es kommen zu euch eure Knechte
Cheiri und Mamiacha mit tausend Kokosnssen und sechshundert
und zwanzig Lemonen. Setzt sie in das .Haus des Meister
Jumaa mit seinen Sachen, bis ich selbst komme. Und verkaufe
die Kokosnsse, wenn das Hundert zwei Thaler in Fordani
erreiclit, und lasse fr sie ungefhr zweihundert brig. Setze
sie in das Haus und verkaufe (sie) im Detail. Wenn der Verkauf
nicht zwei Thaler erreicht, so-setze sie in einen Laden, bis ich
selbst komme. Und wenn im Hause des Meister Jumaa jemand
ist, so soll er herausgehen denn das Haus des Meisters Jumaa
ist unsers, er ist ohne Auftrag und wenn dort ein Mensch ist,
so soll, er verstehen, dass er Miethe V. dem Gouverneur zahlen
wird. Und was diese eure Knechte Cheir und Mamiacha an-
betrifft, (so steht)- der Beschluss (ber)-klein und gross bei euch.
Und Gruss von dem vor Gott dem Allerhchsten geringen.


53

eurem Bruder Ahmed bin Ali bin Othman mit seiner Hand.
Friede Uber euch (wnscht) eure Schwester die Tcchter Abdallahs
und die Tchter des Schech und eure Dienerin Senur und die
Gesammtheit der Dienerinnen. Datum den 23. vom Monat
Ilhadj. Jahr 13.2.

XXX.

Schreiben eines Huptlings in Mrima(?) an einen Stationschef.
Bitte uin Sicherheit. BetheurungderFriedfertigkeitund des Gehorsams.

Bism Illah irrabtani irrahimi.

Ilajenah iiaferam ilahsham ilmufdi endna hwana mnfeuba.
Sakmaiiu Allah taala ins ha Allah. Saiam aleife wa ralimat
Ullahiwaharafealahn. Wa haadtt: Aarrajdfe.. Waniefenwasilia
walolo wangu fettja bah. afeuamhia, mimi nalafea amana na
walolo wangu we. Nami mimi hitfeiilelea amri 3>afeo nifea.
kufehliju.' Ummiletea ^ia ba ghajla. Namt hafeijnhia
wala nisipig^ hunduki 3>augu. Na hi2 hundufei zilizopigwa ni
watu wenginewe, Wahia.) ni watu wa^umha/n. Wa ama mimi
na watoto wangu wote hapana ali)ujnga hundufei. Na hai
walolo wangu waj>e antani, miwi sina daawa na mtu 1
mimi masfeini ;ya Mingw. Kazi )etu ni nafenlhna, I ama
daawa 3?a ^ia sitno. Nd cheli na hendara jafeo wafeahilhi hawo
watolo wangu. waniletee. Nami ningalifeuja wa ama watofo
wangu wamj>oea£oea* Bassi ni featifea jitiliadi3a feuwatajuta.
Ndi. fehahari ;yangu, bani mimi Ziali ya diwani Mamhosasa,
nami fealhalifea nami sina shauri na mtu yayote, ila shauri
nasifeiza fewafeo. Nai ufeinijia ba ghajla. Ndipo watu wafei-
j>otea£ea. Bassi fehahari ni hiyo. Wassalaam. Walhafeir il-
/afeir iddixuani Lasihari hin Muyafea hijedihi. Betarihh iG Rehia
ilaiai 1307.

Adresse.

fla jenah iiaferam ilafelshaji bana mfeuba. Salamahu
Alla taala.


54

I statt mit dem Relativum ist mit ka fortgefahren. potea
hier: auseinanderlaufen, so dass man sie nicht wieder bekommen
kann. Watoto sind berhaupt die zum Dorfe gehrigen Deute.

BERSETZUNG.

Im Namen Gottes des Gndigen, des Barmherzigen.

An Seine Wohlgeboren den sehr geehrten, den bei uns
geliebten grossen Herrn.

Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will.
Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen.
Und danach: -Ich theile dir mit: Es sind meine Kinder bei dir
angekommen um zu dir zu kommen, und er sagt zu dir: Ich
bitte um Sicherheit mit allen meinen Kindern. Und ich, was
mich anbetrifft, so hast du mir keinen Befehl zugesandt, dem
ich widersprochen hatte. Du hast mich unversehends mit Krieg
berzogen. Und ich bin nur weggelaufen, sodass ich mein
Gewelir nicht abgeschossen habe. Und. jene Gewehre, welche
abgeschossen sind, das sind andere Leute gewesen, Wajao,
das sind unverstndige Leute. Was aber mich und meine
Kinder anbetrifft, da ist keiner, welcher ein Gewehr abgeschossen
hat. Und nun gieb diesen meinen Kindern Sicherheit, ich habe
keinen Streit mit irgend Jemand, ich der Arme Gottes.. Unser
Geschft ist der Feldbau, und eine Veranlassung zum Kriege
ist nicht vorlianden. Und bergieb diesen meinen Kindern einen
Pass und eine Flagge, dass sie mir sie bringen. Und ich wrde
gekommen sein, aber meine Kinder haben sich ganz verlaufen,
und ich bin jetzt voll Eifer sie zu suchen. Das sind die Nach-
richten von mir, denn ich bin im (selben) Zustande wie der
Rathsherr Mambosasa, ich bin ganz ebenso und ich berathe
mich nicht mit irgend einem Menschen, sondern ich hre nur
auf deinen Rath. Und du bist so unversehends ber mich ge-
kommen. Darber ist es, dass die Leute auseinanderlaufen.
Und dieses sind die Nachrichten. Und Gruss. Und der geringe,
arme Rathsherr Lasibari bin Mujaka mit seiner Hand. Datum
den 16. Rebia ilauwal 3.7 .


55

Adresse.

An Sein Wohlgeboren den sehr geehrten grossen 'Herrn.
Es behte ihn Gott der Allerhchste.

XXXI.

Schreiber hat einige weggelaufene Leute wieder einfangen lassen.
Jetzt ist aber die dafiir deponirte Summe verbraucht und er muss
mehr Geld haben, um diejenigen zu bezahlen, die die Deserteure
einbringen. Auch braucht er Kost und Ketten fiir die Gefangenen.
Aus Pangani.

Bianihi ZaaZa.

IZajenafe wista H. ZiadaZiu AZZaZt ZaaZa amiua. Wa feaadtt:
Naharifu,1 ;ya kuwa iokea tmiesajin TiaZZa Zco nim?/>aZa waZ^
safeaa, na /eZTia uZioniaiia ru£ia feZiarasZasZtara ?liraeZoa; feiZZa
aZGknja na muZu nnem/>a rupia mfeiZi ba atnri ;yafeo wewe,
na ha. watu wataa ba tamaa. na feiZZa nna}'m£a Zamaa;
ndio anayobenda bnia/wia muZu. Nami sasa /eZZta sina. na
waZu waZio gerezani Ziawana chakuZa Ziawana. Nao Ziawana
feudi cZiafenZa. nami nawapa chafenZa kGZiwa £esa siZZa. Hirne-
Zafea /eZZta ba Saidi wa ieja, ai^o anamfeia feiZZa Zina£na^
mZu, si na feudi niZaZoa /eZfia. Na gereza Ziaina wasaa.* assi
majifeu uesi ZuZa/uZe jumfea nyingine*) ama uZafeuja kirifeu,.
maana gmza hiZi kZtaZari, marra waZu wana^anza Zioma. Na
waZu wawiZi wanakuja, mmoja KZiamisi na 7iu)u jFuma, nimem-
ZeZa ujjesi, aje aZwae mtmyoo ui>esi, ajjidayifee na cZiaZeuia
u£esi ^uma Ma/afea. Aida fearuZi ai£wa fein Said mwana
wa OswaZd emetwaa juma ;ya ZaZu benda Maziude, na fewana
mfeuu ;yuko ba Mgumi. Wa saZaam. Wa feaZafeaZtu mefeZufeu
Ztadim MuZiammed fein KZiamis.


56

1 Im Text fehlt das fu. 2 die entlaufenen Trger, auf deren
fiinfangen eine elohnung gesetzt war. 3 Der Ausdruck ist hier
nicht ganz klar, vielleicht ist zu lesen ; enapoona wenn
einer findet. 4 wasaa freier Raum. 5 Vielleicht ist ein
Unglck zu lesen.

UEBERSETZUNG.

Durch die Gnade des Allerhchsten!

An Seine Wohlgeboren Mr. II., es geleite ihn G.tt der
Allerhchste wahrhaftig. Und danach: Ich theile dir mit, dass
seitdem du ,abgereist bist, bis heute habe ich .sieben Leute
bekommen, und das Geld, das du mir zurckgelassen hast, die
fnfzehn Rupien, habe ich ausgegeben. Und jedem, welcher
mit einem Manne kam, habe ich zwei Rupien auf deine Rech-
nung gegeben. Und die Leute suchen (deshalb) mit Verlangen,
jeder dem ich Verlangen eingeflsst hatte; das ist es, warum
er fiir mich nach einem Manne suchen geht. Und jetzt habe
ich kein Geld, und die Leute, welche im Gefangniss sind, haben
niclits zu essen. Sie haben nichts. Und sie mssen durchaus
etwas haben, und ich habe ihnen zu essen gegeben, auf den
Kopf sechs Resa. Ich liabe Geld von Saldi des Mbeja (Sohn)
gefordert, da er mir gesagt hat, fr jeden, welcher einen Menschen
findet, muss ich durchaus Geld zahlen. Und das Gelngniss
hat keinen Raum. So schicke mir geschwinde Antwort, damit
wir nach einem andern Hause suchen, oder du wirst in die Nahe
kommen. Denn dieses Gefangniss ist etwas gefhrliches, mit
einem Male bekommen die Leute das Fieber. Und zwei Leute
kommen, einer Chamis und dieser Djumaa, ich habe ilin schnell
geschickt, dass er komme und die Kette hole, damit mir
Djuma Mafaka auch bald Proviant besorge. Ferner das Pulver,
welches Bin Said von dem jungen Herrn Oswald empfangen
liat, hat er am Montag mitgenommen, um nach Msinde 'ZU
gehen, und der grosse Herr ist in Mgumi. Und Gruss. Und
geschrieben liat die Schrift der Kneclit Muhammed Sohn des
Chamis.


XXXII.

Nachstehender Brief, der v.n ungebter Hand mit vielen
offenbaren Fehlern geschrieben ist, kam in einem bereits sehr
ramponirten Zustande in meine Hnde. Im folgenden habe ich
nach Mglichkeit versuclit, das fehlende zu ergnzen; wo mir der
Sinn undeutlich geblieben ist, habe ich ein Fragezeichen beigesetzt.
In der Stelle, die im arabischen Texte zwischen Klammern gesetzt
ist, ist in dem Originalbriefe ein Loch, so dass manche diakritische
Punkte und ein Theil der Buchstaben selbst unwiederbringlich
verloren waren. Ich habe dennoch den Brief, der wohl aus der
Gegend von Pangani stammt, hier verffentlicht, weil die Ortho-
graphie manches curiose enthalt, das fr den Gebrauch be-
merkenswerth 'ist.

Der Schreiber kann das gewnschte Geld nicht geben, er hat selbst
leihen mssen, hat auch bereits gesagt, dass er seine Reisenden
erwarten muss. Wenn diese ankomnjen, wird er schreiben, dann
mge man zu ihm kommen. Zwei Rupien hat er brigens bereits
den jungen Leuten gegeben.

Ila jenah iimuJiehh ilaziz iiakh ililed Mafeata hin Kaiwhia
salamahw Allah taala.

Wahaado nafenaj'tfw hali zeltt chema, nat kui feaiha-
lifea ila/ya. VVa haad. harwa )afeo iwewasilia. hasoma, hafa-
hamu kadiri nmeniarifu ..... mirai ni haha)., nilijifeaHthi'
/etha hi)0 ba matumaiui. Mhona .Httiletea feashi/u. Kuianza
ilimleta jumhe. Hainjiha: sina /elha sasa, nasahttri twasajm
^.angn m^Mugwo nane anta m/ungno tissia, waja£ nlaletaharna
nifettagise, wje, ufriie uuana niuazo ^eha Nifentina ,a ngit.? Sinjifeazi^) si )angw. Na
nyittyi inangmalafea nijulingei?), niirtttirfesi.. Wasalaaw.
jfumhe Mfeomhe TM 7'emho aniagi2ia na watoto ite nisaliwie
loake ba .luwe, Na hai uijana niweiuafeahilhi ni>ia mhili.
Hali thai/w. Wasalaaw. Wafeafahahw mwalim Mansny hin
mwenvi Kamha.

Adresse.

Ila jenah ilnitthehh ilaziz ilahh ililed Mafeata hin Kamhia.

Sala.naltn Allall taala.


58

1 ( im Text statt 3( leihen. 2 vielleicht vom arabischen
Jbif entblssen. im Text wohl ein Schreibfehler.

UEBERSETZUNG.

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den theuren, den
Bruder, den Sohn Makata, Sohn des Kambia, es behte ihn
Gott, der Allerhchste.

Und danach: ich theile dir mit: unser Zustand ist gut und
du sei gleicher Weise von Gesundheit. Und danach: dein Brief
ist angekommen, und ich habe ihn gelesen und ich habe ver-
standen, gemss (dem wie) du mir mittheilst ...... Ich bin

dei'n Vater, ich habe dieses Geld im Vertrauen geliehen, warum
hast du mich entblsst (offenbar gemacht). Zuerst hast du den
Huptling geschickt. Und ich habe ihm geantwortet: ich habe
jetzt kein Geld, ich warte jetzt auf meine Reisenden im achten
oder neunten Monat (nach dem Ramadhan); wenn sie kommen,
werde ich einen Brief schicken und ,dir auftragen, dass du
kommest und zwei Leute(?) als Lohn mitnehmest. Hast du
denn Recht (wenn du sagst): ich habe Geld. Habe ich dir ein
Kleid ausgezogen? ...... es ist nicht mein. Und ihr meine

Kinder, ihr verlangt, dass ich ...... ihr seid Leute, welche

plagen. Und Gruss. Der Huptling Mkombe (der Sohn) des
Tembo hat mir Auftrag gegeben un.d alle Kinder, ich soll euch
grssen, Frauen und Mnner. Und die jungen Leute haben
zwei Rupien empfangen. Der Zustand ist schwach.! Und Gruss.
Geschrieben hat es der Lehrer Mansur, Sohn des Herrn Kamba.

Adresse

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den theuern, den
Bruder, das Kind Makata, Sohn des Kambia. Es behte ihn
Gott der Allerhchste.

! Mir geht es sclilecht.


XXXIII.

Anfrage, wie sich Adressat zu den Deutschen stellt.

Aus der Gegend v.n Pangani.

Bism Illah irrahman irrahimi.

Ila jenah ishshehh ilmuhebb ilaferam ilmufearram ilahsham
ilrauwedd ilaziz eththifee ibalid babax Hamaidi. Salamab
Allahw laala, ins ha Allah.

Salaai aleife wa rahmat Ullahi wa barafeatwhu. Wa
saidi ya hhabari zettt chema. Thamma nai feuwa feazalifea
wa ajia, alhamdi llllahi rabb ilalamina. Wa zaidija fehabari:
Nasifeia mimi httfeo Mrima Mubaya nnaambiwa mutu wa
mdashi, beli fehabari hiyo ao uwongo Ta^aihali feama ni
beli fehabari hiyo ta/ahai niarri/u ba npesi. a. feama ni
nwongo niarri/u ba n^esi. Kwa maana mimi na n^in^i mimi
naona hali moja. Na sasa feama hnm^endi fenja hwfeo Mnbaja
ni wajibn ktai#i. Kwa maana mimi si^awafeningia* ba
mwdashi. Kwa maana Mwasema mwarabw. Bassi mwarabn
waj/awasia.. Mimi tia mntn ana3,e wafea/cha/ahali Jiasiingiziwe
mengi, hwwambiwa hainbaki Mnjizimalo.^ Na mimi natafea
fenja walafeini nangojea jawabn ?a banta ^angn. Wa salaam.
Na wafoto we wabsltifeamoo* na bibi binti Masud bin Said
salaam sana. Na muinyi baba salaamw. Na ndugu zangn
wote salaamn. Na mwana. Masnd bin Mnbarafe akushifeamoo.
Wasalaam. Katabahn mimi mwanao Ali bin Mwbarafe bin Khal.
/an bijedihi. Tarifeh jom 5 min sheher Rebia ilawwal sene 1307.

Adresse

Ilwalid baba ^angn Hamaidi malial bender Mnba^a.

Die arabische Schrift dieses Briefes zeichnet sicli durch einen
eigenthmlichen Gebrauch der Vocalzeichen, s.wie des und
aus. Mglicher Weise ist dadurch der bes.ndere Dialect des
Briefschreibers ausgedrckt. In der Umschrift ist auf diese Besonder-
heiten nicht weiter Rcksicht genommen. 1

1 ilwalid drtlckt arabisch dasselbe aus wie das Suaheliwort
baba. 2 wrtl.: hineingehen, hier bergehen. Die Con-


6o

struction ist nicht ganz deutlich, und es bleibt fraglich, b ich
den Sinn -getroffen habe. So ist auch zweifelhaft, ob Mwasema
und Mjizimato wirklich Namen sind, wie ich angenommen habe.
Das richtige liesse sich nur dann herausbringen, wenn man die
nheren Umstnde kennen mchte. 4 vgl. Brief XVII. 5 bender
Ortl. Hafen, wird oft berhaupt fr den Bestimmungsort des
Briefes gebraucht, vergl. bender Unyanyetnbe in Brief V.

UEBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des gndigen, des barmherzigen.

An seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den
sehr geehrten, den geliebten, den theuern, den aufrichtigen, den
Erzeuger, Vater Hamaidi. Es griisse ihn Gott, der Allerhchste,
wenn Gott will.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen. Und was mehr ist von unsern Nachrichten ist gut, und
auch du mgest von gleicher Gesundheit sein. Lob sei Gott
dem Herrn der Welten. Und was me'hr ist von Nachrichten:
Ich hre dort in Mrima: in Mukuaja sagt man von dir, dass du
ein Mensch der Deutschen bist ist diese Nachricht wahr oder
eine Lge. Bitte, wenn diese Nachricht wahr ist, bitte melde
es mir geschwinde oder wenn es Luge ist, theile es mir ge.
schwinde mit. Nmlich ich denke, ich und ihr (wir sind in)
einer Lage. Und da du jetzt nicht hierher nach Mukwaja zu
kommen wnschest, ..ist es (wohl deine) Pflicht mich zu benach-
richtigen. Denn ich bin noch nicht zu den Deutschen Uber,
gegangen. Denn Mwasema ist ein Araber. Gut, der Araber
hat Befehl ertheilt: ich und der Mann, welcher sie an einem Ort
versteckt hat, er mge nicht in vieles hineingebracht werden,
man pflegt uns zu sage.n, wir wnschen nicht den Mjisimato.
Und ich will kommen, aber ich erwarte die Antwort auf meinen
Brief. Und Gruss. .Und alle Kinder erfassen dir die Fsse,
und die gndige Frau die Tochter des Masud Sohn des Said
lsst viel mal griissen. Und der Herr Vater lsst grssen. Und
alle meine Briider lassen grssen. Und das Kind Masud Sohn
des Mubarak erfasst dir die Fsse. Und Gruss. Und geschrieben
hat es: ich dein Kind Ali Sohn des Mubarak Sohn des Khalfan


61

mit seiner Hand. Datum den 5 Tag des Monats Rebia
ilauwal 1307.

Adresse

Dem Erzeuger, meinem Vater Hamaidi, Ort der Hafen Mukwaja.

XXXIV.

Adressat mge sich nicht durch Verlumdungen ber den Charakter
des Schreibers tuschen lassen. Derselbe ist ein Freund der
Deutschen. Er wrde schon lngst einen Ochsen als Gastgeschenk
bersandt haben, wenn nicht ein anderer Reisender ein solches
abgelehnt und damit den Schreiber beschmt htte. Vom Kili-
mandscharo.

Bism taaZa.

IZa jenak iZmnkgkk iZaziz iZaferam iZmufearram imuhe66
dafetari. SaZamaku AZZak taaZa.

SaZaam aZeife .1 rakmat UZZaki wa karafeatuku. Wa
kaadu nafenanfu: kaZi 3>angu njia wa tkama featkaZifea

iZapia. Na karua yafeo imeniisiZia, yaZiomo nif/akamu.
Nami ni mttti inw wa zamani, naioe lisiskifee pitina 2a Ittt,
bani mtu neno kwona mfnyei. Nami niwonana 1 mzig
dafetarij aZifewja kapa bangtt tnfeankndiana sana, na featifea
knfeni tazama wtaniona swZtani Mandara. WasaZaaE Nami
natafea fettfewZetca tafenZa,-waZafeini naona Zaya, maana aZipofenja
mzign kuyu aZiopo Ta-ueta, nimemZeZea ngomke. Afeamfeataa
ngomke wangit afeamyg^sa. Bassi, nami nifeaona kaya feufeu-
Zetea tafewZa, nat feiirege2ea. Bassi, nami ni mtw mfeuba
feumpa mtu benda feuniregezea, sioni .uema. Nami kitafea
MadasZti, maana ni na amani yenrt, naZiopai na rapifei yangu
dafetari na featifea knfeli yi fazama. Utaniona amana* yenn.
Bassi, ntailfea katta Zini kiyo amana yenn. Nanyi kamtafei
fewja kapa bangn fewiona amana yenn. Mnskifea maneno ya
Itu isiojua fekakari za u)aZu. AaZam kitZiaZife.


62

Wasalaara katakk ian Sultan Mandara &in Sultan

Diti^a '.

1 mtu wenu wrtl. euer Mann,' hier:euer Angehriger.
2 w.hl statt. . buku, das eur.paische Wort. 4 takula
ichakula. 5 v.r einer et.waigen Abweisung. amana kann
ebens.w.hl Unterpfand, wie Freundschaftsvertrag .der Vertrauens-
mann bedeuten. Wie es scheint, wechseln hier in dem Briefe
w.rtspielartig die Bedeutungen. In der deutschen Uebersetzung
liess sich das nicht gut nachahmen.

UEBERSETZUNG.

Im Namen des Allerhchsten.

An Seine Wohlgeboren den geliebten, den theuren, den
sehr geehrten, den geliebten Dctor. Es behte ihn der aller-
hchste G.tt.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit G.ttes und
sein Segen. Und nach diesem theile ich dir mit: Mein Zustand
ist gut, und gleicher Weise mgest auch du gesund sein. Und
dein Brief ist bei mir angekommenj was da drin stelit, habe
ich verstanden. Und ich bin v.n alten Zeiten euer Freund,
und du, nimm nicht die Verleumdung (anderer) Leute an, denn
ein Mensch pflegt eine Sache selbst anzusehen. Und was mich
anbetrifft, so bin ich (schon) mit einem Europer, einem Doctor,
zusammengetroffenj er kam hier zu mir, und wir haben uns
sehr gut mit einander vertragen, und siehe in dem Buche nach,
da wirst du mich, den Sultan Mandara finden. Und Gruss.
Und ich wollte dir etwas zu essen schicken, aber ich schme
mich. Es ist nmlich der Europer hierher gekommen, der in
Taveta war ich habe ihm einen Ochsen geschickt, er hat
meinen Ochsen abgelehnt und ihn zurckgeschickt. Gut, jetzt
schme ich mich, dir etwas zu essen zu schicken, und du mch-
test es mir zurcksenden. Und ich bin doch ein grosser Mann
einem Menschen (etwas) zu geben, dass er hingeht und es mir
zurckschickt, das finde ich nicht schn. Und ich habe die
Deutschen gern, denn ich habe euer Unterpfand, das ich von
meinem Freunde dem Doctor bekommen habe, und siehe in


63

eurem Buche nach. Du wirst mich mit eurem Unterpfande
finden. Gut, bis wie lange S.11 ich dies euer Unterpfand weg"
legen. Und ihr wollt nicht hierher zu mir kommen euer Unter-
pfend zu sehen. Ihr haltet euch an Worte anderer Leute, die
doch nichts von den Geschichten anderer Leute verstehen.
Wisse dieses.

Und Gruss. Gesclirieben hat den Brief Sultan Mandara
Sohn des Sultan Ditiya, mit eigener Hand.

XXXV.

Einladung zu kommen. Vom Kilimandscharo.

Bisw faala.

Ila jenab ifoike&b ilaziz ilakram ilmufearram ilmubebb
dafeta 1 akida bann, abadafeum Allab taala. Salaam
aleifeum iwa rabmat Ullabi wa barafealubu. Wa baado Mfl-
ttiri/u: bali }igu njema wa tbama nanyi feuwa feaibalifea
ilajia. Wa baadu: barua yenu wfiowdetaiwtWjasiB, na;yaliomo
wimeya/akawu. Nami nimesifeia mmebenda Marangu. Bass,
kesbo watu wangu watatofea waenda za. Ta^eta. Bassi' nanyi
endani Tawta. Msifeae Maratigu. Kwani bai wafu ttigu
wametufeuai zawadi zenu mlizoniagiza. Bassi endani, wajjale
kurudi ui>si. Nawyi ndoni luonane. bani nafaka feujibu barua
ya dafeia p. iliyoloka Unguja. Naye aliniandifeia maneno mengi.
Bassi sifeu^ata feumjibu ba maana sifewowajia nawe. Bassi
inj. ba u£esi u£ate feujibu barua Adab Adak tbama Allab
ya dafeia p. Wa salaam. Aisalimu fearaui^augw Mubammed
bin Habib.

Wa salaam. Katababu ilbarua Sudan bin Sudan Mandaya
bin Ditiya bijedibi. Bitarifeb j.m itbnen 4 sbeber ilKaada
sene 1304.

.nindnin .ufeua.cbufewa *


64

UEBERSETZUNG.

Im Namen des Allerhchsten.

An seine Wohlgeboren den geliebten, den theuern. den
sehr geehrten, den geliebten Doctor M. und den Officier Baron.
Es geleite euch Gott der allerhchste. Friede sei Uber euch
und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Und danach
theile ich dir mit mein Zustand ist gut und mget ihr auch
von gleicher Gesundheit sein. Und danach Euer Brief, den
ihr mir geschickt habt, ist angekommen, und ich habe, was
darin steht, 'verstanden. Und ich habe gehrt, ihr seid nach
Marangu gegangen. Gut, morgen gehen meine Leute fort. Sie
gehen nach Taweta. Und ihr, geht doch auch nach Taweta.
Blebet nicht in Marangu. Denn jene erwhnten' Leute von
mir, liaben die fr euch bestimmten Geschenke, die ihr bei mir
bestellt habt, mitgenommen. Gut, gehet hin, damit sie schnell
zurckkommen knnen. Und ihr kommt doch (her), damit wir
einander sehen, denn ich will den Brief des Doctor p., der aus
Sansibar gekommen ist, beantworten. Und er hat mir viele
Worte geschrieben. Ich habe ihn noch ni.clit beantworten
knnen, ach Gott, ,ach Gott, noclimals ach Gott, den Brief des
Doctor p. Und Gruss. Es grsst auch mein Secretair Mu.
hammed Sohn des Habib.

, Und Gruss. Und geschrieben hat den Brief der Sultan,
Sohn des Sultan, Mandara Sohn des Ditiya mit eigener Hand.
Datum am 2. Tage (Sonntag) den'4. im Monat ilKaade des
Jahres 1304.




Begleitschreiben zu einer Sendung v.n Waffen und Tabak nebst
Einladung zum Besuch, v.m Kilimandscharo.

Bism taala.

Ila jenab ilmtiheh ilaziz ilaferam ilmufearram ilmukebb
dafeta M. na afeida bakon E. Salamaku Allak taala.

Salaam aZeifcum u.a rakmat Ullaki n harafeatliku. Wa
baado nabari/u.. anafeirwasilia afeida wawgu labtanP na fearani
cyangn Miikamed bin Habib. Tafeabatkini mifeononi feiuao ngozi
Mtoja 3?a tui* na ngao nioja na tumbafeo inabwinba manne 4
na sirae^ woja, m^eni dafeta M. aalam bitkalife. Na /umu
noja na sime inoja na ngao nroja, afeida baJion E. Nawyi
ndoni fuonane. Natafea feua?idifea barua feii^elefe^a dafeta p.
na zaiyadi 2afe aalam bitkalife. Na mano ?augu ataekza
Mwkawd ben Habib na lautani-, nafeaw,aliza atatuae.
^za Mukamd. Wa salaam. Katabaku ilbarua Sultan ibn
Sultan Maudara bin Difi^a bij^diki. Tanfekjom ilarbaa kekey
ilfeaada, sene 1304.

Na bwana mdogo Meli bin Sultan Mandara a^asulintu.

1 wohl aus dem englischen lieutetiant verstmmelt. 2 ttii
=chui. /// Massaischwert. 4 fumu Lanze der Djagga mit
breiter Klinge.

UEBERSETZUNG.

Im Namen des Allerhchsten.

An seine Wohlgeboren den geliebten, den theuern, den
sehr geehrten, den geliebten Doctor.M. und den Officier Baron E.
Es behte' ihn Gott der Allerhchste.

Friede sei Uber euch und die Barmherzigkeit Gottes und
sein Segen. Und danach theile ich dir mit: Es kommt zu dir
mein Officier, mein Lieutenant und scretair Muhammed Sohn
des Habib. Empfange aus ihren Hnden ein Leopardenfell
und einen Schild und vier Tabakballen und ein Massaischwert.


66
Gebet es dem Dr. M. Wisse dieses. Und eine Djaggalanze
und ein Massaischwert und einen Schild gieb dem Officier
Baron E. Und ihr, kommt doch, damit wir einander sehen.
Ich will einen Brief schreiben und ihn an Dr. P. schicken und
die Geschenke sind dort. Und meine Worte wird Muhammed
Sohn des Habib erklren und der Lieutenant; was ihr fragen
wollt wird euch Muhammed alles erklren. Und Gruss. Ge-
schrieben hat den Brief der Sultan Sohn des Sultans, Mandara
Sohn des Ditiya mit eigener Hand. Datum der vierte Tag im
Monat ilkaada, im Jahr 1304.
Und der junge Herr Meli Sohn des Sultan Mandara
grsst euch.
XXXVII.
Begleitschreiben zu einer Sendung Waffen und Vieh. Vorwrfe,
dass sich Adressat mit Mandara eingelassen habe und dem Schreiber
dieses nichts davon gesagt. Vom Kilimandscharo.
IIa jcnab ilmuhebb ilakram ilmukarram ilmiiatham ilaziz
endna Das Iii sahibu yangu, Jiadahn AllaJiu taala ins ha Allah.
Salaam aleik iva rahmat Ullahi iva barakatuhu. Wa
baado nakuarifu: Takabathi ngao wie zilizokwisha. Na hizo
tatu zitaknja pamoja na mafumu yako. Naive takabathi kondoo
kitoweo chako. 14a baado nakuarifu: nimekasirika sana, kuna
neno kwako nsinambie mimil Kwa nini silijui. Kuleteiva bama
ya Mandara, usinambie; tena ukampa bunduki, usinambie.
Alihasibu ntakunyanganya ? Bassi viimi wazungu shvezi kuzva-
fanya uivongo, maana nawapenda sana. Nami labda niliku-
kasiri, ndipo usinambie. Neno lako nataka sifange nti thalathin
zaashural Nami nasikia zvita kwa Mandara, kwani7 nsinambie,
hajuaJ Wakathalik, mtu akikupenda mpende naive. Maana
mimi kukutaradia na kuwana kama ndiigu yako sihasibu.
Huu uchnngu yako. Naive msuri4 kwani mziingu kukasirika


67
usinambie. Na khabari za kizungn wazijua zvezve. Wa salaam.
Wa katabahu sultan Mareale bijedihi.
Na ilakh Shaibn bin Adinani azvasaliniu jazil.
Salamti bzvana mkubwa na mdogo salainu sana.
Adresse.
Beminhu Allah taala
8426s
IIa jenab ilaziz sahibu yangu dashi hadahu Allah taala.
1 Diese Worte kann ich nicht erklren. 2 kwani = kwa nini.
3 hajua = nikajua. 4 msuri vielleicht = Mr. 5 hnliche Zahlen
AYfY 8242 finden sich auch am Schlsse eines Briefes aus Zanzibar
bei Bresnier, Chrestomathie arabe. page 211. Br. giebt dazu
Page 331 folgende Erklrung: KYfY 8242. II a ici une erreur
du texte: il faut lire Alft (8642). Ces chiffres sont la valeur
numerique reprsentative des lettres dans l'ordrer antique
de l'Abadjed. Ces lettres reunies forment le mot cabalistique
qui serait, dit-on, le nom d'un ange Charge de la surveil-
lance et de la protection du Service de la poste aux lettres en
ce monde. C'est pourquoi le mot (suivant cette tradition)
est place sur l'adresse des lettres, ou derriere, au bas du cachet,
corame une recommendation au plus diligent des facteurs ailes.
Ce talisman, qui parait avoir en effet pour but de proteger la
correspondance, est tres souvent employe en Orient; il s'ecrit
indifferemment avec les lettres ou avec les chiffres, qui les re-
presentent, et qui se rangent par la droit ou par la gauche:
8642 ou 2468. II y a bien d'autres explications sur ce mot
inconnu, comme il y en a sur toutes les choses que Ton ignore.
Auch sonst werden diese Zahlen fters auf den Briefadressen in
Ostafrika gebraucht, um eine glckliche Ankunft des Briefes zu
sichern.
UEBERSETZUNG.
An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten,
den hohen, den bei uns theuern Deutschen, meinen Freund.
Es leite ihn Gott der allerhchste, wenn Gott will.
Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit und sein Segen.
Und nach diesem theile ich dir mit: Nimm vier Schilde in
Empfang, die fertig geworden sind. Und die andern dreie
werden zusammen mit deinen Djaggaspeeren kommen. Ferner
nimm ein Schaf in Empfang, als Zuspeise fr dich. Und nach
9*


68

diesem theile ich dir mit: Ich bin sehr bse gew.rden, da ist
etwas bei dir, was du mir nicht sagst. Warum soll ich es nicht
wissen. Da ist ein Brief von Mandara gebracht, du hast mir
nichts davon gesagt ferner hast du ihm ein Gewehr gegeben,
ohne mir etwas zu sagen. Denkst du, ich werde dicli berauben?
Ich kann die Europer nicht belUgen, nmlich ich liebe sie so
sehr. Aber vielleicht habe ich dich erzrnt, das ist es warum

du mir nichts sagst. Dein Wort ist: ich will.........................

Und ich hre von einem Kriegszuge bei Mandara, warum hast
du mir nichts davon gesagt, so hatte ich es gewusst. Und
gleicher Weise, wenn dich jemand liebt, so liebe auch ihn.
Nmlich ich bin dir immer gefllig gewesen, dass ich im gegen-
seitigen Verkehr wie dein Bruder gewesen bin, rechne ich nicht
Da liegt deine Bitterkeit. Und du bist ein Mister, denn du
bist ein Europer, so bse zu sein, dass du mir nichts sagst.
Und die Geschichten der Europer kennst du wohl. Und
Gruss. Und geschrieben hat es der Sultan Mareale mit seiner
Hand.

Und der Bruder Schaibu Sohn des Adinani grUsst euch
viele mal. Vielen Gruss dem grossen und dem kleinen Herrn.

Adresse.

Durch die' Gute des Allerhchsten
8426

An seine Wohlgeboren den theuren Deutschen, unsern
Freund. Es geleite ihn Gott, der allerhchste.

XXXVIII.

Dank ber bersandte Geschenke. -Anmeldung der als Gegen-
geschenk geschickten Waffen, Bitte um ein Gewehr, welches 25 mal
schiesst, wenn es ein solches giebt. Vom Kilimandscharo.

Ia jmafr ilnkl ilaferam ilrauathaw endna raister data
M. feonstil daski, kadaku alkik taaia inskAUak. Salamu aleife wa


9

rabiat UZZaJii xua barafeafttb. Wa baada nafenijii, mtu xuafeo
amensiZi. Afesanta, nii/urafei Sana bani natafea ZusZiima
feama b^n. Na baadu tafea6atJii mifettfee mitatw yako, na
mixuiZi zaxyadi yafeo mdogo na mfeubiwa na ngao nne. Nami
sasa sina mfettfee xua feurnJjeZefeea baba yafe.. Lafein Boraafya
Jtana mxyafea mwigine. Na baadu nasifeta, benn feia bnndwfeZ
-ya ramia fefeamsa xwa ashmiti.) bassi, feama ifeo, natafea ba
tJiamani. Wa salaam. Wa featabaZiii sntfan MareaZ^ bijediJtt.
Innahar iZfeaade sene 1304. Na Sfeaifeti afensaZimw saZamit
sana na bana tttdogo.

Na ttfeiowdofea niari/u feZiabari nijwe. AZZaZi AZZafe.

UEBERSETZUNG.

An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten,
den bei uns erhabenen Mister Doctor M, den Konsul, den
Deutschen. Es leite ihn der allerhchste Gott, wenn Gott will.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen. Und danach: ich theile dir mit: Dein Mann ist an-
gekommen, danke schn, ich habe mich sehr gefreut, denn ich
wnsche ein Ehrengeschenk wie bei uns. Und danach: nimm
in Empfang deine drei Speere, und zwei sind Geschenke fr
dich, der kleine und der grosse, und vier Schilde. Und ich
habe jetzt keinen Speer, um ihn deinem Vater zu schicken.
Aber Boraafya hat nichts im anderen Jahr. Und danach: Ich
hre, bei euch giebt es Gewehre mit fnfundzwanzig Schssen;
wenn solch eines da ist, so wnsche ich es mit Verlangen.
Und Gruss. Und geschrieben hat es der Sultan Mareale mit
eigener Hand. Am dreizehnten Tage des ilKaade im Jahr 13.4.
Und Schaibu lsst dich und den kleinen Herrn selir vielmal
grUssen.

Und wenn du aufbrechen willst, so theile mir die Nachricht
mit, damit ich es weiss. Um Gotteswillen.


XXXIX

Bitte um baldige Nachricht ber das Ergehen des Adressaten.
Dieser aus Witu stammende Brief enthalt mehr arabisch als die
Sansibarbriefe, auch seine Orth.graphie ist etwas anders als sie
bei jenen zu sein pflegt.

Bism IZZak irrabian irraZmni.

IZa jenah iZmuZtehh iZaziz iZaferam iZmiifearram bana w.,
Jtadak AZZaZi taaZa. Wa hacZo Jiukuarifui tangu fewsajiribafeo
sioni uiaka viako .iZa saZama 0. Lis iZnjih minafe; /aasi
iZmenanea in ;yekitn kZieir.2 Nami naZifeuuZiza na bana Gustav
akanamhia, n Ziuketi £amoja na bana Gustav. Tumeona
raha. bani bana Gustav ni mtu vietn sana rajifei. Na viel
nfeifeeti £amja na bana Gustav. sisi ha zaidi rajiki.
Wa saZaatn. WaZa tefeota itfaan/ an ZtaZafe esZtsZter^ nia feit
gZiarad fchdi min farajina iZisZiara minafe.i Wa dum saZaam.

Wa feafahahu iZZiafeir /umu Bafeari hin suZta-n Ahmed.

SZieZter 7 RamatZian sene 1304.

1 hukuarifu fiir tukuarifu ist in Witu gewhnlich. 2 ara-
bischer Satz. Dieser arabische Satz ist wohl etwas corrumpirt:
/iz schneide ab, *' taarif die Benachrichtigung, von, halak
dein Zustand, sherif ehrwrdig, wa mit, gharad Sache, An-
gelegenheit, w/.a von, tarafi na unsere Seite, ishara Zeichen,
w/.a ak von dir.

UEBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des gndigen des barmherzigen

An seine Wohlgeboren den geliebten, den theuern, den sehr
geehrten Herrn w. Es leite dich der allerhchste Gott. Und
danach theilen wir dir mit: Seit deinem Fortreisen bekomme
iCh weder Brief noch Gruss von dir zu sehen. Das ist doch
nicht Pflicht von dir, aber vielleicht ist der Hinderungsgrund
etwas glckliches. Und ich habe nach dir bei Herrn Gustav
gefragt; und er hat mir gesagt: du wohnst zusammen mit
Herrn Gustav. Da haben wir Beruhigung empfunden, denn


7

Herr Gustav ist sehr befreundet mit uns, und wenn du mit
Herrn Gustav zusammen w.hnst, so sind wir und du noch
grssere Freunde. Und Gruss. Und nicht schneide ab die
Nachricht Uber deinen geehrten Zustand, bei jeder Angelegen-
heit ist, was uns anbetrifft, von deiner Seite nur 'ein Zeichen
nthig.1 Und der Friede bleibe besta.ndig.

Und geschrieben hat es der geringe Herrscher Bakari, Sohn
des Sultan Ahmed. Am siebenten des Monats Ramathan des
Jahres 1304.

1 d. h. wir unsererseits sind bereit, alles nthige fr dich
zu thun, sobald du nur ein Zeichen von dir giebst.

XL.

Bitte eines Unterdrckten, ihm beizustehen. Die Adresse fehlt.
Die Orthographie ist sehr unregelmssig. Aus wito.

....... ua 6aado Jmkiri/n: Ni inimi Kana. Ni /utii

na sheikZt AbaZZa mizi 16a1 tattt Jlio. Nami ni hadiwii
ya/utmtBafeari., feisa^ feiiona barani, aZinisZtika nafeutii/n?iga.
Bassi flistinamia. niingie sZieriani, na mimi mbako^ angw
nime2ei)few^a. Maana^e miye ...... m&Tiko. Nisiwatnia

bananga nina na 2in zangn fea2a xa feaza nft£/>ba
nami ni mgeni; Zmzikataa ni /iwnena: nimemjiza mtumuyafo.
Nisim^ona naiza fenia ),ajninii ^a feia tmyiii). si mu
rniua 0 Na 6"ma fuinu Bafeari a^na, amefeuya feunitafea
na litum .... afeaua^a na n^arafea fen^a nazo ikam^a

feazi. KZieir nnitafo, nil bafeo, niywe niZioj).. HaZZaZi, HaZZaZi.
Hnzimi, feJieiri feuu.a mifeononi niafeo feama feuiua gmzini.
Na masZiafea za;ya na Ziaja: Mimi fcnzya iaa naZifcn^a fennza
m£ir£ ba 6ma i>emZ?e nifcaumlisa hua sa&a na mimi
nifeaya na rea^ nane, na 20 ni?n^baj naii na n£aga iua
reaZe feuwi, nime^oba. HaZZaZi, ZmZZaZi banangtt, iisi'amia
nniokoe, nami featifea zifei'o banangn. Wa saZaam.


72

' ttika=a. feis.tr afeiisfea. mfaa?o=Tifeo. wirnea.
niikx' v\' .\ n\ ya==ja aiiM==itti. =1
stehlen. 7 wrtl. einen Eid essen, weil an Stelle des Eides
frher das Gottesurtheil durch einen Zaubertrank verlangt wurde.
8 yuai'ua, 9 die Stelle ist unverstndlich. * zikimtaabu.

UEBERSETZUNG.

....... Und danach theile ich dir mit: Ich bin Kamna.

Ich bin vom Schech Abdallah jetzt im dritten Mcnat festgehalten.
Und ich bin ein Vasall des Fumu Bakari. Als er mich auf
dem Festlande angetroffen, hat er mich ergriffen und gebunden.
Und nun stehe niir bei, dass ich vor Gericht komme, und ich
bin dein (Knecht) seit dem ich angekommen bin. Denn ich bin
dein .... Stehe mir bei, mein Herr. Vielerlei Sachen habe

ich, deren ich beraubt bin, ich bin ein Fremderj er verweigert
sie mir, er sagt: ich habe ihm seinen Sclaven gestohlen. Da
ich ihn doch nicht gesehen habe, und ich kann einen Eid schwren,
dass ich ihn nicht kenne, dieser ist auch kein Sclave. Und
der Herr Fumu Bakari weiss es, er ist gekommen und seine
Boten .... Er hat ihnen auch Briefe gegeben um damit zu

kommen und sie geben sie dem Richter. Am besten ist es,
du verlangst nach mir, damit ich bei dir sei, dass ich wisse
wo ich hingehre. Bei Gott, bei Gott. ....... Besser ist

es, in deinen Hnden zu sein als im Gefngniss. Und die
Streitpunkte sind die und die: Als ich hierher kam, kam ich,
um Kautschuk bei dem Elfenbeinhndler zu verkaufen, ich habe
es ihm fr sieben Thaler verkauft, und 'ich kam (schon) mit
acht Thalern, und alles ist-mir abgenommenj ich hatte auch
ein Schwert fr zehn Thaler, es ist mir abgenommen. Bei Gott,
bei Gott mein Herr, stehe mir bei, errette mich, ich bin im
Elend, mein Herr. Und Gruss.


73

XLI.

An einen Vater, der seine Frau zurckgelassen und dem jetzt ein
Kind geb.ren ist. Abrechnung Uber allerlei Auslagen. Bitte um
einen Brief. Aus Wit..

Bism Illah irrafonan irra/iim.

Ila jenah ilmuhehh ilaferam ilmmfearram ilafehsham Nasih.
SaatnaJm AUaJi taala amina ins ha Allah. Salaatn aleife wa
rahmet Ullahi Ia harafeatuhu. Ama haadm nafenari^m: hali
zefm jema ha thama naxue feia feazahfe ?a ajia. Wa zaidi
ilfehahari: tangu wli^osajin sipati fehahari zafe. iwala saiamn
Tila .irafea wafeo Tuala si wajihn uyafeo. Wa zaidi ilfehahari;
amani nimetafeahathi ^esa 4 arhaini mifeononi mxya Hamadi
Musu. Aida fettu nimezofumilia featifea wzwri Tiua mfee TJuafeo,
ma/nta na asaii na msio m£ia llhasil ni reaii rnhili TJua roho
na majjesa ya fewlla haja, naliofeitoa ni mimi feama ginsi uualio-
niagiliza, rio^ ni/an3>y. Na sasa sit.i tena feitw bani maii
haya si ?angn, nda atu. Na ntpia 'iwahomnaiia, aii-
feula feahla asiyazaa, hafeusalba na chochote. Zote alitumia,
asi^azaa wmhimi da! zamda na zinginizi^ naliotafea ni
mimi. Bassi, maneno ni feama ha^o. Wa saiaam jezii saiaam.

Na mfee uuafeo Amani afeusalimu na miiiao afeuenzi..
Wa saiaam jezil saiaam. Bassi siite fennilefea warafea. Na
huyu ni muiao. hana shafea. hatta featiti snra ndafe. .

Nimej>afa fehahari, amha nmete^,a na fe.nd.0 ethnasharaj
ni beli ama ni maneno ;ya wafn Wa saiaam.

Wa featahahn ilharwa mfee Ramathani, fehadimati bana
Muazmzya hin Muhammed hin Ahnhafeari iiauhyi he tarifeh
jom ilhamis min s he her ramathan 4 sene 1307. 1

1 4 statt 40. 2 Im Text wohl verschrieben. riomndio.

4 nda=ya. 5 Es sind wohl allerlei -Arzeneien hier aufgefhrt.

Ob ich alles richtig gelesen, bleibt zweifelhaft. ahnen.

1 wdafeo=:yafco.


74

UEBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des gndigen, des barmherzigen.

An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten,
u. s. w. Nasib. Es behte ihn der allerhchste Gott, wahrhaltig,
wenn Gott will.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und
sein Segen. Aber danach theile ich dir mit: Unser Zustand ist
gut und mgest du von gleicher Gesundheit sein. Und was
mehr ist von Nachrichten: Seitdem du abgereist bist, erhalte
ich weder Nachricht noch Gruss noch Brief von dir, und so ist
es doch nicht deine Pflicht. Und was mehr ist von Nachrichten:
Ich habe das Depositum 4 vierzig Pesa aus der Hand des
Hamadi Musu empfangen. Ferner habe ich (hier) bei uns an
Specerei fr deine Frau: Oel, Honig, Msio, eine Rupie aus-
gegeben. Danach sind es zwei Rupieen und ein Viertel (Thaler)
und das Geld fr jeden Bedarf, welches ich ausgegeben habe
wie du mir aufgetragen hast, so habe ich gethan. Und jetzt
gebe ich nichts weiter aus, denn dies Geld ist nicht mein, es
gehrt andern Leuten. Und die Rupie, die du ihr hinterlassen,
hatte sie bereits verzehrt, ehe sie geboren hatte. Sie war ohne
irgend etwas zurckgeblieben. Alles hat sie ausgegeben, ehe
sie geboren hatte, fr Umbioni, Dawa, Samda und Singinisi.
Der es verlangt, bin ich. Gut, das habe ich zu sagen. Und
Gruss, vielen Gruss.

Und deine Frau Amani lsst dich grtissen, und dein Kind
ahnt nach dir. Und Gruss, vielen Gruss. Unterlasse es doch
nicht, mir einen Brief zu schicken. Und dieses ist dein Kind,
daran ist kein Zweifel, bis aufs Kleinste ist es dein Ebenbild.

Ich habe die Nachricht erhalten, 'dir sind zwlf Schafe
verloren gegangen, ist es wahr oder ist es nur ein Gerede der
Leute? Und Gruss

Und geschrieben hat den Brief die Frau des Ramathan,
die Dienerin des Herrn Muawiya, Sohn des Abubakari des
Muawiyi am Datum Donnerstag den 4. Tag des Monates Rama-
than im Jahre 1307.


Ein Absageschreiben. Aus Wito.

Ila jenak ibikekk ilaferam jfusti/. Hadafe Ailakw.

Ama kaadw bfeuarn/ui ki()u kadin 3>afeo Hamadi Am-
kari wmeozea fei^afeazi bangu Mizikani. Ha£ii Wala kana bla
wala kana nguo. Wim^fewshitnfei, na nbate* bla na ngwo
an bamka hana. Na mtw ^uangw ni ki;yw Mukammadi kin
Kkatnist. Namknya^makaia,aesaakn^n. Nami bangtt
nimebiska kaana maregeo. Na makari )ab ni reale bmi.
Wasalaam. Wa featakab ilkama Skarijtt kinbana Ma-
feami iiAud.

I vex%\. XXXII. niw=niack. namburai.siiafei.

UEBERSETZUNG.

An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten
Joseph. Es leite dich Gott.

Und danach theile ich dir mit: dieser dein Knecht Hamadi
Ambari hat ein Mdchen bei mir in Misibani verheirathet. Er
kommt nicht vorbei, auch hat sie nichts zu essen, noch zu
trinken Und ich klage nun bei dir, er mge mir Kost und
Kleider lassen, oder er hat nichts. Und mein Mann ist dieser
Muhammed, Sohn des Khamisi. Und ich will nichts von dem
Brautschatz oder es lasse dieser, was er gethan. Und ich an
meinem Theil bin fertig, da ist keine Umkehr. Und ihr Braut-
Schatz sind zehn Thaler. Und Gruss. Und geschrieben hat
den Brief Sharifu Sohn des Herrn Makami. der Awi.


-

Bericht ber einen Angriff der franzsischen Fl.tte auf Angazidya.
Von ebendaselbst.

Alija1 saade uyaddestuy dafJiam wa skam irrajel CI. D.
Wa baada: warafea wafeo umewasili, tumesoma, tume-

/akamu yaliomo . Walafein fekabari ya kufeu Angazija..
Wajransa wamefeuja, wametu^iga ba raizinga. wameinda
wajumba, wameua watu. Marra ya fewanza wafeaiafea skarti
sisi tuwe featifea aa ya Ali 1 Omari, feiiska twandifeie mafea-
tibu ya feuwa wao. Tumefeataa, wafeaenda zao. Ali wa Omar
afea/anya ita benda nazo Bajini fewm^iga Haskim fein Snltan
Akmed, naye Haskim afeamskinda Ali afearajufeuza katta Mroni,
wafca/a watu featkawafeatka2 wafee. Ali wa Omar afeaingia
featifea ngomeni: Ali afea^elefea fekabari Mayole. zifeaja marifeebu
Sliindini bandari ya Haskim. zifea^iga mizinga ya mafeombora
mengi mno kaina adada. Afeamtafea Sultani Haskim asim^ate.
Afeaewda zafee. Ndij> Sultani Haskim afeatuma skemegi yafee
Alawi bin Mukammed feuja Ungnja ba Konswl iddaskimanii
feutafea lirajifei ba watu Wadaski na feutafea kamani yetu
bao. Kkala^n afearndi yeye Alawi £amoja na mznngn dafelari
Sj tufeatkani ya feia na wewe ni watu wamoja, na mradi
wetu ni fentafea kamani. fewenu. Tnfeatkanni maneno yafee tkabifi.
Ten. kutoska. Ndi^o tttfeatia mifeono yetu feaiifea mafealibw ya
Haskim, ama mimi Fumu wa Mukanda na Haji Nu/um na
Ma/ume wa Majwani, na Mba/ume wa Bwana sote. Wafeili
wetu ni wewe D. sote na mawaziri, tofeea wafeari niliofettja
Unguja mimi na Haji na Hamadi wa Maskangama na Mn.
kamadi Saidi na Said bin Ali na Salek bin Bwana turne-
fenwafeili utu/anyizie nra^fei ba Snltani mfeubwa wa Daski.
Bassi, tuli^oona kuyo dafeari, tufeatkanni, atofea fewenu, manen.
yafee tkabiti. Ndio maana twfeafeiri, afeawefea bendera Bajini.
Na sasa imefeuwa fekala^u. Wala yeye labnda si Daslti, bani
twasifeia Daski ni watn wa beli, wa nangiu sana, kawafenbali
fenniwa na mtn. Bassi tu na Mansa amefenja amefeata bendera
yafee ba risasi, amewefea yafee, amemcknfena Swltan Haskimn


77

na Abi bila t/tmgrua. Nasi tuwefeimbia tumeingia
mwifuni, kal sasa maua/uta. Wa/ransa .luameingia mji
xa Fwm6oni katta katta Fungu feilZa feitu. Waw^skuska asifeari
tkemani tnia feu?'gana Nasi katuwezi ^igana na Wajransa.
.iweingia wji xwa Fuwiboui, na raerafeebu kuxizia bakari tusi.
at feusajiri. Hi)0 ndio fekabari ;yeiu. Na sasa katu na miu
ifta ixue. ndio xoafeili tiu sote xua/alume ^amoja na
maziri Ifu Akwd fein Maskanfama. Mukaratwed Saidi
na Bajitti 0 na Haskiwu ajnutafela sJii/a bao Wa/ransa
ao xuaje / bafee. Anta sisi Mfransa katwtafei feuifea
bindern feafifea ncki abadan. Wala teua katutafei fekabari
5>a bnda nafeurudi. Kxwani maneno bli. Na ' marifeebu
na tntu upesi atttdmfee, bani tunao ogofya, illa katutafei Mansa.
Wala katuna feiutne. Mangn. ni kiyo. tena umesifeia, xuef ni
mtu xuafeili.

Tayifek 26 ji jmad ilafeker 1304. Adak Adak.

(LS.)

1 Es sind hier eine Anzahl h.chtnender aus dem persischen,
arabischen u. s. w. 'Stammender Ehrentitel v.rangeschickt.
2 katha wa katha, arabisch, wrtl.: wie diese und wie diese,
wird fiir: viel gebraucht. Dies Wort ist aus german verstmmelt.
4 Im Text steht wohl durch einen Schreibfehler nur hatna.

UEBERSETZUNG.

An den erhabenen u. s. w. Herrn CI. D.

Und danach: Dein Brief ist angekommen. Wir haben ihn
gelesen, wir haben, was darin stand, alles verstanden. Aber
die Nachrichten von hier, von Angazidja (sind diese): Die
Franzosen sind gekommen, sie haben uns mit Kanonen be-
schossen, sie haben die Huser zerstrt, sie haben die Menschen
getodtet. Das erste Mal verlangten sie, wir sollten durchaus
uns in den Gehorsam des Ali Omars Sohn begeben, zuletzt: wir
sollten Schriften unterschreiben, dass wir die ihrigen wren. Wir
haben es abgelehnt, da gingen sie ihre Wege. Ali des Omar
Sohn sammelte '(dann) Kriegsschaaren, um mit ihnen nach Bajini
zu gehen .um den Haschim den Sohn des Sultans Ahmed zu


78

schlagen. Aber er, der Haschim berwand den Ali und ver-
folgte ihn bis nach Mroni, dabei fielen viele Leute. Ali Omars
Schn z.g sich in die Burg zurck. Ali schickte B.tschaft nach
May.tte, und es kamen die Schiffe (der Franzosen) nach
Schindini, dem Hafen des Haschim, und sie beschossen ihn mit
sehr vielen Granaten ohne Zahl. Und er (d. h. der Franzose)
suchte nach dem Sultan Haschim, aber er bekam ihn nicht und
er ging seine Wege. Deswegen sandte der Sultan Haschim
seinen Schwager Alawi den Sohn des Muhammed nach Sansibar
zu dem deutschen Konsul, und- er suchte nach Freundschaft
mit den Deutschen und wollte Schutz fr. uns bei ihnen. Danach
kam er, der Alawi, zurck zusammen mit einem Europer, dem
Doctor s., und wir dachten, er und du, ihr wret zusammen-
gehrende l^ute, und unser Wille war, von euch Schutz zu be-
gehren. Und wir dachten seine Worte wren zuverlssig, ferner
gengende. Deshalb haben wir unsere Unterschrift unter die
Schrift des Haschim gesetzt, nmlich, ich Fumu des Muhanda
(Sohn) und der Hadji Nufum und Mafume des Majuani (Sohn)
und Mbafume des Bwana (Sohn), wir alle. Unser Vertreter
bist du, D., von uns allen und den Wesiren, seit der Zeit dass
ich nach Sansibar kam, ich und Hadji und Hamadi des Ma-
schangama (Sohn) und Muhammed Saidi und Said Sohn des
Ali und Saleh Sohn des Buana, haben wir dich zu unserm Ver-
treter bestellt, dass du fr uns Freundschaft machest mit dem
grossen Herrscher der Deutschen. Nun gut, als wir jenen
Doctor sahen, dachten wir, er kme von euch und seine Worte
seien zuverlssig. Das ist der Grund, warum wir zustimmten,
und er zog in Bajini die Flagge auf. Und jetzt ist es hinterher
(so) geworden. Aber vielleicht ist es kein Deutscher, denn wir
haben gehrt die Deutschen sind die Leute der Wahrheit, sie
haben grosse Gewalt, sie wollen niemanden betrgen. Und jetzt
haben wir den Franzosen, er ist gekommen, er hat seine (des
Dr. s.) Flagge mit Kugeln weggeschossen und hat seine auf-
gepflanzt, hat den Sultan Haschim und Alawi gefangen mit-
genommen. Und wir sind entflohen und haben uns in den Wald
zurckgezogen, und noch jetzt suchen sie nach uns. Die Fran-
zosen sind in die Stadt Fumboni eingezogen, bis nach Fungu


79

berall. Achthundert Soldaten haben sie gelandet um (mit uns)
zu fechten. Und wir knnen nicht mit den Franzosen Krieg
fiihren, sie sind in die Stadt Fumboni eingezogen und die
Schiffe halten die See blockirt, so .dass wir nicht reisen knnen.
Und das sind unsere Naclirichten. Und jetzt haben wir niemand
als dich. Du bist unserVertreter, von uns allen, den Frsten
zusammen mit unsern Wesiren Achmed Sohn des Maschangama
und Bajini ebenfalls, und fr den Haschim wnscht er Beistand
gegen die Franzosen oder er mge zu ihm kommen. Ferner
wir wollen nicht, dass der Franzose seine Fahne in unserm
Lande jemals aufziehe. Desgleichen wollen wir nicht (bloss)
Nachrichten vom gehen und wiederkommen. Denn die Worte
(sollen) Wahrheit (sein). Und es mge ein Schiff schnell kommen
und ^n Mann der uns zurecht bringe, denn wir frchten uns.
Aber den Franzosen wollen wir nicht. Jedoch wir haben keine
Kraft. Das sind die Worte. Nochmals: du hast es gehrt, du
bist (unser) Vertreter.

Datum d. 26. im Monat Jemad ilakher 1304. Um Gottes
willen.

(L. s.)

XLIV.

Dieser Brief ist von Angazidya und betrifft denselben Angriff der
Franzosen, wie der vorige.

Bisra Mali irrabian irraJumil
Ila jenab isksliekli ffnmliebb fa22 ffaferam ffiikarratn ff-
aliskatninnasili endna ffafeli AbdaffaJi bffiWezir bin Mauzffnffiali.

Salamab Affali taala, inskaffall. Saiaani alcife Ta nablet
Uffalii 1 bayafeatnlm. Wa ama baado nakuanfu, ya bawiba'
Mfransa ayamefeitenda Angazija. anmiftwaa swltani Hasltim
11a Sttffan Abdaffak na said Bafeari. WameioaJjffeka Mayote,


8

amrfil ckow&oni Haskim. Amefeataa fetttia sakiki feina. Na
said Bafeari loametia wifeono, Haskim am/wngTE iio
fekahari. Nami niraefeuZdea nyaraka katka wa featka.j nami
rwgnyei siiJabt/nia2 haha yafeo na Warna yangn, ww niguye
na jfiha TJuangw AZi hin MauzimiZZak.

Wa featahaku Mwkam?>^z hin Fusn/ hin Skwan. Min
skeker jemad iZaial.

Der arabisch geschriebene Text dieses Briefes giebt genau
die Orth.graphie der v.n einem. Angazija-Mann angefertigten
Abschrift des Originals. Wieviel von dieser Orthographie auf
den Abschreiber, wieviel davon auf das Original kommt, kann
ich nicht beurtheilen.

1 rugtt ndugu. 2 s!aku/utia \ \ \ mc\vt !-
gefilhrt, gesichert. Man beachte die Form statt sikuwafutia.

UEBERSETZUNG.

Im Namen Gottes des Gndigen, des Barmherzigen.

An Seine Wohlgeboren den Schech den geliebten den sehr
geehrten u. s. w. den bei uns anerkannten Bruder Abdallah
Sohn des Wesir Sohn d.es Mausimillah.

Es behte dich der allerhchste Gott, wenn Gott will.
Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein
Segen. Aber danach: ich theile dir mit, dass der Franzose
nach Angasidja gekommen ist, er hat den Sultan Haschim und
den Sultan Abdallah und den Said Bakari weggenommen. Sie
haben sie nach Mayotte gebracht. Haschim wurde auf ein
Fahrzeug gebracht. Er weigerte sich sein ,,richtig, einverstanden
hinzuzusetzen.i Und Said Bakari hat unterschrieben. Haschim
wurde gefesselt.. Und ich'habe dir viele Briefe geschickt. Und
ich sein Bruder ich habe deinen Vater und meine Mutter nicht
in Sicherheit bringen knnen, seinen Bruder und meinen Haus-
genossen (?) den Ali Sohn des Mauzimillah.

Und geschrieben hat es Muhammed Sohn des Jusuf Sohn
des Sleman. Vom Monat Djemad il auwal. 1

1 Zu dem vorgelegten Vertrage.


8

XL.

Berichtet ber einen vermissten Mann, der ermordet aufgefunden
wurde. In Sansibar von einem Comorenmanne geschrieben.

IZa sZiekZt iZmuZtehw iZazizi iZakrami iZnfearamu iZaksbtwi
eudi Beja ibazir. SaZaraab AZZaZi taaZa ins ha AZZah.

SaZaaw aZeife Ti rahmat UZZahi Ti harakatiib Ti azifea
ta/ti)>ab. Wa haadu nabari/tt haZi yangu jetna wa thama na-
1 kia feazaZifea iZa^a, iZhawdn ZIZZahi rabh iZaZawina.
Wa ama haadu uabarifu sib aZiyotoka AhdaZZaZi Mdufeha hin
Tu n/ amei>otea sib sahaa. Wangazija iraerufea bmtafea
ba said AZi. 1 aionekana aida sitafea i>ake bii nusurn.t
WaZe mfeononi ba dafeiari s. anabja Saadani. Wa featahab
Haji hin MuaZawu. AwebsaZbw SaZih hin Wmri. SaZawn.

1 Diese Wort kann ich nicht erklren.

UEBERSETZUNG.

An den Schech den geliebten, den theuern, den sehr ge-
ehrten u. s. w. unsern Bruder Beja ilwasir. Es behte ihn Gott
der Allerhchste, wenn Gott will.

Friede sei Uber dir und die Barmherzigkeit Gottes und
sein Segen und er gebe dir langes Leben. Und danach theile ich
dir mit: Mein Zustand ist gut und mgest du von gleicher
Gesundheit sein. Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Und
danach theile ich dir mit: An dem Tage, an welchem Abdallah
fortging, ist Mdukha Sohn des Jusuf fr sieben Tage verloren
gegangen. Die Angasidjaleute sind losgesprungen ihn von Said
Ali zu fordern. Und er kam danach zum Vorschein ........

Jene sind in der Hand des Doctor s. Er ist nach Saadani ge-
kommen. Und geschrieben hat es Hadji Sohn des Mualai^u.
Es lsst dich, griissen Saleh der Sohn des Wasir.. Gruss.





XLVILII. Geschftspapiere, Schuldscheine, Verkaufs-
urkunde, Heirathsc.ntract, Bescheinigung Uber geleistete Zahlung.
Die meisten dieser Schriftstcke stammen aus Bagamoyo und Um.
gegend. Es ist mir nicht mglich gewesen mehr in die Hnde
zu bekommen. Doch mchten schon diese wenigen Bltter manche
neue Aufschlsse ber das geschftliche Leben der Eingebornen
Ostafrikas zu bringen im Stande sein, da hnliches meines Wissens
noch nicht publicirt ist.

XLVI.

Schuldschein ber einen geliehenen Sclaven, in ungefiiger Schrift
und Sprache (aus der Gegend von Bagamoyo).

Kkati yangu Snkini hin Gbghdn kahiia Mjitnhizi ina
aleiJti:1 Nimeandikia Skahusw hin Bazijinga: AnaniiJia ratwmi
wfee iwa ama miie, na rakani^ na/siyangu na fei feazi
bafee hila kesahtt. Dkantana^ mimi Mwdiri hin M>ira dka-
mana gkarimu* rakaniyakifa yakifeiwhia) malilaziraa bangtt
ntttda mafea kusaiirau mttn. Skakidi Mangati hin Kihafu
feahda Mwhga. Wa katahaku diuuani Firahdhiii hin di-
ini Dusi.

Tarifeh nahar 28 tmtkarratn 1300.

1 ina aleihi arab. wrtl. dass auf ihm. 2 rahani Pfand.

dhamana Brge. gharimu zur Zahlung verpflichtet.

UEBERSETZWG.

Meine Handschrift (nmlich) des Sukini Sohn des Ghu-
ghudu, aus dem -Stamm Ufimbizi, zu seinen Lasten. Ich habe


84

flir den Schabusu Sohn des Basifinga geschrieben: Er hat
mir einen Sclaven oder eine Sclavin geliehen, und Pfand bin
ich selbst mit Jeglichem Geschft ohne Anrechnung. Brge
bin ich Mudiri Sohn des Mpira. Der Brge ist zahlungspflichtig,
wenn das -Pfand stirbt oder wegluft. Es ist nothwendig mir
das Gut nach der Zeit eines Jahres (wiederzugeben), den Sclaven
abzuliefern. Zeuge ist Mangati, Sohn des Kibafu vom Stamme
Mukenga. Und geschrieben hat es der Rathsherr Fimbombili
Sohn des Rathsherrn Dusi.

Datura den 28 Tag des Muharram 1300.

Der Schuldner will eventiiell die Schuld abarbeiten.

XLVII.

Schuldschein in hnlicher Sache, wie er von gebildeten Leuten,
die reclit deutlich schreiben wollen, ausgestellt werden wrde.

Biswifea ya Kanra.

Nimefeiri nimefetthali wimi iafeir ila rahhiki Sufeini hin
Gkugkndu Mjimhizi bamha nina kafefei ;ya Skahusu hin Bazi-
Jinga, bamha ananidai mtnm^a m^ana aonanamfe£-j
na yakani wimi na/si yangu, na ba fei feazi ;yafee wimi ni
mtu wafenjan^a hiia kesahu, katta twisko koja kii wimi naye,
na wnda Ifw wiafea witatn fenwfeahithi mfwirajoa wina me
ao tiiamfeo. Na dawini Mdia hin Mjnra damini
gkayiw featifea koja kii., nenda^o nifeija ama nifeingna ama
nifeitorofea ama nifeisa^yi, Mdira hin M^ira dawani featifea koja
kii. Nimefeiri nimefenhaii najsi ^angn mimi'Snfeini hin Gkw.
gkudu MJimhizi. Tarifek jom 28 Mnkayyam sene 1300.

Niwefeiri bamha dawini gkarimu Fniani hin Fwtani
featifea koja ya Fniani hin Fnlani.

Mimi iikafeir Fniani hin Fini niweskttkndia mimi jnmhe
Fnian hin Ftdan.

Innakn sakiki tkahiti min el Waii Fntan hin Fntan hijediki.


85

UEBERSETZUNG.

In deinem Namen o Gtiger.

Ich habe es anerkannt: Ich, der v.r seinem Herrn geringe
Sukini Sohn des Ghughudu Mfimbisi, ich erkenne an, dass ich
in der Schuld des Shabusu Sohn des Basifinga bin, nmlich
er hat von mir einen Sklaven oder eine Sklavin zu fordern.
Und Pfand bin ich selbst, und bei allen seinen Geschften bin
ich derjenige, der es ohne Anrechnung thun (muss), bis wir,
ich und er, mit diesem Geschfte fertig sind. Und unser Termin
sind drei Jahre, ihm den Sklaven oder die Sklavin zu bergeben.
Und Brge ist Mudira Sohn des Mpira, und zwar ist er zahlungs-
pflichtiger Brge in dieser Sache wenn ich fortgehe, wenn ich
sterbe oder wenn ich krank werde oder wenn ich weglaufe oder
wenn ich wegreise, so ist Mudira Sohn des Mp'ira Brge in
dieser Sache. Ich habe es anerkannt ich selbst Sukini Sohn
des Ghughudu Mfimbisi. Datum am 28 Tage des Muharram 1300.

Ich habe es eingestanden, dass ich Zahlungspflichtiger
Brge bin N. N. Sohn des N. N. in der .Sache des N. N.

Ich der geringe N. N. Sohn des N. N. ich bezeuge es, ich
der Graf N. N. Sohn des N. N.

Dass dieses richtig, Besttigung von dem Wali N. N. Sohn
des N. N. mit eigener Hand.

XLVIII.

Bescheinigung, dass N. N. sein Grundstck an den genannten Neu-
besitzer verkauft hat. In ungefger Schrift und Sprache. Aus
der Gegend von Bagamoyo.

Kkati yangtt diuuani Ngendaika fein dimi Sigarafea ina
aleiki Nimeandikia Shafewsw fein Bazijinga.. niwetniiiiza slfifea
Badarii kl reale an. /ehaj iaghrifei jirani feinfi luenyi
Kondo fein Mfearangnm, ilwasliaj'iki Jirani nakhodk Mtina


Full Text

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LEHRBCHER DES SEMINARS FR llPRACHEN ZU BERLIN SCHOOI . OF ORIENT\L STUD!ES FINSBURY CIRCUS HERAUSGEGEBEN VON DEM DIRECTOR DES SEMINARS STUTTGART & BERLIN W SPEMANN t8g2 1902 bergegang e n in den Verlag von Geurg P.cilner BarliD

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DEM ANDENKEN IHRER HOCHSELIGEN MAJESTT DER KAISERIN UND KNIGIN AUGUSTA

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X SCHOOLOF STUDIES FINSBU R Y C IRCUS SUAHELI-SCHRIFTSTCKE IN ARABISCHER SCHRIFT MIT LATEINISCHER SCHRIFT UMSCHRIEBEN BERSETZT UND ERKLRT VON DR. C. G. BTTNER LEHRER DES SUAHELl AM SEMINAR MIT XI F ACSIMILETAFELN STUTTGART & BERLIN W. SPEMANN 92 1902 in tion Verlag von Geor;; tcjjJ:cr BarliD

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VORWORT. Der Wunsch, meinen Schlern eine Sammlung von Schrift stcken zu bieten, .Welche direkt von der Hand der Suaheli aufgeschrieben waren, und zugleich sie mit der Art bekannt zu machen, wie die Suaheli von Alters her die arabische Schrift fr ihre Sprache gebrauchen, hat die Herausgabe vorliegenden Buches veranlasst. Das Material, welches ich im folgenden verffentliche, ist durchaus ohne Zuthun eines Fremden von Suaheli aufgezeichnet Ich verdanke die Schriftstcke theils der Gte einiger Reisenden, welche mir die Briefe u. s. w., die ihnen in die Hnde kamen, bergabeq; ich nenne hier mit verbindlichstem Dank die Herren : CL. DENHARDT, Dr. H. MEYER, BARON v NETTELBLADT, }OS. FRIEDRICH, V. WITTICH, V. HHNEL, Dr. 0. BAUMANN. Vieles (meist aus der Feder des Jumaa bin Nasr herstammend) habe ich durch VermitteJung der eva ngeli schen Mission in Dar essalam erhalten Einiges ist mir von den Lektoren am Seminar fr Orientalische Sprachen Herrn SLEMAN BIN SAID und Herrn AMUR BIN NASUR aufgeschrieben. Bei der im Anfang recht schwierigen Entzifferung der Schriftstcke haben mich meine Collegen Prof. Dr. HARTMANN und Dr. MORITZ, sowie die eben genannten Lektore.n gtigst untersttzt. Dieselben Herren haben mir fortgesetzt Rath und Auskunft bei meiner Arbeit gewhrt, wofr ich ihnen auch an dieser Stelle gerne meinen Dank abstatte. Der arabische Text ist so wiedergegeben, wie ihn die Originale boten. Die lateinische Umschrift zeigt, wie der Text auszusprechen ist, sie giebt also nicht die Buchstaben

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VI des Originals, sondern den Laut wieder. Im Anhange ist das Verhltniss zwischen Laut und Schrift ausfhrlich erklrt Der Aufanger wird gut thun, mit dem Studium des Anhangs zu beginnen. Ueber die Verwendung der arabischen Schrift flir da.s Suaheli habe ich weiteres im Buche selbst pag I 5 I fg. ausgefhrt. Wenn in der Umschrift nicht ein bestimmtes System pedantisch befolgt ist, sondern die Orthographie scheinbar eine schwankende ist, so mag der Grund hiefr darin gesucht werden, dass bei den Suaheli auch die Aussprache vielfach schwankt, und es wre unrecht, wenn .wir uns nur an etwas ganz be stimmtes halten wollten. Ebenso mchte ich bei dem, was ich zur Erklrung der in den Briefen vorkommenden arabischen Wrter und Stze gegeben habe, bemerken, dass ich mich darauf beschrnkt habe, illles nur so zu geben, wie ich es in den Originalen gefunden und wie es mir meine Ostafrikaner erklrt haben, ohne alle Rcksicht auf das klassische Arabisch oder andere arabische Dialekte. So sind auch die Namen der Buchstaben und die vor kommenden grammatischen Kunstausdrcke so wiedergegeben, wie sie in Ostafrika ausgesprochen werden. Weitere praktische Grnde haben mich dazu gefhrt, dem Texte nicht blass Anmerkungen und etwa ein Glossar, sondern zugleich auch eine Uebersetzung ins Deutsche beizufgen. Die Uebersetzung soll zunchst denjenigen dienen, welche mit be schrnkter Zeit oder gar ohne Lehrer Suaheli lernen wollen, damit sie nicht im Anfang zu viel Zeit mit dem Herumblttern im Wrterbuch vergeuden. Ich habe deshalb so wrtlich, wie es nur der Genius der deutschen Sprache zu gestatten schien, zu bersetzen versucht. Aber ich verfolgte mit der Zugabe der Uebersetzung auch noch einen andern Zweck. Da in Deutschland ber die geistigen Capacitten, sowie ber das intime Leben der .,Neger" an nur zu vielen Stellen die wunderlichsten Vorstellungen herrschen, so hielt ich die Gelegenheit ftir gnstig, auch diejenigen, welche nicht Suaheli fachmnnisch zu lernen gesonnen sind, ein wenig in die Denkund Ausdrucksweise unserer Ostafrikaner hinein kucken zu lassen.

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VII Da die hier gege!>enen Stcke durchaus original sind, so kann sich jeder' der sie lesen will, selber ein u rtheil bilden. Dass ich manchmal vielleicht ein wenig zu wrtlich bersetzt, mag dazu dienen den Briefen, Erzhlungen und Gedichten wenigstens etwas von afrikanischem Colorit zu verleihen. Bei den Anmerkungen und Erklrungen habe ich voraus gesetzt, dass die Leser meines Buches sich mit den frher seitens des Seminars fr Orientalische Sprachen fr das Suaheli heraus gegebenen Lehrbchern v ST. PAUL, Suaheli Handbuch, und BTTNER Wrterbuch des Suaheli oder wenigstens mit meinem kleinen Hlfsbchlein "Suahelisprache" (2. Auf!. Leipzig 1891 T. 0. Weigel Nachfolger) bekannt gemacht haben Gerade bei Beendigung des Drucks vorliegenden Buches kam ein hnliches von der Universities Mission in Sansibar soeben herausgegebenes Werk in meine Hnde, betitelt: A practical guide to the use of the arabic alphabet in writing Swahili. Zanzibar, printed at the press of the Universities Mission to Central Africa 1892 Folio. Es ist fr mich nur er freulich gewesen zu sehen, wie diese beiden vllig unabhngig von einander entstandenen Arbeiten in allem Wesentlichen ber einstimmen, obwohl fr jede selbstverstndlich andere Originale vorgelegen haben. Die im Anhange gegebene Abhandlung ber die Disposition und die ussere Form der Suahelibriefe versucht alles das, was sich gemeinschaftliches und daher_ als mehr oder minder allgemein bliches in den Briefen dieses Buches vorfindet, zusammenzu fassen und damit zugleich eine Anleitung zu geben wie man vorzugehen hat, wenn man auf Suaheli einen Brief an jemand in Ostafrika schreiben will. Und es wre fr mich ein sehr erfreuliches Resultat der Arbeit, die dieses Buch mir gekostet, wenn durch dasselbe der freundschaftliche Verkehr zwischen meinen Landsleuten und den Ostafrikanischen Eingeborenen gefrdert werden mchte. Steglitz-Berlin. Ende Juni 1892. C. G. Bttner.

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Inhaltsverzeichniss. Seite 1.-IV. Sansibarbriefe ganz allgemeinen Inhalts. 1 . Meldung glcklicher Ankunft Bitte um Nachricht ll. Des'gleichen. Dank fr Brief 4 III. Bitte um NachriCht 6 IV. Dank fr einen Brief. Bitte den Empfang eines Geschenkes zu besttigen V XVI. Sansibarbriefe ber Familien und Geschftsangelegen heiten. V. Ueber die Preise der Waaren den Manyema VI. Ueber die Preise der Waaren in den Kstenhfen 9 11 VIJ. UeberElfenbeinsendung, Waarenbeste1lung, Gutskauf,ScJaven 12 VIII. Antwort auf VII 14 IX. Ueber Elfenbeinsendung 16 X. Ueber Ankauf von Matten 16 XI. Ueber. die Vorbereitung einer. Reise zu den Manyema 17 XII. Heirathsantrag 19 XIII. An einen kranken Freund XIV Entschuldigungsschreiben Die Kinder sind krank XV Antwort hierauf XVI. Todesanzeige. Ueber einen Besessenen XVII-XLV. Diverse Briefe aus verschiedenen Gegenden. 21 22 23 24 XVII. Aus Sansibar. Betreffend einen widerrechtlich Gefangenen 29 XVIII. Aus Sansibar. Betreffend Mavili 31 XIX. Aus Sansibar. An den Fundi Smail von Frau XX. Aus Sansibar. An denselben von derselben XXI. Aus Sansibar. An denselben von derselben XXII. Aus Sansibar An denselben von Hadji Farhani XXIII. Aus Daressalaam. Den Aufstand betreffend 32 34 36 38 39 XXIV. Aus Mrima. Klage eines unrecbtmssig gefangen gesetzten 41 XXV Aus Mrima. In derselben Sache wie XXIV 43

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X Seite XXVI. Aus Bagamoyo. Ueber ein Gesprch mit einem Deutschen und den Verkauf von Sklavinnen 46 XXVII Aus Ragamoyo Ueber die Fatme mit ihren Mttern 48 XXVIII. Aus Sansibar. Gratulation zur Hochzeit so XXIX Aus Bagamoyo. Betrifft Sendung von Kokosnssen und Lemonen 51 XXX Aus Mrima. Betheurung der Friedfertigkeit 53 XXXI. Aus Pangani. Betrifft eingefangene Deserteure 55 XXXII. Aus Pangani Schreiber kann jetzt nichts geben 57 XXXIII. Aus Pangani. Wie steHt sich zu den Deutschen 59 XXXIV. Vom Kilimand s charo Mandara an Dr. M. 61 XXXV. Vom Derselbe an denselben 63 XXXVI Vom Kilimandscharo. Derselbe an denselben 65 XXXVII Vom Kilimandscharo. Mareale an Dr. M. XXXVIII. Kilimandscharo. Derselbe an denselben 66 69 XXXIX Aus Wito Erkundigung nach dem Ergehen des Herrn W 70 XL Aus Wito Bitte eines Unterdrckten ihm beizustehen XU. Aus Wito. Betrifft Auslagen fr Frau und Kind des Nasib XLII. Aus Wito Absagebrief XLIII. Aus Angazidja. Betrifft das Vorgehen der Franzosen XLIV. Aus Angazidja. Desgleichen XL V Aus Angazidja. Ueber einen Ermordeten XL VILI I. Geschftspapiere XLVL Schuldschein ber einen Selavon XLVII Desgleichen XLVIII. Uebcr den Verka u f eines Grundstcks XUX. Schuldschein ber einen Sclaven L. Heirathscontract LI. Ueber Auszahlung eines Erbtheils LI!. Creditbrief LIII. Rechnung Geographisches und Ethnographisches LIV Reise nach Usang o Ruemba, Kawimbi LV. Begrbnissgebr.uche in Sansibar Mrchen. LVI. Der Sultan, welcher Gottes Allmacht leugnete LVII. Die Todesfurcht als Heilmittel LVIII Die Spur des Lwen Gedichte. LIX Augenlid, Auge und Pupille LX. Lob einer &chnen Frau LXI. Das Lied vom fremden Gast 71 73 75 76 79 81 83 84 85 86 87 88 89 90 91 103 ll2 121 124 130 134 141

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XI Lexicalisches. LXII. Suaheli-Wrter ins Arabische bersetzt Anhang. I. Die Verwendung der arabischen Schrift fr das Suaheli. Selte 145 Einleitendes 152 Die arabischen Consonanten und ihr Werth im Suaheli 156 Die Vocalzeichen t6o Andere diakritische Zeichen 162 Orthographie 163 2. Die Disposition und die ussere Form der Suabelibriefe. Einleitendes 169 Ueberschrift 171 Adresse 172 Segenswunsch 175 Sonstige allgemeine Formeln 176 Grsse am Schluss 178 Datumbestimmung 179 Die ussere Form der Briefe 184 J. Bemerkungen zu den Facsimiletafeln Das Schreibmaterial der Suaheli 187 Schreibung der einzelnen Buchstaben 191 zu den einzelnen Tafeln 200 mschrift und Uebersetzung Briefe auf Tafel X und XI 202

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Umschrift und U ebersetzung der arabisch geschriebenen Suaheli-Sc hri fts t c ke.

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Brief I-IV sind ganz allgemeinen Inhalts und sollen Muster fr die Anfangsund Schlussphrasen bieten. Sie stammen von der Insel Sansibar selbst, und ihre arabische Niederschrift kann auch was Orthographie und Vocalisation anbetrifft als mustergilltig fr den Durchschnitt angesehen werden. I. Meldung glcklicher Ankunft am Bestimmungsorte Klage, dass noch kein Brief des Adressaten anl)'ekommen ist. Bitte um Nachricht. Bism 1/lah irraltman irrahimi 1/a jenab ishsheklt ilmuhebb i!ajil irradlti ilwaji fulan bin fulan i(fulani. Salamalzu Allah taala, inshallah Sa!aam aleik wa rehmet Ullahi wa barakatahu. Muhebbak ilmuhtebbi lillahi bikheir wa serur.' Ama baadu ya salaam : Khabari kheir. Wa zayidi ya khabari:' Tokea siku tulioondoka huku hatta leo hatujapata salaama yako wa!a waraka wako, nawe si wajibu wa mtu na nduguye, wala mtu na sahibu yake; walakin ndio lzali ya ulimwmgu, ndio hali ya waana adamu. Nawe tafathali usikate taarifu. Na sababu: taanfu nusuya kuonana. Wa haza.J Wasalaam. Nisalimie jamaa wote tta watoto wote. Na ltuku akusalimu jamaa wote na watoto wote Wasalaam. NB. Ueber die Grussformel in diesem und den folgenden Briefen siehe weiter unten die Abhandlung ber Abfassung und Disposition der Suahelibriefe, woselbst die arabischen Wrter in der Adresse und in der Grussformel erklrt sind.

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Dein Gelie&ter (muhlbb-ak) der von Gott (lilldh) geliebte (muhtibbi) ist in Glck (bi-khtir) und (ua) Freude (urr). Wa (und) zayidi (mehr) ya khabari (von Nachrichten): Und was noch weiter mitzutheilen ist. J 1M haza. Hier wren sonstige Meldungen einzufligen. UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des gndigen, des barmherzigen. An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den angenehmen, den getreuen N. N. Sohn des N. N., den N. N Es behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen: Dein Geliebter, der von Gott geliebte, befindet sich in Glck und Freude Aber nach dem Gruss : Die Nachrichten sind gute. Und was mehr ist von Nachrichten : Seit dem Tage, da wir von dort aufbrachen bis heute, haben wir weder Gruss noch Brief von dir erhalten. Und was dich anbetriflt, es ist doch nicht so das V erhalten eines Menschen seinem Bruder gegen ber, noch eines Men s chen seinem Freunde gegenber Aber so ist die Weise der Welt, so ist die Weise der Menschen kinder. Und du, bitte, schneide doch nicht die Benachrichtigung ab. Denn die Benachrichtigung ist die Hlfte dc;s Wiedersehens. Und dieses Und Gruss. Griisse mir alle Verwandten und alle Kinder. Und hier grssen dich alle Verwandten und alle Kinder. Und Gruss. II. Meldung glcklicher Ankunft und Dank fr einen Brief. !Ia jenab ishshekh ilmuhebb ilakram ilmzcwedd t'!aziz fullm bin fulan i(fulcmi. Salamahu Allah taala, inshallah. Salaam aleik wa reltmet Ullahi wa barakatahu na mar dhatahu. Muhebbu wako, ndugu )lako, hatujambo sole, nanyi

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t"nslzal!ak !tamujambo. Na zayt"dt" ya khabari: Tumewasilt" Bender es salaam', nast" hatukujikt"liwa na khatari' iliyoyote, illzamdu lillah rabb ilalmnina.J Nawe tafathali ust"ate kutu!etea taarifu na kwa kul!a klzabari yote.s Na taarifu yako ult"oleta mikonont" mwa fulani, t"mewasili. A!tsant, uajazak Allah e{fu khet"r. Wa ltaza.6 Wa salaam Nt"sa!t'ntt"e .Jamaa wote na watoto wote; nd huku katlzalt"ka wanakusalt"mu jamaa na. ndugu Wa sa!aam muhebbak fulan bin fulan bijedihi ji sene IJOJ. Bmder usalaam ist der richtige Name von Dar tssalaam. khatari etwas bengstigendes, Unfall. l t'lhamdu (Lob) /illah (dem Gott) rabb (Herr) i!alamina (der Welten). Gelobt sei Gott der Herr der Welten. (Anfang der ersten Sure des Koran.) TJsiale=usiache lass nicht ab. s kwa kulla khabari yote hiet ist neben yote noch pleonastisch kulla gebraucht, es kornmt eben oft vor, dass der Suaheli-Ausdruck noch einmal arabisch wiedergegeben ist. 6 wa haza, siehe vorigen Brief. UEBERSETZUNG. An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den geehrten, den geliebten, den theuren N. N. Sohn des N N. den N. N. Es behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen und sein Wohlgefallen. Was deinen Geliebten, deinen Bruder anbetrifft, so geht es uns allen gut, und euch, wenn Gott will, geht es auch gut. Und was mehr .ist von Nachrichten : Wir sind in Bender essalaam angekommen und von gar keiner Gefahr betroffen, Lob sei Gott dem Herrn der Welten Und du, bitte, hre nicht auf uns Benachrichtigung zu bersenden ber jegliche Neuigkeit. Und deine Benachrichtigung, die du durch die Hand des N. N. geschickt hast, ist angekommen. Danke schn, es vergelte dir Gott mit tausendfachem Glck. Und dieses: Und Gruss. Grsse mir alle Verwandten und alle Kinder und hier grssen dich gleicherweise die Verwandten und die Brder. Und Gruss von deinem Geliebten N. N., mit eigener Hand im Jahre 1303.

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6 m. Bitte um Nachricht. !Ia jenab ishshekh ilmuhebb ilakram ilmukarram ilakh ilaziz fulan bin fu/an iifulani. Salamak Allah taala, tnshallah Salaam aleik wa rehmet Ullahi wa barakatahu. llkitab bmder tifulani ila bender Zmbar. Ama baaduhu ya salaamu: Kitaban zetu ni ngema wa thama nawe kuwa' kathalikaya a.fia zenu, illtamdu lillah rabb t'lalamina. Na zayidi ya khabari: Tokea luliposa.firi hatta leo hatujapata khabari ymu wala khati yenu wala salaamu yenu Nawe si wajibu wako hasha lt'l!ahiJ; walakzn haithuru. Nalmuradi wetu unapo, mtu anaye kusudia inti4 za kivetu, usitukatie taanfu. Naswi kathalika na zamani twalileta taanfu kabla ya hii. Allahu aalams ime.fika ao lzaiku.fika. Wasalaam min muhebbak ilhakir lillahi taala fulan bin fulan bifedtJzz; tarikh kathawakatha .6 Angabe des Ortes, von wo der Brief herkommt und wohin er geht. Der Brief ist hier ilkitab d. h. Schrift genannt. kuwa. Es wird meistens an dieser Stelle der Briefe der Infinitiv statt des Conjuncti vs gebraucht. J hasha lillahi, bei Gott, es ist nicht so. 4 i111i=inchi. s A!lahu aalam, Gott 'weiss es. 6 kathawakatha wrtl. wie dies und wie dies d. h. hier: der und der (Tag). UEBERSETZUNG An Seine Wohlgeboren den Schech den geliebten, den sehr geehrten, den Bruder, den theuren N. N Sohn des N. N., den N. N Es behte dich Gott der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen Die Schrift von dem Hafen N. N. nach dem Hafen Sansibar. Aber nach dem Gruss: Unsere Neuigkeiten sind gut, und gleicher Weise mgest du ebenso mit eurer Gesundheit sein, Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Und was mehr ist von Nachrichten! Seit wir abgereist sind bis heute haben wir weder Nachricht von euch erhalten, noch einen Brief von euch, noch einen Gruss von euch Und was dich anbetrifft, so ist es doch

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7 nicht deine Pflicht, bei Gott es ist .nicht so. Aber es schadet nichts. Und unser Wille, welcher da ist, (ist dieser): (Ist da) ein Mensch, welcher die Absicht hat nach unserm Lande (zu reisen), so schneide doch nicht die Benachrichtigung von uns ab. Und wir haben gleicher Weise und lngst Benachrichtigung vor diesem geschickt. Gott weiss es, ist sie angekommen, oder ist sie nicht angekommen. Und Gruss von deinem Geliebten, dem vor Gott dem Allerhchsten geringen N. N. Sohn des N. N. mit eigener Hand. Datum so und so. IV. Dank ftir einen Brief, Anzeige der Uebersendung eines Geschenkes. Bitte den Empfang desselben zu bescheinigen. lla jmab z'shshekh z'lmuhebb ilakram innasih fulan bz'n fulan. Salamahu Allah taala, z'nshallah. Salaam aleik wa rehmet Ullalzi wa barakatahu. Ama baadu ya salaamu : Khati yako muathamu' musharafu' ulioleta kwetu z'metuwaszlia, naswi tumeisoma tukafahamu yaliomo yote. Aksanta, wa jazak Allah elfu kheir. Nawe ndio wajibu wako kama haya, naswi z'nshallah hatukati taarifu, nawe takabathi zawadi na amana mikononi mwa fulani nawe tuanfu kufika kwake Wasalaam mz'n muhebbak ilhakir ucledak fulan bin fulan. Tarikh kathawakatha. Wasalaam. muat!tamu erhaben mus!tarafu verehrt, sind iibliche Bezeichnungen ftlr das von Adressaten empfangene Schreiben 2 wtledak dein Kind; weled Kind, ak das Suffix der zweiten Person Sing. _im Arabischen. UEBERSETZUNG An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den aufrichtigen N. N. Sohn des N. N. Es behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will.

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-8 Friede sei ber dir die Gnade Gottes und sein Segen. Aber nach dem Gruss: Dein erhabenes, verehrtes Schreiben, das du an uns gesandt ist bei uns angekommen, und wir, wir haben es gelesen und alles verstanden was darin ist. Danke schn und G ott vergelte es dir mit tausendfachem Glck. Und was dich anbetrifft, solches wie dieses ist deine Pflicht. Und wir, wenn Gott will, schne i den nicht die Benach richtigung ab. Und du empfange das Geschenk und das Unterpfand aus der Hand des N. N. Und du melde uns seine Ankunft,_ Und Gruss von deinem Geliebten, dem sehr geringen, deinem Kinde N N. Sohn des N. N Datum so und so Und Gruss.

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Brief V-XVI behandeln theils kaufmnnische Geschfte, theils Familienangelegenheiten. Die Eingangsund Schlussphrasen sind ganz kurz gehalten. Dieselben mssten also, wenn man hnliche Briefe schreiben will, nach dem Muster der Briefe I-IV ergnzt werden. Auch diese Briefe sind in einem guten Sansibardialect geschrieben, und ihre arabische Niederschrift kann ftir Orthographie und Vocalisation als mustergltig angesehen werden. V. Kaufmannsbrief. Nachricht iiber die augenblicklich bei den Manyema gezahlten Preise flir importirte W aaren. Bemanihi taala !Ia jenab ishshekk ilmuhebb ilakram ilmuwedd i!ahslzam zlakh fulan bin fulan. Salaamsana. Na baaduya salaam nakuan:fu : Nimewasili bender Unyanyembe siku ya mwezi tatu mfunguo mbili Sa!aam salmin.' Na ukatakal klzabari ya ndani nilikotoka, hakuna il!a kheir. Na kuliko bei mwaka lzuu Manyenza beushara nyingi sana Frasila ya jJembe nguo tano na ;haba frasi!a kwa fraszla tano Hiyo bei maujudi lzapana kutafuta. Na kuliko bei ya watumwa, mtumwa mwema nakawa hesabu yake nguo mbili na bunduki moja kwa frasi!a ya ushanga kimarabambaS frasi!a kwa frasi!a tatu, na ushanga merikanis frasila kwa frasi!a na ushanga umboumbos frasi!a kwa frasi!a u nusu, na baruti pipa6 kwa frasila, 1 1 a kzsua babu Maskat 7 kitambi df!bwani

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10 -kimoja man ne, na v i koi babu Maskat kimoja man8 mbili, na sabuni nyekundu sanduku man tatu, na mikeka miwili kwa man sita. Hiyo ndiyo khabari ya barra, taalam zalik. am dritten Tage des zweiten Monats nach dem Fasten (nach dem Ramadan). wrtl. Sicherheit der Sicherheiten. J wohl verschrieben statt ukilaka. 4 mau_judi=hapana kutafuta, der arabische Ausdruck wird auf Suaheli erklrt. s kimarabamba, merikani, umboumbo Perlensorten 6 statt pipa ist im Arabischen pimba geschrieben. 7 babu Maskat=Masketiscber Art 8 man, Gewicht von c. 3 f6. der zwlfte Theil der frasila (=35 ft.). UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten. An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den geehrten, den geliebten, den geehrten, den Bruder N. N. Sohn des N. N. Vielen Gruss. Und nach dem Gruss theile ich dir mit, ich bin im Hafen Unyanyembe angekommen, am dritten Tage des zweiten Mfunguo, im allerbesten Zustande Und wenn du Neuigkeiten aus dem Binnenlande verlangst von wo ich herkomme, so sind keine da als gute. Und was den Handel in diesem Jahr bei den Manyema anbetriffi:, so giebt es sehr viele Geschfte. Die Frasila Elfenbein fr drei Stck Zeug, und Messing eine Frasila ftir fnf Frasila Und der Handel ist lebhaft, man hat nicht danach zu suchen. Und was den Ankauf von Sklaven anbetrifft, der Werth eines guten, tadellosen Sklaven ist zwei Stck Zeug und ein Gewehr. Fr die Frasila Kimarabamba Perlen, die Frasila fr fnf Frasila (Elfenbein) und Merikani Perlen, die Frasila ftir zwei Frasila, und Umboumbo Perlen, die Frasila fr ein und eine halbe Frasila, und ein Fass Pulver ftir eine Frasila, und ein Anzug nach Maskatischer Art von Debwani-Zeug ftir vier Man, und Tcher Maskatischer Art, eine ftir zwei Man, und eine Kiste rothe.JSeife ftir drei Man, und zwei Matten ftir sechs Man. Das sind,die Nach richten vom Festlande. Wisse dieses.

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II VI. Kaufmannsbrief. Nachricht ber die Preise in den Kstenhfen. Bemanihi taala. /Ia ishshekh z"lmuhebb ilakram ilmukarram innasik fulan binfula1z. Salaam. Wa baadu ya salaam : Khati yako muatham imewasz"li mkononi mwa hamali barua,' nikaisoma nikafahamu yote. Khabari ya barra kuliko' beushara yako uliofanyiza, nimifurahi sana kwa kunmfu bei yako. Na ukaka khabari ya pwani njema na bei ya bitkaa pwani sean'J yake njema Yora ya men'kaniS kwa reale mbili u nusu, na jora ya kamtis reale mbz"li kass robo, na frasila ya ushanga samesame6 reale sabaa, na umboumbo reale sita, na ushanga merikani mweupe frasila reale tano, na shaba nyekundu frasz'/a reale nane, na sl1aba nyeupe frasila reale sita, na kaniki korja 7 reale arbatashara vikunjwa vinane, na vikunjwa sa reale ethnashara, na subaiya babu Kachi kor:ja reale sabatashara, na debwani babu Kachi k01ja reale sitaslzara, na vitambi kumvi8 za mpunga korja reale kkamstashara, na vambi riltani_g kory'a reale tlzeletashara, na baruti pipa Ia rottel kumi reale ne u nuss. Hiyo ndiyo seari ya mji wa Unguja. Wassalaamu. hamali barua, der Trger des Briefes. ku!iko, was anbetrifft. 3 stari, Handel, Preis, Conjunctur 4 fora oder gora, ein Stck Zeug von ca. 30 Yards. s merikani, kamli, kaniki, subaya, debwani, Bezeichnung verschiedener Stoffe. 6 samesame, Bernsteinartige Perlen. 7 korfa, Pack von 20 Stck (hier Doti). 8 kumvi sa mpunga, wBrtl. Reisspreu, eine Art Gewebe. 9 rihani, Art schwarzes Zeug. UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten. An den Schech, den geliebten, den geehrten, den auf richtigen N N. Sohn des N. N.

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12 -Gruss : Und nach dem Gruss: Dein erhabenes Schreiben ist bei mir angekommen dur c h die Hand des Briefberbringers, und ich habe es gelesen, und ich habe es alles verstanden Ueber die Nachrichten v om Festlande, was dein Geschft an betrifft, das du gemacht hast habe ich mich sehr gefreut von deinem Handel etwas zu erfahren Und wenn du die Nach richten von der Kste wnschest, so sind sie gut und deine Handelsconjunctur fr die Waaren an der Kste ist gut Die Gora Merikani fr zwei und einen halben Thaler, die Gora Kamti fr zwei Thaler weniger e i n Viertel. Und die Frasila Samesameperlen sieben Thaler und die Umboumbo-Perlen s echs Thaler und weisse Merikani-Perlen die Frasila fnf Thaler und die Frasila rothes Kupfer acht Thaler, und die Frasila Messing sechs Thaler und die Kordja Kaniki vierzehn Thaler acht Lagen, und sechs Lagen elf Thaler, und Subayas nach Art von Cutch die Kordja siebzehn Thaler, und Debwani nach Art von Cutch die Kordja sechszehn Thaler und Kumvi-za-mpunga-Tcher die Kordja fnfzehn Thaler, und Rihani Tcher die Korja dreizehn Thaler und ein Fass mit zehn Pfund Pulver vier und einen halben Thaler. Dies sind die Prei s e der Stadt Unguja (Sansibar). Und Gruss VII. Kaufmannsbrief Waarenbestellung aus dem Innern (Manyema) fr Elfenbein Es soll ferner ein Grundstck gekauft und die ber sandten Sclaven auf demselben beschftigt werden Bemanih i taala. Ila ishshekh ilmuhebb t'lakram t'lakh Abdallah bin Nasur bin :Jumaa t'l Nebehani. Salaam. Wa baadu ya salaam: Anakuwasilia mtumwa wako Mabrukz; falmeradi,' takabath kwake frasi la arbain za pembe naka wa. Tafadhdhal nataka um'nunulie bithaa iwadlta' ya Many e ma. Nataka u1t inunulie merikani ast'liya jora mia na

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13 kamti jora mii:z u khamsin . Nataka 1]a kaniki korja arbain rottel nane, na rottel tissa nataka korja thdatht"n, na kaniki viduringo rottel sita nataka korya asherin, na sehariJ babu Kachi nataka korya kumi, na subaiya Kachi nataka korja kumi, na vitambi kumvi za mpunga 11ataka korja tissa, na makunguruJ mweusi nataka korya tano. Nataka baruti rottel arba mza, na bunduki sanduku asherin na fataka sanduku mayateen. Na kilichobaki katika fetha 11ataka ununue shamba lilio jema, na watumwa hawo wanakuwasilia, nimewaleta kasidS kuja kufanyiza kazi katika hilo shamba. Allah Al/alt lwa6 katika jitehadi' kunifanyizia s/zughuli yangu. Na ijara8 yako twaa katika humo mnamo fetha. Wassalaam. falmtradi, (/a) mein Wunsch (lmtradi). lwadha, TauschartikeL J sehari, makunguru, Arten Zeug. falaka, Zndhtchen. 5 kasid, absichtlich 6 lwa !Ur uwe 7 jitahadi, sich beeifem. 8 ijara, Lohn=Provision 9 humo m na mo, wrtl. dort wo es ist. UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten. An den Schech, den geliebten, den geehrten, den Bruder Abdallah Sohn des Nasur Sohn des Jumaa den Nebehani. Gruss Und nach dem Gruss : Es kommt zu dir dein Knecht Mabruki. Und mein Wunsch ist, nimm von ihm in Empfang vierzig Frasila tadelloses Elfenbein. Bitte, ich wnsche dass du fr mich ManyemaTauschartikel einkaufst. Ich wnsche, dass du fr mich hundert Gora chten Merikani und hundert undfnfzig Gora Kamti kaufst. Ich wnsche auch vierzig Kordja achtpfndigenKaniki, und von neunpfundigem wnsche ich dreissig Kordja, von braunem, sechspfundigem Kaniki wnsche ich zwanzig Kordja, und vori Sehari nach Art von Cutch wnsche ich zehn Kordja, und von Cutch-Subaya wnsche ich zehn Kordja, und von Kumvi-za-mpunga-Tchern wnsche ich neun Kord ja, und von schwarzem Makunguru wnsche ich funf Kordja Pulver wnsche ich vierhundert Pfund und zwanzig Kisten Ge wehre und zweihundert Kisten Zndhtchen: Und von dem

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14 -Gelde das brig bleibt kaufe mir ein recht schnes Landgut, und die Sklaven, welche bei dir ankommen, habe ich absichtlich geschickt, dass sie kommen und die Arbeit auf diesem Landgut verrichten. Um Gottes willen, sei doch recht eifrig um mir mein Geschft auszurichten. Und deine Provision nimm von dem Gelde, das da ist. Und Gruss. VIII. Antwort auf den vorhergehenden Brief (VII .). Die Waaren und das Grundstck sind gekauft, die Sclaven aber haben wegen der Blokade nicht nach Sansibar transportirt werden knnen Die Rheder wollen das Risiko nicht bernehmen. Bitte beim Verkauf von Waaren fr Rechnung des Schreibers zu helfen, da die Indier bezahlt sein wollen Bemanihi taala. lla muhebbina ilakram ilmuwedd Muhammcd bin Sieman bin Abda/lah t'!Marhuni. Salaam. Wa baadu ya salaam : Barua yako imewasi/i na mtumwa wako hami/ barua. Na ulichoniletea wasil:' frasi/a arbain za pembe na watumwa mkononi mwa amini' yako vime wasili. Ahsant, jezak A/lahu elfu kheir. Nami nimenunua kadiri ulichoniagizia katika barua yako na kilichobaki nime kuttulzulia shamba kwa reale khamse mia. Na watumwa siku pata kuvusha kwenda Unguja, maana wenyi viombo vyao /zawa kubali kupakia watumwa wajingaJ kwa mzungu bahrini. Wa na hoju, akiwaona bahrinz; atawakamata na chombo atakitwaa. Hilo ndilo neno nnalolikhofu kunipata matata, sikuweza kufanyiza jusuru.s Watumwa wote nimewaweka Bwagamoyo, sijui hz1a ya kufanyiza hatta kuwapeleka Unguja. Niwie rathi sana, usinenc ya kama nimekataa shughuli yako. Baadu anakuwasilia mtumwa wako nimempa bitltaa kidogo tajaththali, msayidie katika beushara, kadiri atakachopata, uniletee kwa upesi, maana Wahindi6 wananiuthi kutaka mali yao. Wassalaam.

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rs 1 wasil, arab es ist angekommen. 2 amirli, Vertrauensmann. l wajinga, rohe Sklaven aus Innerafrika im Gegensatz zu den Haussklaven in Sansibar selbst. 4 twaa, hier: confisciren. 5 jusuri, arab. etwas tollkhnes, gefhrliches. 6 Die Indier, bei denen er die bersandten Waaren auf Credit entnommen hat UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten An unsern geliebten, den geehrten den geliebten Muham med Sohn des Sieman Sohn des Abdallah den Marhuni. Gruss. Und nach dem Gruss: Dein Brief ist angekommen und dein Knecht, der Brieftiberbringer. Und was du mir ge schickt hast ist angekommen: vierzig Frasila Elfenbein und die Sklaven sind in der Hand deines Vertrauensmanns ange kommen. Danke schn, Gott vergelte es dir mit tausendfachem Glck. Und ich habe eingekauft, wie du es mir in deinem Briefe aufgetragen hast, und was brig geblieben ist, ich habe dir ein Landgut fr fnfhundert Thaler gekauft. Und die Sklaven habe ich noch nicht nach Sansibar hinberbringen lassen knnen. Nmlich die Besitzer der Fahrzeuge nehmen nicht rohe Sklaven in Ladung, denn der Europer ist auf der See Sie wenn er sie auf der See findet, wird er sie ergreifen und das Fahrzeug mitnehmen. Das ist es, was ich frchte, mir Un gelegenheiten zu besorgen Ich habe nichts gefahrliebes thun knnen Alle Sklaven habe ich in Bagamoyo untergebracht, ich weiss keine List um es auszurichten, sie nach Sansibar zu bring e n Entschuldige mich sehr, sage nicht dass ich dein Geschft (auszuflihren) mich geweigert habe Und (bald) nach diesem wird dein Knecht zu dir kommen, ich habe ihm ein wenig Waare mitgegeben; bitte, hilf ihm beim Handel wie er es trifft, und schicke (es) mir geschwinde; denn die lndier plagen mich, damit sie ihr Geld (wieder) erlangen. Und Gruss.

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16 IX. Kaufmannsbrief. Anmeldung Sendung Elfenbein Bemant.hi taala. !Ia jenab ilmuheb z"lakram z"lmukarram z"lakh Muhammed bin Sieman bin Majid ilKharusi. Salaamu sana. Wa baadu ya salaam: Anakuwasilia mtumwa wako Mabruki; atoka barra:akanambia,yakama walikuja watu wawili, wamechukua pembe, wataka kubadili bithaa, wanataka kuenda Ujiji. Falmeradi mfanzie iwadh kad1i inayofaa kwa aina' yao. Vgl. Brief 7 Anmerk. ' aina Hlfe UEBERSETZUNG Durch die Gnade des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren den geliebten, den geehrten den Bruder Muhammed, Sohn des Sleman Sohn des Madjid den Kharusi. Vielen Gruss Und nach dem Gruss: Es kommt zu dir dein Knecht Mabruki. Er kommt von dem Festlande und hat mir gesagt, dass zwei Leute gekommen sind; sie haben Elfenbein gebracht und wnschen Waaren einzutauschen, sie wollen nach Udjidji gehen. Und mein Wunsch ist, lass fur ihn Tauschartikel bereit stellen, so wie es passt zu ihrer Hlfe. X. Kaufmannsbrief. Bestellung von Matten Bemanihi taala. !Ia jenab ilmuheb i!akram ilmuwedd z"lak/z Hamid bin Muhammed bin :Jumaa ilMarlzuni.

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Sa/aam. Wa baaduya salaam. Takabathifetha, ununulie mafam v i na mikeka kadri ya thamani iliokuwa katika mji; maana huku thamani yake ghali sana Allah Allah. '.Jitahidi asio kurithi mrhi asio mroja lzarabu ya mwmyi mrojo. UEBERSETZUNG Durch die Gnade des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren den geliebten, den geehrten, den geliebten, den Bruder Hamid, Sohn des Muhammed, Sohn des Jumaa den Marhani. Gruss Und nach dem Gruss. Empfange das Geld und kaufe mir grobe Matten und zwei feine Matten nach dem Preise, der in der Stadt ist. Nmlich hier ist der Preis sehr hoch (eig theuer). Um Gotteswillen, gieb dir rechte Mhe . ... ' Der Rest ist mir unverstndlich. XI. Kaufmannsbrief. Schreiber will eine Reise nach den Manjema unternehmen. Nachrkht ber die Unkosten dieser Reise. Bemanihi taa/a. Ila ishshekh t"!muhebb ilakram t"!mukarram itznast"h ilakh Abdallah bin Sieman t"!Kharusi. Sa/aam sana. Wa baadu ya sa/aam : Ndugu yako Nasur bin Sieman emewasz"li; nikamtaka khabari alikotoka. Akasema kuzuri na tamaa tele Mwmyi chake hakosi cha mwenziwe.' Bass, moyo wangu umeing"ia tamaa nimea zima kusafiri kuenda kumwomba Muungu. Bassi. nimekuletea k!tabari kasid, uwe kali ya kufua. Nami nikijaaliwa mwezi kuu ntaondoka, maana wapagazt nimewapata kadri m"liowataka; walakin wapagazi

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18 mwaka liuu ghali. Mpagazi mmoja kwa nguo (helathtiti 11a bunduki juu yake, beglin"r nguo za mnyampara mbali.J Wa baadu nimepata kltabari, ya kama Ugogo mwaka liuu njaa. Pishi mbili za mtama kwa upande. Misafara mingi inarudz nfiani. Walaktn mimi ntatawakal" Muungu Hiyo ndiyo khabari yangu. Na Manyema khassas wanataka sliaba nyekundu, 11dio kitu wanacltotaka katika bei yao, haifai bithaa wala kitu chin gzite. Wasalaam. D. h. Keiner leidet Mangel. 'beghnr ausserdem J wrtl. weit entfernt. pishi 6 rottel c. 6 flJ. s khassa genau eigentlich. 6 tawakal sich jemand anvertrauen. UEBERSETZUNG Durch die Gnade des Allerhchsten! An den Schech den geliebten, den geehrten, den auf richtigen, den Bruder Abdallah, Sohn des Sieman den Charusi. Vielen Gruss. Und nach dem Gruss : Dein Bruder Nasur bin Sieman ist angekommen, und ich habe von ihm die Neuig keiten des Ortes, von dem er herkommt, erfragt Er sagt: es ist alles schn und allen Wnschen (entsprechend) Sein Eigen thmer ermangelt nicht dessen, was sein Gefhrte besitzt. Da ist auch mein Herz in die Sehnsucht hineingekommen, und ich entschloss mich auf die Reise zu gehen und Gott zu bitten. Und ich habe dir diese Nachricht absichtlich zugesandt, damit du in der Lage seiest, es zu wissen. Und wenn mir Gnade gegeben wird, so werde ich in diesem Monate aufbrechen, nmlich ich habe soviel Trger bekommen, wie ich sie wollte; aber die Trger sind in diesem Jahre theuer Ein Trger fr dreissig Stck Zeug und ein Gewehr obendrein. Ausserdem sind die Zeuge fr die Hauptleute (der Trger) noch viel mehr. Und danach habe ich die Nachricht erhalten, dass in Ugogo in diesem Jahre Hungersnoth herrscht Zwei Pischi Korn fr ein Stck (Zeug). Viele Karawanen sind auf dem Wege umgekehrt. Aber ich werde mich auf Gott verlassen. Dies sind meine Nachrichten. Und die Manyema wollen durchaus

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19 rothes Kupfer, das ist das Ding, welches sie bei ihrem Handel haben wollen, eine andre Waare oder ein andres Ding taugt nicht Und Gruss XII. Uebermittelung eines Heiratsantrages. Bnnanihi taala. !Ia mu!tebbina ilakrmn innastlz fulan bin fulan. Wa baadu: imekuja Rashzd kwangu akaniambia, ya kamma anataka mtoto wako kuposa na kama umekubali', fa huwa klteir kwa maneno yake. Maana yeye hataki neno baya, anata ka jambo Ia thawabuJ; na mtoto akitakwa na mtu aliokufu yake ltumwoza.s Kwa maana mtoto mwanamke akawa baligh6 katika c/mmba, pakitokea mtu kumtaka, !tumwoza. Ndio thawabuJ si wajibu kumzuia Na mimi nimeonelea neno Ia thawabu Wa k!tassa' watoto waleo ltawana saburi wala staha8 kwa wazce wao. Wakiona waume wanakuja kumposa na babaye !tajakubali, hrifanyiza mambo ra fethilzi kasid kunifetlulli na babaye na mamaye. Afathali ni kumwoza Na klzassa mtoto btizti ni beiti bitlzaa9 mbovu, maana mtolo mwanamke metlzili yake kama vitu viwili, tango na kitunguu Vitu ltivi si vitu 7rya kuweka akiba. '0 Na mwenyi kuoza mfoto mwanamke fetltelu" i mbele yake. Allah Allah. Fanyizmi shaun; mkutane wazazi, wake na waume, mmjibu kwa majibu mazun. Wassa/aam Im Text steht (wohl verschrieben) wemekubali. 'fa ltuwa klteir a rabis c h wrtlich und dies (ist) G!Uck. J tlzawabu ein gutes gottgeflliges Werk. ku.fu gleichen Standes und Alters s baligh mannbar, arabisch 6 khassa siehe Brief x 1. 7 staha Furcht, Ehrfurcht. 8 beiti arabisch, Haus. 9 akiba Vorrath fr sptere Zeit. '"fethihi S c hande machen, Anstoss geben, auch als Substantiv Schande Anstoss Das Praefix hu in humwo11a gilt fr alle Personen und Zeiten und bedeutet: ich pflege, du pflegst, man pflegt u. s. w. 3.

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20 UEBERSETZUNG Durch die Gnade des Allerhchsten! An unsern geliebten, den geehrten, den aufrichtigen N N. Sohn des N. N. Und danach:' es ist Raschid zu mir gekommen und er hat mir gesagt, dass er um dein Kind freien will, und wenn du es annimmst, so ist das ein Glck nach seinen Worten. Nmlich er will ja nichts schlechtes, er will ein gutes Werk. Und wenn ein Mdchen von einem Manne gleichen Standes verlangt wird, so pflegt man sie zu verheirathen. Nmlich wenn ein Mdchen im Hause mannbar geworden ist, wenn dann ein Mann erscheint nach ihr zu verlangen, so pflegt man sie zu verheirathen Das ist ein gutes Werk, da ist keine Verpflichtung sie zurckzuhalten. Und so habe auch ich es auf ein gutes Werk abgesehen. Und wirklich die Mdchen von heute haben keine Geduld auch keine Furcht vor ihren Eltern Wenn sie Mnner sehen, welche um sie freien kommen, und der Vater willigt noch nicht ein, dann machen sie absichtlich rgerliche Geschichten um sowohl ihren Vater als ihre Mutter zu rgern. Da ist es besser, sie zu verheirathen Und wirklich so ein Frulein ist ein Haus mit leicht verderblicher Waare, nmlich ein Mdchen ist zweien Dingen hnlich, der Gurke und der Zwiebel. Diese Dinge sind nicht Dinge, die man auf Vorrath weglegt. Und wer ein Mdchen zu verheirathen hat, der hat immer Aergerniss vor sich. Um Gotteswillen, haltet Rath, kommt ihr Eltern zusammen, Frauen und Mnner, antwortet ihm mit schner Antwort Und Gruss. Nmlich, nach dem Gruss.

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21 XIII. An einen kranken Freund. Bitte um Nachricht und Einladung zur Erholung nach dem Festlande ?.U kommen. Bemanihi taala !Ia ilmuhebb ilakram Muhammed bin Amir zlBarwani. Salaam. Wa baadu ya sa/aam: Nimepata khabari ya kamma huzvezi siku nyingz; na WI!We hukuniletea khatti nikajua.' Na mtu si wajibu, ekawa mgonjwa, na ndugu yupo, usimletee barua; na bani adamu hapana kitu, marra huwa mzima na marra aka.fa. Na hii khatti 1zussu ya kuonana. Usikae katika g!ta.fula,' na Muungu atakuondolea magonjwa. Nawe ukaona magonjwa yamekuslzika,J ni kuja Mn'ma ukatezama hali yako; maaua ban'di ya huku njema, si kamma ya huku. Allah, Allah. Yatezama maneno yangu kamma yamekun'thi .fahuwa kheirs; kmnma hayakurithz; niari.fu. Walaldn mimi nimeona makhlas6 kama hayo Wasalaam. Die Form mit ka bezeichnet hier den Nachsatz. 'gha.fu!a hier: Unbesonnenheit, Nachlssigkeit. J Die Form mit me zeigt hier an, dass die Krankheit vllig zum Ausbruch gekommen ist. vielleicht ist khtir ausgelassen s s Brief XII. 6 makh!s Rettung, Heil. UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten. An den geliebten, den geehrten Muhammed Sohn des Amir ilBarwani Gruss. Und nach dem Gruss: Ich habe erfahren, dass du viele Tage krank bist, und du hast mir keinen Brief geschickt, so htte ich es gewusst. Und so ist es doch nicht mit einem Manne recht gethan, wenn er krank ist, und es ist ein Bruder vorhanden, dass er ihm keinen Brief schickt. Und so ein Menschen kind ist eigentlich nichts, so eben ist er gesund und mit einem Male ist er todt. Und ein solcher Brief ist die Hlfte des

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22 Wiedersehens. Bleibe nicht in der Nachlssigkeit, und Gott wird die Krankheit von dir wegnehmen. Und wenn du ftihlst, dass dich die Krankheit (fest) ergriffen hat, so mchte es gut sein nach Mrima zu kommen, da kannst du deinen Zustand ordent lich ansehen, denn die Klte hier ist gut, es ist nicht wie dort. Um Gottes willen, siehe meine Worte an; wenn sie dir gefallen, so ist dies ein Glck. Wenn sie dir nicht gefallen, so theile es mir mit Aber ich sehe solches als eine Errettung an Und Gruss. XIV. Entschuldigungsschreiben Der geplante Besuch konnte nicht aus geftlhrt werden, weil Kinder erkrankt sind. Bemam'/zi taala. /Ia multebbina ilaziz zlakram Hamed bin Said . Salaam. Wa baadu ya salaam : Nakuanfu, nalitaka kuja kwako kasid ku;a kukutezmna, walakin sikupata ./11/aana watoto wangu kidogo /zawawezi; yapata' lt:o siku tatu Wakapata lzujambo inslzallalz ntaku;a. Wasalaam Als Subject ist zu ergnzen marathi, die Krankheit, also wrtlich: sie hat heute den dritten Tag erreicht. UEBERSETZUNG Durch die Gnade des Allerhchsten. An unsern geliebten, den theuren, den sehr geehrten Hamid Sohn des Sald. Gruss. Und nach dem Gruss : Ich !heile dir mit, ich wollte zu dir kommen in der Absicht um zu kommen nach dir zu sehen. Aber ich habe es nicht gekonnt. Nmlich unsere Kinder sind ein wenig krank, es ist heute der dritte Tag. Geht es ihnen besser, so werde ich kommen, so Gott will. Und Gruss.

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23 XV. Antwort auf den vorhergehenden Brief. Bitte sich nicht zu be mhen Der Schreiber wird selbst kommen Bemanihi taala. !Ia t"lmuhebb ilakram :Jumaa b in Salim. Salaam. Wa baadu ya salaam : Barua yako imewasilz; nimifahamu yote ulioniarifu, ya kamma unauguliwa na watoto wako nyumbani. lnshallah Muungu atawapa a.fiya. Na kamma hukupata k1!ja kwa up esi, ntajua ; watoto wako wangali lwwawez i mimi ntakuja. Usiwe na haja kujia th i bu bllashz;s na khassa ntakuja kumte zmna mgonjwa, niiue hali yake. Wasalaam. ugua krank sein ugu!ia be i jemand krank sein, uguliwa von einem Krankheitsfall betroffen werden wrtl. sei nicht von der Nothwencligkeit. J bi!ashi wrtl. um nichts=burrt. UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten. An den geliebten, den sehr geehrtenJumaa Sohn des Salim. Gruss. Und nach dem Gruss. Dein Brief ist angekommen, und ich habe alles verstanden, was du mir mitgetheilt hast und dass dir deine Kinder im Hause krank sind. So Gott will, wird Gott ihnen Gesundheit schenken Und wenn du nicht geschwinde kommen kannst, so werde ich es wissen; falls deine Kinder krank sind, werde ich kommen Mache dir keine Mhe, dich unntz zu beunruhigen, und ich werde eigens kommen um den Kranken zu besuchen, damit ich seinen Zustand kennen lerne. Und Gruss

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24 -XVI. Todesanzeige. Angeschlossen ist die Geschichte eines Menschen, der am Kilimandscharo von einem Masai Geist besessen wurde. Bemanihi taala. !Ia islzsheklt z'lmuhebb ilakram t'lmuwedd Muhammed bin Seif i/Ma'uli. Salamu .sana. Wa baadu ya salaam: Nakuarifu ya kamma dugu yako Salt'm bin Abdallah amekufa siku ya mwezi tano mfunguo mosi. Inna illahi wa inna alailti rageuna. Tukazika na matanga yalikuwa siku sabaa, walakin sasa tumeondoa na karamu tumesoma, imekwisha ikapasa kukuarifu barua. Sababu ya marathi yake tumbo. Na kulla ndugu na hali marifu. Wasalaam. Asz'liyake lzuyu pepo wakilima. Walitoka watu wakasa.firi wakaenda Masai. Walipo.fika mahalt' jt'na Iake Kilt'manjaro wakalala karibu na kz'lima. Hatta usiku akaja sheitam akam chukua mtu mmoja akampoteia borini.J Hatta assubut' wakaamka kumtafuta mwenzi wao, hayupo. Na yule alt'oclzukuliwa na sheitani akakaa miezi mitatu bon'ni, hajui chakula wala majt'. Klratima4 yule pepo akamleta mjz'ni nyangwani naye yule mtu wamemvika kikukus cka shaba akatokea ghafula yule binadamu m;mt. Na nduguze hawamjui kama dugu yao. Issura6 t'mebatilt'ka naye kama metki/i7 ya bubu, 8 hasemi, na watu hawa mjut. Pepo mmojd wapo naye mwana muzne, walakin anatoka hethi kama mwanamke. Khatima yake: akaenda yule mtu kutafuta ngoma, alt'popata ngoma, akawaambia watu: pigem' ngoma. Watu hawajui. Khalafu akawafundisha mapigo 9 hatta watu wakajua. Akiimba nyimbo, watu wakat'tikia,'0 akacheza mwenyewe. Na mtu huyu jina Iake :Jongoro." Na pepo.huyu akt'mpata mtu, humtoa damu ya kinwani na chini, na chakula ckake majongoro" na kobwe na maziwa mabichi. Na asz'liyake pepo kuyu. Maneno jake kamma kimasai, hucheza na mkuki na rungu na simi mkononi na macho bwin'ri" lzuvaa k:hwani na ajiwapo hupindana, akakauka kamma ukuni, hungut-uma

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-25 kama .n"mba; na dawa yake kwanza mtorya na m:ize yake na mti mkuu 1za mbuyu, na mnuka uvundo na mavusko'J yake majani ya pwam; akifukizwa !tupanda kic!twani. Wa baadu binadamu akaugua, duguze wote !tukutana wakamuguza katta akafa. Hufunikwa nguo mas!tambizo, akaja mwalim akamtia maji ya s!ta!tada, wakaamru kilio, wakalia. K!tatima !tuoslzwa kwa maji akatiwa itto!tara. K!talafu wakaslzonwa saanda wa kamtia kitandani wakaenda makaburini wakamzz"ka. Na yale mas!tambizo !tutundzkwa juu; !tatta wakaondos!ta matanga !tuc!tu kua pwani. Wakienda wakoga waanawake Na pale alipo kos!tewa panapo ufuo s !tukaa mtu aliyomjJasa mwanamke na siku Y.a kuondos!ta matanga pale s!timoni lzufukiza kwa ubam; 11a saanda lzutiwa tibu z meclzmzganywa na maras!ti na udi lzufukizwa. Ndipo wam#a katika saanda ndani yake na mkeka mpya mzayoc!tukuliwa mayiti !tupelekwa meskitiz"kawa mqja waama mawili. arabischer Spruch. illahi falschlieh ftir li!lahi. d. h. die blichen Koranabschnitte nebst den blichen Gebeten. 3 borini in der Wildniss khatima endlich. s kikuku Armring. 6 issura das {is) Ansehen (sura). methili Gleichniss, gleichwie 8 bubu Stummer 9 mapigo die Art die Trommel zu schlagen. '" itikia, wrtl. darauf antworten, hier den Refrain singen "jongoo,jongoro schwarzer Wurm mit vielen FUssen, nach dem Regen in grossen Mengen erscheinend. macho bwiriri kann ich nicht erklren. '3 mavusho Rucherwerk. 11guza einen Kranken pflegen. s ufuo Sand am Strande. Ueber die Begrbnissceremonie vergleiche auch noch das Schriftstck LV. pag. D r UEBERSETZUNG. Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten. An den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den ge liebten Muhammed Sohn des Seif den Ma'uli. Vielen Gruss. Und nach dem Gruss: Ich theile dir mit, dass dein Bruder Salim Sohn des Abdallah am dritten Tage des ersten Mfunguo gestorben ist "Wahrlich wir gehren Gott, und zu ihm kehren wir zurck." Und wir haben ihn begraben und das Leichenbegngniss dauerte sieben Tage. Aber jetzt

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26 haben wir aufgehrt und haben die Ehrenlection gelesen. Es bleibt nur brig dir den Brief mitzutheilen Die Ursache seiner Krank heit war der Unterleib. Und jeder Bruder ist im Zustande der Kenntniss. Und Gruss. Der Ursprung davon war der Geist des Berges Es zogen Leute aus und gingen zu den Masai Als sie an den Ort ge nannt Kilimandscharo kamen, lagerten sie nahe am Berge. Da in der Nacht kam ein Satan und nahm einen Mann mit und liess ihn in der Wildniss sich verlaufen. Am Morgen erwachten seine Gefahrten und suchten ihn, aber er war nicht da. Und jener der von dem Satan mitgenommen war, war drei Monate in der Wildniss, er wusste weder etwas von Speise noch von Trank. Schliesslich brachte ihn der Geist in ein Dorf in der Wste, und er hatte jenem Menschen einen kupfernen Armring angelegt und jener Menschensohn kam pltzlich in dem Dorfe zum Vorschein Und seine Brder wussten es nicht, dass es ihr Bruder wre. Das Ansehen war verndert, und er war gleich wie ein Stummer, er spricht nicht, und die Leute kennen ihn nicht. Ein Geist war da,' und er war mnnlich, aber menstruirte wie eine Frau. Und sein Ende war : Jener Mann ging eine Trommel zu suchen und als er eine Trommel bekommen hatte sagte er zu den Leuten: schlagt die Trommel. Die Leute ver standen es nicht. Und dann lehrte er sie den (richtigen) Schlag, bis die Leute es verstanden Er sang ein Lied, und die Leute sangen den Refrain, und er selbst tanzte Und dieser Mensch hiess Djongoro (Regenwurm ). Und wenn der Geist den Menschen fasste, so brachte er ihm das Blut heraus, aus dem Munde und unten. Und seine Speise waren schwarze Regenwrmer und Kobwe und rohe Milch. Und die Ursache davon war dieser Geist. Und seine Sprache war wie Masai er pflegte mit Speer und Keule und Schwert in der Hand zu tanzen und . trug er in dem Kopfe, und wenn man zu ihm herankam, dann krmmte er sich und wurde steif wie ein Stck Holz, er brllte wie ein Lwe. Und seine Medizin war zuerst Mtoria und dessen Wurzeln und der Mkuubaum und der Boahab und Mnuka Uvundo, und seine Berucherung Strandbltter, und wenn er beruchert wurde, so stieg er ihm in den Kopf.' Und darnach wurde der Menschen-

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27 sohn krank, und alle seine Brder kamen zusammen und pflegten ihn, bis er starb. Und er wurde mit einem Leichentuch bedeckt, und ein Mualim besprengte ihn mit dem Zeugnisswasser und ordnete die Trauer an, und sie weinten Schliesslich wusch man ihn mit Wasser und er wurde (rituell) gereinigt. Dann nhten sie ihm das Leichentuch und legten ihn auf eine Bettstelle und gingen nach dem Grabe und begruben ihn Und die Maschambiso wurden ber ihm aufgehngt, bis sie die beendet hatten, dann bringen sie sie an den Strand. Und die Frauen kommen und waschen sie Und dort wo er gewaschen war, dort auf dem Sande, da bleibt jemand, der eine Frau sein muss, und an dem Tage, da die Trauerzeit beendet wird, pflegen sie an der Grube mit Weihrauch zu ruchern, und in das Leichen tuch wird Wohlriechende s gelegt, es wird mit Parfm besprengt und mit Aloe beruchert Das ist es, was sie in das Leichen tuch hineinlegen und eine neue Matte, auf welcher der Todte getragen ist, wird in die Moschee gebracht, sei es eine oder auch zwei nmlich in dem Kranken d. h. der Dmon. Die Geschichte ist ftir uns fernerstehende nicht ganz deutlich. Jedenfalls handelt es sich um einen Besessenen, die Beschreibung der Anflle, die Heilungsversuche durch Beschwrung (mit Gesang und Trommelklang) und das feieriiche Begrbniss ..

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XVI-XXXV. Briefe aus verschiedenen Teilen Ostafrillas : Zanzibar, Mrima (Daressalaam, Bagamojo,) Pangani, Kilimandscharo, Witu, Comoren. Diese Briefe sollen zum Studium der verschiedenen Schreib und Ausdrucks";eise der etnzelnen Gegenden dienen. XVII. Adressat hat widerrechtlich einige Leute gefangen gesetzt. Schreiber macht ihn darauf aufmerksam, dass dies libele Folgen nach sich ziehen knnte und ermahnt ihn, dass er den Beleidigten bald durch irgend etwas vershnen mchte. In etwas altertmlich gehaltenem Sansibar Dialect. Bemanihi taala. !Ia jenab ishshekh ilmuhebb ilakram znnasih ilakh mwenyi Fulan bin mwenyi kuu mwenyi Fulan # Fulani Shikamoo.' Wa baada ya s/dkamoo : Nakuarzfu hali yanju njema wa t/zama uawe mkuu wangu kuwa katha ya afya zako amina, ilhamdu kllahi rabb ilalamzna. Wa zaidi ya kabarz: Nakuarifu ya kwamba hay o ulzjofanya sryo. Huwaje,' ukafunga watu, ambao J waszo sababu. Atapokusikia hakim lwtapata adabu ? 4 Bassi sasa tafathali mpaties ku kiwa chochote umpe, walau6 awe iwe salamu yako, wala usifanye mmgz1ze. Na iwapo wataka salama a/a7 wataka nakama,8 khz jarz yako.9 Wa salaam. Nisalzmi e jamaa ndogo na wakubwa wote Sldkamoo. Na huku wadogo wote washz"kamoo na wakubwa wote wakusalz"mu Wa salaam. Wa katabahu mz1ni mdogo Fulan bzn Fulan zl Fulani. Tarikh 6 katha wa katha sene 1306.

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30 1 shikamoo Gruss des Untergebenen, der sich nicht berechtigt glaubt zum Herrn sa/aam zu sagen, was nur die grossen Leute thun drfen, verstmmelt aus na schika migutt ich erfasse die Fsse. httwaje wie pflegt das zu sein. J ambao alte Relativform. adabtt wrtl. gute Sitten, hier ist eine Strafe gemeint, die zur Annahme guter Sitten in spteren Fllen veranlasst. s Das Pronomen bezieht sich wohl auf den geschdigten Mann, nicht auf den Frsten. 6 walatt gewhnlich: obgleich, hier wohl: damit. 7 ala =aula oder nicht. 8 nakama Strafe; man beachte den Reim salama-nakama. 9 kilhiyari yako wrtl. dein Wunsch= wie du willst UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten An Seine W obigeboren den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den aufrichtigen, den Bruder Herrn N. N. Sohn des grossen Herrn, Herrn N N. den N. N. Ich erfasse die Fsse Und nach dem Erfassen der Fsse: theile ich dir mit, unser Zustand ist gut, und ferner auch du, mein Vorgesetzter, mgest von gleicher guter Gesundheit sein Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Und was weiter an Nach richt vorhanden ist: Ich theile dir mit, dass Dasjenige, was du gethan hast, nichts ist. Wie pflegt das zu sein? Du hast Leute gebunden, welche ohne Ursache sind.' Wenn der Herr scher das von dir hren wird, wirst du nicht Strafe erhalten? Und jetzt, bitte suche fr ihn irgend ein Ding und gieb ihm damit er zufrieden gestellt wird. Das mge dein Heil sein, thue nichts anderes. Und wie es ist, so willst du Heil, oder nicht, so willst du Strafe, wie es dein Wunsch ist. Und Gruss. Grsse mir die Freund schaft, alle, klein und gross. Ich erfasse die Fsse . Und hier erfassen alle Kleinen die Fsse, und alle Grossen grssen dich. Und Gruss. Und geschrieben hat es, ich der kleineN. N. Sohn des N. N der N. N Datum, am 6. den und den, Jahr 13o6. 1 welche keine Ursache gegeben haben.

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31 XVIII. Adressat soll mit den Maviti rasch kommen; niemand mge ihn hindern. Musterbrief aus Sansibar, aus der Kanzlei des Sultans. Min Bargasch bin Said. Bism Illalz irralzman t"rrakim /Ia jenab muhebbtita Abdalla/z bin Chuzapembe. Salamahu Altak taala. Waraka wako 1mtewasili, nasi tumefahamu yaliomo Nanyi njooni wewe tta Maviti wanaotaka kuja kwetu. Nasi twangoja. Nawe imekufikilia khati na jmnii ataoona asikuta aradi mtu wewe na lzawo 1!}iani. Wa sa/aam. Wa katabahu biamrilzi mamlukuku Mulzammed bi1t Salim bijediki. 17. Schauwal fi sene IJOJ. taaradi hindern. UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des Gndigen des Barmherzigen! Von Bargasch dem Sohn des Said. An Seine Wohlgeboren unsern geliebten Abdallah Sohn des Chuzapembe. Es behte ihn Gott, der Allerhchste. Dein Brief ist an gekommen und wir haben verstanden, was darin ist. Und ihr, kommet her, du und die Maviti, welche zu uns kommen wollen Und wir erwarten (sie). Und was dich anbetrifft, es ist an dich das Schreiben gelangt, und niemand, der es sehen wird, mge dich und jene auf dem Wege aufhalten. Und Gruss. Und ge schrieben hat es auf seinen Befehl sein Diener Muhammed, Sohn des Salim mit seiner Hand Den 17. Schauwal im Jahre 1303

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32 XIX. Briefe einer Frau aus Sansibar an ihren Mann, der augenblicklich auf dem Festlande ist. Bericht ber ausgeftihrte Auftrge. Bitte um Nachricht, Geld und Kleider. Bemanihi Allahu taala. /Ia jenab z"laziz z"lakram z"thtlzz"/u endna fundi Smail bin Farahani Salamahu. Allah taala, inshallah. Salaam aleik warehmet Ullahi wa barakatahu. Ama baadulzu: Nakuarifu, hali zetu njema wa thama nawe kuwa kazalika ya afya. Wa zaidi ya khabari : Waraka wako umewasz"li jezak Allahu alfu kluiri. Nyaraka zote tatu. Na katika watu ulioagiza kwa wadi Yaha ltawakupatikana, amekataa. Na katika maagizo ulioagiza ya Kiungani mimi siyajui. Na sasa katika wewe huku Mrima uliko nakutazamia kwa miezi miwili, kama sikuona ada yangu masurufu' takuya. Ndio kltabari zangu. Na katika nyumbani niko peke yangu, sina mtu Allah, Allah, thama Allah Allah. Andika wa. aka upeleke kwa mzu wako, anipe mtu wa kulalia nyumba. jlfimi ni peke yangu. Allah Allah. Agiza kwa mzu wako Allah Allah. Na hiyo slzuka niliokuagiza, na kama umeipata mkabitlti huyu anayeleta waraka na mamaye Ramathani. Nisalimie wote na akina mwana. Nyumbani wote salaamu Maalim Bakari na mkewe wote amewasalimu Na kazalika mtumwa wako mbaya naye amekusalimu. Hizo ndizo khabari utu za huku Unguja. Nawe Allah Allah usitusahau Allah Allah. Wasa!amn. Betarikh 21 min eshshauwal sennt 1305. Wa katabahu el waraka zaujeJ binti Uledi. Wa salaam. Aida na binti Muhammed mkewe bana mkubwa amekusalimu jezil na bwana mkubwa amekusalimu jezil salaam Aida na mwezi wa mfunguo tatu usisalzau, kwa sababu kuna ada ya kukhitimia. Wa salaam. ada Sitte, das herkmmliche, bliche. ...;,,_.. im Text ist aus ...;,,..... verschrieben J sauj eig. eine aus dem Paar= Gattin. khitimia eigentl. fr jemand vollenden, bezieht sich hier auf das Lesen lassen von Koranstellen fr jemand, wahrscheinlich ftir einen V erstorbenen.

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33 -UEERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren, den theuren, den geehrten, den bei uns geachteten Meister Smail Sohn des Farahani. Es behte ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Aber danach: Ich theile dir mit: unser Zustand ist gut, und ebenso mgest auch du von gleicher Gesundheit sein. Und was mehr ist an Nachrichten : Dein Brief ist angekommen. Gott vergelte es dir mit tausendfachem Glck. Im Ganzen drei Briefe. Und was die Leute anbetrifft, ber die du bei Wadi Djaha Auftrag gegeben hast, so sind sie nicht zu erhalten gewesen Er hat es abgechlagen. Und die Auftrge anbetriftt die du fr Kiungani aufgetragen hast, so weiss ich nichts davon Und jetzt, was dich dort in Mrima anbetrifft wo du bist, so habe ich nach dir seit zwei Monaten ausgeschaut denn ich habe nicht gefunden, dass mein bliches Geld kommen wird. Da.S sind meine Nachrichten. Und was das Haus anbetrifft, so bin ich dort ganz allein, ich habe keinen Menschen Um Gottes willen, noch einmal um Gottes willen Schreibe doch einen Brief und schicke ihn an deinen Alten, dass er mir jemand giebt, der bei mir im Hause schlafen kann. Ich bin ganz allein. Um Gottes willen gieb Auftrag an deinen Alten. Und was das Stck Zeug anbetrifft, ber das ich dir Auftrag gegeben, wenn du es be kommen hast, so bergieb es dem Ueberbringer dieses Briefes und der Mutter des Ramathan. Grsse mir alle und den jungen Herrn Im Hause lassen alle grssen Und der Mualim Bakari und seine Frau alle lassen euch grssen. Und gleicher Weise lsst dein schlechter Knecht dich grssen. Das sind unsere Nachrichten hier in Sansibar. Und du um Gottes willen vergiss uns nicht : Um Gottes willen Und Gruss. Datum den 21. Schauwal des Jahres 1305. Und geschrieben hat den Brief die Gattin, die Tochter des Uledi. Und Gruss. Ferner auch die Tochter Muhammeds, die Frau des grossen Herrn grsst dich viele mal, und der grosse Herr grsst dich mit vielem Gruss. Ferner ver giss auch nicht den dritten Mfunguo, denn da ist unsere Sitte (im Koran) lesen zu lassen. Und Gruss.

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34 -Anm Dieser und die nchstfolgenden Briefe einer Frau niederen Standes in Sansibar an ihren Mann lassen einen Blick in das dortige Familienleben und auf das Verhltniss von Mann und Frau zu, der mehr zeigt als lange Beschreibungen Es geht eben auch dort zu wie anderswo. Der Gegensatz zwischen den hochtnenden Phrasen des Briefs c hreibeknstlers am Anfange und der spter sich enthllenden Wirklichkeit ist charakteristisch. Uebrigens zeigen diese Briefe, dass die Frauen in Sansibar eben solche Neigung zu Postscripten haben, als es dem weiblichen Geschlecht auch in andern Lndern nachgesagt wird. XX. Von derselben Frau wie der vorige Brief. Dank fr das zugesandte Geld u s. w. Sie braucht aber noch mehr, bittet um weitere Nachricht ber die Felle, meldet die Uebersendung von Orangen. Das nchste Mal mge Adressat seine Briefe von einem andern schreiben lassen der letzte war nur sehr schwer zu lesen. Bemani/ti A!!a!tu taala. !Ia jenab i lazz'z ilakram ilajil z'thtl z ike mdna fundi Smai l bin Farlzani, salamahu Allah taala ius!ta!lalz. Salaam aleik wa r ehmet Ullahi wa barakatahu Ama baadul z u : Nakuarifu, hali zetu njema wa thmna nanyi kuwa kazalika ya afya. Aida 11a katika waraka wako ulioniletea umewastli jezak Alla!tu alfu klzein Na katika 1msu real e na shuka imewasi!t'jezak Alla!zu alfu khein Nami nimekopa mapesa ya w atu, n i katumia. llipowasili rupia, 11ikalipa; tena sina mapesa ndio khabari Aida 11a katika 11goz i, ulionianfu, akhdari na abiadi, bassi vimetupotea Tutakabathi s isi? Unaleta wewe 1 waama tulete ? tuarifu Allalt Allalt jawabu ala k i lla hali Aida takabathi maclumgwa arbatashara mkononi mwa Takadri. Na bwana mkubwa hayuko, yuko s/zamba Ndio klz abari zmzgu. Na !tttku amekusalimu mwalimu Bakan'1zafzmdi Kombo, na mke wa bwana Khalfani salama. Nami nimekusalimu mitni katib ulkhatiJ Klzalfani uimekusa!t'mu j ezi! salaam. Betarikh 1zehar auwa! min s/zeher zil kaada smne 1305. Wa katabahu zauje

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35 binti Uledi wa salaam Na mkwewo m:ue Uledi a11akusalinm jezil salaam. Aida na wewe um e tuarifu salama tena ukanena, maneno yako tumeyasikia, maneno gani. Aida na ka#ka waraka, !tuu umetuathibu sana, na sasa ukileta waraka, tafuta mtu ajuaye kuandika mema safari hii waraka wako umetuathibu sa11a. Wasalam. Die Rupie ist der vorhingenannte halbe Thaler. Die Stelle ist nicht ganz klar. J Chalfan ist also derjenige, welcher diesen Brief und den vorhergehenden und den nachfolgenden fr die Frau des Smail geschrieben hat. UEBERSETZUNG. Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren den theuren, den sehr geehrten, den hochansehnlichen, den bei uns geachteten Meister Smail Sohn des Farahani. Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen Aber danach: Ich theile dir mit, unser Zustand ist gut und ebenso mget auch ihr von gleicher Gesundheit sein. Ferner was den halben Thaler und das Stck Zeug anbetriffi, so ist es angekommen, es vergelte es dir Gott mit tausendfachem Glck. Und ich hatte Geld von den Leuten geliehen und ich habe es ausgegeben Als die Rupie ankam, habe ich es abgezahlt, so habe ich wieder kein Geld. Das ist die Nachricht Und was ferner die Felle anbetrifft, das grne und das weisse, so sind sie uns abhanden gekommen. Sollen wir sie in Empfang nehmen? Bringst du (sie)? Oder sollen wir (sie) bringen? Theile uns die Sache um Gottes willen unter allen Umstnden mit Ferner nimm vierzehn Apfelsinen in Empfang aus der Hand des Ta kadri. Und der grosse Herr ist nicht hier, er ist auf dem Lande. Das sind unsere Nachrichten. Und hier lsst dich der Mualim Bakari grssen und der Meister Kombo und die Frau des Herrn Chalfan lsst grssen. Und ich grsse dich, der Schreiber des J!riefes, Chalfan, ich grsse dich mit vielem Gruss. Und ge schrieben hat es die Gattin, die Tochter des Uledi und Gruss. s

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Und dein Schwiegezvater, der alte Uledi grsst dich viele Mal. Ferner hast du uns einen Gruss mitgetheilt und hast gesagt: Deine Worte habe ich gehrt. Was sind das fr Worte? Ferner mit diesem deinem Briefe hast du uns viel Mhe gemacht, und wenn du uns jetzt einen Brief schickst, so suche nach Jemand, der gut schreiben kann, dieses Mal hat uns dein Brief sehr viel Mhe gemacht. Und Gruss. XXI. Von derselben Frau wie die beiden vorigen. Erneutes Bitten und Klagen ilber allerlei husliche Noth Bnnanilzi Allahu taa!a. !Ia jenab islzslteklt ilaziz ilakram il aksham mdna Smail bin Far/zani. Salamahu Allalt taala, tizsha/lalz. Salaam aleik wa rehmet Ullalti wa barakatahu. Ama baadulzu: Nakuanfu lzali zetu jema wa thama nanyi kuwa kathalikayaa.fta. Wa zaidiya klzabari: Nimeleta ttyaraka mbili, sikupata majibu. Gissi %ani1 Wa katlzalika tza bwana mkubwa; naye ammiambia, naye lzakupata majibu. Wa kazalika tza siku zimezeso11%a za vijun%0' fatilzaJ za wazee. Bassi tta kama uta nipatia kitu, tzi!etee upesi Allalt At/alt. Azda tza katika ttyutnba ni peke yan%u, sina tntu. Bwana mkubwa lzataki kunipa mtu wa kum'/asa. Nami si wezi kzdo/e. Ndio khabari si1n%u. Na katika mapesa uliomkabitlti mtunzwa Wadi N%otnbe, yamewasili Na katika mapesa uliomkabitlii iddalali Boraafya nayo yamewasili. Hiyo tzdio klzaban zan%u, zilizo lzuku. Nami nisalimia ttyumbam wote kadri aniuzaye. Na huku salaam maalim Bakari na mamaye Kenda. Wa salaam Nami Klza{fmzi nimekusalimu na binti Omari salaam. Wa salaam. Betan!dt tzalzar 22 min zilkaade sene IJOS Wa katabahu ilwaraka sauje binti Uledi. Wa salaam. Nami' hali thaifu. MIJ0%0 nitzao, sina wakutwan%ia, siwesi kzdole. Nami ttitatoka, bwana mkubwa hakunipa mtu, nitahamia kwenu, nakipotea kuetu. Wasije Nina maneno, ttakuarifu iia mapema. Wasalaam.

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37 songa eigentl pressen, drcken, hier nahe bevorstehen. Die Form simesuonga zeigt die alterthmliche Form des Perfects; meze, wrtlich : sind beendigt, wird jetzt zu me zusammengezogen. vijungo das Lesen der Koransuren, vgl. die Anm. zum Brief XIX. 3 .fatilia wrtl. Erffnung, Name der ersten Sure des Korans Die Fatiha der Eltern ist wohl hier zum Gedcht niss der V erstorl;enel! zu lesen. UEBERSETZUNG. Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren den Schech, den theuren, den sehr geehrten, den bei uns geehrten Meister Smail Sohn des Farahani. Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will. Und danach: Ich theile dir mit: unser Zustand ist gut und ebenso mget auch ihr von gleicher Gesundheit sein Und was es weiter an Nachrichten giebt : Ich habe dir zwei Briefe ge schickt Antwort habe ich nicht erhalten. Wie geht das zu? Und gleicherweise auch der grosse Herr, auch er hat mir gesagt, auch er hat keine Antwort erhalten. Und gleicher Weise sind die Tage nahe herangekommen die Fatiha fr die Eltern lesen zu lassen. Und wenn du fr mich eine Sache erlang s t, so schicke sie mir schnell um Gottes willen. Ferner bin ich auch im Hause ganz allein, ich habe niemand (bei mii'). Der grosse Herr will mir niemand geben bei mir zu schlafen. Und ich habe einen schlimmen Finger. Das sind meine Nachrichten Und was das Geld anbetrifft welches du dem Knecht des Wadi Ngombe bergeben hast, auch dieses ist angekommen Und was du dem Krmer Bora Afya bergeben hast, auch dieses ist angekommen Dieses sind unsere Nachrichten, die es hier giebt Und grsse mir im Hause alle, so wie man nach mir frgt Und hier lsst dich der Mualim Bakari grssen und die Mutter des Kenda Und Gruss. Und ich Chalfan grsse dich und die Tochter des Omari lsst grssen. Und Gruss. Datum am 22. Tage des Si!kaade im Jahre 1305. Und geschrieben hat den Brief die Gattin, die Tochter des Uledi Und Gruss. Und mir gehts schlecht. Cassawa habe ich, aber ich habe niemand zum Stampfen, ich habe einen schlimmen Finger. Und ich werde fortgehen

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Der grosse Herr hat mir niemand gegeben, ich werde zu euch verziehen, indem ich hier bei uns verloren gehe. Komme nicht. Ich habe etwas zu sagen, ich werde es dir rechtzeitig mittheilen. Und Gruss. XXII Nachricht ber die Verwendung des bersandten Geldes, Bestellung von 4 Hhnern zum Todtenfest. Wahrscheinlich aus Zanzibar !Ia jenab ilaziz ilakram ilauled Smail sarz"lt Haj Farhani Salamahu Allalt taa!a. Salaam a!eik wa reimtet Ulla/zi wa barakatahu wa mar datalm wa neematahu amina Wa baaduhu : Nakuarifu klzabari ya lzuku kheiri amina, lzakukuzidi vitu ila ilkheir. Aida na kuarifu kuliko r e ale sita ulizoniletea, nimmu1ma pande inne za ngozi Na upa11de wa tano mdogo wangu mm Na nusu reale katika reale sita wa nusu a metwaa watoto wako maakuli il afa. Na ttusu reale iliokuja pamoja na doti nimetwaa mimi. Nawe twaa ilio /zuku Na gunia Ia mhog o limewasili Nnepata khabariya kama umepata kitu tafatlzali usifanye khatari ukanipakia katika ja!tazi wa ku/eta lzuku Aida nataka utakie kuku wane uni/etee, mbde z etu vijungo "!?Ia w azee. Wa salaam, Tusalimie watoto wako, salaam jazil wa salaam. Wa lzaz a mimma arafizak J Wa salaam min muhebbak i!hakir !illahi ila buk Haji Farhani, bijedil ti. Nahar 2 5 min slulur Thtl kaade fi smne IJOS a.fa fr a.fya Gesundheit. vi_ju11go siebe den vorigen Brief. J Arabisch: wa (und) haea (dieses) mimma=min (von) ma (was) ara.fna (wir theilen mit) k (dir).

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39 UEBERSETZUNG. An Seine Wohlgeboren, den geli e bten, den theuren, den sehr geehrten, den Sohn Smail den Freigelassenen des Hadji Farahani. Es behte ihn Gott der Allerhchste Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen und sein Wohlgefallen und seine Gte sind wahrhaftig. Und danach : Ich theile dir mit, die Nachrichten von hier sind eitel Glck, es vermehrt sich nichts hier als das Glck. Ferner theile ich dir mit : betreffend die sechs Thaler, welche du mir geschickt hast, so habe ich vier Stck Leder gekauft. Und das fnfte kleine Stck ist mein eigenes. Und den halben Thaler von den sechs und einem halben Thaler hat sie fr deine Kinder zur (Beschaffung) gesunder Speise genommen Und den halben Thaler, welcher zusammen mit dem Doti gekommen ist habe ich selbst genommen Und du nimm, was dort ist. Und der Sack mit Cassawa ist angekommen Ich habe erfahren, dass du etwas bekommen hast, bitte thue nur nichts gewagtes, wenn du es ftir mich in ein Fahrzeug verladest, es hierher zu senden F e rner ich dass du ftir mich vier Hhner verlangst und mir schickst vor uns ist das T odtenfest fr die Eltern Und Gruss Grsse mir deine Kinder vielen Gruss, und Gruss. Und dies ist es, was wir dir mitzutheilen haben Und Gruss von deinem Geliebten, dem vor Gott geringen, deinem Vater Hadji Farhani, mit seiner Hand. Am 25. Tage des Monats Silkaade im Jahr 1305 XXIII. Bericht aus Daressalaam. In Folge der Unruhen waren die Leute weit geflohen jetzt ist es wieder ruhiger geworden, die Leute kehren zurck. Ein Kriegsschiff ist gekommen, um den Wali zu holen. Dieser Brief kann auch als Musterbrief gelten

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Bemanihi taala. /!a jmab ishsheklz ilmuhebb i!akram i!mukarram ibnu wedd i!ahsham i!akh Sa!im bin Hamid bin Salim i!:Jabri sala mahu Allah taa!a, inslzal!alt. Sa!aam a!eik wa rehmet U!!ahi wa barakatalzu. Wa baadu : Ha!i yangu njema wa tltama nawe kuwa katltalika ya ajiya. 1!/zamdu !i!!ah rabb i!alamina. Wa zaidi ya klzabari: Tangu m"!ipoondoka Unguja hatta sasa sijaona kltatti yako, wala si wajibu wetu mimi nawe kukaa min gheir' ya klzatti. Na khabariya Bendersa!aam: watu wa Merima wa!ifanyiza kharbot' ktdogo ; weme/zamaJ mjini wote ; hapana a!iobaki i!!a watu waclzaclze. Wa!aktiz sasa watu wengine wmzerudiJ mjini. Na bwana mkubwa emewapa aman w_atu wa mjini, emewambia,J mkarudi hapana thara.s Na wewe kadn" !itaka!ojiri6 katika 1nji wa Unguja nianfu klz abari jtunii. Na manowar ya said yalikuja Bendersa!aam pamoja 11a konsul kuja kumchukua ilwali Satd btiz Abda!!ah, emetarakhasB katika shugh!iya serkar.9 lwa lta!iyakujua. Wa sa!aam. Min akhik illtakir Al/alu" taa!a :Jumaa bin Nasur bin :Jumaa il Nebehani Tanrdt tha!ith min slzeher Muharram ji 1306. min glteir arab.: ohne, ausgenommen. kharbot arab. Aufruhr, Unruhe. J Die Vorsilben a und wa werden im Kim rima oft gleich e und 1oe vor dem Tempuszeichen me aus gesprochen. 4 mbwa11a mkubwa, der Stationschef. s lhara ;.; anstatt ;... Schaden, Verlust 6 jiri arab. kommen, geschehen, sich ereignen. 7 siehe Brief 7. 8 taraklzas arab sich leicht, wohl feil machen=leichtfertig sein. 9 serkar=serkali Regierung UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den geliebten, den geehrten, den Bruder Salim Sohn des Hamid, Sohn des Salim den Jabri. Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Und danach: Mein Zustand ist gut und ebenso mgest

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-41 auch du von guter Gesundheit sein Lob sei Gott, dem Herrn der Welten. Und was mehr ist von Nachrichten: Seitdem ich von Sansibar aufgebrochen bin bis jetzt, habe ich noch keinen Brief von dir erhalten, und so ist doch nicht unser Verhltniss zwischen mir und dir, ohne Brief zu bleiben. Und die Nach richten von Dar es Sa\aam: Die Leute von Mrima haben ein wenig Unruhe gemacht, sie sind alle aus der Stadt verzogen, es ist niemand, der brig geblieben ist, als wenige Leute. Aber jetzt sind andere nach der Stadt zurckgekehrt. Und der grosse Herr hat den Leuten der Stadt Frieden zugesichert, er hat ihnen gesagt: wenn ihr zurckkehrt, so ist nichts zu frchten. Und du, wie es in der Stadt Sansibar kommt, und mein Wunsch ist, theile mir alle Nachrichten mit. Und ein Kriegsschiff des Said ist nach Dar es Salaam gekommen mit dem Konsul zu sammen um zu kommen und den Gouverneur Said, Sohn des Abdallah, mitzunehmen; er ist leichtfertig gewesen in den Regierungsgeschften Sei im Zustande es zu wissen. Und Gruss. Von deinem Bruder, dem vor Gott, dem Allerhchsten" geringen Jumaa Sohn des Nasur, Sohn des Jumaa den Nebehani. Datum der dritte des Monats Muharram, im Jahre 1300. XXIV. Schreiber ist, wie er glaubt, unre c htmssig gefangengesetzt und gemisshandelt. Die Zeugen wollen aber kein Zeugniss ohne Erlaub niss des Said ablegen. Er bittet diese Erlaubniss recht schnell zu iibersenden. Von Mrima. Bism Jl!alt irrahman irrallim. /Ia jmab zshs/ukh ilazzz ilakram zlmukarram i/ahsham sluk/z Ahmed bin Sumai (lsmatt}. Salamahu Allalt taala. Sa!aam aleik wa rehmet Ullahi wa barakata/tu. Wa baadu: Aarrifaka min tarafu ya da'wa' yetu tulioleta 1ta sayidi Ali bin Sa'idi, mimi na muinyi Kai u kati 3 hukumu; akabidi mimi kuleta mashahidi. H anena s maslzahidiyangu yako Mrima yakushulzudia. Nikarukhuthiwa6

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42 mwinyi Sumail ajua; 1taye 11diye lzakimu alioweka sayid Khalifa bin Sa'td. Wapo na mashahidijamii mjim; washuhudia kwa kuwa nimerukhuthiwa, halolnva katika uyumba yangu, lzakokotw a 11a mtiJ.Yororo siku ue, mc!zana thaltiri 1Vatu ulio mjin i wajua Lakini mwinyi Sumail mzma: mimi sitoe uslt ahidi w mzgu ila uje waraka wa sayidi kutaka ushaltidi /r,omtgu, udip o nishu hudie. Na watu katika mji wanma, 11a sisi hatunzdi U1zguja kushuhudia, ila uje waraka wiz sayidi kutaka ushuhidi ; sisi ndipo tutoe uslz ahtdi wetu kadri tulioona Bassi Allah Allalt sh ekhi m uku;,asili a dugu yangu, mpe waraka wa sa y idi. Allalt Allah slukhi tajatltali. Wa sala a m Wakatabahu tlh akir Allah taala min muhebbak7 Dole bin Kipzitda bin Milangombe betar i klt il jom '21 Safar ji 1306. a'an ifa ka arab.: i c h mache dir bekannt. mi1t (von) taraf anbet rifft. da'w a Forderung, Klage arab J kati kalika bidi, bidii, eine Forderung stellen arab. s 11ikanma; die Silbe ha wird auf dem Festlande oft ftir u i ka gebraucht. 6 1'llkulhu arab. berfallen, misshandeln, wird be sonders von dem gesagt der dabei unrechtmssiger Weise in ein fremdes Haus eindringt. 7 Der Schreiber ist, wie man sieht, der Bedeutung der arabischen Phrasen des Briefes sich nicht ganz bewusst denn wrtli c h s c hreibt er: es hat ihm der vor Gott geringe geschrieben von deinem geliebten u. s. w. UEBERSETZUNG Im Namen Gottes des Gndigen und Barmherzigen. An Seine Wohlgeboren den Schech, den theuren den sehr geehrten u s. w Schech Achmed Sohn des Sumail. Es behte ihn Gott der Allerhchste Friede sei ber dir und die Gnade Gottes und sein Segen Und danach : Ich theile dir mit in Sachen unserer Klage, die wir vor Said Ali bin Sald gebracht haben, ich und Herr Kayi, es ist vor Gericht. Er hat gefordert, ich soll Zeugen bringen. Ich habe gesagt: meine Zeugen sind dort in Mrima um zu bezeugen: Ich wurde ber fallen. Der Herr Ismail weiss es, und er ist der Richter, welchen Khalifa bin Sald. eingesetzt hat. Es sind Zeugen die ganze Gemeinde in der Stadt; sie bezeugen, dass ich berfallen worden

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43 bin, ich bin aus meinem Hause fortgerissen, ich bin vier Tage in Ketten herumgeschleppt, am hellen Tage. Die Leute, die in der Stadt sind, wissen es Aber Herr Ismail sagt: ich soll nicht mein Zeugniss vorbringen, es sei denn, dass ein Brief des Said komme Zeugniss von mir zu verlangen. Dann soll ich zeugen Und die Leute in der Stadt sagen: auch wir gehen nicht nach Sansibar um zu zeugen es sei denn, dass ein Brief des Said komme um unser Zeugniss zu verlangen, dann wollen wir unser Zeugniss abgeben, wie wir es gesehen haben Und nun Schech, um Gotteswillen, es ist zu dir mein Bruder gekommen, gieb ihm den Brief des Said Um Gotteswillen, Schech, sei so gut. Und Gruss. Und geschrieben hat es der vor Gott geringe, (es i st) von deinem Geliebten Dole Sohn des Kipinda Sohn des Milangombe. Datum den 21 Tag. des Safar im Jahre 13o6. XXV. Betrifft dieselbe Angelegenheit wie der vorige Brief. Von Mrima. B emam'hi Alla/z taala. /Ia jenab ilmu/ubb ilaziz ilakram ilalzs!tam mwinyi sluriju AN bin iddiwani Mjamau Merikmzi i/Beltani. Salama/zu Allalt taala. Wa baada : A' arijak : iwana pam oja 11a ltadimu yako Mgmi wa Hija. Mwmde kwa s!tek/zi Ahmed bin Sumai, ukamwan"t/zi kama min taraju ya da'wa ya yule mtoto 1za mwmzt"7ve walioletwa na said Ali kwa !tokumu; ekabzdi yule mtoto kuleta mas/zalttdi yake. Akanma, masha/tidi yako Mn" ma. Bassi mwambie: amekwenda Mrima kutaka ma shahzdi. Mwambie: Sumail ancna: Sisltulzudie, ila uje waraka wa sayidi wa kutaka usltaltidi kwmzgu, ndipp ttishultudie. Maana mimi lzakimu, ttimewekwa na sayidi, sitoe usltuhuda ila uje waraka wa sayidi. Maana neno Ia thahiri kulla mtu ajua, hapana asiojua, kama mamaye Shiti amejungwa, na mwenyi Kuja kumfungulia, mi11ri niliporudi Ukm?Zi; lakini lete 6

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waraka wa sayidz; kamambie shekhi: mwenyi Summ' akmzambia: Katwae waraka wa Sayidi wa kutaka ushahidi kwangu. Na mashalzidi mengine mjini, zvmzena kama hivyo: Ujapo waraka wa sayidi, tutakwmda Unguja ao!a tutashukudia bila yako mwmyi Sumai1 Na wewe umarifu sayzdi aala, kama lzaikufaa tutakwenda nafsi yetu Unguja. Waama skarti kwa waraka wa sayidi. Maana hivi tunenapo, tutaambiwa twampmdelea mamaye .Sltiti Laki1z ujapo waraka wa ltatuna buddi kunena haki ya Muungu. Neno Ii tltahiri, ku/la mtu ajua, mdogo mkubwa ajua. Bassi tafatlzal, mwenyi, taka waraka upesi wa sayidi, tafatlzali na barua ya sltekhi 3 takabatltini mpeleku. Nanyi mwambie kama ltivyo Allalt Allah. Slzauri yetu mimi nawe wAllahz' wAllaki wAllahi moja Wa salaam. Nawe iwa pamoja na Mgmi wa Hija. Wa kataba/zu akhik ilweledi Dole bin mwinyi Kipinda. Allah Allah jawabu upesi. Na mimi ningalikuja, wa ama nyumbani kwangu hawa'wezi Ndipo nisipate kuja. Wa salaam. Adresse au[ der Rckseite. lla jenab ilmzzkebb ilakram ilmukarram i!alzsham mwmyi slunfu Ali bin tddiwan i Mfamau Merikani ilBelzani Salamaku Allah taala Emder Zmjibar. aarifak, iwana siehe den vorhergehenden Brief. arithi, arabisch eine Vorstellung ber etwas machen. 3 Mglicher Weise ist hier der vorhergehende Brief gemeint. UEBERSETZUNG. Durch die Gnade Gottes des Allerhchsten An Seine W obigeboren den geliebten, den theuren, den sehr geehrten, den ehrwrdigen Herrn Ali Sohn des Rathsherren Mfamau Merikani den Behani. Es behte ihn Gott der Allerhchste. Und danach: ich theile dir mit, hilf zusammen mit deinem Knechte Mgeni des Hidja (Sohn). Gebet doch zu Schech Ahmed bin Smail und

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45 mache ihm Vorstellungen in Betreff des Processes von jenem Kinde' und seinem Genossen, welcher von Said Ali vor das Ge richt gebracht ist Er hat jenem Kinde aufgegeben seine Zeugen zu bringen Die Zeugen sind dort in Mrima. Gut, sage ihm: er ging nach Mrima die Zeugen zu fordern. Sage ihm: Smail sagt: ich soll nicht Zeugniss ablegen, es sei denn, dass ein Brief des Said komme, um Zeugnis s von mir zu verlangen, dann soll ich zeugen. Nmlich ich bin von dem Said als Richter ein gesetzt, ich soll kein Zeugniss erfrag en, ausser wenn ein Brief des Said kommt. Nmlich die Sache ist offenbar, jeder Mensch weiss es, es ist niemand, der es nicht weiss, dass die Mutter des Schiti gebunden wurde, und der Herr Kuja hat sie gebunden als ich von Ukami zurckkam. Aber schicke mir den Brief des Said, (in welchem) er Zeugniss von mir verlangt. Und viele andere Zeugen sind in der Stadt, sie sagen ebenso: Wenn der Brief des Said kommt, werden wir nach Sansibar gehen; werden wir zuerst ohne dich den Herrn Sumai Zeugniss ablegen? Und du theile es z uerst dem Said mit, dass es nichts ntzt wenn wir von selbst nach Sansibar gehen Vielmehr muss es noth wendiger Weise durch einen Brief des Said geschehen Nmlich wenn wir es so (ohne den Brief des Said) sagen, wird man von uns behaupten, wir wollen (nur) der Mutter des Schiti gefallen. Aber wenn der Brief des Said kommt, so ms sen wir durchaus sagen, was vor Gott recht ist Die Sache ist offenbar, jeder Mensch weiss es, klein und gross weiss es. Nun sei so gut und fordere rasch den Brief des Said, und bitte, nehmt auch den Brief an den Schech in Empfang und bringt ihn zu ihm Und ihr redet in solcher Weise um Gotteswillen zu ihm. Unser Rath, meiner und deiner, bei Gott, sei einmthig. Und du bleibe zu sammen mit Mgeni des Hidja (Sohn). Und Gruss. Und ge schrieben hat' es dein Bruder, der Sohn Dole Sohn des Herrn Kipinda Um Gotteswillen antworte schnell. Und ich wrde (selbst) gekommen sein, aber sie sind in meinem Hause krank Das ist es, dass ich selbst nicht kommen kann. Adresse auf der Rckseite des Briefes. An Seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten u. s. w. ehrwrdigen Herrn Ali Sohn des Rathsherrn Mfamau

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Merikani den Behani Es behte ihn Gott der Allerhchste. Hafen Sansibar. Kind=junger Mann, Vasall. XXVI. Nachri c ht ber ein Gesprch mit einem Deutschen und ber den Verkauf von Sclavinnen. Aus Bagamoyo. Bism lllah irrahmmz irrachim. Ila jetzab ilmuhebb ilakram t!mukarram ilaziz Slzirdule btiz Hasara Klzan iiBeludsclzi Salamahu Allalt taala, inslta Allah Salaam aleik wa relmzet Ullalti wabarakatalzu. Wa ama baaduhu : Nakuarifu min taraf' ilakhbar' za !tuku j ema tlzama nawe katltaltka nauma ya ajia zako insha Allah taala. Nami sijambo min fadhl Allalzi taala Wa aida tokea kutoka Uttguja nimepata ugonjwa wa tumbo. Sasa si jambo min fadh! Allahi taala Ameniita Mdashi tzimeonana naye. Mmzmo yake mema si mabaya. Amesema: Mimi sina vita k-dll'IIU nyinyz; sijui klzatitiza ya MuUtzgu. Na khabari ya watumwa, wanakwenda Bagamoyo, wala lzawaulizwi. Mambie mulla Abdallalt Mariki: ha wo wajakazi, tiasibu chombo cha Mzungu kzkaja, nao watakuja, lzali zao lzataki, laktizi mambo porepores. Na khabari ya Unguja tuanfu. Allalt, Allah, tlzama Allah usikose kutu arifu. Mambie mwenyi Nuri: tmvenyi6 Clmma amekuza 11zjakazi wake. Nimemnyangmzya rupia khamsi wa aslzenn Yako kwangtt. Bassi. Nisalimie jamaa kafa jarar7 salaam. Na lzuku kiani jamaa kafa jarar7 salaam Wa katabahu mulubbak Abdallah bzn Sebklz i/Be!udsclzi. Betankfz min lele 7 Sltaaban. Sme 1306. siehe den vorhergehenden Brief i!akltbar, arabischer Plural von khabar, die Nachrichten. l min (von) fad/ (Wohl thai) Allahi (Gottes). Es ist nicht sicher, ob Ha/i.ao-ihr Zustand ein Name ist oder ob der Satz bedeutet: er will nicht

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47 ihren (gegenwrtigen) Zust;mcl. s ponpore-poltpole, sanft, leise Seine Worte sind leise d. h der Widerspruch nimmt schon ab und er wird wohl bald einwilligen. 6 im arabi sc hen ist hier wohl ein Schreibfehler. 7 statt jarar ist wohl jezil zu lesen 8 Vielleic ht ist hier kwmtt zu lesen, vielleicht ist es ein Ortsname Kiiini. UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des Gndigen des Barmherzi ge n An Seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten, den th e uern Schirdule, Sohn des Hasara Chan, den Beludschen. Es behte ihn Gott der All e rh c h ste, wenn Gott will. Fri e de se i ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Aber danach : Ich theile dir mit in Betreff der Nachrichten von hier, sie sind gut, und ebenso mgest du g leicherweise in der Annehmlichkeit deiner Gesundheit sein, wenn Gott der Aller hch ste will Und mir g eht es durch Gottes Gte gut. Und ferner : seitdem ich aus Sansibar fortging, hatte ich eine Unter leib s krankheit. Aber jetzt ist es wieder gut durch Gott es Gte. Es hat mich ein Deutscher gerufen, und ich bin mit ihm zusammen gekommen. Seine Worte s ind gut, nicht schlecht. Er hat gesag t : Ich habe keinen Krieg mit euch (allerdings) weiss ich nicht den (end g ltigen ) Beschluss Gottes. Und die Nachrichten von den Sklaven (s ind diese): Sie kommen nach Bagamoyo, aber sie werden nicht verkauft. Sage dem Mulla Abdall a h Mariki : Wenn das Schiff des Europers zufallig kommt, so werden auch jene Sklavinnen kommen; Halisao will nicht aber se;ne Worte sind (schon) leise (geworden). Und th e ile un s die Neuigkeiten au s Sansibar mit. Um Gotteswillen, nochmals um Gotteswillen verf e hle nicht es uns mitzutheilen Sage dem Herrn Nuri: Der Herr Djuma hat seine Sklavin verkauft, ich habe ihm fnfund zwanzig Rupieen abgenommen Sie sind bei mir Grsse mir die gesammte Verwandtschaft, vielen Gruss. Und hier in Kiani ls s t die gesammte Verwandts c haft vielmal grssen. Und ge schrieben hat es dein geliebter Abdallah, Sohn des Sebach, der Beludsche. Datum von der 7 Nacht des Schaaban. Im Jahre 1300.

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XXVII. Eine freigelassene Sclavin hat die ihrer Mtter (Tanten) und ihrer Grossmutter beansprucht. Der Schreiber weist nach, dass sie Unrecht hat und erzhlt die Geschichte dieser Sclavinnen. Wahrscheinlich aus der Gegend von Bagamoyo. /Ia jmab z'shs/zeklz ilmu/zebb i!aziz ilakram ilahsham t"lakh Muhammed bin Sieman ilHadrami. Salamahu Allah taala in shallah Sa!aam aleik wa raftmal U!lalzi wa barakata!tu. Klzabari ya IZUJ'" lzadimu J'ako Fahne tumesikia ya kmnma amekuja shitaki. Ajidai kuwa 11tuungu1ana pamoja n'a mamazake; lzasha Allah.' Hawo jumla watu wmzne bibzje na mamaze' wawt"li lta yeye. Ndio wamze. Huyu Fatme akiandil:iwa ulzuri tokea lta)'i ya bibi yake Mwanganza wa Makumbi, wakabaki ltawo mar.zaze wawi!i na bibiye 1za kijakazi mmoja. Alimuunua mwenyi Khamisi wa Kitembe, aa!am bit/za!ik. Mamaze wakatlzammziwa akammua Ajmai11a kwa reale 70. Na waritlti !tawo u!iowabidi. Awa!i tlzalika )'eye Ajmaina, wa p ili diwani Sigamba, wa tatu mwenyi mkuu Tabizim ili, na wa11e mwmyi Ndio walioritlzi hawo mamaze asa/zil 11a mwenyi haki yake Ajmaina, lakin twasikia ya kama !tuyu mmoja zamani alipomtia katika ujaria alimwandikia Wa Allahu waalam kuwa t!tabit!ti ao Ia manmo hao. Ndio tujuayo, huyu khadimu mamazake mamluki. Uma ya watu wmzaojua. Na Ajamaina lzayupo, emeondoka tok ea alipopata khabari, J 'a kama Fatnze anakwen da shitaki; aliondoka na jumla ya watu wake. Aalam bithalik. Wakusalimu kafa i!as'habu. Allah Allah. Taarifu ilkhati nusu ilmulaki wa nusu t"lwaji'!ti. lYlin il!takir Allahi taala ilakliik mwmyi 7ojo bziz mwenyi mkubwa. Bijedtlti. Nahar 14 Safar iene 1307 Adresse auf der Rckseite. Muhamm e d bin Sieman iiHadrami. Sa!amahu Allalt taala, insha Allah. Salam aleik wa rehmet VllalLi wa barakatalzu wazeka.

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49 hasha Allah, arabisch: es ist nicht, bei Gott. Die Kinder pflegen auch die Schwester der Mutter mama zu nennen. 3 asahi= sahihi, richtig UEBERSETZUNG. An S e ine Wohlgeboren den Schech den geliebten, den theuren, den geehrten, den Bruder Muhammed Sohn des Sleman, den Hadrami Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will. Friede se i ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Wir haben die Nachricht von deiner Magd Fatme gehrt, dass sie (uns) anzuklagen gekommen i s t Sie nimmt fr s ich nebst ihren Mttern die Freiheit in Anspruch, das i st, bei Gott, nicht so Es sind alles zusammen vier Leute, ihre Grassmutter und ihre zwei Mtter und sie. Das sind die viere. Als dieser Fatme die Freilassung ausgeschrieben wurde, noch bei Lebzeiten ihrer Herrin der Mwanganza (der T?chter) des Makumbi, da blieben diese genannten zwei Mtter und ihre Grassmutter und eine Sklavin brig Es kaufte sie der Herr Chamis des Kitembe (Sohn), wisse dieses. Und ihre Mtter wurden abgeschtzt, es kaufte Adjmain um 70 Thaler. Und dies sind die Erben, welche Anspruch erhoben: Also erstens er, der Adjmain, zweitens der Rathsherr Sagamba, drittens der grosse Herr Tabisimili, viertens der Herr Kondookiso. Diese sind es, welche diese ihre Mtter als richtiges Eigenthum erbten, und Adjmain ist der Besitzer seines rechtmssigen Eigenthums, aber wir haben gehrt, dass er, als er die eine zum Kebsweib machte, ihr (die Freiheit) zugeschrieben hat. Und Gott weiss es, ob diese Rede wahr ist oder nicht. Das ist es, was wir wissen was diese Magd anbetrifft, ihre Mtter sind Eigenthum. Ein ganzer Haufen Leute ist es, der es weiss Und Adjmain ist nicht da; er ist lngst aufgebrochen, sobald er die Nachricht hrte, dass Fatme verklagen gegangen ist; er ist aufgebrochen mit der Gesarnmtheit seiner Leute. Wisse die ses. Es grsst dich die Gesammtheit der Freunde. Um Gotteswillen Die Benachrichtigung eines Schreibens ist die H lfte der Hflichkeit und die Hlfte des persnlichen Besuches Von dem vor Gott

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so dem Allerhchsten geringen deinem Bruder dem Herrn Djodjo Sohn des grossen Herrn. Und Gruss. Am 14. Tage des Safar 1307 Adresse auf der Rckseite. Muhammed Sohn des Sieman der Hadrami. Es behte ihn Gott der Allerhchste wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen XXVIII. Gratulation zur Hochzeit, aus Sansibar Bemani!ti taala. !Ia jenab eslzsheklzina ilmuhebb lena tssa.ft t"bizulttaram ethtlzike essaddik F. bitt F. i/F. Salamak rabb ilkadir wa awwan alrik kul amraa asiri ins/zallah.' Essalaam aleik 1va rahmat Ullalzi wa barakatahu. Wa baada. Nakuariju; nime pata khabari ya kheiri. Nikafuralii sa11a, moyo wangu tunaomba kwa Muungu akujaa!iat1e baraka na uzima na afya na kheiri inshallalz, dua' ya kheir na neema amina ya rabbi ilalamitza wa blllahi ittau.ftk J Wassa/aam min muhebbak zakir fad/t!ak wa ahsanaks illzakir llllahi taala F. bin F. i!F. Tariklz kaza wa kaza. arabischer Wunsch. rabb der Herr, ilkadir der allmchtige, wa und, awwan er hilft, altik ber dir, kul jedes, ama Geschft, asir schwierig dua arab. Geschick. J laufik Vertrauender. 4 zakir der sich erinnernde, fadhlak deine Wohlthat, wa und, ahsanak deine Gte.

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SI UEBERSETZUNG. Durch die Gnade des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren unsern Schech, den von uns ge liebten, den reinen den verehrten, den geachteten, den auf richtigen N. N Sohn des N N. den N. N Es behte dich der allmchtige Herr und er helfe dir bei jedem schwierigen Werk, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen Und danach: Ich theile dir mit: ich habe eine freudige Nachricht erhalten. Und ich freute mich sehr, in me i nem Herzen bitten wir Gott er mge dich gndig zusammentreffen lassen mit Segen und Gesundheit und Wohlsein und Glck, wenn Gott will, glck liches Geschick und wahrhafte Gte des Herrn der Welten und auf Gott ist das Vertrauen. Und Gruss von deinem Geliebten, dem sich an deine Wohlthaten und deine Gte erinnernden den vor Gott dem Allerhchsten geringen N N. Sohn des N. N., denN. N. Datum das und das XXIX. Begleitbrief zu einer Sendung von tooo Kokosnssen und 62o Lemonen; Angabe wo dieselben aufbewahrt und wie sie eventuell verkauft werden sollen. Wahrs c heinlich aus der Gegend von Bagamoyo. Jla jenab ilmashaikh ilmuhebb ilkeram ilaklz Ahmed bin Ali walukltt B esha re bt# S/ukh bin Nasib tl Muajiye. Sala makum Allah inshallah. Salaam a/eik wa ralunet Ul!ahi wa barakatahu. Ama baado ; Nawaanfu, wawasiliya khadimu zenu Kheiri na Mamiacha na nazi elfu na malimau 6 mz'a wa asherin. Waweke katika nyumba ya fundi '.l14maa ua vitu vyake, hatta nije mwmyewe.

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Na 1zazi ikipata mia reale mbilt' fordhmzi, uza, uwasazie nazi kadri ya miatun. Waweke jumbam; uuze rezareza, baa isi popata mia reale mbili, na waweke duka halla nije mwenyewe. Na mkiwa na mtujumbani mwafzmdi '7umaa, na atoke; maana jumba ya fundi '7umaa ni yetu wa!a hana amri;' na mkiwa na mtu, na fahamu yq kwamba alatoa ku'udi mbe!e ya !iwa!i. Na hawa watmnwa wenu Klteiri 11a Mamiacha, slzauri kubwa na mdogo kwmu nyinyi. Wassa!aam min ilhakir !J!!ahi taa!a akhikum Ah11zed btit Ali bt Othman bijedilti. Sa!aam aleikum itkhtekum binat Abda!!alt wa binat S!zekh wa lzadimtak Se1zur wa kafa illtadimat Tariklz 23 min s/zeher i!haj sme 1302. mashilikh ist der arabische Plural von Shtkh, hier fo.ir den Singular der Ehre halber gebraucht. statt ist vielleicht ,.., zu lesen F selbst knnte vielleicht: Gebude bedeuten. UEBERSETZUNG. An Seine Wohlgeboren den Schech den geliebten, den geehrten, den Bruder Ahmed Sohn des Ali und die Schwester Bischara die Tochter des Shekh Sohn des Nasib iiMuafiye. Es behte euch Gott, wenn Gott will. Friede sei ber euch und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Aber danach : Ich theile euch mit, es kommen zu euch eure Knechte Cheiri und Mamiacha mit tausend Kokosnssen und sechshundert und zwanzig Lemonen. Setzt sie in das Haus des Meister Jumaa mit seinen Sachen, bis ich selbst komme Und verkaufe die Kokosnsse, wenn das Hundert zwei Thaler in Fordani erreicht, und lasse fr sie ungefhr zweihundert brig. Setze sie in das Haus und verkaufe (sie) im Detail. Wenn der Verkauf nicht zwei Thaler erreicht, so setze sie in einen Laden, bis ich selbst komme. Und wenn im Hause des Meister Jumaa jemand ist, so soll er herausgehen; denn das Haus des MeistersJumaa ist unsers, er ist ohne Auftrag; und wenn dort ein Mensch ist, so soll er verstehen, dass er Miethe v;:,r dem Gouverneur zahlen wird. Und was diese eure Knechte Cheir und Mamiacha an betrifft, (so steht) der Beschluss (ber) klein und gross bei euch. Und Gruss von dem vor Gott dem Allerhchsten geringen,

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53 eurem Bruder Ahmed bin Ali bin Othman mit seiner Hand. Friede ber euch (wnscht) eure Schwester die Tochter Abdallahs und die Tchter des Schech und eure Dienerio Senur und die Gesammtheit der Dienerinnen. Datum den 23. vom Monat llhadj Jahr 1302. XXX. Schreiben eines Huptlings in Mrima(?) an einen Stationschef. Bitte um SicherheiL Betheurung der Friedfertigkeit und des Gehorsams. Bism 11/ah irrahmani irrahimi. !Ia jmab ilakram t"lahs!tam ilmuwedi mdna mukubwa. Salamaltu Allah taala insha Allah. Salam aleik wa raftmal Ulla!ti wa barakatahu. Wa baadu: Aarrafak: Wamekuwasilia watoto wangu kuja kwako akuambia, mimi nataka amana na watoto wangu wote. Nami mimi !tukuniletea amri yako nika kuk!tlifu.' Umeniletea vita kwa ghaa. Nami !takimbia wa!a nisipige bunduki yangu. Na hizo bunduki zilizopigwa ni watu wmginewe, Wa!tiao, 11i walzt wapumbafu Wa ama mimi tta watoto wangu wote hapana aliyepiga bunduki. Na hawo watoto wangu wape mimi sina da'awa na mtu yoyote, mimi maskini ya Muungu. Kazi yetu ni makulima, wa ama da'awa ya vita simo Na clteti na bendara yako wakabitlzi hawo watoto wangu, wamletee. Nami ningalikuja wa ama watoto wangu wamtjJoteapotea.' Bassi ni katika jitiltadi ya kuwatafuta Ndio klzabari yangu, kwani mimi !tali ya diwani Mambosasa, nami kat!talzka; nami sina shauri na mtu yoyote, ila shauri nasikiza kwako. Nawe ukzizijia kwa g!taa. Ndipo watu waki poteapotea. Bassi khabari ni lziyo. Wassalaam. Wal/takir tlfakir iddiwani Lasibari bitt Muyaka bijedilti Beta rihlt rG Rebia ilauwal 1307 Adresse. !Ia jenab ilakram ilakhsham bwmta mkubwa. Salamahu Alla taa!a.

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54 - statt mit dem Relativum ist mit ka fortgefahren poka hier : auseinanderlaufen, so dass man sie nicht wieder bekommen kann. Watolo sind berhaupt die zum Dorfe gehrigen Leute. UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des Gndigen, des Barmherzigen. An Seine Wohlgeboren den sehr geehrten, den bei uns geliebten grossen Herrn Es behte ihn Gott d e r A!lerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen Und danach: Ich theile dir mit: Es sind meine Kinder bei dir angekommen um z u dir zu kommen, und er !;agt zu dir : Ich bitte um mit allen meinen Kindern. Und ich, was mich anbetrifft so hast du mir keinen Befehl zugesandt, dem ich widersprochen htte Du hast rnich unversehends mit Krieg berzogen. Und ich bin nur weggelaufen, s odass ich mein Gewehr nicht abgeschossen habe Und jene Gewehre, welche abgeschossen sind, das sind andere Leute gewesen, Wajao, das sind unverstndige Leute Was aber mich und meine Kinder anbetrifft da ist keiner, welcher ein Gewehr abgeschossen hat. Und nun gieb diesen meinen Kindern Sicherheit, ich habe keinen Streit mit irgend Jemand, ich der Arme Gottes Unser Geschft ist der Feldbau, und eine Veranlassung zum Kriege ist nicht vorhanden. Und bergieb diesen meinen Kindern einen Pass und eine Flagge, dass sie mir sie bringen. Und ich wrde gekommen sein, aber meine Kinder haben sich ganz verlaufen und ich bin jetzt voll Eifer sie zu suchen. Das sind die Nach richten von mir, denn ich bin im (selben) Zustande wie der Rathsherr Mambosasa, ich bin ganz ebenso und ich berathe mich nicht mit irgend einem Menschen, sondern ich hre nur auf deinen Rath. Und du bist so unversehends ber mich ge kommen. Darber ist es, dass die Leute auseinanderlaufen Und dieses sind die Nachrichten. Und Gruss. Und der geringe, arme Rathsherr Lasibari bin Mujaka mit seiner Hand. Datum oen 16. Rebia ilauwal 1307

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55 Adresse. An Seine Wohlgeboren den sehr geehrten grossen Herrn. Es behte ihn Gott der Allerhchste. XXXI. Schreiber hat einige weggelaufene Leute wieder einfangen lassen Jetzt ist aber die dafr deponirte Summe verbraucht, und er muss mehr Geld haben, um diejenigen zu bezahlen, die die Deserteure einbringen. Auch braucht er Kost und Ketten ftir die Gefangenen Aus Pangani Bemmzihi taala. 1/ajenab mista H. /zadal tu Allalt taa/a amina. Wa baadu: Nakuarifu,' ya kuwa tok ea umesaftri hatta l e o nimepata watu' sabaa tta fetha ulioniatia rupia kltamstas!tara 11imetoa; killa aliokuja na mutu nimempa rupia mbili kwa amri yako wcwe, na !tao watu watafuta kwa ta maa na killa lttlaJ'OIJI}a tamaa; 11dio anayokwmda kunitafutia mutu. Nami sasa fetlza sina na watu walio gerezani !tawa1ta c/wkula lzawmza. Nao hawana budi clzakula, nami nawapa c/zakula kic!twa pesa sittcz. Nime taka fetha kwa .Saidi wa Mb eja, alipo auambia killa linapooual 111/u, si tta budi natoa fetlta. Na gn eza lzailta wasaa. Bassi lete majibu upesi, tutafute jumba tryiugtize; ama utakuja kiribu,s maana gereza !tili marra watu wanafauza homa. 1Va watu wawili wmzakuja, 11111toja Klzamisi ua lzuyu Yuma, nimem leta upesi, aje atwae munyororo anidarike 11a cltakula upesi :Juma Mafaka. Aida baruti aliopcwa bin Satd mwaua wa Oswald emetwaa juma ya tatu kwenda Mazinde, tza bwaiza mkuu yuko kwa Mgumi. Wa salaam. Wa katabahu mektubu hadim Muhammed bin Khamis.

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Im Text fehlt das fu. die entlaufenen Trger, auf deren Einfangen eine Belohnung gesetzt war J Der Ausdruck ist hier nicht ganz klar, vielleicht ist zu lesen oii;.;.;, mapoo11a wenn einer findet. wasaa freier Raum 5 Vielleicht ist ein Unglck zu lesen. UEBERSETZUNG Durch die Gnade des Allerhchsten! An Seine Wohlgeboren Mr. H, es geleite ihn Gott der Allerhchste wahrhaftig. Und danach: Ich theile dir mit, dass seitdem du abgereist bist, bis heute habe ich sieben Leute bekommen, und das Geld, das du mir zurckgelassen hast, die fnfzehn Rupien, habe ich ausgegeben Und jedem, welcher mit einem Manne kam, habe ich zwei Rupien auf deine Rech nung gegeben. Und die Leute suchen mit Verlangen, jeder dem ich Verlangen eingeAsst hatte; das ist es, warum er fr mich nach einem Manne suchen geht Und jetzt habe ich kein Geld, und die Leute, welche im Gefangniss sind, haben nichts zu essen. Sie haben nichts. Und sie mssen durchaus etwas haben und ich habe ihnen zu essen gegeben, auf den Kopf sechs Pesa. Ich habe Geld von Saldi des Mbeja (Sohn) gefordert, da er mir gesagt hat, fr jeden, welcher einen Menschen findet, muss i c h durchaus Geld zahlen. Und das Gefngniss hat keinen Raum So schicke mir geschwinde Antw o rt damit wir nach einem andern Hause suchen, oder du wirst in die Nhe kommen. Denn dieses Gefangniss ist etwas gefahrliches, mit einem Male bekommen die Leute das Fieber Und zwei Leute kommen, einer Chamis und dieser Djumaa ich habe ihn schnell geschickt, dass er komme und die Kette hole damit mir Djuma Mafaka auch bald Proviant besorge Ferner das Pulver, welches Bin Said von dem jungen Herrn Oswald empfangen hat, hat er am Montag mitgenommen um nach zu gehen, und der grosse Herr ist in Mgumi Und Gruss Und geschrieben hat die Schrift der Knecht Muhammed Sohn des Chamis.

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57 XXXII. Nachstehender Brief, der von ungebter Hand mit vielen offenbaren Fehlern geschrieben ist, kam in einem bereits sehr ramponirten Zustande in meine Hnde. Im folgenden habe ich na c h Mglichkeit versucht, das fehlende zu ergnzen; wo mir der Sinn undeutlich geblieben ist, habe ich ein Fragezeichen beigesetzt In der Stelle, die im arabischen Texte zwischen Klammern gesetzt ist, ist in dem Originalbriefe ein Loch, so dass manche diakritische Punkte und ein Theil der Buchstaben selbst unwiederbringlich verloren waren. Ich habe dennoch den Brief der wohl aus der Gegend von Pangani stammt hier ver ffentlicht, weil die Ortho graphie manches curiose enthlt, das fr den Gebrauch be merkenswerth ist. Der Schreiber kann das gewnschte Geld nicht geben er hat selbst leihen mssen, hat auch bereits gesagt, dass er seine Reisenden erwarten muss. Wenn diese ankommen, wird er schr eiben, dann mge man zu ihm kommen. Zwei Rupien hat er brigens bereits den jungen Leuten gegeben. !Ia jmab ilmuliebb i!aziz ilaklt ilweled Makata bin Kambia salamahu Allalt taala Wabaado 'uakuarifu !tali zetu cltema, ?tawe kuwa katha !tka ilafya Wa baado, barua yako imewasilia, ltasoma, ltafahamu kadiri ummiarifu . . mimi ni babayo, ni!ijzkaritlti' fetha hiyo kwa matumaini. fl.fbona wani!etea kasltifu'. Kwanza walimleta jumbe. H ambu: sza fetha sasa nasaburi wasajiri wmzgu mfimguo nmze ama 11zjunguo tissia wajapo ntaleta barua nikuagize, uje, utwae wanawili(?) watu kwa ijara. U na !takika ninazo fetha? Nzkuvua ua nguo? Siujikazi('f) si yangu. Na 1zyiuyi wanmzgu wataka nijulinge('!), ni watu watesio. Wasalaam. '.lumbe Mkombe wa Tembo a1ziagizia na watoto wote nisa!imie wake kwa waume, Na hawo vijana nimewakabitlti rupia mbili. Ha!i thaifu Wasa!aam. Wakatabahu mualim Mansur bin mwenyi Kamba. Adresse. Ila jenab tlmuhebb i!aziz ilak!t i!wdtd Makata bin Kambia. Sa!amalzu A!!ah taa!a.

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ss ._,b1r im Text statt ._tb-} leihen. vielleicht vom arabischen .J.:.! entblssen. J im Text wohl ein Schreibfehler UEBERSETZUNG. An Seine Wohlgeboren den geliebten, den theuren, den Bruder, den Sohn Makata, Sohn des Kambia, es behte ihn Gott, der Allerhchste. Und danach: ich theile dir mit : unser Zustand ist gut und du sei gleicher Weise von Gesundheit. Und danach: dein Brief ist angekommen, und ich habe ihn gelesen und ich habe verstanden, gernss (dem wie) du mir mittheilst ..... Ich bin dein Vater, ich habe dieses Geld im Vertrauen geliehen warum hast du mich entblsst (offenbar gemacht). Zuerst hast du den Huptling geschickt Und ich habe ihm geantwortet: ich habe jetzt kein Geld ich warte jetzt auf meine Reisenden im achten oder neunten Monat (nach dem Ramadhan) ; wenn sie kommen, werde ich einen Brief schicken und dir auftragen, dass du kommest und zwei Leute(?) als Lohn mitnehmest. Hast du denn Recht (wenn du sagst): ich habe Geld. Habe ich dir ein Kleid ausgezogen? ...... es ist nicht mein Und ihr meine Kinder, ihr verlangt, dass ich . . . ihr seid Leute, welche plagen. Und Gruss. Der Huptling Mkombe (der Sohn) des Tembo hat mir Auftrag gegeben und alle Kinder ich soll euch grssen, Frauen und Mnner Und die jungen Leute haben zwei Rupien empfangen. Der Zustand ist schwach.' Und Gruss Geschrieben hat es der Lehrer Mansur, Sohn des Herrn Kamba. Adr:esse. An Seine Wohlgeboren den geliebten, den theuern, den Bruder, das Kind Makata, Sohn des Kambia. Es behte ihn Gott der Allerhchste Mir geht es schlecht.

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59 -XXXIII Anfrage, wie sich Adressat zu den Deutschen stellt. Aus der Gegend von Pangani. Bism IUah irrahman irrahimi. I!a jmab ishshekh ilmuhebb ilakram zlmukarram i!ahsham ilmuwedd z/aziz eththike ilwalid baba' Hamaidi. Salamahu Allahu taala insha Allah .Salaam aleik wa rahmal Ullahi wa barakatuhu Wa zaidi ya khab ari z etu chema Thamma nawe kuwa kasalika wa ajia, alhamdi l!Uahi rabb ilalamina Wa zaidi ya kltabari : Nasikia mimi huko Mrima Mukwaya unaambzwa mutu wa mdashz, kweli khabari hiyo ao uwongo ? Tafathalz" kama ni kweli khabari l z iyo tafa thali marrifu kwa upesi, ao kama ni uwongo niarrifu kwa upesi. Kwa maana mimi na nyinyi mimt naona hali moja. Na sasa kama humpendi kuja huko Mukwaja ni wabu kuniarrifu. Kwa maana mimi siyawakuingia' kwa mudashi. Kwa maana Mwasema mwarabu Bassi mwarabu wayawasia: Mimi na mutu anaye wakajicha pahali hasiingizzwe mmgi, huwambiwa hatukutaki Mujiz imato.l Na mimi nataka kuja walakini nangojca jawabu ya barua yangu Wa salaam. Na watoto wote wakus!ttkamoo na bibi bznti Mas'ud bzn Sa'z salaam sana Na muinyi baba salaamu Na ndugu sangu u J ote salaamu. Na mwanao Mas'ud bzn Mubarak akushikamoo. Wasalaam. Katabahu mimi mwanao Ali bin Mubarak bzn Khal-fan bijedilti. Tarzk!t jom 5 mzn sheher Rebia ilauwal sene IJ07. Adresse: l!walz baba yangu Hamaidi maha! bmders Mukwaya. Die arabische Schrift dieses Briefes zeichnet sich durch einen eigenthmlichen Gebrauch der Vocalzeichen, sowie des 3 und e aus. Mglicher Weise ist dadurch der besondere Dialect des Briefschreibers ausgedrckt. In der Umschrift ist auf diese Besonder heiten nicht weiter RUcksicht genommen ilwalid drckt arabisch dasselbe aus wie das Suaheliwort baba. ingia wrtl. : hineingehen, hier ilbergehen. J Die Con a

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-6o struction ist nicht ganz deutlich, und es bleibt fraglich, ob ich den Sinn getroffen habe. So ist auch zweifelhaft, ob Mwasema und Mji&imato wirklich Namen sind, wie ich angenommen habe. Das richtige liesse sich nur dann herausbringen, wenn man die nheren Umstnde kennen mchte. 4 vgl. Brief XVII. s bendtr wrtl. Hafen, wird oft berhaupt fllr den Bestimmungsort des Briefes gebraucht, vergl. btndtr Unyanytmbt in Brief V. UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des gndigen, des barmherzigen. An seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den geliebten, den theuern, den aufrichtigen, den Erzeuger, Vater Hamaidi. Es grsse ihn Gott, der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Und was mehr ist von unsern Nachrichten ist gut, und auch du mgest von gleicher Gesundheit sein. Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Und was mehr ist von Nachrichten : Ich hre dort in Mrima : in Mukuaja sagt man von dir, dass du ein Mensch der Deutschen bist; ist diese Nachriebt wahr oder eine Lge Bitte, wenn diese Nachricht wahr ist, bitte melde es mir geschwinde; oder wenn es Lge ist, theile es mir ge schwinde mit. Nmlich ich denke, ich und ihr (wir sind in) einer Lage. Und da du jetzt nicht hierher nach Mukwaja zu kommen wnschest, ist es (wohl deine) Pflicht mich zu benach richtigen. Denn ich bin noch nicht zu den Deutschen ber gegangen. Denn Mwasema ist ein Araber. Gut, der Araber hat Befehl ertheilt: ich und der Mann, welcher sie an einem Ort versteckt hat, er mge nicht in vieles hineingebracht werden, man pflegt uns zu sagen, wir wnschen nicht den Mjisimato Und ich will kommen, aber ich erwarte die Antwort auf meinen Brief. Und Gruss. und alle Kinder erfassen dir die Fsse, und die gndige Frau die Tochter des Mas'ud Sohn des Sa'id lsst viel mal grssen. Und der Herr Vater lsst grssen. Und alle meine Brder lassen grssen. Und das Kind Mas'ud Sohn des Mubarak erfasst dir die Fsse. Und Gruss. Und geschrieben hat es: ich dein Kind Ali Sohn des Mubarak Sohn des Khalfan

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6! mit seiner Hand. Datum den 5 Tag des Monats Rebia ilauwal 1307. Adresse: Dem Erzeuger, meinem Vater Hamaidi, Ort der Hafen Mukwaja. XXXIV. Adressat mge sich nicht durch Verlumdungen ber den Charakter des Schreibers tuschen Jassen Derselbe ist ein Freund der Deutschen. Er wrde schon lngst einen Ochsen als Gastgeschenk haben, wenn nicht ein anderer Reisender ein solches abgelehnt und damit den Schreiber beschmt htte. Vom Kilimandscharo Bism taala. Jla jmab ilmuhebb z"laziz ilakram ihnukarram zlmuhebb daktari. Salamahu Allah taala Salaam aleik wa rahmal Ullahi wa barakatulzu. Wa baadu nakuanfu: hali yangu wa thama nawe kathalika zlajia. Na barua yako imeniwasilia, yaliomo nime.fahamu. Nami ni mtu' wenu wa zamam; na we usishike jitina za watu, kwani mtu neno lzuona mwmyewe. Nami nimeonana tza mzungu daktari; alikuja lzapa kwangu tukauhudiana' sana, na katika bukuJ tazama; utaniona sultmzi Mandara. Wasalaam. Nami nataka kuku!etca takula, walakini naona haya,s maana alipokuja mzungu lzuyu aliopo Tavda, tzimemletea ngombe. Akamkataa ngombe wangu akamregeza. Bassi, nami nikaona haya kuku let e a takula, nawe kuniregezea. Bassi, tzami ni mtu mkubwa kumpa mtu kwenda kuniregezea, sioni vema. Nami kuwataka Madashz; maana ni na aman i yenu, naliopewa na rajiki yangu daktari na katika buku ymu tazama. Utaniona amana6 yenu. Bassi, ntaiweka lzatt,z lini hiyo amana yenu. Nanyi hamtaki kuja hapa kwangu kuiona amana yenu. Mushika maneno ya watu wasiojua khabari za watu. Aalmit bithalik.

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6z -Wasalaam katabaku ilbarua Sultan Mandara bin Sultan Ditiya biJediki. mlu wenu wrtl. euer M ann; hier :-euer Angehrig e r _.., wohl statt .....,. J buku, das europische Wort. takula =cllakula. s vor einer e twaigen Abweisung. 6 amana kann ebensowohl Unterpf a nd, wie Freundschaftsvertrag oder Vertrauens mann bedeuten Wie es scheint, wechseln hier in dem Briefe wortspielartig die Bedeutungen. In der deutschen Uehersetzung liess sic h das nicht gut nachahmen. UEBERSETZUNG. Im Namen des Allerhchsten. An Seine Wohlgeboren den geliebten, den theuren, den sehr geehrten den geliebten Doctor Es behte ihn der aller hchste Gott Friede sei ber dir und d i e Barmher z igkeit Gottes und sein Segen Und nach diesem theile i ch dir mit : Mein Zustand ist gut, und gleicher Weise mgest auch du gesund sein Und dein Brief ist bei mir angekomm e n ; was da drin steht habe ich verstanden. Und ich bin von alten Zeiten euer Freund, und du nimm nicht die Verleumdung (anderer) Leute an, denn ein Mensch pflegt eine Sache selbst anzusehen. Und was mich anbetrifft, s o bin ich (schon) mit einem Europer, einem Doc tor, zusammengetr offen; er kam hier zu mir und wir haben uns sehr gut mit einander vertragen, und siehe in dem Buche nach, da wirst du mich, den Sultan Mandara finden. Und Gruss Und ich wollte dir etwas zu essen schicken, aber i ch schme mich Es ist nmlich der Europer hierher gekommen, der in Taveta war ; ich habe ihm einen Ochsen geschickt, er hat meinen Ochsen abgelehnt und ihn zurckgeschickt. Gut jetzt schme ich mich, dir etwas zu essen zu schicken und du mch test es mir zurcksenden. Und ich bin doch ein gro ss er Mann; einem Menschen (etwas) zu geben, dass er hingeht und es mir zurckschickt, das finde ich nicht schn Und ich habe die Deutschen gern, denn ich habe euer Unterpfand, das i ch von meinem Freunde dem Doctor bekommen habe, und siehe in

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eurem Buche nach Du wirst mich mit eurem Unterpfande finden. Gut, bis wie lange soll ich dies euer Unterpfand weg legen. Und ihr wollt nicht hierher zu mir kommen euer Unter pfand zu sehen Ihr haltet euch an Worte anderer Leute, die doch nichts von den Geschichten anderer Leute verstehen Wisse dieses Und Gruss. Geschrieben hat den Brief Sultan Mandara Sohl) des Sultan Ditiya, mit eigener Hand XXXV. Einladung zu kommen Vom Kilimandscharo. Bism taala !Ia jenab t'lmuhebb ilaziz ilakram ilmukarram ilmuhebb dakta M. wa akida barwan, ahadakum Allah taala Salaam a!eikum wa rahmal Ullahi wa barakatuhu. Wa baado na waarzj'u: hali yangu njema wa thama nanyi kuwa kathalika zlajia Wa baadu : barua yenu mliomletea im,waszli, nayaliomo nimeyafalzamu. Nami nimesikia mmekwenda Marangu. Bassi kesho watu wangu watatoka waenda zao Taveta. Bassi nanyi endani Taveta. Mszkae Marangu. Kwani hawo watu wangu wametukua' zawadi zenu mlizoniagiza Bassi endani, wapate kurudi upesi. Nanyi ndoni' tuonane, kwani nataka kujib u barua ya dakta P. ilt'yotoka Unguja Naye aliniandzkia maneno mengz: Bassi sikupata kumbu kwa maana szkuonana nawe. Bassi injo kwa upesi, tupate kujibu barua Allalt Allah tlzama Allalt ya da/da P. Wa salaam. Awasalimu karani yangu Muhammed bin Habib . Wa salaam Katabahu zlbarua Sultan bin Sultan Mandara bin Ditiya bijedihi. Bitarikh jom ithnen fi4 sheher ilKaada sme 1304. tukua-chukua ndo!li=t1Jooni.

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UEBERSETZUNG Im Namen des Allerhchsten. An seine Wohlgeboren den geliebten, den theuem, den sehr geehrten, den gJ:liebten Doctor M. und den Officier Baron Es geleite euch Gott der allerhchste Friede sei ber euch und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Und danach theile ich dir mit: mein Zustand ist gut und mget ihr auch von gleicher Gesundheit sein. Und danach: Euer Brief, den ihr mir geschickt habt, ist angekommen, und ich habe, was darin steht, verstanden. Und ich habe gehrt, ihr seid nach Marangu gegangen Gut, morgen gehen meine Leute fort, sie gehen nach Taweta Und ihr, geht doch auch nach Taweta Bleibet nicht in Marangu Denn jene erwhnten Leute von mir; haben die fr euch bestimmten Geschenke, die ihr bei mir bestellt habt, mitgenommen Gut, gehet hin, damit sie schnell zurckkommen knnen Und ihr kommt doch (her), damit wir einander sehen, denn ich will den Brief des Doctor P., der aus Sansibar gekommen i st, beantworten Und er hat mir viele Worte geschrieben Ich habe ihn noch nicht beantworten knnen, ach Gott, ach Gott, nochmals ach Gott, den Brief des Doctor P. Und Gruss. Es grsst auch mein Secretair Mu hammed Sohn des Habib Und Gruss Und geschrieben hat den Brief der Sultan, Sohn des Sultan, Mandara Sohn des Ditiya mit eigener Hand. Datum am 2. Tage (Sonntag) den 4 im Monat ilKaade des Jahres 1304.

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-65 XXXVI. Begleitschreiben zu einer Sendung von Waffen und Tabak nebst Einladung zum Besuch Vom Kilimandscharo. B ism taala. Ila jenab ilmultebb ilaziz ilakram ilmukarram ilmuhebb dakta M na akida bahon E. Allah taala. Salaam a/eikwn w a rahmal Ullahi wa barakatuhu. Wa baado nakuarifu: anakuwasi!ia akida wangu,labtanz" na karani wangu Mulwmed bin Habib. Takabathini mikononi kwao ngozi moja ya tui' na ttgao moja na tumbako mabumba manne 4 na simeJ moja, mpeni dakta M, aalam bitha/ik. Na fumu moja na sime moja na ngao moja, mpe akida balton E. Nanyi ndoni tuonlme. Nataka kuandika barua kumpelekea dakta P. na zawadi zako, aalam bitha!t'k. Na maneno yangu atae/eza Muhamed ben Habib na lautani ; mtakaowau!tza, yote atawae leza Mu/zamed. Wa salaa m. Katabahu i!barua Sultan ib11 Sultan Mandara bin Ditiya bijedi/zi Tarikh jom z"larbaa .fi shelzer ilkaada, sene 1304 Na bwana mdogo Meli bin Sultan Mandara awasalimu. wohl aus dem englischen !itufmant verstilmmelt. tui J sime Massaischwert Lanze der Djagga mit breiter Klinge. UEBERSETZUNG. Im Namen des Allerhchsten. An seine Wohlgeboren den geliebten, den theuern, den sehr geehrten, den geliebten Doctor M. und den Officier Baron E. Es behte ihn Gott der Allerhchste. Friede sei ber euch und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Und danach !heile ich dir mit: Es kommt zu dir mein Officier, mein Lieutenant und Muhammed Sohn des Habib. Empfange aus ihren Hnden ein Leopardenfell und einen Schild und vier Tabakballen und ein Massaischwert

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66 Gebet es dem Dr. M. Wisse dieses. Und eine Djaggalanze und ein Massaischwert und einen Schild gieb dem Officier Baron E. Und ihr, kommt doch, damit wir einander sehen: Ich will einen Brief schreiben und ihn an Dr. P. schicken und die Geschenke sind dort. Und meine Worte wird Muhammed Sohn des Habib erklren und der Lieutenant; was ihr fragen wollt wird euch Muhammed alles erklren. Und Gruss. Ge schrieben hat den Brief der Sultan Sohn des Sultans, Mandara Sohn des Ditiya mit eigener Hand. Datum der vierte Tag im Monat ilkaada, im Jahr 1304. Und der junge Herr Meli Sohn des Sultan Mandara grsst euch. XXXVII. Begleitschreiben zu einer Sendung Waffen und Vieh. Vorwrfe, dass sich Adressat mit Mandara eingelassen habe und dem Schreiber dieses nichts rlavon gesagt. Vom Kilimandscharo. Ila jmab ilmuhebb ilakram ilmukarr,mz ifmuatltam ilaziz mdna Dashi salzibu J'angu, hadalm Allahu taala ilzs!ta Al/alt. !:Jalaam aleik wa rahmat Ullalzi wa barakatuhu. U'a baado nakuarifu: Takabatlti ngao mze zilizokwislza. Na !tizo tatu zz"takuja pamoja 11a mafumu J'a!..o. Nawe takabat!ti kolldoo kitoweo chako. H1il baado nakuarifu: ttimekasirika smza, kuna 1tc1zo kwa!..o ustiwmbie mimi? Kwa tzini silijui. f{u/dczua bartta ya Mandara, uszizambie; tma ukampa bmzduki, ustizambic. Alz"!tasibu tztakmzyangmzya? Bassi mimi 'wazmzgtt siwezi kuwa fim,ya ttzc'Oitgo, maana uawapenda smza. Namz labtida ttifiku1zdipo uszizambie. Nmo lako 1zataka sifimge nti thalatlzin za aslwra. r Nami Jlllsikia wita kwa Mmzdara, !..wani' usinambie, !tajua.J Wakatlzalik, mtu akikupeuda mpmde 1lawe. Mamza mimi ku!..utaradia 1za kzrwana kama ndugu J'ako sihasibu. Hmt uclumgu yako. Nawc msun'4 k-,oaui 1/tzzmgu kukasirika

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ustizambie. Na khabari za kizungu wazfjua wewe. Wa salaam. Wa katabahu sultmz Mareale bi.fedihi. Na z"laklt Shaibu bin Adziumi awasalz"mu .Jazz"!. .Salamu bwmza mkubwa na mdogo salamu sa11a. Adresse. Bemi1zlzu Allah taala 84265 Ila .feJzab z"lazzz sahibu yangu dashi lzadahu Allah taala. Diese Worte kann ich nicht erklren. 2 kwani=kwa nini. J hajua=nikajua. 4 nzsuri vielleicht=Mr. s hnliche Zahlen 8242 finden sich auch am Schlusse eines Briefes aus Zanzibar bei Bresnier, Chrestomathie arabe. pag. 21 1. Br. giebt dazu pag. 331 folgende Erklrung: 8242. Il a ici une erreur du texte: il faut Iire A'fn (8642). Ces chiffres sont Ia valeur nmm!rique repn!sentative des Jettres c.'-l'":" dans l'ordre 'antique de 1' Abadjed. Ces Jettres reunies forment le mot cabalistique c.'.l.! qui serait, dit-on, le nom d'un ange charge de Ia surveil lance et de Ia protection du service de Ia poste aux Jettres en ce monde. C'est pourquoi le mot c'.l.! (suivant cette tradition) est place sur l'adresse des lettres, ou derriere, au bas du cachet, comme une recommendation au plus diligent des facteurs ailes. Ce talisman, qui parait avoir en effet pour but de proteger la correspondance, est tres souvent employe en Orient; il s'ecrit inclifferemment avec !es lettres ou avec les chiffres, qui !es re presentent, et q ui se rangent par Ia droit ou par la gauehe: 8642 ou 2468. -Il y a bien d'autres explications sur ce mot inconnu, comme il y en a sur toutes les choses que l'on ignore. Auch sonst werden diese Zahlen fters auf den Briefadressen in Ostafrika gebraucht, um eine gliickliche Ankunft des Briefes zu sichern. UEBERSETZUNG. An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten, den hohen, den bei uns theuern Deutschen, meinen Freund. Es leite ihn Gott der allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit und sein Segen. Und nach diesem theile ich dir mit: Nimm vier Schilde in Empfang, die fertig geworden sind. Und die andern dreie werden zusammen mit deinen Djaggaspeeren kommen. Ferner nimm ein Schaf in Empfang, als Zuspeise fr dich. Und nach 9*

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68 diesem theile ich dir mit: Ich bin sehr bse geworden, da ist etwas bei dir, was du mir nicht sagst. Warum soll ich es nicht wissen Da ist ein Brief von Mandara gebracht, du hast mir nichts davon gesagt; ferner hast du ihm ein Gewehr gegeben, ohne mir etwas zu sagen. Denkst du, ich werde dich berauben? Ich kann die Europer nicht belgen, nmlich ich liebe sie so sehr Aber vielleicht habe ich dich erzrnt, das ist es warum du mir nichts sagst Dein Wort ist: ich will Und ich hre von einem Kriegszuge bei Mandara, warum hast du mir nichts davon gesagt, so htte ich es gewusst Und gleicher Weise, wenn dich jemand liebt, so liebe auch ihn. Nmlich ich bin dir immer gefllig gewesen, dass ich im gegen seitigen Verkehr wie dein Bruder gewesen bin, rechne ich nicht Da liegt deine Bitterkeit Und du bist ein Mister, denn du bist ein Europer, so bse zu sein, dass du mir nichts sagst. Und die Geschichten der Europer kennst du wohl. Und Gruss. Und geschrieben hat es der Sultan Mareale mit seiner Hand. Und der Bruder Schaibu Sohn des Adinani grsst euch viele mal. Vielen Gruss dem grossen und dem kleinen Herrn. Adresse. Durch die Gte des Allerhchsten 8426 An seine Wohlgeboren den theuren Deutschen, unsern Freund. Es geleite ihn Gott, der allerhchste. XXXVIII. Dank ber bersandte Geschenke. Anmeldung der als Gegen geschenk geschickten Waffen, Bitte um ein Gewehr, welches S mal schiesst, wenn es ein solches giebt. Vom Kilimandscharo. lla jenab ilmulubb ilakram ilmuatham endna mister data M kon$ul dashi, lzadahu allak taala inskA!lak. Salamu aleik wa

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rahmat Ullahi wa barakatuhu Wa baada ttakuarifu, mtu wako mnewasili. Ahsanta; nimefurahz" sana kwani nataka hishz"ma kama kwetu. Na baadu takabat!ti mikuke mitatu yako, na miwili zawadi yako mdogo na mkubwa na ngao mu. Nami sasa sina mkuke wa kumpelekea baba yako. Lakin Boraafya !tdna mwaka 1/tungine Na baadu nasikia, kwenu kuna bunduki ya rmnia khamsa wa as/urini; bassz; kama iko, nataka kwa thamani Wa salaam Wa katabahu su/tan Mareale bijedihi. hmahar 13 ilkaade .fi sene 1304. Na Shaibu akusa/imu salamu sana na bwana ntdogo. Na ukiondoka ttimifu khabari nijue Allalt Allaiz UEBERSETZUNG. An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten, den bei uns erhabenen Mister Doctor M den Konsul, den Deutschen. Es leite ihn der allerhchste Gott, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen Und danach: ich theile dir mit : Dein Mann ist an gekommen, danke schn, ich habe mich sehr gefreut, denn ich wnsche ein Ehrengeschenk wie bei uns. Und danach : nimm in Empfang deine drei Speere und zwei sind Geschenke fr dich, der kleine und der grosse, und vier Schilde. Und ich habe jetzt keinen Speer, um ihn deinem Vater zu schicken Aber Boraafya hat nichts im anderen Jahr. Und danach: Ich hre, bei euch giebt es Gewehre mit fnfundzwanzig Schssen; wenn solch eines da ist so wnsche ich es mit Verlangen Und Gruss. Und geschrieben hat es der Sultan Mareale mit eigener Hand. Am dreizehnten Tage des ilKaade im Jahr 1304 Und Schaibu lsst dich und den kleinen Herrn sehr vielmal grssen. Und wenn du aufbrechen willst, so theile mir die Nachricht mit, damit ich es weiss. Um Gotteswillen.

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XXXIX. Bitte um baldige Nachricht Uber das Ergehen des Adressaten. Dieser aus Witu stammende Brief enthlt mehr arabisch als die Sansibarbriefe, auch seine Orthographie ist etwas anders als sie bei jenen iu sein pflegt. Bism 11/ah irrahman irrahimi. lla jmab t'lmuhebb ilaziz i/akram ilmukarram bwana W., !tadak Allalt taala. Wa bado hukuanfu tangu kusafiri kwako sioni waraka wako wala satama yako Lis itwajib minak ; fa'asi ilmmanea i11 yekim klteir Nami natikuutiza na bwana Gustav akanambia, wewe huketi pamoja na bwana Gustav Tumeona raha, kwaui bwana Gustav ni mtu wetu sana rafiki Na wewe ukiketi pamoja ua bwana Gustav, sisi na wewe zaidi rafiki Wa sataam Wala tekota ittaarif an hatak eshsherif ma kit gharad t e bdi mitz tarafina t'lishara minak.J Wa dum sataam Wa katabahu illtakir fumu Bakari bin sultmz Ahmed. Sheher 7 Ramathan sene 1304 hukuarifu ftir tukuarifu ist in Witu gewhnlich. ara bischer Satz. J Dieser arabische Satz ist wohl etwas corrumpirt: ftkota schneide ab, it taarif die Benachrichtigung, an von, halak dein Zustand, shm.f ehrwrdig ma mit, gharad Sache, An gelegenheit, min von, taraji na unsere Seite, ishara Zeichen, min ak von dir UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des gndigen des barmherzigen! An seine Wohlgeboren den geliebten, den theuern, den sehr geehrten Herrn W. Es leite dich der allerhchste Gott Und d;mach theilen wir dir mit: Seit deinem Fortreisen bekomme ic'h weder Brief noch Gruss von dir zu sehen. Das ist doch nicht Pflicht von dir, aber vielleicht ist der Hinderungsgrund etwas glckliches Und ich habe nach dir bei Herrn Gustav gefragt; und er hat mir gesagt: du wohnst zusammen mit Herrn Gustav. Da haben wir Beruhigung empfunden, denn

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-71 Herr Gustav ist sehr befreundet mit uns, und wenn du mit Herrn Gustav zusammen wohnst, so sind wir und du noch grssere Freunde. Und Gruss Und nicht schneide ab die Nachricht ber deinen geehrten Zustand, bei jeder Angelegen heit ist, was ul)s anbetrifft, von deiner Seite nur ein Zeichen n thig Und der Friede bleibe bestndig. Und geschrieben hat es der geringe Herrscher Bakari, Sohn des Sultan Ahmed. Am siebenten des Monats Ramathan des Jahres 1 304 d. h wir unsererseits sind bereit, alles nthige fr dich zu thun sobald du nur ein Zeichen von dir giebst. XL. Bitte eines Unterdrckten, ihm beizustehen. Die Adresse fehlt. Die Orthographie ist sehr unregelmssig. Aus Wito . . . . wa baado hukuartfu: Ni milm Kamna. Ni futiwe na slteikh Abda/la mwezi mba' ta tu huno. Nami ni hadimu ya fumu Bakari; kisa' kuniona baram; alinishika nakunifunga. Bassi uisimamia, 11ti'ngie sheriani, 11a mimi mbwakoJ tmzgu nimezepokuya.4 Maanaye 11tiye ...... mbwako. Nisimamia bwanangu; nina na zifu S zangu kaza Wa kaza nimepokwa, nami 11i nzgeni; huzikataa 11ti, hutzma: nimemba6 mtumwake. ,Visipomwona, wzweza kula yamzi1 ya kuwa simyui,8 si mtu1Jtwa lzuyu. Na bwana fmnu Bakari ayua, amekuya kunit aka na watum .... ,9 akawapa 110 nyaraka kuya 11azo wakampa kazi. Kheir unitake, niwe k-wako, 11iyue mliopo. Halla!z Hallah Huzimi, kluiri kuwa 1mkononi mwako kama kuwa gcrl!zini. Na mashaka haya na lzaya: Mimi kuya hapa 1zalikuya kuuza mpire k-
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1 mbu, a-=-ua 2 kisa=ak iiska. J mbwako=wako. 4 nimese= nimek w islza, vgl. Brief XXI. ya=ja. s ilu=vitu. 6 jioa=ibii stehlen 7 wrtl. einen Eid essen, weil an Stelle des Eides frher das Gottesurtheil durch einen Zaubertrank verlangt wurde. 8 yua=jua. 9 die Stelle ist unverst ndlich. .a ziki-taabu. UEBERSETZUNG . . . . Und danach theile ich dir mit: Ich bin Kamna. Ich bin vom Schech Abdallah jetzt im dritten Monat festgehalten. Und ich bin ein Vasall des Fumu Bakari. Als er mich auf dem Festlande angetroffen, hat er mich ergriffen und gebunden. Und nun stehe mir bei dass ich vor Gericht komme, und ich bin dein (Knecht) s eit dem ich angekommen bin Denn ich bin dein .. .. Stehe mir bei, mein Herr. Vielerlei Sachen habe ich, deren ich beraubt bin, ich bin ein Fremder; er verweigert s i e mir, er sagt : ich habe seinen Sclaven gestohlen Da ich ihn doch nicht gesehen habe und ich kann einen Eid s chwren, dass ich ihn nicht kenne, dieser i&t auch kein Sclave. Und der Herr Fumu Bakari weiss es, er ist gekommen und seine Boten . . Er hat ihnen a uch Briefe gegeben um damit zu kommen und sie geben sie dem Richter. Am besten ist es, du verlangst n a ch mir damit ich bei dir sei, dass ich wisse wo ich hingehre Bei Gott, bei Gott. . . . Be s ser ist es, in deinen Hnden zu sein als im Gefngniss. Und die Streitpunkte sind die und die : Als ich hierher kam, kam ich, um Kautschuk bei dem Elfenbeinhndler zu verkaufen, ich habe es ihm fr sieben Thaler verkauft, und ich kam (schon) mit acht Thalern, und alles ist mir abgenommen; ich hatte auch ein Schwert fr zehn Thaler es ist mir abgenommen. Bei Gott, bei Gott mein H e rr, stehe mir bei, errette mich, ich bin im Elend, mein Herr. Und Gruss

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73 XLI. An einen Vater, der seine Frau zurliekgelassen und dem jetzt ein Kind geboren ist. Abrechnung ber allerlei Auslagen. Bitte um einen Brief. Aus Wito. Bism 11/ah irrahman irrahim. !Ia jenab ilmuhebb ilakram zlmukarram ilakhsham Nasib. Salamahu Allall taala amza t1tsha Allah. Salaam aleik wa rahmet Ullahi wa barakatulzu. Ama baadu nakuarifu: halt" zetu jema wa thama tzawe kuwa kazalik ya ajia. Wa zaidi ilkhabari: tangu uliposa.firi sip'!tz" khabari zako wala salamu wala waraka wako wa!a si wajibu wako. Wa zaidi ilkhabari: amam nimetakabathi pesa 4' arbaint. mikon01d mwa Hamadi Musu Aziia kwetu nimezotumilia ka#ka uzuri' wa mke wako, mafuta na asali na msio rupia. llhasil ni realt" mbili wa robo na mapesa ya kulla lzaja, naliokoa ni mimi kama ginsi walio ttiagiliza, rioJ nifanyayo. Na sasa soi tma kitu, kwani mali lzaya si yangu, nda watu. Na hiyo rupia waliomuatia, ali kula kabla asiyazaa, hakusaliwa tta clzochote. Zote a/itumia, asiyazaa umbiwoni dawa zamda na zingin:i,s naliotaka ni mimi. Bassi" maneno n"i kama hayo. Wa salaam jezil salaam. Na mke wako Amani akusalimu na mwanao akuenzi.6 Wa salaam jeztl salaam. Bass i siwate kuniletea waraka. Na ltuyu ni mwanao, hatza shaka, hatta ka#ti sura ndako1 w ewe. Nimepata khabari, amba umepotewa na kondoo ethnashara; ni kweli ama ni maneno ya watu? Wa salaam. Wa katabahu ilbarua mke Ramatham; khadimati bwana Muawiya bin Muhammed bin Abubakari zlMuawiyi be tarikh jom ilhami> min sheher ramathan 4 sene 1307. 4 statt 40. Im Text wohl verschrieben. J riondio. s Es sind wohl allerlei -Arzeneien hier aufgefhrt. Ob i c h alles richtig gelesen, bleibt zweifelhaft. 6 enzi ahnen. 7 ndako=yako.

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74 -UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des gndigen, des barmherzigen. An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten, u. s. w. Nasib. Es behte ihn der allerhchste Gott, wahrhaftig, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Aber danach theile ich dir mit: Unser Zustand ist gut und mgest du von gleicher Gesundheit sein. Und was mehr ist von Nachrichten: Seitdem du abgereist bist, erhalte ich weder Nachricht noch Gruss noch Brief von dir, und so ist es doch nicht deine Pflicht. Und was mehr ist von Nachrichten: Ich habe das Depositum 4 vierzig Pesa aus der Hand des Hamadi Musu empfangen. Ferner habe ich (hier) bei uns an Specerei fr deine Frau : Oel, H o nig Msio, eine Rupie aus gegeben. Danach sind es zwei Rup i een und ein Viertel (Thaler) und das Geld fr jeden Bedarf, welches ich ausgegeben habe; wie du mir aufgetragen hast so habe ich gethan Und jetzt gebe ich nichts weiter aus, denn dies Geld ist nicht mein, es geh rt andern Leuten Und die Rupie, die du ihr hinterlassen, hatte sie bereits verzehrt ehe sie geboren hatte. Sie war ohne irgend etwas zurckgeblieben Alles hat sie ausgegeben, ehe sie geboren hatte, fr Umbioni Dawa Samda und Singinisi. Der es verlangt bin ich Gut das habe ich zu sagen. Und Gruss, vielen Gruss. Und deine Frau Amani lsst dich gr s s e n, und dein Kind hnt nach dir. Und Gruss vielen Gruss. Unterlasse es doch nicht mir einen Brief zu schicken. Und dieses ist dein Kind, daran ist kein Zweifel, bis aufs Kleinste ist es dein Ebenbild Ich habe die Nachricht erhalten, dir sind zwlf Schafe verloren gegangen ist es wahr oder ist es nur ein Gerede der Leute? Und Gru s s Und geschrieben hat den Brief die Frau des Ramathan, die Dienerio des Herrn Muawiya, S ohn des Abubakari de s Muawiyi am Datum Donnerstag den 4 Tag des M o nates Rama than im Jahre 1307.

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-75 XLII. Ein Absageschreiben. Aus Wito. !Ia jenab ilmuhebb ilakram :Jusu.f. Hadak A/lahu. Ama baadu kukuarrifu' ltuyu hadimu yako Hamadi Am bari umeozea kiyakazi kwangu Mzzibani. Hapiti wala hana kula wala hana nguo. Nimekushz"takz; na mwate' kula na nguo; au kwamba hana. Na mtu wangu ni huyu Muhammadi bin Khamisi. Namburaz"J mahari ao wate t"saalo ltuyu. Nami kwangu nimekwt"sha, hapana maregeo. Na mahari yake ni reale kumi. Wasalaam. Wa katabahu ilbarua Sharifu bin bwana Makamz i/Awi. vergl. Br. XXXVIII. niwafe=niacltt. 3 namburai-sitaki. UEBERSETZUNG. An seine Wohlgeboren den geliebten, den sehr geehrten Joseph Es leite dich Gott. Und danach theile ich dir mit : dieser dein Knecht Hamadi Ambari hat ein Mdchen bei mir in Misibani verheirathet. Er kommt nicht vorbei, auch hat sie nichts zu essen, noch zu trinken, Und ich klage nun bei dir, er mge mir Kost und Kleider lassen, oder er hat nichts Und mein Mann ist dieser Muhammed, Sohn des Khamisi. Und ich will nichts von dem Brautschatz oder es lasse dieser, was er gethan Und ich an meinem Theil bin fertig da ist keine Umkehr Und ihr Braut schatz sind zehn Thaler. Und Gruss. Und geschrieben hat den Brief Sharifu Sohn des Herrn Makami der Awi.

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XLIII. Bericht ber einen Angriff der franzsischen Flotte auf Angazidya. Von ebendaselbst. Ahj'a saade w'addestur ilafham wa sham irrajel Cl D. Wa baada: waraka wako umewaszli, tumesoma, tumefahamu yaliomo yote. Wa/akin khaban ya huku Angazija: Wafransa wamekuja, wametupiga kwa mizinga, wamevunda majumba, wameua watu. Marra ya kwanza wakataka sharti sisi tuwe katika taa ya Ab' wa Oman; kiisha tuandikie maka tibu ya kuwa wao Tumekataa, wakamda zao. Ali wa Omar akafanya vt'ta kwmda nazo Bajz'ni kumpiga Haslzim bin Sultan Ahmed, naye Hashim akamshinda Ali akamfukuza hatta Mrom; wakafa watu kathawakatha' wake Ali wd Omar akaingia katika ngomeni: Ali akapeleka khabari Mayole, zikaja man'!ubu Slzindini bandari ya Hashim, zikapiga mizinga ya makombora mengi mno haina adada. Akamtaka Sultani Hashim asimpate. Akaenda zake. Ndipo Sultani Hashim akatuma sh emegi yake Alawi bin Muhammed kuja Unguja -tzva Konsul iddashimaniJ kutaka ura.fiki kwa watu Wadashi na kutaka hamani yetu k-dlao. Khalafu akarudi yeye Alawi pamoja na mzungu daktari S., tukatltani ya kuwa yrye na wewe ni watu wamoja, na mradi wetu ni kutaka hamani kwenu Tukathanni manmo yake thabiti Tma hutosha. Ndipo tukatia mikono yPtu katika makatibu ya Hashim, ama mimi Fumu wa Muhanda na Hajz' Nufuin na Mafume wa Majwani, na lltlbafume wa Bwana sote. Wakili wetu ni wewe D., sote na mawaziri, tokea wakati tliliokuja Unguja mimi na Haji na Hamadi wa Mashangama tla Mu hamadi Saidi na Said bin Ali na Saleh bin Bwmta tume kuwakili utufanyizie ura.fiki kwa Sultani mkubwa wa Dashi. Bassi, tulipoona huyo daktr:zri, tukathannz; atoka kwmu, m anmo yake thabiti. Ndio maana tukakin; akaweka bendera Bajini Na sasa imekuwa khalafu Wala yeye labuda si Dashz; kwani twasikia Dashi ni watu wa kweli, wa na nguvu sana, hawakubali kuniwa na mtu. Bassi tu na Mfransa, amekuja amekata bendera yake kwa risasz; ameweka yake, amemchukua Sultan Hashimu

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77 na Alawi kwenda wafungwa. Nasi tumekimbia tumeingia mwitum; hatta sasa wanatutafuta. Wafransa wameingia mji wa Fumboni hatta hatta Fungu killa kitu. Wameshusha asikari themani mia kupigana. Nasi hatuwesi pigana na Wafransa, wameingia mji wa Fumboni, na merakebu huvunzia bahari tzm patt kusa.firi. Hiyo ndio khabari yetu. Na sasa hatu na mtu il!a wewe. Weye ndio wakilt' wetu sote wafalume pamoja na mawaziri wetu Ahmed bin Mashanfama, Muhammed Saidi na Bajini vivyo na Hashimu amutakia shifa kwao Wafransa ao waje naye kwake. Ama sisi Mfransa hatutaki kuweka bendera katika nchi yeiu abadan Wala tena hatutaki khabari ya kwenda nakurudi. Kwani maneno kwdi. Na ije marikebu 11a mtu upesi atudirike, kwani tunao ogofya, illa hatutaki Mfransa. Wala lzatuna kiume. Maneno ni hiyo, tena umesikia, wewe ni mtu wakili. Tarikh 26 .fi jemad ilakher IJ04. Allah Allah. (L. S.) Es sind hier eine Anzahl hochtnender aus dem persischen arabischen u. s. w. stammender Ehrentitel vorangeschickt 2 katlza wa katlza, arabisch wrtl.: wie diese und wie diese, wird fr: viel gebraucht. J Dies Wort ist aus german verstilmmelt. Im Text steht wohl durch einen Schreibfehler nur /zama. UEBERSETZUNG. An den erhabenen u. s w Herrn Cl. D. Und danach: Dein Brief ist angekommen, wir haben ihn gelesen, wir haben, was darin stand, alles verstanden. Aber die Nachrichten von hier, von Angazidja (sind diese): Die Franzosen sind gekommen, sie haben uns mit Kanonen beschossen, sie haben die Huser zerstrt, sie haben die Menschen getdtet. Das erste Mal verlangten sie, wir sollten durchaus uns in den Gehorsam des Ali Omars Sohn begeben, zuletzt: wir sollten Schriften unterschreiben, dass wir die ihrigen wren. Wir haben es abgelehnt, da gingen sie ihre Wege. Ali des Omar Sohn sammelte (dann) Kriegsschaaren, um mit ihnen nach Bajini zu gehen .um den Hasehirn den Sohn des Sultans Ahmed zu

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schlagen. Aber er, der Haschim berwand den Ali und ver folgte ihn bis nach Mroni, dabei fielen viele Leute. Ali Omars Sohn zog sich in die Burg zurck Ali schickte Botschaft nach Mayotte, und es kamen die Schiffe (der Franzosen) nach Schindini, dem Hafen des Haschim, und sie beschossen ihn mit sehr vielen Granaten ohne Zahl. Und er (d. h der Franzose) suchte nach dem Sultan Haschim, aber er bekam ihn nicht ; und er ging seine Wege. Deswegen sandte der Sultan Hasehirn seinen Schwager Alawi den Sohn des Muhammed nach Sansibar zu dem deutschen Konsul, und er suchte nach Freundschaft mit den Deutschen und wollte Schutz fr" uns bei ihnen. Danach kam er, der Alawi, zurck zusammen mit einem Europer, dem Doctor S und wir dachten er und du, ihr wret zusammen gehrende Leute, und unser Wille war von euch Schutz zu be gehren. Und wir dachten seine Worte wren zuverlssig, ferner gengende Deshalb haben wir unsere Unterschrift unter die Schrift des Hasehirn gesetzt nmlich ich Fumu des Muhanda (Sohn) und der Hadji Nufum und Mafume des Majuani (Sohn) und Mbafume des Bwana (So hn), wir alle. Unser Vertreter bist du, D., von uns allen und den Wesiren, seit der Zeit dass ich nach Sansibar kam, ich und Hadji und Hamadi des Ma schangama (Sohn) und Muhammed Saidi und Said Sohn des Ali und Saleh Sohn des Buana haben wir dich zu unserm Ver treter bestellt dass du fr uns Freundschaft machest mit dem grossen Herrscher der Deutschen. Nun gut, als wir jenen Doctor sahen dachten wir er kme von euch und seine Worte seien zuverlssig Das ist der Grund, warum wir zustimmten und er zog in Bajini die Flagge auf. Und jetzt ist es hinterher (so) geworden. Aber vielleicht ist es kein Deutscher, denn wir haben gehrt die Deutschen sind die Leute der Wahrheit sie haben grosse Gewalt, sie wollen niemanden betrgen. Und jetzt haben wir den Franzosen, er ist gekommen, er hat seine (des Dr S.) Flagge mit Kugeln weggeschossen und hat seine auf gepflanzt hat den Sultan Hasehirn und Alawi gefangen mit genommen. Und wir sind entflohen und haben uns in den Wald zurckgezogen, und noch jetzt suchen sie nach uns. Die Fran zosen sind in die Stadt Fumboni eingezogen, bis nach Fungu

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79 berall Achthundert Soldaten haben sie gelandet um (mit uns) zu fechten. Und wir knnen nicht mit den Franzosen Krieg fhren, sie sind in die Stadt Fumboni eingezogen und die Schiffe halten die See blockirt, so dass wir nicht reisen knnen. Und das sind unsere Nachrichten. Und jetzt haben wir niemand als dich. Du bist unser Vertreter, von uns allen, den Frsten zusammen mit unsern Wesiren Achmed Sohn des Maschangama und Bajini ebenfalls, und fr den Hasehirn wnscht er Beistand gegen die Franzosen oder er mge zu ihm kommen. Ferner wir wollen nicht, dass der Franzose seine Fahne in unserm Lande jemals aufziehe. Desgleichen wollen wir nicht (bloss) Nachrichten vom gehen und wiederkommen. Denn die Worte (sollen) Wahrheit (sein) Und es mge ein Schiff schnell kommen und ein Mann der uns zurecht bringe, denn wir frchten uns. Aber den Franzosen wollen wir nicht. Jedoch wir haben keine Kraft. Das sind die Worte. Nochmals : du hast es gehrt, du bist (unser) Vertreter Datum d 26. im Monat Jemad ilakher 1304. Um Gottes willen. (L. S.) XLIV. Dieser Brief ist von Angazidya und betrifft denselben Angriff der Franzosen, wie der vorige. Bism /I/alt irrahman irrahimi I !Ia jmab ishshekh ilmuhebb ilaziz ilakram ilmukarram il alzs/zam zimasilt endna ilak/z Abdalla/z bin Wezir bin Mauzimillah Salamahu Allalt taala inshalla/z. Salaam alcik wa rahmet Ulla!ti wa barakatuhu. Wa ama baado nakuarifu, ya kwamba Mfransa wamekuenda Angazija amewatwaa sultani Hashim ua sultan Abdallah na saz Bakari.' Wamewapeleka Mayole,

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So ametiwa chomb oni Has!tim Amekataa kutia sa!tihi kiria. Na sat Bakari w amet i a mikono, Hashim amefungwa Ndio k!tabari. Nami nyaraka katha wa katha; nami siwaku.fut ia' baba jako na mama yangu, mtu n a Jutnba wangu Ali bin Mauz i millalt. Wa katabahu btit J'usu.f bin Milz z"lauwal. D e r arabi s ch geschriebene Text dieses Briefes giebt genau die Orthograph i e der von einem Angazija-Mann angefertigten Abschrift des Originals. Wieviel von dieser Orthographie auf den Absi:hreiber, wieviel davon auf das Original kommt, kann ich nicht beurtheilen r11gu = ndugu siw akufutia ich habe sie nicht weg gefhrt, gesichert. Man beachte die Form statt sikuwajutia. UEBERSETZUNG Im Namen Gottes des Gndigen, des Barmherzigen An Seine Wohlgeboren den Schech den geliebten den sehr geehrten u s. w. den bei uns anerkannten Bruder Abdallah Sohn des Wesir Sohn des Mausimillah. Es behte dich der allerhchste Gott, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Aber danach: ich theile dir mit, das s der Franzose nach Angasidja gekommen ist er hat den Sultan Hasehirn und den Sultan Abdallah und den Said Bakari weggenommen. Sie haben sie nach Mayotte gebracht. Hasehirn wurde auf ein Fahrzeug gebracht. Er weigerte sich sein "richtig, einverstanden" hinzuzusetzen Und Said Bakari hat unterschrieben. Hasehirn wurde gefesselt: Und ich habe dir viele Briefe geschickt. Und ich sein Bruder ich habe deinen Vater und meine Mutter nicht in Sicherheit bringen knnen, seinen Bruder und meinen Haus genossen (?) den Ali Sohn des Mauzimillah. Und geschrieben hat es Muhammed Sohn des Jusuf Sohn des Sleman. Vom Monat Djemad il auwal. Zu dem vorgelegten V ertrage.

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-81 XLV. Berichtet ber einen vermissten Mann der ermordet aufgefunden wurde. In Sansibar von einem Comorenmanne geschrieben. /Ia shekl z z'lmuhebu z'lazizi i/akrami z'lmukaramu i lahshami mdna Be.fa ilwazi r.' Sa/amahu AUah taala insha Allah. Salaam alezk wa rahmat Ullahi wa barakatuhu wa azzka tahiyahu. Wa baadu nakuarifu hali yangu jema wa thama nawe kuwa kazalika i/a.fya; z'lhamdu !1/lahi rabb ilalamina. Wa ama baadu nakuanfu siku aliyotoka Abdallah Mdukha bin '.Ju uf amepotea siku sabaa. Wangazija wameruka kumtaka kwa satd Ali. Naye ameonekana azda sitaka pake kuti nusuru.' Wale mkononi kwa daktari S. anakuja Saadani Wa katabahu Haji bin Mualamu. Amekusalimu Salih bin Wezin'. Salamu Diese kann ich nicht erklren An den Schech den geliebten, den theuern den sehr ge ehrten u s. w unsern Bruder Beja ilwasir. Es behte ihn Gott der Allerhchste, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen und er gebe dir langes Leben. Und danach theile ich dir mit: Mein Zustand ist gut und mgest du von gleicher Gesundheit sein. Lob sei Gott dem Herrn der Welten Und danach theile ich dir mit: An dem Tage, an welchem Abdallah fortging, ist Mdukha Sohn des Ju s uf fr sieben Tage verloren gegangen. Die Angasidjaleute sind losgesprungen ihn von Said Ali zu fordern Und er kam danach zum Vorschein .... ... Jene sind in der Hand des Doctor S. Er ist nach Saadani ge kommen. Und geschrieben hat es Hadji Sohn des Muala!Ilu Es lsst dich grssen Saleh der Sohn des Wasir. Gruss.

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XLVI-LII. Geschftspapiere, Schuldscheine, Verkaufs urkunde, Heirathscontract, Bescheinigung ber geleistete Zahlung. Die meisten dieser Schriftstcke stammen aus Bagamoyo und Umgegend. Es ist mir nicht mglich gewesen mehr in die Hnde zu bekommen. Doch mchten schon diese wenigen Bltter manche neue Aufschlsse ber das geschftliche Leben der Eingebornen Ostafrikas zu bringen im Stande sein, da hnliches meines Wissens noch nicht publicirt ist. XLVI. Schuldschein ber einen geliehenen Sclaven, in ungefger Schrift und Sprache (aus der Gegend von Bagamoyo). Khati yangu Sukini bin Ghughudu kabila Mjimbizi ina aleihz.:' Nimeandikia Shabusu b i n Bazijinga : Ananiwia mtumwa mke wa ama mume na rahani' nafsi yangu na killa kazi kwake bila he.sabu. Dhamanal mz1ni Mudiri bin Mpira, dha mana gharimu} rahani .yakifa yakikimbia; mali lazzma kwangu muda mwaka kusalimu mtumwa. S/zahzi Mangati bzn Kibafu kabila Mukenga. Wa katabah_u diwani Fimbombili bzn diwani Dusi. Tarikh nahar 28 muharram IJOO. ina aldlzi arab. wrtl. dass auf ihm. ralzani Pfand. 3 dlzamana Brge. 4 glzarimu zur Zahlung verpichtet. UEBERSETZUNG. Meine Handschrift (nmlich) des Sukini Sohn des Ghu ghudu, aus dem Stamm Ufimbizi, zu seinen Lasten. Ich habe ...

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flir den Schabusu Sohn des Basifinga geschrieben: Er hat mir einen Sclaven oder eine Sclavin geliehen, und Pfand bin ich selbst mit jeglichem Geschft ohne Anrechnung.' Brge bin ich Mudiri Sohn des Mpira. Der Brge ist zahlungspflichtig, wenn das Pfand stirbt oder wegluft. Es ist nothwendig mir das Gut nach der Zeit eines Jahres (wiederzugeben), den Sclaven abzuliefern. Zeuge ist Mangati, Sohn des Kibafu vom Stamme Mukenga. Und geschrieben hat es der Rathsherr Firnbornhili Sohn des Rathsherrn Dusi. Datum den 28 Tag des Muharram 1300. Der Schuldner will eventuell die Schuld abarbeiten. XLVII. Schuldschein in hnlicher Sache, wie er von gebildeten Leuten, die recht deutlich schreiben wollen, ausgestellt werden wrde Bismika ya Karim. Nimekiri nimekubali mimi ilhakir ila rabbihi Sukini bin Ghug-hudu M.fimbizi kwamba nina hakki ya Shabusu bin Bazi.fing-a, kwamba yeye ananidai mtumwa mwana' me ao mwanamke; tta rahani mimi nafsi yang-u, na kwa killa kazi yake mimi ni mtu wakufanya bila hesabu, hatta tuishe hoja hii mimi naye, na muda wetu miaka mitatu kumkabithi mtumwa mwana' me ao mwanamke. Na damini ,Mdira bin Mpira naye damini g-harim katika hoja hii; nendapo nikifa ama nikiug-ua ama nikitoroka ama Mdira bin Mpira damani katika hoja hit'. Nimekiri nimekubali nafsi yang-u mimi Sukini bin Ghu g-hudu M.fimbizi. Tan'kh jom 28 Muharram sene 1,300. Nimekiri kwamba damini g-harimu Fulani bin Fulmti katika hoja ya Fulani bin Fttlani. Mimi ilhakt'r Fulani bin Fulani nimeshuhudia mimi jumbe Fulan bin Fulan. lnnahu sahihi thabiti min el Wali Fulan bin Fulan bijedihi.

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-85 UEBERSETZUNG. In deinem Namen o Gtiger Ich habe es anerkannt: Ich, der vor seinem Herrn geringe Sukini Sohn des Ghughudu Mfimbisi, ich erkenne an, dass ich in der Schuld des Shabusu Sohn des Basifinga bin nmlich er hat von mir einen Sklaven oder eine Sklavin zu fordern. Und Pfand bin ich selbst, und bei allen seinen Geschften bin ich derjenige, der es ohne Anrechnung thun (muss), bis wir, ich und er, mit diesem Geschfte fertig sind. Und unser Termin sind drei Jahre, ihm den Sklaven oder die Sklavin zu bergeben. Und Brge ist Mudira Sohn des Mpira, und zwar ist er zahlungs pflichtiger Brge in dieser Sache; wenn ich fortgehe, wenn ich sterbe oder wenn ich krank werde oder wenn ich weglaufe oder wenn ich wegreise, so ist Mudira Sohn des Mpira Brge in dieser Sache Ich habe es anerkannt ich selbst Sukini Sohn des Ghughudu Mfimbisi Datum am 28 Tage des Muharram 1300. Ich habe es eingestanden dass ich zahlungspflichtiger Brge bin N. N Sohn des N. N. in der Sache des N. N. Ich der geringe N N. Sohn des N. N. ich bezeuge es, ich der Graf N. N. Sohn des N N. Dass dieses richtig, Besttigung von dem Wali N. N Sohn des N. N. mit eigener Hand. XLVIII. Bescheinigung, dass N. N. sein GrundstUck an den genannten Neu besitzer verkauft hat. In ungefger Schrift und Sprache. Aus der Gegend von Bagamoyo. Khati yangu Ngendaika bin diwatzi Sz'gamba t1za aleihi: Nimeandikia Shabusu bin Bazijinga: nimemuliza shamba B adari' kwa reale tano fetha; z'lmaghribi jiranz binti mwenyi Kondo bin Mbaranguru, z'lmashariki rani nakhodha Mtwana

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86 !tadim ya Liko. Hapana mtu wa kumtaaradiya kwa aprtl ya shamba. Wa katabahu dt"wani Fimbombi!t" bin diwani Dusi. Tarikh nahar 2 t"lkaada sene 1299 Badari (Vollmond) Name des Grundstcks. taaradiya hindern, Einspruch erheben. 3 k w a ajiri = kwa ajili wegen. UEBERSETZUNG Meine Handschrift nmlich des Rathsherrn Ngendaika Sohn des Rathsherrn Sigamba zu seinen Lasten : Ich habe es fr den Schabusu Sohn des Basifinga geschrieben. Ich habe ihm das Landgut Badari fr fnf Thaler Silber verkauft; im Westen ist Nachbar die Tochter des Herrn Kondo Sohn des Mbaranguru, im Osten ist Nachbar der Kapitn Mtwana Knecht des Liko. Es ist niemand vorhanden um gegen ihn in Betreff dieses Land gutes Einspruch zu erheben. Und geschrieben hat es der Raths herr Firnbornhili Sohn des Rathsherrn Dusi. Datum am 2 Tage des ilKaade im Jahr 1299. XLIX. Schuldschein Uber einen geliehenen Sclaven. Khati yangu Sidi bin Kerubi ina aleihi: Nimeandikia Shabusu bin Bazifinga Mlubungi : amwia mtumwa nakawa kijakazi wa ama kitwana nakawa na rahani nafsi yangu na killa kazi kwake bt"la hesabu, raham makbuthu, muda miaka mitatu kusalimu malt". Dhamani Mtwa bin Bazi Shirin" Shahidi mwenyi Hamisi bin Ditira Wa katabahu diwani Fimbombili bin dtwani Dusi. Tarikh nahar 16 sheher Shaaban sene IJOI. .:t. ist bn oder bin zu sprechen. wie J> klla oder kil'a.

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8] UEBERSETZUNG. Meine Handschrift nmlich des Sidi Sohn des Kerubi, zu seinen Lasten: Ich habe es fur den Shabusu den Sohn des Basifinga Mlubungi geschrieben: Er hat mir eine tadellose, junge Sclavin oder auch einen tadellosen Jungen geliehen, und Pfand bin ich selbst mit jeder Arbeit ohne Anrechnung, also Faust pfand, in Zeit von drei Jahren ist das Besitzstck abzugeben. Brge ist Mtwa Sohn des Basi Schiriri. Zeuge ist der Herr Hamisi Sohn des Ditira Und geschrieben hat es der Raths herr Firnbornhili Sohn des Rathsherrn Dusi. Datum den 16 Tag des Monats Schaaban im Jahr 1301. L. Heirathscontract. Der Ehemann verpflichtet sich seine Frau nicht mit sich auf die Reise zu nehmen Thut er es doch, so hat er damit die Scheidung seiner Frau ausgesprochen. Ebenso soll die Frau als geschieden gelten, wenn es sich herausstellt, dass der Mann Seiave ist. Aus Bagamoyo. Khatz"yangu mimi Haifani bin Mangulmani kabila Muhelze : Nitneandikia Kalapaka bin Lungumi: Ananioza nduguye; si na ithiniya kumclzukua mke kwenda nayo kwetu, ila mke lzuyu atakaa hapa zamani. Nitakajo kumchukua mke talaka. Sha hidi mwenyi Muhammad bin iddiwani Dusi. Wakazalik shalzidi mwenyi mkuu Antakaye bin iddiwani :Jutukuu. Na khati ikirari yangu mwenyezve Haifani ben J1!fangulmani. Betariklz 21 Safar smne IJOS. Wa kathalika 1za zamani yatokeapo bwana wmzgu kama ni mtumwa, mke talaka Tamat. tamal arab. es ist fertig, abgemacht. Beliebtes Schlusswort.

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88 UERERSETZUNG Meine Handschrift nmlich des Halfani Sohn des Mangul mani nach Abstammung ein Muhehe. Ich habe es fr den Kalapaka Sohn des Lungumi geschrieben: Er hat seine Schwester an mich verheirathet, ich habe keine Erlaubniss die Frau mit zunehmen und mit ihr in meine Heimath zu gehen, sondern die Frau wird immer hier bleiben. Wenn ich sie mitnehmen will, so ist die Frau (damit eo ipso) geschieden Zeuge ist der Herr Muhammed Sohn des Rathsherrn Dusi. Und gleicher Weise ist Zeuge der Herr Antakaje Sohn des Rathsherrn Djutukuu. Und die Handschrift ist mein eigenes des Halfani Sohn des Ma ngulmani, Zugestndniss. Datum den 21 Safar im Jahre 1305. Und gleicher Weise und jeder Zeit wenn mein Herr er scheinen sollte, (nmlich) dass ich ein Seiave bin, ist die Frau geschieden. Abgemacht. An m. Man sieht hieraus, wie vorsichtig sich die schwarzen Leute in Ostafrika verklausuliren, wenn ein Fremder ber dessen Vergangenheit und Zukunft man nicht ganz sicher ist eine Ver wandte heiratben will. LI. Bescheinigung, dass ein Erbtheil ausgezahlt ist. Zanzibardialect. Bz'sm l/lalt irrahmani irrakhimi. Nneshuhudia kwamba Abdijalla Muham11zed zlBulushi imetwaa lzakki yake alioaclta ndugu yake aliokufa mu/la Malzamudu bin Abdirrashid z'/Buluslti katika mkono wa Maddi Khan bz Multammad i/Bulushi, wala haikubaki ltakki kwake ya kumdai. Nimeshu!tudia kwamba akampa hakki yake yote. Ameandika maskini wa Muungu Zahor Sieman bin Muhammad bin Alt' Albusaidi kwa mkono wake katzka siku mwezz' tatu mlt'sho mwaka 1299 bijedihi. hakki, alles was einer rechtmssiger Weise zu fordern hat: Lohn, Schuld, hier das ErbtheiL

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UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des Gndigen des Barmherzigen Ich es (hiermit) bezeugt dass der Beludsehe Abdidjalla Muhammed seinen ihm rechtmssig zukommenden Antheil, den ihm sein verstorbener Bruder der Beludsehe Mulla Muhammed Sohn des Abdirraschid hinterliess aus der Hand des Beludsehen Maddi Chan Sohn des Muhammed, entnommen hat: Und es ist nichts von sei nem Antheil zurckgeblieben, was er noch einfordern knnte. Ich habe es bezeugt, dass er ihm alles was ihm zu kommt gegeben hat Es hat es gesc hrieben der Arme Gottes Sahor Sieman S o hn des Muhammed Sohn des Ali der Albusaide mit seiner Hand am dritten Tage des M 0 nats Mlisho im Jahre 1299 eigenhndig. LII Formular eines Creditbriefes. B,manehz" Allah taala. Mz"n Zenjibar. Min Fulan bin Fulan. !Ia nahwi jenab Fulan bi11 Fulan Ameftka kwako Fulmz bin Fulan ame/zawali kwttu ltawala kaza wa kaza wa ta.fadhal mkabitlti kiasi kaza wa kaza. Betarikh nehar kaza wa kaza sene kaza wa ka za Saht'hi mt1z Fulan bz"n Fulan.' Wrtl. .,richtig" (dies rilhrt her) von N N UEBERSETZUNG Durch die Gte des allerhchsten Gottes Von Sansibar Von N. N. Sohn des N. N. An die Firma von seiner Wohlgeboren des N. N Sohn des N. N. Es ist N. N.

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90 -der Sohn des N. N. zu dir gekommen, er hat bei uns einen Wechsel ber so und soviel entnommen, und bitte lass ihn den Betrag von so und soviel empfangen. Datum den und den Tag, das und das Jahr. Fr richtig befunden von N N. Sohn des N. N. Rechnung eines Banianen Uber gelieferte Zeuge, in suahelisirlern Arabisch abgefasst. J/auwal thalik themani korjat vikoi banyai 29 liltaki themani korjat barasati nagina 44 lihaki themani korjat barasati' sarir abu fatakain' 44 lihaki themani korjat tauzin Kach san"ri 40 lihaki korjaten kaniki wastani 57 lihaki klzamsa korjat kanikt. pagazi 39 lilraki korya kaniki kipini bamba kisua 15'/, lihaki 30 lokal u/aiti kabimbi mali pagazi 35 /iltaki = auf die Schuld vergl. Br. so. Was die Zahlen be deuten, ob Thaler oder Rupien ist nicht angegeben. Zu ergnzen ist babu. In Doppellagen. J toka arabis c h fr gora (ein StUck Zeug c. 30 m). UEBERSETZUNG Zuerst solebergestalt acht Kordja Banyanen-Lendentuche 29 fr Rechnung acht Kordja Barasati nagina 44 fr Rechnung acht Kordja Barasati sarir abu fatakeen 44 fr Rechnung acht Kordja Tausiri Katsch sariri 40 flir Rechnung zwei Kordja Wastani Blaudruck 57 fr Rechnung fnf Kordja Trger-Blaudruck 39 flir Rechnung eine Kordja Kipini bamba kisua Blaudruck 15 '/, flir Rechnung 30 Stck Ulaiti Kabimbi, Trgergut 35

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.,...... 9' Geographisches und Ethnographisches Beschreibung von Usango, Ruemba und andern Reichen im sdwestlichen Theile von Deutsch Ostafrika Mimt' nalt'kwnzda barra ya Usango kwa Sultani Mt'rer e Nmni nimechukua malt' kadri ya reale khamsa mia. Na watu w mgine tumefuatana safari moja. Nikawasilt' Usango katika milki yake Mirere Milki kuu mno ya ajabu na nti yake njema, lzat'na magonjwa, ina afya sana, na nti yake hat'na mwitu, zyeupe, mtu ajapokuwa mwendo wa saa tano utamwona, haina majant' Na mtu ajapokuwa hawesi sana, akienda huku ltupo na Nayo ntt' yake maji tele, na risikt' ya vyakula nyingi sana Na wao hupenda wageni sana, hawana shari nao. Wanatoa vitu sana kuwapa wageni Ujapokaa miaka kumi kamma huna kitu watakupa chakula, huna hesabu Na wao mno wapenda nguo zao kaniki na usha1zga ujungenjara na mojo vipt'a na maguu ya nst'ge, ltt'yo ndiyo 1zamna wanaoipenda: Na mno wao huvaa ushanga, wake kua waume. Na waanawaume wanakwenda utupu, hawavat' nguo, na waanawake akiwa kijana, hajavunda ungo, hatakt' nguo huenda utupu. Na kula mbegu ya chakula iko: mtama, mhindi mboga, mawele, ulezi, kunde, mbasz; choroko, maherangz; sawawa viazi, kulla kitu kiko. Na biashara ya pembe tele na ngombe wa mji wellgi mno, mtu maskini apata ngombe arbamia Na hawo wanaokaa nti ya sultani ghalibu wao hawalimi ; shughuli yao vita Wanaolima waanawake na watu wasima anayokuwa mzee ltawezi kupigana, hawo hulima. Na nti hiyo mgem; ajapokuwa miaka mia, hutamwona mtu kushika seiaha kukuelekesa wewe mgeni. Kwao vibaya vikubwa mno watu walio milkini mwake kuelekesana kwa se/aha. Tena, afanyayo khabari hiyo, hutoa malt' mengi akampa sultani na baado akapata adabu. Diese Angabe ist nicht misszuverstehen. Es handelt sich hier offenbar nicht um Angabe des Besitzes von Sclaven und Arbeitern, sondern der freien Bauern, von denen niemand weniger als 400 Rinder hat. nli=nelzi-clzini unter. ...

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92 Na wao hawajui kus o ma wa!a hakuna ma!t"m kwao, hawana wanalojua jnna wa!a baya, hakuna nmo wanalokiwaza i!a vita. Na mtu anayokufa ltaiji bigheiriya vita, kuao huna khasara walakin mtu akafa vitam fakhari' kubwa mno ; issifa yake husi.fiwa zaidi ya miaka arbain Hakuna wa!t"chokiona bora kupita ngombe; astahabu kumpigia mtoto wake kamma kumpigia ngombe wake. Na wao ngombe wana!a!a nao pamoja majumbani kwa ginsi wanao waona bora. Na wao wakienda vitani, sultani hawamb i a raya zake, ya kamma nakuenda pigana mhali fulani; huwaambia mkutano mha!i fulanz; kamma ataka kuenda kupigana, kunakotok e a jua upande wake u!io makhasimu zake, wao !tuwelekea upande unakokuchwea jua; walakin maraya wote hawajui wanayo kwenda mpiga, hiyo ndiyo sirri ilioko. Wa baado akiondoka kuna madege mutupus' humfuata sultani na jeshi yake, watu wanakwenda chini na ndege wanaruka kwa juu; 11a hayo madege, akiuawa mtu, ndege hula watu wanaokufa; na wao hawa kimbii watu, wa!a watu hawathubutu kuwapiga; imepigwa rufaka hapana awezayo kuwampiga. Na watu wake wengi sana wapata khamustasher !aki. Wa baado na wakti wa kurudi vita wata01za ndege kwanza, watajua ya kamma sultani anarudi; wa baado wataona vumbi Ia watu mwendo wa saa sita Marra utajua ya kamma va vinarudi. Na wakati wanaokwenda vitani hapo huvaa nguo hujifunga kiunoni na jokho hizi kha.fifu huvaa maongoni tza ushanga huvaa shingoni, na use!aha zao mikuke mivili wa amma mitatu na ngao ya ngozi ya ngombe Alhasil katika barra naliyokwenda tan g u Zaramu hatta Kutu hatta Usagara kwa Kiringawana hatta Maruru na Dudu ma hatta Yanzua hatta Ndiwero wa kwa Manzangara hatta Kimioko Sikuona nti nzuri kamma Usango. Anm. : Es folgt hier eine Aufzhlung von einzelnen Orten und Landschaften, deren Namen zum Theil in der Handschrift nicht vllig zu entziffern waren. Es ist deshalb hier eine Lcke im Text gelassen. jakltari Stolz, Ruhm. mutupur wohl eine Art Gt:ier.

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93 Hiyo ndiyo maanfu ya milki yake. Wa baado, raya zake hapa1ta awezayo kuuza pembe hatta ijapokuwa man' mbi!i, ltapana rukltsa. Na auzapo pembe, akapatikana khabari 11a hupeleka askari akaenda akamwita. Likatolewa jiwe lipata/o frasila, !ikapigwa moto hatta likawa akafungwa. Kltalafu akawekwa akaugua hatta akafa. Hiyo ndiyo ltukumu ya mtu anayokuuza pembe. Wa baado, kama mvua imekawia kunyisha katika milki yake, ltuenda mawaziri wakubwa wakamwambia sultani, ya kamma nchi ltaina mvua, majani ltamna, ltapana; wanayofanyiza ltivi kukataza mvua ni lzawa wazee wanayokawia kufa; ndio wanayokataza mvua, w(mataka ngombe wafe; na majani ltamna, ngombe wanakula mchanga. Bassi ltuitwa wazee wote wakapewa kamma wamifanyiza uclzawi kukataza mvua ltakika. Waktislta kunywa mwahi, ltuanguka marra hufa. Wa ama lzawakufanyiza huanguka mudda wa saa na huko wanatapika, kltalafu ltupewa dawa yakupoa; waktisha kunywa marra utaona wakaondoka. Wa baado kama khabari yakulima, wakati wa mwaka kuUa mjz" lipo shamba Iake sultani, raya kasid shamba Iake Hapana asiomlimia su/tani, wote hulima. Ajapokuwa nduguye wa mama moja lzulima, ltapana asiolima, illa sultani nafsi yake na waktwe, hawo ndio ltawafanyizi kazi. Wa baado wakati wa vyakula vikawivia, lzapana atakayoweza kwenda kulimbua katika shamba Iake, il/a kwanza wmde katika ma shamba yao wakavunje mhindi watie katika vikapo wapeleke kwa su/tani. Na kadn kilicho shamba kilicltowivia wapeleke kwa sultani. Ndipo 11a wao waweze kula; wa ama .kamma !tawakufanyiza kamma hivyo hawawezi kufanyiza mingine. Wa baado kamma wamekwmda vz"tani wakakimbia raya zake, huuliza upandt gani waliokwanza kuvun:favunja, tta upande Jzuu wali!tuwa wa mahaligani, ali!tuwa akta gani, ltatta watu wa!tavunja upesi kabla ya wenzi wao. Maana roho zao wanaziona bora sana kupita wenzi wao. Akamjua, bassi. Wakarudi watu lzao wakapewa nguo za waanawakt, na Siehe Brief V. wohl verschrieben fr viki7uivia.

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94 wao cha!tula ltupakuliwa cllini kamma mbwa, hupewa na majumba wakijettga huchukua na mawe yakusagia, ndipo adabu yao. Wa baado kamma mtu anataka kuoa m!te, huenda katika mji kutembea hatta akaona mwa1zam!te mzuri mhali aliompende za. Huuliza yule mwanam!te, mtoto wa nani. A!tamjua wazee walte, huenda kwa suttdni a!tamwambia ya !tamma nimeona mwanamke malzali mwanamke mzuri sana, mtoto wa fulani. Alamjibu sultani kamma wamtaka nenda ukamtwae. Alhasil atawaambia askan wenzi walte, kadri ya watu kumi. Watakwenda wakajika katika niji. Watajikia jumba ya yule mwanamke ya Wazee walte. Alhasil watakaa. wazumgumze kwa uj(mja. Na wate !tawana kltabari wazee wa mwanamke hatta k!talafu watataka maji kunywa. Ataondoka mwanamke kwmda !tuwapa maji wageni. A!tileta maji mwanamke akanyos/za mkono kuwapa maji, marra mmoja Atapiga makelele. Marra katika watu kumi mawili watamchukua mwanamke. Waliobaki watawazuia mamaye na babaye, maana hawakubali mtoto wao kuondoka Jta!tuwa kupigana na kwanza watampiga mamaye mwanamke na babaye, na wao wanapiga kelele wata kuja majirani zao kukimlilt'a !telele wakaja watasimama na jimbo, wapigana !tatta wakajua wakati IIUu wamekzr..va mbali mwanamke na jamaa zao. Khalafu wata!twenda mbio lzatta assubui wate wazazi wa mwanamke watafanyiza unga wa mtama wa amma mhindi na ku/tu wapeleke !twa m!twe wao. Hiyo ndiyo tabia yao, hapana kun'thz' wazee wake mwanamke. Wa baado nikaenda Rue mba kwa sultmzi Kitumkuru. Nti ya!te sz nzuri sana, ban'di nyingi na vyakula ryao lzapana ku chingine na wao wanalima kati/ea mapori nmamo miombo. Laitin hukumu ya!te kali sana, mtu akaokota pembe hawezi !tuuza, na akiuza atauawa. Na mtu mwongo hukata mdomo na pua na mashikio Na mtu akafanyz'za mambo mabaya !twenda kuzini na wakeo !tukatwa mboro ya!te na mzkono yake; khalafu akatiwa unga wa ulezi. Na kama imekwenda borini imeokota nyama aliyoyote punda wa mwituni wa amma mbungu wa amma povu aliyokufa, kamma hakumleta kwa sultani huyu adabu yake hutolewa macho yake yote a!tawa kipofu Khalafu ulai eine Art ganz kleiner mawele (Pennisetum)

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9S akiisha kutolewa macho huzvekwa katika mlango kan'bu ya sul tani akamsifu. Ni kamma ana nduguze na watoto wake kadiri aliomkhusi wote tvatakuzua, !tabaki mtu katika tumbo Iake. Na baado sultani haendi kwa miguu yake, lzuchukuliwa na watu juu ya mabega, wala raya hamkuzuia sultani na wa kitaka kumwamkia huangulea chini wakapiga kofi . Wa baado anapobarizi, hapana anayoweza kutema male zvala kukohoa wala kwmda vyasa. Naye sultani akitaka leukohoa wale maraya walio barzmzi wote huanguka kwa ginsi wanavyomwogopa. Wa baado akitaka kwenda vitani huchuku!t'wa na watu juu na ngoma wanapzga akafika vitani; wakipigana huwaambia watu wake, killa mtu humpa mshare mmoja; huwaambia, mshare wangu nnakupa shurti uniletee kichwa cha lehasimu yangu, wa ama ulete mshare ujapokwenda wapi mimi sijui. Na wao seiaha zao mishare na visholea vidogo. Na wao mtu ajapokuwa emewawa mwendo wa mwezi walikokuenda leupzgana, vichwa huchukua katika mji wake sultani. Na wao vichwa huvitia leatz'ka matunda, leilla tundu vine, waleachukua mpiko watu wawili wawili, hufanyiza miti katikatz' Na wakafika mjini vile vichwa huvitundika Juu ya boma na vile vitz' watu wakubwa huvichonga waleatoa vizio wakavitundzka boma Ia 11dani learz'bu yalee sultani. Na baado lzunuka, hapana awezayo kutema mate, hatta ajapokuwa mu ngzvana watoka pwani Wa baado akifa mzvmyewe sultani lzuleaa jumbani mudda wa mwezi mitatu hatta akaoza, na watu tayan askan ngojea hatta afuje usaha. Na watu wanapangusa usaka' nafunza kwa mikono. Wanaha katzka buyu, hunuka mji mzima. Hapana awezayo kula chakula katzka mji nawe huthubutu kutembea ltatta yakabaki mafupa matupu. Tena humchukua katika ma kabun yao mwendo wa szku ashertiti yale mafupa, kuenda wa katundzka. Hiyo ndiyo tabia zao Waruemba. Tamat lzaza il khabar. Wabaado mkaenda sultani mwengze Wiwa kwa Kawimbi. Ne/ti yake i na baridi na wao kawana vyakula na nchi yalee ni wohl verschrieben fr na usalta eigentlich Eiter, hier die faulende FlUssigkeit in der Leiche.

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96 -ina miti mingi miombo. Nao hu!ima katika miombo ulezi. Ha pana kitu chingine iJipokuwa ullzi. Na I a bia yao wakati wa kuvuna vyaku!a vipya, !tuclteza ngoma mudda wa s i ku ar bain. Na tena su!tani hufanyiza watu kumz; wakaen da kut, mbea katika 11!Jt wakiona mtu humkamata wakamua hatta wa katzinia watu sabaa, tma wate watu wakiislza uaz va hatta siku ya mwisho hutzvaa mwanzi mkubwa wakafunga vi!e vtd1wa w akm, itua nfe ya mfi na ngoma na watu wote katika mi!/ei yake hukutmza 11a mwmyewe su!tani huwapo. Klta!afu wakiislta cheza mudda wa saa l1urudi mjitzi Ndipo wakakusanya 17a ku!a vipya kadir i vilivyo!imwa wakapika chung1.1 k i mofa. AkajJ
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97 viel Korn als Speise da: Negerhirse, Mais, Krbisse, Penni setum, Ulesi, Bohnen, Erbsen, Linsen, Maherangi, Sauawa, Bataten, alles ist vorhanden. Und der Elfenbeinhandel ist bedeutend, und in den Drfern sind sehr viele Rinder; wenn einer arm ist, hat er vierhundert Rinder. Und die unter dem Sultan stehen, die ackern meistens nicht, ihr Geschft ist der Krieg. Die, welche den Acker bebauen, das sind die Frauen und von den erwachsenen Mnnern, wenn einer alt ist und nicht mehr in den Krieg gehen kann, solche bestellen das Feld. Und wenn in dieses Land ein Fremder kommt, auch wenn er hundert Jahre dort ist, so wirst du dort keinen Menschen sehen, der eine Waffe gegen dich erhebt. Das ist bei ihnen etwas sehr schlimmes, flir die Leute, welche in seinem (des Mirere) Reiche sind, gegen einander die Waffen zu erheben. Ja wohl, wenn einer solche Geschichten macht, muss er viele Gter hervorholen und sie dem Sultan geben und darnach betrgt er sich anstndig. Und sie verstehen nicht zu lesen, auch giebt es keine Lehrer bei ihnen. Sie verstehen weder gutes noch schlechtes, es ist auch kein Ding. ber welches sie nachdenken, als der Krieg Auch stirbt bei ihnen niemand ausser im Kriege, bei ihnen gilt dies als Schade (falls jemand ausser dem Kriege stirbt), wenn aber jemand im Kriege stirbt, so ist das ein Ruhm. Sein Lob wird lnger als vierzig Jahre lang gepriesen Es ist nichts was sie fr vortrefflicher halten, als ihre Rinder; sie werden lieber ihr Kind erschlagen als ihre Rinder. Und sie schlafen mit ihren Rindern zusammen in den Husern, fr so vortrefflich halten sie sie. Und wenn sie in Krieg ziehen, so sagt der Herrscher seinen Unterthanen nicht in welcher Gegend man kmpfen wird. Er pflegt ihnen (nur) zu sagen, da und da ist der Ver sammlungsort. Wenn er nach Osten ziehen will, nach der Seite, seine Feinde sind, dann beordert er sie nach Westen Aber die Unterthanen wissen nicht, wohin sie schlagen gehen. Das ist eben das Geheimniss, das dabei waltet. Und wenn er los marschiert, so sind die Mutupus-Vgel da, sie pflegen dem Sultan und seinem Heere zu folgen, die Menschen gehen unten J

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und die Vgel fliegen oben. Und was diese Vgel anbetrifft, wenn ein Mensch getdtet wird so fressen die Vgel die ge, tdteten auf; und sie laufen vor den Menschen nicht weg, noch wagen die Leute sie zu schlagen, es wrde (sonst) ein Freund des Sultan geschlagen werden, es ist niemand, der ihn schlagen darf. Und seine Leute sind sehr viele, funfzehn mal hunderttausend. Und danach, Zeit, wenn das Kriegsheer zurckkehrt wird man die Vgel zuerst sehen, dann wird man wissen, dass der Sultan zurckkommt, und danach wird man den Staub der Leute auf sechs Stunden weit sehn. Dann wird man mit einem male wissen, dass das Kriegsheer zurckkehrt. Und zur Zeit, wenn sie in den Krieg ziehen, dann tragen sie Kleider um die Lenden und solche leichte Wollenrcke tragen sie auf den Rcken, und ihre Waffen sind zwei oder drei Speere und Schilde von Rindshuten Danach bin ich auf dem Festlande gereist bis Saramo, bis Kutu, bis Usagara nach Kiringawana, bis Maruru und Dudmua und Duduma, bis Jansua, bis Ncliwero und bei Mawsangara bei Kiriko, ich habe kein so schnes Land gesehen wie Usango u s. w Dies ist der Bericht ber sein Knigreich. Und danach: Von seinen Unterthanen darf niemand Elfenbein verkaufen, und seien es auch nur zwei Man, es ist keine Erlaubniss. Und wenn einer Elfenbein verkauft und der Sultan davon Nachricht erhlt, so schickt er einen Soldaten, der geht und ruft ihn. Und es wird ein Stein genommen, der eine Frasila schwer ist, der wird ins Feuer gelegt und erhitzt, bis er roth ist, und er ( der belthter) wird gebunden. Darauf wird er ihm auf den Kopf gelegt, und er wird gebrannt, bis er stirbt. Das ist die Strafe eines Menschen, der Elfenbein verkauft Und danach: wenn der Regen in seinem Knigreich aus bleibt, gehen die grossen Wesire und sagen dem Sultan: das Land hat keinen Regen, es giebt kein Gras mehr; die dies gethan haben, den Regen zurckgehalten, das sind die Alten welche mit dem Sterben zgern; darum halten sie den Regen zurck; sie wo\!en, dass die Rinder sterben; und Gras ist keins mehr da, die Rinder fressen den Sand. Gut, dann pflegt man

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99 alle Alten zu rufen und dann bekommen sie den Zauber gifttrank, ob sie Zauberei getrieben haben wirklich den Regen zurckzuhalten. Und wenn sie das Zaubergift getrunken haben, dann fallen sie hin und manchmal sterben sie. Wenn sie es nicht gemacht haben fallen sie flir die Zeit einer Stunde hin und dann erbrechen sie, nachher wird ihnen eine Medicin gegeben sie zu heilen, wenn sie die getrunken haben so fhlen sie mit einemmal, dass sie wieder aufstehen (knnen). Und danach, was die Geschichten des Feldbaus anbetrifft, zur Zeit der gros s en Regen so ist bei jedem Dorfe ein Land gut des Sultans, die Unterthanen bebauen ausdrcklich sein Landgut Da ist niemand, der nicht fr den Sultan ackert, alle ackern sie Auch wenn einer ein Bruder (des Sultans ) von derselben Mutter i st, so ackert er doch. Es ist niemand der nicht ackert nur der Sultan selbst und seine Frauen, d a s s ind die, die keine Arbeit thim Und darnach, zur Zeit wenn das Getreide reif wird da ist niemand der etwas von s einem Gute ko s ten darf, sondern zuerst mssen sie auf ihr Gut gehen, und Mais abbrechen und in die Krbe legen und es dann dem Sultan bringen Und demgernss etwas auf dem Gute reif wird sollen sie es dem Sultan bringen. Unter dieser Bedingun&" drfen sie dann auch essen Aber wenn sie nicht so, wie gesagt, thun, drfen sie nichts anderes thun. Und danach: wenn seine Unterthanen in den Krieg ziehen und weglaufen dann pflegt er zu fragen : auf welchem Flgel sie angefangen haben auszubrechen und aus welchem Orte die Leute auf jenem Flgel waren, wer der Officier gewesen ist, dass die Leute so rasch vor ihren Kameraden ausgebrochen sind. Nmlich sie denken, dass sie durch ihren Geist (und Muth ) ihre Gefahrten bertreffen. Und er (der Sultan) kennt ihn dann, gut Und wenn sie in ihre Stadt zurckkehren so bekommen solche Leute Frauenkleider und da s ESsen wird fr sie auf die Erde geschttet wie flir die Hunde, man lsst sie auch Huser bauen und sie mssen die Mhlsteine tragen das ist ihre Strafe Und danach: wenn jemand eine Frau heirathen will, dann pflegt er in einer Stadt herumzuspazieren, bis er ein schnes '3"

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100 Mdchen an dem Orte findet, das ihm gefllt. Er fragt dann, wessen Tochter das Mdchen ist. Und wenn er ihre Eltern weiss, dann geht er zum Sultan und sagt zu ihm, ich habe an dem und dem Orte ein Mdchen gefunden, ein sehr schnes Mdchen die Tochter von dem und dem Und der Sultan wird ihm antworten, wenn du sie willst, so gehe und nimm sie dir Darauf spricht er mit einigen Soldaten seinen Kameraden ungefhr zehn Mann. Und dann werden sie gehen, bis sie in die Stadt kommen Und sie werden bei dem Hau s e jenes Mdchens (nmlich) ihrer Eltern ankommen. Danach werden sie sich dort aus List zur Unterhaltung hinsetzen. Und jene, nmlich die Eltern des Mdchens, wissen von nichts Endlich werden sie Wa. sser zum Trinken verlangen. Und das Mdchen wird aufstehn um den Gsten Wasser zu geben. Wenn das Mdchen das Wasser bringt und die Hand ausstreckt um das Wasser zu geben dann ergreift sie der eine mit einem mal. Sie wird dann schreien Sogleich Werden zwei von den zehneo das Mdchen wegbringen. Die brigen werden den Vater und die Mutter zurckhalten, nmlich diese wollen nicht, dass ihr Kind fortgehe Dann kommt es zu einer Schlgerei und sie werden die Mutter des Mdchens und ihren Vater schlagen Und diese erheben ein Geschrei, dann werden die Nachbaren auf dies Geschrei herbeilaufen und wenn sie gekommen, halten jene dann mit Stcken Stand, bis sie wissen, jetzt ist das Mdchen mit den Genossen weit weg. Dann werden sie nachlaufen; am andem Morgen machen dann die Eltern des Mdchens Mehl von Hirse oder Mais und (nehmen) Hhner und bringen das zu ihrem Schwiegersohn. Das ist eben ihre Gewohnheit, da ist kein Werben um die Gunst der Eltern des Mdchens Und d a nach bin ich nach Ruemba zu dem Sultan Kitumkuru gegangen. Sein Land i s t nicht schn, es ist sehr kalt und ihre Speise ist Ulesi ; es giebt nichts anderes. Und sie ackern in der Wildniss, wo die Muombo Bume sind. Aber ihr Gesetz ist sehr scharf; wenn jemand Elfenbein auffindet, so darf er es nicht verkaufen, und wenn er es verkauft, s o wird er getdtet. Und einem Lgner werden die Lippen und die Nase und die Ohren abgeschnitten. Und wenn ein Mensch etwas bses thut

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101 und mit ihren Frauen Unzucht treibt, dem werden die Geschlechts theile und die Hnde abgeschnitten; danach thut man Ulesimehl hinauf. Und wenn jemand in die Wildniss geht und irgend ein Thier aufliest, entweder einen wilden Esel oder einen Mbungu oder ein gefallenes Thier, wenn er es nicht zum Sultan bringt, so ist dies seine Strafe: es werden ihm alle beide Augen aus gerissen und er wird ein Blinder Danach wenn ihm die Augen ausgerissen sind, wird er an die Thre nahe beim Sultan gesetzt und er lobt ihn dann. Und wenn er Geschwister hat und seine Kinder, die ihm besonders zugehren, so werden alle verkauft, es bleibt niemand in seiner Familie brig. Und danach: Der Sultan geht niemals zu Fuss, er wird von den Leuten auf der Schulter getragen, auch drfen die Unterthanen den Sultan nicht aufhalten, und wenn sie ihm eine Visite machen wollen, dann fallen sie vor ihm auf die Erde und klatschen in die Hnde. Und danach: Wenn er Audienz giebt, dann darf niemand ausspucken noch husten noch niesen. Und wenn er, der Sultan, husten will, dann fallen alle seine Unterthanen in der Versammlung nieder, nach der Art wie sie ihn frchten. Und danach: Wenn er in den Krieg gehen will, so wird er von Leliten hoch getragen, und sie schlagen die Trommeln und so kommt er in den Krieg; und wenn sie kmpfen, so pflegt er zu seinen Leuten zu sagen jedem Mann giebt er einen Pfeil er pflegt ihnen zu sagen : ich habe dir einen Pfeil gegeben, es ist nun nothwendig dass du mir r:len Kopf meines Feindes oder meinen Pfeil bringst; wo du hin gehst, weiss ich nicht. Und ihre Waffen sind Pfeile und kleine xte. Und wenn ein Mensch getdtet ist, (auch) wenn sie einen Monat weit zum Kampfe gegangen sind, so werden die Kpfe in die Stadt des Sultans gebracht. Und diese Kpfe stecken sie in (eine Art) Vogelkfige, in jeden Kfig vier, und sie tragen sie am Stock je zwei Mann, indem sie einen Stock mitten durchstechen. Und wenn sie in die Stadt kommen, so werden die Kpfe oben an die Mauer gehngt, und jene Pflcke (?) schneiden die grossen Leute zurecht und sie nehmen Wisio und sie hngen sie (die Kpfe) an der innern Mauer nahe beim

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102 Sultan auf Und danach riechen sie, es ist da niemand, der (vor Gestank) ausspucken kann selbst wenn es ein Sansibarit von der Kste ist. Und danach : wenn der Sultan selbst gestorben ist, so bleibt er drei Monate lang. im Hause, bis er verfault ist, und bereit stehende Soldaten bewachen ihn, bis die faulende Flssig keit abgetrpfelt ist Und die Leute wischen die Fulniss und die Maden mit den Hnden ab, sie legen es in Calabassen; dann stinkt die ganze Stadt. Da ist niemand, der in der Stadt essen mag, und du wagst es nicht auszugehen, bis die blossen Knochen brig sind. Dann bringen sie diese Knochen in ihre Grber einen Weg von zwanzig Tagen, sie gehen und hngen sie auf. Das ist die Sitte der Waruemba Diese Geschichte ist zu Ende. Und dann bin ich zu einem andern Sultan Wiwa in Kawimbi gegangen Sein Land ist sehr kalt, und die Leute haben nicht s zu es s en, ihr Land hat viele Muombo-Bume Und die Leute pflanzen Ulesi zwis chen den Muombo-Bumen Aus s er Ulesi giebt es nichts anderes. Und es ist ihre Sitte, wenn sie da s neue Getreide erndten, so tanzen sie vierzig Tage lang nach der Trommel. Und dann beordert der Sultan vierzig Leute, die gehen in der Stadt herum, und wenn sie einen Menschen finden, so binden sie ihn und tdten ihn bis sie die Zahl sieben erfllt haben. Wenn dann jene Leute mit dem Tdten fert i g sind, so nehmen sie a\') letzten Tage ein grosses Bambusrohr und binden jene Kpfe daran und legen sie ausser halb der Stadt unter Trommelklang nieder, und alle Leute in seinem Knigreich kommen dann zusammen, und der Sultan ist auch da Danach wenn sie eine Stunde lang getanzt haben, kehren sie in die Stadt zurck. Auf solche Weise sammeln sie das neue Getreide ein, welches sie gebaut haben und sie kochen einen Topf. Davon bekommt dann der Sultan und er isst dann davon, aber ohne dieses zu thun, isst der Sultan nichts davon. Solches ist ihre Sitte

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Schilderung der Sitten beim Begrbniss eines Mosle m in Sansibar Bz'sm Illah irrahman irrahim Az'da fahamu hiyo kawaida ya watu wa lfnguja. Aida akiwa akzjiwa na mama yake ao na ndugu yake ao na dada yake ao na shangazi Iake ao mjomba wake ao na bibi yake ao na mkewe ao na mwanawe ao 1ta ahali zake falzamu kwamb t l watu wam .bao sahibu zake 11a majirani yake na watu mzaosema na uzima, watu wakz'sikia kwamba fulani akafiwa lazim humda wote katika nyumba aliofia yaani lzunena ma z ikuni. Bassi. Fahamu watu waliokwenda lzukaa kitako wakangojea mayiti hatta yatoke. Hiyo ndio klzabari ya watu wanaokwenda katika mazz'slzi. At'da khabari ya mtu aliofiwa. Akiona mzee wake emekufa ao ndugu ao mtu katika ahali ztrke waliompasa lazim humzdika barua akapeleka kwa jamaa zake yaani waliompasa. Az'da lzutoa barua ile, jina Iake tanzia yaani barua ya msiba Bassi. Fa/zamu kwamba jamaa zake wote huja katika mazi shi. Atda nztu aliojiwa ikiwa lzana vifaao yaani 1 1 itu vtitavjo hita;i'a katika mazz'shi fahamu, kwmda madukani akanutzua vitu vya mazislli Aida sasa tunauliza vitu gani vifaayo vya mazislti, fa/zamu, kwamba lmnunua kwanza vitu vya lazima. Az'da tunauliza vitu gani vya lazima katika mazishi. Aida fahamu vitu vya lazima katika mazz'shi 1)auwali bafuta yaani kitambaa cheupe !LUitwa saanda 2)ubao huitwa kiunza J) pamba yaani hutiwa katika mashikio ya mayiti. Aida ubani hufuki zwa mayiti anopokoshwa. Aida hufukizwa 11a samzda akiisha kushonwa. Aida ltutwaa buhuri lakin jina Ia kiarabu Bassi, falzamu vitu hivyo lazima katika mazz'shi, wAllahu aalmn.

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Aida kkabari za vitu vyote vinavyohitaji katika maziski, Vingi sana Fakamu k wamba saanda, kiunza, manukato. Aida tunauliza manukato gani ya maziski. Fakamu kwamba ya kitajia sandali, uudz; dalia, mabuba, garu.fuu mayitz", maraski, uvumba, ubani, majamya mkuna zi. Aida vitu kzvyo vinahitaji, katz"ka maziski. Aida tunauliza lzufanyaje vitu kivyo katika maiti. Fakamu kwamba saanda nguo ya maitz; na kiunza mlango wa mayiti. na sandali kuskugkuliwa maiti anapokoskwa, na uudi na ubani bukuri ya maiti, anayofukizwa Aida dalia 11a mabuba na garofuu maiti manukato 1a maiti lmtiwa yaani uzuri mit!tili ya pambo, aida maraski mitkili ya maji. Hiyo tzdiyo kkabari ya vitu hivyo, wA!laku aalam. Aida khabari ya mtu maiti, akiwa amekufa, lazima lmi twa mtu, ambaye ajuaye kwosha maiti ajaye amoshc. Aida hu skimbwa shimo kadiri ya mtu alioktifa Likiiska skimo lzuwekwa kifatz da juu ya shimo na maitijuu ya kitanda, akaja mwo sha akamwos/za na maji yale anayokoshewa yanaiTzgia katika li/e shimo. Aida na majani ya mkunazi. Fa/(amu kwamba huoshewa katta akatakata; tena kuoslzwa kwa sandali yaani mitki/i kama husingwa; akiislza kutiuJa Iohara yaani kusometwa. Mwisko kkabari ya mwoska. Aida kkabari ya pambo Falzamu kwamba maiti ikiwa anamwoshwa na watu wengine kushona sanda. Akiiska mwo ska, kuenda mtu ambaye ajuaye kupamba maiti Jzuweka akam pamba. Aida auwali humtia pamba katz"ka kickwa humtia dalia katika mwili wake, kiisha kutoa dalia na manukato ma ngine baatki ra manukato akavuruja pamoja na maraski akatia katika sanda. Kiiska akatia uudi katika cketezo na moto aka mfukiza maiti. Kziska akafukiza tza sanda Kizska ka sanda. Kiiska akamtia katika mikeka yaani lzuitwa fumba yaani mkeka wa fumba; huskonwa metkili ya mfuko. Hiyo ndiyo klzabariya mpambajz: Aida khabari ya mtu mfanya tusi yaani jenenza Akiwa mtu maiti auapambwa lazima nje ya nyumba watu wanapa mba tusi yaani kitanda anachotiwa maiti. Hufunikwa kwa nguo zambazo nzuri mithili ya slula ndeuli ao kitambi bora ao ma-

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105 sunafu ao kitambi debwani au lasi Aida nguo zilio kubwa hufumkwa jeneza. Atda akiwa maiti mwanamke lazima nguo katika jmeza zifungwe mkaja wa kisuto, maana dalili watu wapate kujua kwamba maiti mwanamke. Hiyo ndtjo khabari ya jmeza. Aida khabari ya kaburi. lktwa mtu amekufa, lazima watu humpima kimo cha m# kwa urifu na unene, watu wa' kashimba kaburi kwa kiasi. Aida hushz'mba shz'mo kiasi hatta kitofu ikzwa maiti mwanamke, ikiwa mwanamme lzuchimba !taddi ya kiuno Kiisha hutia mwanawadani yaani katikati ya kabun; kiisha hutoka watu wote ndani ya kaburi lakin mmoja hatoki maana haifai kuacha kaburi pekeyake bila mtu. Faha mu k-dlamba ftubaki katika kaburi mtu aliompasa maiti, hatta ajike maiti katika kabun; wAllahu aalam Hiyo ndzjo khaban ya kaburi. Aida kltabari ya maiti. lkiisha pambwa hutiwa katika jmeza na watu wane 4 wakachukua jeneza, kil!a moja ka mguu wa jmeza. Na watu wengine hufuata nyuma na watu wmgine mbele na maalimu lzuwa mbele ya jeneza; yaani maalimu husoma tahlil na watu huitikia hatta me s kitini. Wakljlka kattka meski# watu hutua jmeza, watu wambao maalz'tnu husali maiti, wakiisha huchukua jeneza watu wane 4 na wangine wanaitwaa kipokee, na mwalimu anasoma tahlil, hatta wajike katika ziara yaani kaburini. Wakiisha jika ka tika kabun hmntoa maiti katika iusi wakamshusha ndani ya kaburi Atda hushuka watu wane 4 ndani ya kabun, na watu 2, watu wambao waliompasa maiti pamoja maalimu yaani anasoma tahlili. Fahamu wakiisha kums hus/za maiti katika kabun humtia katika mwa11awandani. Wakti'sha lzumfunika ubao yaani huinua kiunza. Waksha humfukia, na watu wa1tasoma tahlilt' hatta waishe Aida wakiisha kumfokia hzifu kua katika mwisho wa kaburi yaani katzka kichwa shimo dogo yaani wakti'slta kufukua hutia maji jina Iake maji ya shahada. Wakti's!ta ltusoma maalimu yaani humlakinia Wakti'sha killa mtu ambaye ajuaye husoma Ya Sini moja. Wakiisha bassi wamekwisha kuzzka. Hiyo ndiyo klzabari ya mztko. Aida khabari ya mtu aliyejiwa. Akiisha kuzika hurudi katzka nyumba yake na watu tvaliozika kazalzka hurudi hatta ,,

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100 uyumbani kwa mtu aliyejiwa yaani lrdJenda mpa mkono wa msiba Aida hunena: bi rabi zako, hujibu: zimepita Lakim' siku lzizi watu hunena kwa lugha ya kiarabu : ahsana Af!aliu azzaka. Hujibu: lllfalz i/bakaa wa dawwamu. Hiyo ndiyo khabari ya watu wa Unguja. Aida mtu eliyejiwa lazima lzufanya matanga siku tatu, yaanz; hula/a watu clziui lzatta siku ya tatu hufanya klzitima yaani l1upzka walz; watu waka!a. Aida falzamu kwamba watu wellgine wanaokaa mbali wakiszkia kwamba ful!ani bin fullani kajiwa !azima watu kwenda kum hani' yaa11i kumpa mkono. Muda wa szku arbaini huisha msiba. Na watu wengine siku sabaa na watu wengine silm ta(u 11a waanawake hukaa na msiba miezi mitano, wa/akin ka waida siku 40 arbaim; wAI!ahu aa!am bisawabu. Tamat. UEBERSETZUNG. Im Namen Gottes des Gndigen des Barmherzigen Ferner verstehe: dies ist die Sitte der Leute von Sansibar. Ferner: Wenn jemand seine Mutter oder seinen Bruder oder seine Schwester oder seine Tante oder seinen Onkel oder seine Grossmutter oder seine Frau oder sein Kind oder (sonst) einen Verwandten durch den Tod verloren hat, verstehe: die Leute die seine Freunde und Nachbaren sind, und die Leute, mit denen er bei Lebzeiten umgegangen, wenn sie es hren, dass bei dem N. N jemand gestorben ist, die mssen alle nach dem Haus dessen, bei dem (der betreffende) verstorben ist, gehen, nmlich man sagt darauf Mazzkuni (Trauerhaus). Gut, verstehe : alle Leute, welche gegangen sind, setzen sich hin und warten bis die Leiche herauskommt. Das ist der Bericht ber die Leute, welche zum Begrbniss gehen. Ferner der Bericht ber den, der jemand durch den Tod verioren. Wenn er sieht, dass einer seiner Eltern gestorben ist, oder der Bruder oder (sonst) jemand von seiner Familie wo 1 hani trsten.

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107 er es thun muss, dann muss er einen Brief schreiben und ihn seinen Verwandten, nmlich denen es zukommt, zusenden. Ferner so sen:det er den Brief aus, der Tanzz"a genannt wird, nmlich die Traueranzeige. Gut. Verstehe seine ganze Verwandtschaft kommt zu dem Begrbniss Ferner, wenn derjenige, dem jemand gestorben, nicht die nthigen Dinge (vorrthig) hat, das heisst, das was zum Begrbniss nothwendig ist, verstehe, so geht er in den Laden und kauft die Dinge zum Begrbniss. Weiter, jetzt fragen wir, was sind das fr Dinge, die zum Begrbniss gebraucht werden. V erstehe dass man zuerst die nothwendigen Dinge kauft. Weiter, verstehe, die Dinge die zum Begrbniss noth wendig sind, sind 1) Bdfuta (Schirting), das heisst weisses Zeug, welches Sanda (Leichentuch) genannt wird 2) Ein Brett, welches Kz"unza genannt wird 3) Watte, das heisst sie wird in die Ohren des Verstorbenen gesteckt. Weiter Weihrauch, um die Leiche zu beruchern, wenn sie gewaschen wird Weiter, es wird auch das Leichentuch beruchert, wenn es genht wird. Weiter nimmt man auch Buhurz aber das ist der arabische Name. Gut, merke : dies sind die Dinge, welche zum Begrbniss nthig sind. Und Gott weiss es am besten. Weiter, der Bericht ber alle Dinge, welche bei dem Begrbniss gewnscht werden. Es sind sehr viele. V erstehe: das Leichentuch, das Leichenbrett, die "Wohlgerche. Weiter fragen wir, welche Wohlgerche fr das Begrbniss? Ver stehe, man wnscht Sandell, Aloe, Dalia, Mabuba, Kampfer, Rosenwasser Ufumba, Weihrauch Bltter des Mkunasi. Weiter, dies sind die Dinge, welche beim Begrbniss gewnscht werden. Weiter fragen wir, was macht man mit diesen Dingen bei der Verstehe, die Sauda (das Leichentuch) ist das Gewand der Leiche; und die Kiunza (das Leichenbrettl ist die Thr der Leiche; und mit dem Sandell wird die Leiche be handelt, wenn sie gewaschen w ird; und Aloe und Weihrauch ist das Rucherwerk der Leiche, womit sie beruchert wird. Ferner die Dalia und Mabuba und der Kampfer sind Wohl gerche der Leiche, sie werden zur Verschnerung beigelegt, als Schmuck. Ferner das Rosenwasser (wird) wie Wasser ge,,.

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10!\ braucht. Dies ist der Bericht von den benannten Dingen, und Gott weiss es besser Weiter der Bericht von dem verstorbenen Menschen (selbst) Wenn er gestorben ist, so muss man jemand rufen, der die Leiche zu waschen versteht, dass er sie zu waschen kommt. Ferner wird eine Grube gegraben nach dem Maass des Menschen welcher gestorben ist. Wenn die Grube fertig ist, dann setzt man die Bettstelle ber sie und legt die Leiche auf die Bett stelle, und dann kommt der Wscher und wscht sie; und das Wasser, mit welchem sie gewaschen wird, das tliesst in jene Grube hinein, ferner (legt man) die Mkunasi-Bitter (drauf) V erstehe, dass sie gewaschen wird, bis sie rein ist; dann wird sie mit Sandell gewaschen, nmlich wie wenn sie damit ein gesalbt wird. Darauf wird s i e ( ceremoniell) gereinigt das heisst man lsst ber sie (die Gebete) Ende des Berichts ber den Wscher Ferner der Bericht ber das Ausputzen der Leiche V e rstehe: whrend nmlich die Leiche gewaschen wird, nhen andere Leute die Sa1tda (das Leichentuch) Wenn man sie fertig gewaschen hat, dann geht jemand der das Ausputzen der Leiche versteht, und legt sie (zurecht) und putzt sie aus. Weiter, zuerst steckt er ihm Watte in den Kopf', danach legt er Dalia auf (oder in) ihren Krper, dann nimmt er Dalia und einige andere Wohlgerche und rhrt sie mit dem Rosenwasser zusammen und legt es in das Leichentuch. Dann legt man Aloe in ein Rauchfass mit glhenden Kohlen und beruchert die Leiche. Darnach beruchert er auch das Leichentuch Dann bekleidet man sie mit dem Leichentuch, darnach legt man sie in eine Matte, die nmlich Fumba genannt wird, sie wird wie ein Sack zusammengenht. Das ist der Bericht ber den Aus putzer. Ferner die Nachricht ber den, der die T usi d. h. die Bahre (zurecht) macht. Wenn die Leiche ausgeputzt ist, dann mssen die Leute draussen (vor) dem Hause die Bahre zurecht machen d h. das Bett, auf welches die Leiche gelegt wird d. h. in die Nase und in die Ohren.

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'09 Es wird mit schnen Tchern bedeckt wie z. B. mit Shela Deuli oder noch besserem Zeuge entweder Masnufu' oder Debuani zeug oder Lasi Ferner wird die Bahre mit grossen Tchern zugedeckt. Ferner wenn die Leiche (die einer) Frau ist dann muss als Tuch an die Bahre auch noch eine Mkadja' von Kisutozeug angebunden werden, das ist nmlich das Zeichen, damit die Leute wissen knnen die Leiche sei (die einer) Frau. Dies ist der Bericht von der Bahre. Ferner der Bericht von derri Grabe. Wenn ein Mensch gestorben ist, dann mssen die Leute ihn mit einem Maassstock nach Lnge und Breite ausmessen, und dann graben sie das Grab nach dem Maass. Ferner graben sie die Grube nach dem Maass, bis an den Nabel, wenn es die L e iche einer Frau ist, und wenn es ein Mann ist, bis an die Lenden. W e nn es fertig ist wird die M w a n a wa nda11i zurecht gema.cht d. h. wenn das Grab fertig ist dann steigen alle Leute aus dem Grabe heraus, aber einer s teigt nicht heraus, d. h es taugt nicht wenn das Grab sich selbst berlassen wird ohne (dass) ein Mensch (es beauf s ichtigt) Verstehe es pflegt c:;iner, der dem Todten gegen ber verpflichtet ist i m Grabe zurckzubleiben bis die L e iche kommt. Und Gott weiss es (besser). Di e s ist der Bericht von dem Gr a be. Ferner der Bericht von der Leiche Wenn sie fertig aus geputzt ist dann wird sie auf die Bahre gelegt und vier Leute tragen die Bahre, j eder einzelne fass t den Fuss der Bahre an ; und einige Leute folgen hinten nach und andere gehen voran Und der Maalim J ist v o rne vor der Bahre, d h. der Maalim liest den Tah'lil und die (brigen) Leute respondiren dazu bis in die Moschee Wenn sie in der M o schee angekommen sind, dann s etzen die Leute die Bahre nieder, und die Gelehrten beten bei der Leiche Wenn sie fertig sind, dann tragen v ier Leute die Bahre und ande r e nehmen sie um sie abzul sen Mamuju w rtl. gerndertes. Mkaja ist die Leibbinde der Frauen 3 M a alim d. h der Gelehrte, der die blichen Gebete hersagen kann .. Tah' i l ist das Hersagen des muhammedanischen Glaubensbekenntnisses : Es ist kein Gott ausser dem (einen) Gott.

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110 Und der Maalim liest den Tah'lil, bis sie an die Siara kommen d h. bei dem Grabe Wenn sie beim Grabe angekommen sind, 90 nehmen sie die Leiche von der Bahre und lassen sie in das Grab hinab. Darnach steigen vier Leute in das Grab hinein, drei Leute, die dem V erstorbenen verpflichtet sind zusammen mit dem Maalim d. h (dieser) liest den Tah'lil. Verstehe wenn sie die Leiche ganz liinunter gelassen haben, dann legen sie sie in die inwendige Nische (Mwanawandani). Wenn sie damit fertig sind so bedecken sie ihn mit einem Brett d. h. sie richten die Kiunza (vergl. Seite 107) auf Wenn sie damit fertig sind dann schtten sie zu. Und die Leute lesen den Tah'lil, bis es fertig ist. Weiter wenn sie vllig zu. geschttet haben, dann graben sie am Ende des Grabes d. h. am Kopfe eine kleine Grube d h. wenn sie diese fertig gegraben haben, so schtte1,1 sie Wasser hinein welches Zeugnisswasser heisst Wenn sie fertig sind liest der Maalim d h er bringt ihm (das Glaubensbekenntniss) im Gedchtniss Wenn sie fertig sind, s o liest jeder Mensch, der lesen kann eine (Sure) Ya Sin Wenn sie damit fertig sind, gut, so sind sie damit fertig ihn zu begraben. Dies ist der Bericht vom Begrbniss Weiter der Bericht von dem Menschen, der den Todesfall erlitten Wenn er mit dem Begrbniss fertig ist, kehrt er in sein Haus zurck und die Leute, welche begraben haben, gleicherweise bis in das Haus dessen, der den Todesfall erlitten d h. um zu gehen und ihm die "Hand der Trauer" zu reichen Ferner sagt man (zu dem Hausherrn): Zu deinem Herrn (Darauf) antwortet er : Sind sie vorbeigegangen Aber heut zu Tage sprechen es die Leute in arabischer Sprache : Mge Gott deine Kraft aufrichten; man antwortet: Gott (allein) ge bhrt Unvergnglichkeit Das ist der Bericht ber die Leute von Sansibar Weiter der Mensch, der den Todesfall erlitten, muss drei Tage die Trauerzeit aushalten d. h. er liegt bis zum dritten Tage auf der Erde und macht Chitima d h er lsst Reis kochen und die Leute essen. Weiter verstehe: andere d. h. sie verschliessen die Nische damit. Die Sure Ya Sin ist die 36. des Koran.

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III Leute, welche fern ab wohnen, wenn sie hren, dem N N. ist jemand gestorben, mssen ihn trsten gehen d. h ihm die Hand geben Nach einer Zeit von vierzig Tagen endet die Trauer. Und einige Leute (beenden die Trauer) in sieben Tagen und andere in drei Tagen, und die Frauen halten die Trauer flinf Monate lang, aber das gewhnliche sind vierzig Tage. Und Gott weiss es besser. Ende.

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Mhrchen. LVI. Geschichte eines Sultans, der die Allmacht Gottes bezweifelt und der nun Unglck ber Unglck erleben muss, bis er die Allmacht Gottes anerkennt. Dann ihm Gott wieder gndig. Bemanihi Hii hadithi ya sultani mwmyi markebu asharat alaf. Alikaa sultani katika milki yake yeye na mawazin zake na askan zake. Hatta siku moja akapita katika mdarsa ya wanawazuoni.' Malim anashomesha' wanafunzi wake, naye ameksudia kwenda kutembea nje ya mji, akamsikia maalimu anawaambia wanafunzi wake, kama nmo analolitaka Muungu marra moja hutendeka. Yule sultani akafanyiza ujba moyoni mwake. Al lzasil aka.fika alikotaka kwenda akakaa muda wa szku kumi katika milki yake. Hattal szku moja akaondoka ataka kwenda nje ya mji, alipowasil Je ya mji akasema; Muungu hawezi kuiondoa milki yangu. Kwa marra moja Mtt ungu aljaal akamsawir faras kama mithli ya farasi wake, na farasi lzuyu" hakubali mtu zlla mwmyewe sultani na mchunga wake, walaktiz mtu mwingine hawezi kumshika wala kumpanda. Alltasil alipomwona yule farasi, wale askari wakamjua ya kamma 1 wanawizzuoni o::::= wana wa 1ryuoni Schler. 2 anaslumusha = anasomes!ta. Man beachte hier das Tempus. Es drckt auch die Dauer in der Vergangenheit aus. J hatta dient hier nur zur Fortfhrung der Erzhlung

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113 farasz" wa lzakz'm, wakaenda askan kumkamata watu wawti wast'mweze, wakaenda kumi wastmweze, kha#ma Sultan:" ali pomwona faras hawezikanz" kwa watu walz"omendea akawaambz'a askar: mwachenti maana najua tabia yake faras huyu mtu zlla mimi mwenytwe. Aliposema hakz'm manmo yale, askar wakamwacha faras akamshika mkononi hatta mjini. Al hasil akampanda alipompanda, faras akamrufaisha, hatta alipofimua maclzo sultani imPangukia katika milkiya. mtu mwingine mbalzi yapata mwendo wa mwaka. Na faras lzakumwona. Akataaya hana la kutmda. Akashukuru 'Muungu. Khalafu akatafuta jumba ya kupanga mwisho wa mji akapata kijumba cha udougo tlzaifu na mwenyewe mwanamke kizee, umri yake miaka tlzemanin. Akamwambia yule mzee, ya kamma mimi mgeni sijui mtu kallka mji, nataka unipangislu hii nyumba yako. Akajibu kamma yakufaa nyumba tayari. Alhasil akatezama: mimi sina masrufu wala sikuchua pesa hatta moja. Akavua kilemba chake akauza akatumia. Zzkiisha fetha. Tena akatoa saa ya dhahabu akampa dalaN akatumia. Zzkiisha fetha, alhasil akatoa vu vyake pambo liliokuwa katzka maungo J yake, halikubaki ltatta kitu kimoja Akabaki kanzu na ko.fta; khalafu akamwambia yule mzee ya kamma ttazime tzguo, nifanye nt'uze kanzu yangu, akamazima . Akampa dalali nguo zake, akaenda akauza; khatima akanunua kanzu ya ulai 11a kitmnbaa na shuka. yalipokwisa mapesa, akaingia mjini kufanyiza kazi kucltukua mizigo mwa matajir stku kathawakatha. Hatta szku moja akamwambia yule mz, e jumbanti ya kamma mimi ttimechoka mizigo ya kutafuta, maana sina tajir ma'lumu, wala kin kesho assubui ntakuenda kwa 1l1hindi tukakatt'biane mimi naye nijue kazi ma'lumu kwa mtu, stkuya kuugua nipate walaus pesa ya uji kwa lusabu. Ailzasil akalala lzatta saa ya nane ya ustku akataka kuwa lzamma7 ttafsi yake katika dukani kwa Mhindi. Baadu d. h. er sagte ilhamdu _llllalz, was jeder Moslem unter allen Umstnden zu thun hat, ehe er einen Entschluss fasst. sikuclzt1a wohl verschrieben aus sikuclzukua. J maungo Glieder nasimt filr na a&imt. s 111alau wenn auch, obgleich, hier wenigstens. 6 fr amtlala. 7 lzamma fr '5

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114 u11gali usiku kurudia jumba11i, akao11a m mbali ; akasema 7titakaa 11atta assubui lzapa barazani jJa 111/tindi. Alipokaa ukam. pata usingizi akalala. Wakaja wezi wakavunja jumba ya Mhindi wakaclzukua jamz ya mali. Naye imdala barazani ltatta altjoamka Mhindi akaona jumba yake imevunjwa na mtu imelala barzani pa Mhindi.' Ya kamma wewe ndiyo ulio jumba yangu. Yule akakana, wakacl1ukuana kwa lmkim, ikambidiJ kukatwa mkono. Alhaszl akakat-dJa kwa amri yake l1akim. Alhaszl hawezi kuchukua mizigo, ikawa akatafuta mkoba akaomba. Ndio kazi yake. Na yule sultam wa katika mji ana duguye mwa11amke. Hatta siku moja yule maskini akapita katika jumba ya duguye sulta11i akakaa chini ya jumba akasoma.s Akafungua dirisha sultani akamwo11a maskini mzasoma kwa sauti nzuri naye kijana mzuri. Akamwambia mtu mjakazi wake, mwite maskini aje ltuku juu. Alzjofika juu akamjJa vyakula akala. Khatima akamwambia, ya kamma sasa hapmza haja kuomba kulla siku njoo hapa, ntakujJa riziki yako; hajJana haja kuathibu ttafsi yako. Ikiwa kulla siku anakwenda. Hatta siku moja akamwambia maskini : Nataka neno kwako; nataka wend" kwa dugu yangu ukanipose unioe, maa11a mzmz sina mume. Akamjibu maskini: ya tteno szliwezi kumkabil sultani kumwambia. Akamwambia: huna bundz;6 kamma hutakz; 11taamru watu wakuchinze. Akarithi. Akampa khati yake bint elmuluki, walakin amwambia : klzati kamjJe wazin kwanza. AkajJokea khati akaenda hatta kwa waziri akamwambia wazin": Ya sheikl z nimekuja kwako nataka kukuambia neno, lakt?z nataka, u11ipe ahadi ya Muungu, usinithuru Waziri akampa ahadi. Akavua khatt" akamjJa. AlijJosoma khati waziri akamwambia maskini, ya kamma laula kamma sikukujJa ahadi, ningalikuua, walakin lzaithuru Akaclzukua khati waziri hatta kwa sultani akamwambz'a: Ya said, 11ataka kukuambia als es in der Nacht Zeit gewesen wre nach Hause zu gehen. zu ergnzen: und der Inder sagte 3 ikambidi man verurteilte ihn. mkoba Ranzen s er las im Kor;Ln, bez betete ihn auswendig bundi suahelisierte Form ftir buddi.

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ltt'llo, walaktiz nipe ahadt' usinit!turu mimi wa!a mwmyi kutaka neno. Akampa ahadi. Akatoa k!tati akampa sultani. 11dugu yangu !takuna wana waume kathawakatha watoto wa ma waziri na wa makathi na malwani wote hawamkutoslza illa huyu walakz haithuru; mwambie akitaka mume lzuyu mas na auze mali yake. yote naye atoke kat1ka milki yangu; 11a mudda uimempa stku tatu. Akamda waziri akmnwambia. Akakubali kuhama akausa milki yake akaenda akapanga kijumba za makuti mwislzo wa mji. K/,atima akamwambia maskini: tajuta malimu akuoze. Akaoa. Klialaju mwanamke akacltukua mimba akazaa. Na maskziti ipooza ule mkono wake. Hatta siku moja akamwambia mkewe ya kmmna, bibi nataka mapesa ninUIZUe kitambaa clta menkani asili mjanyize mshipa nivue pwani yu, ani. Allzasil akampa mapesa akanunua aliclzotaka akavua kwa miguu. Halaju mtoto wake mkubwa Hatta siku mqja akam ambia mkewe ya kamma mtoto na taka kwenda 1zaye mwamw maana ltuenda nikapata samaki akaleta jumbani. Akamda na mtoto wake Muungu akajaali akapata samaki akampa mtoto wake: chukua samakt; peleka jumbani. Yule mtoto ali po.fika njiani anakwenda pana dindi' akazama. Akamtazama m/oto wake, hamwoni, marra akaenda mbio. Atipo.fika katzka dindi akasema : neno analotaka Muungu huwa, Marra moja mtoto wake akamvua na mkono wake Muungu akamrudisha asipate kuvua. Akarudi kuwaszli nyumbani. Alipomwona mkewe, mumewe mza mzkono miwtli, akaingia ndani akajunga mlango. Akipiga mlango: ya binti zlhalal jzmgua mlango. Akajibu : sifungui, maana wewe si mume wangu. Mume wangu mkono wake moja, wewe miwzli. Alhaszl akampa kisa vilivyompata. Akajungua. Alhasil wakakaa na mkewe, hatta szku mqja imekaa pwani kwake ua jumba karibu na pwani akaona, merkebu mbzli zina kuja. Akamwambia mk
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116 mwmyi nurkebu haibi akakatwa' mkono. Al!Jasil marra zikaja nyingine. Akamwambia vzlevile. Hatta zikatia nanga merkebu. Wakashuka mawaziri kuuliza katika mji: Sultani wetu ame kuja hapa1 Akasema : hakuja, maana llawamjui M;i" ule ndio wa mwisho; miji yote wimetafuta.' Allzasi/ wakashuka wakasema: tutarudi. Wakatoka vi twana vyake vya mlangoni kutembea mwis/10 wa mji. Wakasa divyo jumba yake, akamwambia mkewe: bibi, vitwana vtle vyangu Akamwambia: /eo unafatzyiza wazimu, unajitllikaki, huna vitwana kama vi/e. Ngoja. Wak!fa wenyewe karibu, takuja, wambia waje wakuazire.' Hatta walipojika karibu wakamwona bwana wao wakalizana sana. Mmoja akaondoka kwmda kuwapa kha bari mawaziri. Wa/ipopata kllabari mawaziri wakapiga mizinga mingi mno ya ajabu. Ka nimmt auch die Negation auf. vielleicht verschrieben wamdafuta. 3 azira schimpfen. UEBERSETZUNG. Durch seine Gnade. Dies ist die Geschichte eines Sultans, des Herrn von zehntausend Schiffen. Es war ein Sultan in seinem Reiche, er und seine Wesire und seine Soldaten, bis er an einem Tage an einer Schule von Schlern vorbeiging. Der Lehrer war dabei die Schler lesen zu lassen, und er (der Sultan) hatte die Absicht gehabt ausser halb der Stadt spazieren zu gehen und er hrte, wie der Lehrer zu den Schlern sagte : Was Gott thun will, das ist mit einem Male geschehen. Darauf kam er dahin, wohin er gehen wollte und er war (etwa) zehn Tage in seinem Knigreich Und an einem Tage stand er auf und wollte aus der Stadt gehen. Als er ausserhalb der Stadt war, sagte er: Gott kann mir nicht mit einem Male mein Knigreich wegnehmen. Urtd der all mchtige Gott bildete ein Pferd gleich wie sein (des Sultans) Pferd Und dieses Pferd litt keinen Menschen als den Sultan

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117 selbst und seinen Wrter, aber kein anderer Mensch konnte es festhalten noch besteigen. Danach als er jenes Pferd sah da wussten die Soldaten, dass es das Pferd des Herrschers war, und es gingen Soldaten um es zu ergreifen, zwei Mann, jedoch konnten sie es nicht (bezwingen); es gingen zehn Mann, ohne etwas auszurichten. Zuletzt als der Sultan sah, dass das Pferd nicht von den Leuten bezwungen wurde, welche nach ihm ge gangen waren, sagte er zu den Soldaten : lasst es sein, ich kenne die Art dieses Pferdes, niemand ausser mir selbst ver mag es zu bezwingen. Als der Herrscher diese Worte sagte, da Iiessen die Soldaten das Pferd los, und der Sultan selbst fasste das Pferd. Und es wurde ruhig, als der Sultan es an fasste Und er fand es lstig es an der Hand bis in die Stadt zu fhren, darauf bestieg er es. Als er das Pferd bestiegen hatte, da trug es ihn in die Hhe weg, und als der Sultan die Augen ffnete, da war er in dem Reiche eines anderen Menschen niedergefallen, weit weg, eine Jahresreise weit und von dem Pferde sah er nichts mehr. Und er war vllig bestrzt und wusste nicht, was zu thun. Und er pries Gott. Darnach suchte er nach einem Miethshause. Und am Ende der Stadt fand er ein elendes Lehmhuschen; und die Eigentmerin war eine alte Frau, ihr Alter war achtzig Jahre. Und er sagte zu jener alten Frau' ich bin ein Fremder, ich kenne Niemand in dieser Stadt, ich wnsche, dass du mir dies dein Haus vermiethest Und sie antwortete ihm: wenn das Haus (dir) passt, so steht es bereit. Darnach berlegte er: Ich habe keine Mittel noch habe ich einen Pesa mitgenommen. Und er nahm seinen Turban ab und verkaufte ihn und gab (das Geld) aus Als das Geld zu Ende war, nahm er die goldene Uhr heraus und gab sie dem Krmer, und er verbrauchte (das Geld) Als das Geld zu Ende war, da nahm er alle seine Schmuckgegenstnde, die an seinen Gliedern waren; es blieb ihm nicht ein einziges Ding brig. Und er hatte nur noch das Hemde und die Mtze und das Lendentuch brig. Darauf sagte er zu der alten Frau : leihe mir ein Tuch, damit ich mein Hemde verkaufen kann, und sie lieh es ihm. Und er gab seine Kleider dem Krmer : und

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ll8 der ging hfn und verkaufte sie, schliesslich kaufte er ein Hemde von Ulaiti und ein Tuch (Schuka). Als darauf das Geld zu Ende war, ging er in die Stadt hinein um sich den Lebensunterhalt zu erwerben, nmlich um Lasten bei einem Kaufmann zu tragen; (so that er) viele Tage, bis er eines Tages der alten Frau im Hause sagte: Ich bin es mde, (immer) nach den Lasten mich umzusehen, nmlich ich habe keinen bestimmten Kaufmann (fr den ich arbeite); aber morgen frhe will ich zu einem Indier gehen, damit wir mit einander (einen Vertrag) niederschreiben, damit ich eine be stimmte Beschftigung bei jemand wisse damit ich, wenn ich krank werde, wenigstens einen Groschen zur Suppe auf Rech nun g bekomme. Darnach schlief er bis um. die achte Stunde der Nacht urid dann wollte er selbst zu den Laden eines lndiers umziehen Darnach als es in der Nacht (Zeit) gewesen wre nach Hause zurckzukehren, fand er, dass es zu weit war, und er sagte: ich will bis zum Morgen hier in der Vorhalle des lndiers bleiberi Als er dort blieb, fasste ihn die Schlfrigkeit, und er schlief ein. Und es kamen Diebe und brachen in das Haus des lndiers ein und trugen das ganze Eigenthum weg. Und er schlief in der Vorhalle, bis der lndier aufwachte und sah, dass sein Haus ein gebrochen war, und tlass jemand in der Vorhalle schlief. (Und er sagte) : Du bist es, der in mein Haus eingebrochen ist. Und jener leugnete, und sie schleppten einander vor den Richter, und der befahl, ihm die Hand abzuschneiden Und sogleich wurde ihm die Hand nach dem Befehl des Richters abgeschnitten. Und so konnte er nicht mehr Lasten tragen, und es geschah, er suchte nach einem Ranzen und bettelte. Das war nun sein Geschft Und jener Sultan, nmlich der in der Stadt, hatte eine Schwester. Und an einem Tage kam jener Arme an dem Hause der Schwester des Sultans vorbei und setzte sich unten bei dem Hause hin und las. Und die Tochter des Sultans machte das Fenster auf und sah den Armen, wie er mit schner Stimme las und er war ein schner Jngling. Und sie sagte zu ihrer Sklavin: rufe doch den Armen, dass er hierher hinauf komme.

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119 Und als er hinauf kam, gab sie ihm viel zu essen und er ass. Schliesslich sagte sie zu ihm : Du ha s t jetzt nicht mehr nthig zu betteln, komme alle Tage hierher ich werde dir deinen Lebensunterhalt geben, es ist nicht nthig dich selbst zu plagen. Und es geschah, dass er alle Tage (dorthin) ging. Und an einem Tage sagte sie zu dem Armen : Ich will etwa s von dir; ich will dass du zu meinem Bruder gehest und um mich anhaltest, mich zu heirathen, nmlich habe keinen Mann. Und der Arme antwortete: Ja Herrin, ich kann diese Sache nicht bernehmen es dem Sultan zu sagen. Sie sagte zu ihm : Du hast keinen Ausweg ; wenn du es nicht willst, so werde ich den Leuten befehlen, dass sie d i ch abschlachten Und da wurde er einverst a nden damit. Und die Knigstochter gab ihm ein Schreiben aber sie sagte zu ihm: Das Schreiben gieb zuerst dem Wesir. Und er nahm das Schreiben in Empfang und ging zu dem Wesir und sagte zu ihm : 0 Schech, ich bin vor dich gekom men, ich will dir etwas sagen aber ich mchte gern dass du mir vor Gott das Versprechen giebst da s s du mir kein Leid anthust Da gab ihm der Wesir das Versprechen. Und er wickelte das Schreiben aus und gab es ihm Und als der Wes ir das Schreiben geles e n hatte, sagte er zu dem Armen: Htte ich dir nicht das Versprechen gegeben so wrde ich dich tdten aber es schadet nic hts. Und der Wesir brachte das Schreiben bis zum Sultan und sagte zu ihm : 0 Herr, ich will dir etwas sagen, aber gieb mir das Versprechen, dass du weder mir noch dem Bittsteller Schaden zu fugen willst. Und er gab ihm das Versprechen Da holte er das Schreiben heraus und gab es dem Sultan. Und er sagte : Waren nicht so viele Mnner die Shne der Wesire und d e r Richter und der Reichen alle da, um meiner Schwester zu gengen, abgesehen von jenem Armen; aber es schadet nichts ; sage ihr, wenn sie jenen Armen zum Manne will, so soll sie allihr Eigenthum verkaufen und aus meinem Reiche fortziehen, und als Zeit habe ich ihr drei Tage gegeben Und der Wesir ging und sagte es ihm Und sie willigte ein fortzuziehen und sie verkaufte ihr Eigenthum und ging hin

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120 -und mietbete ein kleines Haus von Kokosblttern am Ende der Stadt. Und zuletzt sagte sie zu dem Armen: Suche nach einem Gelehrten, dass er dich verheirathe. Und er heirathete. Dar nach wurde die Frau schwanger und gebar Und jener Arme war an seiner Hand verkrppelt Und eines Tages sagte er zu seiner Frau: Gndige Frau, ich brauche Geld um mir ein Stck Zeug Amerikani asili zu kaufen damit ich mir eine Angelschnur mache, damit ich am Strande fische. Darnach gab sie ihm Geld, und er kaufte, was er wollte, und fischte mit den Fssen Darnach wurde sein Kind gross. Und an einem Tage sagte er zu seiner Frau: Ich wnsche mit dem Kinde nach der Klippe zu gehen, und wenn ich Fische bekomme so soll es sie nach Hause bringen. Und er ging mit seinem Kinde. Und Gott s egnete ihn und er bekam Fische und er gab (sie) seinem Kinde : Trage die Fische weg, bringe sie nach Hause Und als das Kind auf dem Wege war kam es an ein Wasserloch und versank Und er schaute nach seinem Kinde und er sah es nicht und er kam sogleich angelaufen. Und als er bei dem Wasserloch ankam, sprach er: alles, was Gott machen will, das ist. Und sogleich segnete er ihn, und er zog sein Kind heraus, und seine Hand hatte ihm Gott wiedergegeben er htte es sonst nicht herausziehen knnen Und er kehrte zurck und kam bei seinem Hause an. Und als ihn seine Frau sah, nmlich dass ihr Mann beide Hnde hatte, da ging sie in das Haus hinein und schloss die Thre zu. Und er klopfte an die Thre an: 0 geehrtes Weib ffne die Thr. Und sie antwortete : Ich mache nicht auf, denn du bist nicht mein Mann Mein Mann hat nur eine Hand, du hast zwei. Und sogleich theilte er ihr die Geschichte mit, wie es ihm ergangen war Da schloss sie ihm auf. Darnach lebte er mit seiner Frau, bis er eines Tages am Strande war und sein Haus war nahe am Strande und er sah, wie zwei Schiffe ankamen. Und er sagte zu seiner Frau: Gndige Frau, die Schiffe, welche da kommen, sind die meinigen Und die Frau sagte zu ihm : Heute bist du nicht bei Verstande ein Schiffsbesitzer stiehlt nicht, so dass man ihm die Hand abhaut. Und alsbald kamen noch andere. Und er sprach zu ihr in

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121 gleicher Weise. Endlich warfen die Schiffe die Anker aus. Und es stiegen die Wesire ans Land um in der Stadt zu fragen: Ist unser Sultan hierher gekommen? Und man sagte: Er ist nicht gekommen; nmlich sie wussten es nicht. Und diese Stadt war die letzte, alle (brigen) Stdte waren bereits durchsucht. Alsbald stiegen sie herab und sagten : wir wollen zurck kehren. Und es gingen zwei von seinen Hofpagen (wrtl. Pagen des Thores), heraus um bis an das Ende der Stadt spazieren zu gehen. Und als sie die Richtung aut sein Haus einschlugen, sagte er zu seiner Frau: Gndige Frau, diese Knaben sind mein. Und sie sagte zu ihm: Heute bist du nicht bei Verstande, du verspottest dich selbst, du hast doch keine Pagen wie diese. Warte nur, wenn sie selbst nher kommen: werde ich kommen ihnen zu sagen, dass sie herkommen, . dir den Kopf zurecht zu setzen. Aber als sie nher kamen, da sahen sie ihren Herrn und weinten sehr ber einander. Und einer stand auf um den Wesiren Nachricht zu geben. Und als die Wesire die Nach richt erhalten hatten, schossen sie wunderbar viel Kanonen ab. (Hier bricht die Geschichte im Manuscripte ab, den Schluss kann man sich leicht ausmalen.) An Stelle des guten gestickten Hemdes kaufte er eins von schlechtem dnnen Zeug. So glaube ich hier asipate kuvua nach dem Zusammenhange bersetzen zu mssen. Aber viel leicht liegt hier ein Schreibfehler im Text vor. LVII. Der kluge Arzt oder die Todesfurcht als Heilmittel. Aida katzka kadimu z"zzamanz katzka Bugltdadi altkuwako mwanamke mnme sana, akawa hawezi kwenda kwa ha ya zmme. Hatta stku moja kattka szku akafanya rai kanka moyo wake akaazima kwenda kwa lwkim kutaka dawa ya unene.

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122 Akaenda hatta nyumbani kwa hakim. Alipafika, hakim akamkanisha akamwambia: kartu. Akakaa kitaka. Akamuliza khaban; mwanamke akajibu: khabart njema nim e kuja kwaka unitazame hali. Akamwambia: u na ninir Akajibu mwanamke akanena: nataka unifanyizie dawa ya huu unene nz"lia naa. Hakimu akamwambt"tz: lnshaallah, walakt n sharti nipige ramlt" kwanza nt"tezame dawa t"takayokufaa nawe sasa rudi nenda zako, kesho niaa utae majtu Akanena inslzaal!ah akaenda zake mwanamke hatta siku ya pt"li akarudi kulaa majtu. Hakz'm akamwambia : ya bint ilhalalz; nimetazama katika kitabu, nimeana, baada ya siku saba utakufa, bassi m imi naamba lzuna haia kufanya dawa nawe kanu utakufa baada s iku sabaa. Alipasikia mwanamke manena ya haitim akafanya khaju katika maya wake akawaza atakufa akarudi hatta kwake, ast"le wala asiri)'We, akafanya huzuni sana akakanda sana. Hatta alipajika siku sabaa asife, stku ya nane asife. Akaenda kwa hakim akamwambia: lea siku ya nmu, namt stkufa. Hakim akanena : wewe sasa nmme aa mwembamba Akanma: mwe mbamba, nimekanda kwa khafu ya kufa. Hakim akanena : ndto dawa yaka khaju. Mwanamke akamwandaka. Wasaiaam. UEBERSETZUNG. Es war einmal in den alten Zeiten in Bagdad eine sehr dicke Frau, so dass sie nicht gehen konnte, so dick war sie Und an einem Tage von den Tagen fasste sie einen Entschluss in ihrem Herzen und entschloss sich zu einem Arzte zu gehen um Medicin fr ihre Fettleibigkeit zu suchen. Und sie ging bis zu dem Hause des Arztes Und als sie dort angekommen war, lud der Arzt sie ein nher zu treten und er sagte zu ihr: tritt nher. Und sie setzte sich hin Und er fragte sie, wie es ginge Die Frau antwortete ihm : es geht alles gut, ich bin zu dir ge kommen, dass du meinen Zustand ansehest. Und er fragte sie: was hast du denn? Die Frau antwortete ihm und sagte: ich wnsche, dass du mir eine Medicin fr diese meine Fettleibig-

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123 -keit machest Der Arzt sagte ihr: Wenn Gott will; aber ich muss zuerst das Orakel befragen,' damit ich sehe, welche Medicin fur dich passt; und du gehe jetzt nach Hause zurck; morgen komme wieder und hole deine Antwort Und die Frau sagte : Wenn Gott will, und ging nach Hause. A m folgenden Tage kam sie wieder um die Antwort zu holen Der Arzt sagte ihr : Geehrte Frau, ich habe in dem Buche nachgesehen und habe gefunden, nach sieben Tagen wirst du sterben, gut, so bitte ich dich, du hast keine Medicin nthig, da du so bald in sieben Tagen ster(?en wirst. Als die Frau die Worte des Arztes hrte, frchtete sie sich in ihrem Herzen und dachte, sie wrde sterben, und sie kehrte nach Hause zurck, ass nicht, trank nicht und war sehr betrbt und wurde sehr mager. So erreichte sie nun die sieben Tage, aber sie starb nicht, den achten Tag, aber sie starb nicht. Da ging sie zum Arzte und sagte zu ihm: Heute ist der achte Tag, und ich bin nicht gestorben Und der Arzt sagte zu ihr: Bist du nun dick oder dnn? Sie sagte: Ich bin dnn, ich bin vor Todesfurcht ganz abgemagert. Der Arzt sagte zu ihr: Das eben war die Medicin, die Furcht. Und die Frau ging von ihm weg Und Gruss! Durch Aufschreiben von allerlei Zahlen und Wrtern im Sande und Ausrechnen gewisser Formeln.

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124 VLIII. Die Spur des Lwen. Haza' kisa zamant Aliondokea sultani 1 1 a waziri wake akakaa katika mulkiwake Siku nyingi zikapita. Na yule sultani ana masuria yaliyo nyumbani mwake watu mia na mktwe mmoja Hatta siku mo}a su!lani akapanda katika bingile ya ckumba yake akafungua diriska akatupa macko kalika ckumba ckingitte akamwo na mwanamke panapo din'ska, anackana nywele zake. Sultani ali poona vile akafanya wazimo akaskuka mbio katta akafika c/u1zi akawaita mabawabu wake wote Wakaja akawauliza: nyumba iliokaa kalika na nyumba ya yule :Jakudi nyumba ya nani, Mabawabu wakamjibu sul tani wakamwambia: nyum b a kiyo, sultani, nyumba ya waziri wako sayidina Akasema sultani: tafadhal 11a ondoke mtu mmoja aende akamwite waziri wangu. Akase ma bawabu mmoja : Ei wallah, s u ltani. Akamda yule bawabu hatta akafika kwa waziri akabisha mlangoni akafunguliwa mlango akaenda hatta kwa waziri akamwamkia akamwambia : Nimetitmwa na sultani sasa kivi, unakwilwa Allalt Allah, walau usifanye ajizi Akamji'bu waziri : Ei wal/alt, sama an wataatku sultani. Akatoka wazin' hatta kuaga akamda katta akafika kwa sultani Akamwambia : Tafadhal waziri, nime kwita usafin umtk Basra sasa kivi; nimeletewa kabari kama kuna vita, bassi, nataka usafiri. Wazz'ri akasema : E i waUalt, sayidina Akaondoka waziri akapanda man'kebu akasafir, bassi. Huko nyuma sultani akakaa katta jua lz'kackwa akavaa pete katz'ka kidole chake inapwaya akavaa na joko jeusi aka kaa katta mazingazinga ya usiku mwmda kamdi mrudi karudi Akatoka akaenda ltatta akafika panapo nyumba ya waziri aka gonga mlango kidogo kidogo akafunguliwa mlango. Akapita akamda katta akafika darini akamkuta yule mwanamke aliyo mwona diriskani amekaa kitako Naye yule mwanamke mke lzaea, arabisch: dieses. arabische Formel.

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125 wa waziri wake a liyomsafirisha kuwasili. Alhasz"l na yule mwanamke alipomwona sultani akamkan'bisha kwa he s hima na adabu. Sultani akakaa akazumgumza Hatta kanu na kucha sultani akaleta maneno ya upuuzi kumwambia ; mwanamke aka tambua maana yake, anayotaka sultani. Mwanamke akasema : Ei wallah, sultani ; walakin ngojea kwan za, nikupikie kahawa walau kikombe k i moja sultani unywe Sultani akasema: E i wallah Mwanamke akapt'ka vyakula, sahani mia, akata mbele ya sultani. Alhasil sultani akatoa kulla sahani kidogo kidogo, akala akaona vyakula v ile vyote namna mbalimbali, walakin laza yake moja. Aka mwuliza : Vyakuta hivi namna mbalimbali walakin laza moja kwa m'ni' Mwanamke akasema : Nimifanya maksudt na kama mtambuzi tambua. Sultani akatambua Akavaa nguo zake akatoka akaenda zake akasahau pete yake. Alhasilna yule mwanamke asitazame pale mahali alipo kaa sultani kama pana pete. Alhas il kwa siku ya kumi akaja i'ule wazt'ri alt'yosajiri hatta kwa sultani akampa habari zote za Bughdadi. Tena akaondoka akamda kwake akaingia ndani akakaa katz'ka kt'kao, alikokaa sultani alipokuwako ; na z'le pete, aliosahau sultani, ipo palepale wazin akat'kalia Akapeleka mkono akatazama akaona pete ya sultani akawaza kalt'ka roho yake akasema : Sultani ameniondoa katz'ka mji wake kwa hila kufa kufisidi nyumba yangu, walakin ahsanta sultani; asiseme na mkewe muda wa m i ezi mitatu. Mwanamke akaenda kwa babaye akamshitakia khaban zote zilizo kwake. Babaye akamjibu akamwambia : Namst'kia bintt' wangu, walakz'n insha Allah taala kesho atakuacha mu meo ao atasema nawe : regea kwangu. Hatta ussubui akaondoka yule bintt' akaenda zake. Alhasil kulipokucha as s ubui akaondoka baba yake yule binti akavaa 1 z guo zake aleaenda hatta sultan i na yule mumewe waziri yako kwa sultani. Akaingia akapiga salama kwa sultani akakaa mbele ya sultani aleamwambia: Sayidina, nasht'taki mtu mmoja; mpe rukhsa niseme maneno yangu. Sultani akasema: nimekupa rukhsa, sema maneno yako. Akasema: Katt'ka mulki wako nimifanya bustani nzuri sana, kt'lla mti nimepanda; akafa waziri wako akatamani kupanga bustani yangu; na mimi nikampa t'le bustani yangu; akakaa

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126 nayo, siku nyingi ikapita; alhasz1 hatta siku moja nikapita ku tembea katika njia, !tatta nikajika kunako bustani yangu nika tazama ndani nikaona milango i wazi na miti ti!ipopanda ime kauka wala hapana mngojezi ndam ya bustani; wa salaam;' ndio mane110 yangu, sultani Akaruka waziri akajibu: Mimi sayzdina niliyepanga bus tani yake huyu slteikhi, walakin sayzdina najahamu siku moja nalisajir niliporudi nikaona ukucha wa simba uko mlangoni ni kachelea kuingia ndani; ltdio maana milango kuwa wazi na miti kukauka. Sultani okatambua akajua, 11i kama ukucha wa simba pete yake. Sultani akaapa yamini: Wallahi, ama simba aka ingia ndani, walakin simba hakula matunda, wasalaam, tamat. Waziri akaenda akasema na mke wake kwa kheiri kama kwanza. UEBERSETZUNG Dies eine Geschichte aus der Vorzeit. Es war einmal ein Sultan und sein Wesir, und er lebte in seinem Reiche viele Tage. Und der Sultan hatte Kebsweiber, die in seinem Hause waren, hundert Weiber, und eine Frau. An einem Tage stieg der Sultan auf das Dach' seines Hauses und er ffnete das Fenster und warf seine Augen auf das andre Haus und erblickte eine Frau an dem Fenster, welche ihre Haare kmmte. Als der Sultan solches sah, wurde er verstrten Geistes und stieg eilends herab, bis er unten ankam, und er rief alle seine Thrhter Und sie kamen, und er fragte sie: Wessen ist das Haus, das dort bei dem Hause jenes Juden ist? Und die Thrhter antworteten dem Sultan und sagten ihm: Dieses Haus, o Sultan, ist das Haus des Wesirs unseres Herrn. Und der Sultan sagte: Bitte, es mache sich doch einer auf und gehe und hole meinen Diese Formel wrtl. "und Gruss" wird vielfach beim Schluss einer Darstellung gebraucht. bingi/e eig. eine Laube auf dem Dache, in welcher man sich in den heissen Nchten aufhlt; vielleicht aus dem indischen Bungalow.

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127 Wesir. Und es sagte ein Thrhter: Ja wohl, o Sultan Und es ging dieser Thrhter, bis er zum Hause jenes Wesirs kam, und er klopfte an die Thre; und es wurde ihm die Thre aufgemacht, und er ging bis zu dem Wesir und begrsste ihn und sagte zu ihm: Ich bin soeben von dem Sultan ge schickt, du bist gerufen, um Gotteswillen, halte dich nicht aut. Und der Wesir sagte: Ja gewiss, Hren und dem Sultan ge horchen. Und der Wesir ging heraus ohne Abschied zu nehmen und ging, bis er bei dem Sultan ankam Und dieser sagte zu ihm: Bitte, o Wesir, ich habe dich gerufen, damit du sogleich nach Basra reisen mgest, ich habe Nachricht erhalten, dass dort Krieg ist; so will ich, dass du reisest. Und der Wesir sagte: Ja gewiss, mein Herr! Und es erhob sich der Wesir und stieg auf ein Schilt' Der Sultan dahinten wartete, bis die Sonne untergegangen war, und er zog einen Ring an seinen Finger, welcher lose sass, und er zog einen schwarzen Tuchrock an und blieb bis um Mitternacht, ging hin und her; schliesslich ging er hinaus, bis er dort ankam, wo das Haus des v\'esirs war; und er klopfte ganz leise an die Thr. Und die Thr wurde ihm aufgemacht, und er ging weiter, bis er in die Wohnrume kam und die Frau traf, welche er am Fenster sitzend gesehen hatte. Und sie war die Frau seines Wesirs, den er hatte reisen lassen Und als jene Frau den Sultan sah, empfing sie ihn mit allen Ehren und Anstand. Und der Sultan setzte sich, und sie plauderten mit einander bis nahe an das Morgengrauen. Und der Sultan fing an leichtfertig mit ihr zu reden, und die Frau merkte die Be deutung davon, was er wollte. Und die Frau sagte: Ja gewiss, o Sultan, aber warte zunchst, bis ich Kaffee gernacht habe wenn du auch nur eine Tasse, o Sultan, trinkest. Und der Sultan sagte: Ja gewiss Und die Frau kochte hundert Schsseln Speisen und brachte es vor den Sultan. Und der Sultan nahm von jeder Schssel ein wenig und ass. Und er land, alle diese Speisen waren verschiedener Art, aber ihr Wohlgeschmack war ein und derselbe. Und er fragte sie: Alle diese Speisen sind wohl verschiedener Art, aber warum ist ihr Wohlgeschmack ein

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128 und derselbe Und die Frau sagte : das habe ich absichtlich gethan, und wenn du ein Verstehender, so verstehe es Und der Sultan verstand es. Und er zog seine Kleider an und ging hinaus, und er vergass seinen Ring. Auch die Frau sah weiter nicht an der Stelle nach, wo der Sultan gesessen hatte dass da ein Ring war Am zehnten Tage danach kam auch jener Vvesir, der verreist gewesen war zu dem Sultan zurck, um ihm alle Nachrichten aus Baghdad mitzutheilen; und dann brach er auf um nach Hause zu gehen Und er g i ng hinein n a ch innen und sass auf demselben Sitze, wo der Sultan gesessen, und der Ring, welchen der Sultan vergessen, war eben daselbst, und der Wesir sass dicht bei ihm Und er streckte die Hand aus und sah hin und bemerkte den Ring des Sultans und dachte in seinem Geiste nach und sagte: Mit List hat mich der Sultan aus seiner Stadt fortge s chickt, um zu kommen und in meinem Hause bses anzurichten aber brav o, o Sultan So sprach er nicht mit seiner Frau drei Monate lang Und die Frau ging zu ihrem Vater, um ihm alles zu klagen, was bei ihr im Hause vorging. Und ihr Vater antwortete ihr und sagte : Ich habe es gehrt, meine T o chter ; aber so Gott will, morgen wird dich dein Mann entlassen oder zu dir sagen, kehre zu mir zurck. Und am Morgen stand jene Tochter auf und ging ihre Wege. Danach als der Tag graute s tand der Vater jener T o chter auf und zog sich seine Kleider an und ging bis zum Sultan, und jener Wesir, ihr Mann, war dort bei dem Sultan. Und er ging hinein und grsste den Sultan hflich und s etzte sich vor ihm nieder und sagte zu ihm : Mein Herr, ich will einen Menschen anklagen, gieb mir Erlaubi:liss, dass ich meine Worte vor dir sage. Und der Sultan sagte : Ich habe dir Erlaubniss gegeben, sprich deine Worte. Und er sagte: Ich habe in deinem Reiche einen sehr schnen Garten gemacht und alle Bume hineingepflanzt ; und es kam dein Wesir und verlangte meinen Garten zu miethen, und ich gab ihm meinen Garten, und er besass ihn; viele Tage vergingen; danach ging ich eines Tages am Wege. vorbei spazieren und l
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129 kein Wchter drinnen im Garten. Soweit. Dies waren meine Worte. Und der Wesir sprang auf und antwortete: Ich, mein Herr, bin es, der den Garten dieses Schech gem i ethet, aber, mein Herr, ich bemerkte eines Tages, als ich verreiste und zurck kehrte, und sah: die (Spur von den) Klauen eines Lwen war an der Thre; und ich frchtete mich hineinzugehen ; dies ist der Grund, warum die Thren offen waren. Und der Sultan merkte es und erkannte, dass sein Ring die Lwenspur war Und der Sultan schwur einen Eid: Bei Gott, wahrhaftig, der Lwe ist hineingegangen, aber die Frchte hat der Lwe nicht gegessen. So weit. Damit ist es zu Ende Und der Wesir ging und sprach mit seiner Frau im Guten wie im Beginn. 17

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Gedichte. LIX. Kat shain'. I. Wanaofanyiwa zema ni wmgi ulimwmguni, humda sahau ndani yaliopita zamani. Kope 11a macho na mboni zilikuwaje kuteta ? 2. Jahazi chombo kikuu hakihimili kubisha. Lataka tanga Ia kati na pepo za kuelekeza. Pepo zake nyiminyimi kama unga wa kusaga. Bibi wanifunga leso, mkufu waniumiza. Kope na macho na mboni zilikuwaje kuteta 1 3 Mama nipikie wali kwa nazi ya kusukua, niteremkie mbondmi, maua yanachanua Huuzaje marikebu kutumaini mashuaf Kope na macho na mboni zilikuwafe kuteta ? 4Nilipo kwmda njiani nilisikia parakacha; hageuka hatazama haona kanga akata. Kanipmdeza wajihi na maungo kutakata Kope na macho na mboni zilikuwafe kuteta? arabisch.

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131 5 Kwetu kuji!e clzombo cha mi!ingote mitatu. '7uu hu!ia kigoma, chini hu!ia upato. Mimi sisemi na wewe kijana wa kitumbatzt; hu11ena bibi yako mwenyi kikubwa clta afu. Kope na macho na mboni zi!ikuwaje kuteta 1 UEBERSETZUNG. Es sagt der Dichter: I. Solcher, denen Gutes gethan ist, sind viele in der Welt; Allmhlich vergessen sie im Herzen, was vor Zeiten vorgegangen. Augenlid und Augen und Pupille, wie knnen sie mit einander im Streit sein? 2. Ein altes Fahrzeug ertrgt das Lavieren (wrtl. Herum stossen) nicht. Es verlangt das Segel in der Mitte und einen gnstigen (geradeaustreibenden) Wind. Sein Wind muss ganz fein sein, wie feingemahlenes Mehl. Die gndige Frau hat mich mit einem Tuche gebunden; Ketten thun mir weh. Augenlid und Augen und Pupille, wie knnen sie mit einander im Streit sein? 3 Mutter koche mir Reis mit eingeschnittener Kokosnuss, damit ich in das Thai hinabsteige, wo die Blumen spriessen. Verkauft man ein Vollschiff, um sich einem Boote anzuvertrauen? Augenlid und Augen und Pupille, wie knnen sie miteinander im Streit sein? 4 Als ich auf dem Wege ging, hrte ich ein Gerusch; ich wandte mich um und schaute hin und sah ein schnes Perlhuhn. Es gefiel mir das Angesicht und. die glnzenden Glieder. Augen lid und Augen und Pupille, wie knnen sie mit einander im Streit sein? .,.

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132 5 Zu uns kam ein Fahrzeug mit drei Masten; oben ertnt die Trommel, unten ertnt das Becken Ich rede nicht mehr .:Oit dir, du junger Mann von Tumbatu. Man redet mit deiner Dame, welche (an der Halsschnur) eine Bchse mit Jasmin Blumen trgt Augenlid und Augen und Pupille, wie knnen .sie mit einander im Streit sein ? ERKLRUNG. Vorliegendes Gedicht giebt uns ein Beispiel einer Rthsel rede, wie die Afrikaner sie so sehr lieben, und die ihnen die Mglichkeit bietet ganz ffeotlich vor aller Welt ber alle Ge heimnisse der Familie und des Staates zu reden. Denn wer nichts von der Sache versteht, versteht eben die blumenreiche Rthselrede nicht, und dem wird die Bedeutung auch nicht gesagt. Und wer das Geheimniss kennt, dem braucht die Sache auch nicht erklrt zu werden, er versteht es eben. Die einzelnen Wrter und Stze des Gedichtes sind vllig klar, und man ist ber ihren Sinn nicht im Zweifel, aber was soll das Ganze bedeuten? Auch ich will nicht behaupten, dass ich alles erklren kann; aber nach den mir (seitens des Herrn Sieman bin Said) zugegangeneo Aufklrungen mchte folgender Sinn unterliegen: Ein Mann verreist und hinterlsst seine Frau im Schutze seines Bruders. Als er zurckkehrt, beschuldigt die Frau den Schwager, dass er sie zum Ehebruch verfUhren wollte Der Schwager vertheidigt sich mit vorliegendem Gedicht: I. Nur zu leicht vergisst man der frher erwiesenen Wohl thaten (und glaubt, dass aus Freunden Feinde werden knnen) Aber was durch natrliche Bande zur innigsten Freundschaft verbunden, wie Augenlid, Auge und Pupille, das kann nicht wider einander streiten.

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133 2 Der Dichter hat auch keine Lust sich in Abenteuer die ber seine Krfte gehen einzulassen Er vergleicht sich mit einem alten Fahrzeug das nicht mehr mit Wind und Wellen kmpfen kann, sondern das nur noch bei ganz leichtem gnstigen Winde welche die Anwendung des Mittelsegels erlauben, fahren darf. Das Band, das ihn mit der Frau verknpfte war nur ein leichtes Tuch. Eine feste schwere Kette wrde ihm nur Un annehmlichkeit und Schmerzen bereitet haben 3 Was er llji t der Frau ge s prochen das se i etwa folgendes gewesen: Sie solle ihm etwas gute s kochen; aber nicht, dass er nun nach dem Essen bei ihr bleibe, sondern sein Sinn habe nach andern Dingen gestanden, nach dem Thale wo die Blumen spriessen. Deshalb hat der Bruder Unrecht wenn er seiner Frau mehr glaubt, als wie dem (seit der Kindheit ) als treu er probten Bruder; er handelt wie jemand, der sein grosses Voll schiff verkauft und nun sich einem schwachen Boot fr die Seefahrt anvertraut. 4 Der Dichter verehrt vielmehr eine ganz andere Dame als die Frau seines Bruders Als er ausging (ve rgl. Vers 3) da hat er ein s chnes Perlhuhn gefunden, das ihm gefiel. 5 Wie ein stattliches V o llschiff kam diese Dame zu ihm, von drei Sclavinnen (den drei Masten) begleitet. Wie Musik von Trommel und Becken erklang der Schmuck der Frau und ihrer Bedienung. So ist es nicht mehr n thig mit dem Bruder, dem thrichten Tumbatu-Knaben zu reden. Hchstens dass er seine Dame eines Wortes wrdigt. ANMEKUNGEN. Es fragt sich, ob der Text richtig berliefert i st. Weder Strophenbau noch Reim ist so regelmssig, wie er sonst in Suaheli gerlichten zu sein pflegt.

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134 1 Zema = 11yema, nach Ar.t des Lamudialects Huenda sahau ftir huenda kusahau; enda ist wie ein Hilfsverbum construirt. 2 isha eigentlich, stossen, schlagen, hier vom Winde ge sagt, der das lavirende oder mit den Stagsegeln fahrende Schiff heftig treibt. 3. Sukua den Kern der Kokosnuss zerschneiden, im Gegensatz zu kuna nazi die Nuss reiben. 4 Parakaeha ist eigentlich nach Lamuart parakata zu lesen ; dann kommt der Reim richtig heraus. 5 Kufilt alterthmliches Perfeet von ja kommen mit der Endung ilt (wie noch im Kiyao u. s. w.). Kitumbatu nach Art von Tumbatu, dessen Einwohner von den Sansibariten oft ihrer Thorheit wegen verspottet werden Kikubwa eine grssere ParfUm dose, die von den Frauen an der Halsschnur auf der Brust ge tragen wird. Zeile 5 dieser Strophe passt nach Sinn und Reim wenig zu dem brigen Ich habe es, so gut es anging zu erklren versucht; besser aber wre es die Zeile ganz zu streichen. LX. Lob einer schnen Frau In alterth mlicher Schreibweise und Sprache Kai shairi. I. Abudu ilkwafi nikidiriji, yazingali n11ru kama siraji Niwape mfano wa wajzwaji, na wapulz"kao wapeni shani. 2. Nzwape khabari zangu mbweneo, ziwatulz"lie kama yalio; walio baidi wapape nyO)Io, na wapulz"kao wazidikane..

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'35 3 Katika dwara kitipijika, himwona dura akinandika kwa sauti nana akitamuka : Hujambo, sijambo, nana fulam. 4 Kimva inamnga hiliona anga likit!tihti i. Mola kamvua mwana wa ito Ia hasidi na adwani I 5 Akhi ndiwa Mang-a mwenyi makama. Kitwa mvinngo chake ngurama. Yu na nytngi shungi Ia laasima Shani na uremb.o husidi shani. 6 Uso wa muwewa uktnawiri ; uli mduara nussu shub iri; ukimemetuka kama bad in; utimimiyeo mdwarani 7 Nyusi sa kifungo' sifungeneo shani yake Mofa aumbiyeo. Nuro ya haiba yake mattro, kama mwesi kenda wa ramatka11i. 8. Mato ya kistnga, mboni na kope, kiini cheusi huwa cheupe . Vikisidi mno hutmda kama usindisim.

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9 Kiumbo clta pua chake makama, ili nyanda tatu kwa kuipima Nisimamiye kumtazama haimili kunywa mai katani. 10. Sifa nda macltavu ntawakltubiri: ni kama mapera ya kukltitari; akicltekaclteka kama hariri hufanya zitobo kwa ulaini. II. Midomo mititi kama kasiba. Yu na mwanya kati wake lttiiba. Ndiye mke siti mwmyi mahaba atiaye wahl mu khatarani. 12. Na mapulilu ze yapulikao; akitia ltutmda tao Ndewe na majasi yafuetewo kama yatokao mkerezonz; 13. Sltingo nda mwanzi /tu,umanema, iviringineo mbu na nyuma Huont1 msltipa kumusimama sltabilti ya tupa ya fransani. 14. Mikono ya mbinu akiregeza, ltupindika mno kwa kupooza. Ngazi ya kiuno nyuma ltuteza ngoma ya unyago 1va kisiwani.

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137 IS. Kifua ni kuti cha kimangaa kina vitu kati kutangatanga, mshebaha uake nda koma manga linawiriyeo bustanini. UEBERSETZUNG. Es sagt der Dichter: !. Wenn ich, der Diener des Gengeverschaffenden, (ein Lied) verfasse, so flammt es wie eine Fackel. Ich mchte euch das Abbild eines Blitzes darstellen; und die es hren, sollen Ruhm vermelden. 2. Ich mchte es euch melden, so wie ich es gesehen; damit es euch deutlich werde, wie es wirklich beschaffen ist, dass denen, die ferne sind, die Herzen klopfen, und denen, die es hren, noch viel mehr. 3 Wenn sie sich im Reigen dreht, sehe ich die Frau, wie sie mir zuwinkt (?), wie sie mit zarter Stimme zu mir sagt: wie geht es, mir gehts gut, du mein lieber N. N. 4 Wenn der Mund mit den Lippen mich ksst, scheint es mir, als ob das Licht aufleuchtet. Der Herr behte dich, liebes Kind, vor dem neidischen und feindlichen Auge. s. Meine Schwester ist wie eine Taube von Manga in ihrer aufrechten Haltung. Ihr Kopf neigt sich in die Runde hin und her. Sie hat viele herrliche Locken Preis und Zierde ver mehren den Preis.

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138 6. Wenn das Falkenantlitz aufleuchtet, ist es ein Kreis von einer halben Spanne, wenn es wie der Mond erglnzt, der sein Rund erfllt hat. 7Die zusammenfliessenden Augenbrauen, die zusammen stossen, sind ein Preis des Herrn, der sie geschaff en. Das schne Licht ihrer Bogen i s t wie der Mond am neunten Tage des Ramadhan. 8. Wenn sie die Augen herumwirft, Augapfel und Lider, dann wird das schwarze im Auge zum weissen. Und noch mehr wird es, wenn sie schmachtend herumblickt, so als wollte sie einschlummern 9 Die Form ihrer Nase ist aufrecht; drei Finger (breit) ist sie beim Abmes s en. Wenn ich dastehe um sie anzusehen, (finde ich), dass sie nicht Wasser aus der Kokosnussschale trinken kann 10. Das L o b ihrer Wangen will ich euch melden : sie sind wie auserlesene Guavas; wenn sie lchelt zeigt sie Grbchen wie zarte Seide II. Ihr Schnbelchen ist klein wie eine Flte und ihre Zahn lcken sind schn. Das ist die Herrin voll von Liebreiz, die die Leute in Gefahren hineintreibt 12. Wenn sie in ihre Ohren, welche (gut) hren, die Ohrringe hineinsteckt, so kommt ihre Wlbung zur Geltung. Die Ohr lppchen und Ohrbommeln passen zusammen, als kmen s i e (eben) aus des Drechslers Werkstatt. 13Ihr Hals ist wie ein glattes Rohr, vorne und hinten wohl gerundet. Du siehst keine Ader (da rin) hervorstehen, (er ist) ganz wie eine franzsische Feile.

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139 14. Wenn sie die Ellenbogen nach innen durchdrckt, dann werden die Arme ganz. gebogen, fast bis zum steifwerden. Die Flle der Hften tanzt hin und her wie bei der FrauentanzMusik der Inselleute. 15. Die Brust und die Brustwarze ist nach Art der Manga taube. Da sind Dinge drinnen die hin und herschwanken; ihr Abbild ist der Granatapfel, welcher im Garten erglnzt. ANMERKUNGEN Vorstehendes Gedicht enthlt viele alterthmliche und dich terische Ausdrcke, deren Bedeutung sich nicht genau feststellen l(ess Man m ge also entschuldigen, wenn etwas unrichtiges mit untergelaufen ist. Der sehr knappe Ausdruck im Suaheli liess sich im Deutschen oft nur durch Umschreibung wiedergeben. x. Kawafi soll von der arabischen Wurzel .;}1' ka/a gengen herkommen und ein Beiname Gottes sein : der Gengeverschaffende. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Schreibung der Worte .j,OI nur einem Missverstndniss ihren Ursprung verdankt, und vielleicht muss geschrieben werden ...li,.VI dies wrde heissen : ich beginne die Reime. Vergl. hiezu den Anfang des Liongoliedes in Steere, swahili tales : Nabudi kawafi taklzamisi kidiriji niwatlzilzislze izagale kama siraji Diriji vom arabischen &P aufbauen, con struiren wie kutu n ga vom knstlichen Zusammensetzen der Strophen und Verse gebraucht. Kuzinga, sich hernmwenden, mag hier das Flackern der Flammen bezeichnen. Wajiwaji der Blitz Pulika dichterisch: hren. 2. mb wmeo alterthmli c hes Perfekt w ona; das ni rler ersten Person hat si c h mit dem w des Stammes (wie im Yao) zu mb verbunden ; das o am Ende ist das Relativpronomen. Tulilia elea verstndlich sein. 3 tipfjika soll sich drehen, tanzen bedeuten ; vielleicht liegt das arabische f!:} das Centrum, die Mitte, die Hauptsache zu grunde, und es wre vielleicht zu bersetzen : wenn sie der Mittel punkt des Reigens ist. Dura soll Frau bedeuten, aber ich weiss nicht, womit der Ausdruck zusammenhngt. 4 ito alterthmlich ftlr jicho Auge. 5. Aklzi bedeutet eigentlich mein Bruder I c h habe es mit: Schwester" bersetzt, da das Gedicht unstreitig auf eine Frau geht; wie auch sonst in der orientalischen Poesie ist das Masculinum ftlr das Femininum gesetzt.

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140 -6. Mwe w a ist mir sonst weiter nicht bekannt, ich habe statt dessen m ttmve gelesen Was die zweite Zeile eigentlich bedeuten soll, ist mir unverstndlich geblieben mglicher weise soll die Grsse des Auges bezeichnet werden. 7 In dem Ausdruck nyusi za kijttngo ist za kifungo wie ein Adjectivum anzusehen: welche zusammenbinden d. h. sich zu sammens c hliessen Zijtmgmeo wieder alterthmliches Perfeet von funga; o die Relativsylbe; ebenso oumbiyeo, umbiye Perf .von umba. 8. Kutmda lepe verliebt aufsehen (berlinisch : mit den Augen klappern). g. Die Nase ist so gross, dass sie beim Trinken nicht in die Tasse hineingeht, sondern am Rande anstsst. Io. Zitobo poetisch fr vitobo, Grbchen. I 1. Kasiba Rohr Flte, Gewehrlauf Mwanya koti Zahnlcke d h die Zhne stehen nicht dicht an einander gedrngt, sondern etwas auseinander Mu khatorani in alterthmlicher Weise ist hier die Loca:lpartikel mu als Prposition gebraucht; der Sinn des letzten Satzes ist : sie giebt den Mnnern Veranlassung, ihretwegen zu streiten und so bringt sie sie in Gefahr I 2 Mopulike z e ihre Ohren Ndewe Loch im Ohrlppchen. Majasi Ohrbommeln. Yafuetewo alterthmliches Perfeet von fuofn, w o Relativsylbe. I3 Nemanema = nepanepo. Mbee = mbele. Sltobihi = She balta, in Strophe I 5, Gleichniss. Die franzsische Feile soll hier eine runde Feile bedeuten I 4 Sie trgt die Ellbogen nach innen durchgedrckt, nicht wie Leute, die viel arbeiten mssen und die daher mit spitzigem Ellbogen gehen IS. Unyago bedeutet eigentlich die Festlichkeiten, den UnteF riebt und die sonstigen Ceremonieen, welche die mannbar werdenden Mdchen bei den Schwarzen durchmachen mssen Die Insel von der hier die Rede ist, soll Pemba sein. Ob das Gedicht vollstndig ist mag zweifelhaft erscheinen Das Manuscript welches mir in d i e Hnde gekommen, enthielt nicht mehr.

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LXI. Das Lied vom fremden Gast. Akala sltairi: I. Mgeni siku ya kwanza mpe mchele na panza; mtilie kifuam; mkaribislte mgeni. 2. Mgeni siku ya pili mpe ziwa na sam/i; mahaba yakizidia, mzidie mgeni. 3 Mgeni siku ya tatu; jumbani hamuna kitu. Mna zibaba zitatu, pika uk na mgeni. 4 Mgeni siku ya 11e mpe jembe akalime. Akirudi muagane, ende kwao mgem; S Mgeni siku ya tano mwembamba kama sindano Hauishi musengenyano asengenyao mgent

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6. Mgen i siku J a sita; tnkzla mkajijic/za; mwingie vipembeni ajichwaye yye mgeni. 7 Mgmi siku ya sabaa si mgem a na baa. Hatta moto mapaani akatia yeye mgeni. 8. Mgem siku ya nane; njo ndani tuonane Atapotokea nje, tuagane mgeni 9 Mgeni siku ya kenda; enenda mwana kwenenda! Usirndi nyuma, usirudi mgeni 10. Mgeni siku ya kumi kwa mateke na magumi. Hapana afukuzwaye, fukuzwaye, fukuzwaye yrye mgeni. UEBERSETZUNG. Es sagt der Dichter: I. Dem Fremden am ersten Tage, gebt ihm Reis und fliegenden Fisch; drckt ihn an die Brust, ladet ihn ein nher herein zutreten, den Fremden

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143 .2. Dem Fremden am zweiten Tage, gebt ihm Milch und Butter; wenn die Liebe sich mehren (kann) so vermehre sie sich fr den Fremden. 3 Dem Fremden am dritten Tage, im Hause ist nichts mehr (fr ihn) Da sind noch drei T a ssen voll (Reis) kocht sie und esst mit dem Fremden. 4 Dem Fremd e n am vierten Tage, gebt ihm eine H a cke dass er ackern helfe 'Ne nn er zur ckkehrt sagt ihm Lebe wohl ; lasst ihn d o ch nach Hause g e hen den Fremden 5 Der Fremde am fnften Tage ist dnne wie eine Nadel. Es hrt das Bereden nicht auf; der beredet wird ist der Fremde. 6 Der Fre mde am sechsten Tag e wenn ihr es s t, so ver steckt euch (v o r i hm) ; gehet in die Winkel hinein (wenn ihr essen wollt); vor dem man sich v e rsteckt, das i s t der Fremde 7 Der Fremde am siebenten Tage ist kein Fremder mehr sondern ein Scheusal. Selb s t das Feue r im Dache hat e r an gelegt, der Fremde. 8 Der Fremde am achten Tag e komme nur herein, da s s w i r un s (noch einmal) sehen; wenn e r dann draussenzum Vor s chein kommt s o nehmen wir Abschied v o n dem Fremden 9 Der Fremde am neunten Tage gehe nur Shnchen, gehe nur! Komme nur nicht wieder hierher zurck komme nur n i cht zurck du Fremder.

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144 10. Der Fremde am zehnten Tage (treibt ihn weg) mit Fussstssen und mit Fusten. Da ist kein (anderer), der fort gejagt wird; der fortgejagd wird der fortgejagd wird, .das ist der Fremde. ANMERKUNGEN. Dies humoristis c he Gedicht bietet abgesehen von seiner eigen thmlichen Orthographie mit dem hufigen Gebrauch des Hamze dem Verstndniss keine besonderen Schwierigkeiten. Einzelne Unregelmssigkeit e n im Versbau und im Reim zeigen, dass sich der ursprlingliche Text bereits etwas im Volksmunde verndert hat. Der Dichter hatte wohl zunchst seine eigenen Erfahrungen, die er gemacht, in den Versen, deren Reim sich immer an das Zahl wort anschliesst zu verewigen gesucht 1. Panza wohl des Reims wegen fr panz i der fliegende Fisch, der als besonderer Leckerbissen dem Gaste vorgesetzt wird. 2. Milch und Butter sind auch ein gutes Essen aber nichts besonderes aussergewhnliches 3 Der Fremde muss nun mit dem zufrieden sein, was noch da ist. Zibaba poetisch fr vibaba. 4 Am vierten Tage wird der Fremde schon als Hausgenosse behandelt ; er muss fr sein tgliches Brot mitarbeiten auch lsst man es ihn bereits deutlich merken, dass man ihn lieber los wre. 5 Dnn, vom Hungern. 6. Der Reim erfordert statt jidza eigentlich die poetische Form jita. 9 Nyuma dort hinten, von wo er hergekommen.

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Lexicalisches. LXII. SuaheliWrter ins Arabische bersetzt. Nachstehendes ist von einem Sansibararaber aufgeschrieben. Es zeigt sich hier, wie die Suaheliwrter von solchen Arabern wiedergegeben werden, die mit der alterthmlichen Orthographie unbekannt sind oder sie nicht nachahmen wollen Die Orthographie ist genau so wie_ im Original mit allen Fehlern desselben. Toria za pagazi (Trgerkautschukbaum) bisswaheliye wa bilarabiye findl. Ndizi (Banane) bisswaheliye wa bilarabiye 11tuz. Nazi (Kokosnuss) bisswaheliye wa bilarabiye narjil Mkwzazi (Mkunazibaum) bisswaheliye wa bilarabiye sz'dur. Ungo (flacher Korb) bisswaheliye wa bilarabiye suff. Mawe (Steine) bisswaheliye wa bilarabiye ltajar wa ltasa. Udongo (Lehm) bisswaheliye wa bilarabiye terb wa tz'n. Mcltanga (Sand) bis swaheliye wa bilarabiye raml. :Jua (Sonne) bisswaheliye wa bilarabiye shems. Baramwezi (Mondschein) bisswaheliye wa bilarabiye kamar. Nyota (Stern) bisswaheliye wa bilarabiye njum. Mawin go (Wolken) bisswaheliye wa bilarabiye saltb. Yebal (Berg) bisswaheliye wa bilarabiyejebe/. Mz'ti (Bume) bis swaheliye wa bilarabiye sltejar. Ma (Wasser) bisswaheliye wa bilarabiye mai. Mvua (Gewitter) bisswaheliye wa bilarabiye sel Manyunyu (Landregen) bisswaheliye wa bilarabiye najj wa n'hn. Pepo (Wind) bisswaheliye wa bilarabiye habbe wa rilt. Gere11a (Kerker) bisswaheliye wa bilarabiye ltisin Lawam 19

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(Bild) bisswaheliye wa bilarabiye sur. Lisimba 1 (Lwe) bis swaheliye wa bilarabiye eud. Mcltwi (Leopard) bisswaheliye wa bilarabiye nemer. Iljisi1 (Hyne) bisswaheliye wa bilarabiye tab'a. Paka (Katze) bisswaheliye wa bilarabiye senr. Panya (Ratte) bisswaheliye wa bilarabiye far. Kat'det altrab (Kriegs gerthe) bilarabiye wa bisswaheliye .fi!as!ake wa zantu!karb: Panga (Schwert) bisswaheliye wa bilarabiye sif. Bunduki (Flinte) bisswaheliye wa bilarabiye tafak wa bunduk. '.lambia (Dolch) bisswaheliye wa bilarabiye kkanjar Kisu (Messer) bisswaheliye wa bilarabiye ukkin. Ukanda (Riemen) bisswaheliye wa bil arabiye kezk Mzinga (Kanone) bisswaheliye wa bilarabiye madfa. Mkuki (Speer) bisswaheliye wa bilarabiye remek. Mskare (Pfeil) bisswaheliye wa bilarabiye niskskb wa sihm. Mpindi (Bogen) bisswaheliye wa ks bilarabiye. Bao (Brett) bisswaheliye wa bilarabiye luh. Tamma iththani: Mbuzi (Ziege) bisswaheliye wa bilarabiyeghanam. Ngombe' (Rind) bisswaheliye wa bilarabiye bakare wa jumla bakar Sungura (Hase) bis swaheliye wa bilarabiye arnab. Kondoo (Schaf) bisswaheliye wa bilarabiye jakad. Mke (Frau) bisswaheliye wa bilarabiye unta Ndume (Mnnchen) bisswaheliye wa bilarabiye zeker. Kinu (Mrser) bisswaheliye wa bilarabiye muwke. Mcki (Mrser keule) bisswaheliye wa bilarabiye safan wa madak. Sawa ith thalath fil ma'akulat : Mtele (Reis) bisswaheliye wa bilarabiye arz. .Mtama (Hirse) bisswaheliye wa bilarabiye dura Mgano (Weizen) bisswaheliye wa bilarabiye burr Miwa (Zuckerrohr) bisswaheliye wa bilarabiye kasab ukkar. ANMERKUNG. Eine Uebersetzung dieses Stckes ist nicht nthig hier zu geben, da die Bedeutung der einzelnen Wrter bereits im Text hinzugesetzt ist. Die sich wiederholende Redensart: bisnualuliye wa bilarabiye ist arabisch und bedeutet: auf Suaheli und auf Arabisch. In den Wrtern bisswaluliye und bi/arabiye ist das vorgesetzte b die 1 Lisimba, iljisi alterthUmliche Formen, welche noch das alte Klassenprfix behalten haben Im Text steht mgombe mit falschem Prfix.

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147 Prposition: in, mit, auf. An sie schliesst sich der arabische Artikel il, dessen I sich dem ersten Consonanten von swalze/iye assimilirt hat; es heisst also statt bilswaheliyt bisswahtliye. Wa heisst "und" im Arabischen. Sonstige arabische Ausdrcke in diesem Stck sind: jilas/alze unter (ji) den Waffen lamma ithlhani ferner zweitens jumla Mehrzahl. sawa iththalath jilma' kakulat ebenso drittens in Betreff (ji) der essbaren Dinge. Fr die Aussprache der arabischen Wrter ist daran zu er innern, dass die langen Vocale (geschrieben mit .s, ,, I) den Ton haben. Wenn kein langer Vokal im Worte vorkommt, so wird die erste Silbe betont.

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Anhang. 1. I)ie Verwendung der arabischen Schrift fr das Suaheli 2 Die Disposition und die ussere Form der Suahelibriefe. 3 Bemerkungen zu den Facsimile-Tafeln.

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Die Verwendung der arabischen Schrift fr das Suaheli. Einleitendes. Seitdem die christlichen Missionare ihre Arbeit an der O s tkste Afrikas begonnen haben, haben sie fr die Schreibung des Suaheli ein lateinisches Alphabet eingeH.ihrt, welche s die Laute der gesprochenen Sprache ziemlich genau wie d e rgiebt und welches fr die gewhnlichen Zwecke des tglichen Lebens vllig gengt. Aber bereits lange vor ihrem Erscheinen war Lesen und Schreiben in Ostafrika bekannt gewesen. Die Araber, welche seit unvordenklicher Zeit an der Kste der Zendj verkehrten haben unzweifelhaft schon vor dem Beginn der Moslimischen Aera die Schreibekunst dorthin gebracht. Spter wurde der Koran dort ebenso fteissig gelesen und abgeschrieben als in Arabien, und es war natrlich dass man die arabischen Buch staben auch zur Schreibung der einheimischen Sprache, des Suaheli, verwandt e Suahelidichter besangen in knstlich gereimten Versen die Thaten Muhammeds und der Vorkmpfer de s Islam, erzhlten allerlei Geschichten von Engeln und frommen Menschen, be gleiteten die Tagesereignisse mit ihren Lobliedern und Spott gedichten. Wenn bis jetzt von dieser Litteratur nur erst weniges in die Hnde der Europer gekommen ist so gengt doch das vorhandene (siehe die von Krapf aus Ostafrika mitgebrachten und in der Zeitschrift fr afrikanische Sprachen 1887/88 ab gedruckten Gedichte: Chuo cha Utenzi und chuo cha Herkal, und die Gedichte in vorliegender Sammlung; vieles handschriftliche

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Material habe ich ausserdem in Hnden und ich hoffe auch dieses in nicht allzulanger Zeit zu verffentlichen), um eine ziemliche Gewandtheit der Dichter und damit auch noch eine Menge weiterer Gedichte voraussetzen zu lassen. Aber noch fter wurde die arabische Schrift fr das Schreiben der Briefe verwandt. Wenn man es auch in Sansibar selbst fr vornehmer hlt die Briefe arabisch abzufassen, besonders so weit man sie aus den blicht:n Briefstellern abschreiben kann, so tritt doch oft genug bei Leuten, die des Arabischen nicht bermssig mchtig sind, und besonders beim Verkehr mit dem Festlande und bei den Bewohnern des Binnenlandes selbst die altbekannte Suahelisprache in ihre; Rechte. Bei dem lebhaften Verkehr, welcher zu allen Zeiten zwischen den Stmmen im Ionern mit den Kstenhfen vorhanden war, hatten die Kaufleute wie die Fnten fortwhrend Ursache ihre Botschaften in die Ferne zu senden Und wenn auch in alten Zeiten dem Boten r.unchst nur ein usseres Zeichen der Beglaubigung, ein Stock oder dergleichen, mitgegeben worden sein mag, so liegen die V ortheile der Schreibekunst zu sehr auf der Hand, als dass man sich ihrer nicht htte bedienen sollen, wenn man einen des Schreibens kundigen Mann zur Hand hatte. Und wie in alten Zeiten so noch heute. Alle die Leute in Ostafrika, welche den Koran lesen und die Buchstaben malen gelernt haben, benutzen ihre Kunst, so gut wie es geht um die Suahelisprache zu schreiben und eine viel mehr, als die meisten in Europa denken mgen, ausgebreitete Correspondenz verbindet die von einander getrennten Freunde auch in Ostafrika Nun ist allerdings die arabische Schrift, so sehr sie dem semitischen Sprachidiom angepasst ist, an und fr sich wenig fr das Suaheli geeignet. Es hat sich auch dort niemand gefunden, der den khnen Griff noch einmal gethan, mit welchem in uralter Zeit die Griechen die semitische Schrift ihrem indo germanischen Idiom so gut angepasst haben, dass wir noch heute damit auskommen knnen. Vielleicht dass im Anfang die arabische Kehle die Bantuwrter sich erst so weit mund gerecht machte, dass sie nun auch in das arabische Schriftsystem hineinpassten. Jedenfalls erfordert es heutzutage eine besondere

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153 Wissenschaft um das mit arabischen Buchstaben geschriebene Suaheli lesen zu knnen, da sowohl die geschriebenen Kon sonanten wie die Vokale der verschiedensten Deutung fhig sind, wie ein Blick auf das weiter unten folgende Alphabet bezeugt Steere hat nicht so ganz Unrecht, wenn er sagt: lt is absolutely neces s ary to have a good idea of what you are to read before you can read at all. So ein arabisch geschriebener Brief in Suaheli erscheint auf den ersten Blick fast unleserlich. Zu der Unvollkommenheit des Alphabets kommt meist noch hinzu dass die Wrter oft nicht von einander getrennt, oft genug auch in irrationeller Weise abgetheilt sind Sind dann womglich die einzelnen Buchstaben nicht recht deutlich ge schrieben, hat der Schreibeknstler die diakritischen Zeichen mehr nach seinem sthetischen G efhl als nach ihrer Zugehrigkeit zu den Buchstaben ber und unter die Zeile vertheilt so wird das Lesen schon so ziemlich zum Rathen Kommen gar noch directe Schreibef e hler und grammatische U nregelmssigkeiten, Anakoluthe und dem Leser unbekannte Namen vor so mchte man fast vllig daran verzweifeln den Brief berhaupt verstehen zu knnen. Steere fhrt als ganz characteri s tisches Beispiel an dass ihm einmal ein Brief au s Kilwa mit einem Bericht ber ein dort stattgefund e nes Gefecht vorgelegen hatte In diesem war v o n einem bedeutenden Manne etwas ausgesagt. Aber man konnte a priori nicht entscheiden, ob es heissen sollte oder die drei diakritischen Punkte waren so geschrieben, dass b e ide Lesarten mglich waren, und dass man also sowohl a mekufa, er ist gestorben, wie amevuka er ist hinbergegangen entronnen, lesen konnte. W e nn also einerseits kein Grund vorliegt, die arabischen Schriftzeichen fr geeigneter zur Aufzeichnung des Suaheli zu halten als die lateinischen, so muss andererseits derjenige Euro per, welcher mit den Eingeborenen, wie sie nun einmal sind verkehren will, sich d e nnoch mit der Schre i bart derselben soviel wie mglich bekannt machen

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154 Die Eingeborenen schreiben nun einmal ihre Briefe auf Suaheli, wie will der deutsche Kaufmann, der deutsche Beamte mit ihnen schriftlich verkehren, wenn er nicht ihre Briefe lesen und ihnen nicht in einer Schrift antworten kann, die sie selbst lesen knnen Es haben auch die V ersuche, die ich mit meinen Schlern im Seminar ftir orientalische Sprachen bisher mit dem Lesen arabisch geschriebener Suahelibriefe gemacht, gezeigt, dass die Sache, werm auch schwierig, doch nicht hoffnungslos ist Allerdings wird niemand einen solchen Brief lesen, der nicht bereits ziemlich viel Suaheli versteht. Andererseits kehren einzelne Wortbilder hutig genug wieder, so dass derjenige, welcher erst einige Uebung im Lesen derartiger Schriftstcke erlangt hat, bald wenigstens einigermassen ber den Inhalt des geschriebenen sich klar wird. Anfangs macht es uns, die wir durch unsere ganze Schulerziehung an eine bestimmte Orthographie gewhnt sind, einige Mhe uns in den Wechsel des Buchstabengebrauches hineinzufinden Aber auch hieran gewhnt man sich bei einiger Uebung. Man lernt es bald aus der Schreibung der bekannten Hflichkeitsphrasen die Orthographie des Schreibers erkennen, und wenn es auch un mglich scheint, gleich beim ersten Lesen den Sinn zu erfassen, so wird doch beim dritten und vierten Durchlesen meist nur wenig unklar bleiben. So habe ich mich denn entschlossen die vorliegende Sammlung herauszugeben, um allen denen, welche sich mit derartigen Schriftstcken abgeben wollen oder abgeben mssen das bisher fehlende Uebungsmaterial in die Hand zu geben. Es ist aus demselben zu ersehen, wie mannigfaltig die Schreibweise der einzelnen ist. Auf den ersten Blick mag es schwierig sein sich in dieselbe hineinzufinden. Aber wenn man den arabisch geschriebenen Text so oft durchliest, bis man ihn ohne Anstoss lesen kann, wenn man ihn so oft abschreibt, bis man ihn fest in der Feder hat, dann flihlt man sich auch darin zu Hause und findet, dass die Sache doch nicht so schlimm ist, wie man am Anfang geglaubt hat.

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'55 Besondere Schwierigkeiten scheint es dem Schler des Suaheli zu machen, dass in diesen Briefen soviel Arabisch vor kommt. Bei nherem Zusehen findet man aber dass die in diesen Briefen vorkommenden arabischen Wrter nur einen verhltnissmssig kleinen Kreis ausmachen, der sich ganz wohl auch von solchen bersehen lsst, die vom Arabischen nur ge ringe Kenntniss haben. Ich habe sogar gefunden, dass diese arabischen Zeilen fr die Entzifferung des brigen wesentliche Dienste leisten, da man aus ihnen leicht erkennen kann, welche besonderen Formen die einzelnen Buchstaben in der vorliegenden Handschrift annehmen. Derjenige welcher selbst fr die Suaheli schreiben will, wird ebenfalls aus vorliegender Sammlung mannigfache Belehrung schpfen, und es wird dem Europer nicht schwer sein, den Mittelweg zu finden das gewhnliche und leicht verstndliche abgekrzt, das seltener vorkommende und schwerer verstndliche deutlich zu schreiben Wie weit dabei die indischen und persischen Buchstaben mit zur Hlfe genommen werden knnen, wird davon abhngen, an welche Leute man sich richtet Jedenfalls aber wird es nur dazu beitragen die Kluft zwischen den Europern und den Ostafrikanern zu berbrcken, wenn man trotz aller Vorzge des lateinischen Alphabets sich nicht scheut in allen geeigneten Fllen die arabische Schrift zu gebrauchen, um auch an die nur nach einheimischer Weise Gebildeten heran zukommen . ..

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DIE ARABISCHEN CONSONANTEN UND IHR WERT IM SUAHELI. NB. Die lateinische Schrift des Suaheli ist hier die in den bisher gedruckten Bchern bliche (das sog Alphabet Steeres). Der Deutsche hat besonders auf folgendes zu achten: j wie im deutschen d.f (wie .f im bremischen : Junge). z immer wie das deutsche:, weiche s in Sonne, nie wie das deutsche z. s immer scharf wie das deutsche th, dh ist zu lispeln wie im englischen th. eh wird wie im englischen ausgesprochen, etwa wie das deutsche tseh. kh gleich dem deutschen eh in Nacht. sh wird wie im englischen ausgesprochen, wie das deutsche seh. r ist immer mit der Zungenspitze zu sprechen. gh ist dasjenige r, das mit dem Zpfchen hinten in der Kehle ausgesprochen wird, das r grasseye der Franzosen. v ist wie das deutsche 111 zu lesen. w ist englisch zu sprechen, also etwa wie ein ganz kurzes tonloses deutsches u. y wie ein kurzes, NB. Bei der arabischen Schriftwerden nur die Consonanten in der Reihe geschrieben, die Vocale und andere Lesezeichen kommen unter oder ber die Consonanten. Die Consonanten haben zum Theil mehrere besondere Formen, je nach dem sie am Anfang, in der Mitte oder am Ende der Wrter vorkommen, einige Buchstaben: I "' .; ) ) werden nicht mit dem folgenden Consonanten verbunden.

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'57 -Allein Am In IAm Ende I Anfang der Mine I 1 Name In Iateinischer S chrift \ --r ( t t I "" -.. ........ t r t ...).. l ),) I.)"' Elif I (Sieh e die Anmerkung weiter unten ) Be b, mb, p Te t, 11t The I th, z, Jirn ; ; g, nj, 11g, 11y He h (Siehe die Anmerkung weiter unten ) Khe kh, t D l d, nd Zl Z, 118, R e r, (!) Z e z, nz Sln Shin S d Dhd Tye I Thye I 1 En s sh, eh Ii : s:. t!t t tw I I th Z I die Anmerkung J weiter unten)

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I Allein Am I ln i Am Ende Anfang ; der Mitte Name In 1ateinischer S c h r ift Ghen igh, g ng j.f. v fy, vy, p "' I t_ i I ......i. ; Fe Kf k g, gw, ng, ngw J ; ;;.f__; ._S' .S:::> i (' .S:::> : ( .=:;, Kyf J [ l l j 'Um k, g ng e h slt ny !, (r) (' .... u .) .) .)' 0 lb @rf t 0 .)' Mim N u n Vau He m n (vor g ) n, m (v o r b ) w h ( Siehe die Anmerkung weit e r unten) Lumellf I a Hamze ( Siehe die Anmerkung weiter unten) (.j I Ye iY ny NB. In anderen Gegenden des arabischen Sprachgebietes werden die letzten Buchstaben anders geordnet, wir geben hier die in Ostafrika iibli c he Ordnung. Auch sind die Namen der Buchstaben so geschrieben wie sie in Ostafrika gespro c hen werden. Ausser diesen arabischen Buchstaben werden von einigen auch noch folgende Buchstaben des persischen und indischen Alphabetes gebraucht. ......... ..... Pe l p (gehrt hinter y) T I > Chim jch ( T i . Ngen lng( e t .. t. I

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159 Es ist zu bemerken, dass viele Suaheli die Buchstaben "' > I> und oJ" auch mit einem Punkt darunter schreiben, also>?} I? o.Jf. In der Theorie im Druck und beim Schnschreiben werden die Buchstaben I, "' J, > ;, ,, V, mit dem darauf folgenden Buch staben nicht verbunden. Beim schnellen Schreiben jedoch, wird allerdings vieles, was eigentlich unverbunden bleiben sollte, in einem Zuge (na ka/amu mqja) geschrieben. Beispiele hierv
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100 Das e ist ein den semitischen Sprachen eigenth!imlicher Kehllaut; bei ihm wird die Kehle noch strker als beim Hamze zusammengedrckt. Die eigentlichen Bantu sprechen dafr bloss Hamze .JD, .;b, I>, ll, J werden emphatische Consonanten genannt, weil sie die Aussprache der Vocale in ihrer Nhe beeinflussen; siehe dar!iber weiter unten am Ende der Anmerkung liber die Vocale Seite 162 .l und ; werden von den Suaheli und auch wohl meist von den Arabern in Ostafrika gleich ausgesprochen .!. wird meist fast wie ,:;. t ausgesprochen. DIE VOCALZEICHEN. Die Vocalzeichen kommen in der arabischen Schrift ber, beziehentlieh unter die Consonanten zu stehen. Sie bezeichnen ursprnglich die kurzen Vocale. Es giebt ihrer nur drei Zeichen: genannt Fatha fr a und e genannt Ktsre (r i und e genannt .Dbmma fr u und o NB. In dem Worte Fatha sind I und h getrennt auszusprechen also: Fatha, z. B. ":"'! baba Vater bibi gndige Frau, tupu leer. Diejenigen Consonanten, welche keinen Vocal hinter sich haben, bekommen das Zeichen genannt s;hln ber sich, z B. mtu Mensch. Fr gewhnlich werden beim Schreiben des Arabischen diese Vocalzeichen gar nicht der Lesende muss sie aus seiner Sprachkenntniss ergnzen Nur der Korn wird meistens mit den Vocalen geschrieben. Beim Schreiben des Suaheli dagegen drfen die Vocale eigentlich nicht fehlt>n. So ist es auf diese Weise meist schon usserlich zu erkennen, welche Stze in einem ostafrikanischen Schriftstck arabisch, welche suaheli sind. Ueber jenen fehlen eben die Vocalzeichen, whrend sie ber diesen stehen. Um einen langen Vocal zu bezeichnen wird regelmssiger Weise hinter Fatha ein Elif, hinter Kisre ein Ye, hinter Domma ein Vau geschrieben. Diese Vocalconsonanten werden dabei von einigen mit Seken von anderen ohne dasselbe geschrieben, manchmal

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161 wird auch auf den Vocalconsonanten noch einmal das Vocalzeichen gesetzt. \.f oder t .;. oder .;l te oder tf, manchmal auch .oi i oder ";, tii oder t, manchmal auch Die Verlngerung der Vokale wird manchmal auch nur dazu angewandt, um die betonte Silbe zu accentuiren, da im Arabischen immer die langen Silben den Ton haben. In derselben Weise knnen auch zwei auf einander folgende Vocale geschrieben werden: also kann auch ta-a, .;. auch ti-i oder te-e, auch tu-u oder to-o gelesen werden. Genauer schreibende setzen in diesem Falle noch ein Hamze: t. ta a, ;)_ ti-i .,; tu-u. Manchmal wird auch zur Abtheilung der Silben in diesem Fall das c gebraucht, obwohl dieser Kehllaut eigentlich nur in arabischen Wrtern vorkommt. NB. Wo zwei Vokale in solcher Weise neben einander stehen, ist gewhnli c h ein Consonant ausgefallen, meistens r oder /. In poetischer Redeweise gestattet man sich um den Reim heraus zubekommen, noch grssere Freiheiten, und der Lesende muss dann errathen, wie es eigentlich heissen sollte. Im Arabischen werden da ja die Vocalzeichen fortfallen, die langen Vocale nur durch die Vocalconsonanten 1,
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Um ein offenes o zu bezeichnen, hilft man sich oft dadurch, dass man vor oder hinter der Silbe, wo das o vorkommen soll, einen der emphatischen Buchstaben .J', ./', Jo, II oder .; setzt und den Vocal der Silbe selbst mit Fatha oder Domma bezeichnet z B K o nsul J'-' Soma/i Ueberhaupt dienen die emphatischen Buchstaben dazu die V o cale in ihrer Nhe zu trben, und die Besonderheit in ihrer Aussprache liegt nach meinem Empfinden weniger darin, dass diese Consonanten selbst so besonders fremdartig ausgesprochen werden, als dass die ihnen vorangehenden oder nachfolgenden Voca.le in ihrer Aussprache getrbt werden. ANDERE DIAKRITISCHE ZEI C HEN In den arabischen Wrtern und Phrasen kommen noch einige andere diacritische Zeichen vor Tts!zdtd oder Sh;dde zur Bezeichnung der Verdoppelung des Consonanten, z. B. mudda Zeitraum, 6arra Festland. In den eigentlichen Bantuwrtern kommen Verdoppelungen von Consonanten nicht vor, da ja in diesen jede Silbe eine offene i st und also mit einem Voc al schliesst Dagegen werden im Arabischen Consonanten hufig verdoppelt. Diese sind dann aber auch wirkli c h doppelt auszusprechen, und man begnge sich nicht damit, wie man es im Deutschen gewhnt ist, nur den vorhergehenden Vocal kurz auszusprechen, sondern man trenne deutlich die Silbe : z B. Al-lah, Dom-ma u s. w. Wtsla steht ber dem Elif am Anfang mancher Wrter und besonders ber dem Elif des Artikels und bezeichnet, dass dieses Elif gar nicht gelesen wird sondern dass sich der auf das Elif folgende Consonant unmittelbar an den Endvocal des vorher gehenden Wortes anschliesst. In den Suahelischriften wird Wesle meistens gar nicht geschrieben. NB. Das I des arabischen Artikels a/ assimilirt sich vor den sogenannten Sonnenbuchstaben ..:.., .!., .l, J ,, ;, .r, ..; .J', ./', Jo, 11, J, .,. Es fllt also bei der Aussprache dieser W rter der ganze Artikel weg ; der erste Consonant wird verdoppelt und davor tritt der letzte Vocal des vorhergehenden Wortes ; z B. r.i H zu lesen 6ismilla/zi

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T Mtdde wird ber Elif gesetzt wenn demselben noch ein Elif folgen sollte. Eigentlich ist dies kein bes o nderes Zeichen, sondern es wird nur ein Elit quer ber das andere geschrieben da zwei Elif neben einander II den Schnheitssinn der arabis c hen Schreiber zu beleidigen scheinen. O R THOGRAPHIE. Wie s c hon oben gesagt, kann durch die arabischen Schrift zeichen nur annhernd die wirkliche Aussprache der Suaheliworte wiedergegeben werden. Man kann deshalb das mit arabischen Schriftzeichen geschriebene Suaheli nur dann richtig lesen, wenn man bereits weiss, wie die Wrter wirklich lauten; bei denjenigen Wrtern die man nicht kennt, bleibt die Aussprache zunchst ungewiss. Es ist das hnlich wie im Englischen Es hlt sich daher auch die mit lateinischen Buchstaben gegebene Umschrift der Suahelistcke in diesem Buche durchaus nicht an die arabischen Buchstaben, mit denen die Originale geschrieben sind, sondern sie giebt die Wrter genau so wieder, wie sie auszusprechen sind; es ist ja berhaupt der Zweck dieses Buches dem Lernenden zu zeigen, wie das arabisch geschriebene Suaheli zu lesen ist, und ihm die mannigfaltige Schreibart der Wrter vor die Augen zu fhren. Obwohl nun die Orthographie der Eingeborenen als eine sehr wechselnde erscheint, so kann sie doch auf gewisse Grundregeln zurckgefhrt werden Als solche Grundregeln fr d i e Orthographie knnte man folgendes hinstellen: I. Diejenigen Consonanten des Suaheli, die auch im Arabischen vorkommen, werden wie im Arabischen geschrieben. Daraus msste eigentlich folgen, dass die Wrter arabischer Herkunft im Suaheli auch wie in der Ursprache geschrieben werden sollten Es ist dies aber oft nicht der Fall Sehr hufig werden verwandte Buch staben verwechselt so z. B. .;/J und ,; und ;, t. und c .:. und .!., 1 und c u. s. w. Ausserdem wird oft ) und J verwechselt weil diese beiden Buchstaben den Afrikanern so wie so immer sehr hnlich klingen. NB. In der Consonantenliste Seite 157 und 58 ist der eigentliche Laut des arabischen Buchstaben in der letzten Spalte immer zuerst angegeben. ...

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2. Fr diejenigen Suaheliconsonanten, die der arabischen Sprache fehlen, treten verwandte ein. Es steht also: '":' eigentlich b auch fr p, ..;. eigentlich sh auch fr eh, t eigentlich gh auch fr g, J eigentlich f auch fr v oder auch fr p (aber nur sehr selten), J eigentlich k auch fr g, .S eigentlich k auch fr g, Daneben steht auch t< eigentlich j auch fr g, wie es ja in Egypten stets als g gesprochen wird Wir finden hier den Suahelilaut g (der unserem harten g entspricht) durch eine ganze Reihe von arabischen Buchstaben aus gedrckt. Welcher gerade zu nehmen ist, wird wohl meist nur durch die Individualitt des Schreibers selbst entschieden werden Das gewhnlichste scheint mir zu sein, dass fr g f. geschrieben wird. Aber man muss eben zusehen, wie jeder einzelne die Buch staben gebraucht. Meistens bleibt sich der Schreiber in seiner Gewohnheit treu. Aber oft genug wechselt die Orthographie. 3 Im Suaheli wird, wie in den Bantusprachen berhaupt, oft ein nasalirter Laut vor einem andern Consonanten vorgeschlagen, der uns bald als n bald als m erscheint. Dieser nasalirte Laut wird in der arabischen Schrift gewhnlich nicht mit ausgedrckt. Es steht also: '":' eigentlich b auch fr mb, .;.. eigentlich t auch fr nt, ,. eigentlich j oder g auch fr nj oder 11g, .) eigentlich d auch fr nd, .; eigentlich z auch fr nz, ; eigentlich z auch fr n, E_ eigentlich gh oder g auch fr ng, J eigentlich k oder g auch fr ng, .S eigentlich k oder g auch fr ng, 1/ eigentlich y auch fr ny. Wie man sieht kommen wir zum Laute ng fr E_, J oder .S erst auf einem Umwege aber man wird den Gebrauch dieser Zeichen ganz begreiflich finden, wenn man einmal das Princip erkannt hat, dass der nasilirte Laut nicht geschrieben wird. Uebrigens macht man sehr oft auch die Bemerkung, dass Bantus, welche mit lateinischen Buchstaben schreiben gelernt

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haben, ebenfalls hufig genug die Nasalirung in der Schrift weg lassen. Wird es ja vielen derselben berhaupt sehr schwer Buch staben wie b, g, d ohne Nasalirung zu sprechen Die Regel 3 schliesst es natrlich nicht aus, dass einzelne Suaheli, wenn sie sehr deutlich schreiben wollen, den nasalirten Buchstaben auch mit 1:1 oder t schreiben. Doch passirt es dem Araber dabei nicht selten, dass er das 111 vor b auch durch 1:1 ausdrckt, wie ja auch schon das arabische Wort ..,..;.> thambi ge sprochen wird. Aussergewhnlich scheint es, wenn Laute wie eh, sk, ny durch .J oder ny durch I! wiedergegeben werden. Aber wenn man be denkt wie oft ki mit clli und ski dialectisch wechselt, so kann man es begreifen, wie einzelne, denen diese Schwankungen im Sinne liegen, darauf kommen den Buchstaben .J wie angegeben zu gebrauchen. Mit I! fr ny mag es hnlich sein. Auch finden wir .:. oft fr sh oder eh; auch hier wirkt die Sprechweise der n rd lichen Dialecte (von Lamu u s. w.) auf die Schreibweise. 4 Von den Vocalen wird das kurze zl und t welches wir im Suaheli mit w und y schreiben, in der alterthmlichen Schrift meist einfach ausgelassen. Mglich dass seiner Zeit und an ge wissen Stellen diese kurzen Silben auch beim Sprechen wegfielen, wie es bei einigen Wrtern noch jetzt oft in Sansibar geschieht, wenn 1.. B. neben bwana auch bloss bana, neben mkubwa auch bloss mkuba gesprochen wird. Besonders ist zu beachten, dass durch solche Schreibart eine ganze Reihe von vielgebrauchten Pronominalformen fr den Neuling fast un n, wie z. B fr kwangu, fr mwangu, :.a fr kwako, fr mwako, fr fr kwetu, mwtlu, :,r fr kwenu, ..,.. fr mwmu, u. s. w. U, S W. oder die Relativpronomina vilivyo, JJI a!ivyo. 5 Ebenso wird bei der Passivendung das w oft weggelassen, so dass dieselbe ganz wie das Activum gebildet erscheint Nur der Sinn kann entscheiden, was gemeint ist: kupmda oder

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r66 l111pmdwa. Auch sonst werden kurze Vocale vor andern Vocalen weggelassen z. B. .".t;1i akawaambia, .}.:J--; wak{J()ndos!ta. Manche Schreiber versuchen das kurze u ( t u) dadurch aus zudrcken, dass sie vor demselben, wo es angeht, die emphatischen Buchstaben .,p Jo, .; schreiben, so z. B. fr kutudtza, J>:! flir nanui, fr k w ang u u. s. w. Umgekehrt werden da, wo frher Vocale gesprochen wurden, die aber jetzt unhrbar geworden sind dieselben noch oft in der S c hrift bezeichnet So z B. ftlr mtu ..fJ. fr mke u. s w. Auch hier hat uns also die Schrift (hnlich wie im Englischen und Franzsischen) die alte Form berliefert. Viele Schreiber kehren sich freilich gar nic ht oder nur !heil weise an die Regeln 4 und 5 und schreiben ganz, wie sie sich zu hren glauben. Was sonst noch ber die Schreibart der Vocale zu sagen ist ist schon vorher auf Seite 160 und 161 erwhnt. Es wird nun demjenigen Europer welcher Suaheli mit arabischen Buchstaben schreiben will, nicht schwer fallen, nach den angegebenen Grundstzen seine Orthographie zu bilden. Wenn er die Schreibweise seines Adressaten kennt, so wird er gut thun, diese gegebenen Falls nachzuahmen ; er wird desto eher verstanden werden Vorliegendes Buch wird vielleicht auch in seinen Beispielen einige Anhaltspunkte dazu bieten. Ausserdem wrde es zu rathen sein, jedes Mittel zu benutzen, um so deutlich wie mglich zu schreiben, besonders damit die Pronomina und die grammatischen Formen nicht missverstanden werden knnen. Andererseits wird er in bekannten und vielgebrauchten Phrasen sich der alterthmlichen Schreibweise der Eingeborenen ganz gut bedienen knnen, da hier Missverstndnisse nicht zu beflirchten sind und die Leute ber diese Sachen desto glatter weglesen, je mehr sie ihnen in gewohnter Weise hingeschrieben sind :

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Schwieriger wird es sein, aus der geschriebenen Schrift den Wortlaut zu entziffern. Ich habe dabei folgenden Gang als practisch gefunden: 1. Man scheidet aus dem Brief das Arabische und das Suaheli von einander. Ersteres enthlt gewhnlich nichts besonderes Wesentliches, sondern nur Hflichkeitsphrasen (siehe den folgenden Theil des Anhangs) 2. Man versucht den Suahelitheil in Stze zu zerlegen. Dazu helfen oft die Wrter "..., ....i.l., j!f, J:f u hnl. 3 Aus einzelnen sofort deutlich lesbaten Wrtern unterrichte man sich ber die Art und Weise, wie der betreffende Schreiber die Buchstaben bildet und welche Regeln er bei seiner Ortho graphie gebraucht. 4 Man suche sich ber die grammatischen Formen klar zu werden Am ersten werden die Verbalformen hervortreten. Man suche dann die Pronomina auf, deren Formen ja bald gelufig sind Und wenn man dieses alles richtig erkannt hat, so bleiben nur die Stmme der Substantive und der Verba brig, die man entweder weiss, oder die man im Wrterbuch nachschlagen kann. 5 Findet sich das Wort, so wie man es zu lesen meinte nicht im Wrterbuch, so existirt es wohl meistens nicht; man muss nun eben, wie vorhin aufgefhrt, die andern mglichen Laute den Buchstaben substituiren, bis sich eine passende vorhandene Form findet 6. Besondere Schwierigkeiten macht es dem Anfnger, wenn sich irgendwo unbekannte Namen vorfinden. Solche Stellen wollen sich dann gar nicht in ihrer grammatischen Cnstruction durchschauen lassen. Aber gerade dieses ist es, was die Vermuthung erweckt, dass hier Namen vorkommen, und oft genug zeigt es sich, dass solch eine widerspenstige Buchstabengruppe eben einen oder mehrere Namen angiebt. 7. Der Anfnger bleibe sich immer dessen bewusst, dass sehr viele Buchstabengruppen mehrdeutig sind. So bedeutet z. B. _;,.r nicht blos (unser) sondern auch kilu (eine Sache) J nicht blos kwenu (euer) sondern auch kinu (Mrser) nicht blos bibi (Grossmutter) sondern auch (Elfenbein) nicht blos (ich) sondern auch mwenyi (Herr) u. s. w.

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168 Ja unter Umstnden kann nichtblass yako (dein) sondern auch yangu (unser) gelesen werden. Man versteife sich also nicht auf dasjenige was man sicher erkannt zu haben glaubt, sondern besinne sich auf alle Mglich keiten, die vorliegen knnen. Erst dann, wenn das Ganze einen zusammenhngenden Sinn giebt, wird es zweifellos, dass das Rthsel richtig gelst ist.

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Die Disposition der Suahelibriefe. Die Suaheli fassen ihre Briefe entsprechend den Sitten der arabisch moslimischen Welt berhaupt, in einer bestimmten stereo typen Form ab, die vor allem dem Hflichkeitsgefhl in her gebra c hter Weise entspricht So ist auch die Disposition dieser Briefe meist i n ein und derselben feierli ch-frmli c hen Weise an geordnet. Das Schreiben eines Briefes ist ja d o rt immer eine Art von Haupt. und Staatsaction Sehr oft wird der, welcher einen Brief absend e n will dazu die Hlfe eines gelernten Schreibers von Fach herbeirufen mssen, welcher natrli c h nicht nach dem Gefhl seines Herzens sondern nach den Regeln der Kunst sein Werk ver fertigen wird. Wer selbst schreiben und einen Brief abf a ssen gelernt hat natrlich erst re c ht das Bedrfniss sein Licht leuchten zu lassen und keine Gelegenheit zu versumen, wo er das, was er gelernt, anbrlngen kann. Mehr, als man in Europa mchte, nehmen die s e Leute beim S c hreiben ihrer Briefe einen anerkannten Brief steller' zur Hand, wenn sie etwas re c ht schnes abfassen oder einem recht geliebten oder recht geehrten Adressaten etwas schwarz Eigentliche Suaheli-Briefsteller sind uns zwar ni c ht bekannt, do c h s c hreiben die Lehrer ihren S c hlern in Ostafr i ka fters Mus t erbriefe, die d a nn als S c h e ma benutzt werd e n So hatte sich z B. der frhere Le e tor d e r Suahel i am Seminar fr orientalische Spra c hen eine Anzahl Suaheli-Mus terbriefe mitgebracht, von denen mehrere im vorliegenden Buc he benutzt sind Bei den ost afrikani sc hen Arabern ist unt e r and e rn der Briefsteller des Ahmed Muhamnud eshShirwani, betitelt Uji'ib ttlajib, Wunder der Wunder, im Gebrauch a us welchem Wahrmund, arabis c hes Lesebuch pag : 59 fgg. einige Proben verffentlicht hat.

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auf weiss zusenden wollen. Denn bei dem Suaheli oder dem ost afrikanischen Araber kommt es gegenwrtig beim Briefe nicht sowohl darauf an dass er etwas interessantes oder wichtiges ent hlt, sondern dass derselbe in der richtigen hflichen Weise abgefasst ist. Natrlich schreiben diese Leute an die Europer nicht anders, als an ihre eigenen Volksgenossen. Es ist immer als ein Zeichen besonderer Hochachtung und Freundschaft anzusehen, wenn der Brief viel Phrase und wenig Kern enthlt. Je weniger wiederum von den blichen Redensarten der Brief enthlt und je rascher der Schreiber auf das wirkliche Thema des Briefes eingeht, desto weniger Respect zeigt er dem Adressaten und desto grber ist der Brief abgefasst. Umgekehrt wird der Europer, der auf Suaheli einem Ost afrikaner einen Brief zu schreiben hat oder der seine Botschaft auf Suaheli schicken will, gut thun die hergebrachten Formeln zu be achten. Sie verbinden nichts, enthalten auch nichts, was unserer unwrdig wre, und wirken doch auf das Herz des Lesenden be ruhigend und erwrmend ein Es mag uns, die wir am liebsten im oder Telegrammstil schreiben, vielleicht langweilig erscheinen, alle diese ceremonielle Dinge mitzumachen. Aber der Erfolg, und auf diesen kommt es ja schliesslich an, ist desto sicherer. Ist es ja ebenso bei den mndlichen Verhandlungen mit den Afrikanern. Wer langsam und landesgernss vorgeht wird freili c h zunchst eine gewisse Zeit gebrauchen, bis er an den eigentli c hen Gegenstand, um den es sich handelt herankommt. Aber ist einmal das Vertrauen der Eingeborenen erreicht, ihre Furcht und ihr Miss trauen berwunden, dann geht auch alles desto rascher, und die Sachen kommen schliesslich viel eher, als man gedacht zum Abschluss. Geht man aber im Anfang rasch vor, dann mag man sich vielleicht bald rhmen, einige Erfolge erreicht zu haben aber je lnger, je mehr hufen sich die Schwierigkeiten, und schliesslich stellt es sich heraus, dass das, was schon Anfangs htte geschehen sollen und was damals mit verhltnissmssig ge geringem Aufwand an Zeit und Milbe htte erreicht werden k nnen, hinterher doch noch gethan werden muss, und dann lsst es sich, wenn berhaupt, nur mit grosser Beschwerde ausfhren. Vieles von dem, was zu der herkmmlichen Auss c hm c kung der Suahelibriefe gehrt, wird in arabischer Sprache ausgedrckt.

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Ich will es im folgenden versuchen, diese arabischen Stze so gut es angeht au c h denen zu erklren, welche keine eigentliche Kenntniss der arabischen Sprache besitzen. Es sind ja auch, zum Trost sei es gesagt, eigentlich nur eine sehr beschrnkte Anzahl von Wrtern und Stzen, um die es sich hier handelt. Wie schon frher gesagt, knnen diese arabischen Stze, die sich meist s chon usserlich durch Fehlen der Vocalzeichen oft auch der diakritischen Punkte berhaupt auszeichnen, von dem Leser meistens ganz bersehen werden. Wer nicht arabisch kann, der gehe darber nur ruhig hinweg, wie ber das P P oder T. T welches wir unsern Schreiben oft genug vor oder nachsetzen. Die einzelnen Theile aus denen ein ordnungsmassiger Brief z u bestehen hat, sind folgende : Oben ber dem Briefe steht gewhnlich ein frommer Spruch in arabischer Sprac he. Am gebruchlichsten sind die im Folgenden angegebenen stereotypen Formeln: a) bism il!iih irrahmn &.111 \ irrahim im Namen Gottes des gndigen des barmherzigen. ANMERKUNG .,.. bi Prp. in ,-1 i smi Name &.111 A//ahi Gen von A//ahu, Gott rrahmani des gndig e n (das l des Artikels ist, wie auch im nchsten Worte dem folgenden r assimilirt). rra himi des barmherzigen. Der S c hlussvocal der Wrter irmi, A//ahi, rahmani wird zum Anfang des folgenden Wortes hinber gezogen ; dabei geht das a im Anfang von A//ahi ftir die Aussprac he verloren. Eigentlich msste die ganze Phrase als ein Wort, ohne abzusetzen, gesprochen werden Das zu Anfang wird meist mit sehr langem Strich, fast wie ein J geschrieben, wie man sagt, als Ersatz ftir das ausgefallene 1 des Wortes ,-1 der Name In dem Worte &.111 werden die beiden J, hier wie berall, nur halb sogross wie das vorausgehende I geschrieben. Diese Phrase, welche den ersten Vers der ersten Sure des Korans (genannt "Fatiha" = die erffnende) bildet, steht ber ...

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fast alle Koransuren bergeschrieben und ist sonach die feier lichste Briefberschrift Sie wird auch sonst vielfach im Leben, beim Beginn aller Geschfte, besonders auch vor dem Schlachten und Essen gebraucht. In Ostafrika braucht man das "Bismillah" vielfach um jemand zu veranlassen aus dem Wege zu gehen, z. B. bismiUah punda wrtlich: Im Namen Gottes, der Esel= Platz fr den Esel. b) ,JW &JJI ,-1 bism Allahi taa/a im Namen Gottes des allerhchsten oder auch ,JW ,-1 bism taa!a im Namen des Aller hchsten. ,JW taiila wrtlich: er ist erhht = welcher erhht ist. Dieser Zusatz wird in Ostafrika fast immer hinter Allah = Gott zugefgt. c) ,JW &JJI &.:...{ bmtannihi Allah taala durch die Hlfe oder die Gnade Gottes des Allerhchsten oder auch blos ,JW &.:...{ bt mannihi taala durch die Gnade des Allerhchsten oder auch blos &.:...{ bmzannihi mit seiner Hlfe. &.:...{ bemannilzi wrtlich : durch seine Gnade; lzi ist das Pro nominalsuflix der 3 Person, welches dann durch das nachfolgende Substantiv Al!ahi weiter erklrt wird. Ab und zu werden auch andere hnliche Worte gebraucht wie z. B. rt.J' I( ""--! bumtk ya karim in deinem Namen o bann herziger. In ""--! ist das ansebliessende .S das Suffix der zweiten Person = dein. 2. Den Anfang des Briefes selbst bildet regelmssig die Adresse. Auch diese ist regelmssig arabisch. Sie beginnt meist mit .jl .,...'-'+ i/a jmb an seine Wohlgeboren (wrtlich : an die Seite). Sehr hochstehende Personen sind mit i".a. .jl ila hadrat an seine Hoheit (wrtlich an die Gegenwart) anzureden. In Ostafrika wurde frher fast nur der Sultan von Sansibar so angeredet. In Syrien und Aegypten ist lzadrat die Anrede an jeden anstndigen Mann. Zuweilen beginnt die Adresse auch blos mit .jl ila, an. Hierauf folgen meist eine Reihe ehrender Adjectiva wie z. B.: ..,......,, ilmulztbb der geliebte, r.!" ilakram der sehr geehrte, pl. r'.fl' ilktrm die geehrten, _,,.,, ilmuwadd der geliebte, ilahs/zam der sehr geehrte, r.f..J' ilmukarram der geehrte,

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e-'1.:.11 innsilz der aufrichtige, ilazzz der theure, '73 iifakih der gelehrte, rechtsverstndige, issadtk der aufrichtige Freund, r.v1 ilashyam der characterfeste; nach andern: der mit einem Schnheitsmal bezeichnete, iifasilz der wohlberedte, .p..VI ilajall, ilajill der hochansehnliche, irradi der angenehme, .jyl i!wafi der getreue, rHA.!I i!muatham der erhabene, einmal auch rHA.!I .p.-}1 der er-habene Mann, &i!JI itlzlhike der vertrauenswrdige, i!mulztaram der ehrwiirdige, J

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    ,,:-..,1 iddtslur das Muster, sahib Herr, 174 a.,-1"""1 illzawaja der Herr (Christ), .;.! .;r. bwana kubwa der Chef. Europische Titel, die in den vorliegenden Briefen vor kommen, sind: ,,:r.l, ,;J.l, .:;,1' .l Doctor, Konsul, .:.-o Mr., Baron. Viele Schreiber richten sich so ein, dass die ganze erste Zeile des Briefes, welche oft durch einen doppelten Zwischenraum von den brigen Zeilen getrennt ist, der Adresse gewidmet ist; wenn der Platz am Ende der Zeile nicht ausreicht, so wird aus den letzten Worten eine Art kalligraphischer Pyramide gebaut, welche fters beim ersten Anblick schwer zu entziffern scheint Solche Formen sind immer von rechts unten an zu lesen. Hinter den Ehrentiteln folgt dann der Name des Adressaten und zwar meist in der Form .)lLill ..,u; 1:1'1 ..,u; 1:1'1 ..,u; fulan bin fulafl bin ftJian ilfulani, N. N. Sohn des N. N. Sohn des N. N. aus der und der Familie : Wenn man an einen Bekannten schreibt und der Brief etwa durch einen besonderen Boten berbracht wird, wird der Name auch wohl etwas abgekrzt. Bei Angehrigen fremder Nationen wird gewhnlich beim Namen auch die Nationalitt noch besonders bezeichnet. Wir finden in den vorliegenden z. B. ,I,_L:Ji ilbelushi der Beludsehe, .;.1:;.11 iddashi der Deutsche (statt dieses Wortes wird auch iljtrman gesagt). Ich finde auch in nach Deutschland gerichteten Briefen yw "'""' iddole lmnia deutsches Reich geschrieben Dagegen wird an dieser Stelle nur hchst selten der Wohnort des Adressaten hinzugesetzt. Uebliche Briefanfnge sind u. a. auch folgende, aus denen sich ergiebt, wie man etwa den verschiedenen Rangklassen der Adressaten gegenber sich verschieden ausdrcken kann: An den Sultan : ..,u; 1:1'1 Ull,.. &t.. J">&ll aJ Ull,.., u,;_.;, U""="' ..... ._(1 Ila jmab saidna wa zakltirna wa molma 1M min /altu ilfadhi! aldna sabikan, molena fuln bin fuln. An seine Wohlgeboren

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    175 unsern Herrn und unsern Begnstiger und unsern Gebieter und von dem auf uns die Wohlthai kommt von Alters her (sabikan) unsern Gebieter N. N. Sohn des N. N. An einen vornehmen Mann, Kadhi und dergl.: ..,u.; <:rl ..,u.; e-:dJI u......, y.;aJI r,4ll rfl ..,.-11 ..... .;1 1 Ia jmab islzshekh ilmuhebb ilakram ilmukarram ilallsham ilasiz endna i!fasih fulan bin fulan. An einen lndier oder Banyanen: 011U <:rl ..,u.; y.jall .,.-II ..... ._)1 Ila jenab ilmuhtbb ilasiz fulan bin fulan. An den Sohn: ..,u.; <:rl ..,u.; .>lyl &..lll r,4ll rfl ..,.-11 ..... Ila jenab islt.rhekh ilmuhtbb ilakram ilmukarram ilahsham ithlhikt ilwtled filan bin fulan. An den Vater: ..,u.; <:rl 01lli .>Jiyl r,4ll rfl ..,.-11 .;1 Ila is!tshekh ilmuhtbb ilakram ilmukarram ilahsham irradhi ilwalid filan bitl filan Weiteres ergeben die Anfnge der einzelnen Briefe dieses Buches. 3 Unmittelbar hinter dem Namen kommt ein Segenswunsch meist .JW &111 a.Jsallamalzu Allah taala es segne ihn Gott der Allerhchste. Christen gegenber steht an dieser Stelle nicht selten .JW &111 ll.wb hadiihu Allalt taala es leite ihn Gott der Allerhchste sei!. auf den richtigen Weg. Diese Phrase wird fters aus Unwissenheit (oder Bosheit) verschrieben in .JW &111 l.wb hadahu Allah taala, was wrtlich heissen wrde: es schlage ihn Gott der Allmchtige. Diesem Segenswunsch ist dann meist noch &111 ..,1 in slzd Allah wenn Gott will, hinzugefgt. Es mag dies manchmal wie eine Ironie klingen, aber es ist den Moslem durch einen Spruch des Koran vorgeschrieben, bei allen Aussprchen, welche sich auf die Zukunft beziehen, insha Allirh zu sagen. Auf diesen kurzen Segenswunsch, der fters auch noch auf die erste Zeile dicht neben oder ber dem Namen des Adressaten zu stehen kommt, (das Itlslza/lah fngt dann gewhnlich die zweite Zeile an) folgt dann, wenn man irgend wie eine hfliche Form bewahren will, ein weiterer Segenswunsch.

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    176 In Ostafrika scheint dabei folgende stereotype Form ge bruchlich zu sein : a:;r',.!, &111 rll.. salm altik wa rtlzmet Ul/ahi wa barakatuhu. Friede sei mit dir und die Barmherzigkeit Gottes und seine Segnungen. Anm. a/tik ist die Prp. mit, ber. auf; ...S:. ist das Suffix der 2. Pers. Sing. wa und. rehme Barmherzig keit, hier rchmtt zu sprechen, weil ein Genetiv folgt. &;lly. barakatuhu seine Segnungen, baraka Segen pl. barakat 1 hu Suffix der 3 Pers. Sing. Zuweilen wird diesem Spruch noch &;w,-, wa mardatuhu und sein Wohlgefallen hinzugefgt, Anm. &Jw,-mardatuhu ist hnliche Bildung wie barakatuhu von iw,-marda Wohlgefallen. Auch finden wir Zustze, wie: I.:..:-I a:..N, 1oa neematuhu amina und seine Gnade ist wahrhaftig; .,.:"1 a,...;, ua nusruhu amina und seine Hlfe ist gewiss. 4 Nach diesen Segenswnschen geht man nun meist mit bado danach, \.ol ama bado aber danach, rllw. baado ya salm nach dem Gruss, zu den Mittheilungen des Briefes selbst ber. Vorher wird zuweilen noch der Ort des Absenders so wie der Bestimmungsort eingeschoben ulWI ,".., .JI ."lWI )'"""! bmdtr ilfulan ila bendtr ilfulan aus dem Hafen N N nach dem Hafen N. N. An den Anfang des eigentlichen Briefes kommt dann ge whnlich die Nachricht, dass bei dem Schreiber des Briefes alles gut steht, und der Wunsch, dass es bei dem Adressaten hnlich sein mchte (Dies kann auch dann geschrieben werden, wenn man hinterher manches bele melden oder voraussetzen muss). In vielen Briefen steht hier die stereotype Formel Jb. i rs> nakuarifu hali yangu njema-wa 11awe ktt7tJa kazalika 'lajia ich !heile dir mit, mein Zustand ist gut und ebenso sei auch du gleicherweise im Wohlbefinden. Anm. .J>" ariftt mittheilen (arab. arra.fa) wird in den Briefen stets fr dieses deutsche Wort gebraucht. Jl.. hali Zustand, Befinden. rj thama ebenso. ...f!.i! kazalika gleicher weise (ka wie, zalik dieses arab.). &,:.INI ilajia Gesundheit, Wohl befinden.

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    '77 5 Nach diesem kommt dann die Besttigung der Ankunft des Briefes oder der sonstigen Dinge, die man von dem Adressaten empfangen hat, und dann folgen die weiteren Mittheilungen. Da Interpunctionen nicht gesetzt werden, so wird entweder durch basi der vorhergehende Satz abgeschlossen, oder durch aidha ferner, oder J;f katika was anbetrifft, das folgende eingeleitet. Wichtigeres wird durch ein eingeschobenes a'a/am biza/ik wisse dieses oder rJN taa/lam za/ik wisse dieses hervorgehoben Anm. a'alam ist Imp. von a/ama wissen, welches mit der Prp .,.. bi construirt wird zalik dieses. rJN taa/lam wisse ist lmp. von rJN wissen, welches den Accusativ regiert Wo man der erzhlten Sache nicht gewiss ist oder wo man sich nicht allzu schroff ausgedrckt haben will, kann man &111 Allahu a/am Gott w e iss es scil. was daran wahr ist, einschieben. Manchmal wird auch die Formel &111 A/lalzu aalam Gott weiss es am besten, gebraucht. Wenn man fr eine e rhaltene Wohlthat danken will, so schreibt man .:...:..-.1 ahsant, du hast es schn gemacht, bravo, oder ... ..II &111 feziik A/lahu elfu khtir es vergelte dir Gott mit tausend fachem Heil. Anm. von faza vergelten. .S Pronomen der 2 Person ..II e!fu tausend khrir Glck. Bitten werden durch ein hinzugesetztes 1111 &111 Allah, Allah Gott, Gott, oder &111' &111' &111' Wallalzi, Wa//ahi, Wa!/ahi bei Gott, bei Gott, bei Gott, m g lichst eindringli ch gemacht. Zu der Nachricht von freudigen Ereignissen wird hinzugefgt .."_JWI .,..1 &II ..-!I i/hamdu /i//ah rabb iliilamill Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Anm. ..-!I illtamdu Lob, Preis, &ll lil/alt, zusammengezogen aus der Prposition Ii, ftir; an und &lll Allah Gott; .,.., rabb Herr. .."_11# ii/am"in die Welten Bei Meldung eines Todesfalls wird hinzugefiigt a;Jl t'l\; bma /i/lahi wa inna i/aihi ragetma: Wahrlich wir gehren Gott und wahrlich wir kehren zu ihm zurck. 'J

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    Anm. t inna wahrlich wir, .", in wahrlich, 11 11a Pronom. der 1. Pers. PI., &JJ lillalti zu, fr Gott. J Ii fr; &,:II iltihi zu ihm. .)1 ila zu, hi Pronom. der 3 Pers. Sing., von raj'a zurckkehren, wir kehren zurck. 6 Den Schluss des Briefes machen Grsse, die entweder von der Verwandtschaft und den Hausgenossen dem Schreibenden auf gegeben oder von ihm an den Adressaten aufgetragen werden. Eingemischt sind hierin allerlei Bitten doch bald Nachricht zu geben und dabei wird etwa betont, dass die briefliche Nachricht das halbe Wiedersehen sei. Dieser letztere Satz wiederholt sich fters auf arabisch und suaheli. Arabisch lautet er &+I,_JI ......oJ, .jlWI J."; lo:Rll tiiarij ilhati nuuu lmulk wa nussu /mewje. fhrt sich der Schreiber des Briefes selbst ein. Er nennt sich bei freundschaftlichen Schreiben muhebbak dein Geliebter, ..f.,Jyl ihue/edak dein Kind, ilakhik dein Bruder (einmal kommt we/edak und akltik neben einander vor), auch wohl hadim der Diener (einmal auch ltadim mbaya dein schlechter Diener). Hflicher Weise vergisst man nicht hinzuzufgen &JJ illzakir lillalzi der vor Gott niedrige, welches manchmal von Leuten die mit dem Arabischen nicht allzubest Bescheid wissen &UI illzakir Allahi der niedrige Gottes geschrieben wird. Manchmal wird neben illzakir das sich darauf reimende r-UJI iljakir der Arme gesetzt. Andere Worte, mit denen der Schreiber sich bezeichnet sind sagltirak dein kleiner, mdogo der kleine mtumwa wako dein Sklave. Vor der Bezeichnung des Absenders steht entweder nur rli..JI aualaam Gruss oder .r rll..ll assalaam mi11 Gruss von oder auch bloss ..,.. von. Bei mehr frmlichen Schreiben vornehmer Personen steht vor den Namen des Absenders katabaltt< es hat ihn {den Brief) geschrieben. Bei Schreiben aus der Kanzlei des Sultans von Sansibar steht gewhnlich &1' Y,... katabalzu beamrilzi mamlukulzu es hat ihn {den Brief) auf seinen (des Sultans) Befehl sein Diener geschrieben. Dem Namen des Schreibers folgt noch fters "':-! b(jedilzi mit seiner Hand, doch bedeutet weder dieses noch das vorher-

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    179 genannte dass der dabei genannte wirklich den Brief geschrieben hat, es ist oft nur herkmmliche Form. 7 Den Schluss des Briefes bildet regelmssiger Weise das Datum Eingeleitet wird dasselbe oft mit dem Worte ttikh Datum od"' bitr"ikh vom Datum. Die Form des Datums ist mannigfaltig, es kommt aber zuerst immer der Tag (rY. jm oder ,l4-l nahr, man c hesmal steht auch i.I,:J lti/e Nacht Die Zahl wird mit Ziffern oder auch mit Buchstaben bezeichnet. Dann kommt der Name des Monates, vor diesem wohl au c h n och o;) fz in oder .,.milz vor. Zuweilen steht vor dem Namen des Monates auch wohl noch das Wort ihe hnMonat. Die arabischen Monatsnamen sind : I. rrsvo Muharram 7 ..,...,., .Rajab 2. ,W Sajn8 Shaabtitz 3 J,VI Rebi ilauwa/ 9 Ramalhtin 4 Rebi i/akh e r 10, Jlr Shauw/ 5 J'VI 'i"'--' :Jemiid ilamual 11. 1-Wlllo/J Thi/kaade 6. 'i"'--' Ymziid i/iikher 1 2. Thi/haje. Die Suaheli beginnen die Zhlung der Monate mit dem Schau w l, den sie 11ifunguo m osi nennen, die folgenden sind mjunguo wa pili, mj: 1oa tatu und so weiter, beim Rajab wird der arabische Name beibehalten, der Shaabtz heisst mlisho, der letzte (der Fastenmonat) ist dann der Ramathn Die Namen der Monate werden fters auch abgekilrzt und verstmmelt geschrieben, doch wird es bei einiger Aufmerksamkeit nicht schwer werden, das Geschriebene nach vorstehendem Register zu ergnzen. Zuletzt kommt die Jahreszahl, eingeleitet durch &.:... sene Jahr oder &.:... o;) jz sene im Jahr. Dieses Wort wird meist als ein einziger langgezogener Strich geschrieben (mit oder ohne deutlich geschriebenes h am Ende). Ueber diesem Strich steht dann die Jahreszahl, natiirlich in Jahren der Hedschra angegeben. 8. Die Muhammedauer rechnen nach Mondsmonaten. Wenn der neue Mond sichtbar wird, beginnt ein neuer Monat. Zwlf solcher Monate bilden ein Jahr. Da zwlf Mondsmonate um Ia-I 1 Tage krzer sind als das Sonnenjahr, nach dem wir rechnen so 2J'

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    11!0 verschiebt sich der Anfang jedes muhammedanischen Jahres jedes mal um IO-I I Tage gegen unsere Zeitrechnung und es ist deshalb unmglich ftir die arabischen oder Suaheli Monatsnamen einfach unsere Monate zu gebrauchen Da es eine ziemlich umslndliche Sache ist jedesmal aus dem muhammedanischen Datum das christ liche und umgekehrt zu berechnen, so ist es nur zu empfehlen, wenn jeder, der mit solcher Verglei c hung der Zeitrechnung fters zu thun hat, sich die vortreffli c hen Tabellen von Wstenfeld (V ergleichungstabellen der muhammedanischen und christlichen Zeit rechnung. Leipzig Brackhaus I 8 54) und deren Fortsetzung von Mahler (Fortsetzung der Wstenfeldsehen Tabellen. Leipzig. Brookhaus I 88 7 r anschafft. In den ersteren ist rlas christli c he Datum ftir alle Monatsanfnge der Jahre der Hedschra bis I3oo = I882 n. Chr.; in diesen bis I500 der Hedschra= 2077 n Chr. ; angegeben. Um ein Beispiel davon zu geben wie das muhammedanische Datum hinter dem unsern zurckbleibt, mgen folgende Zahlen dienen, die ich vorgenannten Tabellen entnehme : Datum der Hedschra Christliches Datum I. Moharram I300 I 2. November 1882 I. 1301 2 1883 I. I302 21. October 1884 I. 1303 10 188 5 I. 1304 30. September 1886 l. 1305 19 1887 I. 1306 7 1 8 88 .I. 1307 28. August 1889 I 130 8 17. 1890 I. 1309 7 1891 I. 13IO 26 Juli 1892 I. 1311 15. 1893 l. 1312 5 1894 l. 13I3 24. Juni 1895 I. 13I4 12. 1 8 96 1. 1315 2 1897 l. 1316 2 2 Mai 1898 I. 1317 12. 1899 I. I318 I. I900 l. 131 9 20 April 1901 I. 1320 IO. I902

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    I !:li Wenn man ftir die Bestimmung des Anfangs der muham medanischen Monate unsern Kalender zu Hlfe nimmt, so ist zu bea c hten, dass in unsern Kalendern unter "Neumond" der Augen blick verstanden wird, wenn der Mond ftir uns der Sonne am n c h s ten kommt und also ftir uns vllig unsi c htbar ist, whrend die Muhammedaner unter "Neumond" den Tag verstehen, wenn die neue Mondsichel wieder am Abend sichtbar wird. Im all gemeinen ist also der Neumond der Muhammedaner zwei Tage spter als der Neumond in unserm Kalender. Da die Suaheli wie alle Muhammedaner den Tag mit Sonnen untergang beginnen, so fllt nach ihrer Rechnung alles, was von 6 Uhr Abends an ges c hieht, auf den folgenden Tag. Es ist dies wohl zu bercksichtigen, wenn es sich um die Feststellung eines bestimmten Datums handelt. Es ist ferner zu beacht en, dass die Suaheli den Anfang des Jahres fr die Bestimmung der Jahreszahl auch auf den ersten Moharram, wie die brigen Muhammedoner setzen, trotz ihrer be sondern Monats z hlung. Weitere Auskunft ber die orientalis c he Zeitrechnung (auch die des trkischen Staatsjahres welche je lnger je weniger mit der sonstigen Zeitrechnung der Mohammedaner zusammenstimmt) findet man bei Lacoine: Tables de concordance des dates des calendriers arabes copte, gregorienne, israelite, julien, republicain etc. Paris. Baudry et Cie 15 rue des Saints Peres 1891. Einige Worte ber die Zeitre c hnung der Banyanen (der heidnischen Indier in Ostafrika) mgen hier hinzugefgt werden Die Banyanen rechnen nach einer besondem Aera, welche ihren Anfang mit Vikramaditya im Jahre 57 vor Christus ge nommen hat. Die Jahre dieser Aera werden Samvat-Jahre (nach gewhnlicher englischer Schreibart: Zumbat year) genannt : Ihre Jahre sind Sonnenjahre, wie bei uns, so dass dem Jahre 1892 so ziemlich das SamvatJahr 1949 entspricht. Dagegen sind ihre Monate Mondsmonate, die ebenso wie die der Muhammedaner mit dem Tage beginnen, an welchem der neue Mond si c htbar wird. Um die Differenz zwischen dem Sonnenjahr und den 12 Mondsmonaten auszugleichen werden S c haltmonate eingeschoben; ich habe aber aus den mir zugnglichen Quellen nicht erfahren knnen, in welcher Weise dies geschieht. Man erreicht dadurch, dass der Anfang des Jahre s immer in der Nhe der Frhjahrs nachtgleiche also um den Anfang unseres April bleibt.

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    182 Die Namen der Monate bei den Banyanen sind: Chaitr etwa unsenn April entsprechend, Vaisak Mai Jd Juni Ashiid Juli Shrt'Dfl Bhiidarwo shwall, Asho Krlfk, Kartk Mgashar, Mrgashzrsh Posh Mg, Mh Fgtm Die Wochentage benennen Sonntag Montag Dienstag Mittwoch August September October November December Januar Februar Mrz die Banyanen wie folgt: Raviv r Somwr Mangalvr Budvr Donnerstag Guruvr Freitag Shurkuvr Sonnabend Shanivr Der Ort, wo das S c hreiben herkommt, wird an dieser Stelle nicht angegeben. Doch vergl. Brief 33 am Ende. Zu den Zahlen bedient man sich der hier angegebenen Ziffern : 10 9 8 7 6 5 4 3 2 I 1AY1Df'r oder \ 't A Y l o t \ I I ,. 30 \ 20 Die Ziffern werden von den Arabern und Suaheli in der selben Reihenfolge geschrieben wie bei uns z. B I f1D = 1295 Es ist zu bemerken, dass in der Jahreszahl manchmal die Null ausgelassen ist lrD = o5. Manche fgen dagegen bei den Zehnern eine Null hinzu r I = 2 1. Mit dem Datum sollte der Brief eigentlich schliessen. Dass aber auch in Ostafiika Postscripte besonders in den Briefen von Frauen fters vorkommen und vielleicht gerade das wichtigste ent halten, ist aus den vorliegenden Briefen hinlnglich zu ersehen. Da diese hier angefiihrten arabischen Floskeln und Formeln ziemlich stereotyp sind, so werden sie recht oft entweder so un-

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    deutlich oder (was fr den europischen Leser oft genug dasselbe bedeutet) so kalligraphisch verschnrkelt geschrieben, dass man sie bei dem ersten Anblick nur sehr schwer zu entziffern zu knnen meint besonders da auch die diakritischen Punkte sehr oft entweder zum Theil oder ganz hinweggelassen oder nach dem sthetischen Geftihl des Schreibers hier und dort hin in dem Monogramm ver tbeilt werden. Weiss man aber, was man an der bestimmten Stelle des Briefes nach dem oben angefhrten zu erwarten hat dann wird es meist nicht schwer sein zu erkennen, was eigentlich ge schrieben sein sollte. VergL den Schluss der Briefe auf Tafel II, III, IV,

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    DIE AEUSSERE FORM DER BRIEFE. Mit Vorliebe werden die Briefe auf ein Folioblatt geschrieben. Wenn nur kleinere StUcke Papier zu Gebote stehen, so wird das Blatt doch am liebsten so beschrieben, dass die Linien mit der ursprnglichen Breitseite des Folioblattes parallel laufen. Man schreibt immer auf ein einzelnes Blatt, also nicht wie wir, die wir auch bei Briefen, wo wir kleineres Format nehmen, immer doch mindestens das Papier zu zwei Blttern brechen An der rechten Seite wird ein 2-3 Finger breiter Rand gebrochen, links wird zuweilen, es scheint dies aber ein Zeichen besonderer Hflich keit zu sein, ein schmlerer, etwa Finger breiter Raum frei gelassen. Linien diirfen anstndiger Weise nicht gezogen werden Statt dessen wird das ganze Blatt in etwa einen Finge.r breite Streifen geknifft. Man fngt dazu etwa von unten mit einem schmalen Streifen an, den man scharf wie einen Rand ausstreift, genau um cliesen wird nun ein zweiter Streifen umgeschlagen, und so wird das ganze Blatt allmhlig zu einer Art Fidibus zusammengewickelt. Jeder einzelne Streifen wird gut ausgestrichen. Manche rollen auch das Blatt der Quere nach zusammen und drcken dann mit einem male die Rolle mglichst platt, wodurch dann die gewilnschten quer ber gehenden Kniffe entstehen Hinterher sucht man dann das Papier so gut wie mglich zu gltten, und bei wirklich gutem Papier (ohne Holzstoff) schaden die quer laufenden Kniffe auch dem Aussehen der Schrift nur wenig. Die Schrift kommt nicht auf, sondern zwischen die Linien. Wo es auf besonders schne Schrift, also auch auf gleich mssige Linien ankommt, bedienen sich die Suaheli an Stelle eines Linienblattes einer Art von Gitterwerk 1/lastarah, auf welches das Papier so hinaufgepresst wird, dass sich die quergespannten Bindfden in dasselbe etwas abdrcken. Etwa drei Finger unter dem oberen Rande kommt zunchst das Bismi//ah oder ein hnlicher Spruch (siehe Seite 171) in d e r

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    Mitte der Zeile. Nach den vorliegenden Proben schwanken die Schreiber darin, dass einige das Bitmi//ah in die Mitte des ganzen Blattes, andere in die Mitte des zum Schreiben bestimmten Theils (also den Rand nicht mit gerechnet) setzen. Wieder etwa drei Finger unterhalb des Bismi/lah folgt dann die Adresse. Diese nimmt die erste Zeile ein. In der Kanzlei der Sultane von Sansibar wird auf der ersten Zeile ein Vermerk, wie der folgende : ,;.Jy. 1:1" min Bargash bin Said von Bargasch dem Sohne Saids, so gesetzt, dass die ersten Worte auf der Zeile selbst, die anderen ber ihnen in kalligraphischer An ordnung stehen. Bei wichtigeren Sa c hen wird auch noch das Siegel ber diesem Vermerk abgedruckt. Man lsst dann einen kleinen Zwischenraum und beg i nnt die Adresse etwa zwei Finger breit weiter. Die erste Linie mit der Adresse wird, wo man auf die Form Acht geben will, durch einen etwas grsscren Zwischenraum von der folgenden Zeile getrennt, als wie er sonst zwischen den Zeilen gelassen wird. Es folgt dann der Text des Briefes fortlaufend ohne Unter bre c hung. Abstze werden nicht gemacht. Wenn der ftir die Schrift freigelassene Raum nicht ausreicht, so wird das Blatt so umgedreht, dass das obere Ende zu unterst kommt und dann schreibt man auf dem Rande weiter. Reicht auch dieser nicht so wird das Blatt quer genommen und nun auch noch der obere Rand (um das Bismi//ah herum) mit quer laufenden Zeilen be schrieben. Erst dann wenn die ganze erste Seite des Blattes voll geschrieben ist, wird, falls man das Bedrfuiss weitere Mittheilungen zu machen empfindet, auf die zweite Seite bergegangen. Oft wird von dem Blatte eine Ecke, soviel wie man etwa mit der Fingerspilze bedecken knnte, weggeschnitten, meistens rechts unten, aber zuweilen auch links oder rechts oben, bisweilen werden auch zwei Ecken abgeschnitten. Es ist das ein Hflichkeits zeichen und soll folgende Bedeu\ung haben : Wie alles menschliche so ist natrlich der vorliegende Brief nur etwas unvollkommenes, und um dies auch usserlich anzudeuten, wird dem Blalte eine Ecke abgeschnitten, sodass es nur noch drei gute Ecken statt vier hat. Um das Blatt zusammenzufalten, wird es in der Mitte ge brochen und dann der lange Streifen in drei oder vier Theile getheilt.

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    !86 Der fertige Brief wird jetzt gewhnlich in ein Cou vert baklzsha gesteckt. In frherer Zeit, wo die Couverts noch nicht Mode waren, wurden die Briefe ohne dasselbe verschlossen. Auch in diesem Stck ist die Sitte in Ostafrika etwas anders als in unseren Canzleien. Um dort einen Brief ordnungsmssig zu schliessen, werden zunchst die beiden Rnder, rechts und links nach innen zugebogen, dann wird dieser lange Streifen so in der .Mitte zusammengeklappt, dass der eine Theil etwa einen Finger breit (etwa am oberen Ende) hervorsteht; dann wird das zusammen gelegte (lange) StUck in sich noch einmal genau in der .Mitte zusammengefaltet; das berstehende Ende wird hinber gebogen und bildet so eine Falte, in die hnlich wie bei unsern alten Kanzleibriefen das brige hineingesteckt werden kann. Verschlossen wird der Brief durch einen Tropfen Siegellack, der unter die Klappe kommt und mit den Fingern festgedrckt wird. Von aussen wird ein Siegel nur dann auf den Brief gedrckt, wenn man demselben das Aussehen ganz besonderer Wichtigkeit ver leihen will.

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    Bemerkungen zu den Facsimiletafeln. Um dem Lernenden wenigstens im geringen Maasse eine Anschauung zu geben, wie das Suaheli von den Eingeborenen thatschlich geschrieben wird, habe ich diesem Buche Tafel I bis XI angehngt; auf diesen Tafeln sind verschiedene Proben von Suaheli handschriften, so genau als es unsere Technik gestattet, wieder gegeben. Schon ein flchtiger Blick lsst erkennen, wie weit die Schrift unserer Drucke von der dieser Handschriften verschieden ist, und es ist offenbar, dass auch derjenige, welcher die gedruckte Schrift ziemlich fertig lesen kann, doch noch Mhe haben wird, sich in das geschriebene hineinzustudieren, bis er es einiger Maassen ge lufig lesen kann. Indessen lassen sich die Schwierigkeiten meist leichter berwinden, als man im Anfang denkt, wenn man nur von vorne hereindarangeht die Schreibschrift, nicht die Druckschrift nachzumalen (am besten ist es, die gegebenen Schriftproben immer von neuem durchzupausen); man wird sich bald an die ungewohnten Formen gewhnen, und schliesslich erscheinen die wildverschlungenen Buchstabenreihen der Handschriften nicht schwerer zu lesen als die in gleichmssigen Ziigen aufgereihte Druckschrift. Es mag hier der Platz sein, zunchst einiges ber das Schreibe material der Ostafrikaner einzufgen. Den Ostafrikanern ist das Schreiben mit einer Feder, in unserem Sinne, eigentlich unbekannt Sie schreiben im besten Fall mit dem Schreiberohr kalamu, dessen bessere Exemplare durch den Handel aus Indien importirt werden. Wer solches Rohr nicht erhalten kann oder wem es zu theuer ist, schneidet sich einen Holzstift kijili zum Schreiben zurecht Anfngern im Schreiben, Schulkindern wird das eigentliche Schreiberohr nicht in die Hand ,,.

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    18. 8 gegeben, sie mssen sich erst mit dem Hlzchen ben Solche Hlzchen werden am besten aus der Mittelrippe der Kokosbltter (makuti ya nazz), die berall zur Hand sind, geschnitten. Man benennt die Schreibrohre von Bambus bester Qualitt in Sansibar ka!amtt ;a kri,' rlie geringere Sorte Bambusrohr heisst einfach ka!amu ya mwa11zi. Erstere ist so dnn wie ein dnner Bleistift, letztere ist dicker. Der ka!amu ya kari kostet in Sansibar etwa 2 Pesa ( c. 5 Pf.) das Stck, den ka!amtt ya m wan:i kann man s c hon fr 1 Pesa haben. Die Wahindi und die Banyanen schreiben meist mit dem kala111tt ya muanzi, der arabische Schreibe knstler mit dem ka/amu ya kari. Arme Leute holen sich aus dem Felde einen ka/amlt ya malma, von etwa fingerdickem Rohr Der Ka!amu muss kunstgerecht geschnitten werden; es gehrt viel Uebung dazu um in das Rohr in der rechten Weise die Spalte hinein zu bringen, es richtig anzuspitzen und die Spitze in einer fr die betreffende Hand passenden Weise zuzuschneiden. Die Spitze wird nicht gerade, sondern etwas schrge abgeschnitten. Die Feder chneiden heisst kalainu. Ist das Schreiberohr richtig zugeschnitten, so muss es beim Schreiben in einer gewissen liebevollen Weise behandelt werden, wenn die Spitze nicht sehr bald unbrauchbar werden soll. Wir Europer drcken mit der Feder viel schwerer auf das Papier als die Suaheli, dabei nutzt sich die feine Spitze bald ab, fasert, und man sieht sich sehr bald gezwungen sie neu anzuschneiden. Der schreibekundige Suaheli fhrt dagegen mit dem Schreiberohr viel leiser, so wie mit einem Pinsel ber das Papier; so kann er ziemlich lange schreiben, ehe die Spitze des Ka/amu angegriffen erscheint. Wer den Ka!amu nicht zuzuschneiden versteht oder nicht mit ihm schreiben kann mag es mit unserer Stahlfeder versuchen, die ja auch in Ostafrika bereits Eingang findet. Es ist nur dabei zu rathen, Federn mit breiter Spitze zu nehm e n ; die Rundschrift federn von Snnecken sind ganz geeignet dazu. Snnecken fabricirt auch Federn eigens fr arabische Schrift, aber ich habe diese, wenigstens fr meine Hand, nicht so passend gefunden als die Rundschriftfedern; jedenfalls versuche man es immer zuerst mit den breitspitzigen Nummern. kri ist ein indisches Wort und bezeichnet nicht etwa eine Gegend, von wo die besten Schreiberohre herkommen, sondern kommt von dem Zeitwort karvmz thun

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    189 Natrlich werden jetzt auch Bleistifte nach Ostafrika importirt und die Eingeborenen schreiben auch mit ihnen. Dem Europer ist es meistens leichter mit dem Bleistift schne, arabische Buch staben zu malen als mit der Feder. Von den Suaheli wird der Bleistift kalamu ya male d. h. Speichelstift genannt. Papier wird jetzt weder in Sansibar noch in Maskat gemacht {obwohl die Araber bekanntlich das Lumpenpapier erfunden haben, siehe in den Mittheilungen aus der Sammlung der Papyrus Rainer Band li u. 111, die Abhandlungen von Karabacek und Wiesner). Es wurde frher dorthin aus Syrien (Karlasi ya Sham) und aus Indien (Karlasi ya Kihi11di, Karlasi ya MumMe') importirt; jetzt natrlich auch europisches Papie r aller Art; doch gilt dieses dem Volke allgemein noch als Karlasi ya Sham. Neben weissem Papier wird auch fters dnnes rothes, dem Namen nach aus Indien stammendes gebraucht. Die Schler in der Schule schreiben zuerst nic ht auf P a pier, sondern auf Brettchen, bao; in den cht arabischen Schreibeschulen wird von den Schulkindern zuerst auf den Schenkelknochen eines Kameels paja Ia 11gnmia geschrieben, wie schon Muhammed ge schrieben haben soll. Die Suaheli legen beim Schreiben das Papier nicht auf einen sondern entweder auf das Knie oder sie sttzen dasselbe auch nur auf die drei Mittelfinger der linken Hand Es ist fr uns sehr auffllig, dass man auf eine.r scheinbar so unzureichenden Unterlage nicht nur Uberhaupt, sondern sogar auch noch schn schreiben kann. Aber wer wirklich schn arabisch schreiben will, versuche es nur, auf den Fingerspitzen zu schreiben. Erst dann wird es ihm klar werden, warum die Form der arabischen Buch staben so ist, wie sie ist. Die Rundungen kommen dann wie von selbst heraus, man sieht sich genthigt bei jedem Buchstaben das Schreiberohr von neuem auzusetzen; man kann da nicht mit der Feder stark aufs Papier aufsetzen, sondern man muss immer recht leise verfahren. Wenn der Schreiber nur irgendwie Augenmaass fr einen schnen gleichmssigen Duetus hat, so wird seine Schrift bald ganz "orientalisch" ausfallen. Allerdings geht solche Schreiberei nur recht langsam vorwrts, so dass uns Europern meist nur zu bald die Geduld reisst. Mumbie -Bombay.

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    lgQ Die suaheli bedienen sich Tinte (wino), eigentlich Tusche. aus Sansibar erhalten knnen : zum Schreiben einer eigenartigen Ich habe folgende Tintenrecepte Nakuarifu ya kuwa min taraju hawaija za wino sanaa ya kmuanza : Janya gundi ui/u w ike kwa maji halla ilu wane, uiw tke juani hat/IJ ipande bovu, ukisha u chukut moshi wa taa ya majuta ya rangi wa ama ya nazi, moshi wake ulie upiganishe pamoja, wa salaam. Na sanaa ya pili: twaa mchtlt na gundi na moshi 1oa taa; m chele ukange molo halt
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    Unsere europische Tinte, von welcher brigens viele Suaheli glauben, dass Museblut eines ihrer Hauptingredienzen ist, taugt nicht zum Schreiben mit dem Schreiberohr. Recht gut schreibt das Schreiberohr mit einer Auflsung von chinesischer Tusche. DII!: SCHRIIT DER SUAHEU. Die Schrift der Suaheli weicht in ihrem gegenwrtigen Character nicht unbedeutend von dem in Persien, Syrien, Egypten, Marocco gebruchlichen Ductus des Arabischen ab.' Die Suaheli schreiben die Buchstaben im allgemeinen bedeutend grsser als die brigen arabisch schreibenden Vlker und halten deshalb auch die Schriftzeichen viel mehr auseinander. Am allermeisten weicht von der sonstigen modernen arabischen Schrift der Ductus ab, von welchem auf Tafel VIII eine Probe gegeben ist. Die hier gegebene Schrift scheint mir einen besonders alterthmlichen Character zu tragen Die diakritischen Punkte werden meistens recht deutlich ge schrieben. Wo zwei Punkte ber oder unter einen Buchstaben zu setzen sind, werden dieselben allerdings hufig mit einem Feder strich geschrieben, so z B. viele male auf Tafel I, aber nur sehr selten ist das ganze so klein, dass es fr einen einzelnen Punkt angesehen werden knnte. Fast nie kommt es vor, dass ein Buch stabe mit seinen zugehrigen Punkten so sehr verbunden ist, dass alles mit einem Federstrich geschrieben ist, wie man etwa in Syrien J o:J .:. am Ende zu schreiben pegt. Man beachte es, dass die beiden in eins geschriebenen Punkte manchmal wie ein Vocalstrich erscheinen knnen; so z B. Tafel IV unterste Zeile am Ende im Worte sind die zwei Punkte unter dem 'i so geschrieben dass man sie fr ein Kisra ansehen knnte. Kommen drei Punkte ber einen Buchstaben, so werden manchmal, aber verhltnissmssig nur selten, alle drei mit einem Strich geschrieben so z. B. auf Tafel X in dem Worte insha!lah Zeile 2 am Anfang, Zeile 8 in der Mitte. Eine recht brauchbare Sammlung von arabischen Schrift proben jener Lnder bietet das Buch: Specimens de cent ecritures arabes pour Ia Ieeiure des manuscrits anciens et modernes. Par un pere de Ia compagnie de Jesus. Beyrouth. Imprimerie catholique r885. Ostafrikanisches ist aber in diesem Buche nicht vertreten.

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    Oefters werden die diacritischen Punkte nicht direkt unter oder ber den Buchstaben gesetzt, zu welchem sie eigentlich ge hren, sondern ein wenig davon entfernt, wo das sthetische Geftihl des Schreibers eine Lcke sieht. Der Anfnger darf sich dadur c h nicht stren lassen. Man vergleiche auf Tafel X folgendes: Zeile 2 die Punkte fr das .;., in mlzmal; sie stehen ber dem m, whrend der Strich des .;., weit unter das folgende Wort gezogen ist; Zeile 3 im hier stehen die zum Anfangsbuchstaben gehrigen zwei Punkte unter dem c.; ferner in der drittletzten Zeile, Mitte, im Worte sind die Punkte, die unter das Ir? gehren, scheinbar unter das Schluss 1 und die zu diesem gehrigen Punkte ber das Ir? gesetzt. Es ist natrlich, dass auch die sonstigen diakritischen Zeichen oft genug undeutlich geschrieben werden, doch wird man bei einiger Aufmerksamkeit sie wohl immer entrthseln knnen. Man sehe auf Tafel X das als einfachen Strich geschriebene Shedde ber dem o.r im Worte tlWI Zeile 2, oder da s ebenfalls als kleiner Strich geschriebene Sukun ber dem ." im Worte ba11da zu Anfang von Zeile 7 Es hilft oft bei der Entzifferung, wenn man zunchst zusieht, ob ebensoviel Consonanten wie Vokale zu finden sind. Auc h empfehle ich meinen Schillern bei Wrtern, deren Lesung Schwierig keiten bietet, bei der Bestimmung der Zeichen von hinten anzu fangen. Sehr oft geht es dann leichter. In der Schreibung der einzelnen Buchstaben ist folgendes zu bemerken: I wird am Anfang oft nach oben mit dem folgenden J ver bunden; man vergleiche z B. auf Tafel li Zeile 1 zu Anfang die Schreibung von auf Tafel IV Zeile 1 zu Anfang das hier ist der Haken, der das Elif bedeuten soll, minimal und man mchte ihn fast bersehen. Vergleiche hiezu auch das in der Datumsbezeichnung, letzte Zeile Tafel III. Auch sonst wird es bei schneller Schreibung fters mit dem folgenden Consonanten verbunden, so z B. Tafel I am Ende ist in dem Worte tlWI das r gleich oben an das Elif angehngt. Etwas anders ist die Verbindung im Worte .....,..JI illzamdu Tafel lll Zeile 3 gegen Anfang, oder in Tafel IV Rand Zeile 2 am Ende und an hnlichen Stellen. Doch kommt diese Verbindung des Elif mit dem folgenden Buch staben in Ostafrika lange nicht so oft vor als bei den Syrern oder gar der Tiirkischen Diwanischrift.

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    193 ..,. wird von einigen zu Anfang und in der Mitte nicht blos mit einem Haken, sondern mit zweien geschrieben, wie z. B. Tafel! Zeile 5 von unten, Mitte in babaye ; es mchte hier nur ein Schreibfehler scheinen, aber manche Schreiber scheinen sogar ganz consequent so iu schreiben. .:. wird auch von einigen fters mit zwei Haken ges c hrieben zu Anfang wie am Ende, in diesem Falle kommen die beiden Punkte meist zwischen die Haken, nicht ber den ersten zu stehen Andere Schreiber dagegen halten es fr schn, bei den Buch staben "':', .:. .!> nur e i n e n Haken am Ende zu schreiben der Haken zu Anfang wird weggelassen, der wagerechte Strich wird dann lang ausgezogen. So z B. in dem !angezogenen "':' auf Tafel I Zeile 6, Tafel III Zeile 7. Viele Schreiber machen die Haken dieser Buchstaben, so wie des "' gar nicht ausdrcklich, sondern sie setzen dicht davor das Schreiberohr ab und fangen dann an derselben Stelle von neuem an; da die Spitze des Schreibe rohrs aber niemals genau auf das Ende des vorhergezogenen Striches zu stehen kommt, so markirt sich der Anfang neuen Buchstaben immer deutlich genug. Besonders auf Tafel III lsst sich das bei vielen Wrtern noch deutlich erkennen z. B. zu Anfang von Zeile 5 in und Anfang von Zeile 6 man genau zusieht so ist in beiden W rtern das ..,. mit einem .1\e!len Strich angefangen. Vergleiche "I:afel li Zeile 6 am Ende IIas "':' in und Zeile 7 am Ende das "' in Der Punkt unter dem ..,. wird oft besonders wenn ani Anfang des Wortes der Buchstabe nur durch einen kleinen senkrechten Strich angedeutet ist, nicht unten sondern rechts daneben ges c hri e ben, so z B. auf Tafel III oben in dem Worte bemanihi. (Der Punkt ber dem "':' gehrt zu dem daneben stehenden Die Buchstaben ll: c und r:_. geben zu keinen besonderen Bemerkungen Veranlassung'. Die Buchstaben, welche mit ihnen verbunden voraufgehen, miissen wie berall in der : arabischen Schrift eine Stufe hher als die Zeile geschrieben >yerden. Die Weise wie diese Buchstaben in den arabi schen Drucke mit den vorhergehenden Buchstaben verbunden sind, um alles hbsch auf der Zeile zu halten, dass nmlich zwischen den Buchstaben noch einmal ein Haken gemacht ist, wie z. B. der letztep Zeile des n c hsten Absatzes zwischen "' und c ist in 4er Schrift nicht nachzuahmen. s

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    194 Man beachte wie die Buchstaben ...,.,, \:l 0: vor dem c; v t. geschrieben zu werden pflegen Siehe z. B. Tafel IV letzte Zeile gegen Ende das Wort na .famaina .l wird zuweilen auch mit dem nachfolgenden Buchstaben in eins gezogen, so besonders in der Verbindung so z. B in Tafel IV, Zeile 3 Mitte und bijtdihi z. B. Tafel IV Rand letzte Zeile in der Mitte Da viele unter das .l um es vom J zu unterscheiden einen Punkt setzen, so sieht es manchmal dem "':" sehr hnlich, man muss da gut zusehen, wenn ein Schreiber den Buchstaben ge wohnheitsmssig so macht ) wird fters, wenn es auf ein Elif folgt, durch letzteres hin durchgezogen, so z B. auf Tafel 11 Zeile 8 gegen das Ende im Worte kitlliyari, oder in der vorletzten Zeile im Worte e.,u, hier ist das e. am Ende wieder seinerseits durch das ) durch geschrieben. Wenn > oder j auf .S, .b, 11, J, r folgen, so wird oft nicht besonders fr das ) oder j abgesetzt, sondern der Grundstrich des vorhergehenden Buchstaben nur scharf nach links unten hinunter gestrichen, man sehe z. B. Tafel I Zeile 1 Anfang das Wort trl ilakram; Tafel III Zeile 7 Ende -;a thara ; Zeile 6 Ende >l))"') wtmerudi; Tafel X Zeile 1 Mitte ."..yl i1radhi. j wird manchmal von einigen so geschrieben, dass es von dem \:l nicht zu unterscheiden ist. Man vergleiche z B. auf Tafel VHI Zeile 2 Mitte das j in yakuzidia mit dem \:l im Worte das fast unmittelbar darauf folgt; ein Unterschied ist nicht wahrzunehmen Man passe also bei solcher Art des Schreibens genau auf, um sich nicht den Sinn der Wrter vllig entgehen zu lassen. Bei schnellem Schreiben wird ; und ; wohl auch mit dem folgenden Buchstaben verbunden wie B. auf Tafel XI Zeile 3 zu Anfang in '""",AAJ nakuarifu, Zeile 4 in .S;.-fazak. Bei den Buchstaben tJ" und .;. lassen viele, und zwar wenn sie besonders schn schreiben wollen, den mittelsten Haken weg und schreiben wohl gar den ganzen Buchstaben, so weit er auf die Zeile zu stehen kommt, nur als einen lngeren Strich, so z. B. Tafel li Zeile 1, in dem Worte Vergl. dasselbe Wort auf Tafel III und IV zu Anfang des Briefes. Manche machen dann ber diesen Strich beim Buchstaben ..,. einen kleinen Haken, so

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    195 z. B. in Tafel I am Ende im Worte rll..ll, dasselbe Wort in der Mitte der vorletzten Zeile von Tafel III. In dem unmittelbar ber letzterem stehenden Worte .;-;,s:; na Konsul, fehlt der Haken ber dem langgezogenen .r Vergleiche auch das ..::...r.-.1 ahsant zu Anfang der ftinften Zeile auf Tafel XI und das rll.. salaam zu Ende derselben Auf Tafel I Zeile I gegen das Ende ist im Worte .>J.I) das ..; durch das Elif gezogen .J> und .,tb geben fr die Schrift der Suaheli nichts besonderes zu bemerken. Der Schreiber setzt gewhnlich vor diesen Buch staben ab, um mit der Schleife derselben neu zu beginnen, wie es z. B. Tafel I Zeile 8 und I I bei dem Worte t- und des c: Vergleiche z B. das .J> im saghir Tafel VI Zeile 3 am Ende und das c: im Worte halta Tafel XI Zeile 4 in der Mitte. Beide Buchstaben sehen ganz gleich aus. Um b und II zu schreiben wird auch vorher abgesetzt, dann wird die Schleife gezogen, und nun erst wird der senkrechte Strich hinzugefgt. Vergl. Tafel III Zeile 4 am Ende ya khatti, in der folgenden Zeile in der Mitte kharbot; Tafel IV erste Zeile am Rande, Mitte a..W Fatme. Siehe auch Tafel IX Zeile 4 gegen das Ende das Wort .r." lin. f. und E. wird von einigen am Anfang so geschrieben, dass es mit S.. verwechselt werden kann, wenn man nicht genau zusieht, siehe z. B. Tafel VIII Zeile 7 zu Anfang im Worte .,t-,i luagane; man vergleiche mit dem E_ in diesem Worte dasS.. in dem darunter stehenden Worte ,S.. kumi. Um die hier stehende Form des E. zu verstehen, mge der Lernende daran denken, dass dieser Buchstabe von den Schreibverstndigen, wenn er schn werden soll, in zwei Tempis geschrieben wird: zuerst schreibt man den oberen Halb mond, dann wird die Feder abgesetzt und nun von vorne beginnt der untere Haken. Man vergleiche auch, was weiter unten beim Buchstaben
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    Ig6 -Anfang im zweiten Worte ..,-.. mgmi ganz deutlich zu sehen, wie die beiden Einknickungen am Fusse des E. ber einander geftihrt sind, und man wird nun die Formen des e und f. in den andern Wrtern Tafel leicht verstehen. Siehe auch Tafel V Zeile 6 gegen. das Ende, das J in dem Worte isltsherif. Man vergleiche auch wie das J zu Anfang des Wortes in ;. jukuzwa in der Mitte der letzten Zeile dieser Tafel geschrieben ist. Als besonders schn gilt brigens die Form der Schleife d es e und e_, wie sie auf Tafel X Zeile 2 gegen das Ende im Worte nakuarifu gemacht ist; man vergleiche Tafel III Zeile 8 gegen Ende das Wort jamii und in der hitzten Zeile gegen Ende das Wort ""-+ .fumaa Die Schleife des J wird niemals so geschrieben Voin Buchstaben J kommt neben dieser Form auch die langgezogene !:o vor. Beide Buchstaben kommen sowohl zu An fang, wie am Ende vor. Die sonst am Ende gebrauchte Form .JJ wird allerdings auch von den Suaheli gebraucht, aber nicht allzu oft. Der Lerneode merke sich, dass dieses .JJ wie ein grosses J geschrieben wird, in welches dann noch ein ganz kleines !:o hinein gezeichnet wird Der Buchstabe J wird so ges c hrieben, dass zuerst der untere Haken geschrieben wird und der gerade Strich wird dann hernach von rechts oben herangeschrieben Es ist falsch den Buchstaben von der Spitze rechts oben her mit einem Strich zu malen. Daher kommt es, dass der gerade Strich fters von dem brigen getrennt ist, wie z. B. in dem Wort ya kamma Tafel I Zeile 2 am Anfang Wer genau zusieht, wird es an vielen Stellen ganz deutlich erkennen, dass so und nicht anders geschrieben ist. Daher kommt es auch, dass der mittlere, mehr senkrecht stehende Theil des Buchstabens oft doppelt geschrieben erscheint, so z. B. in dem eben vorhin erwhnten Worte und sonst fters Daher erklrt sich auch die beim schnellen Schreiben viel gebrauchte Form des J, wie sie sich z. B auf Tafel II Zeile 8 am Ende im Worte yaku findet. Vergleiche Tafel XI Zeile 1 Mitte, das Wort .;Jl akma! und Zeile 2 die Wrter altik und &Jlry. barakatulzu. Es ist hier eben das Wort zu Ende ge schrieben und dann ist die Feder des Schreibenden ohne vom Papier abzusetzen bis nach links oben geftihrt um von dort aus den oberen schrgen Strich dem Stamme des Buchstaben J hinzu zuftigen.

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    197 Von manchen wird auch das lange So mit zwei Strichen, zuerst die untere, dann die obere Hlfte geschrieben, man ver gleiche z. B. auf Tafel V Zeile 3 Anfang das Wort J,S. kula, in der Mitte derselben Zeile das Wort .5>1:.:.!> kushitaki Wenn hinter .J' ein I oder ein J unmittelbar zu stehen kommt, so gilt es fr schn, wenn der Haken des J', also die Mitte des Buc hstabens bis dicht an den senkrechten Strich des I oder des J herangedrckt wird. Man sehe z. B. auf Tafel III Zeile 4 gegen das Ende, das Won .u;.s. kukaa oder Tafel XI Zeile 3 am Ende das Wort Jolr kamili. Steht zwischen dem .J' und dem I oder J noch ein t in der Mitte, so wird dieses gern nur als kleine Schleife noch unten hin geschrieben und die Mitte des .J' dennoch an das I oder J heran gedrckt, wie z B. auf Tafel XI Zeile I im Worte JJ'VI i/akma/ J wird manchmal nur als ganz kurzer Haken geschrieben, und nur der Umstand, dass weder darber noch darunter ein P unkt steht, lsst vermuthen, dass hier ein J zu lesen ist. Man sehe z B. Tafel III zu Anfang wie klein das J in dem Worte ist, oder Tafel V Zeile 6 gegen Ende im Worte ...i.,.:JI. t wird oft nur durch eine scharfe Ecke zwischen den brigen Buchstaben bezeichnet ; man sehe z B. auf Tafel III Zeile I gegen Ende das Wort Hamid oder Zeile 3 gegen Anfang das Wort i/hamdu. Manchmal wird der Kopf dem t nur als ein feines nach unten gerichtetes Strichelchen angedeutet, so z. B. Tafel I Zeile 2 Anfang im Worte f-1. ya kamma. Dieser Kopf des t wird berhaupt mit den verschiedenen Buchstaben in mannigfaltiger Weise verbunden; man beachte z B. die Verbindung mit ..,.,, .:;., "' wie z. B. in &.:...! lmnanihi zu Anfang von Tafel I; eben daselbst Zeile 5 gegen Ende na mimi u. s. w mit 11 z. B. Tafel II Zeile 9 gegen Anfang in c4 jamaa; mit .J' z. B. Tafel III Zeile 9 Mitte y:.:..r kumchuk u a ( vergl. auch was auf voriger Seite beim Buchstaben .J' gesagt ist) ; mit J z. B. Tafel IH Zeile 3 Mitte im Worte .,,JWI; mit lb z. B Tafel I Zeile 4 gegen Anfang im Worte ;,..t> humoza. Wenn t mit J oder 1:1 verbunden ist, wird es zuweilen so geschrieben, dass es wie ein einziger Buchstabe aussieht und manch mal ist es a priori nicht zu sehen, ob es ein Buchstabe ist oder zwei. Man vergleiche z. B. auf Tafel III unten bei der Datums angabe das t am Ende des Wortes t,..... Muharram mit dem in der Mitte stehenden .ro; nur der darberstehende Punkt lsst uns

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    ahnen, dass h1er nicht ein blosses r zu lesen ist. Die hier stehende Buchstabenverbindung knnte auch ganz gut y. gelesen werden. Vergleiche auch das Wort 1:1" mi11 auf derselben Tafel Zeile 4 gegen Ende in der Redensart r:f 1:1" mi11 gheir. Vergleiche auch Tafel IV Rand Zeile 2 am Ende die Schreibung des 1:1" min in der Verbindung r-b"l I:J.. min i/hakir, da hier auch der Punkt ber dem 1:1 fehlt, so ist die Sa c he flir den Aufanger desto miss verstndlicher. Vergl. Tafel X viertletzte Zeile, Mitte, 1:1" min muhtbbak. Beim 1:1 setzen einige den Punkt, wenn auch der Buchstabe am Anfang oder in der Mitte vorkommt, nicht ber den Haken, sondern links daneben, etwa wie Tafel VII Zeile 1 zu Anfang in ,;, tvanao; oder Tafel X dritte Zeile am Ende im Worte nakuarifu. Am Schluss wird der Buchstabe 1:1 von manchen fast wie ein ; geschrieben, so besonders auf Tafel VIII, wie schon vorhin erwhnt, vergleiche auch Tafel IV Zeile 8 gegen Anfang das Wort Ajmaina. Siehe auch oben die Bemerkungen bei ..,.. und r Das Wort .,r. bin, der Sohn, wird sehr oft nur als ein einziger schrger Strich geschrieben mit einem Punkt oben und einem Punkt unten, so z B. auf Tafel III Zeile 1 gegen das Ende in den Worten: ,.n .. .,r. ....,.. .,r. r'l.. Sa!im bin Hamid bin Sa!im, manchmal werden die Punkte ganz weggelassen, so z B. Tafel IV Zeile 1 in den Worten .,r. ...-Mulzammtd bitt S/emn. Ueber ist nichts besonderes zu sagen. Nur sehr selten wird es von den Suaheli mit dem folgenden Buchstaben verbunden, so z. B. auf Tafel XI Zeile 2 am Ende im Worte r''" dawm; ganz unten bei der Datumsbezeichnung im Worte ,,,,..."; Ftbruar Die Schleife des lb zu Anfang und in der Mitte wird von den verschiedenen Schreibern nicht immer gleich geschrieben, doch ist der Buchstabe nur selten zu verkennen; etwas aussergewhnlich verzogen erscheint sie z. B. auf Tafel IV vorletzte Zeile gegen Ende im Worte !zayo. In der Mitte finden wir eine zweite Form neben der Schleife fters gebraucht z. B. Tafel VII Zeile 2 in der Mitte im Worte jahazi, Tafel X Zeile 6 im Worte ya Hamburg. Zuweilen wird sogar diese Form auch beim Anfang des Wortes angewandt; man sehe z. B. Tafel VII Zeile 2 gegen Ende hakihimili oder Zeile 9 Mitte .}II> hu/ia.

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    199 Am Ende hat das lb neben den sonst blichen Formen, die auch von der Druckschrift nachgeahmt werden, noch eine besondere, wie z. B. in dem &:...! auf Tafel I, II, Ill oben deutlich zu sehen ist. Beim raschen Schreiben entsteht eine Form des Schlussl wie wir sie auf Tafel I vorletzte Zeile, gegen Anfang, im Worte mbt!e und gleich dahinter in &.111 &.111 finden. Auf Tafel X sind sehr viele Beispiele dieser Form. Diese Form des Schluss-1 findet sich auch in dem unter der Jahreszahl des Datums geschriebenen i.:.. sene =Jahr, so z B Tafel II ganz unten, Tafel IV ganz am Ende. Um diesen Strich zu verstehen muss man bedenken, dass das \)" nur als ein langer Strich geschrieben ist, der Haken des ." ist unbeachtet geblieben, der Punkt des ." ist in der Eile nicht ges c hrieben, von dem Schluss I ist nur der nach rechts unten gebogene Haken iibrig. Das allein stehende Schluss-1 wird von einigen auch als Interpunktionszeichen, besonders in Gedichten am S c hluss der Strophe gebraucht. So mehrfach auf Tafel VIII (durch ein Ver sehen des Schreibers ist es unrichtiger Weise gleich hinter das erste Wort gesetzt) Auf Tafel VII ist eine etwas zierlichere Form des Schlussl ans Ende der Strophen gesetzt ll wird fters mit einem Zuge geschrieben; so mehrfach auf Tafel ll letzte Zeile in dem Worte ."u; fulan. Etwas verschnrkelte Formen die den Anfnger vielleicht stutzig machen knnen, finden sich auf Tafel X erste Zeile in den Wrtern tl"lll ilakram (das lll ist noch ber das ..,.. des vorhergehenden Wortes geschrieben) und im Worte i l ashyam (hier ist das lll in das ,J. hinein geschrieben). Zu beachten ist, dass das I man c hmal nur als ein ganz kurzer Strich neben das J geschrieben wird. Hamze wird von vielen Suaheli fast gar nicht gebraucht, manche brauchen es im Ueberfluss, wie der S c hreiber von Tafel VIII, manche setzen es als eine Verzierung an Stellen, wo es gar nicht hingehrt. Besondere Schwierigkeiten bietet es dem Lesen den nicht. Bei 'i ist zu bemerken, dass einzelne Schreiber die Form des Schlussbuchstabens auch am Anfang und in der Mitte ge brauchen. Daraus erklren sich Formen, wie wir sie z. B auf Tafel VIII Zeile 2 im Worte yakitidia oder am Ende der selben Zeile im Worte yatotu finden. Manchmal sieht dann der Buchstabe wie ein C. oder wie ein schlecht geschriebenes

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    200 -aus, und wenn mehrere derartige ganz gleich geschriebene Buch staben neben eina':Jder vorkommen, so dass man zunchst nicht weiss, zu welchem die Punkte gehren, so kann man recht lange im Ungewissen ber die richtige Lesung sein Beim Schluss kommt mehrfach die nach unten rechts gezogene Form
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    . 201 Eine andere Schriftart zeigt Tafel ll. Der Character der Schrift ist etwas runder; auch dieser Typus kommt, wie es scheint hufiger vor. Tafel V zeigt eine Schreibweise, wie sie mir bei Briefen der Lamuund Witoleute mehrmals vorgekommen ist. Sie ist offenbar mit einem Hlzchen geschrieben und obwohl nicht gerade hbsch doch von Schreibgewandtheit zeugend. Tafel VI zeigt eine etwas schwerfllige Hand. Unter den Zahlen der Rechnung sind einige indische Ziffern. Man beachte z. B. in der vorletzten Zeile die indische 1 in der Zahl 15. Auf der viertletzten Zeile bedeuten die neben der Zahl 57 stehenden Striche '/4 durch ein Versehen ist auf Seite 96 bei der Umschrift des Blattes dieser Bruch auf die vorletzte Zeile gekommen. Tafel VIII zeigt einen ganz eigenthmlichen Typus, wie er mir bei tief im Innern lebenden, von der modernen arabischen Bildung unberhrten Leuten vorzukommen scheint, sowohl im deutschen Schutzgebiet wie in Wito. Auch diese Schrift ist offenbar mit dem Holzstift geschrieben, auch schreiben die Leute, die in dieser Art schreiben, meist ganz besonders gross. Ich bemerke, dass der Schreiber wohl aus Nachlssigkeit Strophe 6 vor Strophe 5 gesetzt hat. Tafel IX zeigt eine wohlstilisirte Kanzleischrift der OSt afrikanischen Araber; man sieht, der Schreiber weiss sein Rohr gut anzuschneiden und zu fUhren Bei den eigentlichen Suaheli habe ich diese Art zu schreiben weniger gefunden. Tafel VII, X und XI stammen von einer Hand und zeigen, wie jemand, der gut schreiben kann, unter vernderten Verhltnissen schreibt Tafel X giebt eine Schrift, bei welcher der Schreiber sich bemilht hat mglichst schn zu schreiben. Auf Tafel VII soll die Schrift mglichst deutlich sein; Tafel XI bringt einen in aller Eile niedergeschriebenen Zettel. Da die auf Tafel X und XI gebrachten Schreiben nichf mit den brigen abgedruckt und umschrieben werden konnten, so mge hier Umschrift und Uebersetzung folgen. Eine Umschrift in arabischen Buchstaben ist wohl nicht nthig, da dasjenige, was in der Handschrift Schwierigkeiten machen knnte, schon bei der Besprechung der der Suaheli Seite r 9 I bis Seite 2 oo er whnt worden ist.

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    202 -ZU TAFEL X. Bemaniki taala. !Ia jenab is/zskekk ilmu/zebb ilakram irrad/zi ilmuk/ztaram ilashyam ilk/zawaja itht/zike zddoctor Bitner ilmukhtaram Adam Allaku izzahu ala eddawm ins/za Allah. Essalaam aleik wa rahmet UUahi wa barakatuhu. Wa baad nikuarifu hali yangu ngema wa thamma nawe kuwa kazalika ya ajia zako amzita, ilkamdu lillahi rabb i/alamt1za. Wa zazdi ya khabari: nakuarzfu: Nimesajiri katika Berlin siku ya juma ne mchana mwezi 12. August wakati wa saa moja na dakika rs, yaani saa moja wa robo. Nimejika katika bender ya Hamburg waka# wa saa mbili 2 na dakika 5 Nimekuta khawaja Tsak/u katika panda la magarz ananingoja. Tena tukamda katika kotdi. Nami siwezi kukuarzfu kwa khabari ya mji, maana baado sijaona vyema. lnslta Allah utapata khabari katika k/zatti nyingine; insha A!lalz. Hiyo ndiyo khabari yangu, wajibu kukuarifu hatta ujue. Wa salaam. Nisalimie bibi nyumba1zi, aidka nisalimie sana ilmukebb ilaziu Kar! Bitner sana 1ta nduguze wote salaam sana. Wa zalika mt1z mukebbak zakir fadhlak wa ahsanak saghirak Sieman bin Said esSarmi, nahar IJ. August ji r8go. Yusil ilkitab ila kariat Berlin ilmustamaka Stegfils Almania. Hiftaltu Allaltu taala. Aidha na ltuku anakusalimia ilkhawaja Tsakhe wa salaam Im Texte ist durch eine Flchtigkeit des Schreibers das Allalt weggelassen. UEBERSETZUNG. Durch die Gte des Allerhchsten. An seine Wohlgeboren den Schech, den geliebten, den sehr geehrten, den angenehmen, den ehrwrdigen, den charakter festen, den Herrn, den zuverlssigen den Doctor Bttner den ehrwrdigen. Mge Gott seine Kraft bestndig (bei ihm) bleiben

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    203 lassen. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen. Und danach: Ich theile dir mit: Mein Zustand ist gut und mgest auch du gleicherweise mit deiner Gesundheit sein. Amen. Lob sei Gott dem Herrn der Welten. Und was mehr ist von Nachrichten: kh theile dir mit: Ich bin von Berlin am Dienstag Mittag den 12. August um 1 Uhr und 1 5 Minuten d. h ein und ein viertel Uhr abgereist. Ich bin im Hafen von Harnburg um 2 Uhr und 5 Minuten an gekommen. Ich habe den Herrn Zache auf dem Bahnhof ge troffen, er erwartete mich Danach sind wir in ein Hotel gegangen. Und ich kann dir nichts ber die Nachrichten von der Stadt mittheilen, nmlich ich habe mich noch nicht gut umgesehen So Gott will, wirst du Nachricht in einem andern Briefe erhalten, so Gott will. Dies sind die Nachrichten von mir, es ist Pflicht, dir Mittheilung zu machen, damit du es weisst. Und Gruss. Grsse mir die Grassmama im Hause; ferner grsse mir sehr den geliebten, den theuern Kar! Bttner, auch allen seinen Schwestern vielen Gruss Und solches von deinem geliebten, dem sich an deine W ohlthaten und deine Gte erinnernden, deinem kleinen Sieman Sohri des Said dem Sarmi. Am Tage des 13. August im Jahre 18go Es mge der Brief ankommen in dem Vororte Berlins, genannt wird Steglitz, Deutschland. Es behte ihn Gott der Allerhchste. Ferner lsst dich hier auch Herr Zache grssen. Und Gruss. ANMERKUNG. Bei den Zeitangaben ber die Eisenbahnfahrt ist zu beachten, dass fr die Abfahrt europische Zeit, bei der Ankunft in Harn burg arabische Zeit gemeint ist. Aber der Schreiber hat es vergessen dies anzugeben. Der Zug kam nach dem Fahrplan Abends 8 Uhr 6 Min. in Harnburg an. Der Ausdruck: Nimesajiri katika Berlin ich reiste von Berlin ab, ist ein gutes Beispiel fdr die wirkliche Bedeutung von katika o6'

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    204 -ZU TAFEL XI. /Ia jmab shekhz'na iifakik ilakmal iddoktor Bitner. Ab kahu Al/ahu taala, insha Allah. Essalaam a/dk wa rahmet Ul/ahi wa barakatuhu a/a dawm. Wa baado nakuanfu: Mavazz' yangu yamewasili yote kami/i; wajz'bu kukuari.fu hatta ujue. Nami nimeshukuru sana, ahsanta,jazak Al/ahu eifu kheir. Wa sa/aam. Mz'n muhebbak Sieman bin Said. 21. Februar ji r8go UEBERSETZUNG An seine Wohlgeboren unsem Schech, den verstndigen, den sehr vollkommenen, den Doctor Bttner. Mge ihn der allerhchste Gott am Leben erhalten, wenn Gott will. Friede sei ber dir und die Barmherzigkeit Gottes und sein Segen fortdauernd Und danach: ich theile dir mit: Meine Kleider sind alle vollzhlig angekommen, und Pflicht ist es, es dir mitzutheilen, damit du es wissest. Und ich danke dir sehr, danke, Gott segne dich mit tausendfachem Glck Und Gruss Von deinem geliebten Sieman Sohn des Said Den 2 I. Februar 18go.

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    Berichtigungen und Zustze. Seite 10 Zeile 9 statt Masketischer lies Maskatischer. 16 9 mjanzie lies mjanyiz. 17 Brief XI Zeile 7: Kumwomba Mutmgu hat im gewhn lichen Verkehr vielfach die Bedeutung: "etw'as neu es beginnen eine Reise unternehmen" erhalten, weil man ja vor jeder wichtigeren Unternehmung Gottes Beistand anzurufen pflegt. 29 in der Ueberschrift statt Zanzibar lies Sansibar. 3 z Brief XIX Zeile 3 statt barakatahu lies barakatuhu. Und so ist dies Wort berall, wo es vorkommt, zu lesen; ebenso statt m er datahu statt neematahu neemaf11hu. 42 Zeile 1 statt alioweka lies a!iowekwa 45 12 gebunden lies losgebunden. 48 Brief XXVII Zeile I 4 statt wane lies wa ne. 63 XXXV 11aya!iomo lies na yaliomo. 66 XXXVII 9 Alihusibu lies Ulihasibu 76 Ueberschrift statt Angazidya lies Angasidya 92 Zeile 2 statt wanalokiwaza lies wanaloliwasa. 92 10 hawambia lies lzawambii. 135 3 ist dura eigentlich mit Papagei zu bersetzen; gemeint ist natrlich die besungene Frau. I 61 Zeile 11 von unten V lies Zu Zeile 1 I auf Seite 165 : Auch bei manchen Wstenarabern wird .J zuweilen hnlich ausgesprochen, vergl. Wetzstein, Sprachliches aus den Zeltlagern der syrischen Wste, pag 99 (cf. Band XXII Zeitsch. der Deutsch. Morgen(. Gesch.). Seite I6S Zeile 8 von unten statt J und ;.;,.lies J und

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    200 Zu Seite 188 : Die Suaheli schneiden nicht gerne das Schreiberohr ftir einen andern, weil sie glauben, dass sie dadur c h ihre Geschicklichkeit im S ch reiben dem bertragen ftir den das Rohr geschnitten ist. Zu Seite 190: Neben der hier beschriebenen Tinte aus Reis : wino 1ua mclul wird auch aus dem Saft des Tintenfisches Tinte in Ostafrika fabricirt : witzo wa jJwsa. IM ARABISCHEN THEIL. Seite f ist in Brief 3 Zeile 4 hinter i einzuschieben : .; lf' A in Brief 1 1 Zeile I statt lies A ,. 1 I 4 von unten statt tu...i lies tu..., 1. 13 1 statt ."..;,y.l lies ."..;,r,t. lt " lA Ueberschrift statt ,..__rl lies lo Zeile 1 statt lies \l lies J,-1. IV ist hinter einsuschieben lA 6 ist hinter .olb.> einzuschieben r;! IT letzte Zeile statt lies ft Zeile 2 statt .,..II lies .,.JI. n. 4 von unten statt lies \4 statt .,..;t1 lies ...;11. 4 lies Atn. 4 von unten statt ..S-; .J-; ll 6 von unten statt &o.i lies a..J. DRUCK VON W. DRUGULlN 1N LIUPZIG.

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    TAFEL I. S/6 der Originalgrsse. Vergl. Nr. 12, pag. 19.

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    TAFEL ll. /, der Originalgrsse. Vergl 17, pag. 29.

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    TAFEL III. '6 51 der Originalgrsse. Vergl. Nr. 2J, pag 39

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    TAFEL IV if s der Originalgrsse. V e rgl. Nr. 27, pag. 4g,

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    TAFEL V Grsse des Originals

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    TAFEL VI. Grsse des Originals Vergl. Nr 53, pag. 90 ,_., 1 '4:vALf-I .. -J IC I .::.J/1 .. r f v .rc.iJ tf 8 \' (J. t> 1 tJJ J> 9

    PAGE 236

    TAFEL VIII 5/6 : der Originalgrsse. Vergl. Nr 61, pag. 141 ..

    PAGE 240

    TAFEL X Gr"sse des Originals Vergl. Anhang, pag 202.

    PAGE 243

    TAFEL XI. S/6 der Origina\grsse. Vergl. Anhang, pag. 204-